Täglich zieht die Hauptstadt tausende Kulturbegeisterte aus aller Welt an – besonders auch wegen ihrer einzigartigen, lebendigen Musikszene. Menschen aus fast 200 Kulturen prägen diesen Klang an vielen verschiedenen Orten: von Trommelgruppen am Rand des Berlin-Marathons über pulsierende Sommerfestivals und legendäre Clubs bis zu hochkarätigen Opern und Konzerten in den renommiertesten Häusern der Stadt.
Musik durchdringt Berlin auf allen Ebenen: Von den vielen tausend Schüler:innen an Musikschulen, den hunderttausenden Aktiven in Chören, Orchestern und Bands bis zu jenen, die hier professionell von der Musik leben – ob als freie Künstler:innen oder Teil großer Kulturinstitutionen.

Das ist kein Luxus – das ist Berlin.

Fast 13 Millionen Tourist:innen kommen jedes Jahr vor allem wegen dieser kulturellen Vielfalt. Die Musikszene ist damit ein zentraler Wirtschaftsfaktor – aber auch weit mehr: Sie bietet Gemeinschaft, Bildung, Ausdruck, Sinn. Neben mehreren Tausend Profi-Musiker:innen ist über ein Fünftel der Berliner Bevölkerung ist selbst musikalisch aktiv. Ehrenamtliche leisten im Amateurmusikbereich  mehr als 500.000 Stunden Arbeit – jede einzelne Woche!

Diese lebendige Struktur ist ein fein abgestimmtes System.

Musikalische Bildungseinrichtungen, Amateurensembles, Freie Szene, Institutionen und Musikwirtschaft stehen in engem Austausch, bilden sich gegenseitig aus, inspirieren sich, halten sich gegenseitig am Leben. 

WAHLPRÜFSTEINE 2026

2026 wählt Berlin neue Vertreter:innen für das Abgeordnetenhaus. Der Landesmusikrat Berlin hat den Parteien Punkte vorgelegt, die für die nächste Legislatur unerlässlich sind. Diese „Wahlprüfsteine“ für die kommende Legislatur stellen wir Ihnen hier vor. Auch die Antworten der Parteien werden an dieser Stelle zeitnah veröffentlicht.

Mehr Musik in der Schule!

Der Landesmusikrat Berlin fordert:

  • Stärkung der Musikalischen Bildung durch erhöhten Mitteleinsatz, Erhöhung des Stellenwertes des Faches Musik.
  • Durchgängig 2 Wochenstunden Musikunterricht durch Fachlehrkräfte (Kl. 1-10)
  • Stärkung musikalischer Zusatzangebote (Wahlpflichtkurse, AGs und Ensembles)
  • Signifikante Steigerungen der Studienanfänger insbesondere im Grundschullehramt und deutliche Steigerungen der Absolventenzahlen in allen Musik-Lehrämtern
  • Attraktivitätssteigerung des Studienganges durch Anpassung der Zugangsmöglichkeiten (Informationsfluss, Zusammenarbeit mit den Studienvorbereitenden Abteilungen der Musikschulen,   Eignungsprüfung), Verbesserung der Studierbarkeit, Erhöhung der Durchlässigkeit für andere künstlerische Professionen, Verstärkung der anwendungsorientierten Musiktheorievermittlung sowie   Verstärkung der Gruppenleitungskompetenzen.
  • Erhalt und Weiterentwicklung von fachlichen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Wiederaufnahme der Weiterbildungsmaßnahmen für Neigungslehrkräfte in der Grundschule.
  • Unterstützung der Netzwerkbildung von Fortbildungsanbietern (z.B. Landesmusikakademie, Musikverbände)
  • Schaffung von Angeboten für die Nutzung und unterrichtliche Anwendung digitaler Lehr- und Lernmittel.
  • Förderung der instrumentalen Amateurmusik ausbauen

Der Landesmusikrat Berlin fordert für die instrumentale Amateurmusik:

  • Ausbau der strukturellen Förderung freier Instrumentalensembles der Amateurszene
  • Stärkung des Bereichs Instrumentale Amateurmusik beim Landesmusikrat Berlin (Entwicklung von Konzepten, Verwaltung von Fördermitteln, sowie die Vernetzungs- und Fortbildungsarbeit der     instrumentalen Amateurensembles)
  • Kostenfreier Zugang zu öffentlichen Räumen für Amateurmusikensembles vergleichbar dem Sport (vgl. Sportfördergesetz)
  • Gremienbeteiligung vergleichbar dem Sport bei Stadtentwicklungsplanung sowie Schulneubau (vgl. Sportfördergesetz) 

