LMR-Info 38. Ausgabe vom 20. November 2019

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Mehr Geld für Musikschulen

Das Berliner Abge­ord­netenhaus hat im Rahmen des neuen Haushaltsgesetzes beschlossen, die Berliner Musikschulen weiter zu stärken.

Für Honorarerhöhungen sind für das Jahr 2020 2,2 Millionen Euro und für das Jahr 2021 6,5 Millionen Euro zusätzlich in den Haushalt eingestellt worden. Sie sollen ab August 2020 wirksam werden. Für die Erhöhung des Anteils festangestellter Lehrkräfte sind für beide Jahre jeweils 2 Mil­lionen Euro zusätzlich eingeplant.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper sagt: „Diese Entscheidung ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Musikschullandschaft, die der Kulturhauptstadt Berlin auch entspricht. Wichtig ist nun, dass der Beschluss zeitnah realisiert und ein Aufbauplan für weitere Schritte entwickelt wird.“

Zur Pressemitteilung (PDF)


Instrument des Jahres 2020: die Geige

In Berlin wird das Geigenjahr offiziell am 15. Januar 2020 um 11:30 Uhr im Kleinen Sendesaal des historischen Hauses des Rundfunks in der Masurenallee eröffnet.

Das Jahr der Geige findet in Berlin unter dem Motto: „Musik verbindet – Zusammenhalt stärken“ statt. Zusammen mit Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa und der Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper wird die neue Schirmherrin Nadine Contini im Rahmen der Pressekonferenz über Inhalt und Ziele des Jahres der Geige informieren. Das Motto „Musik verbindet – Zusammenhalt stärken“ wird auch das Thema des Fotowettbewerbs, den der Berliner Tagesspiegel und der Landesmusikrat Berlin im Jahr 2020 zum dritten Mal ausrufen, sein.

Außerdem wird die Veranstaltungsbroschüre für die erste Jahreshälfte 2020 vorgestellt.

Musizieren werden gemeinsam mit Nadine Contini Vertreterinnen und Vertreter der Berliner „Geigenszene“: angehende Profis, Amateure und Preisträgerinnen und Preisträger von Jugend musiziert Berlin.

Die Berliner Schirmherrin des Geigenjahres 2020 Nadine Contini ist Stimmführerin der 2. Violinen im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB). Sie hat sich nicht nur in zahlreichen Wettbewerben und Meisterkursen als virtuose Geigerin qualifiziert. Nadine Contini engagiert sich auch als Mentorin in der Orchesterakademie des RSB, in der Studentinnen und Studenten sich auf die Orchesterarbeit vorbereiten. Stets im Mittelpunkt sieht sie dabei die Freude am Musizieren auf der Geige.

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen wollen, bitten wir Sie, sich bis zum 9. Januar 2020 unter anzumelden.


Neustart 2020: Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin mit HK Gruber / Förderungszusage der Deutschen Orchesterstiftung

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin, dass seit 2013 besteht, wird im kommenden Jahr durch Andreas Bräutigam (ensemble unitedberlin) als Consigliere unterstützt. In den Winterferien 2020 erarbeitet es unter der künstlerischen Leitung es des Dirigenten Jobst Liebrecht ein spannendes Programm, welches am 6. Februar im Kleinen Sendesaal im Haus des Rundfunks präsentiert wird. Höhepunkt wird das „Pandemonio“ Frankenstein!! von HK Gruber auf Texte von H. C. Artmann: Der Komponist selbst wird als Chansonneur mitwirken.

Hier können Sie Ihre Tickets für das Konzert erwerben.

Seit dem vergangenen November hat das Landesjugendensemble Neue Musik außerdem seine Vermittlungsarbeit um die Workshops des Jungen Musiklabors Berlin erweitert. Federführend ist hier Prof. William Forman von der Hochschulen für Musik Hanns Eisler. Zusammen mit der Geigerin Susanne Zapf hat er im November bereits den Workshop zum Thema „Schräge Töne – Wahnsinnsrhythmen? Intensität, Komplexität und Ausdruck in der Neuen Musik“ durchgeführt. Weitere Workshops werden folgen. Herzlich danken wir der Deutschen Orchesterstiftung für die Förderung der Workshops im Jahr 2020 mit insgesamt 2.000 €.

Winter-Arbeitsphase 2020 des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin: Info und Anmeldung


Gedenkkonzert für Rüdiger Trantow am 17. Januar 2020

Zu Ehren des Mitbegründers von „Jugend musiziert“ spielen Bundesreisträgerinnen und Bundespreisträger aus fünfzig Jahren, denen Trantow mit seinem „Steglitzer Kammerorchester“ in den „Konzerten Junger Solisten“ den ersten Auftritt in der Berliner Philharmonie ermöglicht hat. Darunter war 1976 die 13-jährige, inzwischen weltberühmte Geigerin Anne-Sophie Mutter.

Die Idee zu diesem Gedenkkonzert kam von Prof. Manuel Fischer-Dieskau, der sich noch immer gut an seinem ersten Auftritt in der Philharmonie „auf den Brettern, die die Welt bedeuten“ erinnern kann.

Gedenkkonzert für Rüdiger Trantow, 1926–2019
Ehrenmitglied des Deutschen Tonkünstlerverbandes Berlin e.V.
und Ehrenvorsitzender des Landesausschusses Berlin „Jugend musiziert“
Träger des Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
Freitag, 17. Januar 2020, 19 Uhr, Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal

Zur Konzerteinladung

 


Berichte

34. Berliner Jazztreff: Ensemble Daddy Longlegs gewinnt Landeswettbewerb Jugend jazzt

Der 34. Berliner Jazztreff fand am 10. November 2019 in der Werkstatt der Kulturen statt. Das Treffen der Berliner Jazzer von Alt und Jung, von Amateuren und Profis dient unter anderem dazu, ein Ensemble auszuwählen, das Berlin 2020 bei der „Bundesbegegnung Jugend jazzt“ in Hamburg vertreten wird. Die Jury hat sich einstimmig für das Ensemble „Daddy Longlegs“ entschieden, das durch sein präzises und kreatives Spiel überzeugte.

Zum Saxophonjahr 2019 stiftete Schirmherr Prof. Peter Weniger eigens einen Preis für junge Saxophonistinnen und Saxophonisten. Dieser ging zu gleichen Teilen an die jungen Musikerinnen Gabriela Solovyova und Ella Kittke. Außerdem wurden besondere Auftritte durch folgende Förderpreise ausgezeichnet:

Internationaler Jazzworkshop der MS City West: Emil Heck & Frederik Anft
Förderpreis des Jazzinstituts Berlin: Valentin Gottlob
Gutschein von Hal Leonard Europe: Jazzorchester X-Berg
Gutschein von König & Meyer: United Big Band
Studiopreis der Landesmusikakademie Berlin: Bad Boys Club 45
Studiopreis der SRH Hochschule der populären Künste: Chops on Fire


3. Jour fixe „Musik und Stadt“: Populäre Musik – Lebhaftes Podium in der Alten Münze

Gastgeber des 3. Jour fixe „Musik und Stadt“ am 7. November 2019 war die Musikwirtschaftsmesse „Most Wanted: Music“ in der Alten Münze in Berlin-Mitte. Den Impulsvortrag hielt Prof. Dr. Barbara Hornberger. In der anschließenden Podiumsdiskussion unter der Moderation von Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, und Olaf Kretschmar, Vorstandsvorsitzender der Berlin Music Commission, wurde das Verhältnis von Populärer Musik und ihrem Stellenwert in der heutigen Bildungslanschaft von verschiedenen Seiten beleuchtet.

Eine Aufzeichnung des 3. Jour fixe wird in Kürze zur Verfügung stehen.


Generalversammlung des Landesmusikrats Berlin

Anlässlich seiner jährlichen Generalversammlung am 25. November 2019 in der Berliner Universität der Künste reflektierte der Landesmusikrat die Arbeit des vergangenen Jahres, insbesondere die Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung. Aus den Reihen der Mitglieder erhielt das Präsidium für seine Arbeit vielfältige positive Rückmeldungen.

Als Neumitglieder hatten sich in der Generalversammlung der Verein Handiclapped, das Türkische Konser­vatorium, der Verein KulturLeben Berlin und der Verbund der öffentlichen Bibliotheken Berlins vorgestellt. Alle Bewerber wurden mit großer Mehrheit aufgenommen.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper sagt: „Ich freue mich, dass wir nun noch breiter aufgestellt sind und die Vielfalt der Berliner Stadtgesellschaft noch besser abbilden. Ich heiße unsere neuen Mitglieder in unserem Dachverband herzlich willkommen.“

In einem Antrag nahm der Berliner Landesmusikrat Stellung zum Veränderungsprozess bei rbb Kultur. In dem gemeinsam von ver.di, initiative neue musik, IG Jazz und der Vereinigung Alte Musik eingebrachten und mit großer Mehrheit verabschiedeten Beschluss gaben die Mitglieder ihrem Dachverband einen klaren Auftrag: „Der LMR Berlin engagiert sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln und Möglichkeiten gegen die geplanten Kürzungen bei rbb Kultur-Radio“.
Es besteht durch die Kürzungen u.a. die Gefahr, dass Spezialsendungen zu bestimm­ten Musikgenres entfallen. rbb Kultur hat als öffentlich-rechtlicher Rundfunk den verfassungs­gemäßen Pro­grammauftrag, die Vielfalt des kulturellen Lebens abzubilden. Dieser Programmauftrag darf nicht in Frage gestellt werden.

Schon traditionell bestimmten die Mitglieder des Landesmusikrats im Rahmen der Generalversammlung auch den Gewinner/die Gewinnerin des Mitglieder-Sonderpreises für den Fotowettbewerb „Raum für Musik“, den der Landesmusikrat in Kooperation mit dem Tagesspiegel veranstaltet. Das Ergebnis wurde zusammen mit den Jurywertungen am 16. Dezember im Rahmen des Jour fixe „Musik und Stadt“ zum Thema „Räume für Kultur“ bekanntgegeben. Die Mitglieder zeichneten die Aufnahme „Der Geiger“ von Lothar Lehmann als bestes Motiv aus.


4. Jour fixe „Musik und Stadt“: Wo sind Räume für Kultur? / Auszeichnungen für Fotowettbewerb

Das knapper werdende Raumangebot für Kultur im in der wachsenden Stadt Berlin stand im Mittelpunkt des 4. Jour fixe „Musik und Stadt“ in der ALEX- Halle in Berlin Friedrichshain am 16. Dezember 2019. Dieses ist kein Problem, welches nur eine Kunstsparte betrifft. Entsprechend waren auf dem Podium Fachleute aus vielen Bereichen versammelt. Unter der Moderation von Hella Dunger-Löper debattierten Prof. Leonie Baumann, Direktorin der der weißensee kunsthochschule berlin, Prof. Dr. Klaus Beckmann von der Urban Plan GmbH, ehemaliger Leiter des Deutschen Instituts für Urbanistik (difu), Bettina Bohle von der IG Jazz, Volker Heller, Vorstand der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Nele Hertling von der Akademie der Künste Berlin und Dr. Rupert Graf Strachwitz vom Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft.

Während Bettina Bohle und Nele Hertling auf allgemeinen Raummangel und Probleme in der Organisation von bestehenden Räumen hinwiesen, lenkte Leonie Baumann den Blick darauf, dass sowohl professionelle Künstler, wie auch Amateure unter diesem Mangel leiden. Rupert Graf Strachwitz stellte die gemeinschaftsbildende Kraft besonders von Musik heraus. Klaus Beckmann kritisierte, dass Kultur-Infrastruktur in der Stadtplanung keine Rolle spiele. Volker Heller beschrieb die sich wandelnde Rolle der öffentlichen Bibliotheken und den daraus resultierenden Raumbedarf. In der Diskussion wurde das gemeinsame Ziel eines Kulturfördergesetzes definiert. Einigkeit bestand darüber, dass man auf der einen Seite stadtplanerische Wege, wie einen STEP Kultur voranbringen müsse, gleichzeitig aber auch kurzfristige Lösungen gefunden werden müssen.

Am Ende wurden die besten Bilder des Fotowettbewerbs „Raum für Musik“ prämiert, den Der Tagesspiegel und der Landesmusikrat ausgerufen hatten. Die Jury zeichnete das Motiv „Tuten mit Blasen. Die Kapelle B bei der Fête de la musique 2019“ von Silvia Liebenau als bestes Bild aus. Der Sonderpreis der Mitglieder des Landesmusikrats Berlin ging an das Bild „Der Geiger“ von Lothar Lehmann. Für die Jury überreichten Hella Dunger-Löper und Thomas Billhardt den ausgezeichneten Fotografinnen und Fotografen ihre Urkunden und bedankten sich bei allen Teilnehmern und der Kapelle B, die für den lebendigen musikalischen Rahmen gesorgt hatte.

Zur Video-Aufzeichnung des 4. Jour fixe

Bericht über den Fotowettbewerb im Tagesspiegel:
Wie Hobbyfotografen das musikalische Berlin sehen

Alle Bilder des Wettbewerbs:
Zur Bildergalerie


Junges Musiklabor Berlin: Erster Workshop erfolgreich durchgeführt

Es war der erste Durchgang des neuen Projekts Junges Musiklabor Berlin, eines Praxis- und Vermittlungsprojekts im Rahmen des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin. An den letzten beiden Novemberwochenenden trafen sich neugierige Schülerinnen und Schüler im Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach, um sich im Zuhören, im Gespräch und in der Praxis Zugang zu Neuer und neuester Musik zu erobern. Geigerin Susanne Zapf vom Sonar Quartett und Prof. William Forman von der Hochschule für Musik Hanns Eisler – er entwickelte auch das Konzept für den Workshop – betreuten den neugierigen Kreis der Schülerinnen und Schüler.


Mitglieder-News

IAML: Das „Virtuelle Konzerthaus“ auf Bibliothekstour durch Berlin

Das Konzerthaus Berlin macht seit Mai 2018 klassische Musik mit Augmented Reality und Virtual Reality erlebbar. Jetzt geht die digitale Ausstellung auf Bibliothekstour quer durch Berlin und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, auf spielerische Weise das erste interaktive digitale Streichquartett zu entdecken oder die digitale Klangkarte Berlins zu erforschen. Eine Virtual Reality-Brille ermöglicht es, an vier verschiedenen 360°-Positionen mitten im Konzerthausorchester Berlin zu sitzen. Zudem bietet die Ausstellung eine virtuelle Tour durch Geschichte und Architektur des Konzerthauses Berlin.

Das Konzerthaus Berlin wird an allen Eröffnungstagen der Ausstellung mit einem Aktionstag in den Bibliotheken präsent sein – samt Glücksrad und vielen Gewinnen. Nach einer musikalischen Kostprobe von Mitgliedern der Orchesterakademie wird es für junge Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit geben, verschiedene Instrumente einmal selbst auszuprobieren.

Die Bibliothekstour in der Übersicht

Bezirkszentralbibliothek „Pablo Neruda“
6. 12. 2019–25. 1. 2020
Aktionstag 7. 12. 2019 (Konzert & Instrumente ausprobieren)
Frankfurter Allee 14A · 10247 Berlin
Fr 14.00–16.30 Uhr, Sa 11.00–15.30 Uhr

Bezirkszentralbibliothek Neukölln(Helene-Nathan-Bibliothek)
31.1.–24.3.2020
Aktionstag 31 .1. 2020, 15–18 Uhr  (Konzert & Instrumente ausprobieren)
Karl-Marx-Str. 66 · 12043 Berlin
Mo–Fr 11– 20 Uhr, Sa 10– 13 Uhr


Landesmusikakademie: Prallvolles Jahresprogramm 2020

Auch für 2020 ist das Programm mit über 125 Kursen wieder prall, bunt und anspruchsvoll: Festivals, Lehrgänge und Kurse zu Instrumentalspiel, Gesang, Perkussion, Tonstudioarbeit, Körperarbeit und vieles mehr. Die Landesmusikakademie bereitet angehende Profis vor und bietet ein ausgefeiltes Angebot für alle, die Musik an Dritte vermitteln – in Kita, Hort, Schule oder Musikschule. Für Kita-Kinder selbst gibt es Bilderbuchkinos und für Schülerinnen und Schüler oder auch ganze Schulen Projekttage oder Projektwochen.

Alle Kurse für 2020 stehen online mit ausführlichen Informationen und einem Anmeldefeld zu jedem Kurs. Das Programmheft 2020 – im neuen Format – ist kompakter als in den Vorjahren. Hier das Programm als PDF zum Herunterladen und zum digitalen Blättern. In diesem Katalog hat jeder Kurs einen eigenen QR Code: Interessenten brauchen den jeweiligen Code nur mit ihrem Smart-Phone fotografieren bzw. scannen und gelangen dann direkt zur Ausschreibung, können sich online anmelden und sind dabei.

Das Team der Landesmusikakademie freut sich, wenn es so viele Menschen wie möglich erreicht, um neues Interesse an Musik zu wecken oder sich musikalisch weiter zu entwickeln – seien es Amateure oder Profis.


Universität der Künste Berlin: Studieninformationstag am 28. Januar 2020

Dem Studium zum Lehramt Musik widmet die Universität der Künste Berlin ihren Studieninformationstag am 28. Januar 2020. Im Joseph-Joachim-Konzertsaal in der Bundesallee 1–12 können sich interessierte Schülerinnen und Schüler über die Studiengänge Lehramt Musik an Grundschulen und Lehramt Musik an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien informieren. Los geht es um 10 Uhr mit einer allgemeinen Einführungen, Workshops, Informations- und Studienberatungsangeboten. Ab 13 Uhr können Interessierte in den Gebäuden in der Fasanenstraße 1b und der Lietzenburger Straße 45 in Unterrichtsveranstaltungen hospitieren (Einzel- und Gruppenunterricht, Seminare).

Studieninformationstag
Lehramtsstudiengänge Musik an der Universität der Künste Berlin
Dienstag, 28. 1. 2019
ab 10 Uhr: allgemeine Einführung, Workshops, Informations- und Studienberatungsangebote
im Joseph-Joachim-Konzertsaal, Bundesallee 1–12, 10719 Berlin
ab 13 Uhr: Möglichkeit zum Hospitieren in Unterrichtsveranstaltungen
in der Fasanenstraße 1b, 10629 Berlin, und der Lietzenburger Straße 45, 10789 Berlin

Weitere Informationen unter https://lehramt.udk-berlin.de


VÖBB: Themenraum Musik in der Amerika-Gedenk-Bibliothek

If I cannot fly, let me sing. (Stephen Sondheim)

Vom Vor-sich-hin-Trällern übers Mitgrölen bis zur Opernarie, vom Jodeln übers Growlen bis zum Rappen, alleine oder mit allen im Chor: Wir alle wollen singen. Und wir alle können singen, auch wenn wir selbst noch nichts davon wissen.

Der kommende Themenraum  widmet sich bis zum 26. Januar 2020 dem Gesang in seiner ganzen Vielfalt. Er bietet große Stimmen und besondere Gesangsstile aus aller Welt, beschäftigt sich mit digitalen Gesangstechnologien und lädt anhand von einstiegsfreundlichen Medien und Workshops natürlich auch zum Mitsingen ein. Er macht das Singen zum Spiel und zeigt wie wir im Gesang seelische und körperliche Gesundheit finden.

In einer Kooperation mit dem Chorverband Berlin wird die Chorlandschaft der Stadt abgebildet, damit womöglich auch Sie demnächst einen Refrain im Chor schmettern können.

Workshops im Januar 2020:

Soundwave Surfing: Oberton- und Kehlgesang für Einsteiger*innen
Salon | Sa 11.01.2020 | 14–17 Uhr | Amerika-Gedenkbibliothek

Gesangsworkshop: Stimmklangentwicklung nach dem Lichtenberger® Modell
Amerika- Gedenkbibliothek | Mo. 20.01. – Fr 24.01.2020 | 17.30–18.00

wRAP – Pack‘ dich in Worte! Ein Workshop des Tuned Jugendprojekts
Kinder- und Jugendbibliothek | Sa 25.01.2020 | 10–14 Uhr | Amerika- Gedenkbibliothek |
Für junge Menschen von 12 bis 21 Jahren. Anmeldung erforderlich unter

Mehr Informationen auf der Seite der Zentral- und Landesbibliothek


Musikbuchempfehlung

Bettina Hesse (Hrsg.): Die Philosophie des Singens

Vom Orpheus-Mythos bis zum Kneipenchor: Dieser vielseitige Aufsatzband aus dem preisgekrönten mairisch-Verlag versammelt 22 Beiträge über das Singen. Sie stammen von Autorinnen und Autoren aus Kultur- und Geisteswissenschaften, aus Therapie, Theologie oder Chorleitung. Die Bandbreite reicht dabei von Nietzsches und Platons Gedanken zum Singen über den Gesang als Mittel zur politischen Befreiung bis hin zum beruhigenden Summen der Bienen.

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin

Die Philosophie des Singens / herausgegeben von Bettina Hesse. Hamburg, 2019. 272 S.
ISBN 978-3-938539-55-2.
22 Euro

Weitere Informationen des Verlags  
Rezension in Deutschlandfunk Kultur

News

Junges Musiklabor Berlin: Das neue Workshop-Format für Entdecker

Nach sieben Jahren erfolgreicher Arbeit weitet das Landesjugendensemble Neue Musik seinen Ansatz aus. Das Junge Musiklabor Berlin bietet Workshops an, in denen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv mit der Neuen Musik auseinandersetzen und Kompetenzen entwickeln – im Hören, im Gespräch und in der Praxis.

Manche jungen Musikerinnen und Musiker fühlen sich von der Neuen Musik – im Jugend-musiziert-Jargon „Musik der Epoche F“ – überfordert oder verunsichert. In den Workshops des Jungen Musiklabors Berlin erleben sie Freude am Experimentiergeist der Komponistinnen und Komponisten von heute; Menschen, mit denen wir unseren Alltag teilen.

Es geht in den Workshops beispielsweise um komplizierte Rhythmen und Tonfolgen, Improvisation und komponierende Interpretation, Verbindungen der Neuen Musik zum Pop oder zur Musik anderer Kulturkreise. Ziel ist nicht eine Aufführung, sondern das Erschließen einer überreichen, widersprüchlichen, faszinierenden Klangwelt.

Das Junge Musiklabor Berlin lädt alle Neugierigen zwischen 14 und 19 Jahren herzlich ein, mit der Musik zu experimentieren, zu wachsen und sich überraschen zu lassen.

Der Titel des ersten Workshops lautet: Schräge Töne – Wahnsinnsrhythmen. Intensität, Komplexität und Ausdruck in der Neuen Musik. Die Geigerin Susanne Zapf (Sonar Quartett) und der Trompeter Prof. William Forman (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“) werden an zwei Wochenenden mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusammen aufregenden neue Klänge, neue Stücke neue musikalische Schönheiten entdecken.

Der Workshop findet bereits Ende November statt – Interessenten sind also gebeten, sich so bald wie möglich anzumelden.

Info, Videotrailer und Anmeldung

Junges Musiklabor Berlin
Workshop: Schräge Töne – Wahnsinnsrhythmen.
Intensität, Komplexität und Ausdruck in der Neuen Musik
Leitung: William Forman (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“), Susanne Zapf (Sonar Quartett).
Zeit: 23./24. 11. und 30. 11./1. 12. 2019, jeweils 10 bis 17 Uhr
Ort: Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach, Rheinsberger Str. 4–5, 10115 Berlin

Anmeldung bis zum 14. 11. 2019 hier.


Peter Weniger, Schirmherr des Saxophons-Jahres 2019, stiftet Preis zum Jazztreff

Peter Weniger, Saxophonist, Professor am Jazz-Institut Berlin und Schirmherr des Saxophon-Jahres 2019, stiftet zum 34. Jazztreff einen eigenen Sonderpreis: den Saxophon-Preis 2019. Er sagt dazu: „Mit dem Preis möchte ich im Jahr des Saxophons eine junge talentierte Nachwuchsmusikerin oder einen jungen, talentierten nachwuchsmusiker im Bereich „Jazz“ unterstützen. Der Preis ist mit 500,-€ dotiert und richtet sich vor allem an junge, noch nicht etablierte Künstlerinnen und Künstler, bei denen schon jetzt ein musikalischer Gestaltungswille deutlich erkennbar ist. Die Preisträgerin oder der Preisträgern sollte zwischen 10 und 18 Jahre alt sein und noch nicht mit einem Studium an einer Hochschule begonnen haben. Ich wünsche viel Erfolg!“ Alle Saxophonistinnen und Saxophonisten, die beim Berliner Jazztreff mitwirken, nehmen automatisch an dem Auswahlverfahren teil. Die Jury des Berliner Jazztreffs wird die Gewinnerin bzw. den Gewinner bekanntgeben.

Der Jazztreff, eine Initiative des Landesmusikrats Berlin, bringt alljährlich die ganze Vielfalt der Jazz-Metropole Berlin auf die Bühne: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und nationale Größen der Berliner Jazzszene präsentieren sich in allen Besetzungen, vom Solo bis zur Bigband, in sämtlichen Spielarten des Jazz: Von Swing bis Rock, von Blues bis Latin Jazz, von Bebop bis zur Filmmusik, von Originalkompositionen bis zum Great American Songbook. Der 34. Berliner Jazztreff findet am 10. November 2019 in der Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, in Berlin-Neukölln statt.

Der Jazztreff ist offen für Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden Alters, ob mit oder ohne Jazz-Erfahrungen. Als Plattform für generationenübergreifendes Musizieren zeigt er jedes Jahr einen guten Querschnitt des Jazz in Berlin. Im Rahmen des 34. Berliner Jazztreffs wird auch die Landesauswahl für die 18. Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ in der Kategorie Jazzorchester getroffen. Die Bundesbegegnung findet vom 21. bis 24. Mai 2020 in Hamburg statt.

 34. Berliner Jazztreff: Information und Vorverkauf


Fotowettbewerb „Raum für Musik“ geht in die Zielgerade

Wo hat Musik Platz in Berlin? Wo öffnen sich Räume, in denen Menschen lauschen oder musizieren können – gemeinsam oder ganz für sich? Und wo wird der Raum knapp, wo droht die wuchernde Stadt, der Musik den zu Atem nehmen?

Zusammen mit dem Berliner Tagesspiegel haben wir zum Fotowettbewerb „Raum für Musik“ aufgerufen. Und schon viele Hobbyfotografinnen und -fotografen sind dem gemeinsamen Aufruf gefolgt und haben uns ihre Bilder zum Thema „Raum für Musik“ zugeschickt. Zu sehen sind ihre Beiträge auf der Internetseite des Landesmusikrats. Schon jetzt ergeben sie zusammen einen ganz besonderen Querschnitt durch das offene und vielfältige Musikleben der Metropole – sehenswert!

Die schönsten Bilder werden prämiert, und zwar am 16. Dezember beim Jour fixe „Musik und Stadt“ zum Thema „Räume für Musik“ in der ALEX-Halle, Rudolfstr. 1–8 (Eingang: Ecke Ehrenbergstraße), 10245 Berlin-Friedrichshain. Der Jour fixe und damit auch die Preisverleihung werden live mitgeschnitten und gestreamt!

Und noch immer können Sie neue Facetten dazu beitragen: Bis zum 10. November freuen wir uns auf Ihre Bilder und Einblicke! Schicken Sie sie an die E-Mail-Adresse .

Artikel im Tagesspiegel: Berlin, wie es singt und klingt 

Teilnahmebedingungen


Podiumsdiskussion: Leo Kestenberg, die preußische Bildungspolitik und die Künste

Wie kaum eine Regierung vor ihr haben die politisch Verantwortli­chen der jungen Republik nach 1918 die Fortschrittlichkeit und Ak­tualität ihrer Politik mit avancierten künstlerischen Standpunkten verbunden. Kunst war eine Weise der Welterkenntnis und Kunstaus­übung, -rezeption und -reflexion gehörten unmittelbar zusammen – nicht nur für die Avantgarde etwa in der Novembergruppe, sondern auch für die Kulturpolitik. Die Berufungen Franz Schrekers zum Di­rektor der Hochschule für Musik und Arnold Schönbergs zum Leiter einer Meisterklasse an der Akademie der Künste zeigen dies ebenso wie die Einführung von Kunst und Musik als den wissenschaftlichen gleichberechtigte Schulfächer in den Bildungskanon von Gymnasien. Leo Kestenberg war einer der zentralen Motoren dieser Politik für Kunst, Kultur und Moderne, die die Republik bis 1932 prägte. Für Vieles, was er umsetzen konnte, nutzte er die Dynamik der neuen Staatsform genauso wie bildungs- und kulturpolitische Strukturen, die der preußische Staat bereits vorher aufgebaut hatte. Angesichts der aktuellen Debatten über die Kultur- und Bildungspolitik sowie die Künste ist es an der Zeit, sich nicht nur der Errungenschaften Kestenbergs zu erinnern: Man sollte sie aus der engeren musikpäda­gogischen Perspektive heraus und vor den breiteren Horizont einer Debatte über die Bedingungen der preußischen Bildungspolitik und ihres Verhältnisses zu den Künsten insgesamt rücken.

Podiumsdiskussion
Bärbel Holtz, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Susanne Fontaine, Universität der Künste Berlin
Kristina Kratz-Kessemeier

Moderation: Dörte Schmidt, Akademiemitglied, Universität der Künste

Der Pianist Matthew Rubenstein (Berlin) spielt Werke aus dem Umfeld der Novembergruppe

Donnerstag, 14. November 2019, 19 Uhr
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt
Einstein-Saal, Jägerstraße 22–23, 10117 Berlin
Eintritt frei

Anmeldung bis zum 7.11.2019 unter www.bbaw.de/anmeldung-kestenberg


Jugend musiziert Berlin: Neue Projektleitung Rock/Pop

Eine gute Nachricht für das Team von Jugend musiziert Berlin: Es bekommt Unterstützung eigens für den beliebten Bereich Populäre Musik. Matthias Rech, beim Landesmusikrat Berlin bereits für das Projekt Förderung für junge Ensembleleiterinnen und Ensembleleiterverantwortlich, wird ihn ab sofort mit übernehmen.

Jugend musiziert Berlin 
Ausschreibung zum 57. Wettbewerb Jugend musiziert


Jugend musiziert Berlin: „Jugend forscht: Musik“

Es gibt ihn seit 2012, und er ist eine Berliner Spezialität: der Wettbewerb Jugend forscht: Musik. Wurde er bisher als unabhängiger Wettbewerb organisiert, die wird er vom 57. Wettbewerb Jugend musiziert an im Rahmen des Landeswettbewerbs Jugend musiziert Berlin durchgeführt.

Der Wettbewerb Jugend forscht: Musik richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 13, die sich im Rahmen der Präsentationsprüfung für den Mittleren Schulabschluss oder der 5. Prüfungskomponente im Abitur (Besondere Lernleistung/Präsentationsprüfung) musikalischen Themen forschend nähern wollen. Der Wettbewerb Jugendforscht: Musik soll schon Schülerinnen und Schülern Anreiz zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Musik geben und den Wert musikwissenschaftlichen Arbeitens gleichrangig neben den des gekonnten Musizierens stellen.

Der Landesmusikrat Berlin vermittelt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf Wunsch die Zusammenarbeit mit Musikwissenschaftlerinnen oder -wissenschaftlern an Berliner Forschungseinrichtungen als Mentoren. Der Wettbewerb wird unterstützt durch die Berliner Universitäten (Universität der Künste, Freie Universität, Humboldt Universität und Technische Universität), das Musikinstrumentenmuseum, das Ethnologische Museum, durch Forschungsstellen im Zusammenhang mit Editionsprojekten (z. B. Arnold Schönberg Gesamtausgabe, Bernd Alois Zimmermann Gesamtausgabe), durch das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und durch die Staatsbibliothek Berlin.

Eine Fachjury sichtet und prämiert die eingereichten Arbeiten; am Wettbewerbstag präsentieren die Bewerberinnen und Bewerber ihre Arbeiten. Interessenten können sich über die Internetseite des Landesmusikrats zum Wettbewerb Jugend forscht: Musik anmelden; dort stehen auch detaillierte Informationen zu Ablauf und Terminen zur Verfügung.


3. Jour fixe „Musik und Stadt“: Populäre Musik am 6. November

In wenigen Tagen, am Mittwoch, dem 6. November 2019, lädt der Landesmusik ein zu seinem 3. Jour fixe „Musik und Stadt“. Thema ist Populäre Musik in Berlin. Wo findet in der Hauptstadt Populäre Musik statt? Die Frage scheint auf den ersten Blick einfach zu beantworten: In Konzerthallen, in Tonstudios, im Radio. An Musikschulen und Amateurmusikerinnen und -musiker denkt da zunächst mal kaum jemand. Kein Wunder, wird doch der Bildungswert populärer Musik mit Verweis auf die Hochkultur oft unterschlagen. Der Jour fixe möchte die verschiedenen Wirkungsebenen populärer Musik in der Stadt sichtbar machen und Akteurinnen und Akteure in den Austausch miteinander bringen. Der Landesmusikrat ist mit der dritten Ausgabe „Populäre Musik in Berlin“ zu Gast auf der Musikmesse Most Wanted: Music (MW:M) .

3. Jour fixe „Musik und Stadt“: Populäre Musik
6. 11. 2019, 17:30 bis 19:00 Uhr
Most Wanted: Music, Alte Münze, Molkenmarkt 2, 10179 Berlin
Eintritt frei!
Bitte anmelden unter


4. Jour fixe „Musik und Stadt“: Räume für Kultur am 16. Dezember

Berlin wächst und wächst. Und mit der Stadt wächst die Musikszene, im professionellen wie im Schul- und Amateurbereich. Schon jetzt reicht das Raumangebot in Schulen und Musikschulen bei weitem nicht mehr hin. Chöre, Orchester, Bigbands, Bands und eine Vielzahl anderer Ensembles sind immer wieder auf der Suche nach geeigneten, bezahlbaren Stätten für Proben und Konzerte. Das gilt ebenso für Veranstalter anderer Kultursparten. Auf welche Hindernisse treffen sie? Was bietet die Stadt, wo könnte sie mehr bieten? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Podium aus Akteuren des Berliner Kulturlebens.

4. Jour fixe „Musik und Stadt“: Räume für Kultur
16. 12. 2019, 19 Uhr, ALEX-Halle
Rudolfstraße 1–8 (Eingang ecke Ehrenbergstraße), 10245 Berlin-Friedrichshain
Eintritt frei!
Bitte anmelden unter


Achtzehn Jahre für das Landesjugendorchester: Jubel für Arno Lange

Nicht im Konzert, lieber in der Generalprobe: In aller Bescheidenheit, aber umjubelt von den jungen Musikerinnen und Musikern, nahm Blechbläser-Dozent Arno Lange (82) gestern seinen Abschied vom LJO. Achtzehn Jahre lang betreute der Trompeter die Blechbläserinnen und Blechbläser des Landesjugendorchesters mit großer Hingabe, Fachkenntnis, Erfahrung und Freude an der Arbeit mit Jugendlichen. Orchesterdirektor Rainer Fournes sprach ihm im Namen des Orchesters den größtmöglichen Dank aus.

Arno Lange ist in Berlin geboren und hat hier an der Hochschule für Musik studiert. Er war mehr als vierzig Jahre Trompeter im Orchester der Deutschen Oper Berlin. In dieser Zeit war er auch als Gast an der Lyric Opera in Chicago und als Dozent am Chicago Musical College tätig. Über viele Jahre betreute er die Blechbläserinnen und Blechbläser bei den Internationalen Jugendfestspielen in Bayreuth.


Berichte

Instrument des Jahres: Swingendes Haus des Rundfunks – schwungvoller Marathon

Das Herbstwetter war durchwachsen, das Interesse lebhaft: Der Tag des Saxophons am 28. September im Haus des Rundfunks fand großen Publikumszuspruch. Die gemeinsame Veranstaltung der Landesmusikräte von Berlin und Brandenburg präsentierte das Instrument des Jahres 2019 in zahlreichen Facetten. Im Foyer des Hauses des Rundfunks betrachteten sie Saxophone in allen Größen und Ausführungen und verfolgten in der Schauwerkstatt auch eine Reparatur am Instrument mit seiner ausgefeilten Klappentechnik; an Ausstellungstischen von Musikbibliotheken, Verlagen und Berliner Musikinstitutionen informierten sie sich über deren Angebot. Im Kleinen Sendesaal lauschte ein begeistertes Publikum Big Bands aus den Musikschulen Neukölln, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam und Charlottenburg-Wilmersdorf. Die ganze Zeit über nahmen Besucher von jung bis alt die Gelegenheit wahr, Probierstunden im Saxophonspiel zu nehmen. Zum Schluss- und Höhepunkt wurde das Konzert im Großen Sendesaal des RBB. In dessen fantastischer Akustik spielte das Berliner Sibelius Orchester neben Werke von Sibelius und Mussorgsky das Saxophon-Konzert des amerikanischen Komponisten Paul Creston, in dem der junge Solist Adrien Liebermann brillierte; den zweiten Teil bestritt das Berliner JugendJazzOrchester unter der Leitung des großen Saxophonisten Dick Oatts. Beide Konzertteile nahm das Publikum begeistert auf und bedankte sich bei Ensembles und Solisten mit langanhaltendem Applaus.

Obwohl sich tags darauf das Berliner Wetter von seiner regnerischen Seite zeigte, fanden sich an den Band-Stationen des Berlin-Marathons unbeirrt zahlreiche Saxophonisten ein und musizierten beim „Saxophon-Run auf den Berlin-Marathon“ für die ebenso unbeirrten Läufer. Auch diese freuten sich über den Beitrag der Musikerinnen und Musiker.

Auch nach diesem doppelten Höhepunkt geht das Saxophon-Jahr 2019 weiter. Zahlreiche weitere Termine bis zum Jahresende können Sie unserem Online-Kalender oder der Terminbroschüre entnehmen.


Vor vollem Haus: Herbstkonzert mit Saxophon

Ein besonderes Berliner Debüt erlebte das Publikum, das am 16. Oktober den Großen Saal der Berliner Konzerthauses füllte. Die Saxophonistin Lilly Paddags spielte zusammen mit dem Landesjugendorchester Berlin unter der Leitung von Ewa Strusińska das Konzert für Altsaxophon und Orchester der Berliner Komponisten Dietrich Erdmann (1917–2009). Die junge Solistin holte im Dialog mit dem hellwachen Orchester aus der virtuosen Solopartie alles heraus: von nachdenklichen Kantilenen über energische Einsprüche bis hin zu pantomimischer Lautmalerei. Das Landesjugendorchester hatte den Abend mit der Ouvertüre zur Oper Halka von Stanisław Moniuszko (1819–1872) eröffnet, dem „Vater der polnischen Oper“. In der zweiten Konzerthälfte erklang die Sinfonie Nr. 8 von Antonín Dvořák. Das Landesjugendorchester ging unter Ewa Strusińskas Leitung die raffiniert orchestrierte, an melodischen Einfällen überreiche Partitur frisch und energisch an; viele Mitspielerinnen und Mitspieler überzeugten mit herausragenden Sololeistungen. Am Ende feierte das Publikum ausgiebig die jungen Künstlerinnen und Künstler und die Dirigentin Ewa Strusińska.

Landesjugendorchester Berlin: Vorschau auf die Oster-Arbeitsphase 2020


Mitglieder-News

Deutsche Orchestervereinigung empfiehlt Mindesthonorare für Aushilfen

Jedes Orchester ist auf Aushilfskräfte angewiesen. Ohne sie könnten viele Aufführungen nicht stattfinden. Auf ihren Einsatz müssen sich die Musikerinnen und Musiker gut vorbereiten. Arbeitgeber greifen auch gern auf Studierende an den Musikhochschulen zurück. Diese anspruchsvolle Tätigkeit müssen Arbeitgeber angemessen honorieren.

Als Mindesthonorare empfiehlt die DOV für alle Orchesteraushilfen folgende Sätze:

  • in Orchestern ab Kategorie TVK A und aufwärts: Probensatz 135 Euro, Aufführungssatz 200 Euro
  • in Orchestern mit Eingruppierung unterhalb TVK A: Probensatz 130 Euro, Aufführungssatz 190 Euro

Dazu kommt ein Zuschlag von jeweils 25 Prozent für Solo, Stimmführung oder Sonderinstrumente. Fahrtkosten sollen Arbeitgeber ebenfalls erstatten.

Diese Empfehlungen gelten bundesweit!

Die DOV fordert alle Musikerinnen und Musiker auf, diese Empfehlungen möglichst weit zu streuen und mindestens zu diesen Sätzen zu spielen. Geringfügige Abweichungen sollten sie nur im individuell begründeten Einzelfall oder an Standorten mit Notlagentarif akzeptieren.

Weitere Informationen auf der DOV-Website


IAML: Neue Vortragsreihe „library hour“ / Schließwoche im VÖBB: 17.–24. 11. 2019

Neue Vortragsreihe „library hour“ in der Bibliothek der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin

Am 29.10. begann mit einem Vortrag von Prof. Stefan Drees ein neues Veranstaltungsformat in der HfM Berlin. Im Rahmen der Reihe „library hour“ vermitteln Hochschulangehörige auf lockere Art  Einblicke  in praktische Noteneditionen und wissenschaftlich-kritische Werkausgaben. Die weiteren Termine im Wintersemester 2019/2020 sind

26.11.2019 | 17:30 Uhr / Prof. William Forman:
Eine Neuausgabe von Johann Nepomuk Hummels Trompetenkonzert in der Praxis

21.01.2020 | 17:30 Uhr / Thomas Nierlin:
Funde, Schätze und Kuriositäten aus dem Bestand der Bibliothek

Veranstaltungsort ist die Hochschulbibliothek im Gebäude Charlottenstr. 55, 10117 Berlin.
Kontakt: https://www.hfm-berlin.de/bibliothek/allgemeine-informationen/

Schließwoche im VÖBB vom 17. bis 24. November – digitale Angebote bleiben erreichbar

In der Woche vom 17. bis 24.11.2019 sind alle bezirklichen VÖBB-Bibliotheken und die Zentral- und Landesbibliothek wegen wichtiger Datenbank-Arbeiten geschlossen. Der Online-Katalog steht in dieser Woche nicht zur Verfügung. Dagegen können alle digitalen Angebote wie z.B. die Streamingportale medici.tv oder die Naxos Music Library genutzt werden. Details unter https://www.voebb.de/schliessinformation


IAML: Wiederentdeckte Bläsermusik aus dem Handschriftenbestand der UdK im Konzert am 14. 11. 2019

Die Universitätsbibliothek der Universität der Künste besitzt in ihrem Handschriftenbestand auffallend viele Bläserpartiten aus dem 18. Jahrhundert. Dabei handelt es sich um beste „Unterhaltungsmusik“ aus der Zeit der Klassik. Eine dieser musikalischen Perlen erlebt nun ihre Wiederaufführung. Die Parthia c-Moll von Heinrich Carl Ebell (1775–1824) wird am 14.11.2019 um 19:30 Uhr durch Alte-Musik-Studierende der Öffentlichkeit vorgestellt.

Weitere Informationen der Universitätsbibliothek der UdK Berlin  
Kontakt: Dr. Roland Pfeiffer, E-Mail:


LMR-Info 37. Ausgabe vom 5. November 2019

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News

Debatte um Knabenchöre: Chancengleiche Förderung für alle Mädchen und Jungen

Der Berliner Landesmusikrat und der Chorverband Berlin haben sich zur aktuellen Diskussion über den Zugang zu Knabenchören in einer gemeinsamen Stellungnahme zu Wort gemeldet. Dabei richten sie ihren Blick auf die historisch weit zurückreichende Tradition der Knabenchöre und deren institutionelle Verankerung und Förderung, die manchmal als ungerechte Bevorzugung von Jungen empfunden wird. Eine Lösung, so die beiden Verbände, liege „nicht im erzwungenen Zugang für Mädchen zu den Strukturen der Knabenchöre. Vielmehr empfehlen wir die Schaf­fung vergleichbarer, kostenfrei zugänglicher Strukturen für Mädchen bzw. die verstärk­ten Förderung bereits vorhandener Mädchenchöre, um diese finanziell den Knabenchören gleich­zustellen. Auch die Förderung von gemischten Kinder- und Jugendchören muss deut­lich gesteigert werden.“ Alle Kinder und Jugendlichen sollten so die gleichen Chancen auf eine kostenfreie musikalische Grundbildung in einem Chor erhalten.

Hella Dunger Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, sagte dazu: „Es erstaunt, dass die systematische Bevorzugung von Jungen durch die Ausbildungsstrukturen der Knabenchöre bisher noch nicht in das Blickfeld gerückt ist, kann man sie doch als Relikt patriarchaler Strukturen betrachten – Strukturen, die besonders im Bildungssektor längst überwunden sein sollten. Aber bei der Diskussion sollte man auch Augenmaß bewahren und nicht über das Ziel hinausschießen wie z. B. bei dem zuletzt diskutierten Ansatz, die Mädchenstimme dem Klang der Knabenstimme angleichen zu wollen. Wo bleibt die Wertschätzung für die Schönheit der Mädchenstimme?“

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Der 34. Berliner Jazztreff – eine feste Größe in der Berliner Szene

Berlins junge Nachwuchstalente und kreative Jazzszene treffen sich wieder auf zwei Bühnen. Von Klein bis Groß präsentieren sich Jazzmusikerinnen und -musiker und spielen Repertoire aus allen Epochen des Jazz. Duobesetzung sowie Big Bands gleichermaßen werden am 10. November 2019 in der Werkstatt der Kulturen zu bestaunen sein. Im Rahmen des Berliner Jazztreffs wird eine Jury die Landessieger für „Jugend jazzt“ in der Kategorie Jazzorchester ermitteln und zum Bundeswettbewerb „Jugend jazzt“ 2020 entsenden. Das Café in der Werkstatt der Kulturen bietet jedem Besucher Gelegenheit zu einer kurzen Pause, um danach das vielfältige Tagesprogramm mit neuen Kräften genießen zu können.

Der Berliner Jazztreff ist nun seit 33 Jahren eine feste Größe der Berliner Jazzszene. Er bietet allen Spielniveaus eine Plattform. Musikerinnen und Musiker aus den studienvorbereitenden Ensembles sowie frei zusammengesetzte Ensembles nehmen jedes Jahr die Möglichkeit wahr, sich auf der Bühne des Berliner Jazztreffs zu präsentieren. Darüber hinaus kann jedes Ensemble die  Beratung durch einen professionellen Musiker in Anspruch nehmen und sich Tipps zur Performance oder zu musikalischen Themen geben lassen. Um eine nachhaltige Förderung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu gewährleisten, verleiht der Berliner Jazztreff dank diverser Stifter attraktive Förderpreise.

Der 34. Berliner Jazztreff ist eine Veranstaltung des Landesmusikrates Berlin e. V.

Die Programmplanung endet am 1. Oktober 2019.

Impressionen vom Jazztreff 2017: https://youtu.be/dK64gR67LcU

Ort: Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 BerlinZeit: Sonntag, 10. 11. 2019, ab 11Uhr

Eintritt: € 6 (Vorverkauf) / € 8 (Abendkasse)
Zum Karten-Vorverkauf


Fotowettbewerb „Raum für Musik“: Einsendeschluss 10. November!

Bereits im lmr-info Nr. 35 haben wir den neuen Fotowettbewerb des Landesmusikrats ausgerufen: „Raum für Musik“. Auf unserer Website zum Wettbewerb lesen Sie mehr zu Thema und Teilnahmebedingungen. Außerdem können Sie dort die vielen originellen Einsendungen des Fotowettbewerbs 2018 „Musik und Stadt“ bewundern.

Inzwischen haben wir einen neuen Einsendeschluss festgelegt: Es ist der 10. November 2019. Wir freuen uns auf zahlreiche Beiträge!

Zum Fotowettbewerb


Landesjugendensemble Neue Musik: Neue Leitung, neue Konzepte, neue Workshops

Das Landesjugendensemble Neue Musik geht im Herbst 2019 mit einem neuen Konzept an den Start. Die bisher erfolgreichen Konzertphasen bilden eine Grundsäule der Ensemblearbeit, aber sie werden in einem konzentrierteren Zeitraum vorbereitet. Dazu kommen Workshops, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wichtige Kompetenzen der Neuen Musik nahebringen und helfen, Hemmschwellen abzubauen. Für die Workshops sind keine Vorkenntnisse nötig.

Die Workshops richten sich an Jugendliche zwischen ca. 14 und 19 Jahren, die neugierig auf das Neue sind. Der erste wird an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden (23./24. 11.; 30. 11./1. 12.)  im Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach stattfinden. Sie werden von dem Trompeter und Musikpädagogen Prof. William Forman (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“) und der Geigerin Susanne Zapf geleitet.

Die Arbeitsphasen des Ensembles begleitet seit dem Herbst 2019 Andreas Bräutigam, Geiger und Gründungsmitglied des ensemble unitedberlin als Consigliere. Sie dienen in bewährter Weise dem Erarbeiten eines Konzertprogramms. Erster musikalischer Leiter des Ensembles in der neuen Konstellation wird der Dirigent Jobst Liebrecht sein.

Weitere Informationen folgen demnächst auf
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendensemble-neue-musik-berlin/


Beethoven bei uns: Erste Aktionen in Berlin – weitere erwünscht!

Bereits im letzten lmr-info haben wir über das Projekt „Beethoven bei uns“ berichtet. Es willl im Dezember 2019 das Beethovenjahr 2020 begrüßen – mit möglichst vielen musikalischen Aktionen!

Mittlerweile gibt es auch die ersten angemeldeten Veranstaltungen in Berlin und Brandenburg (sowie in ganz Deutschland, siehe die interaktive Deutschlandkarte), wofür ab dem 16. Oktober die Buchung der 0€-Tickets freigeschaltet wird. Mehr Infos dazu auf unserer Website.

In Berlin machen u.a. schon Kateryna Titova, das Max Brod Trio, das Aulos Streichquartett, die Liedklasse von Prof. Rieger (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“) sowie als Gastgeber das Polnische Institut, die PianoGalerie und das Steigenberger Hotel mit.

Wir suchen noch begeisterte Künstlerinnen und Künstler, und Gastgeberinnen und Gastgeber, die den Auftakt zum Jubiläumsjahr zusammen mit uns feiern und Beethoven in ihre Häuser einladen!

Zur Anmeldung besuchen Sie bitte unsere Website.


Handiclapped – Kultur barrierefrei e. V.: Fachkongress „Inklusion und Live-Musik“ im Oktober

Handiclapped – Kultur Barrierefrei e. V. veranstaltet seit 2008 barrierefreie Live-Musik-Events in Berlin und Brandenburg. Auf den Konzerten machen Menschen mit und ohne Behinderung Musik für ein ebenso inklusives Publikum. Inzwischen konnten über 250 barrierefreie Konzerte und rund 50 Band- und Tanzworkshops organisiert werden. Die vom Verein ins Leben gerufene Handiclapped Band feiert dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Handiclapped ist als gemeinnützig anerkannt.

Handiclapped organisiert zum 2. Mal einen Kongress. Wir wollen uns mit Euch austauschen, Musik erleben, Musik machen und gemeinsam neue Ideen für die Zukunft bekommen. Dafür bieten wir wieder kurze Vorstellungen von Projekten, Live-Musik  und spannende Workshops. Ziel ist es, in der Arbeit aller Vereine und Verbände Inklusion durch Musik weiter voranzubringen. Wir möchten mehr Präsenz von inklusiven Musikprojekten in der Gesellschaft und im Kultur- und Medienraum schaffen.

Wir freuen uns auf Euch und Eure Anmeldungen!

Zum Kongress Live-Musik und Inklusion
Zur Internet-Seite von Handiclapped — Kultur barrierefrei e. V
Profil und Flyer über Handicapped — Kultur barrierefrei e. V.


Fridays for Future: Großdemonstration in Berlin am 20. September

Das Aktionsbündnis Fridays for Future hat zu einer Großdemonstration in Berlin am 20. September aufgerufen. Motto und Hashtag lauten #allefürsKlima. Von den Bezirken aus starten Demonstrationszüge, die um 12 Uhr am Brandenburger Tor zusammentreffen sollen. Die Demonstration ist eine von hunderten in Deutschland an diesem Datum. Der Landesmusikrat Berlin macht auf das Anliegen von Fridays for Future aufmerksam und nimmt die Aktion zum Anlass, die Bedeutung des Themas Klimawandel für seine Tätigkeit auszuloten.

Zur Website der Demonstration #allefürsKlima


Berichte

Jugend musiziert: Erlebte Vielfalt im Bundespreisträgerkonzert

Vor einem begeisterten Publikum aus Jung und Alt fand am 24. August bei bestem Spätsommerwetter das Bundespreisträgerkonzert des 56. Wettbewerbs von Jugend musiziert Berlin im voll besetzten Festsaal des Roten Rathauses statt. In seiner Vielfalt der Generationen spiegelte sich im Publikum auch die Vielfalt des Programms.

Auf dem Programm standen Werke von Barock bis Modern für viele unterschiedliche Besetzungen von Blockflöten-Ensemble bis Pop-Ballade, die die Vielfalt des Wettbewerbs sowohl hinsichtlich der Instrumente als auch der vorgetragenen „Lieblingsstücke“ der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten.

In ihrer Begrüßung hob Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, den Schwerpunkt des Wettbewerbsgedankens von „Jugend musiziert“ hervor, der den Aspekt des „Musik für alle“ beispielhaft verkörpere und somit dem Motto des Landesmusikrats für Berlin entspreche. Staatssekretärin Sigrid Klebba lobte in ihrem Grußwort das Engagement der beteiligten Lehrkräfte, Eltern und weiteren Angehörigen, selbstverständlich auch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer; ohne die über viele Monate andauernde Probenphase würden solche herausragenden Ergebnisse, wie Berlin sie im Bundesvergleich immer wieder erziele, nicht möglich sein. Diese Vorbereitungsarbeit bedürfte jedoch guter Übebedingungen, und so verwies Hella Dunger-Löper auf die Raumproblematik an den Musikschulen und auf die derzeitige Postkartenaktion des Landesmusikrats.

Markus Wenz, Vorsitzender von Jugend musiziert Berlin, moderierte die Veranstaltung und vermittelte zwischen den musikalischen Beiträgen, die sich als erlebte Vielfalt zu einem großen Bogen zusammenfügten.

Am Ende genossen die Mitwirkenden ihren verdienten Applaus.


Runder Tisch Musikalische Bildung: Auftakt zum Masterplan 50 + im Roten Rathaus

Am 2. September wurde im Roten Haus der Auftakt zu einem neuen Kapitel des Masterplans Musikalische Bildung begangen: „50 + – Musik und musikalische Bildung für ältere Menschen“. Nach der Begrüßung durch Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin a. D. und Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, trug Staatssekretär Christoph Gaebler, Chef der Senatskanzlei, ein Grußwort bei.

Unter der Leitung von Dorothee Zinke wird eine eigene Arbeitgruppe sich dem neuen Kapitel widmen. Die Arbeitsgrundlage bildet das Grundsatzpapier Die Lage der Musikalischen Bildung in Berlin – Bestandsaufnahme und Forderungen. Die Arbeitsgruppe wird detaillierte Forderungen dazu erarbeiten. Das Ergebnis der Arbeit wird anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt.


2. Jour fixe „Musik und Stadt“: Lebhafte Debatte über öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Der 2. Jour fixe „Musik und Stadt“ fand am Montag, dem 16. September, in der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain statt. Das Thema „Musik und öffentlich-rechtlicher Rundfunk“ war schon lange geplant, hatte aber durch die nun angekündigten Sparmaßnahmen beim Rundfunk Berlin-Brandenburg neue Brisanz bekommen. Auf dem Podium der ALEX-Halle diskutierten Julia Fallenstein-Grünewälder (Deutschen Orchesterverband e. V.), Christian Goiny (CDU, Mitglied im rbb-Rundfunkrat), Andreas Göbel (Musikredakteur rbbKultur), Dr. Hans Dieter Heimendahl (Programmleiter Deutschlandfunk Kultur), Notker Schweikhardt (Sprecher für Kultur- und Kreativwirtschaft von Bündnis 90/Die Grünen Berlin) und Christiane Silber (Dirigentin, concentus alius homophilharmonisches orchester Berlin); die Moderation hatte Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin.

Andreas Göbel und Hans-Dieter Heimendahl stellten dar, wie breit die Sender kulturelle Vielfalt abbilden. Julia Fallenstein-Grünewälder mahnte zur Berücksichtigung auch der Vielfalt der Profi-Orchester im ländlichen Raum und wies auf erfolgreiche Konzepte etwa des WDR hin. Christiane Silber schloss sich an mit dem Verweis auf die vielfältige, vitale und publikumsstarke Amateurmusik-Szene, die ebenfalls Repräsentanz im Rundfunk verdiene. Christian Goiny und Notker Schweikhart bekannten sich zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und verwiesen darauf, dass eine Beitragserhöhung unerlässlich sei, wenn dieser seinen Aufgaben und künftigen Herausforderungen gerecht werden solle. In der Publikumsrunde hoben Bettina Bohle (IG Jazz) und Matthias Schwabe (Exploratorium Berlin) die internationale Rolle der Berliner Jazz- und Improvisationsszene hervor. Hella Dunger-Löper schloss mit Dank an alle Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer und an das Team von ALEX Berlin. Es habe sich ein „lohnender Austausch“ ergeben, der sicher nicht der letzte bleiben werde.

Mit Perfektion und enormer Musizierfreude begeisterte das Trio RoKuLa Gäste und Publikum. Die Geschwister Lucilla Rudolph (Klarinette), Rosalie Rudolph (Saxophon) und Kunibert Rudolph (Saxophon) sind mehrfache Preisträger von „Jugend musiziert“ und „Jugend jazzt“.

Auch diese Diskussionsrunde wird demnächst auf YouTube zur Verfügung gestellt.

Beim 3. Jour fixe „Musik und Stadt“ am 7. November wird das Thema populäre Musik im Mittelpunkt stehen.


Mitglieder-News

Berliner Chorverband: Chorleitungsseminar im Oktober

Der Berliner Chorverband lädt ein zu einem Seminar für die Chorpraxis für Chorleiterinnen und Chorleiter, die neue Anregungen suchen und solche, die neue Chorleiter werden wollen. Angesprochen sind auch Sängerinnen und Sänger, die gerne einen Blick hinter die Kulissen werfen wollen.

Jeweils in einem eigenen Kurs behandelt werden Grundlagen der Chorleitung (Einsteiger- und Aufbaukurs, Marie-Louise Schneider und Elke Schneider), Jugendchor (Katrin Hübner, Assistenz: Olga Kisseleva), Chorleitung (fortgeschritten, Jan Olberg, Assistenz: Norienne Olberg), Kinderchor (Carsten Schultze, Assistenz: Maria Grimm) und Popchor (Carsten Gerlitz).

Das Chorleitungsseminar wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familieals Weiterbildung für Musikpädagogen und Musikpädagoginnen anerkannt.

Das Seminar findet vom 7. bis 11. Oktober im Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium (Frankfurter Allee 6a, 10247 Berlin) statt. Die Teilnahmegebühr beträgt € 199, für Schüler, Studenten, Senioren und Arbeitslose € 99; für Mitglieder in Chören des Chorverbands Berlin oder des CVO € 149 bzw. € 79.

Das Seminar wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und den Chorverband der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (CBO). Es findet in Zusammenarbeit mit der Landesmusikakademie Berlin statt.

Anmeldung
im Internet: http://www.chorverband-berlin.de/chorleitungsseminar
Anmeldeunterlagen per E-Mail anfordern:

Chorverband Berlin (CVB) e. V.
Alte Jakobstraße 149
10969 Berlin


IAML: Berliner öffentliche Bibliotheken verleihen Musikinstrumente

In den Musikbibliotheken der Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Marzahn-Hellersdorf und Steglitz-Zehlendorf gibt es neuerdings Musikinstrumente zum Ausleihen – dafür genügt ein Bibliotheksausweis des VÖBB. Angeboten werden beispielsweise verschiedene Perkussionsinstrumente, Gitarren oder Klangschalen. Recherchierbar sind die Instrumente unter www.voebb.de, am besten in der Schnellsuche mit „Musikinstrument zum Ausleihen“. Die Instrumente können in den Bibliotheken vor Ort wie ein Buch für vier Wochen ausgeliehen werden. Die Ausleihzeit ist zweimal verlängerbar.

Darüber hinaus wurde in der Musikbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg ein neuer Übungsraum eingerichtet, wie es ihn z. B. in Marzahn-Hellersdorf und Steglitz-Zehlendorf bereits gibt. Für weitere Informationen bitte klicken!


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Konzert Sax & Plucked im Oktober

Werke von Johann Adolf Hasse, Scarlatti-Behrend, Gustav Gunsenheimer, Karl Jenkins, Antonín Dvořák, Antonio Carlos Jobim, Dieter Kreidler, Fried Walter, Jessica Williams

Sonntag, 27.10.2019
Zeit: 17.00 Uhr
Ort: Evangelische Kirche Johannisthal
Sterndamm 92–96 im Ortsteil Johannisthal in Treptow-Köpenick, 12487 Berlin 
Anfahrt: Tram 60, Bus 160/265/M11

Saitenensemble Steglitz
Solistin: Marion Schwan, Saxophon   |   Saitenensemble Steglitz, Leitung: Michael Kubik

Eintritt frei
Spenden zum Erhalt des Kirchengebäudes erbeten.

Die Saxophonistin Marion Schwan verfolgt, auf der Basis ihrer klassischen Querflötenausbildung, vielfältige künstlerische Projekte vorwiegend im Jazzbereich. Derzeit liegt ihr Fokus auf der Präsentation eigener Arrangements unbekannter Jazz-Komponistinnen, solistisch oder im Duo mit Kontrabass oder Klavier. Seit 5 Jahren bestreitet sie u.a. eine öffentlich geförderte alljährliche Konzertreihe zu diesem Thema.

Das Saitenensemble Steglitz (SES) wurde Anfang 1983 von 19 Musizierenden gegründet. Inzwischen sind Spieler und Spielerinnen aus Ost und West dazugekommen. Zahlreiche Instrumentalisten sowie Gesangssolisten bereichern das Konzertrepertoire. Das aus Mandolinen, Mandolen und Gitarren bestehende Zupforchester gehört zu den fünf aktiven Orchestern dieser Art in Berlin.

 

 

LMR-Info 36. Ausgabe vom 18. September 2019

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Jugend musiziert: Zwei Konzerte mit jungen Spitzenmusikerinnen und -musikern

Am 13. Juni 2019 ging der 56. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Händelstadt Halle zu Ende. Berlin konnte 72 ausgezeichnete junge Musikerinnen und Musiker zu Hause willkommen heißen (siehe auch den Bericht hierzu in diesem lmr-info).

Im August werden einige der Berliner Spitzenmuskerinnen und -musiker, die sich im Landes- und Bundeswettbewerb profilieren konnten, in zwei Konzerten zu hören sein – Eintritt frei!

Aus Anlass des 290. Geburtstag Moses Mendelssohns musizieren am 16. August Preisträgerinnen und Preisträger des Landeswettbewerbs Jugend musiziert Berlin in der Mendelssohn-Remise beim Konzertabend Der Klang der neuen Zeit. Das moderierte Konzert zeigt, wie Komponisten der Aufklärungs-Epoche ihr Publikum zum Zuhören verführten und Gleichberechtigung ausprobierten.

Lieblingsstücke aus den Programmen der Berliner Preisträgerinnen und Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ werden am 24. August im Festsaal des Roten Rathauses erklingen. Denn Musizieren ist nicht bloß eine Fähigkeit, die in Wettbewerben gefördert wird – sie ist vor allem Herzenssache.

Der Klang der neuen Zeit
Moderiertes Konzert zum 290. Geburtstag von Moses Mendelssohn, Freitag, 16. August 2019, 19 Uhr
Mendelssohn-Remise, Jägerstraße 51, 10117 Berlin
weitere Informationen
Eintritt frei!

Bundespreisträgerkonzert „Jugend musiziert“ Berlin
Moderiertes Konzert mit den Lieblingsstücken der Berliner Preisträgerinnen und Preisträger
Sonnabend, 24. August 2019, 17 Uhr
Rotes Rathaus, Festsaal, Rathausstraße 15, 10178 Berlin
weitere Informationen
Eintritt frei!


„Raum für Musik“: Neuer Fotowettbewerb von Landesmusikrat und Tagesspiegel

Wo hat Musik Platz in Berlin? Wo öffnen sich Räume, in denen Menschen lauschen oder musizieren können – gemeinsam oder ganz für sich? Und wo wird der Raum knapp, wo droht die wuchernde Stadt, der Musik den zu Atem nehmen?

Gemeinsam mit dem Tagesspiegel ruft der Landesmusikrat Berlin Berliner Hobbyfotografinnen und -fotografen dazu auf, Raum und Räume für Musik aufzuspüren, im Bild festzuhalten und bis zum 31. 10. 2019 einzusenden. Die Fotografien werden auf unserer Website in der Reihenfolge ihres Eingehens gezeigt. Im Herbst wird eine Jury die drei gelungensten Bilder aussuchen. Die Preisverleihung findet im Rahmen des 3. Jour fixe „Musik und Stadt“: Raum für Musik am 16. Dezember in der ALEX-Halle statt.

Zu den Teilnahmebedingungen


Instrument des Jahres: September 2019 wird zum Saxophon-Monat

Das Saxophon ist Instrument des Jahres 2019 – und die eben erschienene Broschüre mit Veranstaltungen rund ums Saxophon beweist es: Berlin legt sich schwer ins Zeug! Bei mehr als siebzig Gelegenheiten allein von August bis Jahresende können Berlinerinnen und Berliner das Instrument des Jahres von vielen Seiten kennenlernen.

Besonders gilt das für den kommenden September: Am Sonntag, dem 22. September, schwärmen die Saxophone aus zum Saxophon-Sturm auf die Museen. Sie weisen damit hin auf den großen Tag des Saxophons am 28. September im Haus des Rundfunks in der Masurenallee. Von 14 bis 21 Uhr sind Besucherinnen und Besucher jedes Alters herzlich eingeladen, sich mit dem Saxophon bekanntzumachen – in Konzerten und Auftritten von Schülern und Profis, mit dem Werkzeug in der Hand, beim Probeunterricht und nicht zuletzt im großen Abschlusskonzert mit dem Berliner Sibelius Orchester und dem Berliner JugendJazzOrchester.

Am Tag darauf, am 29. September, sind Berliner Saxophonistinnen und Saxophonisten herzlich eingeladen, am Saxophon-Run auf den Berlin-Marathon teilzunehmen. Sie können zu den zahlreichen Bands an der Strecke zu stoßen oder sich zum großen Saxophon-Hotspot bei Kilometer 41 zu sammeln. Tausende Läuferinnen und Läufer freuen sich auf ihre musikalische Unterstützung!

Saxophon-Sturm auf die Museen
22. 9. 2019, ab 12 Uhr, in den teilnehmenden Museen
Weitere Informationen folgen auf unserer Website!

Tag des Saxophons
28. 9. 2019, 14 bis 21 Uhr, Haus des Rundfunks, Masurenallee 8, 14057 Berlin
Programm und Informationen

Saxophon-Run auf den Berlin-Marathon
29. 9. 2019, ab 12 Uhr, entlang der Strecke des BMW-Berlin-Marathons
Anmeldung und Informationen


2. Jour fixe „Musik und Stadt“: Musik und öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland spielt im Musikleben eine große Rolle – quer durch Sparten, Stilrichtungen und Ansprüche. Die gebührenfinanzierten öffentlichen Sender versorgen ihre Hörerschaft nicht nur 24 Stunden am Tag mit Musik und Information. Sie unterhalten auch Orchester, Bigbands und Chöre. Sie unterstützen Konzertreihen und Festivals, Buch-, Film- und CD-Projekte. Sie fördern junge Musikerinnen und Musiker, vergeben Kompositionsaufträge oder loben Preise aus.

Wie gestalten die Rundfunksender ihr Programm? Wie sehen sie ihre Rolle in Pop- und Neuer Musik, Jazz und Klassik, Musikalischer Bildung und Amateurmusik? Welche Entwicklung hat ihre musikalische Arbeit genommen, und in welche Zukunft steuern sie? Welche Rolle spielen dabei Online-Medien?

Diese und weitere Fragen werden am 16. September in der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain verhandelt. Es diskutieren u. a. Dr. Hans Dieter Heimendahl, Programmleiter von Deutschlandfunk Kultur, Christian Goiny, Mitglied des rbb-Rundfunkrats und des Berliner Abgeordnetenhauses, und Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin a. D. und Präsidentin des Landesmusikrats Berlin. Für Live-Musik sorgen Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert Berlin. Die Runde wird sich auch den Fragen des Publikums stellen. Die Diskussion wird im Live-Stream von ALEX Berlin übertragen.

Für diesen Jou fixe „Musik und Stadt“ wird der Landesmusikrat Berlin in Kürze seine Mitglieder befragen, was zum Thema Musik und öffentlich-rechtlicher Rundfunk ihr besonderes Interesse findet.

2. Jour fixe „Musik und Stadt“: Musik und öffentlich-rechtlicher Rundfunk
Montag, 16. September 2019, 19 Uhr
ALEX-Halle, Rudolfstraße 1–8 (Eingang: Ecke Ehrenbergstraße), 10245 Berlin-Friedrichshain
S-Bahnhof Warschauer Straße

Eintritt frei!
Anmeldung und Kartenreservierung unter


Runder Tisch Musikalische Bildung: 50+ – Musik und Musikalische Bildung für ältere Menschen

Musikalische Bildung endet nicht mit dem Schulabschluss. Freude an der Musik und am Musizieren zieht sich durch ganze Lebenswege. Oft lebt sie nach langer Pause wieder auf, und manchmal entdecken Menschen erst im Alter ihre Liebe zur Musik. Musizieren hält jung, und es kann altersbedingte Beeinträchtigungen lindern. Aktive Teilhabe an der Musik braucht jedoch Zeit, Raum und auch Geld – Voraussetzungen, die für viele ältere Menschen nicht selbstverständlich sind.

Auf der Basis des Grundsatzpapiers Die Lage der Musikalischen Bildung in Berlin – Bestandsaufnahme und Forderungen beginnt der Runde Tisch Musikalische Bildung am 2. September offiziell die Arbeit am 6. Kapitel des Masterplans Musikalische Bildung: 50+ – Musik und musikalische Bildung für ältere Menschen. Er wird detaillierte Forderungen dazu erarbeiten. Das Ergebnis der Arbeit wird anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt.


Landesmusikrat Hamburg: Fachtagung „Musik und Demenz“ im Oktober

Musik für mehr Lebensqualität bei Demenz: Zwischen Therapie und kultureller Teilhabe

Mit der Fachtagung „Musik und Demenz“ 2019, die am 25. und 26. Oktober 2019 stattfinden wird, greift der Landesmusikrat Hamburg im Rahmen seiner Reihe „Musik im Alter“ eine der großen Herausforderungen des demografischen Wandels auf: Die Sicherstellung einer empathischen, aktivierend-befähigen­den Pflege, Betreuung und Unterstützung der wachsenden Zahl überwiegend alter und hochaltriger demenziell beeinträchtigter Menschen, in stationären Settings ebenso wie im häuslichen Umfeld. Zugleich öffnet der Landesmusikrat damit den Blick für ein bisher nur in Ansätzen erschlossenes Berufsfeld für Musikpädagoginnen und -pädagogen sowie für Musiktherapeutinnen und -therapeuten.

Die Tagung steht unter der Schirmherrschaft der Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, Cornelia Prüfer-Storcks. Unterstützer und Kooperationspartner sind u. a. die Homann-Stiftung, die Deutsche Gesellschaft für Musikgeragogik e.V., die BARMER, die Immanuel Albertinen Diakonie, Hermann Veeh GmbH & Co.KG, die Ecclesia Versicherungsdienst GmbH und die Alzheimer Gesellschaft Hamburg.

Weitere Informationen — Zum Programmflyer — Zur Anmeldung


19. Eurotreff 2019 für Kinder- und Jugendchöre in Wolfenbüttel

Am 11. September beginnt der EUROTREFF in Wolfenbüttel, das internationale Festival für Kinder- und Jugendchöre des Arbeitskreises Musik in der Jugend (AMJ). Vom 11. bis 15. September versammeln sich bereits zum 19. Mal junge Sängerinnen und Sänger aus Deutschland und Europa, um Stadt und Landkreis zum Klingen zu bringen. Der Eurotreff bietet jungen Menschen ein einmaliges Forum der interkulturellen Begegnung und des musikalischen Austauschs.
(Foto: Karl-Ernst Hueske)

Weitere Infos finden Sie unter www.eurotreff.amj-musik.de

Der Arbeitskreis Musik in der Jugend (AMJ) e. V.
Kontakt: Simone Weber, Projektreferat International
Grüner Platz 30,38302 Wolfenbüttel
Tel.: 05331-9009598
E-Mail:
Website: www.amj-musik.de


Deutsches Musikinformationszentrum: Kein leichtes Spiel – freie Ensembles in Deutschland

Freie Ensembles prägen mit ihrer Kreativität und Innovationsfreude in starkem Maße das Musikleben in Deutschland. Als Zusammenschlüsse selbstständiger Musikerinnen und Musiker unterliegen sie jedoch häufig schwierigen Arbeitsbedingungen. Das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) beleuchtet ihre Situation jetzt in einem neuen Online-Fokus „Freie Ensembles“.

In einem neuen Fachbeitrag für das MIZ geben Richard Lorber, Leiter der Tage Alter Musik in Herne, und der Komponist Tobias Eduard Schick einen Überblick über die freie Musikszene und zeigen ihre künstlerischen Schwerpunkte und spezifischen Herausforderungen auf. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Szenen für Alte und zeitgenössische Musik. Außerdem geht es in einem Interview mit FREO e. V., der neuen Interessenvertretung der freien Ensembles, um die Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven freiberuflicher musikalischer Arbeit.

Zur Pressemitteilung
Zum Online-Fokus „Freie Ensembles“


Bundesvereinigung soziokultureller Zentren: Konferenz „Soziokultur – vernetzt im Quartier“

Kooperationen und Vernetzung sind in aller Munde, sie werden gefördert und gefordert – auch in der Soziokultur. In Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Institutionen können Angebote und Kompetenzen erweitert, Ressourcen und Potenziale miteinander verbunden werden. Die Erwartungen sind oft hoch, die Ergebnisse jedoch nicht immer befriedigend. Was bedeuten Kooperation und Vernetzung im Stadtteil? Wie baue ich Netzwerke auf? Worauf gilt es zu achten, welche Voraussetzungen sind nötig, welche Faktoren fördern oder behindern die Prozesse? Die Fachkonferenz bietet die Möglichkeit, Verbindungen zu schaffen und voneinander zu lernen. Beispiele zeigen auf, wie Soziokultur, Wissenschaft, Kommune und Wirtschaft innovative Netzwerke aufbauen und neue Wege der Kooperation eingehen, die für alle Beteiligten und für die Arbeit im Quartier eine Bereicherung darstellen.

Die Bundesvereinigung soziokultureller Zentren e. V. lädt ein zur Jahreskonferenz „Soziokultur – vernetzt im Quartier“ am 24./25. September 2019 in der Berliner ufa-Fabrik. Das Programm mit heutigem Planungsstand hängt dieser E-Mail an. Einen Rückblick auf die Konferenz 2018 „Soziokultur findet Stadt“ und weitere Informationen zum Projekt „UTOPOLIS- Soziokultur im Quartier“ gibt es auf www.utopolis.online. Dort ist ab August u.a. die Anmeldung zur diesjährigen Konferenz möglich. Es wird empfohlen, ggf. rechtzeitig Übernachtungsmöglichkeiten zu buchen. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei, Verpflegung ist inbegriffen.

Anmeldung und Information zur Konferenz 2019


Berichte

56. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“: 72 Preisträgerinnen und Preisträger aus Berlin

77 junge Wettbewerbsteilenehmerinnen und -teilnehmer haben Berlin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Halle vertreten, der am 13. Juni zu Ende gegangen ist. 72 von ihnen konnten Preise erringen. 29 erspielten sich einen 1. Preis, darunter neun mit der Höchstpunktzahl. 29 Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen einen 2. Preis, 14 einen 3. Preis zugesprochen; fünf Mal wurde die Auszeichnung „Mit sehr gutem Erfolg teilgenom­men“ verge­ben.

Berlin steht mit diesem Ergebnis im Vergleich mit anderen Bundesländern überdurchschnittlich gut da. Jeweils 37,7 Prozent der Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten 1. bzw. 2. Preise, 27,3 Prozent bzw. 33,8 Prozent sind es im Bundesdurchschnitt.

Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin und Jury-Vorsitzender im Bundeswett­bewerb, sagt: „Beim 56. Bundeswettbewerb ‚Jugend musiziert‘ in Halle haben fast 2900 junge Musikerinnen und Musiker die Händelstadt in den musika­li­schen Ausnahme­zustand versetzt. Ich bin immer wieder begeistert zu sehen, mit welcher Freude an der Musik und am gemeinsamen Musizieren, aber auch mit welchem Können unsere Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei sind.“

Am 24. August um 17 Uhr werden Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs ihre Lieblingsstücke in einem Familienkonzert im Roten Rathaus vorstellen (mehr dazu in diesem lmr-info). Eintritt frei!

Weitere Informationen:
Pressemitteilung des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“
Jugend musiziert auf den Seiten des Landesmusikrats Berlin:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/


Postkartenaktion für die Musikschulen: Weiter so!

Auch nach den Ferien geht sie weiter: die Postkartenaktion für die Musikschulen. Mit signierten Postkarten oder Foto setzen sich Berlinerinnen und Berliner, Musikerinnen und Musiker dafür ein, dass Musiklehrer und -lehrerinnen an den Berliner Musikschulen unter leistungsgerechten Bedingungen arbeiten können. Unser Ziel sind 20 000 signierte Karten!

Beteiligen auch Sie sich an der Aktion! Alles darüber erfahren sie auf unserer Aktionsseite.


Mitglieder-News

Bundesverband Musikunterricht: Tagung für Fachseminarleiterinnen und -leiter

17. BMU-Tagung für Fachseminarleiterinnen und Fachseminarleiter Musik, 24.–26. Oktober 2019, Mainz

Der Bundesverband Musikunterricht setzt in bewährter Tradition die bundesweite Fortbildungsveranstaltung für Seminarfachleiterinnen und -leiter fort. Themenschwerpunkte des diesjährigen Treffens vom 24. bis 26. Oktober 2019 an der Hochschule für Musik in Mainz sind u. a.die besondere Relevanz des Unterrichtsfachs Musik vor dem Hintergrund gesellschaftlicher, kultureller und politischer Problemstellungen unserer Zeit, die videobasierte Evaluation von Musikunterricht und das Klassenmusizieren im Spannungsfeld didaktischer Konzeptionen. Im Mittelpunkt der gesamten Tagung soll dabei der gemeinsame Gedanken- und Erfahrungsaustausch stehen.

Referenten sind Klaus Ernst (Detmold), Prof. Dr. Valerie Krupp-Schleußner (Mainz) sowie Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt (Heildeberg).

Eingeladen sind Ausbilderinnen und Ausbilder von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern sämtlicher Schulformen im Fach Musik (2. Ausbildungsphase), Fachberaterinnen und Fachberater Musik sowie interessierte Kolleginnen und Kollegen, die sich auf eine entsprechende Funktionsstelle vorbereiten möchten.

Weitere Informationen, Ausschreibungstext und Anmeldung unter: www.bmu-musik.de.
Anmeldeschluss ist der 1. September 2019.


Deutsche Orchestervereinigung: Hilfe beim Auffinden gestohlener Instrumente

Auf der Website der DOV hat sich eine Liste bewährt, in die Betroffene ihre gestohlenen Instrumente selbst eintragen können. Diese Übersicht liefert der Polizei und anderen Strafverfolgungsbehörden wichtige Hinweise bei der Tätersuche. Zuletzt wurde zum Beispiel eine bereits im November 2017 in Dresden gestohlene Oboe bei einem Verkaufsversuch sichergestellt und dem rechtmäßigen Eigentümer übergeben.

Bitte melden Sie nicht nur Diebstähle, sondern auch das Wiederauffinden, damit die Daten aktuell bleiben. Zur Übersicht und der Möglichkeit, einen Diebstahl zu melden, gehts hier: https://www.dov.org/instrumentendiebstahl.


IAML: Kostenlose Ausweise für Staatsbibliothek Berlin / Musikabteilung zeitweilig geschlossen

Die Staatsbibliothek zu Berlin wird ab dem 1. Oktober 2019 – zunächst für zwei Jahre – die Gebühren für die Bibliotheksausweise aussetzen. In dieser Zeit sind die Benutzerausweise also kostenlos erhältlich.

Ab dem 1. November 2019 muss dann aufgrund von umfangreichen Bestandsumzügen und Baumaßnahmen das Bibliotheksgebäude Unter den Linden 8 und somit auch die Musikabteilung  für voraussichtlich fünf bis sechs Monate geschlossen bleiben.

Nähere Informationen finden Sie hier:  https://blog.sbb.berlin/was-veraendert-sich-im-herbst/


Landesmusikakademie Berlin: Samba Syndrom – Berlins größtes Samba-Festival

Das Samba-Festival mit zwölf international erstklassigen Dozentinnen und Dozenten aus Brasilien, dem europäischen Ausland und Berlin bietet ein einzigartiges Workshop-Programm

In den Workshops werden verschiedene Rhythmen, vielfältige Spieltechniken, neue Breaks, Choreografien und Tanzstile trainiert: von Rio-Samba über Samba Reggae, Maracatú und afrobrasilianische Traditionen bis zu Forró. Anmeldungen bitte hier. Weitere Highlights sind die zwei rauschenden Konzert- und Tanzabende, wenn die Band „Ayom“, die großen Samba-Mestres und die Workshop-Musikerinnen und -Musiker die große Samba-Bühne bespielen. An dem Wochenende entsteht ein prickelndes Gemeinschaftsgefühl mit unglaublich viel Spaß: bei spontanen Outdoor-Sessions, beim Familien-Workshops „Bla-S-amba”  und während der zwei kostenlosen Familientage „samba for kids“ mit Capoeira, mit dem Familien-Drum-Circle und mit kreativen musikalischen Angeboten für Kinder.

TERMINE
Workshops: 20.–21. 9. 2019: 10–18 Uhr | Konzertabende: 20.–21. 9. 2019: 20–24 Uhr
Familientage: 21.–22. 9. 2019: 12–18 Uhr | Familienworkshop: 20. 9. 2019: 15–18 Uhr; 21. 9. 2019: 10–18 Uhr
Preise: Festivaleintritt Erwachsene: € 90 | Festivaleintritt Kinder und Jugendliche (bis 20 Jahre) und Eltern im Familienworkshop: € 35 | Konzertabend: € 10, ermäßigt € 7,50 an der Abendkasse
Ort: Landesmusikakademie Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin

Mehr Informationen: https://sambasyndrom.de/  | Tel.: 030 / 53 07 12 69


Landesmusikakademie Berlin: Fachtagung „Musik und Alter“

Tagung über den Einsatz von Stimme und Therapieinstrumenten im Umgang mit Senioren, demenziell Erkrankten und Sterbenden

Vor dem Auditorium wird unter anderem Eva Götell aus Stockholm über die Erfahrungen mit der Methode  des Dementia Care Singing berichten – über  den singenden/summenden Umgang in der Pflege von dementiell Erkrankten. Im praktisch orientierten Workshopprogramm zeigt Bernhard Deutz die Anwendung der „Körper-Tambura“ und das „MoTaKa“, das KlangRad, das gerade mit dem 1. Preis beim „Wettbewerb neuer Therapieinstrumente“ ausgezeichnet worden ist.  Informationen über das gesamte Programm gibt es hier.

Datum: 30. 8. 2019 von 8.30 bis 16.00 Uhr
Gebühren: € 50
Ort: Landesmusikakademie Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin
Anmeldungen bis zum 18. 8. 2019 bitte hier.


Landesmusikakademie Berlin: Freude an der eigenen Stimme

Fachlich fundiertes Workshopkonzept zur Auseinandersetzung und Weiterentwicklung der eigenen Singstimme

Die eigene Singstimme genießen und sich mit ihr wohl fühlen – viele Menschen kennen dieses Gefühl nicht und verspüren doch eine kleine Sehnsucht danach. Oder sind Sie beruflich an diesem Punkt gefordert und möchten sich weiter entwickeln? Das Dozententeam ebnet Ihren Weg zur Singstimme mit Humor und Geduld und mit einem innovativen, fachlich fundierten und vernetzten Workshopkonzept: In einer intensiven Auseinandersetzung mit Körper- und Atemarbeit, Logopädie, Coaching, erfahrbarer Anatomie, Stimm- und Singexperimenten machen Sie neue, positive Erfahrungen jenseits von Bewertung. Falls sich physiologische Probleme mit Ihrer Stimme herausstellen, können wir Hilfe zur phoniatrischen Abklärung geben. Die Dozentinnen sind Cornelia Petersen, Anja Schneider, Bettina Spreitz-Rundfeldt und Nadja Dehn.

Mehr Infos und Anmeldunghier.

Termine: 13. 9. 2019, 16.30–20.00 Uhr | 14. 9. 2019, 10.00–20.15 Uhr | 15. 9. 2019, 10.00–17.30 Uhr
Anmeldeschluss: 29. 8. 2019
Gebühr: € 190
Ort:
Landesmusikakademie Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin


Verband deutscher Musikschulen: Kompositionswettbewerb „Beethoven – zurück in die Zukunft“

Im Jahr 2020 will die Deutsche Streicherphilharmonie unter Leitung ihres Chefdirigenten Wolfgang Hentrich aus Anlass der dann 30 Jahre bestehenden deutschen Einheit ein Zeichen für den Einheitsgedanken setzen, indem sie in allen sechzehn Bundesländern an bedeutsamen Veranstaltungsorten jeweils ein Konzert gibt. Deutschlandfunk Kultur und der WDR haben ihr Interesse, sich im Sinne einer intensiven medialen Begleitung für den Erfolg des Projektes zu engagieren, bereits zugesagt.

Neben Werken aus dem aktuellen Repertoire des Orchesters soll in den Konzerten des Projektjahres 2020 auch eine auf das junge Spitzenensemble der Musikschulen zugeschnittene Auftragskomposition gespielt werden, die der Verband deutscher Musikschulen unter den Einsendungen des Kompositionswettbewerbs „Beethoven – zurück in die Zukunft“ mit einer Fachjury ermitteln und prämieren wird. Förderer des Wettbewerbs ist die Hermann-Josef-Abs-Stiftung, Bonn.

Einzelheiten zur Ausschreibung „Beethoven – zurück in die Zukunft“ finden Sie unter
https://www.musikschulen.de/dsp/aktuell/kompositionswettbewerb.


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Ein besonderes Konzert

Der Verein zur Förderung der Zupfmusik präsentiert das DUO CONSENSUS:

Through North and South America
Ausdrucksstarke Werke amerikanischer Komponisten für Mandoline und Gitarre: Eduardo Angulo, George Gershwin, Stephen Funk Pearson u. a.

Samstag, 31. August 2019, 19 Uhr
Schwartzsche Villa, 12165 Berlin

Die Künstler
Christian Laier, Mandoline,
studierte Mandoline in Kassel und Hamburg und Gitarre in Kassel. Konzerte führten ihn durch Europa, in die USA, nach Japan und Brasilien. Er trat als Solist u.a. mit der Jenaer Philharmonie, dem Leipziger Symphonieorchester, dem Minsker Zupforchester und dem Landeszupforchester Berlin auf und ist sechsfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Er unterrichtet in Erfurt, ist Dozent bei Seminaren und war 2007–2016 Dirigent des Landesjugendzupforchesters Brandenburg-Berlin.

Karoline Laier (geb. Kumst), Gitarre, studierte an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und legte 2013 das Konzertexamen an der Universität der Künste in Berlin ab. Ihre Tätigkeit umfasst Aufführungen mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt und den Thüringer Symphonikern Rudolstadt/Saalfeld, Konzertreisen durch Europa, in die USA, nach Japan und Brasilien, und Rundfunkaufnahmen. Elf Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben belegen ihre Qualität.

Eintritt:  15,- € / ermäßigt 10,- €

Infos und Kartenvorverkauf bis 29. 8.
unter +49 (0)30 474 50 22
Mail: 
| www.vzfz.eu


LMR-Info 35. Ausgabe vom 2. August 2019

Inhalt

Termine

Berichte

Mitglieder-News

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Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter: Erweitertes Projekt 2019/20

Zum Schuljahr 2019/20 wird der Landesmusikrat Berlin e. V. gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wieder ein Programm zur Nachwuchsförderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter anbieten. In einem Kurs erlangen Schülerinnen und Schüler musikalische, organisatorische und soziale Kompetenzen und sind dann in der Lage, Ensembleproben, bzw. Teilproben oder Stimmgruppenproben qualifiziert anzuleiten. Die Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat über ihre Ausbildung zur „Musikmentorin“/zum „Musikmentor“.

Voraussetzung zur Teilnahme sind fortgeschrittene Fähigkeiten im Instrumentalspiel und/oder im Gesang sowie Grundkenntnisse in Musiktheorie und Gehörbildung. Interessierte Schülerinnen und Schüler treffen sich zu zweimal vier Wochenend-Workshops zu den Schwerpunkten Klassik bzw. Jazz, Rock, Pop. Die Teilnahme sind kostenlos. Nach der Ausbildung können die Schülerinnen und Schüler verstärkt die Ensemblearbeit der eigenen Schule mitgestalten. Zudem gibt es vielfältige Möglichkeiten zum außerschulischen Engagement.

Schwerpunkt Klassik: Chor und Orchester
Ort: Sophie-Scholl-Schule, Berlin-Schöneberg
9.–11. August 2019  |  18.–20. Oktober 2019  |  14.–16. Februar 2020  |  28. Februar bis 1. März 2020

Schwerpunkt Jazz, Rock, Pop: Chor und Band/Bigband
Ort: Rosa-Luxemburg-Gymnasium, Berlin-Pankow
25.–27. Oktober 2019  |  1.–3. November 2019  |  14.–16. Februar 2020  |  28. Februar bis 1. März 2020

(Änderungen vorbehalten)

Ausbildungsinhalte
Einführung in die Chor- und Instrumentalensembleleitung  |  Grundlagen des Dirigierens  |  Probenplanung und -methodik  |  Vertiefung musikalischer Fähigkeiten und musiktheoretischer Kenntnisse  |  Repertoirekenntnisse  |  Veranstaltungsorganisation

Ausbildungsziele
Förderung musikpädagogischer Begabungen  |  Entwicklung von Eigeninitiative und Mitverantwortung  |  Stärkung der schulischen Ensemblearbeit  |  Eröffnung von Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schule/Verein/Musikschule  |  Stärkung des Ehrenamtes

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Kontakt
Matthias Rech, Projektleitung
E-Mail:
Telefon:
030 / 39 73 10 87
Fax: 030 / 39 73 10 88


Postkartenaktion für die Musikschulen – unser Ziel: 20 000 Postkarten

Die Postkartenaktion des Landesmusikrats für die Musikschulen, gestartet in diesem Frühjahr, zieht weite Kreise. Der Landesmusikrat Berlin war mit der Aktion bei zahlreichen Veranstaltungen präsent. Die Nachfrage nach den Karten ist groß, die Rückläufe mit unterschriebenen Karten ermutigend. Unterstützen Sie die Aktion weiter! Ziel: 20 000 Unterschriften bis zum Beschluss des Doppelhaushalts 2020/21.

Die Forderungen der Aktion lauten:

  • Sofortige Honorarerhöhung und bessere soziale Absicherung für die freien Honorarkräfte an den Musikschulen,
  • Mindestens 9 volle Stellen pro Musikschule für musikpädagogisches Management,
  • Stufenplan mit dem Ziel 80 % Festanstellungen bis 2025 und
  • Mehr Räume für Musikunterricht und Musikschulen.

Unterstützerinnen und Unterstützer sind aufgefordert, die Aktionspostkarten zu signieren und zeitnah an den Landesmusikrat Berlin, Lübecker Str. 23, 10559 Berlin zu senden oder dort vorbei zu bringen. Die Karten werden dann dem Berliner Senat überreicht.

Download der Postkarte hier (bitte dem Link folgen)
Die Postkartenabholstationen (bitte dem Link folgen)
Was können Sie tun, um an der Aktion teilzunehmen (Download Handlungsempfehlungen)?
Aktionsliederbuch der Gewerkschaft ver.di zur kreativen Verwendung (Download)


Das Projekt „Musikarbeitsmarkt transnational“ und seine Kooperationspartner

Der Landesmusikrat Berlin bietet im Rahmen des Senatsprogramms „Weltoffenes Berlin“ eine mehrsprachige persönliche Beratung für Musikerinnen und Musiker an, die aus politischen Gründen Ihre Heimat verlassen mussten. Dazu gehören die Unterstützung in den Bereichen Existenzgründung, Anerkennung von Abschlüssen, Künstlersozialkasse und Fördermittelbeantragung. Das Angebot umfasst außerdem Übersetzungen, Seminare und Veranstaltungen sowie die Interaktive Landkarte der Berliner Musiklandschaft in vier Sprachen.

Kooperationspartner für dieses Projekt des Landesmusikrats sind die Berlin Music Commission, der Kulturförderpunkt Berlin, Berlin Mondiale, ver.di und die Berliner Philharmoniker.

Auch in diesem Jahr begrüßen und unterstützen wir das komplementäre Fellowship-Programm „Weltoffenes Berlin“, das geflüchtete Kulturschaffende und Berliner Firmen, Vereine und Institutionen fördert, die ein gemeinsames Projekt realisieren möchten. Die Fellowships werden maximal ein Jahr mit 2500 Euro pro Monat unterstützt. Voraussetzung für die Berliner Unternehmen, Vereine und Institutionen ist die professionelle Ausrichtung im Bereich Kunst, Medien und Kultur und für die Künstlerinnen oder Künstler ein abgeschlossenen Studium oder die Tätigkeit als Kulturschaffende.

Informationen zur Ausschreibung zu dem Fellowship Programm für das Jahr 2020 werden voraussichtlich im Juli auf berlin.de bekanntgegeben.

Mehr Informationen zum Projekt des Landesmusikrats finden Sie hier.

Oder schreiben Sie eine E-Mail an Yusuf Sahilli:


Neue Mitarbeiter im Landesmusikrat

Zwei Projekte des Landesmusikrats Berlin werden seit Kurzem von neuen Projektleitungen betreut.

Die Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter wird nun von Matthias Rech organisiert. Der gebürtige Ravensburger studierte in Ulm und Berlin arbeitete zuletzt für das Schulnetzwerk MINT-EC, das naturwissenschaftlich orientierte Schulen vernetzt. Das Herz des Schlagzeugers schlägt für die Arbeit im Schulkontext – was ihn zur Idealbesetzung für das Projekt macht.

Das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational hat Yusuf Sahilli übernommen. Der leidenschaftliche Gitarrist und Sänger aus Berlin betreut seit April 2019 Musikerinnen und Musiker, die ihre Heimat aus politischen Gründen verlassen mussten und nun im Berliner Musikarbeitsmarkt Fuß fassen wollen. Er studierte Business Administration in Berlin und bietet eine mehrsprachige Beratung auf Deutsch, Englisch,Türkisch und Arabisch an.


Berliner Orchestertreff 2019: Zwei Tage klingende Wuhlheide

Mit einem furiosen Abschlusskonzert ist am Sonntagabend derBerliner Orchestertreff 2019 in der Landesmusikakademie Berlin zu Ende gegangen. Das Festival der Amateurmusik findet einmal in vier Jahren statt und war mit 50 angemeldeten Ensembles und 1400 Teil­nehmerinnen und Teilnehmern das bisher größte in Berlin.

Im Rahmen des Orchestertreffs wurde auch die Nominierung für den Deutschen Orchesterwettbewerb durchgeführt, der vom 16. bis 24. Mai 2020 in Bonn stattfinden wird. Folgende  Ensembles wurden mit 1. Preisen ausgezeichnet und  werden Berlin vertreten:

Kategorie A1 (Sinfonieorchester): Sinfonieorchester des Collegium Musicum Berlin (Leitung: Donka Miteva)
Kategorie A3 (Kammerorchester): Junge Kammerphilharmonie Berlin (Leitung: Aurélien Bello)
Kategorie C1 (Zupforchester): Köpenicker Zupforchester (Leitung: Lars Straehler-Pohl)
Kategorie E (Bigband): United Big Band (Leitung: Martin Krümmling)
Kategorie G1 (offene Besetzungen): Berliner Blockflötenorchester (Leitung: Simon Borutzki)

Einen 2. Preis erspielte in der Kategorie G1 (offene Besetzungen) das Saxophonensemble Saxonoras unter der Leitung von Claudia Tesorino.

Weitere Ensembles erhielten Sonderpreise:
Der Sonderpreis der Deutschen Orchesterstiftung (2000 €) ging an das Jugendorchester Charlottenburg (Leitung: Lars Burger), der Sonderpreis des Bezirks Treptow-Köpenick (500 €) an das Glockenspiel-Orchester (Lei­tung: Sabine Paßow) und der Sonderpreis des Rundfunk-Sinfonie-Orchesters Berlin (Konzertbesuch und Musikergespräch für ein Orchester) an das Jugendstreichorchester Béla Bartók (Leitung: Stephanie Thunert).

Ein Höhepunkt des Berliner Orchestertreffs 2019 war am Sonnabendnachmittag die offene Probe der Berliner Ama­teur­musikerinnen und -musiker mit RSB-Chefdirigent Vladimir Jurowski. Eineinhalb Stunden lang probte er mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern drei Sätze aus Dmitri Schostakowitschs Suite für Varieté-Orchester, darunter der beliebte „Walzer Nr. 2“. Kultursenator Dr. Klaus Lederer begrüßte die Amateurmusikerinnen und -musiker persönlich und ließ es sich nicht nehmen, die gesamte Probe zu verfolgen.

Erstmals bot der Berliner Orchestertreff auch ein breites und unentgeltliches Kursprogramm von Körperarbeit über Instrumentenpflege und Probentechnik bis hin zu Rechtsfragen rund um die Orchesterarbeit. Zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher nahmen dieses Angebot wahr. Gastgeber im FEZ war die Landesmusikakademie Berlin. Ein großes, gut organisiertes Team von Helferinnen und Helfern war über das gesamte FEZ verteilt und sorgte für den reibungslosen Ablauf des Treffens. Wir danken der Senatsverwaltung für Kultur und Europa für die Unterstützung, der Landesmusikakademie Berlin, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, den Jeunesses Musicales Berlin und dem Landesverband Berlin-Brandenburgischer Liebhaberorchester für die Kooperation und Partnerschaft, dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und dem Tagesspiegel für die Medienpartnerschaft und der Deutschen Orchesterstiftung und dem Bezirk Treptow-Köpenick für das Stiften der Sonderpreise. Ohne sie alle wäre dieses Festival der Amateurmusik so nicht möglich gewesen.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, Hella Dunger-Löper, sagt: „Die Berliner Amateurmusikszene ist bunt und vielfältig. In der wachsenden und sich verdichtenden Stadt stehen viele Ensembles jedoch vor neuen Herausforderun­gen. Besonders Raum für Musik muss zukünftig systematischer als bisher gesichert werden. Den Rahmen hierfür könnte analog zum Sportfördergesetz ein Musikfördergesetz schaffen, wie wir es in unserem neuen Masterplan Amateurmusik entworfen haben.“

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Erfolgreicher Start: Der erste Jour fixe „Musik und Stadt“

Der erste Jour fixe „Musik und Stadt“ am Montag, dem 20. Mai 2019, widmete sich dem Thema „Alte Musik in Berlin“. Auf dem Podium in der ALEX-Halle waren Expertinnen und Experten versammelt: Prof. Christoph Huntgeburth, Flötist und Professor an der UdK Berlin, Wolfgang Katschner, Leiter der Lautten Compagney, Kirchenmusikdirektor Prof. Dr. Gunter Kennel, Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin a.D. und Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, Dorothee Oberlinger, Flötistin und Leiterin der „Musikfestspiele Potsdam Sanssouci“ und Johannes Weiss für die Vereinigung Alte Musik Berlin, die Berufsvertretung für freischaffende Künstlerinnen und Künstler der Alten Musik. Zusätzlich sprach Matthias Haase von der Leo-Kestenberg-Musikschule zur Lage der Alten Musik an den Berliner Musikschulen. Kundig und knapp moderierte Bernhard Schrammek die Runde. Ein Ensemble aus Johannes Weiss, Dávid Szigetvári, Heidi Gröger, Patrick Sepec, Thor-Harald Johnsen, Luise Enzian und Torsten Übelhör steuerte Musik von Claudio Monteverdi bei.

Das Fazit nach knappen neunzig Minuten lebhafter Debatte und vielen interessanten, wohltuend präzisen Beiträgen der Fachleute und des Publikums: Die Wünsche nach echten, zweckmäßigen Förderinstrumenten für Alte Musik, der solidarischen Vernetzung der Musiker untereinander und einer effektiveren Außenwirkung bündelten sich in der Vision eines Berliner Zentrums für Alte Musik, das Musiker, Ensembles und Publikum zusammenbringt und Bezug nimmt auf die weltweit einmaligen Sammlungen der Stadt Berlin.

Beim anschließenden Empfang klang der Abend unter lebhaften Gesprächen aus.

Der Landesmusikrat dankt allen Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmern, der Musikerinnen und Musikern, dem grandiosen Team von ALEX Berlin und nicht zuletzt dem Publikum für das Gelingen dieser Premiere!

Hier können Sie die Aufzeichnung des Jour fixe nachhören.


Der Landesmusikrat Berlin auf dem Musikschulkongress 2019

Beim Musikschulkongress sprach Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin a. D. und Präsidentin des Landesmusikrats, am 19. Mai auf einer Podiumsdiskussion über die „Berliner Musikschulentwicklung – eine Zwischenbilanz“. Mit ihr auf dem Podium saßen Chris Berghäuser (Leiter der Musikschule Béla Bartók, Berlin), Annette Indetzki (Leiterin des Amtes für Weiterbildung und Kultur Treptow-Köpenick) und Prof. Guido Müller (Direktor der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg); der ebenfalls angekündigte Berliner Staatssekretär Dr. Torsten Wöhlert hatte absagen müssen und wurde von Gert Dietrich (Referent für Musikschulangelegenheiten in der Senatsverwaltung für Kultur und Europa) vertreten. Die Moderation hatte Matthias Pannes. Hella Dunger-Löperbrachte die Haltung des Landesmusikrats Berlin in Erinnerung, dass in den derzeitigen Planungen für den Schulausbau unbedingt Räume für Musikunterricht und Musikpraxis zu berücksichtigen seien, wozu Fachvertreter beratend hinzugezogen werden müssten. Auch die Konferenz der Bezirksbeauftragten Musik (KBB) hatte noch im Februar dieses Jahres nachdrücklich hierauf hingewiesen.

Außerdem war der Landesmusikrat Berlin mit einem Informationsstand im Ausstellungsbereich des Berlin Concgress Center vertreten. Dort konnte er unter anderem viele Kongressbesucherinnen und -besucher vom Anliegen der Postkartenaktion „Musikschulen – 80 % Festanstellungen“ überzeugen und Unterschriften sammeln.


Jugend musiziert Berlin: Landeswettbewerb 2019 abgeschlossen

Am 10. und 11. Mai begeisterten 13 Bands beim gemeinsamen Landeswettbewerb Band (Rock und Pop) Berlin-Brandenburg das Publikum im gut besuchten Maschinenhaus der Kulturbrauerei. Drei Bands erhielten einen 2. Preis, zehn wurden mit 1. Preisen belohnt, davon fünf mit Höchstpunktzahl! Am darauffolgenden Sonntag, dem 12. Mai, beeindruckten erstklassige musikalische Beiträger das Publikum in der ausverkauften Mendelssohn-Remise beim diesjährigen Landespreisträgerkonzert der „klassischen“ Kategorien des Wettbewerbs.

Insgesamt haben dieses Jahr 330 Kinder und Jugendliche an 190 Wertungsspielen beim Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin teilgenommen. 201 von ihnen erhielten einen 1. Preis, davon 111 mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb in Halle. Damit konnten in den Bundeskategorien dieses Jahr 47 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Halle weitergeleitet werden – eine Zahl, die die hohe Qualität der Berliner Teilnehmer und Teilnehmerinnen widerspiegelt.

Neben den diesjährigen Bundeskategorien waren dieses Jahr auch wieder die Berliner Kategorien Band (Rock und Pop), Interkulturelle Perkussion sowie Komposition ausgeschrieben. Diese Kategorien enden mit der Teilnahme am Landeswettbewerb, 92 Kinder und Jugendliche nahmen daran teil.

Im laufenden Jahr werden immer wieder Preisträger und Preisträgerinnen von Jugend musiziert zu erleben sein. Zuletzt spielten vier Bands auf der Summer Stage der Jugendmesse You. Nach den Sommerferien, am 16. August, bringen Preisträgerinnen und Preisträger Werke von Komponisten der Aufklärungszeit in der Mendelssohn-Remise zum Klingen.

Derzeit findet der Bundeswettbewerb in Halle statt – wir drücken den Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Daumen und freuen uns schon darauf, Ihnen am 24. August die diesjährigen Bundespreisträgerinnen und -preisträger im Roten Rathaus zu präsentieren. Seien Sie dabei, wenn die besten Nachwuchsmusikerinnen und -musiker Berlins ihre Wettbewerbsstücke zu Gehör bringen!


Bund Deutscher Zupfmusiker: Joël Betton mit der BDZ-Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet

Im Rahmen eines Nachmittagskonzerts am 5. Mai 2019 in der Lindenkirche in Berlin-Wilmersdorf wurde Prof. Joël Betton von Rüdiger Grambow, Ehrenpräsident des Bundes Deutscher Zupfmusiker (BDZ), in Anerkennung und Würdigung seines langjährigen und erfolgreichen Engagements auf Landes- und Bundesebene mit der Verleihung der BDZ-Verdienstmedaille in Silber geehrt. Grambow nahm die Auszeichnung im Auftrag des Bundesvorstandes vor, der den generationenbedingten Rückzug Bettons aus allen Verbandsämtern auf Landes- und Bundesebene zum Anlass nahm, ihm zu danken und seinen Einsatz für die Aufgaben und Ziele des BDZ öffentlich zu würdigen.

Der Veranstaltungsrahmen eignete sich für diesen Anlass hervorragend: Neben dem Landeszupforchester Berlin, das Joël Betton von 1991 bis 2010 über fast 20 Jahre geleitet hatte und das jetzt unter dem Dirigat von Symeon Ioannidis arbeitet, musizierte auch das von ihm 2017 initiierte Landesjugendgitarrenorchester Berlin unter dem jungen, außerordentlich talentierten Dirigenten Simon Scriba. Zusätzlich trat als Gastorchester des Landesjugendgitarrenorchesters Berlin das Jugendgitarrenorchester EMMVA aus Barcelona unter Leitung von Jordi Paredes auf.        

Der Ehrenpräsident erwähnte in seiner Laudatio, dass das Landeszupforchester Berlin unter Leitung von Betton seit 1994 alle vier Jahre am „Eurofestival Zupfmusik“ des BDZ teilgenommen habe. 1999 habe es eine CD mit dem Titel „Hora Cero“ produziert, auf der u. a. auch das „Divertimento“ für Cello und Zupforchester von Kurt Schwaen eingespielt worden sei, das ihn beim Abhören noch heute immer wieder begeistere.

Es wurde daran erinnert, dass sich Joël Betton dem BDZ über viele Jahre als Landesmusikleiter zur Verfügung gestellt und auch einige Zeit auf Bundesebene die Funktion des Bundesmusikleiters wahrgenommen hat. Vor vier Jahren habe er sogar das Amt des BDZ-Präsidenten in Berlin übernommen und dieses bis Anfang April 2019 ausgeübt. Noch heute vertrete er den BDZ-Berlin im Landesmusikrat Berlin und im Landesausschuss „Jugend musiziert“.

Es sei ihm zu verdanken, so Grambow, dass Berlin das erste Bundesland war, in dem die Bağlama beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ zugelassen wurde. Als der Landesmusikrat Berlin die Bağlama zum Instrument des Jahres 2013 erklärte, sei es Betton gewesen, der den diesbezüglichen Fachausschuss des Landesmusikrates geleitet habe. Und es sei auch seine Idee gewesen, die ersten Konzerte für Bağlama und Zupforchester schreiben zu lassen und diese im Rahmen der Eurofestivals mit seinem Orchester aufzuführen.

Als Dozent bei Seminaren, Landes- und Bundeswettbewerben innerhalb und außerhalb des BDZ sei er ein gefragter Fachmann. Es mache Joël Betton offensichtlich Freude, sein Wissen weiterzugeben, und das auch außerhalb des universitären Rahmens, in dem er sich seit 1985 bewegt, zunächst als Lehrbeauftragter und ab 2008 als Professor für Gitarren an der UdK Berlin. Neben seiner solistischen und kammermusikalischen Tätigkeit liege ihm die Aufführung zeitgenössischer Musik sehr am Herzen. Besondere Aufmerksamkeit widme er der musikalischen Bildung aller Altersklassen im Profi- und Amateurbereich. Er sei einer der Wenigen, die zwischen diesen Bereichen eine Brücke schlagen könnten und auf beiden Seiten hohe Anerkennung genießen würden.   

Im Fokus des Auszuzeichnenden steht natürlich die Welt der Gitarre. Seiner Initiative sei es zu verdanken, dass es seit 2017 in Berlin auch ein Landesjugendgitarrenorchester gibt.

Der Ehrenpräsident ging er noch auf einige Aspekte ein, die seiner Ansicht nach Joël Betton besonders auszeichnen würden: seine von Herzen kommende Freundlichkeit, sein nicht versiegender Ideenreichtum, seine große Hilfsbereitschaft, seine Kompromissfähigkeit, ohne die ein Verband nicht erfolgreich funktionieren könne, und schließlich seine stets positive Grundstimmung und seinen ansteckenden Optimismus. Dies alles seien Eigenschaften, die einem Verband gut tun und von denen dieser profitiert.

Rüdiger Grambow resümierte, dass der BDZ Joel Betton viel zu verdanken habe und er ihm in dankbarer Anerkennung seines Wirkens die Verdienstmedaille in Silber verleihe, die er ihm dann mit Urkunde im Auftrag des Bundesvorstandes überreichte. 


Bund Deutscher Zupfmusiker: Landesjugendgitarrenorchester am Start

Jugendliche Gitarristinnen und Gitarristen sind eingeladen, anspruchsvolle Werke für Gitarrenorchester in Stimm- und Orchesterproben zu erarbeiten und aufzuführen.

Das Landesjugendgitarrenorchester Berlin (ljgo berlin) wurde im März 2017, unter der Leitung von Symeon Ioannidis, gegründet. Das noch junge Orchester besteht zur Zeit aus Studierenden und Preisträgerinnen und Preisträgern der Wettbewerbe Jugend-musiziert und versteht sich als Fördermaßnahme für Nachwuchstalente.

Dabei steht der Spaß an spieltechnischen Herausforderungen und deren Umsetzung im Vordergrund. Das Zusammenspiel im Orchester ist für viele Gitarristinnen und Gitarristen eine neue Erfahrung. Im Fokus des jungen Projektes steht allem voran die fortwährende Integration der jugendlichen Musikerinnen und Musiker in eine musikalische Gemeinschaft über das Orchester hinaus. Dozentinnen und Dozenten geben musikalisches Wissen weiter und fördern den spieltechnischen Fortschritt der Orchestermitglieder.

Jetziger Dirigent und musikalischer Leiter ist Simon Scriba.

Angestrebt wird eine vierfache Besetzung der einzelnen Spielstimmen. Wir freuen uns über jede Neuanmeldung!

Ansprechpartner: Eric Schumann ()
Info: www.bdz-berlin.de


Chorverband Berlin: Karneval der Kulturen – Singen macht glücklich!

Auf unserem bunt geschmückten Chorverbandswagen sangen und musizierten unsere Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker voller Leidenschaft bei strahlendem Sonnenschein am Pfingstsonntag. Über vier Stunden begeisterten wir die 600 000 Gäste am Straßenrand und luden ein zum Mitsingen. Unsere spontan entstandene Hymne „Chorverband Berlin – AHA“ ist hitverdächtig und animierte sofort zum Mitsingen. Mehrere hundert Menschen liefen auf der Straße hinter unserem Wagen her und wurden vom Feeling des Singens ergriffen.

Unsere Sängerinnen und Sänger – manche schon über 70 Jahre jung – waren nach dem Umzug völlig geschafft. Doch das Erste, was zu hören war:: „Das machen wir nächstes Jahr wieder. Was für ein unvergessliches Erlebnis!“

Danke allen Sängerinnen und Sängern, Musikerinnen und Musikern, Helferinnen und Helfern und dem Team der Geschäftsstelle vom Chorverband Berlin e. V. Nach der Show ist vor der Show!

Der Chorverband Berlin e. V. im Internet


Deutsche Orchestervereinigung: DOV unterstützt neuen Bundesjugendchor

Unter dem Dach des Deutschen Musikrats ist im kommenden Jahr die Gründung eines Bundesjugendchors geplant. Damit entsteht ein nationales Ensemble, das hochbegabte junge Sängerinnen und Sänger fördert, die Chortradition pflegt und nach außen trägt. Die DOV wird den Bundesjugendchor – wie bereits das Bundesjugendorchester und das Dirigentenforum – finanziell unterstützen. Das beschloss der Gesamtvorstand bei seiner Sitzung am 30. April. Die Grundfinanzierung wird das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend übernehmen.

Bei der Feier zum 50. Geburtstag des Bundesjugendorchesters in Leipzig am 2. Mai 2019 hatte Bundesministerin Dr. Franziska Giffey die Gründung des Bundesjugendchors in Trägerschaft des Deutschen Musikrats verkündet. Er wird erstmals im kommenden Jahr zusammentreten und jungen rund 50 Sängerinnen und Sängern zwischen 16 und 26 Jahren offenstehen. Wie das Bundesjugendorchester wird der Bundesjugendchor mehrmals im Jahr in einer Arbeitsphase ein Programm erarbeiten und in Konzerten präsentieren.

Zur Presseerklärung des Deutschen  Musikrats (PDF)


IAML: Aktuelle Vermittlungsangebote zur digitalen Musikkultur in Berliner Bibliotheken (VÖBB)

Aktuelle Vermittlungsangebote zur digitalen Musikkultur in den Bibliotheken des Verbundes Öffentlicher Bibliotheken Berlins (VÖBB)

Seit 2017 bieten die Zentral- und Landesbibliothek Berlin und einige bezirkliche Musikbibliotheken verschiedene Formate rund um elektronische Klänge an. Mittlerweile finden sich regelmäßige, gebührenfreie Angebote dazu in folgenden Bibliotheken:

Charlottenburg-Wilmersdorf: Der mobile Musik-Makerspace in der Heinrich-Schulz-Bibliothek
Der Musik-Makerspace bietet die Möglichkeit  zum Komponieren elektronischer Musik auf einem iMac mit Musikcontroller, Keyboard, Mikrofon und Kopfhörern. Verschiedene Musikprogramme stehen zur Anwendung bereit: Ableton Live, GarageBand, Maschine und das Musik-Coding Programm Sonic Pi. Die Kreationen von Symphonie bis Klingelton können auf einem mitgebrachten Stick gespeichert werden, um zuhause daran weiterzuarbeiten oder sie beim nächsten Mal wieder mitzubringen. Mit Beginn der Sommerferien 2019 starten  ab dem 24.6.  Workshops für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren jeweils Vormittags in der Zeit von 11-12:30 Uhr sowie  ab dem 29.6. jeden Samstag offene Schnupperkurse für Jung und Alt von 12-13.30 Uhr.
Wer also Beats bauen oder Rapmusik und/oder Songs produzieren möchte, ist herzlich willkommen. Weitere Kurse werden nach den Sommerferien folgen. Alle Kurse sind  geeignet für Jedermann.

Infos unter https://www.wir-bieten-vielfalt-einen-ort.de.
Anmeldungen für die Workshops unter

Neukölln – Workshops mit MusikApps für Schulklassen
Die Helene-Nathan-Bibliothek in Neukölln bietet für Schulklassen die kostenfreie Teilnahme an MusikApps-Workshops.  Das Workshop-Angebot mit dem Team von edusation verbindet die Förderung von Sprach- und Medienkompetenz mit musikpädagogischen Elementen. Im Vordergrund steht dabei die musisch-sprachliche Förderung von SchülerInnen mit Flüchtlings- und Migrationshintergrund.
Der Workshop ist geeignet für SchülerInnen der 4. bis 6. Klasse und findet in der Zeit vom 11. bis zum 14. Juni 2019 täglich zwischen 9 und 13 Uhr in der Helene-Nathan-Bibliothek (in den Neukölln Arcaden) statt.

Anmeldung unter

Zentral- und Landesbibliothek Berlin: Der Musikelektroniktreff „Resonanzraum“
Seit 24. April 2019 findet an der ZLB im Haus Amerika-Gedenkbibliothek jeden letzten Mittwoch im Monat der Musikelektroniktreff  „Resonanzraum“ statt.  Die Veranstaltung ist als Community-Projekt zur elektronischen Musikkultur angelegt. Sie bietet ein offenes Forum, in dem Anfänger*innen wie Profis zusammen kommen können, um sich zu unterschiedlichen Themen elektronischer Musikkultur auszutauschen, z.B. in Form von Kurzvorträgen, Präsentationen, Workshops, Diskussionsrunden, etc.. Aktuelle Themen sind beispielsweise die Grundlagen der digitalen Audioverarbeitung, Fragen des Copyright und freie Musiksoftware. Gerne können Fragen und Themenvorschläge eingebracht werden und es ist viel Equipment zum Ausprobieren vorhanden.

https://www.zlb.de/kalender-detail/kalender/resonanzraum-der-musikelektroniktreff-der-zlb-2.html

Zentral- und Landesbibliothek Berlin: Das Lärmlabor
Das Lärmlabor ist ein Workshopangebot der ZLB im Haus Amerika-Gedenkbibliothek für Kinder und Jugendliche im Alter von 9-14 Jahren. In insgesamt 4 Workshops widmet sich die Reihe elektronischer Musikkultur und digitalen Musikinstrumenten. Die Teilnehmer*innen können unter Einsatz von Musikapps und freier Musiksoftware kreativ musikalisch tätig werden und Beats basteln, Tracks remixen, samplen, usw.
Den Anfang macht ein Schnupperkurs am 25.6.19, bei dem es einen Überblick über alle Themen der folgenden Workshops geben wird. 

https://www.zlb.de/kalender-detail/kalender/mitmachen-laermlabor.html


IG Jazz: Eröffnung der Jazzwoche Berlin #1 am 24. Juni – Panel mit Live-Musik

Am 24. Juni startet die Jazzwoche Berlin #1 mit einem Abend um 18 Uhr im „Sowieso“, Weisestr. 27, 12049 Berlin-Neukölln. Ein Panel wird sich ganz grundlegend mit der Frage befassen: „Was ist ‚Jazz‘ 2019? / Versuch einer Selbstdefinition / Wer hat die Deutungshoheit?“ Für Live Musik wird Stefan Schultze am Klavier sorgen.

Die Jazzwoche Berlin #1 ist ein neues Festival, das ganz klassisch hochkarätigen Jazz in in kleinen oder größeren Clubs, in Bars und Kleinstspielstätten bietet. Im Rahmen der Jazzwoche Berlin #1 wird im Haus des Rundfunks am 27. Juni zum dritten Mal der Berliner Jazzpreis verliehen, vergeben vom Berliner Senat und rbb. Diesjähriger Preisträger ist der Trompeter Axel Dörner, weltweit geschätzter Jazz- und Impromusiker, der seit vielen Jahren die Szene in der Hauptstadt prägt.

Über die Jazzwoche Berlin #1
Programmüberblick, Künstler, Spielstätten
Podiumsdiskussionen im Rahmen der Jazzwoche Berlin #1


Jeunesses Musicales: Jugendsinfonieorchester spielen Filmmusiken im Erholungspark Marzahn

Ein großes gemeinsames Jugendsinfonieorchester der Freien Jugendorchesterschule Berlin und der Hans-Werner-Henze-Musikschule Marzahn-Hellersdorf wird aus Anlass des 40. Geburtstages des Stadtbezirkes Marzahn-Hellersdorf unter der Leitung des Dirigenten beider Orchester, Jobst Liebrecht, beliebte Filmmusiken auf der großen Arenabühne im Erholungspark Marzahn spielen. Mit diesem Konzert verabschieden sich gleichzeitig die beiden Orchester nach einem mit vielen Proben und Konzerten angefüllten Schuljahr schwungvoll in ihre wohlverdienten Sommerferien. Der Eintritt in den Park und die Gebühr für die Nutzung der Seilbahn sind an diesem Tag extrem reduziert, so dass die Gelegenheit auch von großen Gruppen genutzt werden kann.

Wir feiern Marzahn-Hellerdorf – 40-jähriges Bezirksjubiläum


Landesmusikakademie: Saxophon-Meisterkurse Jazz & Klassik

Als künstlerischer Leiter des Jazzinstituts Berlin und weltweit konzertierender Musiker genießt Prof. Peter Weniger ein hohes internationales Renommee. In seinem Kurs stehen groovige, rhythmisch abwechslungsreiche Improvisationen über komplexe harmonische Abläufe im Fokus. Dabei geht es um Improvisation im Bandkontext und um Übungskonzepte, wie die Ausdrucksvielfalt gesteigert werden kann. Peter Weniger erteilt Einzelunterricht vor der Gruppe. Die Meisterklasse findet vom 25. bis 27. Juli 2019 in der Landesmusikakademie Berlin jeweils von 10 bis 17 Uhr statt und kostet 290.– Euro. Anmelden können Sie sich bis zum 10. Juli hier.

Detlef Bensmann hat als Saxophon-Solist mit vielen Orchestern gespielt, ist selbst Komponist und auf Neue Musik spezialisiert. Im Laufe der Meisterklasse gibt er jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer zwei Mal Einzelunterricht à 30 Minuten. Der Kurs beinhaltet täglich Körperübungen, Übungen zur Atemtechnik, Einspielübungen in der Gruppe sowie Konzerte des Dozententeams wie auch der Teilnehmenden. Detlef Bensmann führt in neue Spieltechniken für Kammermusik und Neue Musik ein. Der Kurs findet vom 24. bis 28. Juli in der Landesmusikakademie Berlin in der Zeit von 10 bis 17 Uhr statt. Die Gebühr beträgt 390.– Euro. Interessierte Musikerinnen und Musiker können sich bis zum 9. Juli hier anmelden.

www.landesmusikakademie-berlin.de


Landesmusikakademie: Auf dem Weg zum Profi. Die neue Praxis im Musikbusiness

In diesem Kurs geben Michael von Rothkirch und Oliver W. Heinz kostbare praktische Tipps von der Bandgründung bis zum Chart-Erfolg. Sie vermitteln Urheberrechts-Basics ebenso wie ihre Erfahrungen, Verträge zu verhandeln. Aus ihrem 464-seitigen Standardwerk Die neue Praxis im Musikbusiness, das sie zusammen mit Robert Lyng verfasst haben und das in der 13. Auflage erschienen ist, werden in aller Kürze die Essentials vermittelt: Von der Herstellung des ersten Demobands bis hin zur fertigen CD zeigen sie Strukturen sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken auf. Sie erklären Begriffe wie Urheberrechtsgesetz, Bandübernahmevertrag, Verlags-Tantiemen und Konventionalstrafe. In ihrem Werk streifen sie auch Randgebiete der Künstler-Existenz wie Versteuerung, Krankenversicherung oder rechtliche Grundlagen zur Gründung eines eigenen Verlags. Alles in allem findet man in diesem Kurs wertvolle Inputs für eine Karriere als „Kreative*r“ und „Professional“ im härtesten Geschäft der Welt.

Sie können sich bis zum 9. August hier anmelden. Der Kurs kostet 99.– Euro und findet am 14. 8. 2019 in der Landesmusikakademie Berlin von 10 bis 17 Uhr statt.

www.landesmusikakademie-berlin.de


Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach: Konzert „Midsommar“, 20. Juni, 19.30 Uhr im Kammermusiksaal der Philharmonie

Als Einstimmung auf die Mittsommerfestlichkeiten im Norden Europas präsentiert das Sinfonieorchester des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach ein Programm mit hochkarätigen Werken skandinavischer Komponisten. Der Titel und die Konzeption des Abends entstanden als gemeinschaftliche Idee der Musikerinnen und Musiker, eine einheitliche Programmatik mit dem festlichen Schuljahresabschluss in einem renommierten Konzertsaal zu verbinden.

Programm
Jean Sibelius: Finlandia op. 26; Violinkonzert d-Moll op. 47
Edward Grieg: Orchesterlieder EG 177 (Auswahl); Sinfonie c-Moll op. 19

Sinfonieorchester des Musikgymnasiums C. Ph. E. Bach
Leitung: Samuel Lee

Die Solistinnen
Ariana Puhar (Violine) ist Schülerin von Frau Prof. Nora Chastain an der Universität der Künste Berlin und gewann bereits zahlreiche erste Preise und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben in Italien, Kroatien, Slowenien, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz.
Solomia Lukyanets (Sopran) erhält Unterricht bei Anna Samuil an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin und gewann 2016 den Grand Prix beim Triomphe de L’arte Wettbewerb in Brüssel und erreichte 2017 beim Guilio Perotti Wettbewerb den 1. Preis sowie den Publikums- und Nachwuchstalentpreis.

Eintritt: € 10 + 2. Karte gratis
an der Abendkasse oder Vorbestellung über 


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Ein besonderes Konzert

Der Verein zur Förderung der Zupfmusik präsentiert das DUO CONSENSUS:

Through North and South America
Ausdrucksstarke Werke amerikanischer Komponisten für Mandoline und Gitarre: Eduardo Angulo, George Gershwin, Stephen Funk Pearson u. a.

Samstag, 31. August 2019, 19 Uhr
Schwartzsche Villa, 12165 Berlin

Die Künstler
Christian Laier, Mandoline,
studierte Mandoline in Kassel und Hamburg und Gitarre in Kassel. Konzerte führten ihn durch Europa, in die USA, nach Japan und Brasilien. Er trat als Solist u.a. mit der Jenaer Philharmonie, dem Leipziger Symphonieorchester, dem Minsker Zupforchester und dem Landeszupforchester Berlin auf und ist sechsfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Er unterrichtet in Erfurt, ist Dozent bei Seminaren und war 2007–2016 Dirigent des Landesjugendzupforchesters Brandenburg-Berlin.

Karoline Laier (geb. Kumst), Gitarre, studierte an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und legte 2013 das Konzertexamen an der Universität der Künste in Berlin ab. Ihre Tätigkeit umfasst Aufführungen mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt und den Thüringer Symphonikern Rudolstadt/Saalfeld, Konzertreisen durch Europa, in die USA, nach Japan und Brasilien, und Rundfunkaufnahmen. Elf Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben belegen ihre Qualität.

Eintritt:  15,- € / ermäßigt 10,- €

Infos und Kartenvorverkauf bis 29. 8.
unter +49 (0)30 474 50 22
Mail: 
| www.vzfz.eu

LMR-Info 34. Ausgabe vom 12. Juni 2019

Inhalt

lmr-news

Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter: Erweitertes Projekt 2019/20
Postkartenaktion für die Musikschulen – unser Ziel: 20 000 Postkarten
Das Projekt „Musikarbeitsmarkt transnational“ und seine Kooperationspartner
Neue Mitarbeiter im Landesmusikrat

Termine

Jugend musiziert
Berliner JugendJazzOrchester
Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter
Landesjugendorchester Berlin
Instrument des Jahres
Landesmusikrat Berlin

Berichte

Berliner Orchestertreff 2019: Zwei Tage klingende Wuhlheide
Erfolgreicher Start: Der erste Jour fixe „Musik und Stadt“
Der Landesmusikrat auf dem Musikschulkongress 2019
Jugend musiziert Berlin: Landeswettbewerb 2019 abgeschlossen

Mitglieder-News

Bund Deutscher Zupfmusiker: Joël Betton ausgezeichnet
Bund Deutscher Zupfmusiker: Landesjugendgitarrenorchester am Start
Chorverband Berlin: Karneval der Kulturen – Singen macht glücklich!
Deutsche Orchestervereinigung: DOV unterstützt Bundesjugendchor
IAML: Aktueller Vermittlungsangebote zur digitalen Musikkultur in Berliner Bibliotheken (VÖBB)
IG Jazz: Eröffnung der Jazzwoche Berlin #1 am 24. Juni – Panel mit Live-Musik
Jeunesses Musicales: Jugendsinfonieorchester spielen Filmmusiken im Erholungspark Marzahn
Landesmusikakademie: Saxophon-Meisterkurse Jazz & Klassik
Landesmusikakademie: Auf dem Weg zum Profi – Die neue Praxis im Musikbusiness
Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach: Orchesterkonzert Midsommar am 20. Juni um 19.30 Uhr im Kammermusiksaal der Philharmonie
Verein zur Förderung der Zupfmusik: Ein besonderes Konzert

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Musikschulen: Postkartenaktion reloaded

Der Berliner Landesmusikrat ruft zu einer neuen Postkartenaktion für die öffentlichen Berliner Musikschulen auf: Unterstützerinnen und Unterstützer sind aufgefordert, die Aktionspostkarten zu signieren und zeitnah an den Landesmusikrat Berlin, Lübecker Str. 23, 10559 Berlin zu senden oder dort vorbei zu bringen. Die Karten werden dann dem Berliner Senat überreicht.

Download der Postkarte hier (bitte dem Link folgen)
Die Postkartenabholstationen (bitte dem Link folgen)
Was können Sie tun, um an der Aktion teilzunehmen (Download Handlungsempfehlungen)?
Aktionsliederbuch der Gewerkschaft ver.di zur kreativen Verwendung (Download)

Nächster Aktions-Termin:
17.-19. Mai: Musikschulkongress, Berliner Congress Center, Alexanderstr. 11, 10178 Berlin

Wie lauten die Forderungen?

  • Sofortige Honorarerhöhung und bessere soziale Absicherung für die freien Honorarkräfte an den Musikschulen,
  • Mindestens 9 volle Stellen pro Musikschule für musikpädagogisches Management,
  • Stufenplan mit dem Ziel 80 % Festanstellungen bis 2025 und
  • Mehr Räume für Musikunterricht und Musikschulen.

Die Präsidentin des Landesmusikrates Hella Dunger-Löper sagt: „Wir begrüßen den Beginn des Strukturwandels an den Berliner Musikschulen, der mit der Schaffung von mehr festen Stellen endlich begonnen wurde. Der im Koalitionsvertrag versprochene erste Schritt ist aber noch nicht komplett umgesetzt, das ist erst mit den Besetzungen der Funktionsstellen für musikpädagogisches Management – Fachbereichsleitungen u. a. – in den Musikschulen erreicht. Außerdem muss die Situation der Honorarkräfte an den Musikschulen dringend verbessert werden. Auch ein Plan für weitere Schritte bis 2025 liegt noch nicht vor. Das fordern wir hiermit ein.“

Hella Dunger Löper wird die Positionen des Berliner Landesmusikrates auch beim kommenden Musikschulkongress in Berlin (17.-19. Mai 2019) am Sonntag, den 19.  Mai 2019 / 11.00 – 12.30 Uhr  im Rahmen der Podiumsdiskussion zum Thema „Berliner Musikschulentwicklung – eine Zwischenbilanz“ vertreten.  Weitere Podiumsteilnehmerinnen und Podiumsteilnehmer sind: Chris Berghäuser (Leiter der Béla-Bartók-Musikschule), Annette Indetzki (Leiterin des Amtes für Weiterbildung und Kultur Treptow-Köpenick), Prof. Guido Müller (Direktor der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg) und Dr. Torsten Wöhlert (Staatssekretär für Kultur). Die Moderation hat Matthias Pannes, Bundesgeschäftsführer des Verbands deutscher Musikschulen (VdM).

Zum Gesamtprogramm des Kongresses gelangen Sie hier: www.musikschulen.de/projekte/musikschulkongress/musikschulkongress2019/index.html


Erster Jour fixe „Musik und Stadt“ am 20 Mai: Alte Musik in Berlin

Aktuelle Fragen stellen, Standpunkte klären, neue Wege aufzeigen: Das neue Diskussionsforum Jour fixe „Musik und Stadt“ des Landesmusikrats Berlin hebt das Musikleben in Berlin in die öffent­li­che Debatte. Es bringt Fachleute und Publikum, Musikerinnen und Musiker, Politikerinnen und Politiker zusammen. Live-Musik wird stets dabei sein.

Der erste Jour fixe „Musik und Stadt“ widmet sich der Alten Musik in Berlin. Warum ist die Alte Musik so wichtig für das Musikleben der Stadt Berlin? Wo kann man mehr über Alte Musik erfahren? Welche Ensembles prägen unsere Stadt? Unter welchen Bedingungen arbeiten sie? Diese und weitere Fragen werden von Expertinnen und Experten der Berliner Musikszene diskutiert.

Auf dem Podium der ALEX-Halle: Prof. Christoph Huntgeburth (UdK Berlin), Wolfgang Katschner (Lautten Compagney), KMD Dr. Gunter Kennel (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz), Hella Dunger-Löper, Staats­sekretärin a. D. (Landesmusikrat Berlin e.V.), Dorothee Oberlinger (Musikfestspiele Potsdam Sanssouci) und Johannes Weiss (Vereini­gung Alte Musik – Die Berufsvertretung für freischaffende Künstler der Alten Musik).

Für Live-Musik sorgen Johannes Weiss & Dávid Szigetvári (Tenor), Heidi Gröger (Lirone), Patrick Sepec (Basso da brazzo), Thor-Harald Johnsen (Theorbe & Barockgitarre), Luise Enzian (Tripelharfe) und Torsten Übelhör (Orgel).

Der Jour fixe wird im Live-Stream von ALEX Berlin zu sehen sein und anschließend in der ALEX-Mediathek zum Nach­hör­en zur Verfügung stehen.

Jour fixe „Musik und Stadt“: Alte Musik in Berlin
Podiumsdiskussion mit Live-Musik – Moderation: Bernhard Schrammek (rbb)
Montag, 20. Mai 2019, 19 Uhr
ALEX-Halle, Rudolfstraße 1–8 (Eingang: Ecke Ehrenbergstraße), 10245 Berlin-Friedrichshain

Eintritt frei!


Berliner Orchestertreff am 25./26. Mai: Der Endspurt hat begonnen / Noch bis zum 13. Mai 2019 können Sie einen Stand anmelden!

In zwei Wochen ist es soweit: Die Landesmusikakademie und das FEZ öffnen ihre Türen zum Berliner Orchestertreff 2019. Ensembles vom Sinfonieorchester bis zum Saxophon- und Glockenspielensemble kommen am 25. und 26. Mai dort zusammen und treten auf vier Bühnen auf. Sie hören einander zu, tauschen Erfahrungen aus und können auf Wunsch Beratung von Profis bekommen oder am Wettbewerb teilnehmen. Interessierte können sich zu zahlreichen kostenlosen Workshops anmelden, von Hinweisen zu Projektförderung und Probenleitung über Körperarbeit für Musiker bis hin zu Tipps zur Pflege der Instrumente. Herzlich eingeladen sind auch alle neugierigen Musikfreunde, die sich ein Bild von der lebendigen Berliner Amateurmusikszene machen möchten – oder einfach nur die Live-Musik in ihrer ganzen Vielfalt genießen.

Etwas ganz Besonderes ist die offene Probe mit Vladimir Jurowski, dem Künstlerischen Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, am Sonnabend, dem 25. Mai 2019, um 17.30 Uhr. Alle Musikerinnen und Musiker, die schon immer einmal mit einem Stardirigenten und Musikern eines Spitzenorchesters proben wollten, können sich diesen Traum hier erfüllen – mit der Suite für Varieté-Orchester („Jazz-Suite“) von Dmitri Schostakowitsch. Anmelden können Sie sich hier (jeweils mit Instrument), die Noten werden Ihnen dann umgehend per Post zugestellt.

Der Landesmusikrat Berlin verkürzt auch allen Ungeduldigen und Neugierigen die Wartezeit mit dem Orchestertreff-Countdown: Jeden Tag wird auf der Facebook-Seite des Landesmusikrats Berlin eines der Ensemble porträtiert, die am Orchestertreff teilnehmen.

Für Mitglieder des Landesmusikrates und Amateurorchester gibt es noch bis zum 13. Mai 2019 die Möglichkeit, einen kostenfreien Info-Stand für den Orchestertreff anzumelden und sich so im weiträumigen Foyer des FEZ vorzustellen. Anmeldungen richten Sie bitte an , Sie erhalten dann weitere Informationen. 


Jugend musiziert Berlin: Bandwettbewerb & Preistägerkonzerte

Der diesjährige Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin neigt sich dem Ende zu. Am 10. und 11. Mai werden mit der Kategorie Band (Rock Pop) in der Kulturbrauerei die letzten Wertungsspiele abgeschlossen, am 12. Mai findet das traditionelle Landespreisträgerkonzert in der Mendelssohn-Remise statt und am 1. Juni heißt es dann „Jumu rockt“ beim Landespreisträgerkonzert der Bandwertung von Jugend musiziert Berlin.

Mehr Information hier:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/landeswettbewerb/


Trauer um Gregor Bosch

Der Landesmusikrat Berlin trauert um Gregor Bosch, der seit 2015 den Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte in unserem Dachverband vertreten hat und am 8. April 2019 plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Gregor Bosch leitete seit 2008 das Musikfachgeschäft Cantus-Riedel, welches er nach der Insolvenz des traditionsreichen Hauses Riedel als Filiale des süddeutschen Unternehmens “Musikgroßsortiment Loib GmbH” MBS wiedergegründet hatte. Heute ist das Geschäft eine Filiale der Unternehmenstochter Bauer & Hieber.

Gregor Bosch hat mit seinem Engagement tausende Berlinerinnen und Berliner mit Noten und weiteren Musikalien versorgt.

Wir sind bestürzt und fassungslos und sprechen allen Hinterbliebenen, allen Angehörigen, allen Kolleginnen und Kollegen unser herzliches Beileid aus.


Strategietag „Bildung stärken – Mehr Musik im Ganztag“

„Bildung stärken – Mehr Musik im Ganztag“: Das war das Ziel des Strategietags, den der Landesmusikrat Berlin am 8. April 2019 in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in der Allegro-Grundschule durchführte. An acht Thementischen erarbeiteten insgesamt 53 Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Musikschule, Politik, Verwaltung und Fachverbänden Lösungsansätze für Fragen wie „Rahmenbedingungen für Kooperationen zwischen Schulen und Musikschulen“, „Räumliche Voraussetzungen für mehr Musik im Ganztag“ oder „Handlungsspielräume zwischen Schullehrkräften, Instrumentallehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern“.

Wir danken allen Beteiligten für ihre konstruktive Mitwirkung und die zielorientierten Diskussionen! Die Ergebnisse werden nun zusammengeführt und zeitnah übergeben.

Bilder: LMR
https://www.landesmusikrat-berlin.de/


Ernstgenommen: Konstruktive Gespräche zur Chorförderung

Im Vorfeld der der Kulturpolitischen Konferenz von ver.di am 2. März 2019 hatten Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Chorszene gefordert: „Nehmt. Uns. Ernst.“  Vorausgegangen waren Unstimmigkeiten mit der Kulturverwaltung, die die Chorförderung betreut.

Inzwischen haben sich Vertreterinnen und Vertreter des Runden Tisches Chormusik am 25. April 2019 zu einem Workshop mit Staatssekretär Dr. Torsten Wöhlert getroffen und die konstruktiven Gespräche wieder aufgenommen.


Aufbruch, Wien und Bigband: Berliner LMR-Ensembles begeisterten in ihren Konzerten

Frühling ist Konzertsaison! Den Anfang machte am 13. April das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin unter der Leitung von Jobst Liebrecht und Gerhard Scherer mit seinem Konzert im Werner-Otto-Saal des Konzerthauses und Werken von Tom Rojo Poller, Myriam Marbe, Charlotte Seither und Hans Werner Henze sowie der Uraufführung eines Auftragswerks von Nima Farahani.

Am Ostermontag, dem 22. April, folgte das Landesjugendorchester Berlin mit seinem Programm aus Werken Mozarts, Korngolds und Mahlers im vollbesetzten Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Ulrich Amling würdigte die Leistung der Jugendlichen sowie der Sänger Brynhildur Thorsdottir, Michael Kim und Oliver Boyd unter der Leitung von Evan Christ mit einer Kritik im Tagesspiegel.

Sein zweites Konzert spielte das Landesjugendorchester am 28. April bei der 24. Lions-Benefizgala unter dem Motto „Wien-Berlin – Die alte und die Neue Welt“. Auch hier eröffnete das Orchester unter Evan Christ mit Mozart, bog dann aber zur Strauß-Familie ab, die auch Korngolds Straussiana würdigte. Werke von Samuel Barber, Aaron Copland und Igor Strawinsky rundeten das Programm ab. Die Berliner Morgenpost besprach das Konzert ausführlich.

Am selben Abend war in der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain das Berliner JugendJazzOrchesterunter der Leitung des amerikanischen Saxophonisten und Bandleaders Dick Oatts zu hören – sowohl für das begeisterte Live-Publikum als auch im Fernsehprogramm von ALEX Berlin.


Kühler Frühling, brennende Anliegen: Aktionen für Berliner Musikschulen im April und Mai

Die Verhandlungen um den Berliner Doppelhaushalt 2020/21 stehen ins Haus – da machen sich auch der Landesmusikrat Berlin, die Gewerkschaft ver.di, die Landeslehrervertretung der Berliner Musikschulen und die Deutsche Orchestervereinigung mit Nachdruck bemerkbar. An nunmehr drei Freitagen, am 29. März, am 12. April und am 3. Mai, erteilten Berliner Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer im Rahmen einer ver.di-Aktion dem Finanzsenator jeweils eine 45-minütige Musikunterrichtsstunde vor seiner Behörde in der Klosterstraße. Bei den Kundgebungen zum 1. Mai war der Landesmusikrat im Rahmen der Postkartenaktion reloaded mit einem Stand vertreten.

musik.verdi.de/themen/nachrichten/++co++405db03e-5d30-11e9-80ad-001a4a160100


Vereinigung Alte Musik Berlin e. V.: Antwort auf schriftliche Anfrage im Abgeordnetenhaus

Am 28. März 2019 stellte Daniel Wesener, Abgeordneter der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, eine schriftliche Anfrage zur Alten Musik in Berlin. Sie betrifft vor allem die Fördermöglichkeiten, die der Alte-Musik-Szene in Berlin zur Verfügung stehen. Die Antwort schrieb Dr. Thorsten Wöhlert im Namen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Sie wurde am 17. April als Drucksache 18/18406 auf den Seiten des Abgeordnetenhauses veröffentlicht.

Auf die Teilfrage nach dem Umfang der Berliner Alte-Musik-Szene und ihrer Bewertung durch den Senat beschreibt die Antwort eine lebendige, wachsende, qualitativ hochstehende und beim Publikum geschätzte Musikszene. Institutionell gefördert wird im Doppelhaushalt 2018/19 allerdings allein die Akademie für Alte Musik Berlin mit 200 000 Euro. Förderbedarf besteht laut Antwort der Senatsverwaltung bei laufenden Ausgaben der Ensembles und Institutionen, der Durchführung von Konzerten, Kooperationen und Öffentlichkeitsarbeit und dem Überwinden der Stagnation bei den Honoraren. Die weiteren Fördermöglichkeiten sind stark beschränkt, zumal die Alte-Musik-Szene keinen Zugang zu Förderung im Rahmen des Teilansatzes Ernste Musik hat. Die Einzelprojektförderung ist zurzeit auf bereits institutionell geförderte Institutionen sowie auf Reihen oder Festivals beschränkt. Zur künftigen Förderung heißt es: „Unter der Voraussetzung entsprechender Ansatzerhöhungen sollten die bestehenden Förderprogramme im Bereich Musik für die Alte Musik geöffnet werden. Die Willensbildung auf Senatsebene ist im Hinblick auf den kommenden Doppelhaushalt noch nicht abgeschlossen.“

Die vollständige Antwort auf der Internetpräsenz des Abgeordnetenhauses:
http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-18406.pdf


IAML: Sensationsfund – Überraschungen aus dem Archiv – Musikleben in Deutschland

Humperdinck-Manuskript in der Universität der Künste wiederentdeckt
Einen Sensationsfund konnte die Bibliothek der Universität der Künste melden: In ihrem Bestand schlummerte das Autograph einer verschollen geglaubten Komposition von Engelbert Humperdinck. Die Kantate Die Fischerin für drei Solostimmen und Orchester (nach einem Text von Goethe) war getarnt als anonym eingereichte Wettbewerbskomposition und wurde erst kürzlich im Rahmen einer Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek eindeutig identifiziert. Mehr dazu hier:https://www.udk-berlin.de/service/universitaetsbibliothek/wir-ueber-uns/verschollen-geglaubtes-humperdinck-manuskript-wiederentdeckt/

„Archiv subversiv“ – ein Interview mit Dietmar Schenk, dem Leiter des Archivs der Universität der Künste im VAN-Magazin
„In der Erinnerung haben Sie eine schöne Geschichte, dann gucken Sie in die Akten, wie es wirklich war, und erleben die böse Überraschung“ – ist eine der Erfahrungen von Dietmar Schenk, wenn z.B. Biographien bekannter Absolvent*innen der Musikhochschule in der Öffentlichkeit anders dargestellt wurden, als es die Aktenlage dokumentiert. Der gesamte Artikel ist unter folgender URL nachzulesen: https://van.atavist.com/udk-archiv? fbclid=IwAR2AwCc3C7FWAg_ZSNhURs32wW1t35MIuaWj7pvNvXtae8EAdCICedbAu4w

Artikel „Musikinformation und Dokumentation“ in der soeben erschienenen Publikation „Musikleben in Deutschland“ vom Deutschen Musikinformationszentrum (http://www.miz.org/musikleben-in-deutschland.html)
In ihrem Artikel „Musikinformation und Dokumentation“ geben Martina Rebmann (Staatsbibliothek zu Berlin) und Reiner Nägele (Bayerische Staatsbibliothek) einen aktuellen Überblick über die Arbeit der Musikbibliotheken und Musikarchive in Deutschland. Eine Online-Version dieses Artikels wird in Kürze hier nachzulesen sein: http://www.miz.org/fachbeitraege.html#medienundrecherche


DMV: Raptus von Enjott Schneider beim Deutschen Orchesterwettbewerb / Ries & Erler mit Stand beim Berliner Orchesterwettbewerb vertreten

Als Kompositionsauftrag des Deutschen Musikrats für den Deutschen Orchesterwettbewerb entstand Enjott Schneiders Raptus – Die Freiheit des Beethoven für Orchester. Nicht zufällig sind die Bezüge des Pflichtstücks in der Kategorie „Sinfonieorchester“ zum berühmten Jubilar des Jahres 2020: Helene von Breuning, Mentorin des jungen Beethoven, nannte die berüchtigten Zornausbrüche des Tonsetzers „Raptus“, Beethoven übernahm die Bezeichnung für seine exzentrischen Gemütsschwankungen selbstironisch.

Schneider verwendet in Raptus eine klassische Beethoven-Orchesterbesetzung und verwebt Motivzitate des Meisters mit der lautmalerischen Nachzeichnung der Brüche in Beethovens Lebensphasen. Ries & Erler präsentiert beim Orchestertreff in der Landesmusikakademie die Partitur. Verlagsleiter Andreas Meurer und sein Team beantworten Fragen rund um Entstehung und Herausgabe der Komposition.

Am Stand des Verlags werden außerdem Werke aus der Reihe „Sinfonik des 19. Jahrhunderts“ zu sehen sein. Neben Partituren von Komponisten wie Franz Danzi, Ferdinand Ries, Louis Spohr und Carl Stamitz gibt es einige Raritäten bei Ries & Erler zu entdecken.

https://www.rieserler.de/2019/01/22/raptus-die-freiheit-des-beethovens-beim-10-deutschen-orchesterwettbewerb-2020/


IG Jazz Berlin präsentiert: Jazzwoche Berlin #1, 24. bis 30. Juni 2019

Berlin gilt – über das Jazzfest Berlin hinaus – spätestens seit den 1990er-Jahren als internationaler Hotspot für zeitgenössischen Jazz und Improvisationsmusik, als Labor und Sammelpunkt einer Gemeinschaft visionärer Musikschaffender. Ehemals angelockt von günstigen Lebens- und Arbeitsbedingungen, heute von einer großen und vielfältigen Szene, die sich immer weiterentwickelt.

Das Besondere an der Jazzwoche Berlin #1 ist: das Normale. Es gibt kein Festivalprogramm, nichts wird kuratiert – es passiert genau das, was immer passiert. Hochkarätiger Jazz verschiedenster Stilistiken  in kleinen oder größeren Clubs, in Bars und Kleinstspielstätten.

Inmitten der Jazzwoche Berlin #1 (27. 6.) wird zum dritten Mal der Berliner Jazzpreis verliehen, vergeben vom Berliner Senat und rbb. Diesjähriger Preisträger ist der Trompeter Axel Dörner, weltweit geschätzter Jazz- und Impromusiker, der seit vielen Jahren die Szene in der Hauptstadt prägt.

Die weiter wachsende Relevanz der freien Jazzszene zeigt sich auch in neuen Kommunikationsformaten. Das renommierte field-notes-Magazin und die dazugehörige Online-Plattform öffnen ab sofort ihr Programm um diese eigenständige aktuelle Kunstform: www.field-notes.berlin

Kontakt: Bettina Bohle, Geschäftsführung IG Jazz Berlin,

Die JAZZ WOCHE BERLIN wird veranstaltet von der IG Jazz Berlin – Interessengemeinschaft Jazz Berlin e.V. und gefördert durch das Land Berlin- Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
Projektpartner: field notes. Medienpartner: ASK HELMUT, Digital in Berlin, Der Freitag, Exberliner Magazine und kulturradio vom rbb.

LMR-Info 33. Ausgabe vom 10. Mai 2019

Inhalt

LMR-News

Termine

Berichte

Mitglieder-News

Seit Dezember 2018 gibt es im lmr-info die Rubrik Mitglieder-News für Neuigkeiten und Berichte aus dem Kreis der Mitglieder. Lassen Sie alle Leser des lmr-info wissen, was bei Ihnen los ist – schicken Sie uns Ihre Beiträge! Hier finden Sie Hinweise zu Länge und Format.

lmr-info Nr. 33 als PDF

Jours fixes „Musik und Stadt“ – ein neues Diskussionsformat des Landesmusikrats Berlin

Der Landesmusikrat Berlin gründet 2019 ein neues Diskussionsforum: Die Jours fixes „Musik und Stadt“. Zusammen mit ALEX-TV, dem crossmedialen Sender der Landesmedienanstalt Berlin, versammelt der Landesmusikrat regelmäßig Expertenrunden, die unter dem übergreifenden Motto „Musik und Stadt“ öffentlich zu aktuellen Musikthemen diskutieren. Thematisch passende Live-Musik bietet den anregenden Rahmen. Die Veranstaltung wird über ALEX-TV live ins Internet gestreamt und steht danach über die ALEX-Mediathek zum Nachhören zur Verfügung. Das neue Diskussionsformat geht auf Anregungen aus dem Kreis der Mitglieder des Landesmusikrats zurück.

Den Anfang macht am 20. Mai eine Diskussionsrunde zum Thema „Alte Musik“. Unter der Leitung des Musikwissenschaftlers und Moderators Bernhard Schrammek werden Persönlichkeiten aus der Alte-Musik-Szene und der musikalischen Bildungslandschaft in Berlin sowie Mitglieder des Landesmusikrats u. a. darüber sprechen, wie reich sich die Berliner Szene entwickelt, wie wenig sie aber im städtischen Musikleben präsent ist.

Als weitere Themen im Jahr 2019 sind geplant: Musik im Rundfunk, populäre Musik und „Sinfonie der Großstadt“ – Musik im großstädtischen Alltag.

Einzelheiten demnächst auf der Homepage des Landesmusikrats Berlin!


Runder Tisch Musikalische Bildung: Neue Masterpläne Musikalität sowie Nachwuchsförderung und Amateurmusik – Entwurf eines Musikfördergesetzes

Der Runde Tisch Musikalische Bildung veröffentlicht zum April 2019 die neuen Masterpläne zu Musikalität und Nachwuchsförderung sowie Amateurmusik.

Der Masterplan Musikalität und Nachwuchsförderung analysiert das Berliner Angebot für musikalische Bildung sowie Breiten- und Begabtenförderung. Er fordert u. a. die Einrichtung eines Informationsnetzes für Eltern und Heranwachsende, umfassende und vorausschauende Planung zur Musikalitätsförderung in Kitas, Schulen und Musikschulen und die gezielte Stärkung musikpädagogischer Studiengänge an den Berliner Hochschulen.

Der Masterplan Amateurmusik legt dar, wie die Berliner Amateurmusikszene das Stadtleben kulturell bereichert, wie hoch aber auch die Hürden sind, die das ehrenamtliche musikalische Engagement überwinden muss. Besonders der Zugang zu Proben- und Konzerträumen stellt Chöre, Orchester und andere Amateurensembles vor wachsende Schwierigkeiten. Der Masterplan zielt auf konkrete, grundsätzliche Regelung: Aus seinen Forderungen und Handlungsvorschlägen heraus formuliert er den Entwurf eines Musikfördergesetzes.

Beide Masterpläne liegen seit dem 2. April als weitere Teile des Masterplans Musikalische Bildung vor. Sie ergänzen damit dessen bereits 2015 erschienene Teile Musikalische Bildung in der Vorschulzeit, Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen und Musikschule. Die Masterpläne können hier heruntergeladen werden. Außerdem sind sie in der Geschäftsstelle des Landesmusikrats Berlin erhältlich und werden Interessentinnen und Interessenten auf Wunsch zugeschickt.

Rundfunkbeitrag im rbb-Kulturradio vom 3. April 2019
mit Hella Dunger-Löper, Präsidentin, und Ralf Sochaczewsky, Präsidiumsmitglied des Landesmusikrats Berlin

Mehr Information


Jugend musiziert: Landeswettbewerb voraus!

Es geht los: Am 4. April beginnt der Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin. Mehr als 300 Berliner Schüle­rinnen und Schüler haben sich in den Regional­wettbewerben dafür qualifiziert. In den Räumen der UdK Berlin, im Musikgym­nasium Carl Philipp Emanuel Bach und im Kultur­haus Karlshorst werden sie vor den Fachjurys spielen und im anschlie­ßenden Beratungsgesprächen individuelles Feedback erhalten.

Die Abschlussveranstaltung findet am Sonntag, dem 7. April, um 17 Uhr im Konzertsaal der Universität der Künste statt. Dort werden die Urkunden und zahlreiche Sonderpreise verliehen. Herausragende Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren außerdem Werke aus ihrem Wettbewerbsprogramm.

Kinder und Jugendliche, die sich im Landeswettbewerb einen 1. Preis erspielen, werden am 12. Mai 2019 um 17 Uhr ein Preisträgerkonzert in der Mendelssohn-Remise bestreiten.

Der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ findet dann vom 6. bis zum 13. Juni in Halle an der Saale statt. Berliner Bun­despreisträger werden am 24. August 2019 beim großen Konzert im Roten Rathaus zu hören sein. Der Eintritt für dieses besondere Konzert ist frei. Alle Berlinerinnen und Berliner sind herzlich eingeladen, „ihrem“ Nachwuchs zu­zu­hören. Bitte den Termin unbedingt vormerken.

Bundesweit ausgeschrieben sind in diesem Jahr die Kategorien Streichinstrumente, Akkordeon, Schlag­zeug und Gesang (Pop) in der Solowertung; in der Ensemblewertung sind es Klavier-Kammermusik, Blasinstrument mit Klavier, Vokal-Ensemble und Zupfensemble. In Berlin kommen außerdem Populäre Musik-Ensemble: Band (Rock und Pop), Komposition und Interkulturelle Perkussion hinzu.

Zeitpläne und weitere Informationen


Orchestertreff: Jetzt anmelden für Workshops und offene Probe mit Vladimir Jurowski!

Der Berliner Orchestertreff 2019 bietet allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erstmals die Möglichkeit, kostenlos an Workshops rund um das Musizieren im Ensemble teilzunehmen. Das Spektrum der insgesamt 16 Kurse reicht von Körperarbeit für gesundes Musizieren und Information zu Förderanträgen über Tipps zu Instrumentenpflege und Tonmitschnitten bis hin zur Ensembleimprovisation. Kursbeschreibungen, Kurstermine und Auskunft über freie Plätze finden Sie auf der Homepage des Landesmusikrats. Hier können Sie sich auch mit wenigen Klicks anmelden.

Ein Höhepunkt des Orchestertreffs wird die offene Probe unter der Leitung von Vladimir Jurowski sein, dem Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter des Rundfunksinfonieorchesters Berlin (rsb). Die Probe wird am Samstag, dem 25. Mai, um 17.30 Uhr stattfinden. Geprobt wird die „Jazz Suite“ (Suite für Varieté-Orchester) von Dmitri Schostakowitsch: Marsch, Kleine Polka, Walzer Nr. 2. Außer Vladimir Jurowski beteiligen sich die Stimmführer des rsb an der Probe.

Interessentinnen und Interessenten für die Kurse und die offene Probe sind gebeten, sich über die Homepage des Landesmusikrats zu den Kursen anzumelden. Teilnehmen können alle Interessentinnen und Interessenten, auch wenn sie nicht Mitglieder eines der angemeldeten Orchester sind.

Die Teilnehmerzahlen sind begrenzt – jetzt anmelden!


Orchestertreff: Orchester-Stiftung und Bezirk Treptow-Köpenick stiften Preisgelder

Der Berliner Orchestertreff bietet den Ensembles auch die Möglichkeit, an der Auswahl zum Deutschen Orchesterwettbewerb (16.–24. 5. 2020, Bonn) teilzunehmen. Auch beim Berliner Orchestertreff selber winken bereits Preise. Die Deutsche Orchester-Stiftung stellt einen Sonderpreis von 2000 Euro für ein Jugendensemble zur Verfügung. Auch der Bezirk Treptow-Köpenick ist dabei: Er stiftet einen Preis von 500 Euro. Die finanziellen Mittel stellt die Abteilung Weiterbildung und Kultur, Schule und Sport zur Verfügung.

Mehr Information auf der Internetpräsenz des Landesmusikrats Berlin


Unstimmigkeiten im Rahmen der Chorförderung müssen bald gelöst werden

„Ehrenamtliches Engagement und Bürgerbeteiligung dürfen von der Kulturverwaltung nicht nach Gutsherrenart abgebürstet werden!“ Unter dem Motto „Nehmt. Uns. Ernst.“ forderten dies Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Chorszene von Kultursenator Dr. Klaus Lederer im Vorfeld der Kulturpolitischen Konferenz von ver.di am 2. März 2019. Vorausgegangen waren Unstimmigkeiten mit der Kulturverwaltung, die die Chorförderung betreut. Der Landesmusikrat ist nun gespannt auf einen angekündigten Gesprächstermin mit Staatssekretär Dr. Torsten Wöhlert. Die Problematik erläuterte ein Flugblatt, das Sie hier herunterladen können.


Furioses Abschlussfest für junge Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter

Mit einem spannenden und kurzweiligen Konzert in der Aula der Sophie-Scholl-Oberschule fand am 17. März der erste Durchgang der Workshopreihe zur „Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter“ seinen erfolgreichen Abschluss. Initiiert von Landesmusikrat Berlin und Bildungssenatorin Sandra Scheeres, bot der Workshop 35 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 10 bis 13 die Möglichkeit, sich im Bereich der Ensembleleitung fortzubilden. In den Kursmodulen erwarben sie musikalische, organisatorische und soziale Kompetenzen, die sie zukünftig in die Ensemblearbeit an den Schulen einbringen können. Darüber hinaus soll dieser Kurs aber auch für ein späteres Musikstudium Interesse wecken. Besonders Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtung „Schulmusik“ werden händeringend gesucht.

Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dirigierten auf der Abschlussveranstaltung ein spannendes Programm von Renaissance bis Jazz. Am Ende erhielten sie ihre Abschlusszertifikate aus den Händen von Senatsdirigent Thomas Duveneck aus der Senatsbildungsverwaltung, der sich vom Niveau und dem Engagement der Jugendlichen beeindruckt zeigte und eine Fortsetzung in erweiterter Form in Aussicht stellte.

Der nächste Durchgang, für den sich Interessentinnen und Interessenten nach Ostern bewerben können, wird im Herbst 2019 beginnen. Informationen hierzu sind nach Ostern auf der Homepage des Landesmusikrates Berlin zu finden.

Weitere Informationen:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/foerderung-junger-ensembleleiterinnen-und-ensembleleiter/


Regionalwettbewerbe Jugend musiziert: Der erste Schritt ist getan

Am 16./17. und 23./24. Februar wurden die Regionalwettbewerbe Jugend musiziert Berlin ausgetragen. Insgesamt 466 junge Musikerinnen und Musiker in den Regionen Berlin-Süd, Berlin-Mitte und Berlin-Nord zeigten den Fachjurys und dem Publikum, was sie konnten. Ausgeschrieben waren bei diesem 56. Landeswettbewerb die Kategorien Streichinstrumente, Akkordeon, Schlagzeug und Gesang (Pop) in der Solowertung; in der Ensemblewertung außerdem Klavier-Kammermusik, Blasinstrument mit Klavier, Vokal-Ensemble und Zupfensemble. Dazu kam am 23./24. Februar der Wettbewerb in der Berliner Sonderausschreibung Band (Rock und Pop).

Die Jurys konnten ihnen 65 2. Preise und 383 1. Preise zuerkennen; 253 dieser Preisträgerinnen und Preisträger wurden zusätzlich zum Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin weitergeleitet

Der Landeswettbewerb wird vom 4. bis zum 7. April in der Universität der Künste stattfinden (siehe News). Die Preisträger der Sonderkategorie Kategorie Band (Rock und Pop) werden sich am 10./11. Mai 2019 in der Kulturbrauerei zum abschließenden Landeswettbewerb treffen.


Netzwerktreffen „Frauen treffen Frauen“: Vorstellung des Berliner Landesmusikrats

Am 28. März lud das Frauennetzwerk „Frauen treffen Frauen“ zum Treffen ins Charlottenburger Restaurant „Annalee“. Hier stellte Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats, den versammelten Teilnehmerinnen den Landesmusikrat Berlin und seine Arbeit vor. Im Anschluss hielt Dr. Adelheid Krause-Pichler, Schatzmeisterin des Landesmusikrats Berlin, einen Vortrag zum Thema Gleichberechtigung im Musikerberuf. Dabei verwies sie unter anderem auf die große britische Komponistin Ethel Smyth (1858–1944), eine Anführerin der Suffragetten, Kämpferinnen für das Wahlrecht („suffrage“), sowie auf weitere historische Künstlerinnen wie Anna Amalia von Preußen, Sara Levy und die „deutsche Sappho“ Anna Louisa Karsch. Dr. Krause-Pichler legte dar, wie lange das später entstandene Bild der musisch gebildeten, im Übrigen jedoch an den Haushalt gebundenen deutschen Mutter und Ehefrau nachwirkte bis hin zu Stellenzuschnitt und Gehalt heutiger Grundschullehrerinnen. Am Schluss stand ihr Appell, aus dem 2011 veröffentlichten ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung endlich wirksame Konsequenzen zu ziehen, was Karriereanreize, Lohngleichheit und Aufstiegschancen betrifft.


ver.di: Musikunterrichtsstunde für den Finanzsenator

Am Freitag, dem 29. März 2019, gaben von 10 Uhr bis 10.45 Uhr ca. 50 Musikschullehrkräfte mit ihren Instrumenten dem Finanzsenator eine Unterrichtsstunde unter seinem Bürofenster in der Klosterstraße 59 in 10179 Berlin.

Ziel der Aktion ist der Umsetzung der Forderung »Tarifvertrag für freie Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter an den Berliner Musikschulen« Nachdruck zu verleihen. Die Zusage für diesen Tarifvertrag und damit die Verbesserung der sozialen Lage der Berliner Musikschullehrkräfte erfolgte bereits 2017 in der vom Abgeordnetenhaus beschlossenen Richtlinie zur Berliner Regierungspolitik für die laufende Legislaturperiode. Dies wurde aber bis heute nicht umgesetzt.

Die dazu notwendige Verhandlungsaufnahme wurde der Gewerkschaft ver.di mehrfach verweigert. Deswegen fordert ver.di eine sofortige spürbare Honorarerhöhung zur Verbesserung der sozialen Lage für die ca. 1500 freien Musikschullehrkräfte als Übergangslösung.

Ab heute wird jetzt in regelmäßigen Abständen am Freitag von 10 bis 10.45 Uhr dem Finanzsenator eine Unterrichtsstunde erteilt. Die nächsten Termine sind der 12. April und 3. Mai 2019.


Kirchenmusik in der EKBO: Neue Mitarbeiter

Die Arbeitsstelle für Kirchenmusik in der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat zwei neue Mitarbeiter.

Michael Schütz, Kirchenmusiker, Pianist, Komponist und Arrangeur, ist seit 1. Januar 2019 Popularmusikbeauftragter der EKBO und als solcher u. a. für die Vernetzung der popularmusikalischen Aktivitäten und für Aus- und Fortbildungsangebote in diesem Bereich in und außerhalb der Kirche der zuständige Ansprechpartner. Er wird am 8. September 2019 beim Gospelchortreffen in der EKBO in Chorin in sein Amt eingeführt.

Seit 1. Februar ist in derselben Arbeitsstelle Michael Dallmann als Landesposaunenwart tätig. Sein Einsatzgebiet ist der Südosten der EKBO und Teile von Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte sind ebenfalls Vernetzen, Ausbilden und Fortbilden. Michael Dallmann wird am 7. September in Pritzwalk beim Landesposaunentag der EKBO in sein neues Amt eingeführt.

Kirchenmusik in der EKBO im Internet


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Zupf-Orchestrale 2019

Der Verein zur Förderung der Zupfmusik e. V. lädt Orchester aus Berlin und Umland zum gemeinsamen Musizieren ein. Das Spektrum der Musik für Zupforchester wird beleuchtet.

Dieses zweite große Treffen seit 2017 wird diesmal Teilnehmer aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Niedersachsen zusammenführen. Die Orchester treten teils einzeln, teils gemeinsam auf, ein Werk wird mit fast allen Teilnehmern in ganz großer Besetzung aufgeführt. Es geht um die guten Kontakte, um den Austausch von Ideen, auch um eine Standortbestimmung unserer Sparte. Der Vormittag gehört einer gemeinsamen Probe. Ab 14 Uhr sind Zuhörer zu den Konzerten eingeladen, um sich ein Bild über die gezupfte Orchestermusik in unserer Region zu machen. Aus der Erfahrung des Orchestertreffs 2017 heraus erwarten wir wieder eine „vielsaitige“ Mischung der Epochen und Musikstile.

Das Zusammenspiel mehrerer Orchester gleichzeitig wird uns an die Zeiten erinnern, als die Orchester regulär viel mehr Spieler besaßen als heutzutage. Auch soll der deutsch-japanischen Freundschaft gedacht werden: Konrad Wölki (1904–1983), Pionier der orchestralen Zupfmusik, schrieb 1982 seine Ouvertüre in G op. 100 für japanische Auftraggeber. Er knüpfte damit stilistisch an seine erste kompositorische Epoche an, die wir 2017 mit seinem Opus 1 vorgestellt hatten. Aus Japan kommt Yasuo Kuwahara zu Wort mit seinem Werk „The Song of the Japanese Autumn“.

Michael Kubik

Zupf-Orchestrale 2019
Samstag, 14. 9. 2019, öffentliche Konzerte ab 14 Uhr, Kirche Alt-Lietzow, Alt-Lietzow 30, 10587 Berlin

Zur Internetpräsenz des VzFZ


Deutsche Orchestervereinigung: Berliner Opern- und Sinfonieorchester mischen sich ein!

Mit einem gemeinsamen Konzert haben sich Musikerinnen und Musiker aus sieben Berliner Berufsorchestern in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte für Toleranz und Vielfalt engagiert. Am 24. März spielten im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Mitglieder der Berliner Philharmoniker, der Staatskapelle, des Deutschen Symphonie-Orchesters, des Rundfunk-Sinfonieorchesters, des Konzerthausorchesters, des Orchesters der Deutschen Oper und des Orchesters der Komischen Oper. Das Konzert stand unter dem Motto Unisono für Vielfalt – Konzert für eine offene Gesellschaft und war eine Eigeninitiative der Musikerinnen und Musiker.

Die Initiative der sieben Berliner Opern- und Sinfonieorchester ist beispielgebend. Mit den Mitteln der Musik sprechen sie die Menschen emotional an. Damit können sie mitunter mehr erreichen als eine brillante Argumentation, denn eine Veränderung im Kopf beginnt immer bei den Gefühlen. Zudem spielen in den Orchestern oft Musikerinnen und Musiker aus bis zu 20 Nationen. Damit geben sie ein lebendiges Beispiel für eine Zusammenarbeit in Vielfalt und Toleranz. Seit einigen Jahren nutzen Orchester ihr Wirkungsfeld immer häufiger zur Mitgestaltung gesellschaftlicher Debatten.

Zur Website der Deutschen Orchestervereinigung (DOV)


LBBL: 29. Musikalische Werkstatt – Mitspielerinnen und Mitspieler gesucht

Der Landesverband Berlin-Brandenburgischer Liebhaberorchester – LBBL e. V. lädt in Zusammenarbeit mit der Landesmusikakademie Berlin herzlich zur 29. Musikalischen Werkstatt ein. Sie findet von Freitag, 23. 8., bis Sonntag, 25. 8. 2019 im Berliner FEZ (Freizeit- und Erholungszentrum) statt. Die Leitung hat Friedemann Neef, unterstützt durch den Bläserdozenten Winfried Szameitat.

Neben dem Hauptwerk der Musikwerkstatt, Beethovens Schauspielmusik zu Goethes Egmont op. 84, wird dieses Jahr wieder je ein Werk für Streicher und für Bläser auf dem Programm stehen: ausgewählte Sätze aus Milko Kelemens Abecedarium und aus dem Notturno für Harmonie- und Janitscharenmusik von Louis Spohr.

Zu Beethovens Egmont-Musik schreibt Friedemann Neef: „Es kommt wohl nicht so oft vor, dass die Wirkung eines Dramas von der Musik dazu deutlich überragt wird. Bei Goethes zunächst erfolglosem Egmont war das so, und der Dichterfürst selbst gestattete Aufführungen von Beethovens genialer Musik mit einem zusammenfassenden Zwischentext (!). So wollen wir es auch halten und damit beinahe die gesamte wunderbare und so vielfältige Egmont-Partitur kennenlernen, von der in unserem meist so selektiven Repertoire nur noch die Ouvertüre geblieben ist.“

Interessentinnen und Interessenten können sich bis zum 7. Juni 2019 anmelden über die Internet-Seite des LBBL (http://lbbl-ev.de/?page_id=446), per E-Mail () oder per Post an Evelyne Kuß, Berliner Straße 23, 14169 Berlin.

Hier Einladung mit Info und Anmeldeformular herunterladen


LMR-Info 32. Ausgabe vom 4. April 2019

Inhalt

LMR-News

Termine

Berichte

Mitglieder-News

Seit Dezember 2018 gibt es im lmr-info die Rubrik Mitglieder-News für Neuigkeiten und Berichte aus dem Kreis der Mitglieder. Lassen Sie alle Leser des lmr-info wissen, was bei Ihnen los ist – schicken Sie uns Ihre Beiträge! Hier finden Sie Hinweise zu Länge und Format.

lmr-info Nr. 32 als PDF

Saxophon-Legende Dick Oatts ist künstlerischer Leiter des BJJO im Saxophonjahr 2019

Auch das Berliner JugendJazzOrchester setzt ein Zeichen im Saxophon-Jahr 2019: Sein Frühjahrsprogramm wird es unter der künstlerischen Leitung von Dick Oatts erarbeiten und am 28. April in der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain präsentieren. Der Saxophonist, Komponist, Arrangeur und Bandleader Dick Oatts arbeitete mit Jazzgrößen wie Paquito D‘Rivera, Lester Bowie, Sara Vaughan und Ella Fitzgerald zusammen und musizierte unter anderem mit der Carnegie Hall Jazz Band, dem Stockholm Jazz Orchestra und der RIAS-Bigband. Heute lehrt er an der Temple University in Philadelphia und der Manhattan School of Music.

Die Frühjahrsarbeitsphase findet vom 23. bis zum 28. April 2019 in der Landesmusikakademie Berlin, das Abschlusskonzert am 28. April 2019 in der ALEX-Halle Friedrichshain statt. Junge Jazzmusikerinnen und -musiker, die bei dem spannenden Projekt unter der Leitung von Dick Oatts mitwirken möchten, können sich bis zum 22. März hier anmelden.


Berliner Orchestertreff: Rekord-Anmeldezahlen

2019 wird ein Rekordjahr: 49 Orchester haben sich zum Berliner Orchestertreff am 25./26. Mai angemeldet, den der Landesmusikrat mit Unterstützung der Jeunesses musicales und des Landesverbands Berlin-Brandenburgischer Liebhaberorchester in der Landesmusikakademie Berlin veranstaltet. Insgesamt werden mehr als 1400 Amateurmusikerinnen und -musiker erwartet. Besonderer Kooperationspartner ist in diesem Jahr das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB). Ein Highlight dieser Zusammenarbeit wird die offene Probe für Dmitri Schostakowitschs „Suite für Jazzorchester“ unter der Leitung von RSB-Chefdirigent Vladimir Jurowski, zu der sich auch Berliner Amateurmusikerinnen und -musiker anmelden können, die nicht mit einem eigenen Orchester am Orchestertreff teilnehmen. Die Stimmführerinnen und -führer der Streicher kommen dabei aus den Reihen des RSB.

Rund ein Viertel der zum Treff angemeldeten Amateurorchester sind Sinfonie- oder Kammerorchester. Dazu kommen Bigbands, Blechbläserensembles, Blas- und Zupforchester, Gitarrenensembles, Blockflöten- und Akkordeonorchester. Zwölf offene Ensembles unterschiedlichster Besetzung runden die Vielfalt ab. Ein Drittel aller angemeldeten Orchester sind Kinder- oder Jugendorchester. Ansporn besonders für sie bietet ein Sonderpreis der Deutschen Orchesterstiftung in Höhe von 2000 Euro. Alle angemeldeten Ensembles können sich auf Wunsch von einer Fachjury beraten lassen und Tipps für die Probenarbeit und zukünftige Auftritte mitnehmen. Gleichzeitig können sich interessierte Orchester für die Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb im Mai 2020 qualifizieren.

Das alle vier Jahre stattfindende, zweitägige Treffen gibt den zahlreichen Berliner Amateurorchestern Gelegenheit zum Kennenlernen, zu Austausch und Vernetzung. Gleichzeitig öffnet es allen Berlinerinnen und Berlinern einen Blick auf die lebendige Szene der instrumentalen Amateurmusik. Beim bislang größten Orchestertreff in der Geschichte des Berliner Landesmusikrats werden in der Landesmusikakademie Berlin drei Konzertsäle und eine Foyer-Bühne bespielt. Das Programm wird im Frühjahr auf der Homepage des Landesmusikrates bekanntgegeben. Darüber hinaus wird es an beiden Tagen ein umfangreiches Workshop-Angebot für Berliner Amateurmusikerinnen und -musiker geben. Die Online-Anmeldung zu den Workshops und der offenen Probe ist ab sofort freigeschaltet.

Weitere Informationen


KBBM: Beschluss zum Raumbedarf der Musikschulen im wachsenden Berlin

KBBM: Beschluss zum Raumbedarf der Musikschulen im wachsenden Berlin

Die AG-Musikschulleitungen hat eine Berechnungsgrundlage für die Ermittlung des Raumbedarfs der Berli­ner Musikschulen vorgelegt. Die Konferenz der Bezirksbeauftragten im Landesmusikrat fordert, dass auf der Grundlage dieser Berechnung der Bedarf für eine chancengleiche Versorgung der Bevöl­kerung mit Musikschulunterricht entsprechend den Richt- und Orientierungswerten zur quantitativen Versorgung mit öffentlichen Einrichtungen der sozialen und grünen Infrastruktur (12 Jahreswochen­stunden Musikunter­richt pro 1000 Einwohner) ermittelt wird und die so ermittelten Bedarfe bei be­zirk­lichen Bauvorhaben, z. B. im Schulbereich, eingeplant werden.

Bereits am 19.3.2018 hatte das Präsidium des Berliner Landesmusikrates auf die Notwendigkeit hin­gewie­sen, Raum für Musikschulen in der wachsenden Stadt Berlin rechtzeitig einzuplanen. Mit Hilfe der nun vorliegenden Berechnungsgrundlage ist es möglich, den bestehenden Raum­bedarf zu ermit­teln.

Musikschulen sind wichtiger Teil der Infrastruktur Berlins. Der Bedarf der Berliner Bürgerinnen und Bürger nach Musikunterricht ist aktuell aufgrund mangelnder Ressourcen nicht gedeckt. Mit der wachsenden Stadt erhöht sich dieser Bedarf noch weiter. Laut den Richt- und Orientierungs­wer­ten zur quantitativen Versorgung mit öffentlichen Einrichtungen der sozialen und grünen Infrastruk­tur strebt Berlin einen Wert von 12 Jahreswochenstunden Musikunterricht pro 1000 Einwohner an. Dieser Wert wurde 2017 um durch­schnittlich 4 Jahreswochenstunden pro 1000 Einwohner unterschrit­ten. Aufgrund sinkender Stundenzah­len und steigender Einwohnerzahlen fällt er aktuell weiter. Zwischen den Bezirken variiert zudem der Grad der Versorgung sehr stark. 


Neue Ansprechpartner beim Landesmusikrat

Anna-Katharina Reisinger übernimmt die Organisation des Landeswettbewerbes Jugend musiziert Berlin. Sie studierte Musikwissenschaft mit BWL sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in München und Berlin, arbeitete für Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und das Deutsche Kammerorchester Berlin und managte zuletzt das Projekt „Klasse: Musik für Brandenburg“ für den Verband der Musik- und Kunstschulen in Brandenburg.

Die gebürtige Berlinerin Veronika Beimesche studierte an der Universität der Künste Klavier und erwarb das Diplom Musikerziehung. Heute leitet sie an der Musikschule Jüttner in Berlin-Prenzlauer Berg den Fachbereich Klavier. Seit dem Herbst 2018 organisiert sie für Jugend musiziert Berlin  den Regionalwettbewerb Berlin Süd.

Der Orchestertreff 2019 ist jetzt schon eine Großveranstaltung, zu der 49 Ensembles aller Größen und Besetzungen erwartet werden. Die Organisation liegt seit Ende 2018 in den Händen von Anke Ulbrich, die nach ihrem Studium der Germanistik und Musikwissenschaft ein Zweitstudium in Veranstaltungstechnik und -management an der Beuth Hochschule für Technik absolviert. Zuvor hat sie in unterschiedlichsten Projekten in den Bereichen Ausstellung, Messe und Theater mitgearbeitet. 

Die Verantwortung für das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin hat kürzlich Uta Maria Temme übernommen, die ihr bewährtes Organisationstalent schon seit Jahren in den Dienst des Landesjugendorchesters stellt.


Rüdiger Trantow, 1926–2019

Rüdiger Trantow, Träger der Goldenen Ehrennadel des Landesmusikrats Berlin, ist nach einem langen, erfüllten Leben von uns gegangen. Sein Lebensmotto lautete: „Musik wischt den Staub des Alltags von der Seele.“

Über Jahrzehnte war Rüdiger Trantow als Musikpädagoge, Musiker, Schul- und Kunstamtsleiter, Vorsitzender, Juror und Moderator aktiv. Er hatte eine besondere Gabe, mit jungen Menschen zu arbeiten und sie zu fördern. Er war dem Landesmusikrat Berlin über seine Leitungs- und Gremientätigkeiten eng verbunden.

Einen ausführlichen Nachruf und weitere Information finden Sie hier.


33. Jazztreff Berlin: 33 Bands, 400 Jazzer, hunderte Besucher – und ein Siegertrio

Voll ausgelastet waren die zwei Bühnen der ufaFabrik beim 33. Berliner Jazztreff am 15. und 16. Dezember. 33 Ensembles traten insgesamt auf, darunter zum ersten Mal in der Geschichte des Jazztreffs zwei Jazzchöre, insgesamt 400 Musikerinnen und Musiker. Als Berater waren die Jazz-Profis Maria Baptist, Anna Kaluza, Bernhard Meyer und Lea Frey mit dabei, den Workshop „Interpretation & Arrangement von Jazz-Standards“ leiteten der Saxophonist Uli Kempendorf und der Pianist Marc Schmolling.

Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs Jugend jazzt ist das Trio RoKuLa aus den Geschwistern Rosalie, Kunibert und Lucilla Rudolph. Das Ensemble mit der jüngsten Teilnehmerin des Jazztreffs (Lucilla, elf Jahre alt) wird im Mai zur 17. Bundesbegegnung Jugend jazzt nach Dortmund fahren.


Pressekonferenz zum Saxophon, Instrument des Jahres 2019

2019 ist das Jahr des Saxophons. Darauf hatten sich die Landesmusikräte von Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Saar, Sachsen und Schleswig-Holstein geeinigt. In Berlin wurde das Jahr des Saxophons am Mittag des 10. Januar 2019 im Studio des Jazz-Instituts Berlin (JIB) eröffnet. Die Präsidentin des Landesmusikrates Hella Dunger-Löper stellte die Broschüre vor, in der Veranstaltungen und Konzerte zum „Instrument des Jahres“ zusammengefasst sind. Anschließend kamen Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, und der Berliner Schirmherr Prof. Peter Weniger ins Gespräch. Auf das bevorstehende Saxophon-Jahr vorausblickend, benannte Weniger als sein Ziel, dem Instrument in seiner enormen Vielfalt zwischen Klassik, Jazz und Neuer Musik Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Praktisch erfahrbar machte das Peter Weniger zusammen mit seinen Schülern Julius Gawlik und Asger Uttrup Nissen – und bezog auch die Zuhörerschaft mit ein: Über von den Besucherinnen und Besuchern der Pressekonferenz gemeinsam gesungene Töne improvisierten die drei Saxophonisten einige Minuten lang und provozierten dadurch eine Haltung, für die Weniger sich zuvor nachdrücklich eingesetzt hatte – in einem Blick über die Grenzen des Saxophon-Jahres hinaus: Zusammen musizieren lernen heißt Zuhören lernen, stets mit einem Ohr bei sich selber und einem beim Partner. Auch deshalb, so Weniger, sollte jedes Kind ein Instrument lernen, das Saxophon oder ein anderes.

Bericht von multicult.fm zum Nachhören


Deutsche Orchestervereinigung: Honorar-Mindeststandards für Brandenburg durchgesetzt

Ende Dezember wurden die intensiven Bemühungen der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) nach verbindlichen Mindeststandards für Freischaffende erfüllt. Das Land Brandenburg führt die DOV-Mindeststandards für freischaffende Musiker und Vokalsolisten ab 2019 ein. 2020 gelten sie verbindlich für vom Land geförderte Projekte, spätestens 2021 für die vom Land institutionell geförderten Kulturbetriebe. Der Landtag Brandenburg ist das erste Landesparlament, das mit den Stimmen von SPD, Linken, Grünen und CDU einen entsprechenden Antrag beschloss.

Die DOV wird sich nun dafür einsetzen, eine solche verbindliche Anwendung für Freiberufler bei öffentlich finanzierten Projekten und Orchestern auch in anderen Bundesländern zu erreichen.

Ein weiterer Erfolg für regelmäßige freischaffende Aushilfen in TVK-Orchestern war bereits die Einführung einer freiwilligen zusätzlichen Altersversorgung bei der Bayerischen Versorgungskammer.

Zur Website der DOV


Jeunesses musicales: „Sinfonie der Tausend“ in Berlin / Orchester des Händel-Gymnasiums nach Taiwan

Orchester und Chöre der Humboldt-Universität werden zusammen mit den Kinder- und Jugendchören des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums im Februar Gustav Mahlers 8. Sinfonie, die sogenannte „Sinfonie der Tausend“, aufführen. Am 12. Februar wird das monumentale Werk in der Philharmonie, am 14. Februar im Konzerthaus zu hören sein. Das Großprojekt wird unterstützt von den Jeunesses musicales, die außerdem eine Konzert- und Begegnungsreise des Jugendsinfonieorchesters am Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium im Februar fördern. Auch der Berliner Orchestertreff 2019 am 25./26. Mai findet mit Förderung der Jeunesses musicales statt.

Zur Website der Jeunesses musicales Berlin


Carl Bechstein Stiftung: 6. Carl Bechstein Wettbewerb / Klaviere für Grundschulen

Der 6. Carl Bechstein Klavierwettbewerb für Kinder und Jugendliche wird vom 1. bis zum 3. November im Kulturstall Schloss Britz stattfinden. Der Wettbewerb in der Wertung Klavier solo wendet sich an junge Pianistinnen und Pianisten sowohl mit klassischem als auch mit Jazz-Repertoire. Anmeldungen sind bis zum 1. August möglich.

Als ihr größtes Projekt unterhält die Carl Bechstein Stiftung das Programm „Klaviere für Grundschulen“. Sie stellt Grundschulen kostenlos Klaviere zur Verfügung, damit an diesen innerhalb der Schule im Rahmen des Ganztags Klavierunterricht gegeben werden kann. Grundschulen aus ganz Deutschland können sich formlos bewerben. Seit 2013 hat die Carl Bechstein Stiftung über 180 Klaviere in ganz Deutschland verteilt und damit vielen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, in Kontakt mit dem Klavierspiel zu kommen und Unterricht zu erhalten. Das Projekt wurde 2015 mit dem Deutschen Kulturförderpreis ausgezeichnet, den der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. gemeinsam mit seinen Partnern Süddeutsche eitung und Handelsblatt jährlich vergibt.

Zur Website der Carl Bechstein Stiftung


Seit Dezember 2018 gibt es im lmr-info die Rubrik mitglieder-news für Neuigkeiten und Berichte aus dem Kreis der Mitglieder. Lassen Sie alle Leser des lmr-info wissen, was bei Ihnen los ist – schicken Sie uns Ihre Beiträge! Hier finden Sie Hinweise zu Länge und Format.

LMR-Info 31. Ausgabe vom 12. Februar 2019

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Mitglieder-News

Seit Dezember 2018 gibt es im lmr-info die Rubrik Mitglieder-News für Neuigkeiten und Berichte aus dem Kreis der Mitglieder. Lassen Sie alle Leser des lmr-info wissen, was bei Ihnen los ist – schicken Sie uns Ihre Beiträge! Hier finden Sie Hinweise zu Länge und Format.

lmr-info Nr. 31 als PDF

Großes Fest für Liebhaber und Profis: der 33. Jazztreff im Dezember

Am 15. und 16. Dezember 2018 lädt der33. Berliner Jazztreffin die ufaFabrik ein. Eine Jury wird die Landessieger für Jugend jazzt in der Kategorie Combo ermitteln und zum Bundeswettbewerb Jugend jazzt 2019 entsenden. 33 Ensembles haben sich bereits zum Jazztreff angemeldet, darunter die United Big Band des Arndt-Gymnasiums, die im Frühjahr als bundesweit beste Jugend-Bigband den Jazzpreis des Deutschen Musikrates gewann. Als weiteres Highlight werden am Sonnabend das Landesjugendjazzorchester Hamburg und das Berliner JugendJazzOrchester unter der Leitung von Torsten Maaß ein gemeinsames Konzert geben.

Der Berliner Jazztreff bietet seit 32 Jahren allen Spielniveaus eine Plattform. Alljährlich präsentieren sich Musikerinnen und Musiker aus den studienvorbereitenden Abteilungen der Musikschulen sowie frei zusammengesetzte Gruppen auf den Bühnen der ufaFabrik. Jedes Ensemble kann die Beratung durch professionelle Musikerinnen und Musiker in Anspruch nehmen, in diesem Jahr u. a. durch Maria Baptist, Ulf Drechsel und Tobias Backhaus. Uli Kempendorff und Marc Schmolling bieten einen Workshop zum Thema  „Interpretation und Arrangement von Jazzstandards“ an.

Zur Förderung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verleiht der Berliner Jazztreff auch in diesem Jahr zahlreiche Förderpreise, darunter Gutscheine aus dem Haus König & Meyer und vom Notenversand Kurt Maas, Tonaufnahmen in den Studios der Hochschule der populären Künste und die Teilnahme an Workshops des Jazz-Instituts Berlin sowie am Internationalen Jazzworkshop der Musikschule Charlottenburg.

Der 33. Berliner Jazztreff ist eine Veranstaltung des Landesmusikrates Berlin e. V. und wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Weitere Information und den Zeitplan finden Sie unter https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/berliner-jazztreff/

Programmheft zum Download


Orchestertreff 2019: Rekordzahl von Ensembles

Am 25. und 26. Mai 2019 veranstaltet der Landesmusikrat Berlin zusammen mit der Landes­musikakademie Berlin den Berliner Orchestertreff. 2019 wird ein Rekordjahr: 50 Orchester haben sich angemeldet, ein knappes Drittel davon sind Kinder- oder Jugendorchester. Erwartet werden mehr als 1400 Musikerinnen und Musiker. Besonders freut sich der Landesmusikrat über die Kooperation mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB). Highlight: die offene Probe unter Leitung von Vladimir Jurowski. 200 Musikerinnen und Musiker haben die einmalige Chance, mit dem RSB-Chefdirigenten Schostakowitschs „Suite für Jazzorchester“ zu proben.

Rund ein Viertel der Angemeldeten spielen in Sinfonie- oder Kammerorchestern. Hinzu kom­men Bigbands, Blechbläserensembles, Blas- und Zupforchester, Gitarrenensembles, Block­flöten- und Akkordeonorchester. Zwölf offene Ensembles unterschiedlichster Besetzung runden die Vielfalt ab. Einen Ansporn bietet der Sonderpreis der Deutschen Orchesterstiftung von Euro 2000,–. Weitere Sonderpreise werden auf der Homepage des Landesmusikrates veröffentlicht.

Das alle vier Jahre stattfindende, zweitägige Treffen gibt den Berliner Amateurorchestern Gele­gen­heit zum Auftreten, zum gegenseitigen Kennenlernen und zu Austausch und Ver­netzung. Auf Wunsch kann man sich von einer Fachjury beraten lassen und Tipps für die Probenarbeit und zukünftige Auftritte mitnehmen.

Die Landesmusikakademie bietet für den Berliner Orchestertreff drei Konzertsäle und eine Foyer-Bühne. Das Programm wird auf der Homepage des Landesmusikrates bekanntgegeben. Darüber hinaus wird es an beiden Tagen ein umfangreiches, kostenloses Fortbildungsangebot geben. Die Anmeldung zu den Workshops und der offenen Probe ist ab sofort online freigeschaltet

Weitere Information: www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/berliner-orchestertreff/


Musikarbeitsmarkt international: Fördermittel für 2019 sicher

Einen erfolgreichen Start legte 2018 das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational hin. Unter dem vollen Namen „Information über den Berliner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung“ bietet das Projekt einen Anlaufpunkt für Musikerinnen und Musiker, die ihre Heimat verlassen mussten und Anschluss an den Berliner Musikarbeitsmarkt suchen.

Die Website des Projekts stellt Informationen auf Arabisch, Deutsch, Englisch und Türkisch zur Verfügung, unter anderem auf einer interaktiven Karte, die Beratungsstellen, Bildungsmöglichkeiten und Konzertstätten in Berlin erschließt. Die persönliche Beratung findet auf Arabisch, Deutsch und Englisch statt. Ergänzt wird das Angebot durch den Übersetzungsservice in Wort und Schrift für Mitglieder des Landesmusikrates und Kooperationspartner, die spezifische Angebote machen. Das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational arbeitet mit der Berlin Music Commission, ver.di Berlin-Brandenburg, Berlin Mondiale, dem Kulturförderpunkt und der Initiative der Berliner Philharmoniker für Geflüchtete zusammen.


40 Jahre Landesmusikrat – Glückwünsche im Roten Rathaus

Am Abend des 10. Dezember 2018 feierte der Landesmusikrat Berlin e. V. sein vierzigjähriges Bestehen im Festsaal des Roten Rathauses. Präsidentin Hella Dunger-Löper begrüßte Vertreter der Politik aus Bund, Land und den Berliner Bezirken, Vertreter des Berliner Musiklebens und vor allem zahlreiche Mitglieder, Freunde und Unterstützer des Landesmusikrats und der Vereine und Verbände, die er vertritt.

Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, dankte für die erfolgreiche Zusammenarbeit und hob die Musik als die „sozialste aller Künste“ hervor. Einen herzlichen Gruß überbrachte Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrats, Generalsekretär des Deutschen Musikrates und Ehrenpräsident des Landesmusikrats Berlin. Patricia Schlesinger, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg, sprach in ihrem Festvortrag „Musik und Stadt“ über Berlin als Jazzmetropole zur Zeit der Weimarer Republik und schlug den Bogen in die Gegenwart u. a. über das Instrument des Jahres 2019, das Saxophon. Zusätzlich sagte Schlesinger dem Landesmusikrat Berlin für 2019 die unentgeltliche Nutzung von Räumen im Haus des Rundfunks in der Masurenallee als Überraschungsgeschenk zu. Zuletzt überreichten Hella Dunger-Löper und Gerd Nowakowski, leitender Redakteur des „Tagesspiegels“, den Preisträgerinnen des Fotowettbewerbs „Musik und Stadt“, Walerija Weiser und Kerstin Maul, ihre Urkunden.

Umrahmt wurden Grußworte und Festvortrag von Musik. Ein Blechbläserensemble eröffnete den Abend, gefolgt von Preisträgerinnen und Preisträgern der Jugend-musiziert-Kategorie Bağlama. Das Berliner Blockflötenorchester begeisterte mit Rossinis Ouvertüre zu „L’Italiana en Algeri“, das Berliner JugendJazzOrchester und Sängerin Eva Swiderski mit zwei Bigband-Titeln und dem Gruß „Thank you for the music“. Dem Festvortrag folgte das Stück „Winkelzüge der Farbe“ von Reinhard Lippert mit einem Duo des Landesjugendensembles Neue Musik. Am Schluss stand das sphärische Chorstück „Stars“ von Ēriks Ešenwalds, gesungen vom Chor cantus domus.

Siehe auch die ausführliche Pressemitteilung zur Veranstaltung.


Ôde à l’amitié Franco-Allemande: Das Landesjugendorchester im Konzerthaus.

Seinen Schluss- und Höhepunkt fand das Freundschaftsprojekt des Landesjugendorchesters und des Orchesters des Conservatoire à Rayonnement Régional de Versailles Grand Parc beim gemeinsamen Konzert im Konzertaus am Gendarmenmarkt. Unter der Leitung des französischen Dirigenten Michaël Cousteau erklang ein deutsch-französisches Programm mit Werken von Beethoven, Magnard, Wagner, Messiaen und Debussy. Solistin in Wagners Wesendonck-Liedern war die Sopranistin Isabelle Cals; in den Nocturnes von Debussy nahm das Vokalconsort des Berliner Mädchenchors Aufstellung im Orchester.

Unter den Konzertgästen waren neben Natalie Guegnard, Bildungstachée der französischen Botschaft, auch Vertreter der Stadt Versailles und der Région Versailles Grand Parc: François de Mazière, Bürgermeister, Jacques Bellier, Vizepräsident für Kultur und Christine Palau Leiterin des Kulturamtes. Für die Musikerinnen, Musiker und ihre Familien, Helferinnen und Helfer sowie die Gäste klang der Abend in der Mendelssohn-Remise, wenige Schritte vom Konzerthaus entfernt, bei einem geselligen Empfang aus.

Während die Herbstarbeitsphase des Landesjugendorchesters erfolgreich zu Ende ging, sind bereits die Vorbereitungen für das Frühjahr 2019 angelaufen: Bis zum 15. Januar 2019 können junge Musikerinnen und Musiker sich anmelden, am 29. Januar finden die Probespiele statt. Beim Konzert am Ostermontag, dem 22. April 2018, werden im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Werke von Mozart, Korngold und Mahler erklingen; beim Benefizkonzert am 28. April kommen Stücke von Johann Strauß, Strawinsky, Gershwin, Copland u. a. hinzu.

Weitere Information: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendorchester-berlin/


Landesjugendensemble Neue Musik: Zwei Konzerte, drei Uraufführungen

Ein umfangreiches Programm hat das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin in diesem Herbst bewältigt: In zwei Konzerten präsentierte es nicht weniger als neun Kompositionen, darunter drei Uraufführungen.

Das Konzert im Rahmen der „Klangwerkstatt“ im Kunstquartier Bethanien eröffnete das Ensemble mit der Improvisation Extremitäten zum Thema Grenze; passend schloss sich die Uraufführung des Stücks Tonraum anGrenzen 1 von Gerhard Scherer an. Aus den Kontakten des Ensembles zur australischen Monash-University ergab sich die Aufführung der Werke zweier junger Komponistinnen: Barak. Fragments of Lightning and Storm von Noemi Liba Friedman und Sometimes the yoke is heavy von Lily Tait. Ein Kompositionsauftrag für diese Arbeitsphase war an den in Deutschland lebenden Amerikaner Sidney Corbett ergangen; sein Stück Red Traces (lines for Malte Spohr II) erklang als weitere Uraufführung. Am Ende stand schließlich Jobst Liebrechts Komposition salivation army 19-17 für Sopran und Ensemble. Hier wie schon im Werk von Noemi Liba Friedman sang die Sopranistin Lidia Luciano.

Im Krönungskutschensaal der Musikhochschule „Hanns Eisler“ spielte das Landesjugendensemble Neue Musik am 15. Oktober das zweite Konzert seiner Herbst-Arbeitsphase; dazugestoßen war das Akeordeonorchester, das den Abend mit den 22 Miniaturen für Akkordeonorchester von Sven-Åke Johansson eröffnete. Wiederholt wurden die Stücke von Sidney Corbett und Jobst Liebrecht. Als Uraufführung erklangen Sechs Ensemblestücke, 1981 von Hermann Keller, für Klavier komponiert und 2018 von Gerhard Scherer für Ensemble bearbeitet – eine Hommage an den 2018 verstorbenen Berliner Komponisten Keller. Am Schluss des Konzerts stand György Kurtágs Komposition …quasi una fantasia… für Klavier und Ensemble; Solistin am Klavier war Zhifeng Hu.

Nach diesen beiden erfolgreichen Konzerten ist die Frühjahrsarbeitsphase des Ensembles in Vorbereitung. Hier stehen Kompositionen von Charlotte Seither, Tom Rojo Poller, Hans Werner Henze, Miriam Marbe sowie ein neues Werk  von Nima Farahani im Mittelpunkt (Konzert am 13. April 2019 im Konzerthaus).

Weitere Information: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendensemble-neue-musik-berlin/


Generalversammlung des Landesmusikrats: Mendelssohn-Gesellschaft aufgenommen

Am Mittwoch, dem 14. November 2018, fanden sich die Vertreter der Mitglieder des Landesmusikrates Berlin in den Räumlichkeiten der ver.di-Bundesverwaltung  zur jährlichen Generalversammlung zusammen. Als neues Mitglied wurde die Mendelssohn-Gesellschaft Berlin e. V. aufgenommen. Außerdem vergab die Generalversammlung den Sonderpreis des Landesmusikrates im Rahmen der Fotoaktion Musik und Stadt. Preisträgerin und Bild wurden im Rahmen des Festaktes zum 40-jährigen Jubiläum des Landesmusikrats vorgestellt (siehe auch den Bericht zum Jubiläum).

 


Deutsche Orchestervereinigung: Erster Konzertabend des Utopia Orchesters

Am 3. 12. 2018 um 18 Uhr gab das inklusive Utopia Orchester anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung in der evangelischen Heilige-Geist-Kirche Moabit sein erstes Konzert. Es erklangen Werke von Elvis Ćehajić, Leonard Cohen, Melchior Franck, Joseph Haydn, Henry Mancini, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Pachelbel, Burkhard Ruckert, Dimitri Schostakowitsch und Viktoria Volovik.

Das Utopia Orchester ist Teil der Werkstatt Utopia, eines inklusiven Musikprojekts des Vereins KulturLeben Berlin, das seit Mai 2018 von der Aktion Mensch gefördert wird. 35 Musikerinnen und Musiker mit und ohne Behinderung proben seitdem im Nachbarschaftshaus des Moabiter Ratschlags e. V. in einem barrierefreien Übungsraum regelmäßig gemeinsam.

Kultursenator Dr. Klaus Lederer ist Schirmherr der Werkstatt Utopia und war von Anfang an vom Konzept überzeugt: „Die Werkstatt Utopia leistet nicht nur einen Beitrag zur Förderung sozialer Gerechtigkeit und Diversität, sie bricht auch eine Lanze für die aktive künstlerische Teilhabe von Menschen mit Behinderung an klassischen musikalischen Angeboten in Berlin.“

Informationen zur Werkstatt Utopia:http://www.kulturleben-berlin.de/werkstatt-utopia

Zum Konzert-Flyer


LMR-Info 30. Ausgabe vom 13. Dezember 2018

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lmr-info Nr. 30 als PDF


Landesjugendorchester: Deutsch-französische Arbeitsphase in Frankreich

Am 20. Oktober reiste ein halbes Orchester aus Berlin ab: In Versailles trafen die Mitglieder des Landesjugendorchesters Berlin auf die jungen Musiker des Conservatoire Versailles Grand Parc und wurden in deren Familien willkommen geheißen. Nun proben französische und deutsche Orchestermusiker gemeinsam ihr Programm für die Konzertreihe, die am 26. Oktober mit einem Auftritt in der Kirche Saint-Eustache am „Forum des Halles“ beginnt. Am 27. Oktober folgt ein Konzert im traditionsreichen Théâtre Montansier in Versailles, das schon jetzt ausverkauft ist.

Das deutsch-französische Programm lässt die Themen Exil und Befreiung anklingen: Beethovens Egmont-Ouvertüre erzählt vom Aufbegehren gegen Fremdherrschaft; Albéric Magnard, der 1914 als frühes Opfer des Krieges umkam, nahm mit seiner Hymne à la Justice Stellung zur Dreyfus-Affäre; die Wesendonck-Lieder schrieb der geflohene Revolutionär Wagner im schweizerischen Exil. Debussys Nocturnes und Messiaens Offrandes oubliées stehen für Befreiung und Ausweitung der Musik vom Fin-de-siècle an: in impressio­nis­tische Farbigkeit bei Debussy, hin zu religiöser Mystik bei Messiaen.

Am 29. Oktober macht sich das französisch-deutsche Orchester auf nach Berlin, wo die französischen Gäste in den Familien ihrer deutschen Pultnachbarn wohnen werden. Am Mittwoch, dem 1. November, wird das Orchester um 19 Uhr in der Potsdamer Nikolaikirche spielen, am Donnerstag, dem 2. November um 19 Uhr in der Mieczysław-Karłowicz-Philharmonie in Stettin. Abschluss und Höhepunkt der Zusammenarbeit wird das Konzert im Konzerthaus am Gendarmenmarkt am 3. November um 15 Uhr. Eintrittskarten sind im Vorverkauf über das Konzerthaus erhältlich.

Konzert des Landesjugendorchesters Berlin
und des Orchesters des Conservatoire Grand Parc Versailles

Zeit: 3. November 2018, 15 Uhr
Ort: Berlin, Konzerthaus am Gendarmenmarkt

Programm
Ludwig van Beethoven (1770
1827): Egmont-Ouvertüre op. 84
Albéric Magnard (1865–1914): Hymne à la Justice op. 14
Richard Wagner (1813–1883): Wesendonck-Lieder
Olivier Messiaen (1908–1992): Les Offrandes oubliées
Claude Debussy (1862–1918): Trois Nocturnes

Musikalische Leitung:  Michaël Cousteau
Isabelle Cals, Sopran
Vokalconsort des Mädchenchors Berlin

Kartenvorverkauf über das Konzerthaus 


80 Jahre Novemberpogrome: Gedenkfeier in der Grunewald-Grundschule

Am Freitag, dem 9. November 2018, werden der Landesmusikrat Berlin e. V. und die Grunewald-Grundschule eine gemeinsame Feier im Gedenken an die Novemberpogrome abhalten, die vor 80 Jahren in ganz Deutschland die letzte Phase der Judenverfolgung einleiteten.

Die Schüler der Grunewald-Grundschule werden dabei an zwei jüdische Künstlerpersönlichkeiten erinnern: an die Journalistin und Dichterin Felice Schragenheim (*1922), die 1945 als Gefangene an einem unbekannten Ort um Leben kam, und an den Cellisten und Kunstsammler Francesco von Mendelssohn (1901–1972), der 1935 in die USA emigrierte. Außerdem werden die Schüler Anita Lasker-Wallfisch (*1925) vorstellen, die als Jugendliche im Mädchenorchester von Auschwitz Cello spielte, später in Großbritannien Berufsmusikerin wurde und bis heute als Auschwitz-Überlebende Vortragsreisen unternimmt.

Musikalisch wird die Feier umrahmt von Schülern der Grundschule Grunewald und des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach. Die Gedenkfeier beginnt um 9 Uhr in der Aula der Grunewald-Grundschule.


Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Uraufführung im Kunstquartier

Das Landesjugendensemble Neue Musik wird sein Herbstprogramm unter dem Titel „FastFantasie“ in zwei Konzerten präsentieren: am Samstag, dem 10. November, um 15 Uhr im Kunstquartier Bethanien und am Donnerstag, dem 15. November, um 20 Uhr im Krönungskutschensaal im Marstall.

Das vielfältige Programm wird dabei nicht einfach wiederholt. Im Kern umfasst es Kompositionen von Sven-Åke Johansson, Jobst Liebrecht und György Kurtág, von dessen Stück … quasi una fantasia … sich das Programm seinen Titel leiht. Beim Konzert am 10. November im Kunstquartier erklingen außerdem Kompositionen von Noemi Liba Friedman, Gerhard Scherer und Lily Tait sowie eine Ensembleimprovisation; am 15. November im Marstall werden stattdessen sechs Ensemblestücke von Hermann Keller in der Bearbeitung Gerhard Scherers zu hören sein.

In beiden Konzerten können Hörerinnen und Hörer zum ersten Mal eine Komposition erleben, die das Landesjugendensemble Neue Musik bei dem in Berlin lebenden amerikanischen Komponisten Sidney Corbett in Auftrag gegeben hat: Red Traces. Lines for Malte Spohr III. Die Uraufführung ist am 10. November im Kunstquartier zu hören, die Wiederholung am 15. November im Marstall. Mehr zu Programm und Konzerten erfahren Sie hier.

Erstes Konzert 
Zeit: 
10. November 2018, 15 Uhr
Ort: Klangwerkstatt, Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Programm
Sidney Corbett (*1960): Red Traces. Lines for Malte Spohr III (2017/18) UA
Noemi Liba Friedman: Barak/Fragments of Lightning and Storm (2017)
György Kurtág (*1926): … quasi una fantasia (1987/88)
Jobst Liebrecht (*1965): salivation army (2016)
Gerhard Scherer (*1961): Tonräume anGrenzen 1 (2017/18) UA
Lily Tait: sometimes the yoke is heavy (2017) 
Sven-Åke Johansson (*1943): 22 Miniaturen für Akkordeonensemble (1991)
eine Ensembleimprovisation

Eintritt frei!

Zweites Konzert
Zeit: 
15. November 2018, 20 Uhr
Ort: Musikhochschule Hanns Eisler, Krönungskutschensaal im Marstall, Schlossplatz 7, 10178 Berlin

Programm
Sidney Corbett (*1960): Red Traces. Lines for Malte Spohr III (2017/18)
György Kurtág (*1926): … quasi una fantasia (1987/88)
Jobst Liebrecht (*1965): salivation army (2016)
Hermann Keller (1945-2018)/Gerhard Scherer (*1961): Sechs Ensemblestücke
   für großes Kammerensemble; instrumentierte und bearbeitete Fassung 
   der 6 Klavierstücke (1981) von Hermann Keller (2018) UA
Sven-Åke Johansson (*1943): 22 Miniaturen für Akkordeonensemble (1991)

Leitung: Jobst Liebrecht, Gerhard Scherer

Eintritt: € 12,–/€ 5,–
Kartenvorverkauf 
über den Landesmusikrat, Lübecker Straße 23, 10559 Berlin
Tel.: (030) 3973 1087 · E-Mail:  


40 Jahre Landesmusikrat: Foto-Aktion „Musik und Stadt“ im Endspurt

Die Foto-Aktion „Musik und Stadt“, zu der der Landesmusikrat Berlin aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens aufgerufen hat, geht in ihre letzte Phase. Noch bis zum 31. Oktober können Hobbyfotografinnen und -fotografen Motive einreichen. Eine Jury aus Fachleuten und Mitgliedern des Landesmusikrats Berlin legt danach die besten zehn Fotos fest. Die Bilder und ihre Fotografinnen oder Fotografen werden beim Festakt im Berliner Rathaus am 10. Dezember 2018 ausgezeichnet. Bei dieser Gelegenheit werden alle Einreichungen werden nochmals präsentiert. Die besten Bilder werden darüber hinaus im Tagesspiegel abgedruckt.

Schon jetzt erlauben die Bilder einen Blick auf die eindrucksvolle musikalische Vielfalt, der Berlin Raum gibt. Zu bewundern sind die bisher eingereichten Motive auf der Website des Landesmusikrates.


ALEX-Halle: Neue Location in Friedrichshain – kostenfrei für Konzerte, Debatten u. v. m.

Mit dem Konzert des Berliner JugendJazzOrchesters am 27. Oktober nimmt der Landesmusikrat Berlin erstmals ein neues Angebot der Medienanstalt Berlin-Brandenburg wahr: die ALEX-Halle am Medienstandort Oberbaum-City in Friedrichshain. In der Präsentation des ALEX-Teams heißt es: „Uns geht es darum, gesellschaftlich relevante Inhalte in der Welt des Mediendschungels auffindbar zu machen. ALEX Berlin setzt Schwerpunkte bei den Themen Digitale Gesellschaft, Berliner Politik, (Pop-)Kultur und Medienkompetenz.“

Interessenten, deren Veranstaltungsprogramm zu diesem Profil passt, können die ALEX-Halle unentgeltlich nutzen. Die Veranstaltungen können über ALEX-TV in Fernsehen, Internet und Rundfunk mitverfolgt werden. Mitgliedern des Landesmusikrates, aber auch anderen Interessenten sei die ALEX-Halle ans Herz gelegt als günstige Gelegenheit, durch interessante Beiträge Reichweite und Bekanntheit zu erhöhen. Mehr über ALEX erfahren Sie im Netz auf der Homepage des Projekts, mehr über die ALEX-Halle in diesem Beitrag.


Cello überall: Großes Echo auf Cello-Sturm auf die Museen und Tag des Cellos

Vierzehn Berliner Museen, über hundert junge Musiker aus neun Berliner Musikschulen: Am Sonntag, dem 7. Oktober, begeisterte der Cello-Sturm auf die Museen Museumsgäste in ganz Berlin. Das Instrument des Jahres 2018 trat in Dialog mit Gemälden und Skulpturen, Vitrinen und Tafeln, Architektur und Licht. Ein Kurzvideo verschafft einen Eindruck vom Cello-Sturm und weist zugleich auf seinen übergeordneten Zweck hin: aufmerksam zu machen auf den „Tag des Cellos“, der am Sonntag darauf, dem 14. Oktober 2018, im Kammermusiksaal der Philharmonie und den angrenzenden Foyers stattfand.

Der Tag des Cellos war zwischen 11 und 22 Uhr ganz dem „Instrument des Jahres 2018“ gewidmet. Das Cello wurde in Konzerten, Vorträgen und vielfältigen Informationsangeboten gefeiert. Bei strahlen­dem Herbstwetter nahmen über zweitausend Neugierige jedes Alters das breite Angebot rund um das Cello wahr. Als sehr beliebt bei Kindern wie Erwachsenen erwies sich der Cello-Anfangsunterricht. Das gleiche galt von der Geigenbauer-Werkbank, wo viele große und kleine Besucher zum Werkzeug griffen. Auch mit ihren Instrumenten fanden die Geigenbauer reges Interesse. Die Vorträge im Ausstellungsfoyer fanden ebenso guten Zuspruch wie das durchgehende Programm im Kammermusiksaal bis hin zum Abschlusskonzert von Studierenden und Solisten.

Der „Tag des Cellos“ wurde vom Landesmusikrat Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Philharmoniker verwirklicht. Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker sind Schirmherren des „Instruments des Jahres“ 2018.


Schwungvoller Start für junge Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter

Am ersten Oktoberwochenende 2018 (5. bis 7. 10. 2018) fand in der Sophie-Scholl-Schule in Schöneberg der erste Teil des vierteiligen Kurses Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter statt. Das unentgeltliche Angebot von Landesmusikrat e. V. und Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wendet sich an Schülerinnen und Schüler mit musikalischer Vorbildung, die sich bereits durch musikalische und organisatorische Arbeit mit Orchestern, Chören und anderen Ensembles engagieren oder das künftig tun möchten.

Der Kurs fand regen Zuspruch: 29 Schülerinnen und sechs Schüler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren nahmen Teil, von denen 26 ihren Schwerpunkt bei der Orchester-, neun bei der Chorarbeit setzten. Themen des ersten Kursmoduls waren Grundlagen des Dirigierens, Partitur- und Instrumentenkunde, Gehörbildung und Musiktheorie. Die Teilnehmer selber bildeten Chor und Orchester für die gemeinsame Arbeit.

Sowohl die Teilnehmer als auch die Dozenten Christian Bährens, Jobst Liebrecht und Marianne Grenz sowie Projektassistent Matthias Knop zeigten sich begeistert von der Atmosphäre und Ergiebigkeit des Projekts. Christian Bährens fand „die Jugendlichen sehr lernwillig, kontaktfreudig und selbst auch begeistert von diesem Start, der Atmosphäre, dem freundlichen Umgang miteinander, der musikalischen Qualität und den deutlichen Lernfortschritten in so kurzer Zeit … Wir alle freuen uns jetzt schon auf die Fortsetzung, das kam in der Schlussrunde auch deutlich von den Jugendlichen, die lieber morgen weitermachen als zur Schule gehen würden.“

Weiter geht der Kurs mit dem zweiten Modul am 16. bis 18. November in der Sophie-Scholl-Schule.
Zum Projektflyer 


Musikarbeitsmarkt transnational: Interaktive Karte ist online

Das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational. Information über den Berliner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung, das im Sommer seine Arbeit aufnahm, hat ein Etappenziel erreicht: eine interaktive Karte Berlins, auf der Beratungsstellen für Musiker, Einrichtungen der Musikalischen Bildung und Konzertstätten recherchiert werden können. Die Karte stellt in den vier Sprachen Arabisch, Deutsch, Englisch und Türkisch zunächst wichtige Basisinformationen zur Verfügung und wird nach und nach ausgebaut werden.

Im Projekt „Information über den Berliner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung“ macht der Landesmusikrat sein Netzwerk für Musikerinnen und Musiker nutzbar, die ihre Heimat aus politischen Gründen oder auf der Flucht vor bewaffneten Konflikten verlassen mussten. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Programms Weltoffenes Berlin der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und ist zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2018.


Konferenz der Bezirksbeauftragten Musik: Beschluss zu Musikschulen 2020/21

Die Konferenz der Bezirksbeauftragten Musik hat einen Beschluss zum Berliner Doppelhaushalt 2020/2021 veröffentlicht. Anknüpfend an die Forderung nach mindestens 20 Prozent Festanstellungen beim Lehrpersonal mahnt sie die Fortentwicklung der Musikschulen an, besonders das mittelfristige Ziel von 80 Prozent fest bei den öffentlichen Musikschulen angestellten Lehrerinnen und Lehrern. Der in sieben Forderungen samt Begründungen formulierte Beschluss kann von der Internetseite des Landesmusikrates Berlin hier gelesen und heruntergeladen werden.


LMR-Info 29. Ausgabe vom 24. Oktober 2018

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Cello-Jahr steuert auf seinen Höhepunkt zu

Neue Broschüre – Cello-Sturm auf die Museen – Tag des Cellos

Im August erschien die zweite Broschüre zum Instrument des Jahres, randvoll mit Konzerten, Kursen und anderen Terminen rund um das Violoncello. Sie können die ganze Broschüre hier herunterladen. Sie verrät auch: Unaufhaltsam treibt das Cello-Jahr seinem Höhepunkt entgegen. Er kündigt sich am Sonntag, dem 7. Oktober mit dem Cello-Sturm auf die Museen an. Junge und fortgeschrittene Schüler der Berliner Musikschulen, des Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach und des Julius-Stern-Instituts der Universität der Künste werden in dreizehn Museen im ganzen Berliner Stadtgebiet ausschwärmen, wo ihr Musizieren in Dialog mit Architektur, Gemälden, Skulpturen und Vitrinen tritt. Was wann wo passiert, können Sie hier nachlesen.
Doch der Cello-Sturm ist nur ein Vorbote für den Höhepunkt des Cello-Jahres: den Tag des Cellos, der am Sonntag, dem 14. Oktober, im Kammermusiksaal der Philharmonie und dessen Foyers begangen wird. Hier können Groß und Klein das Instrument selber mit viel Musik kennenlernen, Geigenbauern und Saitenmachern über die Schulter schauen, Musikschulen, Bibliotheken und zahlreiche andere Einrichtungen kennenlernen. Den Anfang machen die Schirmherren des Cello-Jahre, die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, mit ihrem Familienkonzert „Seite an Saite“; am Ende steht ein doppelter Bach-Abend mit klassischer und Jazz-Interpretation. Das ganze reichhaltige Programm finden Sie hier.


Hiphop unter heißer Sonne: Landesmusikrat und Landesmusikakademie beim Familiensportfest

Band-Sonderpreis und Workshops für Kinder, Jugendliche und Familien

Der Landesmusikrat und die Landesmusikakademie haben mit einem Infostand beim Familiensportfest am 19. August 2018 im Olympiapark über ihre vielfältigen Tätigkeiten informiert und Workshops für Kinder und Jugendliche angeboten (Hiphop, Kreativer Tanz). Der Präsident des Berliner Landessportbundes überreichte an die Band „Jan Pain“ den Sonderpreis des Landessportbundes, der im Rahmen von Jugend musiziert Berlin vergeben wird. Den Landesmusikrat verbindet mit dem Landessportbund das gleiche Anliegen: Musik und Musizieren gehören wie der Sport zu einer umfassenden, nachhaltigen Erziehung und Bildung, zu einem erfüllten und gesunden Leben – und zu einer lebendigen Stadt. Jenseits aller kommerziellen Interessen bedeuten Musik und Sport Lebensqualität für alle.


Verabschiedung von Dr. Hubert Kolland

Am 17. August fanden sich im Berliner ver.di-Haus Mitglieder des Landesmusikrats und Freunde und Weggefährten zusammen, um Dr. Hubert Kolland mit einer kleinen Feier zu ehren.

Der engagierte Musikwissenschaftler, Musikerzieher und Musikpolitiker gehörte seit 2004 im Präsidium des Landesmusikrates an, von 2010 bis 2017 als Präsident des Landesmusikrats Berlin und aktiv. Der Vertreter des Gastgebers ver.di, Landesfachbereichsleiter Andreas Köhn, würdigte die Verdienste Kollands auch innerhalb der Gewerkschaft, in der er jahrelang im Vorstand der Fachgruppe Musik gewirkt hatte und verlieh ihm (nachträglich) die Goldene Ehrennadel der IG Medien. Die Präsidentin des Landesmusikrates Hella Dunger-Löper würdigte die Verdienste des neuen Ehrenpräsidenten des LMR als unermüdlichem Ideengeber und Motor des Berliner Musiklebens.

Musikalisch bereichert wurde der Abend durch die Beiträge der Gäste, unter ihnen Mitglieder der Präsidien der Berliner und Brandenburger Landesmusikräte und – als Stargast – der Komponist Nils Hoffman in Gestalt Giuseppe Verdis – der am Klavier in seine neue Oper: „20 % Festanstellungen“ (Libretto: Pressemitteilung des Landesmusikrates) einführte. Schließlich trat Dr. Hubert Kolland selber ans Mikrofon, um Rückschau zu halten, Dank abzustatten und in die Zukunft zu blicken. Bei einem Büffet über den Dächern Friedrichshains klang der Abend aus, den der Geehrte trotz sichtlich genoss.


Musikarbeitsmarkt transnational

Projekt des Landesmusikrates im Rahmen von „Weltoffenes Berlin“ vorgestellt

Am Nachmittag des 23. August stellte die Senatsverwaltung für Kultur und Europa das Programm „Weltoffenes Berlin“ und die damit verbundenen Fördermöglichkeiten vor. Mit dabei war auch der Berliner Landesmusikrat, der im Projekt „Information über den Berli­ner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung“ sein Netzwerk für Musikerinnen und Musiker nutzbar macht, die ihre Heimat aus politischen Gründen oder auf der Flucht vor bewaffneten Konflikten verlassen mussten.

Projektleiterin Mona Katawi beantwortete Fragen in den Sprachen Arabisch, Englisch und Deutsch und gab Interessenten einen individuellen Einblick in musikalische Berufsmöglich­keiten in Berlin.

Musikalisch eingeleitet wurde die Veranstaltung durch eine Performance des syrischen Musikers Dirar Kalash. Neben dem Berliner Landesmusikrat waren auch das Willkommenszentrum Berlin, der Kulturförderpunkt Berlin und touring artists vertreten.

Weitere Informationen zum Projekt des Landesmusikrates finden Sie hier:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/musikarbeitsmarkt-transnational/


Landesausschuss Jugend musiziert konstituiert sich

Am 12. September 2018 traf sich der Landesausschuss Jugend musiziert Berlin zu seiner kon­sti­tu­ierenden Sitzung, in der die Mitglieder der Trägerverbände und weiterer Institu­tio­nen von Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrates, neu- bzw. wiederberufen wurden. Bei den anschließenden Wahlen wurde Markus Wenz als Vorsitzender des Landesausschusses in seinem Amt bestätigt, ebenso Anka Sommer als stellvertretende Vor­sitzende. Für die neu geschaffene Position des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden wurde Josef Holzhauser gewählt.

Der Landesausschuss Jugend musiziert Berlin plant und koordiniert den Wettbewerb auf Landesebene, an dem jährlich rund 300 Kinder und Jugendliche teilnehmen.


Test Alt
Offene Probe

Auch nicht-mitwirkende Zuhörer:innen sind herzlich willkommen.

Eine aktive Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. 

Alle Berliner Amateurmusiker:innen sind herzlich eingeladen, an der Offenen Probe am Samstagabend teilzunehmen. 

Exklusiv für den Orchestertreff werden der zweite und vierte Satz der 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven so arrangiert, dass auch Musiker:innen mit unterschiedlichen Zupfinstrumenten, Akkordeon und anderen im Original nicht besetzten Instrumenten mitspielen können. 

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmer:innen Ensemble-Erfahrung mitbringen. 

Iván Fischer

ist Ehrendirigent des Konzerthausorchesters und als einer der visionärsten Musiker unserer Zeit bekannt.

Er war Chefdirigent des National Symphony Orchestras in Washington, Opéra National de Lyon und des Konzerthausorchesters Berlin, letzteres hat ihn zum Ehrendirigent ernannt. Ebenso ist er Honorary Guest Conductor des Royal Concertgebouw Orchestra, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet.  

Bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR und dem New York Philharmonic Orchestra ist er regelmäßig zu Gast.

Nach einigen Gastauftritten in internationalen Opernhäusern, entschied er sich auch bei der Oper für einen Reformweg und gründete die Ivan Fischer Opera Company, mit der er unabhängige Opernproduktionen verwirklicht. Seit 2004 ist Iván Fischer auch als Komponist tätig, er schreibt meist vokale Musik mit kleinen Instrumentalensembles. 

Iván Fischer wurde 2013 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt und ist Ehrenbürger von Budapest.

Noten
Hier finden Sie alle Noten für die offene Probe. Bitte bringen Sie sich Ihre Noten selbstständig, ausgedruckt und vorbereitet mit.
 
4. Satz
Zeit und Ort

Samstag, 28. September

18.30 bis 20 Uhr

Landesmusikakademie Berlin
Foyer des FEZ-Berlin

Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin