LMR-Info 48. Ausgabe vom 17. März 2021

Inhalt

Wir. Sind. Kultur. Auf dem Weg zum Berliner Kulturfördergesetz / 9. Jour fixe am 22. März
Es ist Zeit für ein Kulturfördergesetz für Berlin! Gemeinsam mit zahlreichen Partnerorganisationen hat der Landesmusikrat die Kampagne „Wir.Sind.Kultur.“ ins Leben gerufen. Mehr …

10. Jour fixe „Musik und Stadt“: Schulmusik in Berlin am 29. März
Der 10. Jour fixe „Musik und Stadt“ widmet sich der Frage, wie es um die Schulmusik in Berlin steht. Anlass gibt u. a. eine Studie, die bereits Anfang 2020 gravierende Mängel feststellte. Mehr …

„Jumu Goes Digital“: 58. Gemeinsamer Regional- und Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin 2021
Nach langer Planung ist es endlich soweit: Jugend musiziert Berlin findet dieses Jahr als Zusammenlegung der Regional- und Landesebene sowie vollständig digital statt.  Mehr …

Öffnungsstrategien: Landesmusikrat Berlin tritt für Amateurmusik und Musikschulen ein
In der Öffnungsstrategie der Bundesregierung und der aktuellen zweiten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung für Berlin sieht der Landesmusikrat Berlin Musikschulen und das Laienmusizieren ungerecht behandelt. Mehr …

„Märzergreifend“ – Musikvermittlung mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) im Klassenzimmer
In der letzten Woche des RSB-Aktionsmonats „Märzergreifend“ strömen die RSB-Musikerinnen und –Musiker verstärkt auf digitalen Wegen in die Klassenzimmer. Mehr …

Räume für Musik: Raumkoordination im Landesmusikrat geht weiter
Im vergangenen Jahr konnte im Landesmusikrat das Team für Raumkoordination seine Arbeit aufnehmen, seit Kurzem wird es durch einen Beirat unterstützt. Offiziell kam nun die Zusage vom Senat, dass die Raumkoordination bis zum Jahresende 2021 weitergehen kann. Mehr …

Förderung junger Ensembleleiterinnen und -leiter: Wie es  im Schuljahr 2020/2021 weitergeht
Die musikpraktische Ausbildung von Musikmentorinnen und -mentoren geht weiter – dank einem engagiertem Team und begeisterten Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Mehr …

Hörtipp: Berliner Musikerinnen und Musiker im Podcast „Klassik viral“
Der Musikjournalist Arnt Cobbers spricht in seinem „Podcast gegen den Corona -Blues“ mit Musikerinnen und Musikern in und um Berlin. Das ist bewegend, beunruhigend – und stimmt häufig hoffnungsfroh. Mehr …


Termine

Landesmusikrat Berlin
22. März 2021, 19 Uhr    9. Jour fixe „Musik und Stadt“: Wie könnte ein Berliner Kulturfördergesetz
                                               aussehen?
29. März 2021, 19 Uhr    10. Jour fixe „Musik und Stadt“: Schulmusik in Berlin

Jugend musiziert Berlin
19.–21. März 2021           „Jumu Goes Digital“ Gemeinsamer Regional- und Landeswettbewerb
                                               Jugend musiziert Berlin, 2. Wertungswochenende
25. April 2021                    11 Uhr: Matinee der Preisträgerinnen und Preisträger von „Jumu Goes
                                               Digital“, Livestream aus der Mendelssohn-Remise

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de


Berichte

Instrument des Jahres 2021: „Orgel in der Schule“ präsentiert Unterrichtsentwürfe
Am 10. März stellte das Projektteam „Instrument des Jahres: Orgel“ sein Programm „Orgel in der Schule“ der Presse vor. Mehr …

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Erste digitale Projektphase erfolgreich mit YouTube-Premiere abgeschlossen
Die Winter-Arbeitsphase des Landesjugendensembles fand via Bildschirm statt – und brachte ein eindrucksvolles Ergebnis, wie die YouTube-Premiere belegt. Mehr … 


Mitglieder-News

Deutsche Orchestervereinigung: Orchester und Chöre sollen mehr Freischaffende verpflichten
Die Deutsche Orchestervereinigung empfiehlt allen öffentlich finanzierten Orchestern und Profichören, mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs vorrangig freischaffende Musikerinnen und Musikern als Orchester- und Choraushilfen einzusetzen. Mehr …

Handiclapped – Kultur Barrierefrei: Geisterkonzert für ein Berliner Kulturfördergesetz
Am 17. Februar gab Handiclapped – Kultur Barrierefrei ein „Geisterkonzert“ auf Rockradio.de. Dabei machte sich der Verein für die Aktion „Wir.Sind.Kultur.“ stark. Mehr …

Landesmusikakademie Berlin: „klangwelten kunterbunt" – aus dem digitalen Koffer!
Das Musikfestival für Kinder und ihre Eltern – an der Landesmusikakademie Berlin in Kooperation mit dem FEZ-Berlin – dieses Jahr ONLINE vom 13. März bis 25. Juni. Mehr …

Staats- und Domchor Berlin: Chorgrüße vom Dom an die Zeche
Der Männergesangsverein Harmonie Zeche Victoria aus Lünen nahm große Mühen auf sich, um ein Lied einzustudieren. Als die Sänger des Staats- und Domchors Berlin das im Internet sahen, mussten sie einfach antworten. Mehr …

Nutzen Sie die mitglieder-news und lassen Sie alle Leserinnen und Leser des lmr-info wissen, was bei Ihnen los ist! Hier finden Sie Hinweise zu Länge und Format.
Der nächste Redaktionsschluss für die mitglieder-news ist der 16. April 2021.


Musikbuch-Empfehlung

Matthias Corvin: Märchenerzähler und Visionär: Der Komponist Engelbert Humperdinck
2021 ist Humperdinck-Jahr: Vor 100 Jahren starb der Komponist in Neustrelitz. Matthias Corvin belegt in seinem Buch, dass die Schlagworte Wagner-Epigone und Märchenoper diesen vielseitigen Musiker und seine Entwicklung bei weitem nicht angemessen beschreiben. Mehr …


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LMR-News

Wir. Sind. Kultur. Auf dem Weg zum Berliner Kulturfördergesetz / 9. Jour fixe am 22. März

Kultur ist lebenswichtig! Aber wie sie entsteht, arbeitet, lebt, bleibt oft unbeachtet. Die Corona-Krise hat uns den gesellschaftlichen Wert von kultureller Teilhabe neu bewusst gemacht. Vielen Menschen fehlt etwas, wenn Konzerte und Proben nicht stattfinden, Theater, Museen und Clubs geschlossen sind. Kultur stärkt den Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie macht Berlin so attraktiv. Ensembles und Vereine, Institutionen und Initiativen: Kultur schafft soziale und öffentliche Räume. Für Aktive und Publikum bedeuten sie Kontakt, Gemeinschaft, ja: Heimat.

Abgeleitet aus Art. 20. Absatz 2 der Landesverfassung soll der gesellschaftliche Rang von Kunst und Kultur in einem Gesetz ausgestaltet werden. Verbunden ist damit das Ziel größerer Transparenz, Verlässlichkeit und Beteiligung durch regelmäßigen, verbindlichen Diskurs über Kunst und Kultur in Parlament und Öffentlichkeit. Erreicht wird dies durch die Vereinbarung regelmäßiger Planung und Berichterstattung, die in einen partizipativen Prozess eingebettet ist.

Unsere Aktion „Wir.Sind.Kultur.“ hat drei Ziele:

  •          Berliner Kulturschaffende durch die Krise bringen,
  •          Kulturszene in Berlin wieder aufbauen,
  •          Berliner Kultur mit einem Kulturfördergesetz nachhaltig absichern.

In einer Auftaktveranstaltung am 18. Januar beim regionalen Fernsehsender ALEX Berlin wurde die gesellschaftliche Debatte bereits begonnen. Hier können Sie die Sendung anschauen und eine Transkription nachlesen.

Daran schließt der 9. Jour fixe „Musik und Stadt“ am 22. März an. Ebenfalls bei ALEX Berlin sprechen folgende Expertinnen und Experten über die Ausgestaltung eines Berliner Kulturfördergesetzes: Sabine Bangert (MdA, Bündnis 90/Die Grünen), Vorsitzende des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten, Bernhard Kotowski , Geschäftsführer des berufsverbands bildender künstler*innen berlin, Dr. Klaus Lederer (DIE LINKE), Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa, Prof. Dr. Dr. h. c. Christoph Markschies, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Rechtsanwalt Prof. Dr. Peter Raue sowie Susanne Stumpenhusen, Landesleiterin i. R. von ver.di Berlin-Brandenburg. Die Podiumsdiskussion wird per Livestream im Internet zu sehen sein.
Zur Online-Anmeldung zum 9. Jour fixe „Musik und Stadt“

Schriftzug „Wir.Sind.Kultur.“
Nutzen Sie unseren Schriftzug „Wir.Sind.Kultur.“ für Ihre Drucksachen und Aktionen!

Gesicht zeigen – für ein Kulturfördergesetz
Zeigen Sie auf Instagram, Facebook, Snapchat oder Twitter, dass Sie für ein Kulturfördergesetz eintreten: ein Selfie, ein Satz unter dem Betreff „Wir sind Kultur.“ Laden Sie unser Logo „Wir.Sind.Kultur.“ herunter, drucken Sie es aus und halten Sie es in die Kamera! Oder zeigen Sie es auf Ihrem Tablet an und fotografieren Sie sich mit Ihrem Telefon!

Wichtige Akteurinnen und Akteure aus Kultur, Politik und Wirtschaft haben bereits Statements abgegeben, darunter Christoph Markschies, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Vladimir Jurowski, Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, und Brigitte Kippe, Koordinatorin von talentCAMPus und ehemals Leiterin der Volkshochschule City West.


10. Jour fixe „Musik und Stadt“: Schulmusik in Berlin am 29. März

Die im März 2020 veröffentlichte Studie „Musikunterricht in der Grundschule“ (Deutscher Musikrat/Bertelsmann-Stiftung/Landesmusikräte) ergab, dass 23 000 Musiklehrkräfte an Grundschulen in Deutschland fehlen, bis zu 73 % des Musikunterrichts fachfremd erteilt wird und etwa 7 % ersatzlos entfallen. Mit der Corona-Pandemie hat sich die Situation weiter massiv verschärft. Durch den weitgehenden Wegfall schulischer Ensemblearbeit droht zudem ein folgenreiches Ensemblesterben. Wie diesen Fragen angemessen begegnet werden kann, soll in der Sendung mit den Studiogästen diskutiert werden.

Zu Gast auf dem Podium sind Rebekka Hüttmann, Vizepräsidentin der Universität der Künste Berlin, Chris Berghäuser, Vorsitzender des Berliner Musikschulbeirats, Tobias Schulze, Wissenschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Dörte Engelhardt aus dem Vorstand der Landeselternvertretung Berlin, Prof. Dr. Werner Beidinger von der Universität Potsdam, Dominica Acri, Schulleitein der Carl-Orff-Grundschule Berlin und Michael Riedel, Musiklehrer am Droste-Hülshoff-Gymnasium. Prof. Dr. Stefan Koelsch (Leipzig, Bergen) wird ein Statement beisteuern. Die Moderation hat Carl Parma, Präsidiumsmitglied des Landesmusikrats Berlin.

10. Jour fixe „Musik und Stadt“: Schulmusik in Berlin
Montag, 29. März 2021, 19 Uhr, Livestream aus  der ALEX-Halle, Berlin-Friedrichshain

Bitte melden Sie sich hierfür im Online-Formular an, der Link zur Veranstaltung wird Ihnen dann rechtzeitig zugeschickt. Teilen Sie uns dort bitte auch Ihre Fragen an das Podium mit, wir werden sie dann im Verlauf der Sendung vorlesen.


„Jumu Goes Digital“: 58. Gemeinsamer Regional- und Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin 2021

Die ersten Wertungen durch die Fachjurys fanden vom 11. bis 14.03. statt, am 19. bis 21.03.2021 folgen die übrigen. Über eine Cloud konnten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Jumu Goes Digital“ ihre Wettbewerbsbeiträge einreichen. Auch die Beratungsgespräche finden digital an den Wochenenden statt. Die Ergebnisse des ersten Wochenendes (11. bis 14. März) Ergebnisse „Jumu Goes Digital“ .

SAVE THE DATE!
Am 25.4.2021 um 11 Uhr werden Preisträgerinnen und Preisträger von „Jumu Goes Digital“ eine musikalische Matinee gestalten, welche wir aus der Mendelssohn-Remise in Berlin-Mitte via Live-Stream direkt in Ihre Wohnzimmer bringen. Wir freuen uns auf Sie!

Alle Informationen zum diesjährigen Wettbewerb finden Sie hier.


Öffnungsstrategien: Landesmusikrat Berlin tritt für Amateurmusik und Musikschulen ein

Die Öffnungsstrategie der Bundesregierung sieht einen Stufenplan vor, der dem Sport eine Sonderrolle zuweist und musikalische Betätigung von Amateurmusikerinnen und -musikern in den allgemeinen Freizeitbereich und damit auf die Wartebank verweist. Amateurmusizieren soll demnach erst mit dem fünften Öffnungsschritt, frühestens am 5. April 2021 und auch nur bei einer Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner gestattet sein. Der Landesmusikrat Berlin fordert für die mehr als 120 000 Amateurmusikerinnen und -musiker der Stadt eine Gleichbehandlung mit dem Sport. Das würde zum Beispiel bedeuten, dass Kinder- und Jugendensembles bis zu 20 Personen bei einer Inzidenz unter 100 bereits ab dem 8. März kontaktfrei im Außenbereich proben dürften, weitere Ensembles ab dem 22. März auch im Innenbereich. Zur Pressemitteilung (PDF)

Mit dem Motto „Musikschulen sind Schulen!“ formuliert der Landesmusikrat Berlin außerdem scharfe Kritik an der aktuellen zweiten Berliner Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 4. März 2021. Sie verbietet auch weiterhin den Präsenzunterricht an Berliner Musikschulen. Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper sagt: „Während im Sport bereits Gruppen zusammenkommen dürfen, soll in den Berliner Musikschulen der Unterricht in Präsenz, der zu einem großen Teil als Einzelunterricht erteilt wird, bis Ostern nicht gestattet sein. Das ist nicht nachvollziehbar. Wir fordern für die Berliner Musikschulen eine zeitnahe Nachbesserung. Hygienekonzepte für eine entsprechende stufenweise Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an den Musikschulen liegen seit April letzten Jahres vor.“ Zur Pressemitteilung (PDF)


„Märzergreifend“: Musikvermittlung mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) im Klassenzimmer

In der letzten Woche des RSB-Aktionsmonats „Märzergreifend“, in dem das Orchester seinem Publikum mit innovativen und partizipativen Formaten begegnet, strömen die RSB-Musikerinnen und -Musiker verstärkt auf digitalen Wegen in die Klassenzimmer. In der Woche vom 22. bis 26. März gestalten Orchestermitglieder und das Musikvermittlungs-Team des RSB als Moderatorinnen und Moderatoren, als Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner Unterrichtsstunden. Neben den „Digitalen Klassenzimmerkonzerten“, in denen hierfür extra aufgezeichnete Konzertaufnahmen gemeinsam spielerisch erkundet und erarbeitet werden, bietet das RSB auch den „Musikalischen Klassenchat“ an, in dem einzelne Orchestermitglieder ihr Instrument und ihren Beruf vorstellen sowie Fragen beantworten. Auch das Video-Quiz-Format „Tubadur will’s wissen!“ kann nach Vereinbarung als Online-Version durch RSB-Mitglieder gestaltet werden.

Mehr Informationen unter https://www.rsb-online.de/maerzergreifend-schule/

Anfragen an Isabel Stegner, Musikvermittlung beim RSB:

Es können individuelle Absprachen zur Programmgestaltung, angepasst an die  jeweilige Unterrichtssituation und Klassenstufe, getroffen werden.


Räume für Musik: Raumkoordination im Landesmusikrat geht weiter

Mit dem 1. März ging die temporäre Koordinationsstelle für Proben- und Aufführungsräume in die Verlängerung bis zum Ende des Jahres. Anlass genug, „Temporäre“ aus dem Titel zu streichen und das Anliegen zu einem längerfristigen Auftrag zu machen. Denn bereits vor der Corona-Pandemie stellte die Suche nach geeigneten Räumen eine große Herausforderung dar – für die Amateurmusikszene wie für die gesamte Kulturlandschaft Berlins. Die aktuelle Krise ist daher auch eine Chance, Raum und Raumnutzung in Berlin neu zu denken, Ideen und Raumnutzungskonzepte für die Zukunft zu erproben und längerfristige Strukturen zu schaffen.

Mit dem nahenden Frühjahr, steigenden Temperaturen und der Hoffnung darauf, dass das Proben im Freien bald wieder gestattet sein wird, wird der Fokus zur Recherche und Akquise von Räumen aktuell zunächst auch um Open-Air-Flächen erweitert. In Kooperation mit dem Chorverband Berlin e. V. halten wir Ausschau nach Grünflächen, Open-Air Bühnen, Gewerbehöfen und allen weiteren Freiflächen, die zum Proben und Aufführen geeignet sind. Nach den Wintermonaten mit nahezu stillgelegter Kultur ist es an der Zeit, sie lebendig und vor allem vielstimmig in die Stadt zurückkehren zu lassen. Die Flächen werden nach und nach in die interaktive Raumkarte eingepflegt, die hier eingesehen werden kann: www.landesmusikrat-berlin.de/service/raumkoordination/raumdatenbank.


Förderung junger Ensembleleiterinnen und -leiter: Wie es im Schuljahr 2020/2021 weitergeht

Im Projekt Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter bietet der Landesmusikrat und ein Team hochqualifizierter Dozentinnen und Dozenten interessierten Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, sich zu Musikmentorinnen und -mentoren auszubilden, die etwa das schulische Musizieren fachkundig unterstützen können. Dieses musikpraktische Angebot konnte trotz der wechselnden Infektionsschutzmaßnahmen dank dem Engagement von Lehrteam und Schülerinnen und Schülern auch im Schuljahr 2020/21 aufrechterhalten werden.

Nach Absprachen aller Beteiligten sollen die letzten beiden Module des Schuljahres 2020/21 teilweise digital organisiert werden, jedoch wurden einige Module in der Hoffnung auf Lockerungen des Lockdown verschoben.

Dank gebührt den Dozentinnen und Dozenten dafür, dass sie die Termine individuell mit den Schülern vereinbart haben, damit alle die Möglichkeit haben, ein Abschluss-Zertifikat zu erhalten. Das wichtigste Ziel bleibt jedoch, dass die Schülerinnen und Schüler so viel Inhalt und Erfahrung im Dirigieren erlernen, wie es derzeit möglich ist. Eine Abschlussveranstaltung kann nun möglicherweise am 15. August 2021 im Rosa-Luxemburg-Gymnasium stattfinden.


Hörtipp: Berliner Musikerinnen und Musiker im Podcast „Klassik viral“

Der Musikjournalist Arnt Cobbers hat in Zusammenarbeit mit dem Crescendo-Magazin im Januar 2021 „Klassik Viral – den Podcast gegen den Corona-Blues“ gestartet. In Gesprächen mit Musikerinnen und Musikern in und um Berlin lotet er die Stimmung der Musikszene in der Pandemie aus. Die O-Töne von Künstlerinnen und Künstlern wie Franziska Pietsch, Antje Weithaas, Noah Bendix-Baldley, Titus Engel und Detlev Glanert bieten Schlaglichter sowohl auf das Musikleben unter Corona-Bedingungen als auch auf vielfältige musikalische Berufsbiografien. Ergänzt werden sie durch musikalische Live-Beiträge der Interviewten.

Für die aktuellen Themen des Landesmusikrats Berlin besonders interessant: die Gespräche mit Landeskirchenmusikdirektor Gunter Kennel, unter anderem zum „Instrument des Jahres: Orgel“, mit dem Stummfilmpianisten Stephan Graf von Bothmer, der sich als Solo-Musikunternehmer durch die Krise kämpft, und mit Kai-Uwe Jirka, dem Leiter des Staats- und Domchors, der lebhaft über die Singarbeit im vergangenen Jahr und die Zukunftsaussichten für Chöre spricht.

Insgesamt ergeben die Schlaglichter des Podcasts „Klassik Viral“ das Mosaik eines Berufszweigs, den die Bedingungen der Corona-Pandemie ernsthaft gefährden, der aber auch unter diesen Bedingungen vom eindrucksvollen, leidenschaftlichen Einsatz seiner Akteurinnen und Akteure getragen wird. Das Reinhören lohnt sich!

 „Klassik Viral – der Podcast gegen den Corona-Blues“


Berichte


Instrument des Jahres 2021: „Orgel in der Schule“ präsentiert Unterrichtsentwürfe

Am 10. März stellte das Projektteam „Instrument des Jahres: Orgel“ sein Programm „Orgel in der Schule“ in einem Online-Pressetermin vor. Dieser Projektbereich umfasst eigens erarbeitete Unterrichtsentwürfe für die Fächer Musik, Mathematik, Physik, Religion und Werken, jeweils mit umfangreichen Materialsammlungen, Hör- und Notenbeispielen und Aufgaben für den Klassen- und Online-Unterricht, außerdem eine Liste mit Links zum Lesen, Hören, Basteln, Surfen und für Klassen- oder Familienausflüge. Nach der Einleitung durch Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats, begrüßte Beate Stoffers, Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Familie, die Initiative und Kreativität von Landesmusikrat und Fachdidaktikerinnen und -didaktikern. In deren Namen erläuterten Brigitte Lutz-Westphal (Mathematik) und René Dohrmann (Physik) von der Freien Universität Berlin, was für ein ergiebiges Beispiel die Orgel für den Unterricht ist. Dorothea Voigt, Kantorin in Bad Liebenwerda, berichtete von der Schülerarbeit der Südbrandenburgischen Orgelakademie. Zuletzt betonte der Star-Organist Cameron Carpenter aus eigenem Erleben, wie wichtig es sei, Schülerinnen und Schülern direkte Klang- und Spielerlebnisse mit dem faszinierenden Instrument Orgel zu verschaffen. Die Video-Aufzeichnung des Online-Pressetermins kann auf dem YouTube-Kanal des Landesmusikrats und auf Facebook nachgeschaut werden.


Landesjugendensemble Neue Musik: Erste digitale Projektphase erfolgreich mit YouTube-Premiere abgeschlossen

Zum ersten Mal stellte sich das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin der Herausforderung, sich musikalische Werke der Zeitgenössischen Musik vollständig digital zu erarbeiten. Am 27.02.2021 um 19 Uhr wurde das Ergebnis als YouTube-Premiere ausgestrahlt: ein digitales Winter-Konzert, welches neben der herausragenden Leistung aller beteiligten Ensemblemitglieder auch Einblick in die digitale Projektphase und die Entstehung gibt. Das Video ist weiterhin auf dem Kanal des Landesmusikrats verfügbar. Es findet dort nach wie vor Zuspruch und wartet auf mehr neugierige Zuschauerinnen und Zuschauer!

Hier geht es zum digitalen Winter-Konzert des LJE NM.


Mitglieder-News


Deutsche Orchestervereinigung: Orchester und Chöre sollen mehr Freischaffende verpflichten

Die Deutsche Orchestervereinigung empfiehlt allen öffentlich finanzierten Orchestern und Profichören, mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs vorrangig freischaffende Musikerinnen und Musikern als Orchester- und Choraushilfen einzusetzen.  „Das ist ein wichtiger Beitrag, um in der täglichen Praxis freischaffenden Musikerinnen und Musiker in ihrer Region eine Zukunftsperspektive zu geben“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV). „Momentan liegt das Geschäft der gesamten freien Szene weiter am Boden.“ Am vergangenen Freitag hatte auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) bei einer Veranstaltung in Berlin geäußert, sie könne sich in den Verträgen der Stadt- und Staatstheater die Verpflichtung vorstellen, einen bestimmten Anteil freiberuflicher Künstlerinnen und Künstler einzubeziehen.

Die DOV-Empfehlung basiert auf einem aktuellen Beschluss des Gesamtvorstands. „Der Beschluss unterstreicht abermals die Solidarität der fest angestellten Berufsmusikerinnen und -musiker mit ihren freischaffenden Kolleginnen und Kollegen“, sagt Mertens. Die Empfehlung gilt zunächst bis Ende der Spielzeit 2021/22. Dann werden die Wirkungen von der DOV-Arbeitsgruppe der Freischaffenden und Lehrbeauftragten evaluiert und ggf. angepasst. Freischaffende Musikerinnen und Musiker gehören zu den Berufsgruppen mit den größten finanziellen Einbußen in der Corona-Krise, viele sind existenziell bedroht. Betroffen sind auch junge Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Während normalerweise 15 Prozent im ersten Berufsjahr eine feste Anstellung finden, werden derzeit kaum noch Stellen besetzt.

Die DOV hat in der Corona-Krise ihr Engagement für Freischaffende stark ausgebaut und zahlreiche Vorstöße zur besseren sozialen Absicherung auf der politischen Ebene unternommen. Der Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung für Freischaffende aller Musikrichtungen (#MusikerNothilfe) geht auf eine Initiative der DOV zurück, die die Stiftung im Jahr 2004 gründete.


Handiclapped – Kultur Barrierefrei: Geisterkonzert für ein Berliner Kulturfördergesetz

Die einen geben Geisterspiele, Handiclapped macht ein Geisterkonzert: Am 17. Februar übertrug die Internet-Musikplattform Rockradio.de das Konzert „Inklusion rockt – auch von Zuhause!“ mit dem Rapper Graf Fidi und dem Robert Gläser Trio. Die Künstler machten sich dabei auch für die Aktion „Wir.Sind.Kultur:“ stark, mit der zahlreiche Berliner Menschen und Institutionen gemeinsam für ein Berliner Kulturfördergesetz  eintreten.  Starke Bilder vom starken Auftritt zeigen, wie es geht – danke an alle, die mitorganisiert, mitgerappt und mitgefeiert haben!  [Galerie]

Am heutigen Mittwoch, dem 17. März, startet Handiclapped um 18 Uhr eine Online-Party mit Graf Fidi, zu der man sich hier anmelden kann – zum Mitfeiern!


Landesmusikakademie Berlin: „klangwelten kunterbunt“ – aus dem digitalen Koffer!

Spannende Konzerte, Workshops und viele Mitmachaktionen gilt es zu entdecken. Altersgerecht und in fünf Rubriken unterteilt, gibt das reichhaltige Angebot Kindern von 4 bis 12 Jahren Gelegenheit, Musik zu hören, eigene Möglichkeiten zu erkunden und sich mit Musik zu stärken. Denn: „Musik macht stark und tut uns gut!“, so Festivalleiterin Nathalie Schock.

Über ein zuvor erworbenes Online-Ticket erhalten Familien, Kitagruppen und Schulklassen Zugang zum digitalen Koffer, dessen Inhalte sie über den Zeitraum von einem Monat immer dann nutzen können, wenn es gerade passt.

Mehr Informationen finden Sie hier: https://musikfestival-klangwelten.de/ 


Staats- und Domchor Berlin: Chorgrüße vom Dom an die Zeche

Der Männergesangsverein Harmonie Zeche Victoria aus Lünen (Westfalen) hat Sänger für Sänger, Stimme für Stimme das Lied „Die Rose“ eingesungen. Dokumentiert hat das Abenteuer der Westdeutsche Rundfunk in seinem Film „Liebe ist wie wildes Wasser“. Die Sänger des Staats- und Domchors Berlin waren von der Dokumentation und dem Ergebnis der Mühen so beeindruckt, dass sie auf YouTube mit einem eigenen Arrangement geantwortet haben – als Gruß von Sängern an Sänger in Zeiten, die es dem Singen schwer machen. Für den MGV Harmonie antwortete Rainer Dornhege dem Leiter des Staats und Domchors Kai-Uwe Jirka: „Lieber Herr Jirka. Es hat mich vom Stuhl gehauen! Ich sage einfach DANKE.“


Buchempfehlung

Matthias Corvin: Märchenerzähler und Visionär. Der Komponist Engelbert Humperdinck

2021 ist Humperdinck-Jahr – im September jährt sich der Todestag des Komponisten zum 100. Mal, und dazu passend liegt seit Januar eine kompakte deutschsprachige Biografie vor. Durch ihre chronologische Anordnung ermöglicht sie die gezielte Information über Humperdincks Berliner Zeit: „Ruhm und Abgesang in Berlin (1900–1921)“ lautet das letzte Kapitel. Nicht nur in diesem Abschnitt gibt es viele weniger bekannte Geschichten und Werke zu entdecken, mittels derer der Autor Matthias Corvin das Bild vom „Märchenonkel“ und rückwärtsgewandten Romantiker korrigiert und ergänzt. Da ist zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Max Reinhardt an der 1911 in London uraufgeführten Pantomime „Das Mirakel“, die anschließend verfilmt wurde, sodass Humperdincks Musik als eine Vorform der Filmmusik gelten kann. Ebenfalls wenig bekannt sind seine Schauspielmusiken zu Shakespeare-Stücken. Teile der Bühnenmusik zum „Sturm“ entstanden 1906 auf Usedom, wo Humperdinck in der Villa Meeresblick Quartier nahm.

Obwohl sich Humperdinck nach seiner Zeit als Assistent Richard Wagners von dessen kompositorischem Einfluss emanzipiert hatte, blieb die Freundschaft zur Familie Wagner lebenslang bestehen. Der in der Wagner-Familie „Hümpchen“ genannte Humperdinck unterrichtete Siegfried Wagner im Tonsatz. In Berlin leitete Humperdinck eine Meisterklasse für Komposition an der damaligen Hochschule für Musik. Zu seinen Schülern gehörten u. a.  Leo Blech, Friedrich Hollaender, Robert Stolz und Kurt Weill.

Ein umfangreicher Anhang rundet die Biografie ab. Er enthält neben Zeittafel, Werkverzeichnis, Biblio-, Disko- und Videografie außerdem Zeugnisse von und über Humperdinck sowie ein Personenregister.

Matthias Corvin: Märchenerzähler und Visionär: Der Komponist Engelbert Humperdinck. Mainz: Schott, 2021. 292 Seiten. Ausgabe als Paperback (ISBN 978-3-95983-619-7) 22,99€  oder Hardcover (ISBN: 978-3-95983-620-3) 29.99 €

Dieses Buch auf der Website des Verlags  
Besprechung von Christoph Vratz auf SWR2, 25. März 2021

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info 47. Ausgabe vom 5. Februar 2021

Inhalt

lmr-news

Freischaffend in der Coronakrise: Online-Konferenz des Landesmusikrats
Wie geht es den freischaffenden Musikerinnen und Musikern in der Corona-Krise? Welche Perspektiven haben sie? Diesen drängenden Fragen widmen der Landesmusikrat und seine Kooperationspartner eine Online-Konferenz.

Neustart Kultur: Förderprogramme des Bundes für das Musikleben
Seit Sommer 2020 läuft das Programm „Neustart Kultur“ des Bundes. Mit Höhe von einer Milliarde Euro unterstützt die Bundesregierung den Kulturbetrieb und die kulturelle Infrastruktur. Zahlreiche Programme gelten dem Musikleben. 

Virtueller Start: Jugend musiziert im zweiten Corona-Frühjahr
Durch die Corona-Schutzmaßnahmen sind auch die Vorbereitungen zu den Regionalwettbewerben von Jugend musiziert Berlin so stark betroffen, dass die Wertungsspiele nun gemeinsam mit dem Berliner Landeswettbewerb Mitte März in digitaler Form stattfinden.

Von Ostern in den Herbst: Landesjugendorchester verschiebt Arbeitsphase
Die Oster-Arbeitsphase des Landesjugendorchesters kann unter den geltenden Schutzbestimmungen nicht sinnvoll durchgeführt werden. Sie wird auf den Herbst verschoben. Am deutsch-französchen Sommerprojekt hält das Orchester nach wie vor fest.

Neue Gesichter beim Landesmusikrat Berlin
Seit diesem Jahr liegen die Projekte Jugend musiziert – Populäre Musik, Landesjugendorchester und Landesjugendjazzorchester in neuen Händen.

Termine

Jugend musiziert Berlin
25.02.–11.03. 2021
          Einsendetermine für digitale Wertungsspiele
12.–14.03. & 19.–21.03.2021      Wertungen durch die Fachjurys              

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
27.02.2021                          Digitales Winter-Konzert

Landesjugendorchester Berlin
20.03.2021                          Anmeldeschluss für Sommer- und Herbstprojekt
13.04.2021                          Probespiel

Landesmusikrat Berlin
10.02.2021                          Konferenz zur Lage freischaffender Musikerinnen und Musiker, Teil 3
24.02.2021                          Konferenz zur Lage freischaffender Musikerinnen und Musiker, Teil 4

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

Instrument des Jahres: Orgel – digitale Pressekonferenz zieht weite Kreise
Am 11. Januar informierte eine digitale Pressekonferenz über  das Instrument des Jahres 2021, die Orgel. Die Landesmusikräte Berlin und Brandenburg werden die „Königin der Instrumente“ gemeinsam feiern.

Nachhaltig handeln für die Kultur: Jour fixe zum Kulturfördergesetz
Am 18. Januar war eine Runde aus Expertinnen und Experten zu Gast bei ALEX Berlin, um über etwas zu sprechen, das es in Berlin erstaunlicherweise nicht gibt: ein Gesetz zur Kulturförderung.

Landesjugendensemble Neue Musik: Erste Digitale Projektphase erfolgreich beendet
Neugier und Einsatzfreude bewiesen erneut die Musikerinnen des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin: In digitalen Workshops und Proben erarbeiteten sie sich ein Programm, das im Digitalen Winter-Konzert am 27. Februar seine Premiere im Internet feiern wird.

Perspektive trotz Shutdown: Raumkoordination für Ensembles im Landesmusikrat
Obwohl derzeit weder Proben noch Konzerte möglich sind, ist das Team zur Raumkoordination für Chöre und Ensembles unermüdlich aktiv. Seit kurzem wird es durch einen Beirat unterstützt.

Mitglieder-News

Carl Bechstein Wettbewerb lädt junge Streicher-Duos nach Berlin ein
Vom 29. bis 31.10.2021 findet der 7. Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche in Schloss Britz in der Wertung „Klavier und ein Streichinstrument“ statt. 

Handiclapped Berlin e. V.: Bericht zum Projekt KuDiBa – Kultur Digital Barrierefrei
Handiclapped Berlin und Musictech Germany e. V. haben zwischen August und November 2020 das Projekt KuDiBa – Kultur Digital Barrierefrei erfolgreich durchgeführt. 

KulturLeben Berlin: Neustart #MusikerFürMusikerBerlin / Spendenaufruf
Die Kampagne #MusikerFürMusiker Berlin startet im März mit neuen Freiluftkonzerten – und Mit-Initiator KulturLeben Berlin bittet um Spenden für seine Bürotechnik.

Landesmusikakademie Berlin: Jahresprogramm 2021 erschienen
Online, Hybrid, Präsenz: Diese Kurse erwarten Sie 2021 an der Landesmusikakademie Berlin .

Musicboard Berlin: Call for concepts – Stipendien, Residenzen, Jobs
Das Musicboard Berlin, Fördereinrichtung für die popkulturelle Musikszene, hat das Online-Bewerbungsprogramm Stipendien & Residenzen freigeschaltet.

VÖBB: Kostenloser Bibliotheksausweis für digitale Angebote
Der kostenlose Probeausweis ist zurück: Zum aktuellen Lockdown werden die digitalen Angebote des VÖBB (Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins) wieder für drei Monate freigeschaltet.

Musikbuch-Empfehlung

Gabriel Yoran: Klassik verstehen
Klassikfans schreiben gern für Klassikfans und solche, die es werden könnten. Einen besonders vielseitigen Zugang auch abseits allgegenwärtiger Klassik-Hits verspricht Gabriel Yoran.

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LMR-News


Freischaffend in der Coronakrise: Online-Konferenz des Landesmusikrats

In Pandemie und Lockdown stehen Soloselbständige vor dramatischen Herausforderungen. Der Landesmusikrat veranstaltet diese Konferenz gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern ver.di, Vereinigung Alte Musik, Berlin Music Commission, IG Jazz, Tonkünstlerverband Berlin, Initiative Neue Musik und Deutscher Orchestervereinigung. Zur Vorbereitung wurde eine digitale Umfrage durchgeführt, die erschreckende Ergebnisse zutage förderte. Eine Pressemitteilung darüber vom 25. Januar sorgte weithin für Bestürzung.

Die Konferenz gliedert sich in vier Abschnitte. Bereits stattgefunden haben die ersten beiden Panels am 27. Januar und 3. Februar 2021 zu den Themen „Aktuelle Situation freischaffender Musikerinnen und Musiker“ und „Wie gut vertreten Organisationen/Verbände die Interessen der freischaffenden Musikerinnen und Musiker?“  Video-Aufzeichnungen der Panels können Sie hier anschauen.  Es folgen zwei weitere Teile:

3. Mittwoch, 10. Februar 2021, 11:30–13 Uhr
Soziale Absicherung für Musikerinnen und Musiker in Deutschland

4. Mittwoch, 24. Februar 2021, 11:30–13 Uhr
Wiederaufbauplan für die Kultur nach der Pandemie

Hier können Sie das vollständige Programm herunterladen.

Bitte melden Sie sich im unten verlinkten Formular an, der Link zur Veranstaltung wird Ihnen dann rechtzeitig zugeschickt. Mit der Anmeldung haben Sie auch die Gelegenheit, Ihre Fragen an unsere Podiumsteilnehmerinnen und Podiumsteilnehmer zu stellen. Zum Anmeldeformular


Neustart Kultur: Förderprogramme des Bundes für das Musikleben

Seit Sommer 2020 läuft das Programm „Neustart Kultur“ des Bundes. Mit Mitteln in Höhe von einer Milliarde Euro unterstützt die Bundesregierung den Kulturbetrieb und die kulturelle Infrastruktur. Ein Anschlussprogramm von einer weiteren Milliarde an Fördermitteln beschloss der Koalitionsausschuss am 3. Februar 2021.

Zu den Programmen im Rahmen von „Neustart Kultur“ zählen die jüngst aufgestockte Förderung von Musikklubs, Aufführungsstätten und Festivals, die Hilfe für „Umsonst & Draußen“-Festivals mit Musik aller Art, Stipendien für klassische Musik, die Förderung digitaler Strukturen im Musikfachhandel sowie Hilfen für Musikverlage. Unterstützt werden auch Künstlerinnen und Künstler der aktuellen Musikszene und freie Künstlergruppen. Hinzu kommt ein Modellprojekt zur Digitalisierung von Konzertstätten und Bühnen. In Planung ist ein Programm zur Förderung der Amateurmusik in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

Ausführliche Informationen und Links zu den Förderprogrammen finden sich hier.


Virtueller Start: Jugend musiziert im zweiten Corona-Frühjahr

Durch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens sind auch die Vorbereitungen zu den Regionalwettbewerben von Jugend musiziert Berlin so stark betroffen, dass die Wertungsspiele ein weiteres Mal verlegt werden müssen. Sie finden nun gemeinsam mit dem Berliner Landeswettbewerb Mitte März in digitaler Form statt.

Die Projektleitungen und die Ausschüsse der Regional- und Landesebene sprechen sich dafür aus, die Wettbewerbe an zwei Wochenenden im März digital zusammenzufassen. Über Videoeinsendungen können die Teilnehmenden aller Berliner Regionalwettbewerbe ihre Leistungen präsentieren und zugleich eine Bewertung für die Landesebene erhalten. Damit der Wettbewerb in diesem Jahr sicher durchgeführt werden kann, wird er, wie angekündigt, im digitalen Raum stattfinden. Die Teilnehmenden reichen ihre Beiträge in Form von Videos ein. In Berlin haben sich trotz der Pandemie rund 500 Kinder und Jugendliche für die Regionalwettbewerbe von Jugend musiziert Berlin angemeldet.

Solowertungen gibt es im Jahr 2021 für Blas- und Zupfinstrumente, Bass (Pop), Musical und Orgel. Ensemblewertungen sind für Duos aus Klavier und einem Streichinstrument, Singstimme und Klavier (Kunstlied) sowie Schlagzeug-Ensembles, besondere Ensembles und Band Rock/Pop ausgeschrieben. Die Kategorie „Klavier vierhändig oder an zwei Klavieren“ wird aufgrund der Hygienebestimmungen an zwei Klavieren durchgeführt.

Die Zusammenlegung von Regional- und Landeswettbewerb betrifft die Berliner Zusatzkategorie „Bands“ nicht. Die autarke Umsetzung dieser Kategorie als Gemeinsamer Regionalwettbewerb Populäre Musik aller Berliner Regionen und einem geplanten Gemeinsamen Landeswettbewerb mit Brandenburg im Juni 2021 ermöglicht es, den diesjährigen Termin des Regionalwettbewerbs auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Aktuell wird mit einem Termin Mitte Mai geplant, in der Hoffnung, dass sich die allgemeine Lage bis dahin etwas entspannt und Proben zur notwendigen Vorbereitung wieder möglich werden. Ob der Wettbewerb komplett digital oder in einem hybriden Format stattfinden wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Wir freuen uns darauf und hoffen sehr, in diesem Jahr durch die Verschiebung die Möglichkeit zu haben, acht tollen jungen Bands aus Berlin eine Bühne zu bieten.

Alle Teilnehmenden werden regelmäßig über die Anpassungen informiert.

Information: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/
Ansprechpartnerin: Sophia Berendt, E-Mail:


Von Ostern in den Herbst: Landesjugendorchester verschiebt Arbeitsphase

Für dieses Frühjahr hatte das Landesjugendorchester ein attraktives Programm mit Werken aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen geplant, das am Ostermontag im Konzerthaus aufgeführt werden sollte. Die Einschränkungen durch die Corona-Schutzbestimmungen machen jedoch eine sinnvolle Probenphase in der Karwoche unmöglich.

Die bisher übliche Herbst-Arbeitsphase sollte ursprünglich zugunsten des deutsch-französischen Sommerprojekts ausfallen. Nun konnte dank der guten Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus die für Ostern geplante Arbeitsphase in den Herbst verlegt werden. Vom 16. bis zum 24. Oktober wird die Probenphase dauern, das Konzert im Großen Saal des Konzerthauses wird am 25. Oktober stattfinden. Das Programm wird zurzeit noch erarbeitet; fest steht, dass das Instrument des Jahres 2021, die Orgel, in einem Solokonzert seinen Auftritt haben wird.

Bereits für den Juni 2021 ist nach wie vor ein deutsch-französisches Projekt mit Werken von Bach/Webern, Lili Boulanger, Jean-Baptiste Robin und Ludwig van Beethoven geplant. Unter der Leitung von Michaël Cousteau wird das Orchestre du Conservatoire Versailles-Grand Parc das Programm zusammen mit dem Landesjugendorchester vom 20. bis zum 29. Juni erarbeiten und in Konzerten in Versailles, Paris, Potsdam, Stettin und Berlin aufführen. Das Abschlusskonzert wird das deutsch-französische Orchester am 5. Juli im Großen Konzertsaal des rbb im Funkhaus an der Masurenallee spielen.

Für beide Projekte können sich interessierte Musikerinnen und Musiker bis zum 20. März 2021 anmelden. Am 13. April 2021 findet ein Probespiel statt; falls erforderlich, wird es für das Herbstprojekt einen weiteren Probespieltermin im August geben.

Information:https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendorchester-berlin/
Ansprechpartner: Clemens Seemann, E-Mail:


Neue Gesichter beim Landesmusikrat Berlin

Georgia Haubrock folgt Matthias Rech in der Verantwortung für Jugend musiziert – Populäre Musik nach. Sie hat durch Anstellungen am Goethe-Institut, bei Windmill Entertainment und durch langjährige ehrenamtliche Mitarbeit beim Appletree Garden Festival umfangreiche Kenntnisse in allen Ebenen der Veranstaltungsorganisation und Gremienarbeit erworben. Seit vielen Jahren arbeitet sie außerdem als Tanzlehrerin.

Clemens Seemann wird zukünftig das Landesjugendorchester und das Berliner JugendJazzOrchester betreuen. Er war viele Jahre Geschäftsführer und Projektleiter der jungen norddeutschen philharmonie und des STEGREIF.orchesters, betreute die Gründungsphasen von ensemble reflektor und Open Strings Berlin und arbeitete u. a. mit der NDR-Bigband, dem Kaleidoskop Ensemble, dem Podium-Festival Esslingen, dem Institut für Kultur- und Medienmanagement Hamburg und dem Radialsystem V zusammen. Zuletzt betreute und entwickelte er u. a. den #BTHVN2020-Musikfrachter.


Berichte


Instrument des Jahres: Orgel – digitale Pressekonferenz zieht weite Kreise

Die Landesmusikräte Berlin und Brandenburg stellten ihre Pläne zum Orgeljahr 2021 am 11. Januar in einer Pressekonferenz vor. Prof. Dr. Conny Restle, Direktorin des Musikinstrumenten-Museums Berlin, eröffnete als virtuelle Gastgeberin die Pressekonferenz an einem Positiv aus der umfangreichen Orgelsammlung des Museums. Hella Dunger-Löper und Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Präsidentinnen der beiden Landesmusikräte, bedankten sich bei Nadine Contini und Elisabeth Glass, den Schirmherrinnen des Instruments des Jahres 2020, der Violine. Dann stellten sie die Pläne für das gemeinsame Orgeljahr 2021 vor: die zusammen mit berlinHistory entwickelte Orgel-App, das Orgelband, das sich mit Konzert- und weiteren Veranstaltungen durch Brandenburg und Berlin schlängelt, das Schulangebot „365 Schulklassen besuchen eine Orgel“ und der Tag der Orgel am 12. September. Im Anschluss sprachen die beiden Schirmherren, Bischof Dr. Christian Stäblein und Erzbischof Dr. Heiner Koch, sowie Tobias Grünow, Staatssekretär im brandenburgischen Kulturministerium, und Kultursenator Klaus Lederer. Am Ende wurde die Runde für Fragen geöffnet. Die gesamte Pressekonferenz steht auf der Website des Landesmusikrats Berlin als Video-Aufzeichnung zur Verfügung.

Am 1. Januar 2021 war das Orgeljahr bereits mit einem Orgelkonzert in der Jakobikirche zu Fürstenberg an der Oder (Ortsteil von Eisenhüttenstadt) eröffnet worden. Es spielten „Fahrradkantor“ Martin Schulze und Daniel Seeger an der Eule-Orgel und der Baukastenorgel der Firma Sauer; Claus Fischer moderierte. Das Konzert, das gleichzeitig den Start für das Berlin-brandenburgische Orgelband markierte, lässt sich ebenfalls als Video-Aufzeichnung nacherleben.

Alle Informationen zum Orgeljahr unter https://www.landesmusikrat-berlin.de/instrument-des-jahres-orgel


Nachhaltig handeln für die Kultur: Jour fixe zum Kulturfördergesetz

„Wir brauchen ein Berliner Kulturfördergesetz“ lautete das Thema des 8. Jour fixe „Musik und Stadt“. Auf dem Podium der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain trafen sich zur Debatte Janina Benduski (LAFT Berlin – Landesverband freie darstellende Künste Berlin e. V.), Prof. Christian Höppner (Deutscher Musikrat), Halime Karademirli (Konservatorium für türkische Musik Berlin) und Petra Merkel (Chorverband Berlin); per Internet nahm Prof. Dr. Oliver Scheytt (Hochschule für Musik und Theater Hamburg) an der Diskussion teil, der u. a. bereits das Kulturfördergesetz des Landes Nordrhein-Westfalen mitgestaltet hatte.

Auf der Website des Landesmusikrats Berlin steht die Video-Aufzeichnung der Diskussion sowie eine Transkription (PDF) zur Verfügung.


Landesjugendensemble Neue Musik: Erste Digitale Projektphase erfolgreich beendet

Auch wenn in der gegenwärtigen Situation das gemeinsame Musizieren und das geplante Konzert im Werner-Otto-Saal des Konzerthauses Berlin leider nicht möglich waren, verzagte das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin nicht!

An drei Wochenenden im Januar trafen sich 13 junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren digital und erarbeiteten sich via Klicktrack und in Einzel-Coachings mit den Dozentinnen und Dozenten zwei der fünf Werke, die auf dem Programm standen. „Feather and Groove“ und „Into the blue“ stellten musikalisch ganz unterschiedliche Herausforderungen an die Spielerinnen und Spieler.

Unter der Anleitung von Komponist und Dirigent Christoph Breidler entstanden in zwei Arbeitsdurchläufen Tonaufnahmen in einer Qualität, die alle Beteiligten erstaunte. Auch die beiden Komponistinnen Tansy Davies und Rebecca Saunders statteten dem Ensemble einen digitalen Besuch ab und gaben Feedback zu den Aufnahmen: Zusammentreffen, die alle Beteiligten noch einmal besonders für die zweite Aufnahme motivierten. Abgerundet wurde das gemeinsame Wochenend-Programm durch zwei Workshop-Einheiten zum Thema „Perfomance in Neuer Musik“ und „Offene/Grafische Partituren“ sowie einen digitalen Besuch der Komponistin Milica Djordjevic. Sie berichtete über ihre Arbeit als Komponistin und ihr Werk „Rdja“, welches ursprünglich ebenfalls auf dem Programm gestanden hatte, bevor Corona der analogen Umsetzung einen Strich durch die Rechnung machte.

Die Ton- und zusätzlichen Videoaufnahmen des Ensembles von „Feather and Groove“ und „Into the blue“ bilden die Grundlage für das Digitale Winter-Konzert, welches am 27. Februar 2021 um 19 Uhr auf dem Youtube-Kanal des Landesmusikrats Berlin Premiere hat.

Darauf kann man gespannt sein!


Perspektive trotz Shutdown: Raumkoordination für Ensembles im Landesmusikrat

Seit September 2020 hat die Raumkoordinationsstelle zahlreiche Räume in Berlin ausfindig gemacht, in ihre Datenbank aufgenommen und an mehr als 150 Chöre und Orchester vermittelt, so dass diese ihren Proben- und Aufführungsbetrieb auch unter Corona-Bedingungen wieder aufnehmen konnten. Auch wenn der aktuelle Shutdown nun eine erneute Zwangspause für die Kulturszene und so auch für die Amateurmusizierenden in Berlin bedeutet, nutzt das Team den Moment, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Es lenkt den Fokus nun auf die perspektivische Raum-Akquise und Netzwerkarbeit. Neben dem Aufbau wichtiger Kooperationen hat sich der Beirat für Proben- und Aufführungsräume als beratendes Gremium konstituiert mit Winfried Szameitat als Vorsitzendem sowie Tatjana Kaube und Ralf Sochaczewsky als Stellvertretern. Der Beirat unterstützt das Raumkoordinations-Team in strategischen Fragen und bringt die Netzwerke und Einflussbereiche der einzelnen Mitglieder mit ein.

Parallel wächst die ins Leben gerufene interaktive Raumkarte kontinuierlich. Sie bildet die verfügbaren Räume ab und erlaubt die gezielte Raumsuche. Das Spektrum reicht von großen Konferenz- und Festsälen, Kirchengemeinden, Rathäusern und Botschaften über Stadtteilzentren, Schulen und Jugendklubs bis hin zu Eventlocations, Industriehallen und Foyers von Bürogebäuden – eine Vielfalt an mittleren und großen, öffentlichen wie privaten Räumen.


Mitglieder-News


Carl Bechstein Wettbewerb lädt junge Streicher-Duos nach Berlin ein

Der Carl Bechstein Wettbewerb möchte Freude am Musizieren vermitteln, junge Musikerinnen und Musiker nachhaltig fördern und außergewöhnliche Leistungen junger Menschen belohnen. Gerade das gemeinsame Musizieren bereichert enorm – es erweitert nicht nur den musikalischen Horizont, sondern macht auch besonders viel Freude.

Nach der coronabedingten Absage 2020 wird er vom 29. bis 31. Oktober 2021 nochmals in der Kategorie „Klavier und ein Streichinstrument“ nachgeholt und findet am Nachmittag des 31. Oktobers 2021 seinen Abschluss in einem Preisträgerkonzert.

Teilnehmen können junge Musikerinnen und Musiker, die zum Stichtag (29.10.2021) das 19. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die seit mindestens sechs Monaten einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Zugelassen sind die folgenden Streichinstrumente: Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass. Ausgelobt sind Hauptpreise bis zu 1.200 Euro je Duo sowie verschiedene Sonderpreise, u. a. für die beste Interpretation eines Auftragswerks.

Alle Informationen zum Wettbewerb, zu den Zulassungsbedingungen sowie das Anmeldeformular finden Sie auf unserer Webseite unter https://www.carl-bechstein-stiftung.de/die-projekte/carl-bechstein-wettbewerb.html


Handiclapped Berlin e. V.: Bericht zum Projekt KuDiBa – Kultur Digital Barrierefrei

Handiclapped Berlin und Musictech Germany haben zwischen August 2020 und Januar 2021 zusammen mit zahlreichen Partnerorganisationen das Projekt KuDiBa – Kultur Digital Barrierefrei erfolgreich durchgeführt. Es wurde konzipiert, um die kulturelle Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen zu verbessern. Es sollte Kulturschaffende und Ihr Publikum, Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen. Es sollte sie außerdem befähigen, digitale Hilfsmittel bei Ihrer täglichen Arbeit einzusetzen. Bereits existierende digitale Hilfsmittel sollten dabei gesammelt und zusammengestellt werden. Ansätze zu neuen digitalen Tools sollten im Rahmen eines Hackathons erstellt werden.

Nun liegt ein lesenswerter Sachbericht über das erfolgreiche Projekt vor. Er belegt nicht nur, wie man gesellschaftliche Kräfte mobilisieren kann, wenn man das Thema Inklusion ernst nimmt. Am Ende führt der bericht auch bemerkenswerte konkrete Ergebnisse der gemeinsamen Anstrengungen auf.


KulturLeben Berlin: Neustart #MusikerFürMusikerBerlin / Spendenaufruf

Die Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin wurde 2020 von KulturLeben Berlin und der Deutschen Orchestervereinigung e. V. initiiert, um während der Pandemie die kulturelle Teilhabe von Menschen in sozial schwierigen Situationen zu stärken und gleichzeitig in Not geratene freischaffende Berliner MusikerInnen zu unterstützen. Seit September 2020 gaben festangestellte MusikerInnen aus den großen Berliner Klangkörpern in Einrichtungen der Wohlfahrtspflege 20 Freiluftkonzerte, die begeistert aufgenommen wurden. Mit den dort eingeworbenen Spenden werden Auftritte von Freischaffenden unterstützt.

Die Konzerte starten voraussichtlich im März 2021 wieder – je nach Coronalage und Wetterverhältnissen. Berliner Einrichtungen der Wohlfahrtspflege und andere Institutionen sind eingeladen, schon jetzt ein Konzert zu reservieren. Ob zu Ostern, für ein Frühlingsfest oder einfach als Balsam für die Seele: Die Konzertreihe führt zu künstlerischen Erlebnissen, wie sie für Menschen in sozialen Einrichtungen aktuell schwer möglich sind. „Wenn die Menschen nicht in die Konzerthäuser kommen können, bringen wir unsere Musik eben zu ihnen in die Einrichtungen“, sagt Christine Lichtenberg aus dem Rundfunkchor Berlin. „Und wir unterstützen damit gleichzeitig unsere freischaffenden Kollegen!“

Auch die MusikerInnen des Orchesters der Komischen Oper unterstützen die Kampagne: „Der Mensch lebt nicht von Brot allein. Freischaffende Musiker haben zur Zeit große Probleme, sich ihr Brot zu erarbeiten. Zugleich erleben die vielen Menschen, denen Kulturgenuss ein unverzichtbarer Teil ihres Lebens ist, einen großen Mangel. Mit unserer Teilnahme an der Kampagne wollen wir beiden Seiten unsere Wertschätzung ausdrücken. Wir brauchen Euch alle!“ In einem kleinen Video stellen wir einige der teilnehmenden Ensembles vor.

Einrichtungen, die die Kampagne unterstützen möchten, können schon jetzt schon ihren Wunschtermin reservieren: , Tel. 0151  56 96 70 87.
Weitere Informationen zur Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin finden Sie auf den folgenden Internetseiten:
https://kulturleben-berlin.de/kampagne-musikerfuermusikerberlin/
dov.org/projekte-kampagnen/musikerfuermusikerberlin

Spendenaufruf: Kulturelle Teilhabe statt Böller

Auch wenn der – erfreulich böllerarm verlaufenen – Jahreswechsel schon länger als einen Monat zurückliegt: Die Arbeit des Vereins KulturLeben Berlin bleibt aktuell. Er engagiert sich seit zehn Jahren für kulturelle Teilhabe und gesellschaftliche Inklusion sozial benachteiligter Menschen. Auch in der Corona-Pandemie vermittelt das ehrenamtliche Team Kulturangebote an Menschen, die sich den Besuch von Konzert, Theater oder Oper normalerweise nicht leisten können, zurzeit u. a. mit dem Programm #kulturlebendigital: Corona zum Trotz. Zur Unterstützung seiner Arbeit bittet der Verein KulturLeben Berlin um Spenden für seine Bürotechnik, die für die Vereinsarbeit unerlässlich ist. Mehr Information erhalten Sie auf der Website des Vereins unter https://kulturleben-berlin.de/blog/2020/12/29/spendenaktion-kulturelle-teilhabe-statt-boeller/.


Landesmusikakademie Berlin: Jahresprogramm 2021 erschienen

In gewohnter Vielfalt hat die Landesmusikakademie Berlin musikalische Fortbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen und spannende Workshops für Laienmusikerinnen und -musiker zusammengestellt. Wie immer konnten bestens qualifizierte Dozentinnen und Dozenten gewonnen werden, u. a. Bene Aperdannier, Lily Dahab, Richard Filz, Mark Kovnatskiy, Tobias Reitz und Marc Secara. Neu sind zahlreiche Online-Kurse und die Möglichkeit, vor Ort Hybrid-Veranstaltungen abzuhalten. Ein spezielles Hygienekonzept wird dafür ständig an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. 

Das Jahresprogramm 2021 steht bereits online: Sie finden alle Angebote über unsere Kurssuche.

Die gedruckte Broschüre erschien am 4. Januar. Möchten Sie diese jetzt und in Zukunft kostenlos per Post zugeschickt bekommen, dann schreiben Sie uns unter  finden die Broschüre auch auf unserer Website als PDF-Datei zum Herunterladen.


Musicboard Berlin: Call for concepts – Stipendien, Residenzen, Jobs

Mit dem Förderprogramm Stipendien & Residenzen vermittelt das Musicboard Berlin, Fördereinrichtung für die popkulturelle Musikszene, Arbeitsmöglichkeiten für Musikerinnen und Musiker im Ausland. Bis zur Antragsfrist am 1. März 2021 können sich Musikerinnen und Musiker aller Genres der populären Musik, die in Berlin ihren Wohn- und Schaffensmittelpunkt haben, für ein Stipendium oder eine Residenz im Ausland bewerben. Außerdem wird es 2021 erstmals am 1. Juni 2021 eine zweite Antragsfrist für weitere, ausgewählte Residenzen und zwei Hinterhalt-Stipendien an der Deutschen Oper Berlin geben.

Außerdem schreibt das Musicboard drei Stellen aus:

Weitere Information unter https://www.musicboard-berlin.de/


VÖBB: Kostenloser Bibliotheksausweis für digitale Angebote

Der kostenlose Probeausweis ist zurück: Zum aktuellen Lockdown werden die digitalen Angebote des VÖBB (Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins) wieder für drei Monate freigeschaltet. Wer noch keinen Bibliotheksausweis des VÖBB hat, in Berlin gemeldet und über 18 Jahre alt ist, kann sich bis zum 30. April 2021 kostenlos registrieren.

Die digitalen Angebote beinhalten mehrere Musikangebote, z. B. die Naxos Music Library https://www.naxosmusiclibrary.com/ mit über 158 000 Alben klassischer Musik von über 950 verschiedenen Labels. Die Plattform Freegalmusic https://voebb.freegalmusic.com/ bietet 11 Millionen Musiktitel aus allen Genres und Stilen. Und mit der Lizenz für medici.tv ermöglicht der VÖBB das Videostreaming international relevanter Konzert- und Opernaufführungen.

In den Portalen Naxos Music Library und Freegalmusic sind aktuell VÖBB-Playlists zum Instrument des Jahres Orgel zu finden. Diese wurden im Tonträgerlektorat der Zentral- und Landesbibliothek Berlin zusammengestellt.

Weitere Informationen unter www.voebb.de/da


Musikbuch-Empfehlung

Gabriel Yoran: Klassik verstehen

Immer wieder erscheinen Bücher, in denen Klassikfans voller Begeisterung für ihre Lieblingsmusik werben, z. B. Steffen Möller („Vita classica“, 2010) oder Devid Striesow und Axel Ranisch („Klassik drastisch“, Juni 2020). Herausragend gut gelingt diese Anregung zuletzt Gabriel Yoran, einem in Berlin lebenden Softwareunternehmer und Autor, der an der Universität der Künste Berlin ein Studium der Wirtschaftskommunikation absolvierte und an der European Graduate School in Philosophie promoviert wurde.

In seinem komprimierten und äußerst vielseitigen Buch macht Yoran auf das große Potential verschiedener Streaming-Plattformen aufmerksam und lädt via abgedruckter QR-Codes zum direkten Hörerlebnis ein. Mit jeweils kurzen Erläuterungen fächert er ein sehr breites Repertoire auf, das die einschlägigen Klassik-Hits lediglich streift und selbst langjährigen Perlentaucherinnen und -tauchern neue Erkenntnisse bietet. Dabei ermutigt er sein Publikum, sich auf Komplexität einzulassen: „Klassik hören benötigt Zeit“ (S. 11) oder „Oft erhält man einen emotionalen Zugang zu etwas erst durch eine intellektuelle Arbeit“ (S. 104). Eine Minimalformel dazu ist die von ihm sehr anschaulich erklärte Sonatenhauptsatzform.

Neben einigen thematisch orientierten Kapiteln mit Musikbeispielen (z. B. „Eine ganz kurze Geschichte der Filmmusik – mit Star Trek, Gustav Mahler und leider auch mit Nazis“ oder „Musik für die Krise, Musik gegen die Krise“) enthält das schmale Bändchen sporadische Tipps zu Streamingportalen und Klassikpodcasts.

Außerdem kann der Autor aus einem besonderen Insiderwissen schöpfen: Als Kind zweier Mitglieder des damaligen Radio-Sinfonie-Orchesters Frankfurt erlebte er z. B. von Ferne mit, wie seine Eltern unter Eliahu Inbal sämtliche Mahler-Sinfonien einspielten. Und richtig amüsant sind seine Beobachtungen als „Harfensohn“, der seiner Mutter schon als Neunjähriger bei der Inventur des Saitenkoffers half. Wehe, es fehlte die rote C-Saite …

Das Buch basiert auf dem mit dem Grimme Online-Award ausgezeichneten Krautreporter-Blog „Schleichwege zur Klassik“.

Gabriel Yoran: Klassik verstehen. Berlin: Krautreporter, 2020. 118 Seiten. ISBN 978-3-9820958-4-4, Broschur, 16 €

Dieses Buch auf der Website des Verlags
Rezension im Bayerischen Rundfunk

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info 46. Ausgabe vom 23. Dezember 2020

Inhalt

Neue Umfrage des Landesmusikrats: Wie geht es den Freischaffenden?
Der Landesmusikrat Berlin bereitet mit ver.di, IG Jazz, Vereinigung Alte Musik, Tonkünstlerverband Berlin, Initiative Neue Musik, Berlin Music Commission und Deutscher Orchestervereinigung eine Konferenz zur Lage freischaffender Musikerinnen und Musiker vor. Zur Vorbereitung bittet er Betroffene, eine Umfrage zu beantworten. Zur Umfrage …

Jugend musiziert: Start in den 58. Wettbewerb / Achtung: Neue Termine im Lockdown
Einen hoffnungsvollen Start nimmt Jugend musiziert 2021, nachdem im Jahr zuvor die Corona-Pandemie dem Wettbewerb ein plötzliches Ende gesetzt hatte. Der neue Lockdown hat Folgen für die Terminplanung. Mehr …

Neu zum Jahr der Geige: Carl Fleschs Kunst des Violinspiels, kräftig aufgefrischt
Maximilian Simon und Nadine Contini haben das Standardwerk des großen Geigenpädagogen Carl Flesch neu herausgegeben – und dessen Aktualität wiederentdeckt. Mehr …

Fotowettbewerb „Musik verbindet – Zusammenhalt stärken“: Siegerfotos stehen fest
Die Jury hat entschieden, und auch die Mitglieder des Landesmusikrats Berlin haben ihr Votum abgegeben: Das schönste Foto des Wettbewerbs ist ein Motiv von Lothar Lehmann. Mehr …

Begegnungen mit der Königin: Instrument des Jahres 2021 – die Orgel
Die Orgel steht im Mittelpunkt des Jahres 2021. Die Landesmusikräte Berlin und Brandenburg planen gemeinsam ein Jahr voller Begegungen mit der „Königin der Instrumente“. Mehr …

Landesjugendensemble Neue Musik: Winter-Arbeitsphase findet online statt
Der erneute Lockdown eröffnet der Kreativität neue Wege: Die Winter-Arbeitsphase des Landesjugendensembles Neue Musik wandert ins Internet. Mehr …

Landesjugendorchester: Zoom-Konferenz der LJO / Programm für 2021
Zoom statt Mainz: Am 19. und 20. November tauschten sich die Orgainsatorinnen und Organisatoren von Jugendorchestern im ganzen Land über ihre Erfahrungen mit der Arbeit in der Corona-Pandemie aus. Für das kommende Jahr plant das Berliner Landesjugendorchester unter anderem eine erneute Frankreich-Reise. Mehr …

Internationaler Video-Wettbewerb für Duo Flöte und Violine / Einsendeschluss 20. Januar 2021
Die Geigerin, Komponistin und Professorin Viktoria Kaunzner ruft zusammen mit dem Kasseler Kulturforum einen Video-Wettbewerb für das Duo Flöte und Violine aus. Er wendet sich an Musikerinnen und Musiker aller Altersgrupen und steht unter der Schirmherrschaft der Dirigentin Marin Alsop. Mehr … 

Termine

Jugend musiziert Berlin
13./14.02.2021                Regionalwettbewerbe Berlin-Mitte und Populäre Musik          
20./21.02.2021                Regionalwettbewerbe Berlin-Nord und Berlin-Süd
11.–14.03.2021               Landeswettbewerb

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
16.01.–01.02.2020          Probenwochenenden, Generalprobe und Konzert entfallen;
                                             Ersatz: Proben- und Hintergrund-Workshop, Präsentation im Internet

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

Chorsingen in Zeiten von Corona: Vierteilige Zoom-Konferenz findet breiten Widerhall
Dem drängenden Thema des „Chorsingens in Zeiten von Corona“ widmete sich die Online-Konferenz von Landesmusikrat Berlin, Chorverband Berlin und Chorverband der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die Aufzeichnungen der vier Panels stehen online zur Verfügung. Mehr …

35. Berliner Jazztreff: „Jugend jazzt“ trotz Corona / Zwei Konzert-Videos online
Der 35. Berliner Jazztreff ist den Corona-Einschränkungen zum Opfer gefallen. Trotzdem ist es gelungen, die Auswahl für den Wettbewerb „Jugend jazzt“ durchzuführen: mit einem Livestream aus der Landesmusikakademie. Mehr …

Tag des Ehrenamtes: Podiumsdiskussion zum Thema Digitalisierung
Am 5. Dezember 2020 veranstaltete der Bundesverband der Vereine und des Ehrenamtes e. V. zum Internationalen Tag des Ehrenamtes den „Ersten interaktiven Bildungskongress zur Digitalisierung in Verein, Ehrenamt und Bürgerengagement“. Mehr …

Mitglieder-News

Deutsche Orchestervereinigung: Aktion #MusikerFürMusikerBerlin auch im Lockdown
Begeistertes Echo bei Politik und Publikum: Gemeinsam mit dem Verein KulturLeben Berlin setzt die Deutsche Orchestervereinigung ihre Aktion #MusikerFürMusikerBerlin fort. Mehr …

Landesmusikakademie Berlin: Podcast „25 Jahre Landesmusikakademie Berlin“
Zu ihrem 25-jährigen Jubiläum präsentiert die Landesmusikakademie ein neues Format mit Porträts über Menschen, die an der Akademie gelernt, gelehrt und gelebt haben. Mehr …

ver.di: „Dezemberhilfen“ für Soloselbständige
Die Gewerkschaft ver.di weist auf die November- und Dezemberhilfen hin, die nun u. a. von Soloselbständigen beantragt werden können. Mehr …

Musikbuch-Empfehlung

Oliver Georgi, Martin Benninghoff: Soundtrack Deutschland. Wie Musik made in Germany unser Land prägt
Eine Reise durch die aktuelle deutsche Musikszene zwischen Rap und Schlager, Pop und Techno haben zwei F.A.Z.-Redakteure unternommen. Ihre Gespräche und Bilder zeichnen ein Bild aus dem Inneren der musikalischen Gegenwart Deutschlands. Mehr …

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LMR-News


Jugend musiziert: Start in den 58. Wettbewerb / Achtung: Neue Termine im Lockdown

Mit insgesamt 486 Anmeldungen gehen die Berliner Regionalwettbewerbe in die 58. Wettbewerbsrunde von Jugend musiziert. Damit steht Berlin ein lebendiger Wettbewerb bevor in den ausgelobten Kategorien Blas-, Zupf- und besondere Instrumente, Bass (Pop) und Orgel, den Ensemblekategorien Klavier vierhändig, Klavier und ein Streichinstrument, Klavier und Singstimme, Schlagzeug-Ensemble, besondere Ensembles und „Jumu open“ sowie den Berliner Zusatzkategorien Komposition (Neue Musik, Filmmusik), Interkulturelle Perkussion und Bands sowie Jugend forscht: Musik.

Allerdings befindet sich Berlin erneut in einem Lockdown, dessen Ende zunächst auf den 10. Januar 2021 begrenzt ist. Eine Verlängerung wird jedoch immer wahrscheinlicher. Die Musikschulen und Kultureinrichtungen sind geschlossen. Wie ist da eine Teilnahme am Jugend musiziert-Wettbewerb realisierbar?

Besondere Zeiten erfordern besondere Mittel. Deshalb haben die Ausschussvorsitzenden der Berliner Regionalwettbewerbe und des Landeswettbewerbs Markus Wenz (Vorsitzender Landeswettbewerb Berlin und Regionalwettbewerb Berlin-Nord), Gabriele Dünnebier-Küpper (Vorsitzende Regionalwettbewerb Berlin-Mitte) und Ulrike Dinslage (Vorsitzende Regionalwettbewerb Berlin-Süd) mit den Projektleiterinnen der Wettbewerbe den Entschluss gefasst, dass die Regionalwettbewerbe in Berlin 2021 zum Schutz aller Beteiligten ausschließlich digital umgesetzt werden. Auf diese Weise kann Planungssicherheit gewährleistet werden.

Jugend musiziert Berlin goes digital

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, das Wertungsspiel digital aufzuzeichnen und einzusenden. Hierfür werden Sie detaillierte Informationen in einer Info-Mail erhalten. Diese Videos müssen das Wertungsspiel unbearbeitet beinhalten. Die Qualität der Kamera, bzw. der Aufzeichnung wird kein Bewertungskriterium sein, sodass die technische Umsetzung hoffentlich für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer kein Hindernis darstellt.

Weil auch das Proben für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Instrumentalpartnerinnen und -partner  schwierig zu organisieren ist, wurde darüber hinaus beschlossen, dass auch der Wettbewerbszeitplan angepasst wird:

Berlin Mitte und Gemeinsamer Regionalwettbewerb Populäre Musik:
Abgabefrist für die Videos: 07.02.2021
Jury-Wertungen: 13./14.02.2021  

Berlin-Nord und Berlin-Süd:
Abgabefrist für die Videos: 14.02.2021
Jury-Wertungen: 20./21.02.2021

Wie und wann die Punktevergabe und die Beratungsgespräche stattfinden können, bedarf noch weiterer Klärung.

Gegen Mitte Januar werden genauere Informationen zur Umsetzung der Regionalwettbewerbe inklusive einer Anleitung ausgesandt – Achtung: Wir werden diese Informationen ausschließlich per E-Mail versenden, es werden keine Briefe per Post geschickt. Das Jugend-musiziert-Team bemüht sich, stets die Teilnehmenden in das Zentrum der Planung zu rücken. Sie sollen bei aller Unsicherheit der aktuellen Situation bestmöglichst versorgt und gefördert werden. Das Team tut alles dafür, den Wettbewerb im kommenden Jahr im Rahmen der Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten zu ermöglichen und danken Ihnen für Ihr Verständnis in dieser für uns alle herausfordernden Situation.

In allen Bundesländern wird momentan an  Lösungen für eine Ermöglichung des Wettbewerbs erarbeitet; dabei sind verschiedene Modelle im Gespräch. Die Länder sind darüber im Austausch. Allgemein gilt im kommenden Jahr der Konsens, dass jede Art der Umsetzung und die daraus resultierenden Ergebnisse von der nächsten Wettbewerbsebene akzeptiert werden.

Bestandteil der Berliner Planung ist, dass sich die Infektionsschutzverordnung des Senats nach dem 10. Januar 2021 wieder etwas lockert. Dennoch sind aktuelle Anpassungen an die Situation, insbesondere bzgl. der Ensemblekategorien mit mehr als drei Teilnehmenden, nach wie vor möglich.


Neu zum Jahr der Geige: Carl Fleschs „Kunst des Violinspiels“, kräftig aufgefrischt

Als würdiger Abschluss des Jahres der Violine erscheint, fast hundert Jahre nach der Erstveröffentlichung der zwei Bände Die Kunst des Violinspiels von Carl Flesch im Musikverlag Ries & Erler, das große Geigen-Lehrwerk zusammengefasst in einer kompakten Neuausgabe. Nadine Contini (Stimmführerin der 2. Violinen des RSB und Schirmherrin für das Jahr der Violine 2020 des Landesmusikrates Berlin) und Maximilian Simon (Stellvertretender Stimmführer der 2. Violinen des RSB) hoffen, mit ihrer Bearbeitung die Leser erneut für diese „Bibel“ des Violinspiels zu begeistern und sie zu inspirieren. Carl Flesch vermittelt in DieKunst des Violinspiels Wissen von unschätzbarem Wert, das heute noch genauso aktuell ist wie vor hundert Jahren. Die Kunst des Violinspiels ist keine Geigenschule im traditionellen Sinn, sondern beschreibt sehr ausführlich allgemeine Gesetzmäßigkeiten des Geigenspiels. In der Neuausgabe wurde dieses Wissen in eine Sprache gekleidet, die der heutigen Zeit entspricht.

Erste Resonanz:Gestern kam die neue Kunst des Violinspiels bei mir an, und ich bin begeistert. Sofort habe ich mich in dem so aktuellen Buch festgelesen und es liegt nun auf meinem Flügel, stets bereit zum Nachschlagen bei etwaigen Problemen.“
(Prof. Marianne Boettcher, UdK Berlin)

Carl Flesch: Die Kunst der Violinspiels, kompakt bearbeitet von Nadine Contini und Maximilian Simon, Musikverlag Ries & Erler, 280 Seiten, broschiert, mit zahlreichen Abbildungen und Notenbeispielen,ISBN: 978-3-87676-039-1, € 56,00

Die Neuausgabe auf der Website des Verlags


Fotowettbewerb „Musik verbindet – Zusammenhalt stärken“: Siegerfotos stehen fest

Mit den Entscheidungen der Mitglieder des Landesmusikrats Berlin und der Jury konnte der Fotowettbewerb „Musik verbindet – Zusammenhalt stärken“ zum Abschluss kommen.

Die Jury kürte das Motiv „Cellistin“ von Lothar Lehmann zum schönsten Motiv, an zweiter Stelle gefolgt von „Musik für Generationen“, ebenfalls von Lothar Lehmann, und „Vater und Sohn“ von Torsten Kupke an dritter. Die Motive „Musik“ (Detlef Seydel), „Verlassener Ort 3“ (Manu Tänzler) und „Hausmusik“ (Karin Spatz) folgen auf den Plätzen vier bis sechs.

Die Mitglieder des Landesmusikrats kürten vierBilder punktgleich zu den schönsten Motiven. Ebenfalls dabei: „Cellistin“ von Lothar Lehmann, „Vater und Sohn“ von Torsten Kupke sowie „Verlassener Ort 3“ von Manu Tänzler. Hinzu kommt das Bild „Musik zu Corona-Zeiten“ von Daniela Anapliotis.

Der Landesmusikrat Berlin., der Tagesspiegel und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin danken allen Fotografinnen und Fotografen für ihre Beiträge – sämtlich auch über die prämierten Bilder hinaus sehenswerte Kommentare zum Jahr 2020!

Zu den Beiträgen


Begegnungen mit der Königin: Instrument des Jahres 2021 – die Orgel

Die Orgel gilt als „Königin der Instrumente“ und ist das größte Musikinstrument überhaupt. Orgeln sind eindrucksvolle Maschinen, die ein ganzes Orchester in nur einem Instrument erklingen lassen.

Im Orgeljahr 2021 ist es das Ziel, Neugier und Aufmerksamkeit auf das Instrument und seine vielen Facetten zu lenken.

  • Gemeinsam mit berlinHistory-App haben wir eine Orgel-App entwickelt, welche die ganze Orgelvielfalt Berlins erlebbar macht. Informationstexte, Bilder, Dispositionen, Klangbeispiele und Videos bringen unseren großen Orgelschatz direkt aufs Smartphone. Orgelrundgänge und Podcasts runden das digitale Orgelerlebnis ab.
  • Orgelband – 365 Orgelkonzerte: Jeden Tag findet eine Veranstaltung rund um die Orgel statt. Das Orgelband schlängelt sich durch ganz Berlin und Brandenburg. Dabei wandern Orgelpfeifen von Ort zu Ort und verbinden die Konzerte, Workshops, Führungen, Vespern usw. miteinnander Zum Orgelband-Kalender geht es hier.

  • Im Projektteil 365 Schulklassen besuchen eine Orgel machen wir Berliner Orgeln und Orgelbauwerkstätten zugänglich und vermittelt Klassenausflüge dorthin. Flankiert wird dies durch vorbereitendes Unterrichtsmaterial. (Eine Auswahl des Unterrichtsmaterials finden Sie in unserem Download-Bereich.)
  • Höhepunkt des Orgeljahres wird dann der Tag der Orgel sein, an dem neben vielfältigen Konzerten, Workshops, Spaziergängen und Aktionen auch ein Orgeltruck durch Berlin fahren soll. Der „Tag der Orgel“ findet am Tag des offenen Denkmals (12.9.2021) statt. Als Abschluss spielt Iveta Apkalna im Konzerthaus Berlin, wo sich alle Aktionen des Orgeltages zusammenfinden.

Das Auftaktkonzert zum Orgelband wird am 1. Januar aus der Nicolaikirche in Fürstenberg an der Oder gestreamt werden. Verfolgen können Sie es am Neujahrstag ab 19 Uhr auf den Internetseiten der Landesmusikräte Belrin und Brandenburg. Martin Schulze und Daniel Seeger spielen an der Eule-Orgel der Nicolaikirche Fürstenberg Orgelmusik von Johann Sebastian Bach, Hugo Distler und Jehan Alain, der Journalist Claus Fischer spricht über Instrument und Werke.

Einen Ausblick auf das Orgeljahr 2021 gibt die digitale Pressekonferenz am 11. Januar 2021 um 11 Uhr. Zu Gast sind die beiden Schirmherren, Dr. Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, und Dr. Heiner Koch, Erzbischof des Erzbistums Berlin, außerdem Dr. Klaus Lederer, Berliner Senator für Kultur und Europa, Dr. Manja Schüle, Kulturministerin des Landes Brandenburg, sowie Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, und Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Präsidentin des Landemusikrats Brandenburg. Virtueller Gastgeber ist das Musikinstrumenten-Museum Berlin, vertreten durch seine Direktorin Prof. Dr. Conny Restle.

Wir laden Sie gerne ein, an der digitalen Pressekonferenz am 11.1.2021 um 11 Uhr live aus dem Musikinstrumenten-Museum teilzunehmen. Melden Sie sich dazu bitte hier kurz online an, dann senden wir Ihnen die Zugangsdaten zu.


Landesjugendensemble Neue Musik: Winter-Arbeitsphase findet online statt

Im erneuten Lockdown zum Schutz vor CoVID-19 wird die Winter-Arbeitsphase des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin ins Internet verlegt. Zwei der geplanten fünf Werke werden als digitale Zusammenschnitte (Video und Ton), auch in Zusammenarbeit mit den Komponistinnen selbst, für eine Internet-Performance erarbeitet. Die anderen Werke werden im digitalen Workshop-Format behandelt. Die digitalen Zusammenschnitte werden voraussichtlich am 20. Februar 2021 um 19 Uhr ihre Youtube-Premiere haben.


Landesjugendorchester: Zoom-Konferenz der LJO / Programm für 2021

Am 19. und 20. November trafen sich das Management von Bundesjugendorchester, Deutscher Streicherphilharmonie, Junger Deutscher Philharmonie und der Landesjugendorchester aus Berlin, Baden-Württemberg und Bremen, des Bayerischen Landesjugendorchesters, dss Landesjugendsinfonieorchesters Hessen, der  Landesjugendorchester Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen sowie des Niedersächsischen Jugendsinfonieorchesters, der Jungen Philharmonie Brandenburg, des Landes-Jugend-Symphonie-Orchesters Saar und des Verein zur Förderung von Landesjugendensembles NRW unter dem Dach der Jeunesses Musicales Deutschland.
Ob und wie Arbeitsphasen in Pandemiezeiten durchführen; Online-Probespiele: Ja oder nein; digitale Formate, Mitbestimmung, Selbstverwaltung, Inklusion und vieles mehr diskutierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Treffens über viele Stunden. Danke an alle Kolleginnen und Kollegen für den anregenden und vertrauensvollen Austausch quer durch die Republik.

Osterprojekt mit Musik der Zwischenkriegszeit

Zu Ostern 2021 planen wir ein Konzert mit Christoph Altstaedt mit Musik aus den 1920er- und 1930er-Jahren – aus dem Jahrzehnt vor dem Nationalsozialismus und dem Beginn des Zweiten Weltkrieges. Das Instrument des Jahres 2021 ehren wir mit einem Orgelkonzert.Anmelden können sich Interessentinnen und Interessenten bis zum 15. Januar 2021, das Probespiel soll am 9. Februar 2021 stattfinden. Der Teilnahmebeitrag beträgt 190 Euro.

Am 13/14. März 2021 findet in Berlin ein Probenwochenende statt, die Probenfahrt führt vom 30. März bis zum 6. April nach Blossin in Brandenburg. Für den 8. April ist die Generalprobe im Konzerthaus geplant. Das Abschlusskonzert findet am 9. April um 20 Uhr im Großen Saal des Konzerthauses statt. Das Programm: die Suite Nr. 2 op. 24 „Niemandsland“ (1931) von Hanns Eisler, Francis Poulencs Konzert für Orgel, Streicher und Pauken (1938) mit Kasimir Anapliotis als Solist, die Kleine Dreigroschen-Musik (1923) von Kurt Weill und die Sinfonie Nr. 2 (1932) von Erwin Schulhoff.

Frankreich – Deutschland – Polen: Sommerprojekt mit Beethoven

Das interdisziplinäre Projekt 75 Jahre ohne Krieg – wie wir Europäer wurden planen wir für Sommer 2021 mit Jugendlichen aus Frankreich, Polen und Deutschland und dem französischen Dirigenten Michaël Cousteau. Das französisch-deutsche Orchester wird vom 20. bis 29. Juni Frankreich, vom 29. Juni bis 6. Juli in Deutschland und Polen proben und auftreten. Das große Abschlusskonzert findet im Großen Sendesaal des RBB in der Masurenallee am 5. Juli 2021 statt. Das Programm umfasst das Ricercare aus BachsMusikalischem Opfer in der Instrumentierung von Anton Webern, Lili Boulangers Liderzyklus  „D’un soir triste“ und die Uraufführung eines neuen Werks von Jean-Baptiste Robin. Den großen Abschluss bildet Beethovens 9. Sinfonie.

Darüber hinaus werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in generationsübergreifenden Interviews erkunden, was 75 Jahre Frieden für die europäischen Nachbarn Frankreich, Deutschland und Polen bedeuten. Fragen und Antworten werden sie unter Anleitung in eine Lichtinstallation umsetzen. Musik, Sprache und visuelle Künste gehen eine grenzüberschreitende Verbindung ein.

Für das Austauschprojekt findet ein erneutes Probespiel statt. Die Unterbringung in Versailles und Berlin erfolgt gegenseitig in Gastfamilien.Der Teilnahmebeitrag wird 290 Eurobetragen.

Die Anmeldung kann für beide Projekte gleichzeitig oder einzeln erfolgen. (Änderungen bleiben vorbehalten)


Internationaler Video-Wettbewerb für Duo Flöte und Violine / Einsendeschluss 20. Januar 2020

Die Geigerin, Komponistin und Professorin Viktoria Kaunzner, Leiterin der Victory Academy Berlin for musical excellence, ruft in einem Online-Video den Musikvideo-Wettbewerb „Corona Encore: Coffee Mask“ für das Duo Flöte und Violine aus. Veranstalter sind das Kasseler Kulturforum e. V. und das Universal Korean Organic Ensemble Viktoria & Virtuosi e. V. Musikerinnen und Musiker aller Altersgruppen können bis zum 20. Januar 2021 Videos mit ihren Wettbewerbsbeiträgen einreichen. Erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern winken Meisterkurse, Geld- und Sachpreise sowie die Präsentation ihrer Beiträge im Internet. Bewertet wird auch die spielerische Inszenierung um das Thema Maske.
Die Jury ist international besetzt, u.a. mit Prof. Ilja Gringolts (HdK Zürich), Prof. Benoît Fromanger (HfM „Hanns Eisler“) , Dr. Adelheid Krause-Pichler (Präsidiumsmitglied Deutscher Tonkünstlerverband) und Dr. Eva Schulz-Jander (ehem. Geschäftsführerin Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit) an. Als Schirmherrin konnte die international tätige Dirigentin Marin Alsop gewonnen werden, derzeit Musikdirektorin des Baltimore Symphony Orchestra und Chefdirigentin des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien. Dank breiter Förderung,  u. a. durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), die Sparkassenstiftung Hessen-Thüringen, die Stadt Kassel, artisan e. V., die Mariann Steegmann Stiftung, die Dwight und Ursula Mamlok-Stiftung sowie private Förderer und Sponsoren kann der Wettbewerb ausgetragen werden.

Zur Ausschreibung (PDF)


Berichte


Chorsingen in Zeiten von Corona: Vierteilige Zoom-Konferenz findet breiten Widerhall

Das „Chorsingen in Zeiten von Corona“ stand im Mittelpunkt einer Online-Konferenz, die der Landemusikrat und der Chorverband Berlin zusammen mit dem Chorverband der Evangelischen Kirche in Deutschland im November öffentlich durchführten. Am 16., 17. und 30. November widmeten sich vier Panels den Themen „Wie entstehen Hygieneschutzverordnungen?“, „Wie funktioniert das bisherige Hygieneschutzkonzept in der Praxis?“, „Perspektiven, Möglichkeiten und Aufgaben unserer Kinder- und Jugendchöre“ und „Lüftungskonzepte und Luftreiniger“. Die lebhaften Gespräche zwischen Fachleuten aus Musik, Technik, Gesundheitswesen und Verwaltung fanden großes Interesse. Informationen zur Zusammensetzung der Panels und die vier Panel-Diskussionen stehen auf der Website des Landesmusikrats zum Nach-Schauen zur Verfügung, ebenso Transkriptionen der Debatten als PDF-Dateien.


35. Berliner Jazztreff: „Jugend jazzt“ trotz Corona / Zwei Konzert-Videos online

Zum ersten Mal musste er ausfallen: der Berliner Jazztreff, das jährliche Treffen der Berliner Jazzszene von Nachwuchs bis Seniorin. Geplant für den 22. November im OYOUN, war die Durchführung  des 35. Jazztreffs unter den Corona-Einschränkungen nicht mehr verantwortungsvoll möglich. Aber es gelang der Projektleitung, einen wichtigen Teil des Jazztreffs in Internet zu retten: die Auswahl für die Bundesbegegnung „Jugend jazzt“, die vom 13. bis zum 16. Mai 2021 in Lübeck stattfinden soll. Am Nachmittag des 13. Dezember waren im Livestream aus der Landesmusikakademie die Bands „Caramel Tonic“ und „Jumpin’ Jacks“ zu hören. Neben zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern am Computerbildschirm lauschte auch die Jury, bestehend aus den Jazzprofis Maria Baptist und Jan von Klewitz. Beide Auftritte gelangen eindrucksvoll, den Sieg trug am 13. Dezember „Caramel Tonic“ davon.
Weiterhin online stehen – auch für alle, die auf den diesjährigen Jazztreff verzichten mussten – die Aufzeichnungen der Auftritte von „Caramel Tonic“ und den „Jumpin’ Jacks“.


Tag des Ehrenamtes: Podiumsdiskussion zum Thema Digitalisierung

Der Bundesverband der Vereine und des Ehrenamtes e. V. (bvve) veranstaltete am 5. Dezember 2020 zum Internationalen Tag des Ehrenamtes den „Ersten interaktiven Bildungskongress zur Digitalisierung in Verein, Ehrenamt und Bürgerengagement“. Leitsatz der Veranstaltung: Digitalisierung ist eines der wichtigsten Themen zur Nachfolgefähigkeit – und Nachfolgefähigkeit bedeutet Zukunftsfähigeit. In vier Workshops widmeten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Themen Digitalisierung, Recht/Satzung 4.0, Nachfolgefähigkeit/Organisationsentwicklung und Finanzierung und Förderung. Am Schluss stand eine virtuelle Podiumsdiskussion mit dem Thema „Der Spagat zwischen Tradition und Digitalisierung im Ehrenamt. Die Brücke zwischen realer und virtueller Welt“ mit anschließender Fragerunde für die Teilnehmer des Kongresses.
Video-Aufzeichnungen der Eröffnung und der Podiumsdiskussion können auf der Website des bvve nach-geschaut werden.


Mitglieder-News


Deutsche Orchestervereinigung: Aktion #MusikerFürMusikerBerlin auch im Lockdown

Die Kooperation zwischen der DOV und dem Verein KulturLeben Berlin konnte auch im Lockdown fortgesetzt werden: Bei der Aktion #MusikerFürMusikerBerlin treten Kammermusikformationen der sieben Berliner Berufsorchester und zwei Berufschöre in Altenheimen und anderen sozialen Einrichtungen auf. Mit den gespendeten Honoraren werden weitere, bezahlte Kammermusikauftritte freischaffender Musikerinnen und Musiker ermöglicht. In der Berliner Landespolitik stießen diese Konzerte auf großes Wohlwollen und bei den Bewohnern der sozialen Einrichtungen auf dankbare Resonanz.


Landesmusikakademie Berlin: Podcast „25 Jahre Landesmusikakademie Berlin“

Die Landesmusikakademie Berlin wurde dieses Jahr 25 Jahre alt! Eigentlich sollte dieses Jubiläum auch richtig gefeiert werden, was aber leider durch die Pandemie vereitelt wurde. Allerdings hatte das Team der LMAB schon zu Beginn des Jahres eine Idee, die auch in Pandemiezeiten funktioniert: Die Akademie schenkt sich und ihren treuen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern einen Podcast mit Interviews von Menschen, die die Akademie über viele Jahre immer wieder besucht und begleitet haben, ihr besondere Erlebnisse verdanken, dort Freundschaften geschlossen haben und/oder in ihrer persönlichen Entwicklung durch Kurse an der LMAB vorangekommen sind.

Für diese Porträts konnte die Rundfunkredakteurin Regina Voss gewonnen werden. Sie hat bisher drei schöne, stimmungsvolle und informative Podcasts erstellt. Diese Interviews stehen bereits online, weitere folgen demnächst.

Hören Sie mal rein: https://landesmusikakademie-berlin.de/mediathek/audios/ 


ver.di: „Dezemberhilfen“ für Soloselbständige

Mit den November- und Dezemberhilfen sollen die von den aktuellen Eindämmungsmaßnahmen betroffenen Kultureinrichtungen und die Soloselbständigen unterstützt werden. So sollen bereits Ende November erste Auszahlungen erfolgen. Soloselbständige können als Vergleichsmonat alternativ den durchschnittlichen Jahresumsatz 2019 angeben. Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, können außerdem den Antrag direkt online stellen, d. h. ohne Zwischenschaltung eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers.

Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums können die Anträge seit dem 25. November 2020 über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Weitere Informationen zur Beantragung der Novemberhilfen erhält man auf der Website des Bundesfinanzministeriums oder über die Service-Hotline +49 (0) 30 52 68 50 87.


Musikbuch-Empfehlung

Oliver Georgi, Martin Benninghoff: Soundtrack Deutschland. Wie Musik made in Germany unser Land prägt

Eine Spurensuche in der deutschen Geschichte und Gesellschaft aus der Perspektive von Stars der Musikszene: In dieser Mission sind zwei musikbegeisterte Redakteure aus dem Politikressort der F.A.Z. über ein Jahr gereist. Vor Ort oder mittels Videokonferenz haben sie 23 ausführliche Interviews geführt und Musikerinnen und Musikern aus Pop, Techno, Rap, Chanson oder Schlager sehr unterschiedliche und auch unbequeme Fragen gestellt. Das Ergebnis ist ein Sammelband mit erstaunlich offenen Aussagen jenseits der üblichen „promotion“. Der mitgereiste Fotograf Daniel Pilar trägt mit authentischen, großformatigen Bildern viel zur edlen Gestaltung des kürzlich erschienenen Buches bei. Drei kurze Schlaglichter: Judith Holofernes erklärt die toxischen Wirkungen des Erwartungsdrucks und weiterer sehr ungesunder Begleiterscheinungen, denen Bands ausgesetzt sind, sobald sie einmal die Charts gestürmt haben; David Garrett berichtet, dass er bisher nur in Feuilletons, nie jedoch von ausübenden Musikerinnen oder Musikern für seine Grenzgänge zwischen E und U angegriffen wurde; und Heino erzählt, wie er früher seine Fans in der DDR mit Platten versorgte: mit einem Karajan-Cover als Tarnung.

Oliver Georgi, Martin Benninghoff: Soundtrack Deutschland. Wie Musik made in Germany unser Land prägt. München : EMF, 2020. Gebunden, 239 Seiten, ISBN 978-3-7459-0165-8, 36 €

Dieses Buch auf der Website des Verlags
Website www.soundtrack-deutschland.com
Interview der beiden Autoren mit Silke Super auf radioeins am 27.11.2020

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info 45. Ausgabe vom 7. November 2020

Inhalt

lmr-news

Berlin: Hilfen für Kulturbetriebe und Medienunternehmen werden fortgesetzt
Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat am 3. November das „Soforthilfeprogramm IV“ angekündigt. Es wendet sich an private Kultur- und Medineunternehmen. Anträge können ab dem 11. November eingereicht werden.

Neue Corona-Einschränkungen: Amateurchöre dürfen im November nicht proben
Nichtprofessionelle Chöre sollen nicht mehr proben oder konzertieren. Besser sieht es für Instrumentalgruppen aus.

Berliner Konferenz „Chorsingen in Zeiten von Corona“ im November
Der Chorverband Berlin, der Landesmusikrat Berlin, der Chorverband der EKD und die Deutsche Orchestervereinigung erörtern im November die Lage der Chöre unter den Bedingungen der CoVID-19-Pandemie in einer Online-Konferenz.

Pläne und Realitäten: Der Landesmusikrat Berlin im November 2020
Seit dem 2. November gelten in Berlin neue Regeln zur Eindämmung von CoVID-19. Sie haben Folgen auch für die Projekte des Landesmusikrats.

Jugend musiziert: Workshop und Wettbewerb Filmmusik / Kooperation mit Miele Primus / Sonderpreis Carl Bechstein Stiftung
Im 58. Wettbewerb „Jugend musiziert“ wird die Kategorie „Komposition“ zum ersten Mal in der Disziplin „Filmmusik“ ausgeschrieben. Und: Die Firma Miele Primus bietet erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern professionelle Aufnahmen in ihren Räumen an.

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Winter-Arbeitsphase 2021
Ensemblemusik von fünf prägenden Komponistinnen und Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts steht auf dem Programm, das Christoph Breidler mit dem Ensemble einstudieren wird. Die Anmeldung ist bis zum 8. November möglich.

termine

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

berichte

Jugend musiziert: Coachings für Teilnehmerinnen und Teilnehmer 2020
Mit den Musikerinnen und Musikern der Regionalwettbewerbe konnte das Jugend-musiziert-Team eine Reihe lohnender Veranstaltungen verwirklichen.

Junges Musiklabor Berlin: „ludwig van – wie klingt dein Beethoven?“ oder: „Das ist nicht Beethoven, das ist Kagel!“
Am 3./ 4. Oktober trafen sich sieben Jugendliche in der Landesmusikakademie, um sich mit dem Pianisten und Komponisten Hermann Kretzschmar Mauricio Kagels Werk „ludwig van. Eine Hommage à Beethoven“ von 1969 zu widmen.

Raumkoordination: Start des „Campus Ostkreuz“ und Launch der Raumdatenbank
Das Team zur Raumkoordination für Chöre und Ensembles konnte kurz nach Projektstart erste Erfolge feiern. Die seit dem 2. November geltenden Schutzmaßnahmen schränken seine  Arbeit jedoch ein.

Landesjugendorchester: Erfolgreiche Arbeitsphase, gelungene Konzerte
Mit zwei erfolgreichen Konzerten ging am 25. und 26. Oktober die Herbst-Arbeitsphase des Landesjugendorchesters zu Ende. Trotz der notwendigen Einschränkungen konnte das Orchester sich in seiner ganzen Klangvielfalt präsentieren.

„Nachhaltige Investition“: Studie zur Begabungsförderung im Landesjugendorchester präsentiert
Das Institut zur Begabungsforschung der Universität Paderborn und der Landesmusikrat Berlin haben in einer Studie untersucht, wie sich die Mitarbeit im Landesjugendorchester auf Biografien von Teilnehmerinnen und Teilnehmern auswirkt. Am 25. Oktober präsentierte Initiator Prof. Dr. Heiner Gembris die bemerkenswerten Ergebnisse.

mitglieder-news

Handiclapped – Kultur Barrierefrei e. V.: 48-Stunden-Hackathon der Initiative KuDiBa
Die Initiative Kultur Digital Barrierefrei veranstaltet am 27. November einen Online-Hackathon. Das Ziel: Gemeinsam Lösungen finden, die es mehr Menschen mit Beeinträchtigungen ermöglichen, am Kulturleben teilzuhaben.

Landesmusikakademie Berlin: Kurse für besondere Unterrichtssituationen 
Im November bietet die LMAB interessante Kurse für Musikschullehrkräfte und Musik- und Kindheitspädagoginnen und -pädagogen an. 

Universität der Künste Berlin: Die Spezialsammlungen – auf dem Weg zur Sichtbarkeit
Seit 2013 arbeitet die Universitätsbibliothek der UdK an der Erfassung und Präsentation ihrer zahlreichen Spezialsammlungen aus mehr als drei Jahrhunderten. 

VÖBB: 100 Jahre Theremin – Präsentation in der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB)
Vor 100 Jahren wurde es erfunden: das Theremin, eines der ersten und bis heute eines der populärsten elektronischen Instrumente überhaupt. Ihm widmet die Zentral- und Landesbibliothek Berlin eine Präsentation.

musikbuch-empfehlung

Albrecht Dümling: Anpassungsdruck und Selbstbehauptung. Der Schott-Verlag im ‚Dritten Reich‘
Der Schott-Verlag wird in diesem Jahr 250 Jahre alt. Albrecht Dümling, Musikforscher und Vorsitzender des Vereins musica reanimata zur Wiederentdeckung verfolgter Komponistinnen und Komponisten, beschreibt lebendig die Rolle, die der Verlag während der Nazi-Diktatur spielte – zwischen der Unterstützung verfolgter Komponisten und dem Druck von Soldatenliederbüchern.

Dieser Newsletter als PDF

LMR-News


Berlin: Hilfen für Kulturbetriebe und Medienunternehmen werden fortgesetzt

Kulturbetriebe und Medienunternehmen sind von der aktuellen Corona-Pandemie besonders hart betroffen. Die neu beschlossenen Einschränkungen werden die Lage für die Unternehmen noch verschärfen. Um möglichst schnell Hilfen bereitstellen zu können, soll daher das Soforthilfeprogramm IV in Version 3.0 in unveränderter Form fortgeführt werden. Es wird den Förderzeitraum von Dezember 2020 bis Februar 2021 umfassen. Die Soforthilfe IV 3.0 richtet sich an Kultureinrichtungen oder -betriebe ab zwei Beschäftigten, die auf professioneller Basis arbeiten und landesweite Ausstrahlung haben. Der jährliche Umsatz darf 10 Millionen Euro nicht überschreiten.

Antragsberechtigt sind unter anderem private Museen, Theater, Musikensembles, Musiktheater, Clubs/Musikspielstätten mit einem Schwerpunkt auf einem Livemusikprogramm und/oder einem kuratierten Programm, Festivals sowie Hörfunk- und Fernsehveranstalter.

Erste Auszahlungen sollen noch im Dezember 2020 erfolgen. Für eine möglichst zügige Bearbeitung sind antragsberechtigte Unternehmen daher gebeten, schnellstmöglich über die IBB einen Antrag zu stellen. Auch ist es wichtig, sofort nach Aufforderung die erforderlichen Dokumente einzureichen.

Die Entscheidungen erfolgen auf Basis der Relevanz der Unternehmen für das Kulturleben in der Stadt und den Medienstandort Berlin sowie hinsichtlich betriebswirtschaftlicher Betrachtung unter Einbindung externer Wirtschaftsprüfer.

Zur vollständigen Pressemitteilung
Zur Sonderseite der Senatsverwaltung für Kultur und Europa


Neue Corona-Einschränkungen: Amateurchöre dürfen im November nicht proben

Am 29. Oktober hat der Berliner Senat beschlossen, dass Chöre aus Musikliebhaberinnen und Musikliebhabern einstweilen nicht mehr proben oder auftreten dürfen. Chören aus Berufssängerinnen und -sängern ist die Probenarbeit unter Auflagen weiterhin gestattet. Laut Auskunft der Senatsverwaltung für Kultur und Europa dürfen auch Instrumentalensembles ihre Arbeit fortsetzen, wenn sie die Abstandsregeln einhalten und ein Hygienekonzept vorlegen können.


Berliner Konferenz „Chorsingen in Zeiten von Corona“ im November

Die Einschränkungen, die zur Eindämmung der CoVID-19-Pandemie verhängt wurden, stellen die Arbeit von professionellen und nicht-professionellen Chören vor große Probleme. Der Landesmusikrat Berlin, der Chorverband Berlin, der Chorverband der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Deutsche Orchestervereinigung veranstalten deshalb im November die Online-Konferenz „Chorsingen in Zeiten von Corona“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Berliner Chorgesang trotz der sich ständig verändernden Einschränkungen weiter aufrecht erhalten werden kann. Gleichzeitig erteilen Expertinnen und Experten Auskunft über medizinische Hintergründe und Verwaltungsabläufe.

Die Konferenz findet in vier Abschnitten statt:

  • Wie entstehen Infektionsschutzverordnungen? Wie werden sie abgestimmt?
    Montag, 16.11., 10–12 Uhr
  • Wie funktioniert das bisherige Hygienekonzept in der Praxis?
    Dienstag, 17.11., 12–14 Uhr
  • Probenmöglichkeiten von Jugend- und Kinderchören
    Montag, 30.11., 10–12 Uhr
  • Lüftungskonzepte und Luftreiniger
    Montag, 30.11., 12–14 Uhr

Interessierte können sich hier anmelden und erhalten dann einen elektronischen Zugangslink.

Nachtrag, 01.12.2020: Die vier Teile der Konferenz stehen als Zoom-Videos hier zur Verfügung.


Pläne und Realitäten: Der Landesmusikrat Berlin im November 2020

Seit dem 2. November gelten in Berlin neue Regeln zur Eindämmung der CoVID-19-Pandemie. Sie haben Folgen auch für die Projekte des Landesmusikrats.

Fotowettbewerb „Musik verbindet – verbunden mit Musik“: Bis zum 31. Oktober konnten Bilder eingereicht werden. Im November wird die Wettbewerbsjury in einer Internet-Konferenz zusammentreten und die eingereichten Fotos bewerten. Außerdem wird die Generalversammlung der Mitglieder des Landesmusikrats, als Online-Veranstaltung für den 16. November anberaumt, den Preis der Mitglieder vergeben. Die Präsentation der Ergebnisse wird ebenfalls online stattfinden. Genauere Informationen hierzu folgen demnächst auf der Seite des Fotowettbewerbs 2020.

Jugend musiziert Berlin:Der Anmeldeschluss für den 58. Wettbewerb ist nach wie vor der 15. November, 18 Uhr. Für die 2020 ausgefallenen Wettbewerbsstufen kommen Angebote an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Berliner Regionalwettbewerbe hinzu; siehe dazu besonders den folgenden Artikel (Link) sowie den Bericht in diesem LMR-Info (Link).
Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter: Das Dozententeam wird die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den geplanten Terminen online unterrichten und die Inhalte im dadurch vorgegebenen Rahmen so weit wie möglich vermitteln. Änderungen werden gegebenenfalls auf der Website des Projekts bekanntgegeben; Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden außerdem persönlich benachrichtigt.
Berliner JugendJazzOrchester: Die für den 1. November und den 6. Dezember geplanten Auftritte des BJJO mussten leider ebenso abgesagt werden wie die für Ende Oktober anberaumte physische Arbeitsphase in der Landesmusikakademie. Digitaler Ersatz konnte hier dank der Flexibilität des Dozententeams durch Online-Workshops geschaffen werden. Die Planungen für das kommende Jahr laufen in der Hoffnung auf günstigere Umstände.
Berliner Jazztreff: Der Jazztreff sollte am 22. November im Oyoun stattfinden; das ist durch die aktuelle Corona-Verordnung nicht mehr möglich. Es wird zurzeit ausgelotet, inwieweit ein Online-Format Ersatz schaffen und/oder der Jazztreff in den Dezember verschoben werden kann. Auf der Website des Jazztreffs wird rechtzeitig über die Ergebnisse der Planung informiert, die Projektleitung hält direkten E-Mail-Kontakt zu angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Instrument des Jahres: Sämtliche für den November geplante Aktionen des Projekts sind mit der aktuellen Corona-Verordnung leider hinfällig, ebenso die im Projektkalender angeführten Konzerte. Nach wie vor ist geplant, das Konzert der Violinklasse Nora Chastain (UdK Berlin) am 4. Dezember in der Mendelssohn-Remise stattfinden zu lassen und es auf den Seiten von UdK, Mendelssohn-Remise und Landesmusikrat live zu streamen. Das ist allerdings – wie jegliche Konzertplanung ab Dezember 2020 – auch von der Pandemie-Entwicklung und möglichen weiteren Schutzmaßnahmen abhängig.
Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Das Winterprogramm des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin startet am 16. Januar mit einer Vorprobe in der Alten Wache. Über die Durchführung des für den 15. November geplanten Probespiels werden die angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Projektteam rechtzeitig informiert. (Siehe auch den kurzen Artikel in diesem LMR-Info (Link)).
Raumkoordination für Chöre und Ensembles: Durch die seit kurzem geltenden Einschränkungen ist die gegenwärtige Arbeit des Raumkoordinationsteams eingeschränkt. Es arbeitet vermehrt darauf hin, weitere Räume für zukünftige musikalische Arbeit zu erschließen und die interaktive Landkarte mit Proberäumen auszubauen. Auf seiner Website wird es über die weitere Entwicklung informieren.


Jugend musiziert: Workshop und Wettbewerb Filmmusik / Kooperation mit Miele Primus / Sonderpreis Carl-Bechstein-Stiftung

Digitaler Workshop Filmmusik-Komposition

Erstmalig wird im 58. Wettbewerbsjahr von Jugend musiziert Berlin innerhalb der Kategorie „Komposition“ die Kategorie „Filmmusik“ ausgeschrieben. Jugendliche können ab dem 15.11.2020 auf Anfrage Filmausschnitte erhalten, Filmmusik komponieren und bis zum 15. Januar 2021 einreichen.
Als letzte Ersatzmaßnahme für den ausgefallenen Landeswettbewerb 2020 und gleichzeitig in Vorbereitung auf die neue Kategorie findet im Laufe des Monats November ein digitaler Workshop zum Thema Filmmusik-Komposition statt, für den mit freundlicher Unterstützung der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLFF der Absolvent Leonard Petersen als Dozent gewonnen werden konnte. An vier Terminen werden Grundlagen der Filmmusik-Komposition vorgestellt und eigene Projekte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer besprochen.
Anmelden kann man sich für den Workshop bis zum 5.11.2020 mit einer E-Mail an . Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Miele Primus Sonderpreis: Digitales Preisträgerkonzert im Januar 2021
Traditionell findet seit zwanzig Jahren das Miele-Primus-Preisträgerkonzert als Neujahrsempfang am Wittenbergplatz statt, der von den Berliner Bundespreisträgerinnen und -preisträgern musikalisch gestaltet und bei dem der Miele Primus Sonderpreis für herausragende musikalische Leistungen verliehen wird. Aufgrund der Pandemie-Situation fällt der Empfang zwangsläufig im kommenden Jahr aus. Gemeinsam mit Miele Primus wurde dennoch ein Möglichkeit gefunden, die Kooperation auch im kommende Jahr nicht stagnieren zu lassen: Fünf Beiträge von insgesamt dreizehn herausragenden Preisträgerinnen und Preisträgern aus allen drei Berliner Regionalwettbewerben werden in den Räumlichkeiten von Miele Primus am Wittenbergplatz professionell in Bild und Ton aufgenommen. Die Aufnahmen werden dann als Digitales Preisträgerkonzert in Form einer exklusiven Website an die gesamte Kundschaft von Miele Primus ausgesendet – eine tolle Plattform für die musizierende Jugend in Berlin!
Den Sonderpreis erhielten in diesem Jahr Dennis Zozulja (Klavier solo), Julia Lilith Grünbaum (Harfe solo), Kei Kashiwabara, Antonia Mütze und Clara Schmidek (Streichinstrumente gemischt), Noa Lea Weckner, Leonie und Pauline Schulz und Moritz Vitt (Streichinstrumente gemischt) sowie Jakob Schweigert, Eva Klamroth, Anton Franz und Charlotte Schröder (Holzbläser gleiche Instrumente). Herzlichen Glückwunsch!

Sonderpreis der Carl-Bechstein-Stiftung
Traditionell verleiht die Carl-Bechstein-Stiftung zwei Sonderpreise in Höhe von 500 Euro in der Kategorie Klavier solo in der Altersgruppe II im Rahmen des Landeswettbewerbs Jugend musiziert Berlin.
Da dieser in diesem Jahr ausfallen musste, teilte die Carl-Bechstein-Stiftung die zwei Preise auf vier herausragende Preisträgerinnen und Preisträger aus den Regionalwettbewerben auf. Die Preise gingen an Andrian Boelcke und Du Wang, Michael Kabanovsky und Iounia Tomke Bossack. Wir bedanken uns bei der Carl-Bechstein-Stiftung für die Stiftung des Sonderpreises auch unter diesen Umständen und gratulieren den jungen Musikerinnen und Musikern herzlich!
Zur Carl-Bechstein-Stiftung


Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Winter-Arbeitsphase 2021

Zur kommenden Winterarbeitsphase des Landesjugendensemble Neue Musik Berlin können sich musizierende Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren noch bis zum 8.11.2020 auf der Website des Landesmusikrats Berlin anmelden.

An mehreren Wochenenden im Januar erarbeiten sich die Jugendlichen unter der Leitung von Christoph Breidler und mit Unterstützung von fünf Dozentinnen und Dozenten Werke von ausschließlich lebenden Komponistinnen und Komponisten.

Ein Abschlusskonzert ist im Werner-Otto-Saal des Konzerthaus Berlin geplant. Sollte die Durchführung der Projektwochenenden oder des Konzerts wegen der laufenden Änderungen im Pandemie-Geschehen nicht vor Ort geschehen können, wird es für beides eine alternative Durchführung geben.


Berichte


Jugend musiziert: Coachings mit Orchestermusikerinnen und -musikern für Teilnehmerinnen und Teilnehmer 2020

Nach einer Umfrage unter allen Preisträgerinnen und Preisträgern der Regionalwettbewerbe von Jugend musiziert Berlin, die sich für die nächste Wettbewerbsstufe qualifiziert hatten, wurden verschiedene Wünsche der Jugendlichen verwirklicht und als Ersatz für den ausgefallenen Landeswettbewerb angeboten. Ein digitaler Workshop zum Thema „Home-Recording“ und ein Online-Abschluss der Wettbewerbs-Saison zum Datum des eigentlich stattfindenden Bundespreisträgerkonzerts auf der Website des Landesmusikrats Berlin mit etwa 15 vorab eingesendeten Video-Beiträgen der Jugendlichen machten den Anfang.

Im Anschluss daran fanden im September und Oktober für die Instrumentengruppen Klavier, Klarinette, Fagott, Posaune/Trompete, Horn, Violine, Viola und Violoncello Coachings mit Orchestermusikerinnen und -musikern der Staatskapelle Berlin und des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin statt. Die Anfrage wurde vorab durch die Deutsche Orchester-Vereinigung an die Musikerinnen und Musiker vermittelt.

Die Themen und Durchführungsweisen der Coachings waren vielfältig und auf die Bedürfnisse der Jugendlichen abgestimmt, die vorher nach ihren Fragen und Präferenzen gefragt wurden.

Drei der Coachings fanden digital via ZOOM statt: Prof. Markus Groh von der Universität der Künste besprach an gleich zwei Terminen mit jungen Pianistinnen und Pianisten Themen wie Übetechniken, historische Aufführungspraxis, Konzertleben in der Zukunft und Selbstdarstellung in der digitalen Welt. Der Klarinettist Bernhard Nusser beantwortete den Jugendlichen Fragen zum Leben als Orchestermusiker und gab Hinweise und Tipps zum Spielen. Fagottist Frank Heintze besprach im Online-Coachingtermin Fragen zu den Voraussetzungen einer Profi-Musikkarriere, reflektierte Übetechniken und gab Tipps zur Auswahl der Instrumente.

Die Coachings für die weiteren vier Instrumentengruppen konnten aufgrund der Anmeldezahl mit Prof. Lothar Strauß (Violine), Isa von Wedemeyer (Cello), Ozan Cakar (Horn) und Rainer Vogt (Posaune) sogar in Präsenz mit den notwendigen Hygienemaßnahmen stattfinden.

Die Resonanz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dieses Angebot war durchweg positiv. Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Musikerinnen und Musikern herzlich für ihr Engagement und bei der Deutschen Orchester-Vereinigung für die Vermittlung!

Zitate aus dem Kreis von Dozentinnen und Dozenten:

„Ob Wettbewerb oder nicht … Hauptsache, die Jugend musiziert!“
Prof. Lothar Strauß, 1. Konzertmeister der Staatskapelle Berlin

„Ich finde es sehr wichtig, Jugendliche zu motivieren, sie auf ihrem Weg zu unterstützen, dass sie dranbleiben, nicht gleich bei Schwierigkeiten aufgeben, Geduld lernen, sich Ziele setzen. Das sind Lernerfolge, die für ihr ganzes Leben von großer Bedeutung sind. Jedes Kind sollte ein Instrument spielen und erfahren dürfen, wie bereichernd das aktive Musizieren ist. ‚Jugend musiziert‘ ist eine ideale Gelegenheit, Kinder und Jugendliche in ihrer (musikalischen) Entwicklung herauszufordern und zu fördern.“
Isa von Wedemeyer, 1. Vorspielerin der Cello-Gruppe der Staatskapelle Berlin

„Gute Musik braucht gute Musiker. Diese bekommen wir nur, wenn junge Talente von erfahrenen Profis die beste Ausbildung erhalten.“
Frank Heintze, Fagottist und Solo-Kontrafagottist der Staatskapelle Berlin

„Mich fasziniert immer wieder die Begeisterungsfähigkeit für ihr Instrument und die Spielfreude, die die jungen Instrumentalisten an den Tag legen. Dieses ‚Brennen‘ für das eigene Instrument oder die Musik im Allgemeinen gilt es für uns Lehrer oder erfahrene Orchestermusiker am Leben oder besser am Lodern zu erhalten. Schließlich sind sie die Orchestermusiker von morgen und stehen für die Zukunft der Musik.“
Bernhard Nusser, Klarinettist im Deutschen Symphonie-Orchester Berlin

„Überall, wo Interesse besteht, muss es gefördert werden.“
Ozan Cakar, stellvertretender Solo-Hornist im Deutschen Symphonie-Orchester Berlin


Junges Musiklabor Berlin: „ludwig van – wie klingt dein Beethoven?“ oder: „Das ist nicht Beethoven, das ist Kagel!“

Das Junge Musiklabor Berlin ging in die zweite Runde in diesem besonderen Jahr – analog! Am 3. und 4. Oktober 2020 trafen sich sieben Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren in der Landesmusikakademie Berlin, um sich gemeinsam mit ihrem Dozenten, dem Pianisten und Komponisten Hermann Kretzschmar (Ensemble Modern), einem Werk aus dem Jahr 1969 zu widmen: „Ludwig van. Eine Hommage à Beethoven“ für beliebige Besetzung von Mauricio Kagel.

Die Partitur für dieses Werk besteht aus Fotos von Einrichtungsgegenständen, die vom Komponisten mit Noten von Ludwig van Beethoven tapeziert wurden. Diese Fotos sollen von den Spielerinnen und Spielern entsprechend orchestriert und aufgeführt werden; die Regeln bestimmen sie selbst. Auf diese Art und Weise bewegt man sich als Interpretin oder Interpret in die Welt des Komponisten: Man sieht das (verzerrte) Notenbild, es gibt Ideen, man beginnt zu kommunizieren, auszuprobieren, einen Takt, eine Zeile oder eine ganze Seite umzusetzen. Diese Grundlage war für das Workshop-Format des Landesjugendensemble Neue Musik Berlin, das Junge Musiklabor, wie gemacht: Das offene Material lud zum Experimentieren und Zuhören ein, die eigene Welt als performer musste verlassen und um die Selbstwahrnehmung als composer erweitert werden. Wie strukturiere ich musikalisches Material? Wie kommuniziere ich meine Idee den anderen? Wie funktioniere ich in einer Gruppe von sieben Leuten? „Es ist ein Spiel, das in Gang kommt“, erklärte Hermann Kretzschmar den Jugendlichen: „Gerade die Töne, die nicht passen, sind die Töne, die passen.“

Das Einlassen auf die synästhetische Erfahrung, auf das Übertragen des Visuellen, des Bildes auf das eigene Spiel und den Klang des eigenen Instruments, war eine Herausforderung und Bereicherung für alle Teilnehmenden. Die Offenheit in der Umsetzung und das gemeinsame Spielen mit dem Material löste in der Gruppe wertvolle Diskussionen über Klangästhetik, Hörerwartung und musikalischen Zusammenhang aus. Die eigene musikalische Komfortzone verlassen, sich auf Neues einlassen: Das ist das Ziel des Workshop-Formats. An diesen zwei Tagen hat das funktioniert: Zwei der Teilnehmenden spielten sogar für sie komplett neue Instrumente! Zum Ende gab es mit voller Konzentration aller Beteiligten zwei Durchläufe des erarbeiteten Materials.


Raumkoordination: Start des „Campus Ostkreuz“ und Launch der Raumdatenbank

In Kooperation mit der Pandion Niederlassung Berlin und der Initiative Transiträume hat der neue „Campus Ostkreuz“ am 15. Oktober 2020 seinen Betrieb aufgenommen. Die riesige Halle des ehemaligen Autohauses bietet genug Platz, so dass Berliner Amateurmusikensembles hier optimal unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneschutzrichtlinien proben können. Der Choriosi-Chor gehört zu den ersten Ensembles, die über den Winter im Campus Ostkreuz proben werden, seine Mitglieder sagen: „Wir haben nun erstmal wieder einen Ort, der groß genug ist, um zu proben (mit Maske und Abstand natürlich)! Außerdem trocken und mit Licht! Was will man mehr!“

Bis zum 30. November ist nun eine neue Verordnung des Senats in Kraft, die Zusammenkünfte stark einschränkt. Damit sind Proben und Konzerte nicht-professioneller Chöre einstweilen nicht mehr möglich.

Mit Blick auf künftige Probe- und Konzertmöglichkeiten widmet sich das Team deswegen verstärkt dem Ausbau der Datenbank für Probe- und Aufführungsräume in Berlin, die seit dem 12. Oktober 2020 online ist. Hier können unkompliziert all die Räume gefunden werden, die seit dem gemeinsamen Aufruf von Landesmusikrat Berlin und Chorverband Berlin gemeldet wurden. Die Datenbank wird kontinuierlich aktualisiert.

Die Datenbank kann hier eingesehen werden:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/service/raumkoordination/


Landesjugendorchester: Erfolgreiche Arbeitsphase, gelungene Konzerte

Mit zwei erfolgreichen Konzerten ging am 25. und 26. Oktober die Herbst-Arbeitsphase des Landesjugendorchesters zu Ende. Die Proben fanden vom 18. bis zum 24. November in der Landesmusikakademie im FEZ statt.

Im Konzerthaus durften unter den Einschränkungen des Infektionsschutzes im Zuschauerraum und auf der Bühne nur eine beschränkte Anzahl Musikerinnen und Musiker, Hörerinnen und Hörer Platz nehmen. So entwickelte das Team des Landesjugendorchesters ein Programm mit wechselnden kleineren Besetzungen. Sechzig Jugendliche nahmen am Projekt teil, auf der Bühne waren pro Abend nie mehr als die erlaubten 42. So blieb auf dem Podium immer genug Platz, und trotzdem konnte das Publikum die ganze Klangpalette des Orchesters genießen. Insgesamt nahmen an den zwei Abenden etwa 800 Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber diese Gelegenheit wahr.

Das Programm reichte von der Bläserfanfare zu Paul Dukas‘ La Péri bis über Werke von C. P. E. Bach, Mendelssohn, Wagner, Dvořák und Rota bis hin zu Benjamin Brittens Russian Funeral. Auch bei der musikalischen Leitung herrschte Vielfalt: Sie lag diesmal in den Händen der Dozentin Marion Leleu und der Dozenten Rainer Fournes, Jochen Hoffmann und Rainer Vogt. Im ersten Satz von Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 glänzte der junge Solist Simon Haje.

Über das Gelingen dieser Arbeitsphase waren die jungen Musikerinnen und Musiker und ihre Familien ebenso dankbar wie das Dozententeam und die Projektleitung. So trennte man sich am Montagabend in der Hoffnung, dass die nächste Arbeitsphase zu Ostern 2021 wieder unter entspannteren Bedingungen stattfinden kann.


„Nachhaltige Investition“: Studie zur Begabungsförderung im Landesjugendorchester präsentiert

Seit mehr als 30 Jahren gibt es das Berliner Landesjugendorchester. In jährlich zwei Probenphasen bilden Berliner Jugendliche einen leistungsstarken Klangkörper, machen erste Orchestererfahrungen, schließen Freundschaften und lernen gemeinsam von ausgezeichneten Dozentinnen und Dozenten, Dirigentinnen und Dirigenten.

Gemeinsam mit Prof. Heiner Gembris vom renommierten Institut für Begabungsforschung in der Musik an der Universität Paderborn haben wir gefragt, wie sich solche Erfahrungen langfristig auf die Lebenswege junger Menschen auswirken. Welche Erinnerungen nehmen sie mit? Beeinflusst die gemeinsame Arbeit in einem so anspruchsvollen Ensemble ihren künftigen Lebensweg, ihre Berufswahl, ihre Lebensqualität?

Am Sonntag, dem 25.10.2020, präsentierten Prof. Dr. Heiner Gembris, Jonas Menze und Sebastian Herbst die Studie per Zoom-Konferenz. Ein Ausschnitt aus dem Fazit der Präsentation: „Das Landesjugendorchester vermittelt substanzielle Impulse für die musikalisch-künstlerische, persönliche und soziale Entwicklung besonders begabter junger Instrumentalist*innen … [und ist] eine nachhaltige, langfristig wirksame Investition in das musikkulturelle Leben der Gesellschaft.“

Gesprächspartner während der Präsentation waren Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, und Ron Lepinat, künstlerischer Leiter des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach. Zahlreiche Interessierte schalteten sich auf Facebook, auf der Website des Landesmusikrats oder per Zoom dazu und stellten im Anschluss an Präsentation und Gesprächsimpuls ihre Fragen.

Verfolgen Sie die Aufzeichnung der Präsentation im Video.
Kurzfassung der Präsentation als PDF herunterladen

Heiner Gembris, Jonas Menze, Sebastian Herbst: Begabungsförderung im Landesjugendorchester. Erfahrungen und Lebenswege ehemaliger Orchestermitglieder (Schriften des Instituts für Begabungsforschung in der Musik, 17). Münster: Lit, 2020. 114 Seiten, Broschur, ISBN 978-3-643-14779-0
Dieser Titel auf der Verlags-Website


Mitglieder-News


Handiclapped Berlin e. V.: 48-Stunden-Hackathon der Initiative KuDiBa

Neue Technologien und die fortschreitende Digitalisierung haben den Zugang zu kulturellen Angeboten für einen Großteil der Bevölkerung enorm erleichtert. Dennoch sind Menschen mit Beeinträchtigung, die gerne Kunst- und Kulturveranstaltungen besuchen möchten, davon ausgeschlossen, oder, wenn überhaupt, fast immer auf die Hilfe anderer angewiesen.

Dieser Zustand ist nicht nur aus rein humanistischer Sicht inakzeptabel. Für die Kulturwirtschaft bedeutet das zugleich auch, dass eine nicht unerheblich große Zielgruppe bei der Gestaltung von kulturellen Angeboten vernachlässigt wird und damit potenzielle Umsätze, die mit diesem Publikum zu erwirtschaften wären, nicht genutzt werden.

Mit „KuDiBa – Kultur Digital Barrierefrei“, einer gemeinsame Initiative von Handiclapped-Kultur Barrierefrei e.V. und MusicTech Germany e.V., sollen die Rahmenbedingungen für mehr Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen an Kulturveranstaltungen verbessert werden.

Auf Basis einer Umfrage, die mit verschiedenen Kooperationspartnern aus den Bereichen Inklusion und Behindertenarbeit durchgeführt wurde, veranstaltet KuDiBa am 27. November einen Hackathon mit dem Ziel, innerhalb von 48 Stunden Prototypen für digitale Hilfsmittel auf Open-Source-Basis zu entwickeln, mit deren Hilfe die Barrieren bei der Teilhabe an Kulturangeboten weiter gesenkt werden können. Programmiererinnen und Programmierer, Designerinnen und Designer und andere Interessierte, mit und ohne Beeinträchtigung, sind dazu eingeladen, daran teilzunehmen. Bis zum 10. November können Interessierte sich über dieses Formular anmelden.

Neben dem Wissen, einen nachhaltigen Beitrag zur Vielfalt der Kulturlandschaft geleistet zu haben, erhalten die Gewinner-Teams im Fall einer erfolgreichen Prototyp-Entwicklung zudem einen bunten Mix an Geld- und Sachpreisen.

Information in leichter Sprache und Anmeldeformular
Ausführliche Information

Das Projekt wird von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Rahmen des Förderprogramms Digitale Entwicklung im Kulturbereich gefördert.


Landesmusikakademie Berlin: Kurse für besondere Unterrichtssituationen

Im November bietet die LMAB interessante Kurse für Musikschullehrkräfte und Musik- und Kindheitspädagoginnen und -pädagogen an.

Besondere Schüler*innen – effektive Strategien für einen souveränen Umgang (10.11.2020) mit Kirsten Klopsch
Das Seminar gibt Hilfen, um beanspruchenden Unterrichtssituationen souveräner zu begegnen, um Auftrag und Position der Lehrkräfte zu klären, um eine Position zu gewinnen zwischen eigenen pädagogischen Werten und Erwartungen von Schüler*innen und Eltern. 

Traumatische Belastungen erkennen und stabilisieren (12.11.2020)
mit Kirsten Klopsch 
Traumata, Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) und wie man sie erkennt, das steht im Fokus dieses Seminars. Sie lernen einfache „außermusikalische“ Stabilisierungstechniken, um Kindern ein Stück Sicherheit und Vertrauen zu geben. Auf diese Weise können sie sich besser auf neue, wertvolle Erfahrungen im Unterricht einlassen. 


Universität der Künste Berlin: Die Spezialsammlungen – auf dem Weg zur Sichtbarkeit

Über Jahre hinweg wurde die vielfältige Sammlungsdokumentation – sowohl in den Akten als auch in den Katalogdaten – gesichtet und aufbereitet. Dabei musste vieles manuell erfasst und angeglichen werden, bis 2019 ein umfassendes Erschließungskonzept etabliert werden konnte.

Während die tiefergehende Erforschung der Sammlungen und ihrer Aktenlage eine gewaltige Aufgabe für die Zukunft darstellt, konnten mit dem Bibliothekssystem Alma bereits eine normierte Erfassung und eine deutliche Sichtbarkeit der Sammlungszugehörigkeit erzielt werden. Auf Grundlage der Erfassung in Alma wird somit eine komfortable Anzeige- bzw. Recherchemöglichkeit im Wissensportal der Künste angeboten. Zusammen mit den weiterführenden Informationen auf der Bibliothekswebseite sind die vielfältigen Schätze nun erstmals an prominenter Stelle sichtbar.

Hierauf gilt es nun aufzubauen. Die Webseite muss weiter mit Inhalten gefüllt, nicht Erschlossenes muss katalogisiert werden. 2021 beginnt die Bibliothek mit dem Digitalisieren ihrer Bestände, sodass zukünftig auch in den Spezialsammlungen gelesen werden kann – anstatt wie bisher nur über sie.

Kontakt: Andrea Zeyns,

https://www.udk-berlin.de/service/universitaetsbibliothek/wir-ueber-uns/der-universitaetsbibliothek-zugedacht/


VÖBB: 100 Jahre Theremin – Präsentation in der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB)

Zum 100-jährigen Jubiläum der Erfindung des Theremins präsentiert die Musikbibliothek der ZLB im Haus Amerika-Gedenkbibliothek bis Mitte November eine kleine thematische Ausstellung. Diese bietet CDs mit Theremin-Musik, Sekundärliteratur und ein Moog-Theremini zum Ausprobieren. Parallel dazu können Nutzende des VÖBB mit dem Login via Bibliotheksausweis zwei Playlists mit Thereminklängen streamen – einmal in der Naxos Music Library und einmal im Portal freegalmusic. Die Pfade sowie weitere Hinweise zu den Playlists sind hier zu finden.

Zur Theremin-Playlist der ZLB


Musikbuch-Empfehlung

Albrecht Dümling: Anpassungsdruck und Selbstbehauptung. Der Schott-Verlag im ‚Dritten Reich‘

Rechtzeitig zum 250. Geburtstag des traditionsreichen Schott-Verlages gibt es nun eine einschlägige Publikation, die sich der Aufarbeitung der bisher kaum beleuchteten Situation des Verlags während der NS-Zeit widmet. Möglich wurde das Unterfangen vor allem deshalb, weil in den letzten Jahren das wertvolle historische Schott-Archiv verkauft und zugänglich gemacht wurde: „500 Regalmeter Musikgeschichte“ mit Konvoluten von Musikautographen und Korrespondenzen gingen an ein Konsortium von Bibliotheken und Forschungsinstituten (mehr darüber hier). Mittlerweile ist Vieles davon mithilfe von DFG-Mitteln erschlossen – eine gute Basis für Dr. Albrecht Dümling, der zudem Einblicke in die Verlags-Akten bekam und interessante Dokumente auswählte und auswertete. Dümling, der sich als Vorsitzender des Berliner Vereins musica reanimata e. V. seit über 30 Jahren unermüdlich für die Wiederentdeckung NS-verfolgter Komponistinnen und Komponisten und ihrer Werke einsetzt, entschied sich für die Verlags-Korrespondenzen mit Hermann Reutter und Ernst Toch aus der Staatsbibliothek zu Berlin, nahm Einblick in die Briefe von Werner Egk in der Bayerischen Staatsbibliothek München, sichtete daneben Hindemith-Briefe in Frankfurt und bekam exklusiven Zugang zum bisher unzugänglichen Geschäftsarchiv sowie zum persönlichen Tagebuch von Ludwig Strecker jun. in Mainz.

Das Ergebnis ist ein ebenso differenziertes wie ambivalentes Portrait. Während die damaligen Verlagsleiter, die Brüder Ludwig und Willy Strecker, fast alles in ihrer Macht Stehende unternahmen, um Komponisten wie Hindemith und Toch in Deutschland und im Exil zu unterstützen, verdienten sie parallel sehr viel Geld mit dem Druck von Soldatenliederbüchern, Märschen und Fanfaren. Der bebilderte und mit umfangreichem Register erschlossene Band eröffnet die neue Buchreihe „Musik & Zeitgeschichte“ der ConBrio Verlagsgesellschaft.

Albrecht Dümling: Anpassungsdruck und Selbstbehauptung. Der Schott-Verlag im ‚Dritten Reich‘. Regensburg: ConBrio, 2020. 88 Seiten, Softcover, € 19,90

Dieses Buch auf der Website von ConBrio

Besprechung von Frederik Hanssen im Tagesspiegel, 5.8.2020


LMR-Info 44. Ausgabe vom 16. September 2020

Inhalt

lmr-news

Termine

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

Mitglieder-News

Musikbuch-Empfehlung

Jutta Eckes: Itallegro
Adagio, adagietto, adagissimo – e far fagotto! Musikerinnen und Musiker, Musikfreundinnen und Musikfreunde gehen wie selbstverständlich mit italienischen Begriffen um. Aber was bedeuten die ganz genau? Jutta Eckes weiß die Antwort! 

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LMR-News

Mit Energie und Umsicht: Die Herbstprojekte des Landesmusikrats

Es geht wieder los! Hinter den Kulissen planen und organisieren die Projektleitungen, vor allem mit einem Ziel: die gemeinsame Musikerfahrung wieder möglich zu machen – auf verantwortliche Weise. Hier ein Überblick über die Projekte des Landesmusikrats im Herbst 2020 und darüber hinaus.

Jugend musiziert Berlin: Die Anmeldefrist zum 58. Wettbewerb endet wie in jedem Jahr am 15. November um 18 Uhr. Der Regionalwettbewerb Berlin-Mitte findet zusammen mit der überregionalen Kategorie Populäre Musik am 16. Februar 2021 statt, die Regionalwettbewerbe Berlin-Nord und Berlin-Süd am 23. Februar 2021. Für die Wettbewerbsorte werden Wege und Abläufe sorgfältig geplant, damit die Regeln zum Infektionsschutz eingehalten werden und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Jurorinnen und Juroren und Gäste sich wohl- und sicher fühlen können. Das gleiche gilt für den Landeswettbewerb, der vom 11. bis zum 14. März 2021 in der Universität der Künste in der Bundesallee stattfinden wird.
Allen jungen Musikerinnen und Musikern, die von der Absage von Landes- und Bundeswettbewerb 2020 überrascht wurden, machen das Deutsche Symphonie-Orchester (DSO) und die Staatskapelle Berlin ein besonderes Angebot: An drei Terminen stehen Orchestermitglieder interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern für Online-Coachings zur Verfügung. Sie werden als Zoom-Videokonferenzen von 60 bis 90 Minuten Dauer abgehalten. Dabei geht es vor allem um Fragen der Teilnehmenden, etwa über das Konzertbusiness, den Umgang mit Auftrittssituationen oder über das Repertoire. Das erste Coaching fand am 12. September statt, weitere folgen am 26. September und am 3. Oktober. Vermittelt wurde diese einzigartige Gelegenheit zum Austausch durch die Deutsche Orchester-Vereinigung (DOV).
Zu Jugend musiziert Berlin

Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter: 65 Schülerinnen und Schüler sind bisher angemeldet für die Workshops des Projekts, noch bis zum 18. September ist eine Anmeldung möglich. Alle Termine stehen, alle Abläufe werden zusammen mit dem Team der Dozenten und Dozentinnen sorgfältig geplant.
Zur Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter

Landesjugendorchester Berlin: Weniger Musikerinnen und Musiker auf der Bühne, weniger Publikum im Saal: Aus der Corona-Notwendigkeit macht das größte Ensemble des Landesmusikrats eine musikalische Tugend. Das Landesjugendorchester wird zweimal im Konzerthaus am Gendarmenmarkt auftreten, am 25. und am 26. Oktober – jeweils in begrenzter Besetzung mit einem abwechslungsreichen Programm aus kürzeren Stücken von Carl Philipp Emanuel Bach über Antonín Dvořák bis Benjamin Britten. Die Programmvielfalt erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom 18. bis 24. Oktober in der Landesmusikakademie, angeleitet von langjährigen Dozentinnen und Dozenten – wie immer mit höchstem musikalischem Anspruch. Auch den wichtigsten Jubilar des Jahres 2020 ehrt das Orchester: Im ersten Satz aus Beethovens 3. Klavierkonzert wird Simon Haje als Solist zu hören sein.
Zum Landesjugendorchester Berlin

Berliner JugendJazzOrchester: Zur gleichen Zeit wie das Landesjugendorchester wird das Berliner JugendJazzOrchester (BJJO) in der Landesmusikakademie an seinem Herbstprogramm arbeiten. Unter der Anleitung von Malte Schiller und Prof. Peter Weniger, Jan Kaiser, Sören Fischer und Tobias Backhaus bereiten sich die jungen Jazzmusikerinnen und -musiker auf das Abschlusskonzert am 1. November vor. Am 6. Dezember spielt das BJJO dann in der Kunstfabrik SCHLOT. Auch hier arbeitet das Team sorgfältig Pläne aus, damit alle auf der Bühne und im Publikum das Konzert in Sicherheit genießen können.
Zum Berliner JugendJazzOrchester

Berliner Jazztreff: Der 35. Berliner Jazztreff findet am 22. November 2020 im OYOUN statt (früher Werkstatt der Kulturen). Die Anmeldung ist noch bis zum 30. Oktober möglich. Im Rahmen des 35. Berliner Jazztreffs findet auch die „Landesbegegnung Jugend jazzt“ statt. Informationen zur 18. Bundesbegegnung 2021 können hier nachgelesen werden.
Auf der Seite des Jazztreffs können Interessentinnen und Interessenten sich auch darüber informieren, was die Organisation des Jazztreffs unter den Bedingungen von SARS-CoV-2 bedeuten wird. Je nach behördlichen Auflagen und Entscheidungen wird der Jazztreff bestmöglich organisiert. Neben festen Abläufen und Publikumswegen kann das auch bedeuten, die Teilnehmer- und/oder Besucherzahl zu beschränken. Auch wird geprüft, ob in diesem Fall ein zusätzliches digitales Angebot möglich ist.
Zum Berliner Jazztreff

Instrument des Jahres: Dieses Projekt wurde von Konzertausfällen und Planungsunsicherheit besonders betroffen. Aktuell finden wieder kleinere Veranstaltungen statt. Geigen-Liebhaberinnen und -liebhaber können sich auf der Internet-Seite des Landesmusikrats über bevorstehende Konzerte und andere Veranstaltungen informieren.
Termine zum Instrument des Jahres

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Hier machte das Workshop-Format Junges Musiklabor Berlin bereits den Schritt hin zum digitalen Event – mit großem Erfolg, wie in lmr-info Nr. 43 berichtet. Daran knüpft das Junge Musiklabor am 3. und 4. Oktober an mit seinem Workshop „ludwig van! Auf Tischen und Stühlen: Wie klingt dein Beethoven?“ unter der Leitung von Hermann Kretzschmar vom ensemble modern. Einen Flyer können Sie hier herunterladen. Für den spannenden Workshop können sich interessierte Schülerinnen und Schüler noch bis zum 23. September anmelden.
Bis zum 15. Oktober können sich dann Musikerinnen und Musiker zum Winterprojekt des Landesjugendensembles Neue Musik anmelden. Nach Proben im Januar findet das Abschlusskonzert am 1. Februar im Konzerthaus statt. Das Programm mit Werken von Milica Djordjevic, Tansy Davies, George Crumb, Rebecca Saunders und Vinko Globokar steht unter der Leitung von Christoph Breidler. Musikalisch erwartet die Zuschauerinnen und Zuschauer in diesem Programm ein echtes Kaleidoskop: viele verschiedene Bausteine und Parameter, die in immer unterschiedlichen Beziehungen neue Klangbilder ergeben. Das Team lädt herzlich ein: „Wir freuen uns mit Euch auf die Werke von ausschließlich lebenden Komponistinnen und Komponisten – folgt uns ‚into the blue‘ …“
Zum Landesjugendensemble Neue Musik Berlin

Berliner Chortreff: Der Berliner Chortreff war nach dem üblichen Vierjahresturnus 2021 vorgesehen. Aufgrund der Pandemie wurde jedoch der Deutsche Chorwettbewerb – für den der Chortreff die Vorauswahl organisiert – auf 2023 verschoben, und der Berliner Chortreff schließt sich an: Er wird 2022 stattfinden.

Musikarbeitsmarkt transnational: Das Beratungs- und Vermittlungsangebot des Landesmusikrats für Musikerinnen und Musiker, die ihre Heimat verlassen mussten, setzt seine Arbeit unbeirrt fort. Das bereits für das Frühjahr geplante Tagessseminar zusammen mit ver.di Berlin-Brandenburg wird am 27. Oktober von 9:30 bis 16:30 Uhr in der ver.di-Zentrale stattfinden.
Zum Musikarbeitsmarkt transnational


Raum zum Musizieren: Neue Koordinationsstelle im Landesmusikrat

Seit August dürfen Berliner Amateurchöre und -orchester wieder in geschlossenen Räumen proben. Viele der bisher genutzten Räumlichkeiten sind jedoch aufgrund der einzuhaltenden Mindestabstände für große Ensembles zu klein; ein großer Teil der Räume ist noch nicht wieder zugänglich. Auch Proben im Freien werden nicht mehr lange möglich sein. Mehr als 120 000 Berlinerinnen und Berliner gehören Amateurchören und -orchestern an. Sie sind auf Unterstützung bei der Raumsuche dringend angewiesen.

Deswegen freut sich der Landesmusikrat über zwei neue Mitglieder im Team: Antje Materna und David Montero koordinieren seit dem 15. September gemeinsam Raumbedarf und Raumangebot, um mehr Berliner Musikliebhaberinnen und Musikliebhabern das gemeinschaftliche Musizieren und Auftreten zu ermöglichen. Die Mittel dazu kommen aus einer Sonderzuwendung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Auch seinen eigenen Internetauftritt hat das Team.

Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Berliner Landesmusikrats, sagt: „Täglich erreichen uns, den Chorverband und weitere Mitglieder Hilferufe von Ensembles, die ihre Probenräume aktuell nicht nutzen dürfen. Wir danken der Senatsverwaltung für Kultur und Europa für die Möglichkeit, die temporäre Koordinationsstelle einzurichten. Gleichzeitig bitten wir alle Berlinerinnen und Berliner: Melden Sie uns potenzielle Probenräume! Jetzt sind auch unkonventionelle Lösungen gefragt! Jeder große Raum kann genutzt werden, wenn Lüftungsmöglichkeiten vorhanden sind.“

Kontakt:
Raumkoordination
Antje Materna & David Montero
Landesmusikrat Berlin e.V. | Lübecker Str. 23, 10559 Berlin
Tel. + 49 157 34 49 78 96 | Fax +49 30 39731088


Zeigen Sie’s uns: Fotowettbewerb „Musik verbindet“ auf der Zielgeraden

Mit Zuversicht und gründlicher Planung ist das Berliner Musikleben in den Herbst 2020 gestartet. Doch bietet es mehr als weiträumig bestuhlte Konzertbühnen und Zuschauerreihen, Chorproben und Bandauftritte mit Abstand und Lüftungspausen. Dem aufmerksamen Auge zeigen sich oft Szenen, in denen die verbindende Kraft der Musik erlebbar und sichtbar wird. Greifen Sie zur Kamera und zeigen Sie die Musik im Alltag, die Berlinerinnen und Berliner überall in der Stadt begeistert und miteinander verbindet! Bis zum 31. Oktober können Sie Ihre Bilder einreichen. Wir freuen uns auf Motive, die Ihren ganz persönlichen Blick offenbaren. Informationen und bisherige Beiträge finden Sie auf unseren Seiten.


Willkommen beim Landesmusikrat: Neue Mitglieder im Team

Janine Bogosyan hat im September die Leitung des Projekts „Instrument des Jahres 2021“ übernommen. Die gebürtige Münchnerin studierte in Leipzig und Madrid Kommunikationsmanagement, Geschichte und Hispanistik. Ihre Leidenschaft ist das Musikmanagement: Viele Livemusikbühnen hat sie selbst gegründet und betreut. Zum Landesmusikrat hat sie auch ihr Interesse an Stadt- und Kirchengeschichte gebracht, denn das Instrument des Jahres 2021 wird die Orgel sein.

Antje Materna, aus Frankfurt an der Oder stammend, und der gebürtige Spanier David Montero werden gemeinsam Amateurchören und -ensembles dabei helfen, geeignete Räume für Proben und Auftritte zu finden. Beide haben an verschiedenen europäischen Universitäten studiert, und beide sind seit Jahren erfolgreich im Veranstaltungs- und Bildungsmanagement aktiv – beste Voraussetzungen für ihre neue Aufgabe.

Sophia Berendt ist bereits als Projektleiterin für das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin mit großem Einsatz dabei. Nun hat sie auch die Leitung von Jugend musiziert Berlin übernommen.


Beethoven | Freiheit: Themenpfad im Deutschen Historischen Museum

Anlässlich des Beethoven-Jubiläums wirft das das Deutsche Historische Museum einen Blick auf das Spannungsverhältnis „BEETHOVEN | FREIHEIT“: Was bedeutete „Freiheit“ für Beethoven? Wie entstand posthum der Mythos Beethovens als Revolutionär und Verfechter aufklärerischer Freiheitsideale?

Der neue Themenpfad des Deutschen Historischen Museums ist seit dem 20. August in der Dauerausstellung bei freiem Eintritt zu sehen. Er führt zu den Kernthemen im Leben und Werk des Komponisten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Deutschen Historischen Museums. Einen digitalen Flyer (PDF) können Sie hier herunterladen.


Christoph Pabel, 1938–2020

In tiefer Trauer nimmt der Landesmusikrat Berlin e. V. Abschied von Christoph Pabel.

Christoph Pabel wurde 1938 in Weilburg an der Lahn geboren; 1957 machte er sein Abitur am Hans-Thoma-Gymnasium in Berlin-Hermsdorf. Als Lehrer prägte er seit 1965 die musikalischen Erfahrungen vieler Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien in Berlin-Grunewald. Als Oberstudiendirektor am Walter-Rathenau-Gymnasium leitete er nicht nur Chor und Orchester, sondern gründete auch die erste Steelband an einer Berliner Schule und leitete das Bezirksorchester Charlottenburg. Darüber hinaus war er Vertrauenslehrer, Ansprechpartner der Schulen für Theater und Betreuer des Ruder-Teams.

Sein Engagement inspirierte die Arbeit in der Rahmenplankommission Musik für die Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe. Unvergesslich ist seine tatkräftige Unterstützung der sechs Wilmersdorfer Jugendorchester, die er in Zusammenarbeit mit den Musiklehrerinnen und -lehrern des Bezirks seit 1970 durch Orchesterwochen und Konzerte entscheidend förderte. Von 2003 bis 2010 wirkte er mit großem Einsatz im Regionalausschuss von Jugend musiziert für Berlin-Mitte mit, unter anderem als Juryvorsitzender auf Regional- und Landesebene. Über alle diese Pflichten und dieses Engagement hinaus blieb er mit Leib und Seele Pädagoge: Bis 2014 unterrichtete er Kinder und Jugendliche im Cellospiel. Am 5. Juli 2020 verstarb Christoph Pabel in Berlin-Zehlendorf.

Prof. Joël Betton, Ehrenvorsitzender des Regionalausschusses Jugend musiziert Berlin-Mitte,schreibt über seinen verstorbenen Kollegen: „Christoph Pabel war jahrelang Mitglied in unserem Ausschuss. Ich habe seine Vitalität und seine ansteckende Begeisterung für die Jugend immer bewundert. Christoph hat meine Art, Jugend musiziert zu ‚leben‘, sehr geprägt, denn er achtete immer darauf, das Ganze wahrzunehmen. Ihm war stets jeder Teilnehmer als einzelne Person wichtig. Die Arbeit der Lehrenden und das Engagement der Eltern wusste er immer zu würdigen. Christoph war ein begnadeter Lehrer, ein Förderer der musizierenden Jugend und eine inspirierende Persönlichkeit für alle, die das Glück hatten, Ihm zu begegnen. Es ist immer schmerzhaft, einen solchen Menschen zu verlieren. Christoph hat aber so viel gegeben und so viel geschenkt, daß er in den Gedanken seiner Freunde und ehemaligen Schüler immer gegenwärtig bleiben wird.“


Berichte

Jour fixe „Musik und Stadt“: Klimaschutz

Am 7. September trafen sich auf der Bühne der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain Josephine Hübner (Fridays for Future Berlin), Vladimir Jurowski (Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin), Daniel Wesener (parlamentarischer Geschäftsführer und Sprecher für Kultur und Haushalt von Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus), Nadine Michelberger (PEOPLE Festival) und Daniele Murgia (2bedifferent); die Moderation lag in den Händen von Ralf Sochaczewsky vom Landesmusikrat Berlin. Die Leitfrage der Debatte lautete: Wie können die Akteure des Musiklebens – Musikerinnen und Musiker, Veranstalter und politische Entscheidungsträger – das Ihre dazu beitragen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken?

Josephine Hübner betonte, dass der Klimawandel unausweichlich und nachhaltiges Handeln dringend geboten sei; Vladimir Jurowski erzählte von den Schritten, die das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unternehme, etwa die künftige Einschränkung von Flugreisen und das gezielte Mitdenken von Klimaneutralität in der Gesamtplanung. Nadine Michelberger konnte von den überwiegend ermutigenden Erfahrungen nach der Organisation und Durchführung des klimaneutralen PEOPLE-Festivals berichten. Daniele Murgia steuerte die Perspektive der Beratungsagentur 2bedifferent für nachhaltige Veranstaltungswirtschaft bei. Den Standpunkt und die gestalterischen Möglichkeiten der Kulturpolitik erläuterte Daniel Wesener.

Der junge Geiger Simon Zhu, Student am Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin, beeindruckte live mit der Caprice Nr. 24 a-Moll von Niccolò Paganini; für die erkrankte Singer-Songwriterin Nadia Bouamra Martinez aus Barcelona sprang innerhalb weniger Stunden Rita Gueli mit ihrer Interpretation von Michael Jacksons „Earth Song“ ein.
Die gesamte Diskussion wurde gleichzeitig zu einem Public Viewing ins Hotel Michelberger übertragen. Auf der Website des Landesmusikrats können Interessierte sie in der Video-Aufzeichnung nachschauen oder als Transkription (PDF) nachlesen.


Digitale Bühne zum Abschluss von „Jugend musiziert“ 2020

Rund 300 Berliner Jugendliche haben sich bei Jugend musiziert Berlin im Februar auf Regionalebene durch herausragende Leistungen für den Landeswettbewerb qualifiziert. Wegen der Pandemie mussten jedoch Landes- und Bundeswettbewerb ausfallen. So konnte das beliebte traditionelle Bundespreisträgerkonzert im Roten Rathaus ebenfalls nicht stattfinden. Damit die vielen musikalischen Talente Berlins ihr Können trotzdem angemessen vorstellen konnten, bot der Landesmusikrat Berlin ihnen eine digitale Bühne. VonSonnabend, dem 29. August 2020, ab 17 Uhr bis Sonntag, dem 30. August 2020, 18 Uhr stellten sich Preisträgerinnen und Preisträger in selbstproduzierten Videos auf der Internet-Präsenz von Jugend musiziert Berlin vor. Ein digitaler Workshop zum Thema „Home-Recording“ hatte sie auf diese Aufgabe vorbereitet.

Zu sehen und zu hören waren dreizehn lohnende Beiträge von Pianistinnen und Pianisten, einer Harfenistin, Holzbläserinnen solo und im Duett und zwei jungen Schlagzeugern, dazu ein Blechblas- und ein Kontrabass-Ensemble – dank der technischen Vorbereitung in beachtlicher Bild- und vor allem Tonqualität. Die Klickzahlen verrieten reges Interesse. Die Präsentation endete pünktlich am Sonntag um 18 Uhr. Der herzliche Dank des Jugend-musiziert-Teams gilt allen jungen Musikerinnen und Musikern, den Lehrerinnen und Lehrern und den Familien für das Gelingen!


Mitglieder-News

Deutsche Orchestervereinigung & KulturLeben Berlin: Aktion #MusikerFürMusikerBerlin

Gemeinsam mit dem Verein KulturLeben Berlin hat die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) zur Aktion #MusikerFürMusikerBerlin aufgerufen. Die Idee: Aufgrund der coronabedingten Platzbeschränkungen in Konzert- und Theatersälen werden Menschen mit Beeinträchtigungen faktisch vollständig vom Kulturgenuss ausgeschlossen. Daher hat die DOV Kammermusikensembles der Hauptstadt-Klangkörper aufgerufen, kleine Konzerte pro bono direkt zu den Menschen in Alten- und Pflegeheimen sowie in Betreuungsstätten für Leute mit Behinderungen zu bringen. Das Gute: Die Einrichtungen zahlen an KulturLeben für die Konzerte. Mit diesen Einnahmen finanziert KulturLeben weitere Kammermusikauftritte, bei denen dann freischaffende Musikerinnen und Musiker honoriert zum Einsatz kommen.

Die Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin feierte am 8. September ihren erfolgreichen Start mit Mitgliedern des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Das erste Konzert fand vor zwanzig begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern in der Tagespflegestätte Selerweg statt, einer Einrichtung der Reha-Steglitz gGmbH für ältere Menschen. Mit Divertimenti von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn und einem Trio von François Devienne boten Kornelia Brandkamp (Flöte), Verena Wehling (Viola) und Thomas Rößeler (Violoncello) vom DSO ihrem Publikum ein heiteres und gleichzeitig facettenreiches und hochvirtuoses Programm aus der klassischen Epoche.

So unterstützen Sie die Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin: Berliner Einrichtungen (soziale Träger, Bürgerämter, Kirchengemeinden, Unternehmen etc.) können sich als Konzert-Gastgeber an der Kampagne beteiligen, in dem sie einen Konzertort stellen und eine Honorarspende an KulturLeben Berlin entrichten. Berliner Musikerinnen und Musiker treten dort im Rahmen der Kampagne ehrenamtlich auf. Die von den (in der Regel) festangestellten Musikerinnen und Musikern eingeworbenen Spenden kommen freischaffenden Berliner Musikerinnen und Musikern zu Gute. Ensembles vom Trio bis zum Quintett, die ehrenamtlich mitwirken möchten, sind gebeten, sich bei KulturLeben Berlin zu melden. Wir freuen uns auf Ihre tatkräftige Unterstützung!


Handiclapped: KuDiBa sucht: Ihre Wünsche zur Barrierefreiheit von Konzerten

Alle Menschen sollen Konzerte erleben können.
Vor Ort und im Internet.
Wir wollen, dass das einfacher wird.
Für das Publikum und für Künstlerinnen und Künstler.
Besonders für Menschen mit Beeinträchtigung.
Dieses Vorhaben soll dabei helfen.
Wir fragen welche Hürden es gibt.
Wir suchen Ideen diese zu beseitigen.
Wir sammeln, welche Lösungen es schon gibt.
Wir veranstalten ein Treffen von Entwicklerinnen und Entwicklern.
Sie arbeiten zusammen an neuen Lösungen.
Die Ergebnisse stehen allen kostenfrei zur Verfügung.

Sie können helfen: Schicken Sie uns Ihre Wünsche zur Barrierefreiheit.
Beispiele: Eine Seite mit Informationen zu Konzerten in Leichter Sprache.
Menschen mit Sehbeeinträchtigung sollen Eintrittskarten leichter buchen können.

Mehr Informationen: http://kudiba.berlin/

„KuDiBa – Kultur Digital Barrierefrei“ ist ein Vorhaben von Handiclapped – Kultur Barrierefrei e.V. und MusicTech Germany e. V., gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.


Landesmusikakademie Berlin: Kursbetrieb wieder vollständig aufgenommen!

Ab Mitte Mai schon fanden wieder erste kleinere Kurse statt. Mittlerweile hat die Landesmusikakademie Berlin ihren Kursbetrieb wieder vollständig aufgenommen. Einige Kurse werden jetzt als Online-Workshops durchgeführt: Informieren Sie sich hierzu bitte in unserer Kurssuche.

Sämtliche Kurse vor Ort finden unter Berücksichtigung der aktuellen Abstands- und Hygieneregeln statt. Ein entsprechendes Hygienekonzeptwurde speziell für unsere Bedürfnisse erarbeitet und vom Gesundheitsamt des Bezirks Treptow-Köpenick genehmigt.  

Dass Teile unserer Kurse im Freien stattfinden können, ist nun ein großer Vorteil: Die Akademie liegt mitten im Naturpark Wuhlheide und verfügt über einen Innenhof in unmittelbarer Nähe zu ihren Kursräumen, die im Gebäude des FEZ-Berlin untergebracht sind.  

Nutzen Sie also die zweite Jahreshälfte für eine Fortbildung oder einen Workshop an der Landesmusikakademie Berlin.  Auf dieser Seite finden Sie auf einen Blick alle Dozentinnen und Dozenten, die in dem Zeitraum bis zum Dezember 2020 noch einen oder sogar mehrere Kurse anbieten. Auch Fort- und Weiterbildungen sind dabei. Schauen Sie sich um! 


LBBL: Endlich wieder Live-Musik! Die 30. Orchesterwerkstatt in Rheinsberg

Nach vielen E-Mails hin und her, Erläuterungen zum Hygienekonzept und sonstigen Auflagen war es soweit: Die etwa fünfzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer der lange umbangten 30. Orchesterwerkstatt des Landesverbands Berlin-Brandenburgischer Liebhaberorchester trudelten im Laufe des 28. August.2020 in Rheinsberg ein und versammelten sich am Abend mit gebührendem Abstand im Probensaal. Die alten Bekannten begrüßten sich – ebenfalls mit der notwendigen räumlichen Distanz, aber nicht weniger herzlich. Nur einer fehlte: Friedemann Neef, unser Dirigent! Während der Begrüßung durch Rainer Vogt und Winfried Szameitat wurden die vielen Schwierigkeiten beschrieben, die im Vorfeld der Werkstatt von den Organisatoren aus dem Weg geräumt worden waren: vom Umbau des Probensaales bis zum Wasserschaden in der Küche, sodass unsere Verpflegung in Frage gestellt war, bis schließlich zur Absage von Friedemann Neef am Morgen des Anreisetages wegen Beschwerden, die „nur“ eine Erkältung, aber eben auch Corona anzeigen konnten! Wo so schnell Ersatz finden?

Mit vereinten Kräften wurde das Unmögliche möglich gemacht: Am Abend leitete Till Schwabenbauer (1. Vorsitzender des LBBL, Dirigent mehrerer Amateurorchester) die Tuttiprobe, Jens Naumilkat (Stimmführer Cello) übernahm spontan die ebenfalls für den Abend angesetzte Streicherprobe. Für die nächsten Tage hatte Winfried Chrysanthie Emmanouilidou gewinnen können, eine überaus temperamentvolle Griechin, die uns mit ihrer unglaublichen Energie und musikalischen Leidenschaft inspirierte und begeisterte. Wenn nötig, verlieh sie ihrem Ausdruckwillen Nachdruck durch heftiges Stampfen mit dem Fuß, sie wirbelte herum wie eine Tänzerin und riss uns alle mit!

Auf dem Programm standen die ersten beiden Sätze der „Pariser Symphonie“ sowie die „Kleine Nachtmusik“ von W. A. Mozart, zwei Polkas von Johann Strauß und drei Sätze aus der Sammlung „Old Wine in New Bottles“ für Blasorchester von Gordon Jacob. Unter der Leitung von Winfried Szameitat wurden wir Bläserinnen und Bläser trotz der ungewohnt großen Abstände befähigt, so fein aufeinander zu hören, dass wir zu gemeinsamer Intonation (ohne Stimmgerät!) und lebendigem Musizieren fanden.

Die Streicher entwickelten mithilfe von Chrysantie nicht nur bewundernswerte Präzision, sondern auch kraftvolles musikalisches Engagement: Es war deutlich zu hören und zu spüren, dass es uns allen einen Riesenspaß gemacht hat, endlich wieder miteinander Musik machen zu können! Erstaunlicherweise haben wir uns an die großen Abstände sehr schnell gewöhnen können. Die Kommunikation untereinander geschieht offenbar doch nicht ausschließlich über das Hören, sondern auch über die nebenbei wahrzunehmende Gestik und Bewegung beim Spielen.

Beim Abschlussvorspiel am Sonntagnachmittag waren erlesene achtzehn Zuhörer zugelassen, die, auf der Empore sitzend, sich mit uns freuen und würdigen konnten, was wir in der kurzen Zeit und trotz aller Schwierigkeiten entwickelt hatten. Auch das Wetter hat uns geholfen, sodass wir die Mahlzeiten überwiegend im Freien einnehmen und abends beim Rotwein zusammen sitzen konnten, ohne uns nur schreiend verständigen zu können.

Es war wirklich ein großes Glück, das alles wieder zu erleben! Und damit ein riesiger Dank an alle, die das möglich gemacht haben!

(Bericht: Dr. Elisabeth Bingel)


Jutta Eckes: Itallegro

Ob Sängerinnen oder Instrumentalisten, Profis, Laien oder Konzertgängerinnen – wer sich mit klassischer Musik beschäftigt, benötigt Italienischkenntnisse. Im Vergleich zu den bisher bekannten Lehr- oder Wörterbüchern macht das kürzlich erschienene ITALLEGRO deutlich mehr Lust auf einen kleinen musikalischen Sprachkurs. Das neue Buch der Italianistin und Dolmetscherin Jutta Eckes erklärt rund vierhundert Begriffe in einem alphabetischen Glossar. Audiofiles mit korrekter Aussprache der Wörter stehen zum Download auf der Website des Breitkopf-Verlags bereit. Hilfreich sind daneben die „Vetrinette“: übersichtliche Schautafeln mit Vokabeln zu einzelnen Themen. Den eigentlichen Reiz des schön gestalteten Buches machen aber die Parallelen zur italienischen Alltagssprache aus. Innerhalb des Glossars und in separaten „Storielle“ („Geschichtchen“) bietet die Autorin unterhaltsames Hintergrundwissen. Gleichzeitig warnt sie vor Stolperfallen, wenn die Ausdrücke aus Opernlibretti im heutigen Italienisch auf Unverständnis stoßen oder wenn italienische Wörter andere Bedeutungen haben als erwartet: „Dirigente“ ist eine Führungskraft, hinter einem „Timpano“ kann ein Maccheroniauflauf stecken und „far fagotto“ heißt „seinen Kram packen“.

Jutta Eckes: Itallegro. Italienische Begriffe von A–Z in der Musik und im Alltag – Glossar, Anekdoten und Beiseite-Gesprochenes. Illustration: Mehrdad Zaeri. 120 Seiten, Hardcover.
Dieses Buch auf der Website des Verlags

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


lmr-Info 43. Ausgabe vom 5. August 2020

Inhalt

Termine

→ alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

Mitglieder-News

Musikbuch-Empfehlung

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News

Drinnen gemeinsam Singen: Produktives Treffen mit Kultursenator / Standards täglich erwartet

Nachdem der Senat am 23. Juni 2020 mit der Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin beschlossen hatte, das gemeinschaftliche Singen in geschlossenen Räumen nicht zu erlauben (§ 5 Abs. 1), ist diese Regelung vor allem in der Fachöffentlichkeit kontrovers diskutiert worden.

Kultursenator Dr. Lederer, der Berliner Chorverband und der Landesmusikrat Berlin sind sehr schnell übereingekommen, diese Regel, ihre Konsequenzen und auch mögliche Perspektiven zur (Wieder-) Ermöglichung gemeinschaftlichen Singens mit Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft und den Betroffenen zu diskutieren.

Dieses vom Landesmusikrat Berlin und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gemeinsam vorbereitete Gespräch fand am 21. Juli 2020 in den Räumen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa statt. Neben dem Berliner Landesmusikrat und den Chorverbänden nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen und der Rundfunkchöre teil. Es moderierte die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, Hella Dunger-Löper.

Bereits am Vormittag hatte der Senat in Kenntnis der Diskussion auf Vorschlag des Kultursenators eine Neuregelung beschlossen. Künftig soll gelten: In geschlossenen Räumen kann gemeinsam gesungen werden, wenn die im Hygienerahmenkonzept der für Kultur zuständigen Senatsverwaltung festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingehalten werden.

Neben der Beantwortung eines umfangreichen Fragenkatalogs, den der Landesmusikrat Berlin aus Einsendungen seiner Mitglieder zusammengestellt hatte, kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überein, auf Grundlage der neuen Regelung die nun geforderten Hygiene- und Infektionsschutzstandards kurzfristig gemeinsam zu erarbeiten und abzustimmen.

Allen Beteiligten ist dabei klar, dass die sich aus den Standards ergebenden Anforderungen und Notwendigkeiten Berlin und seine Institutionen vor große Herausforderungen stellen werden. Der Wille, diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern, ist bei allen Beteiligten ebenso klar erkennbar.

Die Präsidentin des Landesmusikrates Berlin e. V., Hella Dunger-Löper: „Solche Veranstaltungen sind wichtig, um Entscheidungsprozesse gut zu kommunizieren und eine möglichst breite Transparenz herzustellen. Damit kann es auch gelingen, das umfassende und vielfältige Wissen der Betroffenen mit einzubeziehen. Dass dieser Prozess gemeinsam mit der Kulturverwaltung sehr schnell möglich war, ist ein gutes Omen für die weitere Zusammenarbeit.“

Der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer: „Die unverändert kritische Pandemielage und die inzwischen als gesichert geltende besondere Risikosituation durch Aerosolverbreitung der Virenlast, die beim Gesang besonders hoch ist, zwingen uns permanent zur Auseinandersetzung mit den Fragen: Welche Maßnahmen bieten den größtmöglichen Schutz? Was ist mit vertretbarem Risiko an vorsichtigen Öffnungen möglich? Vor dem Hintergrund häufig unterschiedlicher Einschätzungen und der Notwendigkeit schnell zu reagieren, können Entscheidungen getroffen werden, die nicht allen gefallen bzw. auch nicht mit allen abgestimmt werden. Mit dieser Kritik muss ich umgehen – und aus ihr lernen. Ich freue mich daher umso mehr, dass das heutige Gespräch miteinander dennoch sachlich und lösungsorientiert möglich war und auch zu neuen Ideen führte.“

Die am Gespräch beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

  • Prof. Petra Gastmeier, Fachärztin für Hygiene und Umwelt an der Charité Berlin,
  • Prof. Martin Kriegel, Energietechnik, TU Berlin,
  • Prof. Tobias Kurth, Epidemiologe an der Charité Berlin,
  • Prof. Dirk Mürbe, Direktor der Klinik für Audiologe und Phoniatrie an der Charité Berlin,
  • Dr. Thomas Voshaar, Pneumologe, Leiter der Klinik 3 der Stiftung Krankenaus Bethanien, Moers.

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Update, 10. August:
Wie gemeinsam singen in Zeiten von Corona? – Hygienerahmenkonzept der Senatsverwatlung für Kultur und Europa liegt vor

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Jugend musiziert Berlin: Preisträgerinnen und Preisträger in Online-Videos erleben / Online-Workshop am 8. August

Der Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin musste wegen der Corona-Krise in diesem Jahr ebenso ausfallen wie der Bundeswettbewerb in Freiburg im Breisgau. Trotzdem sollen die Ergebnisse, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Regionalwettbewerbs im Februar erspielt haben, nicht einfach verlorengehen.

Deshalb bietet der Landesmusikrat Teilnehmerinnen und Teilnehmern an, ihre Beiträge am 29. August 2020 auf seiner Website als Online-Videos zu präsentieren. Eine Schulung zum Erstellen geeigneter Videos findet am 8. August per Zoom-Konferenz statt. Interessentinnen und Interessenten wenden sich bitte per E-Mail ans Jugend-musiziert-Team.


Jazztreff 2020 am 22. November im OYOUN / Plattform für Jazzszene und „Jugend jazzt“

Der Berliner Jazztreff geht in seine 35. Runde. Alljährlich bringt der Jazztreff die ganze Vielfalt der Berliner Jazzszene auf die Bühne, vom Jazznachwuchs über Amateur- und Profi-Ensembles bis hin zu nationalen Jazzgrößen. Gleichzeitig können Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor einer Fachjury für den Wettbewerb „Jugend jazzt“ antreten. Die Jurymitglieder erteilen allen Interessierten auch Rat für ihre musikalische Arbeit.

Der 35. Berliner Jazztreff wird am 22. November 2020 im OYOUN stattfinden (ehemals „Werkstatt der Kulturen“, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin-Neukölln). Zur Teilnahme anmelden kann man sich ab dem 10. August 2020 auf der Internetseite des Landesmusikrats Berlin.

Dort können Interessentinnen und Interessenten sich auch auf dem Laufenden halten, was die Organisation des Jazztreffs unter den Bedingungen von SARS-CoV-2 bedeuten wird. Obwohl die Lage in Deutschland derzeit recht gut aussieht, bleiben die weiteren Entwicklungen abzuwarten. Je nach behördlichen Auflagen und Entscheidungen wird der Jazztreff hinsichtlich der Hygiene-Schutzmaßnahmen bestmöglich organisiert. Neben festen Abläufen und Publikumswegen kann das auch bedeuten, die Teilnehmer- und/oder Besucherzahl zu beschränken. Auch wird geprüft, ob in diesem Fall ein zusätzliches digitales Angebot möglich ist.


Jour fixe „Musik und Stadt“: Klimaschutz am 7. September 2020

7. Jour fixe „Musik und Stadt“: Klimaschutz
7.9.2020, 19 Uhr, Livestream aus der ALEX-Halle Friedrichshain
Moderation: Ralf Sochaczewsky (Landesmusikrat Berlin e. V.)

Podiumsteilnehmerinnen und Podiumsteilnehmer:
Josephine Hübner (Fridays for Future Berlin)
Vladimir Jurowski (Chefdirigent und Künstlerischer Leiter– Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin)
Daniel Wesener, MdA (Parlamentarischer Geschäftsführer und Sprecher für Kultur und Haushalt – Bündnis 90/Die Grünen)
Nadine May (Michelberger Music Festival)
Daniele Murgia (Partner – 2bedifferent)

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 100.000 Menschen auf die Straße gegangen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Wir fragen uns im 7. Jour fixe: Inwiefern sind wir als Musikszene betroffen? Ist zum Beispiel der Widerspruch zwischen der notwendigen Reduktion des CO2 Ausstoßes und Weltourneen von Spitzenorchestern auflösbar? Wie organisiert man nachhaltige und emissionsarme Musikfestivals?

Auch Sie sind wie immer herzlich eingeladen, Fragen und Anregungen an das Podium zu richten! Bitte schreiben Sie uns dafür bis zum 3.9.2020 an


Webseiten für Musik: Freie Förderplätze für Vereine und Verbände / Jetzt bewerben!

Der Förderverein für regionale Entwicklung e. V. setzt sich mit seinen Azubi-Projekten für die praxisnahe Ausbildung von Berufsschülerinnen und -schülern und Studierenden ein. Förderschwerpunkt hierbei ist die kostenfreie Webseitenerstellung für Kommunen, Vereine, soziale und öffentliche Einrichtungen und kleinere Unternehmen. Der Förderverein unterstützt damit Auszubildende aus den Bereichen Web-Design, Programmierung und Büromanagement durch eine praxisnahe Ausbildung und bereitet sie so auf das Berufsleben vor.

Um den Azubis die Arbeit an vielseitigen Webseitenprojekten mit verschiedenen Anforderungen zu ermöglichen, wurde das Förderprogramm „Musik online“ ins Leben gerufen. Die Azubis erarbeiten gemeinsam mit Projektpartnern aus dem Bereich der Musik einen individuellen, modernen Internetauftritt, der über Ihr Repertoire, Wissenswertes über verschiedene Instrumente und kommende Konzerte informiert. Anschließend ermöglicht ein benutzerfreundliches Redaktionssystem die eigenständige Pflege der Webseite – Programmiererkenntnisse sind hierfür nicht notwendig. Die Erstellung der Webseite ist für die Projektpartner dabei kostenfrei.

Ausführliche Projektinfo und Bewerbungsformular


„SingBus“ unterstützt Kinderchöre / 2021 in Berlin und Brandenburg / Bis 1. September bewerben

Das neue Programm „Kinderchorland“ der Deutschen Chorjugend verfolgt die Vision „In jedem Ort ein Kinderchor“. Es schickt einen „SingBus“ an Stationen in ganz Deutschland, um Kinderchorarbeit vor Ort zu unterstützen. Mit an Bord: eine mobile Konzertbühne und die „Sing- und Kling“-Ausstellung mit verschiedenen Exponaten rund um die Stimme.

In Berlin und Brandenburg wird der SingBus vom 30. Januar bis zum 26. Februar zu Gast sein. Bis zum 1. September 2020 können sich Interessierte als SingBus-Station für diesen Zeitraum bewerben. Sie bekommen Unterstützung beim Aufbau eines neuen Kinderchors und bei der Chorarbeit, fachliche Impulse, Beratung und Weiterbildungsmöglichkeiten zu Themen rund um Chorleitung, Chormanagement und Chorgemeinschaft sowie Unterstützung bei der Beantragung von Fördergeldern. Hinzu kommen die Vernetzung in der Region und der regelmäßige Erfahrungsaustausch im Netzwerk Kinderchorland.

Bei Fragen oder weiteren Ideen können sich Interessierte an die E-Mail-Adresse clara.schuerle[at]deutsche-chorjugend.de oder an die Telefonnummer 0)30–847 10 89-52 wenden.

Zur Website Kinderchorland
Über den SingBus


Berichte

6. Jour fixe „Musik und Stadt“: Komponistinnen gestern und heute

Zur Diskussion über das Thema „Komponistinnen gestern und heute“ begrüßte am 22. Juni Dr. Adelheid Krause-Pichler in der ALEX-Halle die Musikhistorikerin Prof. Dr. Beatrix Borchard aus Hamburg, die Geschäftsführerin der Dwight-und-Ursula-Mamlok-Stiftung Bettina Brand und die Komponistinnen Violeta Dinescu und Susanne Stelzenbach.

Die Veranstaltung wurde eingeleitet von einer Uraufführung: Die Cellistin Ehrengard von Gemmingen interpretierte das Stück „Litanei I“, komponiert von Violeta Dinescu. Später erklangen die „Fantasy Variations“ von Ursula Mamlok und „Formspiele“ von Susanne Stelzenbach.

Die spannende Sendung kann auf der Internetseite des Landesmusikrats angeschaut werden.


Was macht der Landesmusikrat? Hella Dunger-Löper zu Gast bei TV.Berlin

Am 19. Juni erläuterte Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats, im Studio von TV.Berlin dem Journalisten Dr. Peter Brinkmann Rolle und Bedeutung des Landesmusikrats. Das Gespräch wurde am 11. Juli gesendet und steht auf YouTube weiter zur Verfügung.

Im Gespräch versetzt sich Peter Brinkmann in die Rolle eines Berliners, der zum ersten Mal von einer Einrichtung namens Landesmusikrat hört und nun eine Fülle von Fragen an Hella Dunger-Löper hat, vom Grundsätzlichen bis zu vermeintlichen Nebenaspekten. Er gibt der Präsidentin damit Gelegenheit, Aufgaben und aktuelle Anliegen des Landesmusikrats vorzustellen.

Zum Video des Gesprächs


Digital now! Ein Erlebnisbericht über den ersten digitalen Musik-Workshop des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin

Ausfälle, Aerosole, Hygienevorschriften und Abstandsregeln – die letzten Monate waren geprägt von einer (Planungs-)Unsicherheit, wie sie die Musik- und Kulturlandschaft seit Langem nicht mehr, vielleicht sogar noch nie, erlebt hat. Auch das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin hätte eigentlich zum Beginn der Sommerferien seine nächste Projektphase durchgeführt. Auch sie musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Schnell setzte sich aber die Idee durch, stattdessen das neue Workshop-Format Junges Musiklabor Berlin, das im November 2019 seine Premiere feierte, in digitaler Version durchzuführen. Der Kurzfristigkeit wurde also kurzerhand – wie so oft – der Kampf angesagt! Einige Telefonate und E-Mails später waren zwei niederländische Dozenten, Ramon Lormans, Schlagwerker, und Aart Strootman, Gitarrist und Komponist (beide als Musiker im stargaze-Kollektiv um André de Ridder aktiv) und mit ihnen auch das Thema und der Titel des zweitägigen Workshops gefunden: Minimal now! Eine Reise in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Minimal Music. Ein digitaler Flyer wurde so schnell wie möglich erstellt, über den Verteiler des Landesmusikrats Berlin an möglichst viele musizierende Berliner Jugendliche ausgesendet und über social media beworben – in digitalen Zeiten ist man eben auch ausschließlich auf die digitale Verbreitung angewiesen.

