LMR-Info 58. Ausgabe vom 20. Juni 2022

Inhalt

Zwei Tage, 55 Chöre, 1600 Kehlen: Am 25. Juni startet der Berliner Chortreff
Nur noch zehn Tage, dann startet der Berliner Chortreff in der Landesmusikakademie Berlin und der Christuskirche Oberschöneweide. Mehr …
dream sequence: Landesjugendensemble Neue Musik Berlin mit zwei Uraufführungen
Klassiker der Neuen Musik – und zwei Uraufführungen von jungen Berliner Komponisten: Mit seinem Programm „dream sequence“ kommt das Landesjugendensemble Neue Musik in die Villa Elisabeth. Mehr …
Listening to Climate Change: Werkstattkonzert des Landesjugendorchesters mit Lancelot Fuhry
Den Klimawandel hörbar machen. Das Landesjugendorchester erprobt in diesem Sommer in einem Werkstattkonzert an ausgewählten Werken neue Formen des Musizierens. Angeleitet wird es dabei durch das Klangkunstkollektiv kling klang klong. Mehr…
21. Juni (1): Fête de la Musique
„Come Out And Play“ ist das Motto der Fête de la Musique 2022. Längsten Tag des Jahres wird das Festival mit zahlriechen Auftritten überall in Berlin außerdem das Instrument des Jahres 2022 würdigen, das Drumset. Mehr …
21. Juni (2): Friedenstag der Musik
„Friedenstag der Musik“: Am 21. Juni musikalische Zeichen setzen für Freiheit, Frieden und Demokratie! Dazu fordert eine Initiative aus Verbänden des deutschen Musiklebens auf. Mehr …
Neu im Drumset-Stadtplan: Der MAXIM-Jugendclub in Weißensee
Sonja Schaudt vom Raumkoordinations-Team hat den MAXIM-Jugendclub besucht und mit dessen Leiter Robert Lange gesprochen. Mehr …
Frauenorchesterprojekt: Arbeitsphase im September / Mitspielerinnen gesucht
Zu seinem 15-jährigen Bestehen trifft sich das Frauenorchesterprojekt (FOP) im September 2022 eine Arbeitsphase in sinfonischer Besetzung. Mehr …

Termine

Berliner Chortreff
25./26.6.2022    Berliner Chortreff
25.9.2022            Konzert der Preisträger des Landeschorwettbewerbs

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
7.–11.7.2022      Sommer-Arbeitsphase
12.7.2022            dream sequence – Sommerkonzert

Landesjugendorchester Berlin
24.7.2022            Listening to Climate Change – Sommerkonzert

Jugend musiziert Berlin
27.8.2022            Bundespreisträgerkonzert

Berliner Jazztreff
27.11.2022          37. Berliner Jazztreff in der Kulturbrauerei        
Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

Jugend musiziert Berlin: Landespreisträgerkonzert im Konzerthaus / Erfolge beim Bundeswettbewerb
Nachdem sich am 7. Mai Preisträgerinnen und Preisträger des Landeswettbewerbs Jugend musiziert Berlin im Konzerthaus vorgestellt hatten, konnten sie sich vom 2. bis 9. Juni in Oldenburg mit Jugendlichen aus allen Bundesländern messen – mit beachtlichem Erfolg! Mehr …

mitglieder-news

Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft: Mehr Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten ausbilden!
Gemeinsam mit dem Deutschen Musikrat fordert die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft mehr Ausbildungskapazitäten im Bereich der Musiktherapie. Mehr …
IG Jazz: Berliner Jazzwoche, 4.–10. Juli 2022 / Prolog am 3. Juli
Vom 4. bis 10. Juli findet die Berliner Jazzwoche 2022 statt. Sie startet am Vorabend mit einem Prolog im Silent Green, einschließlich Panel-Diskussion, Empfang und Musik. Mehr …
Landesmusikakademie Berlin: Kurs „Willkommenspaket für ukrainische Kinder“
Am 10. Juni 2022 bietet die Landesmusikakademie einen Online-Kurs für Erzieherinnen und Erzieher, und Lehrerinnen und Lehrer an. Mehr …
Verein zur Förderung der Zupfmusik: Sommerkonzert und Mandoline-Kurs
Das Ensemble Pandurina kündigt ein Sommerkonzert mit Musik aus Film und Fernsehen an, und Fachfremde Musiklehrer können sich im Herbst im Mandolinenspiel schulen lassen. Mehr …

Musikbuch-Empfehlung

Jens Balzer: Schmalz und Rebellion: Der deutsche Pop und seine Sprache
Von Capris roter Sonne über die Roboter bis zum Deutschrap: Popmusik in Deutschland hat ihre eigene Sprache, und sie ist ein Spiegel ihrer Gegenwart. Jens Balzer schaut sie sich an – vom Wirtschaftswunder bis in die Gegenwart. Mehr …
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LMR-News


Zwei Tage, 55 Chöre, 1600 Sänger:innen: Am 25. Juni startet der Berliner Chortreff

Am Samstag, dem 25., und Sonntag, dem 26. Juni werden die Landesmusikakademie Berlin in der Wuhlheide und die benachbarte Christuskirche in Oberschöneweide Schauplätze eines Berliner Rekords. 55 Chöre, 1600 Sängerinnen und Sänger: Noch nie haben so viele Ensembles, so viele Menschen an einem Berliner Chortreff teilgenommen. Das Organisationsteam des Landesmusikrats um Verena von Bieberstein wusste nicht, was es erwarten konnte – nach zwei Jahren der Corona-Pandemie, in denen Chöre um ihren Fortbestand kämpften und manches Ensemble mangels Probemöglichkeiten aufgeben musste.
Doch nun wird eine Rekordzahl von Sänger:innen, vom Schulchor bis zum Seniorinnen-Senioren-Chor, von drei bis sechzig Stimmen, von Jazz bis Klassik, auf vier Bühnen auftreten. Einige Chöre nehmen zusätzlich am Landeschorwettbewerb teil und singen vor den vier prominent besetzten Fachjurys, um sich für den Deutschen Chorwettbewerb 2023 in Hannover zu qualifizieren.
Im Vordergrund stehen aber für alle Teilnehmer:innen Begegnung, Austausch – und vor allem das Singen, voreinander, füreinander und miteinander. Sänger:innen und Besucher:innen sind außerdem zu einer Vielzahl von Workshops eingeladen, von Alexandertechnik über Warm-ups bis zu Body-Percussion. Zu offenen Proben laden Sängerin und Chorleiterin Lili Sommerfeld, Justin Doyle, Leiter des RIAS Kammerchors, und der Berliner Indie-Trap-Erfinder Trille ein. Die Anmeldung ist auf der Chortreff-Website des Landesmusikrats möglich, Noten können sich Interessierte ebenfalls dort herunterladen. Zwischen den Konzertorten FEZ und Christuskirche sowie der S-Bahn-Station Wuhlheide wird ein Shuttle-Bus pendeln, im FEZ lädt die Gastronomie zur Stärkung ein (man sollte Bargeld mitbringen).
Die Landesmusikakademie, Gastgeberin des Berliner Chortreffs 2022, bietet an beiden Tagen im Rahmen ihrer „klangwelten“ außerdem ein buntes Familienprogramm an, von der Glocken-Rallye über das „Experimentarium Akustik“ bis hin zum Selberbauen von Musikinstrumenten – oder man genießt einfach den Sonnenschein bei einer Bootsfahrt. Eingeladen sind alle, die den Chorgesang lieben oder einfach ein entspanntes Wochenende mit Musik im Grünen erleben möchten – und alles kostenfrei. Das gesamte Programm ist bereits zum Download verfügbar (PDF, 12 MB).
Der Chortreff wird gefördert von der LOTTO-Stiftung Berlin.
Alle Informationen zum Chortreff auf der Website des Landesmusikrats


Braucht viel Platz: die Partitur von George Crumbs „Dream Sequence (Image II)“. Foto: F. Sprondel

dream sequence: Landesjugendensemble Neue Musik Berlin mit zwei Uraufführungen – jetzt Tickets sichern!

Zu Beginn der Berliner Sommerferien ist es soweit: Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin präsentiert sein Sommerprogramm! Dabei scheut es keine großen Aufgaben – auch nicht die pferdedeckengroße Partitur von George Crumbs Ensemblestück „Dream Sequence (Images II)“. Unter dem Titel „dream sequence“ erkundet das Ensemble unter der Leitung von Christoph Breidler unterschiedliche musikalische Strukturen, Klänge und neue Werke. Mit im Programm: zwei Uraufführungen für Drumset und Kammermusik-Ensemble, die in Kooperation mit den Projekten Jugend musiziert Berlin und „Instrument des Jahres 2022: Drumset“ entstanden sind.
Das Landesjugendensemble Neue Musik wird dieses spannende Programm gemeinsam mit Christoph Breidler nach einer Vorprobe am 18. Juni in der ersten Woche der Berliner Sommerferien, vom 7. bis zum 11. Juli, erarbeiten und am 12. Juni in der Villa Elisabeth aufführen. Eintrittskarten zu 10 Euro (ermäßigt 8 €) sind über diesen Link im Vorverkauf erhältlich.
dream sequence
Sommerkonzert des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin
Leitung: Christoph Breidler
12. Juli 2022, 20 Uhr, Villa Elisabeth, Invalidenstr. 3, 10115 Berlin


Listening to Climate Change: Werkstattkonzert des Landesjugendorchesters mit Lancelot Fuhry

Den Klimawandel hörbar machen. Das Landesjugendorchester erprobt in diesem Sommer in einem Werkstattkonzert an ausgewählten Werken neue Formen des Musizierens. Angeleitet wird es dabei durch das Klangkunstkollektiv kling klang klong. Das Werkstattkonzert ist eine Hinleitung auf das Herbstkonzert, in dem das Prinzip dann zur vollen Entfaltung kommt.
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zu „Die Zauberflöte“
Einleitung kling klang klong
Jean-Féry Rebel: „Le Cahos“ aus „Les Élémens“
Intermezzo kling klang klong
Joseph Haydn: „Vorstellung des Chaos“ aus „Die Schöpfung“
Intermezzo kling klang klong
Edgard Varèse: „Hyperprism“
Charles Ives: „The Unanswered Question“
– PAUSE –
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 93  D-Dur
Listening to Climate Change
Sommerkonzert des Landesjugendorchesters Berlin – Werkstattkonzert
Leitung: Lancelot Fuhry

In Kooperation mit kling klang klong
24. Juli 2022, 17 Uhr, Landesmusikakademie Berlin, Astrid-Lindgren-Bühne, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin

Eintrittskarten zu 10 Euro (ermäßigt 8 Euro) sind über diesen Link erhältlich.


Foto: © Jim Kroft 2022

21. Juni (1): Fête de la Musique

Come Out And Play: Endlich geht es wieder raus zum gemeinsamen Musikerlebnis! Nach zwei Jahren als Online-Festival plant die Fête de la Musique in Berlin wieder mit einer Vielzahl an Musikorten in der ganzen Stadt, zu denen das Publikum bei freiem Eintritt kommen und Musik wieder in Gemeinschaft erleben kann. Dem Aufruf zur Teilnahme sind überraschend viele Veranstalter:innen gefolgt, und so wird man am 21. Juni 2022 an über 80 Orten in der ganzen Stadt den Sommer begrüßen: inklusiv, divers, friedlich, freundschaftlich, offen für alle musikalischen Stile, für Profis ebenso wie für Anfänger:innen an ihren Instrumenten. Und damit feiert die Fête de la Musique gemeinsam mit vielen anderen Städten auf der Welt das 40. Jubiläum der Veranstaltung, die 1982 zum ersten Mal in Frankreich stattfand.
„Obwohl das Fest der Musik und mit ihm der längste Tag des Jahres in diesem Jahr an einem Dienstag stattfindet, ist der Zuspruch und das Engagement für die Veranstaltung quer durch die ganze Stadt und vielfältigem Programm schon jetzt rekordverdächtig“, freut sich Katja Lucker, Geschäftsführerin des Musicboard Berlin, das von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa mit der Durchführung der Fête de la Musique beauftragt ist: Über 80 Musikorte haben bereits ihre Teilnahme zugesagt, darunter „alte Bekannte“, wie das Kesselhaus mit der French Night, Sage Beach, Quasimodo, Badehaus, Yaam, Gretchen, Golgatha, Centre Français, Musikschule „Fanny Hensel“ gemeinsam mit Dussmann Kulturkaufhaus, Museum Europäischer Kulturen, Senatssaal der Humboldt-Universität und viele neue, spannende Musikorte. Der Chorverband rechnet mit 60 bis 70 teilnehmenden Chören und feiert das Jahr der Chöre in Neukölln mit drei Bühnen – im Heimathafen, dem Körnerpark und der Magdalenenkirche in Rixdorf.
Partnerbezirk Neukölln
Der Chorverband ist einer von vielen Partner:innen, die den diesjährigen Partnerbezirk der Fête de la Musique in seiner ganzen Vielfalt zeigen. „Natürlich kennen viele die hippen Ecken, Clubs und Spots in Neukölln“, sagt Björn Döring, Kurator der Veranstaltung. „Aber wir möchten gemeinsam mit dem Bezirksamt, Clubbetreiber:innen und allen anderen leidenschaftlich Musikbegeisterten zeigen, dass es auch jenseits von Kreuzkölln vieles zu entdecken gibt. Wer käme beispielsweise auf die Idee, für ein Konzert in die Gropiusstadt zu fahren? Wir bringen gleich den ganzen Auftaktabend am 20. 6. dorthin.“ Auch die zuständige Kulturstadträtin Karin Korte freut sich darauf: „Ich bin unheimlich stolz, dass wir es geschafft haben, als Partnerbezirk wahrgenommen zu werden. Die musikalische Vielfalt unseres Bezirks machen nicht nur Leuchttürme wie unsere Musikschule Paul Hindemith, die Neuköllner Oper, die Global Music Academy, das Deutsche Chorzentrum oder die Werkstatt der Kulturen aus, sondern eine große Bandbreite freier Gruppen aller Musikrichtungen.“
Instrument des Jahres: Drums
Die Fête de la Musique beteiligt sich in diesem Jahr auch zum ersten Mal an der Kampagne des Landesmusikrats Berlin zum Instrument des Jahres. 2022 ist es das Drumset, das wie so viele andere Rock-Instrumente über einen langen Zeitraum den Ruf hatte, ein reines Jungs-Ding zu sein. Dass diese Sichtweise der Vergangenheit angehört, erklärt sich von selbst, die Fête de la Musique möchte  mit den Drummer:innen der Stadt zeigen, wie vielfältig der Zugang zum Instrument geworden ist.
Special Olympics
In diesem wie im nächsten Jahr kooperiert die Fête de la Musique Berlin mit den Special Olympics. Die National Games in 2022 und die International Games 2023 zählen zu den größten Sportveranstaltungen des Jahres in der Hauptstadt und werden wichtige Meilensteine sein, um das Thema Inklusion stärker in der Mitte unserer Gesellschaft zu verankern. Die Bühne im Festival Village am Neptunbrunnen zählt am 21.6. zu den Musikorten der Fête.
Zur weiteren Einstimmung auf die Fete hier ein kleiner filmischer Rückblick auf die Fête de la Musique 2021: https://www.youtube.com/watch?v=LsYag4zp65E


21. Juni (2): Friedenstag der Musik

Die Musikwelt ist entsetzt über den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Und sie ist vereint in ihrer Anteilnahme und Solidarität mit der Zivilbevölkerung der Ukraine, in ihrer Forderung nach Frieden! Daher findet der diesjährige „Tag der Musik“ als „Friedenstag der Musik“ statt, an dem mit den Mitteln der Musik Zeichen gesetzt werden für Freiheit, Demokratie und Frieden. Der Deutsche Musikrat ruft gemeinsam mit dem Bundesmusikverband Chor und Orchester, dem Bundesverband der Freien Musikschulen, dem Bundesverband Musikunterricht, der Society Of Music Merchants und dem Verband deutscher Musikschulen alle Musikliebenden – ob im Amateur- oder im Profibereich, ob in klassischen Genres oder in der Pop- und Jazzmusik, ob alt oder jung – zur Teilnahme am „Friedenstag der Musik“ 2022 auf.
Musik ist Frieden, …
„… weil sich im gemeinsamen Musizieren gegenseitiger Respekt und emotionale Nähe manifestieren.“
Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates
„… weil sie Menschen und Kulturen verbindet.“
Benjamin Strasser MdB, Präsident des Bundesmusikverbands Chor & Orchester
„… weil gemeinsames Musizieren das Gemeinschaftsgefühl stärkt und so auch zur Völkerverständigung beiträgt. Trost, Kraft, Zuversicht – Kann Musik noch mehr?“
Mario Müller, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Freien Musikschulen
„… weil Musik in besonderer Weise gemeinsames Erleben in den Mittelpunkt stellen und Grenzen überwinden kann.“
Prof. Dr. Michael Pabst-Krueger, Präsident des Bundesverbands Musikunterricht
„… weil in der Musik unabhängige und eigenständige Stimmen zusammengeführt werden können, die dann ein gemeinsames und harmonisches Ganzes ergeben.“
Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt, Präsident des Bundesverbands Musikunterricht
„… weil wir mit Musik auf das, was uns bedrohlich erscheint, was uns einsam macht, was uns zu verhärten droht, reagieren können. Sie hilft, uns einerseits berühren zu lassen, andererseits aber auch mit Musik etwas loswerden zu können. So kann durch Musik etwas, das erstarrt ist, wieder in Fluss kommen.“
Prof. Ulrich Rademacher, Vorsitzender des Verbands deutscher Musikschulen
Der Aktionstag wird 2022 von der Kampagne #MusikIstFrieden begleitet: Persönlichkeiten aus Politik und Kultur akzentuieren dabei aus verschiedenen Perspektiven die Bedeutung der Musik als verbindungs- und friedenstiftende und damit auch gesellschaftspolitische Kraft. Die Kampagnenbeiträge werden rund um den Aktionstag auf der Website und den Social-Media-Kanälen des Deutschen Musikrates veröffentlicht. Der Tag der Musik findet seit 2009 jährlich auf Initiative des Deutschen Musikrates statt und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten gefördert.
Näheres zur Initiative „Tag der Musik“ erfahren Sie auch in einem kürzlich veröffentlichten Erklärvideo.


Proben im Maxim-Jugendclub. Fotos: Sonja Schaudt

Neu im Drumset-Stadtplan: Der MAXIM-Jugendclub in Weißensee

Der traditionsreiche Jugendclub MAXIM in Weißensee besteht bereits seit Ende des Zweiten Weltkriegs, und schon immer hat Musik eine zentrale Rolle gespielt. Im wunderbaren, voll ausgestatten Band-Proberaum geben sich die Bands von Schülern und Jugendlichen die Klinke in die Hand. An vier Tagen der Woche kann hier geprobt werden. Dabei arbeitet das MAXIM eng mit der Kurt-Tucholsky-Oberschule Pankow zusammen. Die Schüler:innen können im MAXIM proben. Zusätzlich werden Konzertmöglichkeiten für die Bands angeboten, bei denen sie sich ausprobieren können. Denn die Musik soll natürlich auch ein Publikum finden. Dazu ist der Konzertraum mit Bühne des MAXIM wie geschaffen, und nun nach Corona findet hier wieder sehr viel Musikalisches statt.
Im Gespräch mit Robert Lange, dem Leiter des Jugendclubs, erfuhren wir viel über dessen Geschichte, die zentrale Bedeutung von Musik und Konzerten und über die vielen wunderbaren Kooperationen, die das MAXIM ausmachen.
Wir freuen uns sehr, dass das MAXIM Teil des Drumset-Stadtplans des Landesmusikrats ist. Jugendliche, die auf den Drumset-Geschmack gekommen sind, können sich hier melden und sich am Schlagzeug ausprobieren. Neue Bands sind auch willkommen. Außerdem bietet das MAXIM seit Jahren eine Trommelwoche im Sommer an, die bei den Jugendlichen sehr beliebt ist.
Auf die Frage nach dem Wunsch von Jugendlichen, Schlagzeuger:innen zu werden, meinte Robert Lange, das wäre schwer zu beurteilen, da meist bestehende Bands den Proberaum im MAXIM nutzen. Allerdings weiß er, dass es bei den Musikschulen lange Wartelisten für den Drumset-Unterricht gibt. Das Projekt „Instrument des Jahres: Drumset“ findet er sehr gut. Leider sei es während der Corona-Pandemie für ihn schwierig gewesen, spezielle Angebote zu diesem Thema zu planen. Er hätte sich gewünscht, dass das „Jahr des Drumsets“ etwas weiter gefasst worden wäre, sodass Percussion ebenfalls in den Fokus rücken könnte. Den Drumset-Stadtplan findet er eine gute Sache und sehr hilfreich für Jugendliche, die gezielt nach Orten zum Schlagzeugspielen suchen.
Herzlichen Dank an Herrn Lange für seine Zeit und für den schönen Nachmittag im MAXIM.
Weitere Information:
www.landesmusikrat-berlin.de/service/raumkoordination/
Ansprechpartner:
Sonja Schaudt & David Montero, , 0157 344 978 96


Das FOP bei der Probe mit Dirigentin Mary Ellen Kitchens. Foto: © Beatrice Szameitat

Frauenorchesterprojekt: Sinfonische Arbeitsphase im September

Vom 23. bis 25. September erarbeitet das Frauenorchesterprojekt (FOP) in der Landesmusikakademie Berlin ein Programm mit sinfonischen Werken von Emilie Mayer, Claude Arrieu, Elsa Calagno, Cecilia McDowall und Francesca Gonzaga. Für die große Besetzung werden noch Bratschen und Kontrabässe gesucht, außerdem eine Oboistin, eine Fagottistin, ein hohesHorn und eine Harfenistin. Anmeldungen sind bis zum 26.Juni willkommen. Mehr Auskünfte zu Programm, Ablauf und Kosten finden Sie auf der Website des FOP und in der Ausschreibung (PDF).
Seit 2007 trifft sich das Frauenorchesterprojekt zu jährlichen Arbeitsphasen. 2022 feiert sein 15-jähriges Bestehen. Für den Februar 2023 ist bereits ein weiteres sinfonisches Programm geplant.


Berichte

Ivera Sihui Weinmann, Clara Schmidek und Albina Sihui Weinmann auf der Bühne im Kleinen Saal eds Konzerthauses. Foto: © Tommi Aittala

Jugend musiziert Berlin: Landespreisträgerkonzert im Konzerthaus / Erfolge beim Bundeswettbewerb

Der 7. Mai 2022 war eine Premiere in der Geschichte des Landeswettbewerbs Jugend musiziert Berlin: Zum ersten Mal konzertierten die Preisträgerinnen und Preisträger im Kleinen Saal des Konzerthauses am Gendarmenmarkt. 18 von ihnen stellten dort Lieblingsstücke aus ihren Wettbewerbsprogrammen vor. Eine Bildergalerie des Konzerts in diesem neuen, festlichen Rahmen finden Sie hier.
Insgesamt konnte Berlin weit mehr als 100 junge Musiker:innen zum Bundeswettbewerb entsenden, der vom 2. bis zum 9. Juni in Oldenburg stattfand. Und auch hier war die Berliner Abordnung erfolgreich: 36 Mal wurden Teilnehmer:innen aus Berlin 1. Preise zuerkannt, davon elfmal mit der Höchstpunktzahl. Hinzu kommen 40 2. Preise und 31 3. Preise. Dreimal wurde das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“ vergeben. Am 27. August wird sich eine Auswahl der Ausgezeichneten im Konzert der Bundespreisträger:innen im Festsaal des Roten Rathauses präsentieren.
Jugend musiziert Berlin
Bundespreisträgerkonzert
Sonnabend, 27.8.2022, 17 Uhr
Rotes Rathaus, Festsaal, Rathausstraße 15, 10178 Berlin


Mitglieder-News


Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft: Mehr Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten ausbilden!

Aufgrund der Belastungen durch die Corona-Zeit und angesichts des Kriegs in der Ukraine haben psychische und psychosomatische Störungen stark zugenommen, wie zahlreiche aktuelle Studien belegen. Musik kann sich positiv auf Körper, Geist und Seele auswirken, denn sie kann emotional berühren und daher auch ohne Worte Verbindung zwischen Menschen schaffen – gerade im professionellen musiktherapeutischen Umgang mit dem seelischen Leid geflüchteter Menschen. Doch obwohl die Hochschulrektorenkonferenz die Musiktherapie inzwischen als „Kleines Fach“ anerkannt hat und damit ihre Relevanz unterstreicht, sind die Ausbildungskapazitäten für den musiktherapeutischen Bereich sehr begrenzt: Derzeit wird nur an sieben Hochschulen in Deutschland ein Musiktherapiestudium mit Bachelor- oder Masterabschluss angeboten.
Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Der Deutsche Musikrat und die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft fordern von den Ländern, weitere musiktherapeutische Studiengänge, insbesondere an den Musikhochschulen, einzurichten. Musik und Kunst können gerade jetzt dazu beitragen, dass sich geflüchtete Menschen mit ihrer Kultur akzeptiert fühlen, dass sie sich einbringen und traumatische Erfahrungen verarbeiten können.“ Prof. Dr. Lutz Neugebauer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft, ergänzt: „Qualifizierte Therapeutinnen und Therapeuten der Künstlerischen Therapien werden für die Gesundheitsversorgung im ambulanten und klinischen Bereich dringend gebraucht. Die Belastung für die Psyche durch die Corona-Pandemie haben wir in der Gesellschaft lange unterschätzt. Künstlerische Therapien können viel dazu beitragen, dass Menschen sich emotional wieder ausdrücken können, Ressourcen aufbauen und mehr Lebensqualität gewinnen können. Wir brauchen daher mehr Ausbildungskapazitäten.“
Die gemeinsame Pressemitteilung von Deutschem Musikrat und Deutscher Musiktherapeutischer Gesellschaft finden Sie hier als PDF-Datei.


IG Jazz: Berliner Jazzwoche, 4.–10. Juli 2022 / Prolog am 3. Juli

In ihrem vierten Jahr findet die Jazzwoche Berlin vom 4. bis 10. Juli 2022 statt. Sie beleuchtet unter der Schirmherrschaft des Senators für Kultur und Europa Dr. Klaus Lederer durch Musik, Diskurs und Gespräch die Aktivitäten der Berliner Jazz- und Improvisationsszene. Eröffnet wird die Jazzwoche Berlin #4 am Sonntag, den 3. Juli mit einem Prolog im Silent Green, zu der die Initiatorin der Jazzwoche Berlin, die IG Jazz Berlin hiermit herzlich einlädt. Es wird ein Abend werden, bei dem Musiker:innen und Veranstalter:innen mit Ihrem Publikum, mit Kolleg:innen anderer Sparten, mit der Politik und Akteur:innen des Berliner Kulturlebens ins Gespräch kommen – ein Fest für die Musik, den Jazz, die Improvisierte Musik und aktuelle Musik in all ihren Facetten, all ihrer Vielfalt und Schönheit.
Ein Panel aus Dr. Francis Seek, Cymin Samawatie und Aljoscha Paulus wird unter der Moderation von Shelly Kupferberg über „Kunst, Klassismus und Neoliberalismus“ debattieren. Im Anschluss folgt ein Empfang mit Küche & Bar im Garten des Mars. Für Musik sorgen Andrea Parkins und Yorgos Dimitriadis, Ronny Graupe und Dejan Terzić sowie Nick Dunston‘s Skultura.
Zur Planbarkeit wird um eine baldige verbindliche Anmeldung gebeten, spätestens bis zum 20.06. per E-Mail an
Mehr Information über die Jazzwoche sind zu finden unter www.jazzwoche.berlin
Prolog zur Berliner Jazzwoche
Sonntag, 3. Juli 2022
Einlass: 15:30 Uhr, Beginn: 16:00 Uhr
Ort: Kuppelhalle im silent green Kulturquartier, Gerichtstraße 35, 13347 Berlin


Landesmusikakademie Berlin: Kurs „Willkommenspaket für ukrainische Kinder“

Der Online-Kurs richtet sich an Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, die mit 4– bis 8-jährigen Kindern im Kontext Ukraine mit Musik und Sprache arbeiten. Es geht um Lieder und Tänze, die ukrainische Elemente beinhalten (Sprache, Melodie), aber zumeist mehrsprachig aufgearbeitet sind und eine erste Brücke zur Integration darstellen. Der Kurs ist kostenfrei.
Mehr Informationen und Anmeldung: https://landesmusikakademie-berlin.de/angebote/kurs/willkommenspaket-musik-fuer-ukrainische-kinder-50622/


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Sommerkonzert und Mandoline-Kurs

Zweimal werden Freunde der Zupfmusik in und um Berlin Gelegenheit haben, das Sommerkonzert des Instrumentalensembles Pandurina zu genießen. Sein Programm mit beliebten Melodien aus Film und Fernsehen spielt es am 25. Juni um 18 Uhr in der Schlosskirche Schöneiche (Dorfstraße 8, 15566 Schöneiche bei Berlin) und am 26. Juni in der Immanuel-Kapelle Berlin (Friesickestraße 15, 13086 Berlin).
Es sind noch Plätze frei: Im Herbst bietet der VzFZ einen Kurs an, bei dem sich fachfremde Musikpädagog:innen und Schulmusiker:innen im Mandolinenspiel fortbilden lassen können, die zusätzlich Mandoline Grundstufe in Berlin unterrichten wollen. Den Lehrgang leitet Jeannette Mozos del Campo, Dozentin für Fachdidaktik Mandoline an der HfMT Köln Abteilung Wuppertal. Unser Verein zur Förderung der Zupfmusik e.V. wird für diesen Tag genügend Leihmandolinen zur Verfügung stellen. Im Jahr 2023 wird die Mandoline Instrument des Jahres. Der zu erwartende Ansturm neuer Mandolinenschüler kann voraussichtlich mit den vorhandenen Mandolinenlehrern nicht gedeckt werden.
Termin: Samstag, 8. Oktober 2022, 11–18 Uhr
Teilnahmeentgelt: pro Person 30,- € inklusive Verpflegung
Ort: Klingendes Museum Berlin, Behmstraße 13, 13357 Berlin
Anmeldeschluss: 21. Juni 2022


Musikbuch-Empfehlung

Jens Balzer: Schmalz und Rebellion: Der deutsche Pop und seine Sprache

Jens Balzer ist bekannt als Musikjournalist und Radiokolumnist (u. a. ZEIT, radioeins). In den letzten Jahren veröffentlichte er außerdem mehrere Bücher, in denen er musikalische und gesellschaftliche Entwicklungen ebenso scharfsinnig wie unterhaltsam beschreibt: „Pop: Ein Panorama der Gegenwart“ (2016), „Pop und Populismus“ (2019), „Das entfesselte Jahrzehnt: Sound und Geist der 70er“ (2019), und „High Energy: Die Achtziger, das pulsierende Jahrzehnt“ (2021).
Gerade ist Balzers neuestes Buch erschienen, in dem er Popmusiktexte aus Deutschland von den Fünfzigerjahren bis heute analysiert. Dabei sind längst nicht alle besprochenen Alben und Musikstile deutschsprachig, denn bekanntermaßen sangen deutsche Bands ab den späten Sechzigern vor allem auf Englisch, um gegen die Elterngeneration und Nazi-Vergangenheit zu protestieren. Ein eigenes Kapitel im chronologisch aufgebauten Buch ist den sogenannten „Gastarbeitern“ und ihren meist türkischsprachigen Platten gewidmet, die vom Radar der deutschen Chart-Auswertung trotz hoher Auflagen nicht erfasst wurden. Außerdem geht es um erfolgreiche Liedermacher mit plattdeutschen Texten (z. B. Knut Kiesewetter) oder um verfremdetes Deutsch in der Musik von Kraftwerk und anderen Krautrock-Bands. Jens Balzer spannt einen großen Bogen von der gewollten Diversität durch die raffiniert eingesetzten fremdsprachigen Akzente in den Liedern von Caterina Valente, die die Sehnsüchte der Wirtschaftswundergeneration bedienten („Ganz Paris träumt von der Liebe“, Tipitipitipso“) bis zur echten Diversität der heutigen Deutschrap-Texte mit eingeflochtenem migrantischem Slang. Das letzte Kapitel „Aus der Pussy – Kulturelle Aneignung und die Frage der Identität zu Beginn der 2020er-Jahre“ bietet bereits einen Ausblick auf Jens Balzers nächstes Buch: Im August erscheint seine Abhandlung „Ethik der Appropriation“ in der Reihe „Fröhliche Wissenschaft“ bei Matthes & Seitz.
Das Buch „Schmalz und Rebellion“ enthält eingangs einen QR-Code, der zu einer vom Autor zusammengestellten Playlist auf Spotify führt. Im Anhang wird es ergänzt durch eine Liste mit weiterführender Literatur sowie ein Register der enthaltenen Bands und Interpretinnen.
Balzer, Jens: Schmalz und Rebellion: Der deutsche Pop und seine Sprache. Berlin: Bibliographisches Institut – Duden, 2022. 223 Seiten. ISBN 978-3-411-75669-8. 20 Euro
Dieses Buch auf der Website des Verlags
Link zum Inhaltsverzeichnis
Man singt deutsch! Sprachen und Fremdsprachen im deutschen Pop
Podcast mit Musikbeispielen von Jens Balzer auf Bayern 2 vom 17. 5. 2022
Interview mit Jens Balzer zu seinem Buch auf SWR 2 vom 17. 5. 2022
Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.


Zu den LMR-Info-Ausgaben 1 bis 57


LMR-Info 57. Ausgabe vom 4. Mai 2022

Inhalt

Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge: Die Berliner Kulturszene hilft / DOV vermittelt Aushilfen / Exilorchester Mriya gegründet
Die Berliner Kulturszene, der Landesmusikrat und die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) setzen sich für Geflüchtete aus der Ukraine ein. Vielen konnte bereits geholfen werden. Am 10. Mai konzertiert erstmals das Exilorchester Mriya in der Philharmonie. Mehr …

Erstmals im Konzerthaus: Das Landespreisträgerkonzert Jugend musiziert Berlin
Am 7. Mai ist es soweit: Zum ersten Mal musizieren Preisträgerinnen und Preisträger des Landeswettbewerbs Jugend musiziert Berlin im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Mehr …

Instrument des Jahres: Drumset – jetzt Postkarten versenden!
Der Landesmusikrat Werbematerial für Veranstaltungen zum Jahr des Drumsets an. Veranstalter können es auf seiner Website bestellen. Mehr …

dream sequence: Sommerprojekt des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin
Am 12. Juli stellt das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin sein neues Programm in seinem Sommerkonzert vor. Sprechender Titel: dream sequence. Mehr …

Die Raumkoordination in Bild und Ton
Die Raumkoordinationsstelle des Landesmusikrats präsentiert ihren Imagefilm. Mehr …

Sommerprojekt des Landesjugendorchesters: Letzte Chance zur Anmeldung!
Orchesterarbeit für das Klima: Das Landesjugendorchester Berlin widmet dem großen Zukunftsthema seine Sommerarbeitsphase. Anmelden können sich Interessierte bis morgen, 5. Mail! Mehr …

Berliner Jugendorchester gründen Arbeitsgemeinschaft
Am 27. April 2022 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Berliner Jugendorchester. Ihr Ziel ist bessere Vernetzung der Ensembles untereinander. Mehr …

„Musik für alle!“ Bundesmusikverband weiter Partner bei „Kultur macht stark!“
Der BMCO hat sich mit seinem Konzept „Musik für alle!“ wieder als einer von 27 Programmpartnern durchgesetzt. Ab Herbst 2022 können Chöre, Orchester, Kirchengemeinden, Musikvereine, Kulturzentren oder Gemeinden wieder Projektideen für Musikprojekte einreichen. Eine ausführliche Ausschreibung wird im Herbst 2022 veröffentlicht. Mehr …

#hierspieltdiemusik: VBKI setzt Nothilfeprojekt für Musik-Profis fort
Der Verband Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) erneuert sein Förderprogramm für Berliner Musikerinnen und Musiker. Mehr …

Neue Gesichter im Team des Landesmusikrats
Drei neue Gesichter sind auf der Ansprechpartner-Seite des Landesmusikrats zu entdecken: Sabine AL-Haroun, Wassim Mukdad und Sven Ratzel. Mehr …

Termine

Jugend musiziert Berlin
7.5.2022               Landespreisträgerkonzert

Landesjugendorchester Berlin
5.5.2022               Anmeldeschluss zur Sommer-Arbeitsphase
12.5.2022            Probespiel im Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach
15.–24.7.2022    Sommer-Arbeitsphase

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
7.–12.7.2022      Sommer-Arbeitsphase
12.7.2022            dream sequence – Sommerkonzert

Berliner Chortreff
25./26.6.2022    Berliner Chortreff

Instrument des Jahres: Drumset – alle Termine hier! 

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

Die Zukunft der Berliner Kulturpolitik: Podiumsdiskussion am 12. April 2022
Sechs Expertinnen aus der Berliner Kulturszene und Politik debattierten darüber, wie die Strategie der Kulturverbände für eine künftige Kulturpolitik aussehen kann. Mehr …

Wichtige Anliegen: Jour-fixe-Podium über Freiberufliche Sängerinnen und Sänger
Der Jour fixe „Musik und Stadt“ zur Lage freiberuflicher Sängerinnen und Sänger am 4. April 2022 fand großes Echo in der Fachwelt. Mehr …

Diversität im Mittelpunkt: Das Drumset als Schlüssel zu musikalischer Bildung
Beim Pressegespräch am 23. März stellte der Landesmusikrat die Aktivitäten rund um das Instrument des Jahres 2022 vor, das Drumset. Mehr …

Jugend musiziert: Landeswettbewerb endlich wieder vor Publikum
Vom 31. März bis zum 3. April fand der 59. Landewettbewerb Jugend musiziert Berlin statt – in Räumlichkeiten der Universität der Künste Berlin quer durch die City West. Neu und gleich ein Erfolg: ein Panel zum Thema Filmmusik. Mehr …

Berliner JugendJazzOrchester: Erfolgreicher Neustart in der ufaFabrik
Neue Besetzung, neuer Sound, neue Leitung: Das Berliner JugendJazzOrchester stellte sich am 15. April in neuer Formation einem begeisterten Publikum vor. Mehr …

Mitglieder-News

Chorverband Berlin: 2022 ist Jahr der Chöre / „Endlich wieder Chor!“
Der Deutsche Chorverband hat 2022 zum Jahr der Chöre ausgerufen. Jetzt schon umfangreich: die deutschlandweite Chorlandkarte, auf der sich auch weitere Chöre anmelden können. Mehr …

Chorverband der EKBO (CBO): Einladung zu den ökumenischen Chortagen 2022
Miteinander Singen und Gemeinschaft erleben, dafür sind die Ökumenischen Chortage 2022 gedacht, die in Templin (14.5.), Görlitz (25.6.) und Berlin (3.9.) stattfinden. Mehr …

Handiclapped e. V.: Konzert und Party zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
Ein bunter Abend am 7. Mai, mit viel Live-Musik, DJ-Kollektiv, Redebeiträgen und DYNAMIT-Party. Die Rede-Beiträge werden in Deutscher Gebärdensprache begleitet. Mehr …

IAML: „Musik nachgefragt!“ Die Ingeborg-Drewitz-Bibliothek im Gespräch mit Musikexpertinnen und -experten
Musikexpertinnen und -experten in einer digitalen Sendereihe der Ingeborg-Drewitz Bibliothek. Mehr …

Initiative Neue Musik: Online-Talk zur zeitgenössischen Musik in der Ukraine
Am Freitag, dem 6. Mai 2022, verabstaltet die Initiative Neue Musik Berlin um 17 Uhr einen Online-Talk zur Lage der zeitgenössischen Musik in der Ukraine. Mehr …

Vincentino e. V.: Berliner Kids präsentieren ihr Talent bei Best-of-Vincentino-Show
Im Albrecht-Dürer-Gymnasium begeisterten Schülerinnen und Schüler mit Highlights ihrer Arbeit in der Programmreihe „Andere Lebenswelten kennenlernen – Fokus junges jüdisches Leben in Berlin“ erarbeitet hatten. Ihre Show ist jetzt auch auf Youtube zu sehen. Mehr …

VÖBB: 50 Jahre „12 Cellisten der Berliner Philharmoniker“ / Tutorials zu Musikrecherche und Urheberrecht
Autorin Monika Borth liest aus ihrer Biografie von Rudolf Weinsheimer, Grüner der „12 Cellisten“. Das Musikinformationszentrum (MIZ) veröffentlicht ein Tutorial zur Musikrecherche. Mehr …

Musikbuch-Empfehlung

Yuriy Ghurzy: Richard Wagner und die Klezmerband
Was macht jüdische Musik in Deutschland aus? Und wie kommt Richard Wagner in die Aufnahmeformulare jüdischer Auswanderer – im Jahr 1990? Yuriy Ghurzy begibt sich in seinem Buch auf die Suche „nach dem neuen, jüdischen Sound in Deutschland“. Mehr …

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LMR-News


Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge: Die Berliner Kulturszene hilft / DOV vermittelt Aushilfen / Exilorchester Mriya gegründet

Ob aus Berlin, aus Eberswalde oder aus Biel in der Schweiz: Auf seinen Aufruf samt Umfrage hin erreichten den Landesmusikrat Berlin zahlreiche Hilfsangebote für Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen mussten. „Musikerin (…) kann ukrainische Musikerin mit 2 Kindern aufnehmen. Üben möglich! Bad und Küche müssten geteilt werden. Garten vorhanden“: Nicht wenige Angebote lauten so oder ähnlich. Dazu werden Kinderbetreuung, Hospitanzen zu späterer Vermittlung, Übemöglichkeiten, kostenloser Unterricht und anderes angeboten. Weit über hundert Menschen und Institutionen möchten auf diesem Weg Flüchtenden helfen.
Die Umfrage richtet sich nicht ausschließlich an Musikerinnen und Musiker, sondern an die Kulturszene insgesamt. Ist ein Angebot eingegangen, wird es an die Kulturverbände weitergeleitet, die im jeweiligen Bereich – Musik, Theater, Tanz, Bildende Kunst usw. – ihr Netzwerk pflegen. Diese Verbände vermitteln dann die Angebote an Hilfsbedürftige.

Die Arbeitsstelle Musikarbeitsmarkt transnational wurde im Landesmusikrat Berlin 2018 eingerichtet, um Musikern, die aus dem Ausland nach Berlin flüchten mussten, praktische Hilfe und Beratung anzubieten. Die Arbeitsstelle hatte bisher ihren Schwerpunkt in der Arbeit mit Musikern aus dem Nahen Osten, etwa aus Syrien und Iran. Nun nutzt sie das seither aufgebaute Netzwerk, um den vielen Menschen zu helfen, die aus der Ukraine nach Berlin kommen. Wassim Mukdad, Musiker aus Syrien, setzt sich als Ansprechpartner des Landesmusikrats für alle Hilfesuchenden ein, berät und vermittelt hilfreiche Kontakte.

Die Deutsche Orchestervereinigung vermittelt geflüchtete Musikerinnen und Musiker als Aushilfen an Deutsche Orchester. Interessierte brauchen nur eine E-Mail an die Adresse zu senden, in der folgende Angaben stehen (in dieser Reihenfolge): Vor- und Nachname / Aufenthaltsort und Anreisedatum / Instrument / E-Mail-Adresse / Telefonnummer / Arbeitserfahrung / Internetauftritt (Youtube o. ä.) / Sprachkenntnisse. Die übersandten Daten werden von der Deutschen Orchestervereinigung streng vertraulich behandelt und nur über die DOV-Delegierten an das jeweilige Orchesterbüro übermittelt, wenn ein konkreter Aushilfebedarf besteht.

Am 21. April 2022 trat in der Laeiszhalle in Hamburg erstmals das Exilorchester Mriya (Ukrainisch für „Traum“) auf. Es wurde im März gegründet und setzt sich aus geflüchteten Profimusikerinnen aus ukrainischen Großstädten zusammen. Betreut wird es durch den Verein Culture Connects e. V., der auch die Hilfsplattform mriya.de betreibt. Über sie werden unterschiedliche Hilfsangebote vermittelt, etwa Musikunterricht von Geflüchteten für Geflüchtete, Hilfsangebote und die Organisation von Konzerten für geflüchtete Künstlerinnen und Künstler. Das Orchester wird am Dienstag, dem 10. Mai 2022, um 20 Uhr in der Berliner Philharmonie ein Solidaritätskonzert geben. Eintrittskarten sind im Vorverkauf über Eventim erhältlich.


Erstmals im Konzerthaus: Das Landespreisträgerkonzert Jugend musiziert Berlin

Zum 59. Mal fand Anfang April der Landewettbewerb Jugend musiziert Berlin statt. Preisträgerinnen und Preisträger werden sich am 7. Mai vorstellen, in diesem Jahr zum ersten Mal im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Um 17 Uhr beginnt im Kleinen Saal das Konzert, in dem die jungen Musikerinnen und Musiker Lieblingsstücke aus ihren Wettbewerbsprogrammen vortragen werden. Eintrittskarten zu 8 Euro sind im Vorverkauf unter diesem Link erhältlich.


Instrument des Jahres: Drumset – jetzt Postkarten versenden!

Das Jahr des Drumsets wird wesentlich von den Musikschulen und anderen Akteuren der Berliner Musikszene mitgetragen. Wer eine Veranstaltung mit Drumset-Schwerpunkt anbietet, kann sie über den Landesmusikrat in verschiedenen Veranstaltungskalendern und auf Social-Media-Kanälen platzieren.

Darüber hinaus bietet der Landesmusikrat nun eigens gestaltete Postkarten an, die Veranstalterinnen und Veranstalter kostenfrei bestellen und für ihre Events verwenden können. Sie stehen in zwei Versionenn zur Verfügung und können über dieses Online-Formular bestellt werden.


dream sequence: Sommerprojekt des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin

Die Sommer-Arbeitsphase des Landesjugendensemble Neue Musik Berlin steht vor der Tür! Unter dem Titel „dream sequence“ wird das Ensemble zu Beginn der Sommerferien für sechs Tage zusammenkommen, gemeinsam eine Uraufführung und weitere spannende Werke erarbeiten und sich mit einem Konzert präsentieren.

Künstlerische Leitung: Christoph Breidler
Proben: Donnerstag, 7. Juli, bis Dienstag, 12. Juli 2022 in Berlin
Konzert: 12. Juli 2022, 20 Uhr, Konzertort wird noch mitgeteilt

Programm:
Milica Djordjevic (*1984): Rdja (2015)
George Crumb (*1929): Dream Sequence (Images II) (1976)
Leonard Brandt (*2010): Conversation in the morning (Uraufführung für Drum-Set und Ensemble, Sonderpreisträger Jugend musiziert Berlin, Kategorie Komposition)
Alexey Sioumak (*1976): Parovoz Structures (2005)
und ein weiteres Werk tbd

Gesucht werden folgende Instrumente:
Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klavier, Querflöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Tenor-Saxophon/Bariton-Saxophon, Drumset, Schlagwerk, Klavier

Zur Anmeldung


Die Raumkoordination in Bild und Ton

Wie kann die Arbeit der Raumkoordinationsstelle klar dargestellt werden? Wie kann ein breites Publikum auf die Ziele und Vorgehensweise aufmerksam gemacht werden? Diese Fragen und noch mehr hat sich das Team der Raumkoordinationsstelle gestellt und die Antwort lautete: durch ein kurzes Video!

Einige Raumgeber, wie die evangelische Gemeinde Tiergarten, der Jazzclub Schlot und die Heinrich-Böll-Bibliothek wurden als Schauplätze ins Boot geholt. Die Akteure waren der Rupenhorner Kammerchor, eine Jazz-Band und eine Rock-Gruppe. Gemeinsam wurde zwei Tage eine kleine Geschichte gedreht und dann ging es in die Produktion. Und nun ist er da: Unser Imagefilm, kurz und auf den Punkt!

Das Team der Raumkoordinationsstelle ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis und ist gespannt, wie es Ihnen gefällt. Bitte gerne weiterleiten und teilen!

Die Raumkoordinationsstelle des Landesmusikrats vermittelt Räume an Amateurchöre und -Ensembles, die dringend Proben- und Aufführungsräume suchen. Das Team der Raumkoordinationsstelle des Landesmusikrats sammelt in Kooperation mit dem Chorverband Berlin Informationen zu geeigneten Räumen in einer Datenbank und stellt das Angebot in einer interaktiven Raumkarte zur Verfügung.

Weitere Informationen:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/service/raumkoordination/

Ansprechpartner:
Sonja Schaudt & David Montero, , 0157 344 978 96


Sommerprojekt des Landesjugendorchesters: Letzte Chance zur Anmeldung!

Weltweit setzen sich unzählige junge Menschen für eine lebenswerte Zukunft auf der Erde ein. Das Thema Klimawandel ist heute drängender denn je. Mit dem Data-Storytelling-Projekt „Listening to climate change“ macht das Landesjugendorchester (LJO) Berlin die Problematik des Klimawandels zum eigenen Thema.

In Kooperation mit dem Soundkollektiv kling klang klong werden Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Landesjugendorchesters Berlin auf Basis wissenschaftlicher Wetterdaten ein digitales musikalisches Angebot entwickeln, mit dem der Klimawandel auditiv erfahrbar wird. Ein aussagestarkes musikalisches Programm hat das LJO zusammen mit dem Dirigenten Christoph Altstaedt entwickelt. Interessierte Musikerinnen und Musiker können sich bis zum 5. Mail 2022 (morgen!)um die Mitwirkung bewerben. Ein Probespiel findet am 12. Mai 2022 im Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach statt.

Das Landesjugendorchester stellt sein Konzertprogramm „Listening to Climate Change“ Ende Juli 2022 im traditionsreichen Funkhaus Nalepastraße vor.


Berliner Jugendorchester gründen Arbeitsgemeinschaft

Berlin ist eine Stadt der Jugendorchester. An jeder der zwölf bezirklichen Musikschulen gibt es mindestens ein größeres Orchester. Dazu kommen die Schulen, besonders Oberschulen und Gymnasien mit Musik-Schwerpunkt, und verschiedene andere Institutionen und Vereine. So entsteht eine einzigartige Orchesterlandschaft zum Mitmusizieren für Kinder und Jugendliche – aber auch ein großer Bedarf an Räumen, Mitspielerinnen und Mitspielern sowie gelegentliches Gedränge um Proben- oder Konzerttermine, besondere Instrumente und Aushilfen.

Am 27. April 2022 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Jugendorchester, darunter auch des Landesjugendorchesters, zu einer Zoom-Konferenz. Ziel des Treffens war die bessere Vernetzung der Ensembles untereinander mit dem Ziel, aus dem Reichtum des Angebots Nutzen zu ziehen und hinderliche Überschneidungen auszuräumen. Die Themen, die dabei zur Sprache kamen, sollen bei einem neuen Treffen am 6. September 2022 vertieft werden.

Ansprechpartner: Friedrich Sprondel, E-Mail:


„Musik für alle!“: Bundesmusikverband weiter Partner bei „Kultur macht stark!“

Bereits am 21. März 2021 verkündete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Verlängerung des Programms „Kultur macht stark“ für die Jahre 2023 bis 2027. Das Förderprogramm ist speziell für Kinder und Jugendliche ausgelegt, die sonst wenig Zugang zu Angeboten der kulturellen Bildung haben.

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) ist seit zehn Jahren Programmpartner bei „Kultur macht stark“. Im Rahmen dieser Bundesinitiative konnten sich interessierte Kulturverbände und Stiftungen als Programmpartner für die neue Förderphase bewerben. Das Konzept von „Musik für alle!“ wurde erneut ausgewählt und kann sich auch zukünftig Musikprojekten in ehrenamtlicher Trägerschaft widmen. Das Förderprogramm unterstützt Kinder und Jugendliche, das Singen im Chor oder das Spielen eines Musikinstruments zu erlernen.

Durch die Bildung von Bündnissen verschiedener Chöre, Orchester, Kirchengemeinden und Musikvereine mit Kulturzentren, Musikschulen, Schulen und Kitas entstehen im Programm wertvolle Netzwerke von Bildungsträgern vor Ort.

Bestätigen kann dies auch der Verein doyobe e. V.: „Die Bündnisse sind ein sehr hoher Erfolgsfaktor für die Zusammenarbeit und das Netzwerken im Landkreis. Man kennt sich untereinander, man verbindet die Stärken und hilft somit dem Projektpartner das Projekt durchzuführen. Es zeigt auch, dass andere Organisationen für Kinder und Jugendliche Verantwortung in die Hand nehmen und mit den Mitteln, die Ihnen zur Verfügung stehen, geholfen wird.“

Kinder und Jugendliche erhalten nach erfolgreicher Durchführung in Vereinen daher eine langfristige Förderung. Ziel ist, allen Heranwachsenden gleiche Chancen für den Zugang zu kultureller Bildung sowie Weiterentwicklungsperspektiven zu garantieren. 

Dazu Theresa Demandt, Projektleitung von „Musik für alle!“: „Das Programm blickt auf fünf erfolgreiche Jahre zurück. Seit 2018 nahmen an den Projekten insgesamt über 8000 Kinder und Jugendliche teil. Wir konnten 4,1 Millionen Euro an mehr als 300 Chöre, Orchester und Kultureinrichtungen für die Umsetzung von 600 Einzelprojekten vergeben. Durch die Corona-Pandemie wurde die Notwendigkeit des Förderprogramms ‚Kultur macht stark‘ für die Kinder und Jugendlichen mit erschwertem Zugang zur kulturellen Bildung deutlicher denn je. Mit der Fortführung von ‚Musik für alle!‘ haben wir nun die Chance, diese Zielgruppe auch künftig zu fördern, den Kindern eine Stimme in unserer Gesellschaft zu geben und die Vereine durch die gezielte Nachwuchsarbeit in diesem Programm zu stärken.“

Ab Herbst 2022 können interessierte Chöre, Orchester, Kirchengemeinden, Musikvereine, Kulturzentren oder Gemeinden eine Projektidee für Musikprojekte beim Bundesmusikverband einreichen. Eine ausführliche Ausschreibung wird im Herbst 2022 veröffentlicht.

Die Entwicklungspotentiale für die neue Förderphase liegen darin, noch mehr Angebote im Ganztagsbereich zu schaffen. Auch der qualitätsvolle Einbezug digitaler Medien bildet im Amateurmusikbereich ein Zukunftsthema ab. Und auch bei der nachhaltigen kommunalen Verankerung passgenauer Angebote für den ländlichen Raum will sich der Amateurmusikbereich besonders einbringen.

Zum Programm „Musik für alle!“


#hierspieltdiemusik: VBKI setzt Nothilfeprojekt für Musik-Profis fort

Mit dem Projekt #hierspieltdiemusik unterstützt der Verband Berliner Kaufleute und Industrieller (VDKI), Engel & Völkers Commercial und die GESOBAU auf unbürokratische Weise Berliner Musikerinnen und Musiker. Noch bis zum 8. Mai 2022 können sich Interessierte registrieren und um eine Finanzhilfe von 1000 Euro bewerben. Im Juni 2022 entscheidet ein achtköpfiges Gremium dann über die Vergabe an Bewerberinnen und Bewerber. Das Geld zur Unterstützung der Künstlerinnen und Künstler wird aus Spendenmitteln zur Verfügung gestellt.

Informationen und Links zum Bewerbungsverfahren finden Interessierte hier.


Neue Gesichter im Team des Landesmusikrats

Sie ist die neue Unentbehrliche im Tagesgeschäft des Landesmusikrats: Sabine Al-Haroun. Sie hat von der Organisation von Autowerkstätten auf die Musik umgesattelt und kümmert sich seit dem 1. April um Buchhaltung und Instrumentenverleih.

Der syrische Musiker Wassim Mukdad hat in Damaskus und Berlin studiert, er musiziert als Oud-Spieler in internationalen Ensembles und engagiert sich für verschiedene soziale Projekte. Beratend und begleitend setzt er sich im Projekt Musikarbeitsmarkt transnational für geflüchtete Musikerinnen und Musiker ein, die im Berliner Musikarbeitsmarkt Fuß fassen wollen. Außerdem betreut er das Programm, das Hilfe an Menschen aus der Ukraine vermittelt.

Das erfolgreiche Schulprojekt Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter liegt seit diesem März in den Händen von Sven Ratzel. Der gebürtige Badener leitet in Berlin rund ein halbes Dutzend Chöre und arbeitet nun daran mit, Schülerinnen und Schüler für die Ensembleleitung zu begeistern.


Berichte


Die Zukunft der Berliner Kulturpolitik: Podiumsdiskussion am 12. April 2022

Bei einer Diskussionsrunde am 12. April 2022 vereinbarten die kulturpolitischen Spitzen der Koalitionsparteien von Rot-Grün-Rot mit der Berliner Kulturszene den gemeinsamen Weg hin zu einem Kulturfördergesetz für Berlin. Einig waren sich alle beim Ziel, Kunst und Kultur in Berlin per Gesetz verbindlich abzusichern. Uneinigkeit besteht darüber, wann das geschehen soll. Während aus der Koalition um Geduld geworben wurde, betonte die Initiative die Dringlichkeit. Die Gespräche sollen nun fortgesetzt und ein gemeinsamer Fahrplan noch im Jahr 2022 fest vereinbart werden.

Die Berliner Initiative Kulturfördergesetz hatte zu einer zweistündigen öffentlichen Online-Diskussionsrunde zur Zukunft der Kultur in Berlin eingeladen. Die kulturpolitischen Sprecherinnen der Berliner Koalitionsparteien waren vertreten, von Bündnis 90 / Die Grünen Daniela Billig, von der SPD Melanie Kühnemann-Grunow und von Die Linke Dr. Manuela Schmidt. Die Initiative, in der sich mehr als 60 Kunst- und Kulturverbände, -vereine, -organisationen und -gewerkschaften zusammengeschlossen haben, vertraten Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrates Berlin, Janina Benduski vom LAFT Landesverband freie darstellende Künste Berlin und Oliver Möst vom Netzwerk freier Projekträume und -initiativen. Julia Schell moderierte das Gespräch.

In den Eingangsstatements begrüßten die Politikerinnen einhellig das Anliegen der Initiative für ein Kulturfördergesetz. Zugleich wurde jedoch um die Geduld geworben, denn ein solches komplexes Gesetzvorhaben brauche Zeit. Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Gesetzvorhaben für ein Musikschul- und Bibliotheksgesetz seien gute Vorarbeiten und damit die ersten Schritte für ein spartenübergreifendes Kulturfördergesetz, das aber erst zur nächsten Legislaturperiode ab 2026 wirksam werden könnte. Als Gründe für diesen Zeitrahmen wurden unter anderen die Schaffung der finanziellen Voraussetzungen im Berliner Haushalt, ein notwendiger breiter Diskurs zwischen Kulturlandschaft, Politik und Verwaltung sowie die Evaluierung und Bestandsaufnahme der bestehenden Kunst- und Kulturförderung genannt. 

Aus der Initiative wurde darauf verwiesen, dass die Bereitschaft der Kulturszene zu spartenübergreifender Zusammenarbeit in der Initiative ein Potenzial ist, dass die Politik besser nutzen könnte. Das Positionspapier der Initiative sei in einem breiten Beteiligungsprozess erarbeitet worden und umfasse auch wesentliche inhaltliche Anregungen. Zentrale Anliegen seien faire Arbeitsbedingungen für alle Künstlerinnen und Künstler, Kulturakteurinnen und -akteure, die Verankerung von Zugänglichkeit, Barriereabbau und Diversität, die Sicherung und Neugewinnung von Kulturräumen sowie transparente und verbindliche Verfahren. Die gegenwärtige Lage erlaubte keine Verzögerung. Zudem könnte das Gespräch zwischen Politik, Verwaltung und Kultur über die Ziele und Inhalte eines Kulturfördergesetzes partizipative Verfahren voranbringen und damit auch spartenübergreifende Solidarität in Kunst und Kultur.

Zum Zeitrahmen erklärte Oliver Möst: „Der Druck, der auf den freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern in der Stadt lastet, ist für viele gar nicht vorstellbar und ist ja der Grund für den Zusammenschluss der Initiative.“ Hella Dunger-Löper verdeutlichte: „Ein Musikschul- und Bibliotheksgesetz können nur die ersten Bestandteile eines Kulturfördergesetz sein.“ Und Janina Benduski erläuterte „die große Dringlichkeit der Verankerung der Kultur mit einem Kulturfördergesetz als Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge, das zeigten die Erfahrungen in der Corona Pandemie.“

Abschließend betonten alle Beteiligten den hohen Wert von Kunst und Kultur für die Stadtgesellschaft in Berlin. Klar ist jedoch, dass noch viel zu tun ist, um die vielfältige Berliner Kulturlandschaft zu erhalten, (Frei-)Räume zu schaffen und die Menschen, die in der Kunst und im Kulturbereich arbeiten, besser sozial abzusichern. Das gemeinsame Ziel: eine breite öffentliche und politische Unterstützung für ein Kulturfördergesetz. Dafür wurde vereinbart, im 3. Quartal 2022 die nächsten Schritte zu diskutieren, um einen konkreten Fahrplan zu erarbeiten.

Weitere Informationen:
Die Diskussionsrunde ist online zu finden unter https://www.youtube.com/watch?v=CrVMc_wa4Kc.
Mehr Informationen zur Initiative finden Sie unter www.kulturfoerderngesetz.de


Wichtige Anliegen: Jour-fixe-Podium über Freiberufliche Sängerinnen und Sänger

Am 4. April 2022 trafen sich in der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain Bernhard Heß vom RIAS Kammerchor, die Sängerin Sarah Krispin, Robin von Olshausen von der Deutschen Orchestervereinigung, Dr. Manuela Schmidt von der Fraktion Die Linke und der Sänger David Stingl vom Rundfunkchor Berlin. Unter der Moderation von Ralf Sochaczewsky vom Landesmusikrat Berlin erörterten sie gemeinsam die schwierige Lage freischaffender Sängerinnen und Sänger. Nachdem diese im Berliner Musikleben ein großes Betätigungsfeld hatten, wurden sie von den Einschränkungen der Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Die Diskussionsrunde brachte wesentliche Probleme auf den Punkt und fand unter Betroffenen großes Echo. Sie steht auf der Website des Landesmusikrats zum Nachschauen zur Verfügung.


Diversität im Mittelpunkt: Das Drumset als Schlüssel zu musikalischer Bildung

Das Drumset als Schlüssel zur Musikalischen Bildung für möglichst viele: Diese Idee stand im Mittelpunkt beim Pressegespräch am 23. März zum Instrument des Jahres 2022 im Deutschen Chorzentrum.

Präsidentin Hella Dunger-Löper stellte die Aktivitäten des Landesmusikrats zum Drumset-Jahr 2022 vor. Dazu zählt eine Drumset-Landkarte, auf der Bands sowie Drumset-Spielerinnen und -Spieler Räume zum Üben und Proben finden. Die Landkarte wird vom Raumkoordinations-Team des Landesmusikrats ständig erweitert. Außerdem bietet der Landesmusikrat auf seiner Website einen zentralen Terminkalender, auf dem Neugierige Konzerte, Workshops und andere Veranstaltungen zum Instrument des Jahres finden.

Kultursenator Klaus Lederer betonte die Rolle Berlins als Band-Stadt, die ihre vielfältige Musiklandschaft aktiv fördere. Er wies auch auf die Rolle hin, die die Musikstadt Berlin bei der Integration von Flüchtlingen aus der Ukraine spielen kann.

Die Schlagzeugerinnen Philo Tsoungui und Jarita Freydank sprachen als Botschafterinnen, Prof. Udo Dahmen von der Popakademie Mannheim als Botschafter des Drumsets. Philo Tsoungui wünschte sich einen ungehinderten Zugang zur Schlagzeug-Ausbildung für einen möglichst diversen Kreis Interessierter; Jarita Freydank sprach den eigenen Weg ans Drumset und über ihr Unterrichten. Udo Dahmen wies auf den geschichtlichen Hintergrund des Drumsets und die institutionelle Ausbildung in Populärer Musik als Weg zum Musizieren als Beruf hin.

Eine besondere Rolle des Drumsets bei der Fête de la Musique 2022 kündigte Björn Döring an; für den Berlin Marathon sprach dessen Organisator John Kunkeler. Abschließend gab Jarita Freydank dem Kultursenator eine kurze Unterrichtsstunde am Drumset.

Weitere Informationen:https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/instrument-des-jahres-drumset/


Jugend musiziert: Landeswettbewerb endlich wieder vor Publikum

Die zweite Stufe ist geschafft: Vom 31. März bis zum 3. April stellten die Siegerinnen und Sieger der Berliner Regionalwettbewerbe ihr Können im Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin vor – nach zweijähriger Pause erstmals wieder vor Publikum. Die 22 Jurys vergaben 172 1. Preise, 84 2. Preise und 12 3. Preise. Von den erstplatzierten Musikerinnen und Musikern werden 112 zum Bundeswettbewerb weitergeleitet, der vom 2. bis 9. Juni in Oldenburg stattfinden wird. Gleichzeitig vergaben zahlreiche Sponsoren des Landeswettbewerbs Sonderpreise etwa für die Interpretation eines Werks der zeitgenössischen Musik oder für besondere Leistungen in Kategorien wie Alte Musik oder Komposition: Filmmusik. Die Spendeneinnahmen der Abschlussveranstaltung am 2. April gingen an die Ukraine-Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes.

Zahlreiche Berliner Institutionen und Betriebe vergeben im Landeswettbewerb Sonderpreise. So ging der Sonderpreis der Landesmusikakademie Berlin, dotiert mit einer professionellen Studio-Aufnahme, an das Gitarrenduo Lea und Lilli Sturm; den Sonderpreis der Carl-Bechstein-Stiftung, je 500 Euro, gewannen die Duos Rahel Dumler (Querflöte)/Sofia Hovhanissyan (Klavier) und Elias Gallant (Horn)/Georg Malerius (Klavier). An den Cellisten Francisco Joui Karr ging der Sonderpreis von rbbKultur, der einen Produktionstag für eine Studioaufnahme und die Einladung in die Sendung „Talente und Karrieren“ umfasst. Alle Preisträgerinnen und Preisträger der Sonderpreise des 59. Landeswettbewerbs Jugend musiziert Berlinfinden Sie unter diesem Link.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Landeswettbewerbs konnten im 59. Wettbewerb Workshop-Angebote des von Jeunesses Musicales entwickelten Formats „ETHNO“ wahrnehmen. Am Nachmittag des 3. April führten Hannah von Hübbenet und Leonard Petersen mit Moderatorin Georgia Haubrok eine angeregte Diskussion über den Berufsalltag des Komponierens von Filmmusik; die Kategorie Komposition: Filmmusik war in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgeschrieben. Die Gäste berichteten von ihrem Alltag als Komponistin bzw. Komponist, von ihren Arbeitsweisen und dem kreativen Prozess des Filmmusikschreibens. So sei es etwa nicht ungewöhnlich, zu mehreren gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. In der Filmmusikbranche, so wurde auch deutlich, sind Frauen weiterhin stark unterrepräsentiert und die Genres noch geschlechterspezifisch aufgeteilt; es sei aber viel in Bewegung, Chancen zur Veränderung gebe es. Viele Fragen richtete das Publikum an die Gäste, unter anderem zur möglichen eigenen Zukunft in der Filmmusik, zum Studium und zu Trends, die sich für die kommenden Jahre abzeichnen. Eine Audio-Aufnahme der Diskussion können Interessierte hier nachhören.

Bevor Siegerinnen und Sieger des Landeswettbewerbs sich beim Bundeswettbewerb in Oldenburg bewähren, werden viele von ihnen im Landespreisträgerkonzert zu hören sein. Es wird am 7. Mai erstmals im Konzerthaus Berlin stattfinden. Eintrittskarten zu 8 Euro sind hier erhältlich.


Berliner JugendJazzOrchester: Erfolgreicher Neustart in der ufaFabrik

Vom 9. bis zum 15. April 2022 probte das Berliner JugendJazzOrchester – in komplett neuer Besetzung und mit neuer Leitung von Fabia Mantwill und Nicolai Thärichen. Im Fokus stand die Erarbeitung eines neuen Sounds, der sich durch das Einbinden der Talente und individuellen Stimmen zusammensetzt und sich damit klar vom traditionellen Bigband-Sound absetzt. Ungewöhnlich war dabei auch die Instrumentierung: Der Holzbläsersatz wurde erweitert um Klarinette und Blockflöte, ein Vibraphon ergänzte die Rhythmusgruppe und ein Streichquartett rundete das Klangerlebnis ab. Die beiden künstlerischen Leiter haben extra für dieses Ensemble neue Stücke geschrieben und arrangiert. 

Die Arbeitsphase fand ihren erfolgreichen Abschluss mit einem ausverkauften Konzert in der ufa-Fabrik am Karfreitag. Die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer waren begeistert und sprangen auf, um dem Orchester und seiner Leitung zu applaudieren. „Wir sind sehr dankbar für das Vertrauen, das uns der Landesmusikrat geschenkt hat, und den Auftrag, mit diesem Orchester einen Neustart hinzulegen. Unser Plan ist dabei aufgegangen, wir sind glücklich, mit den tollen und talentierten Jugendlichen arbeiten zu dürfen. Wir schauen gespannt und voller Vorfreude in die Zukunft!“, sagte Fabia Mantwill zum Ende des Konzertes. Und auch bei den Jugendlichen kommt der neue Klang an: „Es war toll, eine neue Erfahrung zu machen und dabei über den eigenen Erfahrungshorizont hinauszukommen. Niki und Fabia haben uns beigebracht, den anderen Stimmen und Sounds zuzuhören und mit ihnen zu improvisieren.“

Die nächste Arbeitsphase für den Herbst 2022 ist bereits in Planung, an der Besetzung soll für zwei Jahre festgehalten werden.

 

Mitglieder-News


Chorverband Berlin: 2022 ist Jahr der Chöre / „Endlich wieder Chor!“

2022 ist das „Jahr der Chöre“. Der Deutsche Chorverband ruft zu dieser bundesweiten Initiative auf, um öffentlich und kulturpolitisch auf die Belange der Chorszene aufmerksam zu machen. Jeder kann dabei sein! Alle Chorverbände und Chöre, alle Vereine und chormusikalischen Institutionen sind dazu aufgerufen, sich zu beteiligen und auch ihre Konzerte und Projekte unter das Motto „Jahr der Chöre“ zu stellen. Wir als Chorverband Berlin beteiligen uns natürlich auch und freuen uns darauf, in diesem Jahr viele kleine und große Veranstaltungen unter diesem Titel zu erleben.

Chormusik in Deutschlands Amateurchören gehört bereits seit 2014 zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Wie viele Menschen in Deutschland wöchentlich im Chor singen? Die Antwort auf diese und andere Fragen findet ihr auf der Website des „Jahres der Chöre“, außerdem auch weitere Materialien zum Download.

Übrigens entsteht auf der Website momentan auch eine bundesweite Chorlandkarte. Wer will dabei sein? Mitglieder können dem nach Anmeldung in der Overso (Online-Verbandssoftware) ganz einfach zustimmen! Alle Chöre, die in keinem der Landesverbände Mitglied sind, aber dennoch auf der Landkarte erscheinen wollen, können das ab Anfang April über ein Formular auf der Website veranlassen.

„Endlich wieder Chor!“

Der 11. Juni steht ganz im Zeichen des Mottos „Endlich wieder Chor!“

Einen Tag lang lädt der Chorverband Berlin Chorleitende zum 8. Berliner Chorleiter*innentag in die Räumlichkeiten des Berliner Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums – auf dem Programm stehen Workshops, eine Podiumsdiskussion und ein Abendkonzert mit Berliner Chören. Außerdem wird es Möglichkeiten geben, sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Für jeden und jede ist etwas dabei:

Die Stimmbildnerin Juliane Berg gibt Einblicke in die Stimmbildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen, im Workshop von Chorleiter Carsten Gerlitz geht es bei „Chor goes YouTube“ darum, wie das bewegte Bild die eigene CD ablöst, in gleich zwei Workshops mit Musikpädagoge und Dirigent Michael Gohl aus Zürich erwarten die Teilnehmenden ein offenes Singen und Informationen zur effektiveren Arbeit als Chorleitende oder -leitender und Justin Doyle, Chefdirigent und künstlerischer Leiter des RIAS Kammerchors Berlin, hat eine Reading Session und beispielhafte Probenarbeit mit einem dem Chorleiter*innenchor im Gepäck.

Abschließen wird den Tag ein Konzert mit Berliner Chören.

Wann? 11. Juni 2022, 09:30–20:30 Uhr

Wo? Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium, Frankfurter Allee 6, 10247 Berlin
Tickets und alle weiteren Informationen finden Sie hier.


Chorverband der EKBO (CBO): Einladung zu den ökumenischen Chortagen 2022

Miteinander Singen und Gemeinschaft erleben, dafür sind die Ökumenischen Chortage 2022 gedacht, die in Templin (14.5.), Görlitz (25.6.) und Berlin (3.9.) stattfinden. Die Evangelische und die Katholische Kirche laden ein zu gemeinsamen Workshops, Proben und jeweils einem gemeinsamen Abschluss am Abend. Auch Chorinteressierte ohne Chorgruppe sind willkommen teilzunehmen: In Templin und Görlitz wird vormittags gemeinsam geprobt und damit die Festmusik am Abend vorbereitet. Kleinere Chöre und Einzelgäste können sich dann in der großen singenden Gruppe und im festlichen Klang des Kirchenraumes aufgehoben fühlen.

Außerdem werden auf jedem Chortag Workshops angeboten (Offenes Singen, Rhythmusworkshops, Stimmbildung oder die Erarbeitung anspruchsvollerer Chorwerke). Der Chortag in Berlin bietet sogar die Möglichkeit, mehrere Workshops nach individuellem Interesse zu belegen.

Selbstverständlich werden alle Veranstaltungen mit viel frischer Luft und nach den dann geltenden Pandemie-Regelungen durchgeführt, so dass sich auch alle Teilnehmenden geschützt fühlen dürfen.

Veranstalterinnen sind der Chorverband (CBO) der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz (EKBO) und das Erzbistum Berlin.

Mehr Information: www.oekumenische-chortage.de


Handiclapped e. V.: Konzert und Party zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

7. Mai 2022, 19 bis 23 Uhr
Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel, Berliner Allee 125, 13088 Berlin

Wir reden, erleben Musik zusammen und machen Party. Alle können Ihre Wünsche für Inklusion abgeben. Eure Stimme ist gefragt!

Es wird ein bunter Abend mit:

  • Live: Adriano Celentano Gebäckorchester
  • Live: Handiclapped Band
  • Live-Rock Modenschau mit AUF AUGENHOHE
  • DJ-Kollektiv Supa Star Soundsystem
  • DYNAMIT Party von dynamis e.V. 
  • Inklusions-Quiz

Eintritt: 5 Euro (Assistent:innen frei).
Vorverkauf zu 5,67 Euro ab sofort hier:
Inklusion rockt! | Peter-Edel-Ticketshop (eventim-light.com)

StreamingBerlin wird in Ton und Bild übertragen.
Hier geht es dann zum Live-Stream (nicht kostenpflichtig):
https://www.streamingberlin.de/handiclapped

Kontakt für Fragen:


 

IAML: „Musik nachgefragt!“ Die Ingeborg-Drewitz-Bibliothek im Gespräch mit Musikexpertinnen und -experten

In der digitalen Sendereihe „Musik nachgefragt!“ werden Musikexpertinnen und -experten durch Bibliothekarinnen des Musikbereiches der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek im gemeinsamen Gespräch vorgestellt.

In Folge 9 berichtet die Präsidentin der Ländergruppe Deutschland der Internationalen Vereinigung der Musikbibliotheken, -archive und -dokumentationszentren (IAML Deutschland e.V.), Dr. Ann Kersting-Meuleman, über die Arbeit des Verbandes, der Musikinstitutionen und Musikbibliothekarinnen und -bibliothekare in ganz Deutschland vertritt. Die Musikwissenschaftlerin erzählt zudem von ihren verschiedenen Aufgaben als Leiterin der Spezialsammlung Musik und Theater in der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt am Main.

Zu den weiteren Gästen zählten bislang:
Folge 1 – Michael Horst (Musikjournalist)
Folge 2 – Janina Schreyer (Buchbinderin)
Folge 3 – Gennadij Desatnik (Musiker)
Folge 4 – Imke Fischbeck (Musiklehrerin)
Folge 5 – Felix Roscher (Musik-Makerspace-Experte)
Folge 6 – Verena Tönjes (Sängerin)
Folge 7 – Avishay Shalom (Dirigent)
Folge 8 – Christian Schommartz (Musikschulleiter)
Folge 9 – Dr. Ann Kersting-Meuleman (Präsidentin der IAML Deutschland e.V.)
Folge 10 –  Benjamin Leins (Kirchenmusiker)
Folge 11 – Lea Brüning (Klavier- und Cembalobauerin)

Die rund 30-minütigen Gespräche der Sendereihe „Musik nachgefragt!“ sind dauerhaft auf dem YouTube-Kanal des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf zu sehen. 


Initiative Neue Musik: Online-Talk zur zeitgenössischen Musik in der Ukraine

Seit 2015 verfolgt die Bildungs- und Konzertplattform Kyiv Contemporary Music Days (KCMD) das Ziel, Kyjiw als Hauptstadt der zeitgenössischen Musik in Mittel- und Osteuropa zu etablieren. Die Stadt ist Heimat einer aufstrebenden Szene mit einer großen Anzahl von Kulturveranstaltungen, einer lebendigen Freien Szene und einem neugierigen Publikum.

Der russische Großangriff auf die Ukraine – und auf Europa – im Februar setzte diesen Bemühungen ein jähes Ende. Seitdem setzt sich die Plattform für gefährdete Künstlerinnen und Künstler ein und gründete eine Stiftung für die ukrainische Musikschaffende der klassischen und zeitgenössischen Musik. Mit den Spenden sollen Lebenshaltungskosten (Lebensmittel, Medikamente, Unterkunft) von ukrainischen Komponistinnen und Komponisten, Interpretinnen und Interpreten, Musikwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern gedeckt werden. Der Fonds unterstützt Musikschaffende außerdem dabei, ihre Praxis aufrechtzuerhalten (Instandhaltung von Instrumenten, Kauf eines preiswerten Instruments im Falle eines Verlusts usw.) und gewährt Künstlerinnen und Künstlern eine einmalige unbürokratische finanzielle Unterstützung.

KCMD und inm / field notes laden am 6. Mai um 17 Uhr (CET) / 18 Uhr (EET) zu einem gemeinsamen Web-Talk über die aktuelle Situation von Künstlerinnen und K+ünstlern im Bereich der zeitgenössischen Musik in der Ukraine ein. In einer Podiumsdiskussion kommen die historischen Dimensionen und die jüngsten Entwicklungen der zeitgenössischen Musik in der Ukraine sowie wirksame Möglichkeiten zur Unterstützung der ukrainischen Kultur und der ukrainischen Musiker – ob in der Ukraine oder im Exil – zur Sprache. Nach der Podiumsdiskussion möchten wir Sie zu einer offenen Diskussion mit »digital Drinks« einladen. Wir empfehlen dafür ein Glas Nalyvka (Rosolio) oder ein etwas stärkeren Horilka!

6. Mai um 17 Uhr (CET) / 18 Uhr (EET)
Programm

  • Vorstellung der Stiftung von KCMD
  • Podiumsdiskussion über die aktuelle Situation ukrainischer Musikschaffende mit
    – Iryna Tukova, Nationale Musikakademie der Ukraine
    – Albert Saprykin – Komponist, Mitbegründer der Kyiv Contemporary Music Days, Experte bei der Agency of Ukraine for Arts
    – Alla Zagaykevych, Komponistin und Gründerin des Electronic Studio at the National Music Academy of Ukraine
    – Hanna Grzeskiewicz, Moderation
  • Offene Diskussion mit „digital drinks“

Die Veranstaltung findet auf Englisch und via ZOOM statt. Wir bitten um Anmeldung hier.

Partner: Allianz Kulturstiftung, Berlin School of Sound, bgnm – berliner gesellschaft für neue musik, DTKV, DKV, DOV – Deutscher Orchesterverband, Elektronik + Klangkunst (E+K), FREO, Gedok, GNM – Gesellschaft für Neue Musik, IFM – Initiative Freie Musik Köln, KGNM – Kölner Gesellschaft für Neue Musik, Kiezsalon, Klangzeitort, Landesmusikrat Berlin, Musik Pool Berlin, Musikfonds, Mriya, On Cologne, Zafraan Ensemble u.v.m.


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Vincentino e. V.: Berliner Kids präsentieren ihr Talent bei Best-of-Vincentino-Show

Am Freitag, dem 18. März 2022, war es endlich so weit, die Schülerinnen und Schüler des Albrecht-Dürer-Gymnasium, der Türkischen Europaschule Aziz Nesin, des Campus Efeuweg und der Adolf-Reichwein-Schule und der Bötzow-Grundschule präsentierten stolz die Ergebnisse unserer Programmreihe „Andere Lebenswelten kennenlernen – Fokus junges jüdisches Leben in Berlin“. Auf der Bühne des Albrecht-Dürer-Gymnasiums zeigten sie ihr Können an den Drums, sangen den israelischen Song „Salam“, sprachen über ihre Erfahrungen aus Journalismus-, Medien-, Design- und Koch-Workshops und interviewten jüdische Protagonistinnen und Protagonisten auf der Bühne. Präsentiert wurde auch der Dokumentarfilm von Matthias Schellenberger, Leiter der Vincentino-Medienwerkstatt, der als kreativer Kopf und Mediendozent bei allen Projekten dabei war.

Durch den Abend geleitet haben Ulla Giesler, Kuratorin der Programmreihe und Programmleitung des Vereins, Mirna Funk, die viele Kontakte in die junge jüdische Szene ermöglichte, plus unsere Vincentino-Gründerin, Sandra Maischberger. Der Rapper Ben Salomo, der bei einem Workshop am Campus Efeuweg dabei war, war zugeschaltet und antwortete auf unsere Fragen. Die Best-of-Vincentino-Show kann unterdiesem Link auf YouTube angeschaut werden.

Die Programmreihe wurde von Ulla Giesler, Kulturwissenschaftlerin und Programmleitung des Vereins, initiiert und gemeinsam mit der Autorin Mirna Funk und Matthias Schellenberger unter dem Titel „Andere Lebenswelten kennenlernen – Fokus junges jüdisches Leben in Berlin“ kuratiert. Für unsere Initiative zur Programmreihe wurden wir 2020 mit dem Förderpreis für interkulturellen Dialog ausgezeichnet und 2021 für den Deutschen Engagement Preis nominiert. Mit einem signalhaften Foto aus unserem Pilotprojekt ergatterten wir den 4. Platz im Fotowettbewerb des Jubiläumsjahres #2021JLID.


VÖBB: 50 Jahre „12 Cellisten der Berliner Philharmoniker“ / Tutorial zur Musikrecherche und Urheberrecht

Der Cellist Rudolf Weinsheimer war 40 Jahre lang Orchestermitglied der Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan und Claudio Abbado und ist bekannt geworden als Gründer des Ensembles der 12 Cellisten. In seiner von Monika Borth verfassten Biografie entsteht das Bild eines passionierten Musikers, der sich nach den Kriegserlebnissen seiner frühen Jahre hohe Ziele setzt und seinen Weg mit Ehrgeiz und Ausdauer verfolgt. Während der Konzertreisen der Philharmoniker mit Karajan erlebt er, wie die Musik zur Friedensstifterin wird und damit auch ein neues Bild von Deutschland vermittelt. Heute nehmen die 12 Cellisten eine herausragende, einmalige Stellung im internationalen Musikleben ein und feiern 2022 ihr 50-jähriges Bestehen.

Autorinnenlesung mit Musik
„Der siebte Cellist: aus dem Leben des Berliner Philharmonikers und Gründers der 12 Cellisten Rudolf Weinsheimer“ mit Monika Borth
Mittwoch, 11.5.2022, 19 Uhr, Stadtbibliothek Steglitz-Zehlendorf
Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, Grunewaldstr. 3, 12165 Berlin

[Buchcover „Der siebte Cellist“ von Monika Borth  https://www.buchhandel.de/buch/Der-siebte-Cellist-9783959835961 Foto: Schott]

Musikalische Umrahmung durch Uladzimir Sinkevich (Cellist der Berliner Philharmoniker).

Anmeldung erbeten: Tel. (030) 90 299 24 10 oder E-Mail an


Deutsches Musikinformationszentrum Bonn (MIZ): Tutorials Musikrecherche und Urheberrecht

Susanne Hein (Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin) hat ein Tutorial zur Musikrecherche erstellt, das Ende März zusammen mit einem großen Webrelaunch des MIZ veröffentlicht wurde: https://miz.org/de/tutorials/musikrecherche

In acht Abschnitten werden Recherchetipps für die Suche nach Sekundärliteratur über Musik, nach Noten, Handschriften oder Tonträgern und Streamingangeboten gegeben. Dabei werden frei verfügbare Internetangebote und kostenpflichtige Online-Datenbanken ebenso besprochen wie wichtige Printmedien. Ein separater Abschnitt gibt Hilfestellung im Umgang mit Bibliothekskatalogen hinsichtlich der Suche nach Musikmaterialien.

Das MIZ bietet ein weiteres Tutorial zum Thema Urheberrecht an. Darin werden allgemeine Fragen ebenso behandelt wie wichtige Alltagsfragen in Musikpraxis und Musikvermittlung: Musik im Internet, im öffentlichen Raum und in Lehrveranstaltungen aller Art, Bearbeitungen und das Kopieren von Noten.


Musikbuch-Empfehlung

Yuriy Ghurzy: Richard Wagner und die Klezmerband

Yuriy Gurzhy, geboren 1975 in Charkiw, kam 1995 nach Deutschland und lebt seit über 20 Jahren als Musiker, DJ und Produzent in Berlin-Prenzlauer Berg. Zusammen mit Wladimir Kaminer initiierte er die legendäre Veranstaltungsreihe und Radiosendung „Russendisko“. Gurzhys Bands heißen „RotFront“ oder „The Disorientalists“, daneben veröffentlichte er Compilations wie z. B. „Shtetl Superstars“. Lange schon denkt er über jüdische Elemente in der Musik nach, und zwar im Hiphop und Jazz oder in der Theatermusik und Folklore. Im Gespräch mit Kolleginnen und Freunden aus Deutschland und aller Welt entstanden dermaßen viele kluge Antworten auf die Frage, was jüdische Musik ausmacht und ob man sie überhaupt definieren kann, dass Gurzhy im Lockdown beschloss, alles aufzuschreiben.

Gegliedert ist das mit vielen Fotos illustrierte Buch in 23 Kapitel, die einzelnen Personen, aber auch bestimmten Projekten und Stilen gewidmet sind. Interessant sind dabei neben den Überlegungen zum Charakter jüdischer Musik die insgesamt 55 Kurzbiografien und Geschichten, aus denen hervorgeht, weshalb sich die jeweils Interviewten mit jüdischer Musik beschäftigen.

Einige Beispiele: Der kalifornische Rapper Dan Wolf reiste nach Hamburg, um die Spuren seines Urgroßvaters zu verfolgen, der als Vaudeville-Künstler 1917 das heute noch bekannte Lied „An de Eck steiht’n Jung mit‘n Tüdelband“ veröffentlichte.  Der ebenfalls aus den USA stammende Paul Brody musste 1995 in Berlin feststellen, dass er als normaler Jazzer oder Trompetenlehrer kaum Arbeit fand, als Klezmermusiker jedoch sofort. Während Brodys Studierende an der Hochschule für Musik Hanns Eisler den Begriff Klezmer mit New York und Avantgarde assoziierten, ging es der wesentlich älteren Gruppe an einer Volkshochschule im Wedding dagegen eher um die Versöhnung mit der Vergangenheit. In „Kids of the Diaspora“ berichtet Marat Schlafstein über den vom Zentralrat der Juden in Deutschland ausgerichteten Gesangs- und Tanzwettbewerb „Yewrovision“, für den sich jüdische Teenager begeistern. Neben anderen kommen Max Czollek, Sasha Marianna Salzmann, Rabbiner Walter Rothschild oder die Berliner Verlegerin Myriam Halberstam zu Wort.

Der Buchtitel entstand als Reaktion auf die Lektüre von Richard Wagners „Das Judenthum in der Musik“: Die Idee, seine Wut durch Klezmer-Arrangements von Wagners Musik zu verarbeiten, gab Gurzhy jedoch schnell wieder auf. Weshalb Richard Wagner 1990 in den ausgefüllten Formularen jüdischer Einwanderer in Ostberlin auftauchte, verrät dagegen Wladimir Kaminer im amüsanten Vorwort.

Gurzhy, Yuriy: Richard Wagner und die Klezmerband: Auf der Suche nach dem neuen, jüdischen Sound in Deutschland. Berlin: Ariella Verlag, 2021. 264 Seiten. ISBN 978-3-945530-38-2. 24,95 €

Das Buch auf der Website des Verlags:  https://ariella-verlag.de/richard-wagner-und-die-klezmerband/

Kurzvideo des BR vom 30.11.2021 mit Musik und Interviews zum Buch: https://www.br.de/mediathek/video/yuriy-gurzhy-richard-wagner-und-die-klezmerband-av:61b75f26df99a300070d9369 

Seit Anfang März 2022 beschreibt Yuriy Gurzhy in einem Kriegstagebuch im Tagesspiegel [https://www.tagesspiegel.de/kultur/], wie er den Krieg in der Ukraine erlebt.

Eine Buchempfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info 56. Ausgabe vom 17. März 2022

Inhalt

Wer kann helfen – und wie? Umfrage des Landesmusikrats
Auch der Landesmusikrat Berlin hilft: Gemeinsam mit anderen Kulturverbänden sammelt er über eine Online-Umfrage Hilfsangebote für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Mehr …

Instrument des Jahres 2022: Drumset – Pressekonferenz am 23. März
Von Drumset-Stadtplan bis zum Berlin-Marathon: Die Pläne für das Drumset-Jahr 2022 sind Thema der Pressekonferenz am 23. März. Mehr …

Neu aufgestellt: Das Berliner JugendJazzOrchester
Nach dem Auswahlworkshop am 5. März steht sie fest: die neue Besetzung des Berliner JugendJazzOrchesters, das Anfang April in seine neue Arbeitsphase startet. Mehr …

Berliner Chortreff: 51 Chöre, 1500 Sängerinnen und Sänger
Quer durch alle Gattungen, Stile und Besetzungen: Der Berliner Chortreff am 25./26. Juni wird ein Festival des Chorgesangs in seiner ganzen Vielfalt. Mehr …

Raumkoordination: Die Raumdatenbank wächst weiter!
Auch 2022 unterstützt die Raumkoordinationsstelle des Landesmusikrats Amateurmusikerinnen und -musiker der Stadt mit ihrer Raumdatenbank. Und diese Datenbank feiert Zuwachs! Mehr …

Listening to Climate Change: Jetzt noch anmelden zum Sommerprojekt des LJO!
Das Landesjugendorchester (LJO) Berlin wird in seinem Sommerprojekt den Klimawandel hörbar machen! Noch können sich interessierte zu dem Projekt anmelden. Mehr …

Nikolaj-Medtner-Gesellschaft: Benefizkonzert für Ukraine-Hilfe am 20. März
Die Internationale Nikolaj-Medtner-Gesellschaft veranstaltet am 20. März ein Benefiz-Konzert, dessen Erlös in die humanitäre Hilfe für Menschen der Ukraine fließen soll. Mehr …

Vielstimmig! Gespräch zu Lage und Zukunft der Amateurchöre im Livestream
Am Donnerstag, dem 17. März, befasst sich ein kulturpolitisches Gespräch in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt mit der Lage und Zukunft der Amateurchor-Szene. Mehr …

Termine

Jugend musiziert Berlin
31.3.–3.4.2022                  59. Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin
7.5.2022                              Landespreisträgerkonzert

Instrument des Jahres
23.3.2022                            Pressekonferenz Instrument des Jahres 2022: Drumset

Berliner JugendJazzOrchester
9.–14.4.2022                      Frühjahrs-Arbeitsphase
15.4.2022                            Debüt-Konzert

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

Musizieren für den Frieden: Singen für die Ukraine am 25. Februar und am 15. März
Am 23. Februar riefen der Landesmusikrat Berlin und Partnerverbände zum gemeinsamen Singen auf dem Pariser Platz am 25. Februar auf. Hunderte folgten dem Aufruf. Die Aktion setzte ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine. Am 15. März fand eine weitere Kundgebung auf dem Gendarmenmarkt statt. Mehr …

Von Glocken und Landschaften: Das Landesjugendensemble Neue Musik im Konzerthaus
Endlich wieder im Konzerthaus: Am 6. Februar stellte das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin im Werner-Otto-Saal sein Winterprogramm vor. Mehr …

Jugend musiziert Berlin: Hoffnungsfroher Start / Preisträgerkonzerte in den Regionen
Erfolgreich starteten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Berliner Regionen Nord, Mitte und Süd sowie im Wettbewerb POP in das Wettbewerbsjahr 2022. Mehr …

Mitglieder-News

Jetzt anmelden zum Carl Bechstein Wettbewerb 2022!
Die Carl Bechstein Stiftung lädt wieder junge Pianistinnen und Pianisten zum Wettbewerb nach Berlin ein. Er findet vom 28. bis 30. Oktober 2022 im Kulturstall von Schloss Britz statt und ist ausgeschrieben in der Wertung „Klavier solo“. Mehr …

KulturLeben Berlin e.V.: Frühlingskonzert des Utopia-Orchesters
„Märchenhaft utopisch“: Am 9. April um 18 Uhr lädt das Utopia Orchester zum Frühlingskonzert ins Berliner GRIPS Theater am Hansaplatz ein. Mehr …

Universität der Künste: Musikbegeisterte Schülerinnen und Schüler gesucht!
Das Scout-Programm der Universität der Künste Berlin zum Lehramtsstudium mit dem vertieften Fach Musik bietet individuelle Beratung und Info-Veranstaltungen an Schulen. Mehr …

Vereinigung Alte Musik: EMPOWERMENT – Workshops und Seminare für die Alte Musik
EMPOWERMENT heißt ein neues Seminar- und Workshopprogramm der Vereinigung Alte Musik. Ziel ist die Stärkung und erhöhte Sichtbarkeit der Alte-Musik-Szene. Mehr …

Vincentino e.V.: „Best of Vincentino Show“ – Jüdisches Leben in Berlin
Fünf Schulen, zwölf Begegnungsprojekte, 300 Schülerinnen und Schüler: Der Verein Vincentino – Kultur stärkt Kinder in Berlin bringt am 18. März eine Best-of-Show seiner Projektriehe „Jüdisches Leben in Berlin“ auf die Bühne. Mehr …

Musikbuch-Empfehlung

Joonas Sildre: Zwischen zwei Tönen: aus dem Leben des Arvo Pärt
International bekannt wurde der estnische Komponist Arvo Pärt durch seinen klaren und sparsamen „Tintinnabuli-Stil“. Vor allem von dem Leben vor seiner erzwungenen Emigration 1981 erzählt die Graphic Novel von Joonas Sildre. Mehr …

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LMR-News

Wer kann helfen – und wie? Umfrage des Landesmusikrats

Am 25. Februar, einen Tag nach dem Beginn der Invasion der Ukraine durch russische Truppen, rief der Landesmusikrat Berlin zu einer Demonstration auf dem Pariser Platz auf (siehe Berichte). Den Landesmusikrat haben danach viele Hilfsangebote erreicht. Gemeinsam mit der Initiative für ein Berliner Kulturfördergesetz sammelt er nun diese Angebote und vermittelt sie zielgerichtet über die Verbände, die in der Initiative mitwirken.

Hier finden Sie ein Online-Formular, das diese Arbeit erleichtern soll. Wenn es Ihnen möglich ist, Hilfe anzubieten, können Sie sich dort eintragen. Der Landesmusikrat Berlin empfiehlt, Geldspenden an die Ukraine-Nothilfe des Deutschen Roten Kreuzes zu richten (IBAN: DE63 3702 0500 0005 0233 07, BIC: BFSWDE33XXX).

Hilfe von Berliner Kulturschaffenden für die Ukraine: Zum Online-Formular
Ukraine-Nothilfe des Deutschen Roten Kreuzes: Zur Spendenseite


Instrument des Jahres 2022: Drumset – Pressekonferenz am 23. März

Das Drumset-Jahr 2022 lebt von den Beiträgen vieler Akteurinnen und Akteure des Berliner Musiklebens und der Stadtgesellschaft. Am 23. März stellen sie die gemeinsamen Pläne in einer Pressekonferenz im Deutschen Chorzentrum vor. Gastgeberin ist Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin; Drumset-Botschafterinnen Philo Tsoungui und Jarita Freydank sowie Botschafter Prof. Udo Dahmen werden ebenso teilnehmen wie Kultursenator Klaus Lederer, Katja Lucker vom Musicboard Berlin und John Kunkeler, Organisator des Berlin Marathon. Die Teilnahme ist sowohl an Ort und Stelle als auch über Zoom möglich.

Zur Anmeldung


Neu aufgestellt: Das Berliner JugendJazzOrchester

Es ist auch ein Experiment: Das BJJO öffnet sich in seiner neuen Arbeitsphase allen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten, allen Sängerinnen und Sängern, die dabei sein wollen und sich beim Auswahlworkshop am 5. März qualifizieren konnten. Die nun gefundene Besetzung verspricht spannende Klänge: Zur klassischen Bigband-Besetzung mit Trompeten, Posaunen, Saxophonen und Rhythmusgruppe kommen ein Streich- und ein Gesangsquartett, Klarinette, Vibraphon und sogar Harfe und Blockflöte (!).

Fabia Mantwill und Nicolai Thärichen haben als neue musikalische Leitung nicht nur die Aufgabe, das neue JugendJazzOrchester in der Probenarbeit zu einer musikalischen Einheit zusammenschweißen. Sie schaffen auch die Voraussetzungen dafür, indem sie ihre ganze Erfahrung im Arrangieren in die Arbeit mit dem neuen Ensemble einbringen. Vom 9. bis zum 14. April dauert die Arbeitsphase in der Landesmusikakademie Berlin, angesiedelt im FEZ in der Wuhlheide. Dann wird das neu formierte Berliner JugendJazzOrchester sein Debütkonzert geben: am Karfreitag, dem 15. April 2022, in der ufaFabrik. Neugierige Jazzliebhaberinnen und -liebhaber mit offenen Ohren für besondere, vielleicht auch unerwartete Klänge können unter dieser Adresse Tickets im Vorverkauf erwerben – oder am 15. April in der ufaFabrik aufkreuzen (Viktoriastraße 10–18, 12105 Berlin). Das Debüt-Konzert des BJJO beginnt um 19:30 Uhr.

Weitere Infos auf der Website des BJJO


Berliner Chortreff: 55 Chöre, 1500 Sängerinnen und Sänger

Auch zwei Jahre der Sorge und Unsicherheit in der Pandemie haben den Wunsch nach dem gemeinsamen Singen, das Engagement von Sängerinnen und Sängern, Chorleiterinnen und Chorleitern nicht dämpfen können: 55 Berliner Amateurchöre mit rund 1500 Sängerinnen und Sängern werden im Jahr der Chöre beim Berliner Chortreff auftreten. Es wird ein Musikfestival für alle: vom Kinderchor bis zum Seniorenchor sind alle Kategorien dabei. Klassik, Pop, Jazz, Swing, Shanty und viele andere Genres werden dargeboten. Kleine Ensembles und große Chöre mit bis zu 60 Mitgliedern bilden die ganze Vielfalt des Chorgesangs ab. 28 Chöre nehmen im Rahmen des Chortreffs auch am Landeschorwettbewerb teil. Das Interesse ist so groß, dass aus Kapazitätsgründen leider keine Anmeldungen von Chören mehr entgegengenommen werden können, die eine Jurybewertung wünschen. Einzelanmeldungen für die Workshops sind noch möglich. Ebenso sind alle Berlinerinnen und Berliner schon jetzt herzlich zum Zuhören eingeladen.

Der Berliner Chortreff findet am 25./26. Juni 2022 in der Landesmusikakademie und der benachbarten Christuskirche Oberschöneweide statt. Begegnung und Austausch zwischen Sängerinnen und Sängern, Chorleiterinnen und Chorleitern und dem Publikum stehen beim Berliner Chortreff genauso im Mittelpunkt wie die zahlreichen Konzerte und Workshops. Gesungen wird auf vier Bühnen. Auch das Außengelände wird durch Workshops und ein vielfältiges Rahmenprogramm von Gesang erfüllt sein. Am 25. Juni wird Komponistin, Aktivistin und Singer-Songwriterin Lili Sommerfeld von 14 bis 15 Uhr eine offene Probe mit einfachen und bekannten Liedern leiten. Geübtere Chorsängerinnen und -sänger sind ab 19 Uhr gefordert bei der offenen Probe mit Justin Doyle, dem Leiter des RIAS Kammerchors, ebenfalls am 25. Juni.

Am Mittag des 26. Juni geht es um das Tier, das für den Berliner Chortreff 2022 Pate steht: den Wal. Chorleiterin Claudia Burghard bietet einen Workshop zu Wal-Chor-Impro an. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben eine gemeinsame Improvisation und Abschlussperformance (nicht öffentlich) zu Wallauten und -gesängen. Erwartet werden lediglich Freude am Experimentieren mit der Stimme und ein Interesse daran, wie Wale kommunizieren. Um 18 Uhr lädt dann der Berliner Musiker Trille zur einer weiteren offenen Probe für alle. Zu den offenen Proben und Workshops können Interessierte sich ab dem 1. April anmelden. Unterstützt wird der Berliner Chortreff 2022 von der Berliner Lotto-Stiftung.

Ansprechpartnerin: Verena von Bieberstein
E-Mail:
Weitere Information: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/berliner-chortreff/


Proberaum in den ZEN-Studios. Ein Klick auf das Bild öffnet die Galerie.

Raumkoordination: Die Raumdatenbank wächst weiter!

Seit Januar steht es fest: Das Projekt Raumkoordination für Proben- und Aufführungsräume für die Berliner Amateurmusikszene geht weiter! Die Förderung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa wurde verlängert. Das Team der „Raumko“ kann weiter durchstarten!

Im Fokus liegt weiterhin die Aufgabe, zusätzliche Räume für Amateurmusikerinnen und -musiker zu finden – sowohl für unsere Raumdatenbank als auch für die integrierte Drumset-Landkarte. Seit Jahresbeginn haben wir ca. 20 neue Räumlichkeiten hinzugewinnen können. Gerne möchten wir exemplarisch zwei neue Raumgeberinnen vorstellen.

Heinrich-Böll-Bibliothek in Pankow
Gleich bei unserem ersten Kennenlernbesuch wurde klar: Bibliothekarin Denise Rudolph und Bibliotheksleiter Tim Schumann sind begeistert von der Idee, Musik in Ihre Büchersäle zu lassen. Nach Klärung einiger technischer und rechtlicher Fragen (Zugang zur Bibliothek außerhalb der Geschäftszeiten) freuen wir uns riesig, dass die Heinrich-Böll-Bibliothek nun ihren über 100 Quadratmeter großen Kinderbereich kostenlos zur Verfügung stellt. Wir hoffen, dass sich andere Kiezbibliotheken von der Begeisterung und dem Elan der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Heinrich-Böll-Bibliothek inspirieren lassen!

Zen Studios in Lichtenberg
Wenn man die Zen Studios betritt, merkt man gleich, dass hier viel Liebe zum Detail drinsteckt. Schlagzeuglehrer Slady erklärt, dass alles selbst gebaut wurde – von der Schallisolation bis hin zur Einrichtung. Die Studios werden in einer Community betrieben, und das spürt man auch dank der wunderbaren, einladenden Atmosphäre. Die Zen Studios bieten zwei vollausgestattete Band-Proberäume an. Hier findet man professionelle Instrumente – darunter mehrere Drumsets –, Backline, Bühne, Tonstudios, Meeting- und Chill-Ecke. Es ist also alles vorhanden, was man für eine gelungene Bandprobe braucht. Oder auch bloß für eine Übe-Session am Schlagzeug.

Kurzinfo zur Raumkoordinationsstelle
Die Raumkoordinationsstelle vermittelt Räume an Amateurchöre und -Ensembles, die dringend Proben- und Aufführungsräume suchen. Das Team der Raumkoordinationsstelle des Landesmusikrats sammelt in Kooperation mit dem Chorverband Berlin Informationen zu geeigneten Räumen in einer Datenbank und stellt das Angebot in einer interaktiven Raumkarte zur Verfügung.

Weitere Informationen: https://www.landesmusikrat-berlin.de/service/raumkoordination/

Ansprechpartner: Sonja Schaudt & David Montero

Tel. 01573 4 49 78 96


Listening to Climate Change: Jetzt noch anmelden zum Sommerprojekt des LJO!

Mit dem Projekt „Listening to climate change“ widmet sich das Landesjugendorchester Berlin der Problematik des Klimawandels, die im Jahr 2022 drängender denn je ist.

Mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Landesjugendorchesters Berlin wird auf Basis wissenschaftlicher Wetterdaten ein digitales musikalisches Angebot entwickelt werden, mit dem der Klimawandel auditiv erfahrbar wird. Der Wunsch der Jugendlichen ist es, damit in der eher konservativen Klassik-Musikszene innovativ zu wirken, sowohl inhaltlich mit dem Thema Klima als auch im Hinblick auf eine neue musikalische Programmgestaltung, die auch digitale Medien mit einbezieht.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Berliner Klang- und Forschungskollektiv kling klang klong und unter der künstlerischen Leitung von Christoph Altstaedt durchgeführt. Musikalisch übersetzt wird das Modell des Data-Storytelling, um die Klimaerwärmung hörbar zu machen – live wie digital. Dazu spielt das Landesjugendorchester in einem Workshop von der Natur inspirierte musikalische Motive ein wie Wind, Vogelgezwitscher, Hitze oder Regen. Diese Motive können aus fertigen Kompositionen entnommen sein (z. B. Eine Alpensinfonie, Die vier Jahreszeiten, Die Moldau), improvisiert werden oder in Form kleiner Kompositionsaufträge neu komponiert werden. Diese Einspielungen werden dann von dem Berliner Klang- und Forschungskollektiv kling klang klong sequenziert und mit Wetter- und Klimadaten zusammengebracht. So entsteht ein Programm, das die Wetterdaten der Vergangenheit und die der absehbaren Zukunft in ein musikalisches Verhältnis setzt und ein eindrucksvolles Klangerlebnis erzeugt. Diesen Ansatz entwickelten Jugendliche im digitalen Landesjungendorchester-Campus 2021. Er macht es möglich, eine Klangversion des Weltklimas aus dem Jahr 1950 mit dem des Jahres 2020 und dem prognostizierten des Jahres 2050 ins Verhältnis zu setzen und die Veränderungen hörbar zu machen. So kann zum Beispiel auch demonstriert werden, wie es klingt, wenn das Pariser Klimaabkommen eingehalten wird oder nicht.

Die Soundscapes bilden zugleich die Basis des von Christoph Altstaedt geleiteten Programms:

Jean-Féry Rebel: Chaos, Erde, Wasser, Feuer, Luft (aus Les Élémens, 1737)
Antonín Dvořák: In der Natur op. 91
Alexander Glasunow: Suite aus Die Jahreszeiten (Ballett) op. 67
Arthur Honneger: Pacific 231
Steve Reich: City Life

Für die Live-Aufführung kooperiert das Landesjugendorchester mit dem Konzerthaus Berlin.
Neben dem künstlerischen Leiter Christoph Altstaedt und kling klang klong werden Dozierende der Initiative des Orchesters des Wandels das Projekt begleiten und unterstützen.

Information und Anmeldung hier


Nikolaj-Medtner-Gesellschaft: Benefizkonzert für Ukraine-Hilfe am 20. März

Vierzehn Musikerinnen und Musiker aus acht Nationen setzen gemeinsam mit der Internationalen Nikolaj-Medtner-Gesellschaft e. V. und der Veranstaltungsreihe „Kultur im Logenhaus“ ein Zeichen für den sofortigen Frieden in der Ukraine. Alle Künstlerinnen und Künstler spielen ohne Gage. In Kooperation mit dem Landesmusikrat Berlin rufen sie gleichzeitig zu Spenden auf, die insbesondere geflohenen Musikerinnen und Musikern und ihren Familien zugute kommen sollen. Das Konzert wird auch auch als Live-Stream zu erleben sein: https://youtu.be/tdQ737U6mlM.

Um Voranmeldung wird gebeten:

Weitere Informationen:https://www.medtner-gesellschaft.de/home/friedenskonzert-ukraine/


Vielstimmig! Gespräch zu Lage und Zukunft der Amateurchöre im Livestream

Die große Bedeutung, die Chöre für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft haben, ist gerade in der Corona-Pandemie einmal mehr deutlich geworden. Um öffentlich und kulturpolitisch Aufmerksamkeit auf die Anliegen der Chorszene zu lenken – vor Ort in den Kommunen, bei den Landesregierungen und auf Bundesebene – hat der Deutsche Chorverband 2022 die Initiative „Jahr der Chöre“ gestartet.

Chöre und Vereine sind aufgerufen, sich anzuschließen und ihre eigenen Aktivitäten unter das Motto „Jahr der Chöre“ zu stellen und so die starke Gemeinschaft Chor überall sichtbar zu machen. Maßgeblich dazu beitragen soll auch das Deutsche Chorfest, das der Deutsche Chorverband vom 26. bis 29. Mai 2022 in Leipzig mit rund 350 angemeldeten Ensembles veranstaltet. Vor diesem Hintergrund wird über die aktuelle Situation und die Perspektiven der Amateurchor-Szene bei einem Kulturpolitischen Gespräch in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund diskutiert.

Auf dem Podium: Christian Wulff, Präsident des Deutschen Chorverbands und Bundespräsident a. D.; Rainer Robra, Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt; und Luise Neuhaus-Wartenberg, MdL; Präsidentin des Sächsischen Chorverbands, 3. Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags, Helge Lindh, MdB, Mitglied des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag. Es moderiert Hans-Dieter Heimendahl, Kulturkoordinator des Deutschlandradios.

Das Gespräch beginnt um 19 Uhr, wird live gestreamt und ist abrufbar über das YouTube-Portal des Landes Sachsen-Anhalt unter youtu.be/Cb9Xd3flimk.


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Musizieren für den Frieden: Singen für die Ukraine am 25. Februar und am 15. März

Am 23. Februar starteten der Landesmusikrat Berlin und Partnerverbände in der Initiative für ein Berliner Kulturfördergesetz einen Aufruf: Am Abend des 25. Februar sollten sich Chöre, Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor versammeln, um mit gemeinsamem Musizieren ein Zeichen des Protestes gegen den Krieg in der Ukraine zu setzen. Etwa tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden zum „Musizieren für den Frieden“ erwartet, es kamen weit mehr als dreimal so viele. Kurze Grußworte sprachen Hella Dunger-Löper und Petra Merkel, die Präsidentinnen des Landesmusikrats und des Chorverbands Berlin, Kultursenator Klaus Lederer sowie Olga Raab vom Verein „Ukrainische Welt“. Hauptsache war aber der Gesang. Es erklangen der Kanon „Dona nobis pacem“, „Sag, mir, wo die Blumen sind“, „Imagine“, das ukrainische Volkslied „Zelenaja vyšnja“, angestimmt von Paulina Miu und Vladimir Jurowski, dem Chefdirigenten des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, und das russische Volkslied „Schwarzer Rabe“; schließlich auch die „Europa-Hymne“, Beethovens Melodie aus dem Finale der 9. Sinfonie, auf den Text „Friede, schöner Götterfunken“ mit Unterstützung durch Blasinstrumente.

Ein erneutes „Musizieren für den Frieden“ fand am 15. März auf dem Gendarmenmarkt statt, abermals auf Initiative des Bündnisses für ein Berliner Kulturfördergesetz.500 Sängerinnen und Sänger, Instrumentalistinnen und Instrumentalisten musizierten auf der Freitreppe des Konzerthauses. Unter den Redebeiträgen ragte die bewegende Ansprache von Viktoria Kravets heraus, Cellistin im SInfonieorchester der ostukrainischen Stadt Charkiw.


Von Glocken und Landschaften: Das Landesjugendensemble Neue Musik im Konzerthaus

Das Konzert im Werner-Otto-Saal des Konzerthauses am Gendarmenmarkt gehörte seit Gründung des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin zu dessen festem Jahresprogramm. Nachdem die Corona-Pandemie diese Tradition unterbrochen hatte, konnte das Ensemble unter der Leitung von Jobst Liebrecht am 6. Februar nun endlich wieder an der vertrauten Stätte konzertieren.

Matthias Kauls Stück Bell Air von 2010 spielten die Musikerinnen und Musiker des Landesjugendensembles auf dem eigens dafür zusammengestellten Glockensatz, den die Witwe des 2020 verstorbenen Komponisten freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte. Charlotte Seithers Fünf Stücke um den Fluss zu queren von 2012 ergänzte das Ensemble um das im selben Jahr entstandene Stück Offene Landschaft, das als Uraufführung erklang. Die jungen Musikerinnen und Musiker spielten hier ebenso hochkonzentriert wie in Kutz Glandiens Stück und es war noch still aus dem Wendejahr 1989. Die fröhliche Gruppenimprovisation Les moutons de Panurge (1969) des 2021 verstorbenen Frederic Rzewski ging fast zu rasch vorbei. Das eindrückliche Schlussstück bildete walking on the sun von Babette Koblenz von 1982, eine Reaktion auf die Jazz- und Jazzrock-Musik der Entstehungszeit und ein Gruß des Ensembles an das Instrument des Jahres 2022, das Drumset. Persönlich dankte Babette Koblenz dem Landesjugendensemble, ebenso wie zuvor Charlotte Seither und Lutz Glandien. Das Publikum im gut besetzten Werner-Otto-Saal reagierte begeistert auf die fantastische Ensembleleistung der jungen Musikerinnen und Musiker unter Jobst Liebrechts konzentrierter Leitung in dem so facettenreichen Programm.

Zum Landesjugendensemble Neue Musik


Mit dem Klick auf ein Bild öffnet sich die Bildergalerie.

Jugend musiziert Berlin: Hoffnungsfroher Start / Preisträgerkonzerte in den Regionen

Mehr als 500 Kinder und Jugendliche haben im Februar an den Wertungsvorspielen des 59. Regionalwettbewerbs Jugend musiziert Berlin teilgenommen. In den Regionen Berlin-Nord, Berlin-Mitte und Berlin-Süd sowie im Wettbewerb POP traten sie an 15 Spielstätten vor Jury und Publikum, um ihr Können zu zeigen.

Die jungen Musikerinnen und Musiker konnten nun wieder live spielen, nachdem Landes- und Bundeswettbewerb 2020 ganz ausgefallen waren und 2021 sämtliche Wertungsspiele digital durchgeführt werden mussten. Insgesamt konnten die Jurys 353 1. Preise, 77 2. Preise und 9 3. Preise vergeben. Preisträgerinnen und Preisträger des Regionalwettbewerbs Nord stellten sich am 26. Februar in Konzerten in der Zitadelle Spandau und im Fontanehaus Reinickendorf vor, die des Regionalwettbewerbs Berlin-Süd am selben Tag in zwei Konzerten im Kulturstall des Gutshofs Britz. Preisträgerinnen und Preisträger des Regionalwettbewerbs Berlin-Mitte konzertierten am 6. März im Joseph-Joachim-Konzertsaal der Universität der Künste. Die Konzerte sind auf der Jugend-musiziert-Berlin-Website in Bildergalerien dokumentiert.

214 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Regionalwettbewerbe werden zum Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin weitergeleitet. Er wird vom 31. März bis zum 3. April in der Universität der Künste Berlin stattfinden. Preisträgerinnen und Preisträger des Landeswettbewerbs werden am 7. Mai 2022 um 17 Uhr im Kleinen Saal des Konzerthauses am Gendarmenmarkt konzertieren. Eintrittskarten kosten 8 Euro, im Vorverkauf des Konzerthauses zuzüglich einer Vorverkaufsgebühr.

Berliner Besonderheiten sind die Wertungen Komposition, Komposition: Filmmusik, Interkulturelle Perkussion sowie Beats & Rhymes. Diese Wertungen werden beim Landeswettbewerb final entschieden. Bis zum Bundeswettbewerb werden die Solowertungen für Streichinstrumente, Akkordeon, Schlagzeug und Gesang (Pop) weitergeführt, dazu die Ensemblewertungen Klavier-Kammermusik, die Duowertungen Klavier und ein Blasinstrument, Vokal-, Zupf- und Harfen-Ensemble sowie Alte Musik.

Weitere Informationen: www.jugend-musiziert-berlin.de


Mitglieder-News


Jetzt anmelden zum Carl Bechstein Wettbewerb 2022!

Die Carl Bechstein Stiftung lädt wieder junge Pianistinnen und Pianisten zum Wettbewerb nach Berlin ein. Er findet vom 28. bis 30. Oktober 2022 im Kulturstall von Schloss Britz statt und ist ausgeschrieben in der Wertung „Klavier solo“.

Teilnehmen können junge Musikerinnen und Musiker, die zum Stichtag (28.10.2022) das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die seit mindestens sechs Monaten einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Bewerbungsende ist der 30. Juni 2022. Aus Kapazitätsgründen wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen. Sollten sich mehr Teilnehmer zum Wettbewerb anmelden, als aus Kapazitätsgründen zugelassen werden können, behält sich die Carl Bechstein Stiftung eine Vorauswahl der Kandidatinnen und Kandidaten vor. Diese Vorauswahl ist nicht anfechtbar.

Neben den regulären Preisen sind verschiedene Sonderpreise ausgelobt.

Mit Kim Barbier, Prof. Lucas Blondeel, Prof. Ewa Kupiec, Prof. Eldar Nebolsin und Prof. Adrian Oetiker finden sich in der Jury erneut Pianistinnen und Pianisten, die sich u.a. besonders um die Förderung von jungen Musikern verdient gemacht haben.

Die Zulassungsbedingungen sowie alle Anmeldeinformationen finden Sie wie immer auf www.carl-bechstein-stiftung.de.


KulturLeben Berlin e. V.: Frühlingskonzert des Utopia-Orchesters

„Märchenhaft utopisch“ nennt das Utopia Orchester sein Frühlingskonzert am 9. April im GRIPS Theater. Das Utopia Orchester lädt zum Frühlingskonzert ins Berliner GRIPS Theater am Hansaplatz (Altonaer Straße 22, 10557 Berlin) ein. Unter der Leitung von Mariano Domingo entführen die Musikerinnen und Musiker ihr Publikum in die Märchenwelt von Engelbert Humperdincks Kinderoper Hänsel und Gretel. Das Werk wird in einer Bearbeitung von Gerhard Buchner als Orchestersuite mit Gesang und Erzählung inszeniert. Regie führt die Gesangspädagogin Antonia Glugla.

Das Publikum darf sich auf wunderbare Solostimmen freuen: auf Kristina Gordadze (Sopran), Nataly Nejinsky (Sopran) und Artak Kirakosyan (Tenor). Dichter und Rezitator Pablo Bader wird als Erzähler durch das Programm führen.

Der Eintritt ist frei. Das GRIPS Theater ist barrierefrei. Um Anmeldung unter wird gebeten. Nach aktuellem Stand gilt die 3-G-Regel mit FFP2-Maskenpflicht auch am festen Platz.

Das Utopia Orchester ist das erste inklusive Orchester bundesweit. Es gehört zur Werkstatt Utopia, dem inklusiven Musikprojekt des Vereins KulturLeben Berlin. Gefördert wird die Werkstatt Utopia von der Aktion Mensch und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin. Schirmherr ist Kultursenator Dr. Klaus Lederer.

www.utopia.kulturleben-berlin.de


Universität der Künste: Musikbegeisterte Schülerinnen und Schüler gesucht!

An der UdK Berlin können die Studiengänge „Lehramt an Grundschulen“ und „Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien“ studiert werden. Geboten wird ein intensives musikalisches Studium mit vielfältigem Einzel- und Gruppenunterricht, das auf die künstlerische Entwicklung im gewählten Hauptfach (»Klassisch« oder »Jazz/Pop«) Wert legt und die Vorbereitung auf die spätere Schulpraxis durch eine fundierte wissenschaftliche und pädagogische Bildung fokussiert.

Das neue Scout-Programm »Lehramt Musik« möchte musikaffine Schüler*innen in Berliner Schulen ansprechen und für ein Lehramtsstudium begeistern. Die Scouts – selbst Lehramtsstudierende der UdK Berlin – informieren durch interaktive Onlineformate oder Besuche an Schulen über ihr Studium.

Musiklehrer*innen können in Absprache mit den Scouts individuelle Angebote für Schulklassen (ab der 10. Jahrgangsstufe) oder Kurse vereinbaren. Kontaktieren Sie unseren Scout für das Lehramt Musik:
Sebastian Berck:

Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der UdK:
Scout-Programm: https://www.udk-berlin.de/scout-programm-lehramt
Lehramt Musik : https://www.udk-berlin.de/studium/lehramt-musik/


Vereinigung Alte Musik: EMPOWERMENT – Workshops und Seminare für die Alte Musik

Die Vereinigung Alte Musik Berlin e.V. bietet 2022/2023 unter dem Titel EMPOWERMENT ein Seminar- und Workshopprogramm an, das der Vernetzung und Sichtbarkeit der Alte-Musik-Szene in Berlin dienen soll. Die Intensivierung der Netzwerkarbeit soll dabei die Sichtbarkeit auf Ebene des Publikums erhöhen. Mit Qualifizierungsangeboten zu Themen wie Förderung, Management oder sozialer Absicherung unterstützt und stärkt das Projekt zudem gezielt die Interpretinnen und Interpreten selbst.   

Das Projekt „Empowerment – Workshops und Seminare für die Alte Musik“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms „Stärkung des Innovationspotentials in der Kultur II (INP-II)“ und der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Weitere Information:
https://www.alte-musik-berlin.de/empowerment-workshops-und-seminare-fuer-die-alte-musik/


Vincentino e. V.: „Best of Vincentino Show“ – Jüdisches Leben in Berlin

Vincentino e.V. – Kultur stärkt Kinder in Berlin setzte zwölf erfolgreiche Medien- und Begegnungsprojekte mit über
300 beteiligten Schülerinnen und Schülern an fünf Berliner Schulen mit mehr als 30 jüdischen Protagonistinnen und Protagonisten im Festjahr 2021 JLID – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland um. Zur Bühnenshow, bei der Schülerinnen und Schüler, Protagonistinnen Protagonisten, Dozentinnen und Dozenten Ergebnisse aus Musik-, Film-, Kunst- und Journalismus-Projekten präsentieren, laden wir herzlich ein.

Neben der Bühne gibt es in einem DIY-Raum mit Filmen und Fotos weitere Projekte von Vincentino zu erkunden. Die
Show wird gemeinsam von Sandra Maischberger, Vorstand von Vincentino e. V., Mirna Funk, Autorin und Journalistin,
und Ulla Giesler, Initiatorin der Programmreihe „Andere Lebenswelten kennenlernen – Fokus junges jüdisches Leben
in Berlin“ moderiert.

Einladung zur „Best of Vincentino Show“ – Jüdisches Leben in Berlin
Albrecht-Dürer-Gymnasium, Emser Str. 134-137, 12051 Berlin-Neukölln
am Freitag, dem 18.3.22 von 16 bis 18 Uhr
Einlass mit 2G-Kontrolle ab 15.30 Uhr

Lassen Sie uns bitte zeitnah wissen, ob Sie vor Ort dabei sein möchten (E-Mail ). Es gilt die 2G-Regel.
Verkleidung zu Purim ist erwünscht!

Sie können an unserer Veranstaltung auch live auf Youtube teilnehmen:
https://www.youtube.com/watch?v=g9sF4YTtqY8


Musikbuch-Empfehlung


Joonas Sildre: Zwischen zwei Tönen: aus dem Leben des Arvo Pärt

Arvo Pärt, geboren 1935 in Estland, gehört zu den bedeutendsten und meistgespielten lebenden Komponisten. Weil er die Konfrontation mit dem Sowjetregime während der Okkupation in Estland nicht scheute, wurde er mit seiner Familie 1980 zur Emigration gezwungen. 1981 zog er aufgrund eines DAAD-Stipendiums von Wien nach Berlin und blieb dort fast 30 Jahre. Nach seiner endgültigen Rückkehr nach Estland (2010) gründete er in der Nähe von Tallinn das Arvo Pärt Centre mit Konzertsaal, Archiv, Bibliothek und Besucherzentrum; es wurde 2018 in einem eigens errichteten Gebäudekomplex des Büros Nieto Sobejano Arquitectos eröffnet. Dort verlieh die deutsche Botschafterin Christiane Hohmann dem Komponisten im November 2021 das Bundesverdienstkreuz für seinen Beitrag zur klassischen Musik und die Verwendung deutscher Texte in vielen seiner Werke.

Anlässlich der Entstehung des Arvo Pärt Centre wurde 2018 in Estland die Graphic Novel „Zwischen zwei Tönen“ zu Pärts Leben und Werk veröffentlicht. Der Grafiker und Textverfasser Joonas Sildre erhielt dabei Unterstützung vom Komponisten selbst und von seiner Frau Nora Pärt. 2021 erschien die deutsche Übersetzung von Maximilian Murmann.

Der in schwarz-weiß und Graustufen gedruckte Band beschäftigt sich fast ausschließlich mit Pärts früher Biografie bis zur Emigration 1980. Im Zentrum des Comicromans steht sein langes künstlerisches Ringen, denn Pärt fand erst nach der Komposition vieler sehr unterschiedlicher Werke und einer längeren krankheits- und krisenbedingten Pause seinen unverwechselbaren eigenen Stil. Viele Gedanken kreisen dabei um die Frage, was in den 1960er Jahren „fortschrittliche Musik“ hätte sein können. Für den Komponisten sind die Relevanz und zeitlose Aussagekraft der Musik wichtig, er hat kein Interesse daran, der Erwartungshaltung des Komponistenverbandes zu entsprechen.

Inspiration findet Pärt in der Gregorianik und Musik des Mittelalters; zur prägenden geistigen Heimat wird ihm die russisch-orthodoxe Kirche, welcher er 1972 beitritt. Doch vor allem durch seine Vertonung von geistlichen Texten nahm der Druck des Regimes weiter zu.

Sehr lesenswert sind die vielen Begegnungen mit Lehrern, Kolleginnen und musikalischen Weggefährten. Der heute für seine zurückgezogene Lebensweise bekannte Pärt war keineswegs Einzelgänger, sondern befand sich im permanenten Austausch mit Freunden und Gleichgesinnten wie Alfred Schnittke, Gidon Kremer, Tatjana Grindenko und Neeme Järvi. Stets dabei ist seit den frühen 1970er-Jahren Pärts zweite Frau Nora, eine aus Georgien stammende Musikwissenschaftlerin und Chorleiterin.

Besonders überzeugend sind die liebevoll gezeichneten Bilder und fantasievollen Ideen, mit denen Joonas Sildre Noten, Musik und sogar Stille optisch zum Ausdruck bringt.

Sildre, Joonas: Zwischen zwei Tönen: aus dem Leben des Arvo Pärt; eine graphic novel / aus dem Estnischen von Maximilian Murmann. Berlin: Voland & Quist, 2021. 222 S. ISBN 978-3-86391-281-9.  30 €

Dieses Buch auf der Seite des Verlags mit Pressestimmen und Links zu Rezensionen
Das Arvo Pärt Centre in Laulasmaa, Estland

Eine Buchempfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info 55. Ausgabe vom 2. Februar 2022

Inhalt

Walking on the sun: Landesjugendensemble Neue Musik Berlin im Konzerthaus
Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin wird am 6. Februar 2022 konzertieren – nach langer Zeit wieder im Werner-Otto-Saal des Konzerthauses am Gendarmenmarkt. Mehr …

Jugend musiziert Berlin: 59. Wettbewerb startet in den Regionen
Am 12. Februar geht es los – nach zwei Jahren pandemiebedingter Einschränkungen endlich wieder live: Der 59. Wettbewerb Jugend musiziert Berlin. Mehr …

Instrument des Jahres: Drumset – Was hat das Jahr zu bieten?
Ob Popband oder Tanzkapelle, Bigband oder Jazzcombo: Das Drumset ist das unentbehrliche Herzstück. Im Jahr 2022 wird es als Instrument des Jahres gefeiert. Mehr …

Berliner JugendJazzOrchester: Neustart mit neuem Konzept
Ein Jazzorchester, in dem alles mitmacht, was klingt und singt: Mit dieser Idee tritt das neue Leitungsteam Fabia Mantwill und Nicolai Thärichen an. Gesucht: engagierte Mitspieler. Mehr …

Stellenausschreibung: Projektleitung Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter
„Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter“: Erfolgreiches Schulprojekt sucht neue Leitung. Mehr …

Neustart Kultur: Stipendien für Freischaffende, Neustarthilfe für Amateurmusik
Im Rahmen des Bundesprogramms NEUSTART KULTUR können freischaffende Musikerinnen und Musiker über den Deutschen Musikrat noch bis morgen, zum 4. Februar, Stipendien beantragen. Über das Programm NEUSTART AMATEURMUSIK können über den Bundesmusikverband Chor und Orchester (bmco) entsprechende Organisationen Anträge auf Projektförderung stellen. Mehr …

Termine

Jugend musiziert Berlin
12.2.2022                          Regionalwettbewerb Jugend musiziert Berlin-Nord
                                            und Berlin-Süd, Regionalwettbewerb Pop
19.2.2022                          Regionalwettbewerb Jugend musiziert Berlin-Mitte
6.3.2022                            Preisträgerkonzert Regionalwettbewerb Jugend musiziert Berlin-Mitte

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
31.1.–5.2.2022                Winter-Arbeitsphase
6.2.2022                            Winterkonzert, Werner-Otto-Saal, Konzerthaus

Instrument des Jahres: Drumset
16.–22.3.2022                  Musikfestival Klangwelten, Landesmusikakademie

Berliner JugendJazzOrchester
6.3.2022                            Auswahlworkshop
9.–14.4.2022                    Frühjahrs-Arbeitsphase
16.4.2022                          Debüt-Konzert

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

Instrument des Jahres: Drumset – Dreiergipfel beim Jazzfest Neukölln
Zum Auftakt des Drumset-Jahres 2022 feierte das Jazzfest Neukölln das Schlagzeug unter anderem mit dem Auftritt dreier renommierter Drummer. Mehr …

Erfolgreiche Sammelaktion „Musik hilft Musik“ für das Ahrtal
Der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz, Partnerverbände und Privatpersonen konnten im Rahmen der Aktion „Musik hilft Musik“ rund 180.000 Euro für die musikalische Infrastruktur sammeln. Mehr …

Mitglieder-News

Jeunesses Musicales: 2021 Förderung zahlreicher Projekte / Jubiläumskonzert: 70 Jahre
Die Jeunesses Musicales trotzten 2021 den Herausforderungen der Pandemie mit Mut und Kreativität – und mit Erfolg. 2022 feiern sie ein Jubiläum: 70 Jahre Jeunesses Musicales! Mehr …

Landesmusikakademie Berlin: Das Jahresprogramm 2022
Bewährte und neue Kurse, Workshops und Fortbildungen sind ab sofort auf der Internetseite der Landesmusikakademie Berlin zu finden. Mehr …

ver.di: Ratgeber Musikschul-Lehrkräfte / Überbrückungshilfen für Solo-Selbständige / Selbständigen-Info Mutterschaft und Elterngeld
Das neue Jahr bringt Neuerungen für Musikschulpersonal und Selbständige allgemein. Mehr …

Sinfonisches Blasorchester der Musikschule City-West: Dirigent/Dirigentin gesucht!
Das sinfonische Blasorchester der Musikschule City-West, sucht neue Stabführung. Mehr …

Musikbuch-Empfehlung

Irena Müller-Brozovic, Barbara Balba Weber (Hg.): Das Konzertpublikum der Zukunft
Das klassische Konzertwesen ist unübersehbar in Bewegung geraten. Altes wird in Frage gestellt, Neues allenthalben ausprobiert. Ein Berner Symposium nahm nun 2019 das künftige Konzertpublikum in den Blick. Mehr …

Dieser Newsletter als PDF


LMR-News

Walking on the sun: Landesjugendensemble Neue Musik Berlin im Konzerthaus

Als erstes Ensemble des Landesmusikrats Berlin wird das Landesjugendensemble Neue Musik in diesem Jahr in einem Konzert zu hören sein. Zurzeit probt das Ensemble sein Programm unter der Leitung von Jobst Liebrecht. Das spannende, äußerst vielfältige Programm umfasst dreißig Jahre Neue Musik: von Babette Koblenzʼ Walking on the Sun (1982) – an dem auch das Instrument des Jahres, das Drumset, beteiligt ist – über Lutz Glandiens und es war noch still (1989) bis zu Charlotte Seithers Fünf Stücke um den Fluss zu queren (2012) und dem ebenfalls 2012 entstandenen Stück Offene Landschaft, das hier zum ersten Mal erklingt. Mit dem Glockenstück Bell Air erinnern die jungen Musikerinnen und Musiker an den Schlagzeuger und Komponisten Matthias Kaul, der 2020 verstarb (den 2010 eigens angefertigten Glockensatz stellt seine Witwe zur Verfügung). Das Stück.Les moutons de Panurge erinnert an den 2021 verstorbenen Frederic Rzewski, Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Dieses „in memoriam“ bedeutet jedoch keinesfalls Trauermusik: Beide Werke sprühen vor Farbe und Lebendigkeit.

Walking on the sun
Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
Dirigent: Jobst Liebrecht

Frederic Rzweski: Les moutons de Panurge (1969)
Babette Koblenz: Walking on the sun (1982)
Matthias Kaul: Bell Air (2010)
Lutz Glandien: und war es noch still (1989)
Charlotte Seither: Fünf Stücke um den Fluss zu queren für Orchester (2012);
Offene Landschaft (2012, Uraufführung)

Sonntag, 6. Februar 2022, Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal
Zum Kartenvorverkauf


Jugend musiziert Berlin: 59. Wettbewerb startet in den Regionen

Es geht wieder los – und die Zuversicht ist groß, dass die Vorspiele an 15 Spielstätten live stattfinden können: Am 12. Februar startet der 59. Wettbewerb Jugend musiziert Berlin in den Regionen Nord und Süd sowie für die Wertungen in der Kategorie POP. Am 19. Februar folgen die Wertungen der Region Mitte. Berlins musikalische Jugend übt wieder fleißig: Mehr als 500 Kinder und Jugendliche haben sich angemeldet.

Nach den pandemiebedingten enormen Einschränkungen der Jahre 2020 und 2021 konnten Ende Januar drei Konzerte des „Jungen Podiums“ organisiert werden, in denen sich die jungen Musikerinnen und Musiker auf die Wertungsspiele vorbereiten konnten. Davor fanden im Dezember und Januar zwei Workshops statt, die auf die neue Kategorie im Bereich POP „Beats & Rhymes“ vorbereiteten und damit eine ganz neue Zielgruppe ansprachen. Gefördert wird die Kategorie „Beats & Rhymes“ von der Berliner Sparkassenstiftung.

Eine weitere Berliner Besonderheit ist die Kategorie „Interkulturelle Perkussion“, die Anfang April im Rahmen des Landeswettbewerbs ausgetragen wird und in der insgesamt 11 Jugendliche antreten. Großen Andrang erfuhren die Kategorien „Komposition“ sowie „Komposition: Filmmusik“, die ebenfalls im Berliner Landeswettbewerb ausgeschrieben sind. Ein vorbereitender Workshop im Dezember war sehr gut besucht. 27 junge Berlinerinnen und Berliner wollen im Wettbewerb eigene Kompositionen einreichen.

Bundesweit ausgeschrieben sind die Solokategorien Streichinstrumente, Akkordeon, Schlagzeug und Gesang (Pop) sowie die Ensemblekategorien Klavier-Kammermusik, Duo: Klavier und ein Blasinstrument und Vokal-, Zupf- und Harfenensemble, dazu die besonderen Besetzungen Alte Musik sowie weitere Besetzungen.

Der Landeswettbewerb Berlin findet vom 31. März bis zum 3. April in der Universität der Künste statt, der Bundeswettbewerb vom 2. bis zum 9. Juni in Oldenburg.

Mehr Information zum 59. Wettbewerb Jugend musiziert Berlin


Instrument des Jahres: Drumset – Was hat das Jahr zu bieten?

Niemand weiß, wie viele Bands es in Berlin gibt, allein im Berliner Rockhaus in Lichtenberg proben rund 1000 Musikerinnen und Musiker. Schätzungen gehen von mindestens 2000 Bands aller Stilrichtungen für ganz Berlin aus. Elementar für jede Band: das Drumset.

In der Hitliste der beliebtesten Instrumente hält es aktuell den 5. Platz – Tendenz: steigend. In den letzten acht Jahren nahm die Zahl der Schülerinnen und Schüler allein an den öffentlichen Musikschulen um 20 Prozent zu. 50 000 lernen dort deutschlandweit Drumset spielen, 1900 sind es in Berlin.

Der Landesmusikrat Berlin will mit dem Projekt im Jahr 2022 noch mehr Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen Lust darauf machen, Schlagzeug spielen zu lernen und in Bands oder auch solistisch aktiv zu sein. Nach der Überwindung der Corona-Pandemie soll es 2022 auch darum gehen, wieder zusammen zu kommen und draußen und drinnen gemeinsam zu musizieren.

Wichtig ist uns dabei, besonders Mädchen und Frauen vom Drumset zu überzeugen, denn sie geben noch viel zu selten den Takt vor.

Der Landesmusikrat konnte drei Persönlichkeiten als Botschafterinnen und Botschafter des Drumsets gewinnen: die Schlagzeugerin und Sängerin Jarita Freydank, die Schlagzeugerin Philo Tsoungui sowie Udo Dahmen, Schlagzeuger und künstlerischer Direktor der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim.

Auf dem Jazzfest Neukölln vom 21. bis 23. Januar war das Drumset bereits Thema (siehe den Bericht von Joachim Litty). Auch auf dem Musikfestival Klangwelten in der Landesmusikakademie Berlin vom 16. bis 22. März, bei den Britz Beatz am 21. Mai und bei der Fête de la Musique am 21. Juni nimmt das Drumset einen besonderen Platz ein. Außerdem bietet der Landesmusikrat Berlin im Rahmen seiner Raumkoordinationsstelle einen interaktiven Stadtplan an, mit dessen Hilfe Drummerinnen und Drummer geeignete Räume in Berlin finden können.

Alle Musikerinnen und Musiker, Veranstalterinnen und Veranstalter, die Events rund ums Drumset planen, können sich an den Landesmusikrat wenden. Er veröffenlicht dann die Termine in seinem Terminkalender und auf seinen Internet-Kanälen.


Berliner JugendJazzOrchester: Neustart mit neuem Konzept

Das Berliner JugendJazzOrchester (BJJO) wagt nach pandemiebedingten Ausfällen den Neustart – mit einem neuen Konzept. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Fabia Mantwill und Nicolai Thärichen, beide erfahren im Umgang mit verschiedensten Besetzungen, beide mit eigenen Bands und Projekten erfolgreich.

Neu ist die Idee, das BJJO aus Jazz- und klassischen Orchesterinstrumenten und auch aus Singstimmen zusammenzustellen. Die besonderen Talente und individuellen Stimmen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen dabei zum Tragen kommen. Dafür sucht das BJJO junge Musikerinnen und Musiker mit besonderen instrumentalen und sängerischen Fähigkeiten und Lust zu improvisieren, um Teil dieses neuen BJJO-Sounds zu werden.

Die Frühjahrs-Arbeitsphase des BJJO findet vom 9. bis 14. April in der Landesmusikakademie Berlin statt, am 16. April stellt sich das Orchester in seiner neuen Besetzung im Debüt-Konzert vor. Am 6. März findet ein Auswahlworkshop statt, bei dem interessierte Musikerinnen und Musiker in entspannter Atmosphäre zusammenspielen und gemeinsam mit dem Leitungsteam die Besetzung finden.

Mehr Information zum Projekt online


Stellenausschreibung: Projektleitung Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter

Die Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter zählt zu den jüngeren Projekten des Landesmusikrats, sie startete 2018 in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Das Ziel: musikalisch begabte Schülerinnen und Schüler durch professionelle Anleitung dafür fit zu machen, das schulische Musizieren zu unterstützen und Ensembles zu leiten. Vermittelt werden Grundlagen des Dirigierens sowie organisatorisches Handwerkszeug und soziale Kompetenzen, die engagierte Probenarbeit ermöglichen und Schulensembles voranbringen, seien es Bigbands oder Orchester, klassische oder Jazz- bzw. Popchöre. Schon viele Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben sich so das Zertifikat zur Musikmentorin oder zum Musikmentoren erarbeitet, stets gemeinsam mit begeisterten anderen Schülerinnen und Schülern.

Dieses erfolgreiche Projekt braucht eine neue Projektleitung. Gesucht werden musikalisch und organisatorisch kompetente Bewerberinnen und Bewerber, die ab Februar 2022 die Arbeit des Teams aus professionellen Dozentinnen und Dozenten und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von den Berliner Schulen und Musikschulen tatkräftig unterstützen und begleiten.

Ausführliche Stellenausschreibung (PDF)


Neustart Kultur: Stipendien für Freischaffende, Neustarthilfe für Amateurmusik

Am Donnerstag, 20.1., startete die Bewerbungsphase für das Stipendienprogramm 2022 des Deutschen Musikrats (DMR). Bewerbungsberechtigt sind neben Musikerinnen und Musikern auch Dirigentinnen und Dirigenten, Komponistinnen und Komponisten sowie Masterabsolventinnen und -absolventen der Abschlussjahrgänge 2019/20/21. Das Programm ist genreübergreifend angelegt, es schließt Schaffende der zeitgenössischen und Alten Musik, der klassischen und Neuen Musik, aus dem transkulturellen Sektor und dem traditionellen bis modernen Jazz ein. Für das vierte Programm im Rahmen von NEUSTART KULTUR steht dem Deutschen Musikrat insgesamt ein Volumen von 20 Millionen Euro zur Verfügung. Die Bewerbung erfolgt online unter https://stipendien.musikrat.de.

Das DMR Stipendienprogramm 2022 entstand aufgrund der großen Nachfrage des Stipendienprogramms Klassik 2021 im Rahmen von NEUSTART KULTUR. Insgesamt werden rund 3800 Stipendien in Höhe von je 5.000 Euro an freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler vergeben. Die Stipendien sollen unter anderem die Möglichkeit bieten, neue Programmkonzeptionen zu entwickeln, etwa durch Erweiterung des Repertoires und entsprechender Recherche, die auch und gerade den Bedingungen der Pandemie entgegenkommen. Außerdem kann das Vorhaben der Aneignung neuer Techniken und Arbeitsweisen oder der Anpassung der eigenen Arbeit an die Anforderungen der Digitalisierung dienen.

Die Bewerbungsphase endet am Freitag, dem 4. Februar 2022. Nähere Informationen und Bewerbung unter https://stipendien.musikrat.de/.

Im Förderprogramm NEUSTART AMATEURMUSIK startet im Jahr 2022 die zweite Förderrunde. Von 10,88 Millionen Euro Gesamtvolumen stehen dafür aktuell 5 Millionen Euro an Wiedereinstiegshilfe bereit. Gefördert werden Projekte, die der durch die Corona-Pandemie massiv eingeschränkten Amateurmusik den musikalischen Neustart erleichtern. Anträge können über den Bundesmusikverband Chor und Orchester (bmco) gestellt werden.

Im Förderprogramm NEUSTART AMATEURMUSIK können sich Musikensembles ab sofort wieder mit einem NEUSTART-Projekt um eine Förderung von 2.000 bis max. 10.000 Euro bewerben. Gefördert werden Vorhaben, die in Pandemiezeiten ermutigend wirken. Im Bereich der Amateurmusik sollen soziale und musikalische Beziehungen reaktiviert und das ehrenamtliche Engagement gestärkt werden. Ziel der Projektförderung ist nicht weniger als die Wiederbelebung der amateurmusikalischen Arbeit, insbesondere des Proben- und Konzertbetriebs, die durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie allesamt massiv gelitten haben.

Für die zweite Antragsrunde im Förderprogramm NEUSTART AMATEURMUSIK stehen rund 5 Millionen Euro aus dem Fördertopf von NEUSTART KULTUR, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, zur Verfügung. Der Zeitraum der geplanten Projekte soll zwischen dem 15. März 2022 und dem 31. Dezember 2022 liegen.

Bewerben können sich alle Amateurmusikensembles bzw. deren Träger, die in den Jahren 2018 und 2019 regelmäßig aktiv tätig waren. Es können nur juristische Personen gefördert werden. Ein pandemischer Bezug muss bestehen.

Anträge können fortan laufend über das digitale Antragsformular und voraussichtlich bis zum 31.07.2022 gestellt werden.

In der erfolgreichen ersten Förderrunde im Jahr 2021 konnten insgesamt 321 Projekte gefördert werden.

Alle Informationen und Hilfestellungen zur Antragstellung bei NEUSTART AMATEURMUSIK finden Sie unter bundesmusikverband.de/antragstellung. Zusätzlich gibt es noch eine digitale Informationsveranstaltung zur Projektförderung. Sie wird am Mittwoch, dem 9.2.2022, um 17:30 Uhr stattfinden und kann ohne vorherige Anmeldung über Zoom besucht werden.


Berichte


Instrument des Jahres: Drumset – Dreiergipfel beim Jazzfest Neukölln 

Am Sonnabend, den 22. Januar 2022 gab es ein erstes Highlight anlässlich des vom Landesmusikrat Berlin getragenen Projekts: Schlagzeug, Instrument des Jahres 2022.

Zu einem herausragenden Programmpunkt des Jazzfests Neukölln fanden sich an diesem Tag die international renommierten Schlagzeuger Moritz Baumgärtner, Heinrich Köbberling und Sebastian Merk zu einem rund 50-minütigen Auftritt zusammen. Nicht nur dass sie in Ensembles wie dem Julia Hülsmann Quartett, Andromeda Mega Express oder Thärichens Tentett mitwirken oder mitgewirkt haben, auf zahlreichen renommierten Festivals zu hören sind und mit der Crème de la Crème das internationalen Jazz unterwegs waren – alle drei sind auch pädagogisch an Musikhochschulen tätig und vermitteln dort ihre Kenntnisse an den Nachwuchs.

Ihr sensibles Spiel miteinander zeigte feinste rhythmische Verknüpfungen, wobei man sich beim Zuhören in der Rhythmusspur eines jeden der drei Protagonisten verlieren konnte. Es gab kontinuierlich spontanes Reagieren auf Impulse, wer auch immer sie setzte, eine immense klangliche Vielfalt durch eine stets wechselnde Form der Klangerzeugung, dabei immer in fest umrissenen Musikstücken, die bekannten Standards entliehen waren oder experimentellen Verlaufsanordnungen folgten – das Mobiltelefon gab u. a. die Struktur vor.

Damit hoben die drei Musiker das Schlagzeug weit über seine Rolle als Rhythmusgeber heraus, die es vor allem in den im Jazz, Rock, Pop und Weltmusik beheimateten Ensembles hat, und machten Lust und Hoffnung auf mehr derartig bereichernde Konzerterlebnisse mit dem Schlagzeug als Instrument des Jahres 2022!  (Joachim Litty)


Erfolgreiche Sammelaktion „Musik hilft Musik“ für das Ahrtal

Der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz hat Ende Juli gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden alle Musikvereinigungen und -initiativen, Veranstalter, Musikschulen und alle musikliebenden Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, zu spenden, Benefizkonzerte oder andere Aktionen durchzuführen und die Einnahmen an den Landesmusikrat als Koordinationsstelle zu überweisen. Damit wurde musiktreibenden Flutopfern in der betroffenen Region unbürokratisch und schnell geholfen. Zahlreiche Benefizkonzerte und Spendenaktionen in Rheinland-Pfalz und anderen Bundesländern fanden statt, und es konnten zum Ende der Aktion 179.761,94 Euro an die geschädigte Musikszene im Ahrtal weitergeleitet werden. Peter Stieber, Präsident des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz, dankte den Spendern und sagte dazu: „Die knapp 180.000 Euro wurden an 20 in Not geratene Vereine und Musizierende verteilt. Bei der Vergabe wurde der Fokus auf die Jugendarbeit und die musikalische Infrastruktur gelegt. In den Anträgen wurden Gesamtschäden in Höhe von rund 500.000 Euro gemeldet. Der Landesmusikrat ist überaus dankbar, dass durch die Spendenaktion über ein Drittel der Schäden gedeckt werden konnte. Dabei wurde sowohl freischaffenden Musikerinnen und Musikern als auch Musikpädagoginnen und -pädagogen geholfen, aber auch Musikvereinen, Chören und der Kirchenmusik. Die Solidarität innerhalb der Musik hat mich außerordentlich beeindruckt und ist ein Zeichen des großen Zusammenhalts in der musikalischen Familie.“


Mitglieder-News


Jeunesses Musicales: 2021 Förderung zahlreicher Projekte / Jubiläumskonzert: 70 Jahre

2021 fanden zahlreiche Projekte der 26 korporativen Mitglieder statt. Acht davon konnten wir mit Hilfe der JMD und des Senats mitfinanzieren. Unser Schwerpunkt liegt in der Jugendorchesterarbeit. Obwohl nicht alles stattfinden konnte wie geplant, wurde die Motivation der musizierenden Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Ersatzprojekten aufrechterhalten und gestärkt.

Dabei reicht die Arbeit der Jeunesses Musicales in Schulen, Musikschulen und freie Projekte hinein. Einige unterstützte Projekte: Berlin Brass, Kurs „Absolute Beginners“; Freie Jugendorchesterschule Berlin: Zuspielband für eine Uraufführung, Konzert und Video; Jugendsinfonieorchester G.-F.-Händel-Gymnasium: Orchesterreise nach Frankreich: Jugendsinfonieorchester Marzahn-Hellersdorf: Kompositionsauftrag und Uraufführung; Kammerorchester Tempelhof-Schöneberg: Konzert mit Klavierkonzert von Alfred Schnittke; Nelson-Mandela-Schule: zwei Videos; Kammerorchester Unter den Linden: Orchesterkurs.

2022 soll es u. a. acht Orchesterkonzerte, kleinere Konzertformate, einen Schüleraustausch und ein Festival geben (wackelnde Termine werden verlegt). Erstmals fördern wir auch ein Jugendprojekt und die Fahrtkosten zum Kurs nach Weikersheim.

Außerdem feiern wir unser 70. Jubiläum mit einem gemeinsamen Konzert aller Mitglieder.

Wir ermutigen noch mehr Jugendorchester in Berlin, sich uns anzuschließen. Seid dabei!


Landesmusikakademie Berlin: Das Jahresprogramm 2022

Vermehrt finden 2022 Online- und Hybrid-Veranstaltungen statt, aber auch Präsenzkurse sind geplant. So bieten die Wuhlheide rund um die Akademie und der überdachte Kursraum im Freien sowie die bestens belüfteten großen Kursräume ideale Bedingungen in diesen Zeiten. Die Landesmusikakademie Berlin verzichtet erstmals auf eine gedruckte Broschüre. Das Jahresprogramm ist ausschließlich auf der Webseite zu finden und wird im Laufe des Jahres durch weitere Angebote ergänzt. Regelmäßiges Reinschauen lohnt sich also, ebenso wie das Abonnieren des Newsletters. Wie? Informieren Sie sich auf https://www.landesmusikakademie-berlin.de.


ver.di: Ratgeber Musikschul-Lehrkräfte / Überbrückungshilfen für Solo-Selbstständige / Selbstständigen-Info Mutterschaft und Elterngeld

Die ver.di-Fachgruppe Musik hat ihren Ratgeber Musikschullehrkräfte aktualisiert. Er enthält umfassende praktische Informationen für festangestellte und freiberufliche Lehrkräfte, unter anderem zur sozialen Absicherung, zu Steuern und Finanzamt, über das Musizieren in der Wohnung und Versicherungen. Der Ratgeber steht auf Bestellung als PDF unter der folgenden Adresse zur Verfügung: https://musik.verdi.de/ratgeber

Solo-Selbständige können die Neustarthilfe Kultur beantragen. Die Neustarthilfe 2022 gilt für die Monate Januar bis März 2022. Die maximale Förderung beträgt 4.500 Euro. Voraussetzung ist, dass coronabedingte Umsatzausfälle zu verzeichnen sind. Die Neustarthilfe wird als Vorschuss in monatlichen Raten von 1.500 Euro gezahlt und nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Die Neustarthilfe 2022 richtet sich an Betroffene, die coronabedingte Umsatzeinbußen verzeichnen, aufgrund geringer Fixkosten aber kaum von der Überbrückungshilfe IV profitieren. Wie bisher können neben Solo-Selbständigen (mit oder ohne Personengesellschaften) auch kurz befristet Beschäftigte in den Darstellenden Künsten, unständig Beschäftigte aller Branchen sowie Kapitalgesellschaften und Genossenschaften antragsberechtigt sein. Positiv ist weiter, dass die Rückzahlungsfrist für im Jahr 2020 zu viel erhaltene Hilfen aus dem ersten Corona-Hilfsprogramm auf den 31.12.2022 ausgeweitet wurde. Das ist insbesondere für jene Unternehmen und Solo-Selbständige aus dem Kultur- und Medienbereich wesentlich, die aktuell weitere Einbußen aus den bestehenden Beschränkungen bzw. coronabedingte Umsatzausfälle hinnehmen müssen. Weitere Informationen:
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html

Die 32. Auflage des selbststaendigen.info-Ratgebers „Wenn Selbstständige Kinder kriegen“ erklärt alle Regelungen zum Elterngeld in verständlicher Form und enthält auch die Sonderregelungen wegen der Corona-Pandemie. Die 28 Seiten starke Broschüre enthält außerdem alle aktuellen Regelungen für den Mutterschutz nach der Reform 2017, das Mutterschaftsgeld und das neue „Mutterschaftsgeld“ für privat krankenversicherte Frauen, für Elterngeld, Elterngeld Plus, Partnerschaftsmonate und Elternzeit, das Kindergeld, den Kinderzuschlag und die Freibeträge bei der Einkommensteuer, außerdem neue Informationen zum Kinderkrankengeld. Stand für alle wichtigen Gesetzesregelungen, Gerichtsentscheidungen, Download-Links und Sozialversicherungswerte ist der 1. Januar 2022.  

Die Broschüre Wenn Selbstständige Kinder kriegen – selbststaendigen.info-Ratgeber zu Mutterschafts-, Elterngeld und weiteren Leistungen (PDF-Datei, 28 Seiten, 29. Auflage, Stand: 1. Januar 2022) gibt es für ver.di-Mitglieder kostenlos. Alle anderen können sie kostenpflichtig für 17,85 Euro beim Verfasser Rüdiger Lühr anfordern
https://mmm.verdi.de/beruf/wenn-selbststaendige-kinder-kriegen-37259


Sinfonisches Blasorchester der Musikschule City-West: Dirigent/Dirigentin gesucht!

Es nennt sich „Wind-Or-Jester“: Das sinfonische Blasorchester der Musikschule City-West, ein großes Ensemble mit rund 55 Mitgliedern und hohem musikalischem Anspruch, sucht eine neue Dirigentin oder einen neuen Dirigenten auf Honorarbasis. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Musikstudium.

Ausführliche Ausschreibung (PDF)


Musikbuch-Empfehlung

Irena Müller-Brozovic, Barbara Balba Weber (Hg.): Das Konzertpublikum der Zukunft

Immer häufiger experimentieren Veranstalterinnen und Akteure aus Musikpraxis, Musikvermittlung und Musikwissenschaft mit neuen Formaten für Konzerte klassischer Musik. Sie hinterfragen alte Traditionen im Konzertbetrieb und möchten damit nicht nur zusätzliche und jüngere Publikumsschichten ansprechen, sondern ihre Gäste mehr in das Programm mit einbeziehen.

Viele Anregungen und Erfahrungsberichte dazu sind bereits in zwei von Martin Tröndle herausgegebenen Sammelbänden Das Konzert (2011) und Das Konzert II (2018) zu finden. Folkert Uhde, Mitbegründer des Berliner Radialsystems, liefert 2018 zum Beispiel Rezepte gegen die ewig gleichen Konzertabend-Abläufe, beginnend mit der Lektüre des Programmhefts, gefolgt von zwei Mal 45 Minuten Musikdarbietung bis hin zu Applaus, Blumen, Zugabe und Tiefgarage. Uhde schlägt ungewohnte Uhrzeiten vor, streicht die Pause, stimmt das Publikum stattdessen länger auf das Konzert ein und arbeitet mit besonderer Beleuchtung sowie improvisierten Elementen.

Eine aktuelle Fortsetzung mit weiteren Impulsen und Konzepten bietet der ebenfalls im Bielefelder transcript-Verlag erschienene Band „Das Konzertpublikum der Zukunft“. Hierin finden sich die Beiträge eines gleichnamigen Symposiums, das im November 2019 an der Hochschule der Künste Bern stattfand. In der Einleitung betonen die Berner Hochschuldozentinnen und Herausgeberinnen, wie sehr die Corona-Pandemie den Bedarf nach neuen Formaten beschleunigt und teils sehr positive Erfahrungen ermöglicht hat.

Unter den veröffentlichten Beiträgen des Symposiums sind unter anderem Texte von Susanne Keuchel, der derzeitigen Präsidentin des Deutschen Kulturrates oder von Hans-Joachim Gögl, der zusammen mit Folkert Uhde das Festival „Montforter Zwischentöne“ in Feldkirch kuratiert. Weitere Beiträge kommen aus Berlin u. a. von Julia Schröder, Dozentin am Masterstudiengang Sound Studies der Universität der Künste; daneben steuern Catriona Fadke, Hannah Schmidt, Juri de Marco und Viola Schmitzer „Gedanken zur Interaktion zwischen Orchester und Publikum am Beispiel des Stegreiforchesters“ bei.

Die in Luzern arbeitende Berlinerin Johanna Ludwig berichtet von ihren Touren mit dem „Musikwagen“ durch Städte und Dörfer der Zentralschweiz. Auf der Wagenbühne dieser mobilen Spielstätte des Luzerner Sinfonieorchesters werden anhand von gemeinsamen Abschlusskonzerten die Ergebnisse von Workshops präsentiert, die jeweils vor Ort beispielsweise von Schulklassen zusammen mit den Mitgliedern des Orchesters erarbeitet wurden.

Ein behaglicheres Konzept verfolgt dagegen das Theater Basel: Es stellt fast täglich von 11 bis 18 Uhr sein „Foyer public“ als Aufenthaltsort mit WLAN, Arbeitsplätzen, Sofas und niedrigschwelligen Programmangeboten zur Verfügung.

Das Konzertpublikum der Zukunft: Forschungsperspektiven, Praxisreflexionen und Verortungen im Spannungsfeld einer sich verändernden Gesellschaft / Irena Müller-Brozovic und Barbara Balba Weber (Hg.) Bielefeld: transcript, 2021. 232 S. ISBN 978-3-8376-5276-5. 33 €

Unter folgendem Link bietet der Verlag ein pdf des gesamten Buches kostenfrei zum Download an: https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-5276-5/das-konzertpublikum-der-zukunft/

Eine Buchempfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info 54. Ausgabe vom 20. Dezember 2021

Inhalt

Instrument des Jahres 2022: das Drumset!
Das erste Schlaginstrument, das zum Instrument des Jahres gekürt wurde, kommt gleich im Gebinde. Das Drumset ist aus dem Musikleben nicht wegzudenken. Mehr …

Winterprojekt mit Neuer Musik / Weitere Mitspieler gesucht
Unter der Leitung des Dirigenten Jobst Liebrecht wird das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin Anfang Februar ein neues Programm erarbeiten. Mehr …

Jugend musiziert Berlin: Hoffnung auf Wertungsspiele in Präsenz / Sonderkategorien
Noch ist unsicher, in welcher Form der 57. Wettbewerb „Jugend musiziert“ im kommenden Frühjahr durchgeführt wird. Die Anmeldefrist für drei Sonderkategorien wurde verlängert.Mehr …

Deutscher Orchesterwettbewerb: Drei Berliner Orchester in Spitzengruppe
Drei Berliner Orchester wurden ausgezeich­net: das Sinfonieorchester des Collegium musicum, die Junge Kammerphilharmonie Berlin und das Berliner Blockflöten Orchester. Mehr …

Bundesprogramm „Neustart Kultur“ bietet Förderungen für Amateur-Ensembles
Der Bundesmusikverband Chor und Orchester organisiert die Förderung IMPULS für Amateurmusik-Ensembles im ländlichen Raum. Anträge können ab dem 15. Januar gestellt werden. Mehr …

Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen begrüßt Kulturgesetzbuch
Der nordrhein-westfälische Landtag hat am 26. November ein Kulturgesetzbuch verabschiedet. Dazu äußerte sich Reinhard Knoll, Präsident des Landesmusikrats Nordrhein-Westfalen. Mehr …

Kurse für Junge Ensemblemusik auf Schloss Rheinsberg
Die Musikakademie Schloss Rheinsberg lädt junge Musikerinnen und Musiker zu Kursen für Junge Ensemblemusik im März und Juni 2022 ein. Mehr …

Leichtigkeit und Herzblut: Klaus Wüsthoff, 1.7.1922–17.11.2021
In seinem 100. Lebensjahr verstarb im November der Berliner Komponist Klaus Wüsthoff. An ihn erinnert der Komponist und Musiker Max Doehlemann. Mehr …

Termine

Jugend musiziert Berlin
8.1.2022                            Workshop Beats & Rhymes
15.1.2022                          Anmeldeschluss „Beats & Rhymes“
12./13.2.2022                   Regionalwettbewerbe Berlin-Süd und Berlin-Nord
                                             Regionalwettbewerb POP
19.2.2022                           Regionalwettbewerb Berlin-Mitte

Instrument des Jahres
19.1.2022                           Pressekonferenz zur Eröffnung des Drumset-Jahres 2022

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
31.1.–5.2.2022                 Winter-Arbeitsphase mit Jobst Liebrecht
6.2.2022                             Winterkonzert, Werner-Otto-Saal, Konzerthaus Berlin

Landesjugendorchester Berlin
verschoben                       Winter-Arbeitsphase auf Schloss Weikersheim

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

Voller Erfolg bei den Workshops von Jugend musiziert Berlin
Die Workshops zu den Berliner Sonderkategorien Komposition: Filmmusik und Beats & Rhymes Anfang November fanden regen Zuspruch: Nehr als 30 Jugendliche nahmen teil. Mehr …

Off-beat-Roads: Workshop mit Babette Koblenz beim Jungen Musiklabor Berlin
Die Komponistin Babette Koblenz erforschte mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Rolle des Rhythmus in der Neuen Musik. Mehr …

Mitglieder-News

VÖBB: Alles dreht sich um die Schallplatte – Themenraum Vinyl in der ZLB Berlin
Vom 7.12.2021 bis zum 27.02.2022 ist in der Zentral- und Landesbibliothek / Haus Amerika-Gedenkbibliothek der Kult um die Schallplatte und mit ihm die Plattensammlung der ZLB zu erleben. Mehr …

Musikbuch-Empfehlung

Andrew Cartmel: Murder Swing
Schwarzes Vinyl erfreut sich neuer Wertschätzung. Nun hat die Schallplatten-Szene auch ihren eigenen Detektiv – und seine Gegner sind zäher als Staub und Fettfinger auf der Rille. Mehr …

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LMR-News


Instrument des Jahres 2022: das Drumset!

Vor etwa hundert Jahren schlug am Mississippi die Geburtsstunde des Drumsets. Seitdem ist sie unersetzlich geworden: die Zusammenstellung aus Bass Drum mit Pedal, Snare Drum, Tom-Toms, Hi-Hat und Becken, die wir heute Drumset nennen. Praktisch gruppiert vor dem Schlagzeuger und beliebig erweiterbar, liefert das Drumset zusammen mit dem Bass den unentbehrlichen Beat in Tanzkapelle, Jazz-Combo und Bigband, Rock- und Pop-Formationen. Meisterschlagzeuger schufen zunehmend komplexe, anspruchsvolle Beats, und immer häufiger entstehen virtuose Solokompositionen für die allgegenwärtige Schlagwerk-Kombination. Die Landesmusikräte aus dreizehn Bundesländern haben das Drumset zum Instrument des Jahres 2022 gekürt.

Der Landesmusikrat Berlin wird das Drumset-Jahr 2022 am 19. Januar mit einer Pressekonferenz im Deutschen Chorzentrum in Neukölln eröffnen. Musikschulen, Musikclubs und andere Einrichtungen, dazu Musikerinnen und Musiker in ganz Berlin präsentieren ein ganzes Jahr lang das Drumset in all seinen Facetten. Außerdem bietet das Team Raumkoordination eigens einen Stadtplan an, auf dem Räume mit Drumset verzeichnet sind – damit Interessierte auch dann üben oder proben können, wenn sie selber kein Drumset besitzen. In der Kategorie Komposition des 57. Wettbewerbs Jugend musiziert Berlin gibt es eine Sonderausschreibung für Werke mit der Besetzung Drum-Set und kleines Kammermusik-Ensemble (bis zu 6 Personen). Die Sonderausschreibung kann hier eingesehen werden!


Winterprojekt mit Neuer Musik / Weitere Mitspieler gesucht

Nach einer tollen Zeit im Sommer 2021 steht das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin nun in den Startlöchern für seine nächste Arbeitsphase in den kommenden Winterferien: Sollte die Situation es erlauben, wird das Ensemble vom 31. Januar bis zum 5. Februar 2022 fleißig unter der Leitung von Dirigent und Mitbegründer des Ensembles Jobst Liebrecht proben. Das Konzert wird anschließend am Sonntag, dem 6. Februar 2022, im Konzerthaus Berlin im Werner-Otto-Saal stattfinden.

Für das Programm mit Werken von Matthias Kaul, Lutz Glandien, Charlotte Seither, Frederic Rzweski und Babette Koblenz sucht das Landesjugendensemble Neue Musik noch Mitspieler in den Instrumenten Violine, Viola, Cello, Kontrabass, Oboe und Horn (Information und Anmeldung hier).

Sollten kein Publikum zugelassen, aber Proben möglich sein, wird das Konzert als Ergebnis der gemeinsamen musikalischen Arbeit alternativ als Live-Stream oder Videoaufzeichnung der interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden.


Jugend musiziert Berlin: Hoffnung auf Wertungsspiele in Präsenz / Sonderkategorien

Der Lockdown sorgte in diesem Jahr dafür, dass der Wettbewerb deutschlandweit digital und mit einer zusammengelegten Regional- und Landesebene stattfinden musste. Da die pandemische Lage weiterhin unsicher bleibt, ist natürlich bei einer Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen ggf. auch die Umsetzung des Wettbewerbs 2022 davon betroffen.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden im Falle des Falles per E-Mail rechtzeitig über notwendige Änderungen im Wettbewerbsablauf informiert. Änderungen sind außerdem immer aktuell auf der Website des Landesmusikrats zu finden.

Noch bis zum 15. Januar 2022 können sich Jugendliche für die neue Berliner Kategorie „Beats & Rhymes“ anmelden, allein und als Gruppe. Wer die Anmeldung bis zum Anmeldeschluss an den Landesmusikrat Berlin sendet, kann mit selbstgebauten Beats und eigenen Texten an der POP-Kategorie im Regionalwettbewerb teilnehmen. Dort warten nicht nur ein ausführliches Feedback einer Fachjury, sondern auch tolle Sonderpreise wie Studiozeit, Konzertbesuche oder Mentoring auf die Teilnehmenden.

Auch für die Kategorien „Interkulturelle Perkussion“ & „Jugend forscht: Musik“ können sich Interessierte noch bis zum 15. Januar anmelden.

Alle Infos zur Anmeldung und den beiden Kategorien finden Sie auf unserer Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/anmeldung/


Deutscher Orchesterwettbewerb: Drei Berliner Orchester in Spitzengruppe

Beim 10. Deutschen Orchesterwettbewerb schafften es drei Berliner Amateurorchester in die Spitzengruppe: das Sinfonieorchester des Collegium musicum unter der Leitung von Donka Miteva, die Junge Kammerphilharmonie Berlin, geleitet von Aurélien Bello, und das Berliner Blockflöten Orchester mit seinem Leiter Simon Borutzki. Für den Deutschen Orchesterwettbewerb hatten sie sich beim Berliner Orchestertreff 2019 qualifiziert.

Der 10. Deutsche Orchesterwettbewerb sollte ursprünglich aus Anlass des Beethoven-Jubiläums 2020 in Bonn stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie war das nicht möglich. Der Wettbewerb wurde auf 2021 verschoben und digital abgehalten: Aufnahmeteams besuchten die nominierten Orchester, die Jury beurteilte die so entstandenen Aufnahmen.

Der Landesmusikrat Berlin gratuliert herzlich allen erfolgreichen Ensembles, besonders den drei Berliner Orchestern!


Bundesprogramm „Neustart Kultur“ bietet Förderungen für Amateur-Ensembles

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester, der übergreifende Dachverband von 21 bundesweit tätigen Chor- und Orchesterverbänden mit insgesamt 100 000 Ensembles, startet mit verschiedenen Ausschreibungsrunden in das neue Jahr. Im Rahmen des Förderprogramms „Neustart Kultur“ stellt Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit dem neuen Förderprogramm IMPULS fast 20 Millionen Euro für die Amateurmusik im ländlichen Raum bereit. Die Förderung soll den Musizierenden Impulse und Motivationshilfen zur nachhaltigen Stärkung und erhöhter Sichtbarkeit für den baldigen Neustart ermöglichen. Förderung soll den Ensembles helfen, ihre Proben- und Konzerttätigkeit bald wieder aufzunehmen und um neue Mitglieder zu werben. Außerdem soll sie nach den Erfahrungen in der Pandemie die Ensembles dabei unterstützen, ihre Wirksamkeit im digitalen Raum auf- und auszubauen.

Das neue Antragsverfahren läuft ab dem 15. Januar 2022. Am Dienstag, dem 18. Januar 2022 sowie am Donnerstag, dem 3. Februar 2022 von 17:30 bis ca. 18:30 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, sich bei digitalen Info-Veranstaltungen über das neue Antragsverfahren zu informieren. Dazu ist eine digitale Registrierung erforderlich (Registrierung zum 18. Januar unter dieser Adresse, zum 3. Februar hier).

Die Bundesrepublik Deutschland verfügt über eine reichhaltige Amateurmusikszene von außerordentlicher Vielfalt. Laut Musikinformationszentrum musizieren in Deutschland rund 14 Millionen Menschen in ihrer Freizeit. Mit der Bereitstellung von fast 20 Millionen Euro für das neue Förderprogramm IMPULS unterstreicht die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) die große Bedeutung, die die Bundesregierung der Förderung der Amateurmusik in ländlichen Räumen auch und gerade in diesen Zeiten beimisst. Der Bundesmusikverband Chor & Orchester kennt die Vielfal und Kreativität der Amateurmusikszene und freuen uns auf eine Vielzahl unterschiedlichster Projektideen und Anträge.

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester e. V. (BMCO) wickelt das Förderprogramm IMPULS im Auftrag der Bundesregierung für Kultur und Medien ab. Informationen über die Art der Förderung, Info-Veranstaltungen und Weiteres finden Sie auf der Website des BMCO.


Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen begrüßt Kulturgesetzbuch für NRW

Der Landesmusikrat NRW, Dachverband der nordrhein-westfälischen Musikverbände, begrüßt, dass der nordrhein-westfälische Landtag am 26. November das Kulturgesetzbuch für NRW verabschiedet hat. Die Beschlussfassung des Ausschusses für Kultur und Medien, die verabschiedet wurde, hat viele Vorschläge der Kulturverbände durch einen Änderungsantrag der Regierungsfraktionen aufgenommen. Der Landesmusikrat NRW hat sich konstruktiv und erfolgreich in die Entwicklung des Gesetzestextes eingebracht.

Reinhard Knoll, Präsident des Landesmusikrats NRW: „Wir begrüßen insbesondere die Wertschätzung, die das Gesetz durch Selbstverpflichtungen des Landes gegenüber der Freien Szene den Künstlerinnen und Künstlern erweist. Impulse geben auch Aussagen zur Diversitätsentwicklung und zur Notwendigkeit weiterer Digitalisierung im Kulturleben. Eine Spezialregelung zu Musikschulen verbindet sich mit dem beachtlichen Förderaufwuchs, den Landtag und Ministerium für Kultur und Wissenschaft in dieser Legislaturperiode für Musikschulen bereitgestellt haben. Das Gesetz formuliert so auch das politische Ziel vermehrter sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse an Musikschulen. Auch begrüßen wir die Aussagen des Gesetzes in Bezug auf die Kultur in ländlichen Räumen,“ so Reinhard Knoll weiter. „Vor allem die Amateurmusikverbände in unserem Dachverband sehen hier großen Handlungsbedarf, für den das Gesetz einen Rahmen schafft. Es sieht die Vereine und Verbände als Partner für die Stärkung des Kulturlebens in ländlichen Räumen an. Die Mitgliedsverbände im Landesmusikrat sind bereit, die Umsetzung der Gesetzesvorgaben zu unterstützen. Denn es ist viel zu tun.“


Kurse für Junge Ensemblemusik auf Schloss Rheinsberg

Viermal im Jahr lädt die Musikakademie Schloss Rheinsberg fortgeschrittene jugendliche Musikerinnen und Musiker, die ein Orchesterinstrument spielen, sowie deren Eltern für ein Musikwochenende nach Rheinsberg ein, um mit Gleichgesinnten Musik zu machen und das Ensemblespiel auf fortgeschrittenem Niveau kennenzulernen. Das musikalische Repertoire wird dabei von der Anzahl und den Instrumenten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestimmt. 

Von den Musizierenden wird erwartet, ein Orchesterinstrument auf fortgeschrittenem Niveau zu beherrschen und die Stücke gut vorbereitet mitzubringen. Über die Teilnahme am Kurs entscheiden die Dozierenden. Wer interessiert, aber noch unsicher über eine Teilnahme ist, kann im Voraus ein Beratungsgespräch suchen.

Eine Teilnahme auch an nur einem der beiden Wochenenden ist möglich. Weitere Infos zum Kurs finden Sie auf unserer Website und im Flyer im Anhang dieser Mail.

 Freitag, 4.3.–Sonntag, 6.3.2022
Junge Ensemblemusik I
Anmeldeschluss 21.1.2022
Kursgebühr:
• 130 € inkl. Übernachtung im DZ/VP
• 100 € für Schüler*innen und Studierende bis 27 Jahre inkl. Übernachtung im DZ/VP
• Einzelzimmerzuschlag: 15 €/Nacht (auf Anfrage)
Anmeldung auf der Website der Musikakademie

Freitag, 3.6.–Montag, 6.6.2022
Junge Ensemblemusik II
Anmeldeschluss 3.5.2022
Kursgebühr:
• 175 € inkl. Übernachtung im DZ/VP
• 130 € für Schüler*innen und Studierende bis 27 Jahre inkl. Übernachtung im DZ/VP
• Einzelzimmerzuschlag: 15 €/Nacht (auf Anfrage)
Anmeldung auf der Website der Musikakademie


Leichtigkeit und Herzblut: Klaus Wüsthoff, 1.7.1922–17.11.2021

Geboren 1922 als Klaus Herzfeld, wuchs er in bildungsbürgerlichem Umfeld in Berlin-Grunewald auf. Sein Vater war ein renommierter Anwalt, die Familie vernetzt in Wissenschaft und Kultur. Der polnische Pianist und Komponist Raoul Koczalski (1885-1948) wurde Wüsthoffs erster Lehrer. 1938, im Zuge der Pogromnacht, schmierten SA-Leute „Jude“ an das Kanzleischild des Vaters. Mithilfe von guten Kontakten wurde eine Namensänderung erwirkt, ab 1938 hieß die Familie dann Wüsthoff, um den jüdischen Familien-Erbteil zu verbergen.

Klaus Wüsthoff wurde mit 17 Jahren zum Arbeitsdienst, dann zur Wehrmacht eingezogen. Als vorgeschobener Artillerie-Beobachter erlebte er unsägliche Grausamkeiten in Russland. Er floh gegen Ende des Krieges zu Fuß mehrere 100 Kilometer vor der roten Armee und ertrank im März 1945 beinahe im Haff bei Mamonovo. Es folgten mehrere Jahre der russischen Kriegsgefangenschaft. In der Gefangenschaft wurde Wüsthoff Teil der Kulturgruppe im Lagertheaters – hier, am denkbar unwirtlichsten Ort, erwachte der professionelle Musiker in ihm.

Ende 1948 zurück in Berlin, studierte Wüsthoff Dirigieren bei Felix Lederer an der Berliner Musikhochschule. Kompositions- und Theorieunterricht erhielt er bei Boris Blacher, Reinhard Schwarz-Schilling und Paul Hindemith. 1953 führte ihn der Weg zum RIAS, wo er zunächst Aufnahmeleiter, später Abteilungsleiter wurde. Wüsthoff entfaltete als Komponist beachtliche Produktivität, so entstand eine große Anzahl von Orchesterstücken für den Rundfunkgebrauch. Später anvancierte Wüsthoff zu einem der meistbeschäftigten Komponisten von Werbe-Musik im deutschsprachigen Raum. Bekannt wurde auch seine Titelmusik für die ZDF-heute-Sendung.

Wüsthoff war tätig als Komponist von leichter wie ernster Musik, als Dirigent, Pianist, Erfinder und Moderator von Radio- und Fernsehsendungen. Er verfasste Lehrwerke, gründete Wettbewerbe, war langjähriger Vorsitzender des GEMA-Werkausschusses. Von 1982 bis 1988 gehörte er dem Präsidium des Landesmusikrats Berlin an. 35 Orchesterwerke, sieben Musicals, mehrere Opern, Solistenkonzerte, Chor- und Kammermusik stehen für sein Œuvre. Im Alter von 93 Jahren gründete er noch ein Jazztrio, bis zuletzt engagierte er sich mit musikalischen Mitteln für den Klimaschutz. Noch hoch betagt war es ihm ein Vergnügen, die Namen seiner Gäste ad hoc zu vertonen.

Nur wenige Künstler tragen in sich eine solche Spannweite. Dies ist nicht nur in Hinblick auf die Anzahl der Lebensjahre gemeint, sondern auch die Wege und Welten, die jemand im Leben zu durchlaufen hat. Klaus Wüsthoffs Leben spiegelte auf dramatische Weise die Zeitläufe des 20. Jahrhunderts. Er setzte mit seiner musikalischen Handschrift Akzente voll Leichtigkeit und Herzblut, dabei sind Werke von höchster Qualität entstanden.

Wüsthoff war Ehrenmitglied im DTKV und Komponistenverband sowie Träger des Bundesverdienstkreuzes. Nach langem, produktivem Leben starb Klaus Wüsthoff mit 99 Jahren in seinem Haus in Berlin-Zehlendorf.

Max Doehlemann


Berichte


Voller Erfolg bei den Jugend musiziert Berlin-Workshops

Am 6. und 7. November war der Auftakt der Jugend-musiziert-Saison 2022 in Berlin. In den Workshops zu den beiden exklusiven Berliner Kategorien „Beats & Rhymes“ und „Komposition: Filmmusik“ konnten die Teilnehmenden den ersten Schritt in Richtung Wettbewerb machen. An jeweils zwei Tagen lernten sie, worauf es bei der Komposition von Filmmusik ankommt, wie man Rap-Texte schreibt oder wie Beats gebaut werden. Mehr als dreißig Jugendliche nahmen an den neuen Angeboten teil. Der große Zuspruch zeigt, wie wichtig es ist, sich neuen Entwicklungen im Bereich der Musik anzupassen. Geleitet wurden die Workshops im Oyoun Berlin und dem Deutschen Chorverband von Jamal Kamano, Andres Camargo (Beats & Rhymes) und Leonard Petersen (Komposition: Filmmusik). Für einen weiteren Workshop zu „Beats & Rhymes“ im Januar können sich Interessierte auf unserer Website anmelden: https://www.survio.com/survey/d/T1W9P9G9B3I7L9D9P.


Off-beat-Roads: Workshop mit Babette Koblenz beim Jungen Musiklabor Berlin

Am Sonntag, dem 14. November 2021, fand unter der Leitung von Komponistin Babette Koblenz endlich wieder ein Workshop des Jungen Musiklabors Berlin statt. Unter dem Titel „Off-Beat-Roads – Polyrhythmik und flexible Beats in der Neuen Musik“ lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem eigenen Körper und Instrument einiges über Rhythmen von gestern und heute. Der Workshop fand erstmalig im Deutschen Chorzentrum in Neukölln in den Veranstaltungsräumen des Deutschen Chorverbands statt. Zum Jungen Musiklabor Berlin


Mitglieder-News


VÖBB: Alles dreht sich um die Schallplatte – Themenraum Vinyl in der ZLB Berlin

Entspannt dreht sich die schwarze Scheibe auf dem Plattenteller. Vorsichtig wird die Nadel aufgesetzt. Leises Rauschen, etwas Knistern und dann der warme, unverwechselbare Klang: Das Vinyl dreht sich noch immer. Dabei ist die Schallplatte viel mehr als nur ein Tonträger. Sie ist ein Fixpunkt jüngerer Musikgeschichte. Hiphop basiert auf dem Schallplattenspieler und seinen Loops, Club-Kultur entfaltete sich um den Vinyl-DJ als Herz der Party.

Die ZLB hat eine mit ca. 73 000 Exemplaren bemerkenswert große Schallplattensammlung. Dazu gehören aktuelle Veröffentlichungen Berliner Labels, die als Pflichtexemplare ihren Weg in den Bestand der ZLB finden, aber auch zahllose Tonträger aus der langen, bewegten Geschichte der Bibliothek und ihrer Stadt. So stammt ein großer Teil des Bestands der Berliner Stadtbibliothek aus der DDR und Osteuropa, während die Vinylsammlung der Amerika-Gedenkbibliothek unter anderem durch Platten aus aufgelösten Amerika-Häusern wuchs. Im Themenraum „Vinyl“ ist diese außergewöhnliche Sammlung von 7.12.2021 bis zum 27.02.2022 zu entdecken.

Der Themenraum findet in Kooperation mit dem Musicboard Berlin statt und wird mit mehreren Veranstaltungen begleitet.

Mehr Informationen hier: https://www.zlb.de/veranstaltungen/themenraum/aktuelles-kopie.html

Foto © ZLB.


Musikbuch-Empfehlung


Andrew Cartmel: Murder Swing

Der Krimi-Spezialist Thomas Wörtche ist unter anderem bekannt als Juror für den Deutschen Krimipreis. Seit einigen Jahren betreut er das Krimi-Programm des Suhrkamp-Verlags und hat dafür den musikaffinen Autor Andrew Cartmel aufgespürt, einen Jazzfan mit großer Plattensammlung.

Cartmels „Murder Swing“ ist der erste von mehreren Bänden über einen Londoner Vinyl-Detektiv der heutigen Zeit. Der Protagonist, ein ehemaliger DJ und verhinderter Radiomoderator, lebt bescheiden vom An- und Verkauf von Schallplatten. Er verbringt seine Tage bei Trödlern oder auf Flohmärkten, kann den Wert einer Kiste gebrauchter Scheiben in Windeseile einschätzen und weiß genau, in welchem Winkel der Tonabnehmer justiert werden muss, um eine Platte mit Flachprofil-Pressung abzuspielen. Kein Wunder, dass ihn eine Anfrage erreicht, eine sehr seltene und alte Jazz-Platte zu finden. Doch wieso ist dieser anonyme Auftrag so unerklärlich gut dotiert? Weshalb gibt es plötzlich Todesfälle im Zusammenhang mit bestimmten Schallplatten? Und warum geht das Rätsel in Hollywood weiter, als die Platte längst gefunden und nach Japan abgeliefert wurde? Die Geschichte enthüllt nach und nach einige (fiktive) Geheimnisse der Musikindustrie. Und obwohl Verfolgungsjagden, falsche Fährten und abenteuerliche Action-Szenen den Vinyl-Detektiv schon genug aus der Spur bringen, wird die Spannung durch überraschende Einsätze von zwei faszinierenden Frauen zusätzlich erhöht. Die skurrilen Freunde im Netzwerk des Vinyl-Nerds sorgen dagegen immer wieder für feinsinnigen Humor.

Der Londoner Verlag Titan Books hat bereits fünf Bände mit den Erlebnissen des Vinyl-Detektivs veröffentlicht: https://titanbooks.com/creators/andrew-cartmel/

Band zwei, gleichermaßen originell und amüsant, ist 2020 unter dem Titel „Killer Rock“ in deutscher Übersetzung erschienen.

Cartmel, Andrew: Murder Swing / aus dem britischen Englisch von Susanna Mende; herausgegeben von Thomas Wörtche. Berlin: Suhrkamp, 2019. 526 S. ISBN 978-3-518-46937-8. 9,95 € (Taschenbuch)

Link zu beiden Titeln auf der Website des Suhrkamp-Verlags:
https://www.suhrkamp.de/buch/andrew-cartmel-murder-swing-t-9783518469378

Eine Buchempfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info 53. Ausgabe vom 3. November 2021

Inhalt

LMR-News

„Halbe Kultur ist gar nichts“: Aktionstag 4.11. / Demonstration auf dem Potsdamer Platz
Zum Start der Koalitionsverhandlungen im Berliner Abgeordnetenhaus ruft die Initiative für ein Berliner Kulturfördergesetz dazu auf, das Gesetz in den Koalitionsvertrag aufzunehmen. Mehr …

Landesjugendensemble Neue Musik: Workshop und Winterprojekt – jetzt anmelden!
Der neue Workshop des Jungen Musiklabors Berlin mit der Komponistin Babette Koblenz widmet sich dem Thema „Off-Beat-Roads – Polyrhythmik und flexible Rhythmen“ – und in den Winterferien startet das neue Konzertprojekt des Ensembles unter der Leitung von Jobst Liebrecht. Mehr …

Ansturm auf den 36. Berliner Jazztreff / Alle Slots belegt, Publikum willkommen
Der 36. Berliner Jazztreff findet am 21. November 2021 im Kesselhaus der Kulturbrauerei statt – und er ist beliebt wie eh und je: Alle Bühnenslots sind inzwischen belegt. Mehr …

Jugend musiziert: Workshops im November / Anmeldeschluss 2022: 15. November
Jugend musiziert Berlin geht 2022 mit zwei Landesausschreibungen an den Start: Beats & Rhymes und Komposition: Filmmusik. Vorbereitende Workshops finden im November statt. Der Anmelde-schluss rückt unterdessen näher. Mehr …

Landesjugendorchester: Winterprojekt in Weikersheim / Probespiel: 30. November
Zu einem Winterprojekt mit Werken von Dvořák, Debussy, Poulenc und anderen trifft sich das Landesjugendorchester am 28. Januar 2022 auf Schloss Weikersheim. Mehr …

Raumkoordination in action!
Die Raumkoordinationsstelle vermittelt Räume an Amateurchöre und -Ensembles, die dringend Proben- und Aufführungsräume suchen. Nun hat sie einige Beispiele für ihre Arbeit dokumentiert – zur Nachahmung. Mehr …

Instrument des Jahres: Orgelband / Barbara Dennerlein in der Landesmusikakademie
Auch wenn das Jahresende allmählich in Sicht kommt: Das Orgelband aus Konzerten und anderen Veranstaltungen rund um die Orgel läuft mit unvermindertem Schwung weiter. Ein weiterer Höhepunkt des Orgeljahrs: Hammond-Organistin Barbara Dennerlein wird am 3. Dezember in der Landesmusikakademie zu Gast sein. Mehr …

Rektoren der Musikhochschulen: Vorhochschulische Nachwuchsförderung breiter denken!
Ausgangspunkt des digitalen RKM-Panels „Vorhochschulische Nachwuchsförderung“ im Sommer-semester war es, den Blick der Musikhochschulen bei der Nachwuchsförderung über die Begabten-förderung hinaus zu weiten. Mehr …

Termine

Junges Musiklabor Berlin
14.11.2021         Workshop: Off-Beat-Roads – Polyrhythmik und flexible Rhythmen in der
                              Neuen Musik. Mit Babette Koblenz

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
31.1.–5.2.2022  Probenphase zum Winterkonzert 6.2.2022 Winterkonzert,
                              Werner-Otto-Saal, Konzerthaus Berlin

Jugend musiziert Berlin
6. & 7.11.2021    Workshop: Beats & Rhymes mit Andres Camargo und Jamal Amano
6. & 11.11.2022  Workshop: Komposition: Filmmusik 15.11.2021 Anmeldeschluss zum
                               59. Wettbewerb „Jugend musiziert“

Berliner Jazztreff
21.11.2021          36. Berliner Jazztreff

Landesjugendorchester Berlin
30.11.2021          Probespiel zur Winter- und zur Sommerarbeitsphase
28.1.–7.2.2022   Winter-Arbeitsphase mit Probenreise nach Schloss Weikersheim
7.2.2022               Konzert im Konzerthaus Berlin

Berliner Chortreff
28.1.2022            Anmeldeschluss zum Chortreff 2022

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

Landesjugendorchester Berlin: Französisch-deutsches Konzertprojekt „75 Jahre Frieden“
Mit einem Konzert in der Potsdamer Nikolaikirche brachten das Landesjugendorchester, das Orchester des Konservatoriums Versailles-Grand Parc und Dirigent Michaël Cousteau am 27. Oktober das gemeinsame Konzertprojekt zum beeindruckenden Abschluss. Mehr …

Junge Musikmentorinnen und -mentoren feiern Abschlusskonzert
Am 31. Oktober feierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schulprojekts zur Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter das große Abschlusskonzert für 2021. Mehr …

Lebhafte Debatte zu Schulensembles: Jetzt in der Aufzeichnung nachschauen!
Wie es mit Chören, Orchestern und Bands an allgemeinbildenden Schulen im Zeichen der Corona-Pandemie weitergehen kann, wurde am 28. September in einer Online-Konferenz diskutiert. Mög-lichkeiten und Risiken der unentbehrlichen Ensemblearbeit erörterten unter der Moderation von Carl Parma Elternsprecherin Gisa Albach, Dr. Clemens Bethge (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz), Thomas Duveneck (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie), Prof. Dr. rer. nat. Christian J. Kähler (Universität der Bundeswehr München) sowie Ralf Treptow, Schulleiter des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums Berlin. Schauen Sie das Gespräch auf unserer Website nach unter https://www.landesmusikrat-berlin.de/musikpolitik/mehr-musik-in-der-schule/. Zum Video …

Mitglieder-News

KulturLeben Berlin: Wieder Kulturvermittlung an Kulturgäste mit geringen Einkünften
KulturLeben Berlin ruft seine Kulturpartner auf, die Kulturvermittlung an sozial Benachteiligte Menschen weiter zu unterstützen. Mehr …

Landesmusikakademie Berlin: „Ein Fest? Fast!“
Ein Rückblick auf die Fachtagung der festangestellten Musikschullehrkräfte am 29. September 2021.  Mehr …

Verein zur Förderung der Zupfmusik: 2023 ist das Jahr der Mandoline
Bereits jetzt nimmt der VzFZ das Jahr 2023 in den Blick, in dem die Mandoline im Mittelpunkt stehen soll. Mehr …

Musikbuch-Empfehlung

Alessandra Barabaschi: Stradivari. Die Geschichte einer Legende
Wenn Legenden entzaubert werden, kommt manchmal Lohnenderes zum Vorschein: So auch in Alessandra Barabaschis Biografie des Cremoneser Geigenbauers Antonio Stradivari. Mehr …

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LMR-News


„Halbe Kultur ist gar nichts“: Aktionstag 4.11. / Demonstration auf dem Potsdamer Platz

Die Initiative zum Kulturfördergesetz veranstaltet am 4. November einen Aktionstag. Zum Start der Koalitionsverhandlungen am 4. November 2021 fordert die Initiative die SPD Berlin, Bündnis 90/Die Grünen Berlin und DIE LINKE Berlin auf, die Ausgestaltung eines Berliner Kulturfördergesetz in den Koalitionsvertrag aufzunehmen. Ab 11 Uhr werden Mitglieder der Initiative unter anderem mit einer Großleinwand, verschiedenen Plakatmotiven und einem Trauermarsch auf ihr Anliegen aufmerksam machen.

In einer Pressemitteilung der Initiative vom 22. Oktober heißt es: „Die Kulturlandschaft ist schwer von der Pandemie gezeichnet. Finanzielle Mindeststandards für eine faire und angemessene Vergütung künstlerischer Leistungen sowie eine soziale Absicherung fehlen. Es fehlt eine gezielte Förderung von Diversität. Die langfristige Sicherung von Arbeits- und Aufführungsräumen ist nicht gegeben. Mehr als 60 Kulturverbände haben sich daher in der Kampagne zum Kulturfördergesetz engagiert und fordern die Aufnahme des Kulturfördergesetzes in den Koalitionsvertrag. Kunst und Kultur müssen gesetzlich verankert werden!“

Die Initiative für ein Berliner Kulturfördergesetz ist ein wachsender Zusammenschluss von Verbänden und Vereinen, der sich für ein Berliner Kulturfördergesetz einsetzt. Darunter die großen Dachverbände der Sparten, aber auch Gewerkschaften, zahlreiche Einzelinstitutionen und Zusammenschlüsse von Kulturinteressierten.

Nachtrag: Eindrücke von der Kunstaktion am 4. November im Video


Landesjugendensemble Neue Musik: Workshop und Winterprojekt – jetzt anmelden!

Das Junge Musiklabor Berlin bietet im November einen neuen Workshop an: „Off-Beat-Roads – Polyrhythmik und flexible Rhythmen in der Neuen Musik“. Hier nimmt die Komponistin Babette Koblenz Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit auf eine Reise in verschiedene rhythmische Welten. Mit dem Instrument oder der Stimme können sie dabei gemeinsam neue Möglichkeiten des Rhythmus erfahren und ausprobieren. Bis zum 8. November ist die Anmeldung möglich unter https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendensemble-neue-musik-berlin/musiklabor/.

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin wird vom 31. Januar bis zum 5. Februar 2022 unter der Leitung von Jobst Liebrecht ein neues Konzertprogramm einstudieren. Das Programm mit Werken von Frederic Rzweski, Babette Koblenz, Matthias Kaul, Lutz Glandien, George Kranz und Charlotte Seither wird das Programm am 6. Februar 2022 im Werner-Otto-Saal des Konzerthauses Berlin präsentieren. Für diese Auswahl wird sich das Ensemble zusammensetzen aus Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Querflöte, Klarinette, Oboe, Fagott, Saxophon, Trompete, Posaune, Horn, E-Gitarre, E-Bass, Schlagwerk und Klavier. Bis zum 21. November können sich junge Musikerinnen und Musiker hier anmelden: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendensemble-neue-musik-berlin/anmeldung/


Ansturm auf den 36. Berliner Jazztreff / Alle Slots belegt, Publikum willkommen

Am 21. November 2021 startet im Kesselhaus der Kulturbrauerei der 36. Berliner Jazztreff, das alljährliche Treffen der Berliner Jazzszene von Jung bis Alt, von Trio bis Bigband. Zunächst galt keine Anmeldefrist. Inzwischen konnten aber alle Bühnentermine vergeben werden: Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Besucherinnen und Besucher werden beim Jazztreff also erneut die ganze Vielfalt der Berliner Jazzszene erleben. Tickets für Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer kosten 5 Euro. Sie sind an Ort und Stelle sowie im Vorverkauf (zuzüglich € 1,19 Gebühr) unter dieser Adresse erhältlich: https://www.eventbrite.de/e/36-berliner-jazztreff-tickets-192173906327


Jugend musiziert: Workshops im November / Anmeldeschluss 2022: 15. November

Der Start der Regionalwettbewerbe zum 59. Wettbewerb „Jugend musiziert“ Mitte Februar scheint noch fern. Doch noch vor dem Anmeldeschluss am 15. November um 18 Uhr finden zwei Workshops statt. Sie sollen junge Musikerinnen und Musiker auf zwei Kategorien vorbereiten, die in Berlin zusätzlich zu denen des Bundeswettbewerbs ausgeschrieben sind: Beats & Rhymes und Komposition: Filmmusik. Am 6. und 7. November erklären und zeigen Andres Camargo (@Andres_Ape) und Jamal Amano aka Konta (@Kontasound) Interessierten im Oyoun alles zum Thema Rap, Elektro und Live-Musik. Worauf es bei Filmmusik ankommt, erläutert Leonard Petersen am 6. und 11. November im Landesmusikrat Berlin.

Workshop Beats & Rhymes (Anmeldeschluss 1.11.2021)
kostenlos
Datum: 6. & 7.11.2021
Ort: Oyoun, Lucy-Lameck-Straße 32, 12049 Berlin
Mit Andres Camargo (@Andres_Ape) & Jamal Amano aka Konta (@Kontasound)
Zur Anmeldung

Workshop Komposition: Filmmusik
kostenlos
Datum: 6.11., 11–16 Uhr & 11.11.2021, 18:30–20:30 Uhr
Ort: Landesmusikrat Berlin, Karl-Marx-Straße 145, 12043 Berlin
Mit: Leonard Petersen


Landesjugendorchester: Winterprojekt in Weikersheim / Probespiel: 30. November

Ein besonderer Ort ist die Internationale Musikakademie Schloss Weikersheim im nördlichen Baden-Württemberg. Hier kommt am 28. Januar 2022 das Landesjugendorchester zusammen, um in intensiver Probenarbeit Werke von Dvořák, Debussy, Poulenc, Schostakowitsch und Tschaikowsky einzustudieren. Am 7. Februar wird es sein Programm im Großen Saal der Berliner Konzerthauses präsentieren. Die Leitung der Arbeitsphase hat Simon Gaudenz, Chefdirigent der Jenaer Philharmonie. Weitere Einzelheiten sind auf der Website des Landesjugendorchesters zu erfahren Interessierte junge Musikerinnen und Musiker können sich unter diesem Link zum Probespiel am 30. November anmelden.

Auch die sommerliche Arbeitsphase des Landesjugendorchesters verspricht 2022 Besonderes: Unter dem Motto „Listening to climate change – ein Data-Storytelling-Projekt des Landesjugendorchesters Berlin“ adressiert das LJO die Problematik des Klimawandels, die im Jahr 2021 drängender denn je geworden ist. Mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Landesjugendorchesters Berlin soll in diesem Kontext auf Basis wissenschaftlicher Wetterdaten ein digitales musikalisches Angebot entwickelt werden, mit dem der Klimawandel auditiv erfahrbar wird. Dabei arbeitet das Landesjugendorchester mit dem Soundkollektiv kling klang klong und dem Dirigenten  Christoph Altstaedt zusammen. Auch für dieses Projekt wird das Probespiel am 30.11.2021 stattfinden; die Anmeldung ist ebenfalls unter diesem Link möglich.


Raumkoordination in action!

Die Raumkoordinationsstelle bekommt ein Gesicht – bzw. viele Gesichter!

Das Team der Raumkoordinationsstelle hat sich zum Ziel gesetzt, den etwas abstrakten Begriff „Raumkoordination“ auf mit Leben zu füllen: Sie stellt damit die verbindende Idee des Projekts heraus und erleichtert den Zugang für mögliche weitere Raumgeberinnen und Raumgeber. So ist die neue Seite „Räume in Action“ entstanden.

Auch im Rahmen ihrer Kampagne „Lasst die Musik rein!“ sollen auf dieser Plattform in Zukunft Raumgeber*innen, Raumnutzende, deren Erfahrungen sowie die Aktivitäten der Raumkoordinationsstelle präsentiert werden. Schauen Sie doch mal rein: Räume in action!

  • Haben Sie als Amateurchor oder -ensemble bereits Erfahrungen mit der Raumkoordinationsstelle gesammelt?
  • Proben Sie bereits in einem Raum, den Sie über die Raumdatenbank gefunden haben?
  • Stellen Sie bereits einen Raum zu Verfügung oder haben Sie Interesse einen Kommentar zu unserem Projekt abzugeben?

Das Team der Raumkoordinationsstelle würde sich sehr über eine Nachricht von Ihnen freuen!

Lasst die Musik rein! – Die Kampagne muss weitergehen: Die Berliner*innen brauchen mehr Räume!

Wir haben noch Flyer und Plakate, die an Frau/Mann gebracht werden wollen. Falls Sie Ideen haben oder bei sich Materialien anbringen können, freuen wir uns sehr auf eine Nachricht von Ihnen!

Kurzinfo zu uns: Die Raumkoordinationsstelle vermittelt Räume an Amateurchöre und -Ensembles, die dringend Proben- und Aufführungsräume suchen. Das Team der Raumkoordinationsstelle des Landesmusikrats sammelt in Kooperation mit dem Chorverband Berlin Informationen zu geeigneten Räumen in einer Datenbank und stellt das Angebot in einer interaktiven Raumkarte zur Verfügung.

Weitere Informationen:
www.landesmusikrat-berlin.de/service/raumkoordination/

Ansprechpartner: Sonja Schaudt & David Montero

01573 4 49 78 96


Instrument des Jahres: Orgelband / Barbara Dennerlein in der Landesmusikakademie

Das Orgelband bietet im Jahr der Orgel 2021 den Rahmen für Veranstaltungen rund um das Instrument des Jahres. Nahezu jeden Tag laden Kirchengemeinden, Musikerinnen und Musiker und Bildungseinrichtungen dazu ein, die Orgel in Konzerten, Führungen oder Workshops näher kennenzulernen. Ob die Lukaskirche Steglitz zum illuminierten Konzert „Bach leuchtet!“ lädt oder die Johanneskirche Lichterfelde junge Entdeckerinnen und Entdecker auffordert, ihre Orgel zu erforschen, ob in der Dorfkirche Groß Glienecke der Stummfilm „Faust“ mit Live-Orgelbegleitung zu sehen ist oder die Johannesgemeinde Frohnau ihre historische Schuke-Orgel feiert: Das Orgelband bietet zahllose Gelegenheiten, sich dem Instrument des Jahres zu nähern. Zum Orgelband-Kalender geht es hier entlang.

Eine besondere Musikerin hat die Landesmusikakademie Berlin am 3. Dezember zu Gast: Die international gefeierte Jazzmusikerin Barbara Dennerlein tritt mit ihrer eigenen Hammondorgel auf und stellt das Instrument und ihr technisches Setup vor. Am selben Tag widmet die Landesmusikakademie jenen elektromechanischen oder elektronischen Instrumenten einen Workshop, die häufig einmal fehlende Pfeifenorgeln ersetzen sollten, dann aber ihre Bestimmung in der populären Musik der vergangenen Jahrzehnte fanden. Zur Landesmusikakademie Berlin


Rektoren der Musikhochschulen: Vorhochschulische Nachwuchsförderung breiter denken!

Ausgangspunkt des digitalen RKM-Panels „Vorhochschulische Nachwuchsförderung“ im Sommersemester war es, den Blick der Musikhochschulen bei der Nachwuchsförderung über die vielfach im Fokus stehende Begabtenförderung hinaus zu weiten. Unter der Federführung der Sprecherinnen der AG Künstlerisch-pädagogische Studiengänge Renate Reitinger und Dorothea Weise sowie der beiden Sprecher der AG Schulmusik Andreas Ickstadt und Adrian Niegot sowie Wolfgang Lessing als ehemaligem Sprecher der künstlerisch-pädagogischen Studiengänge und Heinz Geuen als zuständigem RKM-Vorstandsmitglied tauschten sich die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur aktuellen Situation an den einzelnen Hochschulstandorten und den sich daraus ergebenden Perspektiven und Handlungsbedarfen aus. Aufgrund eines akuten Fachkräftemangel sollten, so die Grundüberlegung, bei der Nachwuchsförderung insbesondere die schulische und außerschulische Musikpädagogik stärker und gezielter in den Blick genommen werden. Dabei gelte es, die Breite der möglichen Berufsfelder aufzuzeigen und über Gestalt und Anforderungen der Studiengänge zu informieren. Die vielerorts bereits initiierten und in diese Richtung weisenden Projekte sollten unbedingt weiterentwickelt und ausgebaut werden.

Als Ergebnis trug das Panel vier Positionen an die RKM heran:

  • Ein Musikstudium soll nicht zu eng sparten- oder berufsbezogen angelegt sein, sondern sollte als breit angelegter Bildungsraum konzipiert werden, der Entfaltungsmöglichkeiten in vielen Berufsfeldern fördert.
  • Hochschulen sollten ihre Anforderungsprofile nicht nur aus sich heraus generieren; auch Entwicklungen im Bereich jugendlicher Musikpraxen, insbesondere auch in Hinblick auf Interkulturalität und digitale Medien, sollten in den Blick genommen werden.
  • Hochschulen müssen sich verstärkt für die Belange der Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen verantwortlich fühlen.
  • Für die Gestaltung von Kooperationsprojekten zwischen vorhochschulischer musikalischer Bildung und Hochschulen müssen verstärkt Drittmittel eingeworben werden.

Die RKM nahm diese Ergebnisse in der Mitgliederversammlung auf und formulierte daran anknüpfend die nachfolgende Positionierung: In der strukturellen und inhaltlichen Ausrichtung der Hochbegabtenförderung gibt es zwischen den Hochschulstandorten deutliche Unterschiede. Mit Blick auf den Nachwuchsmangel sieht die RKM eine Frühförderung in der Breite als eine wichtige Aufgabe, die weiter vertieft und ausgebaut werden soll. Zentral muss dabei die Schaffung von durchlässigen Schnittstellen zwischen Musikschulen und Hochschulen sein, wobei das Zusammenspiel von Begabten- und Breitenförderung als zentrale Voraussetzung für eine nachhaltige Frühförderung zu sehen ist. Die Musikhochschulen sind hier bereits mit Projekten und Maßnahmen auf dem Weg. Eine vertiefte Wahrnehmung dieser, vor allem auch gesellschaftlich relevanten, Aufgabe, bedarf der Bereitstellung von finanziellen Ressourcen durch die Politik.


Berichte


Zur Bildergalerie: Bitte auf das Bild klicken!

Landesjugendorchester Berlin: Französisch-deutsches Konzertprojekt „75 Jahre Frieden“

Das gemeinsame französisch-deutsche Projekt, mit großem Aufwand vorbereitet, musste wegen der Corona-Pandemie zweimal verschoben werden, die Planungsunsicherheit erzwang Programmänderungen – nun wurde es im Oktober 2021 endlich Wirklichkeit. In einem Gesangswettbewerb wurden je zwei Sängerinnen und Sänger ausgewählt, Austausch, Reise und Quartiere mussten unter Pandemie-Bedingungen organisiert werden. Ursprünglich sollte mit Beethovens 9. Sinfonie der große Jubilar des Jahres 2020 gewürdigt werden; eine Zusammenarbeit mit dem Chor der Technischen Universität Westpommern Stettin war bereits geplant. Weil der Choreinsatz in der Pandemie jedoch ein Planungsrisiko darstellte, kam statt der 9. schließlich die 5. Sinfonie aufs Programm, die Gesangssolisten wurden in Gesangsquartetten aus Beethovens Fidelio und Gounods Roméo et Juliette eingesetzt. An den französischen Komponisten Jean-Baptiste Robin war ein Kompositionsauftrag ergangen; die Pandemie führte zu einer Neukonzeption seines Werks. Das Orgelkonzert von Francis Poulenc, mit dem das Instrument des Jahres 2021 seinen Auftritt bekommen sollte, wurde auf das Frühjahr 2022 verschoben.

Nach der Probenphase in Versailles erklangen nun in den vier Konzerten in der Pariser Kirche Saint-Eustache, im Palais des Congrès Versailles und in der Potsdamer St. Nikolaikirche Werke von Grażyna Bacewicz, Lili Boulanger, Charles Gounod, Jean-Baptiste Robin und Ludwig van Beethoven. Im Konzerthaus Berlin musste die Ouvertüre von Bacewicz ausfallen, weil das Programm ohne Pause stattfinden musste; das Beethoven-Quartett „Mir ist so wunderbar“ aus Fidelio war ebenfalls gestrichen, doch zeigte sich das Berliner Publikum so begeistert, dass die jungen Musikerinnen und Musiker es kurzerhand als Zugabe spielten.

Gemeinsam mit dem Berliner Künstlerkollektiv Kopffarben hatte das Orchester ein Konzept für begleitende Live-Lichtmalerei entwickelt. Durch die Projektion suggestiver Farb- und Formmotive und vielfältige Kunstzitate schufen Julia Schäfer und Johannes Schmidt einen Kontext, der dem Publikum Gelegenheit bot, das Erleben und Verstehen von Musik und Kunst zu vertiefen.


Junge Musikmentorinnen und -mentoren feiern Abschlusskonzert

Als großer Erfolg erweist sich Jahr um Jahr das Schulprojekt zur Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter. Das Projekt ist ein Angebot an musikalische Schülerinnen und Schüler zwischen 15 und 18 Jahren. Der mehrteilige Kurs bietet die Schwerpunkte klassisches Orchester und Klassik-Chor sowie Big Band und Jazz-, Rock-, Popchor. In dem Kurs erlangen Schülerinnen und Schüler musikalische, organisatorische und soziale Kompetenzen und sind dann in der Lage, das schulische Musizieren durch die Leitung von Ensembleproben bzw. Teilproben zu unterstützen. Sie erhalten am Ende ein Zertifikat über ihre Ausbildung zur „Musikmentorin“/zum „Musikmentor“. Der Kurs ist ein Angebot des Landesmusikrats Berlin e. V. gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Nach einem Intensivkurs vom 18. bis 23. Oktober brachten Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit am Nachmittag des 31. Oktobers beim großen Abschlusskonzert auf die Bühne des Georg-Neumann-Saals im Jazz-Institut Berlin. Die sehr engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer rissen das Publikum durch sorgfältig einstudierte, begeisternd dargebotene Beiträge. Mit einer unabgesprochenen Zugabe bewiesen die frisch gkürten Mentorinnen und Mentoren zudem ihr Können, selbstständig zu dirigieren und zu improvisieren. Auf der Website des Landesmusikrats ist eine Bildergalerie eingerichtet, die Eindrücke des rundum gelungenen Konzerts vermittelt. Zur Bildergalerie


Mitglieder-News


KulturLeben Berlin: Wieder Kulturvermittlung an Kulturgäste mit geringen Einkünften

Der Verein Kulturleben e. V. vermittelt Plätze an sozial benachteiligte Menschen, die ohne diese Hilfe nicht am Berliner Kulturleben teilhaben könnten. Zum Beginn der Kultursaison 2021/22 hat sich der Verein an die zahlreichen Institutionen gewandt, mit denen er zusammenarbeitet. Angela Meyenburg, Gründerin und Geschäftsführerin des Vereins, dankt in ihrem Brief den Kulturpartnern für die bisherige, gelungene Zusammenarbeit und schreibt: „An alle Kultureinrichtungen, die jetzt ihre Türen wieder öffnen, möchten wir appellieren, keinen Platz leerzulassen, der nicht verkauft werden kann. So können unsere Gäste, zu denen viele Menschen in sozialen Einrichtungen gehören, am Neustart Kultur teilhaben. Übermitteln Sie uns gerne auch kurzfristig freie Plätze, die wir dann an unsere Gäste weitergeben.“ Das interne Vermittlungsprogramm wurde an die aktuellen Bedingungen angepasst. Es erfasst nun auch die Kontaktdaten der Gästebegleitungen und speichert die für eine coronabedingte Nachverfolgung erforderlichen Daten vier Wochen lang.


Landesmusikakademie Berlin: „Ein Fest? Fast!“

Es dauerte, bis die bezirklichen Musikschulen Berlins die Marke von über 250 Festangestellten erreichen konnten! Der Landesmusikrat Berlin war Träger der Kampagne für mindestens 20 Prozent Festanstellungen. Dieser erste Erfolg für eine stabilere Personaldecke wurde am 29. September 2021 mit einer Fachtagung in der Landesmusikakademie Berlin gewürdigt. 

Prof. Rademacher eröffnete mit einprägsamen, bedenkenswerten Statements den Tag. Dreizehn parallele Workshops dienten als Sprungbrett zu einer zukunftsorientierten Entwicklung der Musikschulen mit den Aspekten Führung, Digitalisierung, kollegialer Austausch, sexualisierte Gewalt, pädagogische Leitlinien, neurophysiologische und -psychologische Grundlagen des Musizierens, Musikgeragogik, Inklusion und Gamification. 

Vielfach positives Echo erhielt die online durchgeführte Tagung, die in Kooperation zwischen der AG Fachtagung/Musikschule, der Landesmusikakademie Berlin und dem Senat für Kultur und Europa entstand. 

Und der Blick ist schon auf eine nächste Tagung gerichtet – mit der Hoffnung, dass an den öffentlichen Musikschulen dann noch mehr festangestellte Lehrkräfte arbeiten werden wie bisher.


Verein zur Förderung der Zupfmusik: 2023 ist das Jahr der Mandoline

Man muss Dinge anpacken, dann wird etwas daraus. So hat VzFZ-Mitglied Siegrun Güldenstein es in Lychen (Uckermark /Bundesland Brandenburg) geschafft, mit zwei Workshops zahlreiche Menschen für die Mandoline zu interessieren, und sogar die Leiterin der Grundschule ließ sich überzeugen, die Mandoline als Wahlpflicht-Instrument in die schulischen AGs aufzunehmen. Das ist deutschlandweit bisher einmalig und muss unbedingt woanders Nachahmer finden. Auch Eltern lernen mit. Und es konnten weitere erwachsene Mandolinenspieler bei den Workshops gewonnen werden.

Des Weiteren hat VzFZ-Mitglied Rüdiger Grambow eine neue Gesellschaft gegründet, die International Mandolin Society. Gründungsintention der Gesellschaft ist es, den an einer Zusammenarbeit interessierten Fachleuten der Mandoline und ihrer Musik ein Forum der Begegnung und des fachlichen Austauschs auf internationaler Ebene mit dem Ziel zu schaffen, die Mandolinenmusik zu fördern. Das wird ein länderübergreifendes Netzwerk, das seine Mitglieder miteinander verknüpft und damit einen Beitrag zur fachlichen und interkulturellen Verständigung leistet. Die Verbesserung der Zusammenarbeit im Sinne einer Intensivierung des geordneten Informations- und Erfahrungsaustausches soll zugleich der gegenseitigen Anregung dienen.

Ein regelmäßig erscheinender Newsletter wird über wichtige Neuerscheinungen (Bücher, CDs, DVDs, Noten, Schulwerke, etc.) und Personalia informieren sowie auf grundlegende Fachartikel und auf musikalische Events von internationaler Bedeutung hinweisen.

Zum Vorsitzenden der International Mandolin Society wurde Rüdiger Grambow (Hamburg) und zur Stellvertretenden Vorsitzenden Daniela Heise (Nordhausen) gewählt.


Musikbuch-Empfehlung


Alessandra Barabaschi: Stradivari. Die Geschichte einer Legende

Er ist vermutlich der berühmteste Instrumentenbauer der Welt: Antonio Stradivari (ca. 1648–1737). Doch bis vor kurzer Zeit gab es über ihn keine umfassende deutschsprachige Biografie. Diese Lücke hat nun Alessandra Barabaschi mit einem gehaltvollen Buch gefüllt, das in gut lesbarem Stil geschrieben ist und gleichzeitig wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Die aus Parma stammende Autorin ist Kunsthistorikerin und Journalistin, lebt in Bonn und hat bereits viel über Stradivari geforscht und publiziert. Unter anderem hat sie Kirchenbücher und Akten aus dem Staatsarchiv von Stradivaris Heimatstadt Cremona akribisch studiert und die Informationen aus den wenigen erhaltenen Quellen interpretiert. Dabei entlarvt sie so manche Legende.

Sehr abwechslungsreich sind die vielen Kapitel mit ihren jeweiligen Perspektiven, aus denen Alessandra Barabaschi sich Stradivari nähert. Sie schreibt über seine Frauen und Kinder, seine Konkurrenten und Auftraggeber und untersucht seine Berufsgeheimnisse. Ist es die verschollene Rezeptur des Lacks, die die Instrumente so sehr von anderen abhebt? Barabaschi lässt viele Fachleute zu Wort kommen, darunter bekannte Geigenbauer und Experten im Instrumentenhandel. Woran erkennen sie die Echtheit einer Stradivari-Violine?

Manch spannende Geschichte gibt es über ausgewählte Instrumente und deren Schicksale zu entdecken. Eine Geige heißt zum Beispiel „Dornröschen“, weil sie mehr als 100 Jahre im verlassenen Schloss Höllinghofen lagerte, bevor sie zufällig entdeckt und zertifiziert wurde. Seit 1996 wird „Dornröschen“ von Isabelle Faust gespielt.

Lust auf eine Italienreise macht schließlich das letzte Kapitel über die anhaltende Geigenbautradition in Cremona, die 2012 zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt wurde. Zwar sind weder Stradivaris Grab noch seine Wohnhäuser erhalten, doch gibt es in Cremona heute 154 aktive Instrumentenbau-Werkstätten zu besichtigen. Eine besonders gelungene Attraktion ist das 2013 eröffnete „Museo del Violino“ mit vier Stradivari-Instrumenten, originalen Werkzeugen aus Stradivaris Werkstatt und weiteren Instrumenten und Dokumenten der ebenfalls bekannten Cremoneser Geigenbaufamilien Amati und Guarneri.

Das mit vielen Illustrationen und Fotos ausgestattete Buch endet mit einem ausführlichen Literaturapparat, einer Übersicht über die Mitglieder der Familie Stradivari und einem Personenregister.

Alessandra Barabaschi: Stradivari: Die Geschichte einer Legende. Wien: Böhlau, 2021. 305 S. ISBN 978-3-205-21204-1. 32,00 €

Link zum Inhaltsverzeichnis  
Das Buch auf der Seite des Verlags  
Rezension von Christoph Vratz in der NMZ 9/2021  
Rezension von Antonia Morin in BR-Klassik am 28.6.

Eine Buchempfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info 52. Ausgabe vom 17. September 2021

Inhalt

Abgeordnetenhauswahl 2021: Parteien antworten auf Wahlprüfsteine (Video und Text)
Zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses hat der Landesmusikrat Wahlprüfsteine formuliert. Nachdem die Parteien des Abgeordnetenhauses ihre Antworten schriftlich formuliert haben, stellten  sie sich nun in der Zoom-Debatte den Nachfragen.

Music for Future: Klima-Demo am 24. 9. / Arbeitsgruppe des Landesmusikrats
Der Landesmusikrat Berlin ruft zur Teilnahme am Klimastreik am 24. September auf.

Impfen schützt auch die Kultur
Der Landesmusikrat Berlin ist dabei! Damit wir im Herbst nicht wieder neue Einschränkungen des Kulturlebens erfahren müssen, brauchen wir eine deutlich höhere Impfquote. Um die Kultur zu schützen, unterstützt der Landesmusikrat Berlin die Aktion #BerlinImpft.

Instrument des Jahres: Vielfalt beim Tag der Orgel / Noch mehr Orgel mit dem Orgelband
Am 11. und 12. September konnten Interessierte in ganz Berlin die Orgel erleben – in Konzerten, Führungen, Workshops und zahlreichen weiteren Angeboten. Doch das Orgeljahr ist noch nicht zu Ende.

Initiative für ein Berliner Kulturfördergesetz: Plakate und Postkarten jetzt abholen
Das Aktionsbündis Kultur.Fördern.Gesetz. hat zur Beteiligung an einer Kunst-Plakat-Ausschreibung im öffentlichen Raum zum Thema Kulturfördergesetz Berlin aufgerufen. Teilnahmeberechtigt waren alle in Berlin lebenden professionellen Künstlerinnen und Künstler. Jetzt können Sie Plakate und Postkarten abholen und verteilen.

Herbst 2021: Was läuft in den Projekten des Landesmusikrats?
Arbeitsphasen und Konzerte der Jugendprojekte prägen die Arbeit des Landesmusikrats im Herbst. Auch der 59. Wettbewerb Jugend musiziert ist inzwischen ausgeschrieben.

Debatten: Hörerdialog mit dem rbb / Jour fixe: Freischaffende Chorsängerinnen und Chorsänger
Was erwarten wir von einem öffentlich-rechtlichen regionalen Kulturprogramm? Welche Antworten entwickeln Programmacherinnen und -macher? Der rbb und der Landesmusikrat Berlin laden zum Hörerdialog am 30. September ein. Die Lage freiberuflicher Chorsängerinnen und -sänger wird auf dem Jour fixe „Musik und Stadt“ am 11. Oktober erörtert. 

Pyramidale #20: Festival für Neue Musik und Kunstaktionen am Wochenende
Am kommenden Wochenende steigt in Marzahn-Hellerdorf zum zwanzigsten Mal die Pyramidale, das Festival für Neue Musik und interdisziplinäre Kunstaktionen.

Berliner Mädchenchor erhält Opus Klassik
Der Berliner Mädchenchor bekam am 26. August vom Verein zur Förderung der Klassischen Musik e. V. den Preis „Opus Klassik“ verliehen.

Junges Ensemble Berlin: Dirigent gesucht
Das Konzertorchester des Jungen Ensembles Berlin, mit 70 bis 80 Mitgliedern Berlins größtes Amateur-Blasorchester, sucht zum Februar 2022 eine neue Dirigentin oder einen neuen Dirigenten. Es verspricht musikalisch ergiebiges Arbeiten mit einem voll besetzten Ensemble, das auf höchstem Niveau musiziert und sich auf engagiertes, ideenreiches Arbeiten freut. Die ausführliche Ausschreibung finden Sie hier.

Termine

Landesmusikrat Berlin
30.9.2021                          Hörerdialog zwischen rbb und Publikum
11.10.2021                        Jour fixe „Musik und Stadt“: Chorgesang im Freiberuf
17.11.2021                        Generalversammlung der Mitglieder des Landesmusikrats

Jugend musiziert Berlin
15.11.2021, 18 Uhr         Anmeldeschluss „Jugend musiziert“ 2022

Landesjugendorchester Berlin
15.–23.10.2021               Probenfahrt nach Versailles, Konzerte
25.10.2021                        Konzert im Konzerthaus Berlin

Berliner JugendJazzOrchester
10.–18.10.2021                Probenphase mit anschließenden Konzerten

Berliner Jazztreff
21.11.2021                        36. Berliner Jazztreff    

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

„treibstoff“ – Sommer-Konzert des Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
Am Samstag, dem 7. August 2021, war es endlich soweit – das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin durfte nach einer langen Zeit wieder gemeinsam live auf einer Bühne stehen!

Endlich wieder live: Strahlende Gesichter beim Bandwettbewerb Jugend musiziert POP
Am 21. August traten vier Band beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert Berlin POP im Oyoun an – nach langer Pause wieder live.

Jugend musiziert Berlin: Bundespreisträgerinnen und -preisträger begeistern im Roten Rathaus
Und noch ein Live-Event: Am 28. August 2021 konnte das Bundespreisträgerkonzert Jugend musiziert Berlin mit Hygienekonzept im Festsaal des Roten Rathauses stattfinden.

Mitglieder-News

Chorverband Berlin: Singen in der Schule I Podiumsdiskussion des Chorverbands Berlin
Das neue Schuljahr hat begonnen – die Schülerinnen und Schüler sind in den Schulen zurück. Die Pandemie begleitet uns weiterhin. Doch was bedeutet das für den Musikunterricht und das Singen in der Schule?

Deutsche Orchestervereinigung: Musik-Lehrbeauftragte in Berlin brauchen endlich gute Arbeitsbedingungen
Im Vorfeld der Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordneten­versamm­lungen am 26. September hat die Deutsche Orchestervereinigung auf die weiterhin prekäre finanzielle und soziale Lage vieler Musik-Lehrbeauftragter an den Berliner Hochschulen aufmerksam gemacht. Sie fordert nachhaltige Verbesserungen.

Handiclapped Berlin: Online-Treffen für Musikerinnen und Musiker / Neue Termine
Musikerinnen und Musiker (mit und ohne Behinderung), Bands sowie Akteurinnen und Akteure von Musikprojekten tauschen sich aus! Neue Termine von September bis Dezember.

KulturLeben Berlin: Konzertreihe Tafelmusik für Laib und Seele
Am 16. September 2021 startet KulturLeben Berlin mit freiberuflichen Berliner Musikerinnen und Musikern die Reihe „Tafelmusik für Laib und Seele“ in den LAIB und SEELE-Ausgabestellen der Berliner Tafel.

Landesmusikakademie Berlin: Samba Syndrom 2021 „The Last Call“
Zum 25. und letzten Mal fand Berlins größtes Samba-Festival vom 20. bis 22. August an der Landesmusikakademie Berlin statt.

Musikgymnasium C. P. E. Bach: Studentische Hilfskraft gesucht
Für das Künstlerische Büro des Musikgymnasiums C. Ph. E. Bach wird zum 1. Oktober eine Studentische Hilfskraft gesucht. Der Arbeitsumfang beträgt 60 h/Monat. Der Aufgabenbereich umfasst Assistenztätigkeiten für den Künstlerischen Leiter. Voraussetzungen sind ein aktueller Studierendenstatus sowie deutsche Sprachkenntnisse fließend in Wort und Schrift. Kontaktaufnahme am besten telefonisch unter 0151-150 74 777.

Verein zur Förderung der Zupfmusik: Live-Auftritte in Dezember und Januar
Auch die Berliner Zupf-Ensembles fangen wieder an zu konzertieren! Rund um den Jahreswechsel sind sie in drei Konzerten zu erleben.

Musikbuch-Empfehlung

Thomas Hartmann: Mama lauter! Gute Musik für Kinder
Was ist eigentlich im Bereich Kinderlied-Aufnahmen „gute Musik für Kinder“? Wie hat sich die Kindermusikszene entwickelt und welche Qualitätsmaßstäbe gibt es jenseits hoher Verkaufszahlen? Antworten auf diese und verwandte Fragen finden Sie in Thomas Hartmanns Buch „Mama lauter!“

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LMR-News


Abgeordnetenhauswahl 2021: Parteien antworten auf Wahlprüfsteine (Video und Text)

Zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses am 26. September 2021 hat der Landesmusikrat Berlin Wahlprüfsteine formuliert: Fragen zu konkreten Anliegen wie der Schaffung eines Kulturfördergesetzes, Schulen und Musikschulen und Digitalisierung. Nachdem die Parteien des Abgeordnetenhauses ihre Antworten schriftlich formuliert haben – hier können Sie die Antworten nachlesen –, stellten sich ihre Vertreter nun in der Zoom-Debatte den Nachfragen. Die Aufzeichnung der Diskussion können Sie hier nachschauen.


Music for Future: Klima-Demo am 24. 9. / Runder Tisch des Landesmusikrats

Der Landesmusikrat Berlin ruft seine Mitglieder und alle Interessierten zur Teilnahme am Klimastreik am 24. September auf. Wenn Sie gemeinsam mit dem Landesmusikrat Berlin teilnehmen wollen, schreiben Sie uns bitte eine kurze Nachricht. Wir teilen Ihnen dann unseren Treffpunkt mit.

Aufgrund einiger Nachfragen aus dem Mitgliederkreis gründet der Berliner Landesmusikrat außerdem einen Runden Tisch mit dem Arbeitstitel „Music for Future“ in Anlehnung an die globale soziale Bewegung „Fridays for Future“, die sich für den weltweiten Klimaschutz einsetzt. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie an der inhaltlichen Arbeit im Rahmen dieses Runden Tisches interessiert sind.  Darüber würden wir uns sehr freuen.

Bitte kontaktieren Sie uns für dieses Thema unter der E-Mail-Adresse .


Impfen schützt auch die Kultur

Der Landesmusikrat Berlin ist dabei! Damit wir im Herbst nicht wieder neue Einschränkungen des Kulturlebens erfahren müssen, brauchen wir eine deutlich höhere Impfquote. Um die Kultur zu schützen, unterstützt daher auch der Landesmusikrat Berlin die Aktion #BerlinImpft mit ihrem Motto „Impfen schützt auch die Kultur!“ Machen auch Sie mit! Auf der Webseite der Aktion haben Sie die Möglichkeit, Materialien zur Teilnahme herunterzuladen.
Zur Website der Aktion #BerlinImpft – Impfen schützt auch die Kultur!


Instrument des Jahres: Vielfalt beim Tag der Orgel / Noch mehr Orgel mit dem Orgelband

Am 11. und 12. September konnten Interessierte in ganz Berlin die Orgel erleben – in Konzerten, Führungen, Workshops und zahlreichen weiteren Angeboten. Von der Auftaktveranstaltung in der Marienkirche am Alexanderplatz (nachzuschauen hier) bis zum Abschlusskonzert von Iveta Apkalna an der Orgel des Konzerthauses konnten Kinder und Erwachsene, Alte und Junge, musikinteressierte oder auch bloß neugierige Berlinerinnen und Berliner das Instrument des Jahres von unterschiedlichsten Seiten kennenlernen: als Kirchen- und Konzertinstrument, als Kino- und Drehorgel, durch Besichtigung und Selbstbau. Mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich zur großen Orgelwanderung durch Berlins historische Mitte mit den Stationen Nikolaikirche, Marienkirche und Sophienkirche. Viele Gemeinden öffneten ihre Kirchen und Orgelemporen für Neugierige, zahllose Musikerinnen und Musiker erklärten und führten die Instrumente vor, der Orgelvirtuose Cameron Carpenter erkundete mit Interessierten die Sammlung des Musikinstrumenten-Museums. Zum Abschluss spielte die Organistin Iveta Apkalna an der Orgel des Konzerthauses ein fulminantes Abschlusskonzert mit Werken von J. S. Bach, Franz Liszt und Pēteris Vasks.
Doch das Orgeljahr geht weiter: Noch bis zum Jahresende flattert das Orgelband durch Berlin und Brandenburg, jeden Tag gibt es mindestens eine Veranstaltung rund um das Thema Orgel. Der Orgelband-Kalender informiert über alle Ereignisse.


Initiative für ein Berliner Kulturfördergesetz: Plakate und Postkarten jetzt abholen

Das Aktionsbündis Kultur.Fördern.Gesetz. hat zur Beteiligung an einer Kunst-Plakat-Ausschreibung im öffentlichen Raum zum Thema Kulturfördergesetz Berlin aufgerufen. Teilnahmeberechtigt waren alle in Berlin lebenden professionellen Künstlerinnen und Künstler. Als Ergebnis des Wettbewerbs entstanden sieben einzigartige, ebenso irritierende wie ansprechende Motive, zu sehen auf der Website der Initiative. Viele Verbände und Institutionen haben bereits Plakate im Format A1, A3 und A4 sowie Postkarten bestellt und verbreiten die Botschaft der Initiative in der ganzen Stadt. Unter diesem Link können Plakate bestellt werden, abzuholen sind sie von Montag bis Donnerstag im Landesmusikrat, Karl-Marx-Straße 145, 12043 Berlin. Eine Anmeldung unter ist notwendig.


Herbst 2021: Was läuft in den Projekten des Landesmusikrats?

Der „Tag der Orgel“ am 11. und 12. September (s. o.) hat den musikalischen Herbst des Landesmusikrats eröffnet.

Die Anmeldefrist zur Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter wurde bis Ende September verlängert. Auch im kommenden Schuljahr können einschlägig begabte Schülerinnen und Schüler musikalische, organisatorische und soziale Kompetenzen trainieren, um Ensembleproben bzw. Teilproben oder Stimmgruppenproben qualifiziert anzuleiten und so die musikalische Arbeit an ihrer Schule oder in ihren Projekten zu unterstützen. Genaueres zum Projekt finden Sie hier, zur Anmeldung geht es hier. Am 31. Oktober werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses aus dem vergangenen Schuljahr ihr großes Abschlusskonzert im Georg-Neumann-Saal der Universität der Künste Berlin geben.

Vom 10. bis zum 18. Oktober wird das Berliner JugendJazzOrchester zusammenkommen und ein neues Programm für seine Auftritte im Herbst und Winter erarbeiten.

Das Landesjugendorchester Berlinwird am 15. Oktober nach Versailles reisen, um dort zusammen mit dem Orchester des Konservatoriums Versailles-Grand Parc und dem Chor der Technischen Universität Stettin sein Herbstprogramm zu proben. Die jungen Musikerinnen und Musiker aus Frankreich, Deutschland und Polen werden Werke von Grażyna Bacewicz, Charles Gounod, Ludwig van Beethoven, Lili Boulanger und Jean-Baptiste Robin in Konzerten in Paris und Versailles, Potsdam und Berlin aufführen.

Der Berliner Jazztreff ist für den 21.11.2021 im Oyoun geplant, die Online-Anmeldung ist ab sofort freigeschaltet unter der Adresse https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/berliner-jazztreff/anmeldung. Einen terminlicher Anmeldeschluss ist zunächst nicht vorgesehen, die Anmeldungen werden nach dem Eingangsdatum berücksichtigt. Sollten alle Konzertslots besetzt sein, wird es eine Warteliste geben. Über alles Weitere zum Ablauf und Hygienemaßnahmen werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer informiert. In diesem Jahr wird „Jugend jazzt“ auf Landesebene für Combo stattfinden. Die 18. Bundesbegegnung Jugend jazzt (Kategorie Combos) findet vom 26. bis 29. Mai 2022 in Lübeck/Schleswig-Holstein statt. Der Deutsche Musikrat entsendet zudem in jedes Bundesland einen „Jazztruck“ (mobiles Fernseh- und Tonstudio), der dann die Gewinnerband des Jahres 2021 interviewen und auch ein Song aufzeichnen wird. Der Jazztruck wird am 26.11.2021 in Berlin eintreffen.

Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb – so heißt es bei „Jugend musiziert“ nun schon zum 59. Mal! Die Ausschreibung für das Wettbewerbsjahr 2022 ist veröffentlicht und das Anmeldeformular kann seit Anfang September online ausgefüllt werden. Bundesweit erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im kommenden Jahr die Solo-Kategorien Streichinstrumente, Akkordeon, Schlagzeug und Gesang (Pop). Im Ensemblebereich gibt es viele verschiedene Möglichkeiten der Teilnahme: Von Klavier-Kammermusik über Duo: Klavier und ein Blasinstrument, Zupf-, Harfen-, Vokal- bis hin zum Bağlama-Ensemble sind auch Besondere Besetzungen im Bereich der Alten Musik wieder Teil der Ausschreibung. Zur Ausschreibung und Anmeldung geht es hier.

Auch für den Berliner Chortreff 2022 ist der Startschuss gefallen. Ab sofort können sich interessierte Ensembles zum Chortreff anmelden. Er soll ein Festival werden, in dem die Begegnung und der Austausch der Sängerinnen und Sänger genauso im Mittelpunkt stehen wie die zahlreichen Konzerte und Workshops. Wer sich anmeldet, hat auch die Möglichkeit, am Landeschorwettbewerb teilzunehmen, um bestenfalls zum Deutschen Chorwettbewerb weitergeleitet zu werden. Jeder Chor kann sich aber auch eine Beratung durch die Jury wünschen, ohne am Wettbewerb teilzunehmen. Der Wettbewerb wird in der Landesmusikakademie und der benachbarten Christuskirche Oberschöneweide stattfinden.
Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier.
Zur Anmeldung kommen Sie hier.
Schulchöre sowie Seniorinnen- und Seniorenchöre sind dieses Mal neu dabei, sodass wir diese Chöre ganz besonders herzlich einladen möchten, dabei zu sein! Außerdem können folgende Chöre mitmachen: gemischte Kammerchöre, Frauen-, Männer-, Jugend- und Kinderchöre sowie Vocalensembles wie z. B. Jazz-, Pop-, Rock- oder Barbershop-Chöre. Informationen zu den Teilnahmebedingungen und den Wertungskategorien sowie u.a. zum Wettbewerb und zur Vortragsdauer sind in der Ausschreibung ausführlich beschrieben. Anmeldeschluss ist der 28. Januar 2022. Beim kommenden Berliner Chortreff steht der Wal. Für dieses musikalische und intelligente Tier ist der Gesang überlebenswichtig. Viele Arten sind stark gefährdet, manche vom Aussterben bedroht. So ergeht es auch zahlreichen Chören während der Pandemie. In Kooperation mit dem WWF werden Walgesänge und die gemeinsame Kraft des Gesangs zum Ausdruck gebracht.“

Die Raumkoordination für die Amateurmusikszene des Landesmusikrats fordert: „Lasst die Musik rein!“ Institutionen oder Personen, die Räume zur Verfügung stellen, können jetzt Flagge zeigen. Wer schon beim Projekt mitmacht und einen Raum zur Verfügung stellt, darf sein Plakat mit dem Aufkleber „WIR SIND DABEI!“ schmücken – eine gute Gelegenheit, um die Initiative zu unterstützen und auch das ein oder andere schöne Bild für Social-Media zu erstellen. Das Team der Raumkoordinationsstelle besucht die Raumgeber, um sich persönlich für die Kooperation zu bedanken und auszutauschen. Noch stehen Flyer und Plakate zur Verfügung, die an die Frau oder den Mann gebracht werden wollen. Das Team der Koordinationsstelle freut sich über alle Vorschläge und über jegliche Gelegenheit, Plakate aufzuhängen oder Flyer auszulegen.
Zum Projekt: Die Raumkoordinationsstelle vermittelt Räume an Chören und Ensembles, die dringend Proben- und Aufführungsräume suchen. Das Team der Raumkoordinationsstelle des Landesmusikrats sammelt in Kooperation mit dem Chorverband Berlin Informationen zu geeigneten Räumen in einer Datenbank und stellt das Angebot in einer interaktiven Raumkarte zur Verfügung.
Weitere Informationen: https://www.landesmusikrat-berlin.de/service/raumkoordination/
Ansprechpartner: Sonja Schaudt & David Montero, , 0157 344 978 96


Debatten: Hörerdialog mit dem rbb / Jour fixe „Musik und Stadt“: Freischaffende Chorsängerinnen und Chorsänger

Die Veränderungen im Programm von rbbKultur haben eine kontroverse öffentliche Debatte ausgelöst – für den Landesmusikrat Berlin ein wichtiger und willkommener Anlass, tiefer und direkter in die Diskussion einzusteigen. Jährlich sind von nun an zwei Diskussionsveranstaltungen gemeinsam mit rbbKultur geplant, los geht es am 30. September 2021 um 19 Uhr im Haus des Rundfunks in der Berliner Masurenallee. An der Veranstaltung können Interessierte live vor Ort oder via Zoom teilnehmen. Bitte melden Sie sich für die Teilnahme am Diskussionsprozess unter diesem Link an. Weitere Informationen zu den geplanten Austausch- und Gesprächsformaten gehen Ihnen dann zeitnah zu.

Hochqualifizierte Ausbildung, höchster künstlerischer Anspruch, große Konkurrenz und prekäre Arbeitsverhältnisse: Zu den Berufsgruppen, die unter den Einschränkungen während der Pandemie am meisten zu leiden haben, zählen freiberufliche Chorsängerinnen und Chorsänger. Beim Jour fixe „Musik und Stadt“ am 11. Oktober 2021 werden Betroffene, Expertinnen und Experten über Lage und Aussichten dieser Berufsgruppe diskutieren. Ein Anmeldelink wird in Kürze hier freigeschaltet: https://www.landesmusikrat-berlin.de/musikpolitik/jour-fixe/


Pyramidale #20: Festival für Neue Musik und Kunstaktionen am Wochenende

Am kommenden Freitag startet in Marzahn-Hellersdorf zum zwanzigsten Mal die Pyramidale, das Festival für Neue Musik und interdisziplinäre Kunstaktionen mit einem Konzert des Jugendsinfonieorchesters der Hans-Werner-Henze-Musikschule unter der Leitung von Jobst Liebrecht. An drei Tagen können Musik- und Kunstliebhaber unter freiem Himmel, im Konzertsaal und in Straßen- und Gondelbahn Neue und Neueste Musik ganz direkt erleben. Details zum Programm finden Sie unter https://www.pyramidale-berlin.de.

Das Pyramidale-Wochenende im Überblick:

Fr., 17.09.2021

19:00 CHANGE I | SOLO & ORCHESTER
Jugendsinfonieorchester der Hans-Werner-Henze-Musikschule Marzahn-Hellersdorf
Musikalische Leitung: Jobst Liebrecht; Irene Kurka / Katia Guedes, Sopran
ORWOhaus, Frank-Zappa-Str. 19, 12681 Berlin

Sa., 18.09.2021

17:00 TRAMOPHONIE – Konzert in der Straßenbahn
STILLE Post aus LAUTEN Archiven
Unerwartete Eindrücke werden an hörende Empfänger übermittelt.
Sonderfahrt der BVG vom Hackeschen Markt bis zum Ausstellungszentrum Pyramide

18:30 STIMMEN BESTIMMT
Transition Rumänien – Korea – Deutschland
Ensemble AuditivVokal Dresden; musikalische Leitung: Olaf Katzer

21:00 NIGHTMARE – Inszeniertes Konzert
Ensemble Broken Frames Syndicate Offenbach a. M.
Ausstellungszentrum Pyramide, Riesaer Str. 94, 12627 Berlin

So., 19.09.2021

17:00 EINSTEIGEN und ABHEBEN
Solo-Performances in Gondeln der Seilbahn über den Gärten der Welt

18:00 CHANGE II | Sopran solo & Saxophonquartett
sonic.art Saxophonquartett Berlin; Irene Kurka, Sopran
Gondelbahn Ein- und Ausstieg Station Kienbergpark & Bezirkliches Informationszentrum (BIZ), Hellersdorfer Str. 147, 12619 Berlin

Anmeldung:


Berliner Mädchenchor erhält Opus Klassik

Am 26. August gab der Verein zur Förderung der Klassischen Musik e. V. im Rahmen einer digitalen Presskonferenz bekannt, dass in diesem Jahr insgesamt 48 Preisträgerinnen und Preisträger in 25 Kategorien mit dem OPUS KLASSIK ausgezeichnet werden, darunter der Berliner Mädchenchor für das Projekt STIMMENÜBERLEBEN in der Kategorie „Nachwuchsförderung“. Die Preise werden im Rahmen einer TV-Gala am 10. Oktober im Konzerthaus Berlin überreicht.

„Nach einem Jahr voller Entbehrungen und Einschränkungen tut der Preis besonders gut,“ sagt Chorleiterin Sabine Wüsthoff anlässlich der Bekanntgabe . „Ich bin stolz auf die Mädchen. Sie haben die Lockdownphasen der vergangenen eineinhalb Jahren mit Online-Proben erlebt, ohne dabei die Freude am Chorsingen zu verlieren.“

STIMMENÜBERLEBEN hat den Chor förmlich überleben lassen. Da in Zeiten der Corona-Pandemie keine öffentlichen Konzerte möglich waren, bot das Projekt den Mädchen ein alternatives Ziel ihrer Online-Probenarbeit: einen Musikfilm samt einer CD-Einspielung.

Zur Pressemitteilung des Berliner Mädchenchors



Termine

Landesmusikrat Berlin
30.9.2021                         Hörerdialog zwischen rbb und Publikum
11.10.2021                      Jour fixe „Musik und Stadt“: Chorgesang im Freiberuf
17.11.2021                       Generalversammlung der Mitglieder des Landesmusikrats

Jugend musiziert Berlin
15.11.2021, 18 Uhr         Anmeldeschluss „Jugend musiziert“ 2022

Landesjugendorchester Berlin
15.–23.10.2021               Probenfahrt nach Versailles, Konzerte
25.10.2021                        Konzert im Konzerthaus Berlin

Berliner JugendJazzOrchester
10.–18.10.2021               Probenphase mit anschließenden Konzerten

Berliner Jazztreff
21.11.2021                       36. Berliner Jazztreff    

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de


Berichte


„treibstoff“ – Sommer-Konzert des Landesjugendensemble Neue Musik Berlin

Zwei Stunden wurde die Villa Elisabeth in Berlin-Mitte mit verschiedenster Musik gefüllt: Klassisch verfremdet erklangen Werke von Luciano Berio und Oliver Knussen, während man in „Il tempo con l’obelisco“ von Salvatore Sciarrino in der Villa buchstäblich eine Stecknadel fallen hören konnte. „Circle with Four Trios, Conductor and Audience“ von Tan Dun inszenierte die Dirigentin Catherine Larsen-Maguire als Zeremonienmeisterin eines musikalischen Rituals, an dem auch das Publikum seinen Anteil hatte und geräuschvoll atmete, flüsterte und wisperte. Höhepunkt des Konzerts war die Uraufführung des Werks „Cappella di buffoni“ der jungen Komponistin Elisa Franke, die im Wettbewerb Jugend musiziert Berlin im Frühjahr 2021 den Preis in der Sonderausschreibung der Kategorie Komposition für besondere Besetzung verliehen bekommen hatte. Unter den Händen von Daniel Seeger erklang das Kunstharmonium der Staatsoper Berlin gemeinsam mit einem Bläserensemble und brachte so diesen nahen Verwandten des „Instruments des Jahres 2021: Orgel“ auch in dieses Sommer-Konzert. Nachdem zum Schluss des Werks „Treibstoff“ von Carola Bauckholt die Kartoffel ins Wasser gefallen war und mit einem sehr spezifischen Geräusch diesen tollen Konzertabend besiegelte, wurden das Ensemble und seine Dirigentin vom vollen Saal verdient gefeiert.
Das Konzert fand reges Medienecho. So brachte rbbKultur eine „Frühkritik“ und ein Gespräch mit Komponistin Elisa Franke, und der Musikjournalist Arnt Cobbers sprach in seinem Podcast „Klassik viral“ ausführlich mit Dirigentin Catherine Larsen-Maguire.

Save the date: Die kommende Winter-Projektphase wird in den Winterferien 2022 unter der Leitung von Jobst Liebrecht mit einem Abschlusskonzert am 6. Februar 2022 im Werner-Otto-Saal des Konzerthaus Berlin stattfinden. Die Ausschreibung zum Projekt wird für alle interessierten jungen Musikerinnen und Musiker nach den Herbstferien veröffentlicht.


Endlich wieder live: Strahlende Gesichter beim Bandwettbewerb Jugend musiziert POP

Endlich ist Begegnung wieder möglich! Dank Testung und Hygienekonzept konnten am Samstag, dem 21. August 2021, vier Bands beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert Berlin POP ihr Können vor einer Fachjury unter Beweis stellen. Im Kulturzentrum Oyoun in Neukölln präsentierten sich Lea Meller und Band, RuKoLa, Vocallights und Mr. Jones. Mit herausragendem Ergebnis ging die Band Vocallights aus Tempelhof-Schöneberg als Siegerin aus dem Wettbewerb hervor. Vocallights-Mitglied Elif fasst den gelungenen Berliner Wettbewerb so zusammen: „Die Atmosphäre und Location waren toll und haben die Auftritte für alle zu einem noch schöneren Erlebnis gemacht. Nach so langer Zeit ohne Live-Events tat vor allem die Bestätigung der Expertinnen und Experten gut.“

Beim gemeinsamen Landeswettbewerb im Rahmen des Brandenburg Open-Air in Elsterwerda trat die Berliner Band „Vocallights“ erneut an und erzielte großartige 23 Punkte. Der Wettbewerb schließt die Bandsaison ab. Im kommenden Jahr geht es bei Jugend musiziert Berlin POP mit der neuen Kategorie „Beats & Rhymes“ weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie in Kürze auf unserer Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/pop/


Jugend musiziert Berlin: Bundespreisträgerinnen und -preisträger begeistern im Roten Rathaus

Und noch ein Live-Event in diesem Jahr bei Jugend musiziert Berlin: Am 28. August 2021 konnte das Bundespreisträgerkonzert mit Hygienekonzept im Festsaal des Roten Rathauses stattfinden. 15 Preisträgerinnen und Preisträger, die sich im Bundeswettbewerb 2021 als Beste der Besten herausragende Ergebnisse erspielt haben, begeisterten das Publikum mit ihrem Können. Es war der erste auch auf Bundesebene vollständig digitaler Wettbewerb. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentierten in wunderbarer Vielseitigkeit Lieblingsstücke aus ihrem diesjährigen Wettbewerbsprogramm und genossen es, wieder einmal auf der Bühne vor so vielen Menschen stehen zu dürfen.

Im Rahmen der festlichen Veranstaltung wurde die Goldene Ehrennadel des Landesmusikrats Berlin an Anka Sommer, DTKV Berlin, verliehen. Sie wurde hiermit für ihr Jahrzehnte langes ehrenamtliches Engagement und ihre Verdienste um den Berliner Wettbewerb gewürdigt.


Mitglieder-News


Chorverband Berlin: Singen in der Schule / Podiumsdiskussion des Chorverbands Berlin

Noch bestimmen Masken, Abstandsregelungen und Hygienevorschriften unseren Alltag, in den Schulen sind regelmäßige Tests an der Tagesordnung. Doch wie wirkt sich die Situation auf den Musikunterricht und das Singen aus? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit der gemeinsame Gesang und die Ensemblearbeit sicher möglich sind? Welche Erfahrungen haben Musiklehrkräfte im vergangenen Schuljahr gemacht und was erhoffen sie sich für das kommende von der Politik und den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, den Verbänden und Institutionen? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, hat der Chorverband Berlin eine Podiumsdiskussion am 2. September in der Landesmusikakademie Berlin organisiert, die auch digital verfolgt werden konnte. Hier können Sie die Videoaufzeichnung der Diskussion nachschauen.


Deutsche Orchestervereinigung: Musik-Lehrbeauftragte in Berlin brauchen endlich gute Arbeitsbedingungen

Im Vorfeld der Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 26. September hat die Deutsche Orchestervereinigung auf die weiterhin prekäre finanzielle und soziale Lage vieler Musik-Lehrbeauftragter an den Berliner Hochschulen aufmerksam gemacht. Sie fordert von den künftig zuständigen Landespolitikerinnen und -politikern eine nachhaltige Verbesserung. Lehrbeauftragte haben in der Regel keine Arbeitsverträge, sind für jeweils ein Semester befristet beschäftigt und verdienen im Schnitt 12.500 Euro pro Jahr. Eine nachhaltige Familien- und Lebensplanung ist so nicht möglich.

Die DOV vertritt die Interessen der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen. Dabei arbeitet sie seit über zehn Jahren eng mit der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (BKLM) zusammen. Nach jahrelangem Einsatz der Betroffenen und ihren Interessenvertretungen hat das Land Berlin geringe Honorarerhöhungen und einige zusätzliche feste Stellen auf den Weg gebracht. Solche kleinen Schritte reichen aber nicht. Die Rahmenbedingungen für die Beschäftigung müssen zeitgemäß werden. Momentan ist der Lehrauftrag noch als öffentlich-rechtliches Rechtsverhältnis ausgestaltet. Er muss aber in ein Beschäftigungsverhältnis überführt werden, das den Maßstäben des geltenden Arbeitsrechts entspricht. Dann wird der Teufelskreislauf der prekären Beschäftigung durchbrochen. Eine solche Wertschätzung der Arbeit von Lehrbeauftragten ist lange überfällig.


Handiclapped Berlin: Online-Treffen für Musikerinnen und Musiker / Neue Termine

Ihr seid eingeladen zu 6 Online-Treffen auf Zoom.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Es gibt bei jedem Treffen zwei kurze Vorträge.
Alle hören das Wichtigste zu beiden Themen.
Danach tauschen wir uns untereinander dazu aus.
Oder Ihr könnt an kurzen Workshops teilnehmen.
Dazu bilden wir dann unterschiedliche Gruppen (Breakout-Räume).

Jetzt anmelden für einen oder mehrere Termine, auf
https://handiclapped-berlin.de/vorhaben/band-austausch/

Termine und Themen:

  • 14. September (Dienstag) – 18:30 Uhr
    „Musik-Streaming selbstgemacht“
    „Tipps für inklusive Musikworkshops“
  • 30. September (Donnerstag) – 18:30 Uhr
    „Gemeinsam Musik machen von überall“
    „Besondere Instrumente – Musik machen für alle“
  • 13. Oktober (Mittwoch) – 18:30 Uhr
    „Inklusive Proben-Wochenenden“
    2. Thema noch zu besetzen
  • 3. November (Mittwoch) – 18:30 Uhr
    „Ein Lied auf CD für alle – aus der Ferne produziert“
    2. Thema noch zu besetzen
  • 18. November (Donnerstag) – 18:30 Uhr
    „Auf Distanz kreativ sein“
    2. Thema noch zu besetzen
  • 7. Dezember (Dienstag) – 18:30 Uhr
    „Eine eigene Radiosendung produzieren“
    „Jamulus in Leichter Sprache

Jeder/m steht es frei, zu kommen und gehen, wann sie/er möchte,
mit oder ohne eingeschaltete Kamera.

Ihr möchtet selbst etwas vortragen oder einen Workshop halten?
Dann schreibt an

Weitere Infos und Anmeldung: https://handiclapped-berlin.de/vorhaben/band-austausch/


KulturLeben Berlin: Konzertreihe Tafelmusik für Laib und Seele

Am 16. September 2021 startet KulturLeben Berlin mit freiberuflichen Berliner Musikerinnen und Musikern die Reihe „Tafelmusik für Laib und Seele“ in den LAIB und SEELE-Ausgabestellen der Berliner Tafel. Die Konzerte finden im Rahmen der Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin statt und richten sich direkt an die Kundinnen und Kunden der Berliner Tafel. So kommt Musik direkt zu den Menschen, die durch die Pandemie besonders beeinträchtigt sind. Gleichzeitig erhalten freie Musikerinnen und Musiker mit Honorar vergütete Auftrittsmöglichkeiten.

„Musik ist Balsam für die Seele – und den brauchen wir alle dringend. Die Lockdowns waren sehr belastend, vor allem für die LAIB und SEELE-Kundinnen und -Kunden, die ohnehin mit Existenzängsten zu kämpfen haben. Deshalb freue ich mich besonders, dass KulturLeben Konzerte in den Ausgabestellen anbietet und danke allen Beteiligten sehr herzlich“, sagt Sabine Werth, Gründerin und Vorsitzende der Berliner Tafel e. V.

Die Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin wurde von KulturLeben Berlin und der Deutschen Orchestervereinigung e. V. initiiert, um in der Pandemie die kulturelle Teilhabe von Menschen in sozial schwierigen Situationen zu stärken und existentiell bedrohte freiberufliche Musikerinnen und Musikern zu unterstützen. Seit September 2020 gaben Ensembles aus großen Berliner Klangkörpern über 60 ehrenamtliche Konzerte für Menschen in sozialen Einrichtungen. Die dort eingenommen Spenden fließen in Honorare freiberuflicher Musikerinnen und Musiker.

„Die Kampagne ist eine wunderbare Möglichkeit nach vielen konzertlosen Monaten, wieder einmal für ein, wenn auch kleines Publikum zu spielen und die Auftrittsatmosphäre zu genießen. Außerdem können wir uns gemeinsam warm spielen für einen hoffentlich etwas konzertreicheren Herbst. Danke für die Kampagne!!“, sagt die Gitarristin Silke Fell. Die Musikerin und Komponistin ist u. a. Mitglied der Ensembles Les Belles du Swing und guitar4friends, die bereits mehrfach im Rahmen der Kampagne aufgetreten sind.


Landesmusikakademie Berlin: Samba Syndrom 2021 „The Last Call“

Ein spektakuläres Workshop-Programm mit hochkarätigen Mestres aus aller Welt, die das Samba Syndrom über viele Jahre geprägt und zum größten Sambafestival Berlins gemacht haben, erwartete Freundinnen und Freunde der brasilianischen Kultur vom 20. bis 22. August. Auf dem Programm standen vielfältige und mitreißende neue Rhythmen, Spieltechniken und Choreografien sowie und Tanzstile von Rio-Samba über Samba Reggae, Maracatú und afrobrasilianische Traditionen bis zu Forró. Außerdem natürlich rauschende Konzerte zum Abschluss eines Vierteljahrhunderts Samba Syndrom. Gefeiert wurde bei diesem Abschied die Liebe zur Musica Popular Brasileira – an einem Wochenende mit brasilianischem Flair und voller Überraschungen. 

Mehr Information gibt es hier und auf Facebook.


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Live-Auftritte in Dezember und Januar

Der Verein zur Förderung der Zupfmusik kündigt für die kommenden Monate die folgenden Veranstaltungen an. Aufgrund lange fehlender Probenräume und den Ungewissheiten der Pandemie-Bestimmungen stehen drei  Konzerte in Aussicht. Bitte erkundigen Sie sich vorher beim Veranstalter, ob das gewünschte Konzert stattfindet; Impfnachweis bzw. Testergebnis sind erforderlich.

Instrumentalgruppe Pandurina e.V.
Musikalische Leitung: Anna Pehrs
4.12.2021, 16 Uhr, Adventskonzert
Ehemalige Schlosskirche Schöneiche, Dorfstr. 38, 15566 Schöneiche
5.12.2021, 16 Uhr, Adventskonzert
Immanuel-Kapelle, Ev. Freikirchliche Gemeinde Weißensee, Friesickestr. 15, 13086 Berlin
Der Eintritt beträgt für beide Konzerte 10,00 Euro.
Karten unter: 030 56 29 17 11 oder

Saiten-Ensemble Steglitz e.V. (SES)
Dirigent: Michael Kubik
16.1.2022, 15 Uhr, „Musikalische Weltreise“
Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Johannisthal,
Sterndamm 90, 12487 Berlin
Telefon 030 636 13 48

Solistin: Marianne Penno, Blockflöte


Musikbuch-Empfehlung

Thomas Hartmann: Mama lauter! Gute Musik für Kinder

Was ist eigentlich im Bereich Kinderlied-Aufnahmen „gute Musik für Kinder“? Wie hat sich die Kindermusikszene entwickelt und welche Qualitätsmaßstäbe gibt es jenseits hoher Verkaufszahlen? Antworten auf diese und verwandte Fragen finden Sie in dem neuen Buch „Mama lauter!“ Es füllt eine Lücke, denn in so vielfältiger und theoretisch fundierter Weise hat sich bisher niemand mit der unterschätzten Gattung beschäftigt.

Autor Thomas Hartmann ist nicht nur Medienpädagoge, Kulturwissenschaftler und Musiker, sondern war auch zehn Jahre lang Redakteur beim WDR-Kinderfunk. Er guckt daher mit profunden Erfahrungen hinter die Kulissen von großen Konzernen und kleinen Indie-Labels und charakterisiert Phänomene wie Frederick Vahle und Rolf Zuckowski. Hartmann nimmt die Leserschaft außerdem auf einen Ausflug in die Geschichte mit. Auch hier bietet er ein buntes Mosaik: Teilweise wurden zum Beispiel Kinderlieder ideologisch missbraucht; dann wiederum gibt es Werke mit Kultstatus, deren Urheber die Bedürfnisse von Kindern schon vor langer Zeit erfasst und in Liedern verewigt haben.

Gut verständlich und unterhaltsam berichtet Hartmann von seinen Erkenntnissen nach der Lektüre zahlreicher wissenschaftlicher Studien, zum Beispiel über den widerlegten „Mozart-Effekt“. Interessant ist daneben die Tatsache, dass Kinderlieder oft an falschen Projektionen von Erwachsenen kranken. Und wer Kinder mit lieblosen kommerziellen Produkten abspeist, verspielt wertvolle Chancen, denn Kinderlieder haben ein großes Potential, lautet der Appell des Autors an die Eltern und Pädagoginnen.

Lesenswert ist weiterhin die Besprechung verschiedener Preise und Auszeichnungen von Musik für Kinder. Vom Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhofft sich Hartmann zukünftig mehr Nominierungen in der Rubrik Kinder- und Jugendaufnahmen, darunter vor allem mehr reine Musiktitel als Hörspiele. Dem Medienpreis Leopold wünscht er deutlich mehr Verbreitung.

Bevor das Buch mit großem Literaturapparat und einer Auswahlbibliografie schließt, bietet es ein Kapitel mit 40 Kurzportraits von Kinderliedinterpret*innen nebst diskografischen Hinweisen. Das Anliegen des Autors ist es, denjenigen Personen und Ensembles mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, die das blasse, teils sogar schlechte Image von Kindermusik mit Engagement und Ideen verbessert haben. Diese Empfehlungen bilden die Grundlage für die ständig wachsende Website zum Buch: https://www.mama-lauter.de/

Thomas Hartmann: Mama lauter! Gute Musik für Kinder; kritischer Streifzug durch eine unterschätzte Gattung. Regensburg: ConBrio, 2021. 293 S. ISBN 978-3-940768-91-9. 24,80 €

Link zum Buch auf der Website des Verlags
Link zum Inhaltsverzeichnis   d-nb.info/1233941240/04

Artikel von Thomas Hartmann zum Thema mit dem Titel „Offene Ohren verdienen gute Musik“ in der NMZ vom Juni 2021

Für Interessierte: Die Berliner Beispiele aus den im Buch genannten Empfehlungen sind zusammen mit weiteren musikalischen Angeboten für Kinder in Berlin in der folgenden Linkliste der Zentral- und Landesbibliothek enthalten: https://www.zlb.de/linksammlungen/musik/musik-in-berlin/musik-fuer-kinder-in-berlin.html

Eine Buchempfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin

LMR-Info 51. Ausgabe vom 6. August 2021

Inhalt

Uraufführung beim Sommerkonzert des Landesjugendensembles Neue Musik
Am kommenden Sonnabend, dem 7. August, spielt das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin in der Villa Elisabeth – nach Monaten virtueller Arbeit endlich wieder live! Catherine Larsen-Maguire dirigiert dabei unter anderem die Uraufführung des Werks der jungen Berliner Komponisten Elisa Franke. Mehr …

Aktion „Kultur. Fördern. Gesetz.“: Vollversammlung am 9. August 2021
In einem Workshop berieten Teilnehmer der Aktion das weitere Vorgehen in der Kampagne für ein künftiges Kulturfördergesetz für Berlin. Mehr …

Sonderfonds des Bundes: Wirtschaftlichkeits- und Ausfallhilfen für Veranstalter
Die Ausfallhilfen des Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen werden nicht nur solchen Veranstaltern zugesprochen, die eine bestimmte Anzahl von Veranstaltungen angeboten haben. Mehr …

Deutscher Musikwettbewerb 2022: Anmeldeschluss am 11. November 2021
Der Deutsche Musikrat hat die Ausschreibung zum Deutschen Musikwettbewerb 2022 veröffentlicht. Anmeldungen werden bis zum 11. November entgegengenommen. Mehr …

Instrument des Jahres 2021: Orgeln entlang der U7 / Tag der Orgel am 11. & 12. September
Das Orgeljahr 2021 bleibt spannend. Am 22.August kann man Orgeln entlang der U7 kennenlernen, am 16. August der letzten Schulorgel Berlins im Goethe-Gymnasium lauschen, und am 11. und 12. September gipfelt das Orgeljahr im Tag der Orgel. Mehr …

Jugend musiziert: Konzert der Bundespreisträgerinnen und -preisträger am 28. August
Endlich wieder vor Publikum: Am 28. August spielen Berliner Preisträgerinnen und Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ Lieblingsstücke aus ihrem Wettbewerbsprogramm. Mehr …

Raumkoordination: Sommer-Kampagne „Lass die Musik rein!“ läuft auf Hochtouren
Geben Sie der Musik Raum – geben Sie ihr Räume! Die Koordinationsstelle für Proben- und Auffüh­rungsräume arbeitet bereits mit beachtlichem Erfolg. Sie sucht aber nach wie vor Räume für die Berliner Amateurchöre und -ensembles. Neu gestaltete Plakate, Flyer und ein Sticker sollen nun helfen. Mehr …

Deutsche Chorjugend e. V.: Future Lab für junge Chorsängerinnen und -sänger
Die Deutsche Chorjugend e. V. bietet in seinem Programm „Einstieg Chormanagement“ ein Seminar darüber, wie man in der Chorarbeit Pläne und Visionen wirkungsvoll umsetzt. Mehr …

Prüfsteine zur Wahl 2021: Fünf Parteien beantworten Umfrage des Landesmusikrats
Mit Blick auf die Abgeordnetenhauswahl 2021 sandte der Landesmusikrat einen Fragebogen an die Parteien, die im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten sind. Inzwischen liegen die Antworten von fünf Parteien vor. Wir haben sie für Sie in einer Tabelle zusammengefasst.
Tabelle mit den Wahlprüfsteinen herunterladen

Termine

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
7. 8. 2021                    treibstoff. Sommerkonzert

Jugend musiziert Berlin
28. 8. 2021                 Bundespreisträgerkonzert

Instrument des Jahres: Orgel
11./12. 9. 2021         Tag der Orgel

Landesjugendorchester Berlin
25. 10. 2021              Konzert im Konzerthaus mit Jugendlichen aus Versailles, Stettin und Berlin

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

Landesjugendorchester Berlin: Großes Interesse beim digitalen LJO-Campus
Ein großer Erfolg war der erste digitale LJO-Campus mit Informationsangeboten für die jungen Musikerinnen und Musiker des Landesjugendorchesters. Mehr …

Mitglieder-News

Save the date: #dabei open air des Chorverbands Berlin am 13. und 14. August
Schon mal vormerken: Am 13. und 14. August veranstaltet der Chorverband Berlin das #dabei open air auf der Sommerbühne der ufaFabrik. Mehr …

Deutsche Orchestervereinigung: Freie Szene zu Gast im Konzerthaus Berlin
Auftreten an prominentem Ort mitten in Berlin: Im Juni und Juli 2021 lud das Konzerthaus Berlin die Freie Szene zu mietfreien Auftritten in seinen Räumen ein. Mehr …

Handiclapped Berlin: 3. Fach-Kongress „Live-Musik und Inklusion“
Handiclapped lädt ein zum Fach-Kongress „Live-Musik und Inklusion“, einer Präsenzveran­staltung für inklusive Musikprojekte am 9. und 30. Oktober 2021 im Pfefferberg Haus 13 in Berlin. Mehr …

IAML-Deutschland: Staatsbibliothek zu Berlin – Stammhaus und Musiklesesaal wieder geöffnet
Seit dem 4. Juni 2021 ist das Stammhaus der Staatsbibliothek zu Berlin Unter den Linden wieder geöffnet. Damit ist nach mehr als eineinhalb Jahren auch der Musiklesesaal wieder zugänglich.
Mehr …

KulturLeben Berlin: Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin beendet Frühjahrssaison mit über 40 Konzerten in sozialen Einrichtungen
Im Video dokumentiert: Die erfolgreiche Arbeit der Kampagne zur Unterstützung freischaffender Musikerinnen und Musiker. Mehr …

Landesmusikakademie Berlin: Neue Kurse für Amateurmusik / Samba Syndrom 2021
Endlich wieder selber Musik machen: Im August und September hat die LMAB neue Kurse im Angebot. Außerdem findet vom 20. bis 22. August das Samba Sydrom statt – zum 25. und letzten Mal in der Wuhlheide. Mehr …

Mendelssohn-Gesellschaft: Friedhofs-Salon im Mai – Emilie Mayer und Fanny Hensel
Am 14. Mai 1812 wurde Emilie Mayer geboren. Die Mendelssohn-Gesellschaft ehrt die Komponistin am 13. August 2021 mit einem Gedenkstein auf ihrem Grab, unweit dem von Fanny Hensel. Mehr …

Verbund Öffentlicher Bibliotheken Berlins: Neue Musikstreamingangebote
Der VÖBB weitet sein Musikstreaming-Angebot aus: Hinzugekommen sind Tondokumente mit traditioneller Volksmusik aus aller Welt sowie mehr als 3600 Mitschnitte von Opern und Konzerten. Mehr …

Nutzen Sie die mitglieder-news und lassen Sie alle Leserinnen und Leser des lmr-info wissen, was bei Ihnen los ist! Hier finden Sie Hinweise zu Länge und Format.
Der nächste Redaktionsschluss für die mitglieder-news ist der 1. September 2021.

Musikbuch-Empfehlung

Verbotene Musik: Tagungsbericht Hildesheim 2018
Tagungsbände können zu Schatzkisten werden! Dieser versammelt zahlreiche lesenswerte Beispiele dafür, wie Musik zum Spielball in politischen und sozialen Konflikten wird – mit einem für Berlin sehr typischem Beispiel aus der Gegenwart: der Zettelkultur. Mehr …

Dieser Newsletter als PDF

LMR-News


Uraufführung beim Sommerkonzert des Landesjugendensembles Neue Musik

Es darf wieder geprobt werden – und am Ende wird ein wirkliches Konzert vor echtem Publikum stehen! Seit Montag arbeitet das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin unter der Leitung von Catherine Larsen-Maguire an seinem neuen Programm treibstoff. Am Sonnabend, dem 7. August, ist es dann soweit: In der Villa Elisabeth erklingen Werke von Luciano Berio, Salvatore Sciarrino, Oliver Knussen, Tan Dun, Cathy Milliken und Carola Bauckholt. Ganz besonderer Programmpunkt: das neue Werk „Cappella di buffoni“ der jungen Berliner Komponistin Elisa Franke für Bläserensemble und Harmonium, entstanden in Kooperation mit den Projekten Jugend musiziert Berlin und „Instrument des Jahres 2021: Orgel“.

treibstoff
Sommerkonzert des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin
Sonnabend, 7. August 2021, 20 Uhr
Villa Elisabeth, Invalidenstraße 3, 10115 Berlin
Tickets (€ 8/€ 10): https://elisabeth.berlin/de/kulturkalender/treibstoff-sommer-konzert-des-landesjugendensemble-neue-musik-berlin


Aktion „Kultur. Fördern. Gesetz.“: Vollversammlung am 9. August 2021

Am 29. Juli verständigten sich Teilnehmer der Aktion für ein Berliner Kulturfördergesetz in einem Workshop über den Stand des Projekts und das weitere Vorgehen. Im Mittelpunkt stand dabei das Ausweiten der Aktivitäten und das Erhöhen der gesellschaftlichen Reichweite. Ein Plenum aller Beteiligten wird am 9. August stattfinden.


Sonderfonds des Bundes: Wirtschaftlichkeits- und Ausfallhilfen für Veranstalter

Der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen bietet Ausfallhilfen für Veranstalter an, die in der Pandemie Verluste durch Ausfälle oder stark reduzierte Einnahmen erlitten haben. Dabei war auf der Website des Sonderfonds ein Satz in den Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) missverständlich formuliert: „Antragsberechtigt sind Veranstalter folgender – in Deutschland stattfindender – Kulturveranstaltungen, welche Einnahmen aus dem Verkauf von Tickets erzielen: (…) Konzerte einschließlich Livemusik-Konzerte mit einem kuratierten Musikprogramm, sofern der Veranstalter in Musikclubs im Jahr 2019 oder im Jahr 2020 mindestens 12 kuratierte Livemusik-Konzerte verschiedener Künstler*innen veranstaltet hat.“. Auf Bitten des Landesmusikrats Berlin fragte der Bundesverband Chöre und Orchester e. V., eine bundesweite Vereinigung von Amateurmusik-Ensembles, beim Sonderfonds nach. Am 14. Juli kam die Antwort: Konzertveranstalter, die keine Clubs sind, brauchen auch keine zwölf Konzerte nachzuweisen. Den aktuellen Text in den FAQ des Sonderfonds finden Sie hier. Ferner sagte der Sonderfonds des Bundes zu, dass Veranstalter, die registriert sind und die Antragskriterien erfüllen, auch mit der finanziellen Förderung rechnen können.


Deutscher Musikwettbewerb 2022: Anmeldeschluss am 11. November 2021

Während in den kommenden Tagen in Freiburg die Schlussrunden des Deutschen Musikwettbewerbs 2021 stattfinden, hat der Deutsche Musikrat nun die Ausschreibung zum Deutschen Musikwettbewerb 2022 veröffentlicht. Der Wettbewerb wird vom 7. bis zum 19. März 2022 in Bonn stattfinden. Er wendet sich an junge Musikerinnen und Musiker bis 30 Jahre; in der Kategorie Komposition gilt eine Grenze von 35 Jahren. Ausgeschrieben sind die Kategorien Violine, Viola, Klarinette, Saxophon, Fagott, Akkordeon, Orgel, Liedduo, Streichtrio, Streichquartett, Ensembles in freier Besetzung (instrumental/vokal) und Komposition. Preisträgerinnen und Preisträger werden durch Beratung, Workshops, zahlreiche Konzertmöglichkeiten und eine CD-Produktion gefördert.
Zur Ausschreibung


Instrument des Jahres 2021:
Orgeln entlang der U7 / Tag der Orgel am 11. & 12. September

Orgeltour entlang der U7 am 22.8.2021   Einsteigen, bitte! Eine Orgeltour entlang der U-Bahn-Linie 7 gibt es am 22. August in Charlottenburg-Wilmersdorf zu erleben. Aus dem Programm können sich Besucherinnen und Besucher ihre eigene Tour mit bis zu vier Orgelkonzerten zusammenstellen und zwischen 15 und 18 Uhr bequem mit der U7 abfahren. Die kostenfreien Konzerte beginnen immer zur vollen Stunde und dauern 30 Minuten. Das Musikprogramm zieht sich durch die Jahrhunderte: von den Anfängen des französischen Barock über die Meister der Romantik bis zu Camille Saint-Saënsʼ „Karneval der Tiere“ für die Orgel. In der Gustav-Adolf-Kirche verschmelzen die Klänge von Orgel und Synthesizer zu einem Klangraum. Besonders virtuos wird das Konzert in der Trinitatiskirche: Dort spielt Gulnora Karimova eigene Bearbeitungen von Orchesterwerken für die Orgel wie Paul Dukasʼ „Zauberlehrling“ und Modest Mussorgskys „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“. Die zweitgrößte Orgel Berlins aus dem Jahr 1898 in der Wilmersdorfer Auenkirche wird zur Orgeltour zum letzten Mal für lange Zeit zu hören sein: Das Instrument wird anschließend restauriert. Das gesamte Konzertprogramm und die Adressen finden Sie hier: https://www.cw-evangelisch.de/orgeltour-mit-der-u7

Orgelkonzert im Goethe-Gymnasium am 16. August   Am 16. August ertönt die letzte historische noch spielbare Schulorgel Berlins im Wilmersdorfer Goethe-Gymnasium. Dort steht seit 1904 eine Sauer-Orgel mit 12 Registern auf zwei Manualen und Pedal. Der Förderverein „Freunde des Goethe-Gymnasiums Berlin“ startet ein großes Sanierungs- und Restaurierungsvorhaben zum Erhalt der Orgel. Zum Auftakt des Projekts lädt das Goethe-Gymnasium am 16. August um 19 Uhr zu einem Orgelkonzert mit Stücken von Bach, Brahms und Schumann. Es spielen die Organisten Patrick Orlich und Gottfried Thore Drywa mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums. Anmeldungen zum Konzert bitte via E-Mail an . Zur Einladung (PDF)

Tag der Orgel am 11. & 12. September   Höhepunkt des Orgeljahres 2021 ist der Tag der Orgel am 11. und 12. September 2021. In zahlreichen Konzerten, Führungen und anderen Veranstaltungen können Berlinerinnen und Berliner jedes Alters die vielen einzigartigen Instrumente kennenlernen, die in ihrer Stadt versammelt sind – von den Kinoorgeln im Babylon-Kino und im Musikinstrumenten-Museum über die Instrumente in zahlreichen großen und kleinen Berliner Kirchen bis hin zur Orgel im Charlottenburger Schloss. Auf unserer Internetseite zum Tag der Orgel kann man sich einen Überblick über das reiche Programmangebot verschaffen und sogar einen Zettel herunterladen, auf dem man sich einen persönlichen Tag der Orgel zusammenstellen kann.
Alle aktuell angemeldeten Veranstaltungen zum Tag der Orgel:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/instrument-des-jahres-orgel/tag-der-orgel/

Brandenburger Orgelfahrt am 12. 9. – Anmeldungen ab sofort   Der Landesmusikrat Brandenburg lädt zu einer Orgelbusfahrt am Tag der Orgel ein. Die Tour startet am 12. 9. um 10 Uhr am Bassinplatz Potsdam und endet gegen 19 Uhr am Konzerthaus Berlin. Mit dem Reisebus entdecken Sie interessante Instrumente in Berlin und Brandenburg (Französische Kirche, Propsteikirche St. Peter & Paul), die Orgelwerkstatt Schuke, die Dorfkirchen in Groß Kreutz und Schmergow, die Lutherkirche Spandau und die Kirche am Hohenzollernplatz), geführt von Orgelspezialist und rbb-Kulturradio-Moderator Claus Fischer. Zu weiteren Infos und zur Anmeldung geht es hier:
Orgelreise Brandenburg/Berlin am 12.09.2021

Alles Weitere zum Orgeljahr 2021 finden Sie immer frisch auf unserer Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/instrument-des-jahres-orgel/


Jugend musiziert: Konzert der Bundespreisträgerinnen und -preisträger am 28. August

Im vergangenen Jahr musste es ausfallen: das ebenso traditionelle wie beliebte Konzert der jungen Musikerinnen und Musiker aus Berlin, die sich beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ einen 1. Preis erspielt haben. Dieses Jahr darf es wieder im Festsaal des Roten Rathauses stattfinden. Die jungen Preisträgerinnen und Preisträger spielen Lieblingsstücke aus ihren Wettbewerbsprogrammen, unter anderem von Edvard Grieg, Louis Ganne und Makoto Shinohara.

Bundespreisträgerkonzert Jugend musiziert Berlin 2021
Sonnabend, 28.8.2021, 17 Uhr
Festsaal im Roten Rathaus, Rathausstraße 15, 10178 Berlin

Da die Besucherzahl begrenzt ist, sind alle Interessentinnen und Interessenten gebeten, sich unter dem folgenden Link anzumelden: https://www.survio.com/survey/d/B9T3T5E2F5T2I6F5O


Raumkoordination: Sommer-Kampagne „Lass die Musik rein!“ läuft auf Hochtouren

Wie angekündigt, ist unsere Sommer-Kampagne im Juli gestartet. Unter dem Motto „Lasst die Musik rein!“ zielen wir mit Plakaten und Flyern darauf ab, eine breitere Öffentlichkeit auf unser Projekt aufmerksam zu machen und weitere Räume für die Berliner Amateurchöre und -ensembles zu akquirieren.

Unsere Raumgeber haben ab sofort die Möglichkeit, mit dem „Wir sind dabei!“-Sticker ihre Teilnahme auch nach außen sichtbar zu machen. Der Sticker kann auf das Plakat geklebt sowie digital als Auszeichnung auf der Website oder dem Social-Media-Profil unserer Partner verwendet werden.

Wir hoffen, dass wir eine große Aufmerksamkeit mit unserer Kampagne erreichen und uns alle Berlinerinnen und Berliner bei unserem Vorhaben unterstützen, die Musik in noch mehr Räume  reinzulassen!

Willkommen, Sonja Schaudt!   Das Team der Raumkoordinationsstelle des Landesmusikrats hat eine neue Mitarbeiterin. Sonja Schaudt wird als Projektleiterin die Aufgaben von Antje Materna übernehmen, für deren Mitarbeit und Einsatz wir uns herzlich bedanken. Wir heißen Sonja Schaudt herzlich Willkommen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

Haben Sie einen Raum anzubieten?   Melden Sie uns Ihre Räume – auch unkonventionelle – bitte hier:
Einen Raum melden – zum PDF-Formular

Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie uns bitte unter:
Raumkoordination
Landesmusikrat Berlin e. V., Karl-Marx-Straße 145, 12043 Berlin
Tel.: +49 157 344 978 96
E-Mail:

Weitere Informationen zum Projekt


Deutsche Chorjugend e. V.: Future Lab für junge Chorsängerinnen und -sänger

Seminar
Nachhaltige Chorprojekte: Future Lab für Visionen und Fundraising
17.–19. September 2021 in Berlin

Ihr sucht nach Ideen und Strategien, wie ihr euch durch Chorsingen aktuellen Herausforderungen stellen könnt? Ihr wollt erfahren, woraus Projekte gemacht sind, die bestehen – und vor allem, wie ihr sie finanziert?

Ganz egal, ob ihr euch für Klimaschutz, gesellschaftlichen Zusammenhalt oder euer ganz individuelles Umfeld stark machen wollt – in diesem Future Lab geht es darum, wie ihr vom Reden ins Tun kommt, indem ihr

•    eure Visionen mit Methoden des Design Thinkings groß denkt
•    aus euren Ideen durch klare Wirklogiken nachhaltige Projekte konzipiert
•    konkrete Strategien der Umsetzung in eurem Businessplan entfaltet
•    Fundraising-Konzepte zur Finanzierung eurer Ideen entwickelt
•    Pitches gestaltet, die eure Projektpartnerinnen und -partner mitreißen

Hier geht’s direkt zur Anmeldung …

Einstieg Chormanagement richtet sich an alle Sängerinnen und Sänger zwischen 16 und 27 Jahren, die sich persönlich weiterentwickeln möchten und Lust haben, andere Singbegeisterte aus ganz Deutschland kennenzulernen. Junge Menschen aus Chorjugenden, Chören und Vokalensembles und alle Interessierten werden mit den Fähigkeiten ausgestattet, die sie für ihr Engagement benötigen. Die Kosten für Seminar, Fahrt, Unterkunft und Verpflegung werden von der Deutschen Chorjugend übernommen.

Damit Sie auch auf Instagram und Facebook auf das tolle Angebot aufmerksam machen können, senden wir Ihnen anbei zwei Bilder, die Sie gern über Ihre Kanäle teilen können. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie gemeinsam mit uns möglichst viele junge Menschen erreichen!

Wir freuen uns über Anmeldungen von jungen Engagierten!

Rückfragen, Anmeldungen, Wünsche und Anregungen bitte an
Friederike Hartmann
Deutsche Chorjugend e.V. | Karl-Marx-Straße 145 | 12043 Berlin
Tel.: +49 (030) 847 10 89-62 
E-Mail: 


Berichte


Landesjugendorchester Berlin: Großes Interesse beim digitalen LJO-Campus

Die jungen Musikerinnen und Musiker des Landesjugendorchester mussten auf die geplante Oster-Arbeitsphase verzichten. Trotzdem konnte das LJO-Team ihnen ein lohnendes Angebot machen: Beim ersten LJO-Campus standen ihnen Expertinnen und Experten Rede und Antwort zu Themen des Musikerberufs, die in der tagtäglichen Ausbildung oft zu kurz kommen. Dazu gehörten Themen wie Probespieltraining, Führung im Orchester, Einblick ins Musikstudium, Auftrittsangst oder der Gesundheit von Musikerinnen und Musikern. Als ein Beispiel für die vielen gelungenen Vorträge und Workshops sei der Vortrag der Doktorandin Stine Alpheis genannt. Sie behandelt das Thema „Gesund musizieren mit Kopf und Körper“ aus medizinischer Schicht. Teile des digitalen LJO-Campus werden derzeit für Social-Media aufgearbeitet.


Mitglieder-News


Save the date: #dabei open air des Chorverbands Berlin am 13. und 14. August

Echtes Festival-Feeling an einem lauen Sommerabend: Der Chorverband Berlin will das wieder! Nachdem das COSOA Festival letztes Jahr ausfallen musste, hat das Planungsteam das Konzept des Sommer-Open-Airs in der schönsten Stadt der Welt überarbeitet. Das Ergebnis: Das COSOA Festival wird zum #dabei open air und findet in diesem Jahr am 13. & 14. August statt. Mit dabei sein werden unter anderem baff!, die Jazzvocals, Niniwe, Die Primaner und der Neue Männerchor Berlin. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf tolle Chöre freuen: auf der Sommerbühne der ufaFabrik. Der Eintritt ist frei. Alle weiteren Infos zum Programm und den beteiligten Chören gibt es schon bald hier.


Deutsche Orchestervereinigung: Freie Szene zu Gast im Konzerthaus Berlin

Das Konzerthaus Berlin hat zum Ende der Saison freie Räume für die freie Szene geboten. Die von der DOV gegründete Deutsche Orchester-Stiftung unterstützte das Projekt #FreiRaum. Eine Jury hatte zuvor elf Projekte ausgewählt. Beworben hatten sich über 500 freischaffende Berliner Musikerinnen, Musiker und Ensembles der Sparten Barockmusik, klassische und zeitgenössische Musik sowie Jazz und Weltmusik. Schirmherr der Initiative war Kultursenator Klaus Lederer (Linke).

Die Musikerinnen und Musiker traten zwischen 25. Juni und 4. Juli mietfrei und organisatorisch betreut im Konzerthaus auf. Alle Einnahmen gingen an sie. Die Deutsche Orchester-Stiftung unterstützte das Projekt #FreiRaum mit Kurzzeit-Stipendien; freischaffende Musikerinnen und Musiker sollen durch das Programm #MusikerZukunft eine neue Perspektive erhalten.

Die Initiative des Konzerthauses will Vorbild für andere Häuser sein. Wie im gesamten Land hatte es die freie Szene der Hauptstadt schwer in den vergangenen Monaten, sie braucht Unterstützung. Im Frühjahr mussten die bereits geplanten Konzerte pandemiebedingt verschoben werden. Dank sinkender Coronafallzahlen kamen sie zum Ende der Saison vor Publikum auf die Bühne.


Handiclapped Berlin: 3. Fach-Kongress „Live-Musik und Inklusion“

Menschen aus ganz Deutschland kommen zusammen.
Leute aus Musik-Projekten lernen sich kennen.
Austauschen und voneinander lernen ist das Ziel.

Vorläufige Programm:  
https://handiclapped-berlin.de/termine/fachkongress-inklusion-und-livemusik/

Die Teilnahmegebühr wird 50 Euro betragen, inklusive Verpflegung.
Es ist noch Platz für Eure Ideen und Wünsche!

Schreibt uns eine E-Mail an
Auch, wenn ihr Euch schon jetzt einen Platz sicher möchtet.
Ein Anmeldeformular wird es später noch geben.

Inklusion rockt! Musik für alle. Seit 2008.

3. Fach-Kongress „Live-Musik und Inklusion“
9. und 30. Oktober 2021
Pfefferberg Haus 13, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin


IAML-Deutschland: Staatsbibliothek zu Berlin – Stammhaus und Musiklesesaal wieder geöffnet

481 Tage war das Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek zu Berlin geschlossen. Nach der Sanierung mussten ab November 2019 zunächst noch Restarbeiten erledigt werden, die nicht unter laufendem Betrieb erfolgen konnten. Außerdem waren die Umzüge von fünf Abteilungen teilweise quer durch die Stadt Berlin zu bewerkstelligen. Im Frühjahr 2020 sollte eigentlich wiedereröffnet werden – und dann änderte die Corona-Pandemie alle Pläne.

Seit dem 4. Juni 2021 ist die Staatsbibliothek mit ihrem Stammhaus Unter den Linden nun wieder für Benutzerinnen und Benutzer geöffnet. Selbstverständlich ist auch der neue Musik-Lesesaal endlich zugänglich: Für Benutzerinnen und Benutzer steht ein Lesesaal-Bereich mit 36 Arbeitsplätzen, dazu weiter OPAC-, Scan- und Mikroformen-Arbeitsplätze zur Verfügung. Der Handbestand umfasst etwa 17 500 Bände: Einen umfangreichen Bestand an Fachliteratur und zahlreiche Gesamt- und Denkmälerausgaben.

Die neuen Öffnungszeiten des Musik-Lesesaals: Montags, mittwochs und freitags 9 bis 17 Uhr, dienstags und donnerstags 9 bis 19 Uhr.

Hinweise zu den aktuellen Nutzungsbedingungen und Informationen zur Musikabteilung:
https://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/abteilungen/musik/

Berichterstattung zur Eröffnung der SBB im Januar 2021:
https://blog.sbb.berlin/udl-berichterstattung/


KulturLeben Berlin: Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin beendet Frühjahrssaison mit über 40 Konzerten in sozialen Einrichtungen

Die Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin wurde 2020 von KulturLeben Berlin und der Deutschen Orchestervereinigung e. V. initiiert, um während der Pandemie die kulturelle Teilhabe von Menschen in Einrichtungen der Wohlfahrtspflege zu stärken und gleichzeitig in Not geratene freischaffende Berliner Musikerinnen und Musiker zu unterstützen. Seitdem besuchen Musikerinnen und Musiker aus den großen Berliner Klangkörpern auf ehrenamtlicher Basis Menschen in sozialen Einrichtungen mit kleinen, feinen Konzerten. Mit den dort eingeworbenen Spenden werden Auftritte ihrer freischaffenden Kolleginnen und Kollegen unterstützt.

Dank des großen Engagements vieler Berliner Musikerinnen und Musiker und mit Unterstützung zahlreicher Sozialpartnerinnen und -partner konnten allein im Frühjahr 2021 über vierzig Konzerte für Menschen in sozialen Einrichtungen stattfinden – für viele ein Lichtblick in der schwierigen Zeit der Pandemie. Ein kleines Video gibt einen Rückblick auf die erfolgreiche musikalische Frühjahrssaison 2021.

Link zum Video: https://youtu.be/dbDVq8WO83E


Landesmusikakademie Berlin: Neue Kurse für Amateurmusik / Samba Syndrom 2021

Amateurmusik   Wer schon immer mal Mundharmonika lernen, sich an der Bassblockflöte versuchen, endlich mehr über Jazz- oder freie Improvisation wissen oder ein Wochenende lang im großen Saxofon-Ensemble musizieren wollte, ist hier genau richtig! Liebhaberinnen und Liebhaber der Klezmer-Musik kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Für alle, die sich ganzheitlich mit Körper, Stimme und Instrument beschäftigen wollen, gibt es die Kurse „Mit dem Atem singen“ und „Mit Leichtigkeit musizieren“.    

Präsenzveranstaltungen sind wieder erlaubt und finden ideale Bedingungen an der Berliner Landesmusikakademie: bestens belüftete, große Räume, die genügend Abstand zwischen allen Beteiligten bieten, ein überdachter Outdoor-Kursraum und ein stets aktuelles Hygienekonzept machenʼs möglich. Noch mehr Workshops, Kurse und Weiterbildungen gibt es hier.

Samba Syndrom 2021   Ein spektakuläres Workshop-Programm mit hochkarätigen Mestres aus aller Welt, die das Samba Syndrom über viele Jahre geprägt und zum größten Sambafestival Berlins gemacht haben, erwartet Freundinnen und Freunde der brasilianischen Kultur. Ein kreatives Angebot für Familien mit Kindern gibt es am Wochenende des 21. und 22. August. Einige Workshops sind schon sehr gut nachgefragt – es lohnt sich also, sich jetzt für einen Workshop zu entscheiden!

Solange die Situation um die Pandemie sich auch weiterhin stabilisiert, geht das Festival-Team davon aus, dass man sich zum Trommeln, Tanzen und Feiern im August in der Wuhlheide treffen kann. Die Workshops finden mit den dann aktuellen Abstands-Regeln und Infektionsschutzmaßnahmen statt.  

Die Liebe zur Musica Popular Brasileira, ein Vierteljahrhundert Samba Syndrom, aber auch ein Abschied wird gefeiert – mit brasilianischem Flair und voller Überraschungen!  

Homepage: www.samba-syndrom.de
Workshops & Anmeldung: https://landesmusikakademie-berlin.de/samba-syndrom/workshops-2021/
Facebook: https://www.facebook.com/Samba.Syndrom
Kontakt:


Mendelssohn-Gesellschaft:
Friedhofs-Salon im Mai – Emilie Mayer und Fanny Hensel

Am 13. August (zuvor geplant: 14. Mai) 2021 soll das bis vor kurzem unbekannte Grab der Komponistin Emilie Mayer (gestorben 1883) durch einen Gedenkstein markiert werden. Am 14. Mai wurde die Musikerin im Jahr 1812 geboren. Sie ist auf dem Friedhof Dreifaltigkeit I vor dem Halleschen Tor nicht weit von der Ruhestätte ihrer Kollegin Fanny Hensel begraben, die 1847 an dem gleichen Datum gestorben ist.

Enthüllt wird der Gedenkstein im Rahmen eines „Friedhofs-Salons“ der Mendelssohn-Gesellschaft, des Ev. Friedhofsverbandes und der AG Kulturkapellen, der mit Musik und Lesung beiden Komponistinnen gewidmet ist (17 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter ). Es lesen Hazel Rosenstrauch und Marlene Weller.

Das Fiorentina Quartett spielt das Streichquartett g-Moll op. 14 von Emilie Mayer und Gartenlieder op. 3 von Fanny Hensel. Mit der mobilen Friedhofsbar der Kulturkapellen.

Eingang/Ausgang: Friedhofstor an der Baruther Straße, 10961 Berlin.
Ort: Friedhof Dreifaltigkeit I vor dem Halleschen Tor, bei den Ruhestätten der Komponistinnen, an der Ausstellungskapelle zur Familie Mendelssohn

Veranstalter: Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte,  AG Friedhofsmuseum und Mendelssohn-Gesellschaft in Kooperation mit dem Landesmusikrat Berlin e. V. 

Für die Finanzierung des Gedenksteines, an der sich der Landesmusikrat Berlin und die Edition Massoneau beteiligen, werden noch Spender gesucht. Überweisungen bitte an: Mendelssohn-Gesellschaft e.V., Deutsche Apotheker- und Ärztebank Berlin, Bankleitzahl 30060601, Kontonummer 0006415156, IBAN DE97 3006 0601 0006 4151 56, BIC (Swift Code) DAAEDEDD

Falls Sie über ein Paypal-Konto verfügen, können Sie uns auch über diesen Zahlweg Geld senden:
oder mit Link Paypal. Bitte entmarkieren Sie „Bezahlung von Waren und Dienstleistungen“ (wir müssen dann keine Gebühren abführen) Stichwort „Spende Grabstein E. Mayer“


Verbund der öffentlichen Bibliotheken Berlins: Neue Musikstreamingangebote

Das Musikstreamingangebot des VÖBB wurde um folgende Portale erweitert, die für die Bibliotheken lizenzpflichtig, aber mit dem Ausweis jeder VÖBB-Bibliothek gratis zu nutzen sind: Mittlerweile stehen die Naxos Music Library World und die Naxos Video Library per Login zu Hause oder mobil zur Verfügung. Das Videostreamingportal medici.tv mit Konzertfilmen und Musikdokumentationen wurde mit der Sparte Jazz aufgestockt.

Das Repertoire der Naxos Music Library World besteht aus mehr als 15 000 Alben vor allem mit ethnischer Musik und traditioneller Volksmusik aus über 150 Ländern und von mehr als 1500 verschiedenen kulturellen Gruppen: https://www.naxosonlinelibraries.de/nmlw-uebersicht/

Die Naxos Video Library enthält über 3600 Opern- und Konzertmitschnitte, Ballettaufführungen und mehr: https://www.naxosonlinelibraries.de/nvl-uebersicht/

Nach wie vor sind die Portale Naxos Music Library, Naxos Music Library Jazz und freegal music   mit einem VÖBB-Ausweis erreichbar. Anleitungen und Tipps zur Nutzung der Naxos Music Library finden Sie hier: https://www.zlb.de/fachinformation/spezialbereiche/musikbibliothek/musikstreaming.html

Weitere Informationen unter www.voebb.de/da


Musikbuch-Empfehlung


Verbotene Musik: Tagungsbericht Hildesheim 2018

Dieser Tagungsband ist eine wahre Fundgrube zu sehr aktuellen und ganz unterschiedlichen Fragen um Musikverbote und den damit verbundenen Machtmissbrauch in Politik, Religion und Gesellschaft. Die meisten der 19 Beiträge wurden ursprünglich auf einer Tagung am „World Music Center“ der Universität Hildesheim präsentiert, und zwar von Forschenden aus den Disziplinen Musikethnologie, Volkskunde und Musikpädagogik. Beleuchtet werden beispielsweise Musikverbote in Krisengebieten wie Afghanistan und Iran, aber auch weiter zurückliegende Konflikte in verschiedenen Epochen und Kontinenten. Ebenfalls ein Thema ist der Missbrauch von Musik, einerseits in Form von Manipulation in Werbung und Filmmusik oder auch durch den Transport von Botschaften durch Liedtexte z. B. im Rechtsrock. Christine Dettmann, Professorin an der Musikhochschule München, berichtet von Toleranzgrenzen in Seminaren – sie musste die Erfahrung machen, dass manche Studierende sich nicht trauten, zu bestimmten Musikstilen Position zu beziehen.

Ein berlinspezifischer Artikel bietet eine völlig andere Perspektive: Nepomuk Riva hat die Zettelsammlung „Notes of Berlin“ ausgewertet und zahlreiche nachbarschaftliche Reaktionen auf Ruhestörung durch Musik zusammengestellt. Das klingt dann z. B. so wie die folgende Notiz aus Neukölln: „Liebe/r Unbekannte/r, ich habe weder etwas gegen Nirvana noch gegen Guns’n‘Roses und schon gar nix gegen gute Musik im Allgemeinen, aber am Samstagmorgen werde ich ungern von Axl Roses’ Stimme geweckt. Vielleicht das nächste Mal etwas leiser? Das wäre wirklich schön! Vielen Dank, eine sehr müde Nachbarin. P. S. Beim nächsten Mal Nirvana (so ab 12:00 Uhr dann gerne auch laut) bitte Pennyroyal Tea spielen. Danke.“

Weniger sichtbar, aber ebenfalls eine Art von Musikverbot ist die Diskriminierung von Menschen durch den Ausschluss vom gemeinsamen Musizieren aufgrund von Alter, Behinderung oder aus anderen Gründen. Die Musikschule Fürth hat sich das Engagement für Inklusion und Partizipation schon seit ihrer Gründung 1986 zum Ziel gesetzt. Robert Wagner, der Schulleiter, beschreibt im letzten Artikel seine langjährigen und positiven Erfahrungen: Ein zukunftsträchtiger und ermutigender Ausblick.

Verbotene Musik: Tagungsbericht Hildesheim 2018 der Kommission zur Erforschung Musikalischer Volkskulturen in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde e. V., herausgegeben von Heidi Christ, Merle Greiser, Christoph Meinel und Nepomuk Riva. Uffenheim: Forschungsstelle für fränkische Volksmusik, 2020. ISBN 978-3-925170-46-1. EUR 22,50

Website zum Buch: https://volksmusik-forschung.de/blog/2020-10-01/verbotene-musik/

Eine Buchempfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


LMR-Info 50. Ausgabe vom 16. Juni 2021

Inhalt

Landesjugendorchester: Digitaler LJO-Campus startet am 2. Juli / Ausstellung „75 Jahre ohne Krieg“
Was das Leben eines Profimusikers ausmacht, können die Mitglieder des Landesjugendorchesters im digitalen LJO-Campus erkunden. Das Interviewprojekt „75 Jahre ohne Krieg – wie wir Europäer wurden“ stellt sich im Juli in einer Ausstellung vor. Mehr …

Landesjugendensemble Neue Musik: Sommer-Konzert mit Catherine Larsen-Maguire
Vom 2. bis zum 6. August erarbeitet sich das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin unter der Leitung von Catherine Larsen-Maguire ein spannendes Programm, dass es am 7. August in der Villa Elisabeth aufführen wird. Mehr …

Jugend musiziert: 26 erste Preise nach Berlin / Preisträgerkonzert am 28. August
Der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ fand in diesem Jahr als Videowettbewerb statt. Vom 22. bis zum 26. Mai 2021 wurden mehr als 1500 Videos von 30 Jurys bewertet. Insgesamt 120 von den 2246 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kommen aus Berlin. Mehr …

Instrument des Jahres: Orgelrundgänge in der Berliner Orgel-App
Gemeinsam mit berlinHistory hat der Landesmusikrat seine Orgel-App um zwei Orgel-Rundgänge bereichert. Mehr …

Raumkoordination: Landesmusikrat vermittelt wieder Proben- und Konzerträume
Der Sommer ist da! Das Proben im Freien ist wieder möglich, und auch in geschlossenen Räumen soll es auch bald wieder erlaubt sein. Mehr …

Bundesverdienstkreuz für Dr. Michael Jenne
Am 27. Mai 2021 überreichte Dr. Thorsten Wöhlert, Staatssekretär für Kultur, Dr. Michael Jenne das Bundesverdienstkreuz am Bande. Michael Jenne ist Gründungsmitglied des Landesmusikrats Berlin.  Mehr …

Termine

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
2.–6. 8. 2021            Sommer-Arbeitsphase
7. 8. 2021                   Konzert in der Villa Elisabeth

Jugend musiziert Berlin
28. 8. 2021                Konzert der Bundespreisträgerinnen und -preisträger          

Landesjugendorchester Berlin
2.–5.7.2021              LJO-Campus
16.–18.7.2021          Ausstellung zum Interviewprojekt 75-Jahre-Frieden
15.–23.10.2021        75 Jahre ohne Krieg – Wie wir Europäer wurden (dt.-frz. Konzertprojekt)

Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter
18.­–23.10.2021        Intensivprobewoche
31.10.2021                Abschlusskonzert

Berliner Jazztreff
21.11.2021                36. Berliner Jazztreff

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de

Berichte

Musikerinnen und Musiker fordern Öffnung des Musiklebens in Berlin
Am 9. Mai versammelten sich auf dem Kulturforum Lehrerinnen und Lehrer aus den Berliner Musikschulen, um für weitere Schritte zur Öffnung des Berliner Musiklebens einzutreten. Mehr …

Jour fixe „Musik und Stadt“: Digitale Transformation – Kulturradio
Zwei Jours fixes befassten sich mit brandaktuellen Themen: den Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung in Musikleben und der Gestaltung von Kulturprogrammen im Rundfunk. Mehr …

Aktion Wir. Sind. Kultur.: Podiumsdiskussion zur Frage „Kunst oder Kultur?“
„Kunst oder Kultur? Was meinen wir und welche Folgen haben Begriffe und Definitionen für politisches Handeln?“ Diese Frage stellte die Arbeitsgruppe „Übergreifende Ziele“ im Rahmen der gemeinsamen Aktion für ein Berliner Kulturfördergesetz. Mehr …

Jugend musiziert: Tipps für Bands in der Jumu Workshop Lounge
Ein Expertenteam gab teilnehmenden Bands wertvolle Tipps für ihre Arbeit auf und hinter der Bühne. Mehr …


Mitglieder-News

Bund deutscher Zupfmusiker: Landesjugendgitarrenorchester Berlin sucht Verstärkung!
Das Landesjugendgitarrenorchester sucht junge Gitarristinnen und Gitarristen. Mehr …

Chorverband Berlin und Deutsche Chorjugend vergeben Kinderchorland-Preis
Am 03. Juni hat die Jury des Kinderchorland-Preises die Berliner Preisträgerchöre digital verkündet, am 21. Juni folgt die analoge Preisverleihung auf der SingBus-Bühne. Mehr …

Jetzt anmelden zum Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche 2021
Der 7. Carl Bechstein findet vom 29. bis 31. Oktober in der Wertung „Klavier und ein Streichinstrument“ statt. Anmeldungen noch bis zum 31.8.2021 möglich. Mehr …

Deutsche Orchestervereinigung: Orchester für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Immer mehr Orchester engagieren sich in der Initiative „Orchester des Wandels“ für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Mehr …

Handiclapped Berlin: Band-Austausch auf Zoom – Chöre willkommen
Kostenlos – Juli bis Dezember jeden Monat ein Treffen – unterschiedliche Themen – je 2 Vorträge/Workshops, dann Diskussion – jetzt für alle oder einzelne Events anmelden. Mehr …

Landesmusikakademie Berlin: Schul-Projekttage „Musik macht stark – Musik tut gut“
Im Rahmen des „musikfestival klangwelten“ finden vom 23. bis 27. August 2021 die coronabedingt verlegten Projekttage für Schulklassen der Stufen 1–6 statt. Mehr …

Universität der Künste Berlin: „Sternstunde“ vor Live-Publikum
Das Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin veranstaltet seine „Sternstunde“ am 20. Juni im Joseph-Joachim-Konzertsaal – erstmals in diesem Jahr vor Live-Publikum. Mehr …

ver.di fordert direkte Hilfen für Kreativschaffende
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die Einrichtung eines Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen, kritisiert dabei jedoch, dass Kulturschaffenden erneut nicht direkt geholfen wird. Mehr …


Musikbuch-Empfehlung

Ellinor Skagegård: Fanny Mendelssohns unerhörtes Gespür für Musik
Bei manchen Biografien lohnt es sich, sie immer wieder neu zu erzählen oder neu auszuleuchten. Diejenige von Fanny Hensel gehört auf jeden Fall dazu. Mehr …

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LMR-News


Landesjugendorchester: Digitaler LJO-Campus startet am 2. Juli / Ausstellung „75 Jahre ohne Krieg“

Im digitalen LJO-Campus 21vom 2. bis zum 5. Juli 2021 erhalten die jungen Musikerinnen und Musiker des Landesjugendorchesters erstmals strukturierte und professionelle Einblicke in Bereiche, die über das Musizieren hinaus gehen. In Workshops werden sie von internationalen Expertinnen und Experten auf wichtige Situation und Herausforderungen der weiteren Ausbildung vorbereitet. So widmet sich der digitale LJO-Campus Themen wie Probespieltraining, Führung im Orchester, Einblick ins Musikstudium, Auftrittsangst oder der Gesundheit von Musikerinnen und Musikern. Mit diesem Format soll zum einen die Zeit überbrückt werden, bis die angehenden Profimusikerinnen und -musiker wieder wie gewohnt im Orchesterformat musizieren können, zum anderen ist das Format auch eine langfristig sinnvolle Ergänzung in der Ausbildung und Vorbereitung auf das Leben in der Musikbrache.

In Vorbereitung auf das große Austauschprojekt des Landesjugendorchester Berlin mit dem Orchester des Konservatoriums der Stadt Versailles sowie dem Chor der Technischen Universität Stettin im Oktober 2021 wurde ein generationsübergreifendes Interviewprojekt ins Leben gerufen. So interviewten die Jugendlichen der jeweiligen Länder die Großeltern aus anderen Ländern und unterhielten sich mit ihnen über die Rolle und Zukunft von Europa und das Überthema des Projekts 75 Jahre Frieden – wie wir Europäer wurden. In Kooperation mit der Berlin School of Popular Arts wird aus den Interviews eine multimediale Ausstellung entwickelt, die im Deutschen Chorzentrum vom 16. bis zum 18. Juli ausgestellt wird. Weitere Informationen zur kostenfreien Buchung und dem Besuch der Ausstellung finden Sie in Kürze auf der Internetseite des Landesjugendorchesters.


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Landesjugendensemble Neue Musik: Sommer-Konzert mit Catherine Larsen-Maguire

Die Sommer-Arbeitsphase des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin startet in der letzten Berliner Ferienwoche. Das Ensemble erarbeitet sich unter der Leitung der bekannten Dirigentin Catherine Larsen-Maguire ein abwechslungsreiches Programm, u. a. mit einer Uraufführung für Bläserensemble und Harmonium. Beim anschließenden Konzert am Samstag, dem 7. 8. 2021 um 20 Uhr wird das Ergebnis in der Villa Elisabeth zu hören sein.

Bei der derzeitigen Pandemieentwicklung und den damit verbundenen Öffnungen sind wir optimistisch, dass alle Proben mit Hygiene- und Testkonzept und das Konzert vor Publikum live stattfinden können.

Das Landesjugendensemble Neue Musik ist ein Angebot für musizierende junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren, die unter professioneller Anleitung eine neue und besondere kammermusikalische Erfahrung machen möchten und ihr Instrument schon gut beherrschen.

Gesucht werden folgende Instrumente: Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Querflöte, Klarinette, Oboe, Saxophon, Gitarre, Mandoline, Klavier, Harmonium/Orgel, Schlagwerk

Als Dozentinnen und Dozenten werden Martin Glück (Holzbläser), Damir Bacikin (Blechbläser), Sanja Fister (Schlagzeug), Susanne Zapf (hohe Streicher) und Julia Wasmund (tiefe Streicher) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer betreuen. Andreas Bräutigam wird die Arbeit erneut als Consigliere unterstützen.

Zur AnmeldungFlyer herunterladen (PDF)

Anmeldeschluss: HEUTE, 16.6.2021.
Das Probespiel findet am ersten Ferientag, am Freitag, dem 25.6.2021 statt.
Proben: 2.–6.8.2021 in Berlin-Moabit
Generalprobe und Konzert: 7.8.2021 in der Villa Elisabeth, Berlin-Mitte

Herzlich bitten wir um die Weitergabe dieser Informationen und/oder des Info-Flyers an interessierte junge Musikerinnen und Musiker sowie Lehrkräfte und weitere Interessierte.


Jugend musiziert: 26 erste Preise nach Berlin / Preisträgerkonzert am 28. August

Der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ fand in diesem Jahr als Videowettbewerb statt. Vom 22. bis zum 26. Mai 2021 wurden mehr als 1500 Videos aus ganz Deutschland von 30 Jurys bewertet. Insgesamt 120 von den 2246 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kommen aus Berlin.

Der Landesmusikrat Berlin als Träger des Berliner Wettbewerbs und alle weiteren Verantwortlichen von Jugend musiziert Berlin freuen sich sehr über die erfolgreiche Teilnahme der Berliner Jugendlichen im Bundeswettbewerb. Von den insgesamt 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreichten hier 26 einen 1. Preis, 40 einen 2. Preis und 28 einen 3. Preis. „Mit den so vorher nie dagewesenen Einschränkungen in der Vorbereitungszeit können sie auf dieses Ergebnis besonders stolz sein“, so Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin. 

Aufgrund der Verlängerung des Lockdowns wurde die Bundesebene des renommiertesten Wettbewerbs für die musizierende Jugend in Deutschland als Videowettbewerb umgesetzt. Auf den zentralen Aspekt der Begegnung und des Austauschs musste so weiterhin verzichtet werden – das „JumuTV“ aber ermöglichte allen Interessierten während der Wettbewerbstage ein musikalisches Rahmenprogramm und einen digitalen Einblick in ausgewählte Wettbewerbsbeiträge und die Verkündung der Ergebnisse.

Herzliche Einladung zum Bundespreisträgerkonzert auch in diesem Jahr!

Traditionell präsentieren sich die Berliner Preisträgerinnen und Preisträger im Festsaal des Roten Rathauses. Das diesjährige Bundespreisträgerkonzert wird dort am 28. August 2021 um 17 Uhr stattfinden, sollten die Pandemieentwicklung und die damit verbundenen Öffnungen es wieder möglich machen. Der Eintritt ist frei – um Anmeldung wird gebeten: https://www.survio.com/survey/d/B9T3T5E2F5T2I6F5O

Alle Ergebnisse und weitere Informationen zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2021

Ansprechpartnerin: Sophia Berendt, Projektleitung Jugend musiziert Berlin

Tel.: 030 39 87 73 59  ·  Mobil: 01573 5 34 27 56

Bild: Simon Haje, Klavier; 1. Preis „Duo Klavier und Streichinstrument“ im Bundeswettbewerb 2021 (Foto: Jugend musiziert Berlin)


Instrument des Jahres: Orgelrundgänge in der Berliner Orgel-App

Zum Orgeljahr 2021 hat der Landesmusikrat Berlin gemeinsam mit berlinHistory e. V. eine Orgel-App entwickelt, die allen Interessierten den Orgelreichtum Berlins mithilfe eines Orgel-Stadtplans erschließt. Die Orgeln werden mit Bild, Hintergrund- und technischen Informationen porträtiert, viele auch mit Klangbeispielen und Videos. Der Datenbestand konnte seit Jahresbeginn bedeutend erweitert werden. Neben Orgel-Highlights wie den Instrumenten in Dom, Konzerthaus, Philharmonie oder Marienkirche zeigt die App nun auch zahlreiche Orgeln abseits touristischer Pfade, die aber die Bekanntschaft ebenso lohnen.

Die Orgel-App wurde nun um zwei Orgel-Rundgänge erweitert. Sie führen Besucherinnen und Besucher zu wichtigen Orgel-Stationen in Berlin-Mitte, ganz wie ein Audio-Guide im Museum. Tour Nr. 1 führt vom Neptunbrunnen über St. Marien, Nikolaikirche, Dom und Hedwigskathedrale bis zum Konzerthaus am Gendarmenmarkt; Autor und Sprecher ist Dr. Dietmar Hiller, orgelkundiger Dramaturg am Konzerthaus. Er ist tief vertraut mit der Berliner Stadt- und Musikgeschichte und spart auch nicht mit Auskünften über die Sehenswürdigkeiten am Wege. Tour Nr. 2 startet an der Alten Münze und führt über das Babylon-Kino, die Neue Synagoge, Konzerthaus, Philharmonie und Musikinstrumenten-Museum zur St.-Matthias-Kirche in Schöneberg. Virtueller Tour-Guide ist hier Star-Organist und Orgel-Botschafter Cameron Carpenter, der sich mit liebevollem Blick auf seine Wahlheimat auch eine Berliner Spezialität nicht entgehen lässt: den Leierkastenmann.

Die App berlinHistory, auf der die Orgel-App läuft, können Sie hier herunterladen:
Zum Download im AppStore (iOS)Zum Download bei Google Play (Android)

Instrument des Jahres: Orgel


Raumkoordination: Landesmusikrat vermittelt wieder Proben- und Konzerträume

Dank sommerlicher Temperaturen können die Proben und Aufführungen der Berliner Amateurchöre und -orchester wieder unter freiem Himmel stattfinden. Zusammen mit dem Chorverband Berlin kann die Raumkoordinationsstelle des Landesmusikrats Berlin auf ihrer Raumdatenbank immer mehr Open-Air-Flächen anbieten.

Die Raumkoordinationsstelle startet diesem Sommer eine Werbekampagne unter dem Motto „Lass die Musik rein!“, um weitere Räume für die Berliner Amateurchöre und -orchester zu finden und diese zugänglich zu machen. Das Team hofft auf Unterstützung durch möglichst viele Berlinerinnen und Berliner.

Haben Sie einen Raum anzubieten? Melden Sie uns Ihre Räume – auch unkonventionelle – u­nter dem folgenden Link: Einen Raum/eine Open-Air-Fläche melden

Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Fragen unter:
Raumkoordination
Landesmusikrat Berlin e. V. │ Karl-Marx-Straße 145, 12043 Berlin
Telefon: +49 157 344 978 96 │ E-Mail:


Bundesverdienstkreuz für Dr. Michael Jenne

Am 27. Mai 2021 hat Dr. Thorsten Wöhlert, Staatssekretär für Kultur, Dr. Michael Jenne das Verdienstkreuz am Bande des Versdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Es war Michael Jenne bereits am 28. März 2021 verliehen worden.

Der Musiker und Diplom-Soziologe Dr. Michael Jenne, geboren 1939, hat sich über Jahrzehnte hinweg dafür eingesetzt, den ganzen Reichtum der Musik besonders Jugendlichen und Familien zu erschließen. Wenn heute viele Berliner Orchester Education-Programm unterhalten, so dürfen sie damit an Vermittlungsprogramme anknüpfen, die Michael Jenne bereits in den Siebzigerjahren angestoßen und aktiv entwickelt hat. 1978 zählte Michael Jenne als Vertreter der Jeunesses Musicales Deutschland zu den Gründungsmitgliedern des Landesmusikrats. So konnten er und der Landesmusikrat bereits auf eine lange, fruchtbare Zusammenarbeit zurückblicken, als er von 2000 bis 2004 Mitglied des Landesmusikrats-Präsidiums war. Im Jahr 2000 verlieh ihm der Landesmusikrat die Ehrennadel in Gold, die höchste Auszeichnung, die er vergibt.

Zur Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa


Berichte


Musikerinnen und Musiker fordern Öffnung des Musiklebens in Berlin

Am Sonntag, dem 9. Mai 2021, fand unter dem Motto „WIR.SIND.MUSIK.“ eine musikalische Demonstration auf der Piazzetta am Berliner Kulturforum statt. Die Initiative dazu hatten Dr. Theda Weber-Lucks und Andreas Frey von der Leo-Kestenberg-Musikschule ergriffen.

Mit einem entschiedenen „Nein! Wir lassen uns nicht sang- und klanglos in die Sommerpause verabschieden!“ luden sie zu einem symbolischen musikalischen Akt vor der Kulisse von Philharmonie und St.-Matthäi-Kirche ein. Unterstützt wurden sie dabei von Andreas Köhn (ver.di), Ulrike Philippi und Chris Berghäuser, Cornelia Ewald, dem Verband Neustart Amateurmusik, Cornelia Dette und Justus Carrier, der Initiative für die freie Kunstszene Berlins sowie dem Landesmusikrat Berlin und der Landeslehrervertretung der Berliner Musikschulen. Es kamen über 100 Instrumentalistinnen und Instrumentalisten, Vokalistinnen und Vokalisten der Berliner Musikschulen. 17 Alphörner bliesen den eigens hierzu komponierten Alphorn-Corona-Blues, und auf Alphörnern, Gemshörnern, Trommeln und mit menschlichem Gesang wurde an die Anfänge von Musik und Sprache überhaupt erinnert.

Die Anwesenden forderten „Öffnungen im Musikleben – auch für Orchester, Chöre und Ensembles“. Diese dürfen seit mehr als einem Jahr nicht mehr oder stark eingeschränkt in Präsenz proben. Erprobte, sichere Konzepte lägen vor, die nur angewendet werden müssten. Tausende Schülerinnen und Schüler, besonders Kinder und Jugendliche, verlören beim Online-Unterricht die Motivation. „Wer soll in Zukunft in der Philharmonie spielen, wenn nicht unsere Kinder?“, so Weber-Lucks. Mehr als 30 Prozent der freiberuflichen Musikschullehrkräfte, Musikerinnen und Musiker „haben infolge des zermürbenden Unterrichts an oft unzulänglichen Computern mit instabilen Internetverbindungen aufgegeben“ (Andreas Frey). Das fortgesetzte Singverbot in durchgeimpften Altersheimen sei „geradezu absurd“ (Cornelia Ewald).

Musik, daran erinnerte Weber-Lucks eindringlich, sei eine zentrale Ausdrucksform des Menschseins; sie sei an die Unmittelbarkeit des Augenblicks gebunden. Gerade das musikalische Gemeinschaftserlebnis biete Rückhalt, Zusammenhalt, Glück und Trost. Trauerfeiern oder Staatsakte, selbst Religionsausübung, seien ohne Musik nicht vorstellbar. Deshalb, so Andreas Köhn, brauche es ein Recht auf Kultur im Grundgesetz und ein Kulturfördergesetz für das Land Berlin. Musik ist für den Menschen unverzichtbar – so die zentrale Botschaft dieser klangvollen, intensiven und hoffentlich weit tragenden Sternstunde der Musik.

Dokumentation der Kundgebung auf YouTube


Jour fixe „Musik und Stadt“: Digitale Transformation – Kulturradio

Der 11. Jour fixe „Musik und Stadt“ am 17. Mai 2021 befasste sich mit Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung für Musikleben und Musikalische Bildung. Auf der digitalen Plattform Zoom diskutierten Adrian Emans, Chorleiter und Vorsitzender des Musikausschusses im Chorverband Berlin, Dr. Robbin Juhnke, Kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, Fördermittel-Expertin Rosita Kürbis, die Produzentin Stefanie Marcus von Traumton Records & Studio, Simone Orgel, Beraterin für Digitalierungsstrategien, Claudia Schwarz von MusicTech Germany und Notker Schweikhardt, Sprecher für Kultur- und Kreativwirtschaft der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin. Die Moderation übernahm Olaf Kretschmar, Vorstandsvorsitzender der Berlin Music Commission und des Bundesverbands Popularmusik e. V. sowie Beisitzer im Präsidium des Landesmusikrats Berlin.

Sie können die Debatte auf unserer Website nachschauen; dort steht auch eine Transkription zur Verfügung. Außerdem begleitete Sophie Bayerlein (Studio Strong) die Diskussion mit Visual notes, die die besprochenen Themen in zeichnerischen Zusammenhang setzen – Sie sind hier zu sehen.

Beim 12. Jour fixe „Musik und Stadt“ zum Thema „Kulturradio im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ debattierten am 14. Juni die Musikjournalistin und Kritikerin Eleonore Büning, der junge Pianist Simon Haje, Olaf Zimmermann, Generalsekretär des Deutschen Kulturrats, sowie Martina Zöllner, Leiterin der rbb Content Box Kultur. Es moderierte Carl Parma, Präsidiumsmitglied des Landesmusikrats Berlin. Den Anlass gab eine Umfrage des Landesmusikrats Berlin zur Programmreform bei rbbKultur, der ein Gespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der rbb-Programmdirektion und des Präsidiums des Landesmusikrats folgte.

Auch diese Debatte können Sie auf unserer Website nachschauen; eine Transkription wird in Kürze zur Verfügung stehen.


Aktion Wir. Sind. Kultur.: Podiumsdiskussion zur Frage „Kunst oder Kultur?“

„Kunst oder Kultur? Was meinen wir und welche Folgen haben Begriffe und Definitionen für politisches Handeln?“ Wer „macht“, wer „erhält“ Kultur, wer verantwortet sie und wem nützt sie? Welche Unterstützung, welcher Schutz kommt ihr zu? Diese und weitere Fragen stellte die Arbeitsgruppe „Übergreifende Ziele“ im Rahmen der gemeinsamen Aktion für ein Berliner Kulturfördergesetz. Zur Zoom-Debatte am 26. Mai 2021 eingeladen waren Christin Lahr, Professorin für Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Kathrin Schülein, Intendantin des Theater Ost und Vertreterin der Initiative „Kultur ins Grundgesetz“, die Musikerin Cymin Samawatie und Olaf Zimmermann, Generalsekretär des Deutschen Kulturrats. Der Dirigent Ralf Sochaczewsky, Vizepräsident des Landesmusikrats Berlin e. V., moderierte die Diskussion. Auch diese Debatte wurde aufgezeichnet, Sie können sie auf YouTube nachschauen. Eine Transkription ist in Vorbereitung.


Jugend musiziert: Tipps für Bands in der Jumu Workshop Lounge

Am 7. Mai 2021 fand die erste „Jumu Workshop Lounge“ für alle Teilnehmenden der Kategorie Pop: Bands statt. Unsere Experten Robert Matt, Christian Ogrinz und Tino Kahl standen den Bands im digitalen Raum Rede und Antwort zu Themen wie Performance, Förderungsanträgen, Songwriting und Harmonielehre. Um den Workshop so interaktiv wie möglich zu gestalten, konnten die Teilnehmenden ihre Songs vorstellen und gemeinsam mit den Experten daran arbeiten. Die Veranstaltung war ein Auftakt für den kommenden Regionalwettbewerb Pop, der voraussichtlich im August stattfinden wird.


Mitglieder-News


Bund deutscher Zupfmusiker: Landesjugendgitarrenorchester Berlin sucht Verstärkung!

Das Landesjugendgitarrenorchester hat sich dem wundervollen Klang der Gitarre verschrieben. Es widmet sich der für Gitarrenorchester geschriebenen oder bearbeiteten Konzertliteratur. Sein Repertoire umfasst Werke von Komponisten verschiedenster Musikepochen, beispielsweise von Yasuo Kuwahara, Hansjoachim Kaps, Andersen Viana, Jean Baptiste Lully und anderen.

Das Landesjugendgitarrenorchester setzt sich aus jungen Talenten und Musikstudierenden im Alter von 13 bis 27 Jahren zusammen. Wir verstehen uns als Förderinstitution für den gitarrespielenden Nachwuchs, wobei die Freude an musikalischen Herausforderungen und die daraus entstehenden Konzertprogramme unser Motor sind. Erfahrene Dozentinnen und Dozenten, qualifiziert durch ihre Abschlüsse an der UdK Berlin und der Hochschule für Musik Hanns Eisler, unterstützen uns bei Proben und Fragen rund um die Gitarre.

Das Orchester probt einmal im Monat. Auch wenn die Proben ausgiebig und intensiv sind, bleiben gute Laune und fröhliches Miteinander nie auf der Strecke. Deshalb veranstalten wir auch regelmäßig Kulturabende, in denen wir zusammenkommen und uns austauschen. Dabei besteht überdies die Möglichkeit, solistische und kammermusikalische Stücke zu präsentieren.

Das Landesjugendgitarrenorchester suchen derzeit Gitarristinnen und Gitarristen, die Spaß am gemeinsamen Musizieren haben und motiviert sind, sich am Instrument und im Zusammenspiel mit anderen zu fordern. Interessentinnen und Interessenten lädt es zu einer Schnupperprobe ein. Viele Informationen bietet auch diedes Orchesters.

Für alle Fragen steht Projektleiter Eric Schumann als Ansprechpartner zur Verfügung.


Chorverband Berlin und Deutsche Chorjugend vergeben Kinderchorland-Preis

Bis Anfang Mai konnten sich Chöre bewerben, am 3. Juni hat die Jury aus Chris Berghäuser, Adrian Emans, Petra Merkel und Jocelyn B. Smith die Preisträgerchöre des Berliner Kinderchorland-Preises – gemeinsam vergeben von Chorverband Berlin und Deutscher Chorjugend – verkündet. Der Preis ist dabei Auszeichnung für gute Kinderchorarbeit und im Chor gelebte Werte wie Vielfalt und Zusammenhalt. Über den ersten Preis freuen darf sich der Kinderchor des Berliner Mädchenchores unter der Leitung von Juliane Roever und Kelley Marie Sundin, den zweiten Preis erhält der Clara-Schumann-Kinderchor unter der Leitung von Ute Franzke.

Der Chorverband Berlin gratuliert den ausgezeichneten Chören und freut sich darauf, ihnen im Rahmen des SingBus-Stopps der Deutschen Chorjugend am 21. Juni von 14 bis 16 Uhr in Neukölln zu begegnen, zu dem wir Sie herzlich einladen. Wer danach Lust auf mehr Chormusik bekommen hat, dem sei ein Besuch an den Bühnenstandorten des Chorverbands zur Fête de la Musique Berlin ans Herz gelegt. Weitere Informationen zu den Bühnen und dem jeweiligen Programm gibt es in Kürze hier.


Jetzt anmelden zum Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche 2021

Der Carl Bechstein Wettbewerb möchte Freude am Musizieren vermitteln, junge Musikerinnen und Musiker nachhaltig fördern und außergewöhnliche Leistungen junger Menschen belohnen. Gerade in diesen Zeiten sind Musik und gemeinsames Musizieren für viele ein zusätzlicher Halt. Nach einem Corona-bedingten Ausfall 2020 ist der Wettbewerb 2021 erneut in der Wertung „Klavier und ein Streichinstrument“ ausgeschrieben. Reguläre Preise sowie Sonderpreise, z. B. für die beste Interpretation eines Auftragswerks, im Wert von über 10.000 Euro machen den Wettbewerb besonders attraktiv.

Teilnehmen können junge Musikerinnen und Musiker, die zum Stichtag (29.10.2021) das 19. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die seit mindestens sechs Monaten einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Gewertet wird in vier Altersgruppen, zugelassen sind die Instrumente Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass. Die Anmeldefrist wurde wegen der noch immer schwierigen Umstände bis zum 31. August 2021 verlängert. Aus Kapazitätsgründen wird eine frühzeitige Bewerbung empfohlen.

Alle Informationen auf www.carl-bechstein-stiftung.de.


Deutsche Orchestervereinigung: Orchester für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Inzwischen engagieren sich 22 Orchester für „Orchester des Wandels“, die Klimaschutzinitiative von Berufsorchestern und freischaffenden Musikern. Zuletzt traten die Münchner Philharmoniker und die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz bei. Die Deutsche Orchestervereinigung ist Partnerin der Initiative.

Mit dem Beethoven Orchester Bonn, das ebenfalls Mitglied der Initiative ist, wurde am 27. Februar zum ersten Mal ein deutsches Orchester zum UN-Klimabotschafter ernannt. Die Ehrung verpflichtet das Orchester mit seinem Chefdirigenten Dirk Kaftan auf Ziele zur nachhaltigen Entwicklung.

Mit dabei sind u. a. die Staatskapelle Berlin, die Duisburger und Essener Philharmoniker oder die Bremer Philharmoniker. Die 2020 gegründete Initiative fördert mit regelmäßigen Benefizkonzerten zahlreiche Projekte zum Klima- und Naturschutz auf regionaler und internationaler Ebene. Der Verein Orchester des Wandels unterstützt auch ein Aufforstungsprojekt mit Ebenholz-Baumarten in Madagaskar.

Die Initiatoren hoffen, dass sich weitere Berufsorchester anschließen und sich u. a. in außergewöhnlichen Konzertformaten mit der Klimakrise auseinandersetzen.

Zur Initiative „Orchester des Wandels“


Handiclapped Berlin: Band-Austausch auf Zoom – Chöre willkommen

Das sind Treffen von Bands für Bands. 
Bei jedem Treffen wird es zwei Vorträge geben.
Die dauern zusammen ungefähr 30 Minuten. 
Ihr hört das Wichtigste zu beiden Themen.
Danach könnt Ihr mit den Vortragenden diskutieren. 
Oder es gibt richtige Mini-Workshops.

Geplante Themen:

  • Gemeinsam Proben auf Jamulus
  • Inklusive Musik-Workshops
  • Ein Song übers Telefon aufnehmen
  • Live-Streaming selbstgemacht

und 8 weitere.

Für Gäste ist es kostenlos.

Möchtet Ihr dabei sein?
Als Gast oder Vortragende oder Vortragender.
Möchtet Ihr ein Thema vorschlagen?
Dann schreibt uns eine E-Mail an: 

Info: https://www.handiclapped-berlin.de/vorhaben/band-austausch/


Landesmusikakademie Berlin: Schul-Projekttage
„Musik macht stark – Musik tut gut“

Im Rahmen des „musikfestival klangwelten“ finden vom 23. bis 27. August 2021 die coronabedingt verlegten Projekttage für Schulklassen der Stufen 1–6 statt. Große Räume mit sehr guter Belüftung, geringere Teilnahmezahlen und ein ausgefeiltes Hygienekonzept machen es möglich.

In einem von elf altersgerecht gestalteten Workshops erleben Kinder, wie Musik motiviert und belebt, Freude bringt, tröstet, Teamkompetenzen steigert, mutig macht oder auch Körper und Gehirn in Bewegung bringt. 

Das groovige Konzert „Willkommen im Trommelversum!“mit Jarita Freydank & Band entführt in ein lautes, stilles und verrücktes Universum von starkmachender, grooviger und gefühlvoller Musik aus unterschiedlichen Ländern mit deutschen Texten und vielen Mitmachaktionen.

Infos und Anmeldung: https://musikfestival-klangwelten.de/projekttage/


Universität der Künste Berlin: „Sternstunde“ vor Live-Publikum

Die „Sternstunden“, eine Konzertreihe des Julius-Stern-Instituts der Universität der Künste, fanden 2021 bis einschließlich gestern als Online-Veranstaltungen statt. Im Internet präsentierten sich in den „Sternstuden“ jugendliche Studierende, die am Julius-Stern-Institut besonders gefördert werden. Am 20. Juni um 11 Uhr lädt das Institut nun seit Langem wieder in den Joseph-Joachim-Konzertsaal an der Bundesallee. Mit Fagott, Oboe und Klarinette dominieren dabei die Blasinstrumente. Aber auch Violine, Viola, Violoncello, Klavier und Gesang verschaffen sich Gehör. Auf dem Programm stehen unter anderem Stücke von Rachmaninow, Martinů, W. A. Mozart, Händel, Beethoven, Brahms, Vieuxtemps und Poulenc. Der Eintritt ist frei.

Zur „Sternstunde am 20. Juni


ver.di fordert direkte Hilfen für Kreativschaffende

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die Einrichtung eines Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen, kritisiert dabei jedoch, dass Kulturschaffenden erneut nicht direkt geholfen wird.

„Es ist erfreulich und dringend notwendig, dass die besonders hart und lange getroffene Kulturbranche jetzt noch einmal Hilfen für Veranstaltungen bekommt. Leider werden die Künstlerinnen und Künstler und die zahlreichen anderen Kreativschaffenden auf und hinter den Bühnen wieder nur in der Begründung der Maßnahmen genannt. Es fehlt etwa eine Koppelung der Gelder an gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Auch die besonders betroffene Gruppe der soloselbstständigen Kulturschaffenden wird nicht gezielt adressiert“, kritisiert Anja Bossen, ver.di-Beauftragte für Kunst und Kultur.

„Wir fordern seit Beginn der Pandemie unbürokratische Hilfen für Solo-Selbstständige und für Künstlerinnen und Künstler. Auch wenn es großartig ist, dass so viel Geld für die Branchen zu Verfügung gestellt wird – bei den einzelnen Erwerbstätigen kommt viel zu wenig davon an. Durch die Pandemie sind die strukturellen Probleme in der Honorierung der Kulturschaffenden in diesem Land deutlich zu Tage getreten.“  Ein ˏWeiter so‘ in den kulturpolitischen Fördermaßnahmen reiche nicht.

„Die Bindung der Gelder des Sonderfonds an faire Arbeits- und Vergütungsbedingungen für selbstständige und nichtselbstständige Kreative wäre ein erstes Signal, dass die Prekarisierung von Kulturschaffenden nicht einfach weiterhin akzeptiert wird“, so Anja Bossen weiter.

ver.di ist mit 45 000 Mitgliedern aus Kunst und Kultur und ca. 30 000 hauptberuflichen Selbstständigen die mitgliederstärkste Organisation in diesen Bereichen.

Pressekontakt/V.i.S.d.P.:
Jan Jurczyk, ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10 │ 10179 Berlin


Musikbuch-Empfehlung


Ellinor Skagegård: Fanny Mendelssohns unerhörtes Gespür für Musik

Bei manchen Biografien lohnt es sich, sie immer wieder neu zu erzählen oder neu auszuleuchten. Diejenige von Fanny Hensel gehört auf jeden Fall dazu, zumal es der schwedischen Kulturjournalistin Ellinor Skagegård sowohl gelingt, das Leben dieser vielseitigen Frau anschaulich zu erzählen als auch Interesse an ihrer Musik zu wecken.

Der Roman ist eigentlich eher ein Sachbuch, denn Skagegård zitiert viel aus Briefen und Tagebüchern sowie aus musik- und kulturwissenschaftlichen Publikationen. Außerdem verzichtet sie weitgehend auf eine literarisch-belletristische Sprache – ihre Erzählweise ist bodenständig, der Stil unprätentiös.

In diesem sympathischen Porträt wird eine Fanny Hensel gezeigt, die trotz schmerzhafter, von gesellschaftlichen Konventionen und auch der eigenen Familie auferlegten Grenzen über 500 Werke komponierte und mit den von ihr allein fortgeführten Sonntagsmusiken eine wichtige Rolle im Berliner Musikleben der 1830er- und 1840er-Jahre spielte – als Dirigentin, Pianistin und Konzertveranstalterin. Daneben versorgte sie nicht nur ihren Mann und ihren Sohn, sondern war ihrem Bruder Felix eine ständige Beraterin und Unterstützerin in allen musikalischen Fragen. Umso tragischer, dass Felix die Veröffentlichung ihrer Kompositionen lange Zeit verzögerte und somit letztlich blockierte.

Mehrfach werden die Lebensbedingungen für Juden im damaligen Preußen thematisiert. Durch die Hep-Hep-Unruhen war seit 1819 das Klima bedrohlicher geworden, so dass sich Abraham Mendelssohns Entscheidung, der Tochter eine berufliche Zukunft als Musikerin zu verwehren, auch damit erklärt, dass sich jüdische Familien (trotz Konversion zum Protestantismus) wesentlich mehr an die Konventionen halten mussten, um nicht unnötig Aufsehen zu erregen. Aufschlussreich sind Fannys Tagebucheinträge nach der Lektüre des posthum veröffentlichten Briefwechsels zwischen Zelter und Goethe ab 1833: Der an den Folgen der Cholera-Epidemie verstorbene Zelter hatte sich über Abraham und Felix Mendelssohn judenfeindlich geäußert – für die ganze Familie eine bittere Kränkung.

Dagegen blüht Fanny Hensel in Rom im Frühjahr 1840 sichtlich auf. Zusammen mit ihrem Mann und ihrem Sohn genießt sie gleichermaßen die Gemeinschaft, die Inspiration und die uneingeschränkte Anerkennung verschiedenster in Rom weilender Künstler und Komponisten (u. a. Charles Gounod).

Im Epilog teilt Skagegård einige Eindrücke zur aktuellen Mendelssohn-Pflege in Berlin und Leipzig: Die im Mendelssohn-Archiv der Staatsbibliothek zu Berlin verwahrten Manuskripte und Dokumente von Fanny, Felix und weiteren Familienmitgliedern weckten breites Interesse. Doch gegenüber dem neu eingerichteten Mendelssohn-Museum in Leipzig wirke die Berliner Mendelssohn-Remise in der Jägerstraße, in deren Ausstellung zunächst die Portraits der Bankiers aus der Familie auffielen, eher bescheiden.

Ellinor Skagegård: Fanny Mendelssohns unerhörtes Gespür für Musik. Aus dem Schwedischen von Regine Elsässer. Berlin: Insel Verlag, 2021. 237 S. ISBN 978-3-45 8-68143-4. 14 € (Taschenbuch)

Weitere Informationen zum Buch nebst Leseprobe auf der Website des Verlags

Besprechung bei BR-Klassik

Eine Buchempfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin



LMR-Info 49. Ausgabe vom 5. Mai 2021

Inhalt

„Wir.Sind.Musik.“ – musikalische Demo am 9. Mai auf dem Kulturforum
Ein Bündnis aus Berliner Musikverbänden will unter anderem seiner Forderung nach einer sicheren Öffnung von Musikleben und Musikschulen Gehör verschaffen. Mehr …

Studie des Deutschen Musikrats: Gefahr einer „Eiszeit“ für das Musikleben
Am 29. April veröffentlichte der Deutsche Musikrat Eiszeit? Studie zum Musikleben vor und in der Corona-Zeit. Mehr …

ver.di: Kultur in die Wahlprogramme und ins Grundgesetz
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert die Parteien auf, Kultur als Staatsziel in ihre Wahlprogramme aufzunehmen. Sie schließt sich der Initiative „Kultur ins Grundgesetz“ an. Mehr …

rbbKultur mit neuem Programm: lebhaftes Echo auf Umfrage des Landesmusikrats
Mehr als 1500 Hörerinnen und Hörer äußerten sich in der Umfrage zum neugestalteten Programm von rbbKultur – häufig kritisch, aber auch mit lesenswerten Vorschlägen. Mehr …

Landesjugendorchester: LJO-Campus im Juni 2021 / deutsch-französisches Projekt im Herbst
Der geänderte Planungsstand beim Landesjugendorchester bringt eine Neuheit: den LJO-Campus mit Info- und Schulungsangeboten für junge Musikerinnen und Musiker. Das deutsch-französische Gemeinschaftsprojekt rückt in den Oktober. Mehr …

Jugend musiziert: Gelungener Konzert-Stream aus der Mendelssohn-Remise / Bundeswettbewerb
Live-Streaming machte es möglich: Mehr als tausend Hörerinnen und Hörer verfolgten das Konzert der Preisträgerinnen und Preisträger im Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin in der Mendelssohn-Remise. Mehr …

Jour fixe „Musik und Stadt“: Digitalisierung / Programmumbau bei rbbKultur
Dem Thema „Digitale Transformation“ widmet sich der 11. Jour fixe des Landesmusikrats Berlin. Er wird am 17. Mai per Live-Stream aus der ALEX-Halle in Friedrichshain übertragen. Mehr …

Instrument des Jahres 2021 – Orgel: Virtuelle Orgelrundgänge / Soundtrack zum Orgeljahr
Mehr als 100 Berliner Orgeln sind in der Orgel-App dokumentiert. Dazu kommt nun ein Orgelspaziergang ins Herz Berlins – und die erste CD! Mehr …

Projektleitung gesucht: Chortreff 2022 / Raumkoordination
Bis zum 7. Mai bewerben! Gesucht werden Projektleitungen für den Chortreff 2022 und die Temporäre Koordinationsstelle für Proben- und Aufführungsräume. Zu den Ausschreibungen …

Nikolaus Sander, 1943–2021
Der Landesmusikrat trauert um Nikolaus Sander, langjähriges Mitglied des Runden Tischs Chor.
Mehr …

Arno Eberhard, 1952–2021
Am 3. April verstarb Arno Eberhard, der beim Landesmusikrat Berlin den Bundesverband Musikunterricht vertrat. Mehr …


Termine

Landesmusikrat Berlin
17.05.2021                          11. Jour fixe „Musik und Stadt“: Digitale Transformation
14.06.2021                          12. Jour fixe „Musik und Stadt“: Neugestaltung rbbKultur

Jugend musiziert Berlin
20.–26.05.2021                 Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“           

Landesjugendorchester Berlin
26.–30.06.2021                 LJO-Campus

Alle Termine auf www.landesmusikrat-berlin.de


Berichte

„Wir.Sind.Kultur.“: Arbeitsgruppen gehen ans Werk
Die Initiative „Wir.Sind.Kultur.“ für ein Berliner Kulturfördergesetz findet weiterhin breite Unterstützung. Nun nimmt die Arbeit in den Arbeitsgruppen Fahrt auf. Mehr …

10. Jour fixe „Musik und Stadt“: Schulmusik in Berlin
Der 10.m Jour fixe „Musik und Stadt“ am 29. März 2021 widmete sich der Lage der Schulmusik in Berlin. Mehr …


Mitglieder-News

Carl Bechstein Stiftung fördert 86 junge Pianistinnen und Pianisten
Die Carl Bechstein Stiftung unterstützt mit Stipendien und Einmalzahlungen junge Pianistinnen und Pianisten, die am Beginn ihrer Laufbahn stehen. Mehr …

DOV: Künstlerinnen und Künstler brauchen Direktvergütung von Internet-Plattformen
Es geht um gerechte Vergütung: Die Deutsche Orchstervereinigung und elf weitere Verbände treten für eine Direktvergütung ausübender Künstlerinnen und Künstler ein. Hintergrund ist die bevorstehende Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie in Deutschland. Mehr …

Handiclapped – Kultur Barrierefrei: Online-Protest-Party heute – anmelden jetzt!
Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Heute macht Handiclapped – Kultur Barrierefrei die Party zum Protest. Jetzt noch schnell anmelden! 
Mehr …

IAML: Virtuelle Präsentation der Bach-Sammlung in der Staatsbibliothek zu Berlin
Am 26. Mai 2021 präsentieren Prof.  Christoph Wolff und Dr. Martina Rebmann Die Bach-Autographe der Staatsbibliothek Berlin im Rahmen der RISM-Lectures“. Mehr …

KulturLeben Berlin: #MusikerFürMusikerBerlin-Konzerte als Balsam für die Seele
Die Aktion #MusikerFürMusiker Berlin hilft mit ihren Konzerten sowohl Menschen in sozialen Einrichtungen als freischaffenden Musikern. Buchen Sie jetzt! Mehr …

Landesmusikakademie Berlin: Kinder gestalten die Zukunft!
Beim "musikfestival klangwelten" können Kinder aus Familien, Kitas oder Schulen kreativ werden und ihr eigenes Lieblings-Musikinstrument gestalten. Mehr …

Mendelssohn-Gesellschaft: Friedhofs-Salon im Mai – Emilie Mayer und Fanny Hensel
Am 14. Mai 1812 wurde die Komponistin Emilie Mayer geboren. Die Mendelssohn-Gesellschaft ehrt sie am 14. Mai 2021 mit einem Gedenkstein auf ihrem Grab, unweit dem von Fanny Hensel. Mehr …

Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach: Neue Online-Reihe ab 17. Mai
Das Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach hat eine neue Online-Reihe ins Leben gerufen: das BG Spektrum. Mehr …

Verein zur Förderung der Zupfmusik: Erneute Ausfälle 2021 – Hoffnung auf 2022/2023
Viele Veranstaltungen mussten bereits 2020 ausfallen. 2021 sieht es leider nicht viel besser aus: Erneut rückt Geplantes ein Jahr weiter – oder gleich ins Jahr der Mandoline 2023. Mehr …

Nutzen Sie die mitglieder-news und lassen Sie alle Leserinnen und Leser des lmr-info wissen, was bei Ihnen los ist! Hier finden Sie Hinweise zu Länge und Format. 

Der nächste Redaktionsschluss für die mitglieder-news ist der 1. Juni 2021.


Musikbuch-Empfehlung

David Rothenberg: Stadt der Nachtigallen: Berlins perfekter Sound
In Berlins herrlich ungepflegtem Unterholz musizieren sie zu Tausenden. Schon seit Jahren spürt David Rothenberg ihnen nach: den Berliner Nachtigallen. Mehr …

Dieser Newsletter als PDF


LMR-News


„Wir.Sind.Musik.“ – musikalische Demo am 9. Mai auf dem Kulturforum

Zu einer musikalischen Demonstration auf der Piazzetta am Kulturforum am 9. Mai ruft ein Zusammenschluss aus Berliner Interessenvertretungen von Musikschulen und Musikleben auf. Das Bündnis fordert Öffnungen im Musikleben, die Öffnung der öffentlichen Musikschulen analog zu den allgemeinbildenden Schulen sowie Perspektiven durch gemeinsam zu erstellende Konzepte für eine sichere Präsenzkultur. Es unterstützt die Kampagne „Wir.Sind.Kultur.“ für ein Berliner Kulturfördergesetz. Die Demonstration beginnt um 18:50 Uhr.

Aufruf zur Demonstration „Wir.Sind.Kultur.“


Studie des Deutschen Musikrats: Gefahr einer „Eiszeit“ für das Musikleben

Der Deutsche Musikrat (DMR) hat am 29. April 2021 die umfassende Studie „Eiszeit? Studie zum Musikleben vor und in der Corona-Zeit“ veröffentlicht. Im Rahmen der Studie wurde unter anderem untersucht, wie sich der erste und zweite Shutdown auf das Einkommen von Musikerinnen und Musikern auswirkten, wie die finanziellen Corona-Hilfen wahrgenommen und bewertet wurden und mit welchen mittel- und langfristigen Auswirkungen der Corona-Zeit zu rechnen ist. Die Untersuchung erfolgte auf Basis sowohl einer quantitativen Umfrage mit knapp 2 900 Beteiligten als auch einer qualitativen Befragung mit 39 Beteiligten und wurde im Auftrag des DMR im Februar und März 2021 durch Prof. Dr. Dieter Haselbach, Dr. Diana Betzler und Dr. Nadja Kobler-Ringler vom Zentrum für Kulturforschung durchgeführt. Die Studie finden Sie auf der Website des DMR.

Die wichtigsten Studien-Ergebnisse im Überblick:

1. Angestellt Tätigen entstanden im ersten Shutdown, hauptsächlich aufgrund des staatlichen Kurzarbeitergelds, keine nennenswerten Einkommenseinbußen. Selbstständig Tätige hingegen mussten im ersten Shutdown Umsatzeinbrüche von durchschnittlich etwa 44 % hinnehmen. Von den selbstständig Tätigen gab ein Fünftel der Befragten einen Umsatzausfall von 100 % an. Die schwerpunktmäßig im künstlerischen Bereich Tätigen waren hier besonders betroffen: Sie erlitten Umsatzrückgänge von mehr als 60 %.

2. Im zweiten Shutdown hatten vorwiegend selbstständig Tätige Umsatzeinbußen von rund 45 % im Vergleich zur Ausgangslage zu verzeichnen.

3. Insgesamt lagen die Umsatzrückgänge bei selbstständig Tätigen im Pandemiejahr 2020/21 bei rund 42 %. Nach Berücksichtigung der geleisteten Hilfen verbleibt eine Umsatzminderung von rund 31 %.

4. Rund 38 % der Befragten haben staatliche Hilfsleistungen in Anspruch genommen, etwa 62 % haben keine Anträge gestellt.

5. Als Gründe hierfür wurden genannt, dass Hilfen nicht notwendig gewesen seien (38,8 %), keine Antragsberechtigung vorgelegen habe (42,5%) oder die Antragstellung als sehr bürokratisch und komplex empfunden worden sei (6,6 %).

8. Statt öffentliche Unterstützungsleistungen in Anspruch zu nehmen, wurde vielfach auf Spenden, Ersparnisse und Hilfen durch das private Umfeld oder auch auf Mittel aus der privaten Altersvorsorge zurückgegriffen.

7. Als Folgen aus diesen Entwicklungen wurden u.a. genannt und in der Studie ausgeführt: Erschwerte Einkommenssituation für Soloselbstständige, Schließung von Veranstaltungsorten, Verlagerung von analogen Musikangeboten in den digitalen Bereich, Abwanderung aus Musikberufen, Nachwuchsprobleme, Erosion des Amateurmusiklebens, Imageverlust der Musik und die Notwendigkeit einer starken Interessenvertretung.

Schon im März 2020 hat der DMR eine erste Online-Befragung mit knapp 1000 Teilnehmenden durchgeführt, die ein alarmierendes Bild von den Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf das professionelle Musikleben ebenso wie auf den Amateurmusikbereich zeichnete. Auf Basis der aktuellen Studienergebnisse hat der DMR die drängendsten Handlungsfelder skizziert und entsprechende musikpolitische Forderungen für eine nachhaltige Unterstützung und Stabilisierung des Musiklebens erarbeitet. Diese sind der Studie vorangestellt.

Meldung zur Studie und PDF-Download auf der Internetseite des Deutschen Musikrats


ver.di: Kultur in die Wahlprogramme und ins Grundgesetz

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat alle demokratischen Bundestagsparteien aufgefordert, die Festschreibung der Kultur als Staatsziel in ihre aktuellen Wahlprogramme aufzunehmen und umzusetzen. Gleichzeitig unterstützt die Gewerkschaft, die über 20 000 Kunst- und Kulturschaffende organisiert, die Initiative „Kultur ins Grundgesetz“ und die gleichnamige Petition.

„Kulturförderung muss eine Pflichtaufgabe des Bundes, der Länder und der Kommunen sein und die faire Bezahlung von Kulturschaffenden zur selbstverständlichen Voraussetzung für jede öffentliche Förderung werden“, erklärte die Kunst- und Kulturbeauftragte der ver.di, Dr. Anja Bossen.

„Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die vielfältigen Kulturszenen in Deutschland um ihr Überleben kämpfen. Wenn die Unterstützung der Kultur eine freiwillige Leistung bleibt, droht uns nach der Pandemie ein Kahlschlag mit fatalen Folgen insbesondere in struktur- und finanzschwachen Kommunen“, sagte Bossen. Die Förderung der Kunst in ihrer gesamten Vielfalt dürfe „nicht von der wechselnden politischen Ausrichtung von Bund, Ländern und Kommunen abhängig sein“.

Die Petition „Kultur ins Grundgesetz“ sende ein Signal in die richtige Richtung. Man hoffe, dass sie in den nächsten Wochen noch sehr viel mehr Unterstützung aus den Reihen der Kulturschaffenden bekomme und darüber hinaus Solidarität erfahre.

Link zur Petition


rbbKultur mit neuem Programm: lebhaftes Echo auf Umfrage des Landesmusikrats

An einer Umfrage des Landesmusikrats Berlin zum Radiosender rbbKultur beteiligten sich bis zum 19. April 1 555 Berlinerinnen und Berliner. Der Landesmusikrat hatte die Umfrage Ende März auf intensives Drängen seiner Mitglieder hin gestartet.

89 % der Teilnehmenden waren der Meinung, dass Berlin-Brandenburg ein eigenes Kulturradio braucht. Allerdings fanden 64 %, dass sich das Programm nach der Reform verschlechtert habe. Nur 9,5 % empfanden die mit der Reform einhergehenden Veränderungen als Verbesserung.

Kritisiert wurde u. a. die Auswahl der Musik als „seicht“ und ohne Zusammenhang zum Kontext. Kritisiert wurde auch ein nicht ausreichender regionaler Bezug. 89 % wünschen sich eine lokale Kulturberichterstattung, 36 % fanden, dass auch besonders über die Berliner Amateurmusik berichtet werden sollte.

Das fachliche Niveau der Moderation und der Bildungsauftrag von rbbKultur hatte aus Perspektive der Befragten ebenfalls einen hohen Stellenwert: Besonders wichtig waren für 93 % fundierte Fachkenntnisse der Moderation, 83,5 % wünschen sich Spezialsendungen zu einzelnen Musikgenres, 75 % Themenreihen (z. B. zu Beethoven), 67 % erwarten auch musikbezogene Bildungsformate von ihrem Kulturradio.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin Hella Dunger-Löper sagt: „Berlin ist eine unglaublich vielfältige und reiche Kulturmetropole. Dies muss sich auch in entsprechender Qualität im Kultursender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks widerspiegeln. Wir sind dankbar, dass wir die Auswertung unserer Umfrage am kommenden Freitag mit der rbb-Programmdirektion diskutieren können, und hoffen, dass die sehr eindeutigen Ergebnisse ernst genommen werden.“

Weitere Informationen:


Landesjugendorchester: LJO-Campus im Juni 2021 / deutsch-französisches Projekt im Herbst

Erneut haben die Maßnahmen zum Infektionsschutz dazu geführt, dass das Landesjugendorchester seine Pläne ändern musste. Das fürs Beethovenjahr 2020 geplante deutsch-französische Gemeinschaftsprojekt war schon auf den Juni 2021 verschoben worden. Nun ist es auf den kommenden Oktober gerückt: Unter dem Motto „75 Jahre ohne Krieg – Wie wir Europäer wurden“ wird Dirigent Michaël Cousteau vom 15. bis zum 23. Oktober Werke von Grażyna Bacewicz, Charles Gounod, Lili Boulanger, Jean-Baptiste Robin und Ludwig van Beethoven einstudieren. Im Orchester werden Musikerinnen und Musiker aus Berlin und vom Conservatoire Versailles-Grand Parc zusammen musizieren. Darüber hinaus werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in generationsübergreifenden Interviews erkunden, was 75 Jahre Frieden für die europäischen Nachbarn Frankreich, Deutschland und Polen bedeuten. Fragen und Antworten werden sie unter Anleitung in eine Lichtinstallation umsetzen. Musik, Sprache und visuelle Künste gehen eine grenzüberschreitende Verbindung ein. Die Unterbringung in Versailles und Berlin erfolgt gegenseitig in Gastfamilien.

Für den kommenden Juni bietet das Team des Landesjugendorchesters etwas Neues an: Alle Bewerberinnen und Bewerber des Jahres 2021 erhalten die Chance, vom 26. bis zum 30. Juni 2021 am digitalen LJO-Campus teilzunehmen. Geplant sind Workshops wie Probespieltraining, Einblicke ins Musikstudium, Motivation in der Pandemie, Partiturkunde oder Musiker:innengesundheit mit internationalen Expertinnen und Experten.

Weitere Informationen folgen, und es wird kurzfristig geprüft, ob Teile des LJO-Campus auch in Präsenz möglich sind.

Mehr Information auf der Internetseite des Landesjugendorchesters Berlin


Klicken Sie auf das Bild, um die Bildergalerie vom Konzert in der Mendelssohn-Remise zu öffnen!

„Jumu Goes Digital“: Gelungener Konzert-Stream aus Mendelssohn-Remise / Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“

Die Mendelssohn-Remise am Gendarmenmarkt ist ein schöner Ort für ein Konzert. Doch selbst in der Zeit vor den Corona-Einschränkungen hätten die mehr als tausend Hörerinnen und Hörer dort niemals Platz gehabt, die in diesem Jahr gemütlich von der Wohnzimmer-Couch den Live-Stream des Preisträgerkonzerts von Jugend musiziert Berlin verfolgt haben. Am Mittag des 25. April und in den Folgetagen klickten sie sich ins Internet, um den jungen Musikerinnen und Musikern zu lauschen: Preisträgerinnen und Preisträgern, die sich im März beim 58. Gemeinsamen Regional- und Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin Spitzenwertungen erspielt hatten. Für das Organisationsteam fand damit eine lange, von Unsicherheiten geprägte Planungsphase ihr Ende – und das schöne Ergebnis zeigt: Es hat sich gelohnt!

Nun steht der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ bevor. 95 Wertungen führten zu einer Weiterleitung, 115 Teilnehmerinnen und  Teilnehmer konnten sich so für den Bundeswettbewerb qualifizieren, der ebenfalls digital stattfinden muss. Bis zum 28. April mussten sie ihre Wettbewerbsvideos hochladen, vom 20. bis 26. Mai werden die Fachjurys die eingereichten Beiträge bewerten.

Das Konzert der Preisträgerinnen und Preisträger zum Nachschauen
„Helden der Harmonie“: Besprechung des Konzerts im Tagesspiegel


Jour fixe „Musik und Stadt“: Digitalisierung / Programmumbau bei rbbKultur

Am 17. Mai wird sich der Jour fixe „Musik und Stadt“ dem Thema „Digitale Transformation“ widmen. Der Landesmusikrat Berlin lädt zum elften Mal zu seinem Diskussionsforum, diesmal gemeinsam mit der Berlin Music Commission. Die Debatte wird per Live-Stream aus der ALEX-Halle Friedrichshain übertragen. Leitfragen werden sein, welche Erfahrungen die Musikszene in der Coronazeit mit digitalen Formaten und Hilfsmitteln gemacht hat und welche Zukunftsstrategien Erfolg versprechen; dazu kommt das Verhältnis von Musik und Politik unter dem Aspekt des digitalen Wandels. Im Anschluss an die Sendung klingt das Treffen als internes Video-Meeting (Zoom) aus. 

Moderation: Olaf Kretschmar, Vorstandsvorsitzender Berlin Music Commission & Bundesverband Popularmusik e. V., Beisitzer im Präsidium des Landesmusikrats Berlin

Podium:

  • Adrian Emans, Chorleiter & Dirigent Neuer Kammerchor Berlin, Charité Chor Berlin & Neuer Männerchor Berlin, Vorsitzender des Musikausschusses im Chorverband Berlin
  • Dr. Robbin Juhnke, CDU Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, Kulturpolitischer Sprecher
  • Rosita Kürbis, Fördermittel-Expertin mit den Schwerpunkten Kreativwirtschaft, Soziokultur und Technologie
  • Stefanie Marcus, Traumton Records & Studio
  • Simone Orgel, Beraterin für Digitalierungsstrategien
  • Claudia Schwarz, Vorstandsmitglied MusicTech Germany
  • Notker Schweikhardt; Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin, Sprecher für Kultur- und Kreativwirtschaft 

Bitte melden Sie sich im unten verlinkten Formular möglichst bis Donnerstag, den 13.05.2021, an und tragen Sie dort auch Ihre Fragen ein. Der Link zur Veranstaltung und dem anschließenden Empfang wird Ihnen dann rechtzeitig zugeschickt.

Zur digitalen Anmeldung zum 11. Jour fixe „Musik und Stadt“


Beim 12. Jour fixe „Musik und Stadt“ wird das neugestaltete Programm von rbbKultur Gegentand der Debatte sein. Nach dringenden Anfragen zahlreicher Mitglieder hat der Landesmusikrat eine Online-Umfrage zu diesem Thema durchgeführt. Bis zum 19. April beteiligten sich 1 555 Berlinerinnen und Berliner. Sie formulierten teils dezidierte Kritik an der Neugestaltung und ihre Erwartungen an ein regionales Kulturradio. Es fand bereits ein Gespräch zwischen der rbb-Programmleitung und dem Landesmusikrat statt. Am 14. Juni 2021 wird die Diskussion in der ALEX-Halle Friedrichshain weitergeführt und per Live-Stream im Internet zu verfolgen sein.

Weitere Informationen zur rbb-Umfrage des Landesmusikrats Berlin 


Instrument des Jahres 2021 – Orgel: Virtuelle Orgelrundgänge / Soundtrack zum Orgeljahr

In der Berliner Orgel-App sind mittlerweile mehr als hundert Berliner Orgeln sichtbar, hörbar und erlebbar. Ganz neu ist nun auch der erste Orgelrundgang durch Berlins historische Mitte. Der Dramaturg des Konzerthauses und Orgelexperte Dietmar Hiller führt Sie in einem zirka 120-minütigen Spaziergang via Audioguide von der Marienkirche über das Nikolaiviertel zum Berliner Schloss, weiter zum Berliner Dom und über Schinkel- und Bebelplatz zur St.-Hedwigs-Kathedrale. Mit einem Abstecher durch das Forum Fridericianum endet die Tour dann am Gendarmenmarkt. Die Tour ist gespickt mit aktuellen und historischen Fotos aller Standorte. In der Marienkirche, im Berliner Dom und im Konzerthaus stellen Ihnen die Organisten und Orgelsachverständigen per Video Ihre Orgeln mit Klangbeispielen und Blicken hinter die Kulissen vor. An weiteren Rundgängen wird derzeit gearbeitet. Die Berliner Orgel-App können Sie ganz einfach und kostenlos über berlinHistory im AppStore bzw. bei Google Play downloaden.

Das renommierte Berliner Musik-Label JUBAL Musikproduktionen hat jüngst eine Art Soundtrack zum Orgeljahr veröffentlicht. Die erste CD „Orgelspektrum“ besucht musikalisch die bedeutendsten Orgeln in der Berliner City West. Ausgewählte Organisten spielen Stücke von J. S. Bach bis John Miles. Sie können die CD per E-Mail über Aktuelles (jubal.bplaced.net) bestellen.


Nikolaus Sander, 1943–2021

Der Landesmusikrat Berlin trauert um Nikolaus Sander, langjähriges Mitglied des Runden Tischs Chor,  der am 24. April überraschend im Alter von 77 Jahren verstarb. Berlin verliert einen Menschen, der sich unermüdlich für die Belange von Chor, Musik und Kultur eingesetzt hat. Immer freundlich und verbindlich im Umgang, dabei mit exzellenter Sachkenntnis und großem Engagement, hat er die Kultur Berlins geprägt.

Zum Nachruf auf Nikolaus Sander im Tagesspiegel vom 1. Mai 2021


Arno Eberhard, 1952–2021

Der Landesmusikrat Berlin e. V. trauert um Arno Eberhard, der am 3. April 2021 den Folgen seiner Corona-Infektion erlag. Arno Eberhard vertrat beim Landesmusikrat e. V. den Bundesverband Musikunterricht e. V. Sein unermüdlicher Einsatz prägte seit vielen Jahren die gemeinsame Arbeit.

Generationen von Schülerinnen und Schülern wird Arno Eberhard als Musiklehrer am Ernst-Abbe-Gymnasium in Berlin-Neukölln in Erinnerungen bleiben, dessen Kollegium er seit 1987 als Lehrer für Musik, Geschichte und Politik angehörte. Dort unterrichtete er dreißig Jahre lang mit Leidenschaft und Einfallsreichtum und stiftete über den Unterrichtsalltag hinaus echte Schulgemeinschaft.

Nachruf von Kollegium und Schülerschaft
Nachruf auf der Website des Bundesverbands Musikunterricht


Berichte


„Wir.Sind.Kultur.“: Arbeitsgruppen gehen ans Werk 

Die Initiative „Wir.Sind.Kultur.“ hat ein Berliner Kulturfördergesetz zum Ziel. Der Landesmusikrat Berlin hat bereits seinen 8. und seinen 9. Jour fixe „Musik und Stadt“ dem Thema gewidmet. Im März haben sich zehn Arbeitsgruppen konstituiert. In den Gruppen wird der jeweilige Bedarf an Regelungen diskutiert und fachspezifische Forderungen an ein Berliner Kulturfördergesetz erarbeitet.

Die Arbeitsgruppen:

  • AG Kampagne
  • AG Ergebnissicherung
  • AG Übergreifende Ziele – Sprecherin: Christina Hilmer-Benedict (E-Mail)
  • AG Räume – Sprecherin: Christina Hilmer-Benedict (E-Mail)
  • AG Vielfalt, Chancengleichheit und Antidiskriminierung – Sprecherin: Ciglia Gadola (E-Mail)
  • AG-Musik – Sprecher: Thomas Ritschel (E-Mail)
  • AG-Darstellende Künste/Tanz
  • AG Bibliotheken
  • AG Bildende Kunst
  • AG Literatur – Sprecher: Peter Dietze (E-Mail)

Möchten Sie in einer Arbeitsgruppe mitwirken? Dann wenden Sie sich bitte per E-Mail an die jeweilige Sprecherin oder den jeweiligen Sprecher oder an den Landesmusikrat Berlin.


10. Jour fixe „Musik und Stadt“: Schulmusik in Berlin

Der 10. Jour fixe „Musik und Stadt“ am 29. März 2021 widmete sich der Lage der Schulmusik in Berlin. Den Hintergrund bildete die Studie „Musikunterricht in der Grundschule“ des Deutschen Musikrats, der Bertelsmann-Stiftung und der Landesmusikräte. Sie hatte unter anderem ergeben, dass 23 000 Musiklehrkräfte an Grundschulen in Deutschland fehlen, bis zu 73 % des Musikunterrichts fachfremd erteilt werden und etwa 7 % ersatzlos entfallen. Durch den weitgehenden Wegfall schulischer Ensemblearbeit in der Corona-Pandemie droht zudem ein Ensemblesterben.

In der ALEX-Halle Berlin diskutierten dazu Dominica Acri von der Carl-Orff-Grundschule Berlin, Prof. Dr. Werner Beidinger von der Universität Potsdam, Chris Berghäuser, Vorsitzender des Berliner Musikschulbeirats, Dörthe Engelhardt vom Landeselternausschuss Berlin, Prof. Dr. Rebekka Hüttmann von der Universität der Künste Berlin, Michael Riedel vom Droste-Hülshoff-Gymnasium sowie Tobias Schulze von der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Prof. Dr. Stefan Koelsch steuerte ein Video-Statement bei. Die Moderation hatte Carl Parma. Die Video-Aufzeichnung der Diskussion sowie eine vollständige Transkription finden Sie auf der Internet-Seite des Landesmusikrats.


Mitglieder-News


Carl Bechstein Stiftung fördert 86 junge Pianistinnen und Pianisten

Die Carl Bechstein Stiftung fördert 86 junge Pianistinnen und Pianisten mit Stipendien und Einmalzahlungen im Gesamtwert von 352.000 Euro. Aufgeteilt ist diese Summe in 18 Jahres-
Stipendien im Wert von jeweils 12.000 Euro und 68 Einzelhilfen in Höhe von jeweils 2.000 Euro. „Die Unterstützung junger Pianistinnen und Pianisten an der Startrampe ihrer beruflichen Laufbahn durch die Carl Bechstein Stiftung setzt neben der dringend notwendigen finanziellen Unterstützung ein Zeichen der Zuversicht“, betont Prof. Christian Höppner, Vorsitzender des Kuratoriums der Carl Bechstein Stiftung und Generalsekretär des Deutschen Musikrates, und erläutert: „Die 18 Jahresstipendien und 68 Einmalhilfen sind nicht nur eine wirksame Überbrückungshilfe in dieser pandemiebedingt auftrittslosen Zeit, sondern geben Auftrieb zum Durchhalten. Die dramatischen Einzelschicksale vieler Kreativschaffender offenbaren nicht nur die Defizite in der sozialen Absicherung, sondern mahnen eine nachhaltige Sicherung unseres Kulturlebens in der Nach-Pandemiezeit an. Kultur ist nicht nur menschenrelevant, sondern das Fundament für unser Zusammenleben. Mein großer Dank gilt jenen Menschen in der Bechstein-Welt, die diese zukunftsweisende Unterstützung ermöglichen.“

Ausgeschrieben hatte die Carl Bechstein Stiftung im Februar 2021 insgesamt zehn Stipendien, die an herausragende junge Pianistinnen und Pianisten im klassischen Bereich vergeben werden sollten, die eine solistische Karriere anstreben. „Wir haben mehr als 90 Bewerbungen erhalten, von denen 86 den Kriterien der Ausschreibung entsprachen. Und wir haben erkannt, dass alle der jungen Pianistinnen und Pianisten überaus bedürftig sind“, so Gregor Willmes, Vorstand der Carl Bechstein Stiftung. „Die Berufseinsteigenden finanzieren ihr Leben über Konzerte und Wettbewerbspreise. Beides ist jedoch im letzten Jahr fast komplett weggebrochen“, so Willmes weiter. Insofern entschieden Vorstand und Kuratorium der Stiftung einstimmig, die Zahl der Stipendien auf 18 zu erhöhen und zusätzlich allen nicht ausgewählten BewerberInnen mit Einmalzahlungen zu helfen.

Unter den ausgewählten KandidatInnen finden sich zahlreiche Preisträgerinnen und Preisträger bedeutender Wettbewerbe wie z. B. des ARD-Musikwettbewerbs, des Internationalen deutschen Pianistenpreises, des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerbs und des Gina Bachauer Competition. Und obwohl die Bewerberinnen und Bewerber die deutsche oder österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder ihren Hauptwohnsitz seit mindestens zwei Jahren in Deutschland oder Österreich haben mussten, spiegelt die Liste der StipendiatInnen mit Pianistinnen und Pianisten, die auch aus Italien, Frankreich, Portugal, Ukraine, Russland, China, Südkorea und Japan stammen, die Internationalität der Musikwelt wider.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.carl-bechstein-stiftung.de


DOV: Künstlerinnen und Künstler brauchen Direktvergütung von Internet-Plattformen

Elf Verbände, zu denen federführend die Deutsche Orchestervereinigung gehört, haben sich am 24. März an Bundestagsabgeordnete, das Bundeswirtschaftsministerium sowie an die Kulturstaatsministerin gewandt. Sie forderten die seit langem überfällige Einführung einer fairen Vergütung für ausübende Künstlerinnen und Künstler bei Nutzungen ihrer Werke auf Internet-Plattformen. Obwohl dies in der EU-Urheberrechtsrichtlinie vorgesehen ist, gibt es bei der Umsetzung in deutsches Recht erhebliche Widerstände bei Verwertern und Labels. Ohne die Kreativen läuft auch im Internet nichts. Dafür müssen sie eine angemessene Vergütung bekommen.

2019 beschloss das EU-Parlament die Urheberrechtsrichtlinie. Damit wird die Position der Rechteinhaber gestärkt, denn durch Lizenzvereinbarungen könnten sie künftig ihre Ansprüche besser durchsetzen. Die Richtlinie muss bis Anfang Juni in nationales Recht umgesetzt werden. In Deutschland geschieht dies mit dem Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetz (UrhDaG). Der Gesetzentwurf sieht in Art. 4 Abs. 3 die Einführung eines Direktvergütungsanspruchs für ausübende Künstlerinnen und Künstler vor. Bislang erhalten sie oft gar kein Geld bei Internetnutzungen, zum Beispiel Streamings. Und wenn vereinzelt doch, werden sie völlig unzureichend vergütet. Der Direktvergütungsanspruch muss kommen. Der Gesetzgeber darf den Verwertern ihre massiven Einschüchterungsversuche nicht durchgehen lassen, die faire Rechteabgeltung für Künstler zu beschränken und sogar generell in Frage zu stellen. Wenn sich ausgerechnet Verwerter als die besten Anwälte der Künstlerseite darstellen, ist etwas faul.

Die gemeinsame Stellungnahme wurde außer von der DOV unterschrieben von der ver.di-Fachgruppe Musik, PRO MUSIK, der Deutschen Jazzunion, der Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer, der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger und vom Deutschen Tonkünstlerverband. Unterstützt wird sie vom Composers Club, Defkom, Deutschen Komponistenverband und mediamusic.


Handiclapped – Kultur Barrierefrei: Online-Protest-Party heute – anmelden jetzt!

Die Online Party zum Protest: am 5. Mai um 18:00 Uhr.

Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Wir machen die Party zum Protest. Jetzt noch schnell anmelden! 
Wir reden, musizieren und feiern gemeinsam.

Mit dabei: 

  • Woodman Jam live auf der Bühne
  • DJ-Kollektiv Supa Star Soundsystem
  • Tänzerin Lola Agostini
  • Martin Sommer und Mendecino machen Musik zum Mitmachen.
  • DJane Martina
  • Videos und Stimmen von der Straße, zum Thema Inklusion

Schirmband ist Rudolf Rock und die Schocker.
Schirmfrau ist Alexandra Cremer vom Netzwerk Inklusion Deutschland.

Es wird eine richtige Party. Ihr könnt von überall aus teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Hier könnt Ihr Euch noch schnell anmelden!


IAML: Virtuelle Präsentation der Bach-Sammlung in der Staatsbibliothek zu Berlin

Am 26. Mai um 18:00 Uhr werden Prof.  Christoph Wolff und Dr. Martina Rebmann die Bach-Autographe der Staatsbibliothek zu Berlin im Rahmen der neuen Veranstaltungsserie „RISM-Lectures“ vorstellen. Die Staatsbibliothek verfügt über eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Bach-Autographen.

Das  von der Zentralredaktion des Internationalen Quellenlexikons der Musik (www.rism.info)  initiierte Veranstaltungsformat widmet sich besonderen Musikautographensammlungen und bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich anschließend in einer Diskussion und Fragenrunde einzubringen. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und anschließend über den RISM YouTube-Kanal zur Verfügung gestellt. Wer sich unter anmeldet, bekommt den Zoom-Link. Die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen hier. 


KulturLeben Berlin: #MusikerFürMusikerBerlin-Konzerte als Balsam für die Seele

Die Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin wurde 2020 von KulturLeben Berlin und der Deutschen Orchestervereinigung e. V. initiiert, um während der Pandemie die kulturelle Teilhabe von Menschen in sozial schwierigen Situationen zu stärken und gleichzeitig in Not geratene freischaffende Berliner MusikerInnen zu unterstützen. Seit September 2020 besuchten professionelle MusikerInnen aus den großen Klangkörpern Berlins 25 soziale Einrichtungen mit kleinen Konzerten. Mit den dort eingeworbenen Spenden werden Auftritte von freischaffenden MusikerInnen unterstützt. In diesem kleinen Video stellen wir unsere Kampagne vor.

Wir laden Berliner Einrichtungen herzlich ein, auch 2021 ein Konzert zu buchen. Die Konzerte haben im April wieder begonnen und finden coronakonform draußen im Hof oder im Garten der Einrichtungen statt. Da die Aktion für Mai schon ausgebucht ist, reservieren Sie am besten jetzt Ihren Wunschtermin ab Juni! Ob als Sommerfest oder einfach als Balsam für die Seele – die MusikerInnen der Kampagne freuen sich riesig darauf, für die Menschen in den Einrichtungen zu musizieren!

Einrichtungen, die die Kampagne unterstützen möchten, können jetzt ihren Wunschtermin reservieren: und Tel. 0151 56 96 70 87. Weitere Informationen zur Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin finden Sie auf den folgenden Internetseiten:
https://kulturleben-berlin.de/kampagne-musikerfuermusikerberlin/
https://dov.org/projekte-kampagnen/musikerfuermusikerberlin


Landesmusikakademie Berlin: Kinder gestalten die Zukunft! 

Beim „musikfestival klangwelten“ können Kinder aus Familien, Kitas oder Schulen kreativ werden und ihr eigenes Lieblings-Musikinstrument gestalten: Unter allen Einsendungen wird das originellste Trauminstrument ausgewählt und von einer professionellen Instrumentenbauer oder einem professionellen Instrumentenbauer als echtes, spielbares Instrument hergestellt. Inspiration bekommen die kleinen Entdeckerinnen und Entdecker bei den übrigen Aktionen des Online-Festivals: Workshops, Konzerte, Puppentheater und viel Wissenswertes über Musik steckt im virtuellen Festival-Koffer, noch bis zum 25. Juni. Übrigens: Der Inhalt des Koffers wird im Monatsabstand erneuert! 

Zu den Tickets


Mendelssohn-Gesellschaft: Friedhofs-Salon im Mai – Emilie Mayer und Fanny Hensel

Termin verschoben!
Neuer Termin: 13. August 2021

Am 13. August (zuvor geplant: 14. Mai) 2021 soll das bis vor kurzem unbekannte Grab der Komponistin Emilie Mayer (gestorben 1883) durch einen Gedenkstein markiert werden. Am 14. Mai wurde die Musikerin im Jahr 1812 geboren. Sie ist auf dem Friedhof Dreifaltigkeit I vor dem Halleschen Tor nicht weit von der Ruhestätte ihrer Kollegin Fanny Hensel begraben, die 1847 an dem gleichen Datum gestorben ist.

Enthüllt wird der Gedenkstein im Rahmen eines „Friedhofs-Salons“ der Mendelssohn-Gesellschaft, des Ev. Friedhofsverbandes und der AG Kulturkapellen, der mit Musik und Lesung beiden Komponistinnen gewidmet ist (17 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter ). Es lesen Hazel Rosenstrauch und Marlene Weller.

Das Fiorentina Quartett spielt das Streichquartett g-Moll op. 14 von Emilie Mayer und Gartenlieder op. 3 von Fanny Hensel. Mit der mobilen Friedhofsbar der Kulturkapellen.

Eingang/Ausgang: Friedhofstor an der Baruther Straße, 10961 Berlin.
Ort: Friedhof Dreifaltigkeit I vor dem Halleschen Tor, bei den Ruhestätten der Komponistinnen, an der Ausstellungskapelle zur Familie Mendelssohn

Veranstalter: Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte,  AG Friedhofsmuseum und Mendelssohn-Gesellschaft in Kooperation mit dem Landesmusikrat Berlin e. V. 

Für die Finanzierung des Gedenksteines, an der sich der Landesmusikrat Berlin und die Edition Massoneau beteiligen, werden noch Spender gesucht. Überweisungen bitte an: Mendelssohn-Gesellschaft e.V., Deutsche Apotheker- und Ärztebank Berlin, Bankleitzahl 30060601, Kontonummer 0006415156, IBAN DE97 3006 0601 0006 4151 56, BIC (Swift Code) DAAEDEDD

Falls Sie über ein Paypal-Konto verfügen, können Sie uns auch über diesen Zahlweg Geld senden:
oder mit Link Paypal. Bitte entmarkieren Sie „Bezahlung von Waren und Dienstleistungen“ (wir müssen dann keine Gebühren abführen) Stichwort „Spende Grabstein E. Mayer“


Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach: Neue Online-Reihe ab 17. Mai

Nach der digitalen Konzertreihe vor nunmehr einem Jahr und etlichen Veranstaltungen seitdem sendet das Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach ab dem 17. Mai 2021 täglich bis zu den Sommerferien aktuelle Clips mit unseren Schülerinnen und Schülern. Die Hörer erwartet viel Solistisches, Kammermusikalisches und auch im weiteren Sinne Künstlerisches, das Schülerinnen und Schüler und das Collegium des Bach-Gymnasiums in dieser völlig veränderten Zeit so beschäftigt. 

www.musikgymnasium-berlin.de 
https://www.facebook.com/MusikgymnasiumBerlin/


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Erneute Ausfälle 2021 – Hoffnung auf 2022/2023

Unsere Planungen sahen vor, die im Jahr 2020 pandemiebedingt ausgefallenen Aktivitäten im kommenden Herbst nachzuholen. So war für den 28. August 2021 ein Orchestertreffen mit einigen Zupforchestern in Lychen/Uckermark geplant, mit Floßfahrt auf dem Oberpfuhl und Konzert in der Stadtkirche St. Johannes. Die Lychener Mandolinengruppe hätte hierbei ihr 75-jähriges Bestehen feiern können. Mitte Oktober sollte ein Workshop mit Mandoline/Gitarre folgen, eine abgespeckte Version der noch in Planung befindlichen Mandolin & Guitar Academy – auch hier müssen wir unsere Teilnehmer aus Planungsunsicherheiten nun nochmals vertrösten auf 2022.

Unsere Mitgliedsorchester leiden alle unter dem Probenausfall seit März 2020, das lässt sich virtuell nicht ersetzen, und zwei oder drei Proben im Garten erhalten zwar den Zusammenhalt, nützen aber künstlerisch wenig: Zupfinstrumente brauchen Kirchen- oder Konzertraumakustik, damit sich alle untereinander gut hören. Das Saitenensemble Steglitz e.V. musste dieses Jahr zum zweiten Male das traditionelle Stabat Mater von Pergolesi ausfallen lassen.

Vorausblickend hegen wir die berechtigte Hoffnung, dass 2023 – dann ist die Mandoline das Instrument des Jahres! – die Bevölkerung durchgeimpft sein wird und alle kulturellen Angebote wieder vollumfänglich werden stattfinden können.
www.vzfz.eu


Buchempfehlung

David Rothenberg: Stadt der Nachtigallen: Berlins perfekter Sound

Berlin ist die europäische Hauptstadt der Nachtigallen, stellt der New Yorker Musik- und Philosophieprofessor David Rothenberg fest. Über 3000 Nachtigallen kommen jedes Jahr im April, weil sie hier wilde Hecken, Brachflächen und dichtes Unterholz finden – Paris dagegen ist ihnen zu „aufgeräumt“, vermutet der Autor. Seit 2014 beobachtete er die Berliner Nachtigallen jedes Frühjahr, und es gelang ihm darüber hinaus, sie mit seiner Klarinette  – allein oder zusammen mit weiteren Jazz- und Experimentalmusikerinnen wie Cymin Samawatie oder Korhan Erel  – zum gemeinsamen Musizieren zu animieren. Die Erfahrungen, die er bei diesen außergewöhnlichen Konzerten machte, dokumentierte er sowohl in einem Buch als auch in einem Filmprojekt. So nahmen manche Vögel die Impulse beispielsweise gerne auf, andere wiederum ließen sich nicht beirren. Mit ihrer Ausdauer sind sie den musizierenden Menschen jedoch allemal überlegen. Und Rothenberg ist sich sicher, dass der überraschend vielfältige Gesang der Nachtigallen und ihr unbändiger Trieb zum Singen sich nicht allein mit Balzverhalten und Revierverteidigung begründen lässt.

Das Buch Stadt der Nachtigallen enthält wissenschaftliche Beobachtungen, die der Autor mit dem Forschungsteam der Verhaltensbiologin Prof. Constanze Scharff an der FU Berlin diskutiert hat. Außerdem trägt er mit naturphilosophischen Gedanken zum Thema bei und gibt einen kurzen Überblick über die Nachtigall in Lyrik und Literatur von Shakespeare bis zu Oscar Wilde. Schon im Altertum galt die Nachtigall als Symbol für Frühling, Liebe, Poesie und Virtuosität, aber auch für Trauer und Wehklage.

Am 6. Mai 2021 sollte die 2020 ausgefallene „Nightingala“ im Tiergarten mit David Rothenberg als „Konzertspaziergang“ nachgeholt werden, organisiert vom Haus der Kulturen der Welt (mehr Information hier). Dieser Termin wurde nun auf 2022 verschoben. Bis dahin bleibt allen Neugierigen: lesen und lauschen.

David Rothenberg: Stadt der Nachtigallen: Berlins perfekter Sound. Hamburg: Rowohlt, 2020. 255 Seiten. ISBN 978-3-498-00156-8. 26 €. E-Book: ISBN 978-3-644-00568-6. 24,99 €

Als Hörbuch-Feature von Vera Teichmann, gesprochen von Eva Matthes und Julian Mehne. Berlin: Argon Hörbuch, 2020. ISBN 9783839817902. 16,95 €

Dieses Buch auf der Seite des Verlags
Eine aktuelle Rezension | Eine Rezension des Hörbuchs
Weitere Informationen und Hörproben

Eine Empfehlung von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


Test Alt
Offene Probe

Auch nicht-mitwirkende Zuhörer:innen sind herzlich willkommen.

Eine aktive Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. 

Alle Berliner Amateurmusiker:innen sind herzlich eingeladen, an der Offenen Probe am Samstagabend teilzunehmen. 

Exklusiv für den Orchestertreff werden der zweite und vierte Satz der 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven so arrangiert, dass auch Musiker:innen mit unterschiedlichen Zupfinstrumenten, Akkordeon und anderen im Original nicht besetzten Instrumenten mitspielen können. 

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmer:innen Ensemble-Erfahrung mitbringen. 

Iván Fischer

ist Ehrendirigent des Konzerthausorchesters und als einer der visionärsten Musiker unserer Zeit bekannt.

Er war Chefdirigent des National Symphony Orchestras in Washington, Opéra National de Lyon und des Konzerthausorchesters Berlin, letzteres hat ihn zum Ehrendirigent ernannt. Ebenso ist er Honorary Guest Conductor des Royal Concertgebouw Orchestra, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet.  

Bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR und dem New York Philharmonic Orchestra ist er regelmäßig zu Gast.

Nach einigen Gastauftritten in internationalen Opernhäusern, entschied er sich auch bei der Oper für einen Reformweg und gründete die Ivan Fischer Opera Company, mit der er unabhängige Opernproduktionen verwirklicht. Seit 2004 ist Iván Fischer auch als Komponist tätig, er schreibt meist vokale Musik mit kleinen Instrumentalensembles. 

Iván Fischer wurde 2013 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt und ist Ehrenbürger von Budapest.

Noten
Hier finden Sie alle Noten für die offene Probe. Bitte bringen Sie sich Ihre Noten selbstständig, ausgedruckt und vorbereitet mit.
 
4. Satz
Zeit und Ort

Samstag, 28. September

18.30 bis 20 Uhr

Landesmusikakademie Berlin
Foyer des FEZ-Berlin

Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin