LMR-Info 52. Ausgabe vom 15. September 2021

LMR-News


Abgeordnetenhauswahl 2021: Parteien antworten auf Wahlprüfsteine (Video und Text)

Zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses am 26. September 2021 hat der Landesmusikrat Berlin Wahlprüfsteine formuliert: Fragen zu konkreten Anliegen wie der Schaffung eines Kulturfördergesetzes, Schulen und Musikschulen und Digitalisierung. Nachdem die Parteien des Abgeordnetenhauses ihre Antworten schriftlich formuliert haben – hier können Sie die Antworten nachlesen –, stellten sich ihre Vertreter nun in der Zoom-Debatte den Nachfragen. Die Aufzeichnung der Diskussion können Sie hier nachschauen.


Music for Future: Klima-Demo am 24. 9. / Runder Tisch des Landesmusikrats

Der Landesmusikrat Berlin ruft seine Mitglieder und alle Interessierten zur Teilnahme am Klimastreik am 24. September auf. Wenn Sie gemeinsam mit dem Landesmusikrat Berlin teilnehmen wollen, schreiben Sie uns bitte eine kurze Nachricht. Wir teilen Ihnen dann unseren Treffpunkt mit.

Aufgrund einiger Nachfragen aus dem Mitgliederkreis gründet der Berliner Landesmusikrat außerdem einen Runden Tisch mit dem Arbeitstitel „Music for Future“ in Anlehnung an die globale soziale Bewegung „Fridays for Future“, die sich für den weltweiten Klimaschutz einsetzt. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie an der inhaltlichen Arbeit im Rahmen dieses Runden Tisches interessiert sind.  Darüber würden wir uns sehr freuen.

Bitte kontaktieren Sie uns für dieses Thema unter der E-Mail-Adresse stoff@landesmusikrat-berlin.de.


Impfen schützt auch die Kultur

Der Landesmusikrat Berlin ist dabei! Damit wir im Herbst nicht wieder neue Einschränkungen des Kulturlebens erfahren müssen, brauchen wir eine deutlich höhere Impfquote. Um die Kultur zu schützen, unterstützt daher auch der Landesmusikrat Berlin die Aktion #BerlinImpft mit ihrem Motto „Impfen schützt auch die Kultur!“ Machen auch Sie mit! Auf der Webseite der Aktion haben Sie die Möglichkeit, Materialien zur Teilnahme herunterzuladen.
Zur Website der Aktion #BerlinImpft – Impfen schützt auch die Kultur!


Instrument des Jahres: Vielfalt beim Tag der Orgel / Noch mehr Orgel mit dem Orgelband

Am 11. und 12. September konnten Interessierte in ganz Berlin die Orgel erleben – in Konzerten, Führungen, Workshops und zahlreichen weiteren Angeboten. Von der Auftaktveranstaltung in der Marienkirche am Alexanderplatz (nachzuschauen hier) bis zum Abschlusskonzert von Iveta Apkalna an der Orgel des Konzerthauses konnten Kinder und Erwachsene, Alte und Junge, musikinteressierte oder auch bloß neugierige Berlinerinnen und Berliner das Instrument des Jahres von unterschiedlichsten Seiten kennenlernen: als Kirchen- und Konzertinstrument, als Kino- und Drehorgel, durch Besichtigung und Selbstbau. Mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich zur großen Orgelwanderung durch Berlins historische Mitte mit den Stationen Nikolaikirche, Marienkirche und Sophienkirche. Viele Gemeinden öffneten ihre Kirchen und Orgelemporen für Neugierige, zahllose Musikerinnen und Musiker erklärten und führten die Instrumente vor, der Orgelvirtuose Cameron Carpenter erkundete mit Interessierten die Sammlung des Musikinstrumenten-Museums. Zum Abschluss spielte die Organistin Iveta Apkalna an der Orgel des Konzerthauses ein fulminantes Abschlusskonzert mit Werken von J. S. Bach, Franz Liszt und Pēteris Vasks.
Doch das Orgeljahr geht weiter: Noch bis zum Jahresende flattert das Orgelband durch Berlin und Brandenburg, jeden Tag gibt es mindestens eine Veranstaltung rund um das Thema Orgel. Der Orgelband-Kalender informiert über alle Ereignisse.


Initiative für ein Berliner Kulturfördergesetz: Plakate und Postkarten jetzt abholen

Das Aktionsbündis Kultur.Fördern.Gesetz. hat zur Beteiligung an einer Kunst-Plakat-Ausschreibung im öffentlichen Raum zum Thema Kulturfördergesetz Berlin aufgerufen. Teilnahmeberechtigt waren alle in Berlin lebenden professionellen Künstlerinnen und Künstler. Als Ergebnis des Wettbewerbs entstanden sieben einzigartige, ebenso irritierende wie ansprechende Motive, zu sehen auf der Website der Initiative. Viele Verbände und Institutionen haben bereits Plakate im Format A1, A3 und A4 sowie Postkarten bestellt und verbreiten die Botschaft der Initiative in der ganzen Stadt. Unter diesem Link können Plakate bestellt werden, abzuholen sind sie von Montag bis Donnerstag im Landesmusikrat, Karl-Marx-Straße 145, 12043 Berlin. Eine Anmeldung unter stoff@landesmusikrat-berlin.de ist notwendig.


Herbst 2021: Was läuft in den Projekten des Landesmusikrats?

Der „Tag der Orgel“ am 11. und 12. September (s. o.) hat den musikalischen Herbst des Landesmusikrats eröffnet.

Die Anmeldefrist zur Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter wurde bis Ende September verlängert. Auch im kommenden Schuljahr können einschlägig begabte Schülerinnen und Schüler musikalische, organisatorische und soziale Kompetenzen trainieren, um Ensembleproben bzw. Teilproben oder Stimmgruppenproben qualifiziert anzuleiten und so die musikalische Arbeit an ihrer Schule oder in ihren Projekten zu unterstützen. Genaueres zum Projekt finden Sie hier, zur Anmeldung geht es hier. Am 31. Oktober werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses aus dem vergangenen Schuljahr ihr großes Abschlusskonzert im Georg-Neumann-Saal der Universität der Künste Berlin geben.

Vom 10. bis zum 18. Oktober wird das Berliner JugendJazzOrchester zusammenkommen und ein neues Programm für seine Auftritte im Herbst und Winter erarbeiten.

Das Landesjugendorchester Berlin wird am 15. Oktober nach Versailles reisen, um dort zusammen mit dem Orchester des Konservatoriums Versailles-Grand Parc und dem Chor der Technischen Universität Stettin sein Herbstprogramm zu proben. Die jungen Musikerinnen und Musiker aus Frankreich, Deutschland und Polen werden Werke von Grażyna Bacewicz, Charles Gounod, Ludwig van Beethoven, Lili Boulanger und Jean-Baptiste Robin in Konzerten in Paris und Versailles, Potsdam und Berlin aufführen.

Der Berliner Jazztreff ist für den 21.11.2021 im Oyoun geplant, die Online-Anmeldung ist ab sofort freigeschaltet unter der Adresse https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/berliner-jazztreff/anmeldung. Einen terminlicher Anmeldeschluss ist zunächst nicht vorgesehen, die Anmeldungen werden nach dem Eingangsdatum berücksichtigt. Sollten alle Konzertslots besetzt sein, wird es eine Warteliste geben. Über alles Weitere zum Ablauf und Hygienemaßnahmen werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer informiert. In diesem Jahr wird „Jugend jazzt“ auf Landesebene für Combo stattfinden. Die 18. Bundesbegegnung Jugend jazzt (Kategorie Combos) findet vom 26. bis 29. Mai 2022 in Lübeck/Schleswig-Holstein statt. Der Deutsche Musikrat entsendet zudem in jedes Bundesland einen „Jazztruck“ (mobiles Fernseh- und Tonstudio), der dann die Gewinnerband des Jahres 2021 interviewen und auch ein Song aufzeichnen wird. Der Jazztruck wird am 26.11.2021 in Berlin eintreffen.

Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb – so heißt es bei „Jugend musiziert“ nun schon zum 59. Mal! Die Ausschreibung für das Wettbewerbsjahr 2022 ist veröffentlicht und das Anmeldeformular kann seit Anfang September online ausgefüllt werden. Bundesweit erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im kommenden Jahr die Solo-Kategorien Streichinstrumente, Akkordeon, Schlagzeug und Gesang (Pop). Im Ensemblebereich gibt es viele verschiedene Möglichkeiten der Teilnahme: Von Klavier-Kammermusik über Duo: Klavier und ein Blasinstrument, Zupf-, Harfen-, Vokal- bis hin zum Bağlama-Ensemble sind auch Besondere Besetzungen im Bereich der Alten Musik wieder Teil der Ausschreibung. Zur Ausschreibung und Anmeldung geht es hier.

Auch für den Berliner Chortreff 2022 ist der Startschuss gefallen. Ab sofort können sich interessierte Ensembles zum Chortreff anmelden. Er soll ein Festival werden, in dem die Begegnung und der Austausch der Sängerinnen und Sänger genauso im Mittelpunkt stehen wie die zahlreichen Konzerte und Workshops. Wer sich anmeldet, hat auch die Möglichkeit, am Landeschorwettbewerb teilzunehmen, um bestenfalls zum Deutschen Chorwettbewerb weitergeleitet zu werden. Jeder Chor kann sich aber auch eine Beratung durch die Jury wünschen, ohne am Wettbewerb teilzunehmen. Der Wettbewerb wird in der Landesmusikakademie und der benachbarten Christuskirche Oberschöneweide stattfinden.
Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier.
Zur Anmeldung kommen Sie hier.
Schulchöre sowie Seniorinnen- und Seniorenchöre sind dieses Mal neu dabei, sodass wir diese Chöre ganz besonders herzlich einladen möchten, dabei zu sein! Außerdem können folgende Chöre mitmachen: gemischte Kammerchöre, Frauen-, Männer-, Jugend- und Kinderchöre sowie Vocalensembles wie z. B. Jazz-, Pop-, Rock- oder Barbershop-Chöre. Informationen zu den Teilnahmebedingungen und den Wertungskategorien sowie u.a. zum Wettbewerb und zur Vortragsdauer sind in der Ausschreibung ausführlich beschrieben. Anmeldeschluss ist der 28. Januar 2022. Beim kommenden Berliner Chortreff steht der Wal. Für dieses musikalische und intelligente Tier ist der Gesang überlebenswichtig. Viele Arten sind stark gefährdet, manche vom Aussterben bedroht. So ergeht es auch zahlreichen Chören während der Pandemie. In Kooperation mit dem WWF werden Walgesänge und die gemeinsame Kraft des Gesangs zum Ausdruck gebracht.“

Die Raumkoordination für die Amateurmusikszene des Landesmusikrats fordert: „Lasst die Musik rein!“ Institutionen oder Personen, die Räume zur Verfügung stellen, können jetzt Flagge zeigen. Wer schon beim Projekt mitmacht und einen Raum zur Verfügung stellt, darf sein Plakat mit dem Aufkleber „WIR SIND DABEI!“ schmücken – eine gute Gelegenheit, um die Initiative zu unterstützen und auch das ein oder andere schöne Bild für Social-Media zu erstellen. Das Team der Raumkoordinationsstelle besucht die Raumgeber, um sich persönlich für die Kooperation zu bedanken und auszutauschen. Noch stehen Flyer und Plakate zur Verfügung, die an die Frau oder den Mann gebracht werden wollen. Das Team der Koordinationsstelle freut sich über alle Vorschläge und über jegliche Gelegenheit, Plakate aufzuhängen oder Flyer auszulegen.
Zum Projekt: Die Raumkoordinationsstelle vermittelt Räume an Chören und Ensembles, die dringend Proben- und Aufführungsräume suchen. Das Team der Raumkoordinationsstelle des Landesmusikrats sammelt in Kooperation mit dem Chorverband Berlin Informationen zu geeigneten Räumen in einer Datenbank und stellt das Angebot in einer interaktiven Raumkarte zur Verfügung.
Weitere Informationen: https://www.landesmusikrat-berlin.de/service/raumkoordination/
Ansprechpartner: Sonja Schaudt & David Montero, raumkoordination@landesmusikrat-berlin.de, 0157 344 978 96


Debatten: Hörerdialog mit dem rbb / Jour fixe „Musik und Stadt“: Freischaffende Chorsängerinnen und Chorsänger

Die Veränderungen im Programm von rbbKultur haben eine kontroverse öffentliche Debatte ausgelöst – für den Landesmusikrat Berlin ein wichtiger und willkommener Anlass, tiefer und direkter in die Diskussion einzusteigen. Jährlich sind von nun an zwei Diskussionsveranstaltungen gemeinsam mit rbbKultur geplant, los geht es am 30. September 2021 um 19 Uhr im Haus des Rundfunks in der Berliner Masurenallee. An der Veranstaltung können Interessierte live vor Ort oder via Zoom teilnehmen. Bitte melden Sie sich für die Teilnahme am Diskussionsprozess unter diesem Link an. Weitere Informationen zu den geplanten Austausch- und Gesprächsformaten gehen Ihnen dann zeitnah zu.

Hochqualifizierte Ausbildung, höchster künstlerischer Anspruch, große Konkurrenz und prekäre Arbeitsverhältnisse: Zu den Berufsgruppen, die unter den Einschränkungen während der Pandemie am meisten zu leiden haben, zählen freiberufliche Chorsängerinnen und Chorsänger. Beim Jour fixe „Musik und Stadt“ am 11. Oktober 2021 werden Betroffene, Expertinnen und Experten über Lage und Aussichten dieser Berufsgruppe diskutieren. Ein Anmeldelink wird in Kürze hier freigeschaltet: https://www.landesmusikrat-berlin.de/musikpolitik/jour-fixe/


Pyramidale #20: Festival für Neue Musik und Kunstaktionen am Wochenende

Am kommenden Freitag startet in Marzahn-Hellersdorf zum zwanzigsten Mal die Pyramidale, das Festival für Neue Musik und interdisziplinäre Kunstaktionen mit einem Konzert des Jugendsinfonieorchesters der Hans-Werner-Henze-Musikschule unter der Leitung von Jobst Liebrecht. An drei Tagen können Musik- und Kunstliebhaber unter freiem Himmel, im Konzertsaal und in Straßen- und Gondelbahn Neue und Neueste Musik ganz direkt erleben. Details zum Programm finden Sie unter https://www.pyramidale-berlin.de.

Das Pyramidale-Wochenende im Überblick:

Fr., 17.09.2021

19:00 CHANGE I | SOLO & ORCHESTER
Jugendsinfonieorchester der Hans-Werner-Henze-Musikschule Marzahn-Hellersdorf
Musikalische Leitung: Jobst Liebrecht; Irene Kurka / Katia Guedes, Sopran
ORWOhaus, Frank-Zappa-Str. 19, 12681 Berlin

Sa., 18.09.2021

17:00 TRAMOPHONIE – Konzert in der Straßenbahn
STILLE Post aus LAUTEN Archiven
Unerwartete Eindrücke werden an hörende Empfänger übermittelt.
Sonderfahrt der BVG vom Hackeschen Markt bis zum Ausstellungszentrum Pyramide

18:30 STIMMEN BESTIMMT
Transition Rumänien – Korea – Deutschland
Ensemble AuditivVokal Dresden; musikalische Leitung: Olaf Katzer

21:00 NIGHTMARE – Inszeniertes Konzert
Ensemble Broken Frames Syndicate Offenbach a. M.
Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer Str. 94, 12627 Berlin

So., 19.09.2021

17:00 EINSTEIGEN und ABHEBEN
Solo-Performances in Gondeln der Seilbahn über den Gärten der Welt

18:00 CHANGE II | Sopran solo & Saxophonquartett
sonic.art Saxophonquartett Berlin; Irene Kurka, Sopran
Gondelbahn Ein- und Ausstieg Station Kienbergpark & Bezirkliches Informationszentrum (BIZ), Hellersdorfer Str. 147, 12619 Berlin

Anmeldung: info@pyramidale-berlin.de


Berliner Mädchenchor erhält Opus Klassik

Am 26. August gab der Verein zur Förderung der Klassischen Musik e. V. im Rahmen einer digitalen Presskonferenz bekannt, dass in diesem Jahr insgesamt 48 Preisträgerinnen und Preisträger in 25 Kategorien mit dem OPUS KLASSIK ausgezeichnet werden, darunter der Berliner Mädchenchor für das Projekt STIMMENÜBERLEBEN in der Kategorie „Nachwuchsförderung“. Die Preise werden im Rahmen einer TV-Gala am 10. Oktober im Konzerthaus Berlin überreicht.

„Nach einem Jahr voller Entbehrungen und Einschränkungen tut der Preis besonders gut,“ sagt Chorleiterin Sabine Wüsthoff anlässlich der Bekanntgabe . „Ich bin stolz auf die Mädchen. Sie haben die Lockdownphasen der vergangenen eineinhalb Jahren mit Online-Proben erlebt, ohne dabei die Freude am Chorsingen zu verlieren.“

STIMMENÜBERLEBEN hat den Chor förmlich überleben lassen. Da in Zeiten der Corona-Pandemie keine öffentlichen Konzerte möglich waren, bot das Projekt den Mädchen ein alternatives Ziel ihrer Online-Probenarbeit: einen Musikfilm samt einer CD-Einspielung.

Zur Pressemitteilung des Berliner Mädchenchors



Termine

Landesmusikrat Berlin
30.9.2021                         Hörerdialog zwischen rbb und Publikum
11.10.2021                      Jour fixe „Musik und Stadt“: Chorgesang im Freiberuf
17.11.2021                       Generalversammlung der Mitglieder des Landesmusikrats

Jugend musiziert Berlin
15.11.2021, 18 Uhr         Anmeldeschluss „Jugend musiziert“ 2022

Landesjugendorchester Berlin
15.–23.10.2021               Probenfahrt nach Versailles, Konzerte
25.10.2021                        Konzert im Konzerthaus Berlin

Berliner JugendJazzOrchester
10.–18.10.2021               Probenphase mit anschließenden Konzerten

Berliner Jazztreff
21.11.2021                       36. Berliner Jazztreff    

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de


Berichte


„treibstoff“ – Sommer-Konzert des Landesjugendensemble Neue Musik Berlin

Zwei Stunden wurde die Villa Elisabeth in Berlin-Mitte mit verschiedenster Musik gefüllt: Klassisch verfremdet erklangen Werke von Luciano Berio und Oliver Knussen, während man in „Il tempo con l’obelisco“ von Salvatore Sciarrino in der Villa buchstäblich eine Stecknadel fallen hören konnte. „Circle with Four Trios, Conductor and Audience“ von Tan Dun inszenierte die Dirigentin Catherine Larsen-Maguire als Zeremonienmeisterin eines musikalischen Rituals, an dem auch das Publikum seinen Anteil hatte und geräuschvoll atmete, flüsterte und wisperte. Höhepunkt des Konzerts war die Uraufführung des Werks „Cappella di buffoni“ der jungen Komponistin Elisa Franke, die im Wettbewerb Jugend musiziert Berlin im Frühjahr 2021 den Preis in der Sonderausschreibung der Kategorie Komposition für besondere Besetzung verliehen bekommen hatte. Unter den Händen von Daniel Seeger erklang das Kunstharmonium der Staatsoper Berlin gemeinsam mit einem Bläserensemble und brachte so diesen nahen Verwandten des „Instruments des Jahres 2021: Orgel“ auch in dieses Sommer-Konzert. Nachdem zum Schluss des Werks „Treibstoff“ von Carola Bauckholt die Kartoffel ins Wasser gefallen war und mit einem sehr spezifischen Geräusch diesen tollen Konzertabend besiegelte, wurden das Ensemble und seine Dirigentin vom vollen Saal verdient gefeiert.
Das Konzert fand reges Medienecho. So brachte rbbKultur eine „Frühkritik“ und ein Gespräch mit Komponistin Elisa Franke, und der Musikjournalist Arnt Cobbers sprach in seinem Podcast „Klassik viral“ ausführlich mit Dirigentin Catherine Larsen-Maguire.

Save the date: Die kommende Winter-Projektphase wird in den Winterferien 2022 unter der Leitung von Jobst Liebrecht mit einem Abschlusskonzert am 6. Februar 2022 im Werner-Otto-Saal des Konzerthaus Berlin stattfinden. Die Ausschreibung zum Projekt wird für alle interessierten jungen Musikerinnen und Musiker nach den Herbstferien veröffentlicht.


Endlich wieder live: Strahlende Gesichter beim Bandwettbewerb Jugend musiziert POP

Endlich ist Begegnung wieder möglich! Dank Testung und Hygienekonzept konnten am Samstag, dem 21. August 2021, vier Bands beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert Berlin POP ihr Können vor einer Fachjury unter Beweis stellen. Im Kulturzentrum Oyoun in Neukölln präsentierten sich Lea Meller und Band, RuKoLa, Vocallights und Mr. Jones. Mit herausragendem Ergebnis ging die Band Vocallights aus Tempelhof-Schöneberg als Siegerin aus dem Wettbewerb hervor. Vocallights-Mitglied Elif fasst den gelungenen Berliner Wettbewerb so zusammen: „Die Atmosphäre und Location waren toll und haben die Auftritte für alle zu einem noch schöneren Erlebnis gemacht. Nach so langer Zeit ohne Live-Events tat vor allem die Bestätigung der Expertinnen und Experten gut.“

Beim gemeinsamen Landeswettbewerb im Rahmen des Brandenburg Open-Air in Elsterwerda trat die Berliner Band „Vocallights“ erneut an und erzielte großartige 23 Punkte. Der Wettbewerb schließt die Bandsaison ab. Im kommenden Jahr geht es bei Jugend musiziert Berlin POP mit der neuen Kategorie „Beats & Rhymes“ weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie in Kürze auf unserer Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/pop/


Jugend musiziert Berlin: Bundespreisträgerinnen und -preisträger begeistern im Roten Rathaus

Und noch ein Live-Event in diesem Jahr bei Jugend musiziert Berlin: Am 28. August 2021 konnte das Bundespreisträgerkonzert mit Hygienekonzept im Festsaal des Roten Rathauses stattfinden. 15 Preisträgerinnen und Preisträger, die sich im Bundeswettbewerb 2021 als Beste der Besten herausragende Ergebnisse erspielt haben, begeisterten das Publikum mit ihrem Können. Es war der erste auch auf Bundesebene vollständig digitaler Wettbewerb. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentierten in wunderbarer Vielseitigkeit Lieblingsstücke aus ihrem diesjährigen Wettbewerbsprogramm und genossen es, wieder einmal auf der Bühne vor so vielen Menschen stehen zu dürfen.

Im Rahmen der festlichen Veranstaltung wurde die Goldene Ehrennadel des Landesmusikrats Berlin an Anka Sommer, DTKV Berlin, verliehen. Sie wurde hiermit für ihr Jahrzehnte langes ehrenamtliches Engagement und ihre Verdienste um den Berliner Wettbewerb gewürdigt.


Mitglieder-News


Chorverband Berlin: Singen in der Schule / Podiumsdiskussion des Chorverbands Berlin

Noch bestimmen Masken, Abstandsregelungen und Hygienevorschriften unseren Alltag, in den Schulen sind regelmäßige Tests an der Tagesordnung. Doch wie wirkt sich die Situation auf den Musikunterricht und das Singen aus? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit der gemeinsame Gesang und die Ensemblearbeit sicher möglich sind? Welche Erfahrungen haben Musiklehrkräfte im vergangenen Schuljahr gemacht und was erhoffen sie sich für das kommende von der Politik und den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, den Verbänden und Institutionen? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, hat der Chorverband Berlin eine Podiumsdiskussion am 2. September in der Landesmusikakademie Berlin organisiert, die auch digital verfolgt werden konnte. Hier können Sie die Videoaufzeichnung der Diskussion nachschauen.


Deutsche Orchestervereinigung: Musik-Lehrbeauftragte in Berlin brauchen endlich gute Arbeitsbedingungen

Im Vorfeld der Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 26. September hat die Deutsche Orchestervereinigung auf die weiterhin prekäre finanzielle und soziale Lage vieler Musik-Lehrbeauftragter an den Berliner Hochschulen aufmerksam gemacht. Sie fordert von den künftig zuständigen Landespolitikerinnen und -politikern eine nachhaltige Verbesserung. Lehrbeauftragte haben in der Regel keine Arbeitsverträge, sind für jeweils ein Semester befristet beschäftigt und verdienen im Schnitt 12.500 Euro pro Jahr. Eine nachhaltige Familien- und Lebensplanung ist so nicht möglich.

Die DOV vertritt die Interessen der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen. Dabei arbeitet sie seit über zehn Jahren eng mit der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (BKLM) zusammen. Nach jahrelangem Einsatz der Betroffenen und ihren Interessenvertretungen hat das Land Berlin geringe Honorarerhöhungen und einige zusätzliche feste Stellen auf den Weg gebracht. Solche kleinen Schritte reichen aber nicht. Die Rahmenbedingungen für die Beschäftigung müssen zeitgemäß werden. Momentan ist der Lehrauftrag noch als öffentlich-rechtliches Rechtsverhältnis ausgestaltet. Er muss aber in ein Beschäftigungsverhältnis überführt werden, das den Maßstäben des geltenden Arbeitsrechts entspricht. Dann wird der Teufelskreislauf der prekären Beschäftigung durchbrochen. Eine solche Wertschätzung der Arbeit von Lehrbeauftragten ist lange überfällig.


Handiclapped Berlin: Online-Treffen für Musikerinnen und Musiker / Neue Termine

Ihr seid eingeladen zu 6 Online-Treffen auf Zoom.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Es gibt bei jedem Treffen zwei kurze Vorträge.
Alle hören das Wichtigste zu beiden Themen.
Danach tauschen wir uns untereinander dazu aus.
Oder Ihr könnt an kurzen Workshops teilnehmen.
Dazu bilden wir dann unterschiedliche Gruppen (Breakout-Räume).

Jetzt anmelden für einen oder mehrere Termine, auf
https://handiclapped-berlin.de/vorhaben/band-austausch/

Termine und Themen:

  • 14. September (Dienstag) – 18:30 Uhr
    „Musik-Streaming selbstgemacht“
    „Tipps für inklusive Musikworkshops“
  • 30. September (Donnerstag) – 18:30 Uhr
    „Gemeinsam Musik machen von überall“
    „Besondere Instrumente – Musik machen für alle“
  • 13. Oktober (Mittwoch) – 18:30 Uhr
    „Inklusive Proben-Wochenenden“
    2. Thema noch zu besetzen
  • 3. November (Mittwoch) – 18:30 Uhr
    „Ein Lied auf CD für alle – aus der Ferne produziert“
    2. Thema noch zu besetzen
  • 18. November (Donnerstag) – 18:30 Uhr
    „Auf Distanz kreativ sein“
    2. Thema noch zu besetzen
  • 7. Dezember (Dienstag) – 18:30 Uhr
    „Eine eigene Radiosendung produzieren“
    „Jamulus in Leichter Sprache

Jeder/m steht es frei, zu kommen und gehen, wann sie/er möchte,
mit oder ohne eingeschaltete Kamera.

Ihr möchtet selbst etwas vortragen oder einen Workshop halten?
Dann schreibt an thorsten@handiclapped-berlin.de

Weitere Infos und Anmeldung: https://handiclapped-berlin.de/vorhaben/band-austausch/


KulturLeben Berlin: Konzertreihe Tafelmusik für Laib und Seele

Am 16. September 2021 startet KulturLeben Berlin mit freiberuflichen Berliner Musikerinnen und Musikern die Reihe „Tafelmusik für Laib und Seele“ in den LAIB und SEELE-Ausgabestellen der Berliner Tafel. Die Konzerte finden im Rahmen der Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin statt und richten sich direkt an die Kundinnen und Kunden der Berliner Tafel. So kommt Musik direkt zu den Menschen, die durch die Pandemie besonders beeinträchtigt sind. Gleichzeitig erhalten freie Musikerinnen und Musiker mit Honorar vergütete Auftrittsmöglichkeiten.

„Musik ist Balsam für die Seele – und den brauchen wir alle dringend. Die Lockdowns waren sehr belastend, vor allem für die LAIB und SEELE-Kundinnen und -Kunden, die ohnehin mit Existenzängsten zu kämpfen haben. Deshalb freue ich mich besonders, dass KulturLeben Konzerte in den Ausgabestellen anbietet und danke allen Beteiligten sehr herzlich“, sagt Sabine Werth, Gründerin und Vorsitzende der Berliner Tafel e. V.

Die Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin wurde von KulturLeben Berlin und der Deutschen Orchestervereinigung e. V. initiiert, um in der Pandemie die kulturelle Teilhabe von Menschen in sozial schwierigen Situationen zu stärken und existentiell bedrohte freiberufliche Musikerinnen und Musikern zu unterstützen. Seit September 2020 gaben Ensembles aus großen Berliner Klangkörpern über 60 ehrenamtliche Konzerte für Menschen in sozialen Einrichtungen. Die dort eingenommen Spenden fließen in Honorare freiberuflicher Musikerinnen und Musiker.

„Die Kampagne ist eine wunderbare Möglichkeit nach vielen konzertlosen Monaten, wieder einmal für ein, wenn auch kleines Publikum zu spielen und die Auftrittsatmosphäre zu genießen. Außerdem können wir uns gemeinsam warm spielen für einen hoffentlich etwas konzertreicheren Herbst. Danke für die Kampagne!!“, sagt die Gitarristin Silke Fell. Die Musikerin und Komponistin ist u. a. Mitglied der Ensembles Les Belles du Swing und guitar4friends, die bereits mehrfach im Rahmen der Kampagne aufgetreten sind.


Landesmusikakademie Berlin: Samba Syndrom 2021 „The Last Call“

Ein spektakuläres Workshop-Programm mit hochkarätigen Mestres aus aller Welt, die das Samba Syndrom über viele Jahre geprägt und zum größten Sambafestival Berlins gemacht haben, erwartete Freundinnen und Freunde der brasilianischen Kultur vom 20. bis 22. August. Auf dem Programm standen vielfältige und mitreißende neue Rhythmen, Spieltechniken und Choreografien sowie und Tanzstile von Rio-Samba über Samba Reggae, Maracatú und afrobrasilianische Traditionen bis zu Forró. Außerdem natürlich rauschende Konzerte zum Abschluss eines Vierteljahrhunderts Samba Syndrom. Gefeiert wurde bei diesem Abschied die Liebe zur Musica Popular Brasileira – an einem Wochenende mit brasilianischem Flair und voller Überraschungen. 

Mehr Information gibt es hier und auf Facebook.


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Live-Auftritte in Dezember und Januar

Der Verein zur Förderung der Zupfmusik kündigt für die kommenden Monate die folgenden Veranstaltungen an. Aufgrund lange fehlender Probenräume und den Ungewissheiten der Pandemie-Bestimmungen stehen drei  Konzerte in Aussicht. Bitte erkundigen Sie sich vorher beim Veranstalter, ob das gewünschte Konzert stattfindet; Impfnachweis bzw. Testergebnis sind erforderlich.

Instrumentalgruppe Pandurina e.V.
Musikalische Leitung: Anna Pehrs
4.12.2021, 16 Uhr, Adventskonzert
Ehemalige Schlosskirche Schöneiche, Dorfstr. 38, 15566 Schöneiche
5.12.2021, 16 Uhr, Adventskonzert
Immanuel-Kapelle, Ev. Freikirchliche Gemeinde Weißensee, Friesickestr. 15, 13086 Berlin
Der Eintritt beträgt für beide Konzerte 10,00 Euro.
Karten unter: 030 56 29 17 11 oder info@pandurina.de

Saiten-Ensemble Steglitz e.V. (SES)
Dirigent: Michael Kubik
16.1.2022, 15 Uhr, „Musikalische Weltreise“
Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Johannisthal,
Sterndamm 90, 12487 Berlin
Telefon 030 636 13 48
buero@kirche-johannisthal.de
Solistin: Marianne Penno, Blockflöte
kubik-berlin@t-online.de


Musikbuch-Empfehlung

Thomas Hartmann: Mama lauter! Gute Musik für Kinder

Was ist eigentlich im Bereich Kinderlied-Aufnahmen „gute Musik für Kinder“? Wie hat sich die Kindermusikszene entwickelt und welche Qualitätsmaßstäbe gibt es jenseits hoher Verkaufszahlen? Antworten auf diese und verwandte Fragen finden Sie in dem neuen Buch „Mama lauter!“ Es füllt eine Lücke, denn in so vielfältiger und theoretisch fundierter Weise hat sich bisher niemand mit der unterschätzten Gattung beschäftigt.

Autor Thomas Hartmann ist nicht nur Medienpädagoge, Kulturwissenschaftler und Musiker, sondern war auch zehn Jahre lang Redakteur beim WDR-Kinderfunk. Er guckt daher mit profunden Erfahrungen hinter die Kulissen von großen Konzernen und kleinen Indie-Labels und charakterisiert Phänomene wie Frederick Vahle und Rolf Zuckowski. Hartmann nimmt die Leserschaft außerdem auf einen Ausflug in die Geschichte mit. Auch hier bietet er ein buntes Mosaik: Teilweise wurden zum Beispiel Kinderlieder ideologisch missbraucht; dann wiederum gibt es Werke mit Kultstatus, deren Urheber die Bedürfnisse von Kindern schon vor langer Zeit erfasst und in Liedern verewigt haben.

Gut verständlich und unterhaltsam berichtet Hartmann von seinen Erkenntnissen nach der Lektüre zahlreicher wissenschaftlicher Studien, zum Beispiel über den widerlegten „Mozart-Effekt“. Interessant ist daneben die Tatsache, dass Kinderlieder oft an falschen Projektionen von Erwachsenen kranken. Und wer Kinder mit lieblosen kommerziellen Produkten abspeist, verspielt wertvolle Chancen, denn Kinderlieder haben ein großes Potential, lautet der Appell des Autors an die Eltern und Pädagoginnen.

Lesenswert ist weiterhin die Besprechung verschiedener Preise und Auszeichnungen von Musik für Kinder. Vom Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhofft sich Hartmann zukünftig mehr Nominierungen in der Rubrik Kinder- und Jugendaufnahmen, darunter vor allem mehr reine Musiktitel als Hörspiele. Dem Medienpreis Leopold wünscht er deutlich mehr Verbreitung.

Bevor das Buch mit großem Literaturapparat und einer Auswahlbibliografie schließt, bietet es ein Kapitel mit 40 Kurzportraits von Kinderliedinterpret*innen nebst diskografischen Hinweisen. Das Anliegen des Autors ist es, denjenigen Personen und Ensembles mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, die das blasse, teils sogar schlechte Image von Kindermusik mit Engagement und Ideen verbessert haben. Diese Empfehlungen bilden die Grundlage für die ständig wachsende Website zum Buch: https://www.mama-lauter.de/

Thomas Hartmann: Mama lauter! Gute Musik für Kinder; kritischer Streifzug durch eine unterschätzte Gattung. Regensburg: ConBrio, 2021. 293 S. ISBN 978-3-940768-91-9. 24,80 €

Link zum Buch auf der Website des Verlags
Link zum Inhaltsverzeichnis   d-nb.info/1233941240/04

Artikel von Thomas Hartmann zum Thema mit dem Titel „Offene Ohren verdienen gute Musik“ in der NMZ vom Juni 2021

Für Interessierte: Die Berliner Beispiele aus den im Buch genannten Empfehlungen sind zusammen mit weiteren musikalischen Angeboten für Kinder in Berlin in der folgenden Linkliste der Zentral- und Landesbibliothek enthalten: https://www.zlb.de/linksammlungen/musik/musik-in-berlin/musik-fuer-kinder-in-berlin.html

Eine Buchempfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin

LMR-Info 51. Ausgabe vom 4. August 2021

LMR-News


Uraufführung beim Sommerkonzert des Landesjugendensembles Neue Musik

Es darf wieder geprobt werden – und am Ende wird ein wirkliches Konzert vor echtem Publikum stehen! Seit Montag arbeitet das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin unter der Leitung von Catherine Larsen-Maguire an seinem neuen Programm treibstoff. Am Sonnabend, dem 7. August, ist es dann soweit: In der Villa Elisabeth erklingen Werke von Luciano Berio, Salvatore Sciarrino, Oliver Knussen, Tan Dun, Cathy Milliken und Carola Bauckholt. Ganz besonderer Programmpunkt: das neue Werk „Cappella di buffoni“ der jungen Berliner Komponistin Elisa Franke für Bläserensemble und Harmonium, entstanden in Kooperation mit den Projekten Jugend musiziert Berlin und „Instrument des Jahres 2021: Orgel“.

treibstoff
Sommerkonzert des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin
Sonnabend, 7. August 2021, 20 Uhr
Villa Elisabeth, Invalidenstraße 3, 10115 Berlin
Tickets (€ 8/€ 10): https://elisabeth.berlin/de/kulturkalender/treibstoff-sommer-konzert-des-landesjugendensemble-neue-musik-berlin


Aktion „Kultur. Fördern. Gesetz.“: Vollversammlung am 9. August 2021

Am 29. Juli verständigten sich Teilnehmer der Aktion für ein Berliner Kulturfördergesetz in einem Workshop über den Stand des Projekts und das weitere Vorgehen. Im Mittelpunkt stand dabei das Ausweiten der Aktivitäten und das Erhöhen der gesellschaftlichen Reichweite. Ein Plenum aller Beteiligten wird am 9. August stattfinden.


Sonderfonds des Bundes: Wirtschaftlichkeits- und Ausfallhilfen für Veranstalter

Der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen bietet Ausfallhilfen für Veranstalter an, die in der Pandemie Verluste durch Ausfälle oder stark reduzierte Einnahmen erlitten haben. Dabei war auf der Website des Sonderfonds ein Satz in den Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) missverständlich formuliert: „Antragsberechtigt sind Veranstalter folgender – in Deutschland stattfindender – Kulturveranstaltungen, welche Einnahmen aus dem Verkauf von Tickets erzielen: (…) Konzerte einschließlich Livemusik-Konzerte mit einem kuratierten Musikprogramm, sofern der Veranstalter in Musikclubs im Jahr 2019 oder im Jahr 2020 mindestens 12 kuratierte Livemusik-Konzerte verschiedener Künstler*innen veranstaltet hat.“. Auf Bitten des Landesmusikrats Berlin fragte der Bundesverband Chöre und Orchester e. V., eine bundesweite Vereinigung von Amateurmusik-Ensembles, beim Sonderfonds nach. Am 14. Juli kam die Antwort: Konzertveranstalter, die keine Clubs sind, brauchen auch keine zwölf Konzerte nachzuweisen. Den aktuellen Text in den FAQ des Sonderfonds finden Sie hier. Ferner sagte der Sonderfonds des Bundes zu, dass Veranstalter, die registriert sind und die Antragskriterien erfüllen, auch mit der finanziellen Förderung rechnen können.


Deutscher Musikwettbewerb 2022: Anmeldeschluss am 11. November 2021

Während in den kommenden Tagen in Freiburg die Schlussrunden des Deutschen Musikwettbewerbs 2021 stattfinden, hat der Deutsche Musikrat nun die Ausschreibung zum Deutschen Musikwettbewerb 2022 veröffentlicht. Der Wettbewerb wird vom 7. bis zum 19. März 2022 in Bonn stattfinden. Er wendet sich an junge Musikerinnen und Musiker bis 30 Jahre; in der Kategorie Komposition gilt eine Grenze von 35 Jahren. Ausgeschrieben sind die Kategorien Violine, Viola, Klarinette, Saxophon, Fagott, Akkordeon, Orgel, Liedduo, Streichtrio, Streichquartett, Ensembles in freier Besetzung (instrumental/vokal) und Komposition. Preisträgerinnen und Preisträger werden durch Beratung, Workshops, zahlreiche Konzertmöglichkeiten und eine CD-Produktion gefördert.
Zur Ausschreibung


Instrument des Jahres 2021:
Orgeln entlang der U7 / Tag der Orgel am 11. & 12. September

Orgeltour entlang der U7 am 22.8.2021   Einsteigen, bitte! Eine Orgeltour entlang der U-Bahn-Linie 7 gibt es am 22. August in Charlottenburg-Wilmersdorf zu erleben. Aus dem Programm können sich Besucherinnen und Besucher ihre eigene Tour mit bis zu vier Orgelkonzerten zusammenstellen und zwischen 15 und 18 Uhr bequem mit der U7 abfahren. Die kostenfreien Konzerte beginnen immer zur vollen Stunde und dauern 30 Minuten. Das Musikprogramm zieht sich durch die Jahrhunderte: von den Anfängen des französischen Barock über die Meister der Romantik bis zu Camille Saint-Saënsʼ „Karneval der Tiere“ für die Orgel. In der Gustav-Adolf-Kirche verschmelzen die Klänge von Orgel und Synthesizer zu einem Klangraum. Besonders virtuos wird das Konzert in der Trinitatiskirche: Dort spielt Gulnora Karimova eigene Bearbeitungen von Orchesterwerken für die Orgel wie Paul Dukasʼ „Zauberlehrling“ und Modest Mussorgskys „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“. Die zweitgrößte Orgel Berlins aus dem Jahr 1898 in der Wilmersdorfer Auenkirche wird zur Orgeltour zum letzten Mal für lange Zeit zu hören sein: Das Instrument wird anschließend restauriert. Das gesamte Konzertprogramm und die Adressen finden Sie hier: https://www.cw-evangelisch.de/orgeltour-mit-der-u7

Orgelkonzert im Goethe-Gymnasium am 16. August   Am 16. August ertönt die letzte historische noch spielbare Schulorgel Berlins im Wilmersdorfer Goethe-Gymnasium. Dort steht seit 1904 eine Sauer-Orgel mit 12 Registern auf zwei Manualen und Pedal. Der Förderverein „Freunde des Goethe-Gymnasiums Berlin“ startet ein großes Sanierungs- und Restaurierungsvorhaben zum Erhalt der Orgel. Zum Auftakt des Projekts lädt das Goethe-Gymnasium am 16. August um 19 Uhr zu einem Orgelkonzert mit Stücken von Bach, Brahms und Schumann. Es spielen die Organisten Patrick Orlich und Gottfried Thore Drywa mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums. Anmeldungen zum Konzert bitte via E-Mail an konzert@orgel-goethe-gymnasium.de. Zur Einladung (PDF)

Tag der Orgel am 11. & 12. September   Höhepunkt des Orgeljahres 2021 ist der Tag der Orgel am 11. und 12. September 2021. In zahlreichen Konzerten, Führungen und anderen Veranstaltungen können Berlinerinnen und Berliner jedes Alters die vielen einzigartigen Instrumente kennenlernen, die in ihrer Stadt versammelt sind – von den Kinoorgeln im Babylon-Kino und im Musikinstrumenten-Museum über die Instrumente in zahlreichen großen und kleinen Berliner Kirchen bis hin zur Orgel im Charlottenburger Schloss. Auf unserer Internetseite zum Tag der Orgel kann man sich einen Überblick über das reiche Programmangebot verschaffen und sogar einen Zettel herunterladen, auf dem man sich einen persönlichen Tag der Orgel zusammenstellen kann.
Alle aktuell angemeldeten Veranstaltungen zum Tag der Orgel:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/instrument-des-jahres-orgel/tag-der-orgel/

Brandenburger Orgelfahrt am 12. 9. – Anmeldungen ab sofort   Der Landesmusikrat Brandenburg lädt zu einer Orgelbusfahrt am Tag der Orgel ein. Die Tour startet am 12. 9. um 10 Uhr am Bassinplatz Potsdam und endet gegen 19 Uhr am Konzerthaus Berlin. Mit dem Reisebus entdecken Sie interessante Instrumente in Berlin und Brandenburg (Französische Kirche, Propsteikirche St. Peter & Paul), die Orgelwerkstatt Schuke, die Dorfkirchen in Groß Kreutz und Schmergow, die Lutherkirche Spandau und die Kirche am Hohenzollernplatz), geführt von Orgelspezialist und rbb-Kulturradio-Moderator Claus Fischer. Zu weiteren Infos und zur Anmeldung geht es hier:
Orgelreise Brandenburg/Berlin am 12.09.2021

Alles Weitere zum Orgeljahr 2021 finden Sie immer frisch auf unserer Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/instrument-des-jahres-orgel/


Jugend musiziert: Konzert der Bundespreisträgerinnen und -preisträger am 28. August

Im vergangenen Jahr musste es ausfallen: das ebenso traditionelle wie beliebte Konzert der jungen Musikerinnen und Musiker aus Berlin, die sich beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ einen 1. Preis erspielt haben. Dieses Jahr darf es wieder im Festsaal des Roten Rathauses stattfinden. Die jungen Preisträgerinnen und Preisträger spielen Lieblingsstücke aus ihren Wettbewerbsprogrammen, unter anderem von Edvard Grieg, Louis Ganne und Makoto Shinohara.

Bundespreisträgerkonzert Jugend musiziert Berlin 2021
Sonnabend, 28.8.2021, 17 Uhr
Festsaal im Roten Rathaus, Rathausstraße 15, 10178 Berlin

Da die Besucherzahl begrenzt ist, sind alle Interessentinnen und Interessenten gebeten, sich unter dem folgenden Link anzumelden: https://www.survio.com/survey/d/B9T3T5E2F5T2I6F5O


Raumkoordination: Sommer-Kampagne „Lass die Musik rein!“ läuft auf Hochtouren

Wie angekündigt, ist unsere Sommer-Kampagne im Juli gestartet. Unter dem Motto „Lasst die Musik rein!“ zielen wir mit Plakaten und Flyern darauf ab, eine breitere Öffentlichkeit auf unser Projekt aufmerksam zu machen und weitere Räume für die Berliner Amateurchöre und -ensembles zu akquirieren.

Unsere Raumgeber haben ab sofort die Möglichkeit, mit dem „Wir sind dabei!“-Sticker ihre Teilnahme auch nach außen sichtbar zu machen. Der Sticker kann auf das Plakat geklebt sowie digital als Auszeichnung auf der Website oder dem Social-Media-Profil unserer Partner verwendet werden.

Wir hoffen, dass wir eine große Aufmerksamkeit mit unserer Kampagne erreichen und uns alle Berlinerinnen und Berliner bei unserem Vorhaben unterstützen, die Musik in noch mehr Räume  reinzulassen!

Willkommen, Sonja Schaudt!   Das Team der Raumkoordinationsstelle des Landesmusikrats hat eine neue Mitarbeiterin. Sonja Schaudt wird als Projektleiterin die Aufgaben von Antje Materna übernehmen, für deren Mitarbeit und Einsatz wir uns herzlich bedanken. Wir heißen Sonja Schaudt herzlich Willkommen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

Haben Sie einen Raum anzubieten?   Melden Sie uns Ihre Räume – auch unkonventionelle – bitte hier:
Einen Raum melden – zum PDF-Formular

Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie uns bitte unter:
Raumkoordination
Landesmusikrat Berlin e. V., Karl-Marx-Straße 145, 12043 Berlin
Tel.: +49 157 344 978 96
E-Mail: raumkoordination@landesmusikrat-berlin.de

Weitere Informationen zum Projekt


Deutsche Chorjugend e. V.: Future Lab für junge Chorsängerinnen und -sänger

Seminar
Nachhaltige Chorprojekte: Future Lab für Visionen und Fundraising
17.–19. September 2021 in Berlin

Ihr sucht nach Ideen und Strategien, wie ihr euch durch Chorsingen aktuellen Herausforderungen stellen könnt? Ihr wollt erfahren, woraus Projekte gemacht sind, die bestehen – und vor allem, wie ihr sie finanziert?

Ganz egal, ob ihr euch für Klimaschutz, gesellschaftlichen Zusammenhalt oder euer ganz individuelles Umfeld stark machen wollt – in diesem Future Lab geht es darum, wie ihr vom Reden ins Tun kommt, indem ihr

•    eure Visionen mit Methoden des Design Thinkings groß denkt
•    aus euren Ideen durch klare Wirklogiken nachhaltige Projekte konzipiert
•    konkrete Strategien der Umsetzung in eurem Businessplan entfaltet
•    Fundraising-Konzepte zur Finanzierung eurer Ideen entwickelt
•    Pitches gestaltet, die eure Projektpartnerinnen und -partner mitreißen

Hier geht’s direkt zur Anmeldung …

Einstieg Chormanagement richtet sich an alle Sängerinnen und Sänger zwischen 16 und 27 Jahren, die sich persönlich weiterentwickeln möchten und Lust haben, andere Singbegeisterte aus ganz Deutschland kennenzulernen. Junge Menschen aus Chorjugenden, Chören und Vokalensembles und alle Interessierten werden mit den Fähigkeiten ausgestattet, die sie für ihr Engagement benötigen. Die Kosten für Seminar, Fahrt, Unterkunft und Verpflegung werden von der Deutschen Chorjugend übernommen.

Damit Sie auch auf Instagram und Facebook auf das tolle Angebot aufmerksam machen können, senden wir Ihnen anbei zwei Bilder, die Sie gern über Ihre Kanäle teilen können. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie gemeinsam mit uns möglichst viele junge Menschen erreichen!

Wir freuen uns über Anmeldungen von jungen Engagierten!

Rückfragen, Anmeldungen, Wünsche und Anregungen bitte an
Friederike Hartmann
Deutsche Chorjugend e.V. | Karl-Marx-Straße 145 | 12043 Berlin
Tel.: +49 (030) 847 10 89-62 
E-Mail: friederike.hartmann@deutsche-chorjugend.de


Berichte


Landesjugendorchester Berlin: Großes Interesse beim digitalen LJO-Campus

Die jungen Musikerinnen und Musiker des Landesjugendorchester mussten auf die geplante Oster-Arbeitsphase verzichten. Trotzdem konnte das LJO-Team ihnen ein lohnendes Angebot machen: Beim ersten LJO-Campus standen ihnen Expertinnen und Experten Rede und Antwort zu Themen des Musikerberufs, die in der tagtäglichen Ausbildung oft zu kurz kommen. Dazu gehörten Themen wie Probespieltraining, Führung im Orchester, Einblick ins Musikstudium, Auftrittsangst oder der Gesundheit von Musikerinnen und Musikern. Als ein Beispiel für die vielen gelungenen Vorträge und Workshops sei der Vortrag der Doktorandin Stine Alpheis genannt. Sie behandelt das Thema „Gesund musizieren mit Kopf und Körper“ aus medizinischer Schicht. Teile des digitalen LJO-Campus werden derzeit für Social-Media aufgearbeitet.


Mitglieder-News


Save the date: #dabei open air des Chorverbands Berlin am 13. und 14. August

Echtes Festival-Feeling an einem lauen Sommerabend: Der Chorverband Berlin will das wieder! Nachdem das COSOA Festival letztes Jahr ausfallen musste, hat das Planungsteam das Konzept des Sommer-Open-Airs in der schönsten Stadt der Welt überarbeitet. Das Ergebnis: Das COSOA Festival wird zum #dabei open air und findet in diesem Jahr am 13. & 14. August statt. Mit dabei sein werden unter anderem baff!, die Jazzvocals, Niniwe, Die Primaner und der Neue Männerchor Berlin. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf tolle Chöre freuen: auf der Sommerbühne der ufaFabrik. Der Eintritt ist frei. Alle weiteren Infos zum Programm und den beteiligten Chören gibt es schon bald hier.


Deutsche Orchestervereinigung: Freie Szene zu Gast im Konzerthaus Berlin

Das Konzerthaus Berlin hat zum Ende der Saison freie Räume für die freie Szene geboten. Die von der DOV gegründete Deutsche Orchester-Stiftung unterstützte das Projekt #FreiRaum. Eine Jury hatte zuvor elf Projekte ausgewählt. Beworben hatten sich über 500 freischaffende Berliner Musikerinnen, Musiker und Ensembles der Sparten Barockmusik, klassische und zeitgenössische Musik sowie Jazz und Weltmusik. Schirmherr der Initiative war Kultursenator Klaus Lederer (Linke).

Die Musikerinnen und Musiker traten zwischen 25. Juni und 4. Juli mietfrei und organisatorisch betreut im Konzerthaus auf. Alle Einnahmen gingen an sie. Die Deutsche Orchester-Stiftung unterstützte das Projekt #FreiRaum mit Kurzzeit-Stipendien; freischaffende Musikerinnen und Musiker sollen durch das Programm #MusikerZukunft eine neue Perspektive erhalten.

Die Initiative des Konzerthauses will Vorbild für andere Häuser sein. Wie im gesamten Land hatte es die freie Szene der Hauptstadt schwer in den vergangenen Monaten, sie braucht Unterstützung. Im Frühjahr mussten die bereits geplanten Konzerte pandemiebedingt verschoben werden. Dank sinkender Coronafallzahlen kamen sie zum Ende der Saison vor Publikum auf die Bühne.


Handiclapped Berlin: 3. Fach-Kongress „Live-Musik und Inklusion“

Menschen aus ganz Deutschland kommen zusammen.
Leute aus Musik-Projekten lernen sich kennen.
Austauschen und voneinander lernen ist das Ziel.

Vorläufige Programm:  
https://handiclapped-berlin.de/termine/fachkongress-inklusion-und-livemusik/

Die Teilnahmegebühr wird 50 Euro betragen, inklusive Verpflegung.
Es ist noch Platz für Eure Ideen und Wünsche!

Schreibt uns eine E-Mail an info@handiclapped-berlin.de
Auch, wenn ihr Euch schon jetzt einen Platz sicher möchtet.
Ein Anmeldeformular wird es später noch geben.

Inklusion rockt! Musik für alle. Seit 2008.

3. Fach-Kongress „Live-Musik und Inklusion“
9. und 30. Oktober 2021
Pfefferberg Haus 13, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin


IAML-Deutschland: Staatsbibliothek zu Berlin – Stammhaus und Musiklesesaal wieder geöffnet

481 Tage war das Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek zu Berlin geschlossen. Nach der Sanierung mussten ab November 2019 zunächst noch Restarbeiten erledigt werden, die nicht unter laufendem Betrieb erfolgen konnten. Außerdem waren die Umzüge von fünf Abteilungen teilweise quer durch die Stadt Berlin zu bewerkstelligen. Im Frühjahr 2020 sollte eigentlich wiedereröffnet werden – und dann änderte die Corona-Pandemie alle Pläne.

Seit dem 4. Juni 2021 ist die Staatsbibliothek mit ihrem Stammhaus Unter den Linden nun wieder für Benutzerinnen und Benutzer geöffnet. Selbstverständlich ist auch der neue Musik-Lesesaal endlich zugänglich: Für Benutzerinnen und Benutzer steht ein Lesesaal-Bereich mit 36 Arbeitsplätzen, dazu weiter OPAC-, Scan- und Mikroformen-Arbeitsplätze zur Verfügung. Der Handbestand umfasst etwa 17 500 Bände: Einen umfangreichen Bestand an Fachliteratur und zahlreiche Gesamt- und Denkmälerausgaben.

Die neuen Öffnungszeiten des Musik-Lesesaals: Montags, mittwochs und freitags 9 bis 17 Uhr, dienstags und donnerstags 9 bis 19 Uhr.

Hinweise zu den aktuellen Nutzungsbedingungen und Informationen zur Musikabteilung:
https://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/abteilungen/musik/

Berichterstattung zur Eröffnung der SBB im Januar 2021:
https://blog.sbb.berlin/udl-berichterstattung/


KulturLeben Berlin: Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin beendet Frühjahrssaison mit über 40 Konzerten in sozialen Einrichtungen

Die Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin wurde 2020 von KulturLeben Berlin und der Deutschen Orchestervereinigung e. V. initiiert, um während der Pandemie die kulturelle Teilhabe von Menschen in Einrichtungen der Wohlfahrtspflege zu stärken und gleichzeitig in Not geratene freischaffende Berliner Musikerinnen und Musiker zu unterstützen. Seitdem besuchen Musikerinnen und Musiker aus den großen Berliner Klangkörpern auf ehrenamtlicher Basis Menschen in sozialen Einrichtungen mit kleinen, feinen Konzerten. Mit den dort eingeworbenen Spenden werden Auftritte ihrer freischaffenden Kolleginnen und Kollegen unterstützt.

Dank des großen Engagements vieler Berliner Musikerinnen und Musiker und mit Unterstützung zahlreicher Sozialpartnerinnen und -partner konnten allein im Frühjahr 2021 über vierzig Konzerte für Menschen in sozialen Einrichtungen stattfinden – für viele ein Lichtblick in der schwierigen Zeit der Pandemie. Ein kleines Video gibt einen Rückblick auf die erfolgreiche musikalische Frühjahrssaison 2021.

Link zum Video: https://youtu.be/dbDVq8WO83E


Landesmusikakademie Berlin: Neue Kurse für Amateurmusik / Samba Syndrom 2021

Amateurmusik   Wer schon immer mal Mundharmonika lernen, sich an der Bassblockflöte versuchen, endlich mehr über Jazz- oder freie Improvisation wissen oder ein Wochenende lang im großen Saxofon-Ensemble musizieren wollte, ist hier genau richtig! Liebhaberinnen und Liebhaber der Klezmer-Musik kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Für alle, die sich ganzheitlich mit Körper, Stimme und Instrument beschäftigen wollen, gibt es die Kurse „Mit dem Atem singen“ und „Mit Leichtigkeit musizieren“.    

Präsenzveranstaltungen sind wieder erlaubt und finden ideale Bedingungen an der Berliner Landesmusikakademie: bestens belüftete, große Räume, die genügend Abstand zwischen allen Beteiligten bieten, ein überdachter Outdoor-Kursraum und ein stets aktuelles Hygienekonzept machenʼs möglich. Noch mehr Workshops, Kurse und Weiterbildungen gibt es hier.

Samba Syndrom 2021   Ein spektakuläres Workshop-Programm mit hochkarätigen Mestres aus aller Welt, die das Samba Syndrom über viele Jahre geprägt und zum größten Sambafestival Berlins gemacht haben, erwartet Freundinnen und Freunde der brasilianischen Kultur. Ein kreatives Angebot für Familien mit Kindern gibt es am Wochenende des 21. und 22. August. Einige Workshops sind schon sehr gut nachgefragt – es lohnt sich also, sich jetzt für einen Workshop zu entscheiden!

Solange die Situation um die Pandemie sich auch weiterhin stabilisiert, geht das Festival-Team davon aus, dass man sich zum Trommeln, Tanzen und Feiern im August in der Wuhlheide treffen kann. Die Workshops finden mit den dann aktuellen Abstands-Regeln und Infektionsschutzmaßnahmen statt.  

Die Liebe zur Musica Popular Brasileira, ein Vierteljahrhundert Samba Syndrom, aber auch ein Abschied wird gefeiert – mit brasilianischem Flair und voller Überraschungen!  

Homepage: www.samba-syndrom.de
Workshops & Anmeldung: https://landesmusikakademie-berlin.de/samba-syndrom/workshops-2021/
Facebook: https://www.facebook.com/Samba.Syndrom
Kontakt: sasy@landesmusikakademie-berlin.de


Mendelssohn-Gesellschaft:
Friedhofs-Salon im Mai – Emilie Mayer und Fanny Hensel

Am 13. August (zuvor geplant: 14. Mai) 2021 soll das bis vor kurzem unbekannte Grab der Komponistin Emilie Mayer (gestorben 1883) durch einen Gedenkstein markiert werden. Am 14. Mai wurde die Musikerin im Jahr 1812 geboren. Sie ist auf dem Friedhof Dreifaltigkeit I vor dem Halleschen Tor nicht weit von der Ruhestätte ihrer Kollegin Fanny Hensel begraben, die 1847 an dem gleichen Datum gestorben ist.

Enthüllt wird der Gedenkstein im Rahmen eines „Friedhofs-Salons“ der Mendelssohn-Gesellschaft, des Ev. Friedhofsverbandes und der AG Kulturkapellen, der mit Musik und Lesung beiden Komponistinnen gewidmet ist (17 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter reservierung@mendelssohn-remise.de). Es lesen Hazel Rosenstrauch und Marlene Weller.

Das Fiorentina Quartett spielt das Streichquartett g-Moll op. 14 von Emilie Mayer und Gartenlieder op. 3 von Fanny Hensel. Mit der mobilen Friedhofsbar der Kulturkapellen.

Eingang/Ausgang: Friedhofstor an der Baruther Straße, 10961 Berlin.
Ort: Friedhof Dreifaltigkeit I vor dem Halleschen Tor, bei den Ruhestätten der Komponistinnen, an der Ausstellungskapelle zur Familie Mendelssohn

Veranstalter: Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte,  AG Friedhofsmuseum und Mendelssohn-Gesellschaft in Kooperation mit dem Landesmusikrat Berlin e. V. 

Für die Finanzierung des Gedenksteines, an der sich der Landesmusikrat Berlin und die Edition Massoneau beteiligen, werden noch Spender gesucht. Überweisungen bitte an: Mendelssohn-Gesellschaft e.V., Deutsche Apotheker- und Ärztebank Berlin, Bankleitzahl 30060601, Kontonummer 0006415156, IBAN DE97 3006 0601 0006 4151 56, BIC (Swift Code) DAAEDEDD

Falls Sie über ein Paypal-Konto verfügen, können Sie uns auch über diesen Zahlweg Geld senden:
paypal@mendelssohn-gesellschaft.de oder mit Link Paypal. Bitte entmarkieren Sie „Bezahlung von Waren und Dienstleistungen“ (wir müssen dann keine Gebühren abführen) Stichwort „Spende Grabstein E. Mayer“


Verbund der öffentlichen Bibliotheken Berlins: Neue Musikstreamingangebote

Das Musikstreamingangebot des VÖBB wurde um folgende Portale erweitert, die für die Bibliotheken lizenzpflichtig, aber mit dem Ausweis jeder VÖBB-Bibliothek gratis zu nutzen sind: Mittlerweile stehen die Naxos Music Library World und die Naxos Video Library per Login zu Hause oder mobil zur Verfügung. Das Videostreamingportal medici.tv mit Konzertfilmen und Musikdokumentationen wurde mit der Sparte Jazz aufgestockt.

Das Repertoire der Naxos Music Library World besteht aus mehr als 15 000 Alben vor allem mit ethnischer Musik und traditioneller Volksmusik aus über 150 Ländern und von mehr als 1500 verschiedenen kulturellen Gruppen: https://www.naxosonlinelibraries.de/nmlw-uebersicht/

Die Naxos Video Library enthält über 3600 Opern- und Konzertmitschnitte, Ballettaufführungen und mehr: https://www.naxosonlinelibraries.de/nvl-uebersicht/

Nach wie vor sind die Portale Naxos Music Library, Naxos Music Library Jazz und freegal music   mit einem VÖBB-Ausweis erreichbar. Anleitungen und Tipps zur Nutzung der Naxos Music Library finden Sie hier: https://www.zlb.de/fachinformation/spezialbereiche/musikbibliothek/musikstreaming.html

Weitere Informationen unter www.voebb.de/da


Musikbuch-Empfehlung


Verbotene Musik: Tagungsbericht Hildesheim 2018

Dieser Tagungsband ist eine wahre Fundgrube zu sehr aktuellen und ganz unterschiedlichen Fragen um Musikverbote und den damit verbundenen Machtmissbrauch in Politik, Religion und Gesellschaft. Die meisten der 19 Beiträge wurden ursprünglich auf einer Tagung am „World Music Center“ der Universität Hildesheim präsentiert, und zwar von Forschenden aus den Disziplinen Musikethnologie, Volkskunde und Musikpädagogik. Beleuchtet werden beispielsweise Musikverbote in Krisengebieten wie Afghanistan und Iran, aber auch weiter zurückliegende Konflikte in verschiedenen Epochen und Kontinenten. Ebenfalls ein Thema ist der Missbrauch von Musik, einerseits in Form von Manipulation in Werbung und Filmmusik oder auch durch den Transport von Botschaften durch Liedtexte z. B. im Rechtsrock. Christine Dettmann, Professorin an der Musikhochschule München, berichtet von Toleranzgrenzen in Seminaren - sie musste die Erfahrung machen, dass manche Studierende sich nicht trauten, zu bestimmten Musikstilen Position zu beziehen.

Ein berlinspezifischer Artikel bietet eine völlig andere Perspektive: Nepomuk Riva hat die Zettelsammlung „Notes of Berlin“ ausgewertet und zahlreiche nachbarschaftliche Reaktionen auf Ruhestörung durch Musik zusammengestellt. Das klingt dann z. B. so wie die folgende Notiz aus Neukölln: „Liebe/r Unbekannte/r, ich habe weder etwas gegen Nirvana noch gegen Guns’n‘Roses und schon gar nix gegen gute Musik im Allgemeinen, aber am Samstagmorgen werde ich ungern von Axl Roses’ Stimme geweckt. Vielleicht das nächste Mal etwas leiser? Das wäre wirklich schön! Vielen Dank, eine sehr müde Nachbarin. P. S. Beim nächsten Mal Nirvana (so ab 12:00 Uhr dann gerne auch laut) bitte Pennyroyal Tea spielen. Danke.“

Weniger sichtbar, aber ebenfalls eine Art von Musikverbot ist die Diskriminierung von Menschen durch den Ausschluss vom gemeinsamen Musizieren aufgrund von Alter, Behinderung oder aus anderen Gründen. Die Musikschule Fürth hat sich das Engagement für Inklusion und Partizipation schon seit ihrer Gründung 1986 zum Ziel gesetzt. Robert Wagner, der Schulleiter, beschreibt im letzten Artikel seine langjährigen und positiven Erfahrungen: Ein zukunftsträchtiger und ermutigender Ausblick.

Verbotene Musik: Tagungsbericht Hildesheim 2018 der Kommission zur Erforschung Musikalischer Volkskulturen in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde e. V., herausgegeben von Heidi Christ, Merle Greiser, Christoph Meinel und Nepomuk Riva. Uffenheim: Forschungsstelle für fränkische Volksmusik, 2020. ISBN 978-3-925170-46-1. EUR 22,50

Website zum Buch: https://volksmusik-forschung.de/blog/2020-10-01/verbotene-musik/

Eine Buchempfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info 50. Ausgabe vom 16. Juni 2021

LMR-News


Landesjugendorchester: Digitaler LJO-Campus startet am 2. Juli / Ausstellung „75 Jahre ohne Krieg“

Im digitalen LJO-Campus 21 vom 2. bis zum 5. Juli 2021 erhalten die jungen Musikerinnen und Musiker des Landesjugendorchesters erstmals strukturierte und professionelle Einblicke in Bereiche, die über das Musizieren hinaus gehen. In Workshops werden sie von internationalen Expertinnen und Experten auf wichtige Situation und Herausforderungen der weiteren Ausbildung vorbereitet. So widmet sich der digitale LJO-Campus Themen wie Probespieltraining, Führung im Orchester, Einblick ins Musikstudium, Auftrittsangst oder der Gesundheit von Musikerinnen und Musikern. Mit diesem Format soll zum einen die Zeit überbrückt werden, bis die angehenden Profimusikerinnen und -musiker wieder wie gewohnt im Orchesterformat musizieren können, zum anderen ist das Format auch eine langfristig sinnvolle Ergänzung in der Ausbildung und Vorbereitung auf das Leben in der Musikbrache.

In Vorbereitung auf das große Austauschprojekt des Landesjugendorchester Berlin mit dem Orchester des Konservatoriums der Stadt Versailles sowie dem Chor der Technischen Universität Stettin im Oktober 2021 wurde ein generationsübergreifendes Interviewprojekt ins Leben gerufen. So interviewten die Jugendlichen der jeweiligen Länder die Großeltern aus anderen Ländern und unterhielten sich mit ihnen über die Rolle und Zukunft von Europa und das Überthema des Projekts 75 Jahre Frieden – wie wir Europäer wurden. In Kooperation mit der Berlin School of Popular Arts wird aus den Interviews eine multimediale Ausstellung entwickelt, die im Deutschen Chorzentrum vom 16. bis zum 18. Juli ausgestellt wird. Weitere Informationen zur kostenfreien Buchung und dem Besuch der Ausstellung finden Sie in Kürze auf der Internetseite des Landesjugendorchesters.


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Landesjugendensemble Neue Musik: Sommer-Konzert mit Catherine Larsen-Maguire

Die Sommer-Arbeitsphase des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin startet in der letzten Berliner Ferienwoche. Das Ensemble erarbeitet sich unter der Leitung der bekannten Dirigentin Catherine Larsen-Maguire ein abwechslungsreiches Programm, u. a. mit einer Uraufführung für Bläserensemble und Harmonium. Beim anschließenden Konzert am Samstag, dem 7. 8. 2021 um 20 Uhr wird das Ergebnis in der Villa Elisabeth zu hören sein.

Bei der derzeitigen Pandemieentwicklung und den damit verbundenen Öffnungen sind wir optimistisch, dass alle Proben mit Hygiene- und Testkonzept und das Konzert vor Publikum live stattfinden können.

Das Landesjugendensemble Neue Musik ist ein Angebot für musizierende junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren, die unter professioneller Anleitung eine neue und besondere kammermusikalische Erfahrung machen möchten und ihr Instrument schon gut beherrschen.

Gesucht werden folgende Instrumente: Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Querflöte, Klarinette, Oboe, Saxophon, Gitarre, Mandoline, Klavier, Harmonium/Orgel, Schlagwerk

Als Dozentinnen und Dozenten werden Martin Glück (Holzbläser), Damir Bacikin (Blechbläser), Sanja Fister (Schlagzeug), Susanne Zapf (hohe Streicher) und Julia Wasmund (tiefe Streicher) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer betreuen. Andreas Bräutigam wird die Arbeit erneut als Consigliere unterstützen.

Zur AnmeldungFlyer herunterladen (PDF)

Anmeldeschluss: HEUTE, 16.6.2021.
Das Probespiel findet am ersten Ferientag, am Freitag, dem 25.6.2021 statt.
Proben: 2.–6.8.2021 in Berlin-Moabit
Generalprobe und Konzert: 7.8.2021 in der Villa Elisabeth, Berlin-Mitte

Herzlich bitten wir um die Weitergabe dieser Informationen und/oder des Info-Flyers an interessierte junge Musikerinnen und Musiker sowie Lehrkräfte und weitere Interessierte.


Jugend musiziert: 26 erste Preise nach Berlin / Preisträgerkonzert am 28. August

Der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ fand in diesem Jahr als Videowettbewerb statt. Vom 22. bis zum 26. Mai 2021 wurden mehr als 1500 Videos aus ganz Deutschland von 30 Jurys bewertet. Insgesamt 120 von den 2246 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kommen aus Berlin.

Der Landesmusikrat Berlin als Träger des Berliner Wettbewerbs und alle weiteren Verantwortlichen von Jugend musiziert Berlin freuen sich sehr über die erfolgreiche Teilnahme der Berliner Jugendlichen im Bundeswettbewerb. Von den insgesamt 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreichten hier 26 einen 1. Preis, 40 einen 2. Preis und 28 einen 3. Preis. „Mit den so vorher nie dagewesenen Einschränkungen in der Vorbereitungszeit können sie auf dieses Ergebnis besonders stolz sein“, so Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin. 

Aufgrund der Verlängerung des Lockdowns wurde die Bundesebene des renommiertesten Wettbewerbs für die musizierende Jugend in Deutschland als Videowettbewerb umgesetzt. Auf den zentralen Aspekt der Begegnung und des Austauschs musste so weiterhin verzichtet werden – das „JumuTV“ aber ermöglichte allen Interessierten während der Wettbewerbstage ein musikalisches Rahmenprogramm und einen digitalen Einblick in ausgewählte Wettbewerbsbeiträge und die Verkündung der Ergebnisse.

Herzliche Einladung zum Bundespreisträgerkonzert auch in diesem Jahr!

Traditionell präsentieren sich die Berliner Preisträgerinnen und Preisträger im Festsaal des Roten Rathauses. Das diesjährige Bundespreisträgerkonzert wird dort am 28. August 2021 um 17 Uhr stattfinden, sollten die Pandemieentwicklung und die damit verbundenen Öffnungen es wieder möglich machen. Der Eintritt ist frei – um Anmeldung wird gebeten: https://www.survio.com/survey/d/B9T3T5E2F5T2I6F5O

Alle Ergebnisse und weitere Informationen zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2021

Ansprechpartnerin: Sophia Berendt, Projektleitung Jugend musiziert Berlin
jumu@landesmusikrat-berlin.de
Tel.: 030 39 87 73 59  ·  Mobil: 01573 5 34 27 56

Bild: Simon Haje, Klavier; 1. Preis „Duo Klavier und Streichinstrument“ im Bundeswettbewerb 2021 (Foto: Jugend musiziert Berlin)


Instrument des Jahres: Orgelrundgänge in der Berliner Orgel-App

Zum Orgeljahr 2021 hat der Landesmusikrat Berlin gemeinsam mit berlinHistory e. V. eine Orgel-App entwickelt, die allen Interessierten den Orgelreichtum Berlins mithilfe eines Orgel-Stadtplans erschließt. Die Orgeln werden mit Bild, Hintergrund- und technischen Informationen porträtiert, viele auch mit Klangbeispielen und Videos. Der Datenbestand konnte seit Jahresbeginn bedeutend erweitert werden. Neben Orgel-Highlights wie den Instrumenten in Dom, Konzerthaus, Philharmonie oder Marienkirche zeigt die App nun auch zahlreiche Orgeln abseits touristischer Pfade, die aber die Bekanntschaft ebenso lohnen.

Die Orgel-App wurde nun um zwei Orgel-Rundgänge erweitert. Sie führen Besucherinnen und Besucher zu wichtigen Orgel-Stationen in Berlin-Mitte, ganz wie ein Audio-Guide im Museum. Tour Nr. 1 führt vom Neptunbrunnen über St. Marien, Nikolaikirche, Dom und Hedwigskathedrale bis zum Konzerthaus am Gendarmenmarkt; Autor und Sprecher ist Dr. Dietmar Hiller, orgelkundiger Dramaturg am Konzerthaus. Er ist tief vertraut mit der Berliner Stadt- und Musikgeschichte und spart auch nicht mit Auskünften über die Sehenswürdigkeiten am Wege. Tour Nr. 2 startet an der Alten Münze und führt über das Babylon-Kino, die Neue Synagoge, Konzerthaus, Philharmonie und Musikinstrumenten-Museum zur St.-Matthias-Kirche in Schöneberg. Virtueller Tour-Guide ist hier Star-Organist und Orgel-Botschafter Cameron Carpenter, der sich mit liebevollem Blick auf seine Wahlheimat auch eine Berliner Spezialität nicht entgehen lässt: den Leierkastenmann.

Die App berlinHistory, auf der die Orgel-App läuft, können Sie hier herunterladen:
Zum Download im AppStore (iOS)Zum Download bei Google Play (Android)

Instrument des Jahres: Orgel


Raumkoordination: Landesmusikrat vermittelt wieder Proben- und Konzerträume

Dank sommerlicher Temperaturen können die Proben und Aufführungen der Berliner Amateurchöre und -orchester wieder unter freiem Himmel stattfinden. Zusammen mit dem Chorverband Berlin kann die Raumkoordinationsstelle des Landesmusikrats Berlin auf ihrer Raumdatenbank immer mehr Open-Air-Flächen anbieten.

Die Raumkoordinationsstelle startet diesem Sommer eine Werbekampagne unter dem Motto „Lass die Musik rein!“, um weitere Räume für die Berliner Amateurchöre und -orchester zu finden und diese zugänglich zu machen. Das Team hofft auf Unterstützung durch möglichst viele Berlinerinnen und Berliner.

Haben Sie einen Raum anzubieten? Melden Sie uns Ihre Räume – auch unkonventionelle - u­nter dem folgenden Link: Einen Raum/eine Open-Air-Fläche melden

Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Fragen unter:
Raumkoordination
Landesmusikrat Berlin e. V. │ Karl-Marx-Straße 145, 12043 Berlin
Telefon: +49 157 344 978 96 │ E-Mail: raumkoordination@landesmusikrat-berlin.de


Bundesverdienstkreuz für Dr. Michael Jenne

Am 27. Mai 2021 hat Dr. Thorsten Wöhlert, Staatssekretär für Kultur, Dr. Michael Jenne das Verdienstkreuz am Bande des Versdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Es war Michael Jenne bereits am 28. März 2021 verliehen worden.

Der Musiker und Diplom-Soziologe Dr. Michael Jenne, geboren 1939, hat sich über Jahrzehnte hinweg dafür eingesetzt, den ganzen Reichtum der Musik besonders Jugendlichen und Familien zu erschließen. Wenn heute viele Berliner Orchester Education-Programm unterhalten, so dürfen sie damit an Vermittlungsprogramme anknüpfen, die Michael Jenne bereits in den Siebzigerjahren angestoßen und aktiv entwickelt hat. 1978 zählte Michael Jenne als Vertreter der Jeunesses Musicales Deutschland zu den Gründungsmitgliedern des Landesmusikrats. So konnten er und der Landesmusikrat bereits auf eine lange, fruchtbare Zusammenarbeit zurückblicken, als er von 2000 bis 2004 Mitglied des Landesmusikrats-Präsidiums war. Im Jahr 2000 verlieh ihm der Landesmusikrat die Ehrennadel in Gold, die höchste Auszeichnung, die er vergibt.

Zur Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa


Berichte


Musikerinnen und Musiker fordern Öffnung des Musiklebens in Berlin

Am Sonntag, dem 9. Mai 2021, fand unter dem Motto „WIR.SIND.MUSIK.“ eine musikalische Demonstration auf der Piazzetta am Berliner Kulturforum statt. Die Initiative dazu hatten Dr. Theda Weber-Lucks und Andreas Frey von der Leo-Kestenberg-Musikschule ergriffen.

Mit einem entschiedenen „Nein! Wir lassen uns nicht sang- und klanglos in die Sommerpause verabschieden!“ luden sie zu einem symbolischen musikalischen Akt vor der Kulisse von Philharmonie und St.-Matthäi-Kirche ein. Unterstützt wurden sie dabei von Andreas Köhn (ver.di), Ulrike Philippi und Chris Berghäuser, Cornelia Ewald, dem Verband Neustart Amateurmusik, Cornelia Dette und Justus Carrier, der Initiative für die freie Kunstszene Berlins sowie dem Landesmusikrat Berlin und der Landeslehrervertretung der Berliner Musikschulen. Es kamen über 100 Instrumentalistinnen und Instrumentalisten, Vokalistinnen und Vokalisten der Berliner Musikschulen. 17 Alphörner bliesen den eigens hierzu komponierten Alphorn-Corona-Blues, und auf Alphörnern, Gemshörnern, Trommeln und mit menschlichem Gesang wurde an die Anfänge von Musik und Sprache überhaupt erinnert.

Die Anwesenden forderten „Öffnungen im Musikleben – auch für Orchester, Chöre und Ensembles“. Diese dürfen seit mehr als einem Jahr nicht mehr oder stark eingeschränkt in Präsenz proben. Erprobte, sichere Konzepte lägen vor, die nur angewendet werden müssten. Tausende Schülerinnen und Schüler, besonders Kinder und Jugendliche, verlören beim Online-Unterricht die Motivation. „Wer soll in Zukunft in der Philharmonie spielen, wenn nicht unsere Kinder?“, so Weber-Lucks. Mehr als 30 Prozent der freiberuflichen Musikschullehrkräfte, Musikerinnen und Musiker „haben infolge des zermürbenden Unterrichts an oft unzulänglichen Computern mit instabilen Internetverbindungen aufgegeben“ (Andreas Frey). Das fortgesetzte Singverbot in durchgeimpften Altersheimen sei „geradezu absurd“ (Cornelia Ewald).

Musik, daran erinnerte Weber-Lucks eindringlich, sei eine zentrale Ausdrucksform des Menschseins; sie sei an die Unmittelbarkeit des Augenblicks gebunden. Gerade das musikalische Gemeinschaftserlebnis biete Rückhalt, Zusammenhalt, Glück und Trost. Trauerfeiern oder Staatsakte, selbst Religionsausübung, seien ohne Musik nicht vorstellbar. Deshalb, so Andreas Köhn, brauche es ein Recht auf Kultur im Grundgesetz und ein Kulturfördergesetz für das Land Berlin. Musik ist für den Menschen unverzichtbar – so die zentrale Botschaft dieser klangvollen, intensiven und hoffentlich weit tragenden Sternstunde der Musik.

Dokumentation der Kundgebung auf YouTube


Jour fixe „Musik und Stadt“: Digitale Transformation – Kulturradio

Der 11. Jour fixe „Musik und Stadt“ am 17. Mai 2021 befasste sich mit Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung für Musikleben und Musikalische Bildung. Auf der digitalen Plattform Zoom diskutierten Adrian Emans, Chorleiter und Vorsitzender des Musikausschusses im Chorverband Berlin, Dr. Robbin Juhnke, Kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, Fördermittel-Expertin Rosita Kürbis, die Produzentin Stefanie Marcus von Traumton Records & Studio, Simone Orgel, Beraterin für Digitalierungsstrategien, Claudia Schwarz von MusicTech Germany und Notker Schweikhardt, Sprecher für Kultur- und Kreativwirtschaft der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin. Die Moderation übernahm Olaf Kretschmar, Vorstandsvorsitzender der Berlin Music Commission und des Bundesverbands Popularmusik e. V. sowie Beisitzer im Präsidium des Landesmusikrats Berlin.

Sie können die Debatte auf unserer Website nachschauen; dort steht auch eine Transkription zur Verfügung. Außerdem begleitete Sophie Bayerlein (Studio Strong) die Diskussion mit Visual notes, die die besprochenen Themen in zeichnerischen Zusammenhang setzen – Sie sind hier zu sehen.

Beim 12. Jour fixe „Musik und Stadt“ zum Thema „Kulturradio im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ debattierten am 14. Juni die Musikjournalistin und Kritikerin Eleonore Büning, der junge Pianist Simon Haje, Olaf Zimmermann, Generalsekretär des Deutschen Kulturrats, sowie Martina Zöllner, Leiterin der rbb Content Box Kultur. Es moderierte Carl Parma, Präsidiumsmitglied des Landesmusikrats Berlin. Den Anlass gab eine Umfrage des Landesmusikrats Berlin zur Programmreform bei rbbKultur, der ein Gespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der rbb-Programmdirektion und des Präsidiums des Landesmusikrats folgte.

Auch diese Debatte können Sie auf unserer Website nachschauen; eine Transkription wird in Kürze zur Verfügung stehen.


Aktion Wir. Sind. Kultur.: Podiumsdiskussion zur Frage „Kunst oder Kultur?“

„Kunst oder Kultur? Was meinen wir und welche Folgen haben Begriffe und Definitionen für politisches Handeln?“ Wer „macht“, wer „erhält“ Kultur, wer verantwortet sie und wem nützt sie? Welche Unterstützung, welcher Schutz kommt ihr zu? Diese und weitere Fragen stellte die Arbeitsgruppe „Übergreifende Ziele“ im Rahmen der gemeinsamen Aktion für ein Berliner Kulturfördergesetz. Zur Zoom-Debatte am 26. Mai 2021 eingeladen waren Christin Lahr, Professorin für Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Kathrin Schülein, Intendantin des Theater Ost und Vertreterin der Initiative „Kultur ins Grundgesetz“, die Musikerin Cymin Samawatie und Olaf Zimmermann, Generalsekretär des Deutschen Kulturrats. Der Dirigent Ralf Sochaczewsky, Vizepräsident des Landesmusikrats Berlin e. V., moderierte die Diskussion. Auch diese Debatte wurde aufgezeichnet, Sie können sie auf YouTube nachschauen. Eine Transkription ist in Vorbereitung.


Jugend musiziert: Tipps für Bands in der Jumu Workshop Lounge

Am 7. Mai 2021 fand die erste „Jumu Workshop Lounge“ für alle Teilnehmenden der Kategorie Pop: Bands statt. Unsere Experten Robert Matt, Christian Ogrinz und Tino Kahl standen den Bands im digitalen Raum Rede und Antwort zu Themen wie Performance, Förderungsanträgen, Songwriting und Harmonielehre. Um den Workshop so interaktiv wie möglich zu gestalten, konnten die Teilnehmenden ihre Songs vorstellen und gemeinsam mit den Experten daran arbeiten. Die Veranstaltung war ein Auftakt für den kommenden Regionalwettbewerb Pop, der voraussichtlich im August stattfinden wird.


Mitglieder-News


Bund deutscher Zupfmusiker: Landesjugendgitarrenorchester Berlin sucht Verstärkung!

Das Landesjugendgitarrenorchester hat sich dem wundervollen Klang der Gitarre verschrieben. Es widmet sich der für Gitarrenorchester geschriebenen oder bearbeiteten Konzertliteratur. Sein Repertoire umfasst Werke von Komponisten verschiedenster Musikepochen, beispielsweise von Yasuo Kuwahara, Hansjoachim Kaps, Andersen Viana, Jean Baptiste Lully und anderen.

Das Landesjugendgitarrenorchester setzt sich aus jungen Talenten und Musikstudierenden im Alter von 13 bis 27 Jahren zusammen. Wir verstehen uns als Förderinstitution für den gitarrespielenden Nachwuchs, wobei die Freude an musikalischen Herausforderungen und die daraus entstehenden Konzertprogramme unser Motor sind. Erfahrene Dozentinnen und Dozenten, qualifiziert durch ihre Abschlüsse an der UdK Berlin und der Hochschule für Musik Hanns Eisler, unterstützen uns bei Proben und Fragen rund um die Gitarre.

Das Orchester probt einmal im Monat. Auch wenn die Proben ausgiebig und intensiv sind, bleiben gute Laune und fröhliches Miteinander nie auf der Strecke. Deshalb veranstalten wir auch regelmäßig Kulturabende, in denen wir zusammenkommen und uns austauschen. Dabei besteht überdies die Möglichkeit, solistische und kammermusikalische Stücke zu präsentieren.

Das Landesjugendgitarrenorchester suchen derzeit Gitarristinnen und Gitarristen, die Spaß am gemeinsamen Musizieren haben und motiviert sind, sich am Instrument und im Zusammenspiel mit anderen zu fordern. Interessentinnen und Interessenten lädt es zu einer Schnupperprobe ein. Viele Informationen bietet auch diedes Orchesters.

Für alle Fragen steht Projektleiter Eric Schumann als Ansprechpartner zur Verfügung.


Chorverband Berlin und Deutsche Chorjugend vergeben Kinderchorland-Preis

Bis Anfang Mai konnten sich Chöre bewerben, am 3. Juni hat die Jury aus Chris Berghäuser, Adrian Emans, Petra Merkel und Jocelyn B. Smith die Preisträgerchöre des Berliner Kinderchorland-Preises – gemeinsam vergeben von Chorverband Berlin und Deutscher Chorjugend – verkündet. Der Preis ist dabei Auszeichnung für gute Kinderchorarbeit und im Chor gelebte Werte wie Vielfalt und Zusammenhalt. Über den ersten Preis freuen darf sich der Kinderchor des Berliner Mädchenchores unter der Leitung von Juliane Roever und Kelley Marie Sundin, den zweiten Preis erhält der Clara-Schumann-Kinderchor unter der Leitung von Ute Franzke.

Der Chorverband Berlin gratuliert den ausgezeichneten Chören und freut sich darauf, ihnen im Rahmen des SingBus-Stopps der Deutschen Chorjugend am 21. Juni von 14 bis 16 Uhr in Neukölln zu begegnen, zu dem wir Sie herzlich einladen. Wer danach Lust auf mehr Chormusik bekommen hat, dem sei ein Besuch an den Bühnenstandorten des Chorverbands zur Fête de la Musique Berlin ans Herz gelegt. Weitere Informationen zu den Bühnen und dem jeweiligen Programm gibt es in Kürze hier.


Jetzt anmelden zum Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche 2021

Der Carl Bechstein Wettbewerb möchte Freude am Musizieren vermitteln, junge Musikerinnen und Musiker nachhaltig fördern und außergewöhnliche Leistungen junger Menschen belohnen. Gerade in diesen Zeiten sind Musik und gemeinsames Musizieren für viele ein zusätzlicher Halt. Nach einem Corona-bedingten Ausfall 2020 ist der Wettbewerb 2021 erneut in der Wertung „Klavier und ein Streichinstrument“ ausgeschrieben. Reguläre Preise sowie Sonderpreise, z. B. für die beste Interpretation eines Auftragswerks, im Wert von über 10.000 Euro machen den Wettbewerb besonders attraktiv.

Teilnehmen können junge Musikerinnen und Musiker, die zum Stichtag (29.10.2021) das 19. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die seit mindestens sechs Monaten einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Gewertet wird in vier Altersgruppen, zugelassen sind die Instrumente Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass. Die Anmeldefrist wurde wegen der noch immer schwierigen Umstände bis zum 31. August 2021 verlängert. Aus Kapazitätsgründen wird eine frühzeitige Bewerbung empfohlen.

Alle Informationen auf www.carl-bechstein-stiftung.de.


Deutsche Orchestervereinigung: Orchester für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Inzwischen engagieren sich 22 Orchester für „Orchester des Wandels“, die Klimaschutzinitiative von Berufsorchestern und freischaffenden Musikern. Zuletzt traten die Münchner Philharmoniker und die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz bei. Die Deutsche Orchestervereinigung ist Partnerin der Initiative.

Mit dem Beethoven Orchester Bonn, das ebenfalls Mitglied der Initiative ist, wurde am 27. Februar zum ersten Mal ein deutsches Orchester zum UN-Klimabotschafter ernannt. Die Ehrung verpflichtet das Orchester mit seinem Chefdirigenten Dirk Kaftan auf Ziele zur nachhaltigen Entwicklung.

Mit dabei sind u. a. die Staatskapelle Berlin, die Duisburger und Essener Philharmoniker oder die Bremer Philharmoniker. Die 2020 gegründete Initiative fördert mit regelmäßigen Benefizkonzerten zahlreiche Projekte zum Klima- und Naturschutz auf regionaler und internationaler Ebene. Der Verein Orchester des Wandels unterstützt auch ein Aufforstungsprojekt mit Ebenholz-Baumarten in Madagaskar.

Die Initiatoren hoffen, dass sich weitere Berufsorchester anschließen und sich u. a. in außergewöhnlichen Konzertformaten mit der Klimakrise auseinandersetzen.

Zur Initiative „Orchester des Wandels“


Handiclapped Berlin: Band-Austausch auf Zoom – Chöre willkommen

Das sind Treffen von Bands für Bands. 
Bei jedem Treffen wird es zwei Vorträge geben.
Die dauern zusammen ungefähr 30 Minuten. 
Ihr hört das Wichtigste zu beiden Themen.
Danach könnt Ihr mit den Vortragenden diskutieren. 
Oder es gibt richtige Mini-Workshops.

Geplante Themen:

  • Gemeinsam Proben auf Jamulus
  • Inklusive Musik-Workshops
  • Ein Song übers Telefon aufnehmen
  • Live-Streaming selbstgemacht

und 8 weitere.

Für Gäste ist es kostenlos.

Möchtet Ihr dabei sein?
Als Gast oder Vortragende oder Vortragender.
Möchtet Ihr ein Thema vorschlagen?
Dann schreibt uns eine E-Mail an: thorsten@handiclapped-berlin.de

Info: https://www.handiclapped-berlin.de/vorhaben/band-austausch/


Landesmusikakademie Berlin: Schul-Projekttage
„Musik macht stark – Musik tut gut“

Im Rahmen des „musikfestival klangwelten“ finden vom 23. bis 27. August 2021 die coronabedingt verlegten Projekttage für Schulklassen der Stufen 1–6 statt. Große Räume mit sehr guter Belüftung, geringere Teilnahmezahlen und ein ausgefeiltes Hygienekonzept machen es möglich.

In einem von elf altersgerecht gestalteten Workshops erleben Kinder, wie Musik motiviert und belebt, Freude bringt, tröstet, Teamkompetenzen steigert, mutig macht oder auch Körper und Gehirn in Bewegung bringt. 

Das groovige Konzert „Willkommen im Trommelversum!“mit Jarita Freydank & Band entführt in ein lautes, stilles und verrücktes Universum von starkmachender, grooviger und gefühlvoller Musik aus unterschiedlichen Ländern mit deutschen Texten und vielen Mitmachaktionen.

Infos und Anmeldung: https://musikfestival-klangwelten.de/projekttage/


Universität der Künste Berlin: „Sternstunde“ vor Live-Publikum

Die „Sternstunden“, eine Konzertreihe des Julius-Stern-Instituts der Universität der Künste, fanden 2021 bis einschließlich gestern als Online-Veranstaltungen statt. Im Internet präsentierten sich in den „Sternstuden“ jugendliche Studierende, die am Julius-Stern-Institut besonders gefördert werden. Am 20. Juni um 11 Uhr lädt das Institut nun seit Langem wieder in den Joseph-Joachim-Konzertsaal an der Bundesallee. Mit Fagott, Oboe und Klarinette dominieren dabei die Blasinstrumente. Aber auch Violine, Viola, Violoncello, Klavier und Gesang verschaffen sich Gehör. Auf dem Programm stehen unter anderem Stücke von Rachmaninow, Martinů, W. A. Mozart, Händel, Beethoven, Brahms, Vieuxtemps und Poulenc. Der Eintritt ist frei.

Zur „Sternstunde am 20. Juni


ver.di fordert direkte Hilfen für Kreativschaffende

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die Einrichtung eines Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen, kritisiert dabei jedoch, dass Kulturschaffenden erneut nicht direkt geholfen wird.

„Es ist erfreulich und dringend notwendig, dass die besonders hart und lange getroffene Kulturbranche jetzt noch einmal Hilfen für Veranstaltungen bekommt. Leider werden die Künstlerinnen und Künstler und die zahlreichen anderen Kreativschaffenden auf und hinter den Bühnen wieder nur in der Begründung der Maßnahmen genannt. Es fehlt etwa eine Koppelung der Gelder an gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Auch die besonders betroffene Gruppe der soloselbstständigen Kulturschaffenden wird nicht gezielt adressiert“, kritisiert Anja Bossen, ver.di-Beauftragte für Kunst und Kultur.

„Wir fordern seit Beginn der Pandemie unbürokratische Hilfen für Solo-Selbstständige und für Künstlerinnen und Künstler. Auch wenn es großartig ist, dass so viel Geld für die Branchen zu Verfügung gestellt wird – bei den einzelnen Erwerbstätigen kommt viel zu wenig davon an. Durch die Pandemie sind die strukturellen Probleme in der Honorierung der Kulturschaffenden in diesem Land deutlich zu Tage getreten.“  Ein ˏWeiter so‘ in den kulturpolitischen Fördermaßnahmen reiche nicht.

„Die Bindung der Gelder des Sonderfonds an faire Arbeits- und Vergütungsbedingungen für selbstständige und nichtselbstständige Kreative wäre ein erstes Signal, dass die Prekarisierung von Kulturschaffenden nicht einfach weiterhin akzeptiert wird“, so Anja Bossen weiter.

ver.di ist mit 45 000 Mitgliedern aus Kunst und Kultur und ca. 30 000 hauptberuflichen Selbstständigen die mitgliederstärkste Organisation in diesen Bereichen.

Pressekontakt/V.i.S.d.P.:
Jan Jurczyk, ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10 │ 10179 Berlin


Musikbuch-Empfehlung


Ellinor Skagegård: Fanny Mendelssohns unerhörtes Gespür für Musik

Bei manchen Biografien lohnt es sich, sie immer wieder neu zu erzählen oder neu auszuleuchten. Diejenige von Fanny Hensel gehört auf jeden Fall dazu, zumal es der schwedischen Kulturjournalistin Ellinor Skagegård sowohl gelingt, das Leben dieser vielseitigen Frau anschaulich zu erzählen als auch Interesse an ihrer Musik zu wecken.

Der Roman ist eigentlich eher ein Sachbuch, denn Skagegård zitiert viel aus Briefen und Tagebüchern sowie aus musik- und kulturwissenschaftlichen Publikationen. Außerdem verzichtet sie weitgehend auf eine literarisch-belletristische Sprache – ihre Erzählweise ist bodenständig, der Stil unprätentiös.

In diesem sympathischen Porträt wird eine Fanny Hensel gezeigt, die trotz schmerzhafter, von gesellschaftlichen Konventionen und auch der eigenen Familie auferlegten Grenzen über 500 Werke komponierte und mit den von ihr allein fortgeführten Sonntagsmusiken eine wichtige Rolle im Berliner Musikleben der 1830er- und 1840er-Jahre spielte – als Dirigentin, Pianistin und Konzertveranstalterin. Daneben versorgte sie nicht nur ihren Mann und ihren Sohn, sondern war ihrem Bruder Felix eine ständige Beraterin und Unterstützerin in allen musikalischen Fragen. Umso tragischer, dass Felix die Veröffentlichung ihrer Kompositionen lange Zeit verzögerte und somit letztlich blockierte.

Mehrfach werden die Lebensbedingungen für Juden im damaligen Preußen thematisiert. Durch die Hep-Hep-Unruhen war seit 1819 das Klima bedrohlicher geworden, so dass sich Abraham Mendelssohns Entscheidung, der Tochter eine berufliche Zukunft als Musikerin zu verwehren, auch damit erklärt, dass sich jüdische Familien (trotz Konversion zum Protestantismus) wesentlich mehr an die Konventionen halten mussten, um nicht unnötig Aufsehen zu erregen. Aufschlussreich sind Fannys Tagebucheinträge nach der Lektüre des posthum veröffentlichten Briefwechsels zwischen Zelter und Goethe ab 1833: Der an den Folgen der Cholera-Epidemie verstorbene Zelter hatte sich über Abraham und Felix Mendelssohn judenfeindlich geäußert – für die ganze Familie eine bittere Kränkung.

Dagegen blüht Fanny Hensel in Rom im Frühjahr 1840 sichtlich auf. Zusammen mit ihrem Mann und ihrem Sohn genießt sie gleichermaßen die Gemeinschaft, die Inspiration und die uneingeschränkte Anerkennung verschiedenster in Rom weilender Künstler und Komponisten (u. a. Charles Gounod).

Im Epilog teilt Skagegård einige Eindrücke zur aktuellen Mendelssohn-Pflege in Berlin und Leipzig: Die im Mendelssohn-Archiv der Staatsbibliothek zu Berlin verwahrten Manuskripte und Dokumente von Fanny, Felix und weiteren Familienmitgliedern weckten breites Interesse. Doch gegenüber dem neu eingerichteten Mendelssohn-Museum in Leipzig wirke die Berliner Mendelssohn-Remise in der Jägerstraße, in deren Ausstellung zunächst die Portraits der Bankiers aus der Familie auffielen, eher bescheiden.

Ellinor Skagegård: Fanny Mendelssohns unerhörtes Gespür für Musik. Aus dem Schwedischen von Regine Elsässer. Berlin: Insel Verlag, 2021. 237 S. ISBN 978-3-45 8-68143-4. 14 € (Taschenbuch)

Weitere Informationen zum Buch nebst Leseprobe auf der Website des Verlags

Besprechung bei BR-Klassik

Eine Buchempfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin



LMR-Info 49. Ausgabe vom 5. Mai 2021

LMR-News


„Wir.Sind.Musik.“ – musikalische Demo am 9. Mai auf dem Kulturforum

Zu einer musikalischen Demonstration auf der Piazzetta am Kulturforum am 9. Mai ruft ein Zusammenschluss aus Berliner Interessenvertretungen von Musikschulen und Musikleben auf. Das Bündnis fordert Öffnungen im Musikleben, die Öffnung der öffentlichen Musikschulen analog zu den allgemeinbildenden Schulen sowie Perspektiven durch gemeinsam zu erstellende Konzepte für eine sichere Präsenzkultur. Es unterstützt die Kampagne „Wir.Sind.Kultur.“ für ein Berliner Kulturfördergesetz. Die Demonstration beginnt um 18:50 Uhr.

Aufruf zur Demonstration „Wir.Sind.Kultur.“


Studie des Deutschen Musikrats: Gefahr einer „Eiszeit“ für das Musikleben

Der Deutsche Musikrat (DMR) hat am 29. April 2021 die umfassende Studie „Eiszeit? Studie zum Musikleben vor und in der Corona-Zeit“ veröffentlicht. Im Rahmen der Studie wurde unter anderem untersucht, wie sich der erste und zweite Shutdown auf das Einkommen von Musikerinnen und Musikern auswirkten, wie die finanziellen Corona-Hilfen wahrgenommen und bewertet wurden und mit welchen mittel- und langfristigen Auswirkungen der Corona-Zeit zu rechnen ist. Die Untersuchung erfolgte auf Basis sowohl einer quantitativen Umfrage mit knapp 2 900 Beteiligten als auch einer qualitativen Befragung mit 39 Beteiligten und wurde im Auftrag des DMR im Februar und März 2021 durch Prof. Dr. Dieter Haselbach, Dr. Diana Betzler und Dr. Nadja Kobler-Ringler vom Zentrum für Kulturforschung durchgeführt. Die Studie finden Sie auf der Website des DMR.

Die wichtigsten Studien-Ergebnisse im Überblick:

1. Angestellt Tätigen entstanden im ersten Shutdown, hauptsächlich aufgrund des staatlichen Kurzarbeitergelds, keine nennenswerten Einkommenseinbußen. Selbstständig Tätige hingegen mussten im ersten Shutdown Umsatzeinbrüche von durchschnittlich etwa 44 % hinnehmen. Von den selbstständig Tätigen gab ein Fünftel der Befragten einen Umsatzausfall von 100 % an. Die schwerpunktmäßig im künstlerischen Bereich Tätigen waren hier besonders betroffen: Sie erlitten Umsatzrückgänge von mehr als 60 %.

2. Im zweiten Shutdown hatten vorwiegend selbstständig Tätige Umsatzeinbußen von rund 45 % im Vergleich zur Ausgangslage zu verzeichnen.

3. Insgesamt lagen die Umsatzrückgänge bei selbstständig Tätigen im Pandemiejahr 2020/21 bei rund 42 %. Nach Berücksichtigung der geleisteten Hilfen verbleibt eine Umsatzminderung von rund 31 %.

4. Rund 38 % der Befragten haben staatliche Hilfsleistungen in Anspruch genommen, etwa 62 % haben keine Anträge gestellt.

5. Als Gründe hierfür wurden genannt, dass Hilfen nicht notwendig gewesen seien (38,8 %), keine Antragsberechtigung vorgelegen habe (42,5%) oder die Antragstellung als sehr bürokratisch und komplex empfunden worden sei (6,6 %).

8. Statt öffentliche Unterstützungsleistungen in Anspruch zu nehmen, wurde vielfach auf Spenden, Ersparnisse und Hilfen durch das private Umfeld oder auch auf Mittel aus der privaten Altersvorsorge zurückgegriffen.

7. Als Folgen aus diesen Entwicklungen wurden u.a. genannt und in der Studie ausgeführt: Erschwerte Einkommenssituation für Soloselbstständige, Schließung von Veranstaltungsorten, Verlagerung von analogen Musikangeboten in den digitalen Bereich, Abwanderung aus Musikberufen, Nachwuchsprobleme, Erosion des Amateurmusiklebens, Imageverlust der Musik und die Notwendigkeit einer starken Interessenvertretung.

Schon im März 2020 hat der DMR eine erste Online-Befragung mit knapp 1000 Teilnehmenden durchgeführt, die ein alarmierendes Bild von den Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf das professionelle Musikleben ebenso wie auf den Amateurmusikbereich zeichnete. Auf Basis der aktuellen Studienergebnisse hat der DMR die drängendsten Handlungsfelder skizziert und entsprechende musikpolitische Forderungen für eine nachhaltige Unterstützung und Stabilisierung des Musiklebens erarbeitet. Diese sind der Studie vorangestellt.

Meldung zur Studie und PDF-Download auf der Internetseite des Deutschen Musikrats


ver.di: Kultur in die Wahlprogramme und ins Grundgesetz

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat alle demokratischen Bundestagsparteien aufgefordert, die Festschreibung der Kultur als Staatsziel in ihre aktuellen Wahlprogramme aufzunehmen und umzusetzen. Gleichzeitig unterstützt die Gewerkschaft, die über 20 000 Kunst- und Kulturschaffende organisiert, die Initiative „Kultur ins Grundgesetz“ und die gleichnamige Petition.

„Kulturförderung muss eine Pflichtaufgabe des Bundes, der Länder und der Kommunen sein und die faire Bezahlung von Kulturschaffenden zur selbstverständlichen Voraussetzung für jede öffentliche Förderung werden“, erklärte die Kunst- und Kulturbeauftragte der ver.di, Dr. Anja Bossen.

„Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die vielfältigen Kulturszenen in Deutschland um ihr Überleben kämpfen. Wenn die Unterstützung der Kultur eine freiwillige Leistung bleibt, droht uns nach der Pandemie ein Kahlschlag mit fatalen Folgen insbesondere in struktur- und finanzschwachen Kommunen“, sagte Bossen. Die Förderung der Kunst in ihrer gesamten Vielfalt dürfe „nicht von der wechselnden politischen Ausrichtung von Bund, Ländern und Kommunen abhängig sein“.

Die Petition „Kultur ins Grundgesetz“ sende ein Signal in die richtige Richtung. Man hoffe, dass sie in den nächsten Wochen noch sehr viel mehr Unterstützung aus den Reihen der Kulturschaffenden bekomme und darüber hinaus Solidarität erfahre.

Link zur Petition


rbbKultur mit neuem Programm: lebhaftes Echo auf Umfrage des Landesmusikrats

An einer Umfrage des Landesmusikrats Berlin zum Radiosender rbbKultur beteiligten sich bis zum 19. April 1 555 Berlinerinnen und Berliner. Der Landesmusikrat hatte die Umfrage Ende März auf intensives Drängen seiner Mitglieder hin gestartet.

89 % der Teilnehmenden waren der Meinung, dass Berlin-Brandenburg ein eigenes Kulturradio braucht. Allerdings fanden 64 %, dass sich das Programm nach der Reform verschlechtert habe. Nur 9,5 % empfanden die mit der Reform einhergehenden Veränderungen als Verbesserung.

Kritisiert wurde u. a. die Auswahl der Musik als „seicht“ und ohne Zusammenhang zum Kontext. Kritisiert wurde auch ein nicht ausreichender regionaler Bezug. 89 % wünschen sich eine lokale Kulturberichterstattung, 36 % fanden, dass auch besonders über die Berliner Amateurmusik berichtet werden sollte.

Das fachliche Niveau der Moderation und der Bildungsauftrag von rbbKultur hatte aus Perspektive der Befragten ebenfalls einen hohen Stellenwert: Besonders wichtig waren für 93 % fundierte Fachkenntnisse der Moderation, 83,5 % wünschen sich Spezialsendungen zu einzelnen Musikgenres, 75 % Themenreihen (z. B. zu Beethoven), 67 % erwarten auch musikbezogene Bildungsformate von ihrem Kulturradio.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper sagt: „Berlin ist eine unglaublich vielfältige und reiche Kulturmetropole. Dies muss sich auch in entsprechender Qualität im Kultursender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks widerspiegeln. Wir sind dankbar, dass wir die Auswertung unserer Umfrage am kommenden Freitag mit der rbb-Programmdirektion diskutieren können, und hoffen, dass die sehr eindeutigen Ergebnisse ernst genommen werden.“

Weitere Informationen:


Landesjugendorchester: LJO-Campus im Juni 2021 / deutsch-französisches Projekt im Herbst

Erneut haben die Maßnahmen zum Infektionsschutz dazu geführt, dass das Landesjugendorchester seine Pläne ändern musste. Das fürs Beethovenjahr 2020 geplante deutsch-französische Gemeinschaftsprojekt war schon auf den Juni 2021 verschoben worden. Nun ist es auf den kommenden Oktober gerückt: Unter dem Motto „75 Jahre ohne Krieg – Wie wir Europäer wurden“ wird Dirigent Michaël Cousteau vom 15. bis zum 23. Oktober Werke von Grażyna Bacewicz, Charles Gounod, Lili Boulanger, Jean-Baptiste Robin und Ludwig van Beethoven einstudieren. Im Orchester werden Musikerinnen und Musiker aus Berlin und vom Conservatoire Versailles-Grand Parc zusammen musizieren. Darüber hinaus werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in generationsübergreifenden Interviews erkunden, was 75 Jahre Frieden für die europäischen Nachbarn Frankreich, Deutschland und Polen bedeuten. Fragen und Antworten werden sie unter Anleitung in eine Lichtinstallation umsetzen. Musik, Sprache und visuelle Künste gehen eine grenzüberschreitende Verbindung ein. Die Unterbringung in Versailles und Berlin erfolgt gegenseitig in Gastfamilien.

Für den kommenden Juni bietet das Team des Landesjugendorchesters etwas Neues an: Alle Bewerberinnen und Bewerber des Jahres 2021 erhalten die Chance, vom 26. bis zum 30. Juni 2021 am digitalen LJO-Campus teilzunehmen. Geplant sind Workshops wie Probespieltraining, Einblicke ins Musikstudium, Motivation in der Pandemie, Partiturkunde oder Musiker:innengesundheit mit internationalen Expertinnen und Experten.

Weitere Informationen folgen, und es wird kurzfristig geprüft, ob Teile des LJO-Campus auch in Präsenz möglich sind.

Mehr Information auf der Internetseite des Landesjugendorchesters Berlin


Klicken Sie auf das Bild, um die Bildergalerie vom Konzert in der Mendelssohn-Remise zu öffnen!

„Jumu Goes Digital“: Gelungener Konzert-Stream aus Mendelssohn-Remise / Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“

Die Mendelssohn-Remise am Gendarmenmarkt ist ein schöner Ort für ein Konzert. Doch selbst in der Zeit vor den Corona-Einschränkungen hätten die mehr als tausend Hörerinnen und Hörer dort niemals Platz gehabt, die in diesem Jahr gemütlich von der Wohnzimmer-Couch den Live-Stream des Preisträgerkonzerts von Jugend musiziert Berlin verfolgt haben. Am Mittag des 25. April und in den Folgetagen klickten sie sich ins Internet, um den jungen Musikerinnen und Musikern zu lauschen: Preisträgerinnen und Preisträgern, die sich im März beim 58. Gemeinsamen Regional- und Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin Spitzenwertungen erspielt hatten. Für das Organisationsteam fand damit eine lange, von Unsicherheiten geprägte Planungsphase ihr Ende – und das schöne Ergebnis zeigt: Es hat sich gelohnt!

Nun steht der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ bevor. 95 Wertungen führten zu einer Weiterleitung, 115 Teilnehmerinnen und  Teilnehmer konnten sich so für den Bundeswettbewerb qualifizieren, der ebenfalls digital stattfinden muss. Bis zum 28. April mussten sie ihre Wettbewerbsvideos hochladen, vom 20. bis 26. Mai werden die Fachjurys die eingereichten Beiträge bewerten.

Das Konzert der Preisträgerinnen und Preisträger zum Nachschauen
„Helden der Harmonie“: Besprechung des Konzerts im Tagesspiegel


Jour fixe „Musik und Stadt“: Digitalisierung / Programmumbau bei rbbKultur

Am 17. Mai wird sich der Jour fixe „Musik und Stadt“ dem Thema „Digitale Transformation“ widmen. Der Landesmusikrat Berlin lädt zum elften Mal zu seinem Diskussionsforum, diesmal gemeinsam mit der Berlin Music Commission. Die Debatte wird per Live-Stream aus der ALEX-Halle Friedrichshain übertragen. Leitfragen werden sein, welche Erfahrungen die Musikszene in der Coronazeit mit digitalen Formaten und Hilfsmitteln gemacht hat und welche Zukunftsstrategien Erfolg versprechen; dazu kommt das Verhältnis von Musik und Politik unter dem Aspekt des digitalen Wandels. Im Anschluss an die Sendung klingt das Treffen als internes Video-Meeting (Zoom) aus. 

Moderation: Olaf Kretschmar, Vorstandsvorsitzender Berlin Music Commission & Bundesverband Popularmusik e. V., Beisitzer im Präsidium des Landesmusikrats Berlin

Podium:

  • Adrian Emans, Chorleiter & Dirigent Neuer Kammerchor Berlin, Charité Chor Berlin & Neuer Männerchor Berlin, Vorsitzender des Musikausschusses im Chorverband Berlin
  • Dr. Robbin Juhnke, CDU Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, Kulturpolitischer Sprecher
  • Rosita Kürbis, Fördermittel-Expertin mit den Schwerpunkten Kreativwirtschaft, Soziokultur und Technologie
  • Stefanie Marcus, Traumton Records & Studio
  • Simone Orgel, Beraterin für Digitalierungsstrategien
  • Claudia Schwarz, Vorstandsmitglied MusicTech Germany
  • Notker Schweikhardt; Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin, Sprecher für Kultur- und Kreativwirtschaft 

Bitte melden Sie sich im unten verlinkten Formular möglichst bis Donnerstag, den 13.05.2021, an und tragen Sie dort auch Ihre Fragen ein. Der Link zur Veranstaltung und dem anschließenden Empfang wird Ihnen dann rechtzeitig zugeschickt.

Zur digitalen Anmeldung zum 11. Jour fixe „Musik und Stadt“



Beim 12. Jour fixe „Musik und Stadt“ wird das neugestaltete Programm von rbbKultur Gegentand der Debatte sein. Nach dringenden Anfragen zahlreicher Mitglieder hat der Landesmusikrat eine Online-Umfrage zu diesem Thema durchgeführt. Bis zum 19. April beteiligten sich 1 555 Berlinerinnen und Berliner. Sie formulierten teils dezidierte Kritik an der Neugestaltung und ihre Erwartungen an ein regionales Kulturradio. Es fand bereits ein Gespräch zwischen der rbb-Programmleitung und dem Landesmusikrat statt. Am 14. Juni 2021 wird die Diskussion in der ALEX-Halle Friedrichshain weitergeführt und per Live-Stream im Internet zu verfolgen sein.

Weitere Informationen zur rbb-Umfrage des Landesmusikrats Berlin 


Instrument des Jahres 2021 – Orgel: Virtuelle Orgelrundgänge / Soundtrack zum Orgeljahr

In der Berliner Orgel-App sind mittlerweile mehr als hundert Berliner Orgeln sichtbar, hörbar und erlebbar. Ganz neu ist nun auch der erste Orgelrundgang durch Berlins historische Mitte. Der Dramaturg des Konzerthauses und Orgelexperte Dietmar Hiller führt Sie in einem zirka 120-minütigen Spaziergang via Audioguide von der Marienkirche über das Nikolaiviertel zum Berliner Schloss, weiter zum Berliner Dom und über Schinkel- und Bebelplatz zur St.-Hedwigs-Kathedrale. Mit einem Abstecher durch das Forum Fridericianum endet die Tour dann am Gendarmenmarkt. Die Tour ist gespickt mit aktuellen und historischen Fotos aller Standorte. In der Marienkirche, im Berliner Dom und im Konzerthaus stellen Ihnen die Organisten und Orgelsachverständigen per Video Ihre Orgeln mit Klangbeispielen und Blicken hinter die Kulissen vor. An weiteren Rundgängen wird derzeit gearbeitet. Die Berliner Orgel-App können Sie ganz einfach und kostenlos über berlinHistory im AppStore bzw. bei Google Play downloaden.

Das renommierte Berliner Musik-Label JUBAL Musikproduktionen hat jüngst eine Art Soundtrack zum Orgeljahr veröffentlicht. Die erste CD „Orgelspektrum“ besucht musikalisch die bedeutendsten Orgeln in der Berliner City West. Ausgewählte Organisten spielen Stücke von J. S. Bach bis John Miles. Sie können die CD per E-Mail über Aktuelles (jubal.bplaced.net) bestellen.


Nikolaus Sander, 1943–2021

Der Landesmusikrat Berlin trauert um Nikolaus Sander, langjähriges Mitglied des Runden Tischs Chor,  der am 24. April überraschend im Alter von 77 Jahren verstarb. Berlin verliert einen Menschen, der sich unermüdlich für die Belange von Chor, Musik und Kultur eingesetzt hat. Immer freundlich und verbindlich im Umgang, dabei mit exzellenter Sachkenntnis und großem Engagement, hat er die Kultur Berlins geprägt.

Zum Nachruf auf Nikolaus Sander im Tagesspiegel vom 1. Mai 2021


Arno Eberhard, 1952–2021

Der Landesmusikrat Berlin e. V. trauert um Arno Eberhard, der am 3. April 2021 den Folgen seiner Corona-Infektion erlag. Arno Eberhard vertrat beim Landesmusikrat e. V. den Bundesverband Musikunterricht e. V. Sein unermüdlicher Einsatz prägte seit vielen Jahren die gemeinsame Arbeit.

Generationen von Schülerinnen und Schülern wird Arno Eberhard als Musiklehrer am Ernst-Abbe-Gymnasium in Berlin-Neukölln in Erinnerungen bleiben, dessen Kollegium er seit 1987 als Lehrer für Musik, Geschichte und Politik angehörte. Dort unterrichtete er dreißig Jahre lang mit Leidenschaft und Einfallsreichtum und stiftete über den Unterrichtsalltag hinaus echte Schulgemeinschaft.

Nachruf von Kollegium und Schülerschaft
Nachruf auf der Website des Bundesverbands Musikunterricht


Berichte


„Wir.Sind.Kultur.“: Arbeitsgruppen gehen ans Werk 

Die Initiative „Wir.Sind.Kultur.“ hat ein Berliner Kulturfördergesetz zum Ziel. Der Landesmusikrat Berlin hat bereits seinen 8. und seinen 9. Jour fixe „Musik und Stadt“ dem Thema gewidmet. Im März haben sich zehn Arbeitsgruppen konstituiert. In den Gruppen wird der jeweilige Bedarf an Regelungen diskutiert und fachspezifische Forderungen an ein Berliner Kulturfördergesetz erarbeitet.

Die Arbeitsgruppen:

  • AG Kampagne
  • AG Ergebnissicherung
  • AG Übergreifende Ziele – Sprecherin: Christina Hilmer-Benedict (E-Mail)
  • AG Räume – Sprecherin: Christina Hilmer-Benedict (E-Mail)
  • AG Vielfalt, Chancengleichheit und Antidiskriminierung – Sprecherin: Ciglia Gadola (E-Mail)
  • AG-Musik – Sprecher: Thomas Ritschel (E-Mail)
  • AG-Darstellende Künste/Tanz
  • AG Bibliotheken
  • AG Bildende Kunst
  • AG Literatur – Sprecher: Peter Dietze (E-Mail)

Möchten Sie in einer Arbeitsgruppe mitwirken? Dann wenden Sie sich bitte per E-Mail an die jeweilige Sprecherin oder den jeweiligen Sprecher oder an den Landesmusikrat Berlin.


10. Jour fixe „Musik und Stadt“: Schulmusik in Berlin

Der 10. Jour fixe „Musik und Stadt“ am 29. März 2021 widmete sich der Lage der Schulmusik in Berlin. Den Hintergrund bildete die Studie „Musikunterricht in der Grundschule“ des Deutschen Musikrats, der Bertelsmann-Stiftung und der Landesmusikräte. Sie hatte unter anderem ergeben, dass 23 000 Musiklehrkräfte an Grundschulen in Deutschland fehlen, bis zu 73 % des Musikunterrichts fachfremd erteilt werden und etwa 7 % ersatzlos entfallen. Durch den weitgehenden Wegfall schulischer Ensemblearbeit in der Corona-Pandemie droht zudem ein Ensemblesterben.

In der ALEX-Halle Berlin diskutierten dazu Dominica Acri von der Carl-Orff-Grundschule Berlin, Prof. Dr. Werner Beidinger von der Universität Potsdam, Chris Berghäuser, Vorsitzender des Berliner Musikschulbeirats, Dörthe Engelhardt vom Landeselternausschuss Berlin, Prof. Dr. Rebekka Hüttmann von der Universität der Künste Berlin, Michael Riedel vom Droste-Hülshoff-Gymnasium sowie Tobias Schulze von der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Prof. Dr. Stefan Koelsch steuerte ein Video-Statement bei. Die Moderation hatte Carl Parma. Die Video-Aufzeichnung der Diskussion sowie eine vollständige Transkription finden Sie auf der Internet-Seite des Landesmusikrats.


Mitglieder-News


Carl Bechstein Stiftung fördert 86 junge Pianistinnen und Pianisten

Die Carl Bechstein Stiftung fördert 86 junge Pianistinnen und Pianisten mit Stipendien und Einmalzahlungen im Gesamtwert von 352.000 Euro. Aufgeteilt ist diese Summe in 18 Jahres-
Stipendien im Wert von jeweils 12.000 Euro und 68 Einzelhilfen in Höhe von jeweils 2.000 Euro. „Die Unterstützung junger Pianistinnen und Pianisten an der Startrampe ihrer beruflichen Laufbahn durch die Carl Bechstein Stiftung setzt neben der dringend notwendigen finanziellen Unterstützung ein Zeichen der Zuversicht“, betont Prof. Christian Höppner, Vorsitzender des Kuratoriums der Carl Bechstein Stiftung und Generalsekretär des Deutschen Musikrates, und erläutert: „Die 18 Jahresstipendien und 68 Einmalhilfen sind nicht nur eine wirksame Überbrückungshilfe in dieser pandemiebedingt auftrittslosen Zeit, sondern geben Auftrieb zum Durchhalten. Die dramatischen Einzelschicksale vieler Kreativschaffender offenbaren nicht nur die Defizite in der sozialen Absicherung, sondern mahnen eine nachhaltige Sicherung unseres Kulturlebens in der Nach-Pandemiezeit an. Kultur ist nicht nur menschenrelevant, sondern das Fundament für unser Zusammenleben. Mein großer Dank gilt jenen Menschen in der Bechstein-Welt, die diese zukunftsweisende Unterstützung ermöglichen.“

Ausgeschrieben hatte die Carl Bechstein Stiftung im Februar 2021 insgesamt zehn Stipendien, die an herausragende junge Pianistinnen und Pianisten im klassischen Bereich vergeben werden sollten, die eine solistische Karriere anstreben. „Wir haben mehr als 90 Bewerbungen erhalten, von denen 86 den Kriterien der Ausschreibung entsprachen. Und wir haben erkannt, dass alle der jungen Pianistinnen und Pianisten überaus bedürftig sind“, so Gregor Willmes, Vorstand der Carl Bechstein Stiftung. „Die Berufseinsteigenden finanzieren ihr Leben über Konzerte und Wettbewerbspreise. Beides ist jedoch im letzten Jahr fast komplett weggebrochen“, so Willmes weiter. Insofern entschieden Vorstand und Kuratorium der Stiftung einstimmig, die Zahl der Stipendien auf 18 zu erhöhen und zusätzlich allen nicht ausgewählten BewerberInnen mit Einmalzahlungen zu helfen.

Unter den ausgewählten KandidatInnen finden sich zahlreiche Preisträgerinnen und Preisträger bedeutender Wettbewerbe wie z. B. des ARD-Musikwettbewerbs, des Internationalen deutschen Pianistenpreises, des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerbs und des Gina Bachauer Competition. Und obwohl die Bewerberinnen und Bewerber die deutsche oder österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder ihren Hauptwohnsitz seit mindestens zwei Jahren in Deutschland oder Österreich haben mussten, spiegelt die Liste der StipendiatInnen mit Pianistinnen und Pianisten, die auch aus Italien, Frankreich, Portugal, Ukraine, Russland, China, Südkorea und Japan stammen, die Internationalität der Musikwelt wider.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.carl-bechstein-stiftung.de


DOV: Künstlerinnen und Künstler brauchen Direktvergütung von Internet-Plattformen

Elf Verbände, zu denen federführend die Deutsche Orchestervereinigung gehört, haben sich am 24. März an Bundestagsabgeordnete, das Bundeswirtschaftsministerium sowie an die Kulturstaatsministerin gewandt. Sie forderten die seit langem überfällige Einführung einer fairen Vergütung für ausübende Künstlerinnen und Künstler bei Nutzungen ihrer Werke auf Internet-Plattformen. Obwohl dies in der EU-Urheberrechtsrichtlinie vorgesehen ist, gibt es bei der Umsetzung in deutsches Recht erhebliche Widerstände bei Verwertern und Labels. Ohne die Kreativen läuft auch im Internet nichts. Dafür müssen sie eine angemessene Vergütung bekommen.

2019 beschloss das EU-Parlament die Urheberrechtsrichtlinie. Damit wird die Position der Rechteinhaber gestärkt, denn durch Lizenzvereinbarungen könnten sie künftig ihre Ansprüche besser durchsetzen. Die Richtlinie muss bis Anfang Juni in nationales Recht umgesetzt werden. In Deutschland geschieht dies mit dem Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetz (UrhDaG). Der Gesetzentwurf sieht in Art. 4 Abs. 3 die Einführung eines Direktvergütungsanspruchs für ausübende Künstlerinnen und Künstler vor. Bislang erhalten sie oft gar kein Geld bei Internetnutzungen, zum Beispiel Streamings. Und wenn vereinzelt doch, werden sie völlig unzureichend vergütet. Der Direktvergütungsanspruch muss kommen. Der Gesetzgeber darf den Verwertern ihre massiven Einschüchterungsversuche nicht durchgehen lassen, die faire Rechteabgeltung für Künstler zu beschränken und sogar generell in Frage zu stellen. Wenn sich ausgerechnet Verwerter als die besten Anwälte der Künstlerseite darstellen, ist etwas faul.

Die gemeinsame Stellungnahme wurde außer von der DOV unterschrieben von der ver.di-Fachgruppe Musik, PRO MUSIK, der Deutschen Jazzunion, der Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer, der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger und vom Deutschen Tonkünstlerverband. Unterstützt wird sie vom Composers Club, Defkom, Deutschen Komponistenverband und mediamusic.


Handiclapped – Kultur Barrierefrei: Online-Protest-Party heute – anmelden jetzt!

Die Online Party zum Protest: am 5. Mai um 18:00 Uhr.

Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Wir machen die Party zum Protest. Jetzt noch schnell anmelden! 
Wir reden, musizieren und feiern gemeinsam.

Mit dabei: 

  • Woodman Jam live auf der Bühne
  • DJ-Kollektiv Supa Star Soundsystem
  • Tänzerin Lola Agostini
  • Martin Sommer und Mendecino machen Musik zum Mitmachen.
  • DJane Martina
  • Videos und Stimmen von der Straße, zum Thema Inklusion

Schirmband ist Rudolf Rock und die Schocker.
Schirmfrau ist Alexandra Cremer vom Netzwerk Inklusion Deutschland.

Es wird eine richtige Party. Ihr könnt von überall aus teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Hier könnt Ihr Euch noch schnell anmelden!


IAML: Virtuelle Präsentation der Bach-Sammlung in der Staatsbibliothek zu Berlin

Am 26. Mai um 18:00 Uhr werden Prof.  Christoph Wolff und Dr. Martina Rebmann die Bach-Autographe der Staatsbibliothek zu Berlin im Rahmen der neuen Veranstaltungsserie „RISM-Lectures“ vorstellen. Die Staatsbibliothek verfügt über eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Bach-Autographen.

Das  von der Zentralredaktion des Internationalen Quellenlexikons der Musik (www.rism.info)  initiierte Veranstaltungsformat widmet sich besonderen Musikautographensammlungen und bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich anschließend in einer Diskussion und Fragenrunde einzubringen. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und anschließend über den RISM YouTube-Kanal zur Verfügung gestellt. Wer sich unter contact@rism.info anmeldet, bekommt den Zoom-Link. Die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen hier. 


KulturLeben Berlin: #MusikerFürMusikerBerlin-Konzerte als Balsam für die Seele

Die Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin wurde 2020 von KulturLeben Berlin und der Deutschen Orchestervereinigung e. V. initiiert, um während der Pandemie die kulturelle Teilhabe von Menschen in sozial schwierigen Situationen zu stärken und gleichzeitig in Not geratene freischaffende Berliner MusikerInnen zu unterstützen. Seit September 2020 besuchten professionelle MusikerInnen aus den großen Klangkörpern Berlins 25 soziale Einrichtungen mit kleinen Konzerten. Mit den dort eingeworbenen Spenden werden Auftritte von freischaffenden MusikerInnen unterstützt. In diesem kleinen Video stellen wir unsere Kampagne vor.

Wir laden Berliner Einrichtungen herzlich ein, auch 2021 ein Konzert zu buchen. Die Konzerte haben im April wieder begonnen und finden coronakonform draußen im Hof oder im Garten der Einrichtungen statt. Da die Aktion für Mai schon ausgebucht ist, reservieren Sie am besten jetzt Ihren Wunschtermin ab Juni! Ob als Sommerfest oder einfach als Balsam für die Seele – die MusikerInnen der Kampagne freuen sich riesig darauf, für die Menschen in den Einrichtungen zu musizieren!

Einrichtungen, die die Kampagne unterstützen möchten, können jetzt ihren Wunschtermin reservieren: presse@kulturleben-berlin.de und Tel. 0151 56 96 70 87. Weitere Informationen zur Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin finden Sie auf den folgenden Internetseiten:
https://kulturleben-berlin.de/kampagne-musikerfuermusikerberlin/
https://dov.org/projekte-kampagnen/musikerfuermusikerberlin


Landesmusikakademie Berlin: Kinder gestalten die Zukunft! 

Beim „musikfestival klangwelten“ können Kinder aus Familien, Kitas oder Schulen kreativ werden und ihr eigenes Lieblings-Musikinstrument gestalten: Unter allen Einsendungen wird das originellste Trauminstrument ausgewählt und von einer professionellen Instrumentenbauer oder einem professionellen Instrumentenbauer als echtes, spielbares Instrument hergestellt. Inspiration bekommen die kleinen Entdeckerinnen und Entdecker bei den übrigen Aktionen des Online-Festivals: Workshops, Konzerte, Puppentheater und viel Wissenswertes über Musik steckt im virtuellen Festival-Koffer, noch bis zum 25. Juni. Übrigens: Der Inhalt des Koffers wird im Monatsabstand erneuert! 

Zu den Tickets


Mendelssohn-Gesellschaft: Friedhofs-Salon im Mai – Emilie Mayer und Fanny Hensel

Termin verschoben!
Neuer Termin: 13. August 2021

Am 13. August (zuvor geplant: 14. Mai) 2021 soll das bis vor kurzem unbekannte Grab der Komponistin Emilie Mayer (gestorben 1883) durch einen Gedenkstein markiert werden. Am 14. Mai wurde die Musikerin im Jahr 1812 geboren. Sie ist auf dem Friedhof Dreifaltigkeit I vor dem Halleschen Tor nicht weit von der Ruhestätte ihrer Kollegin Fanny Hensel begraben, die 1847 an dem gleichen Datum gestorben ist.

Enthüllt wird der Gedenkstein im Rahmen eines „Friedhofs-Salons“ der Mendelssohn-Gesellschaft, des Ev. Friedhofsverbandes und der AG Kulturkapellen, der mit Musik und Lesung beiden Komponistinnen gewidmet ist (17 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter reservierung@mendelssohn-remise.de). Es lesen Hazel Rosenstrauch und Marlene Weller.

Das Fiorentina Quartett spielt das Streichquartett g-Moll op. 14 von Emilie Mayer und Gartenlieder op. 3 von Fanny Hensel. Mit der mobilen Friedhofsbar der Kulturkapellen.

Eingang/Ausgang: Friedhofstor an der Baruther Straße, 10961 Berlin.
Ort: Friedhof Dreifaltigkeit I vor dem Halleschen Tor, bei den Ruhestätten der Komponistinnen, an der Ausstellungskapelle zur Familie Mendelssohn

Veranstalter: Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte,  AG Friedhofsmuseum und Mendelssohn-Gesellschaft in Kooperation mit dem Landesmusikrat Berlin e. V. 

Für die Finanzierung des Gedenksteines, an der sich der Landesmusikrat Berlin und die Edition Massoneau beteiligen, werden noch Spender gesucht. Überweisungen bitte an: Mendelssohn-Gesellschaft e.V., Deutsche Apotheker- und Ärztebank Berlin, Bankleitzahl 30060601, Kontonummer 0006415156, IBAN DE97 3006 0601 0006 4151 56, BIC (Swift Code) DAAEDEDD

Falls Sie über ein Paypal-Konto verfügen, können Sie uns auch über diesen Zahlweg Geld senden:
paypal@mendelssohn-gesellschaft.de oder mit Link Paypal. Bitte entmarkieren Sie „Bezahlung von Waren und Dienstleistungen“ (wir müssen dann keine Gebühren abführen) Stichwort „Spende Grabstein E. Mayer“


Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach: Neue Online-Reihe ab 17. Mai

Nach der digitalen Konzertreihe vor nunmehr einem Jahr und etlichen Veranstaltungen seitdem sendet das Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach ab dem 17. Mai 2021 täglich bis zu den Sommerferien aktuelle Clips mit unseren Schülerinnen und Schülern. Die Hörer erwartet viel Solistisches, Kammermusikalisches und auch im weiteren Sinne Künstlerisches, das Schülerinnen und Schüler und das Collegium des Bach-Gymnasiums in dieser völlig veränderten Zeit so beschäftigt. 

www.musikgymnasium-berlin.de 
https://www.facebook.com/MusikgymnasiumBerlin/


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Erneute Ausfälle 2021 – Hoffnung auf 2022/2023

Unsere Planungen sahen vor, die im Jahr 2020 pandemiebedingt ausgefallenen Aktivitäten im kommenden Herbst nachzuholen. So war für den 28. August 2021 ein Orchestertreffen mit einigen Zupforchestern in Lychen/Uckermark geplant, mit Floßfahrt auf dem Oberpfuhl und Konzert in der Stadtkirche St. Johannes. Die Lychener Mandolinengruppe hätte hierbei ihr 75-jähriges Bestehen feiern können. Mitte Oktober sollte ein Workshop mit Mandoline/Gitarre folgen, eine abgespeckte Version der noch in Planung befindlichen Mandolin & Guitar Academy – auch hier müssen wir unsere Teilnehmer aus Planungsunsicherheiten nun nochmals vertrösten auf 2022.

Unsere Mitgliedsorchester leiden alle unter dem Probenausfall seit März 2020, das lässt sich virtuell nicht ersetzen, und zwei oder drei Proben im Garten erhalten zwar den Zusammenhalt, nützen aber künstlerisch wenig: Zupfinstrumente brauchen Kirchen- oder Konzertraumakustik, damit sich alle untereinander gut hören. Das Saitenensemble Steglitz e.V. musste dieses Jahr zum zweiten Male das traditionelle Stabat Mater von Pergolesi ausfallen lassen.

Vorausblickend hegen wir die berechtigte Hoffnung, dass 2023 – dann ist die Mandoline das Instrument des Jahres! – die Bevölkerung durchgeimpft sein wird und alle kulturellen Angebote wieder vollumfänglich werden stattfinden können.
www.vzfz.eu


Buchempfehlung

David Rothenberg: Stadt der Nachtigallen: Berlins perfekter Sound

Berlin ist die europäische Hauptstadt der Nachtigallen, stellt der New Yorker Musik- und Philosophieprofessor David Rothenberg fest. Über 3000 Nachtigallen kommen jedes Jahr im April, weil sie hier wilde Hecken, Brachflächen und dichtes Unterholz finden - Paris dagegen ist ihnen zu „aufgeräumt“, vermutet der Autor. Seit 2014 beobachtete er die Berliner Nachtigallen jedes Frühjahr, und es gelang ihm darüber hinaus, sie mit seiner Klarinette  – allein oder zusammen mit weiteren Jazz- und Experimentalmusikerinnen wie Cymin Samawatie oder Korhan Erel  – zum gemeinsamen Musizieren zu animieren. Die Erfahrungen, die er bei diesen außergewöhnlichen Konzerten machte, dokumentierte er sowohl in einem Buch als auch in einem Filmprojekt. So nahmen manche Vögel die Impulse beispielsweise gerne auf, andere wiederum ließen sich nicht beirren. Mit ihrer Ausdauer sind sie den musizierenden Menschen jedoch allemal überlegen. Und Rothenberg ist sich sicher, dass der überraschend vielfältige Gesang der Nachtigallen und ihr unbändiger Trieb zum Singen sich nicht allein mit Balzverhalten und Revierverteidigung begründen lässt.

Das Buch Stadt der Nachtigallen enthält wissenschaftliche Beobachtungen, die der Autor mit dem Forschungsteam der Verhaltensbiologin Prof. Constanze Scharff an der FU Berlin diskutiert hat. Außerdem trägt er mit naturphilosophischen Gedanken zum Thema bei und gibt einen kurzen Überblick über die Nachtigall in Lyrik und Literatur von Shakespeare bis zu Oscar Wilde. Schon im Altertum galt die Nachtigall als Symbol für Frühling, Liebe, Poesie und Virtuosität, aber auch für Trauer und Wehklage.

Am 6. Mai 2021 sollte die 2020 ausgefallene „Nightingala“ im Tiergarten mit David Rothenberg als „Konzertspaziergang“ nachgeholt werden, organisiert vom Haus der Kulturen der Welt (mehr Information hier). Dieser Termin wurde nun auf 2022 verschoben. Bis dahin bleibt allen Neugierigen: lesen und lauschen.

David Rothenberg: Stadt der Nachtigallen: Berlins perfekter Sound. Hamburg: Rowohlt, 2020. 255 Seiten. ISBN 978-3-498-00156-8. 26 €. E-Book: ISBN 978-3-644-00568-6. 24,99 €

Als Hörbuch-Feature von Vera Teichmann, gesprochen von Eva Matthes und Julian Mehne. Berlin: Argon Hörbuch, 2020. ISBN 9783839817902. 16,95 €

Dieses Buch auf der Seite des Verlags
Eine aktuelle Rezension | Eine Rezension des Hörbuchs
Weitere Informationen und Hörproben

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info 48. Ausgabe vom 17. März 2021

LMR-News

Wir. Sind. Kultur. Auf dem Weg zum Berliner Kulturfördergesetz / 9. Jour fixe am 22. März

Kultur ist lebenswichtig! Aber wie sie entsteht, arbeitet, lebt, bleibt oft unbeachtet. Die Corona-Krise hat uns den gesellschaftlichen Wert von kultureller Teilhabe neu bewusst gemacht. Vielen Menschen fehlt etwas, wenn Konzerte und Proben nicht stattfinden, Theater, Museen und Clubs geschlossen sind. Kultur stärkt den Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie macht Berlin so attraktiv. Ensembles und Vereine, Institutionen und Initiativen: Kultur schafft soziale und öffentliche Räume. Für Aktive und Publikum bedeuten sie Kontakt, Gemeinschaft, ja: Heimat.

Abgeleitet aus Art. 20. Absatz 2 der Landesverfassung soll der gesellschaftliche Rang von Kunst und Kultur in einem Gesetz ausgestaltet werden. Verbunden ist damit das Ziel größerer Transparenz, Verlässlichkeit und Beteiligung durch regelmäßigen, verbindlichen Diskurs über Kunst und Kultur in Parlament und Öffentlichkeit. Erreicht wird dies durch die Vereinbarung regelmäßiger Planung und Berichterstattung, die in einen partizipativen Prozess eingebettet ist.

Unsere Aktion „Wir.Sind.Kultur.“ hat drei Ziele:

  •          Berliner Kulturschaffende durch die Krise bringen,
  •          Kulturszene in Berlin wieder aufbauen,
  •          Berliner Kultur mit einem Kulturfördergesetz nachhaltig absichern.

In einer Auftaktveranstaltung am 18. Januar beim regionalen Fernsehsender ALEX Berlin wurde die gesellschaftliche Debatte bereits begonnen. Hier können Sie die Sendung anschauen und eine Transkription nachlesen.

Daran schließt der 9. Jour fixe „Musik und Stadt“ am 22. März an. Ebenfalls bei ALEX Berlin sprechen folgende Expertinnen und Experten über die Ausgestaltung eines Berliner Kulturfördergesetzes: Sabine Bangert (MdA, Bündnis 90/Die Grünen), Vorsitzende des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten, Bernhard Kotowski , Geschäftsführer des berufsverbands bildender künstler*innen berlin, Dr. Klaus Lederer (DIE LINKE), Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa, Prof. Dr. Dr. h. c. Christoph Markschies, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Rechtsanwalt Prof. Dr. Peter Raue sowie Susanne Stumpenhusen, Landesleiterin i. R. von ver.di Berlin-Brandenburg. Die Podiumsdiskussion wird per Livestream im Internet zu sehen sein.
Zur Online-Anmeldung zum 9. Jour fixe „Musik und Stadt“

Schriftzug „Wir.Sind.Kultur.“
Nutzen Sie unseren Schriftzug „Wir.Sind.Kultur.“ für Ihre Drucksachen und Aktionen!

Gesicht zeigen – für ein Kulturfördergesetz
Zeigen Sie auf Instagram, Facebook, Snapchat oder Twitter, dass Sie für ein Kulturfördergesetz eintreten: ein Selfie, ein Satz unter dem Betreff „Wir sind Kultur.“ Laden Sie unser Logo „Wir.Sind.Kultur.“ herunter, drucken Sie es aus und halten Sie es in die Kamera! Oder zeigen Sie es auf Ihrem Tablet an und fotografieren Sie sich mit Ihrem Telefon!

Wichtige Akteurinnen und Akteure aus Kultur, Politik und Wirtschaft haben bereits Statements abgegeben, darunter Christoph Markschies, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Vladimir Jurowski, Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, und Brigitte Kippe, Koordinatorin von talentCAMPus und ehemals Leiterin der Volkshochschule City West.


10. Jour fixe „Musik und Stadt“: Schulmusik in Berlin am 29. März

Die im März 2020 veröffentlichte Studie „Musikunterricht in der Grundschule“ (Deutscher Musikrat/Bertelsmann-Stiftung/Landesmusikräte) ergab, dass 23 000 Musiklehrkräfte an Grundschulen in Deutschland fehlen, bis zu 73 % des Musikunterrichts fachfremd erteilt wird und etwa 7 % ersatzlos entfallen. Mit der Corona-Pandemie hat sich die Situation weiter massiv verschärft. Durch den weitgehenden Wegfall schulischer Ensemblearbeit droht zudem ein folgenreiches Ensemblesterben. Wie diesen Fragen angemessen begegnet werden kann, soll in der Sendung mit den Studiogästen diskutiert werden.

Zu Gast auf dem Podium sind Rebekka Hüttmann, Vizepräsidentin der Universität der Künste Berlin, Chris Berghäuser, Vorsitzender des Berliner Musikschulbeirats, Tobias Schulze, Wissenschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Dörte Engelhardt aus dem Vorstand der Landeselternvertretung Berlin, Prof. Dr. Werner Beidinger von der Universität Potsdam, Dominica Acri, Schulleitein der Carl-Orff-Grundschule Berlin und Michael Riedel, Musiklehrer am Droste-Hülshoff-Gymnasium. Prof. Dr. Stefan Koelsch (Leipzig, Bergen) wird ein Statement beisteuern. Die Moderation hat Carl Parma, Präsidiumsmitglied des Landesmusikrats Berlin.

10. Jour fixe „Musik und Stadt“: Schulmusik in Berlin
Montag, 29. März 2021, 19 Uhr, Livestream aus  der ALEX-Halle, Berlin-Friedrichshain

Bitte melden Sie sich hierfür im Online-Formular an, der Link zur Veranstaltung wird Ihnen dann rechtzeitig zugeschickt. Teilen Sie uns dort bitte auch Ihre Fragen an das Podium mit, wir werden sie dann im Verlauf der Sendung vorlesen.


„Jumu Goes Digital“: 58. Gemeinsamer Regional- und Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin 2021

Die ersten Wertungen durch die Fachjurys fanden vom 11. bis 14.03. statt, am 19. bis 21.03.2021 folgen die übrigen. Über eine Cloud konnten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Jumu Goes Digital“ ihre Wettbewerbsbeiträge einreichen. Auch die Beratungsgespräche finden digital an den Wochenenden statt. Die Ergebnisse des ersten Wochenendes (11. bis 14. März) Ergebnisse "Jumu Goes Digital" .

SAVE THE DATE!
Am 25.4.2021 um 11 Uhr werden Preisträgerinnen und Preisträger von „Jumu Goes Digital“ eine musikalische Matinee gestalten, welche wir aus der Mendelssohn-Remise in Berlin-Mitte via Live-Stream direkt in Ihre Wohnzimmer bringen. Wir freuen uns auf Sie!

Alle Informationen zum diesjährigen Wettbewerb finden Sie hier.


Öffnungsstrategien: Landesmusikrat Berlin tritt für Amateurmusik und Musikschulen ein

Die Öffnungsstrategie der Bundesregierung sieht einen Stufenplan vor, der dem Sport eine Sonderrolle zuweist und musikalische Betätigung von Amateurmusikerinnen und -musikern in den allgemeinen Freizeitbereich und damit auf die Wartebank verweist. Amateurmusizieren soll demnach erst mit dem fünften Öffnungsschritt, frühestens am 5. April 2021 und auch nur bei einer Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner gestattet sein. Der Landesmusikrat Berlin fordert für die mehr als 120 000 Amateurmusikerinnen und -musiker der Stadt eine Gleichbehandlung mit dem Sport. Das würde zum Beispiel bedeuten, dass Kinder- und Jugendensembles bis zu 20 Personen bei einer Inzidenz unter 100 bereits ab dem 8. März kontaktfrei im Außenbereich proben dürften, weitere Ensembles ab dem 22. März auch im Innenbereich. Zur Pressemitteilung (PDF)

Mit dem Motto „Musikschulen sind Schulen!“ formuliert der Landesmusikrat Berlin außerdem scharfe Kritik an der aktuellen zweiten Berliner Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 4. März 2021. Sie verbietet auch weiterhin den Präsenzunterricht an Berliner Musikschulen. Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper sagt: „Während im Sport bereits Gruppen zusammenkommen dürfen, soll in den Berliner Musikschulen der Unterricht in Präsenz, der zu einem großen Teil als Einzelunterricht erteilt wird, bis Ostern nicht gestattet sein. Das ist nicht nachvollziehbar. Wir fordern für die Berliner Musikschulen eine zeitnahe Nachbesserung. Hygienekonzepte für eine entsprechende stufenweise Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an den Musikschulen liegen seit April letzten Jahres vor.“ Zur Pressemitteilung (PDF)


„Märzergreifend“: Musikvermittlung mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) im Klassenzimmer

In der letzten Woche des RSB-Aktionsmonats „Märzergreifend“, in dem das Orchester seinem Publikum mit innovativen und partizipativen Formaten begegnet, strömen die RSB-Musikerinnen und -Musiker verstärkt auf digitalen Wegen in die Klassenzimmer. In der Woche vom 22. bis 26. März gestalten Orchestermitglieder und das Musikvermittlungs-Team des RSB als Moderatorinnen und Moderatoren, als Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner Unterrichtsstunden. Neben den „Digitalen Klassenzimmerkonzerten“, in denen hierfür extra aufgezeichnete Konzertaufnahmen gemeinsam spielerisch erkundet und erarbeitet werden, bietet das RSB auch den „Musikalischen Klassenchat“ an, in dem einzelne Orchestermitglieder ihr Instrument und ihren Beruf vorstellen sowie Fragen beantworten. Auch das Video-Quiz-Format „Tubadur will’s wissen!“ kann nach Vereinbarung als Online-Version durch RSB-Mitglieder gestaltet werden.

Mehr Informationen unter https://www.rsb-online.de/maerzergreifend-schule/

Anfragen an Isabel Stegner, Musikvermittlung beim RSB: education@rsb-online.de

Es können individuelle Absprachen zur Programmgestaltung, angepasst an die  jeweilige Unterrichtssituation und Klassenstufe, getroffen werden.


Räume für Musik: Raumkoordination im Landesmusikrat geht weiter

Mit dem 1. März ging die temporäre Koordinationsstelle für Proben- und Aufführungsräume in die Verlängerung bis zum Ende des Jahres. Anlass genug, „Temporäre“ aus dem Titel zu streichen und das Anliegen zu einem längerfristigen Auftrag zu machen. Denn bereits vor der Corona-Pandemie stellte die Suche nach geeigneten Räumen eine große Herausforderung dar – für die Amateurmusikszene wie für die gesamte Kulturlandschaft Berlins. Die aktuelle Krise ist daher auch eine Chance, Raum und Raumnutzung in Berlin neu zu denken, Ideen und Raumnutzungskonzepte für die Zukunft zu erproben und längerfristige Strukturen zu schaffen.

Mit dem nahenden Frühjahr, steigenden Temperaturen und der Hoffnung darauf, dass das Proben im Freien bald wieder gestattet sein wird, wird der Fokus zur Recherche und Akquise von Räumen aktuell zunächst auch um Open-Air-Flächen erweitert. In Kooperation mit dem Chorverband Berlin e. V. halten wir Ausschau nach Grünflächen, Open-Air Bühnen, Gewerbehöfen und allen weiteren Freiflächen, die zum Proben und Aufführen geeignet sind. Nach den Wintermonaten mit nahezu stillgelegter Kultur ist es an der Zeit, sie lebendig und vor allem vielstimmig in die Stadt zurückkehren zu lassen. Die Flächen werden nach und nach in die interaktive Raumkarte eingepflegt, die hier eingesehen werden kann: www.landesmusikrat-berlin.de/service/raumkoordination/raumdatenbank.


Förderung junger Ensembleleiterinnen und -leiter: Wie es im Schuljahr 2020/2021 weitergeht

Im Projekt Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter bietet der Landesmusikrat und ein Team hochqualifizierter Dozentinnen und Dozenten interessierten Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, sich zu Musikmentorinnen und -mentoren auszubilden, die etwa das schulische Musizieren fachkundig unterstützen können. Dieses musikpraktische Angebot konnte trotz der wechselnden Infektionsschutzmaßnahmen dank dem Engagement von Lehrteam und Schülerinnen und Schülern auch im Schuljahr 2020/21 aufrechterhalten werden.

Nach Absprachen aller Beteiligten sollen die letzten beiden Module des Schuljahres 2020/21 teilweise digital organisiert werden, jedoch wurden einige Module in der Hoffnung auf Lockerungen des Lockdown verschoben.

Dank gebührt den Dozentinnen und Dozenten dafür, dass sie die Termine individuell mit den Schülern vereinbart haben, damit alle die Möglichkeit haben, ein Abschluss-Zertifikat zu erhalten. Das wichtigste Ziel bleibt jedoch, dass die Schülerinnen und Schüler so viel Inhalt und Erfahrung im Dirigieren erlernen, wie es derzeit möglich ist. Eine Abschlussveranstaltung kann nun möglicherweise am 15. August 2021 im Rosa-Luxemburg-Gymnasium stattfinden.


Hörtipp: Berliner Musikerinnen und Musiker im Podcast „Klassik viral“

Der Musikjournalist Arnt Cobbers hat in Zusammenarbeit mit dem Crescendo-Magazin im Januar 2021 „Klassik Viral – den Podcast gegen den Corona-Blues“ gestartet. In Gesprächen mit Musikerinnen und Musikern in und um Berlin lotet er die Stimmung der Musikszene in der Pandemie aus. Die O-Töne von Künstlerinnen und Künstlern wie Franziska Pietsch, Antje Weithaas, Noah Bendix-Baldley, Titus Engel und Detlev Glanert bieten Schlaglichter sowohl auf das Musikleben unter Corona-Bedingungen als auch auf vielfältige musikalische Berufsbiografien. Ergänzt werden sie durch musikalische Live-Beiträge der Interviewten.

Für die aktuellen Themen des Landesmusikrats Berlin besonders interessant: die Gespräche mit Landeskirchenmusikdirektor Gunter Kennel, unter anderem zum „Instrument des Jahres: Orgel“, mit dem Stummfilmpianisten Stephan Graf von Bothmer, der sich als Solo-Musikunternehmer durch die Krise kämpft, und mit Kai-Uwe Jirka, dem Leiter des Staats- und Domchors, der lebhaft über die Singarbeit im vergangenen Jahr und die Zukunftsaussichten für Chöre spricht.

Insgesamt ergeben die Schlaglichter des Podcasts „Klassik Viral“ das Mosaik eines Berufszweigs, den die Bedingungen der Corona-Pandemie ernsthaft gefährden, der aber auch unter diesen Bedingungen vom eindrucksvollen, leidenschaftlichen Einsatz seiner Akteurinnen und Akteure getragen wird. Das Reinhören lohnt sich!

 „Klassik Viral – der Podcast gegen den Corona-Blues“


Berichte


Instrument des Jahres 2021: „Orgel in der Schule“ präsentiert Unterrichtsentwürfe

Am 10. März stellte das Projektteam „Instrument des Jahres: Orgel“ sein Programm „Orgel in der Schule“ in einem Online-Pressetermin vor. Dieser Projektbereich umfasst eigens erarbeitete Unterrichtsentwürfe für die Fächer Musik, Mathematik, Physik, Religion und Werken, jeweils mit umfangreichen Materialsammlungen, Hör- und Notenbeispielen und Aufgaben für den Klassen- und Online-Unterricht, außerdem eine Liste mit Links zum Lesen, Hören, Basteln, Surfen und für Klassen- oder Familienausflüge. Nach der Einleitung durch Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats, begrüßte Beate Stoffers, Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Familie, die Initiative und Kreativität von Landesmusikrat und Fachdidaktikerinnen und -didaktikern. In deren Namen erläuterten Brigitte Lutz-Westphal (Mathematik) und René Dohrmann (Physik) von der Freien Universität Berlin, was für ein ergiebiges Beispiel die Orgel für den Unterricht ist. Dorothea Voigt, Kantorin in Bad Liebenwerda, berichtete von der Schülerarbeit der Südbrandenburgischen Orgelakademie. Zuletzt betonte der Star-Organist Cameron Carpenter aus eigenem Erleben, wie wichtig es sei, Schülerinnen und Schülern direkte Klang- und Spielerlebnisse mit dem faszinierenden Instrument Orgel zu verschaffen. Die Video-Aufzeichnung des Online-Pressetermins kann auf dem YouTube-Kanal des Landesmusikrats und auf Facebook nachgeschaut werden.


Landesjugendensemble Neue Musik: Erste digitale Projektphase erfolgreich mit YouTube-Premiere abgeschlossen

Zum ersten Mal stellte sich das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin der Herausforderung, sich musikalische Werke der Zeitgenössischen Musik vollständig digital zu erarbeiten. Am 27.02.2021 um 19 Uhr wurde das Ergebnis als YouTube-Premiere ausgestrahlt: ein digitales Winter-Konzert, welches neben der herausragenden Leistung aller beteiligten Ensemblemitglieder auch Einblick in die digitale Projektphase und die Entstehung gibt. Das Video ist weiterhin auf dem Kanal des Landesmusikrats verfügbar. Es findet dort nach wie vor Zuspruch und wartet auf mehr neugierige Zuschauerinnen und Zuschauer!

Hier geht es zum digitalen Winter-Konzert des LJE NM.


Mitglieder-News


Deutsche Orchestervereinigung: Orchester und Chöre sollen mehr Freischaffende verpflichten

Die Deutsche Orchestervereinigung empfiehlt allen öffentlich finanzierten Orchestern und Profichören, mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs vorrangig freischaffende Musikerinnen und Musikern als Orchester- und Choraushilfen einzusetzen.  „Das ist ein wichtiger Beitrag, um in der täglichen Praxis freischaffenden Musikerinnen und Musiker in ihrer Region eine Zukunftsperspektive zu geben“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV). „Momentan liegt das Geschäft der gesamten freien Szene weiter am Boden.“ Am vergangenen Freitag hatte auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) bei einer Veranstaltung in Berlin geäußert, sie könne sich in den Verträgen der Stadt- und Staatstheater die Verpflichtung vorstellen, einen bestimmten Anteil freiberuflicher Künstlerinnen und Künstler einzubeziehen.

Die DOV-Empfehlung basiert auf einem aktuellen Beschluss des Gesamtvorstands. „Der Beschluss unterstreicht abermals die Solidarität der fest angestellten Berufsmusikerinnen und -musiker mit ihren freischaffenden Kolleginnen und Kollegen“, sagt Mertens. Die Empfehlung gilt zunächst bis Ende der Spielzeit 2021/22. Dann werden die Wirkungen von der DOV-Arbeitsgruppe der Freischaffenden und Lehrbeauftragten evaluiert und ggf. angepasst. Freischaffende Musikerinnen und Musiker gehören zu den Berufsgruppen mit den größten finanziellen Einbußen in der Corona-Krise, viele sind existenziell bedroht. Betroffen sind auch junge Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Während normalerweise 15 Prozent im ersten Berufsjahr eine feste Anstellung finden, werden derzeit kaum noch Stellen besetzt.

Die DOV hat in der Corona-Krise ihr Engagement für Freischaffende stark ausgebaut und zahlreiche Vorstöße zur besseren sozialen Absicherung auf der politischen Ebene unternommen. Der Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung für Freischaffende aller Musikrichtungen (#MusikerNothilfe) geht auf eine Initiative der DOV zurück, die die Stiftung im Jahr 2004 gründete.


Handiclapped – Kultur Barrierefrei: Geisterkonzert für ein Berliner Kulturfördergesetz

Die einen geben Geisterspiele, Handiclapped macht ein Geisterkonzert: Am 17. Februar übertrug die Internet-Musikplattform Rockradio.de das Konzert „Inklusion rockt – auch von Zuhause!“ mit dem Rapper Graf Fidi und dem Robert Gläser Trio. Die Künstler machten sich dabei auch für die Aktion „Wir.Sind.Kultur:“ stark, mit der zahlreiche Berliner Menschen und Institutionen gemeinsam für ein Berliner Kulturfördergesetz  eintreten.  Starke Bilder vom starken Auftritt zeigen, wie es geht – danke an alle, die mitorganisiert, mitgerappt und mitgefeiert haben!  [Galerie]

Am heutigen Mittwoch, dem 17. März, startet Handiclapped um 18 Uhr eine Online-Party mit Graf Fidi, zu der man sich hier anmelden kann – zum Mitfeiern!


Landesmusikakademie Berlin: „klangwelten kunterbunt" – aus dem digitalen Koffer!

Spannende Konzerte, Workshops und viele Mitmachaktionen gilt es zu entdecken. Altersgerecht und in fünf Rubriken unterteilt, gibt das reichhaltige Angebot Kindern von 4 bis 12 Jahren Gelegenheit, Musik zu hören, eigene Möglichkeiten zu erkunden und sich mit Musik zu stärken. Denn: „Musik macht stark und tut uns gut!“, so Festivalleiterin Nathalie Schock.

Über ein zuvor erworbenes Online-Ticket erhalten Familien, Kitagruppen und Schulklassen Zugang zum digitalen Koffer, dessen Inhalte sie über den Zeitraum von einem Monat immer dann nutzen können, wenn es gerade passt.

Mehr Informationen finden Sie hier: https://musikfestival-klangwelten.de/ 


Staats- und Domchor Berlin: Chorgrüße vom Dom an die Zeche

Der Männergesangsverein Harmonie Zeche Victoria aus Lünen (Westfalen) hat Sänger für Sänger, Stimme für Stimme das Lied „Die Rose“ eingesungen. Dokumentiert hat das Abenteuer der Westdeutsche Rundfunk in seinem Film „Liebe ist wie wildes Wasser“. Die Sänger des Staats- und Domchors Berlin waren von der Dokumentation und dem Ergebnis der Mühen so beeindruckt, dass sie auf YouTube mit einem eigenen Arrangement geantwortet haben – als Gruß von Sängern an Sänger in Zeiten, die es dem Singen schwer machen. Für den MGV Harmonie antwortete Rainer Dornhege dem Leiter des Staats und Domchors Kai-Uwe Jirka: „Lieber Herr Jirka. Es hat mich vom Stuhl gehauen! Ich sage einfach DANKE.“


Buchempfehlung

Matthias Corvin: Märchenerzähler und Visionär. Der Komponist Engelbert Humperdinck

2021 ist Humperdinck-Jahr – im September jährt sich der Todestag des Komponisten zum 100. Mal, und dazu passend liegt seit Januar eine kompakte deutschsprachige Biografie vor. Durch ihre chronologische Anordnung ermöglicht sie die gezielte Information über Humperdincks Berliner Zeit: „Ruhm und Abgesang in Berlin (1900–1921)“ lautet das letzte Kapitel. Nicht nur in diesem Abschnitt gibt es viele weniger bekannte Geschichten und Werke zu entdecken, mittels derer der Autor Matthias Corvin das Bild vom „Märchenonkel“ und rückwärtsgewandten Romantiker korrigiert und ergänzt. Da ist zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Max Reinhardt an der 1911 in London uraufgeführten Pantomime „Das Mirakel“, die anschließend verfilmt wurde, sodass Humperdincks Musik als eine Vorform der Filmmusik gelten kann. Ebenfalls wenig bekannt sind seine Schauspielmusiken zu Shakespeare-Stücken. Teile der Bühnenmusik zum „Sturm“ entstanden 1906 auf Usedom, wo Humperdinck in der Villa Meeresblick Quartier nahm.

Obwohl sich Humperdinck nach seiner Zeit als Assistent Richard Wagners von dessen kompositorischem Einfluss emanzipiert hatte, blieb die Freundschaft zur Familie Wagner lebenslang bestehen. Der in der Wagner-Familie „Hümpchen“ genannte Humperdinck unterrichtete Siegfried Wagner im Tonsatz. In Berlin leitete Humperdinck eine Meisterklasse für Komposition an der damaligen Hochschule für Musik. Zu seinen Schülern gehörten u. a.  Leo Blech, Friedrich Hollaender, Robert Stolz und Kurt Weill.

Ein umfangreicher Anhang rundet die Biografie ab. Er enthält neben Zeittafel, Werkverzeichnis, Biblio-, Disko- und Videografie außerdem Zeugnisse von und über Humperdinck sowie ein Personenregister.

Matthias Corvin: Märchenerzähler und Visionär: Der Komponist Engelbert Humperdinck. Mainz: Schott, 2021. 292 Seiten. Ausgabe als Paperback (ISBN 978-3-95983-619-7) 22,99€  oder Hardcover (ISBN: 978-3-95983-620-3) 29.99 €

Dieses Buch auf der Website des Verlags  
Besprechung von Christoph Vratz auf SWR2, 25. März 2021

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info Nr. 47, 4. Februar 2021

LMR-News


Freischaffend in der Coronakrise: Online-Konferenz des Landesmusikrats

In Pandemie und Lockdown stehen Soloselbständige vor dramatischen Herausforderungen. Der Landesmusikrat veranstaltet diese Konferenz gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern ver.di, Vereinigung Alte Musik, Berlin Music Commission, IG Jazz, Tonkünstlerverband Berlin, Initiative Neue Musik und Deutscher Orchestervereinigung. Zur Vorbereitung wurde eine digitale Umfrage durchgeführt, die erschreckende Ergebnisse zutage förderte. Eine Pressemitteilung darüber vom 25. Januar sorgte weithin für Bestürzung.

Die Konferenz gliedert sich in vier Abschnitte. Bereits stattgefunden haben die ersten beiden Panels am 27. Januar und 3. Februar 2021 zu den Themen „Aktuelle Situation freischaffender Musikerinnen und Musiker“ und „Wie gut vertreten Organisationen/Verbände die Interessen der freischaffenden Musikerinnen und Musiker?“  Video-Aufzeichnungen der Panels können Sie hier anschauen.  Es folgen zwei weitere Teile:

3. Mittwoch, 10. Februar 2021, 11:30–13 Uhr
Soziale Absicherung für Musikerinnen und Musiker in Deutschland

4. Mittwoch, 24. Februar 2021, 11:30–13 Uhr
Wiederaufbauplan für die Kultur nach der Pandemie

Hier können Sie das vollständige Programm herunterladen.

Bitte melden Sie sich im unten verlinkten Formular an, der Link zur Veranstaltung wird Ihnen dann rechtzeitig zugeschickt. Mit der Anmeldung haben Sie auch die Gelegenheit, Ihre Fragen an unsere Podiumsteilnehmerinnen und Podiumsteilnehmer zu stellen. Zum Anmeldeformular


Neustart Kultur: Förderprogramme des Bundes für das Musikleben

Seit Sommer 2020 läuft das Programm „Neustart Kultur“ des Bundes. Mit Mitteln in Höhe von einer Milliarde Euro unterstützt die Bundesregierung den Kulturbetrieb und die kulturelle Infrastruktur. Ein Anschlussprogramm von einer weiteren Milliarde an Fördermitteln beschloss der Koalitionsausschuss am 3. Februar 2021.

Zu den Programmen im Rahmen von „Neustart Kultur“ zählen die jüngst aufgestockte Förderung von Musikklubs, Aufführungsstätten und Festivals, die Hilfe für „Umsonst & Draußen“-Festivals mit Musik aller Art, Stipendien für klassische Musik, die Förderung digitaler Strukturen im Musikfachhandel sowie Hilfen für Musikverlage. Unterstützt werden auch Künstlerinnen und Künstler der aktuellen Musikszene und freie Künstlergruppen. Hinzu kommt ein Modellprojekt zur Digitalisierung von Konzertstätten und Bühnen. In Planung ist ein Programm zur Förderung der Amateurmusik in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

Ausführliche Informationen und Links zu den Förderprogrammen finden sich hier.


Virtueller Start: Jugend musiziert im zweiten Corona-Frühjahr

Durch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens sind auch die Vorbereitungen zu den Regionalwettbewerben von Jugend musiziert Berlin so stark betroffen, dass die Wertungsspiele ein weiteres Mal verlegt werden müssen. Sie finden nun gemeinsam mit dem Berliner Landeswettbewerb Mitte März in digitaler Form statt.

Die Projektleitungen und die Ausschüsse der Regional- und Landesebene sprechen sich dafür aus, die Wettbewerbe an zwei Wochenenden im März digital zusammenzufassen. Über Videoeinsendungen können die Teilnehmenden aller Berliner Regionalwettbewerbe ihre Leistungen präsentieren und zugleich eine Bewertung für die Landesebene erhalten. Damit der Wettbewerb in diesem Jahr sicher durchgeführt werden kann, wird er, wie angekündigt, im digitalen Raum stattfinden. Die Teilnehmenden reichen ihre Beiträge in Form von Videos ein. In Berlin haben sich trotz der Pandemie rund 500 Kinder und Jugendliche für die Regionalwettbewerbe von Jugend musiziert Berlin angemeldet.

Solowertungen gibt es im Jahr 2021 für Blas- und Zupfinstrumente, Bass (Pop), Musical und Orgel. Ensemblewertungen sind für Duos aus Klavier und einem Streichinstrument, Singstimme und Klavier (Kunstlied) sowie Schlagzeug-Ensembles, besondere Ensembles und Band Rock/Pop ausgeschrieben. Die Kategorie „Klavier vierhändig oder an zwei Klavieren“ wird aufgrund der Hygienebestimmungen an zwei Klavieren durchgeführt.

Die Zusammenlegung von Regional- und Landeswettbewerb betrifft die Berliner Zusatzkategorie „Bands“ nicht. Die autarke Umsetzung dieser Kategorie als Gemeinsamer Regionalwettbewerb Populäre Musik aller Berliner Regionen und einem geplanten Gemeinsamen Landeswettbewerb mit Brandenburg im Juni 2021 ermöglicht es, den diesjährigen Termin des Regionalwettbewerbs auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Aktuell wird mit einem Termin Mitte Mai geplant, in der Hoffnung, dass sich die allgemeine Lage bis dahin etwas entspannt und Proben zur notwendigen Vorbereitung wieder möglich werden. Ob der Wettbewerb komplett digital oder in einem hybriden Format stattfinden wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Wir freuen uns darauf und hoffen sehr, in diesem Jahr durch die Verschiebung die Möglichkeit zu haben, acht tollen jungen Bands aus Berlin eine Bühne zu bieten.

Alle Teilnehmenden werden regelmäßig über die Anpassungen informiert.

Information: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/
Ansprechpartnerin: Sophia Berendt, E-Mail: jumu@landesmusikrat-berlin.de


Von Ostern in den Herbst: Landesjugendorchester verschiebt Arbeitsphase

Für dieses Frühjahr hatte das Landesjugendorchester ein attraktives Programm mit Werken aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen geplant, das am Ostermontag im Konzerthaus aufgeführt werden sollte. Die Einschränkungen durch die Corona-Schutzbestimmungen machen jedoch eine sinnvolle Probenphase in der Karwoche unmöglich.

Die bisher übliche Herbst-Arbeitsphase sollte ursprünglich zugunsten des deutsch-französischen Sommerprojekts ausfallen. Nun konnte dank der guten Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus die für Ostern geplante Arbeitsphase in den Herbst verlegt werden. Vom 16. bis zum 24. Oktober wird die Probenphase dauern, das Konzert im Großen Saal des Konzerthauses wird am 25. Oktober stattfinden. Das Programm wird zurzeit noch erarbeitet; fest steht, dass das Instrument des Jahres 2021, die Orgel, in einem Solokonzert seinen Auftritt haben wird.

Bereits für den Juni 2021 ist nach wie vor ein deutsch-französisches Projekt mit Werken von Bach/Webern, Lili Boulanger, Jean-Baptiste Robin und Ludwig van Beethoven geplant. Unter der Leitung von Michaël Cousteau wird das Orchestre du Conservatoire Versailles-Grand Parc das Programm zusammen mit dem Landesjugendorchester vom 20. bis zum 29. Juni erarbeiten und in Konzerten in Versailles, Paris, Potsdam, Stettin und Berlin aufführen. Das Abschlusskonzert wird das deutsch-französische Orchester am 5. Juli im Großen Konzertsaal des rbb im Funkhaus an der Masurenallee spielen.

Für beide Projekte können sich interessierte Musikerinnen und Musiker bis zum 20. März 2021 anmelden. Am 13. April 2021 findet ein Probespiel statt; falls erforderlich, wird es für das Herbstprojekt einen weiteren Probespieltermin im August geben.

Information: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendorchester-berlin/
Ansprechpartner: Clemens Seemann, E-Mail: ljo@landesmusikrat-berlin.de


Neue Gesichter beim Landesmusikrat Berlin

Georgia Haubrock folgt Matthias Rech in der Verantwortung für Jugend musiziert – Populäre Musik nach. Sie hat durch Anstellungen am Goethe-Institut, bei Windmill Entertainment und durch langjährige ehrenamtliche Mitarbeit beim Appletree Garden Festival umfangreiche Kenntnisse in allen Ebenen der Veranstaltungsorganisation und Gremienarbeit erworben. Seit vielen Jahren arbeitet sie außerdem als Tanzlehrerin.

Clemens Seemann wird zukünftig das Landesjugendorchester und das Berliner JugendJazzOrchester betreuen. Er war viele Jahre Geschäftsführer und Projektleiter der jungen norddeutschen philharmonie und des STEGREIF.orchesters, betreute die Gründungsphasen von ensemble reflektor und Open Strings Berlin und arbeitete u. a. mit der NDR-Bigband, dem Kaleidoskop Ensemble, dem Podium-Festival Esslingen, dem Institut für Kultur- und Medienmanagement Hamburg und dem Radialsystem V zusammen. Zuletzt betreute und entwickelte er u. a. den #BTHVN2020-Musikfrachter.


Berichte


Instrument des Jahres: Orgel – digitale Pressekonferenz zieht weite Kreise

Die Landesmusikräte Berlin und Brandenburg stellten ihre Pläne zum Orgeljahr 2021 am 11. Januar in einer Pressekonferenz vor. Prof. Dr. Conny Restle, Direktorin des Musikinstrumenten-Museums Berlin, eröffnete als virtuelle Gastgeberin die Pressekonferenz an einem Positiv aus der umfangreichen Orgelsammlung des Museums. Hella Dunger-Löper und Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Präsidentinnen der beiden Landesmusikräte, bedankten sich bei Nadine Contini und Elisabeth Glass, den Schirmherrinnen des Instruments des Jahres 2020, der Violine. Dann stellten sie die Pläne für das gemeinsame Orgeljahr 2021 vor: die zusammen mit berlinHistory entwickelte Orgel-App, das Orgelband, das sich mit Konzert- und weiteren Veranstaltungen durch Brandenburg und Berlin schlängelt, das Schulangebot „365 Schulklassen besuchen eine Orgel“ und der Tag der Orgel am 12. September. Im Anschluss sprachen die beiden Schirmherren, Bischof Dr. Christian Stäblein und Erzbischof Dr. Heiner Koch, sowie Tobias Grünow, Staatssekretär im brandenburgischen Kulturministerium, und Kultursenator Klaus Lederer. Am Ende wurde die Runde für Fragen geöffnet. Die gesamte Pressekonferenz steht auf der Website des Landesmusikrats Berlin als Video-Aufzeichnung zur Verfügung.

Am 1. Januar 2021 war das Orgeljahr bereits mit einem Orgelkonzert in der Jakobikirche zu Fürstenberg an der Oder (Ortsteil von Eisenhüttenstadt) eröffnet worden. Es spielten „Fahrradkantor“ Martin Schulze und Daniel Seeger an der Eule-Orgel und der Baukastenorgel der Firma Sauer; Claus Fischer moderierte. Das Konzert, das gleichzeitig den Start für das Berlin-brandenburgische Orgelband markierte, lässt sich ebenfalls als Video-Aufzeichnung nacherleben.

Alle Informationen zum Orgeljahr unter https://www.landesmusikrat-berlin.de/instrument-des-jahres-orgel


Nachhaltig handeln für die Kultur: Jour fixe zum Kulturfördergesetz

„Wir brauchen ein Berliner Kulturfördergesetz“ lautete das Thema des 8. Jour fixe „Musik und Stadt“. Auf dem Podium der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain trafen sich zur Debatte Janina Benduski (LAFT Berlin – Landesverband freie darstellende Künste Berlin e. V.), Prof. Christian Höppner (Deutscher Musikrat), Halime Karademirli (Konservatorium für türkische Musik Berlin) und Petra Merkel (Chorverband Berlin); per Internet nahm Prof. Dr. Oliver Scheytt (Hochschule für Musik und Theater Hamburg) an der Diskussion teil, der u. a. bereits das Kulturfördergesetz des Landes Nordrhein-Westfalen mitgestaltet hatte.

Auf der Website des Landesmusikrats Berlin steht die Video-Aufzeichnung der Diskussion sowie eine Transkription (PDF) zur Verfügung.


Landesjugendensemble Neue Musik: Erste Digitale Projektphase erfolgreich beendet

Auch wenn in der gegenwärtigen Situation das gemeinsame Musizieren und das geplante Konzert im Werner-Otto-Saal des Konzerthauses Berlin leider nicht möglich waren, verzagte das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin nicht!

An drei Wochenenden im Januar trafen sich 13 junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren digital und erarbeiteten sich via Klicktrack und in Einzel-Coachings mit den Dozentinnen und Dozenten zwei der fünf Werke, die auf dem Programm standen. „Feather and Groove“ und „Into the blue“ stellten musikalisch ganz unterschiedliche Herausforderungen an die Spielerinnen und Spieler.

Unter der Anleitung von Komponist und Dirigent Christoph Breidler entstanden in zwei Arbeitsdurchläufen Tonaufnahmen in einer Qualität, die alle Beteiligten erstaunte. Auch die beiden Komponistinnen Tansy Davies und Rebecca Saunders statteten dem Ensemble einen digitalen Besuch ab und gaben Feedback zu den Aufnahmen: Zusammentreffen, die alle Beteiligten noch einmal besonders für die zweite Aufnahme motivierten. Abgerundet wurde das gemeinsame Wochenend-Programm durch zwei Workshop-Einheiten zum Thema „Perfomance in Neuer Musik“ und „Offene/Grafische Partituren“ sowie einen digitalen Besuch der Komponistin Milica Djordjevic. Sie berichtete über ihre Arbeit als Komponistin und ihr Werk „Rdja“, welches ursprünglich ebenfalls auf dem Programm gestanden hatte, bevor Corona der analogen Umsetzung einen Strich durch die Rechnung machte.

Die Ton- und zusätzlichen Videoaufnahmen des Ensembles von „Feather and Groove“ und „Into the blue“ bilden die Grundlage für das Digitale Winter-Konzert, welches am 27. Februar 2021 um 19 Uhr auf dem Youtube-Kanal des Landesmusikrats Berlin Premiere hat.

Darauf kann man gespannt sein!


Perspektive trotz Shutdown: Raumkoordination für Ensembles im Landesmusikrat

Seit September 2020 hat die Raumkoordinationsstelle zahlreiche Räume in Berlin ausfindig gemacht, in ihre Datenbank aufgenommen und an mehr als 150 Chöre und Orchester vermittelt, so dass diese ihren Proben- und Aufführungsbetrieb auch unter Corona-Bedingungen wieder aufnehmen konnten. Auch wenn der aktuelle Shutdown nun eine erneute Zwangspause für die Kulturszene und so auch für die Amateurmusizierenden in Berlin bedeutet, nutzt das Team den Moment, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Es lenkt den Fokus nun auf die perspektivische Raum-Akquise und Netzwerkarbeit. Neben dem Aufbau wichtiger Kooperationen hat sich der Beirat für Proben- und Aufführungsräume als beratendes Gremium konstituiert mit Winfried Szameitat als Vorsitzendem sowie Tatjana Kaube und Ralf Sochaczewsky als Stellvertretern. Der Beirat unterstützt das Raumkoordinations-Team in strategischen Fragen und bringt die Netzwerke und Einflussbereiche der einzelnen Mitglieder mit ein.

Parallel wächst die ins Leben gerufene interaktive Raumkarte kontinuierlich. Sie bildet die verfügbaren Räume ab und erlaubt die gezielte Raumsuche. Das Spektrum reicht von großen Konferenz- und Festsälen, Kirchengemeinden, Rathäusern und Botschaften über Stadtteilzentren, Schulen und Jugendklubs bis hin zu Eventlocations, Industriehallen und Foyers von Bürogebäuden – eine Vielfalt an mittleren und großen, öffentlichen wie privaten Räumen.


Mitglieder-News


Carl Bechstein Wettbewerb lädt junge Streicher-Duos nach Berlin ein

Der Carl Bechstein Wettbewerb möchte Freude am Musizieren vermitteln, junge Musikerinnen und Musiker nachhaltig fördern und außergewöhnliche Leistungen junger Menschen belohnen. Gerade das gemeinsame Musizieren bereichert enorm – es erweitert nicht nur den musikalischen Horizont, sondern macht auch besonders viel Freude.

Nach der coronabedingten Absage 2020 wird er vom 29. bis 31. Oktober 2021 nochmals in der Kategorie „Klavier und ein Streichinstrument“ nachgeholt und findet am Nachmittag des 31. Oktobers 2021 seinen Abschluss in einem Preisträgerkonzert.

Teilnehmen können junge Musikerinnen und Musiker, die zum Stichtag (29.10.2021) das 19. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die seit mindestens sechs Monaten einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Zugelassen sind die folgenden Streichinstrumente: Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass. Ausgelobt sind Hauptpreise bis zu 1.200 Euro je Duo sowie verschiedene Sonderpreise, u. a. für die beste Interpretation eines Auftragswerks.

Alle Informationen zum Wettbewerb, zu den Zulassungsbedingungen sowie das Anmeldeformular finden Sie auf unserer Webseite unter https://www.carl-bechstein-stiftung.de/die-projekte/carl-bechstein-wettbewerb.html


Handiclapped Berlin e. V.: Bericht zum Projekt KuDiBa – Kultur Digital Barrierefrei

Handiclapped Berlin und Musictech Germany haben zwischen August 2020 und Januar 2021 zusammen mit zahlreichen Partnerorganisationen das Projekt KuDiBa – Kultur Digital Barrierefrei erfolgreich durchgeführt. Es wurde konzipiert, um die kulturelle Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen zu verbessern. Es sollte Kulturschaffende und Ihr Publikum, Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen. Es sollte sie außerdem befähigen, digitale Hilfsmittel bei Ihrer täglichen Arbeit einzusetzen. Bereits existierende digitale Hilfsmittel sollten dabei gesammelt und zusammengestellt werden. Ansätze zu neuen digitalen Tools sollten im Rahmen eines Hackathons erstellt werden.

Nun liegt ein lesenswerter Sachbericht über das erfolgreiche Projekt vor. Er belegt nicht nur, wie man gesellschaftliche Kräfte mobilisieren kann, wenn man das Thema Inklusion ernst nimmt. Am Ende führt der bericht auch bemerkenswerte konkrete Ergebnisse der gemeinsamen Anstrengungen auf.


KulturLeben Berlin: Neustart #MusikerFürMusikerBerlin / Spendenaufruf

Die Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin wurde 2020 von KulturLeben Berlin und der Deutschen Orchestervereinigung e. V. initiiert, um während der Pandemie die kulturelle Teilhabe von Menschen in sozial schwierigen Situationen zu stärken und gleichzeitig in Not geratene freischaffende Berliner MusikerInnen zu unterstützen. Seit September 2020 gaben festangestellte MusikerInnen aus den großen Berliner Klangkörpern in Einrichtungen der Wohlfahrtspflege 20 Freiluftkonzerte, die begeistert aufgenommen wurden. Mit den dort eingeworbenen Spenden werden Auftritte von Freischaffenden unterstützt.

Die Konzerte starten voraussichtlich im März 2021 wieder – je nach Coronalage und Wetterverhältnissen. Berliner Einrichtungen der Wohlfahrtspflege und andere Institutionen sind eingeladen, schon jetzt ein Konzert zu reservieren. Ob zu Ostern, für ein Frühlingsfest oder einfach als Balsam für die Seele: Die Konzertreihe führt zu künstlerischen Erlebnissen, wie sie für Menschen in sozialen Einrichtungen aktuell schwer möglich sind. „Wenn die Menschen nicht in die Konzerthäuser kommen können, bringen wir unsere Musik eben zu ihnen in die Einrichtungen“, sagt Christine Lichtenberg aus dem Rundfunkchor Berlin. „Und wir unterstützen damit gleichzeitig unsere freischaffenden Kollegen!“

Auch die MusikerInnen des Orchesters der Komischen Oper unterstützen die Kampagne: „Der Mensch lebt nicht von Brot allein. Freischaffende Musiker haben zur Zeit große Probleme, sich ihr Brot zu erarbeiten. Zugleich erleben die vielen Menschen, denen Kulturgenuss ein unverzichtbarer Teil ihres Lebens ist, einen großen Mangel. Mit unserer Teilnahme an der Kampagne wollen wir beiden Seiten unsere Wertschätzung ausdrücken. Wir brauchen Euch alle!“ In einem kleinen Video stellen wir einige der teilnehmenden Ensembles vor.

Einrichtungen, die die Kampagne unterstützen möchten, können schon jetzt schon ihren Wunschtermin reservieren: presse@kulturleben-berlin.de, Tel. 0151  56 96 70 87.
Weitere Informationen zur Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin finden Sie auf den folgenden Internetseiten:
https://kulturleben-berlin.de/kampagne-musikerfuermusikerberlin/
dov.org/projekte-kampagnen/musikerfuermusikerberlin

Spendenaufruf: Kulturelle Teilhabe statt Böller

Auch wenn der – erfreulich böllerarm verlaufenen – Jahreswechsel schon länger als einen Monat zurückliegt: Die Arbeit des Vereins KulturLeben Berlin bleibt aktuell. Er engagiert sich seit zehn Jahren für kulturelle Teilhabe und gesellschaftliche Inklusion sozial benachteiligter Menschen. Auch in der Corona-Pandemie vermittelt das ehrenamtliche Team Kulturangebote an Menschen, die sich den Besuch von Konzert, Theater oder Oper normalerweise nicht leisten können, zurzeit u. a. mit dem Programm #kulturlebendigital: Corona zum Trotz. Zur Unterstützung seiner Arbeit bittet der Verein KulturLeben Berlin um Spenden für seine Bürotechnik, die für die Vereinsarbeit unerlässlich ist. Mehr Information erhalten Sie auf der Website des Vereins unter https://kulturleben-berlin.de/blog/2020/12/29/spendenaktion-kulturelle-teilhabe-statt-boeller/.


Landesmusikakademie Berlin: Jahresprogramm 2021 erschienen

In gewohnter Vielfalt hat die Landesmusikakademie Berlin musikalische Fortbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen und spannende Workshops für Laienmusikerinnen und -musiker zusammengestellt. Wie immer konnten bestens qualifizierte Dozentinnen und Dozenten gewonnen werden, u. a. Bene Aperdannier, Lily Dahab, Richard Filz, Mark Kovnatskiy, Tobias Reitz und Marc Secara. Neu sind zahlreiche Online-Kurse und die Möglichkeit, vor Ort Hybrid-Veranstaltungen abzuhalten. Ein spezielles Hygienekonzept wird dafür ständig an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. 

Das Jahresprogramm 2021 steht bereits online: Sie finden alle Angebote über unsere Kurssuche.

Die gedruckte Broschüre erschien am 4. Januar. Möchten Sie diese jetzt und in Zukunft kostenlos per Post zugeschickt bekommen, dann schreiben Sie uns unter welcome@landesmusikakademie-berlin.de. Sie finden die Broschüre auch auf unserer Website als PDF-Datei zum Herunterladen.


Musicboard Berlin: Call for concepts – Stipendien, Residenzen, Jobs

Mit dem Förderprogramm Stipendien & Residenzen vermittelt das Musicboard Berlin, Fördereinrichtung für die popkulturelle Musikszene, Arbeitsmöglichkeiten für Musikerinnen und Musiker im Ausland. Bis zur Antragsfrist am 1. März 2021 können sich Musikerinnen und Musiker aller Genres der populären Musik, die in Berlin ihren Wohn- und Schaffensmittelpunkt haben, für ein Stipendium oder eine Residenz im Ausland bewerben. Außerdem wird es 2021 erstmals am 1. Juni 2021 eine zweite Antragsfrist für weitere, ausgewählte Residenzen und zwei Hinterhalt-Stipendien an der Deutschen Oper Berlin geben.

Außerdem schreibt das Musicboard drei Stellen aus:

Weitere Information unter https://www.musicboard-berlin.de/


VÖBB: Kostenloser Bibliotheksausweis für digitale Angebote

Der kostenlose Probeausweis ist zurück: Zum aktuellen Lockdown werden die digitalen Angebote des VÖBB (Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins) wieder für drei Monate freigeschaltet. Wer noch keinen Bibliotheksausweis des VÖBB hat, in Berlin gemeldet und über 18 Jahre alt ist, kann sich bis zum 30. April 2021 kostenlos registrieren.

Die digitalen Angebote beinhalten mehrere Musikangebote, z. B. die Naxos Music Library https://www.naxosmusiclibrary.com/ mit über 158 000 Alben klassischer Musik von über 950 verschiedenen Labels. Die Plattform Freegalmusic https://voebb.freegalmusic.com/ bietet 11 Millionen Musiktitel aus allen Genres und Stilen. Und mit der Lizenz für medici.tv ermöglicht der VÖBB das Videostreaming international relevanter Konzert- und Opernaufführungen.

In den Portalen Naxos Music Library und Freegalmusic sind aktuell VÖBB-Playlists zum Instrument des Jahres Orgel zu finden. Diese wurden im Tonträgerlektorat der Zentral- und Landesbibliothek Berlin zusammengestellt.

Weitere Informationen unter www.voebb.de/da


Musikbuch-Empfehlung

Gabriel Yoran: Klassik verstehen

Immer wieder erscheinen Bücher, in denen Klassikfans voller Begeisterung für ihre Lieblingsmusik werben, z. B. Steffen Möller („Vita classica“, 2010) oder Devid Striesow und Axel Ranisch („Klassik drastisch“, Juni 2020). Herausragend gut gelingt diese Anregung zuletzt Gabriel Yoran, einem in Berlin lebenden Softwareunternehmer und Autor, der an der Universität der Künste Berlin ein Studium der Wirtschaftskommunikation absolvierte und an der European Graduate School in Philosophie promoviert wurde.

In seinem komprimierten und äußerst vielseitigen Buch macht Yoran auf das große Potential verschiedener Streaming-Plattformen aufmerksam und lädt via abgedruckter QR-Codes zum direkten Hörerlebnis ein. Mit jeweils kurzen Erläuterungen fächert er ein sehr breites Repertoire auf, das die einschlägigen Klassik-Hits lediglich streift und selbst langjährigen Perlentaucherinnen und -tauchern neue Erkenntnisse bietet. Dabei ermutigt er sein Publikum, sich auf Komplexität einzulassen: „Klassik hören benötigt Zeit“ (S. 11) oder „Oft erhält man einen emotionalen Zugang zu etwas erst durch eine intellektuelle Arbeit“ (S. 104). Eine Minimalformel dazu ist die von ihm sehr anschaulich erklärte Sonatenhauptsatzform.

Neben einigen thematisch orientierten Kapiteln mit Musikbeispielen (z. B. „Eine ganz kurze Geschichte der Filmmusik – mit Star Trek, Gustav Mahler und leider auch mit Nazis“ oder „Musik für die Krise, Musik gegen die Krise“) enthält das schmale Bändchen sporadische Tipps zu Streamingportalen und Klassikpodcasts.

Außerdem kann der Autor aus einem besonderen Insiderwissen schöpfen: Als Kind zweier Mitglieder des damaligen Radio-Sinfonie-Orchesters Frankfurt erlebte er z. B. von Ferne mit, wie seine Eltern unter Eliahu Inbal sämtliche Mahler-Sinfonien einspielten. Und richtig amüsant sind seine Beobachtungen als „Harfensohn“, der seiner Mutter schon als Neunjähriger bei der Inventur des Saitenkoffers half. Wehe, es fehlte die rote C-Saite …

Das Buch basiert auf dem mit dem Grimme Online-Award ausgezeichneten Krautreporter-Blog „Schleichwege zur Klassik“.

Gabriel Yoran: Klassik verstehen. Berlin: Krautreporter, 2020. 118 Seiten. ISBN 978-3-9820958-4-4, Broschur, 16 €

Dieses Buch auf der Website des Verlags
Rezension im Bayerischen Rundfunk

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info Nr. 46, 16. Dezember 2020

LMR-News


Jugend musiziert: Start in den 58. Wettbewerb / Achtung: Neue Termine im Lockdown

Mit insgesamt 486 Anmeldungen gehen die Berliner Regionalwettbewerbe in die 58. Wettbewerbsrunde von Jugend musiziert. Damit steht Berlin ein lebendiger Wettbewerb bevor in den ausgelobten Kategorien Blas-, Zupf- und besondere Instrumente, Bass (Pop) und Orgel, den Ensemblekategorien Klavier vierhändig, Klavier und ein Streichinstrument, Klavier und Singstimme, Schlagzeug-Ensemble, besondere Ensembles und „Jumu open“ sowie den Berliner Zusatzkategorien Komposition (Neue Musik, Filmmusik), Interkulturelle Perkussion und Bands sowie Jugend forscht: Musik.

Allerdings befindet sich Berlin erneut in einem Lockdown, dessen Ende zunächst auf den 10. Januar 2021 begrenzt ist. Eine Verlängerung wird jedoch immer wahrscheinlicher. Die Musikschulen und Kultureinrichtungen sind geschlossen. Wie ist da eine Teilnahme am Jugend musiziert-Wettbewerb realisierbar?

Besondere Zeiten erfordern besondere Mittel. Deshalb haben die Ausschussvorsitzenden der Berliner Regionalwettbewerbe und des Landeswettbewerbs Markus Wenz (Vorsitzender Landeswettbewerb Berlin und Regionalwettbewerb Berlin-Nord), Gabriele Dünnebier-Küpper (Vorsitzende Regionalwettbewerb Berlin-Mitte) und Ulrike Dinslage (Vorsitzende Regionalwettbewerb Berlin-Süd) mit den Projektleiterinnen der Wettbewerbe den Entschluss gefasst, dass die Regionalwettbewerbe in Berlin 2021 zum Schutz aller Beteiligten ausschließlich digital umgesetzt werden. Auf diese Weise kann Planungssicherheit gewährleistet werden.

Jugend musiziert Berlin goes digital

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, das Wertungsspiel digital aufzuzeichnen und einzusenden. Hierfür werden Sie detaillierte Informationen in einer Info-Mail erhalten. Diese Videos müssen das Wertungsspiel unbearbeitet beinhalten. Die Qualität der Kamera, bzw. der Aufzeichnung wird kein Bewertungskriterium sein, sodass die technische Umsetzung hoffentlich für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer kein Hindernis darstellt.

Weil auch das Proben für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Instrumentalpartnerinnen und -partner  schwierig zu organisieren ist, wurde darüber hinaus beschlossen, dass auch der Wettbewerbszeitplan angepasst wird:

Berlin Mitte und Gemeinsamer Regionalwettbewerb Populäre Musik:
Abgabefrist für die Videos: 07.02.2021
Jury-Wertungen: 13./14.02.2021  

Berlin-Nord und Berlin-Süd:
Abgabefrist für die Videos: 14.02.2021
Jury-Wertungen: 20./21.02.2021

Wie und wann die Punktevergabe und die Beratungsgespräche stattfinden können, bedarf noch weiterer Klärung.

Gegen Mitte Januar werden genauere Informationen zur Umsetzung der Regionalwettbewerbe inklusive einer Anleitung ausgesandt – Achtung: Wir werden diese Informationen ausschließlich per E-Mail versenden, es werden keine Briefe per Post geschickt. Das Jugend-musiziert-Team bemüht sich, stets die Teilnehmenden in das Zentrum der Planung zu rücken. Sie sollen bei aller Unsicherheit der aktuellen Situation bestmöglichst versorgt und gefördert werden. Das Team tut alles dafür, den Wettbewerb im kommenden Jahr im Rahmen der Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten zu ermöglichen und danken Ihnen für Ihr Verständnis in dieser für uns alle herausfordernden Situation.

In allen Bundesländern wird momentan an  Lösungen für eine Ermöglichung des Wettbewerbs erarbeitet; dabei sind verschiedene Modelle im Gespräch. Die Länder sind darüber im Austausch. Allgemein gilt im kommenden Jahr der Konsens, dass jede Art der Umsetzung und die daraus resultierenden Ergebnisse von der nächsten Wettbewerbsebene akzeptiert werden.

Bestandteil der Berliner Planung ist, dass sich die Infektionsschutzverordnung des Senats nach dem 10. Januar 2021 wieder etwas lockert. Dennoch sind aktuelle Anpassungen an die Situation, insbesondere bzgl. der Ensemblekategorien mit mehr als drei Teilnehmenden, nach wie vor möglich.


Neu zum Jahr der Geige: Carl Fleschs „Kunst des Violinspiels“, kräftig aufgefrischt

Als würdiger Abschluss des Jahres der Violine erscheint, fast hundert Jahre nach der Erstveröffentlichung der zwei Bände Die Kunst des Violinspiels von Carl Flesch im Musikverlag Ries & Erler, das große Geigen-Lehrwerk zusammengefasst in einer kompakten Neuausgabe. Nadine Contini (Stimmführerin der 2. Violinen des RSB und Schirmherrin für das Jahr der Violine 2020 des Landesmusikrates Berlin) und Maximilian Simon (Stellvertretender Stimmführer der 2. Violinen des RSB) hoffen, mit ihrer Bearbeitung die Leser erneut für diese „Bibel“ des Violinspiels zu begeistern und sie zu inspirieren. Carl Flesch vermittelt in Die Kunst des Violinspiels Wissen von unschätzbarem Wert, das heute noch genauso aktuell ist wie vor hundert Jahren. Die Kunst des Violinspiels ist keine Geigenschule im traditionellen Sinn, sondern beschreibt sehr ausführlich allgemeine Gesetzmäßigkeiten des Geigenspiels. In der Neuausgabe wurde dieses Wissen in eine Sprache gekleidet, die der heutigen Zeit entspricht.

Erste Resonanz:Gestern kam die neue Kunst des Violinspiels bei mir an, und ich bin begeistert. Sofort habe ich mich in dem so aktuellen Buch festgelesen und es liegt nun auf meinem Flügel, stets bereit zum Nachschlagen bei etwaigen Problemen.“
(Prof. Marianne Boettcher, UdK Berlin)

Carl Flesch: Die Kunst der Violinspiels, kompakt bearbeitet von Nadine Contini und Maximilian Simon, Musikverlag Ries & Erler, 280 Seiten, broschiert, mit zahlreichen Abbildungen und Notenbeispielen, ISBN: 978-3-87676-039-1, € 56,00

Die Neuausgabe auf der Website des Verlags


Fotowettbewerb „Musik verbindet – Zusammenhalt stärken“: Siegerfotos stehen fest

Mit den Entscheidungen der Mitglieder des Landesmusikrats Berlin und der Jury konnte der Fotowettbewerb „Musik verbindet – Zusammenhalt stärken“ zum Abschluss kommen.

Die Jury kürte das Motiv „Cellistin“ von Lothar Lehmann zum schönsten Motiv, an zweiter Stelle gefolgt von „Musik für Generationen“, ebenfalls von Lothar Lehmann, und „Vater und Sohn“ von Torsten Kupke an dritter. Die Motive „Musik“ (Detlef Seydel), „Verlassener Ort 3“ (Manu Tänzler) und „Hausmusik“ (Karin Spatz) folgen auf den Plätzen vier bis sechs.

Die Mitglieder des Landesmusikrats kürten vierBilder punktgleich zu den schönsten Motiven. Ebenfalls dabei: „Cellistin“ von Lothar Lehmann, „Vater und Sohn“ von Torsten Kupke sowie „Verlassener Ort 3“ von Manu Tänzler. Hinzu kommt das Bild „Musik zu Corona-Zeiten“ von Daniela Anapliotis.

Der Landesmusikrat Berlin., der Tagesspiegel und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin danken allen Fotografinnen und Fotografen für ihre Beiträge – sämtlich auch über die prämierten Bilder hinaus sehenswerte Kommentare zum Jahr 2020!

Zu den Beiträgen


Begegnungen mit der Königin: Instrument des Jahres 2021 – die Orgel

Die Orgel gilt als „Königin der Instrumente“ und ist das größte Musikinstrument überhaupt. Orgeln sind eindrucksvolle Maschinen, die ein ganzes Orchester in nur einem Instrument erklingen lassen.

Im Orgeljahr 2021 ist es das Ziel, Neugier und Aufmerksamkeit auf das Instrument und seine vielen Facetten zu lenken.

  • Gemeinsam mit berlinHistory-App haben wir eine Orgel-App entwickelt, welche die ganze Orgelvielfalt Berlins erlebbar macht. Informationstexte, Bilder, Dispositionen, Klangbeispiele und Videos bringen unseren großen Orgelschatz direkt aufs Smartphone. Orgelrundgänge und Podcasts runden das digitale Orgelerlebnis ab.

  • Orgelband – 365 Orgelkonzerte: Jeden Tag findet eine Veranstaltung rund um die Orgel statt. Das Orgelband schlängelt sich durch ganz Berlin und Brandenburg. Dabei wandern Orgelpfeifen von Ort zu Ort und verbinden die Konzerte, Workshops, Führungen, Vespern usw. miteinnander Zum Orgelband-Kalender geht es hier.

  • Im Projektteil 365 Schulklassen besuchen eine Orgel machen wir Berliner Orgeln und Orgelbauwerkstätten zugänglich und vermittelt Klassenausflüge dorthin. Flankiert wird dies durch vorbereitendes Unterrichtsmaterial. (Eine Auswahl des Unterrichtsmaterials finden Sie in unserem Download-Bereich.)

  • Höhepunkt des Orgeljahres wird dann der Tag der Orgel sein, an dem neben vielfältigen Konzerten, Workshops, Spaziergängen und Aktionen auch ein Orgeltruck durch Berlin fahren soll. Der „Tag der Orgel“ findet am Tag des offenen Denkmals (12.9.2021) statt. Als Abschluss spielt Iveta Apkalna im Konzerthaus Berlin, wo sich alle Aktionen des Orgeltages zusammenfinden.

Das Auftaktkonzert zum Orgelband wird am 1. Januar aus der Nicolaikirche in Fürstenberg an der Oder gestreamt werden. Verfolgen können Sie es am Neujahrstag ab 19 Uhr auf den Internetseiten der Landesmusikräte Belrin und Brandenburg. Martin Schulze und Daniel Seeger spielen an der Eule-Orgel der Nicolaikirche Fürstenberg Orgelmusik von Johann Sebastian Bach, Hugo Distler und Jehan Alain, der Journalist Claus Fischer spricht über Instrument und Werke.

Einen Ausblick auf das Orgeljahr 2021 gibt die digitale Pressekonferenz am 11. Januar 2021 um 11 Uhr. Zu Gast sind die beiden Schirmherren, Dr. Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, und Dr. Heiner Koch, Erzbischof des Erzbistums Berlin, außerdem Dr. Klaus Lederer, Berliner Senator für Kultur und Europa, Dr. Manja Schüle, Kulturministerin des Landes Brandenburg, sowie Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, und Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Präsidentin des Landemusikrats Brandenburg. Virtueller Gastgeber ist das Musikinstrumenten-Museum Berlin, vertreten durch seine Direktorin Prof. Dr. Conny Restle.

Wir laden Sie gerne ein, an der digitalen Pressekonferenz am 11.1.2021 um 11 Uhr live aus dem Musikinstrumenten-Museum teilzunehmen. Melden Sie sich dazu bitte hier kurz online an, dann senden wir Ihnen die Zugangsdaten zu.


Landesjugendensemble Neue Musik: Winter-Arbeitsphase findet online statt

Im erneuten Lockdown zum Schutz vor CoVID-19 wird die Winter-Arbeitsphase des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin ins Internet verlegt. Zwei der geplanten fünf Werke werden als digitale Zusammenschnitte (Video und Ton), auch in Zusammenarbeit mit den Komponistinnen selbst, für eine Internet-Performance erarbeitet. Die anderen Werke werden im digitalen Workshop-Format behandelt. Die digitalen Zusammenschnitte werden voraussichtlich am 20. Februar 2021 um 19 Uhr ihre Youtube-Premiere haben.


Landesjugendorchester: Zoom-Konferenz der LJO / Programm für 2021

Am 19. und 20. November trafen sich das Management von Bundesjugendorchester, Deutscher Streicherphilharmonie, Junger Deutscher Philharmonie und der Landesjugendorchester aus Berlin, Baden-Württemberg und Bremen, des Bayerischen Landesjugendorchesters, dss Landesjugendsinfonieorchesters Hessen, der  Landesjugendorchester Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen sowie des Niedersächsischen Jugendsinfonieorchesters, der Jungen Philharmonie Brandenburg, des Landes-Jugend-Symphonie-Orchesters Saar und des Verein zur Förderung von Landesjugendensembles NRW unter dem Dach der Jeunesses Musicales Deutschland.
Ob und wie Arbeitsphasen in Pandemiezeiten durchführen; Online-Probespiele: Ja oder nein; digitale Formate, Mitbestimmung, Selbstverwaltung, Inklusion und vieles mehr diskutierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Treffens über viele Stunden. Danke an alle Kolleginnen und Kollegen für den anregenden und vertrauensvollen Austausch quer durch die Republik.

Osterprojekt mit Musik der Zwischenkriegszeit

Zu Ostern 2021 planen wir ein Konzert mit Christoph Altstaedt mit Musik aus den 1920er- und 1930er-Jahren – aus dem Jahrzehnt vor dem Nationalsozialismus und dem Beginn des Zweiten Weltkrieges. Das Instrument des Jahres 2021 ehren wir mit einem Orgelkonzert.Anmelden können sich Interessentinnen und Interessenten bis zum 15. Januar 2021, das Probespiel soll am 9. Februar 2021 stattfinden. Der Teilnahmebeitrag beträgt 190 Euro.

Am 13/14. März 2021 findet in Berlin ein Probenwochenende statt, die Probenfahrt führt vom 30. März bis zum 6. April nach Blossin in Brandenburg. Für den 8. April ist die Generalprobe im Konzerthaus geplant. Das Abschlusskonzert findet am 9. April um 20 Uhr im Großen Saal des Konzerthauses statt. Das Programm: die Suite Nr. 2 op. 24 „Niemandsland“ (1931) von Hanns Eisler, Francis Poulencs Konzert für Orgel, Streicher und Pauken (1938) mit Kasimir Anapliotis als Solist, die Kleine Dreigroschen-Musik (1923) von Kurt Weill und die Sinfonie Nr. 2 (1932) von Erwin Schulhoff.

Frankreich – Deutschland – Polen: Sommerprojekt mit Beethoven

Das interdisziplinäre Projekt 75 Jahre ohne Krieg – wie wir Europäer wurden planen wir für Sommer 2021 mit Jugendlichen aus Frankreich, Polen und Deutschland und dem französischen Dirigenten Michaël Cousteau. Das französisch-deutsche Orchester wird vom 20. bis 29. Juni Frankreich, vom 29. Juni bis 6. Juli in Deutschland und Polen proben und auftreten. Das große Abschlusskonzert findet im Großen Sendesaal des RBB in der Masurenallee am 5. Juli 2021 statt. Das Programm umfasst das Ricercare aus BachsMusikalischem Opfer in der Instrumentierung von Anton Webern, Lili Boulangers Liderzyklus  „D’un soir triste“ und die Uraufführung eines neuen Werks von Jean-Baptiste Robin. Den großen Abschluss bildet Beethovens 9. Sinfonie.

Darüber hinaus werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in generationsübergreifenden Interviews erkunden, was 75 Jahre Frieden für die europäischen Nachbarn Frankreich, Deutschland und Polen bedeuten. Fragen und Antworten werden sie unter Anleitung in eine Lichtinstallation umsetzen. Musik, Sprache und visuelle Künste gehen eine grenzüberschreitende Verbindung ein.

Für das Austauschprojekt findet ein erneutes Probespiel statt. Die Unterbringung in Versailles und Berlin erfolgt gegenseitig in Gastfamilien.Der Teilnahmebeitrag wird 290 Eurobetragen.

Die Anmeldung kann für beide Projekte gleichzeitig oder einzeln erfolgen. (Änderungen bleiben vorbehalten)


Internationaler Video-Wettbewerb für Duo Flöte und Violine / Einsendeschluss 20. Januar 2020

Die Geigerin, Komponistin und Professorin Viktoria Kaunzner, Leiterin der Victory Academy Berlin for musical excellence, ruft in einem Online-Video den Musikvideo-Wettbewerb „Corona Encore: Coffee Mask“ für das Duo Flöte und Violine aus. Veranstalter sind das Kasseler Kulturforum e. V. und das Universal Korean Organic Ensemble Viktoria & Virtuosi e. V. Musikerinnen und Musiker aller Altersgruppen können bis zum 20. Januar 2021 Videos mit ihren Wettbewerbsbeiträgen einreichen. Erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern winken Meisterkurse, Geld- und Sachpreise sowie die Präsentation ihrer Beiträge im Internet. Bewertet wird auch die spielerische Inszenierung um das Thema Maske.
Die Jury ist international besetzt, u.a. mit Prof. Ilja Gringolts (HdK Zürich), Prof. Benoît Fromanger (HfM „Hanns Eisler“) , Dr. Adelheid Krause-Pichler (Präsidiumsmitglied Deutscher Tonkünstlerverband) und Dr. Eva Schulz-Jander (ehem. Geschäftsführerin Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit) an. Als Schirmherrin konnte die international tätige Dirigentin Marin Alsop gewonnen werden, derzeit Musikdirektorin des Baltimore Symphony Orchestra und Chefdirigentin des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien. Dank breiter Förderung,  u. a. durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), die Sparkassenstiftung Hessen-Thüringen, die Stadt Kassel, artisan e. V., die Mariann Steegmann Stiftung, die Dwight und Ursula Mamlok-Stiftung sowie private Förderer und Sponsoren kann der Wettbewerb ausgetragen werden.

Zur Ausschreibung (PDF)


Berichte


Chorsingen in Zeiten von Corona: Vierteilige Zoom-Konferenz findet breiten Widerhall

Das „Chorsingen in Zeiten von Corona“ stand im Mittelpunkt einer Online-Konferenz, die der Landemusikrat und der Chorverband Berlin zusammen mit dem Chorverband der Evangelischen Kirche in Deutschland im November öffentlich durchführten. Am 16., 17. und 30. November widmeten sich vier Panels den Themen „Wie entstehen Hygieneschutzverordnungen?“, „Wie funktioniert das bisherige Hygieneschutzkonzept in der Praxis?“, „Perspektiven, Möglichkeiten und Aufgaben unserer Kinder- und Jugendchöre“ und „Lüftungskonzepte und Luftreiniger“. Die lebhaften Gespräche zwischen Fachleuten aus Musik, Technik, Gesundheitswesen und Verwaltung fanden großes Interesse. Informationen zur Zusammensetzung der Panels und die vier Panel-Diskussionen stehen auf der Website des Landesmusikrats zum Nach-Schauen zur Verfügung, ebenso Transkriptionen der Debatten als PDF-Dateien.


35. Berliner Jazztreff: „Jugend jazzt“ trotz Corona / Zwei Konzert-Videos online

Zum ersten Mal musste er ausfallen: der Berliner Jazztreff, das jährliche Treffen der Berliner Jazzszene von Nachwuchs bis Seniorin. Geplant für den 22. November im OYOUN, war die Durchführung  des 35. Jazztreffs unter den Corona-Einschränkungen nicht mehr verantwortungsvoll möglich. Aber es gelang der Projektleitung, einen wichtigen Teil des Jazztreffs in Internet zu retten: die Auswahl für die Bundesbegegnung „Jugend jazzt“, die vom 13. bis zum 16. Mai 2021 in Lübeck stattfinden soll. Am Nachmittag des 13. Dezember waren im Livestream aus der Landesmusikakademie die Bands „Caramel Tonic“ und „Jumpin’ Jacks“ zu hören. Neben zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern am Computerbildschirm lauschte auch die Jury, bestehend aus den Jazzprofis Maria Baptist und Jan von Klewitz. Beide Auftritte gelangen eindrucksvoll, den Sieg trug am 13. Dezember „Caramel Tonic“ davon.
Weiterhin online stehen – auch für alle, die auf den diesjährigen Jazztreff verzichten mussten – die Aufzeichnungen der Auftritte von „Caramel Tonic“ und den „Jumpin’ Jacks“.


Tag des Ehrenamtes: Podiumsdiskussion zum Thema Digitalisierung

Der Bundesverband der Vereine und des Ehrenamtes e. V. (bvve) veranstaltete am 5. Dezember 2020 zum Internationalen Tag des Ehrenamtes den „Ersten interaktiven Bildungskongress zur Digitalisierung in Verein, Ehrenamt und Bürgerengagement“. Leitsatz der Veranstaltung: Digitalisierung ist eines der wichtigsten Themen zur Nachfolgefähigkeit – und Nachfolgefähigkeit bedeutet Zukunftsfähigeit. In vier Workshops widmeten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Themen Digitalisierung, Recht/Satzung 4.0, Nachfolgefähigkeit/Organisationsentwicklung und Finanzierung und Förderung. Am Schluss stand eine virtuelle Podiumsdiskussion mit dem Thema „Der Spagat zwischen Tradition und Digitalisierung im Ehrenamt. Die Brücke zwischen realer und virtueller Welt“ mit anschließender Fragerunde für die Teilnehmer des Kongresses.
Video-Aufzeichnungen der Eröffnung und der Podiumsdiskussion können auf der Website des bvve nach-geschaut werden.


Mitglieder-News


Deutsche Orchestervereinigung: Aktion #MusikerFürMusikerBerlin auch im Lockdown

Die Kooperation zwischen der DOV und dem Verein KulturLeben Berlin konnte auch im Lockdown fortgesetzt werden: Bei der Aktion #MusikerFürMusikerBerlin treten Kammermusikformationen der sieben Berliner Berufsorchester und zwei Berufschöre in Altenheimen und anderen sozialen Einrichtungen auf. Mit den gespendeten Honoraren werden weitere, bezahlte Kammermusikauftritte freischaffender Musikerinnen und Musiker ermöglicht. In der Berliner Landespolitik stießen diese Konzerte auf großes Wohlwollen und bei den Bewohnern der sozialen Einrichtungen auf dankbare Resonanz.


Landesmusikakademie Berlin: Podcast „25 Jahre Landesmusikakademie Berlin“

Die Landesmusikakademie Berlin wurde dieses Jahr 25 Jahre alt! Eigentlich sollte dieses Jubiläum auch richtig gefeiert werden, was aber leider durch die Pandemie vereitelt wurde. Allerdings hatte das Team der LMAB schon zu Beginn des Jahres eine Idee, die auch in Pandemiezeiten funktioniert: Die Akademie schenkt sich und ihren treuen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern einen Podcast mit Interviews von Menschen, die die Akademie über viele Jahre immer wieder besucht und begleitet haben, ihr besondere Erlebnisse verdanken, dort Freundschaften geschlossen haben und/oder in ihrer persönlichen Entwicklung durch Kurse an der LMAB vorangekommen sind.

Für diese Porträts konnte die Rundfunkredakteurin Regina Voss gewonnen werden. Sie hat bisher drei schöne, stimmungsvolle und informative Podcasts erstellt. Diese Interviews stehen bereits online, weitere folgen demnächst.

Hören Sie mal rein: https://landesmusikakademie-berlin.de/mediathek/audios/ 


ver.di: „Dezemberhilfen“ für Soloselbständige

Mit den November- und Dezemberhilfen sollen die von den aktuellen Eindämmungsmaßnahmen betroffenen Kultureinrichtungen und die Soloselbständigen unterstützt werden. So sollen bereits Ende November erste Auszahlungen erfolgen. Soloselbständige können als Vergleichsmonat alternativ den durchschnittlichen Jahresumsatz 2019 angeben. Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, können außerdem den Antrag direkt online stellen, d. h. ohne Zwischenschaltung eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers.

Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums können die Anträge seit dem 25. November 2020 über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Weitere Informationen zur Beantragung der Novemberhilfen erhält man auf der Website des Bundesfinanzministeriums oder über die Service-Hotline +49 (0) 30 52 68 50 87.


Musikbuch-Empfehlung

Oliver Georgi, Martin Benninghoff: Soundtrack Deutschland. Wie Musik made in Germany unser Land prägt

Eine Spurensuche in der deutschen Geschichte und Gesellschaft aus der Perspektive von Stars der Musikszene: In dieser Mission sind zwei musikbegeisterte Redakteure aus dem Politikressort der F.A.Z. über ein Jahr gereist. Vor Ort oder mittels Videokonferenz haben sie 23 ausführliche Interviews geführt und Musikerinnen und Musikern aus Pop, Techno, Rap, Chanson oder Schlager sehr unterschiedliche und auch unbequeme Fragen gestellt. Das Ergebnis ist ein Sammelband mit erstaunlich offenen Aussagen jenseits der üblichen „promotion“. Der mitgereiste Fotograf Daniel Pilar trägt mit authentischen, großformatigen Bildern viel zur edlen Gestaltung des kürzlich erschienenen Buches bei. Drei kurze Schlaglichter: Judith Holofernes erklärt die toxischen Wirkungen des Erwartungsdrucks und weiterer sehr ungesunder Begleiterscheinungen, denen Bands ausgesetzt sind, sobald sie einmal die Charts gestürmt haben; David Garrett berichtet, dass er bisher nur in Feuilletons, nie jedoch von ausübenden Musikerinnen oder Musikern für seine Grenzgänge zwischen E und U angegriffen wurde; und Heino erzählt, wie er früher seine Fans in der DDR mit Platten versorgte: mit einem Karajan-Cover als Tarnung.

Oliver Georgi, Martin Benninghoff: Soundtrack Deutschland. Wie Musik made in Germany unser Land prägt. München : EMF, 2020. Gebunden, 239 Seiten, ISBN 978-3-7459-0165-8, 36 €

Dieses Buch auf der Website des Verlags
Website www.soundtrack-deutschland.com
Interview der beiden Autoren mit Silke Super auf radioeins am 27.11.2020

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info Nr. 45, 5. November 2020

LMR-News


Berlin: Hilfen für Kulturbetriebe und Medienunternehmen werden fortgesetzt

Kulturbetriebe und Medienunternehmen sind von der aktuellen Corona-Pandemie besonders hart betroffen. Die neu beschlossenen Einschränkungen werden die Lage für die Unternehmen noch verschärfen. Um möglichst schnell Hilfen bereitstellen zu können, soll daher das Soforthilfeprogramm IV in Version 3.0 in unveränderter Form fortgeführt werden. Es wird den Förderzeitraum von Dezember 2020 bis Februar 2021 umfassen. Die Soforthilfe IV 3.0 richtet sich an Kultureinrichtungen oder -betriebe ab zwei Beschäftigten, die auf professioneller Basis arbeiten und landesweite Ausstrahlung haben. Der jährliche Umsatz darf 10 Millionen Euro nicht überschreiten.

Antragsberechtigt sind unter anderem private Museen, Theater, Musikensembles, Musiktheater, Clubs/Musikspielstätten mit einem Schwerpunkt auf einem Livemusikprogramm und/oder einem kuratierten Programm, Festivals sowie Hörfunk- und Fernsehveranstalter.

Erste Auszahlungen sollen noch im Dezember 2020 erfolgen. Für eine möglichst zügige Bearbeitung sind antragsberechtigte Unternehmen daher gebeten, schnellstmöglich über die IBB einen Antrag zu stellen. Auch ist es wichtig, sofort nach Aufforderung die erforderlichen Dokumente einzureichen.

Die Entscheidungen erfolgen auf Basis der Relevanz der Unternehmen für das Kulturleben in der Stadt und den Medienstandort Berlin sowie hinsichtlich betriebswirtschaftlicher Betrachtung unter Einbindung externer Wirtschaftsprüfer.

Zur vollständigen Pressemitteilung
Zur Sonderseite der Senatsverwaltung für Kultur und Europa


Neue Corona-Einschränkungen: Amateurchöre dürfen im November nicht proben

Am 29. Oktober hat der Berliner Senat beschlossen, dass Chöre aus Musikliebhaberinnen und Musikliebhabern einstweilen nicht mehr proben oder auftreten dürfen. Chören aus Berufssängerinnen und -sängern ist die Probenarbeit unter Auflagen weiterhin gestattet. Laut Auskunft der Senatsverwaltung für Kultur und Europa dürfen auch Instrumentalensembles ihre Arbeit fortsetzen, wenn sie die Abstandsregeln einhalten und ein Hygienekonzept vorlegen können.


Berliner Konferenz „Chorsingen in Zeiten von Corona“ im November

Die Einschränkungen, die zur Eindämmung der CoVID-19-Pandemie verhängt wurden, stellen die Arbeit von professionellen und nicht-professionellen Chören vor große Probleme. Der Landesmusikrat Berlin, der Chorverband Berlin, der Chorverband der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Deutsche Orchestervereinigung veranstalten deshalb im November die Online-Konferenz „Chorsingen in Zeiten von Corona“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Berliner Chorgesang trotz der sich ständig verändernden Einschränkungen weiter aufrecht erhalten werden kann. Gleichzeitig erteilen Expertinnen und Experten Auskunft über medizinische Hintergründe und Verwaltungsabläufe.

Die Konferenz findet in vier Abschnitten statt:

  • Wie entstehen Infektionsschutzverordnungen? Wie werden sie abgestimmt?
    Montag, 16.11., 10–12 Uhr
  • Wie funktioniert das bisherige Hygienekonzept in der Praxis?
    Dienstag, 17.11., 12–14 Uhr
  • Probenmöglichkeiten von Jugend- und Kinderchören
    Montag, 30.11., 10–12 Uhr
  • Lüftungskonzepte und Luftreiniger
    Montag, 30.11., 12–14 Uhr

Interessierte können sich hier anmelden und erhalten dann einen elektronischen Zugangslink.

Nachtrag, 01.12.2020: Die vier Teile der Konferenz stehen als Zoom-Videos hier zur Verfügung.


Pläne und Realitäten: Der Landesmusikrat Berlin im November 2020

Seit dem 2. November gelten in Berlin neue Regeln zur Eindämmung der CoVID-19-Pandemie. Sie haben Folgen auch für die Projekte des Landesmusikrats.

Fotowettbewerb „Musik verbindet – verbunden mit Musik“: Bis zum 31. Oktober konnten Bilder eingereicht werden. Im November wird die Wettbewerbsjury in einer Internet-Konferenz zusammentreten und die eingereichten Fotos bewerten. Außerdem wird die Generalversammlung der Mitglieder des Landesmusikrats, als Online-Veranstaltung für den 16. November anberaumt, den Preis der Mitglieder vergeben. Die Präsentation der Ergebnisse wird ebenfalls online stattfinden. Genauere Informationen hierzu folgen demnächst auf der Seite des Fotowettbewerbs 2020.

Jugend musiziert Berlin: Der Anmeldeschluss für den 58. Wettbewerb ist nach wie vor der 15. November, 18 Uhr. Für die 2020 ausgefallenen Wettbewerbsstufen kommen Angebote an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Berliner Regionalwettbewerbe hinzu; siehe dazu besonders den folgenden Artikel (Link) sowie den Bericht in diesem LMR-Info (Link).
Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter: Das Dozententeam wird die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den geplanten Terminen online unterrichten und die Inhalte im dadurch vorgegebenen Rahmen so weit wie möglich vermitteln. Änderungen werden gegebenenfalls auf der Website des Projekts bekanntgegeben; Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden außerdem persönlich benachrichtigt.
Berliner JugendJazzOrchester: Die für den 1. November und den 6. Dezember geplanten Auftritte des BJJO mussten leider ebenso abgesagt werden wie die für Ende Oktober anberaumte physische Arbeitsphase in der Landesmusikakademie. Digitaler Ersatz konnte hier dank der Flexibilität des Dozententeams durch Online-Workshops geschaffen werden. Die Planungen für das kommende Jahr laufen in der Hoffnung auf günstigere Umstände.
Berliner Jazztreff: Der Jazztreff sollte am 22. November im Oyoun stattfinden; das ist durch die aktuelle Corona-Verordnung nicht mehr möglich. Es wird zurzeit ausgelotet, inwieweit ein Online-Format Ersatz schaffen und/oder der Jazztreff in den Dezember verschoben werden kann. Auf der Website des Jazztreffs wird rechtzeitig über die Ergebnisse der Planung informiert, die Projektleitung hält direkten E-Mail-Kontakt zu angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Instrument des Jahres: Sämtliche für den November geplante Aktionen des Projekts sind mit der aktuellen Corona-Verordnung leider hinfällig, ebenso die im Projektkalender angeführten Konzerte. Nach wie vor ist geplant, das Konzert der Violinklasse Nora Chastain (UdK Berlin) am 4. Dezember in der Mendelssohn-Remise stattfinden zu lassen und es auf den Seiten von UdK, Mendelssohn-Remise und Landesmusikrat live zu streamen. Das ist allerdings – wie jegliche Konzertplanung ab Dezember 2020 – auch von der Pandemie-Entwicklung und möglichen weiteren Schutzmaßnahmen abhängig.
Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Das Winterprogramm des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin startet am 16. Januar mit einer Vorprobe in der Alten Wache. Über die Durchführung des für den 15. November geplanten Probespiels werden die angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Projektteam rechtzeitig informiert. (Siehe auch den kurzen Artikel in diesem LMR-Info (Link)).
Raumkoordination für Chöre und Ensembles: Durch die seit kurzem geltenden Einschränkungen ist die gegenwärtige Arbeit des Raumkoordinationsteams eingeschränkt. Es arbeitet vermehrt darauf hin, weitere Räume für zukünftige musikalische Arbeit zu erschließen und die interaktive Landkarte mit Proberäumen auszubauen. Auf seiner Website wird es über die weitere Entwicklung informieren.


Jugend musiziert: Workshop und Wettbewerb Filmmusik / Kooperation mit Miele Primus / Sonderpreis Carl-Bechstein-Stiftung

Digitaler Workshop Filmmusik-Komposition

Erstmalig wird im 58. Wettbewerbsjahr von Jugend musiziert Berlin innerhalb der Kategorie „Komposition“ die Kategorie „Filmmusik“ ausgeschrieben. Jugendliche können ab dem 15.11.2020 auf Anfrage Filmausschnitte erhalten, Filmmusik komponieren und bis zum 15. Januar 2021 einreichen.
Als letzte Ersatzmaßnahme für den ausgefallenen Landeswettbewerb 2020 und gleichzeitig in Vorbereitung auf die neue Kategorie findet im Laufe des Monats November ein digitaler Workshop zum Thema Filmmusik-Komposition statt, für den mit freundlicher Unterstützung der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLFF der Absolvent Leonard Petersen als Dozent gewonnen werden konnte. An vier Terminen werden Grundlagen der Filmmusik-Komposition vorgestellt und eigene Projekte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer besprochen.
Anmelden kann man sich für den Workshop bis zum 5.11.2020 mit einer E-Mail an assistenz@landesmusikrat-berlin.de. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.

Miele Primus Sonderpreis: Digitales Preisträgerkonzert im Januar 2021
Traditionell findet seit zwanzig Jahren das Miele-Primus-Preisträgerkonzert als Neujahrsempfang am Wittenbergplatz statt, der von den Berliner Bundespreisträgerinnen und -preisträgern musikalisch gestaltet und bei dem der Miele Primus Sonderpreis für herausragende musikalische Leistungen verliehen wird. Aufgrund der Pandemie-Situation fällt der Empfang zwangsläufig im kommenden Jahr aus. Gemeinsam mit Miele Primus wurde dennoch ein Möglichkeit gefunden, die Kooperation auch im kommende Jahr nicht stagnieren zu lassen: Fünf Beiträge von insgesamt dreizehn herausragenden Preisträgerinnen und Preisträgern aus allen drei Berliner Regionalwettbewerben werden in den Räumlichkeiten von Miele Primus am Wittenbergplatz professionell in Bild und Ton aufgenommen. Die Aufnahmen werden dann als Digitales Preisträgerkonzert in Form einer exklusiven Website an die gesamte Kundschaft von Miele Primus ausgesendet – eine tolle Plattform für die musizierende Jugend in Berlin!
Den Sonderpreis erhielten in diesem Jahr Dennis Zozulja (Klavier solo), Julia Lilith Grünbaum (Harfe solo), Kei Kashiwabara, Antonia Mütze und Clara Schmidek (Streichinstrumente gemischt), Noa Lea Weckner, Leonie und Pauline Schulz und Moritz Vitt (Streichinstrumente gemischt) sowie Jakob Schweigert, Eva Klamroth, Anton Franz und Charlotte Schröder (Holzbläser gleiche Instrumente). Herzlichen Glückwunsch!

Sonderpreis der Carl-Bechstein-Stiftung
Traditionell verleiht die Carl-Bechstein-Stiftung zwei Sonderpreise in Höhe von 500 Euro in der Kategorie Klavier solo in der Altersgruppe II im Rahmen des Landeswettbewerbs Jugend musiziert Berlin.
Da dieser in diesem Jahr ausfallen musste, teilte die Carl-Bechstein-Stiftung die zwei Preise auf vier herausragende Preisträgerinnen und Preisträger aus den Regionalwettbewerben auf. Die Preise gingen an Andrian Boelcke und Du Wang, Michael Kabanovsky und Iounia Tomke Bossack. Wir bedanken uns bei der Carl-Bechstein-Stiftung für die Stiftung des Sonderpreises auch unter diesen Umständen und gratulieren den jungen Musikerinnen und Musikern herzlich!
Zur Carl-Bechstein-Stiftung


Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Winter-Arbeitsphase 2021

Zur kommenden Winterarbeitsphase des Landesjugendensemble Neue Musik Berlin können sich musizierende Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren noch bis zum 8.11.2020 auf der Website des Landesmusikrats Berlin anmelden.

An mehreren Wochenenden im Januar erarbeiten sich die Jugendlichen unter der Leitung von Christoph Breidler und mit Unterstützung von fünf Dozentinnen und Dozenten Werke von ausschließlich lebenden Komponistinnen und Komponisten.

Ein Abschlusskonzert ist im Werner-Otto-Saal des Konzerthaus Berlin geplant. Sollte die Durchführung der Projektwochenenden oder des Konzerts wegen der laufenden Änderungen im Pandemie-Geschehen nicht vor Ort geschehen können, wird es für beides eine alternative Durchführung geben.


Berichte


Jugend musiziert: Coachings mit Orchestermusikerinnen und -musikern für Teilnehmerinnen und Teilnehmer 2020

Nach einer Umfrage unter allen Preisträgerinnen und Preisträgern der Regionalwettbewerbe von Jugend musiziert Berlin, die sich für die nächste Wettbewerbsstufe qualifiziert hatten, wurden verschiedene Wünsche der Jugendlichen verwirklicht und als Ersatz für den ausgefallenen Landeswettbewerb angeboten. Ein digitaler Workshop zum Thema „Home-Recording“ und ein Online-Abschluss der Wettbewerbs-Saison zum Datum des eigentlich stattfindenden Bundespreisträgerkonzerts auf der Website des Landesmusikrats Berlin mit etwa 15 vorab eingesendeten Video-Beiträgen der Jugendlichen machten den Anfang.

Im Anschluss daran fanden im September und Oktober für die Instrumentengruppen Klavier, Klarinette, Fagott, Posaune/Trompete, Horn, Violine, Viola und Violoncello Coachings mit Orchestermusikerinnen und -musikern der Staatskapelle Berlin und des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin statt. Die Anfrage wurde vorab durch die Deutsche Orchester-Vereinigung an die Musikerinnen und Musiker vermittelt.

Die Themen und Durchführungsweisen der Coachings waren vielfältig und auf die Bedürfnisse der Jugendlichen abgestimmt, die vorher nach ihren Fragen und Präferenzen gefragt wurden.

Drei der Coachings fanden digital via ZOOM statt: Prof. Markus Groh von der Universität der Künste besprach an gleich zwei Terminen mit jungen Pianistinnen und Pianisten Themen wie Übetechniken, historische Aufführungspraxis, Konzertleben in der Zukunft und Selbstdarstellung in der digitalen Welt. Der Klarinettist Bernhard Nusser beantwortete den Jugendlichen Fragen zum Leben als Orchestermusiker und gab Hinweise und Tipps zum Spielen. Fagottist Frank Heintze besprach im Online-Coachingtermin Fragen zu den Voraussetzungen einer Profi-Musikkarriere, reflektierte Übetechniken und gab Tipps zur Auswahl der Instrumente.

Die Coachings für die weiteren vier Instrumentengruppen konnten aufgrund der Anmeldezahl mit Prof. Lothar Strauß (Violine), Isa von Wedemeyer (Cello), Ozan Cakar (Horn) und Rainer Vogt (Posaune) sogar in Präsenz mit den notwendigen Hygienemaßnahmen stattfinden.

Die Resonanz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dieses Angebot war durchweg positiv. Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Musikerinnen und Musikern herzlich für ihr Engagement und bei der Deutschen Orchester-Vereinigung für die Vermittlung!

Zitate aus dem Kreis von Dozentinnen und Dozenten:

„Ob Wettbewerb oder nicht ... Hauptsache, die Jugend musiziert!“
Prof. Lothar Strauß, 1. Konzertmeister der Staatskapelle Berlin

„Ich finde es sehr wichtig, Jugendliche zu motivieren, sie auf ihrem Weg zu unterstützen, dass sie dranbleiben, nicht gleich bei Schwierigkeiten aufgeben, Geduld lernen, sich Ziele setzen. Das sind Lernerfolge, die für ihr ganzes Leben von großer Bedeutung sind. Jedes Kind sollte ein Instrument spielen und erfahren dürfen, wie bereichernd das aktive Musizieren ist. ‚Jugend musiziert‘ ist eine ideale Gelegenheit, Kinder und Jugendliche in ihrer (musikalischen) Entwicklung herauszufordern und zu fördern.“
Isa von Wedemeyer, 1. Vorspielerin der Cello-Gruppe der Staatskapelle Berlin

„Gute Musik braucht gute Musiker. Diese bekommen wir nur, wenn junge Talente von erfahrenen Profis die beste Ausbildung erhalten.“
Frank Heintze, Fagottist und Solo-Kontrafagottist der Staatskapelle Berlin

„Mich fasziniert immer wieder die Begeisterungsfähigkeit für ihr Instrument und die Spielfreude, die die jungen Instrumentalisten an den Tag legen. Dieses ‚Brennen‘ für das eigene Instrument oder die Musik im Allgemeinen gilt es für uns Lehrer oder erfahrene Orchestermusiker am Leben oder besser am Lodern zu erhalten. Schließlich sind sie die Orchestermusiker von morgen und stehen für die Zukunft der Musik.“
Bernhard Nusser, Klarinettist im Deutschen Symphonie-Orchester Berlin

„Überall, wo Interesse besteht, muss es gefördert werden.“
Ozan Cakar, stellvertretender Solo-Hornist im Deutschen Symphonie-Orchester Berlin


Junges Musiklabor Berlin: „ludwig van – wie klingt dein Beethoven?“ oder: „Das ist nicht Beethoven, das ist Kagel!“

Das Junge Musiklabor Berlin ging in die zweite Runde in diesem besonderen Jahr – analog! Am 3. und 4. Oktober 2020 trafen sich sieben Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren in der Landesmusikakademie Berlin, um sich gemeinsam mit ihrem Dozenten, dem Pianisten und Komponisten Hermann Kretzschmar (Ensemble Modern), einem Werk aus dem Jahr 1969 zu widmen: „Ludwig van. Eine Hommage à Beethoven“ für beliebige Besetzung von Mauricio Kagel.

Die Partitur für dieses Werk besteht aus Fotos von Einrichtungsgegenständen, die vom Komponisten mit Noten von Ludwig van Beethoven tapeziert wurden. Diese Fotos sollen von den Spielerinnen und Spielern entsprechend orchestriert und aufgeführt werden; die Regeln bestimmen sie selbst. Auf diese Art und Weise bewegt man sich als Interpretin oder Interpret in die Welt des Komponisten: Man sieht das (verzerrte) Notenbild, es gibt Ideen, man beginnt zu kommunizieren, auszuprobieren, einen Takt, eine Zeile oder eine ganze Seite umzusetzen. Diese Grundlage war für das Workshop-Format des Landesjugendensemble Neue Musik Berlin, das Junge Musiklabor, wie gemacht: Das offene Material lud zum Experimentieren und Zuhören ein, die eigene Welt als performer musste verlassen und um die Selbstwahrnehmung als composer erweitert werden. Wie strukturiere ich musikalisches Material? Wie kommuniziere ich meine Idee den anderen? Wie funktioniere ich in einer Gruppe von sieben Leuten? „Es ist ein Spiel, das in Gang kommt“, erklärte Hermann Kretzschmar den Jugendlichen: „Gerade die Töne, die nicht passen, sind die Töne, die passen.“

Das Einlassen auf die synästhetische Erfahrung, auf das Übertragen des Visuellen, des Bildes auf das eigene Spiel und den Klang des eigenen Instruments, war eine Herausforderung und Bereicherung für alle Teilnehmenden. Die Offenheit in der Umsetzung und das gemeinsame Spielen mit dem Material löste in der Gruppe wertvolle Diskussionen über Klangästhetik, Hörerwartung und musikalischen Zusammenhang aus. Die eigene musikalische Komfortzone verlassen, sich auf Neues einlassen: Das ist das Ziel des Workshop-Formats. An diesen zwei Tagen hat das funktioniert: Zwei der Teilnehmenden spielten sogar für sie komplett neue Instrumente! Zum Ende gab es mit voller Konzentration aller Beteiligten zwei Durchläufe des erarbeiteten Materials.


Raumkoordination: Start des „Campus Ostkreuz“ und Launch der Raumdatenbank

In Kooperation mit der Pandion Niederlassung Berlin und der Initiative Transiträume hat der neue „Campus Ostkreuz“ am 15. Oktober 2020 seinen Betrieb aufgenommen. Die riesige Halle des ehemaligen Autohauses bietet genug Platz, so dass Berliner Amateurmusikensembles hier optimal unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneschutzrichtlinien proben können. Der Choriosi-Chor gehört zu den ersten Ensembles, die über den Winter im Campus Ostkreuz proben werden, seine Mitglieder sagen: „Wir haben nun erstmal wieder einen Ort, der groß genug ist, um zu proben (mit Maske und Abstand natürlich)! Außerdem trocken und mit Licht! Was will man mehr!“

Bis zum 30. November ist nun eine neue Verordnung des Senats in Kraft, die Zusammenkünfte stark einschränkt. Damit sind Proben und Konzerte nicht-professioneller Chöre einstweilen nicht mehr möglich.

Mit Blick auf künftige Probe- und Konzertmöglichkeiten widmet sich das Team deswegen verstärkt dem Ausbau der Datenbank für Probe- und Aufführungsräume in Berlin, die seit dem 12. Oktober 2020 online ist. Hier können unkompliziert all die Räume gefunden werden, die seit dem gemeinsamen Aufruf von Landesmusikrat Berlin und Chorverband Berlin gemeldet wurden. Die Datenbank wird kontinuierlich aktualisiert.

Die Datenbank kann hier eingesehen werden:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/service/raumkoordination/


Landesjugendorchester: Erfolgreiche Arbeitsphase, gelungene Konzerte

Mit zwei erfolgreichen Konzerten ging am 25. und 26. Oktober die Herbst-Arbeitsphase des Landesjugendorchesters zu Ende. Die Proben fanden vom 18. bis zum 24. November in der Landesmusikakademie im FEZ statt.

Im Konzerthaus durften unter den Einschränkungen des Infektionsschutzes im Zuschauerraum und auf der Bühne nur eine beschränkte Anzahl Musikerinnen und Musiker, Hörerinnen und Hörer Platz nehmen. So entwickelte das Team des Landesjugendorchesters ein Programm mit wechselnden kleineren Besetzungen. Sechzig Jugendliche nahmen am Projekt teil, auf der Bühne waren pro Abend nie mehr als die erlaubten 42. So blieb auf dem Podium immer genug Platz, und trotzdem konnte das Publikum die ganze Klangpalette des Orchesters genießen. Insgesamt nahmen an den zwei Abenden etwa 800 Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber diese Gelegenheit wahr.

Das Programm reichte von der Bläserfanfare zu Paul Dukas‘ La Péri bis über Werke von C. P. E. Bach, Mendelssohn, Wagner, Dvořák und Rota bis hin zu Benjamin Brittens Russian Funeral. Auch bei der musikalischen Leitung herrschte Vielfalt: Sie lag diesmal in den Händen der Dozentin Marion Leleu und der Dozenten Rainer Fournes, Jochen Hoffmann und Rainer Vogt. Im ersten Satz von Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 glänzte der junge Solist Simon Haje.

Über das Gelingen dieser Arbeitsphase waren die jungen Musikerinnen und Musiker und ihre Familien ebenso dankbar wie das Dozententeam und die Projektleitung. So trennte man sich am Montagabend in der Hoffnung, dass die nächste Arbeitsphase zu Ostern 2021 wieder unter entspannteren Bedingungen stattfinden kann.


„Nachhaltige Investition“: Studie zur Begabungsförderung im Landesjugendorchester präsentiert

Seit mehr als 30 Jahren gibt es das Berliner Landesjugendorchester. In jährlich zwei Probenphasen bilden Berliner Jugendliche einen leistungsstarken Klangkörper, machen erste Orchestererfahrungen, schließen Freundschaften und lernen gemeinsam von ausgezeichneten Dozentinnen und Dozenten, Dirigentinnen und Dirigenten.

Gemeinsam mit Prof. Heiner Gembris vom renommierten Institut für Begabungsforschung in der Musik an der Universität Paderborn haben wir gefragt, wie sich solche Erfahrungen langfristig auf die Lebenswege junger Menschen auswirken. Welche Erinnerungen nehmen sie mit? Beeinflusst die gemeinsame Arbeit in einem so anspruchsvollen Ensemble ihren künftigen Lebensweg, ihre Berufswahl, ihre Lebensqualität?

Am Sonntag, dem 25.10.2020, präsentierten Prof. Dr. Heiner Gembris, Jonas Menze und Sebastian Herbst die Studie per Zoom-Konferenz. Ein Ausschnitt aus dem Fazit der Präsentation: „Das Landesjugendorchester vermittelt substanzielle Impulse für die musikalisch-künstlerische, persönliche und soziale Entwicklung besonders begabter junger Instrumentalist*innen … [und ist] eine nachhaltige, langfristig wirksame Investition in das musikkulturelle Leben der Gesellschaft.“

Gesprächspartner während der Präsentation waren Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, und Ron Lepinat, künstlerischer Leiter des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach. Zahlreiche Interessierte schalteten sich auf Facebook, auf der Website des Landesmusikrats oder per Zoom dazu und stellten im Anschluss an Präsentation und Gesprächsimpuls ihre Fragen.

Verfolgen Sie die Aufzeichnung der Präsentation im Video.
Kurzfassung der Präsentation als PDF herunterladen

Heiner Gembris, Jonas Menze, Sebastian Herbst: Begabungsförderung im Landesjugendorchester. Erfahrungen und Lebenswege ehemaliger Orchestermitglieder (Schriften des Instituts für Begabungsforschung in der Musik, 17). Münster: Lit, 2020. 114 Seiten, Broschur, ISBN 978-3-643-14779-0
Dieser Titel auf der Verlags-Website


Mitglieder-News


Handiclapped Berlin e. V.: 48-Stunden-Hackathon der Initiative KuDiBa

Neue Technologien und die fortschreitende Digitalisierung haben den Zugang zu kulturellen Angeboten für einen Großteil der Bevölkerung enorm erleichtert. Dennoch sind Menschen mit Beeinträchtigung, die gerne Kunst- und Kulturveranstaltungen besuchen möchten, davon ausgeschlossen, oder, wenn überhaupt, fast immer auf die Hilfe anderer angewiesen.

Dieser Zustand ist nicht nur aus rein humanistischer Sicht inakzeptabel. Für die Kulturwirtschaft bedeutet das zugleich auch, dass eine nicht unerheblich große Zielgruppe bei der Gestaltung von kulturellen Angeboten vernachlässigt wird und damit potenzielle Umsätze, die mit diesem Publikum zu erwirtschaften wären, nicht genutzt werden.

Mit „KuDiBa – Kultur Digital Barrierefrei“, einer gemeinsame Initiative von Handiclapped-Kultur Barrierefrei e.V. und MusicTech Germany e.V., sollen die Rahmenbedingungen für mehr Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen an Kulturveranstaltungen verbessert werden.

Auf Basis einer Umfrage, die mit verschiedenen Kooperationspartnern aus den Bereichen Inklusion und Behindertenarbeit durchgeführt wurde, veranstaltet KuDiBa am 27. November einen Hackathon mit dem Ziel, innerhalb von 48 Stunden Prototypen für digitale Hilfsmittel auf Open-Source-Basis zu entwickeln, mit deren Hilfe die Barrieren bei der Teilhabe an Kulturangeboten weiter gesenkt werden können. Programmiererinnen und Programmierer, Designerinnen und Designer und andere Interessierte, mit und ohne Beeinträchtigung, sind dazu eingeladen, daran teilzunehmen. Bis zum 10. November können Interessierte sich über dieses Formular anmelden.

Neben dem Wissen, einen nachhaltigen Beitrag zur Vielfalt der Kulturlandschaft geleistet zu haben, erhalten die Gewinner-Teams im Fall einer erfolgreichen Prototyp-Entwicklung zudem einen bunten Mix an Geld- und Sachpreisen.

Information in leichter Sprache und Anmeldeformular
Ausführliche Information

Das Projekt wird von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Rahmen des Förderprogramms Digitale Entwicklung im Kulturbereich gefördert.


Landesmusikakademie Berlin: Kurse für besondere Unterrichtssituationen

Im November bietet die LMAB interessante Kurse für Musikschullehrkräfte und Musik- und Kindheitspädagoginnen und -pädagogen an.

Besondere Schüler*innen – effektive Strategien für einen souveränen Umgang (10.11.2020) mit Kirsten Klopsch
Das Seminar gibt Hilfen, um beanspruchenden Unterrichtssituationen souveräner zu begegnen, um Auftrag und Position der Lehrkräfte zu klären, um eine Position zu gewinnen zwischen eigenen pädagogischen Werten und Erwartungen von Schüler*innen und Eltern. 

Traumatische Belastungen erkennen und stabilisieren (12.11.2020)
mit Kirsten Klopsch 
Traumata, Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) und wie man sie erkennt, das steht im Fokus dieses Seminars. Sie lernen einfache „außermusikalische“ Stabilisierungstechniken, um Kindern ein Stück Sicherheit und Vertrauen zu geben. Auf diese Weise können sie sich besser auf neue, wertvolle Erfahrungen im Unterricht einlassen. 


Universität der Künste Berlin: Die Spezialsammlungen – auf dem Weg zur Sichtbarkeit

Über Jahre hinweg wurde die vielfältige Sammlungsdokumentation – sowohl in den Akten als auch in den Katalogdaten – gesichtet und aufbereitet. Dabei musste vieles manuell erfasst und angeglichen werden, bis 2019 ein umfassendes Erschließungskonzept etabliert werden konnte.

Während die tiefergehende Erforschung der Sammlungen und ihrer Aktenlage eine gewaltige Aufgabe für die Zukunft darstellt, konnten mit dem Bibliothekssystem Alma bereits eine normierte Erfassung und eine deutliche Sichtbarkeit der Sammlungszugehörigkeit erzielt werden. Auf Grundlage der Erfassung in Alma wird somit eine komfortable Anzeige- bzw. Recherchemöglichkeit im Wissensportal der Künste angeboten. Zusammen mit den weiterführenden Informationen auf der Bibliothekswebseite sind die vielfältigen Schätze nun erstmals an prominenter Stelle sichtbar.

Hierauf gilt es nun aufzubauen. Die Webseite muss weiter mit Inhalten gefüllt, nicht Erschlossenes muss katalogisiert werden. 2021 beginnt die Bibliothek mit dem Digitalisieren ihrer Bestände, sodass zukünftig auch in den Spezialsammlungen gelesen werden kann – anstatt wie bisher nur über sie.

Kontakt: Andrea Zeyns, andrea.zeyns@intra.udk-berlin.de

https://www.udk-berlin.de/service/universitaetsbibliothek/wir-ueber-uns/der-universitaetsbibliothek-zugedacht/


VÖBB: 100 Jahre Theremin – Präsentation in der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB)

Zum 100-jährigen Jubiläum der Erfindung des Theremins präsentiert die Musikbibliothek der ZLB im Haus Amerika-Gedenkbibliothek bis Mitte November eine kleine thematische Ausstellung. Diese bietet CDs mit Theremin-Musik, Sekundärliteratur und ein Moog-Theremini zum Ausprobieren. Parallel dazu können Nutzende des VÖBB mit dem Login via Bibliotheksausweis zwei Playlists mit Thereminklängen streamen – einmal in der Naxos Music Library und einmal im Portal freegalmusic. Die Pfade sowie weitere Hinweise zu den Playlists sind hier zu finden.

Zur Theremin-Playlist der ZLB


Musikbuch-Empfehlung

Albrecht Dümling: Anpassungsdruck und Selbstbehauptung. Der Schott-Verlag im ‚Dritten Reich‘

Rechtzeitig zum 250. Geburtstag des traditionsreichen Schott-Verlages gibt es nun eine einschlägige Publikation, die sich der Aufarbeitung der bisher kaum beleuchteten Situation des Verlags während der NS-Zeit widmet. Möglich wurde das Unterfangen vor allem deshalb, weil in den letzten Jahren das wertvolle historische Schott-Archiv verkauft und zugänglich gemacht wurde: „500 Regalmeter Musikgeschichte“ mit Konvoluten von Musikautographen und Korrespondenzen gingen an ein Konsortium von Bibliotheken und Forschungsinstituten (mehr darüber hier). Mittlerweile ist Vieles davon mithilfe von DFG-Mitteln erschlossen – eine gute Basis für Dr. Albrecht Dümling, der zudem Einblicke in die Verlags-Akten bekam und interessante Dokumente auswählte und auswertete. Dümling, der sich als Vorsitzender des Berliner Vereins musica reanimata e. V. seit über 30 Jahren unermüdlich für die Wiederentdeckung NS-verfolgter Komponistinnen und Komponisten und ihrer Werke einsetzt, entschied sich für die Verlags-Korrespondenzen mit Hermann Reutter und Ernst Toch aus der Staatsbibliothek zu Berlin, nahm Einblick in die Briefe von Werner Egk in der Bayerischen Staatsbibliothek München, sichtete daneben Hindemith-Briefe in Frankfurt und bekam exklusiven Zugang zum bisher unzugänglichen Geschäftsarchiv sowie zum persönlichen Tagebuch von Ludwig Strecker jun. in Mainz.

Das Ergebnis ist ein ebenso differenziertes wie ambivalentes Portrait. Während die damaligen Verlagsleiter, die Brüder Ludwig und Willy Strecker, fast alles in ihrer Macht Stehende unternahmen, um Komponisten wie Hindemith und Toch in Deutschland und im Exil zu unterstützen, verdienten sie parallel sehr viel Geld mit dem Druck von Soldatenliederbüchern, Märschen und Fanfaren. Der bebilderte und mit umfangreichem Register erschlossene Band eröffnet die neue Buchreihe „Musik & Zeitgeschichte“ der ConBrio Verlagsgesellschaft.

Albrecht Dümling: Anpassungsdruck und Selbstbehauptung. Der Schott-Verlag im ‚Dritten Reich‘. Regensburg: ConBrio, 2020. 88 Seiten, Softcover, € 19,90

Dieses Buch auf der Website von ConBrio

Besprechung von Frederik Hanssen im Tagesspiegel, 5.8.2020


LMR-Info Nr. 44, 17. September 2020

LMR-News

Mit Energie und Umsicht: Die Herbstprojekte des Landesmusikrats

Es geht wieder los! Hinter den Kulissen planen und organisieren die Projektleitungen, vor allem mit einem Ziel: die gemeinsame Musikerfahrung wieder möglich zu machen – auf verantwortliche Weise. Hier ein Überblick über die Projekte des Landesmusikrats im Herbst 2020 und darüber hinaus.

Jugend musiziert Berlin: Die Anmeldefrist zum 58. Wettbewerb endet wie in jedem Jahr am 15. November um 18 Uhr. Der Regionalwettbewerb Berlin-Mitte findet zusammen mit der überregionalen Kategorie Populäre Musik am 16. Februar 2021 statt, die Regionalwettbewerbe Berlin-Nord und Berlin-Süd am 23. Februar 2021. Für die Wettbewerbsorte werden Wege und Abläufe sorgfältig geplant, damit die Regeln zum Infektionsschutz eingehalten werden und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Jurorinnen und Juroren und Gäste sich wohl- und sicher fühlen können. Das gleiche gilt für den Landeswettbewerb, der vom 11. bis zum 14. März 2021 in der Universität der Künste in der Bundesallee stattfinden wird.
Allen jungen Musikerinnen und Musikern, die von der Absage von Landes- und Bundeswettbewerb 2020 überrascht wurden, machen das Deutsche Symphonie-Orchester (DSO) und die Staatskapelle Berlin ein besonderes Angebot: An drei Terminen stehen Orchestermitglieder interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern für Online-Coachings zur Verfügung. Sie werden als Zoom-Videokonferenzen von 60 bis 90 Minuten Dauer abgehalten. Dabei geht es vor allem um Fragen der Teilnehmenden, etwa über das Konzertbusiness, den Umgang mit Auftrittssituationen oder über das Repertoire. Das erste Coaching fand am 12. September statt, weitere folgen am 26. September und am 3. Oktober. Vermittelt wurde diese einzigartige Gelegenheit zum Austausch durch die Deutsche Orchester-Vereinigung (DOV).
Zu Jugend musiziert Berlin

Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter: 65 Schülerinnen und Schüler sind bisher angemeldet für die Workshops des Projekts, noch bis zum 18. September ist eine Anmeldung möglich. Alle Termine stehen, alle Abläufe werden zusammen mit dem Team der Dozenten und Dozentinnen sorgfältig geplant.
Zur Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter

Landesjugendorchester Berlin: Weniger Musikerinnen und Musiker auf der Bühne, weniger Publikum im Saal: Aus der Corona-Notwendigkeit macht das größte Ensemble des Landesmusikrats eine musikalische Tugend. Das Landesjugendorchester wird zweimal im Konzerthaus am Gendarmenmarkt auftreten, am 25. und am 26. Oktober – jeweils in begrenzter Besetzung mit einem abwechslungsreichen Programm aus kürzeren Stücken von Carl Philipp Emanuel Bach über Antonín Dvořák bis Benjamin Britten. Die Programmvielfalt erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom 18. bis 24. Oktober in der Landesmusikakademie, angeleitet von langjährigen Dozentinnen und Dozenten – wie immer mit höchstem musikalischem Anspruch. Auch den wichtigsten Jubilar des Jahres 2020 ehrt das Orchester: Im ersten Satz aus Beethovens 3. Klavierkonzert wird Simon Haje als Solist zu hören sein.
Zum Landesjugendorchester Berlin

Berliner JugendJazzOrchester: Zur gleichen Zeit wie das Landesjugendorchester wird das Berliner JugendJazzOrchester (BJJO) in der Landesmusikakademie an seinem Herbstprogramm arbeiten. Unter der Anleitung von Malte Schiller und Prof. Peter Weniger, Jan Kaiser, Sören Fischer und Tobias Backhaus bereiten sich die jungen Jazzmusikerinnen und -musiker auf das Abschlusskonzert am 1. November vor. Am 6. Dezember spielt das BJJO dann in der Kunstfabrik SCHLOT. Auch hier arbeitet das Team sorgfältig Pläne aus, damit alle auf der Bühne und im Publikum das Konzert in Sicherheit genießen können.
Zum Berliner JugendJazzOrchester

Berliner Jazztreff: Der 35. Berliner Jazztreff findet am 22. November 2020 im OYOUN statt (früher Werkstatt der Kulturen). Die Anmeldung ist noch bis zum 30. Oktober möglich. Im Rahmen des 35. Berliner Jazztreffs findet auch die „Landesbegegnung Jugend jazzt“ statt. Informationen zur 18. Bundesbegegnung 2021 können hier nachgelesen werden.
Auf der Seite des Jazztreffs können Interessentinnen und Interessenten sich auch darüber informieren, was die Organisation des Jazztreffs unter den Bedingungen von SARS-CoV-2 bedeuten wird. Je nach behördlichen Auflagen und Entscheidungen wird der Jazztreff bestmöglich organisiert. Neben festen Abläufen und Publikumswegen kann das auch bedeuten, die Teilnehmer- und/oder Besucherzahl zu beschränken. Auch wird geprüft, ob in diesem Fall ein zusätzliches digitales Angebot möglich ist.
Zum Berliner Jazztreff

Instrument des Jahres: Dieses Projekt wurde von Konzertausfällen und Planungsunsicherheit besonders betroffen. Aktuell finden wieder kleinere Veranstaltungen statt. Geigen-Liebhaberinnen und -liebhaber können sich auf der Internet-Seite des Landesmusikrats über bevorstehende Konzerte und andere Veranstaltungen informieren.
Termine zum Instrument des Jahres

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Hier machte das Workshop-Format Junges Musiklabor Berlin bereits den Schritt hin zum digitalen Event – mit großem Erfolg, wie in lmr-info Nr. 43 berichtet. Daran knüpft das Junge Musiklabor am 3. und 4. Oktober an mit seinem Workshop „ludwig van! Auf Tischen und Stühlen: Wie klingt dein Beethoven?“ unter der Leitung von Hermann Kretzschmar vom ensemble modern. Einen Flyer können Sie hier herunterladen. Für den spannenden Workshop können sich interessierte Schülerinnen und Schüler noch bis zum 23. September anmelden.
Bis zum 15. Oktober können sich dann Musikerinnen und Musiker zum Winterprojekt des Landesjugendensembles Neue Musik anmelden. Nach Proben im Januar findet das Abschlusskonzert am 1. Februar im Konzerthaus statt. Das Programm mit Werken von Milica Djordjevic, Tansy Davies, George Crumb, Rebecca Saunders und Vinko Globokar steht unter der Leitung von Christoph Breidler. Musikalisch erwartet die Zuschauerinnen und Zuschauer in diesem Programm ein echtes Kaleidoskop: viele verschiedene Bausteine und Parameter, die in immer unterschiedlichen Beziehungen neue Klangbilder ergeben. Das Team lädt herzlich ein: „Wir freuen uns mit Euch auf die Werke von ausschließlich lebenden Komponistinnen und Komponisten – folgt uns ‚into the blue‘ …“
Zum Landesjugendensemble Neue Musik Berlin

Berliner Chortreff: Der Berliner Chortreff war nach dem üblichen Vierjahresturnus 2021 vorgesehen. Aufgrund der Pandemie wurde jedoch der Deutsche Chorwettbewerb – für den der Chortreff die Vorauswahl organisiert – auf 2023 verschoben, und der Berliner Chortreff schließt sich an: Er wird 2022 stattfinden.

Musikarbeitsmarkt transnational: Das Beratungs- und Vermittlungsangebot des Landesmusikrats für Musikerinnen und Musiker, die ihre Heimat verlassen mussten, setzt seine Arbeit unbeirrt fort. Das bereits für das Frühjahr geplante Tagessseminar zusammen mit ver.di Berlin-Brandenburg wird am 27. Oktober von 9:30 bis 16:30 Uhr in der ver.di-Zentrale stattfinden.
Zum Musikarbeitsmarkt transnational


Raum zum Musizieren: Neue Koordinationsstelle im Landesmusikrat

Seit August dürfen Berliner Amateurchöre und -orchester wieder in geschlossenen Räumen proben. Viele der bisher genutzten Räumlichkeiten sind jedoch aufgrund der einzuhaltenden Mindestabstände für große Ensembles zu klein; ein großer Teil der Räume ist noch nicht wieder zugänglich. Auch Proben im Freien werden nicht mehr lange möglich sein. Mehr als 120 000 Berlinerinnen und Berliner gehören Amateurchören und -orchestern an. Sie sind auf Unterstützung bei der Raumsuche dringend angewiesen.

Deswegen freut sich der Landesmusikrat über zwei neue Mitglieder im Team: Antje Materna und David Montero koordinieren seit dem 15. September gemeinsam Raumbedarf und Raumangebot, um mehr Berliner Musikliebhaberinnen und Musikliebhabern das gemeinschaftliche Musizieren und Auftreten zu ermöglichen. Die Mittel dazu kommen aus einer Sonderzuwendung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Auch seinen eigenen Internetauftritt hat das Team.

Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Berliner Landesmusikrats, sagt: „Täglich erreichen uns, den Chorverband und weitere Mitglieder Hilferufe von Ensembles, die ihre Probenräume aktuell nicht nutzen dürfen. Wir danken der Senatsverwaltung für Kultur und Europa für die Möglichkeit, die temporäre Koordinationsstelle einzurichten. Gleichzeitig bitten wir alle Berlinerinnen und Berliner: Melden Sie uns potenzielle Probenräume! Jetzt sind auch unkonventionelle Lösungen gefragt! Jeder große Raum kann genutzt werden, wenn Lüftungsmöglichkeiten vorhanden sind."

Kontakt:
Raumkoordination
Antje Materna & David Montero
Landesmusikrat Berlin e.V. | Lübecker Str. 23, 10559 Berlin
Tel. + 49 157 34 49 78 96 | Fax +49 30 39731088
raumkoordination@landesmusikrat-berlin.de


Zeigen Sie’s uns: Fotowettbewerb „Musik verbindet“ auf der Zielgeraden

Mit Zuversicht und gründlicher Planung ist das Berliner Musikleben in den Herbst 2020 gestartet. Doch bietet es mehr als weiträumig bestuhlte Konzertbühnen und Zuschauerreihen, Chorproben und Bandauftritte mit Abstand und Lüftungspausen. Dem aufmerksamen Auge zeigen sich oft Szenen, in denen die verbindende Kraft der Musik erlebbar und sichtbar wird. Greifen Sie zur Kamera und zeigen Sie die Musik im Alltag, die Berlinerinnen und Berliner überall in der Stadt begeistert und miteinander verbindet! Bis zum 31. Oktober können Sie Ihre Bilder einreichen. Wir freuen uns auf Motive, die Ihren ganz persönlichen Blick offenbaren. Informationen und bisherige Beiträge finden Sie auf unseren Seiten.


Willkommen beim Landesmusikrat: Neue Mitglieder im Team

Janine Bogosyan hat im September die Leitung des Projekts „Instrument des Jahres 2021“ übernommen. Die gebürtige Münchnerin studierte in Leipzig und Madrid Kommunikationsmanagement, Geschichte und Hispanistik. Ihre Leidenschaft ist das Musikmanagement: Viele Livemusikbühnen hat sie selbst gegründet und betreut. Zum Landesmusikrat hat sie auch ihr Interesse an Stadt- und Kirchengeschichte gebracht, denn das Instrument des Jahres 2021 wird die Orgel sein.

Antje Materna, aus Frankfurt an der Oder stammend, und der gebürtige Spanier David Montero werden gemeinsam Amateurchören und -ensembles dabei helfen, geeignete Räume für Proben und Auftritte zu finden. Beide haben an verschiedenen europäischen Universitäten studiert, und beide sind seit Jahren erfolgreich im Veranstaltungs- und Bildungsmanagement aktiv – beste Voraussetzungen für ihre neue Aufgabe.

Sophia Berendt ist bereits als Projektleiterin für das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin mit großem Einsatz dabei. Nun hat sie auch die Leitung von Jugend musiziert Berlin übernommen.


Beethoven | Freiheit: Themenpfad im Deutschen Historischen Museum

Anlässlich des Beethoven-Jubiläums wirft das das Deutsche Historische Museum einen Blick auf das Spannungsverhältnis „BEETHOVEN | FREIHEIT“: Was bedeutete „Freiheit“ für Beethoven? Wie entstand posthum der Mythos Beethovens als Revolutionär und Verfechter aufklärerischer Freiheitsideale?

Der neue Themenpfad des Deutschen Historischen Museums ist seit dem 20. August in der Dauerausstellung bei freiem Eintritt zu sehen. Er führt zu den Kernthemen im Leben und Werk des Komponisten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Deutschen Historischen Museums. Einen digitalen Flyer (PDF) können Sie hier herunterladen.


Christoph Pabel, 1938–2020

In tiefer Trauer nimmt der Landesmusikrat Berlin e. V. Abschied von Christoph Pabel.

Christoph Pabel wurde 1938 in Weilburg an der Lahn geboren; 1957 machte er sein Abitur am Hans-Thoma-Gymnasium in Berlin-Hermsdorf. Als Lehrer prägte er seit 1965 die musikalischen Erfahrungen vieler Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien in Berlin-Grunewald. Als Oberstudiendirektor am Walter-Rathenau-Gymnasium leitete er nicht nur Chor und Orchester, sondern gründete auch die erste Steelband an einer Berliner Schule und leitete das Bezirksorchester Charlottenburg. Darüber hinaus war er Vertrauenslehrer, Ansprechpartner der Schulen für Theater und Betreuer des Ruder-Teams.

Sein Engagement inspirierte die Arbeit in der Rahmenplankommission Musik für die Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe. Unvergesslich ist seine tatkräftige Unterstützung der sechs Wilmersdorfer Jugendorchester, die er in Zusammenarbeit mit den Musiklehrerinnen und -lehrern des Bezirks seit 1970 durch Orchesterwochen und Konzerte entscheidend förderte. Von 2003 bis 2010 wirkte er mit großem Einsatz im Regionalausschuss von Jugend musiziert für Berlin-Mitte mit, unter anderem als Juryvorsitzender auf Regional- und Landesebene. Über alle diese Pflichten und dieses Engagement hinaus blieb er mit Leib und Seele Pädagoge: Bis 2014 unterrichtete er Kinder und Jugendliche im Cellospiel. Am 5. Juli 2020 verstarb Christoph Pabel in Berlin-Zehlendorf.

Prof. Joël Betton, Ehrenvorsitzender des Regionalausschusses Jugend musiziert Berlin-Mitte, schreibt über seinen verstorbenen Kollegen: „Christoph Pabel war jahrelang Mitglied in unserem Ausschuss. Ich habe seine Vitalität und seine ansteckende Begeisterung für die Jugend immer bewundert. Christoph hat meine Art, Jugend musiziert zu ‚leben‘, sehr geprägt, denn er achtete immer darauf, das Ganze wahrzunehmen. Ihm war stets jeder Teilnehmer als einzelne Person wichtig. Die Arbeit der Lehrenden und das Engagement der Eltern wusste er immer zu würdigen. Christoph war ein begnadeter Lehrer, ein Förderer der musizierenden Jugend und eine inspirierende Persönlichkeit für alle, die das Glück hatten, Ihm zu begegnen. Es ist immer schmerzhaft, einen solchen Menschen zu verlieren. Christoph hat aber so viel gegeben und so viel geschenkt, daß er in den Gedanken seiner Freunde und ehemaligen Schüler immer gegenwärtig bleiben wird.“


Berichte

Jour fixe „Musik und Stadt“: Klimaschutz

Am 7. September trafen sich auf der Bühne der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain Josephine Hübner (Fridays for Future Berlin), Vladimir Jurowski (Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin), Daniel Wesener (parlamentarischer Geschäftsführer und Sprecher für Kultur und Haushalt von Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus), Nadine Michelberger (PEOPLE Festival) und Daniele Murgia (2bedifferent); die Moderation lag in den Händen von Ralf Sochaczewsky vom Landesmusikrat Berlin. Die Leitfrage der Debatte lautete: Wie können die Akteure des Musiklebens – Musikerinnen und Musiker, Veranstalter und politische Entscheidungsträger – das Ihre dazu beitragen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken?

Josephine Hübner betonte, dass der Klimawandel unausweichlich und nachhaltiges Handeln dringend geboten sei; Vladimir Jurowski erzählte von den Schritten, die das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unternehme, etwa die künftige Einschränkung von Flugreisen und das gezielte Mitdenken von Klimaneutralität in der Gesamtplanung. Nadine Michelberger konnte von den überwiegend ermutigenden Erfahrungen nach der Organisation und Durchführung des klimaneutralen PEOPLE-Festivals berichten. Daniele Murgia steuerte die Perspektive der Beratungsagentur 2bedifferent für nachhaltige Veranstaltungswirtschaft bei. Den Standpunkt und die gestalterischen Möglichkeiten der Kulturpolitik erläuterte Daniel Wesener.

Der junge Geiger Simon Zhu, Student am Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin, beeindruckte live mit der Caprice Nr. 24 a-Moll von Niccolò Paganini; für die erkrankte Singer-Songwriterin Nadia Bouamra Martinez aus Barcelona sprang innerhalb weniger Stunden Rita Gueli mit ihrer Interpretation von Michael Jacksons „Earth Song“ ein.
Die gesamte Diskussion wurde gleichzeitig zu einem Public Viewing ins Hotel Michelberger übertragen. Auf der Website des Landesmusikrats können Interessierte sie in der Video-Aufzeichnung nachschauen oder als Transkription (PDF) nachlesen.


Digitale Bühne zum Abschluss von „Jugend musiziert“ 2020

Rund 300 Berliner Jugendliche haben sich bei Jugend musiziert Berlin im Februar auf Regionalebene durch herausragende Leistungen für den Landeswettbewerb qualifiziert. Wegen der Pandemie mussten jedoch Landes- und Bundeswettbewerb ausfallen. So konnte das beliebte traditionelle Bundespreisträgerkonzert im Roten Rathaus ebenfalls nicht stattfinden. Damit die vielen musikalischen Talente Berlins ihr Können trotzdem angemessen vorstellen konnten, bot der Landesmusikrat Berlin ihnen eine digitale Bühne. Von Sonnabend, dem 29. August 2020, ab 17 Uhr bis Sonntag, dem 30. August 2020, 18 Uhr stellten sich Preisträgerinnen und Preisträger in selbstproduzierten Videos auf der Internet-Präsenz von Jugend musiziert Berlin vor. Ein digitaler Workshop zum Thema „Home-Recording“ hatte sie auf diese Aufgabe vorbereitet.

Zu sehen und zu hören waren dreizehn lohnende Beiträge von Pianistinnen und Pianisten, einer Harfenistin, Holzbläserinnen solo und im Duett und zwei jungen Schlagzeugern, dazu ein Blechblas- und ein Kontrabass-Ensemble – dank der technischen Vorbereitung in beachtlicher Bild- und vor allem Tonqualität. Die Klickzahlen verrieten reges Interesse. Die Präsentation endete pünktlich am Sonntag um 18 Uhr. Der herzliche Dank des Jugend-musiziert-Teams gilt allen jungen Musikerinnen und Musikern, den Lehrerinnen und Lehrern und den Familien für das Gelingen!


Mitglieder-News

Deutsche Orchestervereinigung & KulturLeben Berlin: Aktion #MusikerFürMusikerBerlin

Gemeinsam mit dem Verein KulturLeben Berlin hat die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) zur Aktion #MusikerFürMusikerBerlin aufgerufen. Die Idee: Aufgrund der coronabedingten Platzbeschränkungen in Konzert- und Theatersälen werden Menschen mit Beeinträchtigungen faktisch vollständig vom Kulturgenuss ausgeschlossen. Daher hat die DOV Kammermusikensembles der Hauptstadt-Klangkörper aufgerufen, kleine Konzerte pro bono direkt zu den Menschen in Alten- und Pflegeheimen sowie in Betreuungsstätten für Leute mit Behinderungen zu bringen. Das Gute: Die Einrichtungen zahlen an KulturLeben für die Konzerte. Mit diesen Einnahmen finanziert KulturLeben weitere Kammermusikauftritte, bei denen dann freischaffende Musikerinnen und Musiker honoriert zum Einsatz kommen.

Die Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin feierte am 8. September ihren erfolgreichen Start mit Mitgliedern des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Das erste Konzert fand vor zwanzig begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern in der Tagespflegestätte Selerweg statt, einer Einrichtung der Reha-Steglitz gGmbH für ältere Menschen. Mit Divertimenti von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn und einem Trio von François Devienne boten Kornelia Brandkamp (Flöte), Verena Wehling (Viola) und Thomas Rößeler (Violoncello) vom DSO ihrem Publikum ein heiteres und gleichzeitig facettenreiches und hochvirtuoses Programm aus der klassischen Epoche.

So unterstützen Sie die Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin: Berliner Einrichtungen (soziale Träger, Bürgerämter, Kirchengemeinden, Unternehmen etc.) können sich als Konzert-Gastgeber an der Kampagne beteiligen, in dem sie einen Konzertort stellen und eine Honorarspende an KulturLeben Berlin entrichten. Berliner Musikerinnen und Musiker treten dort im Rahmen der Kampagne ehrenamtlich auf. Die von den (in der Regel) festangestellten Musikerinnen und Musikern eingeworbenen Spenden kommen freischaffenden Berliner Musikerinnen und Musikern zu Gute. Ensembles vom Trio bis zum Quintett, die ehrenamtlich mitwirken möchten, sind gebeten, sich bei KulturLeben Berlin zu melden. Wir freuen uns auf Ihre tatkräftige Unterstützung!


Handiclapped: KuDiBa sucht: Ihre Wünsche zur Barrierefreiheit von Konzerten

Alle Menschen sollen Konzerte erleben können.
Vor Ort und im Internet.
Wir wollen, dass das einfacher wird.
Für das Publikum und für Künstlerinnen und Künstler.
Besonders für Menschen mit Beeinträchtigung.
Dieses Vorhaben soll dabei helfen.
Wir fragen welche Hürden es gibt.
Wir suchen Ideen diese zu beseitigen.
Wir sammeln, welche Lösungen es schon gibt.
Wir veranstalten ein Treffen von Entwicklerinnen und Entwicklern.
Sie arbeiten zusammen an neuen Lösungen.
Die Ergebnisse stehen allen kostenfrei zur Verfügung.

Sie können helfen: Schicken Sie uns Ihre Wünsche zur Barrierefreiheit.
Beispiele: Eine Seite mit Informationen zu Konzerten in Leichter Sprache.
Menschen mit Sehbeeinträchtigung sollen Eintrittskarten leichter buchen können.

Mehr Informationen: http://kudiba.berlin/

„KuDiBa – Kultur Digital Barrierefrei“ ist ein Vorhaben von Handiclapped – Kultur Barrierefrei e.V. und MusicTech Germany e. V., gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.


Landesmusikakademie Berlin: Kursbetrieb wieder vollständig aufgenommen!

Ab Mitte Mai schon fanden wieder erste kleinere Kurse statt. Mittlerweile hat die Landesmusikakademie Berlin ihren Kursbetrieb wieder vollständig aufgenommen. Einige Kurse werden jetzt als Online-Workshops durchgeführt: Informieren Sie sich hierzu bitte in unserer Kurssuche.

Sämtliche Kurse vor Ort finden unter Berücksichtigung der aktuellen Abstands- und Hygieneregeln statt. Ein entsprechendes Hygienekonzept wurde speziell für unsere Bedürfnisse erarbeitet und vom Gesundheitsamt des Bezirks Treptow-Köpenick genehmigt.  

Dass Teile unserer Kurse im Freien stattfinden können, ist nun ein großer Vorteil: Die Akademie liegt mitten im Naturpark Wuhlheide und verfügt über einen Innenhof in unmittelbarer Nähe zu ihren Kursräumen, die im Gebäude des FEZ-Berlin untergebracht sind.  

Nutzen Sie also die zweite Jahreshälfte für eine Fortbildung oder einen Workshop an der Landesmusikakademie Berlin.  Auf dieser Seite finden Sie auf einen Blick alle Dozentinnen und Dozenten, die in dem Zeitraum bis zum Dezember 2020 noch einen oder sogar mehrere Kurse anbieten. Auch Fort- und Weiterbildungen sind dabei. Schauen Sie sich um! 


LBBL: Endlich wieder Live-Musik! Die 30. Orchesterwerkstatt in Rheinsberg

Nach vielen E-Mails hin und her, Erläuterungen zum Hygienekonzept und sonstigen Auflagen war es soweit: Die etwa fünfzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer der lange umbangten 30. Orchesterwerkstatt des Landesverbands Berlin-Brandenburgischer Liebhaberorchester trudelten im Laufe des 28. August.2020 in Rheinsberg ein und versammelten sich am Abend mit gebührendem Abstand im Probensaal. Die alten Bekannten begrüßten sich – ebenfalls mit der notwendigen räumlichen Distanz, aber nicht weniger herzlich. Nur einer fehlte: Friedemann Neef, unser Dirigent! Während der Begrüßung durch Rainer Vogt und Winfried Szameitat wurden die vielen Schwierigkeiten beschrieben, die im Vorfeld der Werkstatt von den Organisatoren aus dem Weg geräumt worden waren: vom Umbau des Probensaales bis zum Wasserschaden in der Küche, sodass unsere Verpflegung in Frage gestellt war, bis schließlich zur Absage von Friedemann Neef am Morgen des Anreisetages wegen Beschwerden, die „nur“ eine Erkältung, aber eben auch Corona anzeigen konnten! Wo so schnell Ersatz finden?

Mit vereinten Kräften wurde das Unmögliche möglich gemacht: Am Abend leitete Till Schwabenbauer (1. Vorsitzender des LBBL, Dirigent mehrerer Amateurorchester) die Tuttiprobe, Jens Naumilkat (Stimmführer Cello) übernahm spontan die ebenfalls für den Abend angesetzte Streicherprobe. Für die nächsten Tage hatte Winfried Chrysanthie Emmanouilidou gewinnen können, eine überaus temperamentvolle Griechin, die uns mit ihrer unglaublichen Energie und musikalischen Leidenschaft inspirierte und begeisterte. Wenn nötig, verlieh sie ihrem Ausdruckwillen Nachdruck durch heftiges Stampfen mit dem Fuß, sie wirbelte herum wie eine Tänzerin und riss uns alle mit!

Auf dem Programm standen die ersten beiden Sätze der „Pariser Symphonie“ sowie die „Kleine Nachtmusik“ von W. A. Mozart, zwei Polkas von Johann Strauß und drei Sätze aus der Sammlung „Old Wine in New Bottles“ für Blasorchester von Gordon Jacob. Unter der Leitung von Winfried Szameitat wurden wir Bläserinnen und Bläser trotz der ungewohnt großen Abstände befähigt, so fein aufeinander zu hören, dass wir zu gemeinsamer Intonation (ohne Stimmgerät!) und lebendigem Musizieren fanden.

Die Streicher entwickelten mithilfe von Chrysantie nicht nur bewundernswerte Präzision, sondern auch kraftvolles musikalisches Engagement: Es war deutlich zu hören und zu spüren, dass es uns allen einen Riesenspaß gemacht hat, endlich wieder miteinander Musik machen zu können! Erstaunlicherweise haben wir uns an die großen Abstände sehr schnell gewöhnen können. Die Kommunikation untereinander geschieht offenbar doch nicht ausschließlich über das Hören, sondern auch über die nebenbei wahrzunehmende Gestik und Bewegung beim Spielen.

Beim Abschlussvorspiel am Sonntagnachmittag waren erlesene achtzehn Zuhörer zugelassen, die, auf der Empore sitzend, sich mit uns freuen und würdigen konnten, was wir in der kurzen Zeit und trotz aller Schwierigkeiten entwickelt hatten. Auch das Wetter hat uns geholfen, sodass wir die Mahlzeiten überwiegend im Freien einnehmen und abends beim Rotwein zusammen sitzen konnten, ohne uns nur schreiend verständigen zu können.

Es war wirklich ein großes Glück, das alles wieder zu erleben! Und damit ein riesiger Dank an alle, die das möglich gemacht haben!

(Bericht: Dr. Elisabeth Bingel)


Jutta Eckes: Itallegro

Ob Sängerinnen oder Instrumentalisten, Profis, Laien oder Konzertgängerinnen – wer sich mit klassischer Musik beschäftigt, benötigt Italienischkenntnisse. Im Vergleich zu den bisher bekannten Lehr- oder Wörterbüchern macht das kürzlich erschienene ITALLEGRO deutlich mehr Lust auf einen kleinen musikalischen Sprachkurs. Das neue Buch der Italianistin und Dolmetscherin Jutta Eckes erklärt rund vierhundert Begriffe in einem alphabetischen Glossar. Audiofiles mit korrekter Aussprache der Wörter stehen zum Download auf der Website des Breitkopf-Verlags bereit. Hilfreich sind daneben die „Vetrinette“: übersichtliche Schautafeln mit Vokabeln zu einzelnen Themen. Den eigentlichen Reiz des schön gestalteten Buches machen aber die Parallelen zur italienischen Alltagssprache aus. Innerhalb des Glossars und in separaten „Storielle“ („Geschichtchen“) bietet die Autorin unterhaltsames Hintergrundwissen. Gleichzeitig warnt sie vor Stolperfallen, wenn die Ausdrücke aus Opernlibretti im heutigen Italienisch auf Unverständnis stoßen oder wenn italienische Wörter andere Bedeutungen haben als erwartet: „Dirigente“ ist eine Führungskraft, hinter einem „Timpano“ kann ein Maccheroniauflauf stecken und „far fagotto“ heißt „seinen Kram packen“.

Jutta Eckes: Itallegro. Italienische Begriffe von A–Z in der Musik und im Alltag – Glossar, Anekdoten und Beiseite-Gesprochenes. Illustration: Mehrdad Zaeri. 120 Seiten, Hardcover.
Dieses Buch auf der Website des Verlags

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info Nr. 43, 5. August 2020

News

Drinnen gemeinsam Singen: Produktives Treffen mit Kultursenator / Standards täglich erwartet

Nachdem der Senat am 23. Juni 2020 mit der Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin beschlossen hatte, das gemeinschaftliche Singen in geschlossenen Räumen nicht zu erlauben (§ 5 Abs. 1), ist diese Regelung vor allem in der Fachöffentlichkeit kontrovers diskutiert worden.

Kultursenator Dr. Lederer, der Berliner Chorverband und der Landesmusikrat Berlin sind sehr schnell übereingekommen, diese Regel, ihre Konsequenzen und auch mögliche Perspektiven zur (Wieder-) Ermöglichung gemeinschaftlichen Singens mit Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft und den Betroffenen zu diskutieren.

Dieses vom Landesmusikrat Berlin und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gemeinsam vorbereitete Gespräch fand am 21. Juli 2020 in den Räumen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa statt. Neben dem Berliner Landesmusikrat und den Chorverbänden nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen und der Rundfunkchöre teil. Es moderierte die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, Hella Dunger-Löper.

Bereits am Vormittag hatte der Senat in Kenntnis der Diskussion auf Vorschlag des Kultursenators eine Neuregelung beschlossen. Künftig soll gelten: In geschlossenen Räumen kann gemeinsam gesungen werden, wenn die im Hygienerahmenkonzept der für Kultur zuständigen Senatsverwaltung festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingehalten werden.

Neben der Beantwortung eines umfangreichen Fragenkatalogs, den der Landesmusikrat Berlin aus Einsendungen seiner Mitglieder zusammengestellt hatte, kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überein, auf Grundlage der neuen Regelung die nun geforderten Hygiene- und Infektionsschutzstandards kurzfristig gemeinsam zu erarbeiten und abzustimmen.

Allen Beteiligten ist dabei klar, dass die sich aus den Standards ergebenden Anforderungen und Notwendigkeiten Berlin und seine Institutionen vor große Herausforderungen stellen werden. Der Wille, diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern, ist bei allen Beteiligten ebenso klar erkennbar.

Die Präsidentin des Landesmusikrates Berlin e. V., Hella Dunger-Löper: „Solche Veranstaltungen sind wichtig, um Entscheidungsprozesse gut zu kommunizieren und eine möglichst breite Transparenz herzustellen. Damit kann es auch gelingen, das umfassende und vielfältige Wissen der Betroffenen mit einzubeziehen. Dass dieser Prozess gemeinsam mit der Kulturverwaltung sehr schnell möglich war, ist ein gutes Omen für die weitere Zusammenarbeit.“

Der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer: „Die unverändert kritische Pandemielage und die inzwischen als gesichert geltende besondere Risikosituation durch Aerosolverbreitung der Virenlast, die beim Gesang besonders hoch ist, zwingen uns permanent zur Auseinandersetzung mit den Fragen: Welche Maßnahmen bieten den größtmöglichen Schutz? Was ist mit vertretbarem Risiko an vorsichtigen Öffnungen möglich? Vor dem Hintergrund häufig unterschiedlicher Einschätzungen und der Notwendigkeit schnell zu reagieren, können Entscheidungen getroffen werden, die nicht allen gefallen bzw. auch nicht mit allen abgestimmt werden. Mit dieser Kritik muss ich umgehen – und aus ihr lernen. Ich freue mich daher umso mehr, dass das heutige Gespräch miteinander dennoch sachlich und lösungsorientiert möglich war und auch zu neuen Ideen führte.“

Die am Gespräch beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

  • Prof. Petra Gastmeier, Fachärztin für Hygiene und Umwelt an der Charité Berlin,
  • Prof. Martin Kriegel, Energietechnik, TU Berlin,
  • Prof. Tobias Kurth, Epidemiologe an der Charité Berlin,
  • Prof. Dirk Mürbe, Direktor der Klinik für Audiologe und Phoniatrie an der Charité Berlin,
  • Dr. Thomas Voshaar, Pneumologe, Leiter der Klinik 3 der Stiftung Krankenaus Bethanien, Moers.

Pressemitteilung als PDF

Update, 10. August:
Wie gemeinsam singen in Zeiten von Corona? – Hygienerahmenkonzept der Senatsverwatlung für Kultur und Europa liegt vor

Pressemitteilung als PDF


Jugend musiziert Berlin: Preisträgerinnen und Preisträger in Online-Videos erleben / Online-Workshop am 8. August

Der Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin musste wegen der Corona-Krise in diesem Jahr ebenso ausfallen wie der Bundeswettbewerb in Freiburg im Breisgau. Trotzdem sollen die Ergebnisse, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Regionalwettbewerbs im Februar erspielt haben, nicht einfach verlorengehen.

Deshalb bietet der Landesmusikrat Teilnehmerinnen und Teilnehmern an, ihre Beiträge am 29. August 2020 auf seiner Website als Online-Videos zu präsentieren. Eine Schulung zum Erstellen geeigneter Videos findet am 8. August per Zoom-Konferenz statt. Interessentinnen und Interessenten wenden sich bitte per E-Mail ans Jugend-musiziert-Team.


Jazztreff 2020 am 22. November im OYOUN / Plattform für Jazzszene und „Jugend jazzt“

Der Berliner Jazztreff geht in seine 35. Runde. Alljährlich bringt der Jazztreff die ganze Vielfalt der Berliner Jazzszene auf die Bühne, vom Jazznachwuchs über Amateur- und Profi-Ensembles bis hin zu nationalen Jazzgrößen. Gleichzeitig können Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor einer Fachjury für den Wettbewerb „Jugend jazzt“ antreten. Die Jurymitglieder erteilen allen Interessierten auch Rat für ihre musikalische Arbeit.

Der 35. Berliner Jazztreff wird am 22. November 2020 im OYOUN stattfinden (ehemals „Werkstatt der Kulturen“, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin-Neukölln). Zur Teilnahme anmelden kann man sich ab dem 10. August 2020 auf der Internetseite des Landesmusikrats Berlin.

Dort können Interessentinnen und Interessenten sich auch auf dem Laufenden halten, was die Organisation des Jazztreffs unter den Bedingungen von SARS-CoV-2 bedeuten wird. Obwohl die Lage in Deutschland derzeit recht gut aussieht, bleiben die weiteren Entwicklungen abzuwarten. Je nach behördlichen Auflagen und Entscheidungen wird der Jazztreff hinsichtlich der Hygiene-Schutzmaßnahmen bestmöglich organisiert. Neben festen Abläufen und Publikumswegen kann das auch bedeuten, die Teilnehmer- und/oder Besucherzahl zu beschränken. Auch wird geprüft, ob in diesem Fall ein zusätzliches digitales Angebot möglich ist.


Jour fixe „Musik und Stadt“: Klimaschutz am 7. September 2020

7. Jour fixe „Musik und Stadt“: Klimaschutz
7.9.2020, 19 Uhr, Livestream aus der ALEX-Halle Friedrichshain
Moderation: Ralf Sochaczewsky (Landesmusikrat Berlin e. V.)

Podiumsteilnehmerinnen und Podiumsteilnehmer:
Josephine Hübner (Fridays for Future Berlin)
Vladimir Jurowski (Chefdirigent und Künstlerischer Leiter– Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin)
Daniel Wesener, MdA (Parlamentarischer Geschäftsführer und Sprecher für Kultur und Haushalt – Bündnis 90/Die Grünen)
Nadine May (Michelberger Music Festival)
Daniele Murgia (Partner – 2bedifferent)

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 100.000 Menschen auf die Straße gegangen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Wir fragen uns im 7. Jour fixe: Inwiefern sind wir als Musikszene betroffen? Ist zum Beispiel der Widerspruch zwischen der notwendigen Reduktion des CO2 Ausstoßes und Weltourneen von Spitzenorchestern auflösbar? Wie organisiert man nachhaltige und emissionsarme Musikfestivals?

Auch Sie sind wie immer herzlich eingeladen, Fragen und Anregungen an das Podium zu richten! Bitte schreiben Sie uns dafür bis zum 3.9.2020 an stoff@landesmusikrat-berlin.de


Webseiten für Musik: Freie Förderplätze für Vereine und Verbände / Jetzt bewerben!

Der Förderverein für regionale Entwicklung e. V. setzt sich mit seinen Azubi-Projekten für die praxisnahe Ausbildung von Berufsschülerinnen und -schülern und Studierenden ein. Förderschwerpunkt hierbei ist die kostenfreie Webseitenerstellung für Kommunen, Vereine, soziale und öffentliche Einrichtungen und kleinere Unternehmen. Der Förderverein unterstützt damit Auszubildende aus den Bereichen Web-Design, Programmierung und Büromanagement durch eine praxisnahe Ausbildung und bereitet sie so auf das Berufsleben vor.

Um den Azubis die Arbeit an vielseitigen Webseitenprojekten mit verschiedenen Anforderungen zu ermöglichen, wurde das Förderprogramm „Musik online“ ins Leben gerufen. Die Azubis erarbeiten gemeinsam mit Projektpartnern aus dem Bereich der Musik einen individuellen, modernen Internetauftritt, der über Ihr Repertoire, Wissenswertes über verschiedene Instrumente und kommende Konzerte informiert. Anschließend ermöglicht ein benutzerfreundliches Redaktionssystem die eigenständige Pflege der Webseite – Programmiererkenntnisse sind hierfür nicht notwendig. Die Erstellung der Webseite ist für die Projektpartner dabei kostenfrei.

Ausführliche Projektinfo und Bewerbungsformular


„SingBus“ unterstützt Kinderchöre / 2021 in Berlin und Brandenburg / Bis 1. September bewerben

Das neue Programm „Kinderchorland“ der Deutschen Chorjugend verfolgt die Vision „In jedem Ort ein Kinderchor“. Es schickt einen „SingBus“ an Stationen in ganz Deutschland, um Kinderchorarbeit vor Ort zu unterstützen. Mit an Bord: eine mobile Konzertbühne und die „Sing- und Kling“-Ausstellung mit verschiedenen Exponaten rund um die Stimme.

In Berlin und Brandenburg wird der SingBus vom 30. Januar bis zum 26. Februar zu Gast sein. Bis zum 1. September 2020 können sich Interessierte als SingBus-Station für diesen Zeitraum bewerben. Sie bekommen Unterstützung beim Aufbau eines neuen Kinderchors und bei der Chorarbeit, fachliche Impulse, Beratung und Weiterbildungsmöglichkeiten zu Themen rund um Chorleitung, Chormanagement und Chorgemeinschaft sowie Unterstützung bei der Beantragung von Fördergeldern. Hinzu kommen die Vernetzung in der Region und der regelmäßige Erfahrungsaustausch im Netzwerk Kinderchorland.

Bei Fragen oder weiteren Ideen können sich Interessierte an die E-Mail-Adresse clara.schuerle[at]deutsche-chorjugend.de oder an die Telefonnummer 0)30–847 10 89-52 wenden.

Zur Website Kinderchorland
Über den SingBus


Berichte

6. Jour fixe „Musik und Stadt“: Komponistinnen gestern und heute

Zur Diskussion über das Thema „Komponistinnen gestern und heute“ begrüßte am 22. Juni Dr. Adelheid Krause-Pichler in der ALEX-Halle die Musikhistorikerin Prof. Dr. Beatrix Borchard aus Hamburg, die Geschäftsführerin der Dwight-und-Ursula-Mamlok-Stiftung Bettina Brand und die Komponistinnen Violeta Dinescu und Susanne Stelzenbach.

Die Veranstaltung wurde eingeleitet von einer Uraufführung: Die Cellistin Ehrengard von Gemmingen interpretierte das Stück „Litanei I“, komponiert von Violeta Dinescu. Später erklangen die „Fantasy Variations“ von Ursula Mamlok und „Formspiele“ von Susanne Stelzenbach.

Die spannende Sendung kann auf der Internetseite des Landesmusikrats angeschaut werden.


Was macht der Landesmusikrat? Hella Dunger-Löper zu Gast bei TV.Berlin

Am 19. Juni erläuterte Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats, im Studio von TV.Berlin dem Journalisten Dr. Peter Brinkmann Rolle und Bedeutung des Landesmusikrats. Das Gespräch wurde am 11. Juli gesendet und steht auf YouTube weiter zur Verfügung.

Im Gespräch versetzt sich Peter Brinkmann in die Rolle eines Berliners, der zum ersten Mal von einer Einrichtung namens Landesmusikrat hört und nun eine Fülle von Fragen an Hella Dunger-Löper hat, vom Grundsätzlichen bis zu vermeintlichen Nebenaspekten. Er gibt der Präsidentin damit Gelegenheit, Aufgaben und aktuelle Anliegen des Landesmusikrats vorzustellen.

Zum Video des Gesprächs


Digital now! Ein Erlebnisbericht über den ersten digitalen Musik-Workshop des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin

Ausfälle, Aerosole, Hygienevorschriften und Abstandsregeln – die letzten Monate waren geprägt von einer (Planungs-)Unsicherheit, wie sie die Musik- und Kulturlandschaft seit Langem nicht mehr, vielleicht sogar noch nie, erlebt hat. Auch das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin hätte eigentlich zum Beginn der Sommerferien seine nächste Projektphase durchgeführt. Auch sie musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Schnell setzte sich aber die Idee durch, stattdessen das neue Workshop-Format Junges Musiklabor Berlin, das im November 2019 seine Premiere feierte, in digitaler Version durchzuführen. Der Kurzfristigkeit wurde also kurzerhand – wie so oft – der Kampf angesagt! Einige Telefonate und E-Mails später waren zwei niederländische Dozenten, Ramon Lormans, Schlagwerker, und Aart Strootman, Gitarrist und Komponist (beide als Musiker im stargaze-Kollektiv um André de Ridder aktiv) und mit ihnen auch das Thema und der Titel des zweitägigen Workshops gefunden: Minimal now! Eine Reise in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Minimal Music. Ein digitaler Flyer wurde so schnell wie möglich erstellt, über den Verteiler des Landesmusikrats Berlin an möglichst viele musizierende Berliner Jugendliche ausgesendet und über social media beworben – in digitalen Zeiten ist man eben auch ausschließlich auf die digitale Verbreitung angewiesen.

In der Vorbereitung des Workshops stand vor allem die Frage im Raum, wie man die digitale Durchführung nicht nur als traurigen Ersatz für das verwehrte Zusammenkommen, sondern als Chance begreifen kann. Als grundsätzlich positiv stellte sich die örtliche Ungebundenheit heraus: Die Dozenten sind beide in den Niederlanden wohnhaft und waren aus Strootmans Studio, gleichzeitig Instrumentenwerkstatt, in Rotterdam zugeschaltet. Diese zwei Profis auf dem Gebiet der Minimal Music für den Workshop in Berlin zu gewinnen, wäre aufgrund der örtlichen Distanz sonst wohl nicht so einfach gewesen. Das digitale Format gewährte den Jugendlichen spannende Einblicke in das (private) Arbeitsumfeld der zwei jungen Musiker und gestaltete den Kontakt von vornherein sehr persönlich. Doch es ging sogar über Europa hinaus: Die Komponistin Julia Wolfe, Mitglied der berühmten Organisation Bang on a Can, konnte als Finale des Workshops für ein Live-Interview aus den USA gewonnen werden – das organisatorische Herzklopfen, ob die Zuschaltung trotz Zeitverschiebung funktionieren würde, hat sich mehr als gelohnt. Auch André de Ridder selbst konnte, kurz vor dem Sprung in die Bahn, einige Worte an die Jugendlichen richten; eine interessierte Kollegin aus dem Vermittlungsbereich konnte am Workshop teilhaben (für Externe wurden „Galerie-Zeiten“ eingerichtet, in denen eine Zuschaltung möglich war). Und nicht zuletzt waren die 15 Teilnehmenden ortsungebunden: Über die verschiedenen Berliner Stadtteile hinaus schalteten sie sich auch aus Köln, Hannover und Paris zu.

In der Kommunikation über das Konferenztool Zoom waren vor allem Transparenz und Klarheit gefragt: Man konnte nicht vor Ort ordnend eingreifen, und so waren klare zeitliche Absprachen – und genügend Pausen vom Monitor – besonders wichtig. Gemeinsame lecture-Zeiten und Raum für einzeln umzusetzende Aufgaben, wie die Auseinandersetzung mit einzelnen Stücken oder eigener kompositorischer Tätigkeit, wechselten sich ab.

Neben Zoom sollte im Workshop zum gemeinsamen digitalen Musizieren das neue, sich momentan in der Programmierung befindliche Programm Digital Stage getestet werden. Doch auch technische Pannen passieren in einem digitalen Workshop: Als das Programm noch nicht ganz so funktionierte, wie es das in Zukunft wird, wurde spontan auf Zoom zurückgewechselt und mit der Originalton-Funktion besser als erwartet miteinander gespielt – mehr Ambient Sound als rhythmische Präzision, aber was macht eigentlich das digitale Zusammenspiel aus? Wird der Computer-Sound, die Ungewissheit über die eigenen Einsätze und den Klang des eigenen Instruments bei den anderen, die Latenz, in zwanzig Jahren in der Euphorie einer Retro-Welle von Soundtechnikern nachgebaut werden? Die anschließende Diskussion eröffnete den Raum für Reflexion über Klang, Zusammenspiel und Spieltechniken der zeitgenössischen Musik in Zeiten der digitalen Möglichkeiten.

Fazit: Natürlich ist ein digitaler Workshop kein Ersatz für eine kammermusikalische Live-Begegnung. Aber die virtuelle Zusammenkunft lässt eine zeitlich, räumlich und personell flexiblere Gestaltung zu, und musikalisches Wissen kann sowohl theoretisch als auch praktisch digital vermittelt werden. Digitales miteinander Musizieren eröffnet neue Betrachtungswinkel, vor allem in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik. Und außerdem: Kein musikalisches Angebot ist in gar keinem Fall eine Alternative.


Mitglieder-News

Berlin Music Commission: Neue Website transform-music.de vernetzt Musik und Technologie

Mit transform-music.de beleuchten die Berlin Music Commission und der Landesmusikrat Berlin zukunftsweisende und aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen Musik und digitaler Technologie. Ziel ist es, Interessierte und Neugierige aus beiden Disziplinen – Technologie und Musik – nachhaltig zu vernetzen, zu gemeinsamen Projekten zu animieren und die Erfahrungen daraus offen und gemeinschaftlich zu teilen.

Transform-music.de soll Musikerinnen und Musikern, Veranstalterinnen und Veranstaltern und allen, die mit der Berliner Musikszene verbunden sind, Informationen an die Hand geben, mit denen sie ihre Leistungen digitalisieren können.  Dabei geht es vor allem um die Themenbereiche virtuelle Konferenzen, virtuelle Konzerte und vernetztes Musizieren.

Die Corona-Pandemie stellt Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, letztlich jeden Einzelnen und jede Einzelne, vor ungeahnte und bislang ungelöste Herausforderungen; so auch die kreativen Menschen aus der Musik- und Veranstaltungswirtschaft. Digitale Wandlungsprozesse vollziehen sich in rasender Geschwindigkeit. Zunehmend wird klar, dass die umfassende – und bislang aufgeschobene – Digitalisierung und Virtualisierung der Musikbranche nicht nur eine vorübergehende Notlösung in Zeiten der Krise sein wird, sondern darüber hinaus großes Potential für Musikerinnen, Musiker und die Veranstaltungsbranche im Gesamten bietet. Es ist Zeit, die Scheu voreinander abzulegen.

Die Webseite startet mit ersten überblicksartigen Beiträgen. Kontinuierlich werden neue thematische Beiträge, praktische Erfahrungsberichte und neue Lösungen ergänzt, so dass die Seite sehr schnell zu einer zentralen Anlaufstelle für alle Themen zwischen Musik und Digitalem werden wird.

Zur Website transform-music.de


DOV: Aktualisierter Leitfaden für freischaffende Musiker

Die Deutsche Orchestervereinigung hat sich seit Beginn der Einschränkungen des Musiklebens besonders für die zahlreichen freischaffenden Musikerinnen und Musiker eingesetzt. Für sie gingen mit den Absagen von Konzerten, Vorstellungen und Festivals ein wesentlicher Teil ihrer Einnahmen verloren. Auf ihrer Website fasst die DOV Tipps für diese gefährdete Berufsgruppe übersichtlich und aktuell zusammen. Die jüngste Version des „Leitfadens für Freischaffende in der Corona-Krise“ stammt vom 23. Juli 2020.

Zum aktualisierten Leitfaden


VÖBB: Kuratierte Playlists / Tutorials zum Musikstreaming / Veranstaltungen als Videos

Musikstreaming: Kuratierte Playlists bei  freegalmusic und in der Naxos Music Library

Die Musikbibliotheken des VÖBB bieten in den von ihnen lizensierten Streamingportalen neuerdings von ihnen erstellte Playlists an, die für alle VÖBB-Nutzenden zugänglich sind. Von der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek in Steglitz-Zehlendorf wird  jeden Monat eine neue thematische Liste im Portal freegalmusic freigeschaltet, z. B. zu Themen wie „Sommer und Sonne“ im August oder „Bücher und Bibliotheken“ im September.  Die Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek steuert im Portal freegalmusic Playlists mit Musik zum jeweiligen ZLB-Themenraum bei – derzeit eine Liste mit Musik rund um die „Emanzipation“ sowie eine zum aktuellen Themenraum „Mai 1945. Erinnern“. In der Naxos Music Library laden ebenfalls Listen aus der ZLB zum Entdecken klassischer Musik ein, darunter z. B.  mehrere zu Beethoven („Interpretationen aus Berlin“, „aktuelle Aufnahmen“ etc.) oder die Liste „Musik in Krieg und Exil“.

Musikstreaming: Tutorials für die Nutzung der Musikstreamingportale
Im Tonträgerlektorat der ZLB wurden zwei Präsentationen mit Anleitungen zur Nutzung der Naxos Music Library erstellt, dem Portal mit derzeit über 152 000 Alben klassischer Musik. Mittels dieser Folien finden Sie Informationen zum Login in das Streamingportal mit Ihrem VÖBB-Bibliotheksausweis sowie Suchtipps und den Weg zu den Playlists: www.zlb.de/musik

Weitere Einführungen in die Naxos Music Library  und in freegalmusic gibt es auf dem Kanal „Bibliotheksfreund Friedrichshain-Kreuzberg“:
Freegal  https://www.youtube.com/watch?v=WF-XqsPBDL4                                                             
Naxos Music Library https://www.youtube.com/watch?v=GJkoG9Iftxs

ZLB-Musikveranstaltungsformate als Videos
Da coronabedingt keine Live-Veranstaltungen stattfinden konnten, wurden zwei Musikveranstaltungen als Video produziert:
Bernadette la Hengst – Konzert und Gespräch aus der Reihe „Der Sound der Vielen“

Das Konzert von Bernadette la Hengst zur @Fête de la Haus-Musique mit anschließendem Gespräch zur „Erklärung der Vielen“ mit Alfred Raddatz (Musikbibliothek der ZLB) kann hier verfolgt werden:  https://www.zlb.de/service/community-projekte/der-sound-der-vielen.html

Video-Interview über NS-verfolgte Musikerinnen und Musiker mit Dr. Albrecht Dümling
Der anlässlich des aktuellen ZLB-Themenraums „Mai 1945. Erinnern“  geplante Vortrag von Albrecht Dümling, dem Vorsitzenden des Vereins musica reanimata e. V.,  wurde ersatzweise in Form eines Gesprächs mit Susanne Hein (Musikbibliothek, ZLB) im Haus Amerika-Gedenkbibliothek als Video aufgenommen und steht unter www.zlb.de/themenraum zum Abruf zur Verfügung.


Musikbuch-Empfehlung

Rolando Villazón: Amadeus auf dem Fahrrad

Villazóns dritter Roman handelt ebenso wie die beiden Vorläufer (Kunststücke, 2014 und Lebenskünstler, 2017) von belesenen, sympathisch verrückten und teils prekär lebenden Künstlerinnen und Künstlern. Im Mittelpunkt von Amadeus auf dem Fahrrad (Juni 2020) steht Vian, ein junger Mexikaner, der den Sommer 2015 nach einem gescheiterten Gesangsstudium im Salzburger Theaterkosmos verbringt und mit größter Hingabe als Komparse einen Teufel in der laufenden Don-Giovanni-Inszenierung mimt. Ein hilfsbereiter Buchhändler und eine kluge Produktionsassistentin werden zu seinen wichtigsten Freunden. Spannend bis zum Schluss bleibt die Frage, ob und wie es ihm gelingt, sich vom Druck und der Erwartungshaltung seines dominanten Vaters zu befreien.

Amadeus auf dem Fahrrad ist eine spielerisch-leichte und dennoch abgründige Lektüre mit herrlichen Schilderungen der Welt hinter den Kulissen des Opern- und Festspielbetriebs. Mozart wird zum Fixstern des Buches, denn der Protagonist Vian begegnet dem Genie auf Schritt und Tritt in der Stadt: im Museum, bei einer Kunstinstallation oder sogar im Zwiegespräch.

Rolando Vilazón: Amadeus auf dem Fahrrad. Roman, Hamburg: Rowohlt, 2020. Hardcover, 409 Seiten, € 26,–
Dieses Buch auf der Verlags-Website

SWR-Kritik:  https://www.swr.de/swr2/literatur/amadeus-auf-dem-fahrrad-rolando-villazons-dritter-streich-100.html


LMR-Info Nr. 42, 17. Juni 2020

News

42 % der Amateurensembles in ihrer Existenz bedroht – Landesmusikrat fordert klare Regeln für den Probenbetrieb

An einer Umfrage des Landesmusikrats Berlin zu den Auswirkungen des Corona-Virus auf die Berliner Musiklandschaft beteiligten sich bis heute 436 Berliner Amateurensembles, diese repräsentieren mehr als 15 000 Berlinerinnen und Berliner.

58,7 % gaben an, durch die Einschränkungen, die mit der Corona-Pandemie notwendig geworden sind, gar nicht mehr proben zu können, 24,3% nutzen digitale Hilfsmitte. 42 % der Ensembles sind durch die Probeneinschränkungen langfristig bedroht.

Für den Fall, dass die Öffnungen weiter voranschreiten, haben bereits 38,1 % der Ensembles einen Hygieneplan vorbereitet. 35,3 % benötigen Hilfe bei der Erstellung eines solchen. Würden Proben in Innenräumen mit einem Mindestabstand von 3 Metern genehmigt und würden Räumlichkeiten wieder geöffnet, könnten 47,9 % der Teilnehmenden ihre Arbeit wieder aufnehmen, da ihr Probenraum groß genug wäre. Aktuell sind 79,8 % der Probenräume nicht zugänglich. Die meisten befinden sich den Angaben zufolge in öffentlichen Schulen (30 %), Gemeindehäusern (25,5 %) oder Kirchen (20,2 %).

Erfahrung mit Anwendungen, die ein verzögerungsarmes Musizieren im virtuellen Raum ermöglichen, haben bisher nur 7,6 % der Ensembles. 48,6 % benötigen Schulungen zur Nutzung digitaler Formate.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper sagt: „Die Umfrage unterstreicht die dramatische Situation, in der sich die Berliner Amateurmusikszene trotz vieler kreativer Lösungen befindet. Die Ensembles brauchen klare Regeln, die der aktuelle Verordnungsrahmen nicht bietet. Außerdem brauchen sie eine Perspektive für die Zukunft. Dafür müssen die Forschungen zur Frage der Aerosolverbreitung in Innenräumen und die Unterstützung digitaler Alternativen vorangetrieben werden.“

Weitere Informationen:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/musikpolitik/auswirkung-von-coronainformationen/


6. Jour fixe „Musik und Stadt“: Komponistinnen gestern und heute

Montag, 22. Juni 2020, 19 Uhr ⋅ Livestream von ALEX-TV

„Dass man übrigens seine elende Weibsnatur jeden Tag, auf jedem Schritt seines Lebens von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekömmt, ist ein Punkt, der einen in Wuth, und somit um die Weiblichkeit bringen könnte, wenn nicht dadurch das Uebel ärger würde.“ (Fanny Hensel, 1829)

Gesellschaftliche Zwänge, Zweifel an der Begabung von Frauen, mangelnder Zugang zu Ausbildungsstätten und Bedenken der Veranstalter mit Rücksicht auf die Erwartungen des Publikums … Was hat sich getan in zweihundert Jahren Kulturgeschichte? Gibt es Gleichberechtigung, und wie wird sie sichtbar in der Programmgestaltung der großen Veranstalter?

Auf dem Podium in der ALEX-Halle werden mit dabei sein:

  • Prof. Dr. Beatrix Borchard, Musikhistorikerin
  • MA Bettina Brand, Geschäftsführerin der Dwight-und-Ursula-Mamlok-Stiftung
  • Prof. Violeta Dinescu,  Komponistin
  • Susanne Stelzenbach, Komponistin, Leiterin des Festivals „Pyramidale“

Moderation: Dr. Adelheid Krause-Pichler
Musik: Ehrengard von Gemmingen, Violoncello

Aufgrund der Einschränkungen, die mit der Corona-Pandemie notwendig geworden sind, findet der 6. Jour fixe „Musik und Stadt“ ohne Publikum in Saal statt. Bitte verfolgen Sie daher den Jour fixe im Livestream. Ein Link zum Livestream wird am Veranstaltungstag hier freigeschaltet.

Fragen aus dem Publikum: Bitte senden Sie Ihre Fragen an die Podiumsteilnehmerinnen und Podiumsteilnehmer bis zum 18. Juni 2020 an info@landesmusikrat-berlin.de. Aus logistischen Gründen ist das direkte Zuschalten von Fragenden leider nicht möglich.


Junges Musiklabor Berlin: Digitaler Sommerferien-Workshop für Jugendliche

Die Sommerferien rücken immer näher – aber für viele musizierende Jugendliche in Berlin werden die so heiß ersehnten Tage dieses Jahr anders ausfallen als erwartet. Geplanter Urlaub fällt aus, Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen erschweren weiterhin das Zusammenkommen.

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin bringt daher sein Workshop-Format, das Junge Musiklabor Berlin, in Kooperation mit dem Kollektiv stargaze und Digital Stage, dem neuen Programm zum gemeinsamen Digitalen Musizieren, zu den Jugendlichen nach Hause: Am 28. und 29. Juni 2020 heißt es jeweils zwischen 10 und 17 Uhr via Bildschirm in den eigenen vier Wänden: „Minimal now!“

Das Digitale wird zur echten Chance: Die Ortsungebundenheit ermöglicht den 14-bis-19-Jährigen eine virtuelle, kerosinfreie Reise nach Amerika im Live-Zusammentreffen mit Komponistin Julia Wolfe, amerikanischer Vertreterin des Post-Minimalismus, in New York, gemeinsam mit dem Dirigenten André de Ridder in Berlin.

Die abwechslungsreiche Reise in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Minimal Music werden die Teilnehmenden gemeinsam mit den stargaze-Musikern Aart Strotman und Ramon Lormans begehen und via Digital Stage verschiedene Werke von Terry Riley bis Brian Eno gemeinsam entdecken – völlig ohne Ansteckungsgefahr.

Anmeldeschluss ist der 21.6.2020. Zur Anmeldung …

Alle Informationen finden Sie unter
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendensemble-neue-musik-berlin/musiklabor/


Fotowettbewerb 2020: Auf Motivjagd zur Ferienzeit

„Musik verbindet – Zusammenhalt stärken!“ lautet das Leitwort des Fotowettbewerbs, den der Tagesspiegel, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) und der Landesmusikrat Berlin e. V. gemeinsam ausgerufen haben. Dutzende Bilder sind bereits eingegangen. Und der Wettbewerb ist noch nicht zu Ende! Nutzen Sie die bevorstehende Ferienzeit, um sich auf Motivjagd zu machen. Wo zeigt sich im sommerlichen Berlin die verbindende Kraft der Musik? Schicken Sie uns Ihre Bilder bis zum 31. Oktober an die Adresse info@landesmusikrat-berlin.de. Jedes Bild wird auf unserer Website präsentiert. Wir freuen uns über jeden Beitrag! Hier geht es zu den Teilnahmebedingungen.


Instrument des Jahres 2020: Die Geige – Veranstaltungen im Internet gebündelt

Politik, Verwaltung und Veranstalter loten derzeit intensiv die Möglichkeiten aus, bald wieder ein öffentliches Konzertleben zu ermöglichen. Trotzdem ist die Situation für die zweite Jahreshälfte noch wenig absehbar. Viele Ensembles und Institutionen haben Veranstaltungspläne vorgelegt; die Durchführung ist aber davon abhängig, wie sich die CoVID-19-Pandemie weiterentwickelt.

Im Rahmen des Projekts Instrument des Jahres hat der Landesmusikrat Berlin bisher für jede Jahreshälfte eine Broschüre mit Veranstaltungen vorgelegt. Damit wir unter den geschilderten Bedingungen flexibel reagieren können, haben wir uns entschieden, auf den Druck der zweiten Broschüre zu verzichten und die uns gemeldeten Veranstaltungen ausschließlich in unserem Online-Kalender anzukündigen. So können wir jeweils aktuelle Änderungen schnell übernehmen.

Der Tag der Geige wird nicht wie geplant im September stattfinden können. Trotzdem wird das Instrument des Jahres 2020 im Herbst in Berlin auf besondere Weise präsent sein, der Landesmusikrat wird auf seiner Website und im lmr-info zeitnah darüber informieren.


Berichte

5. Jour fixe „Musik und Stadt“: Räume für Kultur II bei ALEX Berlin

Am Dienstag, dem 19. Mai, versammelten sich auf dem Podium der ALEX-Halle in Friedrichshain Kultursenator Dr. Klaus Lederer, Daniel Buchholz (MdA, SPD), Stefanie Remlinger (MdA, Bündnis 90/Die Grünen) und Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats. Absagen musste Philipp Bouteiller, Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH. Die Moderation hatte Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin. Im Anschluss an die Spannende Diskussion wurden auch Fragen behandelt, die Interessentinnen und Interessenten vorab per E-Mail eingesandt hatten. Eine Video-Aufzeichnung der Sendung, die ohne Publikum stattfand und live ins Internet gestreamt wurde, ist auf der Website des Landesmusikrats zu sehen.


Denkraum Berlin: Podiumsdiskussion in der Urania zum Neustart der Berliner Kultur

In Zusammenarbeit mit der Urania Berlin nimmt inforadio den dort etablierten „Denkraum Berlin“ wieder auf. In der Podiumsdiskussion zum Thema „Wenn die Kultur nach Corona wieder hochfährt …“ diskutierten die Gäste, wie sich Kultureinrichtungen und Kulturakteure in der neuen Situation aufstellen können. Welche inhaltlichen Angebote werden jetzt gebraucht? Welche Erfahrungen mit dem Publikum (und der veränderten Kommunikation) wurden gemacht? Was bedeutet es, wenn der bisher boomende Tourismus, der auch ein Kulturtourismus ist, nicht mehr so gut vorhersehbar ist? Welche alten und neuen strukturelle Fragen haben sich dringlich ergeben, auf die man zusammen mit den politischen Entscheiderinnen und Entscheidern Antworten finden muss?

Mit dabei waren Christian Bräuer, Vorsitzender AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater, Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrates Berlin, Matthias Mohr, Künstlerischer Leiter des radialsystems, Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses Berlin, Anke Politz, künstlerische Leiterin des Chamäleon Theater, Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, und Ulrich Weigand, Direktor der Urania Berlin. Die Moderation hatte Harald Asel. Eine Aufzeichnung der Sendung vom 14. Juni findet sich hier.


Mitglieder-News

Deutscher Komponistenverband: Vorgestellt – Komponistinnen im DKV

Filmkomponistinnen und Filmkomponisten der Deutschen Filmkomponistenunion (DEFKOM (DKV)) haben sich zusammengeschlossen, um sich mit konkreten Maßnahmen für mehr Chancengleichheit in der Filmbranche und in der Musikkultur einzusetzen sowie um den weiblichen Nachwuchs zu stärken.

Den Auftakt bildete ein Aufruf zur Sichtbarkeit. Mit 66 Komponistinnen sind bereits 42 Prozent der weiblichen Mitglieder des DKV in den letzten zwei Ausgaben der Verbandszeitschrift com.POSITION vorgestellt worden. Mit Namen, Homepage und Ihren drei wichtigsten Arbeiten, Aufführungen oder Sendungen sind diese Portraits nun online abrufbar (Ausgabe 2/2019, Ausgabe 1/2020). Nachfolgend ist die Herausgabe einer Broschüre geplant. Sichtbarkeit ist ein wesentlicher Schlüssel, damit die Präsenz von Frauen im Musikbetrieb zur Selbstverständlichkeit wird.


IAML-D: Beethoven-Ausstellung „Diesen Kuß der ganzen Welt“ öffnet am 24. Juni

Die Staatsbibliothek zu Berlin darf einen großen Beethoven-Schatz ihr Eigen nennen. In der Musikabteilung befindet sich die weltweit bedeutendste Sammlung an Musikautographen sowie eigenhändigen biographischen Quellen Ludwig van Beethovens. Anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten öffnet die Staatsbibliothek ihre Tresore und zeigt im Rahmen der Ausstellung „Diesen Kuß der ganzen Welt!“ Spitzen-Autographe wie die eigenhändig beschriebenen Notenblätter zur 9. Sinfonie. Ließen sich diese kostbaren Exponate wegen der CoVID-19-Einschränkungen bisher nur im Internet bewundern, so ist die Ausstellung vom 25. Juni bis zum 20. Juli der Öffentlichkeit zugänglich. Es gelten die Abstands- und Hygieneregeln, ein Termin kann ab dem 18. Juni hier online gebucht werden.


Landesmusikakademie Berlin: Neuer Online-Service „Musik-Fundgrube“

In unserer neuen „Musik-Fundgrube“ für Corona-Zeiten finden sich kleine Musikspiele, Tipps und Ideen, wie man mit Kindern sinnvoll und unterhaltsam auf musikalische Weise Zeit verbringen kann. Dazu gibt es Texte, Noten mit Gitarren-Akkorden, Audio-Dateien und Videos.   

Für Eltern, die jetzt vermehrt Zeit mit ihren Kindern zu Hause verbringen, ebenso wie für Erzieherinnen und Erzieher in der Kita-(Not-)Betreuung gibt es so manche kleinen Schätze: Vergessene Sprüche und Lieder aus der eigenen Kindheit wiederentdecken, neue, auch internationale Spielideen kennenlernen und sich einfach inspirieren lassen, zusammen mit dem Kind kreativ zu werden.

Während der Kontaktbeschränkung stellen wir ein- bis zweimal die Woche neue Spielideen ein. Und: Es gibt auch ein paar kleine Video-Leckerbissen für Erwachsene von unserem beliebten Dozenten Uli Moritz. Reinschauen lohnt sich!