In der Vorbereitung des Workshops stand vor allem die Frage im Raum, wie man die digitale Durchführung nicht nur als traurigen Ersatz für das verwehrte Zusammenkommen, sondern als Chance begreifen kann. Als grundsätzlich positiv stellte sich die örtliche Ungebundenheit heraus: Die Dozenten sind beide in den Niederlanden wohnhaft und waren aus Strootmans Studio, gleichzeitig Instrumentenwerkstatt, in Rotterdam zugeschaltet. Diese zwei Profis auf dem Gebiet der Minimal Music für den Workshop in Berlin zu gewinnen, wäre aufgrund der örtlichen Distanz sonst wohl nicht so einfach gewesen. Das digitale Format gewährte den Jugendlichen spannende Einblicke in das (private) Arbeitsumfeld der zwei jungen Musiker und gestaltete den Kontakt von vornherein sehr persönlich. Doch es ging sogar über Europa hinaus: Die Komponistin Julia Wolfe, Mitglied der berühmten Organisation Bang on a Can, konnte als Finale des Workshops für ein Live-Interview aus den USA gewonnen werden – das organisatorische Herzklopfen, ob die Zuschaltung trotz Zeitverschiebung funktionieren würde, hat sich mehr als gelohnt. Auch André de Ridder selbst konnte, kurz vor dem Sprung in die Bahn, einige Worte an die Jugendlichen richten; eine interessierte Kollegin aus dem Vermittlungsbereich konnte am Workshop teilhaben (für Externe wurden „Galerie-Zeiten“ eingerichtet, in denen eine Zuschaltung möglich war). Und nicht zuletzt waren die 15 Teilnehmenden ortsungebunden: Über die verschiedenen Berliner Stadtteile hinaus schalteten sie sich auch aus Köln, Hannover und Paris zu.

In der Kommunikation über das Konferenztool Zoom waren vor allem Transparenz und Klarheit gefragt: Man konnte nicht vor Ort ordnend eingreifen, und so waren klare zeitliche Absprachen – und genügend Pausen vom Monitor – besonders wichtig. Gemeinsame lecture-Zeiten und Raum für einzeln umzusetzende Aufgaben, wie die Auseinandersetzung mit einzelnen Stücken oder eigener kompositorischer Tätigkeit, wechselten sich ab.

Neben Zoom sollte im Workshop zum gemeinsamen digitalen Musizieren das neue, sich momentan in der Programmierung befindliche Programm Digital Stage getestet werden. Doch auch technische Pannen passieren in einem digitalen Workshop: Als das Programm noch nicht ganz so funktionierte, wie es das in Zukunft wird, wurde spontan auf Zoom zurückgewechselt und mit der Originalton-Funktion besser als erwartet miteinander gespielt – mehr Ambient Sound als rhythmische Präzision, aber was macht eigentlich das digitale Zusammenspiel aus? Wird der Computer-Sound, die Ungewissheit über die eigenen Einsätze und den Klang des eigenen Instruments bei den anderen, die Latenz, in zwanzig Jahren in der Euphorie einer Retro-Welle von Soundtechnikern nachgebaut werden? Die anschließende Diskussion eröffnete den Raum für Reflexion über Klang, Zusammenspiel und Spieltechniken der zeitgenössischen Musik in Zeiten der digitalen Möglichkeiten.

Fazit: Natürlich ist ein digitaler Workshop kein Ersatz für eine kammermusikalische Live-Begegnung. Aber die virtuelle Zusammenkunft lässt eine zeitlich, räumlich und personell flexiblere Gestaltung zu, und musikalisches Wissen kann sowohl theoretisch als auch praktisch digital vermittelt werden. Digitales miteinander Musizieren eröffnet neue Betrachtungswinkel, vor allem in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik. Und außerdem: Kein musikalisches Angebot ist in gar keinem Fall eine Alternative.


Mitglieder-News

Berlin Music Commission: Neue Website transform-music.de vernetzt Musik und Technologie

Mit transform-music.de beleuchten die Berlin Music Commission und der Landesmusikrat Berlin zukunftsweisende und aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen Musik und digitalerTechnologie. Ziel ist es, Interessierte und Neugierige aus beiden Disziplinen – Technologie und Musik – nachhaltig zu vernetzen, zu gemeinsamen Projekten zu animieren und die Erfahrungen daraus offen und gemeinschaftlich zu teilen.

Transform-music.de soll Musikerinnen und Musikern, Veranstalterinnen und Veranstaltern und allen, die mit der Berliner Musikszene verbunden sind, Informationen an die Hand geben, mit denen sie ihre Leistungen digitalisieren können.  Dabei geht es vor allem um die Themenbereiche virtuelle Konferenzen, virtuelle Konzerte und vernetztes Musizieren.

Die Corona-Pandemie stellt Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, letztlich jeden Einzelnen und jede Einzelne, vor ungeahnte und bislang ungelöste Herausforderungen; so auch die kreativen Menschen aus der Musik- und Veranstaltungswirtschaft. Digitale Wandlungsprozesse vollziehen sich in rasender Geschwindigkeit. Zunehmend wird klar, dass die umfassende – und bislang aufgeschobene – Digitalisierung und Virtualisierung der Musikbranche nicht nur eine vorübergehende Notlösung in Zeiten der Krise sein wird, sondern darüber hinaus großes Potential für Musikerinnen, Musiker und die Veranstaltungsbranche im Gesamten bietet. Es ist Zeit, die Scheu voreinander abzulegen.

Die Webseite startet mit ersten überblicksartigen Beiträgen. Kontinuierlich werden neue thematische Beiträge, praktische Erfahrungsberichte und neue Lösungen ergänzt, so dass die Seite sehr schnell zu einer zentralen Anlaufstelle für alle Themen zwischen Musik und Digitalem werden wird.

Zur Website transform-music.de


DOV: Aktualisierter Leitfaden für freischaffende Musiker

Die Deutsche Orchestervereinigung hat sich seit Beginn der Einschränkungen des Musiklebens besonders für die zahlreichen freischaffenden Musikerinnen und Musiker eingesetzt. Für sie gingen mit den Absagen von Konzerten, Vorstellungen und Festivals ein wesentlicher Teil ihrer Einnahmen verloren. Auf ihrer Website fasst die DOV Tipps für diese gefährdete Berufsgruppe übersichtlich und aktuell zusammen. Die jüngste Version des „Leitfadens für Freischaffende in der Corona-Krise“ stammt vom 23. Juli 2020.

Zum aktualisierten Leitfaden


VÖBB: Kuratierte Playlists / Tutorials zum Musikstreaming / Veranstaltungen als Videos

Musikstreaming: Kuratierte Playlists bei  freegalmusic und in der Naxos Music Library

Die Musikbibliotheken des VÖBB bieten in den von ihnen lizensierten Streamingportalen neuerdings von ihnen erstellte Playlists an, die für alle VÖBB-Nutzenden zugänglich sind. Von der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek in Steglitz-Zehlendorf wird  jeden Monat eine neue thematische Liste im Portal freegalmusic freigeschaltet, z. B. zu Themen wie „Sommer und Sonne“ im August oder „Bücher und Bibliotheken“ im September.  Die Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek steuert im Portal freegalmusic Playlists mit Musik zum jeweiligen ZLB-Themenraum bei – derzeit eine Liste mit Musik rund um die „Emanzipation“ sowie eine zum aktuellen Themenraum „Mai 1945. Erinnern“. In der Naxos Music Library laden ebenfalls Listen aus der ZLB zum Entdecken klassischer Musik ein, darunter z. B.  mehrere zu Beethoven („Interpretationen aus Berlin“, „aktuelle Aufnahmen“ etc.) oder die Liste „Musik in Krieg und Exil“.

Musikstreaming: Tutorials für die Nutzung der Musikstreamingportale
Im Tonträgerlektorat der ZLB wurden zwei Präsentationen mit Anleitungen zur Nutzung der Naxos Music Library erstellt, dem Portal mit derzeit über 152 000 Alben klassischer Musik. Mittels dieser Folien finden Sie Informationen zum Login in das Streamingportal mit Ihrem VÖBB-Bibliotheksausweis sowie Suchtipps und den Weg zu den Playlists: www.zlb.de/musik

Weitere Einführungen in die Naxos Music Library  und in freegalmusic gibt es auf dem Kanal „Bibliotheksfreund Friedrichshain-Kreuzberg“:
Freegal  https://www.youtube.com/watch?v=WF-XqsPBDL4                                                             
Naxos Music Library https://www.youtube.com/watch?v=GJkoG9Iftxs

ZLB-Musikveranstaltungsformate als Videos
Da coronabedingt keine Live-Veranstaltungen stattfinden konnten, wurden zwei Musikveranstaltungen als Video produziert:
Bernadette la Hengst – Konzert und Gespräch aus der Reihe „Der Sound der Vielen“

Das Konzert von Bernadette la Hengst zur @Fête de la Haus-Musique mit anschließendem Gespräch zur „Erklärung der Vielen“ mit Alfred Raddatz (Musikbibliothek der ZLB) kann hier verfolgt werden:  https://www.zlb.de/service/community-projekte/der-sound-der-vielen.html

Video-Interview über NS-verfolgte Musikerinnenund Musikermit Dr. Albrecht Dümling
Der anlässlich des aktuellen ZLB-Themenraums „Mai 1945. Erinnern“  geplante Vortrag von Albrecht Dümling, dem Vorsitzenden des Vereins musica reanimata e. V.,  wurde ersatzweise in Form eines Gesprächs mit Susanne Hein (Musikbibliothek, ZLB) im Haus Amerika-Gedenkbibliothek als Video aufgenommen und steht unter www.zlb.de/themenraum zum Abruf zur Verfügung.


Musikbuch-Empfehlung

Rolando Villazón: Amadeus auf dem Fahrrad

Villazóns dritter Roman handelt ebenso wie die beiden Vorläufer (Kunststücke, 2014 und Lebenskünstler, 2017) von belesenen, sympathisch verrückten und teils prekär lebenden Künstlerinnen und Künstlern. Im Mittelpunkt von Amadeus auf dem Fahrrad (Juni 2020) steht Vian, ein junger Mexikaner, der den Sommer 2015 nach einem gescheiterten Gesangsstudium im Salzburger Theaterkosmos verbringt und mit größter Hingabe als Komparse einen Teufel in der laufenden Don-Giovanni-Inszenierung mimt. Ein hilfsbereiter Buchhändler und eine kluge Produktionsassistentin werden zu seinen wichtigsten Freunden. Spannend bis zum Schluss bleibt die Frage, ob und wie es ihm gelingt, sich vom Druck und der Erwartungshaltung seines dominanten Vaters zu befreien.

Amadeus auf dem Fahrrad ist eine spielerisch-leichte und dennoch abgründige Lektüre mit herrlichen Schilderungen der Welt hinter den Kulissen des Opern- und Festspielbetriebs. Mozart wird zum Fixstern des Buches, denn der Protagonist Vian begegnet dem Genie auf Schritt und Tritt in der Stadt: im Museum, bei einer Kunstinstallation oder sogar im Zwiegespräch.

Rolando Vilazón: Amadeus auf dem Fahrrad. Roman, Hamburg: Rowohlt, 2020. Hardcover, 409 Seiten, € 26,–
Dieses Buch auf der Verlags-Website

SWR-Kritik:  https://www.swr.de/swr2/literatur/amadeus-auf-dem-fahrrad-rolando-villazons-dritter-streich-100.html


LMR-Info 42. Ausgabe vom 17. Juni 2020

Inhalt

lmr-news


Termine

Landesmusikrat Berlin
22. Juni 2020        
6. Jour fixe „Musik und Stadt“: Komponistinnen gestern und heute
                                
19 Uhr: Live-Stream von ALEX Berlin im Internet

→ alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte


Mitglieder-News

Musikbuch-Empfehlung
Lars Christian Koch: Musikethnologie

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News

42 % der Amateurensembles in ihrer Existenz bedroht – Landesmusikrat fordert klare Regeln für den Probenbetrieb

An einer Umfrage des Landesmusikrats Berlin zu den Auswirkungen des Corona-Virus auf die Berliner Musiklandschaft beteiligten sich bis heute 436 Berliner Amateurensembles, diese repräsentieren mehr als 15 000 Berlinerinnen und Berliner.

58,7 % gaben an, durch die Einschränkungen, die mit der Corona-Pandemie notwendig geworden sind, gar nicht mehr proben zu können, 24,3% nutzen digitale Hilfsmitte. 42 % der Ensembles sind durch die Probeneinschränkungen langfristig bedroht.

Für den Fall, dass die Öffnungen weiter voranschreiten, haben bereits 38,1 % der Ensembles einen Hygieneplan vorbereitet. 35,3 % benötigen Hilfe bei der Erstellung eines solchen. Würden Proben in Innenräumen mit einem Mindestabstand von 3 Metern genehmigt und würden Räumlichkeiten wieder geöffnet, könnten 47,9 % der Teilnehmenden ihre Arbeit wieder aufnehmen, da ihr Probenraum groß genug wäre. Aktuell sind 79,8 % der Probenräume nicht zugänglich. Die meisten befinden sich den Angaben zufolge in öffentlichen Schulen (30 %), Gemeindehäusern (25,5 %) oder Kirchen (20,2 %).

Erfahrung mit Anwendungen, die ein verzögerungsarmes Musizieren im virtuellen Raum ermöglichen, haben bisher nur 7,6 % der Ensembles. 48,6 % benötigen Schulungen zur Nutzung digitaler Formate.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper sagt: „Die Umfrage unterstreicht die dramatische Situation, in der sich die Berliner Amateurmusikszene trotz vieler kreativer Lösungen befindet. Die Ensembles brauchen klare Regeln, die der aktuelle Verordnungsrahmen nicht bietet. Außerdem brauchen sie eine Perspektive für die Zukunft. Dafür müssen die Forschungen zur Frage der Aerosolverbreitung in Innenräumen und die Unterstützung digitaler Alternativen vorangetrieben werden.“

Weitere Informationen:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/musikpolitik/auswirkung-von-coronainformationen/


6. Jour fixe „Musik und Stadt“: Komponistinnen gestern und heute

Montag, 22. Juni 2020, 19 Uhr ⋅ Livestream von ALEX-TV

„Dass man übrigens seine elende Weibsnatur jeden Tag, auf jedem Schritt seines Lebens von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekömmt, ist ein Punkt, der einen in Wuth, und somit um die Weiblichkeit bringen könnte, wenn nicht dadurch das Uebel ärger würde.“ (Fanny Hensel, 1829)

Gesellschaftliche Zwänge, Zweifel an der Begabung von Frauen, mangelnder Zugang zu Ausbildungsstätten und Bedenken der Veranstalter mit Rücksicht auf die Erwartungen des Publikums … Was hat sich getan in zweihundert Jahren Kulturgeschichte? Gibt es Gleichberechtigung, und wie wird sie sichtbar in der Programmgestaltung der großen Veranstalter?

Auf dem Podium in der ALEX-Halle werden mit dabei sein:

  • Prof. Dr. Beatrix Borchard, Musikhistorikerin
  • MA Bettina Brand, Geschäftsführerin der Dwight-und-Ursula-Mamlok-Stiftung
  • Prof. Violeta Dinescu,  Komponistin
  • Susanne Stelzenbach, Komponistin, Leiterin des Festivals „Pyramidale“

Moderation: Dr. Adelheid Krause-Pichler
Musik: Ehrengard von Gemmingen, Violoncello

Aufgrund der Einschränkungen, die mit der Corona-Pandemie notwendig geworden sind, findet der 6. Jour fixe „Musik und Stadt“ ohne Publikum in Saal statt. Bitte verfolgen Sie daher den Jour fixe im Livestream. Ein Link zum Livestream wird am Veranstaltungstag hier freigeschaltet.

Fragen aus dem Publikum: Bitte senden Sie Ihre Fragen an die Podiumsteilnehmerinnen und Podiumsteilnehmer bis zum 18. Juni 2020 an . Aus logistischen Gründen ist das direkte Zuschalten von Fragenden leider nicht möglich.


Junges Musiklabor Berlin: Digitaler Sommerferien-Workshop für Jugendliche

Die Sommerferien rücken immer näher – aber für viele musizierende Jugendliche in Berlin werden die so heiß ersehnten Tage dieses Jahr anders ausfallen als erwartet. Geplanter Urlaub fällt aus, Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen erschweren weiterhin das Zusammenkommen.

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin bringt daher sein Workshop-Format, das Junge Musiklabor Berlin, in Kooperation mit dem Kollektiv stargaze und Digital Stage, dem neuen Programm zum gemeinsamen Digitalen Musizieren, zu den Jugendlichen nach Hause: Am 28. und 29. Juni 2020 heißt es jeweils zwischen 10 und 17 Uhr via Bildschirm in den eigenen vier Wänden: „Minimal now!“

Das Digitale wird zur echten Chance: Die Ortsungebundenheit ermöglicht den 14-bis-19-Jährigen eine virtuelle, kerosinfreie Reise nach Amerika im Live-Zusammentreffen mit Komponistin Julia Wolfe, amerikanischer Vertreterin des Post-Minimalismus, in New York, gemeinsam mit dem Dirigenten André de Ridder in Berlin.

Die abwechslungsreiche Reise in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Minimal Music werden die Teilnehmenden gemeinsam mit den stargaze-Musikern Aart Strotman und Ramon Lormans begehen und via Digital Stage verschiedene Werke von Terry Riley bis Brian Eno gemeinsam entdecken – völlig ohne Ansteckungsgefahr.

Anmeldeschluss ist der 21.6.2020. Zur Anmeldung …

Alle Informationen finden Sie unter
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendensemble-neue-musik-berlin/musiklabor/


Fotowettbewerb 2020: Auf Motivjagd zur Ferienzeit

„Musik verbindet – Zusammenhalt stärken!“ lautet das Leitwort des Fotowettbewerbs, den der Tagesspiegel, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) und der Landesmusikrat Berlin e. V. gemeinsam ausgerufen haben. Dutzende Bilder sind bereits eingegangen. Und der Wettbewerb ist noch nicht zu Ende! Nutzen Sie die bevorstehende Ferienzeit, um sich auf Motivjagd zu machen. Wo zeigt sich im sommerlichen Berlin die verbindende Kraft der Musik? Schicken Sie uns Ihre Bilder bis zum 31. Oktober an die Adresse Jedes Bild wird auf unserer Website präsentiert. Wir freuen uns über jeden Beitrag! Hier geht es zu den Teilnahmebedingungen.


Instrument des Jahres 2020: Die Geige – Veranstaltungen im Internet gebündelt

Politik, Verwaltung und Veranstalter loten derzeit intensiv die Möglichkeiten aus, bald wieder ein öffentliches Konzertleben zu ermöglichen. Trotzdem ist die Situation für die zweite Jahreshälfte noch wenig absehbar. Viele Ensembles und Institutionen haben Veranstaltungspläne vorgelegt; die Durchführung ist aber davon abhängig, wie sich die CoVID-19-Pandemie weiterentwickelt.

Im Rahmen des Projekts Instrument des Jahreshat der Landesmusikrat Berlin bisher für jede Jahreshälfte eine Broschüre mit Veranstaltungen vorgelegt. Damit wir unter den geschilderten Bedingungen flexibel reagieren können, haben wir uns entschieden, auf den Druck der zweiten Broschüre zu verzichten und die uns gemeldeten Veranstaltungen ausschließlich in unserem Online-Kalender anzukündigen. So können wir jeweils aktuelle Änderungen schnell übernehmen.

Der Tag der Geige wird nicht wie geplant im September stattfinden können. Trotzdem wird das Instrument des Jahres 2020 im Herbst in Berlin auf besondere Weise präsent sein, der Landesmusikrat wird auf seiner Website und im lmr-info zeitnah darüber informieren.


Berichte

5. Jour fixe „Musik und Stadt“: Räume für Kultur II bei ALEX Berlin

Am Dienstag, dem 19. Mai, versammelten sich auf dem Podium der ALEX-Halle in Friedrichshain Kultursenator Dr. Klaus Lederer, Daniel Buchholz (MdA, SPD), Stefanie Remlinger (MdA, Bündnis 90/Die Grünen) und Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats. Absagen musste Philipp Bouteiller, Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH. Die Moderation hatte Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin. Im Anschluss an die Spannende Diskussion wurden auch Fragen behandelt, die Interessentinnen und Interessenten vorab per E-Mail eingesandt hatten. Eine Video-Aufzeichnung der Sendung, die ohne Publikum stattfand und live ins Internet gestreamt wurde, ist auf der Website des Landesmusikrats zu sehen.


Denkraum Berlin: Podiumsdiskussion in der Urania zum Neustart der Berliner Kultur

In Zusammenarbeit mit der Urania Berlin nimmt inforadio den dort etablierten „Denkraum Berlin“ wieder auf. In der Podiumsdiskussion zum Thema „Wenn die Kultur nach Corona wieder hochfährt …“ diskutierten die Gäste, wie sich Kultureinrichtungen und Kulturakteure in der neuen Situation aufstellen können. Welche inhaltlichen Angebote werden jetzt gebraucht? Welche Erfahrungen mit dem Publikum (und der veränderten Kommunikation) wurden gemacht? Was bedeutet es, wenn der bisher boomende Tourismus, der auch ein Kulturtourismus ist, nicht mehr so gut vorhersehbar ist? Welche alten und neuen strukturelle Fragen haben sich dringlich ergeben, auf die man zusammen mit den politischen Entscheiderinnen und Entscheidern Antworten finden muss?

Mit dabei waren Christian Bräuer, Vorsitzender AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater, Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrates Berlin, Matthias Mohr, Künstlerischer Leiter des radialsystems, Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses Berlin, Anke Politz, künstlerische Leiterin des Chamäleon Theater, Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, und Ulrich Weigand, Direktor der Urania Berlin. Die Moderation hatte Harald Asel. Eine Aufzeichnung der Sendung vom 14. Juni findet sich hier.


Mitglieder-News

Deutscher Komponistenverband: Vorgestellt – Komponistinnen im DKV

Filmkomponistinnen und Filmkomponisten der Deutschen Filmkomponistenunion (DEFKOM (DKV)) haben sich zusammengeschlossen, um sich mit konkreten Maßnahmen für mehr Chancengleichheit in der Filmbranche und in der Musikkultur einzusetzen sowie um den weiblichen Nachwuchs zu stärken.

Den Auftakt bildete ein Aufruf zur Sichtbarkeit. Mit 66 Komponistinnen sind bereits 42 Prozent der weiblichen Mitglieder des DKV in den letzten zwei Ausgaben der Verbandszeitschrift com.POSITION vorgestellt worden. Mit Namen, Homepage und Ihren drei wichtigsten Arbeiten, Aufführungen oder Sendungen sind diese Portraits nun online abrufbar (Ausgabe 2/2019,Ausgabe 1/2020). Nachfolgend ist die Herausgabe einer Broschüre geplant. Sichtbarkeit ist ein wesentlicher Schlüssel, damit die Präsenz von Frauen im Musikbetrieb zur Selbstverständlichkeit wird.


IAML-D: Beethoven-Ausstellung „Diesen Kuß der ganzen Welt“ öffnet am 24. Juni

Die Staatsbibliothek zu Berlin darf einen großen Beethoven-Schatz ihr Eigen nennen. In der Musikabteilung befindet sich die weltweit bedeutendste Sammlung an Musikautographen sowie eigenhändigen biographischen Quellen Ludwig van Beethovens. Anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten öffnet die Staatsbibliothek ihre Tresore und zeigt im Rahmen der Ausstellung „Diesen Kuß der ganzen Welt!“ Spitzen-Autographe wie die eigenhändig beschriebenen Notenblätter zur 9. Sinfonie. Ließen sich diese kostbaren Exponate wegen der CoVID-19-Einschränkungen bisher nur im Internet bewundern, so ist die Ausstellung vom 25. Juni bis zum 20. Juli der Öffentlichkeit zugänglich. Es gelten die Abstands- und Hygieneregeln, ein Termin kann ab dem 18. Juni hier online gebucht werden.


Landesmusikakademie Berlin: Neuer Online-Service „Musik-Fundgrube“

In unserer neuen „Musik-Fundgrube“ für Corona-Zeiten finden sich kleine Musikspiele, Tipps und Ideen, wie man mit Kindern sinnvoll und unterhaltsam auf musikalische Weise Zeit verbringen kann. Dazu gibt es Texte, Noten mit Gitarren-Akkorden, Audio-Dateien und Videos.   

Für Eltern, die jetzt vermehrt Zeit mit ihren Kindern zu Hause verbringen, ebenso wie für Erzieherinnen und Erzieher in der Kita-(Not-)Betreuung gibt es so manche kleinen Schätze: Vergessene Sprüche und Lieder aus der eigenen Kindheit wiederentdecken, neue, auch internationale Spielideen kennenlernen und sich einfach inspirieren lassen, zusammen mit dem Kind kreativ zu werden.

Während der Kontaktbeschränkung stellen wir ein- bis zweimal die Woche neue Spielideen ein. Und: Es gibt auch ein paar kleine Video-Leckerbissen für Erwachsene von unserem beliebten Dozenten Uli Moritz. Reinschauen lohnt sich!

Zur Musik-Fundgrube


Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach: Digitale Konzertreihe

Wöchentlich sendet das Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach ein Konzert mit Schülerinnen und Schülern der Schule aus ihrem Dussmann-Konzertsaal. Immer donnerstags ab 20 Uhr präsentieren sich bis zu den Sommerferien in zehn Folgen Solistinnen und Solisten oder Ensembles mit selbst ausgewählten Programmen. Auf der Homepage des Bach-Gymnasiums finden Sie das aktuelle Konzert und auch das Archiv aller bislang gesendeten.


Universität der Künste: Julius-Stern-Institut ruft Wettbewerb „Young Ludwig“ aus

An junge Musikerinnen und Musiker, die nach dem 31. 12. 2003 geboren wurden,  richtet sich der Aufruf des Julius-Stern-Instituts zum Wettbewerb „Young Ludwig“. Er wird am 29. und 30. August 2020 in der Universität der Künste ausgetragen werden. Die Anmeldung ist bis zum 30. Juni 2020 möglich. Weitere Informationen auf Deutsch und Englisch sowie auf der Website des Wettbewerbs.


Universität der Künste: Julius-Stern-Institut feiert 200. Geburtstag des Namensgebers

Vor zweihundert Jahren wurde Julius Stern geboren, Gründer der Stern’schen Konservatoriums und Namenspatron des Julius-Stern-Instituts der Universität der Künste. Mit dem Artikel „Berliner Musikgeschichte, gegenwärtig“ in der nmz würdigt ihn Dietmar Schenk, Leiter des Archivs der Universität der Künste. Im Newsletter des Julius-Stern-Instituts weist dessen Leiterin Prof. Anita Rennert außer auf diesen Artikel auch auf den Videokanal JSI@home hin, auf dem Studierende des Instituts selbstproduzierte Konzertvideos präsentieren – wichtige Beiträge zur Präsenz des Instituts in einer Zeit, in der Konzerte, Wettbewerbe und andere öffentliche Aktivitäten ausfallen müssen.


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Ausflug nach Lychen auf 2021 verschoben

Für den 22. August war ein Ausflug in die Flößerstadt Lychen (Uckermark) geplant, wo ein „Zupfer-Zentrum“ zur Nachwuchsförderung entsteht. Vorgesehen waren u. a. eine Floßfahrt mit Musik, gemeinsames Proben und ein Konzert in der Kirche St. Johannes. Dieser Plan wird nun aufgrund der Corona-Beschränkungen um ein Jahr verschoben auf Samstag, den 28. August 2021.


Musikbuch-Empfehlung

Lars-Christian Koch: Musikethnologie

Berlin hat eine lange Tradition in der Musikethnologie – schon seit 1900 wurde das Fachgebiet hier von Forschern wie Carl Stumpf und Erich Moritz von Hornbostel geprägt. Die Sammlungen des Ethnologischen Museums einschließlich des Phonogrammarchivs sind weltbekannt. Ein weiterer Anlass, sich mit diesem Fach zu beschäftigen, ist das neue Buch von Prof. Dr. Lars-Christian Koch, dem Direktor des Ethnologischen und des Asiatischen Museums, Direktor für die Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Humboldt Forum und Honorarprofessor an der UdK Berlin. Seine Einführung in die Musikethnologie ist komprimiert, gut strukturiert und bietet vielseitige Einblicke: von der Fachgeschichte über die Instrumentenkunde bis hin zu ausgewählten Fallbeispielen aus der Praxis. Man erfährt z. B. Wissenswertes über den Kolonialismus, über obsolet gewordene Begriffe oder über die völlig neuen Lebensperspektiven für Jazzgitarristen durch die elektrische Verstärkung ihrer Instrumente.

Lars-Christian Koch: Musikethnologie. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgemeinschaft, 2019. 144 S., 30 sw Abb., zweifarbig, mit Bibliografie u. Register, kartoniert, € 20 (€ 16 für WBG-Mitglieder)
Dieses Buch auf der Verlags-Website

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


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LMR-Info 41. Ausgabe vom 12. Mai 2020

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Musikbuch-Empfehlung

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News

Unterricht an Musikschulen unter Auflagen wieder erlaubt

In der Sechsten Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung vom 7. Mai 2020 ist festgehalten, unter welchen Bedingungen wieder in Musikschulen unterrichtet werden kann. In § 12 heißt es: „Musikschulen und Jugendkunstschulen dürfen für den Individualunterricht und den Unterricht in Gruppen bis zu fünf Personen ab dem 11. Mai 2020 geöffnet werden. Gesangsunterricht und Unterricht mit Blasinstrumenten darf nur als Einzelunterricht erfolgen. Dafür und für den Unterricht im Bereich der Darstellenden Kunst sind besondere Schutzvorkehrungen zu treffen. Unterrichtsangebote, die das Sporttreiben beinhalten, sind nicht zugelassen.“ Voraussetzung ist das Einhalten des Mindestabstands von 1,5 m und der in § 2 (S. 1f. des PDF) festgelegten Hygieneregeln: „Dies soll insbesondere durch Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Personen sowie ein verstärktes Reinigungs-und Desinfektionsregime sichergestellt werden.“

Die Änderungsverordnung vom 7. Mai 2020 als PDF


CoVID-19: Informations-Seiten des Landesmusikrats Berlin

Im neuen Service-Bereich seiner Website hat der Landesmusikrat Berlin nützliche Informationen für die Zeit der Corona-Einschränkungen zusammengefasst.Sie finden dort Antworten auf Fragen zu Soforthilfen, Kurzarbeitergeld, Vereinsrecht u. a., Links zu Tipps und Best-Practice-Beispielen für das Musizieren unter den Bedingungen der CoVID-19-Einschränkungen oder Handreichungen der wissenschaftlichen Einrichtungen.


Auswirkungen von CoVID-19 auf die Projekte des Landesmusikrats

Die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Krise wirken sich auch auf die Arbeit des Landesmusikrats aus. Informationen zum jeweiligen Stand in den Projekten haben wir hier zusammengefasst:

  • Der Fotowettbewerb „Musik verbindet – Zusammenhalt stärken – verbunden mit Musik“ läuft seit dem Start im Februar ungebrochen weiter und kann bereits viele sehenswerte Beiträge verzeichnen. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2020.
  • Der 56. Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin musste abgesagt werden. Auch der Bundeswettbewerb in Freiburg, geplant für den Mai, fällt aus. Die Planungen für den 57. Wettbewerb im kommenden Jahr laufen wie vorgesehen. Anmeldeschluss für den Regionalwettbewerb ist der 15. November 2020.
  • Das Projekt Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter, wird für das kommende Schuljahr 2020/21 vorbereitet.
  • Das Landesjugendorchester Berlin musste seine Osterarbeitsphase absagen. Die Vorbereitungen zum Herbstkonzert am 26. Oktober laufen aber weiter. Geplant ist bisher, dass das Landesjugendorchester erneut mit dem Orchester des Konservatoriums Versailles-Grand Parc zusammenarbeitet. In mehreren Konzerten, im Berliner Konzerthaus am 26. Oktober, soll unter anderem Beethovens 9. Sinfonie erklingen. Das Landesjugendorchester wird auf seiner Internetseite über den Stand der Planung informieren. Anmeldungen für die Herbst-Arbeitsphase sind bis zum 20. August möglich.
  • Das Berliner JugendJazzOrchester musste seine Frühjahrsarbeitsphase ebenfalls ausfallen lassen. Aber auch hier laufen die Vorbereitungen für den Herbst und das kommende Jahr bereits an. Eine Arbeitsphase mit Malte Schiller und Prof. Peter Weniger ist bereits für die zweite Woche der Herbstferien geplant.
  • Der 35. Berliner Jazztreff wird vorbereitet, Termin und Ort stehen jedoch noch nicht endgültig fest, da der bisherige Veranstaltungsort (Werkstatt der Kulturen) noch nicht gesichert werden konnte. Der Jazztreff soll im November stattfinden, die Möglichkeit von alternativen Online-Formaten wird intensiv ausgelotet.
  • Fünf der Ensembles, die beim Berliner Orchestertreff im Mai 2019 ausgezeichnet wurden, sollten Berlin beim Deutschen Orchesterwettbewerb vom 16. bis 25. Mai 2020 in Bonn vertreten. Der Deutsche Musikrat bemüht sich derzeit um einen Ersatztermin für den Wettbewerb, der im Zeichen Beethovens stehen soll.
  • Der Berliner Chortreff, der alle vier Jahre stattfindet, ist für den 12. bis 13. Juni 2021 geplant.
  • Instrument des Jahres 2020: die Geige: Bis zum 31. August mussten alle Konzertveranstaltungen abgesagt werden. Abhängig von der Rückmeldung durch die Konzertveranstalter erwägt der Landesmusikrat, auf eine weitere Broschüre zu verzichten und Veranstaltungen ausschließlich im Internet anzuzeigen, um gegebenenfalls schnell reagieren zu können. Der „Tag der Geige“ wird stattfinden, in welcher Form, müssen die nächsten Wochen zeigen.
  • Die Planung für die nächsten Projekte des Landesjugendensembles Neue Musik sind in vollem Gange. Im Jahr 2021 wird die erste Projektphase im Winter Mitte/Ende Januar an mehreren Wochenenden unter der Leitung des Dirigenten Christoph Breidler stattfinden und die Ergebnisse in einem Abschlusskonzert am 1. Februar 2021 im Werner-Otto-Saal des Konzerthaus Berlin präsentiert. 
    Das Junge MusiklaborBerlin lädt in diesem Jahr noch zwei mal ein – und zwar voraussichtlich auch digital! An einem Wochenende im Sommer und einem im Herbst wird allen interessierten Jugendlichen die Möglichkeit geboten, sich ganz ohne Zugangsvoraussetzungen mit Formen, Ästhetiken und Fragen der zeitgenössischen Musik auseinanderzusetzen. Mehr Informationen folgen bald!
  • Arbeitsmarkt für Musiker, Soforthilfen: Beratung und Service-Angebot des Projekts Musikarbeitsmarkt transnational, das sich an geflüchtete Musikerinnen und Musiker wendet, werden über Online-Kanäle fortgesetzt. Das Netzwerk für mehrsprachige Beratung wächst, der Bedarf ist auch wegen der Corona-Einschränkungen hoch. Der für den 5. Mai zusammen mit ver.di geplante Workshop für Existenzgründer wurde auf den 27. Oktober verschoben. E-Mail-Kontakt:

Nicht verpassen: Räume für Kultur II – 5. Jour fixe „Musik und Stadt“ am 19. Mai!

Im letzten Jour fixe zum Thema „Räume für Kultur“ (siehe die Dokumentation auf der Webseite des Landesmusikrats) haben Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Kultursparten über den tatsächlichen Bedarf und die vorhandenen Räume gesprochen. Am 19. Mai wird die Blickrichtung geändert. Welche konkreten Pläne haben Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, um dem wachsenden Raumbedarf gerecht zu werden? Was wurde bereits erreicht? Welche Möglichkeiten bestehen im Rahmen von stadtplanerischen Großprojekten wie z. B. Tegel oder Siemensstadt?

Auf dem Podium in der ALEX-Halle werden mit dabei sein:

  • Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa
  • Daniel Buchholz, MdA, Sprecher der SPD-Fraktion für Stadtentwicklung, Umwelt und Klima
  • Stefanie Remlinger, MdA, Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen für berufliche Bildung und Bildungsfinanzierung, Sprecherin für Haushaltspolitik
  • Prof. Dr. Philipp Boutellier, Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH
  • Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats

Aufgrund der Einschränkungen, die mit der Corona-Pandemie notwendig geworden sind, findet der 5. Jour fixe „Musik und Stadt“ ohne Publikum in Saal statt. Bitte verfolgen Sie daher den Jour fixe im Livestream:

5. Jour fixe „Musik und Stadt“: Räume für Kultur II, Dienstag, 19. Mai 2020, 19 Uhr
Der Link zu Livestream wird am Veranstaltungstag
auf der Website des LMR  freigeschaltet.

Fragen aus dem Publikum: Bitte senden Sie Ihre Fragen an die Podiumsteilnehmerinnen und Podiumsteilnehmer bis zum 17. Mai 2020 an . Aus logistischen Gründen ist das direkte Zuschalten von Fragenden leider nicht möglich.


Jetzt mitmachen: Proberaum-Umfrage des Musicboard Berlin

Die Musicboard Berlin GmbH wirft den Blick bereits voraus auf die Zeit nach der Krise. Mit der bereits seit 2019 vorbereiteten Proberaum-Umfrage möchte sie ermitteln, wie hoch der Proberaumbedarf für Musikerinnen und Musiker sowie für Bands ist, die in Berlin leben und arbeiten. Ziel ist es, ein Bild des aktuellen Proberaum-Bedarfs zu ermitteln und verlässliche Zahlen zu generieren, die in Zukunft als Argumentationsgrundlage für erforderliche Maßnahmen verwendet werden können. Jede Antwort hilft dabei, die Umfrageergebnisse so repräsentativ wie möglich zu gestalten.

Die Musicboard GmbH wünscht sich darüber hinaus, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Umfrage aufmerksam machen, sodass möglichst viele in Berlin lebende Musikerinnen, Musiker und Bands von ihr erfahren und teilnehmen. Die Umfrage kann sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache durchgeführt werden und nimmt nur sechs bis acht Minuten in Anspruch. Zur Umfrage …


Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesmusikrats Berlin

Die Projektleitung für das Landesjugendensemble Neue Musik hat Sophia Berendt übernommen. Sie studierte Kultur- und Musikwissenschaften in Hildesheim und Berlin und arbeitete u. a.  für den Landesmusikrat Niedersachsen, für das Festival Young Euro Classic und zurzeit parallel in der Dramaturgie des Konzerthaus Berlin. Diversität, Experiment und das Verlassen der eigenen Komfortzone haben sie selbst immer angetrieben – und sie freut sich deshalb nun besonders darauf, jungen Menschen den Raum zur intensiven Auseinandersetzung mit Neuer Musik zu schaffen.

Seit März dieses Jahres liegen Buchhaltung und Instrumentenausleihe in den Händen von Janis Sooß. In Mecklenburg-Vorpommern geboren, studierte sie in Berlin und arbeitete dann im Verlagswesen, besonders im Bereich Kommunikation und Marketing. Das Organisieren, Strukturieren und Verwalten machen ihr besondere Freude.

Die Organisation des Berliner JugendJazzOrchesters hat im Februar 2020 Marc Doffey übernommen. Der Saxophonist und Komponist studierte unter anderem in Amsterdam und Berlin, tritt regelmäßig mit professionellen Ensembles auf und erspielte sich mit dem eigenen Quintett zahlreiche Auszeichnungen.

 

Der Landesmusikrat Berlin begrüßt die neuen Kolleginnen und den neuen Kollegen herzlich!
Willkommen im Team!


Sana-Kliniken in Berlin und Brandenburg starten Initiative für Kultur

Die Sana Kliniken in Berlin und Brandenburg haben die Wertschätzungs-Initiative #MedizinFürKultur ins Leben gerufen und werben mit zehn Motiven für branchenübergreifende Solidarität mit kulturellen Einrichtungen.

An der hausintern konzipierten und vom Berliner Fotografen Kai Abresch begleiteten Bilderaktion beteiligten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Funktionsbereichen des Sana Klinikums in Berlin-Lichtenberg. „Kultur lässt alle Masken fallen. Wir tragen sie für dich“, so z. B. die Botschaft des Ärztlichen Leiters der Zentralen Notaufnahme, Dr. Matthias Guth. 

Weitere Motivgeber sind Dr. Thomas Fink als Leiter des Beckenbodenzentrums („Kultur stellt Fragen. Wir geben Antworten.“), Leitende Hebamme Friederike Knüpling („Kultur unterhält. Wir halten dich.“), Leitende Krankenschwester Gudrun Rettig („Kultur spiegelt die Stadt. Wir spiegeln Magen und Darm.“), Anästhesie-Schwester Manuela Wiese („Kultur weckt Gefühle. Wir wecken dich gefühlvoll.“), Projektmanager Marcus Kühn („Kultur ist schützenswert. Wir schützen dich.“), Qualitätsmanagerin Martina Hoffmann und Pflegeassistentin Sandra Höhne („Kultur vermittelt Vielfalt. Wir leben diese.“), Pflegerische Abteilungsleiterin Susanne Hoenck-Selck („Kultur ist schützenswert. Wir schützen dich.“) und Pflegefachkraft Thi Thu Ha Huang („Kultur verbindet. Wir verbinden dich.“). 

„Gesundheit und Kultur sind wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft – sie stellen Fragen und geben Antworten“, so Regional-Geschäftsführer Dr. Christian von Klitzing, der sich mit #MedizinFürKultur an die Seite aller kultureller Institutionen stellt – von Konzerthaus und Theater über das Museum und den Musikclub bis zur Oper und dem Kino. „Es braucht den Austausch, das Miteinander auch über den Branchen-Tellerrand hinaus. Kultur vermittelt Vielfalt und ist aus einer bunten und lebendigen Region nicht wegzudenken. Wir finden, das verdient Respekt und Anerkennung für alle.“


Nachruf: Dieter Ebert verstorben

Dieter Ebert war über 20 Jahre von 1980 bis 2000 kontinuierlich Mitglied im Präsidium des Landesmusikrats Berlin. Von der zweiten Präsidiumsperiode an beförderte er unter der Leitung des Gründungspräsidenten Dr. Fried Weisbrod den Aufbau und die Etablierung des Landesmusikrats in Westberlin besonders auf dem Gebiet der Schulmusik, aber auch bei „Jugend musiziert“ und bei der Gründung des Landesjugendorchesters 1987.

Als er nach der Wende gefragt wurde, was mit der Spezialschule für Musik der Hans-Eisler-Musikhochschule – einer im Westen unbekannten Schulform  –  geschehen solle, trat er entschieden für deren Erhalt ein. Damit trug er wesentlich zu deren Weiterentwicklung zum Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach bei  (dessen Leiter er dann bis 1999 war).
Er liebte es bei entsprechenden Gelegenheiten, mit markanter Stimme aufzutreten. Seine Intentionen und Ziele vertrat er nicht zuletzt gegenüber dem Schulsenat mit Hartnäckigkeit, was ihm den Beinamen „Wegelagerer“ einbrachte.

Er hat sich um die Profilierung des Landesmusikrats im Bereich der Musikalischen Bildung verdient gemacht und wurde 2003 mit der Ehrennadel in Gold des Landesmusikrats ausgezeichnet.

Hubert Kolland

Eine Gedenkfeier für Dieter Ebert ist für den 3. Oktober 2020 geplant. Nähere Informationen werden noch bekanntgegeben.


Berichte

Berliner Musikerinnen und Musiker in der CoVID-19-Krise: Zwei Umfragen des Landesmusikrats Berlin

Bei der Umfrage „Hilfe für die Berliner Musiklandschaft!“ zu den Auswirkungen des Corona-Virus auf die Berliner Musiklandschaft beteiligten sich bis zum 30. März 2020 mehr als 1600 Berliner Musikschaffende, Verbände, Institutionen und Unternehmen. 97,5 % gaben an, durch die Corona-Krise von Einnahmeausfällen betroffen zu sein. 91,2 % benötigen Unterstützung, 58,1 % der Befragten sind in ihrer Existenz akut bedroht.
Die Einnahmeausfälle sind besonders auf den Ausfall von Veranstaltungen zurückzuführen (77,8 %), aber auch auf Unterrichtsausfall (58,5 %) oder abgesagte Proben (41,8 %). 27,5 % der Befragten werden voraussichtlich ein Fünftel ihrer Jahreseinnahmen verlieren.
Ausfallhonorare halten die 78,7 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die wirksamste Unterstützung. 43,4 % benötigen Zuschüsse für Miete/Lebensunterhalt u. a.
Pressemitteilung zur ersten Umfrage als PDF
Ergebnisse der ersten Umfrage

An der Umfrage des Landesmusikrats Berlin zur „Wirksamkeit von Soforthilfeprogrammen sowie zu Möglichkeiten und Grenzen digitaler Hilfsmittel“ beteiligten sich bis heute fast 400 Berliner Musikschaffende, Verbände, Institutionen und Unternehmen.
58,5 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben an, bereits Soforthilfeprogramme in Anspruch genommen zu haben. 65 % empfanden die zur Verfügung gestellten Hilfen als ausreichend. Sollten die Corona-bedingten Einschränkungen weiter aufrechterhalten werden, wären 89 % auch weiter auf Hilfsprogramme angewiesen. Notwendig sind aus ihrer Perspektive hauptsächlich Zuschüsse zum Lebensunterhalt (73,1 %), außerdem die Übernahme von Betriebskosten (22,5 %).
Zur Fortführung ihrer Tätigkeit (z.B. Musikunterricht) sind aktuell 84,8 % der Befragten auf digitale Hilfsmittel angewiesen. Allerdings verfügen mindestens 22,2 % nicht über die notwendige technische Ausrüstung.* 26,5 % können nicht von zu Hause arbeiten und brauchen Zugang zu entsprechend ausgestatteten Räumlichkeiten.
Die von Teilnehmerinnen und Teilnehmern meistgenutzten Programme sind Skype (64,91%), Zoom (51,1 %) oder Facetime (27,6 %). 67 % sind mit der Funktionsweise der digitalen Hilfsmittel jedoch nicht zufrieden. Verbessern müssten sich demnach die Klangqualität (72,2%), die Schnelligkeit der Tonübertragung (70,4%), die Stabilität des Systems bei vielen Teilnehmenden (47,9 %) oder der Datenschutz (36,6 %).

Pressemitteilung zur zweiten Umfrage als PDF
Ergebnisse der zweiten Umfrage, Stand 17. April 2020

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper: „Die Einschränkungen, die durch die Corona-Pandemie notwendig geworden sind, treffen die Berliner Musiklandschaft mit voller Wucht. Besonders für Freischaffende müssen nun nachhaltige Hilfsprogramme aufgelegt werden, die vor allem auch Lebenshaltungskosten abdecken. Es ist allen Berliner Musikschaffenden hoch anzurechnen, dass sie sich darum bemühen, z. B. Chorproben oder Musikunterricht unter Nutzung digitaler Hilfsmittel fortzuführen. Hierfür sind zum Teil erhebliche Investitionen notwendig. In gleichem Maße müssen Wiedereinstiegsszenarien entwickelt werden, welche sich bei aller gebotenen Vorsicht dem gewohnten gemeinschaftlichen Musizieren und Konzertieren wieder annähern. Hierfür bedarf es unser aller Kreativität.“


Mitglieder-News

Gemeinsamer Appell von Musikverbänden an die Bundesregierung

Aus Berliner Musikverbänden heraus wurde ein Appell an die Bundesregierung initiiert, der die Probleme soloselbstständiger Künstlerinnen und Künstler bei Soforthilfen und Sozialschutzpaket adressiert.
Der Text soll konkrete Argumente für politisch Handelnde liefern. Das Papier begründet, warum die Soforthilfen und das Sozialschutzpaket für Freischaffende so problematisch sind und nicht greifen. 

Die Initiatorinnen und Initiatoren des Appells rufen weitere Verbände, besonders aus den genannten Bereichen, zur möglichst zahlreichen Unterstützung des Appell auf. Es ist auch möglich, ihn nachträglich zu zeichnen.

Am Mittwoch dieser Woche, dem 13. Mai, tagt ab 14.30 Uhr der Ausschuss für Kultur und Medien des Bundestages (Tagesordnung als PDF), am Donnerstag, dem 14. Mai, um 14.30 Uhr der Bundestag (Hilfen im Kulturbereich auf der Tagesordnung) und am Freitag, dem 15. Mai, der Bundesrat, wobei eine Berliner Initiative zu Bundeshilfen für Kunst-, Kultur-, Medien- und Kreativbereich zur Sprache kommen soll (zum Text der Initiative).

Appell herunterladen (PDF)


Was tun zu Zeiten von CoVID-19? Nachgefragt bei Mitgliedern des Landesmusikrats

Die Einschränkungen, die durch die Corona-Pandemie notwendig geworden sind, lasten schwer auf der Berliner Musikszene. Wie gestaltet sie sich die Arbeit unserer Mitglieder unter diesen Bedingungen? Wir haben nachgefragt.

  • Die Arbeitsgemeinschaft Chöre, in der sich die Berliner Konzertchöre u. a. über Konzerttermine und Raumbelegungen abstimmen, befindet sich in der Planung für die Spielzeit 2021/22. Die Durchführung der bereits durchorganisierten Saison 2020/21 steht aber in Zweifel. Nach vielen Ausfällen ist die Lage der Chöre und der Musikerinnen und Musiker, die mit ihnen zusammenarbeiten, kritisch. Ein organisierter Austausch über Lage und Zukunft der AG wird für die nächste Zukunft angestrebt.
  • Der Deutsche Tonkünstlerverband, Landesverband Berlin, ist derzeit bemüht, seinen Mitgliedern eine Internet-Plattform auf YouTube einzurichten. Außerdem sollen sie sich auf seiner Website präsentieren können. Der Verband pflegt regen Austausch über Möglichkeiten des Unterrichtens unter den gegenwärtigen Bedingungen, sei es an Institutionen oder im Privatiunterricht. Eine Vollversammlung der Mitglieder – in Fortsetzung der letzten im vergangenen Oktober – steht an, ist aber zurzeit schwierig zu organisieren.
  • Das Bündnis zur Förderung der öffentlichen Berliner Musikschulen konnte kurz vor Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie noch eine Mitgliederversammlung abhalten, die Arbeit steht zurzeit jedoch still.
  • Der Berolina-Orchester e. V., Trägerverein der Berliner Symphoniker, ist in seinem Büro ausgelastet mit Umtausch der Karten für die laufende, abgesagte Spielzeit sowie mit der Organisation der kommenden Saison einschließlich der Konzerte, die nachgeholt werden sollen. Dabei ist derzeit noch nicht sicher, ob zu den geplanten Terminen ab September Konzerte wieder stattfinden können. Den durchweg freiberuflich tätigen Musikerinnen und Musikern der Berliner Symphoniker entgehen gegenwärtig Proben und Auftritte und damit wesentliche Einnahmen. Über Rücklagen für Ausfallhonorare verfügt der Verein nicht. Über ein Arbeiten in Kleinprojekten wird nachgedacht, der Aufwand ist aber hoch.
  • Der Blasmusikverband Berlin e. V. musste seine diesjährige Hauptversammlung ausfallen lassen; sie war für Anfang März geplant. Die Mitgliedervereine können derzeit nicht proben, planen aber bereits für den Herbst – ohne die Sicherheit, dann wieder proben und auftreten zu können. Der Bund Deutscher Blasmusikverbände plant eine Internet-Konferenz.
  • Die Arbeit im Mitgliederkreis des Bundes deutscher Zupfmusiker liegt unter den gegebenen Einschränkungen brach. Außer geplanten Konzerten musste auch die Arbeitsphase des Landesjugendgitarrenorchesters ausfallen. Der Deutsche Orchesterwettbewerb in Bonn fällt aus, Ensembles, die sich dafür qualifiziert hatten, müssen zu Hause bleiben. Wenig ermutigend waren Versuche mit Online-Proben; trotzdem verabreden sich manche Ensembles wöchentlich im Internet, um miteinander in Kontakt zu bleiben.
  • Der Bundesverband der freien Musikschulen steht in wöchentlichen Online-Konferenzen in ständigem Kontakt mit den Mitgliedern. Er berichtet, dass sich die angeschlossenen Musikschulen auf eine Öffnung ihres Angebots vorbereiten, unter anderem mit eigenem Hygienekonzept. Wechselnde Erfahrungen mit Online-Unterricht lassen unter den Kunden den Wunsch nach Präsenzunterricht wachsen. Leider mussten einzelne Schulen schließen, besonders im Bereich der musikalischen Früherziehung.
  • Der Bundesverband Musikunterricht hat sein Fortbildungsprogramm bis zum Sommer eingestellt. Die „Musikpädagogischen Tage 2020“ sind für den 28./29. Oktober geplant, alles ist organisiert. Doch auch hier stehen alle Planungen unter dem Vorbehalt, unter welchen Bedingungen öffentliches Leben dann wieder stattfinden kann.
  • Auch die CarlBechstein Stiftung musstealle Konzerte bis zum Sommer absagen. Der Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche, 2020 ausgeschrieben für Klavier und ein Streichinstrument, soll am 30. Oktober und 1. November stattfinden; unter welchen planerischen Bedingungen, ist derzeit noch kaum abzusehen. Allerdings wirkt sich der derzeitige Unterrichtsausfall offenbar nachteilig auf die Zahl der Bewerbungen aus.
  • Der Chorverband Berlin sieht sich besonders in der Pflicht, „wenn’s nicht gut läuft“. Auf seiner Website versammelt er zahlreiche Tipps, Links und Anregungen für die Chor- und Stimmarbeit in einer Zeit, wenn wirkliche Probenarbeit so gut wie unmöglich ist. Er unterhält ein Mentoringprogramm für Chorleiterinnen und Chorleiter zur Unterstützung der Arbeit über das Internet, hebt mit seinerYouTube- Videoreihe „Chor in Dosen“ Stimmung und Motivation und gibt Handreichungen auch für technisch weniger versierte Chorsängerinnen und -sänger, die den Kontakt zu ihren Chören nicht abreißen lassen wollen. Dank seines eifrigen Einsatzes erreichen den Chorverband auch Anfragen aus dem gesamten Bundesgebiet. Leitwort: „Chorwesen ist systemrelevant!“
  • Der Chorverband der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz arbeitet als „Knoten im Netz“ eng mit der Arbeitsstelle für Kirchenmusik der EKBO und Landessingwartin Cornelia Ewald zusammen. Für die Mitglieder des Verbands ist der Verlust der Chorarbeit sehr schmerzhaft. Besondern bemüht der Verband sich deswegen darum, Expertisen zum Chorsingen einzuholen und für die Wiederaufnahme der Chorarbeit nutzbar zu machen. Geplant ist eine Online-Plattform zur Information und Beratung der angeschlossenen Chöre.
  • Der Deutsche Harmonikaverband berichtet über die Lage in Berlin, dass besonders das Unterrichtsangebot in der Zeit der Kontaktbeschränkungen gelitten hat. Über die Online-Plattform OneDrive wurden in einem Projekt Unterrichtseinheiten zu den Schülerinnen und Schülern gebracht; die Rückmeldungen werden derzeit ausgewertet. Ein besonderes Video-Angebot richtete sich an Kinder, die an der musikalischen Früherziehung teilnehmen, aus der sich aber einige Familien zurückgezogen haben. Besonders leidet das Jugendorchester des Verbands unter dem Wegfall der Probenarbeit. Erwartet werden Vorgaben des Senats, unter welchen Bedingungen die Musikschulen ihre Arbeit wieder aufnehmen dürfen.
  • Die Deutsche Orchestervereinigung hat mit Anbrechen der Einschränkungen ihre Rolle als Fürsprecherin der Orchestermusikerinnen und -musiker in Deutschland sofort mit großer Öffentlichkeitswirkung übernommen. Sie macht auf ihrer Website und in ihrer Pressearbeit nachdrücklich auf die besonders schwierige Lage freier Musikerinnen und -musiker, auf schmerzhafte Konzert-, Festival- und Probenausfälle und auf kritische Lücken in den Hilfen für Selbstständige aufmerksam. Mit konstruktiven Vorschlägen arbeitet die Vereinigung auf eine Wiederaufnahme der Orchestertätigkeit hin.
  • Der Landesverband Berlin des Deutschen Zithermusik-Bundes berichtet, dass gemeinsames Musizieren derzeit nicht möglich sei. Auch hier wartet man auf Angaben des Berliner Senats, wie die Arbeit in den Musikschulen wieder aufgenommen werden kann; für seine Probenarbeit ist der Landesverband auf die Zusammenarbeit mit der Leo-Borchard-Musikschule Steglitz-Zehlendorf angewiesen. Besonders betroffen von Einschränkungen und Ausfällen sind Musiklehrer und freie Musiker.

Chorverband Berlin: Chorspiegel „Gemeinsam statt einsam“ mit zahlreichen Tipps

Der Chorspiegel, Verbandsorgan des Chorverbands Berlin, widmet sich in seiner aktuellen Ausgabe unter anderem dem Thema, wie Musikbegeisterte den Alltag unter den Bedingungen der Corona-Krise meistern können. Darunter sind fünf lohnende Tipps für Chorsängerinnen und -sänger, die ihre Leidenschaft zu Hause pflegen möchten, und ein Erfahrungsbericht des ehemaligen Geschäftsstellenleiters des Verbands Thomas Bender, der eine Infektion mit dem neuen Coronavirus überstanden hat. Besonders zu empfehlen: Die FAQ-Liste „Zu Hause singen ­– keine falsche Scheu!“ (S. 6).

Chorspiegel 2/2020 zum Download


Deutsche Orchester-Vereinigung: Arbeiten unter den Bedingungen von CoVID-19

Innerhalb kürzester Zeit hat das Corona-Virus auch die Verbandsarbeit der DOV fest im Griff gehabt. Mit dem Herunterfahren des öffentlichen Lebens und der Schließung von Theatern, Opernhäusern und Konzertsälen ab Mitte März war auf einmal alles anders.

In der DOV-Geschäftsstelle wird aus Sicherheitsgründen seit dem 16. März in zwei Teams gearbeitet; im Wesentlichen getrennt abwechselnd im Büro und aus dem Home Office. Bereits Ende Februar wurden vorausschauend alle DOV-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter mit entsprechenden Online-Zugängen und Laptops ausgestattet.

Auch die Nutzung von Onlineplattformen für Videokonferenzen ist inzwischen gut eingeübt. Sie wird verstärkt eingesetzt in der Kommunikation mit dem Geschäftsführenden DOV-Vorstand, der kleinen TVK-Tarifkommission, einzelnen DOV-Arbeitsgruppen, aber auch in der DOV-Rechtsabteilung. Die erste Online-Tarifverhandlung der drei Künstlergewerkschaften mit dem Deutschen Bühnenverein zur Frage der Einführung von Kurzarbeit in Orchestern und Theatern war ein Novum.

Abstimmungen und Besprechungen werden per E-Mail, Telefon oder online erledigt. Dienstreisen finden praktisch nicht mehr statt. Das ist klimaschonend. Was sich jetzt für die interne Verbandsarbeit in der Krise bewährt, wird auch in Zukunft eine größere Rolle spielen.

Den größten Arbeitsaufwand erzeugten die beiden Solidaritätskampagnen zugunsten freischaffender Musikerinnen und Musiker. Für unsere betroffenen Mitglieder wurden rund 130.000 Euro aus der Mitgliedschaft eingesammelt. So konnten wir Anfang April an alle Freischaffenden eine Nothilfe von 500 Euro zahlen.

Für Freischaffende außerhalb der DOV, die durch Konzertabsagen und Honorarausfälle in Not geraten sind, hat die Deutsche Orchester-Stiftung in nur drei Wochen sogar über eine Million Euro eingesammelt! Diese Signale der Solidarität innerhalb der DOV und der gesamten Musikszene machen wirklich Mut, die ungeahnten Herausforderungen der Pandemie zu bewältigen.


Handiclapped: Inklusive Musikprojekte für Live-Stream am 13. Mai

Handiclapped veranstaltet barrierefreie Tanz-/Bandworkshops und Konzerte! Bei den Konzerten treten meist zwei Bands an einem Abend auf. Auf der Bühne gibt es immer Musiker mit und ohne Beeinträchtigung. Das gemeinsame Erleben von Musik und das gemeinsame Feiern ist das Ziel!

Momentan können wir leider – durch die COVID-19-Krise bedingt – keine Workshops und Konzerte veranstalten. Am 13. Mai übertragen wir online, in Zusammenarbeit mit Unitedwestream.Berlin und dem Pfefferberg Haus 13, ein inklusives „Geister“-Live-Konzert mit den Bands „Mendecino“ und „Leitplanke“. Dabei wollen wir in kurzen Wortbeiträgen auch andere inklusive Musikprojekte in Berlin vorstellen.

Habt Ihr Projekte, bei denen explizit auch Menschen mit Beeinträchtigungen eingeladen sind? Dann möchten wir Euch und Euer Projekt kennenlernen. Schreibt uns bitte bis zum 8. Mai. Am besten schickt uns eine kurze (1000 Zeichen) Beschreibung Eures Projektes; falls Ihr besonders von der COVID 19-Krise betroffen seid, auch gern einen Absatz dazu zusätzlich.

Für Rückfragen steht gerne zur Verfügung: Thorsten Hesse, Tel. +49 (0)179 137 1073

Handiclapped – Kultur Barrierefrei e. V. 
Weitlingstr. 70, 10317 Berlin
www.handiclapped-berlin.de 


IAML-D: Beethoven-Ausstellung der Staatsbibliothek verschoben und aktuell online

„Diesen Kuß der ganzen Welt! – Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin. Eine Ausstellung, die 2020 nochmals im Haus Unter den Linden zu sehen sein wird!

Bei seinem Tod hat Beethoven eine Fülle an Dokumenten hinterlassen. Mit etwa 220 Autographen befindet sich heute mehr als die Hälfte aller überlieferten Handschriften in der Staatsbibliothek zu Berlin. Darunter sind Spitzenstücke wie die 9. Sinfonie, die von Menschen auf der ganzen Welt verehrt wird. Mit der Ode An die Freude im Finalsatz gehört es zu den populärsten Werken der klassischen Musik. 2001 wurde das Autograph in das UNESCO-Register „Memory of the World“ (Weltdokumentenerbe) aufgenommen.

Die Staatsbibliothek nahm das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 zum Anlass, eine große Ausstellung zu erarbeiten und zu zeigen – die aufgrund der Einschränkungen zur weiteren Ausbreitung der Covid-19-Erkrankungen bislang nur drei Tage geöffnet war. Glücklicherweise ist parallel zur „realen“ Ausstellung auch eine „virtuelle“ Ausstellung erarbeitet worden, die nun bis zur Wiedereröffnung einen guten Einblick in die Ausstellung gibt:
https://blog.sbb.berlin/diesen-kuss-der-ganzen-welt-beethoven-ausstellung/

Die KollegInnen der Staatsbibliothek freuen sich auf die Wiedereröffnung der Ausstellung für einige Wochen, die ebenfalls im Blog der SBB angekündigt wird.

Kontakt:


KulturLeben Berlin: Balkonkonzerte für Menschen mit Behinderung

Die Werkstatt Utopia ist das inklusive Musikprojekt des Vereins KulturLeben Berlin und Ort der Begegnung für musikbegeisterte Menschen mit und ohne Behinderung. Damit Menschen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe leben, in Zeiten von Corona nicht ganz auf Live-Musik verzichten müssen, hat die Werkstatt Utopia gemeinsam mit Frank Weitzenbürger, dem Inklusionsbeauftragten bei Lebensräume Berlin – Verbund Darßer Straße des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks (EJF), eine besondere Konzert-Reihe ins Leben gerufen: Die Balkon-Konzerte.

Das Konzept ist einfach: Zwei MusikerInnen der Werkstatt Utopia besuchen die Wohneinrichtungen des EJF und bringen den Bewohnerinnen und Bewohnern die Musik vor den eigenen Balkon. Gespielt wird im Hof mit dem nötigen Sicherheitsabstand. Das Publikum bleibt im Haus und lauscht der Musik vom Fenster oder Balkon aus.

Am 15. April 2020 fand das erste Balkon-Konzert im Hof der Wohnanlage Lebensräume Berlin – Verbund Darßer Straße des EJF in Hohenschönhausen statt. Mariano Domingo (Projektleiter Werkstatt Utopia) und Miriam Kremer (Mitglied Utopia Orchester) spielten Frühlings-Melodien auf der Klarinette und der Geige. Etwa fünfzig Menschen lauschten der Musik und spendeten dem Duo herzlichen Applaus. Auch wenn der Wind die Noten wie Blütenblätter durch den Garten flattern ließ, war das erste Konzert ein voller Erfolg. Die Reihe wird an anderen Standorten des EJF fortgesetzt.

KulturLeben Berlin: Der Verein KulturLeben Berlin – Schlüssel zur Kultur e. V. engagiert sich seit zehn Jahren für kulturelle und soziale Teilhabe, indem er nicht verkaufte Kulturplätze kostenlos an Geringverdienende vermittelt. Die Werkstatt Utopia ist das inklusive Musikprojekt des Vereins und wird seit 1. Mai 2018 für drei Jahre von der Aktion Mensch gefördert.

EJF gemeinnützige AG Lebensräume Berlin – Verbund Darßer Straße: Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk (EJF gemeinnützige AG) ist Träger von Einrichtungen und Diensten für Menschen aller Altersgruppen, die eine besondere persönliche und soziale Zuwendung und Begleitung suchen. Der Verbund Darßer Straße bietet insgesamt 280 Wohnplätze im ambulanten und stationären Wohnen sowie zusätzlich 60 Plätze im Beschäftigungs- und Förderbereich (BFB) an.

Kontakt
KulturLeben Berlin – Schlüssel zur Kultur e. V.
Miriam Kremer
Presse- und ÖA KulturLeben Berlin / Werkstatt Utopia

www.kulturleben-berlin.de / www.utopia.kulturleben-berlin.de

EJF gemeinnützige AG
Lebensräume Berlin – Verbund Darßer Straße

Frank Weitzenbürger
Inklusionsbeauftragter des Verbundes Darßer Straße

www.ejf.de


Verbund Öffentlicher Bibliotheken Berlins: Musikstreamingportale mit kuratierten Playlists

Seit Mitte März sind alle VÖBB-Bibliotheken geschlossen, daher sind die digitalen Angebote jetzt besonders gefragt. Wer im Besitz eines Bibliotheksausweises ist, hat damit Zugriff auf zahlreiche außerhalb des Bibliotheksangebotes gebührenpflichtige Plattformen. Darunter sind große Streamingportale für Musik und Filme sowie Online-Angebote für E-Books, Zeitungen, Magazine und Hörbücher. Zu den Musikstreaming-Angeboten gehören Freegalmusic mit 11 Millionen Songs oder Tracks aus Pop und Klassik, die Naxos Music Library mit ihren derzeit 151.000 Alben klassischer Musik von über 800 Labels sowie die Naxos Music Library Jazz. Unter den vom VÖBB lizensierten Filmstreaming-Angeboten ist das Portal medici.tv attraktiv für Musikfans: Es enthält Aufnahmen von klassischen Konzerten, Opern- und Ballettaufführungen. Weitere Hinweise sind unter www.voebb.de zu finden.


Musikbuch-Empfehlung

Stefan Kölsch: Good Vibrations – die heilende Kraft der Musik

In seinem Buch Good Vibrations – die heilende Kraft der Musik illustriert Neurowissenschaftler, Psychologe und Musiker Stefan Kölsch internationale Studien und eigene Forschungsergebnisse, um uns den stark unterschätzten Einfluss von Musik auf das Gehirn auf anschauliche Weise nahezubringen. Das durch viele praktische Tipps ergänzte Buch erschien im April 2019 und ist ab Juni 2020 als Taschenbuch erhältlich.

Stefan Kölsch: Good Vibrations – die heilende Kraft der Musik. Berlin: Ullstein Buchverlage, 2019. 384 S., 22 EUR

Link zum Taschenbuch

Interview mit Stefan Kölsch im Deutschlandfunk vom 17.04.2019

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


Veröffentlicht am
Kategorisiert in LMR-Info

LMR-Info 40. Ausgabe vom 18. März 2020

Inhalt

Termine

Jugend musiziert
26.–29.3.2020       entfällt – 57. Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin
25.4.2020                entfällt – Landespreisträgerkonzert in der Mendelssohn-Remise
→ weitere Termine

Landesjugendorchester Berlin
13.4.2020                entfällt – Osterkonzert mit Werken von Beethoven, Bruch und Sibelius
20.8.2020                Anmeldeschluss zur Herbstarbeitsphase mit Frankreich-Reise
→ weitere Termine

→ alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

Mitglieder-News

Musikbuch-Empfehlung

Dieser Newsletter als PDF

News

Corona-Krise: „Jugend musiziert“, Landesjugendorchester, Berliner JugendJazzOrchester, Landesjugendensemble Neue Musik – Projekte abgesagt

Der Berliner Senat hat in seiner „Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus“ Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmerinnen und/oder Teilnehmern untersagt und die Schließung aller Schulen und Kindertagesstätten ab Dienstag, dem 17. März, verfügt. Auch die öffentlichen Musikschulen und Hochschulen Berlins sind geschlossen. Die Verordnung hat bis zum 19. April Gültigkeit, dem letzten Tag der Osterferien. Wie es danach weitergeht, hängt von der Bewertung der Lage durch den Senat ab.

Von den Einschränkungen sind bis auf Weiteres alle Veranstaltungen des Landesmusikrats Berlin betroffen. Der Landeswettbwerb Jugend musiziert Berlin, der vom 26. bis zum 29. März in der Universität der Künste Berlin stattfinden sollte, wird ausfallen, ebenso das Konzert der Landespreisträgerinnen und -preisträger in der Mendelssohn-Remise am 25. April 2019. Der Deutsche Musikrat hat inzwischen auch den Bundeswettbwerb „Jugend musiziert“ abgesagt. Damit bleibt es für alle Kinder und Jugendlichen, die an den Regionalwettbewerben teilgenommen haben, vorerst bei den Ergebnissen der Regionalebene.

Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, verfügte am 12. März 2020 die Schließung aller staatlichen Bühnen und Konzertsäle Berlins, einstweilen bis zum 19. April. Davon ist auch das Landesjugendorchester Berlin betroffen, dessen Osterkonzert am 13. April im Konzerthaus stattfinden sollte. Geplant waren Werke von Beethoven, Bruch und Sibelius; für den Solisten, den jungen Berliner Geiger Akim Camara, wäre es sein Solo-Debüt im Konzerthaus gewesen. Die Planungen für das Herbst-Projekt sind davon bislang nicht berührt. Das Landesjugendorchester plant für den Oktober eine Arbeitsphase zusammen mit dem Konservatorium Versailles-Grand Parc mit Konzerten in Frankreich, Polen und Deutschland. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Uraufführung von Jean-Baptiste Robin und Beethovens 9. Sinfonie.

Auch die Frühjahrs-Arbeitsphase des Berliner JugendJazzOrchesters unter der Leitung der Sängerin, Gitarristin, Komponistin und Bandleaderin Monika Roscher wird nicht stattfinden. Geplant waren die Proben für den 4. bis 8. Mai, die Konzerte am 7. und 8. Mai. Der neue Projektleiter des BJJO, Marc Doffey, wird Interessentinnen und Interessenten über unsere Website auf dem Laufenden halten.

Ebenfalls betroffen ist die Arbeit des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin, die auf ein Sommerprojekt im Juni zusteuerte: Es ist einstweilen abgesagt.

Über neue Entwicklungen wird der Landesmusikrat Berlin informieren. Bitte besuchen Sie unsere Internet-Seite und achten Sie auf weitere Ausgaben unseres Newsletters.


Deutsche Orchester-Stiftung: Corona-Krise – bundesweiter Spendenaufruf für freischaffende MusikerInnen

Aus Anlass der Corona-Krise startet die Deutsche Orchester-Stiftung eine bundesweite Spendenkampagne zugunsten freischaffender Berufsmusikerinnen und -musiker. Fast alle Orchester, Chöre, Opern- und Konzerthäuser, die Musikfestivals, die öffentlichen und privaten Musikveranstalter in Deutschland und Europa haben den Betrieb eingestellt.

Gerald Mertens, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, sagt: „Die Lage der freiberuflichen Musikerinnen und Musiker ist dramatisch. Sie verlieren für die kommenden Monate ihre Lebensgrundlage. Sie haben keine Lohnfortzahlung. Keine Auftritte, kein Unterrichten, kein Geld. Nur wenige haben Rücklagen oder eine familiäre Absicherung. Viele stehen vor dem sozialen Aus.“

Mertens meint abschließend: „Bis ein vom Deutschen Kulturrat geforderter ‚Nothilfefonds‘ für Freischaffende durch Bund und Länder eingerichtet und handlungsfähig ist, bis erste staatliche Gelder an Betroffene fließen, werden noch Wochen ins Land gehen. Für viele könnte diese Hilfe zu spät kommen. Wir wollen Betroffenen helfen, diese Zeit zu überbrücken.“

Daher bittet die Orchester-Stiftung um Solidarität für die freiberuflichen Musikerinnen und Musiker in Deutschland.

Spendenkonto:
Deutsche Orchester-Stiftung – Kennwort: Nothilfefonds
IBAN: DE35 1004 0000 0114 1514 05
BIC:   COBADEFFXXX

Aufruf auf der Seite der Deutschen Orchester-Stiftung


Berliner Philharmoniker öffnen ihre Digital Concert Hall

Nachdem die Philharmonie bis einschließlich 19. April 2020 zur Eindämmung des Corona-Virus geschlossen wurde, öffnen die Berliner Philharmoniker nun ihren virtuellen Konzertsaal, die Digital Concert Hall, kostenlos für alle. Mit dem Code BERLINPHIL kann man alle Konzerte und Filme in der Digital Concert Hall für 30 Tage kostenfrei abrufen. Der späteste Termin zum Einlösen des Codes ist Dienstag, der 31. März 2020.

»Wir hoffen, dass wir mit dieser Aktion möglichst vielen Menschen Freude mit unserer Musik bereiten können. Wir vermissen unser Publikum jetzt schon sehr und wünschen uns, dass wir einander auf diese Weise zumindest virtuell weiter begegnen können«, so Olaf Maninger, Solocellist und Medienvorstand des Orchesters. In der Digital Concert Hall sind über 600 Orchesterkonzerte aus mehr als zehn Jahren zu erleben, darunter 15 Konzerte mit dem neuen Chefdirigenten Kirill Petrenko. Hinzu kommen Videos aus dem Backstage-Bereich: Pausengespräche, in denen Dirigentinnen und Dirigenten und Solistinnen und Solisten von Orchestermitgliedern befragt werden, Dirigentenporträts und Dokumentationen zur Orchestergeschichte ebenso wie die Projekte des Education-Programms der Berliner Philharmoniker.

Mehr Informationen auf den Seiten der Berliner Philharmoniker


#MehrMusikInDerSchule: Studie zum Musikunterricht in der Grundschule erschienen

An Grundschulen in Deutschland fehlen 23 000 ausgebildete Lehrkräfte für das Fach Musik. Dies ist das Ergebnis der Studie „Musikunterricht in der Grundschule: Aktuelle Situation und Perspektive“, die am 11. März 2020 von der Konferenz der Landesmusikräte, dem Deutschen Musikrat und der Bertelsmann Stiftung veröffentlicht wurde.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper sagt: „Der Landesmusikrat hat bereits 2015 in seinem Masterplan ‚Musikunterricht an den allgemein bildenden Schulen‘ herausgearbeitet, dass es für die Sicherung des Musikunterrichts in der Schule dringenden Handlungsbedarf gibt: Es müssen unverzüglich mehr Musiklehrerinnen und Musiklehrer ausgebildet werden, außerdem brauchen wir mehr Programme, die einen Schwerpunkt auf die Förderung der musikpädagogischen Begabung von Jugendlichen legen und auf den musikalischen Lehrberuf als Berufsperspektive aufmerksam machen.“

Dies stützt auch die Studie, die jetzt erschienen ist. Demnach werden in Berlin aktuell zwar noch 61,4 Prozent des Musikunterrichts in der Grundschule fachgerecht erteilt, die Prognose für 2028 ist jedoch erschütternd: Da in acht Jahren nach den Berechnungen 2364 Fachkräfte fehlen könnten, läge dann die Quote des fachgerecht erteilten Unterrichts bei nur noch 26,4 Prozent.

Gemeinsam mit den Landesmusikräten der anderen Bundesländer hat der Landesmusikrat Berlin eine Kampagne für mehr Musik in der Schule in Leben gerufen.

Unterstützerinnen und Unterstützer sind aufgerufen, ein Selfie mit dem Kampagnenbild zu machen und in den sozialen Medien zu posten. Dabei soll der Hashtag #MehrMusikInDerSchule verwendet werden.

Zur Kampagnen-Seite des Landesmusikrats Berlin

Facebook-Seiten der Initiatoren:
Landesmusikrat Berlin e. V.
Deutscher Musikrat
Bertelsmann Stiftung


Musikarbeitsmarkt transnational: Neuer Info-Podcast / Gründerseminar im Mai

Seit knapp zwei Jahren bietet der Landesmusikrat im Rahmen des Programms „Weltoffenes Berlin“ eine Beratung von Musikerinnen und Musikern an, die ihre Heimat aus politischen Gründen verlassen mussten. Das erfolgreiche Projekt Musikarbeitsmarkt transnational hilft geflüchteten Musikerinnen und Musikern, in Berlin Fuß zu fassen. Seit Kurzem bietet es einen Podcast zum Beratungsangebot „Information über den Berliner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung“ auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Türkisch an. In dem Podcast wird das Beratungsangebot mit Erfahrungsberichten zusammengefasst, und es werden Einblicke in einen der Workshops gegeben.

Am 5. Mai findet voraussichtlich das nächste Business Start-Up Tagesseminar in Kooperation mit ver.di statt. Schwerpunkt: Existenzgründung für Musiker und Musikerinnen. Im Seminar werden Rahmenbedingungen von freiberuflichen Tätigkeiten in künstlerischen berufen auf Arabisch, Englisch und Deutsch erläutert. Die Teilnehmer werden in dem Seminar sowohl über Chancen und Besonderheiten als auch über Risiken einer Selbstständigkeit informiert und darauf vorbereitet. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an Projektleiter Yusuf Sahilli ().

Datum: 5.5.2020
Uhrzeit: 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Ort: ver.di, Eingang Paula-Thiede-Ufer 10 (direkt am Spreeufer/Schillingbrücke), 10179 Berlin (Nähe Ostbahnhof), Raum 7 B „Otto Dix“, 7. Etage, Aufzüge rechts, in der ver.di-Bundesverwaltung.
Höchstteilnehmerzahl: 12 Personen, Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
Sprachen: Arabisch, Englisch und Deutsch
Referent: Bernd Hubatschek, MKK Consult
Veranstalter: ver.di Berlin-Brandenburg

Angaben vorbehaltlich der Maßnahmen zur Eindämmung von CoVID-19 – Änderungen möglich!


Berichte

83 neue Musikmentorinnen und -mentoren: festlicher Abschluss / Neue Workshops 2020/21

Begeistert feierte das Publikum die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Förderprogramms für junge Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter beim großen Abschlusskonzert am 1. März 2020 im Georg-Neumann-Saal des Jazz-Instituts Berlin. Zum Konzert begrüßt hatten Prof. Dr. Andreas Ickstadt von der Universität der Künste und Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin; durch den Abend führte Carl Parma, Mitglied im Präsidium des Landesmusikrats. Das dargebotene Programm aus Chor-, Orchester- und Bigband-Stücken reichte von John Dowland bis Duke Ellington.

Mehr als 80 Schülerinnen und Schüler aus ganz Berlin hatten über das Schuljahr 2019/20 an den mehrteiligen Workshops des Programms teilgenommen. Unter der Anleitung eines zwölfköpfigen Teams aus Dozentinnen und Dozenten lernten sie Hürden und Methoden der Probearbeit mit einem Ensemble kennen – und nicht zuletzt die Freude daran, ihre Mit-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer kompetent in Proben und Konzert anzuleiten. Am Ende stand das Zertifikat über ihre Ausbildung zur „Musikmentorin“/zum „Musikmentor“. Die Urkunden überreichte Senatsdirigent Thomas Duveneck von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Einige der Absolventinnen und Absolventen sind bereits auf dem Weg ins Schulmusikstudium, andere kehren in die Schulen zurück, wo sie die mit dem neugewonnenen Wissen die Ensemblearbeit unterstützen können.

Gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat der Landesmusikrat Berlin e. V. das Programm Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter im Schuljahr 2018/2019 ins Leben gerufen, zunächst mit dem Schwerpunkt Klassik. Im Schuljahr 2019/2020 kam der Schwerpunkt Jazz/Rock/Pop hinzu. Auch im kommenden Schuljahr werden wieder beide Schwerpunkte angeboten. Die Anmeldung erfolgt über die Berliner Schulen und Musikschulen.

Abschlusskonzert 2020: Zur Bildergalerie


Mitglieder-News


Carl Bechstein Stiftung: 7. Carl Bechstein Wettbewerb 2020: Klavier und ein Streichinstrument

Der Carl Bechstein Wettbewerb möchte Freude am gemeinsamen Musizieren vermitteln, junge Musikerinnen und Musiker nachhaltig fördern und außergewöhnliche Leistungen junger Menschen belohnen. Teilnehmen können junge Musikerinnen und Musiker, die zum Stichtag (30.10.2020) das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die seit mindestens sechs Monaten einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Gewertet wird in vier Altersgruppen, wobei das Duo bei unterschiedlichem Alter der Mitglieder in der Altersgruppe des älteren Teilnehmers antritt. Zugelassen sind die Instrumente Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass. Das Repertoire muss aus mindestens zwei kontrastierenden Stücken verschiedener Stilepochen bestehen. Beide Spielpartner müssen gleichberechtigte Aufgaben haben. Konzerte und andere vom Orchester begleitete Werke sind nicht zugelassen.

Neben den regulären Preisen sind verschiedene Sonderpreise ausgelobt. Mit Musikerinnen und Musikern, Pädagoginnen und Pädagogen wie Prof. Michael Schäfer, Prof. Friedemann Eichhorn, Prof. Björn Lehmann, Wei Chen u. a. wurde bewusst eine Jury zusammengestellt, deren Mitglieder auf langjährige Erfahrung in der Kammermusik wie auch in der Arbeit mit jungen Musikerinnen und Musikern verweisen können.

Anmeldungen für den Wettbewerb sind möglich bis zum 15. August 2020.

Zum Carl Bechstein Wettbewerb

Angaben vorbehaltlich der Maßnahmen zur Eindämmung von CoVID-19 – Änderungen möglich!


Deutsche Orchestervereinigung: Brandenburg erstes Bundesland mit DOV-Honorarmindeststandards

Ab sofort gelten im Land Brandenburg Fördergrundsätze für Honorarmindeststandards für freischaffende Musikerinnen und Musiker in Projekten und Institutionen mit musikalischen Eigenproduktionen. Das Land stellt 2020 für diese bundesweit neue Regelung bis zu 100.000 Euro bereit.

„Das Land Brandenburg setzt mit den neuen Fördergrundsätzen einen echten Meilenstein für die Verbesserung der Honorarsituation freischaffender Musikerinnen und Musiker“, sagt DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens. „Erstmalig in Deutschland wird für freischaffende Künstlerinnen und Künstler analog zum gesetzlichen Mindestlohn eine Honoraruntergrenze verbindlich eingeführt. Ich freue mich, dass die von der DOV gemeinsam mit Freischaffenden entwickelten Mindesthonorarsätze als Grundlage herangezogen wurden.“

Im Brandenburgischen Landtag gab es einen breiten, parteiübergreifenden Konsens über die Notwendigkeit dieses Schrittes. Die DOV dankt allen an diesem Verfahren Beteiligten. Dazu Mertens: „Wir haben jetzt eine sehr gute Grundlage, Honorarmindeststandards zukünftig auch in weiteren Bundesländern zu etablieren und damit noch mehr Musikerinnen und Musikern angemessenere Einkünfte zu verschaffen.“

Zur Deutschen Orchestervereinigung


EKBO: Symposium für Kirchenmusik „Orgelnachwuchs – Zukunftsmusik?“ im Oktober

2021 wird die Orgel das „Instrument des Jahres“. In Vorbereitung dazu bietet das Symposium herausragende Beispiele zur Nachwuchsarbeit; Modelle und Konzepte für Orgelführungen für alle; Blitzdating mit Orgelbaufirmen und Verfasserinnen bzw. Verfassern von Orgelschulen; Orgelfunktionsmodelle bis zu kompletten Orgelbau-Sets; Vorstellung von jungen Improvisationskünstlerinnen und –künstlern in Konzerten, Workshops und einer Orgelnacht mit Improvisationswettspaß; Vorstellung und Kennenlernen der historischen Instrumente der Orgelstadt Jüterbog (1657, 1733, 1893, 1908, 1929, 1932); Vorstellung und Ausstellung von Materialien und Noten zur Nachwuchsarbeit und mehr; traditionelle und moderne Übetechniken, Diskussionen, Gesprächsrunden, kollegialen Austausch.

Es gibt internationale Referentinnen und Referenten sowie ein Abendprogramm mit herausragenden Künstlerinnen und Künstlern. Wir freuen uns auf Orgelfreundinnen und -freunde, Pädagoginnen und Pädagogen, Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker im Haupt- Neben- und Ehrenamt, Theologinnen und Theologen, Studierende, Organistinnen und Organisten, Orgelbauerinnen und Orgelbauer und andere!

 

Termin: 6. Oktober, 14 Uhr, bis 8. Oktober, 12:00 Uhr, 2020

Anmeldung:https://akd-ekbo.de/kalender/symposium-orgelnachwuchs/
Infos:www.kirchenmusikvermittlung.de
Kontakt:

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Landesmusikakademie Berlin: Workshop Irische Volksmusik mit Martin Tourish

In der Aufführungspraxis traditioneller irischer Instrumentalmusik steht die Melodie im Vordergrund. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich ein reiches Repertoire an Melodien entwickelt, die allesamt von regionalen und persönlichen Stilen geprägt sind.

Der Workshop Performance Practice in Irish Traditional Instrumental Music‟ beginnt mit einer Einführung in die Musiklandschaft Irlands und ihre Entwicklung in den letzten drei Jahrhunderten. Anschließend werden anhand einiger einfacher Melodien verschiedene Stilparameter untersucht. Ziel ist es, den Teilnehmenden die Werkzeuge zu geben, mit denen sie ihre eigene persönliche Interpretation einer Melodie entwickeln können.

Der Workshop wird in englischer Sprache durchgeführt und ist für alle Melodie-Instrumente geeignet.

Martin Tourish ist Akkordeonist, Komponist und Musikwissenschaftler (Universal Edition) aus Donegal, Irland. Er stammt aus einer Musikerfamilie, deren schriftlich überlieferte Werke bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Seit 2014 ist er festes Mitglied der legendären Band „Altan“ und ist seitdem weltweit mit der Band auf Tour.

Workshop „Performance Practice in Irish Traditional Instrumental Music‟
Termin: 2.5.2020, 10–17 Uhr
Anmeldeschluss: 17.4.2020
Gebühr: €43,50         
Ort: Landesmusikakademie Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin

Information und Anmeldung

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Mendelssohn-Gesellschaft: Friedhofssalon 2020 – drei Lesungen und Musik

Auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof I vor dem Halleschen finden sich die Ruhestätten etlicher Mitglieder der Familie Mendelssohn. Im Jahr 2020 veranstalten die Mendelssohn-Gesellschaft, der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte und die ag friedhofsmuseum e. V. drei Friedhofssalons an den Ruhestätten von Clara Gusserow, geb. Oppenheim (1861–1944), Fanny Hensel, geb. Mendelssohn (1805–1847), Ludwig Mendelssohn Bartholdy (1878–1918), der Komponistin Emilie Mayer (1812–1883), Elisabeth Westphal (1865–1942) und der Sozialpolitikerin Edith Mendelssohn Bartholdy, geb. Speyer.

Der Friedhofssalon am 14. Mai, dem Todestag Fanny Hensels, ist ihrem und dem Andenken der Komponistin Emilie Mayer gewidmet, deren Grab kürzlich wiederentdeckt wurde; sie wird mit einem Gedenkstein geehrt, es musiziert das Fiorentina-Quartett. Am 13. August gilt der Friedhofssalon Ludwig Mendelssohn Bartholdy und Edith Mendelssohn Bartholdy geb. Speyer; das Diplomatische Streichquartett spielt Werke von Emil Bohnke und Alexander von Zemlinksy. Der Friedhofssalon am 12. September erinnert an Clara Wusserow und Elisabeth Westphal, es musiziert die Cellistin Petra Kießling. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 17 Uhr am Friedhofstor an der Baruther Straße.

Flyer zu den Friedhofssalons 2020 herunterladen

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Musikbuch-Empfehlung

Juliane Streich (Hrsg.): These Girls: ein Streifzug durch die feministische Musikgeschichte

Längst überfällig: Eine lexikalische Hommage an Popmusikerinnen und weibliche Bands! Die Leipziger Journalistin Juliane Streich hat in ihrer kürzlich erschienenen Anthologie These Girls zahlreiche Kurzportraits zusammengestellt, chronologisch von den 1940er-Jahren bis heute.

„In über 100 lehrreichen, kurzweiligen und persönlichen Texten schreiben Journalistinnen und Journalisten, Musikerinnen und Musiker, Fans und Freunde über Bands, die sie prägten, über Künstlerinnen, die dem Feminismus eine neue Facette gaben, über Lieblingsplatten, Lebenswerke und Lieder, die sie mitgrölen – vom Klassiker bis zum Außenseitertipp.“ (Verlagstext)

These Girls: ein Streifzug durch die feministische Musikgeschichte.Juliane Streich (Hrsg.). Mainz: Ventil-Verlag, 2019. 344 S., 20 EUR

Informationen zum Titel auf der Seite des Ventil-Verlages

Rezension von Robert Miessner in der taz vom 24.1.2020

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


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LMR-Info 39. Ausgabe vom 3. Februar 2020

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News

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Komponist HK Gruber zu Gast

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin stellt sich am 6. Februar 2020 mit einem spannenden Programm erstmals im Haus des Rundfunks vor. Unter der Leitung von Jobst Liebrecht erklingen Werke der Berlinerin Sarah Nemtsov, der Australierin Liza Lim, des Amerikaners John Cage und der wohl markantesten Persönlichkeit der Neuen Musik in Österreich: HK Gruber. Gruber lässt es sich dabei nicht nehmen, in seinem Stück Frankenstein!! selbst auf der Bühne zu stehen – für alle Beteiligten und das Publikum eine voraussichtlich einzigartige Erfahrung.

Das Ensemble wird seit Kurzem durch Andreas Bräutigam beraten, einen renommierten Spezialisten für Neue Musik. Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin: „Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin geht dank frischer Ideen mit neuem Schwung ins Jahr 2020. Besonders die direkte Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten fasziniert die jungen Musikerinnen und Musiker. Wir als Landesmusikrat haben es uns zur Aufgabe gemacht, die zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen zu fördern – durch Projekte mit Jugendlichen gelingt dies am Nachhaltigsten.“

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin besteht seit 2013. Projektweise erarbeitet es zwei Mal jährlich Programme von der klassischen Moderne bis zu aktuellen Uraufführungen. 2019 hat es sein Angebot um die Workshops des Jungen Musiklabors Berlin erweitert. Zu diesen Workshops sind auch ganz unerfahrene Fans der Neuen Musik herzlich willkommen.

Donnerstag, 6. Februar 2020 | 20 Uhr | Haus des Rundfunks, Kleiner Sendesaal

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin | Leitung: Jobst Liebrecht
Solist: HK Gruber, Chansonnier

Liza Lim (*1966): The heart’s ear
Sarah Nemtsov (*1980): … beredtes Schweigen
John Cage (1912-1992): Living Room Music
HK Gruber (*1943): Frankenstein!!

Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro

Zum Konzertflyer

Karten-Vorverkauf auf eventbrite.de


Anmelderekord bei Jugend musiziert Berlin 2020

In Berlin haben sich 692 Kinder und Jugendliche für die Regionalwettbewerbe und 35 für die ausschließlich auf Landesebene durchgeführten Wertungen Komposition, Interkulturelle Perkussion und Jugend forscht: Musik angemeldet. Damit nehmen 2020 727 Kinder und Jugendliche an den Berliner Wettbewerben teil – so viele wie nie zuvor.

„Trotz stetig steigender schulischer Anforderungen machen immer mehr junge Menschen in Berlin die Ausübung von Musik zu ihrem Hobby. Damit ziehen sie den prägenden Lernerfolg als Ergebnis langer und kontinuierlicher Beschäftigung der kurzlebigen Freizeitgestaltung vor. In Zeiten allgemeiner Verunsicherung über die Profile der Jugend ist das ein gutes Signal“, so Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin.

Die Wertungsspiele sind auf allen Wettbewerbsebenen öffentlich zugänglich. Der Landesmusikrat lädt alle Berlinerinnen und Berliner herzlich ein, „ihre“ musizierende Jugend anzufeuern oder einfach nur zuzuhören. Der Eintritt ist frei!

Wettbewerbsdaten Jugend musiziert Berlin 2020

15./16.2.2020     Regionalwettbewerbe in Berlin-Nord und Berlin-Süd,
                              gemeinsamer Regionalwettbewerb Populäre Musik

22./23.2.2020     Regionalwettbewerb in Berlin-Mitte

26.–29.3.2020    Landeswettbewerb Berlin

28.5.–4.6.2020  Bundeswettbewerb in Freiburg i. Br.

Weitere Informationen und alle Termine zum Wettbewerb:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/


Jugend musiziert Berlin: Sonderpreisträgerin am 27. Februar bei rbb Kultur

Beim 56. Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin 2019 gewann die Cellistin Marei Schibilsky den Sonderpreis des Rundfunkprogramms rbb Kultur. Am 27. Februar 2020 wird sie um 20.04 Uhr in der Sendung „Talente und Karrieren“ vorgestellt.

Der Sonderpreis von rbb Kultur umfasst einen Produktionstag für eine CD-Studioproduktion und eine Einladung zur Sendung „Talente und Karrieren“ im Programm von rbb Kultur. 2019 wurde er in der Kategorie „Streichinstrumente solo: Violoncello“ vergeben.


Fotowettbewerb 2020: Musik verbindet – Zusammenhalt stärken!

Auch im Jahr 2020 loben der Tagesspiegel und der Landesmusikrat Berlin gemeinsam einen Fotowettbewerb aus. Er steht unter dem Motto: „Musik verbindet – Zusammenhalt stärken!“

Musik stiftet Gemeinschaft. Wer Musik machen will, findet Gleigesinnte – ob in Chor, Bigband oder Orchester, zum Jammen oder für Kammermusik. Das gemeinsame Ziel überwindet Grenzen und Unterschiede.

Wie zeigt sich im Berliner Alltag die gemeinschaftsstiftende Kraft der Musik? Wo kommen Menschen zum Musizieren zusammen? Gemeinsam mit dem Tagesspiegel ruft der Landesmusikrat Berlin Berliner Amateurfotografinnen und -fotografen dazu auf, die Vielfalt gemeinschaftlichen Musizierens im Bild festzuhalten.

Bis zum 31.10.2019 können Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Bilder einsenden. Die Fotos werden auf unserer Website in der Reihenfolge ihres Eingehens gezeigt. Im Herbst 2020 wird eine Jury die eingegangenen Bilder beurteilen und prämieren.

Mehr Information zum Fotowettbewerb


Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter: Abschluss im März

Das Projekt Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter wird im Februar für das Schuljahr 2019/20 zum Abschluss kommen. Es wird vom Landesmusikrat Berlin e. V. gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie angeboten. 2019, in seinem zweiten Jahr, startete das begehrte Projekt erstmals mit zwei Teams: einem für den Schwerpunkt Klassik und einem weiteren für den Schwerpunkt Jazz, Rock, Pop. Mehr als 80 interessierte Schülerinnen und Schüler erwerben in jeweils vier Wochenend-Workshops musikalische, organisatorische und soziale Kompetenzen, um später Ensembleproben bzw. Teilproben oder Stimmgruppenproben qualifiziert anzuleiten. Die Klassik-Workshops finden in der Sophie-Scholl-Schule Schöneberg statt, das Pop-Rock-Jazz-Team im Rosa-Luxemburg-Gymnasium in Pankow.

Beide Teams werden am 14.–16. Februar und am 28./29. Februar und 1. März ihre letzten Workshops veranstalten. Am 1. März werden die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der feierlichen Abschlussveranstaltung ihre Zertifikate über die Ausbildung zur Musikmentorin bzw. zum Musikmentor erhalten und ausgewählte Werke aus dem Workshop-Programm dirigieren. Der Eintritt ist frei. Die Anmeldung ist möglich über:

Mehr Information über das Projekt


Concerts For Future im Rahmen des Salon Zukunftsmusik

„Concerts For Future“ heißt die nachhaltige Konzertreihe, die junge Musikerinnen und Musiker gemeinsam mit Umweltschutz-Initiativen im Rahmen des „Salon Zukunftsmusik“ entwickelt haben. Alle Einnahmen kommen dem Kampf gegen den Klimawandel zugute. Ein erstes Konzert hat am 26. Januar in der Filmkunstbar Fitzcarraldo stattgefunden, weitere sollen folgen. Die Berlin Music Commission und der Landesmusikrat Berlin unterstützen das Projekt.

Concerts For Future auf facebook


MIZ veröffentlicht englischsprachiges Buch über das deutsche Musikleben

Auf 620 Seiten bündelt das Deutsche Musikinformationszentrum in seiner Publikation Musikleben in Deutschland Hintergrundwissen und Daten zur deutschen Musikkultur – nach der deutschsprachigen Veröffentlichung im Frühjahr 2019 nun auch auf Englisch. Musical Life in Germany umfasst 22 Beiträge namhafter Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Kulturpolitik und Musikpraxis. Das Themenspektrum reicht von der musikalischen Bildung und Ausbildung über das Amateurmusizieren und die professionelle Musikausübung bis hin zur Musikwirtschaft.

Zu lesen ist, unter welchen Bedingungen Konzerthäuser, Musiktheater und Museen arbeiten, welche Rolle die Musik im Rundfunk spielt, wie sich die Anforderungen bei der musikalischen Berufsausbildung verändert haben, unter welchem finanziellen Druck freie Ensembles arbeiten und wie sich die einzelnen Branchen der Musikwirtschaft entwickeln. Mehr als 50 Statistiken und topografische Darstellungen sowie zahlreiche QR-Codes mit Links auf weiterführende Quellen sorgen für einen detaillierten Einblick in die einzelnen Themenbereiche.

Information über Musical Life in Germany
Information über Musikleben in Deutschland


Berichte

Instrument des Jahres 2020: Pressekonferenz mit Schirmherrin Nadine Contini

Im Kleinen Sendesaal an der Masurenallee eröffnete der Landesmusikrat am 15. Januar das Berliner Geigenjahr 2020 mit einer Pressekonferenz. Schirmherrin Nadine Contini, Stimmführerin der 2. Violinen im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: „Bringen wir unseren Fokus beim Musizieren auf das, was wirklich zählt. Ermutigen wir jeden Musikliebhaber, seine Persönlichkeit durch die Beschäftigung mit der Musik zu formen, auch ohne sich technisch vollkommen auf dem Instrument ausdrücken zu können. Denn allein die Freude, die dabei empfunden und weitergegeben wird, ist das Wesentliche.“ Im Gespräch mit Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, nahm Kultursenator Klaus Lederer auch Stellung zur Entwicklung der Musikschulen und zu Berlin als „Geigenstadt“.

Schließlich wurde auch die Programmbroschüre für die erste Jahreshälfte 2020 präsentiert. Sie enthält Hinweise auf mehr als 70 Konzerte, Ausstellungen, Meisterkurse und weitere Veranstaltungen, in denen die Violine im Mittelpunkt steht.

Mehr Information über das Instrument des Jahres 2020
Programmbroschüre herunterladen

Das Instrument des Jahres 2020 in der Berliner Presse:
Berliner Morgenpost

Der Tagesspiegel  

kuk.verdi.de


Mitglieder-News

Deutsche Orchestervereinigung: Bessere Altersabsicherung für Musikerinnen und Musiker freier Ensembles

DOV ermöglicht neues Angebot ab Januar 2020

Berlin – Ab 1. Januar 2020 können sich Musikerinnen und Musiker freier Ensembles in der Zusatzversorgung der Berufsorchester (VddKO) für das Alter absichern. „Mit den Stimmen der DOV-Vertreter wurde diese Satzungsänderung im Verwaltungsrat beschlossen“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV). „Das ist ein wichtiger Baustein, um die prekäre finanzielle und soziale Lage freischaffender Musikerinnen und Musiker zu entschärfen und schrittweise Verbesserungen durchzusetzen.“ Aktuell sind bei der Künstlersozialkasse über 53 500 Freischaffende im Bereich Musik gemeldet.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Zahl der Freischaffenden mehr als verdreifacht. Deshalb hat die DOV die Interessenvertretung für diese Gruppe immer weiter ausgebaut. „Damit reagieren wir auf die veränderten Rahmenbedingungen. In der DOV sind Festangestellte und Freiberufler solidarisch organisiert. Deshalb können wir unseren Forderungen den nötigen Nachdruck verleihen“, sagt Mertens.

Die DOV hat bereits früher durchgesetzt, dass freischaffende Orchesteraushilfen seit 1. Januar 2019 bei der VddKO eine eigene freiwillige Zusatzversorgung aufbauen können, wenn sie regelmäßig bei TVK-Orchestern spielen. Seit Oktober 2018 haben freischaffende DOV-Mitglieder auch die Möglichkeit, nach einer Einzelfallprüfung eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu besonders günstigen Konditionen abzuschließen.


Handiclapped – Kultur barrierefrei: Einladung zum neuen Musikblog BarrMusik.org

Der Verein Handiclapped – Kultur Barrierefrei e. V., seit 2019 Mitglied im Landesmusikrat e. V.,  hat mit BarrMusik.org einen neuen Blog für inklusive Bands und (Live-) Musikprojekte ins Leben gerufen. Im Dezember wurden dort 24 Bands und Projekte vorgestellt. Die Zugriffszahlen waren sehr ermutigend.

Handiclapped lädt die Mitglieder des Landesmusikrates dazu ein, auf dem Blog zu berichten, wenn sie Konzerte oder Projekte anbieten, zu denen explizit Menschen mit und ohne Beeinträchtigung eingeladen sind.

Wer daran interessiert ist, kann Handiclapped einfach anschreiben. E-Mail:


IAML: Beethoven-Ausstellung in der Staatsbibliothek zu Berlin ab 11. März

„Diesen Kuß der ganzen Welt!“  Vom 11.3. bis 30.4.2020 öffnet die Staatsbibliothek zu Berlin ihre Tresore und zeigt im Haus Unter den Linden anlässlich des Beethoven-Jubiläumsjahres Raritäten aus ihrer umfangreichen und weltweit bedeutenden Beethoven-Sammlung. Zu sehen sein werden z. B. Briefe und Konversationshefte des Komponisten und das Autograph seiner zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehörenden  9. Sinfonie.

Diesen Kuss der ganzen Welt
Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin

Ausstellung vom 11. März bis 30. April 2020
Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Information der Staatsbibliothek zur Ausstellung


Landesmusikakademie Berlin: musikfestival klangwelten vom 11. bis 18. März

Eine Woche voll Musik – von Klassik über Hip Hop bis Weltmusik. Die Landesmusikakademie Berlin lädt Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Klassen ein, einen Tag lang zu experimentieren und Neues zu entdecken. Wie vielfältig das Thema Klassik sein kann, erfahren Schulklassen oder ganze Schulen in einem von 16 Workshops. Zusätzlich besuchen alle Schülerinnen und Schüler ein Mitmach-Konzert auf der Theater-Bühne, bei dem die Geschichte von Robin Hood mit Balladen und Barockmusik untermalt wird. Das Familienwochenende am 14./15. März bietet Groß und Klein vielfältige Gelegenheiten zum Musikmachen und Lauschen.

Anmeldebogen herunterladen

Infos und Anmeldung: musikfestival-klangwelten.de
E-Mail:


Musikbuch-Empfehlung

Noch eine neue Beethoven-Biografie? Ja! Christine Eichels fundiert recherchiertes und anschaulich geschriebenes Buch bringt neue Erkenntnisse und Antworten auf die Frage, was uns Beethoven im 21. Jahrhundert zu sagen hat.

„Sprachlich hinreißend, historisch spannend und bei aller Faktendichte dennoch höchst unterhaltsam, ist ‚Der empfindsame Titan‘ ein gelungener literarischer Auftakt des Beethovenjahres.“ (Maria Ossowski, ARD, 16.12.2019)

Christine Eichel: Der empfindsame Titan. Ludwig van Beethoven im Spiegel seiner wichtigsten Werke. München: Blessing, 2019. Hardcover, 432 Seiten, 22 Euro

Informationen zum Titel auf der Seite des Blessing-Verlags 

Rezension von Hanns-Josef Ortheil

Und ein Hinweis auf folgenden angekündigten Titel: Der am 18.2. bei Rowohlt erscheinende Roman „Beethovn“ von Albrecht Selge ist sicher eine Empfehlung wert. Der Berliner Autor ist unter anderem bekannt für seine literarischen Konzertkritiken unterhttps://hundert11.net.

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


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Offene Probe

Auch nicht-mitwirkende Zuhörer:innen sind herzlich willkommen.

Eine aktive Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. 

Alle Berliner Amateurmusiker:innen sind herzlich eingeladen, an der Offenen Probe am Samstagabend teilzunehmen. 

Exklusiv für den Orchestertreff werden der zweite und vierte Satz der 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven so arrangiert, dass auch Musiker:innen mit unterschiedlichen Zupfinstrumenten, Akkordeon und anderen im Original nicht besetzten Instrumenten mitspielen können. 

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmer:innen Ensemble-Erfahrung mitbringen. 

Iván Fischer

ist Ehrendirigent des Konzerthausorchesters und als einer der visionärsten Musiker unserer Zeit bekannt.

Er war Chefdirigent des National Symphony Orchestras in Washington, Opéra National de Lyon und des Konzerthausorchesters Berlin, letzteres hat ihn zum Ehrendirigent ernannt. Ebenso ist er Honorary Guest Conductor des Royal Concertgebouw Orchestra, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet.  

Bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR und dem New York Philharmonic Orchestra ist er regelmäßig zu Gast.

Nach einigen Gastauftritten in internationalen Opernhäusern, entschied er sich auch bei der Oper für einen Reformweg und gründete die Ivan Fischer Opera Company, mit der er unabhängige Opernproduktionen verwirklicht. Seit 2004 ist Iván Fischer auch als Komponist tätig, er schreibt meist vokale Musik mit kleinen Instrumentalensembles. 

Iván Fischer wurde 2013 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt und ist Ehrenbürger von Budapest.

Noten
Hier finden Sie alle Noten für die offene Probe. Bitte bringen Sie sich Ihre Noten selbstständig, ausgedruckt und vorbereitet mit.
 
4. Satz
Zeit und Ort

Samstag, 28. September

18.30 bis 20 Uhr

Landesmusikakademie Berlin
Foyer des FEZ-Berlin

Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin