lmr-info Nr. 29, 24. Oktober 2018


Landesjugendorchester: Deutsch-französische Arbeitsphase in Frankreich

Am 20. Oktober reiste ein halbes Orchester aus Berlin ab: In Versailles trafen die Mitglieder des Landesjugendorchesters Berlin auf die jungen Musiker des Conservatoire Versailles Grand Parc und wurden in deren Familien willkommen geheißen. Nun proben französische und deutsche Orchestermusiker gemeinsam ihr Programm für die Konzertreihe, die am 26. Oktober mit einem Auftritt in der Kirche Saint-Eustache am „Forum des Halles“ beginnt. Am 27. Oktober folgt ein Konzert im traditionsreichen Théâtre Montansier in Versailles, das schon jetzt ausverkauft ist.

Das deutsch-französische Programm lässt die Themen Exil und Befreiung anklingen: Beethovens Egmont-Ouvertüre erzählt vom Aufbegehren gegen Fremdherrschaft; Albéric Magnard, der 1914 als frühes Opfer des Krieges umkam, nahm mit seiner Hymne à la Justice Stellung zur Dreyfus-Affäre; die Wesendonck-Lieder schrieb der geflohene Revolutionär Wagner im schweizerischen Exil. Debussys Nocturnes und Messiaens Offrandes oubliées stehen für Befreiung und Ausweitung der Musik vom Fin-de-siècle an: in impressio­nis­tische Farbigkeit bei Debussy, hin zu religiöser Mystik bei Messiaen.

Am 29. Oktober macht sich das französisch-deutsche Orchester auf nach Berlin, wo die französischen Gäste in den Familien ihrer deutschen Pultnachbarn wohnen werden. Am Mittwoch, dem 1. November, wird das Orchester um 19 Uhr in der Potsdamer Nikolaikirche spielen, am Donnerstag, dem 2. November um 19 Uhr in der Mieczysław-Karłowicz-Philharmonie in Stettin. Abschluss und Höhepunkt der Zusammenarbeit wird das Konzert im Konzerthaus am Gendarmenmarkt am 3. November um 15 Uhr. Eintrittskarten sind im Vorverkauf über das Konzerthaus erhältlich.

Konzert des Landesjugendorchesters Berlin
und des Orchesters des Conservatoire Grand Parc Versailles

Zeit: 3. November 2018, 15 Uhr
Ort: Berlin, Konzerthaus am Gendarmenmarkt

Programm
Ludwig van Beethoven (1770
1827): Egmont-Ouvertüre op. 84
Albéric Magnard (1865–1914): Hymne à la Justice op. 14
Richard Wagner (1813–1883): Wesendonck-Lieder
Olivier Messiaen (1908–1992): Les Offrandes oubliées
Claude Debussy (1862–1918): Trois Nocturnes

Musikalische Leitung:  Michaël Cousteau
Isabelle Cals, Sopran
Vokalconsort des Mädchenchors Berlin

Kartenvorverkauf über das Konzerthaus 


80 Jahre Novemberpogrome: Gedenkfeier in der Grunewald-Grundschule

Am Freitag, dem 9. November 2018, werden der Landesmusikrat Berlin e. V. und die Grunewald-Grundschule eine gemeinsame Feier im Gedenken an die Novemberpogrome abhalten, die vor 80 Jahren in ganz Deutschland die letzte Phase der Judenverfolgung einleiteten.

Die Schüler der Grunewald-Grundschule werden dabei an zwei jüdische Künstlerpersönlichkeiten erinnern: an die Journalistin und Dichterin Felice Schragenheim (*1922), die 1945 als Gefangene an einem unbekannten Ort um Leben kam, und an den Cellisten und Kunstsammler Francesco von Mendelssohn (1901–1972), der 1935 in die USA emigrierte. Außerdem werden die Schüler Anita Lasker-Wallfisch (*1925) vorstellen, die als Jugendliche im Mädchenorchester von Auschwitz Cello spielte, später in Großbritannien Berufsmusikerin wurde und bis heute als Auschwitz-Überlebende Vortragsreisen unternimmt.

Musikalisch wird die Feier umrahmt von Schülern der Grundschule Grunewald und des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach. Die Gedenkfeier beginnt um 9 Uhr in der Aula der Grunewald-Grundschule.


Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Uraufführung im Kunstquartier

Das Landesjugendensemble Neue Musik wird sein Herbstprogramm unter dem Titel „FastFantasie“ in zwei Konzerten präsentieren: am Samstag, dem 10. November, um 15 Uhr im Kunstquartier Bethanien und am Donnerstag, dem 15. November, um 20 Uhr im Krönungskutschensaal im Marstall.

Das vielfältige Programm wird dabei nicht einfach wiederholt. Im Kern umfasst es Kompositionen von Sven-Åke Johansson, Jobst Liebrecht und György Kurtág, von dessen Stück … quasi una fantasia … sich das Programm seinen Titel leiht. Beim Konzert am 10. November im Kunstquartier erklingen außerdem Kompositionen von Noemi Liba Friedman, Gerhard Scherer und Lily Tait sowie eine Ensembleimprovisation; am 15. November im Marstall werden stattdessen sechs Ensemblestücke von Hermann Keller in der Bearbeitung Gerhard Scherers zu hören sein.

In beiden Konzerten können Hörerinnen und Hörer zum ersten Mal eine Komposition erleben, die das Landesjugendensemble Neue Musik bei dem in Berlin lebenden amerikanischen Komponisten Sidney Corbett in Auftrag gegeben hat: Red Traces. Lines for Malte Spohr III. Die Uraufführung ist am 10. November im Kunstquartier zu hören, die Wiederholung am 15. November im Marstall. Mehr zu Programm und Konzerten erfahren Sie hier.

Erstes Konzert 
Zeit: 
10. November 2018, 15 Uhr
Ort: Klangwerkstatt, Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Programm
Sidney Corbett (*1960): Red Traces. Lines for Malte Spohr III (2017/18) UA
Noemi Liba Friedman: Barak/Fragments of Lightning and Storm (2017)
György Kurtág (*1926): … quasi una fantasia (1987/88)
Jobst Liebrecht (*1965): salivation army (2016)
Gerhard Scherer (*1961): Tonräume anGrenzen 1 (2017/18) UA
Lily Tait: sometimes the yoke is heavy (2017) 
Sven-Åke Johansson (*1943): 22 Miniaturen für Akkordeonensemble (1991)
eine Ensembleimprovisation

Eintritt frei!

Zweites Konzert
Zeit: 
15. November 2018, 20 Uhr
Ort: Musikhochschule Hanns Eisler, Krönungskutschensaal im Marstall, Schlossplatz 7, 10178 Berlin

Programm
Sidney Corbett (*1960): Red Traces. Lines for Malte Spohr III (2017/18)
György Kurtág (*1926): … quasi una fantasia (1987/88)
Jobst Liebrecht (*1965): salivation army (2016)
Hermann Keller (1945-2018)/Gerhard Scherer (*1961): Sechs Ensemblestücke
   für großes Kammerensemble; instrumentierte und bearbeitete Fassung 
   der 6 Klavierstücke (1981) von Hermann Keller (2018) UA
Sven-Åke Johansson (*1943): 22 Miniaturen für Akkordeonensemble (1991)

Leitung: Jobst Liebrecht, Gerhard Scherer

Eintritt: € 12,–/€ 5,–
Kartenvorverkauf 
über den Landesmusikrat, Lübecker Straße 23, 10559 Berlin
Tel.: (030) 3973 1087 · E-Mail: info@landesmusikrat-berlin.de 


40 Jahre Landesmusikrat: Foto-Aktion „Musik und Stadt“ im Endspurt

Die Foto-Aktion „Musik und Stadt“, zu der der Landesmusikrat Berlin aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens aufgerufen hat, geht in ihre letzte Phase. Noch bis zum 31. Oktober können Hobbyfotografinnen und -fotografen Motive einreichen. Eine Jury aus Fachleuten und Mitgliedern des Landesmusikrats Berlin legt danach die besten zehn Fotos fest. Die Bilder und ihre Fotografinnen oder Fotografen werden beim Festakt im Berliner Rathaus am 10. Dezember 2018 ausgezeichnet. Bei dieser Gelegenheit werden alle Einreichungen werden nochmals präsentiert. Die besten Bilder werden darüber hinaus im Tagesspiegel abgedruckt.

Schon jetzt erlauben die Bilder einen Blick auf die eindrucksvolle musikalische Vielfalt, der Berlin Raum gibt. Zu bewundern sind die bisher eingereichten Motive auf der Website des Landesmusikrates.


ALEX-Halle: Neue Location in Friedrichshain – kostenfrei für Konzerte, Debatten u. v. m.

Mit dem Konzert des Berliner JugendJazzOrchesters am 27. Oktober nimmt der Landesmusikrat Berlin erstmals ein neues Angebot der Medienanstalt Berlin-Brandenburg wahr: die ALEX-Halle am Medienstandort Oberbaum-City in Friedrichshain. In der Präsentation des ALEX-Teams heißt es: „Uns geht es darum, gesellschaftlich relevante Inhalte in der Welt des Mediendschungels auffindbar zu machen. ALEX Berlin setzt Schwerpunkte bei den Themen Digitale Gesellschaft, Berliner Politik, (Pop-)Kultur und Medienkompetenz.“

Interessenten, deren Veranstaltungsprogramm zu diesem Profil passt, können die ALEX-Halle unentgeltlich nutzen. Die Veranstaltungen können über ALEX-TV in Fernsehen, Internet und Rundfunk mitverfolgt werden. Mitgliedern des Landesmusikrates, aber auch anderen Interessenten sei die ALEX-Halle ans Herz gelegt als günstige Gelegenheit, durch interessante Beiträge Reichweite und Bekanntheit zu erhöhen. Mehr über ALEX erfahren Sie im Netz auf der Homepage des Projekts, mehr über die ALEX-Halle in diesem Beitrag.


Cello überall: Großes Echo auf Cello-Sturm auf die Museen und Tag des Cellos

Vierzehn Berliner Museen, über hundert junge Musiker aus neun Berliner Musikschulen: Am Sonntag, dem 7. Oktober, begeisterte der Cello-Sturm auf die Museen Museumsgäste in ganz Berlin. Das Instrument des Jahres 2018 trat in Dialog mit Gemälden und Skulpturen, Vitrinen und Tafeln, Architektur und Licht. Ein Kurzvideo verschafft einen Eindruck vom Cello-Sturm und weist zugleich auf seinen übergeordneten Zweck hin: aufmerksam zu machen auf den „Tag des Cellos“, der am Sonntag darauf, dem 14. Oktober 2018, im Kammermusiksaal der Philharmonie und den angrenzenden Foyers stattfand.

Der Tag des Cellos war zwischen 11 und 22 Uhr ganz dem „Instrument des Jahres 2018“ gewidmet. Das Cello wurde in Konzerten, Vorträgen und vielfältigen Informationsangeboten gefeiert. Bei strahlen­dem Herbstwetter nahmen über zweitausend Neugierige jedes Alters das breite Angebot rund um das Cello wahr. Als sehr beliebt bei Kindern wie Erwachsenen erwies sich der Cello-Anfangsunterricht. Das gleiche galt von der Geigenbauer-Werkbank, wo viele große und kleine Besucher zum Werkzeug griffen. Auch mit ihren Instrumenten fanden die Geigenbauer reges Interesse. Die Vorträge im Ausstellungsfoyer fanden ebenso guten Zuspruch wie das durchgehende Programm im Kammermusiksaal bis hin zum Abschlusskonzert von Studierenden und Solisten.

Der „Tag des Cellos“ wurde vom Landesmusikrat Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Philharmoniker verwirklicht. Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker sind Schirmherren des „Instruments des Jahres“ 2018.


Schwungvoller Start für junge Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter

Am ersten Oktoberwochenende 2018 (5. bis 7. 10. 2018) fand in der Sophie-Scholl-Schule in Schöneberg der erste Teil des vierteiligen Kurses Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter statt. Das unentgeltliche Angebot von Landesmusikrat e. V. und Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wendet sich an Schülerinnen und Schüler mit musikalischer Vorbildung, die sich bereits durch musikalische und organisatorische Arbeit mit Orchestern, Chören und anderen Ensembles engagieren oder das künftig tun möchten.

Der Kurs fand regen Zuspruch: 29 Schülerinnen und sechs Schüler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren nahmen Teil, von denen 26 ihren Schwerpunkt bei der Orchester-, neun bei der Chorarbeit setzten. Themen des ersten Kursmoduls waren Grundlagen des Dirigierens, Partitur- und Instrumentenkunde, Gehörbildung und Musiktheorie. Die Teilnehmer selber bildeten Chor und Orchester für die gemeinsame Arbeit.

Sowohl die Teilnehmer als auch die Dozenten Christian Bährens, Jobst Liebrecht und Marianne Grenz sowie Projektassistent Matthias Knop zeigten sich begeistert von der Atmosphäre und Ergiebigkeit des Projekts. Christian Bährens fand „die Jugendlichen sehr lernwillig, kontaktfreudig und selbst auch begeistert von diesem Start, der Atmosphäre, dem freundlichen Umgang miteinander, der musikalischen Qualität und den deutlichen Lernfortschritten in so kurzer Zeit … Wir alle freuen uns jetzt schon auf die Fortsetzung, das kam in der Schlussrunde auch deutlich von den Jugendlichen, die lieber morgen weitermachen als zur Schule gehen würden.“

Weiter geht der Kurs mit dem zweiten Modul am 16. bis 18. November in der Sophie-Scholl-Schule.
Zum Projektflyer 


Musikarbeitsmarkt transnational: Interaktive Karte ist online

Das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational. Information über den Berliner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung, das im Sommer seine Arbeit aufnahm, hat ein Etappenziel erreicht: eine interaktive Karte Berlins, auf der Beratungsstellen für Musiker, Einrichtungen der Musikalischen Bildung und Konzertstätten recherchiert werden können. Die Karte stellt in den vier Sprachen Arabisch, Deutsch, Englisch und Türkisch zunächst wichtige Basisinformationen zur Verfügung und wird nach und nach ausgebaut werden.

Im Projekt „Information über den Berliner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung“ macht der Landesmusikrat sein Netzwerk für Musikerinnen und Musiker nutzbar, die ihre Heimat aus politischen Gründen oder auf der Flucht vor bewaffneten Konflikten verlassen mussten. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Programms Weltoffenes Berlin der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und ist zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2018.


Konferenz der Bezirksbeauftragten Musik: Beschluss zu Musikschulen 2020/21

Die Konferenz der Bezirksbeauftragten Musik hat einen Beschluss zum Berliner Doppelhaushalt 2020/2021 veröffentlicht. Anknüpfend an die Forderung nach mindestens 20 Prozent Festanstellungen beim Lehrpersonal mahnt sie die Fortentwicklung der Musikschulen an, besonders das mittelfristige Ziel von 80 Prozent fest bei den öffentlichen Musikschulen angestellten Lehrerinnen und Lehrern. Der in sieben Forderungen samt Begründungen formulierte Beschluss kann von der Internetseite des Landesmusikrates Berlin hier gelesen und heruntergeladen werden.


lmr-info Nr. 28, 1. Oktober 2018

Cello-Jahr steuert auf seinen Höhepunkt zu

Neue Broschüre – Cello-Sturm auf die Museen – Tag des Cellos

Im August erschien die zweite Broschüre zum Instrument des Jahres, randvoll mit Konzerten, Kursen und anderen Terminen rund um das Violoncello. Sie können die ganze Broschüre hier herunterladen. Sie verrät auch: Unaufhaltsam treibt das Cello-Jahr seinem Höhepunkt entgegen. Er kündigt sich am Sonntag, dem 7. Oktober mit dem Cello-Sturm auf die Museen an. Junge und fortgeschrittene Schüler der Berliner Musikschulen, des Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach und des Julius-Stern-Instituts der Universität der Künste werden in dreizehn Museen im ganzen Berliner Stadtgebiet ausschwärmen, wo ihr Musizieren in Dialog mit Architektur, Gemälden, Skulpturen und Vitrinen tritt. Was wann wo passiert, können Sie hier nachlesen.
Doch der Cello-Sturm ist nur ein Vorbote für den Höhepunkt des Cello-Jahres: den Tag des Cellos, der am Sonntag, dem 14. Oktober, im Kammermusiksaal der Philharmonie und dessen Foyers begangen wird. Hier können Groß und Klein das Instrument selber mit viel Musik kennenlernen, Geigenbauern und Saitenmachern über die Schulter schauen, Musikschulen, Bibliotheken und zahlreiche andere Einrichtungen kennenlernen. Den Anfang machen die Schirmherren des Cello-Jahre, die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, mit ihrem Familienkonzert „Seite an Saite“; am Ende steht ein doppelter Bach-Abend mit klassischer und Jazz-Interpretation. Das ganze reichhaltige Programm finden Sie hier.


Hiphop unter heißer Sonne: Landesmusikrat und Landesmusikakademie beim Familiensportfest

Band-Sonderpreis und Workshops für Kinder, Jugendliche und Familien

Der Landesmusikrat und die Landesmusikakademie haben mit einem Infostand beim Familiensportfest am 19. August 2018 im Olympiapark über ihre vielfältigen Tätigkeiten informiert und Workshops für Kinder und Jugendliche angeboten (Hiphop, Kreativer Tanz). Der Präsident des Berliner Landessportbundes überreichte an die Band „Jan Pain“ den Sonderpreis des Landessportbundes, der im Rahmen von Jugend musiziert Berlin vergeben wird. Den Landesmusikrat verbindet mit dem Landessportbund das gleiche Anliegen: Musik und Musizieren gehören wie der Sport zu einer umfassenden, nachhaltigen Erziehung und Bildung, zu einem erfüllten und gesunden Leben – und zu einer lebendigen Stadt. Jenseits aller kommerziellen Interessen bedeuten Musik und Sport Lebensqualität für alle.


Verabschiedung von Dr. Hubert Kolland

Am 17. August fanden sich im Berliner ver.di-Haus Mitglieder des Landesmusikrats und Freunde und Weggefährten zusammen, um Dr. Hubert Kolland mit einer kleinen Feier zu ehren.

Der engagierte Musikwissenschaftler, Musikerzieher und Musikpolitiker gehörte seit 2004 im Präsidium des Landesmusikrates an, von 2010 bis 2017 als Präsident des Landesmusikrats Berlin und aktiv. Der Vertreter des Gastgebers ver.di, Landesfachbereichsleiter Andreas Köhn, würdigte die Verdienste Kollands auch innerhalb der Gewerkschaft, in der er jahrelang im Vorstand der Fachgruppe Musik gewirkt hatte und verlieh ihm (nachträglich) die Goldene Ehrennadel der IG Medien. Die Präsidentin des Landesmusikrates Hella Dunger-Löper würdigte die Verdienste des neuen Ehrenpräsidenten des LMR als unermüdlichem Ideengeber und Motor des Berliner Musiklebens.

Musikalisch bereichert wurde der Abend durch die Beiträge der Gäste, unter ihnen Mitglieder der Präsidien der Berliner und Brandenburger Landesmusikräte und – als Stargast – der Komponist Nils Hoffman in Gestalt Giuseppe Verdis – der am Klavier in seine neue Oper: „20 % Festanstellungen“ (Libretto: Pressemitteilung des Landesmusikrates) einführte. Schließlich trat Dr. Hubert Kolland selber ans Mikrofon, um Rückschau zu halten, Dank abzustatten und in die Zukunft zu blicken. Bei einem Büffet über den Dächern Friedrichshains klang der Abend aus, den der Geehrte trotz sichtlich genoss.


Musikarbeitsmarkt transnational

Projekt des Landesmusikrates im Rahmen von „Weltoffenes Berlin“ vorgestellt

Am Nachmittag des 23. August stellte die Senatsverwaltung für Kultur und Europa das Programm „Weltoffenes Berlin“ und die damit verbundenen Fördermöglichkeiten vor. Mit dabei war auch der Berliner Landesmusikrat, der im Projekt „Information über den Berli­ner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung“ sein Netzwerk für Musikerinnen und Musiker nutzbar macht, die ihre Heimat aus politischen Gründen oder auf der Flucht vor bewaffneten Konflikten verlassen mussten.

Projektleiterin Mona Katawi beantwortete Fragen in den Sprachen Arabisch, Englisch und Deutsch und gab Interessenten einen individuellen Einblick in musikalische Berufsmöglich­keiten in Berlin.

Musikalisch eingeleitet wurde die Veranstaltung durch eine Performance des syrischen Musikers Dirar Kalash. Neben dem Berliner Landesmusikrat waren auch das Willkommenszentrum Berlin, der Kulturförderpunkt Berlin und touring artists vertreten.

Weitere Informationen zum Projekt des Landesmusikrates finden Sie hier:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/musikarbeitsmarkt-transnational/


Landesausschuss Jugend musiziert konstituiert sich

Am 12. September 2018 traf sich der Landesausschuss Jugend musiziert Berlin zu seiner kon­sti­tu­ierenden Sitzung, in der die Mitglieder der Trägerverbände und weiterer Institu­tio­nen von Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrates, neu- bzw. wiederberufen wurden. Bei den anschließenden Wahlen wurde Markus Wenz als Vorsitzender des Landesausschusses in seinem Amt bestätigt, ebenso Anka Sommer als stellvertretende Vor­sitzende. Für die neu geschaffene Position des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden wurde Josef Holzhauser gewählt.

Der Landesausschuss Jugend musiziert Berlin plant und koordiniert den Wettbewerb auf Landesebene, an dem jährlich rund 300 Kinder und Jugendliche teilnehmen.


lmr-info Nr. 27, 5. Juli 2018

Neuerscheinung: Die Bağlama in der Türkei und Europa

Pünktlich zum Europäischen Kulturerbe-Jahr (ECHY) ist die Dokumentation Die Bağlama in der Türkei und Europa erschienen. Die Bağlama ist das Hauptinstrument der türkischen Musik und spielt auch in der türkischen Gemeinde Berlins eine große Rolle. 2013 war die Bağlama „Instrument des Jahres“, 2015 wurde sie in den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ aufgenommen. 2013 fand in Berlin am 14./15. September das deutschlandweit erste Bağlama-Symposium statt, auf dem Hintergrund, Gegenwart und Möglichkeiten des Instruments von Musikern und Wissenschaftlern entfaltet und diskutiert wurden. Die Beiträge dieses Symposiums bilden nun den im Berliner Musikverlag Ries & Erler erschienenen Sammelband; Herausgeber sind Nevzat Çiftçi und Martin Greve in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Berlin. Prof. Dr. Max Peter Baumann vom Institut für Musikforschung / Ethnomusikologie der Universität Würzburg schreibt im Klappentext: „Die Beiträge vermitteln in ihrem Zusammenspiel ein wahres Wissenskompendium […] zur ikonenhaften Rolle eines Instruments, das nicht nur im urbanen Umfeld der Türkei zuhause ist, sondern auf transkulturelle Weise auch in Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden neue Heimatländer gefunden hat.“
Nevzat Çivçi und Martin Greve (Hrsg.): Die Bağlama in der Türkei und Europa. Erstes Bağlama-Symposium in Deutschland, Berlin, 14.–15. September 2013, Berlin: Ries & Erler, 2018, Broschur, 323 Seiten, ISBN 978-3-87676-036-0,
€ 48,90.


Der Landesmusikrat auf dem Familiensportfest

Info-Angebote und Workshops für Kinder, Jugendliche und Familien

Der Landesmusikrat und die Landesmusikakademie werden mit einem Infostand beim Familiensportfest am 19. August 2018 im Olympiapark über ihre vielfältigen Tätigkeiten informieren. Ab 12 Uhr können dort Kinder und Jugendliche an einstündige Workshops in Kreativem Tanz und Hiphop teilnehmen.
Den Landesmusikrat verbindet mit dem Landessportbund das gleiche Anliegen: Musik und Musizieren gehören wie der Sport zu einer umfassenden, nachhaltigen Erziehung und Bildung, zu einem erfüllten und gesunden Leben – und zu einer lebendigen Stadt. Jenseits aller kommerziellen Interessen bedeuten Musik und Sport Lebensqualität für alle. Und beiden wird es in der heutigen Bildungs- und Medienlandschaft häufig schwer gemacht, ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen – und jene öffentliche Unterstützung, ohne die es nicht geht.

Zur Internetseite des Familiensportfestes


„Musik und Stadt“: Foto-Aktion zum Jubiläum 40 Jahre Landesmusikrat Berlin

Sie erfreut rastlose Pendler in U-Bahnhöfen oder an Straßenecken, stille Hörer in Kirchen und Konzertsälen, überraschte Passanten, wenn sie aus offenen Fenstern dringt: Berlin steckt voller Musik. Diese Fülle in einem (stummen) Foto festzuhalten, fordert die Kreativität jeder Hobbyfotografin und jedes Hobbyfotografen heraus. Zu seinem Jubiläum möchte der Landesmusikrat diese Vielfalt von Musik und Stadt auch im Bild dokumentieren – als sichtbaren Querschnitt durch sein vierzigstes Jahr. Deswegen startet er seine Fotoaktion „Musik und Stadt“. Interessierte nicht-professionelle Fotografen sind aufgerufen, ihre Bilder zum Thema „Musik und Stadt“ einzureichen. Eine Jury wird aus den Einsendungen eine Auswahl treffen, die beim Festakt zum 40-jährigen Jubiläum am 10. Dezember  2018 im Roten Rathaus präsentiert wird. Einzelheiten demnächst auf diesen Seiten!


Arbeitsmarkt transnational: Neues Senatsprogramm „Weltoffenes Berlin“

Dank des neuen Förderprogramms „Weltoffenes Berlin“ der Senatsverwaltung für Kultur und Europa konnte der Landesmusikrat Berlin am 1. Juni 2018 eine neue Mitarbeiterin begrüßen: Mona Katawi arbeitet bis zum Jahresende 2018 in dem Projekt „Musikarbeitsmarkt transnational -- Informationen, persönliche Beratung und Begleitung". Mit ihrer umfassenden Sprachkenntnis in Englisch, Arabisch und Deutsch unterstützt sie die mehrsprachige Website des Landesmusikrats sowie die Entstehung einer interaktiven Landkarte, die musikalische Bildungs- und Arbeitsmarktangebote sowie  Konzertorte in mehreren Sprachen verzeichnet und erschließt. Allen Mitgliedern und Interessierten empfehlen wir Frau Katawi bei Bedarf als Ansprechpartnerin. Auch für Übersetzungen Arabisch-Deutsch (in beide Richtungen) steht Frau Katawi ab sofort zur Verfügung.

Das Förderprogramm „Weltoffenes Berlin“  unterstützt Projekte zur beruflichen Beratung, Unterstützung und Vernetzung von professionellen Kunst-, Medien- und Kulturschaffenden aller Sparten, die ihre bisherigen Aufenthaltsländer aufgrund der dortigen politischen Situation verlassen haben. „Weltoffenes Berlin“ wird die Ausschreibung für das Jahr 2019 demnächst freischalten. Beantragt werden können dort u. a. Stipendien für geflüchtete Künstler. Anträge aus dem Bereich Musik sind ausdrücklich erwünscht.


Jetzt anmelden: Herbstarbeitsphase des Landesjugendensembles Neue Musik

Nach seinem erfolgreichen Konzert im Mai bricht das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin unter dem Motto „Licht!“ zu neuen Ufern auf. Stücke von Adriana Hölszky, György Kurtág, Lily Tait und anderen sowie eine Uraufführung von Sidney Corbett stehen auf dem Programm. Bis zum 15. August können sich interessierte junge Musikerinnen und Musiker bewerben; am 1. September beginnt die Arbeit mit einer ersten Probe, eine weitere folgt am 3. Oktober. Probenwochenenden werden am 28.–30. 9., 13./14. 10. und 3./4. 11. stattfinden, die Konzerte am 10. 11. In der Klangwerkstatt im Künstlerhaus Bethanien und am 15. 11. Im Krönungskutschensaal der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Herzlich eingeladen sind alle, die neue, unbekannte Klänge erkunden und sich buchstäblich ins Unerhörte vorwagen wollen!

Zur Anmeldung


Torsten Maaß für Herbstarbeitsphase des Berliner JugendJazzOrchesters gewonnen

Der Komponist, Arrangeur, Trompeter und Bandleader Torsten Maaß wird die Herbstarbeitsphase des Berliner JugendJazzOrchesters leiten. Er studierte in Lübeck und Hamburg und sammelte u. a. im Bundesjugendjazzorchester (BuJazzO) und in den berühmten Bigbands des NDR, des RIAS Berlin und des HR, außerdem  im Ed Partyka Jazz Orchestra, in derJeff Cascaros Enterprise Big Band und in der Thilo Wolf Big Band Erfahrungen. Aktuell ist er Trompeter in Bob Brookmeyers New Art Orchestra. Seine Fähigkeiten als Arrangeur, Solist und Bandleader sind international gefragt. Musiker wie Bill Ramsey, Clark Terry, Monty Alexander, Tom Gäbel, die No Angels und das Orchester Pepe Lienhard schätzen seine Kompositionen und Arrangements. (Foto: Carin Lange-Hahn)

Die Arbeitsphase wird vom 22. bis 27. 10. 2018 stattfinden. Außer dem Abschlusskonzert am 27. Oktober wird das BJJO am 18. November im Hamburger Stage Club und am 15. Dezember beim 33. Berliner Jazztreff auftreten, jeweils zusammen mit dem Landesjugendjazzorchester Hamburg. Ab sofort können sich Interessierte auf der Internetseite des Landesmusikrats anmelden – zu einer Arbeitsphase, die verspricht, spannend zu werden!


33. Berliner Jazztreff im Dezember 2018

Der 33. Berliner Jazztreff wird am 15. und 16. 12. 2018 wieder die Türen der ufaFabrik für die Berliner Jazzszene und alle neugierigen Besucher öffnen. In diesem Jahr wird das Berliner JugendJazzOrchester zu einem Gastauftritt erwartet, und als ganz besonderer Gast wird das Landesjugendjazzorchester Hamburg sein Herbstprogramm beim Berliner Jazztreff präsentieren. Ensembles vom Duo bis zur Bigband können sich in Kürze online zur Teilnahme am Jazztreff anmelden, um dort zwei Tage lang zu jammen, zuzuhören und sich auszutauschen.  Interessierte Combos können sich hier außerdem für den Wettbewerb „Jugend jazzt“ qualifizieren, der vom 30. Mai bis 1. Juni 2019 in Dortmund stattfindet. Weitere News folgen!


Berliner Orchestertreff 2019: „Wer mitmacht, gewinnt!“

Am 25./26. Mai wird der Berliner Orchestertreff 2019 stattfinden. Herzlich eingeladen sind Orchester, Ensembles und Bands aller Couleur aus nichtprofessionellen Musikerinnen und Musikern zu einem großen Orchesterfest in der Landesmusikakademie Berlin. Sie können dort musizieren, zuhören, sich durch Fachleute beraten lassen oder sich einfach nur mit Gleichgesinnten austauschen. Auf vielfachen Wunsch sind diesmal auch begleitende Workshops geplant, u. a. zu den Themen „Musikergesundheit“, „Richtig Atmen für Bläser“ und „Improvisation für Orchestermusiker“.
Die Teilnahme ist in mehreren Varianten möglich:

1. Teilnahme mit Vorspiel, aber ohne beratende Jury;
2. Teilnahme mit Vorspiel vor einer beratenden Jury ohne Wertung;
3. Teilnahme am Wertungsvorspiel für die Weiterleitung zum Deutschen Orchesterwettbewerb (DOW), der vom 16. bis 24. Mai 2020 in Bonn stattfindet, 
dazu Juryberatung.

Für einige Orchesterkategorien sind darüber hinaus Sonderpreise vorgesehen. Der Landesmusikrat Berlin wird darüber auf seiner Internetseite informieren. Dort können Sie auch den Flyer mit weiteren Informationen herunterladen.
Ab sofort können Interessierte sich auf der Internetseite des Landesmusikrats anmelden; auf Wunsch kann das Anmeldeformular auch per Post zugesandt werden. Anmeldungen werden bis zum 31. Oktober angenommen.


„Die Künste, die Politik und die allgemeine Bildung“: Tagung an der UdK

Im Charlotte-Salomon-Saal der Universität der Künste begrüßten Martin Rennert und Susanne Fontaine am Abend des 1. Juni 2018 die Teilnehmer der Tagung „Die Künste, die Politik und die allgemeine Bildung“, veranstaltet von der Universität der Künste zusammen mit der Gesellschaft für Musikforschung. Im eröffnenden Podiumsgespräch skizzierten Prof. Dr. Dieter Grimm und Prof. Dr. Dörte Schmidt das Verhältnis von „Kulturauftrag und demokratischer Verfassung“. Eine Vielzahl von Gesichtspunkten zum Tagungsthema hielt der Folgetag bereit. In weiteren dialogischen Vorträgen – „Tandems“ – entfalteten die Vortragenden das Tagungsthema. Unter „Gesellschaftlicher und politischer Perspektive“ erinnerte Christian Höppner unter anderem daran, dass Kulturverantwortliche mit mehr Selbstbewusstsein  auftreten könnten. Susanne Fontaine umriss die Entwicklung künstlerischer Fächer in der Schulbildung und machte deutlich, wie stark die heutige Situation durch frühere Debatten und die Entwicklung des Bildungsbegriffs geprägt wurde. Zu „historischer und gegenwärtiger Perspektive“ unterstrich Susanne Lin-Klitzing neben dem Wert von Bildung für Individuum und Gesellschaft die Bedeutung konkreter politischer Partizipation durch die Fachwissenschaft.
Im Tandem zu den geisteswissenschaftlichen Schulfächern stellte Michael Kämper-van den Boogaart dar, wie sehr Lerninhalte des Deutschunterrichts von den jeweiligen politischen Bedingungen und Erwartungen geprägt waren. Juliane Brauer setzte sich unter anderem kritisch mit der Forderung auseinander, Geschichte auch über die Einladung zur Empathie zu vermitteln.
Der Nachmittag brachte eine intensive Podiumsdiskussion unter der Moderation Hans Dieter Heimendahls. Die Perspektive des Architekturstudiums entwickelte Matthias Noell; Alexander García Düttmann forderte zum Überdenken von immer wieder in die Debatte geworfenen Begriffen auf. Irmela von der Lühe nahm die Einladung an und wies auf die Betonung und zugleich Leere des Kompetenz-Begriffs hin. Allgemein wurde gefragt, was aus dem Bildungsenthusiasmus der Siebzigerjahre geworden sei, wobei der Musikmanager und Soziologe Elmar Weingarten einwarf, dass noch nie so viele Berliner Konzerte besuchten wie heute.
Immer wieder wurde die Diskussion für Publikumsfragen geöffnet, was teils bestürzende Befunde erbrachte – etwa dass selbst Abiturienten bisweilen kein Buch im Ganzen hätten lesen müssen –, teils die Konjunktur von Kulturvermittlung kritisch in den Blick nahm: „Education“ dürfe kein Ersatz für Bildung sein. Positiv wurde gefordert, Schüler und Studenten darin zu schulen, integriert zu denken, also aktiv ein stabiles Wissensnetz der Querverbindungen zu knüpfen. Im Übrigen müsse man an der politischen Front „gebetsmühlenartig“ Unterstützung einfordern unter dem Hinweis darauf, dass Künste und Allgemeinbildung nicht nur an sich förderungswürdig seien, sondern erst die Voraussetzungen für einen freiheitlichen, demokratischen und säkularen Staat schüfen. Damit war der Bogen zum Ausgangspunkt geschlagen: Denn dass dieser selber das nicht vermag, hatten schon eingangs Dieter Grimm und Dörte Schmidt erörtert. Zum Abschluss wies Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landemusikrats Berlin, auf dessen Motto „Musik für alle“ hin und fragte nach Schnittmengen zwischen den Anliegen der Disziplinen sowie nach Anknüpfungspunkten, die erlaubten, diese Debatte wirkungsvoll in die Öffentlichkeit zu tragen.

Zum Tagungsflyer


Jugend musiziert: „Jumu ROCKT!“ im SkyLiveClub und auf der Jugendmesse „you."

Seit 2006 gibt es den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Berlin die Sonderwertung „Band (Rock und Pop“). Es ist schon eine Tradition, dass die Preisträger dieses Berliner Sonderwettbewerbs ihren Sieg mit einem Auftritt im SkyLive Club krönen. Dieses Jahr war es am 8. Juni soweit: Vor einem begeisterten Publikum stellten sich die Bands „Box of Candy“, „Black Sheep“, „Green Forest“, „Mango Delight“, „Merian Band“, die „Showberries“ und „Soundwave“ auf der Bühne des vollbesetzten SkyLive Clubs vor.

Auch auf der Jugendmesse „you.“ bekamen am 22. Juni Preisträger des Landeswettbewerbs die Chance, ihr Können in einem Auftritt auf der „you.stage“ unter Beweis zu stellen. Das „you. Summer Festival“ bezeichnet sich als „Europas größtes Jugendevent“ und versammelt auf dem Messegelände Aussteller aus den Bereichen Freizeit, Sport, Mode, Gaming, Kosmetik sowie Vereine und Organisationen, die mit zahlreichen sommerlichen Aktivitäten auf ihre Marke und ihr Anliegen aufmerksam machen.  Zu hören waren auf der „you. Summer Stage“ im Sommergarten des Messegeländes  abermals die „Perfect Strangers“, „Box of Candy“, „Showberries“ und die „Merian Band“. Das durchwachsene Sommerwetter tat der Begeisterung einer jungen Zuhörerschaft keinen Abbruch.

Internetauftritt der „you.“


Jugend musiziert: Konzert der Bundespreisträger 2018

Am Samstag, dem 16. Juni, begrüßten Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats, und Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin, am Nachmittag das Publikum und dreizehn junge Musikerinnen und Musiker zum Konzert der Preisträger des 55. Bundewettbewerbs „Jugend musiziert“. Insgesamt 23 erste Preise hatte die Jury des Bundeswettbewerbs, der am 24. Mai in Lübeck zu Ende gegangen war, an Berliner Jugendliche vergeben. Bei herrlichem Sommerwetter und großer Veranstaltungskonkurrenz – die Fußball-Weltmeisterschaft etwa ging in ihren zweiten Tag – zeigte sich das Publikum im Festsaal des Roten Rathauses begeistert von den Leistungen der jungen Musikerinnen und Musiker aus den Kategorien Oboe, Bağlama und Fagott solo, Blockflöte, Violine und Querflöte sowie Musical mit Klavierbegleitung. Im Preisträgerkonzert verlieh Robert Wißmann, Vorsitzender der Jury, auch die Preise im Wettbewerbs „Jugend forscht: Musik“.


Berliner JugendJazzOrchester und Trio Rokula beim MitmachMarkt zum Europäischen Kulturerbe-Jahr (ECHY)

Das Europäische Kulturerbejahr (European Cultural Heritage Year, ECHY) gipfelte in einer „Summit Week“ in Berlin. Zur zentralen Abschlussveranstaltung verwandelte sich der Gendarmenmarkt am 24. Juni in einen großen „MitmachMarkt“ mit Informationen, Diskussionsveranstaltungen und zahlreichen Aktivitäten rund um das Thema Europäisches Kulturerbe. Begrüßt von Kultursenator Klaus Lederer und geleitet vom bekannten schwedischen Bandleader Mats Holmquist, brachte hier das Berliner JugendJazzOrchester seine Frühjahrs-Arbeitsphase zum prachtvollen Abschluss. Bei den beiden Auftritten am Mittag und frühen Nachmittag feierte ein begeistertes Publikum die jungen Jazzer und ihren Dirigenten.

Der Kleine Saal des Konzerthauses war mittags Schauplatz einer Podiumsdiskussion zum Thema „Kulturerbe: Kitt für die Zukunft“, zu der der Kultursenator Lederer eingeladen hatte. Für die musikalische Umrahmung sorgte hier das Bläsertrio Rokula, das schon bei einem Auftritt am Vormittag seiner Auszeichnung im Wettbewerb „Jugend musiziert“ auch alle Ehre gemacht hatte.


Landesmusikrat erhält Fördermittel

Der Landesmusikrat Berlin hat Fördermittel aus dem Programm „Beratung, Unterstützung und Vernetzung für transnationale Kunst-, Medien- und Kulturschaffende“ der Senatsverwaltung für Kultur und Europa zugesprochen bekommen. Die Mittel werden zur Einrichtung einer bis Jahresende 2018 befristeten Stelle verwendet. Seit dem 1. Juni 2018 arbeitet eine neue Mitarbeiterin für das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational – persönliche Beratung und Begleitung. Das Projekt umfasst u. a. einen interaktiven Stadtplan mit Ausbildungs- und Konzertstätten in Berlin.

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