Zur Musik-Fundgrube


Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach: Digitale Konzertreihe

Wöchentlich sendet das Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach ein Konzert mit Schülerinnen und Schülern der Schule aus ihrem Dussmann-Konzertsaal. Immer donnerstags ab 20 Uhr präsentieren sich bis zu den Sommerferien in zehn Folgen Solistinnen und Solisten oder Ensembles mit selbst ausgewählten Programmen. Auf der Homepage des Bach-Gymnasiums finden Sie das aktuelle Konzert und auch das Archiv aller bislang gesendeten.


Universität der Künste: Julius-Stern-Institut ruft Wettbewerb „Young Ludwig“ aus

An junge Musikerinnen und Musiker, die nach dem 31. 12. 2003 geboren wurden,  richtet sich der Aufruf des Julius-Stern-Instituts zum Wettbewerb „Young Ludwig“. Er wird am 29. und 30. August 2020 in der Universität der Künste ausgetragen werden. Die Anmeldung ist bis zum 30. Juni 2020 möglich. Weitere Informationen auf Deutsch und Englisch sowie auf der Website des Wettbewerbs.


Universität der Künste: Julius-Stern-Institut feiert 200. Geburtstag des Namensgebers

Vor zweihundert Jahren wurde Julius Stern geboren, Gründer der Stern’schen Konservatoriums und Namenspatron des Julius-Stern-Instituts der Universität der Künste. Mit dem Artikel „Berliner Musikgeschichte, gegenwärtig“ in der nmz würdigt ihn Dietmar Schenk, Leiter des Archivs der Universität der Künste. Im Newsletter des Julius-Stern-Instituts weist dessen Leiterin Prof. Anita Rennert außer auf diesen Artikel auch auf den Videokanal JSI@home hin, auf dem Studierende des Instituts selbstproduzierte Konzertvideos präsentieren – wichtige Beiträge zur Präsenz des Instituts in einer Zeit, in der Konzerte, Wettbewerbe und andere öffentliche Aktivitäten ausfallen müssen.


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Ausflug nach Lychen auf 2021 verschoben

Für den 22. August war ein Ausflug in die Flößerstadt Lychen (Uckermark) geplant, wo ein „Zupfer-Zentrum“ zur Nachwuchsförderung entsteht. Vorgesehen waren u. a. eine Floßfahrt mit Musik, gemeinsames Proben und ein Konzert in der Kirche St. Johannes. Dieser Plan wird nun aufgrund der Corona-Beschränkungen um ein Jahr verschoben auf Samstag, den 28. August 2021.


Musikbuch-Empfehlung

Lars-Christian Koch: Musikethnologie

Berlin hat eine lange Tradition in der Musikethnologie – schon seit 1900 wurde das Fachgebiet hier von Forschern wie Carl Stumpf und Erich Moritz von Hornbostel geprägt. Die Sammlungen des Ethnologischen Museums einschließlich des Phonogrammarchivs sind weltbekannt. Ein weiterer Anlass, sich mit diesem Fach zu beschäftigen, ist das neue Buch von Prof. Dr. Lars-Christian Koch, dem Direktor des Ethnologischen und des Asiatischen Museums, Direktor für die Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Humboldt Forum und Honorarprofessor an der UdK Berlin. Seine Einführung in die Musikethnologie ist komprimiert, gut strukturiert und bietet vielseitige Einblicke: von der Fachgeschichte über die Instrumentenkunde bis hin zu ausgewählten Fallbeispielen aus der Praxis. Man erfährt z. B. Wissenswertes über den Kolonialismus, über obsolet gewordene Begriffe oder über die völlig neuen Lebensperspektiven für Jazzgitarristen durch die elektrische Verstärkung ihrer Instrumente.

Lars-Christian Koch: Musikethnologie. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgemeinschaft, 2019. 144 S., 30 sw Abb., zweifarbig, mit Bibliografie u. Register, kartoniert, € 20 (€ 16 für WBG-Mitglieder)
Dieses Buch auf der Verlags-Website

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info Nr. 41, 12. Mai 2020

News

Unterricht an Musikschulen unter Auflagen wieder erlaubt

In der Sechsten Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung  vom 7. Mai 2020 ist festgehalten, unter welchen Bedingungen wieder in Musikschulen unterrichtet werden kann. In § 12 heißt es: „Musikschulen und Jugendkunstschulen dürfen für den Individualunterricht und den Unterricht in Gruppen bis zu fünf Personen ab dem 11. Mai 2020 geöffnet werden. Gesangsunterricht und Unterricht mit Blasinstrumenten darf nur als Einzelunterricht erfolgen. Dafür und für den Unterricht im Bereich der Darstellenden Kunst sind besondere Schutzvorkehrungen zu treffen. Unterrichtsangebote, die das Sporttreiben beinhalten, sind nicht zugelassen.“ Voraussetzung ist das Einhalten des Mindestabstands von 1,5 m und der in § 2 (S. 1f. des PDF) festgelegten Hygieneregeln: „Dies soll insbesondere durch Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Personen sowie ein verstärktes Reinigungs-und Desinfektionsregime sichergestellt werden.“

Die Änderungsverordnung vom 7. Mai 2020 als PDF


CoVID-19: Informations-Seiten des Landesmusikrats Berlin

Im neuen Service-Bereich seiner Website hat der Landesmusikrat Berlin nützliche Informationen für die Zeit der Corona-Einschränkungen zusammengefasst.Sie finden dort Antworten auf Fragen zu Soforthilfen, Kurzarbeitergeld, Vereinsrecht u. a., Links zu Tipps und Best-Practice-Beispielen für das Musizieren unter den Bedingungen der CoVID-19-Einschränkungen oder Handreichungen der wissenschaftlichen Einrichtungen.


Auswirkungen von CoVID-19 auf die Projekte des Landesmusikrats

Die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Krise wirken sich auch auf die Arbeit des Landesmusikrats aus. Informationen zum jeweiligen Stand in den Projekten haben wir hier zusammengefasst:

  • Der Fotowettbewerb „Musik verbindet – Zusammenhalt stärken – verbunden mit Musik“ läuft seit dem Start im Februar ungebrochen weiter und kann bereits viele sehenswerte Beiträge verzeichnen. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2020.

  • Der 56. Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin musste abgesagt werden. Auch der Bundeswettbewerb in Freiburg, geplant für den Mai, fällt aus. Die Planungen für den 57. Wettbewerb im kommenden Jahr laufen wie vorgesehen. Anmeldeschluss für den Regionalwettbewerb ist der 15. November 2020.

  • Das Projekt Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter, wird für das kommende Schuljahr 2020/21 vorbereitet.

  • Das Landesjugendorchester Berlin musste seine Osterarbeitsphase absagen. Die Vorbereitungen zum Herbstkonzert am 26. Oktober laufen aber weiter. Geplant ist bisher, dass das Landesjugendorchester erneut mit dem Orchester des Konservatoriums Versailles-Grand Parc zusammenarbeitet. In mehreren Konzerten, im Berliner Konzerthaus am 26. Oktober, soll unter anderem Beethovens 9. Sinfonie erklingen. Das Landesjugendorchester wird auf seiner Internetseite über den Stand der Planung informieren. Anmeldungen für die Herbst-Arbeitsphase sind bis zum 20. August möglich.

  • Das Berliner JugendJazzOrchester musste seine Frühjahrsarbeitsphase ebenfalls ausfallen lassen. Aber auch hier laufen die Vorbereitungen für den Herbst und das kommende Jahr bereits an. Eine Arbeitsphase mit Malte Schiller und Prof. Peter Weniger ist bereits für die zweite Woche der Herbstferien geplant.

  • Der 35. Berliner Jazztreff wird vorbereitet, Termin und Ort stehen jedoch noch nicht endgültig fest, da der bisherige Veranstaltungsort (Werkstatt der Kulturen) noch nicht gesichert werden konnte. Der Jazztreff soll im November stattfinden, die Möglichkeit von alternativen Online-Formaten wird intensiv ausgelotet.

  • Fünf der Ensembles, die beim Berliner Orchestertreff im Mai 2019 ausgezeichnet wurden, sollten Berlin beim Deutschen Orchesterwettbewerb vom 16. bis 25. Mai 2020 in Bonn vertreten. Der Deutsche Musikrat bemüht sich derzeit um einen Ersatztermin für den Wettbewerb, der im Zeichen Beethovens stehen soll.

  • Der Berliner Chortreff, der alle vier Jahre stattfindet, ist für den 12. bis 13. Juni 2021 geplant.

  • Instrument des Jahres 2020: die Geige: Bis zum 31. August mussten alle Konzertveranstaltungen abgesagt werden. Abhängig von der Rückmeldung durch die Konzertveranstalter erwägt der Landesmusikrat, auf eine weitere Broschüre zu verzichten und Veranstaltungen ausschließlich im Internet anzuzeigen, um gegebenenfalls schnell reagieren zu können. Der „Tag der Geige“ wird stattfinden, in welcher Form, müssen die nächsten Wochen zeigen.

  • Die Planung für die nächsten Projekte des Landesjugendensembles Neue Musik sind in vollem Gange. Im Jahr 2021 wird die erste Projektphase im Winter Mitte/Ende Januar an mehreren Wochenenden unter der Leitung des Dirigenten Christoph Breidler stattfinden und die Ergebnisse in einem Abschlusskonzert am 1. Februar 2021 im Werner-Otto-Saal des Konzerthaus Berlin präsentiert. 
    Das Junge Musiklabor Berlin lädt in diesem Jahr noch zwei mal ein – und zwar voraussichtlich auch digital! An einem Wochenende im Sommer und einem im Herbst wird allen interessierten Jugendlichen die Möglichkeit geboten, sich ganz ohne Zugangsvoraussetzungen mit Formen, Ästhetiken und Fragen der zeitgenössischen Musik auseinanderzusetzen. Mehr Informationen folgen bald!

  • Arbeitsmarkt für Musiker, Soforthilfen: Beratung und Service-Angebot des Projekts Musikarbeitsmarkt transnational, das sich an geflüchtete Musikerinnen und Musiker wendet, werden über Online-Kanäle fortgesetzt. Das Netzwerk für mehrsprachige Beratung wächst, der Bedarf ist auch wegen der Corona-Einschränkungen hoch. Der für den 5. Mai zusammen mit ver.di geplante Workshop für Existenzgründer wurde auf den 27. Oktober verschoben. E-Mail-Kontakt: sahilli@landesmusikrat-berlin.de

Nicht verpassen: Räume für Kultur II – 5. Jour fixe „Musik und Stadt“ am 19. Mai!

Im letzten Jour fixe zum Thema „Räume für Kultur“ (siehe die Dokumentation auf der Webseite des Landesmusikrats) haben Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Kultursparten über den tatsächlichen Bedarf und die vorhandenen Räume gesprochen. Am 19. Mai wird die Blickrichtung geändert. Welche konkreten Pläne haben Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, um dem wachsenden Raumbedarf gerecht zu werden? Was wurde bereits erreicht? Welche Möglichkeiten bestehen im Rahmen von stadtplanerischen Großprojekten wie z. B. Tegel oder Siemensstadt?

Auf dem Podium in der ALEX-Halle werden mit dabei sein:

  • Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa
  • Daniel Buchholz, MdA, Sprecher der SPD-Fraktion für Stadtentwicklung, Umwelt und Klima
  • Stefanie Remlinger, MdA, Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen für berufliche Bildung und Bildungsfinanzierung, Sprecherin für Haushaltspolitik
  • Prof. Dr. Philipp Boutellier, Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH
  • Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats

Aufgrund der Einschränkungen, die mit der Corona-Pandemie notwendig geworden sind, findet der 5. Jour fixe „Musik und Stadt“ ohne Publikum in Saal statt. Bitte verfolgen Sie daher den Jour fixe im Livestream:

5. Jour fixe „Musik und Stadt“: Räume für Kultur II, Dienstag, 19. Mai 2020, 19 Uhr
Der Link zu Livestream wird am Veranstaltungstag
auf der Website des LMR  freigeschaltet.

Fragen aus dem Publikum: Bitte senden Sie Ihre Fragen an die Podiumsteilnehmerinnen und Podiumsteilnehmer bis zum 17. Mai 2020 an info@landesmusikrat-berlin.de. Aus logistischen Gründen ist das direkte Zuschalten von Fragenden leider nicht möglich.


Jetzt mitmachen: Proberaum-Umfrage des Musicboard Berlin

Die Musicboard Berlin GmbH wirft den Blick bereits voraus auf die Zeit nach der Krise. Mit der bereits seit 2019 vorbereiteten Proberaum-Umfrage möchte sie ermitteln, wie hoch der Proberaumbedarf für Musikerinnen und Musiker sowie für Bands ist, die in Berlin leben und arbeiten. Ziel ist es, ein Bild des aktuellen Proberaum-Bedarfs zu ermitteln und verlässliche Zahlen zu generieren, die in Zukunft als Argumentationsgrundlage für erforderliche Maßnahmen verwendet werden können. Jede Antwort hilft dabei, die Umfrageergebnisse so repräsentativ wie möglich zu gestalten.

Die Musicboard GmbH wünscht sich darüber hinaus, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Umfrage aufmerksam machen, sodass möglichst viele in Berlin lebende Musikerinnen, Musiker und Bands von ihr erfahren und teilnehmen. Die Umfrage kann sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache durchgeführt werden und nimmt nur sechs bis acht Minuten in Anspruch. Zur Umfrage …


Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesmusikrats Berlin

Die Projektleitung für das Landesjugendensemble Neue Musik hat Sophia Berendt übernommen. Sie studierte Kultur- und Musikwissenschaften in Hildesheim und Berlin und arbeitete u. a.  für den Landesmusikrat Niedersachsen, für das Festival Young Euro Classic und zurzeit parallel in der Dramaturgie des Konzerthaus Berlin. Diversität, Experiment und das Verlassen der eigenen Komfortzone haben sie selbst immer angetrieben – und sie freut sich deshalb nun besonders darauf, jungen Menschen den Raum zur intensiven Auseinandersetzung mit Neuer Musik zu schaffen.

Seit März dieses Jahres liegen Buchhaltung und Instrumentenausleihe in den Händen von Janis Sooß. In Mecklenburg-Vorpommern geboren, studierte sie in Berlin und arbeitete dann im Verlagswesen, besonders im Bereich Kommunikation und Marketing. Das Organisieren, Strukturieren und Verwalten machen ihr besondere Freude.

Die Organisation des Berliner JugendJazzOrchesters hat im Februar 2020 Marc Doffey übernommen. Der Saxophonist und Komponist studierte unter anderem in Amsterdam und Berlin, tritt regelmäßig mit professionellen Ensembles auf und erspielte sich mit dem eigenen Quintett zahlreiche Auszeichnungen.

 

Der Landesmusikrat Berlin begrüßt die neuen Kolleginnen und den neuen Kollegen herzlich!
Willkommen im Team!


Sana-Kliniken in Berlin und Brandenburg starten Initiative für Kultur

Die Sana Kliniken in Berlin und Brandenburg haben die Wertschätzungs-Initiative #MedizinFürKultur ins Leben gerufen und werben mit zehn Motiven für branchenübergreifende Solidarität mit kulturellen Einrichtungen.

An der hausintern konzipierten und vom Berliner Fotografen Kai Abresch begleiteten Bilderaktion beteiligten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Funktionsbereichen des Sana Klinikums in Berlin-Lichtenberg. „Kultur lässt alle Masken fallen. Wir tragen sie für dich“, so z. B. die Botschaft des Ärztlichen Leiters der Zentralen Notaufnahme, Dr. Matthias Guth. 

Weitere Motivgeber sind Dr. Thomas Fink als Leiter des Beckenbodenzentrums („Kultur stellt Fragen. Wir geben Antworten.“), Leitende Hebamme Friederike Knüpling („Kultur unterhält. Wir halten dich.“), Leitende Krankenschwester Gudrun Rettig („Kultur spiegelt die Stadt. Wir spiegeln Magen und Darm.“), Anästhesie-Schwester Manuela Wiese („Kultur weckt Gefühle. Wir wecken dich gefühlvoll.“), Projektmanager Marcus Kühn („Kultur ist schützenswert. Wir schützen dich.“), Qualitätsmanagerin Martina Hoffmann und Pflegeassistentin Sandra Höhne („Kultur vermittelt Vielfalt. Wir leben diese.“), Pflegerische Abteilungsleiterin Susanne Hoenck-Selck („Kultur ist schützenswert. Wir schützen dich.“) und Pflegefachkraft Thi Thu Ha Huang („Kultur verbindet. Wir verbinden dich.“). 

„Gesundheit und Kultur sind wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft – sie stellen Fragen und geben Antworten“, so Regional-Geschäftsführer Dr. Christian von Klitzing, der sich mit #MedizinFürKultur an die Seite aller kultureller Institutionen stellt – von Konzerthaus und Theater über das Museum und den Musikclub bis zur Oper und dem Kino. „Es braucht den Austausch, das Miteinander auch über den Branchen-Tellerrand hinaus. Kultur vermittelt Vielfalt und ist aus einer bunten und lebendigen Region nicht wegzudenken. Wir finden, das verdient Respekt und Anerkennung für alle.“


Nachruf: Dieter Ebert verstorben

Dieter Ebert war über 20 Jahre von 1980 bis 2000 kontinuierlich Mitglied im Präsidium des Landesmusikrats Berlin. Von der zweiten Präsidiumsperiode an beförderte er unter der Leitung des Gründungspräsidenten Dr. Fried Weisbrod den Aufbau und die Etablierung des Landesmusikrats in Westberlin besonders auf dem Gebiet der Schulmusik, aber auch bei „Jugend musiziert“ und bei der Gründung des Landesjugendorchesters 1987.

Als er nach der Wende gefragt wurde, was mit der Spezialschule für Musik der Hans-Eisler-Musikhochschule – einer im Westen unbekannten Schulform  –  geschehen solle, trat er entschieden für deren Erhalt ein. Damit trug er wesentlich zu deren Weiterentwicklung zum Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach bei  (dessen Leiter er dann bis 1999 war).
Er liebte es bei entsprechenden Gelegenheiten, mit markanter Stimme aufzutreten. Seine Intentionen und Ziele vertrat er nicht zuletzt gegenüber dem Schulsenat mit Hartnäckigkeit, was ihm den Beinamen „Wegelagerer“ einbrachte.

Er hat sich um die Profilierung des Landesmusikrats im Bereich der Musikalischen Bildung verdient gemacht und wurde 2003 mit der Ehrennadel in Gold des Landesmusikrats ausgezeichnet.

Hubert Kolland

Eine Gedenkfeier für Dieter Ebert ist für den 3. Oktober 2020 geplant. Nähere Informationen werden noch bekanntgegeben.


Berichte

Berliner Musikerinnen und Musiker in der CoVID-19-Krise: Zwei Umfragen des Landesmusikrats Berlin

Bei der Umfrage „Hilfe für die Berliner Musiklandschaft!“ zu den Auswirkungen des Corona-Virus auf die Berliner Musiklandschaft beteiligten sich bis zum 30. März 2020 mehr als 1600 Berliner Musikschaffende, Verbände, Institutionen und Unternehmen. 97,5 % gaben an, durch die Corona-Krise von Einnahmeausfällen betroffen zu sein. 91,2 % benötigen Unterstützung, 58,1 % der Befragten sind in ihrer Existenz akut bedroht.
Die Einnahmeausfälle sind besonders auf den Ausfall von Veranstaltungen zurückzuführen (77,8 %), aber auch auf Unterrichtsausfall (58,5 %) oder abgesagte Proben (41,8 %). 27,5 % der Befragten werden voraussichtlich ein Fünftel ihrer Jahreseinnahmen verlieren.
Ausfallhonorare halten die 78,7 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die wirksamste Unterstützung. 43,4 % benötigen Zuschüsse für Miete/Lebensunterhalt u. a.
Pressemitteilung zur ersten Umfrage als PDF
Ergebnisse der ersten Umfrage

An der Umfrage des Landesmusikrats Berlin zur „Wirksamkeit von Soforthilfeprogrammen sowie zu Möglichkeiten und Grenzen digitaler Hilfsmittel“ beteiligten sich bis heute fast 400 Berliner Musikschaffende, Verbände, Institutionen und Unternehmen.
58,5 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben an, bereits Soforthilfeprogramme in Anspruch genommen zu haben. 65 % empfanden die zur Verfügung gestellten Hilfen als ausreichend. Sollten die Corona-bedingten Einschränkungen weiter aufrechterhalten werden, wären 89 % auch weiter auf Hilfsprogramme angewiesen. Notwendig sind aus ihrer Perspektive hauptsächlich Zuschüsse zum Lebensunterhalt (73,1 %), außerdem die Übernahme von Betriebskosten (22,5 %).
Zur Fortführung ihrer Tätigkeit (z.B. Musikunterricht) sind aktuell 84,8 % der Befragten auf digitale Hilfsmittel angewiesen. Allerdings verfügen mindestens 22,2 % nicht über die notwendige technische Ausrüstung.* 26,5 % können nicht von zu Hause arbeiten und brauchen Zugang zu entsprechend ausgestatteten Räumlichkeiten.
Die von Teilnehmerinnen und Teilnehmern meistgenutzten Programme sind Skype (64,91%), Zoom (51,1 %) oder Facetime (27,6 %). 67 % sind mit der Funktionsweise der digitalen Hilfsmittel jedoch nicht zufrieden. Verbessern müssten sich demnach die Klangqualität (72,2%), die Schnelligkeit der Tonübertragung (70,4%), die Stabilität des Systems bei vielen Teilnehmenden (47,9 %) oder der Datenschutz (36,6 %).

Pressemitteilung zur zweiten Umfrage als PDF
Ergebnisse der zweiten Umfrage, Stand 17. April 2020

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper: „Die Einschränkungen, die durch die Corona-Pandemie notwendig geworden sind, treffen die Berliner Musiklandschaft mit voller Wucht. Besonders für Freischaffende müssen nun nachhaltige Hilfsprogramme aufgelegt werden, die vor allem auch Lebenshaltungskosten abdecken. Es ist allen Berliner Musikschaffenden hoch anzurechnen, dass sie sich darum bemühen, z. B. Chorproben oder Musikunterricht unter Nutzung digitaler Hilfsmittel fortzuführen. Hierfür sind zum Teil erhebliche Investitionen notwendig. In gleichem Maße müssen Wiedereinstiegsszenarien entwickelt werden, welche sich bei aller gebotenen Vorsicht dem gewohnten gemeinschaftlichen Musizieren und Konzertieren wieder annähern. Hierfür bedarf es unser aller Kreativität.“


Mitglieder-News

Gemeinsamer Appell von Musikverbänden an die Bundesregierung

Aus Berliner Musikverbänden heraus wurde ein Appell an die Bundesregierung initiiert, der die Probleme soloselbstständiger Künstlerinnen und Künstler bei Soforthilfen und Sozialschutzpaket adressiert.
Der Text soll konkrete Argumente für politisch Handelnde liefern. Das Papier begründet, warum die Soforthilfen und das Sozialschutzpaket für Freischaffende so problematisch sind und nicht greifen. 

Die Initiatorinnen und Initiatoren des Appells rufen weitere Verbände, besonders aus den genannten Bereichen, zur möglichst zahlreichen Unterstützung des Appell auf. Es ist auch möglich, ihn nachträglich zu zeichnen.

Am Mittwoch dieser Woche, dem 13. Mai, tagt ab 14.30 Uhr der Ausschuss für Kultur und Medien des Bundestages (Tagesordnung als PDF), am Donnerstag, dem 14. Mai, um 14.30 Uhr der Bundestag (Hilfen im Kulturbereich auf der Tagesordnung) und am Freitag, dem 15. Mai, der Bundesrat, wobei eine Berliner Initiative zu Bundeshilfen für Kunst-, Kultur-, Medien- und Kreativbereich zur Sprache kommen soll (zum Text der Initiative).

Appell herunterladen (PDF)


Was tun zu Zeiten von CoVID-19? Nachgefragt bei Mitgliedern des Landesmusikrats

Die Einschränkungen, die durch die Corona-Pandemie notwendig geworden sind, lasten schwer auf der Berliner Musikszene. Wie gestaltet sie sich die Arbeit unserer Mitglieder unter diesen Bedingungen? Wir haben nachgefragt.

  • Die Arbeitsgemeinschaft Chöre, in der sich die Berliner Konzertchöre u. a. über Konzerttermine und Raumbelegungen abstimmen, befindet sich in der Planung für die Spielzeit 2021/22. Die Durchführung der bereits durchorganisierten Saison 2020/21 steht aber in Zweifel. Nach vielen Ausfällen ist die Lage der Chöre und der Musikerinnen und Musiker, die mit ihnen zusammenarbeiten, kritisch. Ein organisierter Austausch über Lage und Zukunft der AG wird für die nächste Zukunft angestrebt.
  • Der Deutsche Tonkünstlerverband, Landesverband Berlin, ist derzeit bemüht, seinen Mitgliedern eine Internet-Plattform auf YouTube einzurichten. Außerdem sollen sie sich auf seiner Website präsentieren können. Der Verband pflegt regen Austausch über Möglichkeiten des Unterrichtens unter den gegenwärtigen Bedingungen, sei es an Institutionen oder im Privatiunterricht. Eine Vollversammlung der Mitglieder – in Fortsetzung der letzten im vergangenen Oktober – steht an, ist aber zurzeit schwierig zu organisieren.
  • Das Bündnis zur Förderung der öffentlichen Berliner Musikschulen konnte kurz vor Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie noch eine Mitgliederversammlung abhalten, die Arbeit steht zurzeit jedoch still.
  • Der Berolina-Orchester e. V., Trägerverein der Berliner Symphoniker, ist in seinem Büro ausgelastet mit Umtausch der Karten für die laufende, abgesagte Spielzeit sowie mit der Organisation der kommenden Saison einschließlich der Konzerte, die nachgeholt werden sollen. Dabei ist derzeit noch nicht sicher, ob zu den geplanten Terminen ab September Konzerte wieder stattfinden können. Den durchweg freiberuflich tätigen Musikerinnen und Musikern der Berliner Symphoniker entgehen gegenwärtig Proben und Auftritte und damit wesentliche Einnahmen. Über Rücklagen für Ausfallhonorare verfügt der Verein nicht. Über ein Arbeiten in Kleinprojekten wird nachgedacht, der Aufwand ist aber hoch.
  • Der Blasmusikverband Berlin e. V. musste seine diesjährige Hauptversammlung ausfallen lassen; sie war für Anfang März geplant. Die Mitgliedervereine können derzeit nicht proben, planen aber bereits für den Herbst – ohne die Sicherheit, dann wieder proben und auftreten zu können. Der Bund Deutscher Blasmusikverbände plant eine Internet-Konferenz.
  • Die Arbeit im Mitgliederkreis des Bundes deutscher Zupfmusiker liegt unter den gegebenen Einschränkungen brach. Außer geplanten Konzerten musste auch die Arbeitsphase des Landesjugendgitarrenorchesters ausfallen. Der Deutsche Orchesterwettbewerb in Bonn fällt aus, Ensembles, die sich dafür qualifiziert hatten, müssen zu Hause bleiben. Wenig ermutigend waren Versuche mit Online-Proben; trotzdem verabreden sich manche Ensembles wöchentlich im Internet, um miteinander in Kontakt zu bleiben.
  • Der Bundesverband der freien Musikschulen steht in wöchentlichen Online-Konferenzen in ständigem Kontakt mit den Mitgliedern. Er berichtet, dass sich die angeschlossenen Musikschulen auf eine Öffnung ihres Angebots vorbereiten, unter anderem mit eigenem Hygienekonzept. Wechselnde Erfahrungen mit Online-Unterricht lassen unter den Kunden den Wunsch nach Präsenzunterricht wachsen. Leider mussten einzelne Schulen schließen, besonders im Bereich der musikalischen Früherziehung.
  • Der Bundesverband Musikunterricht hat sein Fortbildungsprogramm bis zum Sommer eingestellt. Die „Musikpädagogischen Tage 2020“ sind für den 28./29. Oktober geplant, alles ist organisiert. Doch auch hier stehen alle Planungen unter dem Vorbehalt, unter welchen Bedingungen öffentliches Leben dann wieder stattfinden kann.
  • Auch die Carl Bechstein Stiftung musstealle Konzerte bis zum Sommer absagen. Der Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche, 2020 ausgeschrieben für Klavier und ein Streichinstrument, soll am 30. Oktober und 1. November stattfinden; unter welchen planerischen Bedingungen, ist derzeit noch kaum abzusehen. Allerdings wirkt sich der derzeitige Unterrichtsausfall offenbar nachteilig auf die Zahl der Bewerbungen aus.
  • Der Chorverband Berlin sieht sich besonders in der Pflicht, „wenn’s nicht gut läuft“. Auf seiner Website versammelt er zahlreiche Tipps, Links und Anregungen für die Chor- und Stimmarbeit in einer Zeit, wenn wirkliche Probenarbeit so gut wie unmöglich ist. Er unterhält ein Mentoringprogramm für Chorleiterinnen und Chorleiter zur Unterstützung der Arbeit über das Internet, hebt mit seinerYouTube- Videoreihe „Chor in Dosen“ Stimmung und Motivation und gibt Handreichungen auch für technisch weniger versierte Chorsängerinnen und -sänger, die den Kontakt zu ihren Chören nicht abreißen lassen wollen. Dank seines eifrigen Einsatzes erreichen den Chorverband auch Anfragen aus dem gesamten Bundesgebiet. Leitwort: „Chorwesen ist systemrelevant!“
  • Der Chorverband der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz arbeitet als „Knoten im Netz“ eng mit der Arbeitsstelle für Kirchenmusik der EKBO und Landessingwartin Cornelia Ewald zusammen. Für die Mitglieder des Verbands ist der Verlust der Chorarbeit sehr schmerzhaft. Besondern bemüht der Verband sich deswegen darum, Expertisen zum Chorsingen einzuholen und für die Wiederaufnahme der Chorarbeit nutzbar zu machen. Geplant ist eine Online-Plattform zur Information und Beratung der angeschlossenen Chöre.
  • Der Deutsche Harmonikaverband berichtet über die Lage in Berlin, dass besonders das Unterrichtsangebot in der Zeit der Kontaktbeschränkungen gelitten hat. Über die Online-Plattform OneDrive wurden in einem Projekt Unterrichtseinheiten zu den Schülerinnen und Schülern gebracht; die Rückmeldungen werden derzeit ausgewertet. Ein besonderes Video-Angebot richtete sich an Kinder, die an der musikalischen Früherziehung teilnehmen, aus der sich aber einige Familien zurückgezogen haben. Besonders leidet das Jugendorchester des Verbands unter dem Wegfall der Probenarbeit. Erwartet werden Vorgaben des Senats, unter welchen Bedingungen die Musikschulen ihre Arbeit wieder aufnehmen dürfen.
  • Die Deutsche Orchestervereinigung hat mit Anbrechen der Einschränkungen ihre Rolle als Fürsprecherin der Orchestermusikerinnen und -musiker in Deutschland sofort mit großer Öffentlichkeitswirkung übernommen. Sie macht auf ihrer Website und in ihrer Pressearbeit nachdrücklich auf die besonders schwierige Lage freier Musikerinnen und -musiker, auf schmerzhafte Konzert-, Festival- und Probenausfälle und auf kritische Lücken in den Hilfen für Selbstständige aufmerksam. Mit konstruktiven Vorschlägen arbeitet die Vereinigung auf eine Wiederaufnahme der Orchestertätigkeit hin.
  • Der Landesverband Berlin des Deutschen Zithermusik-Bundes berichtet, dass gemeinsames Musizieren derzeit nicht möglich sei. Auch hier wartet man auf Angaben des Berliner Senats, wie die Arbeit in den Musikschulen wieder aufgenommen werden kann; für seine Probenarbeit ist der Landesverband auf die Zusammenarbeit mit der Leo-Borchard-Musikschule Steglitz-Zehlendorf angewiesen. Besonders betroffen von Einschränkungen und Ausfällen sind Musiklehrer und freie Musiker.

Chorverband Berlin: Chorspiegel „Gemeinsam statt einsam“ mit zahlreichen Tipps

Der Chorspiegel, Verbandsorgan des Chorverbands Berlin, widmet sich in seiner aktuellen Ausgabe unter anderem dem Thema, wie Musikbegeisterte den Alltag unter den Bedingungen der Corona-Krise meistern können. Darunter sind fünf lohnende Tipps für Chorsängerinnen und -sänger, die ihre Leidenschaft zu Hause pflegen möchten, und ein Erfahrungsbericht des ehemaligen Geschäftsstellenleiters des Verbands Thomas Bender, der eine Infektion mit dem neuen Coronavirus überstanden hat. Besonders zu empfehlen: Die FAQ-Liste „Zu Hause singen ­– keine falsche Scheu!“ (S. 6).

Chorspiegel 2/2020 zum Download


Deutsche Orchester-Vereinigung: Arbeiten unter den Bedingungen von CoVID-19

Innerhalb kürzester Zeit hat das Corona-Virus auch die Verbandsarbeit der DOV fest im Griff gehabt. Mit dem Herunterfahren des öffentlichen Lebens und der Schließung von Theatern, Opernhäusern und Konzertsälen ab Mitte März war auf einmal alles anders.

In der DOV-Geschäftsstelle wird aus Sicherheitsgründen seit dem 16. März in zwei Teams gearbeitet; im Wesentlichen getrennt abwechselnd im Büro und aus dem Home Office. Bereits Ende Februar wurden vorausschauend alle DOV-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter mit entsprechenden Online-Zugängen und Laptops ausgestattet.

Auch die Nutzung von Onlineplattformen für Videokonferenzen ist inzwischen gut eingeübt. Sie wird verstärkt eingesetzt in der Kommunikation mit dem Geschäftsführenden DOV-Vorstand, der kleinen TVK-Tarifkommission, einzelnen DOV-Arbeitsgruppen, aber auch in der DOV-Rechtsabteilung. Die erste Online-Tarifverhandlung der drei Künstlergewerkschaften mit dem Deutschen Bühnenverein zur Frage der Einführung von Kurzarbeit in Orchestern und Theatern war ein Novum.

Abstimmungen und Besprechungen werden per E-Mail, Telefon oder online erledigt. Dienstreisen finden praktisch nicht mehr statt. Das ist klimaschonend. Was sich jetzt für die interne Verbandsarbeit in der Krise bewährt, wird auch in Zukunft eine größere Rolle spielen.

Den größten Arbeitsaufwand erzeugten die beiden Solidaritätskampagnen zugunsten freischaffender Musikerinnen und Musiker. Für unsere betroffenen Mitglieder wurden rund 130.000 Euro aus der Mitgliedschaft eingesammelt. So konnten wir Anfang April an alle Freischaffenden eine Nothilfe von 500 Euro zahlen.

Für Freischaffende außerhalb der DOV, die durch Konzertabsagen und Honorarausfälle in Not geraten sind, hat die Deutsche Orchester-Stiftung in nur drei Wochen sogar über eine Million Euro eingesammelt! Diese Signale der Solidarität innerhalb der DOV und der gesamten Musikszene machen wirklich Mut, die ungeahnten Herausforderungen der Pandemie zu bewältigen.


Handiclapped: Inklusive Musikprojekte für Live-Stream am 13. Mai

Handiclapped veranstaltet barrierefreie Tanz-/Bandworkshops und Konzerte! Bei den Konzerten treten meist zwei Bands an einem Abend auf. Auf der Bühne gibt es immer Musiker mit und ohne Beeinträchtigung. Das gemeinsame Erleben von Musik und das gemeinsame Feiern ist das Ziel!

Momentan können wir leider – durch die COVID-19-Krise bedingt – keine Workshops und Konzerte veranstalten. Am 13. Mai übertragen wir online, in Zusammenarbeit mit Unitedwestream.Berlin und dem Pfefferberg Haus 13, ein inklusives „Geister“-Live-Konzert mit den Bands „Mendecino“ und „Leitplanke“. Dabei wollen wir in kurzen Wortbeiträgen auch andere inklusive Musikprojekte in Berlin vorstellen.

Habt Ihr Projekte, bei denen explizit auch Menschen mit Beeinträchtigungen eingeladen sind? Dann möchten wir Euch und Euer Projekt kennenlernen. Schreibt uns bitte bis zum 8. Mai. Am besten schickt uns eine kurze (1000 Zeichen) Beschreibung Eures Projektes; falls Ihr besonders von der COVID 19-Krise betroffen seid, auch gern einen Absatz dazu zusätzlich.

Für Rückfragen steht gerne zur Verfügung: Thorsten Hesse, Tel. +49 (0)179 137 1073

Handiclapped – Kultur Barrierefrei e. V. 
Weitlingstr. 70, 10317 Berlin
www.handiclapped-berlin.de 


IAML-D: Beethoven-Ausstellung der Staatsbibliothek verschoben und aktuell online

„Diesen Kuß der ganzen Welt! – Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin. Eine Ausstellung, die 2020 nochmals im Haus Unter den Linden zu sehen sein wird!

Bei seinem Tod hat Beethoven eine Fülle an Dokumenten hinterlassen. Mit etwa 220 Autographen befindet sich heute mehr als die Hälfte aller überlieferten Handschriften in der Staatsbibliothek zu Berlin. Darunter sind Spitzenstücke wie die 9. Sinfonie, die von Menschen auf der ganzen Welt verehrt wird. Mit der Ode An die Freude im Finalsatz gehört es zu den populärsten Werken der klassischen Musik. 2001 wurde das Autograph in das UNESCO-Register „Memory of the World“ (Weltdokumentenerbe) aufgenommen.

Die Staatsbibliothek nahm das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 zum Anlass, eine große Ausstellung zu erarbeiten und zu zeigen – die aufgrund der Einschränkungen zur weiteren Ausbreitung der Covid-19-Erkrankungen bislang nur drei Tage geöffnet war. Glücklicherweise ist parallel zur „realen“ Ausstellung auch eine „virtuelle“ Ausstellung erarbeitet worden, die nun bis zur Wiedereröffnung einen guten Einblick in die Ausstellung gibt:
https://blog.sbb.berlin/diesen-kuss-der-ganzen-welt-beethoven-ausstellung/

Die KollegInnen der Staatsbibliothek freuen sich auf die Wiedereröffnung der Ausstellung für einige Wochen, die ebenfalls im Blog der SBB angekündigt wird.

Kontakt:Martina.Rebmann@sbb.spk-berlin.de


KulturLeben Berlin: Balkonkonzerte für Menschen mit Behinderung

Die Werkstatt Utopia ist das inklusive Musikprojekt des Vereins KulturLeben Berlin und Ort der Begegnung für musikbegeisterte Menschen mit und ohne Behinderung. Damit Menschen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe leben, in Zeiten von Corona nicht ganz auf Live-Musik verzichten müssen, hat die Werkstatt Utopia gemeinsam mit Frank Weitzenbürger, dem Inklusionsbeauftragten bei Lebensräume Berlin – Verbund Darßer Straße des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks (EJF), eine besondere Konzert-Reihe ins Leben gerufen: Die Balkon-Konzerte.

Das Konzept ist einfach: Zwei MusikerInnen der Werkstatt Utopia besuchen die Wohneinrichtungen des EJF und bringen den Bewohnerinnen und Bewohnern die Musik vor den eigenen Balkon. Gespielt wird im Hof mit dem nötigen Sicherheitsabstand. Das Publikum bleibt im Haus und lauscht der Musik vom Fenster oder Balkon aus.

Am 15. April 2020 fand das erste Balkon-Konzert im Hof der Wohnanlage Lebensräume Berlin – Verbund Darßer Straße des EJF in Hohenschönhausen statt. Mariano Domingo (Projektleiter Werkstatt Utopia) und Miriam Kremer (Mitglied Utopia Orchester) spielten Frühlings-Melodien auf der Klarinette und der Geige. Etwa fünfzig Menschen lauschten der Musik und spendeten dem Duo herzlichen Applaus. Auch wenn der Wind die Noten wie Blütenblätter durch den Garten flattern ließ, war das erste Konzert ein voller Erfolg. Die Reihe wird an anderen Standorten des EJF fortgesetzt.

KulturLeben Berlin: Der Verein KulturLeben Berlin – Schlüssel zur Kultur e. V. engagiert sich seit zehn Jahren für kulturelle und soziale Teilhabe, indem er nicht verkaufte Kulturplätze kostenlos an Geringverdienende vermittelt. Die Werkstatt Utopia ist das inklusive Musikprojekt des Vereins und wird seit 1. Mai 2018 für drei Jahre von der Aktion Mensch gefördert.

EJF gemeinnützige AG Lebensräume Berlin - Verbund Darßer Straße: Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk (EJF gemeinnützige AG) ist Träger von Einrichtungen und Diensten für Menschen aller Altersgruppen, die eine besondere persönliche und soziale Zuwendung und Begleitung suchen. Der Verbund Darßer Straße bietet insgesamt 280 Wohnplätze im ambulanten und stationären Wohnen sowie zusätzlich 60 Plätze im Beschäftigungs- und Förderbereich (BFB) an.

Kontakt
KulturLeben Berlin – Schlüssel zur Kultur e. V.
Miriam Kremer
Presse- und ÖA KulturLeben Berlin / Werkstatt Utopia
presse@kulturleben-berlin.de

www.kulturleben-berlin.de / www.utopia.kulturleben-berlin.de

EJF gemeinnützige AG
Lebensräume Berlin – Verbund Darßer Straße

Frank Weitzenbürger
Inklusionsbeauftragter des Verbundes Darßer Straße
weitzenbuerger.frank@ejf.de
www.ejf.de


Verbund Öffentlicher Bibliotheken Berlins: Musikstreamingportale mit kuratierten Playlists

Seit Mitte März sind alle VÖBB-Bibliotheken geschlossen, daher sind die digitalen Angebote jetzt besonders gefragt. Wer im Besitz eines Bibliotheksausweises ist, hat damit Zugriff auf zahlreiche außerhalb des Bibliotheksangebotes gebührenpflichtige Plattformen. Darunter sind große Streamingportale für Musik und Filme sowie Online-Angebote für E-Books, Zeitungen, Magazine und Hörbücher. Zu den Musikstreaming-Angeboten gehören Freegalmusic mit 11 Millionen Songs oder Tracks aus Pop und Klassik, die Naxos Music Library mit ihren derzeit 151.000 Alben klassischer Musik von über 800 Labels sowie die Naxos Music Library Jazz. Unter den vom VÖBB lizensierten Filmstreaming-Angeboten ist das Portal medici.tv attraktiv für Musikfans: Es enthält Aufnahmen von klassischen Konzerten, Opern- und Ballettaufführungen. Weitere Hinweise sind unter www.voebb.de zu finden.


Musikbuch-Empfehlung

Stefan Kölsch: Good Vibrations – die heilende Kraft der Musik

In seinem Buch Good Vibrations – die heilende Kraft der Musik illustriert Neurowissenschaftler, Psychologe und Musiker Stefan Kölsch internationale Studien und eigene Forschungsergebnisse, um uns den stark unterschätzten Einfluss von Musik auf das Gehirn auf anschauliche Weise nahezubringen. Das durch viele praktische Tipps ergänzte Buch erschien im April 2019 und ist ab Juni 2020 als Taschenbuch erhältlich.

Stefan Kölsch: Good Vibrations – die heilende Kraft der Musik. Berlin: Ullstein Buchverlage, 2019. 384 S., 22 EUR

Link zum Taschenbuch

Interview mit Stefan Kölsch im Deutschlandfunk vom 17.04.2019

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info Nr. 40, 19. März 2020

News

Corona-Krise: „Jugend musiziert“, Landesjugendorchester, Berliner JugendJazzOrchester, Landesjugendensemble Neue Musik – Projekte abgesagt

Der Berliner Senat hat in seiner „Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus“ Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmerinnen und/oder Teilnehmern untersagt und die Schließung aller Schulen und Kindertagesstätten ab Dienstag, dem 17. März, verfügt. Auch die öffentlichen Musikschulen und Hochschulen Berlins sind geschlossen. Die Verordnung hat bis zum 19. April Gültigkeit, dem letzten Tag der Osterferien. Wie es danach weitergeht, hängt von der Bewertung der Lage durch den Senat ab.

Von den Einschränkungen sind bis auf Weiteres alle Veranstaltungen des Landesmusikrats Berlin betroffen. Der Landeswettbwerb Jugend musiziert Berlin, der vom 26. bis zum 29. März in der Universität der Künste Berlin stattfinden sollte, wird ausfallen, ebenso das Konzert der Landespreisträgerinnen und -preisträger in der Mendelssohn-Remise am 25. April 2019. Der Deutsche Musikrat hat inzwischen auch den Bundeswettbwerb „Jugend musiziert“ abgesagt. Damit bleibt es für alle Kinder und Jugendlichen, die an den Regionalwettbewerben teilgenommen haben, vorerst bei den Ergebnissen der Regionalebene.

Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, verfügte am 12. März 2020 die Schließung aller staatlichen Bühnen und Konzertsäle Berlins, einstweilen bis zum 19. April. Davon ist auch das Landesjugendorchester Berlin betroffen, dessen Osterkonzert am 13. April im Konzerthaus stattfinden sollte. Geplant waren Werke von Beethoven, Bruch und Sibelius; für den Solisten, den jungen Berliner Geiger Akim Camara, wäre es sein Solo-Debüt im Konzerthaus gewesen. Die Planungen für das Herbst-Projekt sind davon bislang nicht berührt. Das Landesjugendorchester plant für den Oktober eine Arbeitsphase zusammen mit dem Konservatorium Versailles-Grand Parc mit Konzerten in Frankreich, Polen und Deutschland. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Uraufführung von Jean-Baptiste Robin und Beethovens 9. Sinfonie.

Auch die Frühjahrs-Arbeitsphase des Berliner JugendJazzOrchesters unter der Leitung der Sängerin, Gitarristin, Komponistin und Bandleaderin Monika Roscher wird nicht stattfinden. Geplant waren die Proben für den 4. bis 8. Mai, die Konzerte am 7. und 8. Mai. Der neue Projektleiter des BJJO, Marc Doffey, wird Interessentinnen und Interessenten über unsere Website auf dem Laufenden halten.

Ebenfalls betroffen ist die Arbeit des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin, die auf ein Sommerprojekt im Juni zusteuerte: Es ist einstweilen abgesagt.

Über neue Entwicklungen wird der Landesmusikrat Berlin informieren. Bitte besuchen Sie unsere Internet-Seite und achten Sie auf weitere Ausgaben unseres Newsletters.


Deutsche Orchester-Stiftung: Corona-Krise – bundesweiter Spendenaufruf für freischaffende MusikerInnen

Aus Anlass der Corona-Krise startet die Deutsche Orchester-Stiftung eine bundesweite Spendenkampagne zugunsten freischaffender Berufsmusikerinnen und -musiker. Fast alle Orchester, Chöre, Opern- und Konzerthäuser, die Musikfestivals, die öffentlichen und privaten Musikveranstalter in Deutschland und Europa haben den Betrieb eingestellt.

Gerald Mertens, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, sagt: „Die Lage der freiberuflichen Musikerinnen und Musiker ist dramatisch. Sie verlieren für die kommenden Monate ihre Lebensgrundlage. Sie haben keine Lohnfortzahlung. Keine Auftritte, kein Unterrichten, kein Geld. Nur wenige haben Rücklagen oder eine familiäre Absicherung. Viele stehen vor dem sozialen Aus.“

Mertens meint abschließend: „Bis ein vom Deutschen Kulturrat geforderter ‚Nothilfefonds‘ für Freischaffende durch Bund und Länder eingerichtet und handlungsfähig ist, bis erste staatliche Gelder an Betroffene fließen, werden noch Wochen ins Land gehen. Für viele könnte diese Hilfe zu spät kommen. Wir wollen Betroffenen helfen, diese Zeit zu überbrücken.“

Daher bittet die Orchester-Stiftung um Solidarität für die freiberuflichen Musikerinnen und Musiker in Deutschland.

Spendenkonto:
Deutsche Orchester-Stiftung – Kennwort: Nothilfefonds
IBAN: DE35 1004 0000 0114 1514 05
BIC:   COBADEFFXXX

Aufruf auf der Seite der Deutschen Orchester-Stiftung


Berliner Philharmoniker öffnen ihre Digital Concert Hall

Nachdem die Philharmonie bis einschließlich 19. April 2020 zur Eindämmung des Corona-Virus geschlossen wurde, öffnen die Berliner Philharmoniker nun ihren virtuellen Konzertsaal, die Digital Concert Hall, kostenlos für alle. Mit dem Code BERLINPHIL kann man alle Konzerte und Filme in der Digital Concert Hall für 30 Tage kostenfrei abrufen. Der späteste Termin zum Einlösen des Codes ist Dienstag, der 31. März 2020.

»Wir hoffen, dass wir mit dieser Aktion möglichst vielen Menschen Freude mit unserer Musik bereiten können. Wir vermissen unser Publikum jetzt schon sehr und wünschen uns, dass wir einander auf diese Weise zumindest virtuell weiter begegnen können«, so Olaf Maninger, Solocellist und Medienvorstand des Orchesters. In der Digital Concert Hall sind über 600 Orchesterkonzerte aus mehr als zehn Jahren zu erleben, darunter 15 Konzerte mit dem neuen Chefdirigenten Kirill Petrenko. Hinzu kommen Videos aus dem Backstage-Bereich: Pausengespräche, in denen Dirigentinnen und Dirigenten und Solistinnen und Solisten von Orchestermitgliedern befragt werden, Dirigentenporträts und Dokumentationen zur Orchestergeschichte ebenso wie die Projekte des Education-Programms der Berliner Philharmoniker.

Mehr Informationen auf den Seiten der Berliner Philharmoniker


#MehrMusikInDerSchule: Studie zum Musikunterricht in der Grundschule erschienen

An Grundschulen in Deutschland fehlen 23 000 ausgebildete Lehrkräfte für das Fach Musik. Dies ist das Ergebnis der Studie „Musikunterricht in der Grundschule: Aktuelle Situation und Perspektive", die am 11. März 2020 von der Konferenz der Landesmusikräte, dem Deutschen Musikrat und der Bertelsmann Stiftung veröffentlicht wurde.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper sagt: „Der Landesmusikrat hat bereits 2015 in seinem Masterplan ‚Musikunterricht an den allgemein bildenden Schulen‘ herausgearbeitet, dass es für die Sicherung des Musikunterrichts in der Schule dringenden Handlungsbedarf gibt: Es müssen unverzüglich mehr Musiklehrerinnen und Musiklehrer ausgebildet werden, außerdem brauchen wir mehr Programme, die einen Schwerpunkt auf die Förderung der musikpädagogischen Begabung von Jugendlichen legen und auf den musikalischen Lehrberuf als Berufsperspektive aufmerksam machen.“

Dies stützt auch die Studie, die jetzt erschienen ist. Demnach werden in Berlin aktuell zwar noch 61,4 Prozent des Musikunterrichts in der Grundschule fachgerecht erteilt, die Prognose für 2028 ist jedoch erschütternd: Da in acht Jahren nach den Berechnungen 2364 Fachkräfte fehlen könnten, läge dann die Quote des fachgerecht erteilten Unterrichts bei nur noch 26,4 Prozent.

Gemeinsam mit den Landesmusikräten der anderen Bundesländer hat der Landesmusikrat Berlin eine Kampagne für mehr Musik in der Schule in Leben gerufen.

Unterstützerinnen und Unterstützer sind aufgerufen, ein Selfie mit dem Kampagnenbild zu machen und in den sozialen Medien zu posten. Dabei soll der Hashtag #MehrMusikInDerSchule verwendet werden.

Zur Kampagnen-Seite des Landesmusikrats Berlin

Facebook-Seiten der Initiatoren:
Landesmusikrat Berlin e. V.
Deutscher Musikrat
Bertelsmann Stiftung


Musikarbeitsmarkt transnational: Neuer Info-Podcast / Gründerseminar im Mai

Seit knapp zwei Jahren bietet der Landesmusikrat im Rahmen des Programms „Weltoffenes Berlin“ eine Beratung von Musikerinnen und Musikern an, die ihre Heimat aus politischen Gründen verlassen mussten. Das erfolgreiche Projekt Musikarbeitsmarkt transnational hilft geflüchteten Musikerinnen und Musikern, in Berlin Fuß zu fassen. Seit Kurzem bietet es einen Podcast zum Beratungsangebot „Information über den Berliner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung“ auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Türkisch an. In dem Podcast wird das Beratungsangebot mit Erfahrungsberichten zusammengefasst, und es werden Einblicke in einen der Workshops gegeben.

Am 5. Mai findet voraussichtlich das nächste Business Start-Up Tagesseminar in Kooperation mit ver.di statt. Schwerpunkt: Existenzgründung für Musiker und Musikerinnen. Im Seminar werden Rahmenbedingungen von freiberuflichen Tätigkeiten in künstlerischen berufen auf Arabisch, Englisch und Deutsch erläutert. Die Teilnehmer werden in dem Seminar sowohl über Chancen und Besonderheiten als auch über Risiken einer Selbstständigkeit informiert und darauf vorbereitet. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an Projektleiter Yusuf Sahilli (sahilli@landesmusikrat-berlin.de).

Datum: 5.5.2020
Uhrzeit: 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Ort: ver.di, Eingang Paula-Thiede-Ufer 10 (direkt am Spreeufer/Schillingbrücke), 10179 Berlin (Nähe Ostbahnhof), Raum 7 B „Otto Dix“, 7. Etage, Aufzüge rechts, in der ver.di-Bundesverwaltung.
Höchstteilnehmerzahl: 12 Personen, Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
Sprachen: Arabisch, Englisch und Deutsch
Referent: Bernd Hubatschek, MKK Consult
Veranstalter: ver.di Berlin-Brandenburg

Angaben vorbehaltlich der Maßnahmen zur Eindämmung von CoVID-19 – Änderungen möglich!


Berichte

83 neue Musikmentorinnen und -mentoren: festlicher Abschluss / Neue Workshops 2020/21

Begeistert feierte das Publikum die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Förderprogramms für junge Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter beim großen Abschlusskonzert am 1. März 2020 im Georg-Neumann-Saal des Jazz-Instituts Berlin. Zum Konzert begrüßt hatten Prof. Dr. Andreas Ickstadt von der Universität der Künste und Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin; durch den Abend führte Carl Parma, Mitglied im Präsidium des Landesmusikrats. Das dargebotene Programm aus Chor-, Orchester- und Bigband-Stücken reichte von John Dowland bis Duke Ellington.

Mehr als 80 Schülerinnen und Schüler aus ganz Berlin hatten über das Schuljahr 2019/20 an den mehrteiligen Workshops des Programms teilgenommen. Unter der Anleitung eines zwölfköpfigen Teams aus Dozentinnen und Dozenten lernten sie Hürden und Methoden der Probearbeit mit einem Ensemble kennen – und nicht zuletzt die Freude daran, ihre Mit-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer kompetent in Proben und Konzert anzuleiten. Am Ende stand das Zertifikat über ihre Ausbildung zur „Musikmentorin“/zum „Musikmentor“. Die Urkunden überreichte Senatsdirigent Thomas Duveneck von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Einige der Absolventinnen und Absolventen sind bereits auf dem Weg ins Schulmusikstudium, andere kehren in die Schulen zurück, wo sie die mit dem neugewonnenen Wissen die Ensemblearbeit unterstützen können.

Gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat der Landesmusikrat Berlin e. V. das Programm Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter im Schuljahr 2018/2019 ins Leben gerufen, zunächst mit dem Schwerpunkt Klassik. Im Schuljahr 2019/2020 kam der Schwerpunkt Jazz/Rock/Pop hinzu. Auch im kommenden Schuljahr werden wieder beide Schwerpunkte angeboten. Die Anmeldung erfolgt über die Berliner Schulen und Musikschulen.

Abschlusskonzert 2020: Zur Bildergalerie


Mitglieder-News


Carl Bechstein Stiftung: 7. Carl Bechstein Wettbewerb 2020: Klavier und ein Streichinstrument

Der Carl Bechstein Wettbewerb möchte Freude am gemeinsamen Musizieren vermitteln, junge Musikerinnen und Musiker nachhaltig fördern und außergewöhnliche Leistungen junger Menschen belohnen. Teilnehmen können junge Musikerinnen und Musiker, die zum Stichtag (30.10.2020) das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die seit mindestens sechs Monaten einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Gewertet wird in vier Altersgruppen, wobei das Duo bei unterschiedlichem Alter der Mitglieder in der Altersgruppe des älteren Teilnehmers antritt. Zugelassen sind die Instrumente Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass. Das Repertoire muss aus mindestens zwei kontrastierenden Stücken verschiedener Stilepochen bestehen. Beide Spielpartner müssen gleichberechtigte Aufgaben haben. Konzerte und andere vom Orchester begleitete Werke sind nicht zugelassen.

Neben den regulären Preisen sind verschiedene Sonderpreise ausgelobt. Mit Musikerinnen und Musikern, Pädagoginnen und Pädagogen wie Prof. Michael Schäfer, Prof. Friedemann Eichhorn, Prof. Björn Lehmann, Wei Chen u. a. wurde bewusst eine Jury zusammengestellt, deren Mitglieder auf langjährige Erfahrung in der Kammermusik wie auch in der Arbeit mit jungen Musikerinnen und Musikern verweisen können.

Anmeldungen für den Wettbewerb sind möglich bis zum 15. August 2020.

Zum Carl Bechstein Wettbewerb

Angaben vorbehaltlich der Maßnahmen zur Eindämmung von CoVID-19 – Änderungen möglich!


Deutsche Orchestervereinigung: Brandenburg erstes Bundesland mit DOV-Honorarmindeststandards

Ab sofort gelten im Land Brandenburg Fördergrundsätze für Honorarmindeststandards für freischaffende Musikerinnen und Musiker in Projekten und Institutionen mit musikalischen Eigenproduktionen. Das Land stellt 2020 für diese bundesweit neue Regelung bis zu 100.000 Euro bereit.

„Das Land Brandenburg setzt mit den neuen Fördergrundsätzen einen echten Meilenstein für die Verbesserung der Honorarsituation freischaffender Musikerinnen und Musiker“, sagt DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens. „Erstmalig in Deutschland wird für freischaffende Künstlerinnen und Künstler analog zum gesetzlichen Mindestlohn eine Honoraruntergrenze verbindlich eingeführt. Ich freue mich, dass die von der DOV gemeinsam mit Freischaffenden entwickelten Mindesthonorarsätze als Grundlage herangezogen wurden.“

Im Brandenburgischen Landtag gab es einen breiten, parteiübergreifenden Konsens über die Notwendigkeit dieses Schrittes. Die DOV dankt allen an diesem Verfahren Beteiligten. Dazu Mertens: „Wir haben jetzt eine sehr gute Grundlage, Honorarmindeststandards zukünftig auch in weiteren Bundesländern zu etablieren und damit noch mehr Musikerinnen und Musikern angemessenere Einkünfte zu verschaffen.“

Zur Deutschen Orchestervereinigung


EKBO: Symposium für Kirchenmusik „Orgelnachwuchs – Zukunftsmusik?“ im Oktober

2021 wird die Orgel das „Instrument des Jahres“. In Vorbereitung dazu bietet das Symposium herausragende Beispiele zur Nachwuchsarbeit; Modelle und Konzepte für Orgelführungen für alle; Blitzdating mit Orgelbaufirmen und Verfasserinnen bzw. Verfassern von Orgelschulen; Orgelfunktionsmodelle bis zu kompletten Orgelbau-Sets; Vorstellung von jungen Improvisationskünstlerinnen und –künstlern in Konzerten, Workshops und einer Orgelnacht mit Improvisationswettspaß; Vorstellung und Kennenlernen der historischen Instrumente der Orgelstadt Jüterbog (1657, 1733, 1893, 1908, 1929, 1932); Vorstellung und Ausstellung von Materialien und Noten zur Nachwuchsarbeit und mehr; traditionelle und moderne Übetechniken, Diskussionen, Gesprächsrunden, kollegialen Austausch.

Es gibt internationale Referentinnen und Referenten sowie ein Abendprogramm mit herausragenden Künstlerinnen und Künstlern. Wir freuen uns auf Orgelfreundinnen und -freunde, Pädagoginnen und Pädagogen, Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker im Haupt- Neben- und Ehrenamt, Theologinnen und Theologen, Studierende, Organistinnen und Organisten, Orgelbauerinnen und Orgelbauer und andere!

 

Termin: 6. Oktober, 14 Uhr, bis 8. Oktober, 12:00 Uhr, 2020

Anmeldung: https://akd-ekbo.de/kalender/symposium-orgelnachwuchs/
Infos: www.kirchenmusikvermittlung.de
Kontakt: kirchenmusik@ekbo.de

Angaben vorbehaltlich der Maßnahmen zur Eindämmung von CoVID-19 – Änderungen möglich!


Landesmusikakademie Berlin: Workshop Irische Volksmusik mit Martin Tourish

In der Aufführungspraxis traditioneller irischer Instrumentalmusik steht die Melodie im Vordergrund. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich ein reiches Repertoire an Melodien entwickelt, die allesamt von regionalen und persönlichen Stilen geprägt sind.

Der Workshop Performance Practice in Irish Traditional Instrumental Music‟ beginnt mit einer Einführung in die Musiklandschaft Irlands und ihre Entwicklung in den letzten drei Jahrhunderten. Anschließend werden anhand einiger einfacher Melodien verschiedene Stilparameter untersucht. Ziel ist es, den Teilnehmenden die Werkzeuge zu geben, mit denen sie ihre eigene persönliche Interpretation einer Melodie entwickeln können.

Der Workshop wird in englischer Sprache durchgeführt und ist für alle Melodie-Instrumente geeignet.

Martin Tourish ist Akkordeonist, Komponist und Musikwissenschaftler (Universal Edition) aus Donegal, Irland. Er stammt aus einer Musikerfamilie, deren schriftlich überlieferte Werke bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Seit 2014 ist er festes Mitglied der legendären Band „Altan“ und ist seitdem weltweit mit der Band auf Tour.

Workshop „Performance Practice in Irish Traditional Instrumental Music‟
Termin: 2.5.2020, 10–17 Uhr
Anmeldeschluss: 17.4.2020
Gebühr: €43,50         
Ort: Landesmusikakademie Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin

Information und Anmeldung

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Mendelssohn-Gesellschaft: Friedhofssalon 2020 – drei Lesungen und Musik

Auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof I vor dem Halleschen finden sich die Ruhestätten etlicher Mitglieder der Familie Mendelssohn. Im Jahr 2020 veranstalten die Mendelssohn-Gesellschaft, der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte und die ag friedhofsmuseum e. V. drei Friedhofssalons an den Ruhestätten von Clara Gusserow, geb. Oppenheim (1861–1944), Fanny Hensel, geb. Mendelssohn (1805–1847), Ludwig Mendelssohn Bartholdy (1878–1918), der Komponistin Emilie Mayer (1812–1883), Elisabeth Westphal (1865–1942) und der Sozialpolitikerin Edith Mendelssohn Bartholdy, geb. Speyer.

Der Friedhofssalon am 14. Mai, dem Todestag Fanny Hensels, ist ihrem und dem Andenken der Komponistin Emilie Mayer gewidmet, deren Grab kürzlich wiederentdeckt wurde; sie wird mit einem Gedenkstein geehrt, es musiziert das Fiorentina-Quartett. Am 13. August gilt der Friedhofssalon Ludwig Mendelssohn Bartholdy und Edith Mendelssohn Bartholdy geb. Speyer; das Diplomatische Streichquartett spielt Werke von Emil Bohnke und Alexander von Zemlinksy. Der Friedhofssalon am 12. September erinnert an Clara Wusserow und Elisabeth Westphal, es musiziert die Cellistin Petra Kießling. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 17 Uhr am Friedhofstor an der Baruther Straße.

Flyer zu den Friedhofssalons 2020 herunterladen

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Musikbuch-Empfehlung

Juliane Streich (Hrsg.): These Girls: ein Streifzug durch die feministische Musikgeschichte

Längst überfällig: Eine lexikalische Hommage an Popmusikerinnen und weibliche Bands! Die Leipziger Journalistin Juliane Streich hat in ihrer kürzlich erschienenen Anthologie These Girls zahlreiche Kurzportraits zusammengestellt, chronologisch von den 1940er-Jahren bis heute.

„In über 100 lehrreichen, kurzweiligen und persönlichen Texten schreiben Journalistinnen und Journalisten, Musikerinnen und Musiker, Fans und Freunde über Bands, die sie prägten, über Künstlerinnen, die dem Feminismus eine neue Facette gaben, über Lieblingsplatten, Lebenswerke und Lieder, die sie mitgrölen – vom Klassiker bis zum Außenseitertipp.“ (Verlagstext)

These Girls: ein Streifzug durch die feministische Musikgeschichte. Juliane Streich (Hrsg.). Mainz: Ventil-Verlag, 2019. 344 S., 20 EUR

Informationen zum Titel auf der Seite des Ventil-Verlages

Rezension von Robert Miessner in der taz vom 24.1.2020

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info Nr. 39, 3. Februar 2020

News

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Komponist HK Gruber zu Gast

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin stellt sich am 6. Februar 2020 mit einem spannenden Programm erstmals im Haus des Rundfunks vor. Unter der Leitung von Jobst Liebrecht erklingen Werke der Berlinerin Sarah Nemtsov, der Australierin Liza Lim, des Amerikaners John Cage und der wohl markantesten Persönlichkeit der Neuen Musik in Österreich: HK Gruber. Gruber lässt es sich dabei nicht nehmen, in seinem Stück Frankenstein!! selbst auf der Bühne zu stehen – für alle Beteiligten und das Publikum eine voraussichtlich einzigartige Erfahrung.

Das Ensemble wird seit Kurzem durch Andreas Bräutigam beraten, einen renommierten Spezialisten für Neue Musik. Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin: „Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin geht dank frischer Ideen mit neuem Schwung ins Jahr 2020. Besonders die direkte Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten fasziniert die jungen Musikerinnen und Musiker. Wir als Landesmusikrat haben es uns zur Aufgabe gemacht, die zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen zu fördern – durch Projekte mit Jugendlichen gelingt dies am Nachhaltigsten.“

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin besteht seit 2013. Projektweise erarbeitet es zwei Mal jährlich Programme von der klassischen Moderne bis zu aktuellen Uraufführungen. 2019 hat es sein Angebot um die Workshops des Jungen Musiklabors Berlin erweitert. Zu diesen Workshops sind auch ganz unerfahrene Fans der Neuen Musik herzlich willkommen.

Donnerstag, 6. Februar 2020 | 20 Uhr | Haus des Rundfunks, Kleiner Sendesaal

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin | Leitung: Jobst Liebrecht
Solist: HK Gruber, Chansonnier

Liza Lim (*1966): The heart’s ear
Sarah Nemtsov (*1980): … beredtes Schweigen
John Cage (1912-1992): Living Room Music
HK Gruber (*1943): Frankenstein!!

Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro

Zum Konzertflyer

Karten-Vorverkauf auf eventbrite.de


Anmelderekord bei Jugend musiziert Berlin 2020

In Berlin haben sich 692 Kinder und Jugendliche für die Regionalwettbewerbe und 35 für die ausschließlich auf Landesebene durchgeführten Wertungen Komposition, Interkulturelle Perkussion und Jugend forscht: Musik angemeldet. Damit nehmen 2020 727 Kinder und Jugendliche an den Berliner Wettbewerben teil – so viele wie nie zuvor.

„Trotz stetig steigender schulischer Anforderungen machen immer mehr junge Menschen in Berlin die Ausübung von Musik zu ihrem Hobby. Damit ziehen sie den prägenden Lernerfolg als Ergebnis langer und kontinuierlicher Beschäftigung der kurzlebigen Freizeitgestaltung vor. In Zeiten allgemeiner Verunsicherung über die Profile der Jugend ist das ein gutes Signal“, so Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin.

Die Wertungsspiele sind auf allen Wettbewerbsebenen öffentlich zugänglich. Der Landesmusikrat lädt alle Berlinerinnen und Berliner herzlich ein, „ihre“ musizierende Jugend anzufeuern oder einfach nur zuzuhören. Der Eintritt ist frei!

Wettbewerbsdaten Jugend musiziert Berlin 2020

15./16.2.2020     Regionalwettbewerbe in Berlin-Nord und Berlin-Süd,
                              gemeinsamer Regionalwettbewerb Populäre Musik

22./23.2.2020     Regionalwettbewerb in Berlin-Mitte

26.–29.3.2020    Landeswettbewerb Berlin

28.5.–4.6.2020  Bundeswettbewerb in Freiburg i. Br.

Weitere Informationen und alle Termine zum Wettbewerb:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/


Jugend musiziert Berlin: Sonderpreisträgerin am 27. Februar bei rbb Kultur

Beim 56. Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin 2019 gewann die Cellistin Marei Schibilsky den Sonderpreis des Rundfunkprogramms rbb Kultur. Am 27. Februar 2020 wird sie um 20.04 Uhr in der Sendung „Talente und Karrieren“ vorgestellt.

Der Sonderpreis von rbb Kultur umfasst einen Produktionstag für eine CD-Studioproduktion und eine Einladung zur Sendung „Talente und Karrieren“ im Programm von rbb Kultur. 2019 wurde er in der Kategorie „Streichinstrumente solo: Violoncello“ vergeben.


Fotowettbewerb 2020: Musik verbindet – Zusammenhalt stärken!

Auch im Jahr 2020 loben der Tagesspiegel und der Landesmusikrat Berlin gemeinsam einen Fotowettbewerb aus. Er steht unter dem Motto: „Musik verbindet – Zusammenhalt stärken!“

Musik stiftet Gemeinschaft. Wer Musik machen will, findet Gleigesinnte – ob in Chor, Bigband oder Orchester, zum Jammen oder für Kammermusik. Das gemeinsame Ziel überwindet Grenzen und Unterschiede.

Wie zeigt sich im Berliner Alltag die gemeinschaftsstiftende Kraft der Musik? Wo kommen Menschen zum Musizieren zusammen? Gemeinsam mit dem Tagesspiegel ruft der Landesmusikrat Berlin Berliner Amateurfotografinnen und -fotografen dazu auf, die Vielfalt gemeinschaftlichen Musizierens im Bild festzuhalten.

Bis zum 31.10.2019 können Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Bilder einsenden. Die Fotos werden auf unserer Website in der Reihenfolge ihres Eingehens gezeigt. Im Herbst 2020 wird eine Jury die eingegangenen Bilder beurteilen und prämieren.

Mehr Information zum Fotowettbewerb


Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter: Abschluss im März

Das Projekt Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter wird im Februar für das Schuljahr 2019/20 zum Abschluss kommen. Es wird vom Landesmusikrat Berlin e. V. gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie angeboten. 2019, in seinem zweiten Jahr, startete das begehrte Projekt erstmals mit zwei Teams: einem für den Schwerpunkt Klassik und einem weiteren für den Schwerpunkt Jazz, Rock, Pop. Mehr als 80 interessierte Schülerinnen und Schüler erwerben in jeweils vier Wochenend-Workshops musikalische, organisatorische und soziale Kompetenzen, um später Ensembleproben bzw. Teilproben oder Stimmgruppenproben qualifiziert anzuleiten. Die Klassik-Workshops finden in der Sophie-Scholl-Schule Schöneberg statt, das Pop-Rock-Jazz-Team im Rosa-Luxemburg-Gymnasium in Pankow.

Beide Teams werden am 14.–16. Februar und am 28./29. Februar und 1. März ihre letzten Workshops veranstalten. Am 1. März werden die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der feierlichen Abschlussveranstaltung ihre Zertifikate über die Ausbildung zur Musikmentorin bzw. zum Musikmentor erhalten und ausgewählte Werke aus dem Workshop-Programm dirigieren. Der Eintritt ist frei. Die Anmeldung ist möglich über: info@landesmusikrat-berlin.de.

Mehr Information über das Projekt


Concerts For Future im Rahmen des Salon Zukunftsmusik

„Concerts For Future“ heißt die nachhaltige Konzertreihe, die junge Musikerinnen und Musiker gemeinsam mit Umweltschutz-Initiativen im Rahmen des „Salon Zukunftsmusik“ entwickelt haben. Alle Einnahmen kommen dem Kampf gegen den Klimawandel zugute. Ein erstes Konzert hat am 26. Januar in der Filmkunstbar Fitzcarraldo stattgefunden, weitere sollen folgen. Die Berlin Music Commission und der Landesmusikrat Berlin unterstützen das Projekt.

Concerts For Future auf facebook


MIZ veröffentlicht englischsprachiges Buch über das deutsche Musikleben

Auf 620 Seiten bündelt das Deutsche Musikinformationszentrum in seiner Publikation Musikleben in Deutschland Hintergrundwissen und Daten zur deutschen Musikkultur – nach der deutschsprachigen Veröffentlichung im Frühjahr 2019 nun auch auf Englisch. Musical Life in Germany umfasst 22 Beiträge namhafter Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Kulturpolitik und Musikpraxis. Das Themenspektrum reicht von der musikalischen Bildung und Ausbildung über das Amateurmusizieren und die professionelle Musikausübung bis hin zur Musikwirtschaft.

Zu lesen ist, unter welchen Bedingungen Konzerthäuser, Musiktheater und Museen arbeiten, welche Rolle die Musik im Rundfunk spielt, wie sich die Anforderungen bei der musikalischen Berufsausbildung verändert haben, unter welchem finanziellen Druck freie Ensembles arbeiten und wie sich die einzelnen Branchen der Musikwirtschaft entwickeln. Mehr als 50 Statistiken und topografische Darstellungen sowie zahlreiche QR-Codes mit Links auf weiterführende Quellen sorgen für einen detaillierten Einblick in die einzelnen Themenbereiche.

Information über Musical Life in Germany
Information über Musikleben in Deutschland


Berichte

Instrument des Jahres 2020: Pressekonferenz mit Schirmherrin Nadine Contini

Im Kleinen Sendesaal an der Masurenallee eröffnete der Landesmusikrat am 15. Januar das Berliner Geigenjahr 2020 mit einer Pressekonferenz. Schirmherrin Nadine Contini, Stimmführerin der 2. Violinen im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: „Bringen wir unseren Fokus beim Musizieren auf das, was wirklich zählt. Ermutigen wir jeden Musikliebhaber, seine Persönlichkeit durch die Beschäftigung mit der Musik zu formen, auch ohne sich technisch vollkommen auf dem Instrument ausdrücken zu können. Denn allein die Freude, die dabei empfunden und weitergegeben wird, ist das Wesentliche.“ Im Gespräch mit Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, nahm Kultursenator Klaus Lederer auch Stellung zur Entwicklung der Musikschulen und zu Berlin als „Geigenstadt“.

Schließlich wurde auch die Programmbroschüre für die erste Jahreshälfte 2020 präsentiert. Sie enthält Hinweise auf mehr als 70 Konzerte, Ausstellungen, Meisterkurse und weitere Veranstaltungen, in denen die Violine im Mittelpunkt steht.

Mehr Information über das Instrument des Jahres 2020
Programmbroschüre herunterladen

Das Instrument des Jahres 2020 in der Berliner Presse:
Berliner Morgenpost

Der Tagesspiegel  

kuk.verdi.de


Mitglieder-News

Deutsche Orchestervereinigung: Bessere Altersabsicherung für Musikerinnen und Musiker freier Ensembles

DOV ermöglicht neues Angebot ab Januar 2020

Berlin – Ab 1. Januar 2020 können sich Musikerinnen und Musiker freier Ensembles in der Zusatzversorgung der Berufsorchester (VddKO) für das Alter absichern. „Mit den Stimmen der DOV-Vertreter wurde diese Satzungsänderung im Verwaltungsrat beschlossen“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV). „Das ist ein wichtiger Baustein, um die prekäre finanzielle und soziale Lage freischaffender Musikerinnen und Musiker zu entschärfen und schrittweise Verbesserungen durchzusetzen.“ Aktuell sind bei der Künstlersozialkasse über 53 500 Freischaffende im Bereich Musik gemeldet.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Zahl der Freischaffenden mehr als verdreifacht. Deshalb hat die DOV die Interessenvertretung für diese Gruppe immer weiter ausgebaut. „Damit reagieren wir auf die veränderten Rahmenbedingungen. In der DOV sind Festangestellte und Freiberufler solidarisch organisiert. Deshalb können wir unseren Forderungen den nötigen Nachdruck verleihen“, sagt Mertens.

Die DOV hat bereits früher durchgesetzt, dass freischaffende Orchesteraushilfen seit 1. Januar 2019 bei der VddKO eine eigene freiwillige Zusatzversorgung aufbauen können, wenn sie regelmäßig bei TVK-Orchestern spielen. Seit Oktober 2018 haben freischaffende DOV-Mitglieder auch die Möglichkeit, nach einer Einzelfallprüfung eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu besonders günstigen Konditionen abzuschließen.


Handiclapped – Kultur barrierefrei: Einladung zum neuen Musikblog BarrMusik.org

Der Verein Handiclapped – Kultur Barrierefrei e. V., seit 2019 Mitglied im Landesmusikrat e. V.,  hat mit BarrMusik.org einen neuen Blog für inklusive Bands und (Live-) Musikprojekte ins Leben gerufen. Im Dezember wurden dort 24 Bands und Projekte vorgestellt. Die Zugriffszahlen waren sehr ermutigend.

Handiclapped lädt die Mitglieder des Landesmusikrates dazu ein, auf dem Blog zu berichten, wenn sie Konzerte oder Projekte anbieten, zu denen explizit Menschen mit und ohne Beeinträchtigung eingeladen sind.

Wer daran interessiert ist, kann Handiclapped einfach anschreiben. E-Mail: thorsten@handiclapped-berlin.de


IAML: Beethoven-Ausstellung in der Staatsbibliothek zu Berlin ab 11. März

"Diesen Kuß der ganzen Welt!"  Vom 11.3. bis 30.4.2020 öffnet die Staatsbibliothek zu Berlin ihre Tresore und zeigt im Haus Unter den Linden anlässlich des Beethoven-Jubiläumsjahres Raritäten aus ihrer umfangreichen und weltweit bedeutenden Beethoven-Sammlung. Zu sehen sein werden z. B. Briefe und Konversationshefte des Komponisten und das Autograph seiner zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehörenden  9. Sinfonie.

Diesen Kuss der ganzen Welt
Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin

Ausstellung vom 11. März bis 30. April 2020
Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Information der Staatsbibliothek zur Ausstellung


Landesmusikakademie Berlin: musikfestival klangwelten vom 11. bis 18. März

Eine Woche voll Musik – von Klassik über Hip Hop bis Weltmusik. Die Landesmusikakademie Berlin lädt Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Klassen ein, einen Tag lang zu experimentieren und Neues zu entdecken. Wie vielfältig das Thema Klassik sein kann, erfahren Schulklassen oder ganze Schulen in einem von 16 Workshops. Zusätzlich besuchen alle Schülerinnen und Schüler ein Mitmach-Konzert auf der Theater-Bühne, bei dem die Geschichte von Robin Hood mit Balladen und Barockmusik untermalt wird. Das Familienwochenende am 14./15. März bietet Groß und Klein vielfältige Gelegenheiten zum Musikmachen und Lauschen.

Anmeldebogen herunterladen

Infos und Anmeldung: musikfestival-klangwelten.de
E-Mail: musikfestival@landesmusikakademie-berlin.de


Musikbuch-Empfehlung

Noch eine neue Beethoven-Biografie? Ja! Christine Eichels fundiert recherchiertes und anschaulich geschriebenes Buch bringt neue Erkenntnisse und Antworten auf die Frage, was uns Beethoven im 21. Jahrhundert zu sagen hat.

„Sprachlich hinreißend, historisch spannend und bei aller Faktendichte dennoch höchst unterhaltsam, ist ‚Der empfindsame Titan‘ ein gelungener literarischer Auftakt des Beethovenjahres.“ (Maria Ossowski, ARD, 16.12.2019)

Christine Eichel: Der empfindsame Titan. Ludwig van Beethoven im Spiegel seiner wichtigsten Werke. München: Blessing, 2019. Hardcover, 432 Seiten, 22 Euro

Informationen zum Titel auf der Seite des Blessing-Verlags 

Rezension von Hanns-Josef Ortheil

Und ein Hinweis auf folgenden angekündigten Titel: Der am 18.2. bei Rowohlt erscheinende Roman „Beethovn“ von Albrecht Selge ist sicher eine Empfehlung wert. Der Berliner Autor ist unter anderem bekannt für seine literarischen Konzertkritiken unter https://hundert11.net.

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info Nr. 38, 20. Dezember 2019

News

Mehr Geld für Musikschulen

Das Berliner Abge­ord­netenhaus hat im Rahmen des neuen Haushaltsgesetzes beschlossen, die Berliner Musikschulen weiter zu stärken.

Für Honorarerhöhungen sind für das Jahr 2020 2,2 Millionen Euro und für das Jahr 2021 6,5 Millionen Euro zusätzlich in den Haushalt eingestellt worden. Sie sollen ab August 2020 wirksam werden. Für die Erhöhung des Anteils festangestellter Lehrkräfte sind für beide Jahre jeweils 2 Mil­lionen Euro zusätzlich eingeplant.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper sagt: „Diese Entscheidung ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Musikschullandschaft, die der Kulturhauptstadt Berlin auch entspricht. Wichtig ist nun, dass der Beschluss zeitnah realisiert und ein Aufbauplan für weitere Schritte entwickelt wird.“

Zur Pressemitteilung (PDF)


Instrument des Jahres 2020: die Geige

In Berlin wird das Geigenjahr offiziell am 15. Januar 2020 um 11:30 Uhr im Kleinen Sendesaal des historischen Hauses des Rundfunks in der Masurenallee eröffnet.

Das Jahr der Geige findet in Berlin unter dem Motto: „Musik verbindet – Zusammenhalt stärken“ statt. Zusammen mit Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa und der Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper wird die neue Schirmherrin Nadine Contini im Rahmen der Pressekonferenz über Inhalt und Ziele des Jahres der Geige informieren. Das Motto „Musik verbindet – Zusammenhalt stärken“ wird auch das Thema des Fotowettbewerbs, den der Berliner Tagesspiegel und der Landesmusikrat Berlin im Jahr 2020 zum dritten Mal ausrufen, sein.

Außerdem wird die Veranstaltungsbroschüre für die erste Jahreshälfte 2020 vorgestellt.

Musizieren werden gemeinsam mit Nadine Contini Vertreterinnen und Vertreter der Berliner „Geigenszene“: angehende Profis, Amateure und Preisträgerinnen und Preisträger von Jugend musiziert Berlin.

Die Berliner Schirmherrin des Geigenjahres 2020 Nadine Contini ist Stimmführerin der 2. Violinen im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB). Sie hat sich nicht nur in zahlreichen Wettbewerben und Meisterkursen als virtuose Geigerin qualifiziert. Nadine Contini engagiert sich auch als Mentorin in der Orchesterakademie des RSB, in der Studentinnen und Studenten sich auf die Orchesterarbeit vorbereiten. Stets im Mittelpunkt sieht sie dabei die Freude am Musizieren auf der Geige.

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen wollen, bitten wir Sie, sich bis zum 9. Januar 2020 unter info@landesmusikrat-berlin.de anzumelden.


Neustart 2020: Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin mit HK Gruber / Förderungszusage der Deutschen Orchesterstiftung

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin, dass seit 2013 besteht, wird im kommenden Jahr durch Andreas Bräutigam (ensemble unitedberlin) als Consigliere unterstützt. In den Winterferien 2020 erarbeitet es unter der künstlerischen Leitung es des Dirigenten Jobst Liebrecht ein spannendes Programm, welches am 6. Februar im Kleinen Sendesaal im Haus des Rundfunks präsentiert wird. Höhepunkt wird das „Pandemonio“ Frankenstein!! von HK Gruber auf Texte von H. C. Artmann: Der Komponist selbst wird als Chansonneur mitwirken.

Hier können Sie Ihre Tickets für das Konzert erwerben.

Seit dem vergangenen November hat das Landesjugendensemble Neue Musik außerdem seine Vermittlungsarbeit um die Workshops des Jungen Musiklabors Berlin erweitert. Federführend ist hier Prof. William Forman von der Hochschulen für Musik Hanns Eisler. Zusammen mit der Geigerin Susanne Zapf hat er im November bereits den Workshop zum Thema „Schräge Töne – Wahnsinnsrhythmen? Intensität, Komplexität und Ausdruck in der Neuen Musik“ durchgeführt. Weitere Workshops werden folgen. Herzlich danken wir der Deutschen Orchesterstiftung für die Förderung der Workshops im Jahr 2020 mit insgesamt 2.000 €.

Winter-Arbeitsphase 2020 des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin: Info und Anmeldung


Gedenkkonzert für Rüdiger Trantow am 17. Januar 2020

Zu Ehren des Mitbegründers von „Jugend musiziert“ spielen Bundesreisträgerinnen und Bundespreisträger aus fünfzig Jahren, denen Trantow mit seinem „Steglitzer Kammerorchester“ in den „Konzerten Junger Solisten“ den ersten Auftritt in der Berliner Philharmonie ermöglicht hat. Darunter war 1976 die 13-jährige, inzwischen weltberühmte Geigerin Anne-Sophie Mutter.

Die Idee zu diesem Gedenkkonzert kam von Prof. Manuel Fischer-Dieskau, der sich noch immer gut an seinem ersten Auftritt in der Philharmonie „auf den Brettern, die die Welt bedeuten“ erinnern kann.

Gedenkkonzert für Rüdiger Trantow, 1926–2019
Ehrenmitglied des Deutschen Tonkünstlerverbandes Berlin e.V.
und Ehrenvorsitzender des Landesausschusses Berlin „Jugend musiziert“
Träger des Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
Freitag, 17. Januar 2020, 19 Uhr, Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal

Zur Konzerteinladung

 


Berichte

34. Berliner Jazztreff: Ensemble Daddy Longlegs gewinnt Landeswettbewerb Jugend jazzt

Der 34. Berliner Jazztreff fand am 10. November 2019 in der Werkstatt der Kulturen statt. Das Treffen der Berliner Jazzer von Alt und Jung, von Amateuren und Profis dient unter anderem dazu, ein Ensemble auszuwählen, das Berlin 2020 bei der „Bundesbegegnung Jugend jazzt“ in Hamburg vertreten wird. Die Jury hat sich einstimmig für das Ensemble „Daddy Longlegs“ entschieden, das durch sein präzises und kreatives Spiel überzeugte.

Zum Saxophonjahr 2019 stiftete Schirmherr Prof. Peter Weniger eigens einen Preis für junge Saxophonistinnen und Saxophonisten. Dieser ging zu gleichen Teilen an die jungen Musikerinnen Gabriela Solovyova und Ella Kittke. Außerdem wurden besondere Auftritte durch folgende Förderpreise ausgezeichnet:

Internationaler Jazzworkshop der MS City West: Emil Heck & Frederik Anft
Förderpreis des Jazzinstituts Berlin: Valentin Gottlob
Gutschein von Hal Leonard Europe: Jazzorchester X-Berg
Gutschein von König & Meyer: United Big Band
Studiopreis der Landesmusikakademie Berlin: Bad Boys Club 45
Studiopreis der SRH Hochschule der populären Künste: Chops on Fire


3. Jour fixe „Musik und Stadt“: Populäre Musik – Lebhaftes Podium in der Alten Münze

Gastgeber des 3. Jour fixe „Musik und Stadt“ am 7. November 2019 war die Musikwirtschaftsmesse „Most Wanted: Music“ in der Alten Münze in Berlin-Mitte. Den Impulsvortrag hielt Prof. Dr. Barbara Hornberger. In der anschließenden Podiumsdiskussion unter der Moderation von Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, und Olaf Kretschmar, Vorstandsvorsitzender der Berlin Music Commission, wurde das Verhältnis von Populärer Musik und ihrem Stellenwert in der heutigen Bildungslanschaft von verschiedenen Seiten beleuchtet.

Eine Aufzeichnung des 3. Jour fixe wird in Kürze zur Verfügung stehen.


Generalversammlung des Landesmusikrats Berlin

Anlässlich seiner jährlichen Generalversammlung am 25. November 2019 in der Berliner Universität der Künste reflektierte der Landesmusikrat die Arbeit des vergangenen Jahres, insbesondere die Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung. Aus den Reihen der Mitglieder erhielt das Präsidium für seine Arbeit vielfältige positive Rückmeldungen.

Als Neumitglieder hatten sich in der Generalversammlung der Verein Handiclapped, das Türkische Konser­vatorium, der Verein KulturLeben Berlin und der Verbund der öffentlichen Bibliotheken Berlins vorgestellt. Alle Bewerber wurden mit großer Mehrheit aufgenommen.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper sagt: „Ich freue mich, dass wir nun noch breiter aufgestellt sind und die Vielfalt der Berliner Stadtgesellschaft noch besser abbilden. Ich heiße unsere neuen Mitglieder in unserem Dachverband herzlich willkommen.“

In einem Antrag nahm der Berliner Landesmusikrat Stellung zum Veränderungsprozess bei rbb Kultur. In dem gemeinsam von ver.di, initiative neue musik, IG Jazz und der Vereinigung Alte Musik eingebrachten und mit großer Mehrheit verabschiedeten Beschluss gaben die Mitglieder ihrem Dachverband einen klaren Auftrag: „Der LMR Berlin engagiert sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln und Möglichkeiten gegen die geplanten Kürzungen bei rbb Kultur-Radio“.
Es besteht durch die Kürzungen u.a. die Gefahr, dass Spezialsendungen zu bestimm­ten Musikgenres entfallen. rbb Kultur hat als öffentlich-rechtlicher Rundfunk den verfassungs­gemäßen Pro­grammauftrag, die Vielfalt des kulturellen Lebens abzubilden. Dieser Programmauftrag darf nicht in Frage gestellt werden.

Schon traditionell bestimmten die Mitglieder des Landesmusikrats im Rahmen der Generalversammlung auch den Gewinner/die Gewinnerin des Mitglieder-Sonderpreises für den Fotowettbewerb „Raum für Musik“, den der Landesmusikrat in Kooperation mit dem Tagesspiegel veranstaltet. Das Ergebnis wurde zusammen mit den Jurywertungen am 16. Dezember im Rahmen des Jour fixe „Musik und Stadt“ zum Thema „Räume für Kultur“ bekanntgegeben. Die Mitglieder zeichneten die Aufnahme „Der Geiger“ von Lothar Lehmann als bestes Motiv aus.


4. Jour fixe „Musik und Stadt“: Wo sind Räume für Kultur? / Auszeichnungen für Fotowettbewerb

Das knapper werdende Raumangebot für Kultur im in der wachsenden Stadt Berlin stand im Mittelpunkt des 4. Jour fixe „Musik und Stadt“ in der ALEX- Halle in Berlin Friedrichshain am 16. Dezember 2019. Dieses ist kein Problem, welches nur eine Kunstsparte betrifft. Entsprechend waren auf dem Podium Fachleute aus vielen Bereichen versammelt. Unter der Moderation von Hella Dunger-Löper debattierten Prof. Leonie Baumann, Direktorin der der weißensee kunsthochschule berlin, Prof. Dr. Klaus Beckmann von der Urban Plan GmbH, ehemaliger Leiter des Deutschen Instituts für Urbanistik (difu), Bettina Bohle von der IG Jazz, Volker Heller, Vorstand der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Nele Hertling von der Akademie der Künste Berlin und Dr. Rupert Graf Strachwitz vom Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft.

Während Bettina Bohle und Nele Hertling auf allgemeinen Raummangel und Probleme in der Organisation von bestehenden Räumen hinwiesen, lenkte Leonie Baumann den Blick darauf, dass sowohl professionelle Künstler, wie auch Amateure unter diesem Mangel leiden. Rupert Graf Strachwitz stellte die gemeinschaftsbildende Kraft besonders von Musik heraus. Klaus Beckmann kritisierte, dass Kultur-Infrastruktur in der Stadtplanung keine Rolle spiele. Volker Heller beschrieb die sich wandelnde Rolle der öffentlichen Bibliotheken und den daraus resultierenden Raumbedarf. In der Diskussion wurde das gemeinsame Ziel eines Kulturfördergesetzes definiert. Einigkeit bestand darüber, dass man auf der einen Seite stadtplanerische Wege, wie einen STEP Kultur voranbringen müsse, gleichzeitig aber auch kurzfristige Lösungen gefunden werden müssen.

Am Ende wurden die besten Bilder des Fotowettbewerbs „Raum für Musik“ prämiert, den Der Tagesspiegel und der Landesmusikrat ausgerufen hatten. Die Jury zeichnete das Motiv „Tuten mit Blasen. Die Kapelle B bei der Fête de la musique 2019“ von Silvia Liebenau als bestes Bild aus. Der Sonderpreis der Mitglieder des Landesmusikrats Berlin ging an das Bild „Der Geiger“ von Lothar Lehmann. Für die Jury überreichten Hella Dunger-Löper und Thomas Billhardt den ausgezeichneten Fotografinnen und Fotografen ihre Urkunden und bedankten sich bei allen Teilnehmern und der Kapelle B, die für den lebendigen musikalischen Rahmen gesorgt hatte.

Zur Video-Aufzeichnung des 4. Jour fixe

Bericht über den Fotowettbewerb im Tagesspiegel:
Wie Hobbyfotografen das musikalische Berlin sehen

Alle Bilder des Wettbewerbs:
Zur Bildergalerie


Junges Musiklabor Berlin: Erster Workshop erfolgreich durchgeführt

Es war der erste Durchgang des neuen Projekts Junges Musiklabor Berlin, eines Praxis- und Vermittlungsprojekts im Rahmen des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin. An den letzten beiden Novemberwochenenden trafen sich neugierige Schülerinnen und Schüler im Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach, um sich im Zuhören, im Gespräch und in der Praxis Zugang zu Neuer und neuester Musik zu erobern. Geigerin Susanne Zapf vom Sonar Quartett und Prof. William Forman von der Hochschule für Musik Hanns Eisler – er entwickelte auch das Konzept für den Workshop – betreuten den neugierigen Kreis der Schülerinnen und Schüler.


Mitglieder-News

IAML: Das „Virtuelle Konzerthaus“ auf Bibliothekstour durch Berlin

Das Konzerthaus Berlin macht seit Mai 2018 klassische Musik mit Augmented Reality und Virtual Reality erlebbar. Jetzt geht die digitale Ausstellung auf Bibliothekstour quer durch Berlin und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, auf spielerische Weise das erste interaktive digitale Streichquartett zu entdecken oder die digitale Klangkarte Berlins zu erforschen. Eine Virtual Reality-Brille ermöglicht es, an vier verschiedenen 360°-Positionen mitten im Konzerthausorchester Berlin zu sitzen. Zudem bietet die Ausstellung eine virtuelle Tour durch Geschichte und Architektur des Konzerthauses Berlin.

Das Konzerthaus Berlin wird an allen Eröffnungstagen der Ausstellung mit einem Aktionstag in den Bibliotheken präsent sein – samt Glücksrad und vielen Gewinnen. Nach einer musikalischen Kostprobe von Mitgliedern der Orchesterakademie wird es für junge Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit geben, verschiedene Instrumente einmal selbst auszuprobieren.

Die Bibliothekstour in der Übersicht

Bezirkszentralbibliothek „Pablo Neruda“
6. 12. 2019–25. 1. 2020
Aktionstag 7. 12. 2019 (Konzert & Instrumente ausprobieren)
Frankfurter Allee 14A · 10247 Berlin
Fr 14.00–16.30 Uhr, Sa 11.00–15.30 Uhr

Bezirkszentralbibliothek Neukölln (Helene-Nathan-Bibliothek)
31.1.–24.3.2020
Aktionstag 31 .1. 2020, 15–18 Uhr  (Konzert & Instrumente ausprobieren)
Karl-Marx-Str. 66 · 12043 Berlin
Mo–Fr 11– 20 Uhr, Sa 10– 13 Uhr


Landesmusikakademie: Prallvolles Jahresprogramm 2020

Auch für 2020 ist das Programm mit über 125 Kursen wieder prall, bunt und anspruchsvoll: Festivals, Lehrgänge und Kurse zu Instrumentalspiel, Gesang, Perkussion, Tonstudioarbeit, Körperarbeit und vieles mehr. Die Landesmusikakademie bereitet angehende Profis vor und bietet ein ausgefeiltes Angebot für alle, die Musik an Dritte vermitteln – in Kita, Hort, Schule oder Musikschule. Für Kita-Kinder selbst gibt es Bilderbuchkinos und für Schülerinnen und Schüler oder auch ganze Schulen Projekttage oder Projektwochen.

Alle Kurse für 2020 stehen online mit ausführlichen Informationen und einem Anmeldefeld zu jedem Kurs. Das Programmheft 2020 – im neuen Format – ist kompakter als in den Vorjahren. Hier das Programm als PDF zum Herunterladen und zum digitalen Blättern. In diesem Katalog hat jeder Kurs einen eigenen QR Code: Interessenten brauchen den jeweiligen Code nur mit ihrem Smart-Phone fotografieren bzw. scannen und gelangen dann direkt zur Ausschreibung, können sich online anmelden und sind dabei.

Das Team der Landesmusikakademie freut sich, wenn es so viele Menschen wie möglich erreicht, um neues Interesse an Musik zu wecken oder sich musikalisch weiter zu entwickeln – seien es Amateure oder Profis.


Universität der Künste Berlin: Studieninformationstag am 28. Januar 2020

Dem Studium zum Lehramt Musik widmet die Universität der Künste Berlin ihren Studieninformationstag am 28. Januar 2020. Im Joseph-Joachim-Konzertsaal in der Bundesallee 1–12 können sich interessierte Schülerinnen und Schüler über die Studiengänge Lehramt Musik an Grundschulen und Lehramt Musik an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien informieren. Los geht es um 10 Uhr mit einer allgemeinen Einführungen, Workshops, Informations- und Studienberatungsangeboten. Ab 13 Uhr können Interessierte in den Gebäuden in der Fasanenstraße 1b und der Lietzenburger Straße 45 in Unterrichtsveranstaltungen hospitieren (Einzel- und Gruppenunterricht, Seminare).

Studieninformationstag
Lehramtsstudiengänge Musik an der Universität der Künste Berlin
Dienstag, 28. 1. 2019
ab 10 Uhr: allgemeine Einführung, Workshops, Informations- und Studienberatungsangebote
im Joseph-Joachim-Konzertsaal, Bundesallee 1–12, 10719 Berlin
ab 13 Uhr: Möglichkeit zum Hospitieren in Unterrichtsveranstaltungen
in der Fasanenstraße 1b, 10629 Berlin, und der Lietzenburger Straße 45, 10789 Berlin

Weitere Informationen unter https://lehramt.udk-berlin.de


VÖBB: Themenraum Musik in der Amerika-Gedenk-Bibliothek

If I cannot fly, let me sing. (Stephen Sondheim)

Vom Vor-sich-hin-Trällern übers Mitgrölen bis zur Opernarie, vom Jodeln übers Growlen bis zum Rappen, alleine oder mit allen im Chor: Wir alle wollen singen. Und wir alle können singen, auch wenn wir selbst noch nichts davon wissen.

Der kommende Themenraum  widmet sich bis zum 26. Januar 2020 dem Gesang in seiner ganzen Vielfalt. Er bietet große Stimmen und besondere Gesangsstile aus aller Welt, beschäftigt sich mit digitalen Gesangstechnologien und lädt anhand von einstiegsfreundlichen Medien und Workshops natürlich auch zum Mitsingen ein. Er macht das Singen zum Spiel und zeigt wie wir im Gesang seelische und körperliche Gesundheit finden.

In einer Kooperation mit dem Chorverband Berlin wird die Chorlandschaft der Stadt abgebildet, damit womöglich auch Sie demnächst einen Refrain im Chor schmettern können.

Workshops im Januar 2020:

Soundwave Surfing: Oberton- und Kehlgesang für Einsteiger*innen
Salon | Sa 11.01.2020 | 14–17 Uhr | Amerika-Gedenkbibliothek

Gesangsworkshop: Stimmklangentwicklung nach dem Lichtenberger® Modell
Amerika- Gedenkbibliothek | Mo. 20.01. – Fr 24.01.2020 | 17.30–18.00

wRAP – Pack‘ dich in Worte! Ein Workshop des Tuned Jugendprojekts
Kinder- und Jugendbibliothek | Sa 25.01.2020 | 10–14 Uhr | Amerika- Gedenkbibliothek |
Für junge Menschen von 12 bis 21 Jahren. Anmeldung erforderlich unter jubi@zlb.de

Mehr Informationen auf der Seite der Zentral- und Landesbibliothek


Musikbuchempfehlung

Bettina Hesse (Hrsg.): Die Philosophie des Singens

Vom Orpheus-Mythos bis zum Kneipenchor: Dieser vielseitige Aufsatzband aus dem preisgekrönten mairisch-Verlag versammelt 22 Beiträge über das Singen. Sie stammen von Autorinnen und Autoren aus Kultur- und Geisteswissenschaften, aus Therapie, Theologie oder Chorleitung. Die Bandbreite reicht dabei von Nietzsches und Platons Gedanken zum Singen über den Gesang als Mittel zur politischen Befreiung bis hin zum beruhigenden Summen der Bienen.

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin

Die Philosophie des Singens / herausgegeben von Bettina Hesse. Hamburg, 2019. 272 S.
ISBN 978-3-938539-55-2.
22 Euro

Weitere Informationen des Verlags  
Rezension in Deutschlandfunk Kultur

News

Junges Musiklabor Berlin: Das neue Workshop-Format für Entdecker

Nach sieben Jahren erfolgreicher Arbeit weitet das Landesjugendensemble Neue Musik seinen Ansatz aus. Das Junge Musiklabor Berlin bietet Workshops an, in denen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv mit der Neuen Musik auseinandersetzen und Kompetenzen entwickeln – im Hören, im Gespräch und in der Praxis.

Manche jungen Musikerinnen und Musiker fühlen sich von der Neuen Musik – im Jugend-musiziert-Jargon „Musik der Epoche F“ – überfordert oder verunsichert. In den Workshops des Jungen Musiklabors Berlin erleben sie Freude am Experimentiergeist der Komponistinnen und Komponisten von heute; Menschen, mit denen wir unseren Alltag teilen.

Es geht in den Workshops beispielsweise um komplizierte Rhythmen und Tonfolgen, Improvisation und komponierende Interpretation, Verbindungen der Neuen Musik zum Pop oder zur Musik anderer Kulturkreise. Ziel ist nicht eine Aufführung, sondern das Erschließen einer überreichen, widersprüchlichen, faszinierenden Klangwelt.

Das Junge Musiklabor Berlin lädt alle Neugierigen zwischen 14 und 19 Jahren herzlich ein, mit der Musik zu experimentieren, zu wachsen und sich überraschen zu lassen.

Der Titel des ersten Workshops lautet: Schräge Töne – Wahnsinnsrhythmen. Intensität, Komplexität und Ausdruck in der Neuen Musik. Die Geigerin Susanne Zapf (Sonar Quartett) und der Trompeter Prof. William Forman (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“) werden an zwei Wochenenden mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusammen aufregenden neue Klänge, neue Stücke neue musikalische Schönheiten entdecken.

Der Workshop findet bereits Ende November statt – Interessenten sind also gebeten, sich so bald wie möglich anzumelden.

Info, Videotrailer und Anmeldung

Junges Musiklabor Berlin
Workshop: Schräge Töne – Wahnsinnsrhythmen.
Intensität, Komplexität und Ausdruck in der Neuen Musik
Leitung: William Forman (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“), Susanne Zapf (Sonar Quartett).
Zeit: 23./24. 11. und 30. 11./1. 12. 2019, jeweils 10 bis 17 Uhr
Ort: Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach, Rheinsberger Str. 4–5, 10115 Berlin

Anmeldung bis zum 14. 11. 2019 hier.


Peter Weniger, Schirmherr des Saxophons-Jahres 2019, stiftet Preis zum Jazztreff

Peter Weniger, Saxophonist, Professor am Jazz-Institut Berlin und Schirmherr des Saxophon-Jahres 2019, stiftet zum 34. Jazztreff einen eigenen Sonderpreis: den Saxophon-Preis 2019. Er sagt dazu: „Mit dem Preis möchte ich im Jahr des Saxophons eine junge talentierte Nachwuchsmusikerin oder einen jungen, talentierten nachwuchsmusiker im Bereich „Jazz“ unterstützen. Der Preis ist mit 500,-€ dotiert und richtet sich vor allem an junge, noch nicht etablierte Künstlerinnen und Künstler, bei denen schon jetzt ein musikalischer Gestaltungswille deutlich erkennbar ist. Die Preisträgerin oder der Preisträgern sollte zwischen 10 und 18 Jahre alt sein und noch nicht mit einem Studium an einer Hochschule begonnen haben. Ich wünsche viel Erfolg!“ Alle Saxophonistinnen und Saxophonisten, die beim Berliner Jazztreff mitwirken, nehmen automatisch an dem Auswahlverfahren teil. Die Jury des Berliner Jazztreffs wird die Gewinnerin bzw. den Gewinner bekanntgeben.

Der Jazztreff, eine Initiative des Landesmusikrats Berlin, bringt alljährlich die ganze Vielfalt der Jazz-Metropole Berlin auf die Bühne: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und nationale Größen der Berliner Jazzszene präsentieren sich in allen Besetzungen, vom Solo bis zur Bigband, in sämtlichen Spielarten des Jazz: Von Swing bis Rock, von Blues bis Latin Jazz, von Bebop bis zur Filmmusik, von Originalkompositionen bis zum Great American Songbook. Der 34. Berliner Jazztreff findet am 10. November 2019 in der Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, in Berlin-Neukölln statt.

Der Jazztreff ist offen für Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden Alters, ob mit oder ohne Jazz-Erfahrungen. Als Plattform für generationenübergreifendes Musizieren zeigt er jedes Jahr einen guten Querschnitt des Jazz in Berlin. Im Rahmen des 34. Berliner Jazztreffs wird auch die Landesauswahl für die 18. Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ in der Kategorie Jazzorchester getroffen. Die Bundesbegegnung findet vom 21. bis 24. Mai 2020 in Hamburg statt.

 34. Berliner Jazztreff: Information und Vorverkauf


Fotowettbewerb „Raum für Musik“ geht in die Zielgerade

Wo hat Musik Platz in Berlin? Wo öffnen sich Räume, in denen Menschen lauschen oder musizieren können – gemeinsam oder ganz für sich? Und wo wird der Raum knapp, wo droht die wuchernde Stadt, der Musik den zu Atem nehmen?

Zusammen mit dem Berliner Tagesspiegel haben wir zum Fotowettbewerb „Raum für Musik“ aufgerufen. Und schon viele Hobbyfotografinnen und -fotografen sind dem gemeinsamen Aufruf gefolgt und haben uns ihre Bilder zum Thema „Raum für Musik“ zugeschickt. Zu sehen sind ihre Beiträge auf der Internetseite des Landesmusikrats. Schon jetzt ergeben sie zusammen einen ganz besonderen Querschnitt durch das offene und vielfältige Musikleben der Metropole – sehenswert!

Die schönsten Bilder werden prämiert, und zwar am 16. Dezember beim Jour fixe „Musik und Stadt“ zum Thema „Räume für Musik“ in der ALEX-Halle, Rudolfstr. 1–8 (Eingang: Ecke Ehrenbergstraße), 10245 Berlin-Friedrichshain. Der Jour fixe und damit auch die Preisverleihung werden live mitgeschnitten und gestreamt!

Und noch immer können Sie neue Facetten dazu beitragen: Bis zum 10. November freuen wir uns auf Ihre Bilder und Einblicke! Schicken Sie sie an die E-Mail-Adresse stoff@landesmusikrat-berlin.de.

Artikel im Tagesspiegel: Berlin, wie es singt und klingt 

Teilnahmebedingungen


Podiumsdiskussion: Leo Kestenberg, die preußische Bildungspolitik und die Künste

Wie kaum eine Regierung vor ihr haben die politisch Verantwortli­chen der jungen Republik nach 1918 die Fortschrittlichkeit und Ak­tualität ihrer Politik mit avancierten künstlerischen Standpunkten verbunden. Kunst war eine Weise der Welterkenntnis und Kunstaus­übung, -rezeption und -reflexion gehörten unmittelbar zusammen – nicht nur für die Avantgarde etwa in der Novembergruppe, sondern auch für die Kulturpolitik. Die Berufungen Franz Schrekers zum Di­rektor der Hochschule für Musik und Arnold Schönbergs zum Leiter einer Meisterklasse an der Akademie der Künste zeigen dies ebenso wie die Einführung von Kunst und Musik als den wissenschaftlichen gleichberechtigte Schulfächer in den Bildungskanon von Gymnasien. Leo Kestenberg war einer der zentralen Motoren dieser Politik für Kunst, Kultur und Moderne, die die Republik bis 1932 prägte. Für Vieles, was er umsetzen konnte, nutzte er die Dynamik der neuen Staatsform genauso wie bildungs- und kulturpolitische Strukturen, die der preußische Staat bereits vorher aufgebaut hatte. Angesichts der aktuellen Debatten über die Kultur- und Bildungspolitik sowie die Künste ist es an der Zeit, sich nicht nur der Errungenschaften Kestenbergs zu erinnern: Man sollte sie aus der engeren musikpäda­gogischen Perspektive heraus und vor den breiteren Horizont einer Debatte über die Bedingungen der preußischen Bildungspolitik und ihres Verhältnisses zu den Künsten insgesamt rücken.

Podiumsdiskussion
Bärbel Holtz, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Susanne Fontaine, Universität der Künste Berlin
Kristina Kratz-Kessemeier

Moderation: Dörte Schmidt, Akademiemitglied, Universität der Künste

Der Pianist Matthew Rubenstein (Berlin) spielt Werke aus dem Umfeld der Novembergruppe

Donnerstag, 14. November 2019, 19 Uhr
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt
Einstein-Saal, Jägerstraße 22–23, 10117 Berlin
Eintritt frei

Anmeldung bis zum 7.11.2019 unter www.bbaw.de/anmeldung-kestenberg


Jugend musiziert Berlin: Neue Projektleitung Rock/Pop

Eine gute Nachricht für das Team von Jugend musiziert Berlin: Es bekommt Unterstützung eigens für den beliebten Bereich Populäre Musik. Matthias Rech, beim Landesmusikrat Berlin bereits für das Projekt Förderung für junge Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter verantwortlich, wird ihn ab sofort mit übernehmen.

Jugend musiziert Berlin 
Ausschreibung zum 57. Wettbewerb Jugend musiziert


Jugend musiziert Berlin: „Jugend forscht: Musik“

Es gibt ihn seit 2012, und er ist eine Berliner Spezialität: der Wettbewerb Jugend forscht: Musik. Wurde er bisher als unabhängiger Wettbewerb organisiert, die wird er vom 57. Wettbewerb Jugend musiziert an im Rahmen des Landeswettbewerbs Jugend musiziert Berlin durchgeführt.

Der Wettbewerb Jugend forscht: Musik richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 13, die sich im Rahmen der Präsentationsprüfung für den Mittleren Schulabschluss oder der 5. Prüfungskomponente im Abitur (Besondere Lernleistung/Präsentationsprüfung) musikalischen Themen forschend nähern wollen. Der Wettbewerb Jugend forscht: Musik soll schon Schülerinnen und Schülern Anreiz zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Musik geben und den Wert musikwissenschaftlichen Arbeitens gleichrangig neben den des gekonnten Musizierens stellen.

Der Landesmusikrat Berlin vermittelt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf Wunsch die Zusammenarbeit mit Musikwissenschaftlerinnen oder -wissenschaftlern an Berliner Forschungseinrichtungen als Mentoren. Der Wettbewerb wird unterstützt durch die Berliner Universitäten (Universität der Künste, Freie Universität, Humboldt Universität und Technische Universität), das Musikinstrumentenmuseum, das Ethnologische Museum, durch Forschungsstellen im Zusammenhang mit Editionsprojekten (z. B. Arnold Schönberg Gesamtausgabe, Bernd Alois Zimmermann Gesamtausgabe), durch das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und durch die Staatsbibliothek Berlin.

Eine Fachjury sichtet und prämiert die eingereichten Arbeiten; am Wettbewerbstag präsentieren die Bewerberinnen und Bewerber ihre Arbeiten. Interessenten können sich über die Internetseite des Landesmusikrats zum Wettbewerb Jugend forscht: Musik anmelden; dort stehen auch detaillierte Informationen zu Ablauf und Terminen zur Verfügung.


3. Jour fixe „Musik und Stadt“: Populäre Musik am 6. November

In wenigen Tagen, am Mittwoch, dem 6. November 2019, lädt der Landesmusik ein zu seinem 3. Jour fixe „Musik und Stadt“. Thema ist Populäre Musik in Berlin. Wo findet in der Hauptstadt Populäre Musik statt? Die Frage scheint auf den ersten Blick einfach zu beantworten: In Konzerthallen, in Tonstudios, im Radio. An Musikschulen und Amateurmusikerinnen und -musiker denkt da zunächst mal kaum jemand. Kein Wunder, wird doch der Bildungswert populärer Musik mit Verweis auf die Hochkultur oft unterschlagen. Der Jour fixe möchte die verschiedenen Wirkungsebenen populärer Musik in der Stadt sichtbar machen und Akteurinnen und Akteure in den Austausch miteinander bringen. Der Landesmusikrat ist mit der dritten Ausgabe „Populäre Musik in Berlin“ zu Gast auf der Musikmesse Most Wanted: Music (MW:M) .

3. Jour fixe „Musik und Stadt“: Populäre Musik
6. 11. 2019, 17:30 bis 19:00 Uhr
Most Wanted: Music, Alte Münze, Molkenmarkt 2, 10179 Berlin
Eintritt frei!
Bitte anmelden unter info@landesmusikrat-berlin.de


4. Jour fixe „Musik und Stadt“: Räume für Kultur am 16. Dezember

Berlin wächst und wächst. Und mit der Stadt wächst die Musikszene, im professionellen wie im Schul- und Amateurbereich. Schon jetzt reicht das Raumangebot in Schulen und Musikschulen bei weitem nicht mehr hin. Chöre, Orchester, Bigbands, Bands und eine Vielzahl anderer Ensembles sind immer wieder auf der Suche nach geeigneten, bezahlbaren Stätten für Proben und Konzerte. Das gilt ebenso für Veranstalter anderer Kultursparten. Auf welche Hindernisse treffen sie? Was bietet die Stadt, wo könnte sie mehr bieten? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Podium aus Akteuren des Berliner Kulturlebens.

4. Jour fixe „Musik und Stadt“: Räume für Kultur
16. 12. 2019, 19 Uhr, ALEX-Halle
Rudolfstraße 1–8 (Eingang ecke Ehrenbergstraße), 10245 Berlin-Friedrichshain
Eintritt frei!
Bitte anmelden unter info@landesmusikrat-berlin.de


Achtzehn Jahre für das Landesjugendorchester: Jubel für Arno Lange

Nicht im Konzert, lieber in der Generalprobe: In aller Bescheidenheit, aber umjubelt von den jungen Musikerinnen und Musikern, nahm Blechbläser-Dozent Arno Lange (82) gestern seinen Abschied vom LJO. Achtzehn Jahre lang betreute der Trompeter die Blechbläserinnen und Blechbläser des Landesjugendorchesters mit großer Hingabe, Fachkenntnis, Erfahrung und Freude an der Arbeit mit Jugendlichen. Orchesterdirektor Rainer Fournes sprach ihm im Namen des Orchesters den größtmöglichen Dank aus.

Arno Lange ist in Berlin geboren und hat hier an der Hochschule für Musik studiert. Er war mehr als vierzig Jahre Trompeter im Orchester der Deutschen Oper Berlin. In dieser Zeit war er auch als Gast an der Lyric Opera in Chicago und als Dozent am Chicago Musical College tätig. Über viele Jahre betreute er die Blechbläserinnen und Blechbläser bei den Internationalen Jugendfestspielen in Bayreuth.


Berichte

Instrument des Jahres: Swingendes Haus des Rundfunks – schwungvoller Marathon

Das Herbstwetter war durchwachsen, das Interesse lebhaft: Der Tag des Saxophons am 28. September im Haus des Rundfunks fand großen Publikumszuspruch. Die gemeinsame Veranstaltung der Landesmusikräte von Berlin und Brandenburg präsentierte das Instrument des Jahres 2019 in zahlreichen Facetten. Im Foyer des Hauses des Rundfunks betrachteten sie Saxophone in allen Größen und Ausführungen und verfolgten in der Schauwerkstatt auch eine Reparatur am Instrument mit seiner ausgefeilten Klappentechnik; an Ausstellungstischen von Musikbibliotheken, Verlagen und Berliner Musikinstitutionen informierten sie sich über deren Angebot. Im Kleinen Sendesaal lauschte ein begeistertes Publikum Big Bands aus den Musikschulen Neukölln, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam und Charlottenburg-Wilmersdorf. Die ganze Zeit über nahmen Besucher von jung bis alt die Gelegenheit wahr, Probierstunden im Saxophonspiel zu nehmen. Zum Schluss- und Höhepunkt wurde das Konzert im Großen Sendesaal des RBB. In dessen fantastischer Akustik spielte das Berliner Sibelius Orchester neben Werke von Sibelius und Mussorgsky das Saxophon-Konzert des amerikanischen Komponisten Paul Creston, in dem der junge Solist Adrien Liebermann brillierte; den zweiten Teil bestritt das Berliner JugendJazzOrchester unter der Leitung des großen Saxophonisten Dick Oatts. Beide Konzertteile nahm das Publikum begeistert auf und bedankte sich bei Ensembles und Solisten mit langanhaltendem Applaus.

Obwohl sich tags darauf das Berliner Wetter von seiner regnerischen Seite zeigte, fanden sich an den Band-Stationen des Berlin-Marathons unbeirrt zahlreiche Saxophonisten ein und musizierten beim „Saxophon-Run auf den Berlin-Marathon“ für die ebenso unbeirrten Läufer. Auch diese freuten sich über den Beitrag der Musikerinnen und Musiker.

Auch nach diesem doppelten Höhepunkt geht das Saxophon-Jahr 2019 weiter. Zahlreiche weitere Termine bis zum Jahresende können Sie unserem Online-Kalender oder der Terminbroschüre entnehmen.


Vor vollem Haus: Herbstkonzert mit Saxophon

Ein besonderes Berliner Debüt erlebte das Publikum, das am 16. Oktober den Großen Saal der Berliner Konzerthauses füllte. Die Saxophonistin Lilly Paddags spielte zusammen mit dem Landesjugendorchester Berlin unter der Leitung von Ewa Strusińska das Konzert für Altsaxophon und Orchester der Berliner Komponisten Dietrich Erdmann (1917–2009). Die junge Solistin holte im Dialog mit dem hellwachen Orchester aus der virtuosen Solopartie alles heraus: von nachdenklichen Kantilenen über energische Einsprüche bis hin zu pantomimischer Lautmalerei. Das Landesjugendorchester hatte den Abend mit der Ouvertüre zur Oper Halka von Stanisław Moniuszko (1819–1872) eröffnet, dem „Vater der polnischen Oper“. In der zweiten Konzerthälfte erklang die Sinfonie Nr. 8 von Antonín Dvořák. Das Landesjugendorchester ging unter Ewa Strusińskas Leitung die raffiniert orchestrierte, an melodischen Einfällen überreiche Partitur frisch und energisch an; viele Mitspielerinnen und Mitspieler überzeugten mit herausragenden Sololeistungen. Am Ende feierte das Publikum ausgiebig die jungen Künstlerinnen und Künstler und die Dirigentin Ewa Strusińska.

Landesjugendorchester Berlin: Vorschau auf die Oster-Arbeitsphase 2020


Mitglieder-News

Deutsche Orchestervereinigung empfiehlt Mindesthonorare für Aushilfen

Jedes Orchester ist auf Aushilfskräfte angewiesen. Ohne sie könnten viele Aufführungen nicht stattfinden. Auf ihren Einsatz müssen sich die Musikerinnen und Musiker gut vorbereiten. Arbeitgeber greifen auch gern auf Studierende an den Musikhochschulen zurück. Diese anspruchsvolle Tätigkeit müssen Arbeitgeber angemessen honorieren.

Als Mindesthonorare empfiehlt die DOV für alle Orchesteraushilfen folgende Sätze:

  • in Orchestern ab Kategorie TVK A und aufwärts: Probensatz 135 Euro, Aufführungssatz 200 Euro
  • in Orchestern mit Eingruppierung unterhalb TVK A: Probensatz 130 Euro, Aufführungssatz 190 Euro

Dazu kommt ein Zuschlag von jeweils 25 Prozent für Solo, Stimmführung oder Sonderinstrumente. Fahrtkosten sollen Arbeitgeber ebenfalls erstatten.

Diese Empfehlungen gelten bundesweit!

Die DOV fordert alle Musikerinnen und Musiker auf, diese Empfehlungen möglichst weit zu streuen und mindestens zu diesen Sätzen zu spielen. Geringfügige Abweichungen sollten sie nur im individuell begründeten Einzelfall oder an Standorten mit Notlagentarif akzeptieren.

Weitere Informationen auf der DOV-Website


IAML: Neue Vortragsreihe „library hour“ / Schließwoche im VÖBB: 17.–24. 11. 2019

Neue Vortragsreihe „library hour“ in der Bibliothek der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin

Am 29.10. begann mit einem Vortrag von Prof. Stefan Drees ein neues Veranstaltungsformat in der HfM Berlin. Im Rahmen der Reihe „library hour“ vermitteln Hochschulangehörige auf lockere Art  Einblicke  in praktische Noteneditionen und wissenschaftlich-kritische Werkausgaben. Die weiteren Termine im Wintersemester 2019/2020 sind

26.11.2019 | 17:30 Uhr / Prof. William Forman:
Eine Neuausgabe von Johann Nepomuk Hummels Trompetenkonzert in der Praxis

21.01.2020 | 17:30 Uhr / Thomas Nierlin:
Funde, Schätze und Kuriositäten aus dem Bestand der Bibliothek

Veranstaltungsort ist die Hochschulbibliothek im Gebäude Charlottenstr. 55, 10117 Berlin.
Kontakt: https://www.hfm-berlin.de/bibliothek/allgemeine-informationen/

Schließwoche im VÖBB vom 17. bis 24. November – digitale Angebote bleiben erreichbar

In der Woche vom 17. bis 24.11.2019 sind alle bezirklichen VÖBB-Bibliotheken und die Zentral- und Landesbibliothek wegen wichtiger Datenbank-Arbeiten geschlossen. Der Online-Katalog steht in dieser Woche nicht zur Verfügung. Dagegen können alle digitalen Angebote wie z.B. die Streamingportale medici.tv oder die Naxos Music Library genutzt werden. Details unter https://www.voebb.de/schliessinformation


IAML: Wiederentdeckte Bläsermusik aus dem Handschriftenbestand der UdK im Konzert am 14. 11. 2019

Die Universitätsbibliothek der Universität der Künste besitzt in ihrem Handschriftenbestand auffallend viele Bläserpartiten aus dem 18. Jahrhundert. Dabei handelt es sich um beste „Unterhaltungsmusik“ aus der Zeit der Klassik. Eine dieser musikalischen Perlen erlebt nun ihre Wiederaufführung. Die Parthia c-Moll von Heinrich Carl Ebell (1775–1824) wird am 14.11.2019 um 19:30 Uhr durch Alte-Musik-Studierende der Öffentlichkeit vorgestellt.

Weitere Informationen der Universitätsbibliothek der UdK Berlin  
Kontakt: Dr. Roland Pfeiffer, E-Mail: ub-mb4@intra.udk-berlin.de


lmr-info Nr. 36, 17. September 2019

News

Debatte um Knabenchöre: Chancengleiche Förderung für alle Mädchen und Jungen

Der Berliner Landesmusikrat und der Chorverband Berlin haben sich zur aktuellen Diskussion über den Zugang zu Knabenchören in einer gemeinsamen Stellungnahme zu Wort gemeldet. Dabei richten sie ihren Blick auf die historisch weit zurückreichende Tradition der Knabenchöre und deren institutionelle Verankerung und Förderung, die manchmal als ungerechte Bevorzugung von Jungen empfunden wird. Eine Lösung, so die beiden Verbände, liege „nicht im erzwungenen Zugang für Mädchen zu den Strukturen der Knabenchöre. Vielmehr empfehlen wir die Schaf­fung vergleichbarer, kostenfrei zugänglicher Strukturen für Mädchen bzw. die verstärk­ten Förderung bereits vorhandener Mädchenchöre, um diese finanziell den Knabenchören gleich­zustellen. Auch die Förderung von gemischten Kinder- und Jugendchören muss deut­lich gesteigert werden.“ Alle Kinder und Jugendlichen sollten so die gleichen Chancen auf eine kostenfreie musikalische Grundbildung in einem Chor erhalten.

Hella Dunger Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, sagte dazu: „Es erstaunt, dass die systematische Bevorzugung von Jungen durch die Ausbildungsstrukturen der Knabenchöre bisher noch nicht in das Blickfeld gerückt ist, kann man sie doch als Relikt patriarchaler Strukturen betrachten – Strukturen, die besonders im Bildungssektor längst überwunden sein sollten. Aber bei der Diskussion sollte man auch Augenmaß bewahren und nicht über das Ziel hinausschießen wie z. B. bei dem zuletzt diskutierten Ansatz, die Mädchenstimme dem Klang der Knabenstimme angleichen zu wollen. Wo bleibt die Wertschätzung für die Schönheit der Mädchenstimme?“

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Der 34. Berliner Jazztreff – eine feste Größe in der Berliner Szene

Berlins junge Nachwuchstalente und kreative Jazzszene treffen sich wieder auf zwei Bühnen. Von Klein bis Groß präsentieren sich Jazzmusikerinnen und -musiker und spielen Repertoire aus allen Epochen des Jazz. Duobesetzung sowie Big Bands gleichermaßen werden am 10. November 2019 in der Werkstatt der Kulturen zu bestaunen sein. Im Rahmen des Berliner Jazztreffs wird eine Jury die Landessieger für „Jugend jazzt“ in der Kategorie Jazzorchester ermitteln und zum Bundeswettbewerb „Jugend jazzt“ 2020 entsenden. Das Café in der Werkstatt der Kulturen bietet jedem Besucher Gelegenheit zu einer kurzen Pause, um danach das vielfältige Tagesprogramm mit neuen Kräften genießen zu können.

Der Berliner Jazztreff ist nun seit 33 Jahren eine feste Größe der Berliner Jazzszene. Er bietet allen Spielniveaus eine Plattform. Musikerinnen und Musiker aus den studienvorbereitenden Ensembles sowie frei zusammengesetzte Ensembles nehmen jedes Jahr die Möglichkeit wahr, sich auf der Bühne des Berliner Jazztreffs zu präsentieren. Darüber hinaus kann jedes Ensemble die  Beratung durch einen professionellen Musiker in Anspruch nehmen und sich Tipps zur Performance oder zu musikalischen Themen geben lassen. Um eine nachhaltige Förderung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu gewährleisten, verleiht der Berliner Jazztreff dank diverser Stifter attraktive Förderpreise.

Der 34. Berliner Jazztreff ist eine Veranstaltung des Landesmusikrates Berlin e. V.

Die Programmplanung endet am 1. Oktober 2019.

Impressionen vom Jazztreff 2017: https://youtu.be/dK64gR67LcU

Ort: Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 BerlinZeit: Sonntag, 10. 11. 2019, ab 11Uhr

Eintritt: € 6 (Vorverkauf) / € 8 (Abendkasse)
Zum Karten-Vorverkauf


Fotowettbewerb „Raum für Musik“: Einsendeschluss 10. November!

Bereits im lmr-info Nr. 35 haben wir den neuen Fotowettbewerb des Landesmusikrats ausgerufen: „Raum für Musik“. Auf unserer Website zum Wettbewerb lesen Sie mehr zu Thema und Teilnahmebedingungen. Außerdem können Sie dort die vielen originellen Einsendungen des Fotowettbewerbs 2018 „Musik und Stadt“ bewundern.

Inzwischen haben wir einen neuen Einsendeschluss festgelegt: Es ist der 10. November 2019. Wir freuen uns auf zahlreiche Beiträge!

Zum Fotowettbewerb


Landesjugendensemble Neue Musik: Neue Leitung, neue Konzepte, neue Workshops

Das Landesjugendensemble Neue Musik geht im Herbst 2019 mit einem neuen Konzept an den Start. Die bisher erfolgreichen Konzertphasen bilden eine Grundsäule der Ensemblearbeit, aber sie werden in einem konzentrierteren Zeitraum vorbereitet. Dazu kommen Workshops, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wichtige Kompetenzen der Neuen Musik nahebringen und helfen, Hemmschwellen abzubauen. Für die Workshops sind keine Vorkenntnisse nötig.

Die Workshops richten sich an Jugendliche zwischen ca. 14 und 19 Jahren, die neugierig auf das Neue sind. Der erste wird an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden (23./24. 11.; 30. 11./1. 12.)  im Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach stattfinden. Sie werden von dem Trompeter und Musikpädagogen Prof. William Forman (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“) und der Geigerin Susanne Zapf geleitet.

Die Arbeitsphasen des Ensembles begleitet seit dem Herbst 2019 Andreas Bräutigam, Geiger und Gründungsmitglied des ensemble unitedberlin als Consigliere. Sie dienen in bewährter Weise dem Erarbeiten eines Konzertprogramms. Erster musikalischer Leiter des Ensembles in der neuen Konstellation wird der Dirigent Jobst Liebrecht sein.

Weitere Informationen folgen demnächst auf
http://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendensemble-neue-musik-berlin/


Beethoven bei uns: Erste Aktionen in Berlin – weitere erwünscht!

Bereits im letzten lmr-info haben wir über das Projekt „Beethoven bei uns“ berichtet. Es willl im Dezember 2019 das Beethovenjahr 2020 begrüßen – mit möglichst vielen musikalischen Aktionen!

Mittlerweile gibt es auch die ersten angemeldeten Veranstaltungen in Berlin und Brandenburg (sowie in ganz Deutschland, siehe die interaktive Deutschlandkarte), wofür ab dem 16. Oktober die Buchung der 0€-Tickets freigeschaltet wird. Mehr Infos dazu auf unserer Website.

In Berlin machen u.a. schon Kateryna Titova, das Max Brod Trio, das Aulos Streichquartett, die Liedklasse von Prof. Rieger (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“) sowie als Gastgeber das Polnische Institut, die PianoGalerie und das Steigenberger Hotel mit.

Wir suchen noch begeisterte Künstlerinnen und Künstler, und Gastgeberinnen und Gastgeber, die den Auftakt zum Jubiläumsjahr zusammen mit uns feiern und Beethoven in ihre Häuser einladen!

Zur Anmeldung besuchen Sie bitte unsere Website.


Handiclapped – Kultur barrierefrei e. V.: Fachkongress „Inklusion und Live-Musik“ im Oktober

Handiclapped – Kultur Barrierefrei e. V. veranstaltet seit 2008 barrierefreie Live-Musik-Events in Berlin und Brandenburg. Auf den Konzerten machen Menschen mit und ohne Behinderung Musik für ein ebenso inklusives Publikum. Inzwischen konnten über 250 barrierefreie Konzerte und rund 50 Band- und Tanzworkshops organisiert werden. Die vom Verein ins Leben gerufene Handiclapped Band feiert dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Handiclapped ist als gemeinnützig anerkannt.

Handiclapped organisiert zum 2. Mal einen Kongress. Wir wollen uns mit Euch austauschen, Musik erleben, Musik machen und gemeinsam neue Ideen für die Zukunft bekommen. Dafür bieten wir wieder kurze Vorstellungen von Projekten, Live-Musik  und spannende Workshops. Ziel ist es, in der Arbeit aller Vereine und Verbände Inklusion durch Musik weiter voranzubringen. Wir möchten mehr Präsenz von inklusiven Musikprojekten in der Gesellschaft und im Kultur- und Medienraum schaffen.

Wir freuen uns auf Euch und Eure Anmeldungen!

Zum Kongress Live-Musik und Inklusion
Zur Internet-Seite von Handiclapped — Kultur barrierefrei e. V
Profil und Flyer über Handicapped — Kultur barrierefrei e. V.


Fridays for Future: Großdemonstration in Berlin am 20. September

Das Aktionsbündnis Fridays for Future hat zu einer Großdemonstration in Berlin am 20. September aufgerufen. Motto und Hashtag lauten #allefürsKlima. Von den Bezirken aus starten Demonstrationszüge, die um 12 Uhr am Brandenburger Tor zusammentreffen sollen. Die Demonstration ist eine von hunderten in Deutschland an diesem Datum. Der Landesmusikrat Berlin macht auf das Anliegen von Fridays for Future aufmerksam und nimmt die Aktion zum Anlass, die Bedeutung des Themas Klimawandel für seine Tätigkeit auszuloten.

Zur Website der Demonstration #allefürsKlima


Berichte

Jugend musiziert: Erlebte Vielfalt im Bundespreisträgerkonzert

Vor einem begeisterten Publikum aus Jung und Alt fand am 24. August bei bestem Spätsommerwetter das Bundespreisträgerkonzert des 56. Wettbewerbs von Jugend musiziert Berlin im voll besetzten Festsaal des Roten Rathauses statt. In seiner Vielfalt der Generationen spiegelte sich im Publikum auch die Vielfalt des Programms.

Auf dem Programm standen Werke von Barock bis Modern für viele unterschiedliche Besetzungen von Blockflöten-Ensemble bis Pop-Ballade, die die Vielfalt des Wettbewerbs sowohl hinsichtlich der Instrumente als auch der vorgetragenen „Lieblingsstücke“ der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten.

In ihrer Begrüßung hob Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, den Schwerpunkt des Wettbewerbsgedankens von „Jugend musiziert“ hervor, der den Aspekt des „Musik für alle“ beispielhaft verkörpere und somit dem Motto des Landesmusikrats für Berlin entspreche. Staatssekretärin Sigrid Klebba lobte in ihrem Grußwort das Engagement der beteiligten Lehrkräfte, Eltern und weiteren Angehörigen, selbstverständlich auch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer; ohne die über viele Monate andauernde Probenphase würden solche herausragenden Ergebnisse, wie Berlin sie im Bundesvergleich immer wieder erziele, nicht möglich sein. Diese Vorbereitungsarbeit bedürfte jedoch guter Übebedingungen, und so verwies Hella Dunger-Löper auf die Raumproblematik an den Musikschulen und auf die derzeitige Postkartenaktion des Landesmusikrats.

Markus Wenz, Vorsitzender von Jugend musiziert Berlin, moderierte die Veranstaltung und vermittelte zwischen den musikalischen Beiträgen, die sich als erlebte Vielfalt zu einem großen Bogen zusammenfügten.

Am Ende genossen die Mitwirkenden ihren verdienten Applaus.


Runder Tisch Musikalische Bildung: Auftakt zum Masterplan 50 + im Roten Rathaus

Am 2. September wurde im Roten Haus der Auftakt zu einem neuen Kapitel des Masterplans Musikalische Bildung begangen: „50 + – Musik und musikalische Bildung für ältere Menschen". Nach der Begrüßung durch Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin a. D. und Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, trug Staatssekretär Christoph Gaebler, Chef der Senatskanzlei, ein Grußwort bei.

Unter der Leitung von Dorothee Zinke wird eine eigene Arbeitgruppe sich dem neuen Kapitel widmen. Die Arbeitsgrundlage bildet das Grundsatzpapier Die Lage der Musikalischen Bildung in Berlin – Bestandsaufnahme und Forderungen. Die Arbeitsgruppe wird detaillierte Forderungen dazu erarbeiten. Das Ergebnis der Arbeit wird anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt.


2. Jour fixe „Musik und Stadt“: Lebhafte Debatte über öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Der 2. Jour fixe „Musik und Stadt“ fand am Montag, dem 16. September, in der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain statt. Das Thema „Musik und öffentlich-rechtlicher Rundfunk“ war schon lange geplant, hatte aber durch die nun angekündigten Sparmaßnahmen beim Rundfunk Berlin-Brandenburg neue Brisanz bekommen. Auf dem Podium der ALEX-Halle diskutierten Julia Fallenstein-Grünewälder (Deutschen Orchesterverband e. V.), Christian Goiny (CDU, Mitglied im rbb-Rundfunkrat), Andreas Göbel (Musikredakteur rbbKultur), Dr. Hans Dieter Heimendahl (Programmleiter Deutschlandfunk Kultur), Notker Schweikhardt (Sprecher für Kultur- und Kreativwirtschaft von Bündnis 90/Die Grünen Berlin) und Christiane Silber (Dirigentin, concentus alius homophilharmonisches orchester Berlin); die Moderation hatte Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin.

Andreas Göbel und Hans-Dieter Heimendahl stellten dar, wie breit die Sender kulturelle Vielfalt abbilden. Julia Fallenstein-Grünewälder mahnte zur Berücksichtigung auch der Vielfalt der Profi-Orchester im ländlichen Raum und wies auf erfolgreiche Konzepte etwa des WDR hin. Christiane Silber schloss sich an mit dem Verweis auf die vielfältige, vitale und publikumsstarke Amateurmusik-Szene, die ebenfalls Repräsentanz im Rundfunk verdiene. Christian Goiny und Notker Schweikhart bekannten sich zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und verwiesen darauf, dass eine Beitragserhöhung unerlässlich sei, wenn dieser seinen Aufgaben und künftigen Herausforderungen gerecht werden solle. In der Publikumsrunde hoben Bettina Bohle (IG Jazz) und Matthias Schwabe (Exploratorium Berlin) die internationale Rolle der Berliner Jazz- und Improvisationsszene hervor. Hella Dunger-Löper schloss mit Dank an alle Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer und an das Team von ALEX Berlin. Es habe sich ein „lohnender Austausch“ ergeben, der sicher nicht der letzte bleiben werde.

Mit Perfektion und enormer Musizierfreude begeisterte das Trio RoKuLa Gäste und Publikum. Die Geschwister Lucilla Rudolph (Klarinette), Rosalie Rudolph (Saxophon) und Kunibert Rudolph (Saxophon) sind mehrfache Preisträger von „Jugend musiziert“ und „Jugend jazzt“.

Auch diese Diskussionsrunde wird demnächst auf YouTube zur Verfügung gestellt.

Beim 3. Jour fixe „Musik und Stadt“ am 7. November wird das Thema populäre Musik im Mittelpunkt stehen.


Mitglieder-News

Berliner Chorverband: Chorleitungsseminar im Oktober

Der Berliner Chorverband lädt ein zu einem Seminar für die Chorpraxis für Chorleiterinnen und Chorleiter, die neue Anregungen suchen und solche, die neue Chorleiter werden wollen. Angesprochen sind auch Sängerinnen und Sänger, die gerne einen Blick hinter die Kulissen werfen wollen.

Jeweils in einem eigenen Kurs behandelt werden Grundlagen der Chorleitung (Einsteiger- und Aufbaukurs, Marie-Louise Schneider und Elke Schneider), Jugendchor (Katrin Hübner, Assistenz: Olga Kisseleva), Chorleitung (fortgeschritten, Jan Olberg, Assistenz: Norienne Olberg), Kinderchor (Carsten Schultze, Assistenz: Maria Grimm) und Popchor (Carsten Gerlitz).

Das Chorleitungsseminar wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familieals Weiterbildung für Musikpädagogen und Musikpädagoginnen anerkannt.

Das Seminar findet vom 7. bis 11. Oktober im Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium (Frankfurter Allee 6a, 10247 Berlin) statt. Die Teilnahmegebühr beträgt € 199, für Schüler, Studenten, Senioren und Arbeitslose € 99; für Mitglieder in Chören des Chorverbands Berlin oder des CVO € 149 bzw. € 79.

Das Seminar wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und den Chorverband der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (CBO). Es findet in Zusammenarbeit mit der Landesmusikakademie Berlin statt.

Anmeldung
im Internet: http://www.chorverband-berlin.de/chorleitungsseminar
Anmeldeunterlagen per E-Mail anfordern: seminar@chorverband-berlin.de

Chorverband Berlin (CVB) e. V.
Alte Jakobstraße 149
10969 Berlin


IAML: Berliner öffentliche Bibliotheken verleihen Musikinstrumente

In den Musikbibliotheken der Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Marzahn-Hellersdorf und Steglitz-Zehlendorf gibt es neuerdings Musikinstrumente zum Ausleihen – dafür genügt ein Bibliotheksausweis des VÖBB. Angeboten werden beispielsweise verschiedene Perkussionsinstrumente, Gitarren oder Klangschalen. Recherchierbar sind die Instrumente unter www.voebb.de, am besten in der Schnellsuche mit „Musikinstrument zum Ausleihen“. Die Instrumente können in den Bibliotheken vor Ort wie ein Buch für vier Wochen ausgeliehen werden. Die Ausleihzeit ist zweimal verlängerbar.

Darüber hinaus wurde in der Musikbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg ein neuer Übungsraum eingerichtet, wie es ihn z. B. in Marzahn-Hellersdorf und Steglitz-Zehlendorf bereits gibt. Für weitere Informationen bitte klicken!


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Konzert Sax & Plucked im Oktober

Werke von Johann Adolf Hasse, Scarlatti-Behrend, Gustav Gunsenheimer, Karl Jenkins, Antonín Dvořák, Antonio Carlos Jobim, Dieter Kreidler, Fried Walter, Jessica Williams

Sonntag, 27.10.2019
Zeit: 17.00 Uhr
Ort: Evangelische Kirche Johannisthal
Sterndamm 92–96 im Ortsteil Johannisthal in Treptow-Köpenick, 12487 Berlin 
Anfahrt: Tram 60, Bus 160/265/M11

Saitenensemble Steglitz
Solistin: Marion Schwan, Saxophon   |   Saitenensemble Steglitz, Leitung: Michael Kubik

Eintritt frei
Spenden zum Erhalt des Kirchengebäudes erbeten.

Die Saxophonistin Marion Schwan verfolgt, auf der Basis ihrer klassischen Querflötenausbildung, vielfältige künstlerische Projekte vorwiegend im Jazzbereich. Derzeit liegt ihr Fokus auf der Präsentation eigener Arrangements unbekannter Jazz-Komponistinnen, solistisch oder im Duo mit Kontrabass oder Klavier. Seit 5 Jahren bestreitet sie u.a. eine öffentlich geförderte alljährliche Konzertreihe zu diesem Thema.

Das Saitenensemble Steglitz (SES) wurde Anfang 1983 von 19 Musizierenden gegründet. Inzwischen sind Spieler und Spielerinnen aus Ost und West dazugekommen. Zahlreiche Instrumentalisten sowie Gesangssolisten bereichern das Konzertrepertoire. Das aus Mandolinen, Mandolen und Gitarren bestehende Zupforchester gehört zu den fünf aktiven Orchestern dieser Art in Berlin.

 

 

lmr-info Nr. 35, 2. August 2019

News

Jugend musiziert: Zwei Konzerte mit jungen Spitzenmusikerinnen und -musikern

Am 13. Juni 2019 ging der 56. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Händelstadt Halle zu Ende. Berlin konnte 72 ausgezeichnete junge Musikerinnen und Musiker zu Hause willkommen heißen (siehe auch den Bericht hierzu in diesem lmr-info).

Im August werden einige der Berliner Spitzenmuskerinnen und -musiker, die sich im Landes- und Bundeswettbewerb profilieren konnten, in zwei Konzerten zu hören sein – Eintritt frei!

Aus Anlass des 290. Geburtstag Moses Mendelssohns musizieren am 16. August Preisträgerinnen und Preisträger des Landeswettbewerbs Jugend musiziert Berlin in der Mendelssohn-Remise beim Konzertabend Der Klang der neuen Zeit. Das moderierte Konzert zeigt, wie Komponisten der Aufklärungs-Epoche ihr Publikum zum Zuhören verführten und Gleichberechtigung ausprobierten.

Lieblingsstücke aus den Programmen der Berliner Preisträgerinnen und Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ werden am 24. August im Festsaal des Roten Rathauses erklingen. Denn Musizieren ist nicht bloß eine Fähigkeit, die in Wettbewerben gefördert wird – sie ist vor allem Herzenssache.

Der Klang der neuen Zeit
Moderiertes Konzert zum 290. Geburtstag von Moses Mendelssohn, Freitag, 16. August 2019, 19 Uhr
Mendelssohn-Remise, Jägerstraße 51, 10117 Berlin
weitere Informationen
Eintritt frei!

Bundespreisträgerkonzert „Jugend musiziert“ Berlin
Moderiertes Konzert mit den Lieblingsstücken der Berliner Preisträgerinnen und Preisträger
Sonnabend, 24. August 2019, 17 Uhr
Rotes Rathaus, Festsaal, Rathausstraße 15, 10178 Berlin
weitere Informationen
Eintritt frei!


„Raum für Musik“: Neuer Fotowettbewerb von Landesmusikrat und Tagesspiegel

Wo hat Musik Platz in Berlin? Wo öffnen sich Räume, in denen Menschen lauschen oder musizieren können – gemeinsam oder ganz für sich? Und wo wird der Raum knapp, wo droht die wuchernde Stadt, der Musik den zu Atem nehmen?

Gemeinsam mit dem Tagesspiegel ruft der Landesmusikrat Berlin Berliner Hobbyfotografinnen und -fotografen dazu auf, Raum und Räume für Musik aufzuspüren, im Bild festzuhalten und bis zum 31. 10. 2019 einzusenden. Die Fotografien werden auf unserer Website in der Reihenfolge ihres Eingehens gezeigt. Im Herbst wird eine Jury die drei gelungensten Bilder aussuchen. Die Preisverleihung findet im Rahmen des 3. Jour fixe „Musik und Stadt“: Raum für Musik am 16. Dezember in der ALEX-Halle statt.

Zu den Teilnahmebedingungen


Instrument des Jahres: September 2019 wird zum Saxophon-Monat

Das Saxophon ist Instrument des Jahres 2019 – und die eben erschienene Broschüre mit Veranstaltungen rund ums Saxophon beweist es: Berlin legt sich schwer ins Zeug! Bei mehr als siebzig Gelegenheiten allein von August bis Jahresende können Berlinerinnen und Berliner das Instrument des Jahres von vielen Seiten kennenlernen.

Besonders gilt das für den kommenden September: Am Sonntag, dem 22. September, schwärmen die Saxophone aus zum Saxophon-Sturm auf die Museen. Sie weisen damit hin auf den großen Tag des Saxophons am 28. September im Haus des Rundfunks in der Masurenallee. Von 14 bis 21 Uhr sind Besucherinnen und Besucher jedes Alters herzlich eingeladen, sich mit dem Saxophon bekanntzumachen – in Konzerten und Auftritten von Schülern und Profis, mit dem Werkzeug in der Hand, beim Probeunterricht und nicht zuletzt im großen Abschlusskonzert mit dem Berliner Sibelius Orchester und dem Berliner JugendJazzOrchester.

Am Tag darauf, am 29. September, sind Berliner Saxophonistinnen und Saxophonisten herzlich eingeladen, am Saxophon-Run auf den Berlin-Marathon teilzunehmen. Sie können zu den zahlreichen Bands an der Strecke zu stoßen oder sich zum großen Saxophon-Hotspot bei Kilometer 41 zu sammeln. Tausende Läuferinnen und Läufer freuen sich auf ihre musikalische Unterstützung!

Saxophon-Sturm auf die Museen
22. 9. 2019, ab 12 Uhr, in den teilnehmenden Museen
Weitere Informationen folgen auf unserer Website!

Tag des Saxophons
28. 9. 2019, 14 bis 21 Uhr, Haus des Rundfunks, Masurenallee 8, 14057 Berlin
Programm und Informationen

Saxophon-Run auf den Berlin-Marathon
29. 9. 2019, ab 12 Uhr, entlang der Strecke des BMW-Berlin-Marathons
Anmeldung und Informationen


2. Jour fixe „Musik und Stadt“: Musik und öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland spielt im Musikleben eine große Rolle – quer durch Sparten, Stilrichtungen und Ansprüche. Die gebührenfinanzierten öffentlichen Sender versorgen ihre Hörerschaft nicht nur 24 Stunden am Tag mit Musik und Information. Sie unterhalten auch Orchester, Bigbands und Chöre. Sie unterstützen Konzertreihen und Festivals, Buch-, Film- und CD-Projekte. Sie fördern junge Musikerinnen und Musiker, vergeben Kompositionsaufträge oder loben Preise aus.

Wie gestalten die Rundfunksender ihr Programm? Wie sehen sie ihre Rolle in Pop- und Neuer Musik, Jazz und Klassik, Musikalischer Bildung und Amateurmusik? Welche Entwicklung hat ihre musikalische Arbeit genommen, und in welche Zukunft steuern sie? Welche Rolle spielen dabei Online-Medien?

Diese und weitere Fragen werden am 16. September in der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain verhandelt. Es diskutieren u. a. Dr. Hans Dieter Heimendahl, Programmleiter von Deutschlandfunk Kultur, Christian Goiny, Mitglied des rbb-Rundfunkrats und des Berliner Abgeordnetenhauses, und Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin a. D. und Präsidentin des Landesmusikrats Berlin. Für Live-Musik sorgen Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert Berlin. Die Runde wird sich auch den Fragen des Publikums stellen. Die Diskussion wird im Live-Stream von ALEX Berlin übertragen.

Für diesen Jou fixe „Musik und Stadt“ wird der Landesmusikrat Berlin in Kürze seine Mitglieder befragen, was zum Thema Musik und öffentlich-rechtlicher Rundfunk ihr besonderes Interesse findet.

2. Jour fixe „Musik und Stadt“: Musik und öffentlich-rechtlicher Rundfunk
Montag, 16. September 2019, 19 Uhr
ALEX-Halle, Rudolfstraße 1–8 (Eingang: Ecke Ehrenbergstraße), 10245 Berlin-Friedrichshain
S-Bahnhof Warschauer Straße

Eintritt frei!
Anmeldung und Kartenreservierung unter info@landesmusikrat-berlin.de


Runder Tisch Musikalische Bildung: 50+ – Musik und Musikalische Bildung für ältere Menschen

Musikalische Bildung endet nicht mit dem Schulabschluss. Freude an der Musik und am Musizieren zieht sich durch ganze Lebenswege. Oft lebt sie nach langer Pause wieder auf, und manchmal entdecken Menschen erst im Alter ihre Liebe zur Musik. Musizieren hält jung, und es kann altersbedingte Beeinträchtigungen lindern. Aktive Teilhabe an der Musik braucht jedoch Zeit, Raum und auch Geld – Voraussetzungen, die für viele ältere Menschen nicht selbstverständlich sind.

Auf der Basis des Grundsatzpapiers Die Lage der Musikalischen Bildung in Berlin – Bestandsaufnahme und Forderungen beginnt der Runde Tisch Musikalische Bildung am 2. September offiziell die Arbeit am 6. Kapitel des Masterplans Musikalische Bildung: 50+ – Musik und musikalische Bildung für ältere Menschen. Er wird detaillierte Forderungen dazu erarbeiten. Das Ergebnis der Arbeit wird anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt.


Landesmusikrat Hamburg: Fachtagung „Musik und Demenz“ im Oktober

Musik für mehr Lebensqualität bei Demenz: Zwischen Therapie und kultureller Teilhabe

Mit der Fachtagung „Musik und Demenz“ 2019, die am 25. und 26. Oktober 2019 stattfinden wird, greift der Landesmusikrat Hamburg im Rahmen seiner Reihe „Musik im Alter“ eine der großen Herausforderungen des demografischen Wandels auf: Die Sicherstellung einer empathischen, aktivierend-befähigen­den Pflege, Betreuung und Unterstützung der wachsenden Zahl überwiegend alter und hochaltriger demenziell beeinträchtigter Menschen, in stationären Settings ebenso wie im häuslichen Umfeld. Zugleich öffnet der Landesmusikrat damit den Blick für ein bisher nur in Ansätzen erschlossenes Berufsfeld für Musikpädagoginnen und -pädagogen sowie für Musiktherapeutinnen und -therapeuten.

Die Tagung steht unter der Schirmherrschaft der Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, Cornelia Prüfer-Storcks. Unterstützer und Kooperationspartner sind u. a. die Homann-Stiftung, die Deutsche Gesellschaft für Musikgeragogik e.V., die BARMER, die Immanuel Albertinen Diakonie, Hermann Veeh GmbH & Co.KG, die Ecclesia Versicherungsdienst GmbH und die Alzheimer Gesellschaft Hamburg.

Weitere Informationen — Zum Programmflyer — Zur Anmeldung


19. Eurotreff 2019 für Kinder- und Jugendchöre in Wolfenbüttel

Am 11. September beginnt der EUROTREFF in Wolfenbüttel, das internationale Festival für Kinder- und Jugendchöre des Arbeitskreises Musik in der Jugend (AMJ). Vom 11. bis 15. September versammeln sich bereits zum 19. Mal junge Sängerinnen und Sänger aus Deutschland und Europa, um Stadt und Landkreis zum Klingen zu bringen. Der Eurotreff bietet jungen Menschen ein einmaliges Forum der interkulturellen Begegnung und des musikalischen Austauschs.
(Foto: Karl-Ernst Hueske)

Weitere Infos finden Sie unter www.eurotreff.amj-musik.de

Der Arbeitskreis Musik in der Jugend (AMJ) e. V.
Kontakt: Simone Weber, Projektreferat International
Grüner Platz 30,38302 Wolfenbüttel
Tel.: 05331-9009598
E-Mail: international@amj-musik.de
Website: www.amj-musik.de


Deutsches Musikinformationszentrum: Kein leichtes Spiel – freie Ensembles in Deutschland

Freie Ensembles prägen mit ihrer Kreativität und Innovationsfreude in starkem Maße das Musikleben in Deutschland. Als Zusammenschlüsse selbstständiger Musikerinnen und Musiker unterliegen sie jedoch häufig schwierigen Arbeitsbedingungen. Das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) beleuchtet ihre Situation jetzt in einem neuen Online-Fokus „Freie Ensembles“.

In einem neuen Fachbeitrag für das MIZ geben Richard Lorber, Leiter der Tage Alter Musik in Herne, und der Komponist Tobias Eduard Schick einen Überblick über die freie Musikszene und zeigen ihre künstlerischen Schwerpunkte und spezifischen Herausforderungen auf. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Szenen für Alte und zeitgenössische Musik. Außerdem geht es in einem Interview mit FREO e. V., der neuen Interessenvertretung der freien Ensembles, um die Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven freiberuflicher musikalischer Arbeit.

Zur Pressemitteilung
Zum Online-Fokus „Freie Ensembles“


Bundesvereinigung soziokultureller Zentren: Konferenz „Soziokultur – vernetzt im Quartier“

Kooperationen und Vernetzung sind in aller Munde, sie werden gefördert und gefordert – auch in der Soziokultur. In Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Institutionen können Angebote und Kompetenzen erweitert, Ressourcen und Potenziale miteinander verbunden werden. Die Erwartungen sind oft hoch, die Ergebnisse jedoch nicht immer befriedigend. Was bedeuten Kooperation und Vernetzung im Stadtteil? Wie baue ich Netzwerke auf? Worauf gilt es zu achten, welche Voraussetzungen sind nötig, welche Faktoren fördern oder behindern die Prozesse? Die Fachkonferenz bietet die Möglichkeit, Verbindungen zu schaffen und voneinander zu lernen. Beispiele zeigen auf, wie Soziokultur, Wissenschaft, Kommune und Wirtschaft innovative Netzwerke aufbauen und neue Wege der Kooperation eingehen, die für alle Beteiligten und für die Arbeit im Quartier eine Bereicherung darstellen.

Die Bundesvereinigung soziokultureller Zentren e. V. lädt ein zur Jahreskonferenz „Soziokultur – vernetzt im Quartier“ am 24./25. September 2019 in der Berliner ufa-Fabrik. Das Programm mit heutigem Planungsstand hängt dieser E-Mail an. Einen Rückblick auf die Konferenz 2018 „Soziokultur findet Stadt“ und weitere Informationen zum Projekt „UTOPOLIS- Soziokultur im Quartier“ gibt es auf www.utopolis.online. Dort ist ab August u.a. die Anmeldung zur diesjährigen Konferenz möglich. Es wird empfohlen, ggf. rechtzeitig Übernachtungsmöglichkeiten zu buchen. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei, Verpflegung ist inbegriffen.

Anmeldung und Information zur Konferenz 2019


Berichte

56. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“: 72 Preisträgerinnen und Preisträger aus Berlin

77 junge Wettbewerbsteilenehmerinnen und -teilnehmer haben Berlin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Halle vertreten, der am 13. Juni zu Ende gegangen ist. 72 von ihnen konnten Preise erringen. 29 erspielten sich einen 1. Preis, darunter neun mit der Höchstpunktzahl. 29 Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen einen 2. Preis, 14 einen 3. Preis zugesprochen; fünf Mal wurde die Auszeichnung „Mit sehr gutem Erfolg teilgenom­men“ verge­ben.

Berlin steht mit diesem Ergebnis im Vergleich mit anderen Bundesländern überdurchschnittlich gut da. Jeweils 37,7 Prozent der Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten 1. bzw. 2. Preise, 27,3 Prozent bzw. 33,8 Prozent sind es im Bundesdurchschnitt.

Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin und Jury-Vorsitzender im Bundeswett­bewerb, sagt: „Beim 56. Bundeswettbewerb ‚Jugend musiziert‘ in Halle haben fast 2900 junge Musikerinnen und Musiker die Händelstadt in den musika­li­schen Ausnahme­zustand versetzt. Ich bin immer wieder begeistert zu sehen, mit welcher Freude an der Musik und am gemeinsamen Musizieren, aber auch mit welchem Können unsere Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei sind.“

Am 24. August um 17 Uhr werden Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs ihre Lieblingsstücke in einem Familienkonzert im Roten Rathaus vorstellen (mehr dazu in diesem lmr-info). Eintritt frei!

Weitere Informationen:
Pressemitteilung des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“
Jugend musiziert auf den Seiten des Landesmusikrats Berlin:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/


Postkartenaktion für die Musikschulen: Weiter so!

Auch nach den Ferien geht sie weiter: die Postkartenaktion für die Musikschulen. Mit signierten Postkarten oder Foto setzen sich Berlinerinnen und Berliner, Musikerinnen und Musiker dafür ein, dass Musiklehrer und -lehrerinnen an den Berliner Musikschulen unter leistungsgerechten Bedingungen arbeiten können. Unser Ziel sind 20 000 signierte Karten!

Beteiligen auch Sie sich an der Aktion! Alles darüber erfahren sie auf unserer Aktionsseite.


Mitglieder-News

Bundesverband Musikunterricht: Tagung für Fachseminarleiterinnen und -leiter

17. BMU-Tagung für Fachseminarleiterinnen und Fachseminarleiter Musik, 24.–26. Oktober 2019, Mainz

Der Bundesverband Musikunterricht setzt in bewährter Tradition die bundesweite Fortbildungsveranstaltung für Seminarfachleiterinnen und -leiter fort. Themenschwerpunkte des diesjährigen Treffens vom 24. bis 26. Oktober 2019 an der Hochschule für Musik in Mainz sind u. a.die besondere Relevanz des Unterrichtsfachs Musik vor dem Hintergrund gesellschaftlicher, kultureller und politischer Problemstellungen unserer Zeit, die videobasierte Evaluation von Musikunterricht und das Klassenmusizieren im Spannungsfeld didaktischer Konzeptionen. Im Mittelpunkt der gesamten Tagung soll dabei der gemeinsame Gedanken- und Erfahrungsaustausch stehen.

Referenten sind Klaus Ernst (Detmold), Prof. Dr. Valerie Krupp-Schleußner (Mainz) sowie Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt (Heildeberg).

Eingeladen sind Ausbilderinnen und Ausbilder von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern sämtlicher Schulformen im Fach Musik (2. Ausbildungsphase), Fachberaterinnen und Fachberater Musik sowie interessierte Kolleginnen und Kollegen, die sich auf eine entsprechende Funktionsstelle vorbereiten möchten.

Weitere Informationen, Ausschreibungstext und Anmeldung unter: www.bmu-musik.de.
Anmeldeschluss ist der 1. September 2019.


Deutsche Orchestervereinigung: Hilfe beim Auffinden gestohlener Instrumente

Auf der Website der DOV hat sich eine Liste bewährt, in die Betroffene ihre gestohlenen Instrumente selbst eintragen können. Diese Übersicht liefert der Polizei und anderen Strafverfolgungsbehörden wichtige Hinweise bei der Tätersuche. Zuletzt wurde zum Beispiel eine bereits im November 2017 in Dresden gestohlene Oboe bei einem Verkaufsversuch sichergestellt und dem rechtmäßigen Eigentümer übergeben.

Bitte melden Sie nicht nur Diebstähle, sondern auch das Wiederauffinden, damit die Daten aktuell bleiben. Zur Übersicht und der Möglichkeit, einen Diebstahl zu melden, gehts hier: https://www.dov.org/instrumentendiebstahl.


IAML: Kostenlose Ausweise für Staatsbibliothek Berlin / Musikabteilung zeitweilig geschlossen

Die Staatsbibliothek zu Berlin wird ab dem 1. Oktober 2019 – zunächst für zwei Jahre – die Gebühren für die Bibliotheksausweise aussetzen. In dieser Zeit sind die Benutzerausweise also kostenlos erhältlich.

Ab dem 1. November 2019 muss dann aufgrund von umfangreichen Bestandsumzügen und Baumaßnahmen das Bibliotheksgebäude Unter den Linden 8 und somit auch die Musikabteilung  für voraussichtlich fünf bis sechs Monate geschlossen bleiben.

Nähere Informationen finden Sie hier:  https://blog.sbb.berlin/was-veraendert-sich-im-herbst/


Landesmusikakademie Berlin: Samba Syndrom – Berlins größtes Samba-Festival

Das Samba-Festival mit zwölf international erstklassigen Dozentinnen und Dozenten aus Brasilien, dem europäischen Ausland und Berlin bietet ein einzigartiges Workshop-Programm

In den Workshops werden verschiedene Rhythmen, vielfältige Spieltechniken, neue Breaks, Choreografien und Tanzstile trainiert: von Rio-Samba über Samba Reggae, Maracatú und afrobrasilianische Traditionen bis zu Forró. Anmeldungen bitte hier. Weitere Highlights sind die zwei rauschenden Konzert- und Tanzabende, wenn die Band „Ayom“, die großen Samba-Mestres und die Workshop-Musikerinnen und -Musiker die große Samba-Bühne bespielen. An dem Wochenende entsteht ein prickelndes Gemeinschaftsgefühl mit unglaublich viel Spaß: bei spontanen Outdoor-Sessions, beim Familien-Workshops „Bla-S-amba”  und während der zwei kostenlosen Familientage „samba for kids“ mit Capoeira, mit dem Familien-Drum-Circle und mit kreativen musikalischen Angeboten für Kinder.

TERMINE
Workshops: 20.–21. 9. 2019: 10–18 Uhr | Konzertabende: 20.–21. 9. 2019: 20–24 Uhr
Familientage: 21.–22. 9. 2019: 12–18 Uhr | Familienworkshop: 20. 9. 2019: 15–18 Uhr; 21. 9. 2019: 10–18 Uhr
Preise: Festivaleintritt Erwachsene: € 90 | Festivaleintritt Kinder und Jugendliche (bis 20 Jahre) und Eltern im Familienworkshop: € 35 | Konzertabend: € 10, ermäßigt € 7,50 an der Abendkasse
Ort: Landesmusikakademie Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin

Mehr Informationen: https://sambasyndrom.de/  | sasy@landesmusikakademie-berlin.de | Tel.: 030 / 53 07 12 69


Landesmusikakademie Berlin: Fachtagung „Musik und Alter“

Tagung über den Einsatz von Stimme und Therapieinstrumenten im Umgang mit Senioren, demenziell Erkrankten und Sterbenden

Vor dem Auditorium wird unter anderem Eva Götell aus Stockholm über die Erfahrungen mit der Methode  des Dementia Care Singing berichten – über  den singenden/summenden Umgang in der Pflege von dementiell Erkrankten. Im praktisch orientierten Workshopprogramm zeigt Bernhard Deutz die Anwendung der „Körper-Tambura“ und das „MoTaKa“, das KlangRad, das gerade mit dem 1. Preis beim „Wettbewerb neuer Therapieinstrumente“ ausgezeichnet worden ist.  Informationen über das gesamte Programm gibt es hier.

Datum: 30. 8. 2019 von 8.30 bis 16.00 Uhr
Gebühren: € 50
Ort: Landesmusikakademie Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin
Anmeldungen bis zum 18. 8. 2019 bitte hier.


Landesmusikakademie Berlin: Freude an der eigenen Stimme

Fachlich fundiertes Workshopkonzept zur Auseinandersetzung und Weiterentwicklung der eigenen Singstimme

Die eigene Singstimme genießen und sich mit ihr wohl fühlen – viele Menschen kennen dieses Gefühl nicht und verspüren doch eine kleine Sehnsucht danach. Oder sind Sie beruflich an diesem Punkt gefordert und möchten sich weiter entwickeln? Das Dozententeam ebnet Ihren Weg zur Singstimme mit Humor und Geduld und mit einem innovativen, fachlich fundierten und vernetzten Workshopkonzept: In einer intensiven Auseinandersetzung mit Körper- und Atemarbeit, Logopädie, Coaching, erfahrbarer Anatomie, Stimm- und Singexperimenten machen Sie neue, positive Erfahrungen jenseits von Bewertung. Falls sich physiologische Probleme mit Ihrer Stimme herausstellen, können wir Hilfe zur phoniatrischen Abklärung geben. Die Dozentinnen sind Cornelia Petersen, Anja Schneider, Bettina Spreitz-Rundfeldt und Nadja Dehn.

Mehr Infos und Anmeldung hier.

Termine: 13. 9. 2019, 16.30–20.00 Uhr | 14. 9. 2019, 10.00–20.15 Uhr | 15. 9. 2019, 10.00–17.30 Uhr
Anmeldeschluss: 29. 8. 2019
Gebühr: € 190
Ort:
Landesmusikakademie Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin


Verband deutscher Musikschulen: Kompositionswettbewerb „Beethoven – zurück in die Zukunft“

Im Jahr 2020 will die Deutsche Streicherphilharmonie unter Leitung ihres Chefdirigenten Wolfgang Hentrich aus Anlass der dann 30 Jahre bestehenden deutschen Einheit ein Zeichen für den Einheitsgedanken setzen, indem sie in allen sechzehn Bundesländern an bedeutsamen Veranstaltungsorten jeweils ein Konzert gibt. Deutschlandfunk Kultur und der WDR haben ihr Interesse, sich im Sinne einer intensiven medialen Begleitung für den Erfolg des Projektes zu engagieren, bereits zugesagt.

Neben Werken aus dem aktuellen Repertoire des Orchesters soll in den Konzerten des Projektjahres 2020 auch eine auf das junge Spitzenensemble der Musikschulen zugeschnittene Auftragskomposition gespielt werden, die der Verband deutscher Musikschulen unter den Einsendungen des Kompositionswettbewerbs „Beethoven – zurück in die Zukunft“ mit einer Fachjury ermitteln und prämieren wird. Förderer des Wettbewerbs ist die Hermann-Josef-Abs-Stiftung, Bonn.

Einzelheiten zur Ausschreibung „Beethoven – zurück in die Zukunft“ finden Sie unter
https://www.musikschulen.de/dsp/aktuell/kompositionswettbewerb.


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Ein besonderes Konzert

Der Verein zur Förderung der Zupfmusik präsentiert das DUO CONSENSUS:

Through North and South America
Ausdrucksstarke Werke amerikanischer Komponisten für Mandoline und Gitarre: Eduardo Angulo, George Gershwin, Stephen Funk Pearson u. a.

Samstag, 31. August 2019, 19 Uhr
Schwartzsche Villa, 12165 Berlin

Die Künstler
Christian Laier, Mandoline,
studierte Mandoline in Kassel und Hamburg und Gitarre in Kassel. Konzerte führten ihn durch Europa, in die USA, nach Japan und Brasilien. Er trat als Solist u.a. mit der Jenaer Philharmonie, dem Leipziger Symphonieorchester, dem Minsker Zupforchester und dem Landeszupforchester Berlin auf und ist sechsfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Er unterrichtet in Erfurt, ist Dozent bei Seminaren und war 2007–2016 Dirigent des Landesjugendzupforchesters Brandenburg-Berlin.

Karoline Laier (geb. Kumst), Gitarre, studierte an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und legte 2013 das Konzertexamen an der Universität der Künste in Berlin ab. Ihre Tätigkeit umfasst Aufführungen mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt und den Thüringer Symphonikern Rudolstadt/Saalfeld, Konzertreisen durch Europa, in die USA, nach Japan und Brasilien, und Rundfunkaufnahmen. Elf Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben belegen ihre Qualität.

Eintritt:  15,- € / ermäßigt 10,- €

Infos und Kartenvorverkauf bis 29. 8.
unter +49 (0)30 474 50 22
Mail: 
kontakt@vzfz.eu | www.vzfz.eu


lmr-info Nr. 34, 12. Juni 2019

Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter: Erweitertes Projekt 2019/20

Zum Schuljahr 2019/20 wird der Landesmusikrat Berlin e. V. gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wieder ein Programm zur Nachwuchsförderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter anbieten. In einem Kurs erlangen Schülerinnen und Schüler musikalische, organisatorische und soziale Kompetenzen und sind dann in der Lage, Ensembleproben, bzw. Teilproben oder Stimmgruppenproben qualifiziert anzuleiten. Die Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat über ihre Ausbildung zur „Musikmentorin“/zum „Musikmentor“.

Voraussetzung zur Teilnahme sind fortgeschrittene Fähigkeiten im Instrumentalspiel und/oder im Gesang sowie Grundkenntnisse in Musiktheorie und Gehörbildung. Interessierte Schülerinnen und Schüler treffen sich zu zweimal vier Wochenend-Workshops zu den Schwerpunkten Klassik bzw. Jazz, Rock, Pop. Die Teilnahme sind kostenlos. Nach der Ausbildung können die Schülerinnen und Schüler verstärkt die Ensemblearbeit der eigenen Schule mitgestalten. Zudem gibt es vielfältige Möglichkeiten zum außerschulischen Engagement.

Schwerpunkt Klassik: Chor und Orchester
Ort: Sophie-Scholl-Schule, Berlin-Schöneberg
9.–11. August 2019  |  18.–20. Oktober 2019  |  14.–16. Februar 2020  |  28. Februar bis 1. März 2020

Schwerpunkt Jazz, Rock, Pop: Chor und Band/Bigband
Ort: Rosa-Luxemburg-Gymnasium, Berlin-Pankow
25.–27. Oktober 2019  |  1.–3. November 2019  |  14.–16. Februar 2020  |  28. Februar bis 1. März 2020

(Änderungen vorbehalten)

Ausbildungsinhalte
Einführung in die Chor- und Instrumentalensembleleitung  |  Grundlagen des Dirigierens  |  Probenplanung und -methodik  |  Vertiefung musikalischer Fähigkeiten und musiktheoretischer Kenntnisse  |  Repertoirekenntnisse  |  Veranstaltungsorganisation

Ausbildungsziele
Förderung musikpädagogischer Begabungen  |  Entwicklung von Eigeninitiative und Mitverantwortung  |  Stärkung der schulischen Ensemblearbeit  |  Eröffnung von Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schule/Verein/Musikschule  |  Stärkung des Ehrenamtes

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Kontakt
Matthias Rech, Projektleitung
E-Mail: ensembleleitung@landesmusikrat-berlin.de
Telefon:
030 / 39 73 10 87
Fax: 030 / 39 73 10 88


Postkartenaktion für die Musikschulen – unser Ziel: 20 000 Postkarten

Die Postkartenaktion des Landesmusikrats für die Musikschulen, gestartet in diesem Frühjahr, zieht weite Kreise. Der Landesmusikrat Berlin war mit der Aktion bei zahlreichen Veranstaltungen präsent. Die Nachfrage nach den Karten ist groß, die Rückläufe mit unterschriebenen Karten ermutigend. Unterstützen Sie die Aktion weiter! Ziel: 20 000 Unterschriften bis zum Beschluss des Doppelhaushalts 2020/21.

Die Forderungen der Aktion lauten:

  • Sofortige Honorarerhöhung und bessere soziale Absicherung für die freien Honorarkräfte an den Musikschulen,
  • Mindestens 9 volle Stellen pro Musikschule für musikpädagogisches Management,
  • Stufenplan mit dem Ziel 80 % Festanstellungen bis 2025 und
  • Mehr Räume für Musikunterricht und Musikschulen.

Unterstützerinnen und Unterstützer sind aufgefordert, die Aktionspostkarten zu signieren und zeitnah an den Landesmusikrat Berlin, Lübecker Str. 23, 10559 Berlin zu senden oder dort vorbei zu bringen. Die Karten werden dann dem Berliner Senat überreicht.

Download der Postkarte hier (bitte dem Link folgen)
Die Postkartenabholstationen (bitte dem Link folgen)
Was können Sie tun, um an der Aktion teilzunehmen (Download Handlungsempfehlungen)?
Aktionsliederbuch der Gewerkschaft ver.di zur kreativen Verwendung (Download)


Das Projekt „Musikarbeitsmarkt transnational“ und seine Kooperationspartner

Der Landesmusikrat Berlin bietet im Rahmen des Senatsprogramms „Weltoffenes Berlin“ eine mehrsprachige persönliche Beratung für Musikerinnen und Musiker an, die aus politischen Gründen Ihre Heimat verlassen mussten. Dazu gehören die Unterstützung in den Bereichen Existenzgründung, Anerkennung von Abschlüssen, Künstlersozialkasse und Fördermittelbeantragung. Das Angebot umfasst außerdem Übersetzungen, Seminare und Veranstaltungen sowie die Interaktive Landkarte der Berliner Musiklandschaft in vier Sprachen.

Kooperationspartner für dieses Projekt des Landesmusikrats sind die Berlin Music Commission, der Kulturförderpunkt Berlin, Berlin Mondiale, ver.di und die Berliner Philharmoniker.

Auch in diesem Jahr begrüßen und unterstützen wir das komplementäre Fellowship-Programm „Weltoffenes Berlin“, das geflüchtete Kulturschaffende und Berliner Firmen, Vereine und Institutionen fördert, die ein gemeinsames Projekt realisieren möchten. Die Fellowships werden maximal ein Jahr mit 2500 Euro pro Monat unterstützt. Voraussetzung für die Berliner Unternehmen, Vereine und Institutionen ist die professionelle Ausrichtung im Bereich Kunst, Medien und Kultur und für die Künstlerinnen oder Künstler ein abgeschlossenen Studium oder die Tätigkeit als Kulturschaffende.

Informationen zur Ausschreibung zu dem Fellowship Programm für das Jahr 2020 werden voraussichtlich im Juli auf berlin.de bekanntgegeben.

Mehr Informationen zum Projekt des Landesmusikrats finden Sie hier.

Oder schreiben Sie eine E-Mail an Yusuf Sahilli: sahilli@landesmusikrat-berlin.de


Neue Mitarbeiter im Landesmusikrat

Zwei Projekte des Landesmusikrats Berlin werden seit Kurzem von neuen Projektleitungen betreut.

Die Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter wird nun von Matthias Rech organisiert. Der gebürtige Ravensburger studierte in Ulm und Berlin arbeitete zuletzt für das Schulnetzwerk MINT-EC, das naturwissenschaftlich orientierte Schulen vernetzt. Das Herz des Schlagzeugers schlägt für die Arbeit im Schulkontext – was ihn zur Idealbesetzung für das Projekt macht.

Das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational hat Yusuf Sahilli übernommen. Der leidenschaftliche Gitarrist und Sänger aus Berlin betreut seit April 2019 Musikerinnen und Musiker, die ihre Heimat aus politischen Gründen verlassen mussten und nun im Berliner Musikarbeitsmarkt Fuß fassen wollen. Er studierte Business Administration in Berlin und bietet eine mehrsprachige Beratung auf Deutsch, Englisch,Türkisch und Arabisch an.


Berliner Orchestertreff 2019: Zwei Tage klingende Wuhlheide

Mit einem furiosen Abschlusskonzert ist am Sonntagabend der Berliner Orchestertreff 2019 in der Landesmusikakademie Berlin zu Ende gegangen. Das Festival der Amateurmusik findet einmal in vier Jahren statt und war mit 50 angemeldeten Ensembles und 1400 Teil­nehmerinnen und Teilnehmern das bisher größte in Berlin.

Im Rahmen des Orchestertreffs wurde auch die Nominierung für den Deutschen Orchesterwettbewerb durchgeführt, der vom 16. bis 24. Mai 2020 in Bonn stattfinden wird. Folgende  Ensembles wurden mit 1. Preisen ausgezeichnet und  werden Berlin vertreten:

Kategorie A1 (Sinfonieorchester): Sinfonieorchester des Collegium Musicum Berlin (Leitung: Donka Miteva)
Kategorie A3 (Kammerorchester): Junge Kammerphilharmonie Berlin (Leitung: Aurélien Bello)
Kategorie C1 (Zupforchester): Köpenicker Zupforchester (Leitung: Lars Straehler-Pohl)
Kategorie E (Bigband): United Big Band (Leitung: Martin Krümmling)
Kategorie G1 (offene Besetzungen): Berliner Blockflötenorchester (Leitung: Simon Borutzki)

Einen 2. Preis erspielte in der Kategorie G1 (offene Besetzungen) das Saxophonensemble Saxonoras unter der Leitung von Claudia Tesorino.

Weitere Ensembles erhielten Sonderpreise:
Der Sonderpreis der Deutschen Orchesterstiftung (2000 €) ging an das Jugendorchester Charlottenburg (Leitung: Lars Burger), der Sonderpreis des Bezirks Treptow-Köpenick (500 €) an das Glockenspiel-Orchester (Lei­tung: Sabine Paßow) und der Sonderpreis des Rundfunk-Sinfonie-Orchesters Berlin (Konzertbesuch und Musikergespräch für ein Orchester) an das Jugendstreichorchester Béla Bartók (Leitung: Stephanie Thunert).

Ein Höhepunkt des Berliner Orchestertreffs 2019 war am Sonnabendnachmittag die offene Probe der Berliner Ama­teur­musikerinnen und -musiker mit RSB-Chefdirigent Vladimir Jurowski. Eineinhalb Stunden lang probte er mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern drei Sätze aus Dmitri Schostakowitschs Suite für Varieté-Orchester, darunter der beliebte „Walzer Nr. 2“. Kultursenator Dr. Klaus Lederer begrüßte die Amateurmusikerinnen und -musiker persönlich und ließ es sich nicht nehmen, die gesamte Probe zu verfolgen.

Erstmals bot der Berliner Orchestertreff auch ein breites und unentgeltliches Kursprogramm von Körperarbeit über Instrumentenpflege und Probentechnik bis hin zu Rechtsfragen rund um die Orchesterarbeit. Zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher nahmen dieses Angebot wahr. Gastgeber im FEZ war die Landesmusikakademie Berlin. Ein großes, gut organisiertes Team von Helferinnen und Helfern war über das gesamte FEZ verteilt und sorgte für den reibungslosen Ablauf des Treffens. Wir danken der Senatsverwaltung für Kultur und Europa für die Unterstützung, der Landesmusikakademie Berlin, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, den Jeunesses Musicales Berlin und dem Landesverband Berlin-Brandenburgischer Liebhaberorchester für die Kooperation und Partnerschaft, dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und dem Tagesspiegel für die Medienpartnerschaft und der Deutschen Orchesterstiftung und dem Bezirk Treptow-Köpenick für das Stiften der Sonderpreise. Ohne sie alle wäre dieses Festival der Amateurmusik so nicht möglich gewesen.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, Hella Dunger-Löper, sagt: „Die Berliner Amateurmusikszene ist bunt und vielfältig. In der wachsenden und sich verdichtenden Stadt stehen viele Ensembles jedoch vor neuen Herausforderun­gen. Besonders Raum für Musik muss zukünftig systematischer als bisher gesichert werden. Den Rahmen hierfür könnte analog zum Sportfördergesetz ein Musikfördergesetz schaffen, wie wir es in unserem neuen Masterplan Amateurmusik entworfen haben.“

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Erfolgreicher Start: Der erste Jour fixe „Musik und Stadt“

Der erste Jour fixe „Musik und Stadt“ am Montag, dem 20. Mai 2019, widmete sich dem Thema „Alte Musik in Berlin“. Auf dem Podium in der ALEX-Halle waren Expertinnen und Experten versammelt: Prof. Christoph Huntgeburth, Flötist und Professor an der UdK Berlin, Wolfgang Katschner, Leiter der Lautten Compagney, Kirchenmusikdirektor Prof. Dr. Gunter Kennel, Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin a.D. und Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, Dorothee Oberlinger, Flötistin und Leiterin der „Musikfestspiele Potsdam Sanssouci“ und Johannes Weiss für die Vereinigung Alte Musik Berlin, die Berufsvertretung für freischaffende Künstlerinnen und Künstler der Alten Musik. Zusätzlich sprach Matthias Haase von der Leo-Kestenberg-Musikschule zur Lage der Alten Musik an den Berliner Musikschulen. Kundig und knapp moderierte Bernhard Schrammek die Runde. Ein Ensemble aus Johannes Weiss, Dávid Szigetvári, Heidi Gröger, Patrick Sepec, Thor-Harald Johnsen, Luise Enzian und Torsten Übelhör steuerte Musik von Claudio Monteverdi bei.

Das Fazit nach knappen neunzig Minuten lebhafter Debatte und vielen interessanten, wohltuend präzisen Beiträgen der Fachleute und des Publikums: Die Wünsche nach echten, zweckmäßigen Förderinstrumenten für Alte Musik, der solidarischen Vernetzung der Musiker untereinander und einer effektiveren Außenwirkung bündelten sich in der Vision eines Berliner Zentrums für Alte Musik, das Musiker, Ensembles und Publikum zusammenbringt und Bezug nimmt auf die weltweit einmaligen Sammlungen der Stadt Berlin.

Beim anschließenden Empfang klang der Abend unter lebhaften Gesprächen aus.

Der Landesmusikrat dankt allen Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmern, der Musikerinnen und Musikern, dem grandiosen Team von ALEX Berlin und nicht zuletzt dem Publikum für das Gelingen dieser Premiere!

Hier können Sie die Aufzeichnung des Jour fixe nachhören.


Der Landesmusikrat Berlin auf dem Musikschulkongress 2019

Beim Musikschulkongress sprach Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin a. D. und Präsidentin des Landesmusikrats, am 19. Mai auf einer Podiumsdiskussion über die „Berliner Musikschulentwicklung – eine Zwischenbilanz“. Mit ihr auf dem Podium saßen Chris Berghäuser (Leiter der Musikschule Béla Bartók, Berlin), Annette Indetzki (Leiterin des Amtes für Weiterbildung und Kultur Treptow-Köpenick) und Prof. Guido Müller (Direktor der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg); der ebenfalls angekündigte Berliner Staatssekretär Dr. Torsten Wöhlert hatte absagen müssen und wurde von Gert Dietrich (Referent für Musikschulangelegenheiten in der Senatsverwaltung für Kultur und Europa) vertreten. Die Moderation hatte Matthias Pannes. Hella Dunger-Löperbrachte die Haltung des Landesmusikrats Berlin in Erinnerung, dass in den derzeitigen Planungen für den Schulausbau unbedingt Räume für Musikunterricht und Musikpraxis zu berücksichtigen seien, wozu Fachvertreter beratend hinzugezogen werden müssten. Auch die Konferenz der Bezirksbeauftragten Musik (KBB) hatte noch im Februar dieses Jahres nachdrücklich hierauf hingewiesen.

Außerdem war der Landesmusikrat Berlin mit einem Informationsstand im Ausstellungsbereich des Berlin Concgress Center vertreten. Dort konnte er unter anderem viele Kongressbesucherinnen und -besucher vom Anliegen der Postkartenaktion „Musikschulen – 80 % Festanstellungen“ überzeugen und Unterschriften sammeln.


Jugend musiziert Berlin: Landeswettbewerb 2019 abgeschlossen

Am 10. und 11. Mai begeisterten 13 Bands beim gemeinsamen Landeswettbewerb Band (Rock und Pop) Berlin-Brandenburg das Publikum im gut besuchten Maschinenhaus der Kulturbrauerei. Drei Bands erhielten einen 2. Preis, zehn wurden mit 1. Preisen belohnt, davon fünf mit Höchstpunktzahl! Am darauffolgenden Sonntag, dem 12. Mai, beeindruckten erstklassige musikalische Beiträger das Publikum in der ausverkauften Mendelssohn-Remise beim diesjährigen Landespreisträgerkonzert der „klassischen“ Kategorien des Wettbewerbs.

Insgesamt haben dieses Jahr 330 Kinder und Jugendliche an 190 Wertungsspielen beim Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin teilgenommen. 201 von ihnen erhielten einen 1. Preis, davon 111 mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb in Halle. Damit konnten in den Bundeskategorien dieses Jahr 47 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Halle weitergeleitet werden – eine Zahl, die die hohe Qualität der Berliner Teilnehmer und Teilnehmerinnen widerspiegelt.

Neben den diesjährigen Bundeskategorien waren dieses Jahr auch wieder die Berliner Kategorien Band (Rock und Pop), Interkulturelle Perkussion sowie Komposition ausgeschrieben. Diese Kategorien enden mit der Teilnahme am Landeswettbewerb, 92 Kinder und Jugendliche nahmen daran teil.

Im laufenden Jahr werden immer wieder Preisträger und Preisträgerinnen von Jugend musiziert zu erleben sein. Zuletzt spielten vier Bands auf der Summer Stage der Jugendmesse You. Nach den Sommerferien, am 16. August, bringen Preisträgerinnen und Preisträger Werke von Komponisten der Aufklärungszeit in der Mendelssohn-Remise zum Klingen.

Derzeit findet der Bundeswettbewerb in Halle statt – wir drücken den Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Daumen und freuen uns schon darauf, Ihnen am 24. August die diesjährigen Bundespreisträgerinnen und -preisträger im Roten Rathaus zu präsentieren. Seien Sie dabei, wenn die besten Nachwuchsmusikerinnen und -musiker Berlins ihre Wettbewerbsstücke zu Gehör bringen!


Bund Deutscher Zupfmusiker: Joël Betton mit der BDZ-Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet

Im Rahmen eines Nachmittagskonzerts am 5. Mai 2019 in der Lindenkirche in Berlin-Wilmersdorf wurde Prof. Joël Betton von Rüdiger Grambow, Ehrenpräsident des Bundes Deutscher Zupfmusiker (BDZ), in Anerkennung und Würdigung seines langjährigen und erfolgreichen Engagements auf Landes- und Bundesebene mit der Verleihung der BDZ-Verdienstmedaille in Silber geehrt. Grambow nahm die Auszeichnung im Auftrag des Bundesvorstandes vor, der den generationenbedingten Rückzug Bettons aus allen Verbandsämtern auf Landes- und Bundesebene zum Anlass nahm, ihm zu danken und seinen Einsatz für die Aufgaben und Ziele des BDZ öffentlich zu würdigen.

Der Veranstaltungsrahmen eignete sich für diesen Anlass hervorragend: Neben dem Landeszupforchester Berlin, das Joël Betton von 1991 bis 2010 über fast 20 Jahre geleitet hatte und das jetzt unter dem Dirigat von Symeon Ioannidis arbeitet, musizierte auch das von ihm 2017 initiierte Landesjugendgitarrenorchester Berlin unter dem jungen, außerordentlich talentierten Dirigenten Simon Scriba. Zusätzlich trat als Gastorchester des Landesjugendgitarrenorchesters Berlin das Jugendgitarrenorchester EMMVA aus Barcelona unter Leitung von Jordi Paredes auf.        

Der Ehrenpräsident erwähnte in seiner Laudatio, dass das Landeszupforchester Berlin unter Leitung von Betton seit 1994 alle vier Jahre am „Eurofestival Zupfmusik“ des BDZ teilgenommen habe. 1999 habe es eine CD mit dem Titel „Hora Cero“ produziert, auf der u. a. auch das „Divertimento“ für Cello und Zupforchester von Kurt Schwaen eingespielt worden sei, das ihn beim Abhören noch heute immer wieder begeistere.

Es wurde daran erinnert, dass sich Joël Betton dem BDZ über viele Jahre als Landesmusikleiter zur Verfügung gestellt und auch einige Zeit auf Bundesebene die Funktion des Bundesmusikleiters wahrgenommen hat. Vor vier Jahren habe er sogar das Amt des BDZ-Präsidenten in Berlin übernommen und dieses bis Anfang April 2019 ausgeübt. Noch heute vertrete er den BDZ-Berlin im Landesmusikrat Berlin und im Landesausschuss „Jugend musiziert“.

Es sei ihm zu verdanken, so Grambow, dass Berlin das erste Bundesland war, in dem die Bağlama beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ zugelassen wurde. Als der Landesmusikrat Berlin die Bağlama zum Instrument des Jahres 2013 erklärte, sei es Betton gewesen, der den diesbezüglichen Fachausschuss des Landesmusikrates geleitet habe. Und es sei auch seine Idee gewesen, die ersten Konzerte für Bağlama und Zupforchester schreiben zu lassen und diese im Rahmen der Eurofestivals mit seinem Orchester aufzuführen.

Als Dozent bei Seminaren, Landes- und Bundeswettbewerben innerhalb und außerhalb des BDZ sei er ein gefragter Fachmann. Es mache Joël Betton offensichtlich Freude, sein Wissen weiterzugeben, und das auch außerhalb des universitären Rahmens, in dem er sich seit 1985 bewegt, zunächst als Lehrbeauftragter und ab 2008 als Professor für Gitarren an der UdK Berlin. Neben seiner solistischen und kammermusikalischen Tätigkeit liege ihm die Aufführung zeitgenössischer Musik sehr am Herzen. Besondere Aufmerksamkeit widme er der musikalischen Bildung aller Altersklassen im Profi- und Amateurbereich. Er sei einer der Wenigen, die zwischen diesen Bereichen eine Brücke schlagen könnten und auf beiden Seiten hohe Anerkennung genießen würden.   

Im Fokus des Auszuzeichnenden steht natürlich die Welt der Gitarre. Seiner Initiative sei es zu verdanken, dass es seit 2017 in Berlin auch ein Landesjugendgitarrenorchester gibt.

Der Ehrenpräsident ging er noch auf einige Aspekte ein, die seiner Ansicht nach Joël Betton besonders auszeichnen würden: seine von Herzen kommende Freundlichkeit, sein nicht versiegender Ideenreichtum, seine große Hilfsbereitschaft, seine Kompromissfähigkeit, ohne die ein Verband nicht erfolgreich funktionieren könne, und schließlich seine stets positive Grundstimmung und seinen ansteckenden Optimismus. Dies alles seien Eigenschaften, die einem Verband gut tun und von denen dieser profitiert.

Rüdiger Grambow resümierte, dass der BDZ Joel Betton viel zu verdanken habe und er ihm in dankbarer Anerkennung seines Wirkens die Verdienstmedaille in Silber verleihe, die er ihm dann mit Urkunde im Auftrag des Bundesvorstandes überreichte. 


Bund Deutscher Zupfmusiker: Landesjugendgitarrenorchester am Start

Jugendliche Gitarristinnen und Gitarristen sind eingeladen, anspruchsvolle Werke für Gitarrenorchester in Stimm- und Orchesterproben zu erarbeiten und aufzuführen.

Das Landesjugendgitarrenorchester Berlin (ljgo berlin) wurde im März 2017, unter der Leitung von Symeon Ioannidis, gegründet. Das noch junge Orchester besteht zur Zeit aus Studierenden und Preisträgerinnen und Preisträgern der Wettbewerbe Jugend-musiziert und versteht sich als Fördermaßnahme für Nachwuchstalente.

Dabei steht der Spaß an spieltechnischen Herausforderungen und deren Umsetzung im Vordergrund. Das Zusammenspiel im Orchester ist für viele Gitarristinnen und Gitarristen eine neue Erfahrung. Im Fokus des jungen Projektes steht allem voran die fortwährende Integration der jugendlichen Musikerinnen und Musiker in eine musikalische Gemeinschaft über das Orchester hinaus. Dozentinnen und Dozenten geben musikalisches Wissen weiter und fördern den spieltechnischen Fortschritt der Orchestermitglieder.

Jetziger Dirigent und musikalischer Leiter ist Simon Scriba.

Angestrebt wird eine vierfache Besetzung der einzelnen Spielstimmen. Wir freuen uns über jede Neuanmeldung!

Ansprechpartner: Eric Schumann (ljgo@bdz-berlin.de)
Info: www.bdz-berlin.de


Chorverband Berlin: Karneval der Kulturen – Singen macht glücklich!

Auf unserem bunt geschmückten Chorverbandswagen sangen und musizierten unsere Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker voller Leidenschaft bei strahlendem Sonnenschein am Pfingstsonntag. Über vier Stunden begeisterten wir die 600 000 Gäste am Straßenrand und luden ein zum Mitsingen. Unsere spontan entstandene Hymne „Chorverband Berlin – AHA“ ist hitverdächtig und animierte sofort zum Mitsingen. Mehrere hundert Menschen liefen auf der Straße hinter unserem Wagen her und wurden vom Feeling des Singens ergriffen.

Unsere Sängerinnen und Sänger – manche schon über 70 Jahre jung – waren nach dem Umzug völlig geschafft. Doch das Erste, was zu hören war:: „Das machen wir nächstes Jahr wieder. Was für ein unvergessliches Erlebnis!“

Danke allen Sängerinnen und Sängern, Musikerinnen und Musikern, Helferinnen und Helfern und dem Team der Geschäftsstelle vom Chorverband Berlin e. V. Nach der Show ist vor der Show!

Der Chorverband Berlin e. V. im Internet


Deutsche Orchestervereinigung: DOV unterstützt neuen Bundesjugendchor

Unter dem Dach des Deutschen Musikrats ist im kommenden Jahr die Gründung eines Bundesjugendchors geplant. Damit entsteht ein nationales Ensemble, das hochbegabte junge Sängerinnen und Sänger fördert, die Chortradition pflegt und nach außen trägt. Die DOV wird den Bundesjugendchor – wie bereits das Bundesjugendorchester und das Dirigentenforum – finanziell unterstützen. Das beschloss der Gesamtvorstand bei seiner Sitzung am 30. April. Die Grundfinanzierung wird das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend übernehmen.

Bei der Feier zum 50. Geburtstag des Bundesjugendorchesters in Leipzig am 2. Mai 2019 hatte Bundesministerin Dr. Franziska Giffey die Gründung des Bundesjugendchors in Trägerschaft des Deutschen Musikrats verkündet. Er wird erstmals im kommenden Jahr zusammentreten und jungen rund 50 Sängerinnen und Sängern zwischen 16 und 26 Jahren offenstehen. Wie das Bundesjugendorchester wird der Bundesjugendchor mehrmals im Jahr in einer Arbeitsphase ein Programm erarbeiten und in Konzerten präsentieren.

Zur Presseerklärung des Deutschen  Musikrats (PDF)


IAML: Aktuelle Vermittlungsangebote zur digitalen Musikkultur in Berliner Bibliotheken (VÖBB)

Aktuelle Vermittlungsangebote zur digitalen Musikkultur in den Bibliotheken des Verbundes Öffentlicher Bibliotheken Berlins (VÖBB)

Seit 2017 bieten die Zentral- und Landesbibliothek Berlin und einige bezirkliche Musikbibliotheken verschiedene Formate rund um elektronische Klänge an. Mittlerweile finden sich regelmäßige, gebührenfreie Angebote dazu in folgenden Bibliotheken:

Charlottenburg-Wilmersdorf: Der mobile Musik-Makerspace in der Heinrich-Schulz-Bibliothek
Der Musik-Makerspace bietet die Möglichkeit  zum Komponieren elektronischer Musik auf einem iMac mit Musikcontroller, Keyboard, Mikrofon und Kopfhörern. Verschiedene Musikprogramme stehen zur Anwendung bereit: Ableton Live, GarageBand, Maschine und das Musik-Coding Programm Sonic Pi. Die Kreationen von Symphonie bis Klingelton können auf einem mitgebrachten Stick gespeichert werden, um zuhause daran weiterzuarbeiten oder sie beim nächsten Mal wieder mitzubringen. Mit Beginn der Sommerferien 2019 starten  ab dem 24.6.  Workshops für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren jeweils Vormittags in der Zeit von 11-12:30 Uhr sowie  ab dem 29.6. jeden Samstag offene Schnupperkurse für Jung und Alt von 12-13.30 Uhr.
Wer also Beats bauen oder Rapmusik und/oder Songs produzieren möchte, ist herzlich willkommen. Weitere Kurse werden nach den Sommerferien folgen. Alle Kurse sind  geeignet für Jedermann.

Infos unter https://www.wir-bieten-vielfalt-einen-ort.de.
Anmeldungen für die Workshops unter stadtbibliothek@charlottenburg-wilmersdorf.de

Neukölln – Workshops mit MusikApps für Schulklassen
Die Helene-Nathan-Bibliothek in Neukölln bietet für Schulklassen die kostenfreie Teilnahme an MusikApps-Workshops.  Das Workshop-Angebot mit dem Team von edusation verbindet die Förderung von Sprach- und Medienkompetenz mit musikpädagogischen Elementen. Im Vordergrund steht dabei die musisch-sprachliche Förderung von SchülerInnen mit Flüchtlings- und Migrationshintergrund.
Der Workshop ist geeignet für SchülerInnen der 4. bis 6. Klasse und findet in der Zeit vom 11. bis zum 14. Juni 2019 täglich zwischen 9 und 13 Uhr in der Helene-Nathan-Bibliothek (in den Neukölln Arcaden) statt.

Anmeldung unter musik@stadtbibliothek-neukoelln.de

Zentral- und Landesbibliothek Berlin: Der Musikelektroniktreff „Resonanzraum“
Seit 24. April 2019 findet an der ZLB im Haus Amerika-Gedenkbibliothek jeden letzten Mittwoch im Monat der Musikelektroniktreff  „Resonanzraum“ statt.  Die Veranstaltung ist als Community-Projekt zur elektronischen Musikkultur angelegt. Sie bietet ein offenes Forum, in dem Anfänger*innen wie Profis zusammen kommen können, um sich zu unterschiedlichen Themen elektronischer Musikkultur auszutauschen, z.B. in Form von Kurzvorträgen, Präsentationen, Workshops, Diskussionsrunden, etc.. Aktuelle Themen sind beispielsweise die Grundlagen der digitalen Audioverarbeitung, Fragen des Copyright und freie Musiksoftware. Gerne können Fragen und Themenvorschläge eingebracht werden und es ist viel Equipment zum Ausprobieren vorhanden.

https://www.zlb.de/kalender-detail/kalender/resonanzraum-der-musikelektroniktreff-der-zlb-2.html

Zentral- und Landesbibliothek Berlin: Das Lärmlabor
Das Lärmlabor ist ein Workshopangebot der ZLB im Haus Amerika-Gedenkbibliothek für Kinder und Jugendliche im Alter von 9-14 Jahren. In insgesamt 4 Workshops widmet sich die Reihe elektronischer Musikkultur und digitalen Musikinstrumenten. Die Teilnehmer*innen können unter Einsatz von Musikapps und freier Musiksoftware kreativ musikalisch tätig werden und Beats basteln, Tracks remixen, samplen, usw.
Den Anfang macht ein Schnupperkurs am 25.6.19, bei dem es einen Überblick über alle Themen der folgenden Workshops geben wird. 

https://www.zlb.de/kalender-detail/kalender/mitmachen-laermlabor.html


IG Jazz: Eröffnung der Jazzwoche Berlin #1 am 24. Juni – Panel mit Live-Musik

Am 24. Juni startet die Jazzwoche Berlin #1 mit einem Abend um 18 Uhr im „Sowieso“, Weisestr. 27, 12049 Berlin-Neukölln. Ein Panel wird sich ganz grundlegend mit der Frage befassen: „Was ist ‚Jazz‘ 2019? / Versuch einer Selbstdefinition / Wer hat die Deutungshoheit?“ Für Live Musik wird Stefan Schultze am Klavier sorgen.

Die Jazzwoche Berlin #1 ist ein neues Festival, das ganz klassisch hochkarätigen Jazz in in kleinen oder größeren Clubs, in Bars und Kleinstspielstätten bietet. Im Rahmen der Jazzwoche Berlin #1 wird im Haus des Rundfunks am 27. Juni zum dritten Mal der Berliner Jazzpreis verliehen, vergeben vom Berliner Senat und rbb. Diesjähriger Preisträger ist der Trompeter Axel Dörner, weltweit geschätzter Jazz- und Impromusiker, der seit vielen Jahren die Szene in der Hauptstadt prägt.

Über die Jazzwoche Berlin #1
Programmüberblick, Künstler, Spielstätten
Podiumsdiskussionen im Rahmen der Jazzwoche Berlin #1


Jeunesses Musicales: Jugendsinfonieorchester spielen Filmmusiken im Erholungspark Marzahn

Ein großes gemeinsames Jugendsinfonieorchester der Freien Jugendorchesterschule Berlin und der Hans-Werner-Henze-Musikschule Marzahn-Hellersdorf wird aus Anlass des 40. Geburtstages des Stadtbezirkes Marzahn-Hellersdorf unter der Leitung des Dirigenten beider Orchester, Jobst Liebrecht, beliebte Filmmusiken auf der großen Arenabühne im Erholungspark Marzahn spielen. Mit diesem Konzert verabschieden sich gleichzeitig die beiden Orchester nach einem mit vielen Proben und Konzerten angefüllten Schuljahr schwungvoll in ihre wohlverdienten Sommerferien. Der Eintritt in den Park und die Gebühr für die Nutzung der Seilbahn sind an diesem Tag extrem reduziert, so dass die Gelegenheit auch von großen Gruppen genutzt werden kann.

Wir feiern Marzahn-Hellerdorf – 40-jähriges Bezirksjubiläum


Landesmusikakademie: Saxophon-Meisterkurse Jazz & Klassik

Als künstlerischer Leiter des Jazzinstituts Berlin und weltweit konzertierender Musiker genießt Prof. Peter Weniger ein hohes internationales Renommee. In seinem Kurs stehen groovige, rhythmisch abwechslungsreiche Improvisationen über komplexe harmonische Abläufe im Fokus. Dabei geht es um Improvisation im Bandkontext und um Übungskonzepte, wie die Ausdrucksvielfalt gesteigert werden kann. Peter Weniger erteilt Einzelunterricht vor der Gruppe. Die Meisterklasse findet vom 25. bis 27. Juli 2019 in der Landesmusikakademie Berlin jeweils von 10 bis 17 Uhr statt und kostet 290.– Euro. Anmelden können Sie sich bis zum 10. Juli hier.

Detlef Bensmann hat als Saxophon-Solist mit vielen Orchestern gespielt, ist selbst Komponist und auf Neue Musik spezialisiert. Im Laufe der Meisterklasse gibt er jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer zwei Mal Einzelunterricht à 30 Minuten. Der Kurs beinhaltet täglich Körperübungen, Übungen zur Atemtechnik, Einspielübungen in der Gruppe sowie Konzerte des Dozententeams wie auch der Teilnehmenden. Detlef Bensmann führt in neue Spieltechniken für Kammermusik und Neue Musik ein. Der Kurs findet vom 24. bis 28. Juli in der Landesmusikakademie Berlin in der Zeit von 10 bis 17 Uhr statt. Die Gebühr beträgt 390.– Euro. Interessierte Musikerinnen und Musiker können sich bis zum 9. Juli hier anmelden.

www.landesmusikakademie-berlin.de
welcome@landesmusikakademie-berlin.de


Landesmusikakademie: Auf dem Weg zum Profi. Die neue Praxis im Musikbusiness

In diesem Kurs geben Michael von Rothkirch und Oliver W. Heinz kostbare praktische Tipps von der Bandgründung bis zum Chart-Erfolg. Sie vermitteln Urheberrechts-Basics ebenso wie ihre Erfahrungen, Verträge zu verhandeln. Aus ihrem 464-seitigen Standardwerk Die neue Praxis im Musikbusiness, das sie zusammen mit Robert Lyng verfasst haben und das in der 13. Auflage erschienen ist, werden in aller Kürze die Essentials vermittelt: Von der Herstellung des ersten Demobands bis hin zur fertigen CD zeigen sie Strukturen sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken auf. Sie erklären Begriffe wie Urheberrechtsgesetz, Bandübernahmevertrag, Verlags-Tantiemen und Konventionalstrafe. In ihrem Werk streifen sie auch Randgebiete der Künstler-Existenz wie Versteuerung, Krankenversicherung oder rechtliche Grundlagen zur Gründung eines eigenen Verlags. Alles in allem findet man in diesem Kurs wertvolle Inputs für eine Karriere als „Kreative*r“ und „Professional“ im härtesten Geschäft der Welt.

Sie können sich bis zum 9. August hier anmelden. Der Kurs kostet 99.– Euro und findet am 14. 8. 2019 in der Landesmusikakademie Berlin von 10 bis 17 Uhr statt.

www.landesmusikakademie-berlin.de
welcome@landesmusikakademie-berlin.de


Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach: Konzert „Midsommar“, 20. Juni, 19.30 Uhr im Kammermusiksaal der Philharmonie

Als Einstimmung auf die Mittsommerfestlichkeiten im Norden Europas präsentiert das Sinfonieorchester des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach ein Programm mit hochkarätigen Werken skandinavischer Komponisten. Der Titel und die Konzeption des Abends entstanden als gemeinschaftliche Idee der Musikerinnen und Musiker, eine einheitliche Programmatik mit dem festlichen Schuljahresabschluss in einem renommierten Konzertsaal zu verbinden.

Programm
Jean Sibelius: Finlandia op. 26; Violinkonzert d-Moll op. 47
Edward Grieg: Orchesterlieder EG 177 (Auswahl); Sinfonie c-Moll op. 19

Sinfonieorchester des Musikgymnasiums C. Ph. E. Bach
Leitung: Samuel Lee

Die Solistinnen
Ariana Puhar (Violine) ist Schülerin von Frau Prof. Nora Chastain an der Universität der Künste Berlin und gewann bereits zahlreiche erste Preise und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben in Italien, Kroatien, Slowenien, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz.
Solomia Lukyanets (Sopran) erhält Unterricht bei Anna Samuil an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin und gewann 2016 den Grand Prix beim Triomphe de L'arte Wettbewerb in Brüssel und erreichte 2017 beim Guilio Perotti Wettbewerb den 1. Preis sowie den Publikums- und Nachwuchstalentpreis.

Eintritt: € 10 + 2. Karte gratis
an der Abendkasse oder Vorbestellung über karten@bach-musikgymnasium.de


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Ein besonderes Konzert

Der Verein zur Förderung der Zupfmusik präsentiert das DUO CONSENSUS:

Through North and South America
Ausdrucksstarke Werke amerikanischer Komponisten für Mandoline und Gitarre: Eduardo Angulo, George Gershwin, Stephen Funk Pearson u. a.

Samstag, 31. August 2019, 19 Uhr
Schwartzsche Villa, 12165 Berlin

Die Künstler
Christian Laier, Mandoline,
studierte Mandoline in Kassel und Hamburg und Gitarre in Kassel. Konzerte führten ihn durch Europa, in die USA, nach Japan und Brasilien. Er trat als Solist u.a. mit der Jenaer Philharmonie, dem Leipziger Symphonieorchester, dem Minsker Zupforchester und dem Landeszupforchester Berlin auf und ist sechsfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Er unterrichtet in Erfurt, ist Dozent bei Seminaren und war 2007–2016 Dirigent des Landesjugendzupforchesters Brandenburg-Berlin.

Karoline Laier (geb. Kumst), Gitarre, studierte an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und legte 2013 das Konzertexamen an der Universität der Künste in Berlin ab. Ihre Tätigkeit umfasst Aufführungen mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt und den Thüringer Symphonikern Rudolstadt/Saalfeld, Konzertreisen durch Europa, in die USA, nach Japan und Brasilien, und Rundfunkaufnahmen. Elf Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben belegen ihre Qualität.

Eintritt:  15,- € / ermäßigt 10,- €

Infos und Kartenvorverkauf bis 29. 8.
unter +49 (0)30 474 50 22
Mail: 
kontakt@vzfz.eu | www.vzfz.eu

lmr-info Nr. 33, 10. Mai 2019

Musikschulen: Postkartenaktion reloaded

Der Berliner Landesmusikrat ruft zu einer neuen Postkartenaktion für die öffentlichen Berliner Musikschulen auf: Unterstützerinnen und Unterstützer sind aufgefordert, die Aktionspostkarten zu signieren und zeitnah an den Landesmusikrat Berlin, Lübecker Str. 23, 10559 Berlin zu senden oder dort vorbei zu bringen. Die Karten werden dann dem Berliner Senat überreicht.

Download der Postkarte hier (bitte dem Link folgen)
Die Postkartenabholstationen (bitte dem Link folgen)
Was können Sie tun, um an der Aktion teilzunehmen (Download Handlungsempfehlungen)?
Aktionsliederbuch der Gewerkschaft ver.di zur kreativen Verwendung (Download)

Nächster Aktions-Termin:
17.-19. Mai: Musikschulkongress, Berliner Congress Center, Alexanderstr. 11, 10178 Berlin

Wie lauten die Forderungen?

  • Sofortige Honorarerhöhung und bessere soziale Absicherung für die freien Honorarkräfte an den Musikschulen,
  • Mindestens 9 volle Stellen pro Musikschule für musikpädagogisches Management,
  • Stufenplan mit dem Ziel 80 % Festanstellungen bis 2025 und
  • Mehr Räume für Musikunterricht und Musikschulen.

Die Präsidentin des Landesmusikrates Hella Dunger-Löper sagt: „Wir begrüßen den Beginn des Strukturwandels an den Berliner Musikschulen, der mit der Schaffung von mehr festen Stellen endlich begonnen wurde. Der im Koalitionsvertrag versprochene erste Schritt ist aber noch nicht komplett umgesetzt, das ist erst mit den Besetzungen der Funktionsstellen für musikpädagogisches Management – Fachbereichsleitungen u. a. – in den Musikschulen erreicht. Außerdem muss die Situation der Honorarkräfte an den Musikschulen dringend verbessert werden. Auch ein Plan für weitere Schritte bis 2025 liegt noch nicht vor. Das fordern wir hiermit ein.“

Hella Dunger Löper wird die Positionen des Berliner Landesmusikrates auch beim kommenden Musikschulkongress in Berlin (17.-19. Mai 2019) am Sonntag, den 19.  Mai 2019 / 11.00 - 12.30 Uhr  im Rahmen der Podiumsdiskussion zum Thema „Berliner Musikschulentwicklung – eine Zwischenbilanz“ vertreten.  Weitere Podiumsteilnehmerinnen und Podiumsteilnehmer sind: Chris Berghäuser (Leiter der Béla-Bartók-Musikschule), Annette Indetzki (Leiterin des Amtes für Weiterbildung und Kultur Treptow-Köpenick), Prof. Guido Müller (Direktor der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg) und Dr. Torsten Wöhlert (Staatssekretär für Kultur). Die Moderation hat Matthias Pannes, Bundesgeschäftsführer des Verbands deutscher Musikschulen (VdM).

Zum Gesamtprogramm des Kongresses gelangen Sie hier: www.musikschulen.de/projekte/musikschulkongress/musikschulkongress2019/index.html


Erster Jour fixe „Musik und Stadt“ am 20 Mai: Alte Musik in Berlin

Aktuelle Fragen stellen, Standpunkte klären, neue Wege aufzeigen: Das neue Diskussionsforum Jour fixe „Musik und Stadt“ des Landesmusikrats Berlin hebt das Musikleben in Berlin in die öffent­li­che Debatte. Es bringt Fachleute und Publikum, Musikerinnen und Musiker, Politikerinnen und Politiker zusammen. Live-Musik wird stets dabei sein.

Der erste Jour fixe „Musik und Stadt“ widmet sich der Alten Musik in Berlin. Warum ist die Alte Musik so wichtig für das Musikleben der Stadt Berlin? Wo kann man mehr über Alte Musik erfahren? Welche Ensembles prägen unsere Stadt? Unter welchen Bedingungen arbeiten sie? Diese und weitere Fragen werden von Expertinnen und Experten der Berliner Musikszene diskutiert.

Auf dem Podium der ALEX-Halle: Prof. Christoph Huntgeburth (UdK Berlin), Wolfgang Katschner (Lautten Compagney), KMD Dr. Gunter Kennel (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz), Hella Dunger-Löper, Staats­sekretärin a. D. (Landesmusikrat Berlin e.V.), Dorothee Oberlinger (Musikfestspiele Potsdam Sanssouci) und Johannes Weiss (Vereini­gung Alte Musik – Die Berufsvertretung für freischaffende Künstler der Alten Musik).

Für Live-Musik sorgen Johannes Weiss & Dávid Szigetvári (Tenor), Heidi Gröger (Lirone), Patrick Sepec (Basso da brazzo), Thor-Harald Johnsen (Theorbe & Barockgitarre), Luise Enzian (Tripelharfe) und Torsten Übelhör (Orgel).

Der Jour fixe wird im Live-Stream von ALEX Berlin zu sehen sein und anschließend in der ALEX-Mediathek zum Nach­hör­en zur Verfügung stehen.

Jour fixe „Musik und Stadt“: Alte Musik in Berlin
Podiumsdiskussion mit Live-Musik – Moderation: Bernhard Schrammek (rbb)
Montag, 20. Mai 2019, 19 Uhr
ALEX-Halle, Rudolfstraße 1–8 (Eingang: Ecke Ehrenbergstraße), 10245 Berlin-Friedrichshain

Eintritt frei!


Berliner Orchestertreff am 25./26. Mai: Der Endspurt hat begonnen / Noch bis zum 13. Mai 2019 können Sie einen Stand anmelden!

In zwei Wochen ist es soweit: Die Landesmusikakademie und das FEZ öffnen ihre Türen zum Berliner Orchestertreff 2019. Ensembles vom Sinfonieorchester bis zum Saxophon- und Glockenspielensemble kommen am 25. und 26. Mai dort zusammen und treten auf vier Bühnen auf. Sie hören einander zu, tauschen Erfahrungen aus und können auf Wunsch Beratung von Profis bekommen oder am Wettbewerb teilnehmen. Interessierte können sich zu zahlreichen kostenlosen Workshops anmelden, von Hinweisen zu Projektförderung und Probenleitung über Körperarbeit für Musiker bis hin zu Tipps zur Pflege der Instrumente. Herzlich eingeladen sind auch alle neugierigen Musikfreunde, die sich ein Bild von der lebendigen Berliner Amateurmusikszene machen möchten – oder einfach nur die Live-Musik in ihrer ganzen Vielfalt genießen.

Etwas ganz Besonderes ist die offene Probe mit Vladimir Jurowski, dem Künstlerischen Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, am Sonnabend, dem 25. Mai 2019, um 17.30 Uhr. Alle Musikerinnen und Musiker, die schon immer einmal mit einem Stardirigenten und Musikern eines Spitzenorchesters proben wollten, können sich diesen Traum hier erfüllen – mit der Suite für Varieté-Orchester („Jazz-Suite“) von Dmitri Schostakowitsch. Anmelden können Sie sich hier (jeweils mit Instrument), die Noten werden Ihnen dann umgehend per Post zugestellt.

Der Landesmusikrat Berlin verkürzt auch allen Ungeduldigen und Neugierigen die Wartezeit mit dem Orchestertreff-Countdown: Jeden Tag wird auf der Facebook-Seite des Landesmusikrats Berlin eines der Ensemble porträtiert, die am Orchestertreff teilnehmen.

Für Mitglieder des Landesmusikrates und Amateurorchester gibt es noch bis zum 13. Mai 2019 die Möglichkeit, einen kostenfreien Info-Stand für den Orchestertreff anzumelden und sich so im weiträumigen Foyer des FEZ vorzustellen. Anmeldungen richten Sie bitte an stoff@landesmusikrat-berlin.de, Sie erhalten dann weitere Informationen. 


Jugend musiziert Berlin: Bandwettbewerb & Preistägerkonzerte

Der diesjährige Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin neigt sich dem Ende zu. Am 10. und 11. Mai werden mit der Kategorie Band (Rock Pop) in der Kulturbrauerei die letzten Wertungsspiele abgeschlossen, am 12. Mai findet das traditionelle Landespreisträgerkonzert in der Mendelssohn-Remise statt und am 1. Juni heißt es dann „Jumu rockt“ beim Landespreisträgerkonzert der Bandwertung von Jugend musiziert Berlin.

Mehr Information hier:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/landeswettbewerb/


Trauer um Gregor Bosch

Der Landesmusikrat Berlin trauert um Gregor Bosch, der seit 2015 den Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte in unserem Dachverband vertreten hat und am 8. April 2019 plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Gregor Bosch leitete seit 2008 das Musikfachgeschäft Cantus-Riedel, welches er nach der Insolvenz des traditionsreichen Hauses Riedel als Filiale des süddeutschen Unternehmens “Musikgroßsortiment Loib GmbH” MBS wiedergegründet hatte. Heute ist das Geschäft eine Filiale der Unternehmenstochter Bauer & Hieber.

Gregor Bosch hat mit seinem Engagement tausende Berlinerinnen und Berliner mit Noten und weiteren Musikalien versorgt.

Wir sind bestürzt und fassungslos und sprechen allen Hinterbliebenen, allen Angehörigen, allen Kolleginnen und Kollegen unser herzliches Beileid aus.


Strategietag „Bildung stärken – Mehr Musik im Ganztag“

„Bildung stärken – Mehr Musik im Ganztag“: Das war das Ziel des Strategietags, den der Landesmusikrat Berlin am 8. April 2019 in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in der Allegro-Grundschule durchführte. An acht Thementischen erarbeiteten insgesamt 53 Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Musikschule, Politik, Verwaltung und Fachverbänden Lösungsansätze für Fragen wie „Rahmenbedingungen für Kooperationen zwischen Schulen und Musikschulen“, „Räumliche Voraussetzungen für mehr Musik im Ganztag“ oder „Handlungsspielräume zwischen Schullehrkräften, Instrumentallehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern“.

Wir danken allen Beteiligten für ihre konstruktive Mitwirkung und die zielorientierten Diskussionen! Die Ergebnisse werden nun zusammengeführt und zeitnah übergeben.

Bilder: LMR
https://www.landesmusikrat-berlin.de/


Ernstgenommen: Konstruktive Gespräche zur Chorförderung

Im Vorfeld der der Kulturpolitischen Konferenz von ver.di am 2. März 2019 hatten Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Chorszene gefordert: „Nehmt. Uns. Ernst.“  Vorausgegangen waren Unstimmigkeiten mit der Kulturverwaltung, die die Chorförderung betreut.

Inzwischen haben sich Vertreterinnen und Vertreter des Runden Tisches Chormusik am 25. April 2019 zu einem Workshop mit Staatssekretär Dr. Torsten Wöhlert getroffen und die konstruktiven Gespräche wieder aufgenommen.


Aufbruch, Wien und Bigband: Berliner LMR-Ensembles begeisterten in ihren Konzerten

Frühling ist Konzertsaison! Den Anfang machte am 13. April das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin unter der Leitung von Jobst Liebrecht und Gerhard Scherer mit seinem Konzert im Werner-Otto-Saal des Konzerthauses und Werken von Tom Rojo Poller, Myriam Marbe, Charlotte Seither und Hans Werner Henze sowie der Uraufführung eines Auftragswerks von Nima Farahani.

Am Ostermontag, dem 22. April, folgte das Landesjugendorchester Berlin mit seinem Programm aus Werken Mozarts, Korngolds und Mahlers im vollbesetzten Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Ulrich Amling würdigte die Leistung der Jugendlichen sowie der Sänger Brynhildur Thorsdottir, Michael Kim und Oliver Boyd unter der Leitung von Evan Christ mit einer Kritik im Tagesspiegel.

Sein zweites Konzert spielte das Landesjugendorchester am 28. April bei der 24. Lions-Benefizgala unter dem Motto „Wien-Berlin – Die alte und die Neue Welt“. Auch hier eröffnete das Orchester unter Evan Christ mit Mozart, bog dann aber zur Strauß-Familie ab, die auch Korngolds Straussiana würdigte. Werke von Samuel Barber, Aaron Copland und Igor Strawinsky rundeten das Programm ab. Die Berliner Morgenpost besprach das Konzert ausführlich.

Am selben Abend war in der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain das Berliner JugendJazzOrchester unter der Leitung des amerikanischen Saxophonisten und Bandleaders Dick Oatts zu hören – sowohl für das begeisterte Live-Publikum als auch im Fernsehprogramm von ALEX Berlin.


Kühler Frühling, brennende Anliegen: Aktionen für Berliner Musikschulen im April und Mai

Die Verhandlungen um den Berliner Doppelhaushalt 2020/21 stehen ins Haus – da machen sich auch der Landesmusikrat Berlin, die Gewerkschaft ver.di, die Landeslehrervertretung der Berliner Musikschulen und die Deutsche Orchestervereinigung mit Nachdruck bemerkbar. An nunmehr drei Freitagen, am 29. März, am 12. April und am 3. Mai, erteilten Berliner Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer im Rahmen einer ver.di-Aktion dem Finanzsenator jeweils eine 45-minütige Musikunterrichtsstunde vor seiner Behörde in der Klosterstraße. Bei den Kundgebungen zum 1. Mai war der Landesmusikrat im Rahmen der Postkartenaktion reloaded mit einem Stand vertreten.

musik.verdi.de/themen/nachrichten/++co++405db03e-5d30-11e9-80ad-001a4a160100


Vereinigung Alte Musik Berlin e. V.: Antwort auf schriftliche Anfrage im Abgeordnetenhaus

Am 28. März 2019 stellte Daniel Wesener, Abgeordneter der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, eine schriftliche Anfrage zur Alten Musik in Berlin. Sie betrifft vor allem die Fördermöglichkeiten, die der Alte-Musik-Szene in Berlin zur Verfügung stehen. Die Antwort schrieb Dr. Thorsten Wöhlert im Namen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Sie wurde am 17. April als Drucksache 18/18406 auf den Seiten des Abgeordnetenhauses veröffentlicht.

Auf die Teilfrage nach dem Umfang der Berliner Alte-Musik-Szene und ihrer Bewertung durch den Senat beschreibt die Antwort eine lebendige, wachsende, qualitativ hochstehende und beim Publikum geschätzte Musikszene. Institutionell gefördert wird im Doppelhaushalt 2018/19 allerdings allein die Akademie für Alte Musik Berlin mit 200 000 Euro. Förderbedarf besteht laut Antwort der Senatsverwaltung bei laufenden Ausgaben der Ensembles und Institutionen, der Durchführung von Konzerten, Kooperationen und Öffentlichkeitsarbeit und dem Überwinden der Stagnation bei den Honoraren. Die weiteren Fördermöglichkeiten sind stark beschränkt, zumal die Alte-Musik-Szene keinen Zugang zu Förderung im Rahmen des Teilansatzes Ernste Musik hat. Die Einzelprojektförderung ist zurzeit auf bereits institutionell geförderte Institutionen sowie auf Reihen oder Festivals beschränkt. Zur künftigen Förderung heißt es: „Unter der Voraussetzung entsprechender Ansatzerhöhungen sollten die bestehenden Förderprogramme im Bereich Musik für die Alte Musik geöffnet werden. Die Willensbildung auf Senatsebene ist im Hinblick auf den kommenden Doppelhaushalt noch nicht abgeschlossen.“

Die vollständige Antwort auf der Internetpräsenz des Abgeordnetenhauses:
http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-18406.pdf


IAML: Sensationsfund – Überraschungen aus dem Archiv – Musikleben in Deutschland

Humperdinck-Manuskript in der Universität der Künste wiederentdeckt
Einen Sensationsfund konnte die Bibliothek der Universität der Künste melden: In ihrem Bestand schlummerte das Autograph einer verschollen geglaubten Komposition von Engelbert Humperdinck. Die Kantate Die Fischerin für drei Solostimmen und Orchester (nach einem Text von Goethe) war getarnt als anonym eingereichte Wettbewerbskomposition und wurde erst kürzlich im Rahmen einer Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek eindeutig identifiziert. Mehr dazu hier:https://www.udk-berlin.de/service/universitaetsbibliothek/wir-ueber-uns/verschollen-geglaubtes-humperdinck-manuskript-wiederentdeckt/

„Archiv subversiv“ – ein Interview mit Dietmar Schenk, dem Leiter des Archivs der Universität der Künste im VAN-Magazin
„In der Erinnerung haben Sie eine schöne Geschichte, dann gucken Sie in die Akten, wie es wirklich war, und erleben die böse Überraschung“ – ist eine der Erfahrungen von Dietmar Schenk, wenn z.B. Biographien bekannter Absolvent*innen der Musikhochschule in der Öffentlichkeit anders dargestellt wurden, als es die Aktenlage dokumentiert. Der gesamte Artikel ist unter folgender URL nachzulesen: https://van.atavist.com/udk-archiv? fbclid=IwAR2AwCc3C7FWAg_ZSNhURs32wW1t35MIuaWj7pvNvXtae8EAdCICedbAu4w

Artikel „Musikinformation und Dokumentation“ in der soeben erschienenen Publikation „Musikleben in Deutschland“ vom Deutschen Musikinformationszentrum (http://www.miz.org/musikleben-in-deutschland.html)
In ihrem Artikel „Musikinformation und Dokumentation“ geben Martina Rebmann (Staatsbibliothek zu Berlin) und Reiner Nägele (Bayerische Staatsbibliothek) einen aktuellen Überblick über die Arbeit der Musikbibliotheken und Musikarchive in Deutschland. Eine Online-Version dieses Artikels wird in Kürze hier nachzulesen sein: http://www.miz.org/fachbeitraege.html#medienundrecherche


DMV: Raptus von Enjott Schneider beim Deutschen Orchesterwettbewerb / Ries & Erler mit Stand beim Berliner Orchesterwettbewerb vertreten

Als Kompositionsauftrag des Deutschen Musikrats für den Deutschen Orchesterwettbewerb entstand Enjott Schneiders Raptus – Die Freiheit des Beethoven für Orchester. Nicht zufällig sind die Bezüge des Pflichtstücks in der Kategorie „Sinfonieorchester“ zum berühmten Jubilar des Jahres 2020: Helene von Breuning, Mentorin des jungen Beethoven, nannte die berüchtigten Zornausbrüche des Tonsetzers „Raptus“, Beethoven übernahm die Bezeichnung für seine exzentrischen Gemütsschwankungen selbstironisch.

Schneider verwendet in Raptus eine klassische Beethoven-Orchesterbesetzung und verwebt Motivzitate des Meisters mit der lautmalerischen Nachzeichnung der Brüche in Beethovens Lebensphasen. Ries & Erler präsentiert beim Orchestertreff in der Landesmusikakademie die Partitur. Verlagsleiter Andreas Meurer und sein Team beantworten Fragen rund um Entstehung und Herausgabe der Komposition.

Am Stand des Verlags werden außerdem Werke aus der Reihe „Sinfonik des 19. Jahrhunderts“ zu sehen sein. Neben Partituren von Komponisten wie Franz Danzi, Ferdinand Ries, Louis Spohr und Carl Stamitz gibt es einige Raritäten bei Ries & Erler zu entdecken.

https://www.rieserler.de/2019/01/22/raptus-die-freiheit-des-beethovens-beim-10-deutschen-orchesterwettbewerb-2020/


IG Jazz Berlin präsentiert: Jazzwoche Berlin #1, 24. bis 30. Juni 2019

Berlin gilt – über das Jazzfest Berlin hinaus – spätestens seit den 1990er-Jahren als internationaler Hotspot für zeitgenössischen Jazz und Improvisationsmusik, als Labor und Sammelpunkt einer Gemeinschaft visionärer Musikschaffender. Ehemals angelockt von günstigen Lebens- und Arbeitsbedingungen, heute von einer großen und vielfältigen Szene, die sich immer weiterentwickelt.

Das Besondere an der Jazzwoche Berlin #1 ist: das Normale. Es gibt kein Festivalprogramm, nichts wird kuratiert – es passiert genau das, was immer passiert. Hochkarätiger Jazz verschiedenster Stilistiken  in kleinen oder größeren Clubs, in Bars und Kleinstspielstätten.

Inmitten der Jazzwoche Berlin #1 (27. 6.) wird zum dritten Mal der Berliner Jazzpreis verliehen, vergeben vom Berliner Senat und rbb. Diesjähriger Preisträger ist der Trompeter Axel Dörner, weltweit geschätzter Jazz- und Impromusiker, der seit vielen Jahren die Szene in der Hauptstadt prägt.

Die weiter wachsende Relevanz der freien Jazzszene zeigt sich auch in neuen Kommunikationsformaten. Das renommierte field-notes-Magazin und die dazugehörige Online-Plattform öffnen ab sofort ihr Programm um diese eigenständige aktuelle Kunstform: www.field-notes.berlin

Kontakt: Bettina Bohle, Geschäftsführung IG Jazz Berlin, post@ig-jazz-berlin.de

Die JAZZ WOCHE BERLIN wird veranstaltet von der IG Jazz Berlin – Interessengemeinschaft Jazz Berlin e.V. und gefördert durch das Land Berlin- Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
Projektpartner: field notes. Medienpartner: ASK HELMUT, Digital in Berlin, Der Freitag, Exberliner Magazine und kulturradio vom rbb.

lmr-info Nr. 32, 3. April 2019

Jours fixes „Musik und Stadt“ – ein neues Diskussionsformat des Landesmusikrats Berlin

Der Landesmusikrat Berlin gründet 2019 ein neues Diskussionsforum: Die Jours fixes „Musik und Stadt“. Zusammen mit ALEX-TV, dem crossmedialen Sender der Landesmedienanstalt Berlin, versammelt der Landesmusikrat regelmäßig Expertenrunden, die unter dem übergreifenden Motto „Musik und Stadt“ öffentlich zu aktuellen Musikthemen diskutieren. Thematisch passende Live-Musik bietet den anregenden Rahmen. Die Veranstaltung wird über ALEX-TV live ins Internet gestreamt und steht danach über die ALEX-Mediathek zum Nachhören zur Verfügung. Das neue Diskussionsformat geht auf Anregungen aus dem Kreis der Mitglieder des Landesmusikrats zurück.

Den Anfang macht am 20. Mai eine Diskussionsrunde zum Thema „Alte Musik“. Unter der Leitung des Musikwissenschaftlers und Moderators Bernhard Schrammek werden Persönlichkeiten aus der Alte-Musik-Szene und der musikalischen Bildungslandschaft in Berlin sowie Mitglieder des Landesmusikrats u. a. darüber sprechen, wie reich sich die Berliner Szene entwickelt, wie wenig sie aber im städtischen Musikleben präsent ist.

Als weitere Themen im Jahr 2019 sind geplant: Musik im Rundfunk, populäre Musik und „Sinfonie der Großstadt“ – Musik im großstädtischen Alltag.

Einzelheiten demnächst auf der Homepage des Landesmusikrats Berlin!


Runder Tisch Musikalische Bildung: Neue Masterpläne Musikalität sowie Nachwuchsförderung und Amateurmusik – Entwurf eines Musikfördergesetzes

Der Runde Tisch Musikalische Bildung veröffentlicht zum April 2019 die neuen Masterpläne zu Musikalität und Nachwuchsförderung sowie Amateurmusik.

Der Masterplan Musikalität und Nachwuchsförderung analysiert das Berliner Angebot für musikalische Bildung sowie Breiten- und Begabtenförderung. Er fordert u. a. die Einrichtung eines Informationsnetzes für Eltern und Heranwachsende, umfassende und vorausschauende Planung zur Musikalitätsförderung in Kitas, Schulen und Musikschulen und die gezielte Stärkung musikpädagogischer Studiengänge an den Berliner Hochschulen.

Der Masterplan Amateurmusik legt dar, wie die Berliner Amateurmusikszene das Stadtleben kulturell bereichert, wie hoch aber auch die Hürden sind, die das ehrenamtliche musikalische Engagement überwinden muss. Besonders der Zugang zu Proben- und Konzerträumen stellt Chöre, Orchester und andere Amateurensembles vor wachsende Schwierigkeiten. Der Masterplan zielt auf konkrete, grundsätzliche Regelung: Aus seinen Forderungen und Handlungsvorschlägen heraus formuliert er den Entwurf eines Musikfördergesetzes.

Beide Masterpläne liegen seit dem 2. April als weitere Teile des Masterplans Musikalische Bildung vor. Sie ergänzen damit dessen bereits 2015 erschienene Teile Musikalische Bildung in der Vorschulzeit, Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen und Musikschule. Die Masterpläne können hier heruntergeladen werden. Außerdem sind sie in der Geschäftsstelle des Landesmusikrats Berlin erhältlich und werden Interessentinnen und Interessenten auf Wunsch zugeschickt.

Rundfunkbeitrag im rbb-Kulturradio vom 3. April 2019
mit Hella Dunger-Löper, Präsidentin, und Ralf Sochaczewsky, Präsidiumsmitglied des Landesmusikrats Berlin

Mehr Information


Jugend musiziert: Landeswettbewerb voraus!

Es geht los: Am 4. April beginnt der Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin. Mehr als 300 Berliner Schüle­rinnen und Schüler haben sich in den Regional­wettbewerben dafür qualifiziert. In den Räumen der UdK Berlin, im Musikgym­nasium Carl Philipp Emanuel Bach und im Kultur­haus Karlshorst werden sie vor den Fachjurys spielen und im anschlie­ßenden Beratungsgesprächen individuelles Feedback erhalten.

Die Abschlussveranstaltung findet am Sonntag, dem 7. April, um 17 Uhr im Konzertsaal der Universität der Künste statt. Dort werden die Urkunden und zahlreiche Sonderpreise verliehen. Herausragende Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren außerdem Werke aus ihrem Wettbewerbsprogramm.

Kinder und Jugendliche, die sich im Landeswettbewerb einen 1. Preis erspielen, werden am 12. Mai 2019 um 17 Uhr ein Preisträgerkonzert in der Mendelssohn-Remise bestreiten.

Der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ findet dann vom 6. bis zum 13. Juni in Halle an der Saale statt. Berliner Bun­despreisträger werden am 24. August 2019 beim großen Konzert im Roten Rathaus zu hören sein. Der Eintritt für dieses besondere Konzert ist frei. Alle Berlinerinnen und Berliner sind herzlich eingeladen, „ihrem“ Nachwuchs zu­zu­hören. Bitte den Termin unbedingt vormerken.

Bundesweit ausgeschrieben sind in diesem Jahr die Kategorien Streichinstrumente, Akkordeon, Schlag­zeug und Gesang (Pop) in der Solowertung; in der Ensemblewertung sind es Klavier-Kammermusik, Blasinstrument mit Klavier, Vokal-Ensemble und Zupfensemble. In Berlin kommen außerdem Populäre Musik-Ensemble: Band (Rock und Pop), Komposition und Interkulturelle Perkussion hinzu.

Zeitpläne und weitere Informationen


Orchestertreff: Jetzt anmelden für Workshops und offene Probe mit Vladimir Jurowski!

Der Berliner Orchestertreff 2019 bietet allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erstmals die Möglichkeit, kostenlos an Workshops rund um das Musizieren im Ensemble teilzunehmen. Das Spektrum der insgesamt 16 Kurse reicht von Körperarbeit für gesundes Musizieren und Information zu Förderanträgen über Tipps zu Instrumentenpflege und Tonmitschnitten bis hin zur Ensembleimprovisation. Kursbeschreibungen, Kurstermine und Auskunft über freie Plätze finden Sie auf der Homepage des Landesmusikrats. Hier können Sie sich auch mit wenigen Klicks anmelden.

Ein Höhepunkt des Orchestertreffs wird die offene Probe unter der Leitung von Vladimir Jurowski sein, dem Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter des Rundfunksinfonieorchesters Berlin (rsb). Die Probe wird am Samstag, dem 25. Mai, um 17.30 Uhr stattfinden. Geprobt wird die „Jazz Suite“ (Suite für Varieté-Orchester) von Dmitri Schostakowitsch: Marsch, Kleine Polka, Walzer Nr. 2. Außer Vladimir Jurowski beteiligen sich die Stimmführer des rsb an der Probe.

Interessentinnen und Interessenten für die Kurse und die offene Probe sind gebeten, sich über die Homepage des Landesmusikrats zu den Kursen anzumelden. Teilnehmen können alle Interessentinnen und Interessenten, auch wenn sie nicht Mitglieder eines der angemeldeten Orchester sind.

Die Teilnehmerzahlen sind begrenzt – jetzt anmelden!


Orchestertreff: Orchester-Stiftung und Bezirk Treptow-Köpenick stiften Preisgelder

Der Berliner Orchestertreff bietet den Ensembles auch die Möglichkeit, an der Auswahl zum Deutschen Orchesterwettbewerb (16.–24. 5. 2020, Bonn) teilzunehmen. Auch beim Berliner Orchestertreff selber winken bereits Preise. Die Deutsche Orchester-Stiftung stellt einen Sonderpreis von 2000 Euro für ein Jugendensemble zur Verfügung. Auch der Bezirk Treptow-Köpenick ist dabei: Er stiftet einen Preis von 500 Euro. Die finanziellen Mittel stellt die Abteilung Weiterbildung und Kultur, Schule und Sport zur Verfügung.

Mehr Information auf der Internetpräsenz des Landesmusikrats Berlin


Unstimmigkeiten im Rahmen der Chorförderung müssen bald gelöst werden

„Ehrenamtliches Engagement und Bürgerbeteiligung dürfen von der Kulturverwaltung nicht nach Gutsherrenart abgebürstet werden!“ Unter dem Motto „Nehmt. Uns. Ernst.“ forderten dies Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Chorszene von Kultursenator Dr. Klaus Lederer im Vorfeld der Kulturpolitischen Konferenz von ver.di am 2. März 2019. Vorausgegangen waren Unstimmigkeiten mit der Kulturverwaltung, die die Chorförderung betreut. Der Landesmusikrat ist nun gespannt auf einen angekündigten Gesprächstermin mit Staatssekretär Dr. Torsten Wöhlert. Die Problematik erläuterte ein Flugblatt, das Sie hier herunterladen können.


Furioses Abschlussfest für junge Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter

Mit einem spannenden und kurzweiligen Konzert in der Aula der Sophie-Scholl-Oberschule fand am 17. März der erste Durchgang der Workshopreihe zur „Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter“ seinen erfolgreichen Abschluss. Initiiert von Landesmusikrat Berlin und Bildungssenatorin Sandra Scheeres, bot der Workshop 35 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 10 bis 13 die Möglichkeit, sich im Bereich der Ensembleleitung fortzubilden. In den Kursmodulen erwarben sie musikalische, organisatorische und soziale Kompetenzen, die sie zukünftig in die Ensemblearbeit an den Schulen einbringen können. Darüber hinaus soll dieser Kurs aber auch für ein späteres Musikstudium Interesse wecken. Besonders Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtung „Schulmusik“ werden händeringend gesucht.

Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dirigierten auf der Abschlussveranstaltung ein spannendes Programm von Renaissance bis Jazz. Am Ende erhielten sie ihre Abschlusszertifikate aus den Händen von Senatsdirigent Thomas Duveneck aus der Senatsbildungsverwaltung, der sich vom Niveau und dem Engagement der Jugendlichen beeindruckt zeigte und eine Fortsetzung in erweiterter Form in Aussicht stellte.

Der nächste Durchgang, für den sich Interessentinnen und Interessenten nach Ostern bewerben können, wird im Herbst 2019 beginnen. Informationen hierzu sind nach Ostern auf der Homepage des Landesmusikrates Berlin zu finden.

Weitere Informationen:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/foerderung-junger-ensembleleiterinnen-und-ensembleleiter/


Regionalwettbewerbe Jugend musiziert: Der erste Schritt ist getan

Am 16./17. und 23./24. Februar wurden die Regionalwettbewerbe Jugend musiziert Berlin ausgetragen. Insgesamt 466 junge Musikerinnen und Musiker in den Regionen Berlin-Süd, Berlin-Mitte und Berlin-Nord zeigten den Fachjurys und dem Publikum, was sie konnten. Ausgeschrieben waren bei diesem 56. Landeswettbewerb die Kategorien Streichinstrumente, Akkordeon, Schlagzeug und Gesang (Pop) in der Solowertung; in der Ensemblewertung außerdem Klavier-Kammermusik, Blasinstrument mit Klavier, Vokal-Ensemble und Zupfensemble. Dazu kam am 23./24. Februar der Wettbewerb in der Berliner Sonderausschreibung Band (Rock und Pop).

Die Jurys konnten ihnen 65 2. Preise und 383 1. Preise zuerkennen; 253 dieser Preisträgerinnen und Preisträger wurden zusätzlich zum Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin weitergeleitet

Der Landeswettbewerb wird vom 4. bis zum 7. April in der Universität der Künste stattfinden (siehe News). Die Preisträger der Sonderkategorie Kategorie Band (Rock und Pop) werden sich am 10./11. Mai 2019 in der Kulturbrauerei zum abschließenden Landeswettbewerb treffen.


Netzwerktreffen „Frauen treffen Frauen“: Vorstellung des Berliner Landesmusikrats

Am 28. März lud das Frauennetzwerk „Frauen treffen Frauen“ zum Treffen ins Charlottenburger Restaurant „Annalee“. Hier stellte Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats, den versammelten Teilnehmerinnen den Landesmusikrat Berlin und seine Arbeit vor. Im Anschluss hielt Dr. Adelheid Krause-Pichler, Schatzmeisterin des Landesmusikrats Berlin, einen Vortrag zum Thema Gleichberechtigung im Musikerberuf. Dabei verwies sie unter anderem auf die große britische Komponistin Ethel Smyth (1858–1944), eine Anführerin der Suffragetten, Kämpferinnen für das Wahlrecht („suffrage“), sowie auf weitere historische Künstlerinnen wie Anna Amalia von Preußen, Sara Levy und die „deutsche Sappho“ Anna Louisa Karsch. Dr. Krause-Pichler legte dar, wie lange das später entstandene Bild der musisch gebildeten, im Übrigen jedoch an den Haushalt gebundenen deutschen Mutter und Ehefrau nachwirkte bis hin zu Stellenzuschnitt und Gehalt heutiger Grundschullehrerinnen. Am Schluss stand ihr Appell, aus dem 2011 veröffentlichten ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung endlich wirksame Konsequenzen zu ziehen, was Karriereanreize, Lohngleichheit und Aufstiegschancen betrifft.


ver.di: Musikunterrichtsstunde für den Finanzsenator

Am Freitag, dem 29. März 2019, gaben von 10 Uhr bis 10.45 Uhr ca. 50 Musikschullehrkräfte mit ihren Instrumenten dem Finanzsenator eine Unterrichtsstunde unter seinem Bürofenster in der Klosterstraße 59 in 10179 Berlin.

Ziel der Aktion ist der Umsetzung der Forderung »Tarifvertrag für freie Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter an den Berliner Musikschulen« Nachdruck zu verleihen. Die Zusage für diesen Tarifvertrag und damit die Verbesserung der sozialen Lage der Berliner Musikschullehrkräfte erfolgte bereits 2017 in der vom Abgeordnetenhaus beschlossenen Richtlinie zur Berliner Regierungspolitik für die laufende Legislaturperiode. Dies wurde aber bis heute nicht umgesetzt.

Die dazu notwendige Verhandlungsaufnahme wurde der Gewerkschaft ver.di mehrfach verweigert. Deswegen fordert ver.di eine sofortige spürbare Honorarerhöhung zur Verbesserung der sozialen Lage für die ca. 1500 freien Musikschullehrkräfte als Übergangslösung.

Ab heute wird jetzt in regelmäßigen Abständen am Freitag von 10 bis 10.45 Uhr dem Finanzsenator eine Unterrichtsstunde erteilt. Die nächsten Termine sind der 12. April und 3. Mai 2019.


Kirchenmusik in der EKBO: Neue Mitarbeiter

Die Arbeitsstelle für Kirchenmusik in der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat zwei neue Mitarbeiter.

Michael Schütz, Kirchenmusiker, Pianist, Komponist und Arrangeur, ist seit 1. Januar 2019 Popularmusikbeauftragter der EKBO und als solcher u. a. für die Vernetzung der popularmusikalischen Aktivitäten und für Aus- und Fortbildungsangebote in diesem Bereich in und außerhalb der Kirche der zuständige Ansprechpartner. Er wird am 8. September 2019 beim Gospelchortreffen in der EKBO in Chorin in sein Amt eingeführt.

Seit 1. Februar ist in derselben Arbeitsstelle Michael Dallmann als Landesposaunenwart tätig. Sein Einsatzgebiet ist der Südosten der EKBO und Teile von Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte sind ebenfalls Vernetzen, Ausbilden und Fortbilden. Michael Dallmann wird am 7. September in Pritzwalk beim Landesposaunentag der EKBO in sein neues Amt eingeführt.

Kirchenmusik in der EKBO im Internet


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Zupf-Orchestrale 2019

Der Verein zur Förderung der Zupfmusik e. V. lädt Orchester aus Berlin und Umland zum gemeinsamen Musizieren ein. Das Spektrum der Musik für Zupforchester wird beleuchtet.

Dieses zweite große Treffen seit 2017 wird diesmal Teilnehmer aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Niedersachsen zusammenführen. Die Orchester treten teils einzeln, teils gemeinsam auf, ein Werk wird mit fast allen Teilnehmern in ganz großer Besetzung aufgeführt. Es geht um die guten Kontakte, um den Austausch von Ideen, auch um eine Standortbestimmung unserer Sparte. Der Vormittag gehört einer gemeinsamen Probe. Ab 14 Uhr sind Zuhörer zu den Konzerten eingeladen, um sich ein Bild über die gezupfte Orchestermusik in unserer Region zu machen. Aus der Erfahrung des Orchestertreffs 2017 heraus erwarten wir wieder eine „vielsaitige“ Mischung der Epochen und Musikstile.

Das Zusammenspiel mehrerer Orchester gleichzeitig wird uns an die Zeiten erinnern, als die Orchester regulär viel mehr Spieler besaßen als heutzutage. Auch soll der deutsch-japanischen Freundschaft gedacht werden: Konrad Wölki (1904–1983), Pionier der orchestralen Zupfmusik, schrieb 1982 seine Ouvertüre in G op. 100 für japanische Auftraggeber. Er knüpfte damit stilistisch an seine erste kompositorische Epoche an, die wir 2017 mit seinem Opus 1 vorgestellt hatten. Aus Japan kommt Yasuo Kuwahara zu Wort mit seinem Werk „The Song of the Japanese Autumn“.

Michael Kubik

Zupf-Orchestrale 2019
Samstag, 14. 9. 2019, öffentliche Konzerte ab 14 Uhr, Kirche Alt-Lietzow, Alt-Lietzow 30, 10587 Berlin

Zur Internetpräsenz des VzFZ


Deutsche Orchestervereinigung: Berliner Opern- und Sinfonieorchester mischen sich ein!


Mit einem gemeinsamen Konzert haben sich Musikerinnen und Musiker aus sieben Berliner Berufsorchestern in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte für Toleranz und Vielfalt engagiert. Am 24. März spielten im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Mitglieder der Berliner Philharmoniker, der Staatskapelle, des Deutschen Symphonie-Orchesters, des Rundfunk-Sinfonieorchesters, des Konzerthausorchesters, des Orchesters der Deutschen Oper und des Orchesters der Komischen Oper. Das Konzert stand unter dem Motto Unisono für Vielfalt – Konzert für eine offene Gesellschaft und war eine Eigeninitiative der Musikerinnen und Musiker.

Die Initiative der sieben Berliner Opern- und Sinfonieorchester ist beispielgebend. Mit den Mitteln der Musik sprechen sie die Menschen emotional an. Damit können sie mitunter mehr erreichen als eine brillante Argumentation, denn eine Veränderung im Kopf beginnt immer bei den Gefühlen. Zudem spielen in den Orchestern oft Musikerinnen und Musiker aus bis zu 20 Nationen. Damit geben sie ein lebendiges Beispiel für eine Zusammenarbeit in Vielfalt und Toleranz. Seit einigen Jahren nutzen Orchester ihr Wirkungsfeld immer häufiger zur Mitgestaltung gesellschaftlicher Debatten.

Zur Website der Deutschen Orchestervereinigung (DOV)


LBBL: 29. Musikalische Werkstatt – Mitspielerinnen und Mitspieler gesucht

Der Landesverband Berlin-Brandenburgischer Liebhaberorchester - LBBL e. V. lädt in Zusammenarbeit mit der Landesmusikakademie Berlin herzlich zur 29. Musikalischen Werkstatt ein. Sie findet von Freitag, 23. 8., bis Sonntag, 25. 8. 2019 im Berliner FEZ (Freizeit- und Erholungszentrum) statt. Die Leitung hat Friedemann Neef, unterstützt durch den Bläserdozenten Winfried Szameitat.

Neben dem Hauptwerk der Musikwerkstatt, Beethovens Schauspielmusik zu Goethes Egmont op. 84, wird dieses Jahr wieder je ein Werk für Streicher und für Bläser auf dem Programm stehen: ausgewählte Sätze aus Milko Kelemens Abecedarium und aus dem Notturno für Harmonie- und Janitscharenmusik von Louis Spohr.

Zu Beethovens Egmont-Musik schreibt Friedemann Neef: „Es kommt wohl nicht so oft vor, dass die Wirkung eines Dramas von der Musik dazu deutlich überragt wird. Bei Goethes zunächst erfolglosem Egmont war das so, und der Dichterfürst selbst gestattete Aufführungen von Beethovens genialer Musik mit einem zusammenfassenden Zwischentext (!). So wollen wir es auch halten und damit beinahe die gesamte wunderbare und so vielfältige Egmont-Partitur kennenlernen, von der in unserem meist so selektiven Repertoire nur noch die Ouvertüre geblieben ist.“

Interessentinnen und Interessenten können sich bis zum 7. Juni 2019 anmelden über die Internet-Seite des LBBL (http://lbbl-ev.de/?page_id=446), per E-Mail (lbbl-kuss@online.de) oder per Post an Evelyne Kuß, Berliner Straße 23, 14169 Berlin.

Hier Einladung mit Info und Anmeldeformular herunterladen


lmr-info Nr. 31, 30. Januar 2019

Saxophon-Legende Dick Oatts ist künstlerischer Leiter des BJJO im Saxophonjahr 2019

Auch das Berliner JugendJazzOrchester setzt ein Zeichen im Saxophon-Jahr 2019: Sein Frühjahrsprogramm wird es unter der künstlerischen Leitung von Dick Oatts erarbeiten und am 28. April in der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain präsentieren. Der Saxophonist, Komponist, Arrangeur und Bandleader Dick Oatts arbeitete mit Jazzgrößen wie Paquito D‘Rivera, Lester Bowie, Sara Vaughan und Ella Fitzgerald zusammen und musizierte unter anderem mit der Carnegie Hall Jazz Band, dem Stockholm Jazz Orchestra und der RIAS-Bigband. Heute lehrt er an der Temple University in Philadelphia und der Manhattan School of Music.

Die Frühjahrsarbeitsphase findet vom 23. bis zum 28. April 2019 in der Landesmusikakademie Berlin, das Abschlusskonzert am 28. April 2019 in der ALEX-Halle Friedrichshain statt. Junge Jazzmusikerinnen und -musiker, die bei dem spannenden Projekt unter der Leitung von Dick Oatts mitwirken möchten, können sich bis zum 22. März hier anmelden.


Berliner Orchestertreff: Rekord-Anmeldezahlen

2019 wird ein Rekordjahr: 49 Orchester haben sich zum Berliner Orchestertreff am 25./26. Mai angemeldet, den der Landesmusikrat mit Unterstützung der Jeunesses musicales und des Landesverbands Berlin-Brandenburgischer Liebhaberorchester in der Landesmusikakademie Berlin veranstaltet. Insgesamt werden mehr als 1400 Amateurmusikerinnen und -musiker erwartet. Besonderer Kooperationspartner ist in diesem Jahr das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB). Ein Highlight dieser Zusammenarbeit wird die offene Probe für Dmitri Schostakowitschs „Suite für Jazzorchester“ unter der Leitung von RSB-Chefdirigent Vladimir Jurowski, zu der sich auch Berliner Amateurmusikerinnen und -musiker anmelden können, die nicht mit einem eigenen Orchester am Orchestertreff teilnehmen. Die Stimmführerinnen und -führer der Streicher kommen dabei aus den Reihen des RSB.

Rund ein Viertel der zum Treff angemeldeten Amateurorchester sind Sinfonie- oder Kammerorchester. Dazu kommen Bigbands, Blechbläserensembles, Blas- und Zupforchester, Gitarrenensembles, Blockflöten- und Akkordeonorchester. Zwölf offene Ensembles unterschiedlichster Besetzung runden die Vielfalt ab. Ein Drittel aller angemeldeten Orchester sind Kinder- oder Jugendorchester. Ansporn besonders für sie bietet ein Sonderpreis der Deutschen Orchesterstiftung in Höhe von 2000 Euro. Alle angemeldeten Ensembles können sich auf Wunsch von einer Fachjury beraten lassen und Tipps für die Probenarbeit und zukünftige Auftritte mitnehmen. Gleichzeitig können sich interessierte Orchester für die Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb im Mai 2020 qualifizieren.

Das alle vier Jahre stattfindende, zweitägige Treffen gibt den zahlreichen Berliner Amateurorchestern Gelegenheit zum Kennenlernen, zu Austausch und Vernetzung. Gleichzeitig öffnet es allen Berlinerinnen und Berlinern einen Blick auf die lebendige Szene der instrumentalen Amateurmusik. Beim bislang größten Orchestertreff in der Geschichte des Berliner Landesmusikrats werden in der Landesmusikakademie Berlin drei Konzertsäle und eine Foyer-Bühne bespielt. Das Programm wird im Frühjahr auf der Homepage des Landesmusikrates bekanntgegeben. Darüber hinaus wird es an beiden Tagen ein umfangreiches Workshop-Angebot für Berliner Amateurmusikerinnen und -musiker geben. Die Online-Anmeldung zu den Workshops und der offenen Probe ist ab sofort freigeschaltet.

Weitere Informationen


KBBM: Beschluss zum Raumbedarf der Musikschulen im wachsenden Berlin

KBBM: Beschluss zum Raumbedarf der Musikschulen im wachsenden Berlin

Die AG-Musikschulleitungen hat eine Berechnungsgrundlage für die Ermittlung des Raumbedarfs der Berli­ner Musikschulen vorgelegt. Die Konferenz der Bezirksbeauftragten im Landesmusikrat fordert, dass auf der Grundlage dieser Berechnung der Bedarf für eine chancengleiche Versorgung der Bevöl­kerung mit Musikschulunterricht entsprechend den Richt- und Orientierungswerten zur quantitativen Versorgung mit öffentlichen Einrichtungen der sozialen und grünen Infrastruktur (12 Jahreswochen­stunden Musikunter­richt pro 1000 Einwohner) ermittelt wird und die so ermittelten Bedarfe bei be­zirk­lichen Bauvorhaben, z. B. im Schulbereich, eingeplant werden.

Bereits am 19.3.2018 hatte das Präsidium des Berliner Landesmusikrates auf die Notwendigkeit hin­gewie­sen, Raum für Musikschulen in der wachsenden Stadt Berlin rechtzeitig einzuplanen. Mit Hilfe der nun vorliegenden Berechnungsgrundlage ist es möglich, den bestehenden Raum­bedarf zu ermit­teln.

Musikschulen sind wichtiger Teil der Infrastruktur Berlins. Der Bedarf der Berliner Bürgerinnen und Bürger nach Musikunterricht ist aktuell aufgrund mangelnder Ressourcen nicht gedeckt. Mit der wachsenden Stadt erhöht sich dieser Bedarf noch weiter. Laut den Richt- und Orientierungs­wer­ten zur quantitativen Versorgung mit öffentlichen Einrichtungen der sozialen und grünen Infrastruk­tur strebt Berlin einen Wert von 12 Jahreswochenstunden Musikunterricht pro 1000 Einwohner an. Dieser Wert wurde 2017 um durch­schnittlich 4 Jahreswochenstunden pro 1000 Einwohner unterschrit­ten. Aufgrund sinkender Stundenzah­len und steigender Einwohnerzahlen fällt er aktuell weiter. Zwischen den Bezirken variiert zudem der Grad der Versorgung sehr stark. 


Neue Ansprechpartner beim Landesmusikrat

Anna-Katharina Reisinger übernimmt die Organisation des Landeswettbewerbes Jugend musiziert Berlin. Sie studierte Musikwissenschaft mit BWL sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in München und Berlin, arbeitete für Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und das Deutsche Kammerorchester Berlin und managte zuletzt das Projekt „Klasse: Musik für Brandenburg“ für den Verband der Musik- und Kunstschulen in Brandenburg.

Die gebürtige Berlinerin Veronika Beimesche studierte an der Universität der Künste Klavier und erwarb das Diplom Musikerziehung. Heute leitet sie an der Musikschule Jüttner in Berlin-Prenzlauer Berg den Fachbereich Klavier. Seit dem Herbst 2018 organisiert sie für Jugend musiziert Berlin  den Regionalwettbewerb Berlin Süd.

Der Orchestertreff 2019 ist jetzt schon eine Großveranstaltung, zu der 49 Ensembles aller Größen und Besetzungen erwartet werden. Die Organisation liegt seit Ende 2018 in den Händen von Anke Ulbrich, die nach ihrem Studium der Germanistik und Musikwissenschaft ein Zweitstudium in Veranstaltungstechnik und -management an der Beuth Hochschule für Technik absolviert. Zuvor hat sie in unterschiedlichsten Projekten in den Bereichen Ausstellung, Messe und Theater mitgearbeitet. 

Die Verantwortung für das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin hat kürzlich Uta Maria Temme übernommen, die ihr bewährtes Organisationstalent schon seit Jahren in den Dienst des Landesjugendorchesters stellt.


Rüdiger Trantow, 1926–2019

Rüdiger Trantow, Träger der Goldenen Ehrennadel des Landesmusikrats Berlin, ist nach einem langen, erfüllten Leben von uns gegangen. Sein Lebensmotto lautete: „Musik wischt den Staub des Alltags von der Seele.“

Über Jahrzehnte war Rüdiger Trantow als Musikpädagoge, Musiker, Schul- und Kunstamtsleiter, Vorsitzender, Juror und Moderator aktiv. Er hatte eine besondere Gabe, mit jungen Menschen zu arbeiten und sie zu fördern. Er war dem Landesmusikrat Berlin über seine Leitungs- und Gremientätigkeiten eng verbunden.

Einen ausführlichen Nachruf und weitere Information finden Sie hier.


33. Jazztreff Berlin: 33 Bands, 400 Jazzer, hunderte Besucher – und ein Siegertrio

Voll ausgelastet waren die zwei Bühnen der ufaFabrik beim 33. Berliner Jazztreff am 15. und 16. Dezember. 33 Ensembles traten insgesamt auf, darunter zum ersten Mal in der Geschichte des Jazztreffs zwei Jazzchöre, insgesamt 400 Musikerinnen und Musiker. Als Berater waren die Jazz-Profis Maria Baptist, Anna Kaluza, Bernhard Meyer und Lea Frey mit dabei, den Workshop „Interpretation & Arrangement von Jazz-Standards“ leiteten der Saxophonist Uli Kempendorf und der Pianist Marc Schmolling.

Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs Jugend jazzt ist das Trio RoKuLa aus den Geschwistern Rosalie, Kunibert und Lucilla Rudolph. Das Ensemble mit der jüngsten Teilnehmerin des Jazztreffs (Lucilla, elf Jahre alt) wird im Mai zur 17. Bundesbegegnung Jugend jazzt nach Dortmund fahren.


Pressekonferenz zum Saxophon, Instrument des Jahres 2019

2019 ist das Jahr des Saxophons. Darauf hatten sich die Landesmusikräte von Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Saar, Sachsen und Schleswig-Holstein geeinigt. In Berlin wurde das Jahr des Saxophons am Mittag des 10. Januar 2019 im Studio des Jazz-Instituts Berlin (JIB) eröffnet. Die Präsidentin des Landesmusikrates Hella Dunger-Löper stellte die Broschüre vor, in der Veranstaltungen und Konzerte zum „Instrument des Jahres“ zusammengefasst sind. Anschließend kamen Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, und der Berliner Schirmherr Prof. Peter Weniger ins Gespräch. Auf das bevorstehende Saxophon-Jahr vorausblickend, benannte Weniger als sein Ziel, dem Instrument in seiner enormen Vielfalt zwischen Klassik, Jazz und Neuer Musik Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Praktisch erfahrbar machte das Peter Weniger zusammen mit seinen Schülern Julius Gawlik und Asger Uttrup Nissen – und bezog auch die Zuhörerschaft mit ein: Über von den Besucherinnen und Besuchern der Pressekonferenz gemeinsam gesungene Töne improvisierten die drei Saxophonisten einige Minuten lang und provozierten dadurch eine Haltung, für die Weniger sich zuvor nachdrücklich eingesetzt hatte – in einem Blick über die Grenzen des Saxophon-Jahres hinaus: Zusammen musizieren lernen heißt Zuhören lernen, stets mit einem Ohr bei sich selber und einem beim Partner. Auch deshalb, so Weniger, sollte jedes Kind ein Instrument lernen, das Saxophon oder ein anderes.

Bericht von multicult.fm zum Nachhören


Deutsche Orchestervereinigung: Honorar-Mindeststandards für Brandenburg durchgesetzt

Ende Dezember wurden die intensiven Bemühungen der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) nach verbindlichen Mindeststandards für Freischaffende erfüllt. Das Land Brandenburg führt die DOV-Mindeststandards für freischaffende Musiker und Vokalsolisten ab 2019 ein. 2020 gelten sie verbindlich für vom Land geförderte Projekte, spätestens 2021 für die vom Land institutionell geförderten Kulturbetriebe. Der Landtag Brandenburg ist das erste Landesparlament, das mit den Stimmen von SPD, Linken, Grünen und CDU einen entsprechenden Antrag beschloss.

Die DOV wird sich nun dafür einsetzen, eine solche verbindliche Anwendung für Freiberufler bei öffentlich finanzierten Projekten und Orchestern auch in anderen Bundesländern zu erreichen.

Ein weiterer Erfolg für regelmäßige freischaffende Aushilfen in TVK-Orchestern war bereits die Einführung einer freiwilligen zusätzlichen Altersversorgung bei der Bayerischen Versorgungskammer.

Zur Website der DOV


Jeunesses musicales: „Sinfonie der Tausend“ in Berlin / Orchester des Händel-Gymnasiums nach Taiwan

Orchester und Chöre der Humboldt-Universität werden zusammen mit den Kinder- und Jugendchören des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums im Februar Gustav Mahlers 8. Sinfonie, die sogenannte „Sinfonie der Tausend“, aufführen. Am 12. Februar wird das monumentale Werk in der Philharmonie, am 14. Februar im Konzerthaus zu hören sein. Das Großprojekt wird unterstützt von den Jeunesses musicales, die außerdem eine Konzert- und Begegnungsreise des Jugendsinfonieorchesters am Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium im Februar fördern. Auch der Berliner Orchestertreff 2019 am 25./26. Mai findet mit Förderung der Jeunesses musicales statt.

Zur Website der Jeunesses musicales Berlin


Carl Bechstein Stiftung: 6. Carl Bechstein Wettbewerb / Klaviere für Grundschulen

Der 6. Carl Bechstein Klavierwettbewerb für Kinder und Jugendliche wird vom 1. bis zum 3. November im Kulturstall Schloss Britz stattfinden. Der Wettbewerb in der Wertung Klavier solo wendet sich an junge Pianistinnen und Pianisten sowohl mit klassischem als auch mit Jazz-Repertoire. Anmeldungen sind bis zum 1. August möglich.

Als ihr größtes Projekt unterhält die Carl Bechstein Stiftung das Programm „Klaviere für Grundschulen“. Sie stellt Grundschulen kostenlos Klaviere zur Verfügung, damit an diesen innerhalb der Schule im Rahmen des Ganztags Klavierunterricht gegeben werden kann. Grundschulen aus ganz Deutschland können sich formlos bewerben. Seit 2013 hat die Carl Bechstein Stiftung über 180 Klaviere in ganz Deutschland verteilt und damit vielen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, in Kontakt mit dem Klavierspiel zu kommen und Unterricht zu erhalten. Das Projekt wurde 2015 mit dem Deutschen Kulturförderpreis ausgezeichnet, den der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. gemeinsam mit seinen Partnern Süddeutsche eitung und Handelsblatt jährlich vergibt.

Zur Website der Carl Bechstein Stiftung


Seit Dezember 2018 gibt es im lmr-info die Rubrik mitglieder-news für Neuigkeiten und Berichte aus dem Kreis der Mitglieder. Lassen Sie alle Leser des lmr-info wissen, was bei Ihnen los ist – schicken Sie uns Ihre Beiträge! Hier finden Sie Hinweise zu Länge und Format.

lmr-info Nr. 30, 6. Dezember 2018

Großes Fest für Liebhaber und Profis: der 33. Jazztreff im Dezember

Am 15. und 16. Dezember 2018 lädt der 33. Berliner Jazztreff in die ufaFabrik ein. Eine Jury wird die Landessieger für Jugend jazzt in der Kategorie Combo ermitteln und zum Bundeswettbewerb Jugend jazzt 2019 entsenden. 33 Ensembles haben sich bereits zum Jazztreff angemeldet, darunter die United Big Band des Arndt-Gymnasiums, die im Frühjahr als bundesweit beste Jugend-Bigband den Jazzpreis des Deutschen Musikrates gewann. Als weiteres Highlight werden am Sonnabend das Landesjugendjazzorchester Hamburg und das Berliner JugendJazzOrchester unter der Leitung von Torsten Maaß ein gemeinsames Konzert geben.

Der Berliner Jazztreff bietet seit 32 Jahren allen Spielniveaus eine Plattform. Alljährlich präsentieren sich Musikerinnen und Musiker aus den studienvorbereitenden Abteilungen der Musikschulen sowie frei zusammengesetzte Gruppen auf den Bühnen der ufaFabrik. Jedes Ensemble kann die Beratung durch professionelle Musikerinnen und Musiker in Anspruch nehmen, in diesem Jahr u. a. durch Maria Baptist, Ulf Drechsel und Tobias Backhaus. Uli Kempendorff und Marc Schmolling bieten einen Workshop zum Thema  „Interpretation und Arrangement von Jazzstandards“ an.

Zur Förderung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verleiht der Berliner Jazztreff auch in diesem Jahr zahlreiche Förderpreise, darunter Gutscheine aus dem Haus König & Meyer und vom Notenversand Kurt Maas, Tonaufnahmen in den Studios der Hochschule der populären Künste und die Teilnahme an Workshops des Jazz-Instituts Berlin sowie am Internationalen Jazzworkshop der Musikschule Charlottenburg.

Der 33. Berliner Jazztreff ist eine Veranstaltung des Landesmusikrates Berlin e. V. und wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Weitere Information und den Zeitplan finden Sie unter https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/berliner-jazztreff/

Programmheft zum Download


Orchestertreff 2019: Rekordzahl von Ensembles

Am 25. und 26. Mai 2019 veranstaltet der Landesmusikrat Berlin zusammen mit der Landes­musikakademie Berlin den Berliner Orchestertreff. 2019 wird ein Rekordjahr: 50 Orchester haben sich angemeldet, ein knappes Drittel davon sind Kinder- oder Jugendorchester. Erwartet werden mehr als 1400 Musikerinnen und Musiker. Besonders freut sich der Landesmusikrat über die Kooperation mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB). Highlight: die offene Probe unter Leitung von Vladimir Jurowski. 200 Musikerinnen und Musiker haben die einmalige Chance, mit dem RSB-Chefdirigenten Schostakowitschs „Suite für Jazzorchester“ zu proben.

Rund ein Viertel der Angemeldeten spielen in Sinfonie- oder Kammerorchestern. Hinzu kom­men Bigbands, Blechbläserensembles, Blas- und Zupforchester, Gitarrenensembles, Block­flöten- und Akkordeonorchester. Zwölf offene Ensembles unterschiedlichster Besetzung runden die Vielfalt ab. Einen Ansporn bietet der Sonderpreis der Deutschen Orchesterstiftung von Euro 2000,–. Weitere Sonderpreise werden auf der Homepage des Landesmusikrates veröffentlicht.

Das alle vier Jahre stattfindende, zweitägige Treffen gibt den Berliner Amateurorchestern Gele­gen­heit zum Auftreten, zum gegenseitigen Kennenlernen und zu Austausch und Ver­netzung. Auf Wunsch kann man sich von einer Fachjury beraten lassen und Tipps für die Probenarbeit und zukünftige Auftritte mitnehmen.

Die Landesmusikakademie bietet für den Berliner Orchestertreff drei Konzertsäle und eine Foyer-Bühne. Das Programm wird auf der Homepage des Landesmusikrates bekanntgegeben. Darüber hinaus wird es an beiden Tagen ein umfangreiches, kostenloses Fortbildungsangebot geben. Die Anmeldung zu den Workshops und der offenen Probe ist ab sofort online freigeschaltet

Weitere Information: www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/berliner-orchestertreff/


Musikarbeitsmarkt international: Fördermittel für 2019 sicher

Einen erfolgreichen Start legte 2018 das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational hin. Unter dem vollen Namen „Information über den Berliner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung“ bietet das Projekt einen Anlaufpunkt für Musikerinnen und Musiker, die ihre Heimat verlassen mussten und Anschluss an den Berliner Musikarbeitsmarkt suchen.

Die Website des Projekts stellt Informationen auf Arabisch, Deutsch, Englisch und Türkisch zur Verfügung, unter anderem auf einer interaktiven Karte, die Beratungsstellen, Bildungsmöglichkeiten und Konzertstätten in Berlin erschließt. Die persönliche Beratung findet auf Arabisch, Deutsch und Englisch statt. Ergänzt wird das Angebot durch den Übersetzungsservice in Wort und Schrift für Mitglieder des Landesmusikrates und Kooperationspartner, die spezifische Angebote machen. Das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational arbeitet mit der Berlin Music Commission, ver.di Berlin-Brandenburg, Berlin Mondiale, dem Kulturförderpunkt und der Initiative der Berliner Philharmoniker für Geflüchtete zusammen.


40 Jahre Landesmusikrat – Glückwünsche im Roten Rathaus

Am Abend des 10. Dezember 2018 feierte der Landesmusikrat Berlin e. V. sein vierzigjähriges Bestehen im Festsaal des Roten Rathauses. Präsidentin Hella Dunger-Löper begrüßte Vertreter der Politik aus Bund, Land und den Berliner Bezirken, Vertreter des Berliner Musiklebens und vor allem zahlreiche Mitglieder, Freunde und Unterstützer des Landesmusikrats und der Vereine und Verbände, die er vertritt.

Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, dankte für die erfolgreiche Zusammenarbeit und hob die Musik als die „sozialste aller Künste“ hervor. Einen herzlichen Gruß überbrachte Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrats, Generalsekretär des Deutschen Musikrates und Ehrenpräsident des Landesmusikrats Berlin. Patricia Schlesinger, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg, sprach in ihrem Festvortrag „Musik und Stadt“ über Berlin als Jazzmetropole zur Zeit der Weimarer Republik und schlug den Bogen in die Gegenwart u. a. über das Instrument des Jahres 2019, das Saxophon. Zusätzlich sagte Schlesinger dem Landesmusikrat Berlin für 2019 die unentgeltliche Nutzung von Räumen im Haus des Rundfunks in der Masurenallee als Überraschungsgeschenk zu. Zuletzt überreichten Hella Dunger-Löper und Gerd Nowakowski, leitender Redakteur des „Tagesspiegels“, den Preisträgerinnen des Fotowettbewerbs „Musik und Stadt“, Walerija Weiser und Kerstin Maul, ihre Urkunden.

Umrahmt wurden Grußworte und Festvortrag von Musik. Ein Blechbläserensemble eröffnete den Abend, gefolgt von Preisträgerinnen und Preisträgern der Jugend-musiziert-Kategorie Bağlama. Das Berliner Blockflötenorchester begeisterte mit Rossinis Ouvertüre zu „L’Italiana en Algeri“, das Berliner JugendJazzOrchester und Sängerin Eva Swiderski mit zwei Bigband-Titeln und dem Gruß „Thank you for the music“. Dem Festvortrag folgte das Stück „Winkelzüge der Farbe“ von Reinhard Lippert mit einem Duo des Landesjugendensembles Neue Musik. Am Schluss stand das sphärische Chorstück „Stars“ von Ēriks Ešenwalds, gesungen vom Chor cantus domus.

Siehe auch die ausführliche Pressemitteilung zur Veranstaltung.


Ôde à l’amitié Franco-Allemande: Das Landesjugendorchester im Konzerthaus.

Seinen Schluss- und Höhepunkt fand das Freundschaftsprojekt des Landesjugendorchesters und des Orchesters des Conservatoire à Rayonnement Régional de Versailles Grand Parc beim gemeinsamen Konzert im Konzertaus am Gendarmenmarkt. Unter der Leitung des französischen Dirigenten Michaël Cousteau erklang ein deutsch-französisches Programm mit Werken von Beethoven, Magnard, Wagner, Messiaen und Debussy. Solistin in Wagners Wesendonck-Liedern war die Sopranistin Isabelle Cals; in den Nocturnes von Debussy nahm das Vokalconsort des Berliner Mädchenchors Aufstellung im Orchester.

Unter den Konzertgästen waren neben Natalie Guegnard, Bildungstachée der französischen Botschaft, auch Vertreter der Stadt Versailles und der Région Versailles Grand Parc: François de Mazière, Bürgermeister, Jacques Bellier, Vizepräsident für Kultur und Christine Palau Leiterin des Kulturamtes. Für die Musikerinnen, Musiker und ihre Familien, Helferinnen und Helfer sowie die Gäste klang der Abend in der Mendelssohn-Remise, wenige Schritte vom Konzerthaus entfernt, bei einem geselligen Empfang aus.

Während die Herbstarbeitsphase des Landesjugendorchesters erfolgreich zu Ende ging, sind bereits die Vorbereitungen für das Frühjahr 2019 angelaufen: Bis zum 15. Januar 2019 können junge Musikerinnen und Musiker sich anmelden, am 29. Januar finden die Probespiele statt. Beim Konzert am Ostermontag, dem 22. April 2018, werden im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Werke von Mozart, Korngold und Mahler erklingen; beim Benefizkonzert am 28. April kommen Stücke von Johann Strauß, Strawinsky, Gershwin, Copland u. a. hinzu.

Weitere Information: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendorchester-berlin/


Landesjugendensemble Neue Musik: Zwei Konzerte, drei Uraufführungen

Ein umfangreiches Programm hat das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin in diesem Herbst bewältigt: In zwei Konzerten präsentierte es nicht weniger als neun Kompositionen, darunter drei Uraufführungen.

Das Konzert im Rahmen der „Klangwerkstatt“ im Kunstquartier Bethanien eröffnete das Ensemble mit der Improvisation Extremitäten zum Thema Grenze; passend schloss sich die Uraufführung des Stücks Tonraum anGrenzen 1 von Gerhard Scherer an. Aus den Kontakten des Ensembles zur australischen Monash-University ergab sich die Aufführung der Werke zweier junger Komponistinnen: Barak. Fragments of Lightning and Storm von Noemi Liba Friedman und Sometimes the yoke is heavy von Lily Tait. Ein Kompositionsauftrag für diese Arbeitsphase war an den in Deutschland lebenden Amerikaner Sidney Corbett ergangen; sein Stück Red Traces (lines for Malte Spohr II) erklang als weitere Uraufführung. Am Ende stand schließlich Jobst Liebrechts Komposition salivation army 19-17 für Sopran und Ensemble. Hier wie schon im Werk von Noemi Liba Friedman sang die Sopranistin Lidia Luciano.

Im Krönungskutschensaal der Musikhochschule „Hanns Eisler“ spielte das Landesjugendensemble Neue Musik am 15. Oktober das zweite Konzert seiner Herbst-Arbeitsphase; dazugestoßen war das Akeordeonorchester, das den Abend mit den 22 Miniaturen für Akkordeonorchester von Sven-Åke Johansson eröffnete. Wiederholt wurden die Stücke von Sidney Corbett und Jobst Liebrecht. Als Uraufführung erklangen Sechs Ensemblestücke, 1981 von Hermann Keller, für Klavier komponiert und 2018 von Gerhard Scherer für Ensemble bearbeitet – eine Hommage an den 2018 verstorbenen Berliner Komponisten Keller. Am Schluss des Konzerts stand György Kurtágs Komposition …quasi una fantasia… für Klavier und Ensemble; Solistin am Klavier war Zhifeng Hu.

Nach diesen beiden erfolgreichen Konzerten ist die Frühjahrsarbeitsphase des Ensembles in Vorbereitung. Hier stehen Kompositionen von Charlotte Seither, Tom Rojo Poller, Hans Werner Henze, Miriam Marbe sowie ein neues Werk  von Nima Farahani im Mittelpunkt (Konzert am 13. April 2019 im Konzerthaus).

Weitere Information: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendensemble-neue-musik-berlin/


Generalversammlung des Landesmusikrats: Mendelssohn-Gesellschaft aufgenommen

Am Mittwoch, dem 14. November 2018, fanden sich die Vertreter der Mitglieder des Landesmusikrates Berlin in den Räumlichkeiten der ver.di-Bundesverwaltung  zur jährlichen Generalversammlung zusammen. Als neues Mitglied wurde die Mendelssohn-Gesellschaft Berlin e. V. aufgenommen. Außerdem vergab die Generalversammlung den Sonderpreis des Landesmusikrates im Rahmen der Fotoaktion Musik und Stadt. Preisträgerin und Bild wurden im Rahmen des Festaktes zum 40-jährigen Jubiläum des Landesmusikrats vorgestellt (siehe auch den Bericht zum Jubiläum).

 


Deutsche Orchestervereinigung: Erster Konzertabend des Utopia Orchesters

Am 3. 12. 2018 um 18 Uhr gab das inklusive Utopia Orchester anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung in der evangelischen Heilige-Geist-Kirche Moabit sein erstes Konzert. Es erklangen Werke von Elvis Ćehajić, Leonard Cohen, Melchior Franck, Joseph Haydn, Henry Mancini, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Pachelbel, Burkhard Ruckert, Dimitri Schostakowitsch und Viktoria Volovik.

Das Utopia Orchester ist Teil der Werkstatt Utopia, eines inklusiven Musikprojekts des Vereins KulturLeben Berlin, das seit Mai 2018 von der Aktion Mensch gefördert wird. 35 Musikerinnen und Musiker mit und ohne Behinderung proben seitdem im Nachbarschaftshaus des Moabiter Ratschlags e. V. in einem barrierefreien Übungsraum regelmäßig gemeinsam.

Kultursenator Dr. Klaus Lederer ist Schirmherr der Werkstatt Utopia und war von Anfang an vom Konzept überzeugt: „Die Werkstatt Utopia leistet nicht nur einen Beitrag zur Förderung sozialer Gerechtigkeit und Diversität, sie bricht auch eine Lanze für die aktive künstlerische Teilhabe von Menschen mit Behinderung an klassischen musikalischen Angeboten in Berlin.“

Informationen zur Werkstatt Utopia: http://www.kulturleben-berlin.de/werkstatt-utopia

Zum Konzert-Flyer


lmr-info Nr. 29, 24. Oktober 2018

Landesjugendorchester: Deutsch-französische Arbeitsphase in Frankreich

Am 20. Oktober reiste ein halbes Orchester aus Berlin ab: In Versailles trafen die Mitglieder des Landesjugendorchesters Berlin auf die jungen Musiker des Conservatoire Versailles Grand Parc und wurden in deren Familien willkommen geheißen. Nun proben französische und deutsche Orchestermusiker gemeinsam ihr Programm für die Konzertreihe, die am 26. Oktober mit einem Auftritt in der Kirche Saint-Eustache am „Forum des Halles“ beginnt. Am 27. Oktober folgt ein Konzert im traditionsreichen Théâtre Montansier in Versailles, das schon jetzt ausverkauft ist.

Das deutsch-französische Programm lässt die Themen Exil und Befreiung anklingen: Beethovens Egmont-Ouvertüre erzählt vom Aufbegehren gegen Fremdherrschaft; Albéric Magnard, der 1914 als frühes Opfer des Krieges umkam, nahm mit seiner Hymne à la Justice Stellung zur Dreyfus-Affäre; die Wesendonck-Lieder schrieb der geflohene Revolutionär Wagner im schweizerischen Exil. Debussys Nocturnes und Messiaens Offrandes oubliées stehen für Befreiung und Ausweitung der Musik vom Fin-de-siècle an: in impressio­nis­tische Farbigkeit bei Debussy, hin zu religiöser Mystik bei Messiaen.

Am 29. Oktober macht sich das französisch-deutsche Orchester auf nach Berlin, wo die französischen Gäste in den Familien ihrer deutschen Pultnachbarn wohnen werden. Am Mittwoch, dem 1. November, wird das Orchester um 19 Uhr in der Potsdamer Nikolaikirche spielen, am Donnerstag, dem 2. November um 19 Uhr in der Mieczysław-Karłowicz-Philharmonie in Stettin. Abschluss und Höhepunkt der Zusammenarbeit wird das Konzert im Konzerthaus am Gendarmenmarkt am 3. November um 15 Uhr. Eintrittskarten sind im Vorverkauf über das Konzerthaus erhältlich.

Konzert des Landesjugendorchesters Berlin
und des Orchesters des Conservatoire Grand Parc Versailles

Zeit: 3. November 2018, 15 Uhr
Ort: Berlin, Konzerthaus am Gendarmenmarkt

Programm
Ludwig van Beethoven (1770
1827): Egmont-Ouvertüre op. 84
Albéric Magnard (1865–1914): Hymne à la Justice op. 14
Richard Wagner (1813–1883): Wesendonck-Lieder
Olivier Messiaen (1908–1992): Les Offrandes oubliées
Claude Debussy (1862–1918): Trois Nocturnes

Musikalische Leitung:  Michaël Cousteau
Isabelle Cals, Sopran
Vokalconsort des Mädchenchors Berlin

Kartenvorverkauf über das Konzerthaus 


80 Jahre Novemberpogrome: Gedenkfeier in der Grunewald-Grundschule

Am Freitag, dem 9. November 2018, werden der Landesmusikrat Berlin e. V. und die Grunewald-Grundschule eine gemeinsame Feier im Gedenken an die Novemberpogrome abhalten, die vor 80 Jahren in ganz Deutschland die letzte Phase der Judenverfolgung einleiteten.

Die Schüler der Grunewald-Grundschule werden dabei an zwei jüdische Künstlerpersönlichkeiten erinnern: an die Journalistin und Dichterin Felice Schragenheim (*1922), die 1945 als Gefangene an einem unbekannten Ort um Leben kam, und an den Cellisten und Kunstsammler Francesco von Mendelssohn (1901–1972), der 1935 in die USA emigrierte. Außerdem werden die Schüler Anita Lasker-Wallfisch (*1925) vorstellen, die als Jugendliche im Mädchenorchester von Auschwitz Cello spielte, später in Großbritannien Berufsmusikerin wurde und bis heute als Auschwitz-Überlebende Vortragsreisen unternimmt.

Musikalisch wird die Feier umrahmt von Schülern der Grundschule Grunewald und des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach. Die Gedenkfeier beginnt um 9 Uhr in der Aula der Grunewald-Grundschule.


Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Uraufführung im Kunstquartier

Das Landesjugendensemble Neue Musik wird sein Herbstprogramm unter dem Titel „FastFantasie“ in zwei Konzerten präsentieren: am Samstag, dem 10. November, um 15 Uhr im Kunstquartier Bethanien und am Donnerstag, dem 15. November, um 20 Uhr im Krönungskutschensaal im Marstall.

Das vielfältige Programm wird dabei nicht einfach wiederholt. Im Kern umfasst es Kompositionen von Sven-Åke Johansson, Jobst Liebrecht und György Kurtág, von dessen Stück … quasi una fantasia … sich das Programm seinen Titel leiht. Beim Konzert am 10. November im Kunstquartier erklingen außerdem Kompositionen von Noemi Liba Friedman, Gerhard Scherer und Lily Tait sowie eine Ensembleimprovisation; am 15. November im Marstall werden stattdessen sechs Ensemblestücke von Hermann Keller in der Bearbeitung Gerhard Scherers zu hören sein.

In beiden Konzerten können Hörerinnen und Hörer zum ersten Mal eine Komposition erleben, die das Landesjugendensemble Neue Musik bei dem in Berlin lebenden amerikanischen Komponisten Sidney Corbett in Auftrag gegeben hat: Red Traces. Lines for Malte Spohr III. Die Uraufführung ist am 10. November im Kunstquartier zu hören, die Wiederholung am 15. November im Marstall. Mehr zu Programm und Konzerten erfahren Sie hier.

Erstes Konzert 
Zeit: 
10. November 2018, 15 Uhr
Ort: Klangwerkstatt, Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Programm
Sidney Corbett (*1960): Red Traces. Lines for Malte Spohr III (2017/18) UA
Noemi Liba Friedman: Barak/Fragments of Lightning and Storm (2017)
György Kurtág (*1926): … quasi una fantasia (1987/88)
Jobst Liebrecht (*1965): salivation army (2016)
Gerhard Scherer (*1961): Tonräume anGrenzen 1 (2017/18) UA
Lily Tait: sometimes the yoke is heavy (2017) 
Sven-Åke Johansson (*1943): 22 Miniaturen für Akkordeonensemble (1991)
eine Ensembleimprovisation

Eintritt frei!

Zweites Konzert
Zeit: 
15. November 2018, 20 Uhr
Ort: Musikhochschule Hanns Eisler, Krönungskutschensaal im Marstall, Schlossplatz 7, 10178 Berlin

Programm
Sidney Corbett (*1960): Red Traces. Lines for Malte Spohr III (2017/18)
György Kurtág (*1926): … quasi una fantasia (1987/88)
Jobst Liebrecht (*1965): salivation army (2016)
Hermann Keller (1945-2018)/Gerhard Scherer (*1961): Sechs Ensemblestücke
   für großes Kammerensemble; instrumentierte und bearbeitete Fassung 
   der 6 Klavierstücke (1981) von Hermann Keller (2018) UA
Sven-Åke Johansson (*1943): 22 Miniaturen für Akkordeonensemble (1991)

Leitung: Jobst Liebrecht, Gerhard Scherer

Eintritt: € 12,–/€ 5,–
Kartenvorverkauf 
über den Landesmusikrat, Lübecker Straße 23, 10559 Berlin
Tel.: (030) 3973 1087 · E-Mail: info@landesmusikrat-berlin.de 


40 Jahre Landesmusikrat: Foto-Aktion „Musik und Stadt“ im Endspurt

Die Foto-Aktion „Musik und Stadt“, zu der der Landesmusikrat Berlin aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens aufgerufen hat, geht in ihre letzte Phase. Noch bis zum 31. Oktober können Hobbyfotografinnen und -fotografen Motive einreichen. Eine Jury aus Fachleuten und Mitgliedern des Landesmusikrats Berlin legt danach die besten zehn Fotos fest. Die Bilder und ihre Fotografinnen oder Fotografen werden beim Festakt im Berliner Rathaus am 10. Dezember 2018 ausgezeichnet. Bei dieser Gelegenheit werden alle Einreichungen werden nochmals präsentiert. Die besten Bilder werden darüber hinaus im Tagesspiegel abgedruckt.

Schon jetzt erlauben die Bilder einen Blick auf die eindrucksvolle musikalische Vielfalt, der Berlin Raum gibt. Zu bewundern sind die bisher eingereichten Motive auf der Website des Landesmusikrates.


ALEX-Halle: Neue Location in Friedrichshain – kostenfrei für Konzerte, Debatten u. v. m.

Mit dem Konzert des Berliner JugendJazzOrchesters am 27. Oktober nimmt der Landesmusikrat Berlin erstmals ein neues Angebot der Medienanstalt Berlin-Brandenburg wahr: die ALEX-Halle am Medienstandort Oberbaum-City in Friedrichshain. In der Präsentation des ALEX-Teams heißt es: „Uns geht es darum, gesellschaftlich relevante Inhalte in der Welt des Mediendschungels auffindbar zu machen. ALEX Berlin setzt Schwerpunkte bei den Themen Digitale Gesellschaft, Berliner Politik, (Pop-)Kultur und Medienkompetenz.“

Interessenten, deren Veranstaltungsprogramm zu diesem Profil passt, können die ALEX-Halle unentgeltlich nutzen. Die Veranstaltungen können über ALEX-TV in Fernsehen, Internet und Rundfunk mitverfolgt werden. Mitgliedern des Landesmusikrates, aber auch anderen Interessenten sei die ALEX-Halle ans Herz gelegt als günstige Gelegenheit, durch interessante Beiträge Reichweite und Bekanntheit zu erhöhen. Mehr über ALEX erfahren Sie im Netz auf der Homepage des Projekts, mehr über die ALEX-Halle in diesem Beitrag.


Cello überall: Großes Echo auf Cello-Sturm auf die Museen und Tag des Cellos

Vierzehn Berliner Museen, über hundert junge Musiker aus neun Berliner Musikschulen: Am Sonntag, dem 7. Oktober, begeisterte der Cello-Sturm auf die Museen Museumsgäste in ganz Berlin. Das Instrument des Jahres 2018 trat in Dialog mit Gemälden und Skulpturen, Vitrinen und Tafeln, Architektur und Licht. Ein Kurzvideo verschafft einen Eindruck vom Cello-Sturm und weist zugleich auf seinen übergeordneten Zweck hin: aufmerksam zu machen auf den „Tag des Cellos“, der am Sonntag darauf, dem 14. Oktober 2018, im Kammermusiksaal der Philharmonie und den angrenzenden Foyers stattfand.

Der Tag des Cellos war zwischen 11 und 22 Uhr ganz dem „Instrument des Jahres 2018“ gewidmet. Das Cello wurde in Konzerten, Vorträgen und vielfältigen Informationsangeboten gefeiert. Bei strahlen­dem Herbstwetter nahmen über zweitausend Neugierige jedes Alters das breite Angebot rund um das Cello wahr. Als sehr beliebt bei Kindern wie Erwachsenen erwies sich der Cello-Anfangsunterricht. Das gleiche galt von der Geigenbauer-Werkbank, wo viele große und kleine Besucher zum Werkzeug griffen. Auch mit ihren Instrumenten fanden die Geigenbauer reges Interesse. Die Vorträge im Ausstellungsfoyer fanden ebenso guten Zuspruch wie das durchgehende Programm im Kammermusiksaal bis hin zum Abschlusskonzert von Studierenden und Solisten.

Der „Tag des Cellos“ wurde vom Landesmusikrat Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Philharmoniker verwirklicht. Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker sind Schirmherren des „Instruments des Jahres“ 2018.


Schwungvoller Start für junge Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter

Am ersten Oktoberwochenende 2018 (5. bis 7. 10. 2018) fand in der Sophie-Scholl-Schule in Schöneberg der erste Teil des vierteiligen Kurses Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter statt. Das unentgeltliche Angebot von Landesmusikrat e. V. und Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wendet sich an Schülerinnen und Schüler mit musikalischer Vorbildung, die sich bereits durch musikalische und organisatorische Arbeit mit Orchestern, Chören und anderen Ensembles engagieren oder das künftig tun möchten.

Der Kurs fand regen Zuspruch: 29 Schülerinnen und sechs Schüler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren nahmen Teil, von denen 26 ihren Schwerpunkt bei der Orchester-, neun bei der Chorarbeit setzten. Themen des ersten Kursmoduls waren Grundlagen des Dirigierens, Partitur- und Instrumentenkunde, Gehörbildung und Musiktheorie. Die Teilnehmer selber bildeten Chor und Orchester für die gemeinsame Arbeit.

Sowohl die Teilnehmer als auch die Dozenten Christian Bährens, Jobst Liebrecht und Marianne Grenz sowie Projektassistent Matthias Knop zeigten sich begeistert von der Atmosphäre und Ergiebigkeit des Projekts. Christian Bährens fand „die Jugendlichen sehr lernwillig, kontaktfreudig und selbst auch begeistert von diesem Start, der Atmosphäre, dem freundlichen Umgang miteinander, der musikalischen Qualität und den deutlichen Lernfortschritten in so kurzer Zeit … Wir alle freuen uns jetzt schon auf die Fortsetzung, das kam in der Schlussrunde auch deutlich von den Jugendlichen, die lieber morgen weitermachen als zur Schule gehen würden.“

Weiter geht der Kurs mit dem zweiten Modul am 16. bis 18. November in der Sophie-Scholl-Schule.
Zum Projektflyer 


Musikarbeitsmarkt transnational: Interaktive Karte ist online

Das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational. Information über den Berliner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung, das im Sommer seine Arbeit aufnahm, hat ein Etappenziel erreicht: eine interaktive Karte Berlins, auf der Beratungsstellen für Musiker, Einrichtungen der Musikalischen Bildung und Konzertstätten recherchiert werden können. Die Karte stellt in den vier Sprachen Arabisch, Deutsch, Englisch und Türkisch zunächst wichtige Basisinformationen zur Verfügung und wird nach und nach ausgebaut werden.

Im Projekt „Information über den Berliner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung“ macht der Landesmusikrat sein Netzwerk für Musikerinnen und Musiker nutzbar, die ihre Heimat aus politischen Gründen oder auf der Flucht vor bewaffneten Konflikten verlassen mussten. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Programms Weltoffenes Berlin der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und ist zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2018.


Konferenz der Bezirksbeauftragten Musik: Beschluss zu Musikschulen 2020/21

Die Konferenz der Bezirksbeauftragten Musik hat einen Beschluss zum Berliner Doppelhaushalt 2020/2021 veröffentlicht. Anknüpfend an die Forderung nach mindestens 20 Prozent Festanstellungen beim Lehrpersonal mahnt sie die Fortentwicklung der Musikschulen an, besonders das mittelfristige Ziel von 80 Prozent fest bei den öffentlichen Musikschulen angestellten Lehrerinnen und Lehrern. Der in sieben Forderungen samt Begründungen formulierte Beschluss kann von der Internetseite des Landesmusikrates Berlin hier gelesen und heruntergeladen werden.


lmr-info Nr. 28, 1. Oktober 2018

Cello-Jahr steuert auf seinen Höhepunkt zu

Neue Broschüre – Cello-Sturm auf die Museen – Tag des Cellos

Im August erschien die zweite Broschüre zum Instrument des Jahres, randvoll mit Konzerten, Kursen und anderen Terminen rund um das Violoncello. Sie können die ganze Broschüre hier herunterladen. Sie verrät auch: Unaufhaltsam treibt das Cello-Jahr seinem Höhepunkt entgegen. Er kündigt sich am Sonntag, dem 7. Oktober mit dem Cello-Sturm auf die Museen an. Junge und fortgeschrittene Schüler der Berliner Musikschulen, des Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach und des Julius-Stern-Instituts der Universität der Künste werden in dreizehn Museen im ganzen Berliner Stadtgebiet ausschwärmen, wo ihr Musizieren in Dialog mit Architektur, Gemälden, Skulpturen und Vitrinen tritt. Was wann wo passiert, können Sie hier nachlesen.
Doch der Cello-Sturm ist nur ein Vorbote für den Höhepunkt des Cello-Jahres: den Tag des Cellos, der am Sonntag, dem 14. Oktober, im Kammermusiksaal der Philharmonie und dessen Foyers begangen wird. Hier können Groß und Klein das Instrument selber mit viel Musik kennenlernen, Geigenbauern und Saitenmachern über die Schulter schauen, Musikschulen, Bibliotheken und zahlreiche andere Einrichtungen kennenlernen. Den Anfang machen die Schirmherren des Cello-Jahre, die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, mit ihrem Familienkonzert „Seite an Saite“; am Ende steht ein doppelter Bach-Abend mit klassischer und Jazz-Interpretation. Das ganze reichhaltige Programm finden Sie hier.


Hiphop unter heißer Sonne: Landesmusikrat und Landesmusikakademie beim Familiensportfest

Band-Sonderpreis und Workshops für Kinder, Jugendliche und Familien

Der Landesmusikrat und die Landesmusikakademie haben mit einem Infostand beim Familiensportfest am 19. August 2018 im Olympiapark über ihre vielfältigen Tätigkeiten informiert und Workshops für Kinder und Jugendliche angeboten (Hiphop, Kreativer Tanz). Der Präsident des Berliner Landessportbundes überreichte an die Band „Jan Pain“ den Sonderpreis des Landessportbundes, der im Rahmen von Jugend musiziert Berlin vergeben wird. Den Landesmusikrat verbindet mit dem Landessportbund das gleiche Anliegen: Musik und Musizieren gehören wie der Sport zu einer umfassenden, nachhaltigen Erziehung und Bildung, zu einem erfüllten und gesunden Leben – und zu einer lebendigen Stadt. Jenseits aller kommerziellen Interessen bedeuten Musik und Sport Lebensqualität für alle.


Verabschiedung von Dr. Hubert Kolland

Am 17. August fanden sich im Berliner ver.di-Haus Mitglieder des Landesmusikrats und Freunde und Weggefährten zusammen, um Dr. Hubert Kolland mit einer kleinen Feier zu ehren.

Der engagierte Musikwissenschaftler, Musikerzieher und Musikpolitiker gehörte seit 2004 im Präsidium des Landesmusikrates an, von 2010 bis 2017 als Präsident des Landesmusikrats Berlin und aktiv. Der Vertreter des Gastgebers ver.di, Landesfachbereichsleiter Andreas Köhn, würdigte die Verdienste Kollands auch innerhalb der Gewerkschaft, in der er jahrelang im Vorstand der Fachgruppe Musik gewirkt hatte und verlieh ihm (nachträglich) die Goldene Ehrennadel der IG Medien. Die Präsidentin des Landesmusikrates Hella Dunger-Löper würdigte die Verdienste des neuen Ehrenpräsidenten des LMR als unermüdlichem Ideengeber und Motor des Berliner Musiklebens.

Musikalisch bereichert wurde der Abend durch die Beiträge der Gäste, unter ihnen Mitglieder der Präsidien der Berliner und Brandenburger Landesmusikräte und – als Stargast – der Komponist Nils Hoffman in Gestalt Giuseppe Verdis – der am Klavier in seine neue Oper: „20 % Festanstellungen“ (Libretto: Pressemitteilung des Landesmusikrates) einführte. Schließlich trat Dr. Hubert Kolland selber ans Mikrofon, um Rückschau zu halten, Dank abzustatten und in die Zukunft zu blicken. Bei einem Büffet über den Dächern Friedrichshains klang der Abend aus, den der Geehrte trotz sichtlich genoss.


Musikarbeitsmarkt transnational

Projekt des Landesmusikrates im Rahmen von „Weltoffenes Berlin“ vorgestellt

Am Nachmittag des 23. August stellte die Senatsverwaltung für Kultur und Europa das Programm „Weltoffenes Berlin“ und die damit verbundenen Fördermöglichkeiten vor. Mit dabei war auch der Berliner Landesmusikrat, der im Projekt „Information über den Berli­ner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung“ sein Netzwerk für Musikerinnen und Musiker nutzbar macht, die ihre Heimat aus politischen Gründen oder auf der Flucht vor bewaffneten Konflikten verlassen mussten.

Projektleiterin Mona Katawi beantwortete Fragen in den Sprachen Arabisch, Englisch und Deutsch und gab Interessenten einen individuellen Einblick in musikalische Berufsmöglich­keiten in Berlin.

Musikalisch eingeleitet wurde die Veranstaltung durch eine Performance des syrischen Musikers Dirar Kalash. Neben dem Berliner Landesmusikrat waren auch das Willkommenszentrum Berlin, der Kulturförderpunkt Berlin und touring artists vertreten.

Weitere Informationen zum Projekt des Landesmusikrates finden Sie hier:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/musikarbeitsmarkt-transnational/


Landesausschuss Jugend musiziert konstituiert sich

Am 12. September 2018 traf sich der Landesausschuss Jugend musiziert Berlin zu seiner kon­sti­tu­ierenden Sitzung, in der die Mitglieder der Trägerverbände und weiterer Institu­tio­nen von Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrates, neu- bzw. wiederberufen wurden. Bei den anschließenden Wahlen wurde Markus Wenz als Vorsitzender des Landesausschusses in seinem Amt bestätigt, ebenso Anka Sommer als stellvertretende Vor­sitzende. Für die neu geschaffene Position des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden wurde Josef Holzhauser gewählt.

Der Landesausschuss Jugend musiziert Berlin plant und koordiniert den Wettbewerb auf Landesebene, an dem jährlich rund 300 Kinder und Jugendliche teilnehmen.


lmr-info Nr. 27, 5. Juli 2018

Neuerscheinung: Die Bağlama in der Türkei und Europa

Pünktlich zum Europäischen Kulturerbe-Jahr (ECHY) ist die Dokumentation Die Bağlama in der Türkei und Europa erschienen. Die Bağlama ist das Hauptinstrument der türkischen Musik und spielt auch in der türkischen Gemeinde Berlins eine große Rolle. 2013 war die Bağlama „Instrument des Jahres“, 2015 wurde sie in den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ aufgenommen. 2013 fand in Berlin am 14./15. September das deutschlandweit erste Bağlama-Symposium statt, auf dem Hintergrund, Gegenwart und Möglichkeiten des Instruments von Musikern und Wissenschaftlern entfaltet und diskutiert wurden. Die Beiträge dieses Symposiums bilden nun den im Berliner Musikverlag Ries & Erler erschienenen Sammelband; Herausgeber sind Nevzat Çiftçi und Martin Greve in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Berlin. Prof. Dr. Max Peter Baumann vom Institut für Musikforschung / Ethnomusikologie der Universität Würzburg schreibt im Klappentext: „Die Beiträge vermitteln in ihrem Zusammenspiel ein wahres Wissenskompendium […] zur ikonenhaften Rolle eines Instruments, das nicht nur im urbanen Umfeld der Türkei zuhause ist, sondern auf transkulturelle Weise auch in Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden neue Heimatländer gefunden hat.“
Nevzat Çivçi und Martin Greve (Hrsg.): Die Bağlama in der Türkei und Europa. Erstes Bağlama-Symposium in Deutschland, Berlin, 14.–15. September 2013, Berlin: Ries & Erler, 2018, Broschur, 323 Seiten, ISBN 978-3-87676-036-0,
€ 48,90.


Der Landesmusikrat auf dem Familiensportfest

Info-Angebote und Workshops für Kinder, Jugendliche und Familien

Der Landesmusikrat und die Landesmusikakademie werden mit einem Infostand beim Familiensportfest am 19. August 2018 im Olympiapark über ihre vielfältigen Tätigkeiten informieren. Ab 12 Uhr können dort Kinder und Jugendliche an einstündige Workshops in Kreativem Tanz und Hiphop teilnehmen.
Den Landesmusikrat verbindet mit dem Landessportbund das gleiche Anliegen: Musik und Musizieren gehören wie der Sport zu einer umfassenden, nachhaltigen Erziehung und Bildung, zu einem erfüllten und gesunden Leben – und zu einer lebendigen Stadt. Jenseits aller kommerziellen Interessen bedeuten Musik und Sport Lebensqualität für alle. Und beiden wird es in der heutigen Bildungs- und Medienlandschaft häufig schwer gemacht, ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen – und jene öffentliche Unterstützung, ohne die es nicht geht.

Zur Internetseite des Familiensportfestes


„Musik und Stadt“: Foto-Aktion zum Jubiläum 40 Jahre Landesmusikrat Berlin

Sie erfreut rastlose Pendler in U-Bahnhöfen oder an Straßenecken, stille Hörer in Kirchen und Konzertsälen, überraschte Passanten, wenn sie aus offenen Fenstern dringt: Berlin steckt voller Musik. Diese Fülle in einem (stummen) Foto festzuhalten, fordert die Kreativität jeder Hobbyfotografin und jedes Hobbyfotografen heraus. Zu seinem Jubiläum möchte der Landesmusikrat diese Vielfalt von Musik und Stadt auch im Bild dokumentieren – als sichtbaren Querschnitt durch sein vierzigstes Jahr. Deswegen startet er seine Fotoaktion „Musik und Stadt“. Interessierte nicht-professionelle Fotografen sind aufgerufen, ihre Bilder zum Thema „Musik und Stadt“ einzureichen. Eine Jury wird aus den Einsendungen eine Auswahl treffen, die beim Festakt zum 40-jährigen Jubiläum am 10. Dezember  2018 im Roten Rathaus präsentiert wird. Einzelheiten demnächst auf diesen Seiten!


Arbeitsmarkt transnational: Neues Senatsprogramm „Weltoffenes Berlin“

Dank des neuen Förderprogramms „Weltoffenes Berlin“ der Senatsverwaltung für Kultur und Europa konnte der Landesmusikrat Berlin am 1. Juni 2018 eine neue Mitarbeiterin begrüßen: Mona Katawi arbeitet bis zum Jahresende 2018 in dem Projekt „Musikarbeitsmarkt transnational -- Informationen, persönliche Beratung und Begleitung". Mit ihrer umfassenden Sprachkenntnis in Englisch, Arabisch und Deutsch unterstützt sie die mehrsprachige Website des Landesmusikrats sowie die Entstehung einer interaktiven Landkarte, die musikalische Bildungs- und Arbeitsmarktangebote sowie  Konzertorte in mehreren Sprachen verzeichnet und erschließt. Allen Mitgliedern und Interessierten empfehlen wir Frau Katawi bei Bedarf als Ansprechpartnerin. Auch für Übersetzungen Arabisch-Deutsch (in beide Richtungen) steht Frau Katawi ab sofort zur Verfügung.

Das Förderprogramm „Weltoffenes Berlin“  unterstützt Projekte zur beruflichen Beratung, Unterstützung und Vernetzung von professionellen Kunst-, Medien- und Kulturschaffenden aller Sparten, die ihre bisherigen Aufenthaltsländer aufgrund der dortigen politischen Situation verlassen haben. „Weltoffenes Berlin“ wird die Ausschreibung für das Jahr 2019 demnächst freischalten. Beantragt werden können dort u. a. Stipendien für geflüchtete Künstler. Anträge aus dem Bereich Musik sind ausdrücklich erwünscht.


Jetzt anmelden: Herbstarbeitsphase des Landesjugendensembles Neue Musik

Nach seinem erfolgreichen Konzert im Mai bricht das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin unter dem Motto „Licht!“ zu neuen Ufern auf. Stücke von Adriana Hölszky, György Kurtág, Lily Tait und anderen sowie eine Uraufführung von Sidney Corbett stehen auf dem Programm. Bis zum 15. August können sich interessierte junge Musikerinnen und Musiker bewerben; am 1. September beginnt die Arbeit mit einer ersten Probe, eine weitere folgt am 3. Oktober. Probenwochenenden werden am 28.–30. 9., 13./14. 10. und 3./4. 11. stattfinden, die Konzerte am 10. 11. In der Klangwerkstatt im Künstlerhaus Bethanien und am 15. 11. Im Krönungskutschensaal der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Herzlich eingeladen sind alle, die neue, unbekannte Klänge erkunden und sich buchstäblich ins Unerhörte vorwagen wollen!

Zur Anmeldung


Torsten Maaß für Herbstarbeitsphase des Berliner JugendJazzOrchesters gewonnen

Der Komponist, Arrangeur, Trompeter und Bandleader Torsten Maaß wird die Herbstarbeitsphase des Berliner JugendJazzOrchesters leiten. Er studierte in Lübeck und Hamburg und sammelte u. a. im Bundesjugendjazzorchester (BuJazzO) und in den berühmten Bigbands des NDR, des RIAS Berlin und des HR, außerdem  im Ed Partyka Jazz Orchestra, in derJeff Cascaros Enterprise Big Band und in der Thilo Wolf Big Band Erfahrungen. Aktuell ist er Trompeter in Bob Brookmeyers New Art Orchestra. Seine Fähigkeiten als Arrangeur, Solist und Bandleader sind international gefragt. Musiker wie Bill Ramsey, Clark Terry, Monty Alexander, Tom Gäbel, die No Angels und das Orchester Pepe Lienhard schätzen seine Kompositionen und Arrangements. (Foto: Carin Lange-Hahn)

Die Arbeitsphase wird vom 22. bis 27. 10. 2018 stattfinden. Außer dem Abschlusskonzert am 27. Oktober wird das BJJO am 18. November im Hamburger Stage Club und am 15. Dezember beim 33. Berliner Jazztreff auftreten, jeweils zusammen mit dem Landesjugendjazzorchester Hamburg. Ab sofort können sich Interessierte auf der Internetseite des Landesmusikrats anmelden – zu einer Arbeitsphase, die verspricht, spannend zu werden!


33. Berliner Jazztreff im Dezember 2018

Der 33. Berliner Jazztreff wird am 15. und 16. 12. 2018 wieder die Türen der ufaFabrik für die Berliner Jazzszene und alle neugierigen Besucher öffnen. In diesem Jahr wird das Berliner JugendJazzOrchester zu einem Gastauftritt erwartet, und als ganz besonderer Gast wird das Landesjugendjazzorchester Hamburg sein Herbstprogramm beim Berliner Jazztreff präsentieren. Ensembles vom Duo bis zur Bigband können sich in Kürze online zur Teilnahme am Jazztreff anmelden, um dort zwei Tage lang zu jammen, zuzuhören und sich auszutauschen.  Interessierte Combos können sich hier außerdem für den Wettbewerb „Jugend jazzt“ qualifizieren, der vom 30. Mai bis 1. Juni 2019 in Dortmund stattfindet. Weitere News folgen!


Berliner Orchestertreff 2019: „Wer mitmacht, gewinnt!“

Am 25./26. Mai wird der Berliner Orchestertreff 2019 stattfinden. Herzlich eingeladen sind Orchester, Ensembles und Bands aller Couleur aus nichtprofessionellen Musikerinnen und Musikern zu einem großen Orchesterfest in der Landesmusikakademie Berlin. Sie können dort musizieren, zuhören, sich durch Fachleute beraten lassen oder sich einfach nur mit Gleichgesinnten austauschen. Auf vielfachen Wunsch sind diesmal auch begleitende Workshops geplant, u. a. zu den Themen „Musikergesundheit“, „Richtig Atmen für Bläser“ und „Improvisation für Orchestermusiker“.
Die Teilnahme ist in mehreren Varianten möglich:

1. Teilnahme mit Vorspiel, aber ohne beratende Jury;
2. Teilnahme mit Vorspiel vor einer beratenden Jury ohne Wertung;
3. Teilnahme am Wertungsvorspiel für die Weiterleitung zum Deutschen Orchesterwettbewerb (DOW), der vom 16. bis 24. Mai 2020 in Bonn stattfindet, 
dazu Juryberatung.

Für einige Orchesterkategorien sind darüber hinaus Sonderpreise vorgesehen. Der Landesmusikrat Berlin wird darüber auf seiner Internetseite informieren. Dort können Sie auch den Flyer mit weiteren Informationen herunterladen.
Ab sofort können Interessierte sich auf der Internetseite des Landesmusikrats anmelden; auf Wunsch kann das Anmeldeformular auch per Post zugesandt werden. Anmeldungen werden bis zum 31. Oktober angenommen.


„Die Künste, die Politik und die allgemeine Bildung“: Tagung an der UdK

Im Charlotte-Salomon-Saal der Universität der Künste begrüßten Martin Rennert und Susanne Fontaine am Abend des 1. Juni 2018 die Teilnehmer der Tagung „Die Künste, die Politik und die allgemeine Bildung“, veranstaltet von der Universität der Künste zusammen mit der Gesellschaft für Musikforschung. Im eröffnenden Podiumsgespräch skizzierten Prof. Dr. Dieter Grimm und Prof. Dr. Dörte Schmidt das Verhältnis von „Kulturauftrag und demokratischer Verfassung“. Eine Vielzahl von Gesichtspunkten zum Tagungsthema hielt der Folgetag bereit. In weiteren dialogischen Vorträgen – „Tandems“ – entfalteten die Vortragenden das Tagungsthema. Unter „Gesellschaftlicher und politischer Perspektive“ erinnerte Christian Höppner unter anderem daran, dass Kulturverantwortliche mit mehr Selbstbewusstsein  auftreten könnten. Susanne Fontaine umriss die Entwicklung künstlerischer Fächer in der Schulbildung und machte deutlich, wie stark die heutige Situation durch frühere Debatten und die Entwicklung des Bildungsbegriffs geprägt wurde. Zu „historischer und gegenwärtiger Perspektive“ unterstrich Susanne Lin-Klitzing neben dem Wert von Bildung für Individuum und Gesellschaft die Bedeutung konkreter politischer Partizipation durch die Fachwissenschaft.
Im Tandem zu den geisteswissenschaftlichen Schulfächern stellte Michael Kämper-van den Boogaart dar, wie sehr Lerninhalte des Deutschunterrichts von den jeweiligen politischen Bedingungen und Erwartungen geprägt waren. Juliane Brauer setzte sich unter anderem kritisch mit der Forderung auseinander, Geschichte auch über die Einladung zur Empathie zu vermitteln.
Der Nachmittag brachte eine intensive Podiumsdiskussion unter der Moderation Hans Dieter Heimendahls. Die Perspektive des Architekturstudiums entwickelte Matthias Noell; Alexander García Düttmann forderte zum Überdenken von immer wieder in die Debatte geworfenen Begriffen auf. Irmela von der Lühe nahm die Einladung an und wies auf die Betonung und zugleich Leere des Kompetenz-Begriffs hin. Allgemein wurde gefragt, was aus dem Bildungsenthusiasmus der Siebzigerjahre geworden sei, wobei der Musikmanager und Soziologe Elmar Weingarten einwarf, dass noch nie so viele Berliner Konzerte besuchten wie heute.
Immer wieder wurde die Diskussion für Publikumsfragen geöffnet, was teils bestürzende Befunde erbrachte – etwa dass selbst Abiturienten bisweilen kein Buch im Ganzen hätten lesen müssen –, teils die Konjunktur von Kulturvermittlung kritisch in den Blick nahm: „Education“ dürfe kein Ersatz für Bildung sein. Positiv wurde gefordert, Schüler und Studenten darin zu schulen, integriert zu denken, also aktiv ein stabiles Wissensnetz der Querverbindungen zu knüpfen. Im Übrigen müsse man an der politischen Front „gebetsmühlenartig“ Unterstützung einfordern unter dem Hinweis darauf, dass Künste und Allgemeinbildung nicht nur an sich förderungswürdig seien, sondern erst die Voraussetzungen für einen freiheitlichen, demokratischen und säkularen Staat schüfen. Damit war der Bogen zum Ausgangspunkt geschlagen: Denn dass dieser selber das nicht vermag, hatten schon eingangs Dieter Grimm und Dörte Schmidt erörtert. Zum Abschluss wies Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landemusikrats Berlin, auf dessen Motto „Musik für alle“ hin und fragte nach Schnittmengen zwischen den Anliegen der Disziplinen sowie nach Anknüpfungspunkten, die erlaubten, diese Debatte wirkungsvoll in die Öffentlichkeit zu tragen.

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Jugend musiziert: „Jumu ROCKT!“ im SkyLiveClub und auf der Jugendmesse „you."

Seit 2006 gibt es den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Berlin die Sonderwertung „Band (Rock und Pop“). Es ist schon eine Tradition, dass die Preisträger dieses Berliner Sonderwettbewerbs ihren Sieg mit einem Auftritt im SkyLive Club krönen. Dieses Jahr war es am 8. Juni soweit: Vor einem begeisterten Publikum stellten sich die Bands „Box of Candy“, „Black Sheep“, „Green Forest“, „Mango Delight“, „Merian Band“, die „Showberries“ und „Soundwave“ auf der Bühne des vollbesetzten SkyLive Clubs vor.

Auch auf der Jugendmesse „you.“ bekamen am 22. Juni Preisträger des Landeswettbewerbs die Chance, ihr Können in einem Auftritt auf der „you.stage“ unter Beweis zu stellen. Das „you. Summer Festival“ bezeichnet sich als „Europas größtes Jugendevent“ und versammelt auf dem Messegelände Aussteller aus den Bereichen Freizeit, Sport, Mode, Gaming, Kosmetik sowie Vereine und Organisationen, die mit zahlreichen sommerlichen Aktivitäten auf ihre Marke und ihr Anliegen aufmerksam machen.  Zu hören waren auf der „you. Summer Stage“ im Sommergarten des Messegeländes  abermals die „Perfect Strangers“, „Box of Candy“, „Showberries“ und die „Merian Band“. Das durchwachsene Sommerwetter tat der Begeisterung einer jungen Zuhörerschaft keinen Abbruch.

Internetauftritt der „you.“


Jugend musiziert: Konzert der Bundespreisträger 2018

Am Samstag, dem 16. Juni, begrüßten Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats, und Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin, am Nachmittag das Publikum und dreizehn junge Musikerinnen und Musiker zum Konzert der Preisträger des 55. Bundewettbewerbs „Jugend musiziert“. Insgesamt 23 erste Preise hatte die Jury des Bundeswettbewerbs, der am 24. Mai in Lübeck zu Ende gegangen war, an Berliner Jugendliche vergeben. Bei herrlichem Sommerwetter und großer Veranstaltungskonkurrenz – die Fußball-Weltmeisterschaft etwa ging in ihren zweiten Tag – zeigte sich das Publikum im Festsaal des Roten Rathauses begeistert von den Leistungen der jungen Musikerinnen und Musiker aus den Kategorien Oboe, Bağlama und Fagott solo, Blockflöte, Violine und Querflöte sowie Musical mit Klavierbegleitung. Im Preisträgerkonzert verlieh Robert Wißmann, Vorsitzender der Jury, auch die Preise im Wettbewerbs „Jugend forscht: Musik“.


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