Herzlich willkommen!

Der Landesmusikrat Berlin vertritt als Dachverband die Interessen der Institutionen und Verbände, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder, bildet ihre Koordinationsstelle und hat beratende Funktion gegenüber dem Senat und den Parteien im Berliner Abgeordnetenhaus.

In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat darüber hinaus auch selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei setzt er einen Schwerpunkt auf jugendkulturelle Aktivitäten.


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10
JUN

Instrument des Jahres

Entfällt! – Debut im Deutschlandfunk Kultur - Deutsches Symphonie-Orchester Berlin mit Diana Adamyan

Datum: 10.06.2020
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Philharmonie Berlin, Herbert-von-Karajan-Straße 1, 10785 Berlin

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Ruth Reinhardt, Dirigentin
Diana Adamyan, Violine

Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64

Veranstalter: Deutschlandfunk Kultur
Eintritt: 12 bis 32 €
Tickets: 030 – 2029 8711 oder tickets@dso-berlin.de

11
JUN

Instrument des Jahres

Entfällt! – Die barocke Geige in verschiedenen Stimmlagen: Tenorgeige, Violino piccolo, Viola d'amore

Datum: 11.06.2020
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Geigenbauwerkstatt Josef Huber, Prinzenallee 58, 2. Hof (Wedding), 13359 Berlin

Konzerteinführung: 18:00 Uhr
Konzertbeginn: 19:30 Uhr

Rachel Stott, Viola d’amore, Tenorgeige
Rachel Godsill, Sopran
Daniela Braun, Viola d’amore, Tenorgeige, Violino piccolo

Konzert mit Einführung ins Programm und Vorstellung der Instrumente der Geigenbauwerkstatt von Josef Huber. Die Musikerinnen spielen Barockmusik und zeitgenössische Musik auf Nachbauten historischer Instrumente.

Als junger Geigenbauer beschäftigt man sich grundsätzlich mit historischen Geigenmodellen, z. B. von Jakob Stainer (1619-1683) und Antonio Stradivari (1644-1737), um dann schnell festzustellen, dass sich die erhaltenen Instrumente fast ausschließlich nicht mehr in dem Zustand befinden, in dem sie die Werkstatt verließen. Von ausgeführten Reparaturen abgesehen betreffen die Veränderungen die Halskonstruktion, die Steg- und Bassbalkenproportionen, das Saitenmaterial und weitere bauliche Merkmale. Berücksichtigt man diese Eigenheiten beim Neubau, erhält man eine Barockgeige und steht vor der Frage, wie weit das klangliche Ergebnis einer Geige gleicht, die 1683 die Werkstatt verlassen hat.

Eine Frage, die sich so nicht beantworten lässt und zu weiterem Quellenstudium führt. Ein „Violino piccolo“ der Gebrüder Amati von 1683 ist eins der wenigen Instrumente aus Cremona, das praktisch unverändert ist. Die Tenorgeige von Jakob Stainer von 1650 ist ein weiteres Modell, um Einblick in eine  Bauweise des 17. Jh. zu erhalten. Für die Zeit bis ca. 1670 gilt die wesentliche Voraussetzung: Die Instrumente müssen ausschließlich mit blanken Darmsaiten funktionieren, denn die umsponnene Darmsaite wird erst danach in den Quellen beschrieben.

Der Komponist Michael Praetorius schreibt um 1609 sinngemäß, dass man über die Geige nichts schrieben müsse, da sie umfänglich bekannt sei, „ausser diesem / daß wenn sie mit Messings- und Staelenen Saiten bezogen werden / einen stillen und fast lieblichen Resonanz mehr / als die andern / von sich geben“.

Veranstalter: Geigenbauwerkstatt Josef Huber
Konzerteinführung: Eintritt frei
Eintritt Konzert: 15 € / erm. 12 €
Informationen unter 030 – 4432 4832 oder www.josefhuber.eu

14
JUN

Instrument des Jahres

Fiddle Convention online: Abgabetermin Aufnahmen

Datum: 14.06.2020
Uhrzeit: ganztägig
Veranstalter: Musikschule Béla Bartók

Willkommen in der Werkstatt zur Fiddle Convention 2020!
Trotz Abstand zusammen spielen!

Besucht uns online hier:
https://fiddleconvention2020.dailymishap.com/

Ihr nehmt euch zu Hause auf und sendet eure Aufnahmen bis spätestens 14. Juni ein. Alles Nötige (Noten, Play-Alongs, Techniktipps, Kontaktdaten …) findet ihr auf unserer Website. Wir mixen eure Aufnahmen und Fotos zusammen und basteln daraus eine Online-Fiddle-Convention.

Veröffentlichung voraussichtlich am 21. Juni 2020 zur Fête de la Musique!

Kontakt für Rückfragen

20
JUN

Instrument des Jahres

Entfällt! – Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit Julia Fischer

Datum: 20.06.2020
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Vladimir Jurowski, Dirigent
Julia Fischer, Violine

Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 77

Veranstalter: Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit rbb Kultur
Eintritt: ab 20 €
Tickets: 030 – 2029 8715 oder tickets@rsb-online.de

22
JUN

Landesmusikrat

6. Jour fixe „Musik und Stadt“: Komponistinnen gestern und heute

Datum: 22.06.2020
Uhrzeit: 19:00 Uhr - 20:30 Uhr
Ort: Online-Diskussion

„Dass man übrigens seine elende Weibsnatur jeden Tag, auf jedem Schritt seines Lebens von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekömmt, ist ein Punkt, der einen in Wuth, und somit um die Weiblichkeit bringen könnte, wenn nicht dadurch das Uebel ärger würde.“ (Fanny Hensel, 1829)

Gesellschaftliche Zwänge, Zweifel an der Begabung von Frauen, mangelnder Zugang zu Ausbildungsstätten und Bedenken der Veranstalter mit Rücksicht auf die Erwartungen des Publikums … Was hat sich getan in zweihundert Jahren Kulturgeschichte? Gibt es Gleichberechtigung, und wie wird sie sichtbar in der Programmgestaltung der großen Veranstalter?

Auf dem Podium in der ALEX-Halle werden mit dabei sein:

  • Prof. Dr. Beatrix Borchard, Musikhistorikerin
  • MA Bettina Brand, Geschäftsführerin der Ursula-Mamlock-Stiftung
  • Prof. Violeta Dinescu,  Komponistin
  • Susanne Stelzenbach, Komponistin, Leiterin des Festivals „Pyramidale“

Moderation: Dr. Adelheid Krause-Pichler
Musik: Ehrengard von Gemmingen, Violincello

Aufgrund der Einschränkungen, die mit der Corona-Pandemie notwendig geworden sind, findet der 6. Jour fixe „Musik und Stadt“ ohne Publikum in Saal statt. Bitte verfolgen Sie daher den Jour fixe im Livestream.Ein Link zum Livestream wird am Veranstaltungstag freigeschaltet.

Fragen aus dem Publikum: Bitte senden Sie Ihre Fragen an die Podiumsteilnehmerinnen und Podiumsteilnehmer bis zum 18. Juni 2020 an info@landesmusikrat-berlin.de. Aus logistischen Gründen ist das direkte Zuschalten von Fragenden leider nicht möglich.

24
JUN

Instrument des Jahres

Entfällt! – Orchester der Deutschen Oper Berlin mit Augustin Hadelich

Datum: 24.06.2020
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Deutsche Oper Berlin, Bismarckstraße 35, 10627 Berlin

Orchester der Deutschen Oper Berlin
Donald Runnicles, Dirigent
Augustin Hadelich, Violine

Max Bruch: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26

Veranstalter: Deutsche Oper Berlin
Eintritt: 16 bis 70 €
Tickets: 030 – 343 84 343 oder info@deutscheoperberlin.de

25
JUN

Instrument des Jahres

Entfällt! – Das große Sommerkonzert

Datum: 25.06.2020
Uhrzeit: 19:30 Uhr - 21:30 Uhr
Ort: Philharmonie, Kammermusiksaal, Herbert-von-Karajan-Str. 1, 10785 Berlin
Veranstalter: Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach

Johannes Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77
Franz Liszt: Totentanz
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

Simon Zhu, Violine
Daniel Streicher, Klavier
Sinfonieorchester des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach
Samuel Lee, Leitung

Eintritt: 12,50 Euro, erm. 6,50 Euro

26
JUN

Instrument des Jahres

Entfällt! – MIM-Kids: Märchen-Workshop "Die Erschaffung der Geige"

Datum: 26.06.2020
Uhrzeit: 10:30 Uhr
Ort: Musikinstrumenten-Museum, Staatliches Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz, Tiergartenstraße 1, 10785 Berlin

MIM-Kids: Veranstaltungen für Kinder und Familien

Märchen-Workshop „Die Erschaffung der Geige“

Musikinstrumenten-Museum
Staatliches Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz
Tiergartenstraße 1, 10785 Berlin
Eingang: Ben-Gurion-Straße

Die MIM-Kids des Musikinstrumenten-Museums laden am 17. April und 26. Juni zu einem musikalischen Märchenworkshop rund um das Slawische Märchen „Die Erschaffung der Geige“ ein. Erzählt wird die Geschichte von Felix, der sich mit Hilfe einer Fee und einem ganz neuartigen Musikinstrument die schöne Königstochter erobert.

Märchen-Workshop „Die Erschaffung der Geige“
17. April 2020 und 26. Juni 2020
Beginn jeweils 10.30 Uhr
Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre
Dauer: 90 Minuten
Anmeldung erbeten unter Telefon 030.254 81-139 oder sekretariat@sim.spk-berlin.de
Kosten: Kinder bis 18 Jahre 2 € / Erwachsene 8 €

Veranstalter: Staatliches Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz

20
AUG

Landesjugendorchester

Anmeldeschluss zur Herbst-Arbeitsphase

Datum: 20.08.2020
Uhrzeit: ganztägig

Der Versand der Probespielstellen erfolgt ab Ende Juli.

Probespiel: 1. September
Vorproben in Berlin: Samstag, 26. September
Arbeitsphase: 10.–26. Oktober
Fahrt nach Frankreich: voraussichtlich 10.–19. Oktober
Weitere Aktivitäten und Proben in Berlin und evtl. Polen: 20.–25. Oktober
Konzert im Konzerthaus Berlin: 26. Oktober

Weitere Information zur Herbst-Arbeitsphase 2020

26
OKT

Landesjugendorchester

Herbstkonzert des Landesjugendorchesters

Datum: 26.10.2020
Uhrzeit: 20:00 Uhr - 22:00 Uhr
Ort: Konzerthaus am gendarmenmarkt
Veranstalter: Landesmusikrat Berlin e. V.

Gemeinsames Konzert zum Gedenken an das Kriegsende 1945

Programm
Johann Sebastian Bach/Anton Webern: Fuga (2. Ricercata) a 6 voci aus Ein musikalisches Opfer BWV 1079/5
Lili Boulanger: D’un soir triste
Jean-Baptiste Robin: Auftragskomposition
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Musikalische Leitung: Michaël Cousteau

Landesjugendorchester Berlin; Orchester des Konservatoriums Versailles Grand Parc


AKTUELLES

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Latenzarmes Musizieren im virtuellen Raum jetzt! (27. 5. 2020)

Digital Stage auf vielen Ebenen unterstützen / Jeder kann mitmachen!

Die Berliner Initiative Digital Stage entwickelt einen latenzarmen, datensicheren audiovisuellen Konferenzdienst für Kunst-, Musik- und Theaterprojekte. Seit Mitte März arbeiten mehr als 50 Personen unterschiedlichster Herkunft ehrenamtlich an der Umsetzung des Konzepts.

Ziel ist es, dass professionelle, semiprofessionelle und Amateur-Ensembles online proben und auftreten können, ohne sich dafür in einem Proberaum versammeln zu müssen.

Das Projekt benötigt Unterstützung auf vielen Ebenen, auch weitere ehrenamtliche Mitarbeit ist mehr als willkommen. Verstärkung wird gesucht für die Gebiete: 

  • Finanzierung und Fundraising
  • Öffentlichkeits- und Pressearbeit
  • Projektleitung
  • Nutzerbetreuung
  • Technische Entwicklung
  • Back-End- und Front-End-Programmierung
  • Webdesign, Internetauftritt, Social Media und Newsletter

Auch die weitere Verbreitung des Projekts auf allen Kanälen, die mögliche Interessierte erreichen, wäre sehr hilfreich!

Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt auf unter:
contact@digital-stage.org
https://digital-stage.org/

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Schule braucht Musik! (27. 5. 2020)

Trotz der schrittweisen Öffnung der Schulen findet durch die starke Fixierung auf die „Kernfächer“ Musikunterricht fast nicht mehr statt. Damit wird den Berliner Schülerinnen und Schülern aber die Chance zu Musikalischer Bildung und zu anderen als den kognitiven Lernzugängen genommen.

Wenn am 2. Juni die Schulen von der Senatsbildungsverwaltung über das Unterrichtskonzept für das kommende Schuljahr informiert werden, müssen das Fach Musik und musikalische Aktivitäten in der Schule angemessen berücksichtigt werden.

Hierzu Carl Parma, Vorsitzender des Bundesverbands Musikunterricht Berlin und Präsidiumsmitglied des Landesmusikrats: „Musikunterricht kann unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln auch ohne Singen sehr vielfältig angeboten werden. Und auch das Musikmachen lässt sich unbedenklich mit Orff-Instrumenten, Gitarren, Keyboards oder Bodypercussion realisieren. Damit die jahrelang aufgebauten Strukturen nicht völlig wegbrechen, müssen für die Schulensembles innovative und kreative Lösungen gefunden werden, z.B. verkleinerte  Instrumentalbesetzungen (zunächst ohne Bläser); Chöre sollten die Zeit bis zur Unbedenklichkeitserklärung mit den vielfältigen Möglichkeiten digitalen Probens überbrücken. Das ist wichtig für Erhalt und Zusammenhalt der Ensembles.“ Zahlreiche Best-Practice-Beispiele und Handreichungen hierzu finden sich auf den Homepages des Landesmusikrates und der Fachverbände.

Unsere Kinder und Jugendlichen brauchen Musik in der Schule gerade auch in diesen schwierigen Zeiten – ermutigen und unterstützen wir sie dabei!

Weitere Informationen:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/service/musizieren-trotz-corona-wiedereinstiegs-szenarien-und-handreichungen/

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Seid kreativ! (4. 5. 2020)

Ensemblesterben vermeiden – Plädoyer für lebendige Schulmusik auch in Zeiten von Corona

Ensembles sind in Berliner Schulen zentral für sozialen Zusammenhalt, Miteinander und Identität der Schülerinnen und Schüler. Durch die Einschränkungen, die mit der Corona-Pandemie notwendig geworden sind, droht den Ensembles aktuell jedoch ein irreparabler Flurschaden.

Auch wenn Schulen in den kommenden Wochen langsam wieder geöffnet werden, ist im Musikunterricht aus Gründen des Gesundheitsschutzes jegliches lebendiges Musizieren verboten. Im Fern-Unterricht spielt das Fach Musik bisher in den seltensten Fällen eine Rolle, und wo es stattfindet, beschränkt es sich zumeist auf theoretische und musikhistorische Inhalte.

Carl Parma, Vorsitzender des Bundesverband Musikunterricht-LV Berlin und Beisitzer im Präsidium des Landesmusikrats, sagt: „Moderner Musikunterricht ist geistige und seelische Nahrung für unsere Kinder und Jugendlichen durch seine Ausrichtung auf musikalische Praxis. Fehlen diese praktischen Anteile, verliert Musikunterricht seinen wesentlichen Kern. Wir müssen daher in der jetzigen Situation daran arbeiten, digitale Vermittlungsformen auch für die Musikpraxis fruchtbar zu machen. Dies ist umso dringlicher, als auch die schulischen Ensembles, die in jahrelanger Aufbauarbeit entstanden sind, durch die coronabedingte Unterbrechung kaputt zu gehen drohen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Ansätze und Best-Practice-Beispiele, wie musikalische Arbeiten dennoch möglich ist. Viele gute Hinweise finden sich z. B. auf der Seite des Berliner Landesmusikrats. Und deshalb der dringende Wunsch: Seid kreativ – den Kindern und Jugendlichen zuliebe.“

Weitere Informationen finden Sie hier, die Sammlung wird ständig erweitert:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/service/handreichungen-zum-umgang-mit-digitalen-hilfsmittelnbest-practice-beispiele-im-bereich-der-musik/

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Digitales Musizieren und Konzertieren in Zeiten von Corona (29. 4. 2020)

Handreichungen und Best-Practice-Beispiele auf der Homepage des Landesmusikrats Berlin

Durch die Corona-Pandemie sind Einschränkungen notwendig geworden, die das gemeinsame Musizieren, das Konzertieren und auch den Musikunterricht stark behindern. Einschränkungen, die alle Berliner Musikschaffenden auch bei einer langsamen Öffnung noch lange begleiten werden.

An vielen Stellen entstehen jetzt jedoch innovative Ideen, wie Musikunterricht, Konzertieren und gemeinschaftliches Musizieren weiter stattfinden können. Darüber hinaus werden an vielen Orten Handlungsempfehlungen erarbeitet, die Hinweise zum Umgang mit digitalen Hilfsmitteln geben.

Als Dachverband sammelt der Landesmusikrat Berlin auf seiner Homepage sowohl Best-Practice-Beispiele als auch Handlungsempfehlungen zum Umgang mit digitalen Hilfsmitteln.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper sagt: „Wir hoffen, dass wir mit dieser Zusammenstellung den musizierenden Berlinerinnen und Berlinern eine Hilfestellung geben können. Die Sammlung geht weiter. Wir freuen uns auf gute Ideen und Beispiele.“

Alle Informationen finden Sie unter
https://www.landesmusikrat-berlin.de/service/handreichungen-zum-umgang-mit-digitalen-hilfsmittelnbest-practice-beispiele-im-bereich-der-musik/

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Berliner Musikszene: Soforthilfeprogramme und digitale Hilfsmittel (17. 4. 2020)

Zweite Umfrage des Landesmusikrats Berlin

An der zweiten Corona-Umfrage des Landesmusikrats Berlin zur Wirksamkeit von Soforthilfeprogrammen, Möglichkeiten und Grenzen digitaler Hilfsmittel beteiligten sich bis heute fast 400 Berliner Musikschaffende, Verbände, Institutionen und Unternehmen.

58,5 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben an, bereits Soforthilfeprogramme in Anspruch genommen zu haben. 65 % empfanden die zur Verfügung gestellten Hilfen als ausreichend. Sollten die Corona-bedingten Einschränkungen weiter aufrecht erhalten bleiben, wären 89 % auch weiter auf Hilfsprogramme angewiesen. Notwendig sind aus ihrer Perspektive hauptsächlich Zuschüsse zum Lebensunterhalt (73,1 %), außerdem die Übernahme von Betriebskosten (22,5 %).

Zur Fortführung ihrer Tätigkeit (z.B. Musikunterricht) sind aktuell 84,8 % der Befragten auf digitale Hilfsmittel angewiesen. Allerdings verfügen mindestens 22,2 % nicht über die notwendige technische Ausrüstung.* 26,5 % können nicht von zu Hause arbeiten und brauchen Zugang zu entsprechend ausgestatteten Räumlichkeiten.

Die von Teilnehmerinnen und Teilnehmer meistgenutzten Programme sind Skype (64,9 %), Zoom (51,1 %) oder Facetime (27,6 %). 67 % sind mit der Funktionsweise der digitalen Hilfsmittel jedoch nicht zufrieden. Verbessern müssten sich demnach die Klangqualität (72,2%), die Schnelligkeit der Tonübertragung (70,4%), die Stabilität des Systems bei vielen Teilnehmenden (47,9 %) oder der Datenschutz (36,6 %).

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper: „Die Einschränkungen, die durch die Corona-Pandemie notwendig geworden sind, treffen die Berliner Musiklandschaft mit voller Wucht. Besonders für Freischaffende müssen nun nachhaltige Hilfsprogramme aufgelegt werden, die vor allem auch Lebenshaltungskosten abdecken. Es ist allen Berliner Musikschaffenden hoch anzurechnen, dass sie sich darum bemühen, z.B. Chorproben oder Musikunterricht unter Nutzung digitaler Hilfsmittel fortzuführen. Hierfür sind zum Teil erhebliche Investitionen notwendig. In gleichem Maße müssen Wiedereinstiegsszenarien entwickelt werden, welche sich bei aller gebotenen Vorsicht dem gewohnten gemeinschaftlichen Musizieren und Konzertieren wieder annähern. Hierfür bedarf es unser aller Kreativität.“

Weitere Informationen:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/service/auswirkung-von-coronainformationen/


*Diese Werte könnten aufgrund der Tatsache, dass die Umfrage über digitale Medien erfolgte, eine gewisse Verzerrung darstellen und die Versorgung mit digitalen Medien zu hoch wiedergeben.

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„Jugend musiziert“: Bundeswettbewerb 2020 fällt ersatzlos aus (14. 4. 2020)

Turnus der Kategorien ab 2021 wird beibehalten

Der 57. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ fällt in diesem Jahr ersatzlos aus. Wie die Bundesgeschäftsstelle nun bekannt gab, ist auch keine Verschiebung von Kategorien in das kommende Jahr möglich. Da die Kategorien bei „Jugend musiziert“ nur im dreijährigen Turnus stattfinden, ist dies für die betroffenen Ensembles, Solistinnen und Solisten besonders schmerzlich.

Begründet wird die Entscheidung gegen eine Verschiebung u. a. mit den auch auf Regional- und Landesebene begrenzten organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen. Außerdem sei es pädagogisch und organisatorisch problematisch, Weiterleitungen von Regionalwettbewerben des Vorjahres als Zugang zu Landeswettbewerben gelten zu lassen, da dann Sonderregelungen für Altersgruppen getroffen werden müssten.

Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin: „Wir bedauern diese Entscheidung, die sicher nicht leichtfertig getroffen wurde. Es ist jetzt an uns, innovative Ideen zu entwickeln, wie wir unsere Preisträgerinnen und Preisträger der Regionalwettbewerbe im Laufe des Jahres in geeigneter Weise für ihre Leistungen würdigen können“.

 

Weitere Informationen der Bundesgeschäftsstelle „Jugend musiziert“

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