Evan Christ

Musikalische Leitung der Oster-Arbeitsphase 2019

Evan Alexis Christ gehört zu den führenden Dirigenten seiner Generation. Seine innovativen Konzertprogramme finden große Anerkennung. Neben dem Standardrepertoire dirigierte er bisher 60 Uraufführungen und zahlreiche Crossover-Programme. Seine Zyklen der Symphonien von Mahler und Beethoven erhielten besonderes Lob.

Evan Alexis Christ war von 2008 bis 2018 Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatstheaters Cottbus und des Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus und damit einer der jüngsten Musikdirektoren Deutschlands. Das 74-köpfige Orchester entwickelte sich in dieser Zeit enorm, produzierte zum ersten Mal in seiner 100-jährigen Geschichte mehrere CDs und unternahm internationale Tourneen. 2011 gewann das Orchester den Preis des Deutschen Musikverleger-Verbands (Boosey und Hawkes, Peters, Breitkopf, etc.) für das beste Konzertprogramm aller deutschsprachigen Orchester. Von 2009 bis 2018 erklang in jedem Abonnementkonzert eine Uraufführung.

Evan Alexis Christ begann seine Laufbahn 2003 als Studienleiter an der Oper in Portland, Oregon. Von 2003 bis 2005 war er Erster Kapellmeister und kommissarischer Generalmusikdirektor am Mainfranken Theater Würzburg, von 2005 bis 2008 Erster Kapellmeister der Wuppertaler Bühnen.

Er hat international bei weit über 50 Orchestern und Opernhäusern am Pult gestanden, zuletzt beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Zagreber Philharmonikern, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Orchester der Deutschen Oper Berlin und den Bremer Philharmonikern.

Evan Alexis Christ wurde in Los Angeles in eine Musikerfamilie geboren und verbrachte seine Kindheit in Las Vegas, wo seine Mutter als Konzertmeisterin für das MGM Grand Celebrity Room Orchester spielte und viele klassische Entertainer wie das Rat Pack, Elvis, Liberace u. a. begleitete. Er spielte früh Oboe und Klavier und studierte Mathematik und Komposition an der Harvard University. Dirigieren studierte er später am Leipziger Konservatorium. 

Mit dem Landesjugendorchester Berlin wird er Ostern 2019 zum vierten Mal zusammenarbeiten.

Foto: Walter Schönenbröcher


Brynhildur Thora Thorsdottir, Sopran

Die isländische Sopranistin Brynhildur Thora Thorsdottir studierte an der Akademie für Gesang und Vokale Kunst in Reykjavik, Island bei Ólöf Kolbrún Harðardóttir. Ihren Bachelor of Music erhielt sie vom Westminster Choir College in New Jersey, USA, von Zehava Gal und Lindsey Christiansen.

Brynhildur beendete ihr Masterstudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei Prof. Norma Sharp. Unterricht erhielt sie außerdem bei Prof. Stewart Emerson, Peter Berne und Prof. Júlia Várady. Des Weiteren besuchte sie ein Meisterkurs bei Anne Schwanewilms.

Darüber hinaus verfügt Brynhildur über umfangreiche Chorerfahrung, unter anderem im Westminster Symphonic Choir.

An der Hochschule für Musik Hanns Eisler sang Brynhildur Thorsdottir in Opernprojekten. Darüber hinaus gab sie bereits mehrere Solo-Konzerte, so auch anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der isländischen Unabhängigkeit in der isländischen Botschaft in Moskau.


Michael Kim, Tenor

Der in Seoul geborene Tenor Michael Kim studierte zunächst bei Prof. Kwangchul Youn Gesang an der Nationaluniversität seiner Heimatstadt und wechselte im Oktober 2017 an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ zu Prof. Scott Weir. In Meisterklassen bei Prof. Helmut Deutsch, Prof. Dongwon Sihn und bei Samuel Youn vervollständigte er seine bisherige Ausbildung. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, darunter der YoungIn-Wettbewerb (2009 – Erster Preis), der Labella-Opern-Wettbewerb (2014 – Dritter Preis), der Younji-Lied-Wettbewerb (2014 – Erster Preis), der Ihwa-Wettbewerb (2015 – Zweiter Preis) sowie der Korea-Seil-Wettbewerb (2015 – Dritter Preis).


Oliver Boyd, Bariton

Oliver Boyd absolvierte sein Studium am Queensland Conservatorium bei Gregory Massingham und studiert zurzeit für seinen Master of Voice an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Christine Schäfer.

Oliver Boyd gewann zahlreiche Preise, darunter den ersten Preis und den Publikumspreis beim Royal Melbourne Philharmonic Aria-Wettbewerb, den Champion der Champions im Queensland Eisteddfod, den Doreen-Ord- und den Lyceum-Club-Nachwuchspreis, die Joyce Campbell Lloyd Scholarship und den Patricia Fagan Aria Prize. Boyd war auch Finalist beim Wettbewerb im Joan Sutherland & Richard Bonynge Bel Canto Award sowie beim nationalen Liederfest. In diesem Jahr wurde er zu einem der Nachwuchskünstler des Brisbane Lord Mayor ernannt.


Das Dozententeam des Landesjugendorchesters Berlin


Rainer Fournes, 1. Violine

Rainer Fournes stammt aus einer Berliner Musikerfamilie. Er studierte Violine und Kammermusik in Berlin und Basel und war langjähriges Mitglied des Deutschen Symphonie-Orchesters. Dem Landesjugendorchester Berlin ist er bereits seit vielen Jahren als Dozent verbunden. Er arbeitet mit den 1.Violinen und konnte seine Tätigkeit für das LJO wesentlich erweitern, als er 2006 zum Orchesterdirektor berufen wurde. Seitdem formt er die Programme des Orchesters und engagiert Dirigenten und Solisten. Auch interessiert er sich für alle Bereiche der Kammermusik mit Streichern und gibt regelmäßig eigene Workshops. Rainer Fournes ist ein engagierter Violinpädagoge und lehrt seit 1986 als Violin-Dozent an der UdK Berlin. (Foto: privat)


Tarla Grau, 2. Violine

Tarla Grau ist Dozentin der 2. Violinen des Landesjugendorchesters Berlin. Sie ist Mitglied im Deutschen Symphonie Orchester Berlin. Tarla Grau studierte Violine und Kammermusik und kam über die Stationen Karajan Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker, Konservatorium Bern, University of Southern California, Los Angeles, und Jugendorchester San Diego, California, nach Berlin. Als Dozentin betreut sie außerdem das Bundesjugendorchester, das Miagi-Jugendorchester Südafrika sowie das Jugendorchester des Festival of Strings San Diego. Tarla Grau möchte ihre Erfahrung und ihre Freude an der Musik an die Jugend weitergeben. (Foto: privat)


Marion Leleu, Bratsche

Marion Leleu studierte am Conservatoire National Supérieur Musique in Lyon Bratsche und Chor-Dirigat. Sie wirkte als Orchestermusikerin unter anderem an der Staatsoper Hamburg und der Kammerakademie Potsdam und als Gast in so unterschiedlichen Klangkörpern wie Chamber Orchestra of Europe, Orchestre de Radio-France, Ensemble Modern, Akademie für Alte Musik Berlin und an der Bayerischen sowie der Dresdner Staatsoper. Ihre reiche Erfahrung gibt sie seit 2008 an der UdK Berlin und seit 2017 am Berliner Musikgymnasium C.Ph.E. Bach weiter. Ihre Leidenschaft gilt der Pädagogik und der psychologischen Unterstützung anderer Musiker. Als Musikerin weiterhin regelmäßig unterwegs, hat sie sich auf die Kammermusik verlegt, allen voran im Duo ALTOPIANO und im historischen Streichquartett „Quatuor Voltaire“. (Foto: privat)


Johannes Mirow, Violoncello

Johannes Mirow ist stellvertretender Solo-Cellist der Deutschen Oper Berlin und Träger des Titels „Kammermusiker der Deutschen Oper Berlin“. Er wurde in Braunschweig geboren, studierte an der Hochschule der Künste Berlin (heute UdK) und besuchte Meisterkurse u. a. bei David Geringas, Natalia Gutman, Siegfried Palm und dem Alban Berg Quartett. Nach Engagements bei den Düsseldorfer Symphonikern (Deutsche Oper am Rhein) und als Solo-Cellist im Philharmonischen Staatsorchester Bremen wurde er 1995 Mitglied des Orchesters der Deutschen Oper Berlin. Seit 2009  ist er Mitglied des  Festspielorchesters der Bayreuther Festspiele und betreut seit 2010 die Cellogruppe des Landesjugendorchesters. Er konzertiert regelmäßig als Solist und Kammermusiker und hat diverse CD- und Rundfunkaufnahmen eingespielt. (Foto: Georg Roither, 2018)


Alf Moser, Kontrabass

Alf Moser wurde in Berlin geboren. Nach Trompeten- und Klavierausbildung bekam er mit 14 Jahren den ersten Kontrabassunterricht. Er studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. 1987 wurde er an das Berliner Sinfonieorchester (das heutige Konzerthausorchester) verpflichtet und wechselte 1989 an die Staatskapelle Berlin. Alf Moser war und ist darüber hinaus Mitglied in verschiedenen Kammerorchestern, gründete mit dem Cellisten Matias de Oliveira Pinto das Berliner Kammerduett und musiziert im Salonorchester „Unter’n Linden“. Er ist seit  1992 als Kontrabassdozent für den Landesmusikrat Berlin tätig, zunächst für das Landesjugendstreichorchester, später für das Landesjugendorchester. Über seine Arbeit mit den Jugendlichen  sagt er: „Es macht mir großen Spaß, meine Orchestererfahrung an junge Kontrabassisten weiterzugeben und die gespielten Werke aus einem neuen Blickwinkel zu beleuchten.“ (Foto: privat)


Jochen Hoffmann, Holzbläser

Jochen Hoffmann ist seit 1987 stellvertretender Solo-Flötist im Orchester der Deutschen Oper Berlin. Er  ist vielfach kammermusikalisch tätig und nimmt als Mitglied mehrerer Ensembles wie  den 14 Berliner Flötisten, dem Kammerensemble Classic der Deutschen Oper Berlin,  den Charlottenburger Bachsolisten oder der Kammersymphonie Berlin gestaltend am Berliner Musikleben teil. Zur Arbeit mit dem Landesjugendorchester sagt er: „Mich begeistert die Energie  und Spontaneität der jungen MusikerInnen im LJO und die Herausforderung, an einem Programm zu wachsen.“ (Foto: privat)


Arno Lange, Blechbläser

Arno Lange ist in Berlin geboren und hat dort an der Hochschule für Musik studiert. Er war über vierzig Jahre Trompeter im Orchester der Deutschen Oper Berlin. In dieser Zeit war er auch als Gast an der Lyric Opera in Chicago und als Dozent am Chicago Musical College tätig. Über viele Jahre betreute er die Blechbläser bei den Internationalen Jugendfestspielen in Bayreuth. Bei seiner langjährigen Tätigkeit als Dozent der Blechbläser des Landesjugendorchesters Berlin motiviert ihn bis heute die Freude an der Arbeit mit den Jugendlichen. (Foto: privat)