Öffentliche Musikschulen zukunftsfähig machen!
Der Landesmusikrat Berlin fordert für die öffentlichen Musikschulen:

  • Mindestens 9 volle Stellen pro Musikschule für musikpädagogisches Management
  • Festanstellungen für Musikschullehrkräfte
  • Bessere soziale Absicherung für die freien Honorarkräfte an den Musikschulen
  • Mehr Räume für Musikunterricht und Musikschulen 

Kultur.Fördern.Gesetz

Ohne Kultur keine Gesellschaft. Wir brauchen ein Kulturfördergesetz für Berlin!

Abgeleitet aus Art. 20. Absatz 2 der Landesverfassung soll der gesellschaftliche Stellenwert von Kunst und Kultur in einem Gesetz ausgestaltet werden. Verbunden ist damit das Ziel der Herstellung stärkerer Transparenz, Verlässlichkeit und Beteiligung durch einen regelmäßigen und verbindlichen öffentlichen und parlamentarischen Diskurs über Kunst und Kultur.

Ein Klares Bekenntnis zur Kultur in den kommenden Haushalten

Die Finanzplanungen für den Doppelhaushalt 2026/27 müssen im Kulturbereich, dem Bereich der Kulturellen Bildung sowie im Bereich der Lehrkräftebildung den gestiegenen Kosten angepasst werden.

Bildungsauftrag und Qualität im öffentlich-rechtlichen Rundfunk stärken

  • Auftrag zur Vermittlung von und Teilhabe an Kultur vollumfänglich wahrnehmen
  • Bildung und Kultur als eigentlichen Programmauftrag in den Mittelpunkt stellen
  • Amateurmusik und musikalische Bildung als selbstverständliche Bestandteile des Programms stärken 

Digitalisierung im Kulturbereich fördern und gestalten

  • Schaffung von Förderprogrammen für die digitale Transformation des Kulturbereiches
  • Einbindung der Akteurinnen und Akteure in die Gestaltung der Transformation, damit diese fairer, transparenter und diverser wird

Förderung für den Landesmusikrat Berlin und seine Projekte

  • Sichere und nachhaltige Finanzierung des Landesmusikrats Berlin e.V.
  • Eigene, auskömmlich finanzierte Haushaltstitel für Projekte wie Jugend musiziert Berlin und die Landesjugendensembles

MITMACHEN

Ein wichtiger Teil der Kampagne ist die Postkarte „Deine Stimme für MUSIK“. Teile den wichtigen Entscheidungsträger:innen in Berlin mit, warum die Musik in Berlin so wichtig ist! 
Hier findest du alle Informationen:

SELBST AUSDRUCKEN

PDF zum eigenständigen Ausdrucken der Karte:

Postkarte Amateurmusik

Postkarte Musikschulen

Postkarte Schulmusik

VERANSTALTUNGEN ZUM THEMA

Fachgespräch: „Öffentliche Musikschulen in Berlin: Wie geht es weiter?“
Detailseite Datum:15.04.2026 Uhrzeit:10:30 Uhr — 12:30 Uhr Ort:Staatsbibliothek zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz Potsdamer Str. 37, 10785 Berlin

Seit vielen Jahren setzt sich der Landesmusikrat Berlin für die öffentlichen Berliner Musikschulen ein. In einem ersten Fachgespräch konnten wir im Januar diesen Jahres gemeinsam mit der Staatssekretärin für Kultur sowie Abgeordneten der Regierungskoalition über die Pläne des Landes Berlin für die Weiterentwicklung der Musikschulen sprechen. Besonders im Fokus: Die aufgrund der Rechtsprechung notwendigen Festanstellungen für Musikschullehrkräfte.

 

Beim nun folgenden Termin fragen wir nach der bislang erfolgten Umsetzung der in diesem Jahr geplanten Festanstellungen. Welche Pläne gibt es für die kommenden Haushaltsjahre? Und wie wirkt sich die jetzt im Bundestag beschlossene Verlängerung der Übergangsregelung um ein weiteres Jahr bis Ende 2027 aus?

