Herzlich willkommen beim Landesjugendensemble Neue Musik!

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin wurde 2013 gegründet. Es setzt sich in innovativen Programmen mit der Musik seit der klassischen Moderne auseinander. Dabei hat es immer auch Werke lebender Komponistinnen und Komponisten aufgeführt – und uraufgeführt. 


Digitales Winter-Konzert 2021

Programm:
Tansy Davies: Feather and Groove (2008, rev. 2015)
Rebecca Saunders: Into the blue (1996)

Künstlerischer Leiter: Christoph Breidler

Musikerinnen und Musiker:
Fabian Eichler, Violine | Johann Bicher, Violoncello | Caleb Salgado, Kontrabass
Larisa Janko, Querflöte | Lukas Mertin, Klarinette | Jakob Erhard, Fagott/Kontrafagott
David Casarrubia, Trompete | Balthasar Wilzopolski, Posaune
Emma Singer, Harfe | Josepha Cremer, Akkordeon | Leonid Chorkov, Klavier
Arman Varasteh, Schlagwerk | Milan Grünkorn, Schlagwerk

Solo-Violine in „Feather and Groove“: Susanne Zapf

Dozentinnen und Dozenten: Damir Bacikin | Sanja Fister | Martin Glück | Julia Wasmund | Susanne Zapf
Consigliere: Andreas Bräutigam | Projektleitung und Produktion: Sophia Berendt
Grafik: Daniel Lindenblatt
Ton „Feather and Groove“ und „Into the blue“: Christoph Breidler | Video: Oleg Rovner



NÄCHSTE TERMINE

Termine: Landesjugendensemble Neue Musik
07
AUG

Sommer-Konzert

07.08.2021 - 20:00 Uhr - 22:00 Uhr

Datum: 07.08.2021
Uhrzeit: 20:00 Uhr - 22:00 Uhr
Ort: Villa Elisabeth, Invalidenstraße 4a, 10115 Berlin
Veranstalter: Landesmusikrat Berlin e. V.

Künstlerische Leitung: Catherine Larsen-Maguire


BERICHTE

Teaser-Bild

Auf den Spuren Schönbergs und Eislers (17.11.2017)

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin mit "PASSAGEN" in der Akademie der Künste
  • Exklusives musikalisches Rahmenprogramm zur AdK-Ausstellung
  • Erstmalig spielt das Ensemble den „Vater der Moderne“ – Arnold Schönberg 

Das Landesjugendensemble spielt am Sonntag, 26. November das einzige Konzert im Rahmen der Ausstellung der Akademie der Künste „Benjamin und Brecht. Denken in Extremen“. Unter dem Stichwort „Passagen“ nimmt das Ensemble Themen Bertolt Brechts und Walter Benjamins auf und lässt sie das Konzertprogramm bestimmen: Die Zeitgenossen Arnold Schönberg und Hanns Eisler reflektieren „Moderne“ und „Massengesellschaft“ in ihrer Musik. John Cage und Mauricio Kagel führen die Motive in die Gegenwart.

Zum ersten Mal widmet sich das Landesjugendensemble dem „Vater der Moderne“[1]Arnold Schönberg. Seine „Kammersinfonie Nr. 2“ spiegelt die kulturhistorischen Bruchlinien ihrer Entstehungsszeit wider. Walter Benjamin extrahierte aus der Großstadtwirklichkeit der 1930er Jahre die „Dialektik der Moderne“. Eisler dramatisiert diese Thematik in seiner Orchestersuite „Dans les Rues“. Als Filmmusik komponiert ist sie ein Beispiel für die von Brecht propagierte Gebrauchskunst.

Im Sinne Benjamins und Brechts bietet das Programm neben Musikgenuss Erkenntnis und Sinn. Das moderne „gesellschaftliche Substrat“ der Kunst erkennt Benjamin in Baudelaires Flaneurs-Stadtbetrachtungen. Brecht thematisiert es in vielen seiner Schriften. Auch in den beiden modernen Werken des Konzerts ist es zu finden: In Cages „Credo In Us“ sind Radio und Plattenspieler nicht mehr Agenten der Reproduktion. Die Medienreflexion macht sie vielmehr zu Akteuren in der Produktion. Kagel funktioniert umgekehrt das Musikerensemble in „Orchestrion-Straat“ zum „Automaten“ um. Das Musikwerk wird gleichzeitig zu einer Form der Kunst-Unterhaltung. Vielleicht könnte sie eine Entsprechung zu Brechts Suche nach dem sportiven Theatergenuss für alle Klassen sein.


[1] So der Verleger Henri Hinrichsen 1922 in einem Brief an Arnold Schönberg.

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Sonntag, 26.11.2017, 19 Uhr
Akademie der Künste Berlin, Studio, Hanseatenweg 10, 10558 Berlin 

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
Leitung: Gerhard Scherer und Jobst Liebrecht

PASSAGEN - Programm:
Arnold Schönberg (1874-1951): Kammersinfonie Nr. 2 (1906-16/1939)
Hanns Eisler (1898-1962): Suite für Orchester Nr. 5 op. 34 aus der Musik zum Film „Dans les Rues“ (1933)
John Cage (1912-1992): Credo In Us (1942)
Mauricio Kagel (1931-2008): Orchestrion-Straat für Kammerensemble (1995/96) 

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