Herzlich willkommen!

Der Landesmusikrat Berlin vertritt als Dachverband die Interessen der Institutionen und Verbände, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder, bildet ihre Koordinationsstelle und hat beratende Funktion gegenüber dem Senat und den Parteien im Berliner Abgeordnetenhaus.

In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat darüber hinaus auch selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei setzt er einen Schwerpunkt auf jugendkulturelle Aktivitäten.


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24
FEB

Jugend musiziert Berlin

Preisträgerkonzert Regionalwettbewerb Berlin-Nord I

Datum: 24.02.2018
Uhrzeit: 16:00 Uhr
Ort: Fontane-Haus Reinickendorf, Wilhelmsruher Damm 142 c, 13439 Berlin


Eintritt frei!

24
FEB

Instrument des Jahres

Berliner Meisterkurs für Cello mit Konstantin Manaev

Datum: 24.02.2018 - 25.02.2018
Uhrzeit: ganztägig
Ort: Internationale Musikakademie Anton Rubinstein, Joachim-Friedrich-Str. 48, 10711 Berlin
Veranstalter: Internationale Musikakademie Anton Rubinstein

Programm:
Der Cellist Konstantin Manaev, der seit 2012 in Berlin lebt, tritt als Solist inzwischen regelmäßig in ganz Europa auf. Sein Konzertrepertoire umfasst Werke vom frühesten Barock bis in die Moderne.

Ab dem Wintersemester 2016/17 ist Konstantin Manaev als Dozent für Violoncello an der Internationalen Musikakademie Anton Rubinstein Berlin tätig. Jede/r aktive Kursteilnehmer/in des Meisterkurses erhält jeweils zwei Unterrichtsstunden bei Konstantin Manaev.

Teilnahmegebühr:
300 € aktiv
Pianobegleitung 90 €
40 € passiv

Anmeldung bis 01.02.2018 unter rubinstein-akademie.de

25
FEB

Jugend musiziert Berlin

Preisträgerkonzert Regionalwettbewerb Berlin-Nord II

Datum: 25.02.2018
Uhrzeit: 11:00 Uhr
Ort: Zitadelle Spandau, Gotischer Saal, Am Juliusturm 64, 13599 Berlin

Eintritt frei!

03
MÄR

Landesjugendorchester

Probenwochenende des LJO

Datum: 03.03.2018 - 04.03.2018
Uhrzeit: ganztägig

Musikalische Leitung: Lancelot Fuhry 
Solistin:
 Marie-Bénédict Langlamet, Violoncello

Programm: 
Béla Bartók (1881-1945): Tanz Suite, Sz. 77, BB 86a (1923)
Édouard Lalo (1823-1892): Konzert für Violoncello und Orchester d-Moll (1877)
Robert Schumann (1810-1856): Symphonie Nr. 1 B-Dur op. 38 (1841) 

Termine (Änderungen vorbehalten): 
Anmeldezeitraum: bis zum 15. Januar 2018 
Probespiele: 31. Januar 2018
Probenwochenende in Berlin: 3./4. März 2018
Probenfahrt nach Blossin/Brandenburg: 25.-31. März 2018
Generalprobe: 1. April 2018

Konzert in Berlin: 
Ostermontag, 2. April 2018, 20 Uhr, Konzerthaus Berlin

04
MÄR

Jugend musiziert Berlin

Preisträgerkonzert Regionalwettbewerb Berlin-Süd

Datum: 04.03.2018
Uhrzeit: 17:00 Uhr
Ort: Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt, Kleiner Saal, 10117 Berlin

Eintritt 8,00€

Eintritt frei für Teilnehmerinnen und Teilnehmer Jugend musiziert!

06
MÄR

Instrument des Jahres

Akademie für Alte Musik Berlin mit Jean-Guihen Queyras

Datum: 06.03.2018
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin
Veranstalter: Konzerthaus Berlin

Konzertmeister:
Georg Kallweit

Solist:
Jean-Guihen Queyras, Violoncello

Programm:
Luigi Boccherini: „Musica notturna delle strade di Madrid" à 5 C-Dur op. 30 Nr. 6
Joseph Haydn: Konzert für Violoncello und Orchester D-Dur op. 101 Hob VIIb:2
Ignaz Josef Pleyel: Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 52 c-Moll Hob I:52

Die Akademie für Alte Musik Berlin und Ausnahme-Cellist Jean-Guihen Queyras widmen sich nach ihrem gefeierten Vivaldi-Projekt nun dem Goldenen Zeitalter des Cellospiels. Haydns D-Dur-Konzert ist ein Glanzlicht seines gesamten Schaffens. Es entstand für Anton Kraft, den begnadeten Cellisten des von Haydn auf Schloss Esterhazý geleiteten Orchesters. Dort zählte auch Ignaz Joseph Pleyel zu seinen Schülern, als Komponist nicht nur von Mozart hochgeachtet, waren Pleyels Werke außerordentlich beliebt und sind heute eine lohnende Wiederentdeckung. Mit Boccherini ist ein dritter Cellovirtuose mit im Bunde und zugleich einer der ersten italienischen Komponisten, der sich auch intensiv der Kammermusik widmete. Seine Musica notturna schildert verschmitzt das nächtliche Treiben auf den Straßen Madrids. Einen markanten Schlusspunkt setzt Haydns c-Moll-Symphonie aus seiner „Sturm und Drang“‐Phase, ein Meilenstein auf dem Weg zu Beethovens Fünfter.

Eintritt:
16 € bis 56 €

Tickets:
Konzerthaus Webshop

07
MÄR

Instrument des Jahres

Paolo Bonomini und Maria Yulin

Datum: 07.03.2018
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Pianosalon Christophori in den Uferhallen, Uferstr. 8, 13357 Berlin
Veranstalter: Pianosalon Christophori

Solisten:
Paolo Bonomini, Violoncello
Maria Yulin, Piano

Programm:
Sergei Rachmaninoff: Two Pieces, op. 2, Prélude, Danse Orientale
Francis Poulenc: Cello Sonata FP 143
Claude Debussy: Nocturne and Scherzo L. 26
Sergei Rachmaninoff: Cello Sonata op. 19

Eintritt:
25 € (Getränke inklusive)

Reservierung:
www.konzertfluegel.com

08
MÄR

Jugend musiziert Berlin

Landeswettbewerb

Datum: 08.03.2018 - 11.03.2018
Uhrzeit: ganztägig

Der Landeswettbewerb findet hauptsächlich in den Sälen und Räumen der Universität der Künste Berlin statt. 

Der Zeitplan wird Mitte Februar auf unserer Internetseite veröffentlicht.

Der Eintritt zu allen Wertungsspielen ist frei, Zuhörer sind herzlich willkommen!

08
MÄR

Instrument des Jahres

Konzert mit Cello Duello

Datum: 08.03.2018
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin
Veranstalter: Metamorphosen Berlin

Cello Duello:
Jens Peter Maintz, Violoncello
Wolfgang Emanuel Schmidt, Violoncello

Eintritt:

20 €, ermäßigt 10 €
Junge Cello-Schüler und Studierende 5 € (Ticketbestellung erfolgt unter Nennung des Kennworts „Jugend musiziert“ per E-mail an wes@metamorphosenberlin.com - Solange der Vorrat reicht!)

11
MÄR

Jugend musiziert Berlin

Abschlussveranstaltung Landeswettbewerb "Jugend musiziert"

Datum: 11.03.2018
Uhrzeit: 17:00 Uhr
Ort: Konzertsaal Hardenbergstraße der UdK Berlin, Hardenbergstr. 33 (Ecke Fasanenstraße)

Festliche Abschlussveranstaltung des Landeswettbewerbs mit Überreichung der Urkunden und Sonderpreise

Eintritt frei!
Um Spenden wird gebeten!


AKTUELLES

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Hella Dunger-Löper neue Präsidentin des Landesmusikrates (5.12.2017)

Generalversammlung des Landesmusikrates am 4.12. im Rathaus Charlottenburg

  • Wahl des neuen Präsidiums
  • Podiumsdiskussion „Musikvermittlung im Spannungsfeld“
  • Ehrenpräsidentschaft für Dr. Hubert Kolland, Ehrenmitgliedschaft für Klaus-Jürgen Weber und Verleihung der Ehrennadel an Annette Indetzki
  • Beschlüsse zu Berliner Musikschulen und Musikbibliotheken

Wahl des neuen Präsidiums

Die Generalversammlung des Berliner Landesmusikrates wählte am vergangenen Montag die Staatssekretärin a.D. Hella Dunger-Löper zur neuen Präsidentin. Sie tritt die Nachfolge von Dr. Hubert Kolland an, der das Amt seit 2010 innehatte und nicht erneut kandidierte. Hella Dunger-Löper war von 2004 bis 2011 Staatssekretärin in der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. 2011 bis 2016 war sie Bevollmächtigte beim Bund, Europabeauftragte des Landes Berlin und Beauftragte für das Bürgerschaftliche Engagement. Sie sagte nach der Wahl:

„Ich danke den Mitgliedern des Landesmusikrates Berlin für das entgegengebrachte Vertrauen und dem bisherigen Präsidenten Dr. Hubert Kolland für seine großartige Arbeit. Es gilt nun, die musikpolitischen Ziele konsequent weiter zu verfolgen. Ich werde mich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, die angestoßenen Prozesse voranzutreiben und die Berliner Politik unermüdlich an ihre Verantwortung für die Musikalische Bildung in der Hauptstadt zu erinnern.“

Als Vizepräsidentin bestätigten die LMR-Mitglieder Prof. Dr. Dörte Schmidt (UdK) und als Schatzmeisterin Dr. Adelheid Krause-Pichler (Tonkünstlerverband) im Amt. Die bisherigen Präsidiumsmitglieder Ina Finger (Musikschulen), Joachim Litty (Landesmusikakademie), Carl Parma (BMU), Ralf Sochaczewsky (Chorverband) und Markus Wenz (Jugend musiziert) wurden ebenfalls als Beisitzerin und Beisitzer wieder gewählt. Neues Mitglied im LMR-Präsidium ist als Beisitzer Matthias Kamps (DOV).

Ehrenpräsident, Ehrenmitglied und Verleihung der Ehrennadel

Die Verdienste des scheidenden Präsidenten Dr. Hubert Kolland würdigten die Mitglieder durch seine Wahl zum Ehrenpräsidenten. Hubert Kolland habe durch sein nie nachlassendes musikpolitisches Engagement entscheidende Akzente gesetzt, hieß es in der Laudatio. Er habe im Verein mit Präsidium und vielen Fachleuten die Masterpläne Musikalische Bildung unter Beteiligung von Fraktions-Vertreterinnen und Fraktions-Vertretern des Abgeordnetenhauses auf den Weg gebracht, die laufenden Projekte wie das Landesjugendorchester mit Auslandsreisen bereichert, das Projekt Instrument des Jahres (2013 Bağlama mit internationalem Symposium u.a.) gestärkt und neue Jugendprojekte entwickelt (Landesjugendensemble Neue Musik, Jugend forscht: Musik), die Einrichtung der LMR-Generalsekretariats-Position und die finanzielle Stärkung des LMR erreicht und hartnäckig für die Verbesserung der Lage der Musikschulen gekämpft.

Neben Hubert Kolland verabschiedete sich auch Klaus-Jürgen Weber aus Altersgründen aus dem Präsidium des LMR. Klaus-Jürgen Weber gehörte dem Gremium seit Gründung des LMR 1978 an und gab produktive Impulse in viele Richtungen, besonders in Bezug auf Jazz und die Entwicklung der Musikschulen. Die Generalversammlung ernannte Weber in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenmitglied.

Annette Indetzki, Leiterin des Amtes für Weiterbildung und Kultur Treptow-Köpenick und langjährige Vorsitzende des Musikschulbeirats erhielt die Ehrennadel des Landesmusikrates. Indetzki setzte sich seit Jahren unermüdlich für eine Verbesserung der Berliner Musikschulsituation ein und war in schwierigsten Zeiten u.a. von 2004 bis 2016 Vorsitzende des Musikschulbeirats bei der jetzigen Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

„Musikvermittlung im Spannungsfeld“ – Podiumsdiskussion

Im öffentlichen Teil der Versammlung diskutierten Expertinnen und Experten aus Politik und Gesellschaft das Thema: „Musikvermittlung im Spannungsfeld“. An der Runde nahmen neben Dr. Hubert Kolland als Diskussionsleiter Chris Berghäuser (Musikschule Béla Bartók), Senatsdirigent Thomas Duveneck (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft), Prof. Dr. Rebekka Hüttmann (UdK), Dr. Maja Lasić (MdA, SPD-Fraktion), Rainer O. Brinkmann (Staatsoper Berlin) und Dr. Jens Renger (Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach) teil.

Fazit: Musikvermittlungsprojekte Berliner Musikinstitutionen für die Schule sind wichtig. Ohne kontinuierlichen und aufbauenden Musikunterricht über die ganze Schulzeit durch qualifizierte Schulmusik-Lehrkräfte drohen sie jedoch zu verpuffen. Die derzeit vermehrte Ausbildung von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern zu Schulmusik-Lehrkräften gefährdet die Qualität des Schulfachs Musik und des Schulmusikstudiums insgesamt.

Beschlüsse zu Berliner Musikschulen und Musik in Öffentlichen Bibliotheken

Die Generalversammlung erteilt dem neuen Präsidium mit zwei Beschlüssen Arbeitsaufträge für die neue Amtszeit: Mit dem Papier „Die Zukunft der Musik in Öffentlichen Bibliotheken“  fordert der LMR u.a. die gesetzliche Verankerung der Musikbibliotheken sowie die Stärkung des musikbibliothekarischen Fachpersonals. Die Fortsetzung des endlich richtig eingeschlagenen Weges zu mehr Festanstellungen an Musikschulen fordert das Papier „Musikschule 2025“.

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1,2 Mio. zusätzlich für Berliner Musikschulen (29.11.2017)

Regierungsfraktionen sichern die Umsetzung des Koalitionsziels zur Festanstellung von MusikschullehrerInnen ab

Wie die drei Pressesprecher der Berliner Regierungsfraktionen heute einstimmig mitteilten, hat die Koalition 1,2 Mio.€ zusätzliche, zweckgebundene Mittel für die Berliner Musikschulen bereitgestellt. Diese Mittel sollen in allen Bezirken die Umsetzung des Koalitionsziels von „mindestens 20% Festanstellungen für MusikschullehrerInnen“ absichern.

Der Landesmusikrat Berlin begrüßt diesen Schritt ausdrücklich. Dr. Hubert Kolland, Präsident des Berliner Landesmusikrates, konstatiert:

„Wir freuen uns, dass die Parteien des rot-rot-grünen Senats nicht nur in ihren Wahlprogrammen die Sache der Musikschulen ernst genommen haben, sondern auch die Koalitionsvereinbarung und die Richtlinien der Regierungspolitik zielgerichtet umsetzen. Dieser Senat ist die erste Landesregierung Berlins, die die strukturelle Entwicklung der Berliner Musikschulen anpackt und damit entscheidende Grundlagen für die Musikalische Bildung der Musikstadt Berlin legt: Jetzt können erstmalig Kerne festangestellter Musikschulkollegien entstehen.“

Notwendig ist es nun, bei der Ausgestaltung der neuen Stellen, die Notwendigkeit eines pädagogischen Managements für die gesamte Musikschule ins Blickfeld zu rücken. Nur so kann der Schritt von bloßen Unterrichtsvermittlungsstellen zu wirklichen Musikschulen in Berlin tatsächlich vollzogen werden.

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Auf den Spuren Schönbergs und Eislers (17.11.2017)

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin mit "PASSAGEN" in der Akademie der Künste
  • Exklusives musikalisches Rahmenprogramm zur AdK-Ausstellung
  • Erstmalig spielt das Ensemble den „Vater der Moderne“ – Arnold Schönberg 

Das Landesjugendensemble spielt am Sonntag, 26. November das einzige Konzert im Rahmen der Ausstellung der Akademie der Künste „Benjamin und Brecht. Denken in Extremen“. Unter dem Stichwort „Passagen“ nimmt das Ensemble Themen Bertolt Brechts und Walter Benjamins auf und lässt sie das Konzertprogramm bestimmen: Die Zeitgenossen Arnold Schönberg und Hanns Eisler reflektieren „Moderne“ und „Massengesellschaft“ in ihrer Musik. John Cage und Mauricio Kagel führen die Motive in die Gegenwart.

Zum ersten Mal widmet sich das Landesjugendensemble dem „Vater der Moderne“[1]Arnold Schönberg. Seine „Kammersinfonie Nr. 2“ spiegelt die kulturhistorischen Bruchlinien ihrer Entstehungsszeit wider. Walter Benjamin extrahierte aus der Großstadtwirklichkeit der 1930er Jahre die „Dialektik der Moderne“. Eisler dramatisiert diese Thematik in seiner Orchestersuite „Dans les Rues“. Als Filmmusik komponiert ist sie ein Beispiel für die von Brecht propagierte Gebrauchskunst.

Im Sinne Benjamins und Brechts bietet das Programm neben Musikgenuss Erkenntnis und Sinn. Das moderne „gesellschaftliche Substrat“ der Kunst erkennt Benjamin in Baudelaires Flaneurs-Stadtbetrachtungen. Brecht thematisiert es in vielen seiner Schriften. Auch in den beiden modernen Werken des Konzerts ist es zu finden: In Cages „Credo In Us“ sind Radio und Plattenspieler nicht mehr Agenten der Reproduktion. Die Medienreflexion macht sie vielmehr zu Akteuren in der Produktion. Kagel funktioniert umgekehrt das Musikerensemble in „Orchestrion-Straat“ zum „Automaten“ um. Das Musikwerk wird gleichzeitig zu einer Form der Kunst-Unterhaltung. Vielleicht könnte sie eine Entsprechung zu Brechts Suche nach dem sportiven Theatergenuss für alle Klassen sein.


[1] So der Verleger Henri Hinrichsen 1922 in einem Brief an Arnold Schönberg.

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Sonntag, 26.11.2017, 19 Uhr
Akademie der Künste Berlin, Studio, Hanseatenweg 10, 10558 Berlin 

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
Leitung: Gerhard Scherer und Jobst Liebrecht

PASSAGEN - Programm:
Arnold Schönberg (1874-1951): Kammersinfonie Nr. 2 (1906-16/1939)
Hanns Eisler (1898-1962): Suite für Orchester Nr. 5 op. 34 aus der Musik zum Film „Dans les Rues“ (1933)
John Cage (1912-1992): Credo In Us (1942)
Mauricio Kagel (1931-2008): Orchestrion-Straat für Kammerensemble (1995/96) 

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Das Violoncello ist "Instrument des Jahres" 2018 (15.11.2017)

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Die Landesmusikräte Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Thüringen, Saar, Sachsen und Schleswig-Holstein haben das Violoncello zum "Instrument des Jahres" 2018 gekürt!

Unter dem Dach der Landesmusikräte werden die Aktivitäten zum Projekt länderspezifisch gebündelt und so ein Netzwerk zwischen denen geschaffen, die sich auf unterschiedliche Weise dem Cello verschrieben haben: InstrumentenbauerInnen, professionelle CellistInnen, aktive AmateurmusikerInnen, KomponistInnen, MusikschülerInnen und ZuhörerInnen.

In Berlin haben die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker die Schirmherrschaft übernommen und den Schwerpunkt auf Cello-Ensembles gelegt. Um besonders die bezirklichen Musikschulen zu fördern, werden Philharmoniker im Rahmen des Projektes junge Nachwuchs-Ensembles aus den bezirklichen Musikschulen unterrichten.

Wie in jedem Jahr gibt der Landesmusikrat Berlin eine Broschüre mit Veranstaltungen rund um das Cello heraus, die im Landesmusikrat, den Musikbibliotheken und Musikschulen ausliegt und beim Landesmusikrat auch bestellt werden kann.

Das Projekt "Instrument des Jahres" entstand im Jahr 2008 in Schleswig-Holstein (Klarinette). Seither wurde folgenden Instrumenten jeweils ein Jahr gewidmet: der Trompete (2009), dem Kontrabass (2010), der Posaune (2011), dem Fagott (2012), der Gitarre bzw. der Bağlama (2013), der Bratsche (2014), dem Horn (2015), der Harfe (2016) und der Oboe (2017).

Nähere Informationen zu Aktivitäten in Berlin finden Sie hier: www.landesmusikrat-berlin.de

Auf der Schleswig-Holsteinischen Website www.instrument-des-jahres.de werden länderübergreifend umfangreiche Informationen zum Instrument und zu ausgewählten Veranstaltungen zusammengestellt und laufend aktualisiert.

Kontakt in Berlin:
Landesmusikrat Berlin e.V.
Bettina Bröder
Mail: presse@landesmusikrat-berlin.de
Tel. 030 3973 1087 

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Landesmusikrats-Präsidium verabschiedet Beschluss zu Räumen in Kitas, Schulen und Musikschulen

Das Präsidium des Landesmusikrats Berlin verabschiedete am 27.11.2017 den Beschluss "Musikräume in Berliner Schulen und Kindergärten, Raumsituation der Musikschulen und Musik-geeignete Räume in öffentlichen Gebäuden". Das Papier geht auf die wachsenden Bedürfnisse nach Musik-geeigneten Räumen angesichts der regen Bau- und Umbautätigkeiten des Landes Berlin im Hinblick auf die wachsende Stadt ein. In Berliner Kitas, Schulen und Musikschulen ist eine Verbesserung der Ausstattung mit Musikräumen und Konzertsälen bzw. Mehrzweckräumen erforderlich, die auch beim Umbau von öffentlichen Gebäuden berücksichtigt werden sollen.

>>> Der Beschluss als Download 

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Grußwort Dr. Hubert Kolland zum Bundespreisträgerkonzert 2017

Der Präsident des Landesmusikrats Berlin, Dr. Hubert Kolland, begrüßte am 24.6.2017 neben den Berliner Bundespreisträgern von Jugend musziert, ihren Lehrern, Eltern, Freunden und Verwandten erstmalig den Kultursenator, Dr. Klaus Lederer, als Gast des traditionellen Konzertes im Roten Rathaus:

"Liebe Bundespreisträger*innen, liebe Eltern und Lehrer*innen, liebe Freund*innen von „Jugend musiziert“ und Musikbegeisterte!

Zum ersten Mal in meiner siebenjährigen Amtszeit habe ich die Ehre, mit Dr. Klaus Lederer einen leibhaftigen Kultursenator beim Konzert der Berliner Bundespreisträger im Roten Rathaus begrüßen zu können.

Nicht dass die Vorgänger in Gestalt der Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und Michael Müller ignorante Vertreter der Kultur gewesen wären, haben sie doch die Berliner Kultur finanziell beträchtlich gefördert, allerdings erlaubte ihr Riesen-Ressort nicht die tatsächliche Teilnahme an den Bundespreisträgerkonzerten. So konnten sie nicht hörend und fühlend miterleben, wie der Nachwuchs der Musikstadt Berlin klingt, auch wenn mit Sicherheit zumindest der an den Bundespreisträgerkonzerten teilnehmende frühere Kultur-Staatssekretär André Schmitz seinem Chef darüber berichtet hat.

Was hat die politische Repräsentanz mit euch Bundespreisträger*innen zu tun? Ihr habt euch von der Berliner Regional- über die Landesebene nun auch auf der Bundesebene hervorragend bewährt, und das verdient unser aller Anerkennung und Beifall. Und diese Auszeichnung ist das Ergebnis eures individuellen kontinuierlichen Engagements und eurer persönlichen Musikleidenschaft, die ihr an eurem Instrument bzw. mit eurer Stimme schon zu erstaunlicher Qualität entwickelt habt.

Bei all eurer anerkennenswerten eigenen Leistungsbereitschaft, die gewiss unerlässlich war und ist, habt ihr aber auch Glück gehabt, indem euch eure Familien oder tüchtige Musiklehrer*innen oder Freund*innen bzw. in wechselvollen Mischungen alle zusammen und auch weitere dabei unterstützt haben, diesen auch abenteuerreichen Weg des intensiven qualifizierten Musizierens zu beschreiten.

Prof. Heiner Gembris vom Institut für Begabungsforschung in der Musik in Paderborn argumentiert, dass – wenn man davon ausgeht, dass musikalische Begabung wie die Intelligenz normal verteilt ist – theoretisch 2% der aktuell rund 600.000 Kinder und Jugendlichen in Berlin musikalisch besonders begabt sind. Wir haben also theoretisch zur Stunde rund 12.000 musikalisch besonders begabte Kinder und Jugendliche in Berlin. Nur ein 20tel von ihnen hat auf Regional- und Landesebene in diesem Jahr am Wettbewerb überhaupt teilgenommen.

Spitzenleistungen beginnen an der Basis, weil die Fähigkeit zur Musik – bei allen Unterschieden – jedem Menschen in die Wiege gelegt ist. Jedes musikalische Talent gehört gefördert – durch Musik-sensible Kita-Erzieher*innen, allgemein bildende Schulen mit musikalischem Klima, zweistündigen Regel-Musikunterricht durch voll ausgebildete Schulmusiker*innen von der 1. bis zur 10. Klasse, Grund- bzw. Leistungskurse im Fach Musik bis zum Abitur und qualitätsfördernde Musikschulen mit mehrheitlich festangestellten Musikschullehrer*innen: Hier gibt es noch viel zu tun, damit die Musikstadt Berlin eine basisgestützte Zukunft erhält.

Erfreulicherweise hat sich der jetzige rot-rot-grüne Senat als erste Landesregierung die strukturelle und qualitative Entwicklung der Berliner Musikschulen zum Ziel gesetzt. Er plant erste Schritte, um wegzukommen von der bloßen Unterrichtsvermittlung an Honorarkräfte hin zu einer Musikschule mit festangestellten Lehrkräften. Bislang – das muss ich kritisch anmerken – ist die Verbesserung rein quantitativ vorgesehen. Doch damit die neuen festangestellten Musikschullehrkräfte über ihre unmittelbare Unterrichtstätigkeit hinaus Qualitätsentwicklung betreiben können, müssen Funktions- und Steuerungsanteile bei den neuen Stellen berücksichtigt werden. Nur so kann Teambildung befördert werden und Berlin damit erste Schritte machen, um wirkliche kommunale Musikschulen zu erhalten ‑ und die Chancen zu verbessern, dass Talente entdeckt und gefördert werden.

Desweiteren erfreulich ist, dass die Schulsenatorin Sandra  Scheeres im März eine Initiative zur Begabungsförderung gestartet hat, bei der neben den sog. Mint-Fächern und Sport auch die Musik mit ihrer Spezifik berücksichtigt werden soll. Wenn dann ein entsprechendes Netzwerk von den musikalisierten Kitas und allgemein bildenden Schulen bis hin zu den in der Entwicklung befindlichen Musikschulen entstehen kann, werden mehr Heranwachsende die Chance zur musikalischen Talententfaltung erhalten. Und in diesem Sinne würde es mich freuen, 2018 neben dem Kultursenator auch die Schulsenatorin beim Bundespreisträgerkonzert begrüßen zu können.

Mit diesem Ausblick in die Zukunft wünsche ich allen Zuhörenden ein anregendes Bundespreisträgerkonzert 2017 und den Musizierenden alles Gute für ihren weiteren (musikalischen) Lebensweg, verbunden mit dem Dank an alle, die langjährig und aktuell dazu beigetragen haben, dass dieses Konzert heute so stattfinden kann.

Dr. Hubert Kolland"

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Musikwissenschaft: Neuer Fachbeitrag von Prof. Dr. Dörte Schmidt im MIZ

Über die Musikwissenschaft ist die Musik ein integraler Teil der deutschen Wissenschaftslandschaft. Sie ist an Universitäten, Musikhochschulen und in zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen vertreten. Die Vizepräsidentin des berliner landesmusikrates Prof. Dr. Dörte Schmidt informiert in einem jüngst erschienenen Fachbeitrag über die Entwicklungen des Fachs sowie über Forschungsrichtungen, Ausbildungswege und Berufsfelder.

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Gesucht: Referentin/Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Nachklang - Studie mit ehemaligen LJO Mitgliedern


Musikwissenschaft: Neuer Fachbeitrag von Prof. Dr. Dörte Schmidt im MIZ

Über die Musikwissenschaft ist die Musik ein integraler Teil der deutschen Wissenschaftslandschaft. Dörte Schmidt informiert über die Entwicklungen des Fachs sowie über Forschungsrichtungen, Ausbildungswege und Berufsfelder.

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Instrumente gesucht!

Die Landesmusikakademie Berlin ruft zu Spenden von Musikinstrumenten auf, die dann an Geflüchtete weitergegeben werden. Wer Musikinstrumente Spenden möchte und wissen will, welche Instrumente besonders nachgefragt sind, kann hier weitere Informationen finden:

Aufruf der Landesmusikakademie zur Instrumenten-Spende