 

„Öffentliche Musikschulen in Berlin: Wie geht es weiter?“
Mittwoch, 15. April 2026, 10:30 Uhr
Staatsbibliothek zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Potsdamer Str. 37, 10785 Berlin

 

Auf dem Podium sind mit dabei:

Cerstin Richter-Kotowski, Staatssekretärin für Kultur

Dennis Haustein, MdA, Sprecher für Bürgerschaftliches Engagement (CDU)

Melanie Kühnemann-Grunow, MdA, Sprecherin für Kultur (SPD)

 Es moderiert:

Chris Berghäuser, Vorsitzender des Berliner Musikschulbeirates

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit ver.di – Vereinigte Dienstleistungsgesellschaft statt.

 Bitte melden Sie sich für Ihre Teilnahme nach Möglichkeit bis zum 8. April unter dem folgenden Link an:

https://www.survio.com/survey/d/Wie-geht-es-weiter 

 

15
APR
#DeineStimmefürMusik: Investition in die Zukunft von Musikschulen und Amateurmusik
Detailseite Datum:29.04.2026 Uhrzeit:11:00 Uhr — 13:00 Uhr Ort:Deutsche Oper Berlin, Parkettfoyer

Debatte 2 

#DeineStimmefürMusik 

Investition in die Zukunft von Musikschulen und Amateurmusik. 

In Kooperation mit der Deutschen Oper Berlin


Bitte melden Sie sich für Ihre Teilnahme nach Möglichkeit bis zum 16.4.2026 hier an. 


Mittwoch, 29. April 2026, 11:00 Uhr (Einlass ab 10:30 Uhr) 

Deutsche Oper Berlin, Parkettfoyer , Richard-Wagner-Straße 10, 10585 Berlin

Auf dem Podium:

Dennis Haustein, MdA, Sprecher für Bürgerschaftliches Engagement (CDU)

Melanie Kühnemann-Grunow, MdA, Sprecherin für Kultur (SPD)

Daniela Billig, MdA, Sprecherin für Kultur (Bündnis 90/Die Grünen)

Elke Breitenbach, MdA, Sprecherin für Bürgerschaftliches Engagement (parteilos, Fraktion die Linke)

Es moderiert:

Chris Berghäuser

Musik:

Musikschule City-West

Bitte melden Sie sich für Ihre Teilnahme nach Möglichkeit bis zum 16.4.2026 hier an. 

29
APR

AUSFÜLLEN

Du findest die Postkarte vor Ort in allen Einrichtungen, Konzerten und Veranstaltungen der Partner:innen der Kampagne.
Wer das alles ist, siehst du unten.
Sei dabei und gib uns deine Stimme für MUSIK!

ONLINE

Du hast gerade keinen Stift zur Hand oder keine Möglichkeit, um gerade ins Konzert zu kommen? Kein Problem! Hier der Link zum Ausfüllen der digitalen Karte:
 
KAMPAGNE "Deine Stimme für MUSIK" 2025

Nach massiven Kürzungsvorschlägen für den Doppelhaushalt 2026/2027 wurde 2025 die Kampagne „Deine Stimme für MUSIK“ ins Leben gerufen. 
Ziel war es, den horenden Kürzungen mit geeinter Stimme entgegenzutreten.
Auch 2025 stand eine Postkarten-Aktion im Mittelpunkt, die Zitate bei Berliner Kulturveranstaltungen gesammelt hat, um für den Erhalt der Fördermittel zu kämpfen.
Über 10.000 Karten sind dabei zusammengekommen. Einige Zitate wurden in einem Heft abgedruckt, dass beim Landesmusikrat Berlin bestellt werden kann.

Ein kleiner Rückblick auf die Kampagne: 

STIMMEN AUS BERLIN

Berlin gibt seine Stimme für MUSIK. Hier sind einige Statements, warum MUSIK so wichtig für Berlin und unsere Gesellschaft ist!

