Herzlich willkommen beim Landesjugendensemble Neue Musik!

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin wurde 2013 gegründet. Es setzt sich in innovativen Programmen mit der Musik seit der klassischen Moderne auseinander. Dabei hat es immer auch Werke lebender Komponistinnen und Komponisten aufgeführt – und uraufgeführt.


Sommer-Arbeitsphase steht vor der Tür!

Die Sommer-Arbeitsphase des Landesjugendensemble Neue Musik Berlin steht vor der Tür!
Unter dem Titel „dream sequence“ wird das Ensemble zu Beginn der Sommerferien für sechs Tage zusammen kommen, gemeinsam eine Uraufführung und weitere spannende Werke erarbeiten und sich mit einem Konzert präsentieren.

Künstlerische Leitung: Christoph Breidler
Vorprobe: 18.6.2022, 14-18 Uhr, Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
Proben: Donnerstag, 7. Juli, bis Dienstag, 11. Juli 2022, Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
Generalprobe: 12. Juli 2022, Villa Elisabeth, Invalidenstr. 3, 10115 Berlin
Konzert:
12. Juli 2022, 20 Uhr, Villa Elisabeth, Invalidenstr. 3, 10115 Berlin
Kartenvorverkauf hier

Programm:
Nikolai Chalkidis (*2005): Monday (Uraufführung für Drum-Set und Ensemble)
George Crumb (1929–2022): Dream Sequence (Images II) (1976)
Alexey Sioumak (*1976): Parovoz Structures (2005)
Leonard Brandt (*2010): Conversation in the morning (Uraufführung für Drum-Set und Ensemble, Sonderpreisträger Jugend musiziert Berlin, Kategorie Komposition)
Stefan Streich (*1961): Verstimme Dein Instrument deutlich (2022)
Milica Djordjevic (*1984): Rdja (2015)

Gesucht werden folgende Instrumente:
Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klavier, Querflöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Tenor-Saxophon/Alt-Saxophon, Drumset, Schlagwerk, Klavier

ZUR ANMELDUNG GEHT ES HIER!


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BERICHTE

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Start ins neue Jahr mit Neuer Musik (14.1.2022)

Landesjugendensemble konzertiert im Konzerthaus / Neue Musik aus dreißig Jahren

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin eröffnet das Jahr 2022 mit einem Konzert im Konzerthaus am Gendarmenmarkt am 6. Februar. Die jungen Musikerinnen und Musiker spielen Werke von Frederic Rzewski, Babette Koblenz, Matthias Kaul, Lutz Glandien und Charlotte Seither. Die künstlerische Leitung hat Jobst Liebrecht.

Das spannende, äußerst vielfältige Programm umfasst dreißig Jahre Neue Musik: von Babette Koblenzʼ Walking on the Sun (1982) über Lutz Glandiens und es war noch still (1989) bis zu Charlotte Seithers Fünf Stücke um den Fluss zu queren (2012). Mit dem Glockenstück Bell Air erinnern die jungen Musikerinnen und Musiker an den Schlagzeuger und Komponisten Matthias Kaul, der 2020 verstarb, mit Les moutons de Panurge an den 2021 verstorbenen Frederic Rzewski, Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

„Neue Musik ist ungeheuer sinnlich und vielgestaltig, von ganz zarten Stücken wie denen von Charlotte Seither bis zu Rzewskis Les moutons de Panurge, das zu einer wahren Klangparty anwächst“, meint dazu Matthias Kamps, Präsidiumsmitglied des Landesmusikrats. „Es ist großartig, dass das Landesjugend­ensemble Neue Musik ein so buntes Programm erarbeitet und darbietet – nach den vielen Einschränkungen der vergangenen zwei Jahre live im Konzerthaus Berlin, das dem Ensemble seit seiner Gründung eng verbunden ist.“

Winterkonzert
Sonntag, 6. Februar 2022, 20 Uhr
Werner-Otto-Saal, Konzerthaus am Gendarmenmarkt
Landesjugendensemble Neue Musik Berlin, Dirigent: Jobst Liebrecht
Ticket-Vorverkauf hier

Weitere Informationen:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendensemble-neue-musik-berlin/

Ansprechpartnerin:
Sophia Berendt, berendt@landesmusikrat-berlin.de

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Auf den Spuren Schönbergs und Eislers (17.11.2017)

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin mit "PASSAGEN" in der Akademie der Künste
  • Exklusives musikalisches Rahmenprogramm zur AdK-Ausstellung
  • Erstmalig spielt das Ensemble den „Vater der Moderne“ – Arnold Schönberg 

Das Landesjugendensemble spielt am Sonntag, 26. November das einzige Konzert im Rahmen der Ausstellung der Akademie der Künste „Benjamin und Brecht. Denken in Extremen“. Unter dem Stichwort „Passagen“ nimmt das Ensemble Themen Bertolt Brechts und Walter Benjamins auf und lässt sie das Konzertprogramm bestimmen: Die Zeitgenossen Arnold Schönberg und Hanns Eisler reflektieren „Moderne“ und „Massengesellschaft“ in ihrer Musik. John Cage und Mauricio Kagel führen die Motive in die Gegenwart.

Zum ersten Mal widmet sich das Landesjugendensemble dem „Vater der Moderne“[1]Arnold Schönberg. Seine „Kammersinfonie Nr. 2“ spiegelt die kulturhistorischen Bruchlinien ihrer Entstehungsszeit wider. Walter Benjamin extrahierte aus der Großstadtwirklichkeit der 1930er Jahre die „Dialektik der Moderne“. Eisler dramatisiert diese Thematik in seiner Orchestersuite „Dans les Rues“. Als Filmmusik komponiert ist sie ein Beispiel für die von Brecht propagierte Gebrauchskunst.

Im Sinne Benjamins und Brechts bietet das Programm neben Musikgenuss Erkenntnis und Sinn. Das moderne „gesellschaftliche Substrat“ der Kunst erkennt Benjamin in Baudelaires Flaneurs-Stadtbetrachtungen. Brecht thematisiert es in vielen seiner Schriften. Auch in den beiden modernen Werken des Konzerts ist es zu finden: In Cages „Credo In Us“ sind Radio und Plattenspieler nicht mehr Agenten der Reproduktion. Die Medienreflexion macht sie vielmehr zu Akteuren in der Produktion. Kagel funktioniert umgekehrt das Musikerensemble in „Orchestrion-Straat“ zum „Automaten“ um. Das Musikwerk wird gleichzeitig zu einer Form der Kunst-Unterhaltung. Vielleicht könnte sie eine Entsprechung zu Brechts Suche nach dem sportiven Theatergenuss für alle Klassen sein.


[1] So der Verleger Henri Hinrichsen 1922 in einem Brief an Arnold Schönberg.

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Sonntag, 26.11.2017, 19 Uhr
Akademie der Künste Berlin, Studio, Hanseatenweg 10, 10558 Berlin 

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
Leitung: Gerhard Scherer und Jobst Liebrecht

PASSAGEN - Programm:
Arnold Schönberg (1874-1951): Kammersinfonie Nr. 2 (1906-16/1939)
Hanns Eisler (1898-1962): Suite für Orchester Nr. 5 op. 34 aus der Musik zum Film „Dans les Rues“ (1933)
John Cage (1912-1992): Credo In Us (1942)
Mauricio Kagel (1931-2008): Orchestrion-Straat für Kammerensemble (1995/96) 

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