Landesjugendorchester Berlin
Lebendig, leidenschaftlich und offen für Herausforderungen: Rund achtzig Musikerinnen und Musiker zwischen 14 und 20 Jahren bilden das Landesjugendorchester (LJO), den musikalischen Spitzennachwuchs in Berlin. In zwei längeren Arbeitsphasen pro Jahr werden große Werke geprobt und im Konzerthaus Berlin oder im Großen Sendesaal im Haus des Rundfunks aufgeführt.
Das Orchester ist bisher, außer in Berlin und zahlreichen anderen Orten in Deutschland, in Posen, Krakau, Stettin, Moskau, Prag und Atlanta aufgetreten. Zu seinem 25-jährigen Jubiläum wurde das Landesjugendorchester auf Tournee in die Türkei eingeladen und gastierte im Herbst 2012 in den großen Konzertsälen in Ankara, Izmir und Istanbul. Anlässlich des 100-jährigen Endes des Ersten Weltkrieges bildete das Landesjugendorchester im Herbst 2018 mit dem Orchester des Versailler Konservatoriums einen gemeinsamen Klangkörper, der Konzerte in Paris, Versailles, Potsdam und Berlin gab.
Häufig konzertiert das Landesjugendorchester Berlin mit jungen Solisten, die früher selber Mitglieder des Orchesters waren.
Das Landesjugendorchester Berlin wird in seiner Arbeit – im Rahmen der Partnerschaft „tutti pro“ zwischen professionellen Orchestern und Jugendensembles – durch das Orchester der Deutschen Oper vielfältig unterstützt.
Termine
PROGRAMM:
Francis Poulenc, Suite française
Claude Debussy, Première Rhapsodie für Orchester und Klarinette solo in B
Camille Saint-Saëns, Danse Macabre
Hector Berlioz, Symphonie fantastique
Dirigent: Lancelot Fuhry
Solistin: Emily Poser
Tickets: Programm – Konzerthaus Berlin
À la francaise
- 12
- APR
Aktuelles
Osterkonzert am 12. April um 18 Uhr im Konzerthaus
Francis Poulenc, Suite française d’après Claude Gervaise
Claude Debussy, Première Rhapsodie für Orchester und Klarinette solo in B
Camille Saint-Saëns, Danse Macabre – – Poëme symphonique op. 40
Hector Berlioz, Symphonie fantastique
Dirigent: Lancelot Fuhry
Solistin: Emily Poser
Vorhang auf für große Gefühle! Liebe, Sehnsucht, Trauer, Freude, Lebenslust. Die französischen Komponisten Francis Poulenc, Claude Debussy, Camille Saint-Saens und Hector Berlioz übersetzen die Bandbreite menschlicher Empfindungen nuancenreich in Musik. Tänzerisch, träumerisch, leidenschaftlich, poetisch. Lassen Sie sich von impressionistischen Klangfarben ebenso verzaubern wie von einem Meisterwerk der Programmmusik: Berlioz‘ Symphonie fantastique. In seinem Osterkonzert widmet sich das Landesjugendorchester Berlin Werken voller Passion und Esprit.
Mitspielen
Für das Landesjugendorchester Berlin können sich Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren bewerben. Zweimal im Jahr werden in etwa einwöchigen Arbeitsphasen unter Anleitung professioneller Musiker:innen Programme erarbeitet, die im Anschluss in Konzerten der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Probespiele finden zweimal im Jahr vor den Arbeitsphasen statt. Für die Osterarbeitsphase wird der Probespieltermin demnächst hier bekanntgegeben.
Osterarbeitsphase 2026
Termine:
Anmeldeschluss: 1. Februar 2026
Probespiel: 16. und 17. Februar 2026
Vorproben in der Deutschen Oper Berlin:
7. und 8. März 2026
Probenfahrt nach Kloster Michaelstein:
5.-10. April 2026
Konzert:
12. April 2026 im Konzerthaus
Probenwochenende: 19.-21. Juni 2026
Konzert mit dem Lionsclub: 22. Juni 2026
Die Teilnahme an allen Terminen ist verpflichtend für das Mitwirken bei der Arbeitsphase.
Dirigent der Osterarbeitsphase 2026
Lancelot Fuhry
Lancelot Fuhry studierte zunächst Schulmusik und Geschichte in seiner Heimatstadt Berlin, bevor er ein Dirigierstudium bei Prof. Nicolás Pasquet in Weimar aufnahm. Seine berufliche Laufbahn begann in Großbritannien, wo er nach einem Junior Fellowship an der Musikhochschule Manchester von 2005 bis 2007 als Assistenzdirigent beim Bournemouth Symphony Orchestra engagiert war. Zurück in Deutschland schlug er die Theaterlaufbahn ein und war zuletzt von 2013 bis 2019 als 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD am Staatstheater Augsburg tätig, 2014/15 übernahm er zusätzlich die Funktion des kommissarischen GMDs. Die Position des 1. Kapellmeisters hatte er zuvor ebenfalls an den Theatern Dortmund und Görlitz bekleidet. Lancelot Fuhry war zudem langjähriger Stipendiat im Forum Dirigieren des Deutschen Musikrats und wurde 2005–2008 durch die Künstlerliste »Maestros von Morgen« gefördert.
Gleichsam auf dem Konzertpodium wie im Orchestergraben zu Hause hat Lancelot Fuhry u. a. beim DSO Berlin, den Symphonieorchestern von Bochum, Düsseldorf, Ludwigshafen und Meiningen gastiert. Im Ausland arbeitete er u. a. mit den Radiosinfonieorchestern von Dublin und Slowenien, dem BBC Philharmonic Manchester und den philharmonischen Orchestern von Bukarest und Straßburg.
Erste Erfahrungen im Unterrichten sammelte Lancelot Fuhry während seines Fellowships in Manchester, woran sich jährliche Kurse im Masterstudiengang Dirigieren anschlossen. 2008/09 unterrichtete Lancelot Fuhry in Weimar die Schul- und Kirchenmusikstudierenden und wurde 2019 auf eine Professur für Orchesterleitung (Lehramt und Kirchenmusik) an die HMTM berufen.
Solistin der Osterarbeitsphase 2026
Emily Poser
Emily Poser studiert Klarinette bei Professorin Nicola Jürgensen an der Folkwang Universität der Künste Essen. Neben ihrem Hauptfach trainiert sie auch in der Fakultät Tanz, was ihre künstlerische Vielseitigkeit zusätzlich prägt.
Die gebürtige Berlinerin kann trotz ihres jungen Alters bereits zahlreiche musikalische Erfolge verzeichnen. Sie ist mehrfache Preisträgerin bei „Jugend musiziert“ bis auf Bundesebene, war Stipendiatin der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, des Vereins Live Music Now sowie der Cité Internationale des Arts Paris. Vor ihrem Studium war sie Jungstudentin am Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin und an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, an der sie auch ihr Bachelorstudium begann. Ergänzend dazu besuchte sie Meisterkurse bei international renommierten Klarinettisten wie Martin Spangenberg, Sebastian Manz, Ralph Manno, Johannes Gmeinder, Norbert Möller, Harri Mäki, Jens Thoben, Johannes Peitz, Jérome Voisin und Florent Héau.
Als Klarinettistin spielte sie in zahlreichen Orchestern in Sälen wie der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin und dem NDR Sendesaal. Auch der Kammermusik widmet sie sich intensiv und mit großer Hingabe. In unterschiedlichen Besetzungen konzertiert sie regelmäßig deutschlandweit. Dieses Jahr spielte sie mit ihrem Klarinettenquartett in Berlin und im Landtag Brandenburg und mit dem Anemoi-Quintett in Bern.
Gleichsam auf dem Konzertpodium wie im Orchestergraben zu Hause hat Lancelot Fuhry u. a. beim DSO Berlin, den Symphonieorchestern von Bochum, Düsseldorf, Ludwigshafen und Meiningen gastiert. Im Ausland arbeitete er u. a. mit den Radiosinfonieorchestern von Dublin und Slowenien, dem BBC Philharmonic Manchester und den philharmonischen Orchestern von Bukarest und Straßburg.
Erste Erfahrungen im Unterrichten sammelte Lancelot Fuhry während seines Fellowships in Manchester, woran sich jährliche Kurse im Masterstudiengang Dirigieren anschlossen. 2008/09 unterrichtete Lancelot Fuhry in Weimar die Schul- und Kirchenmusikstudierenden und wurde 2019 auf eine Professur für Orchesterleitung (Lehramt und Kirchenmusik) an die HMTM berufen.
Das Dozent:innenteam des Landesjugendorchesters Berlin
Tarla Grau ist Dozentin der 2. Violinen des Landesjugendorchesters Berlin. Sie ist Mitglied im Deutschen Symphonie Orchester Berlin. Tarla Grau studierte Violine und Kammermusik und kam über die Stationen Karajan Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker, Konservatorium Bern, University of Southern California, Los Angeles, und Jugendorchester San Diego, California, nach Berlin. Als Dozentin betreut sie außerdem das Bundesjugendorchester, das Miagi-Jugendorchester Südafrika sowie das Jugendorchester des Festival of Strings San Diego. Tarla Grau möchte ihre Erfahrung und ihre Freude an der Musik an die Jugend weitergeben. (Foto: Peter Adamik)
Marion Leleu studierte am Conservatoire National Supérieur Musique in Lyon Bratsche und Chor-Dirigat. Sie wirkte als Orchestermusikerin unter anderem an der Staatsoper Hamburg und der Kammerakademie Potsdam und als Gast in so unterschiedlichen Klangkörpern wie Chamber Orchestra of Europe, Orchestre de Radio-France, Ensemble Modern, Akademie für Alte Musik Berlin und an der Bayerischen sowie der Dresdner Staatsoper. Ihre reiche Erfahrung gibt sie seit 2008 an der UdK Berlin und seit 2017 am Berliner Musikgymnasium C.Ph.E. Bach weiter. Ihre Leidenschaft gilt der Pädagogik und der psychologischen Unterstützung anderer Musiker. Als Musikerin weiterhin regelmäßig unterwegs, hat sie sich auf die Kammermusik verlegt, allen voran im Duo ALTOPIANO und im historischen Streichquartett „Quatuor Voltaire“. (Foto: Peter Adamik)
Alf Moser, 1966 in Berlin geboren, erhielt seit dem sechsten Lebensjahr Unterricht an der Trompete und am Klavier. Mit 14 Jahren wechselte er zum Kontrabass und studierte von 1982 bis 1987 an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« bei Kammervirtuose Prof. Heinz Zimmer.
Sein erstes Engagement führte Alf Moser 1987 ins Berliner Sinfonie-Orchester (heute Konzerthausorchester). Seit 1989 ist er festes Mitglied der Staatskapelle Berlin.
Im Jahr 1992 gründete Alf Moser zusammen mit dem Cellisten Matias de Oliveira Pinto das »Berliner Kammerduett«. Er war viele Jahre Mitglied der Bayerischen Kammerphilharmonie, von 2001 bis 2009 auch des Deutschen Kammerorchesters Berlin, und musiziert im European Community Chamber Orchestra (ECCO). Zahlreiche Tourneen mit dem Berliner Sinfonie-Orchester, der Staatskapelle Berlin und als Mitglied verschiedener Kammermusikensembles führten ihn durch ganz Europa sowie nach Japan, Südamerika und Australien.
Isabella Homann, geboren in Braunschweig, erhielt ihren ersten Fagottunterricht an der Städtischen Musikschule Braunschweig bei Thomas Mengler und studierte nach dem Abitur an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Dag Jensen. Außerdem besuchte sie Meisterkurse bei Eckart Hübner, Daniele Damiano, Klaus Thunemann und Sergio Azzolini.
Im Jahr 2018 wurde sie Akademistin an der Deutschen Oper Berlin, wo sie sich ein Jahr später die Stelle der stellvertretenden Solofagottistin erspielte. Aushilfstätigkeiten führten sie in verschiedene Orchester, u.a. die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das Rundfunksinfonieorchester Berlin, das DSO Berlin, die Komische Oper Berlin und die Berliner Philharmoniker.
Neben dem Orchesterspiel liegt ihr die Kammermusik sehr am Herzen. So war sie während ihres Studiums Stipendiatin der Villa Musica Rheinland-Pfalz und der Stiftung Yehudi Menuhin Live Music Now München e.V., wo sie erste Erfahrungen sammelte, Kammerkonzerte selber zu gestalten. Diese Leidenschaft führt sie an der Deutschen Oper Berlin weiter fort, wo sie mit Kolleg*innen gemeinsam die Kammerkonzertreihe des Hauses „Tischlereikonzerte“ organisiert und konzipiert.
Sanja Fister wurde in Kroatien geboren. Sie studierte Schlagzeug an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, wo sie seit 1999 einen Lehrauftrag und seit 2004 eine Gastprofessur für Pauke/Schlagzeug inne hat. Sie wirkt als Schlagwerk-Dozentin am Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach, an der Internationalen Musikakademie, beim Festival Junger Künstler Bayreuth und beim Deutschen Kammermusikkurs sowie bei Education-Projekten der Berliner Philharmoniker. Sanja Fister ist Gründungsmitglied des Schlagzeugensembles percusemble berlin, mit dem sie zahlreiche Konzerte und Uraufführungen spielte, unter anderem mit dem SWR Rundfunkorchester und beim RBB KulturRadio. Sie wirkte bei zahlreichen zeitgenössischen Konzert- und Musiktheaterproduktionen und Opernaufführungen mit und ist Preisträgerin des Hanns-Eisler-Aufführungspreises. Sie leitete das Schlagzeugensemble bei der CD-Produktion des Deutschlandradios von Hans Werner Henzes „Pollicino“, die mit einem Echo ausgezeichnet wurde. Sanja Fister ist zudem regelmäßig Jurorin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und leitet das Projekt „Schlagzeug macht Schule“ mit.


