MUSIKSTADT
KULTURINSTITUTIONEN
Foto: Martin Walz

Berlin ist eine der bedeutendsten Musikmetropolen Europas und beherbergt renommierte Institutionen wie die Staatsoper unte rden Linden, die Deutsche Oper, die Komische Oper sowie das traditionsreiche Konzerthaus am Gendarmenmarkt und die Philharmonie Berlin. Diese Orte und Ensembles wie jene der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH prägen das kulturelle Leben der Stadt maßgeblich. Sie stehen für höchste künstlerische Qualität, ziehen internationales Publikum an und bieten ein breites Repertoire von klassische Oper und Konzerten über zeitegnössische Produktionen bis hin zu experimentellen Formaten an ungewöhnlichen Aufführungsorten. Damit leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Vielfalt und internationalen Strahlkraft Berlins. Eine kontinuierliche Förderung ist essentiell, um diese Institutionen auch weiterhin als Orte der Exzellenz, Bildung und gesellschaftlichen Teilhabe zu erhalten. Gerade in Zeiten gesellschaflticher Umbrüche stärken sie den kulturellen Zusammenhalt, bieten Räume für Reflexion und Innovation und tragen erheblich zur wirtschafltichen Attraktivität der Stadt bei.

AMATEURMUSIK
Foto: Gerold Rebsch

Chöre, Orchester, Bands, Ensembles, Kammermusikensembles oder Solist:innen – die Berliner Amateurmusikszene ist groß und vielfältig. Laut einer aktuellen Studie machen etwa 800.000 Menschen in Berlin in ihrer Freizeit Musik. Die Amateurmusik ist inklusiv: alle können mitspielen, ganz egal, welchen Alters, welcher Herkunft oder welchen sozioökonomischen Status. Denn es geht einzig um die Liebe zur Musik und darum, sie zu einem wichtigen Teil des eigenen Lebens werden zu lassen.
Jeden Tag finden zahlreiche Konzerte statt, die der gesamten Stadtgesellschaft barrierearme Angebote zur kulturellen Teilhabe ermöglichen. Und in Berlin findet man alles: vom klassischen Symphonieorchester über einen Chor für türkische Musik bis hin zu Ensembles aus Akkordeons, Zupfinstrumenten und Saxophonen oder Rockbands, die in ihrer Garage proben. Diese vielen Ensembles schaffen vor allem eins: unermüdliche Begeisterung für die musikalische Sache.
Neben tausenden Stunden zivilgesellschaftlichem Engagement finden auch Berufsmusiker:innen viele Möglichkeiten, Ensembles anzuleiten oder als Solist:in aufzutreten.
Eine Kürzung der Amateurmusik beträfe mehr als 20% der Berliner:innen und würde kulturelle Angebote und soziale Orte derart beschneiden, dass die Arbeit für Kultur, Gesellschaft, Demokratie und Gesundheit nicht mehr möglich wäre.

FREIE SZENE
Foto: Ulla C. Binder

Die Freie Musikszene ist ein unverzichtbarer Teil der Berliner Kulturlandschaft – experimentell, innovativ, vielfältig, international vernetzt. Eine Vielzahl professionell freischaffender Musiker:innen arbeitet in Berlin außerhalb institutioneller Strukturen und prägt das musikalische Profil der Stadt. Von improvisierter Musik über Klangkunst, von Alter Musik über Pop entstehen hier künstlerische Arbeiten, die weit über Berlin hinaus wahrgenommen und geschätzt werden.
Konzerte und Performances finden in Clubs, Projekträumen, Kirchen, Theatern und im öffentlichen Raum statt. So schafft die Szene kulturelle Teilhabe – unabhängig von Bildungsgrad, Herkunft oder Einkommen. Gleichzeitig ist sie ein relevanter Arbeits- und Wirtschaftszweig: Neben den Musiker:innen arbeiten hier viele Techniker:innen, Produzent:innen, Veranstalter:innen und Kulturvermittler:innen.
Trotz ihrer enormen künstlerischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung ist die Freie Musikszene strukturell stark unterfinanziert. Projektförderungen reichen kaum zur Existenzsicherung und steigende Lebenshaltungs- und Proberaumkosten gefährden viele Vorhaben akut. Kürzungen in diesem Bereich treffen direkt die kreativen Grundlagen der Stadt.
Wer die Freie Musikszene schwächt, gefährdet neben der künstlerischen Vielfalt auch die kulturelle Teilhabe und Berlins internationales Renommee als Musikmetropole. Eine starke Freie Szene braucht keine Lippenbekenntnisse, sondern eine verlässliche, auskömmliche Finanzierung und Infrastruktur!

MUSIKALISCHE BILDUNG
Foto: Peter Adamik

Musik braucht die Bildung und Ausbildung ihrer Akteur:innen. Oft sind es sehr lange Entwicklungsphasen in geschütztem Rahmen unter fachkundiger Anleitung, die notwendig sind, um professionelle Künstler:innenpersönlichkeiten reifen zu lassen. Dies leisten in Berlin vor allem städtische und private Musikschulen, musikalische Früherziehung, Musikunterricht und Musik-AG’s an allgemeinbildenden Schulen, privater Musikunterricht und Musikhochschulen.
In Berlin lernen etwa 60.000 Menschen ein Instrument oder das Singen – zusätzlich zum Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen oder nehmen an niedrigschwelligen Angeboten für die ganze Familie teil. Das bedeutet ebenso Arbeitsplätze für etwa 2.000 Menschen. Diese Menschen musizieren entweder für sich, in der Gruppe, im Orchester oder Chor und ergreifen später zum Teil einen Job als professionelle Musiker:innen oder in einem musik- oder kulturbezogenen Beruf.
Gerade die musischen Fächer in der Schule sind besonders in den letzten Jahren durch Lehrkräftemangel bedroht, Kunsthochschulen werden in der aktuellen Haushaltsdebatte einem strengen Kürzungsdiktat unterworfen, freie Projekte der Kulturellen Bildung und Teilhabe wurden maßgeblich in ihrer Existenz bedroht.

MUSIKWIRTSCHAFT
Foto: Sebastian Wischmann

Die Berliner Musikwirtschaft ist eine Schlüsselindustrie für die deutsche Hauptstadt. Sie ist dezentral strukturiert, zur Hebung ihrer Potentiale und Weiterentwicklung in ein MusicEcoSystem sind moderne Branchennetzwerke wie die Berlin Music Commission existentiell.

Sie ist als hochdynamische Innovationsträgerin ein strategisches Zukunftsfeld für Berlin. Sie schafft Arbeitsplätze, generiert kulturellen wie wirtschaftlichen Mehrwert und stärkt die Identität und internationale Ausstrahlung der Stadt. Das Potential wird vor allem vom Fachkräftemangel bedroht.

Um die Branche zukunftsfähig zu machen, braucht es strategische Nachwuchsarbeit. Die Basis der gesamten Fachkräfte-Thematik ist die Jugendförderung. Unternehmen wie die BMC und das Musicboard leisten einen bedeutenden Beitrag zur Jugendförderung mit Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Jugendfestival LISTEN TO BERLIN: YOUTH (BMC) und das Pop-Kultur Festival (Musicboard). 

Plattformen, die für die Vernetzung von Jugend und Branche geschaffen wurden, die dringend weiterer Unterstützung durch die Landespolitik bedürfen.

Ein solches Ökosystem braucht internationale Sichtbarkeit. Die Berliner Musikwirtschaft Banche hat das Potenzial, ein internationaler Leuchtturm zu werden. Das Musicboard Berlin fördert sowohl die Freie Szene als auch die Musikwirtschaft. Durch strategischen Ausbau kann Berlin ein Musik- und Branchenevent mit globaler Ausstrahlung etablieren – ein Ort der Begegnung, der Innovation und der Wertschöpfung.

Berlin ist eine der bedeutendsten Musikmetropolen Europas und beherbergt renommierte Institutionen wie die Staatsoper Unter den Linden, die Deutsche Oper, die Komische Oper sowie das traditionsreiche Konzerthaus am Gendarmenmarkt und die Philharmonie Berlin. Diese Orte und Ensembles wie jene der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH prägen das kulturelle Leben der Stadt maßgeblich. Sie stehen für höchste künstlerische Qualität, ziehen internationales Publikum an und bieten ein breites Repertoire von klassischer Oper und Konzerten über zeitgenössische Produktionen bis hin zu experimentellen Formaten an ungewöhnlichen Aufführungsorten. Damit leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Vielfalt und internationalen Strahlkraft Berlins. Eine kontinuierliche Förderung ist essentiell, um diese Institutionen auch weiterhin als Orte der Exzellenz, Bildung und gesellschaftlichen Teilhabe zu erhalten. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche stärken sie den kulturellen Zusammenhalt, bieten Räume für Reflexion und Innovation und tragen erheblich zur wirtschaftlichen Attraktivität der Stadt bei.

 

Foto: Martin Walz

Chöre, Orchester, Bands, Ensembles, Kammermusikensembles oder Solist:innen – die Berliner Amateurmusikszene ist groß und vielfältig. Laut einer aktuellen Studie machen etwa 800.000 Menschen in Berlin in ihrer Freizeit Musik. Die Amateurmusik ist inklusiv: alle können mitspielen, ganz egal, welchen Alters, welcher Herkunft oder welchen  sozioökonomischen Status. Denn es geht einzig um die Liebe zur Musik und darum, sie zu einem wichtigen Teil des eigenen Lebens werden zu lassen.
Jeden Tag finden zahlreiche Konzerte statt, die der gesamten Stadtgesellschaft barrierearme Angebote zur kulturellen Teilhabe ermöglichen. Und in Berlin findet man alles: vom klassischen Symphonieorchester über einen Chor für türkische Musik bis hin zu Ensembles aus Akkordeons, Zupfinstrumenten und Saxophonen oder Rockbands, die in ihrer Garage proben. Diese vielen Ensembles schaffen vor allem eins: unermüdliche Begeisterung für die musikalische Sache.
Neben tausenden Stunden zivilgesellschaftlichem Engagement finden auch Berufsmusiker:innen viele Möglichkeiten, Ensembles anzuleiten oder als Solist:in aufzutreten.
Eine Kürzung der Amateurmusik beträfe mehr als 20% der Berliner:innen und würde kulturelle Angebote und soziale Orte derart beschneiden, dass die Arbeit für Kultur, Gesellschaft, Demokratie und Gesundheit nicht mehr möglich wäre.

Foto: Gerold Rebsch

Die Freie Musikszene ist ein unverzichtbarer Teil der Berliner Kulturlandschaft – experimentell, innovativ, vielfältig, international vernetzt. Eine Vielzahl professionell freischaffender Musiker:innen arbeitet in Berlin außerhalb institutioneller Strukturen und prägt das musikalische Profil der Stadt. Von improvisierter Musik über Klangkunst, von Alter Musik über Pop entstehen hier künstlerische Arbeiten, die weit über Berlin hinaus wahrgenommen und geschätzt werden.
Konzerte und Performances finden in Clubs, Projekträumen, Kirchen, Theatern und im öffentlichen Raum statt. So schafft die Szene kulturelle Teilhabe – unabhängig von Bildungsgrad, Herkunft oder Einkommen. Gleichzeitig ist sie ein relevanter Arbeits- und Wirtschaftszweig: Neben den Musiker:innen arbeiten hier viele Techniker:innen, Produzent:innen, Veranstalter:innen und Kulturvermittler:innen.
Trotz ihrer enormen künstlerischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung ist die Freie Musikszene strukturell stark unterfinanziert. Projektförderungen reichen kaum zur Existenzsicherung und steigende Lebenshaltungs- und Proberaumkosten gefährden viele Vorhaben akut. Kürzungen in diesem Bereich treffen direkt die kreativen Grundlagen der Stadt.
Wer die Freie Musikszene schwächt, gefährdet neben der künstlerischen Vielfalt auch die kulturelle Teilhabe und Berlins internationales Renommee als Musikmetropole. Eine starke Freie Szene braucht keine Lippenbekenntnisse, sondern eine verlässliche, auskömmliche Finanzierung und Infrastruktur!

Foto: Ulla C. Binder

Musik braucht die Bildung und Ausbildung ihrer Akteur:innen. Oft sind es sehr lange Entwicklungsphasen in geschütztem Rahmen unter fachkundiger Anleitung, die notwendig sind, um professionelle Künstler:innenpersönlichkeiten reifen zu lassen. Dies leisten in Berlin vor allem städtische und private Musikschulen, musikalische Früherziehung, Musikunterricht und Musik-AG’s an allgemeinbildenden Schulen, privater Musikunterricht und Musikhochschulen.
In Berlin lernen etwa 60.000 Menschen ein Instrument oder das Singen – zusätzlich zum Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen oder nehmen an niedrigschwelligen Angeboten für die ganze Familie teil. Das bedeutet ebenso Arbeitsplätze für etwa 2.000 Menschen. Diese Menschen musizieren entweder für sich, in der Gruppe, im Orchester oder Chor und ergreifen später zum Teil einen Job als professionelle Musiker:innen oder in einem musik- oder kulturbezogenen Beruf.
Gerade die musischen Fächer in der Schule sind besonders in den letzten Jahren durch Lehrkräftemangel bedroht, Kunsthochschulen werden in der aktuellen Haushaltsdebatte einem strengen Kürzungsdiktat unterworfen, freie Projekte der Kulturellen Bildung und Teilhabe wurden maßgeblich in ihrer Existenz bedroht.

Foto: Peter Adamik

Die Berliner Musikwirtschaft ist eine Schlüsselindustrie für die deutsche Hauptstadt. Sie ist dezentral strukturiert, zur Hebung ihrer Potentiale und Weiterentwicklung in ein MusicEcoSystem sind moderne Branchennetzwerke wie die Berlin Music Commission existentiell.

Sie ist als hochdynamische Innovationsträgerin ein strategisches Zukunftsfeld für Berlin. Sie schafft Arbeitsplätze, generiert kulturellen wie wirtschaftlichen Mehrwert und stärkt die Identität und internationale Ausstrahlung der Stadt. Das Potential wird vor allem vom Fachkräftemangel bedroht.

Um die Branche zukunftsfähig zu machen, braucht es strategische Nachwuchsarbeit. Die Basis der gesamten Fachkräfte-Thematik ist die Jugendförderung. Unternehmen wie die BMC und das Musicboard leisten einen bedeutenden Beitrag zur Jugendförderung mit Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Jugendfestival LISTEN TO BERLIN: YOUTH (BMC) und das Pop-Kultur Festival (Musicboard). 

Plattformen, die für die Vernetzung von Jugend und Branche geschaffen wurden, die dringend weiterer Unterstützung durch die Landespolitik bedürfen.

Ein solches Ökosystem braucht internationale Sichtbarkeit. Die Berliner Musikwirtschaft Banche hat das Potenzial, ein internationaler Leuchtturm zu werden. Das Musicboard Berlin fördert sowohl die Freie Szene als auch die Musikwirtschaft. Durch strategischen Ausbau kann Berlin ein Musik- und Branchenevent mit globaler Ausstrahlung etablieren – ein Ort der Begegnung, der Innovation und der Wertschöpfung.

Foto: Sebastian Wischmann
PARTNER:INNEN

Diese Konzerthäuser, Institutionen, Orchester, Ensembles, Chöre und Organisationen sind Teil der Musikstadt Berlin und machen mit bei „Deine Stimme für MUSIK“

#BERLINISTKULTUR

Der Landesmusikrat Berlin ist Teil des Aktionsbündnisses #BerlinIstKultur, welches sich gegen Kürzungen im Kulturbereich ausspricht.

Alle Informationen zu #BerlinIstKultur gibt es hier: https://www.berlinistkultur.de/

Test Alt
Offene Probe

Auch nicht-mitwirkende Zuhörer:innen sind herzlich willkommen.

Eine aktive Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. 

Alle Berliner Amateurmusiker:innen sind herzlich eingeladen, an der Offenen Probe am Samstagabend teilzunehmen. 

Exklusiv für den Orchestertreff werden der zweite und vierte Satz der 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven so arrangiert, dass auch Musiker:innen mit unterschiedlichen Zupfinstrumenten, Akkordeon und anderen im Original nicht besetzten Instrumenten mitspielen können. 

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmer:innen Ensemble-Erfahrung mitbringen. 

Iván Fischer

ist Ehrendirigent des Konzerthausorchesters und als einer der visionärsten Musiker unserer Zeit bekannt.

Er war Chefdirigent des National Symphony Orchestras in Washington, Opéra National de Lyon und des Konzerthausorchesters Berlin, letzteres hat ihn zum Ehrendirigent ernannt. Ebenso ist er Honorary Guest Conductor des Royal Concertgebouw Orchestra, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet.  

Bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR und dem New York Philharmonic Orchestra ist er regelmäßig zu Gast.

Nach einigen Gastauftritten in internationalen Opernhäusern, entschied er sich auch bei der Oper für einen Reformweg und gründete die Ivan Fischer Opera Company, mit der er unabhängige Opernproduktionen verwirklicht. Seit 2004 ist Iván Fischer auch als Komponist tätig, er schreibt meist vokale Musik mit kleinen Instrumentalensembles. 

Iván Fischer wurde 2013 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt und ist Ehrenbürger von Budapest.

Noten
Hier finden Sie alle Noten für die offene Probe. Bitte bringen Sie sich Ihre Noten selbstständig, ausgedruckt und vorbereitet mit.
 
4. Satz
Zeit und Ort

Samstag, 28. September

18.30 bis 20 Uhr

Landesmusikakademie Berlin
Foyer des FEZ-Berlin

Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin