lmr-info Nr. 34, 12. Juni 2019

Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter: Erweitertes Projekt 2019/20

Zum Schuljahr 2019/20 wird der Landesmusikrat Berlin e. V. gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wieder ein Programm zur Nachwuchsförderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter anbieten. In einem Kurs erlangen Schülerinnen und Schüler musikalische, organisatorische und soziale Kompetenzen und sind dann in der Lage, Ensembleproben, bzw. Teilproben oder Stimmgruppenproben qualifiziert anzuleiten. Die Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat über ihre Ausbildung zur „Musikmentorin“/zum „Musikmentor“.

Voraussetzung zur Teilnahme sind fortgeschrittene Fähigkeiten im Instrumentalspiel und/oder im Gesang sowie Grundkenntnisse in Musiktheorie und Gehörbildung. Interessierte Schülerinnen und Schüler treffen sich zu zweimal vier Wochenend-Workshops zu den Schwerpunkten Klassik bzw. Jazz, Rock, Pop. Die Teilnahme sind kostenlos. Nach der Ausbildung können die Schülerinnen und Schüler verstärkt die Ensemblearbeit der eigenen Schule mitgestalten. Zudem gibt es vielfältige Möglichkeiten zum außerschulischen Engagement.

Schwerpunkt Klassik: Chor und Orchester
Ort: Sophie-Scholl-Schule, Berlin-Schöneberg
9.–11. August 2019  |  18.–20. Oktober 2019  |  14.–16. Februar 2020  |  28. Februar bis 1. März 2020

Schwerpunkt Jazz, Rock, Pop: Chor und Band/Bigband
Ort: Rosa-Luxemburg-Gymnasium, Berlin-Pankow
25.–27. Oktober 2019  |  1.–3. November 2019  |  14.–16. Februar 2020  |  28. Februar bis 1. März 2020

(Änderungen vorbehalten)

Ausbildungsinhalte
Einführung in die Chor- und Instrumentalensembleleitung  |  Grundlagen des Dirigierens  |  Probenplanung und -methodik  |  Vertiefung musikalischer Fähigkeiten und musiktheoretischer Kenntnisse  |  Repertoirekenntnisse  |  Veranstaltungsorganisation

Ausbildungsziele
Förderung musikpädagogischer Begabungen  |  Entwicklung von Eigeninitiative und Mitverantwortung  |  Stärkung der schulischen Ensemblearbeit  |  Eröffnung von Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schule/Verein/Musikschule  |  Stärkung des Ehrenamtes

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Kontakt
Matthias Rech, Projektleitung
E-Mail: ensembleleitung@landesmusikrat-berlin.de
Telefon:
030 / 39 73 10 87
Fax: 030 / 39 73 10 88


Postkartenaktion für die Musikschulen – unser Ziel: 20 000 Postkarten

Die Postkartenaktion des Landesmusikrats für die Musikschulen, gestartet in diesem Frühjahr, zieht weite Kreise. Der Landesmusikrat Berlin war mit der Aktion bei zahlreichen Veranstaltungen präsent. Die Nachfrage nach den Karten ist groß, die Rückläufe mit unterschriebenen Karten ermutigend. Unterstützen Sie die Aktion weiter! Ziel: 20 000 Unterschriften bis zum Beschluss des Doppelhaushalts 2020/21.

Die Forderungen der Aktion lauten:

  • Sofortige Honorarerhöhung und bessere soziale Absicherung für die freien Honorarkräfte an den Musikschulen,
  • Mindestens 9 volle Stellen pro Musikschule für musikpädagogisches Management,
  • Stufenplan mit dem Ziel 80 % Festanstellungen bis 2025 und
  • Mehr Räume für Musikunterricht und Musikschulen.

Unterstützerinnen und Unterstützer sind aufgefordert, die Aktionspostkarten zu signieren und zeitnah an den Landesmusikrat Berlin, Lübecker Str. 23, 10559 Berlin zu senden oder dort vorbei zu bringen. Die Karten werden dann dem Berliner Senat überreicht.

Download der Postkarte hier (bitte dem Link folgen)
Die Postkartenabholstationen (bitte dem Link folgen)
Was können Sie tun, um an der Aktion teilzunehmen (Download Handlungsempfehlungen)?
Aktionsliederbuch der Gewerkschaft ver.di zur kreativen Verwendung (Download)


Das Projekt „Musikarbeitsmarkt transnational“ und seine Kooperationspartner

Der Landesmusikrat Berlin bietet im Rahmen des Senatsprogramms „Weltoffenes Berlin“ eine mehrsprachige persönliche Beratung für Musikerinnen und Musiker an, die aus politischen Gründen Ihre Heimat verlassen mussten. Dazu gehören die Unterstützung in den Bereichen Existenzgründung, Anerkennung von Abschlüssen, Künstlersozialkasse und Fördermittelbeantragung. Das Angebot umfasst außerdem Übersetzungen, Seminare und Veranstaltungen sowie die Interaktive Landkarte der Berliner Musiklandschaft in vier Sprachen.

Kooperationspartner für dieses Projekt des Landesmusikrats sind die Berlin Music Commission, der Kulturförderpunkt Berlin, Berlin Mondiale, ver.di und die Berliner Philharmoniker.

Auch in diesem Jahr begrüßen und unterstützen wir das komplementäre Fellowship-Programm „Weltoffenes Berlin“, das geflüchtete Kulturschaffende und Berliner Firmen, Vereine und Institutionen fördert, die ein gemeinsames Projekt realisieren möchten. Die Fellowships werden maximal ein Jahr mit 2500 Euro pro Monat unterstützt. Voraussetzung für die Berliner Unternehmen, Vereine und Institutionen ist die professionelle Ausrichtung im Bereich Kunst, Medien und Kultur und für die Künstlerinnen oder Künstler ein abgeschlossenen Studium oder die Tätigkeit als Kulturschaffende.

Informationen zur Ausschreibung zu dem Fellowship Programm für das Jahr 2020 werden voraussichtlich im Juli auf berlin.de bekanntgegeben.

Mehr Informationen zum Projekt des Landesmusikrats finden Sie hier.

Oder schreiben Sie eine E-Mail an Yusuf Sahilli: sahilli@landesmusikrat-berlin.de


Neue Mitarbeiter im Landesmusikrat

Zwei Projekte des Landesmusikrats Berlin werden seit Kurzem von neuen Projektleitungen betreut.

Die Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter wird nun von Matthias Rech organisiert. Der gebürtige Ravensburger studierte in Ulm und Berlin arbeitete zuletzt für das Schulnetzwerk MINT-EC, das naturwissenschaftlich orientierte Schulen vernetzt. Das Herz des Schlagzeugers schlägt für die Arbeit im Schulkontext – was ihn zur Idealbesetzung für das Projekt macht.

Das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational hat Yusuf Sahilli übernommen. Der leidenschaftliche Gitarrist und Sänger aus Berlin betreut seit April 2019 Musikerinnen und Musiker, die ihre Heimat aus politischen Gründen verlassen mussten und nun im Berliner Musikarbeitsmarkt Fuß fassen wollen. Er studierte Business Administration in Berlin und bietet eine mehrsprachige Beratung auf Deutsch, Englisch,Türkisch und Arabisch an.


Berliner Orchestertreff 2019: Zwei Tage klingende Wuhlheide

Mit einem furiosen Abschlusskonzert ist am Sonntagabend der Berliner Orchestertreff 2019 in der Landesmusikakademie Berlin zu Ende gegangen. Das Festival der Amateurmusik findet einmal in vier Jahren statt und war mit 50 angemeldeten Ensembles und 1400 Teil­nehmerinnen und Teilnehmern das bisher größte in Berlin.

Im Rahmen des Orchestertreffs wurde auch die Nominierung für den Deutschen Orchesterwettbewerb durchgeführt, der vom 16. bis 24. Mai 2020 in Bonn stattfinden wird. Folgende  Ensembles wurden mit 1. Preisen ausgezeichnet und  werden Berlin vertreten:

Kategorie A1 (Sinfonieorchester): Sinfonieorchester des Collegium Musicum Berlin (Leitung: Donka Miteva)
Kategorie A3 (Kammerorchester): Junge Kammerphilharmonie Berlin (Leitung: Aurélien Bello)
Kategorie C1 (Zupforchester): Köpenicker Zupforchester (Leitung: Lars Straehler-Pohl)
Kategorie E (Bigband): United Big Band (Leitung: Martin Krümmling)
Kategorie G1 (offene Besetzungen): Berliner Blockflötenorchester (Leitung: Simon Borutzki)

Einen 2. Preis erspielte in der Kategorie G1 (offene Besetzungen) das Saxophonensemble Saxonoras unter der Leitung von Claudia Tesorino.

Weitere Ensembles erhielten Sonderpreise:
Der Sonderpreis der Deutschen Orchesterstiftung (2000 €) ging an das Jugendorchester Charlottenburg (Leitung: Lars Burger), der Sonderpreis des Bezirks Treptow-Köpenick (500 €) an das Glockenspiel-Orchester (Lei­tung: Sabine Paßow) und der Sonderpreis des Rundfunk-Sinfonie-Orchesters Berlin (Konzertbesuch und Musikergespräch für ein Orchester) an das Jugendstreichorchester Béla Bartók (Leitung: Stephanie Thunert).

Ein Höhepunkt des Berliner Orchestertreffs 2019 war am Sonnabendnachmittag die offene Probe der Berliner Ama­teur­musikerinnen und -musiker mit RSB-Chefdirigent Vladimir Jurowski. Eineinhalb Stunden lang probte er mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern drei Sätze aus Dmitri Schostakowitschs Suite für Varieté-Orchester, darunter der beliebte „Walzer Nr. 2“. Kultursenator Dr. Klaus Lederer begrüßte die Amateurmusikerinnen und -musiker persönlich und ließ es sich nicht nehmen, die gesamte Probe zu verfolgen.

Erstmals bot der Berliner Orchestertreff auch ein breites und unentgeltliches Kursprogramm von Körperarbeit über Instrumentenpflege und Probentechnik bis hin zu Rechtsfragen rund um die Orchesterarbeit. Zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher nahmen dieses Angebot wahr. Gastgeber im FEZ war die Landesmusikakademie Berlin. Ein großes, gut organisiertes Team von Helferinnen und Helfern war über das gesamte FEZ verteilt und sorgte für den reibungslosen Ablauf des Treffens. Wir danken der Senatsverwaltung für Kultur und Europa für die Unterstützung, der Landesmusikakademie Berlin, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, den Jeunesses Musicales Berlin und dem Landesverband Berlin-Brandenburgischer Liebhaberorchester für die Kooperation und Partnerschaft, dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und dem Tagesspiegel für die Medienpartnerschaft und der Deutschen Orchesterstiftung und dem Bezirk Treptow-Köpenick für das Stiften der Sonderpreise. Ohne sie alle wäre dieses Festival der Amateurmusik so nicht möglich gewesen.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, Hella Dunger-Löper, sagt: „Die Berliner Amateurmusikszene ist bunt und vielfältig. In der wachsenden und sich verdichtenden Stadt stehen viele Ensembles jedoch vor neuen Herausforderun­gen. Besonders Raum für Musik muss zukünftig systematischer als bisher gesichert werden. Den Rahmen hierfür könnte analog zum Sportfördergesetz ein Musikfördergesetz schaffen, wie wir es in unserem neuen Masterplan Amateurmusik entworfen haben.“

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Erfolgreicher Start: Der erste Jour fixe „Musik und Stadt“

Der erste Jour fixe „Musik und Stadt“ am Montag, dem 20. Mai 2019, widmete sich dem Thema „Alte Musik in Berlin“. Auf dem Podium in der ALEX-Halle waren Expertinnen und Experten versammelt: Prof. Christoph Huntgeburth, Flötist und Professor an der UdK Berlin, Wolfgang Katschner, Leiter der Lautten Compagney, Kirchenmusikdirektor Prof. Dr. Gunter Kennel, Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin a.D. und Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, Dorothee Oberlinger, Flötistin und Leiterin der „Musikfestspiele Potsdam Sanssouci“ und Johannes Weiss für die Vereinigung Alte Musik Berlin, die Berufsvertretung für freischaffende Künstlerinnen und Künstler der Alten Musik. Zusätzlich sprach Matthias Haase von der Leo-Kestenberg-Musikschule zur Lage der Alten Musik an den Berliner Musikschulen. Kundig und knapp moderierte Bernhard Schrammek die Runde. Ein Ensemble aus Johannes Weiss, Dávid Szigetvári, Heidi Gröger, Patrick Sepec, Thor-Harald Johnsen, Luise Enzian und Torsten Übelhör steuerte Musik von Claudio Monteverdi bei.

Das Fazit nach knappen neunzig Minuten lebhafter Debatte und vielen interessanten, wohltuend präzisen Beiträgen der Fachleute und des Publikums: Die Wünsche nach echten, zweckmäßigen Förderinstrumenten für Alte Musik, der solidarischen Vernetzung der Musiker untereinander und einer effektiveren Außenwirkung bündelten sich in der Vision eines Berliner Zentrums für Alte Musik, das Musiker, Ensembles und Publikum zusammenbringt und Bezug nimmt auf die weltweit einmaligen Sammlungen der Stadt Berlin.

Beim anschließenden Empfang klang der Abend unter lebhaften Gesprächen aus.

Der Landesmusikrat dankt allen Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmern, der Musikerinnen und Musikern, dem grandiosen Team von ALEX Berlin und nicht zuletzt dem Publikum für das Gelingen dieser Premiere!

Hier können Sie die Aufzeichnung des Jour fixe nachhören.


Der Landesmusikrat Berlin auf dem Musikschulkongress 2019

Beim Musikschulkongress sprach Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin a. D. und Präsidentin des Landesmusikrats, am 19. Mai auf einer Podiumsdiskussion über die „Berliner Musikschulentwicklung – eine Zwischenbilanz“. Mit ihr auf dem Podium saßen Chris Berghäuser (Leiter der Musikschule Béla Bartók, Berlin), Annette Indetzki (Leiterin des Amtes für Weiterbildung und Kultur Treptow-Köpenick) und Prof. Guido Müller (Direktor der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg); der ebenfalls angekündigte Berliner Staatssekretär Dr. Torsten Wöhlert hatte absagen müssen und wurde von Gert Dietrich (Referent für Musikschulangelegenheiten in der Senatsverwaltung für Kultur und Europa) vertreten. Die Moderation hatte Matthias Pannes. Hella Dunger-Löperbrachte die Haltung des Landesmusikrats Berlin in Erinnerung, dass in den derzeitigen Planungen für den Schulausbau unbedingt Räume für Musikunterricht und Musikpraxis zu berücksichtigen seien, wozu Fachvertreter beratend hinzugezogen werden müssten. Auch die Konferenz der Bezirksbeauftragten Musik (KBB) hatte noch im Februar dieses Jahres nachdrücklich hierauf hingewiesen.

Außerdem war der Landesmusikrat Berlin mit einem Informationsstand im Ausstellungsbereich des Berlin Concgress Center vertreten. Dort konnte er unter anderem viele Kongressbesucherinnen und -besucher vom Anliegen der Postkartenaktion „Musikschulen – 80 % Festanstellungen“ überzeugen und Unterschriften sammeln.


Jugend musiziert Berlin: Landeswettbewerb 2019 abgeschlossen

Am 10. und 11. Mai begeisterten 13 Bands beim gemeinsamen Landeswettbewerb Band (Rock und Pop) Berlin-Brandenburg das Publikum im gut besuchten Maschinenhaus der Kulturbrauerei. Drei Bands erhielten einen 2. Preis, zehn wurden mit 1. Preisen belohnt, davon fünf mit Höchstpunktzahl! Am darauffolgenden Sonntag, dem 12. Mai, beeindruckten erstklassige musikalische Beiträger das Publikum in der ausverkauften Mendelssohn-Remise beim diesjährigen Landespreisträgerkonzert der „klassischen“ Kategorien des Wettbewerbs.

Insgesamt haben dieses Jahr 330 Kinder und Jugendliche an 190 Wertungsspielen beim Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin teilgenommen. 201 von ihnen erhielten einen 1. Preis, davon 111 mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb in Halle. Damit konnten in den Bundeskategorien dieses Jahr 47 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Halle weitergeleitet werden – eine Zahl, die die hohe Qualität der Berliner Teilnehmer und Teilnehmerinnen widerspiegelt.

Neben den diesjährigen Bundeskategorien waren dieses Jahr auch wieder die Berliner Kategorien Band (Rock und Pop), Interkulturelle Perkussion sowie Komposition ausgeschrieben. Diese Kategorien enden mit der Teilnahme am Landeswettbewerb, 92 Kinder und Jugendliche nahmen daran teil.

Im laufenden Jahr werden immer wieder Preisträger und Preisträgerinnen von Jugend musiziert zu erleben sein. Zuletzt spielten vier Bands auf der Summer Stage der Jugendmesse You. Nach den Sommerferien, am 16. August, bringen Preisträgerinnen und Preisträger Werke von Komponisten der Aufklärungszeit in der Mendelssohn-Remise zum Klingen.

Derzeit findet der Bundeswettbewerb in Halle statt – wir drücken den Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Daumen und freuen uns schon darauf, Ihnen am 24. August die diesjährigen Bundespreisträgerinnen und -preisträger im Roten Rathaus zu präsentieren. Seien Sie dabei, wenn die besten Nachwuchsmusikerinnen und -musiker Berlins ihre Wettbewerbsstücke zu Gehör bringen!


Bund Deutscher Zupfmusiker: Joël Betton mit der BDZ-Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet

Im Rahmen eines Nachmittagskonzerts am 5. Mai 2019 in der Lindenkirche in Berlin-Wilmersdorf wurde Prof. Joël Betton von Rüdiger Grambow, Ehrenpräsident des Bundes Deutscher Zupfmusiker (BDZ), in Anerkennung und Würdigung seines langjährigen und erfolgreichen Engagements auf Landes- und Bundesebene mit der Verleihung der BDZ-Verdienstmedaille in Silber geehrt. Grambow nahm die Auszeichnung im Auftrag des Bundesvorstandes vor, der den generationenbedingten Rückzug Bettons aus allen Verbandsämtern auf Landes- und Bundesebene zum Anlass nahm, ihm zu danken und seinen Einsatz für die Aufgaben und Ziele des BDZ öffentlich zu würdigen.

Der Veranstaltungsrahmen eignete sich für diesen Anlass hervorragend: Neben dem Landeszupforchester Berlin, das Joël Betton von 1991 bis 2010 über fast 20 Jahre geleitet hatte und das jetzt unter dem Dirigat von Symeon Ioannidis arbeitet, musizierte auch das von ihm 2017 initiierte Landesjugendgitarrenorchester Berlin unter dem jungen, außerordentlich talentierten Dirigenten Simon Scriba. Zusätzlich trat als Gastorchester des Landesjugendgitarrenorchesters Berlin das Jugendgitarrenorchester EMMVA aus Barcelona unter Leitung von Jordi Paredes auf.        

Der Ehrenpräsident erwähnte in seiner Laudatio, dass das Landeszupforchester Berlin unter Leitung von Betton seit 1994 alle vier Jahre am „Eurofestival Zupfmusik“ des BDZ teilgenommen habe. 1999 habe es eine CD mit dem Titel „Hora Cero“ produziert, auf der u. a. auch das „Divertimento“ für Cello und Zupforchester von Kurt Schwaen eingespielt worden sei, das ihn beim Abhören noch heute immer wieder begeistere.

Es wurde daran erinnert, dass sich Joël Betton dem BDZ über viele Jahre als Landesmusikleiter zur Verfügung gestellt und auch einige Zeit auf Bundesebene die Funktion des Bundesmusikleiters wahrgenommen hat. Vor vier Jahren habe er sogar das Amt des BDZ-Präsidenten in Berlin übernommen und dieses bis Anfang April 2019 ausgeübt. Noch heute vertrete er den BDZ-Berlin im Landesmusikrat Berlin und im Landesausschuss „Jugend musiziert“.

Es sei ihm zu verdanken, so Grambow, dass Berlin das erste Bundesland war, in dem die Bağlama beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ zugelassen wurde. Als der Landesmusikrat Berlin die Bağlama zum Instrument des Jahres 2013 erklärte, sei es Betton gewesen, der den diesbezüglichen Fachausschuss des Landesmusikrates geleitet habe. Und es sei auch seine Idee gewesen, die ersten Konzerte für Bağlama und Zupforchester schreiben zu lassen und diese im Rahmen der Eurofestivals mit seinem Orchester aufzuführen.

Als Dozent bei Seminaren, Landes- und Bundeswettbewerben innerhalb und außerhalb des BDZ sei er ein gefragter Fachmann. Es mache Joël Betton offensichtlich Freude, sein Wissen weiterzugeben, und das auch außerhalb des universitären Rahmens, in dem er sich seit 1985 bewegt, zunächst als Lehrbeauftragter und ab 2008 als Professor für Gitarren an der UdK Berlin. Neben seiner solistischen und kammermusikalischen Tätigkeit liege ihm die Aufführung zeitgenössischer Musik sehr am Herzen. Besondere Aufmerksamkeit widme er der musikalischen Bildung aller Altersklassen im Profi- und Amateurbereich. Er sei einer der Wenigen, die zwischen diesen Bereichen eine Brücke schlagen könnten und auf beiden Seiten hohe Anerkennung genießen würden.   

Im Fokus des Auszuzeichnenden steht natürlich die Welt der Gitarre. Seiner Initiative sei es zu verdanken, dass es seit 2017 in Berlin auch ein Landesjugendgitarrenorchester gibt.

Der Ehrenpräsident ging er noch auf einige Aspekte ein, die seiner Ansicht nach Joël Betton besonders auszeichnen würden: seine von Herzen kommende Freundlichkeit, sein nicht versiegender Ideenreichtum, seine große Hilfsbereitschaft, seine Kompromissfähigkeit, ohne die ein Verband nicht erfolgreich funktionieren könne, und schließlich seine stets positive Grundstimmung und seinen ansteckenden Optimismus. Dies alles seien Eigenschaften, die einem Verband gut tun und von denen dieser profitiert.

Rüdiger Grambow resümierte, dass der BDZ Joel Betton viel zu verdanken habe und er ihm in dankbarer Anerkennung seines Wirkens die Verdienstmedaille in Silber verleihe, die er ihm dann mit Urkunde im Auftrag des Bundesvorstandes überreichte. 


Bund Deutscher Zupfmusiker: Landesjugendgitarrenorchester am Start

Jugendliche Gitarristinnen und Gitarristen sind eingeladen, anspruchsvolle Werke für Gitarrenorchester in Stimm- und Orchesterproben zu erarbeiten und aufzuführen.

Das Landesjugendgitarrenorchester Berlin (ljgo berlin) wurde im März 2017, unter der Leitung von Symeon Ioannidis, gegründet. Das noch junge Orchester besteht zur Zeit aus Studierenden und Preisträgerinnen und Preisträgern der Wettbewerbe Jugend-musiziert und versteht sich als Fördermaßnahme für Nachwuchstalente.

Dabei steht der Spaß an spieltechnischen Herausforderungen und deren Umsetzung im Vordergrund. Das Zusammenspiel im Orchester ist für viele Gitarristinnen und Gitarristen eine neue Erfahrung. Im Fokus des jungen Projektes steht allem voran die fortwährende Integration der jugendlichen Musikerinnen und Musiker in eine musikalische Gemeinschaft über das Orchester hinaus. Dozentinnen und Dozenten geben musikalisches Wissen weiter und fördern den spieltechnischen Fortschritt der Orchestermitglieder.

Jetziger Dirigent und musikalischer Leiter ist Simon Scriba.

Angestrebt wird eine vierfache Besetzung der einzelnen Spielstimmen. Wir freuen uns über jede Neuanmeldung!

Ansprechpartner: Eric Schumann (ljgo@bdz-berlin.de)
Info: www.bdz-berlin.de


Chorverband Berlin: Karneval der Kulturen – Singen macht glücklich!

Auf unserem bunt geschmückten Chorverbandswagen sangen und musizierten unsere Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker voller Leidenschaft bei strahlendem Sonnenschein am Pfingstsonntag. Über vier Stunden begeisterten wir die 600 000 Gäste am Straßenrand und luden ein zum Mitsingen. Unsere spontan entstandene Hymne „Chorverband Berlin – AHA“ ist hitverdächtig und animierte sofort zum Mitsingen. Mehrere hundert Menschen liefen auf der Straße hinter unserem Wagen her und wurden vom Feeling des Singens ergriffen.

Unsere Sängerinnen und Sänger – manche schon über 70 Jahre jung – waren nach dem Umzug völlig geschafft. Doch das Erste, was zu hören war:: „Das machen wir nächstes Jahr wieder. Was für ein unvergessliches Erlebnis!“

Danke allen Sängerinnen und Sängern, Musikerinnen und Musikern, Helferinnen und Helfern und dem Team der Geschäftsstelle vom Chorverband Berlin e. V. Nach der Show ist vor der Show!

Der Chorverband Berlin e. V. im Internet


Deutsche Orchestervereinigung: DOV unterstützt neuen Bundesjugendchor

Unter dem Dach des Deutschen Musikrats ist im kommenden Jahr die Gründung eines Bundesjugendchors geplant. Damit entsteht ein nationales Ensemble, das hochbegabte junge Sängerinnen und Sänger fördert, die Chortradition pflegt und nach außen trägt. Die DOV wird den Bundesjugendchor – wie bereits das Bundesjugendorchester und das Dirigentenforum – finanziell unterstützen. Das beschloss der Gesamtvorstand bei seiner Sitzung am 30. April. Die Grundfinanzierung wird das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend übernehmen.

Bei der Feier zum 50. Geburtstag des Bundesjugendorchesters in Leipzig am 2. Mai 2019 hatte Bundesministerin Dr. Franziska Giffey die Gründung des Bundesjugendchors in Trägerschaft des Deutschen Musikrats verkündet. Er wird erstmals im kommenden Jahr zusammentreten und jungen rund 50 Sängerinnen und Sängern zwischen 16 und 26 Jahren offenstehen. Wie das Bundesjugendorchester wird der Bundesjugendchor mehrmals im Jahr in einer Arbeitsphase ein Programm erarbeiten und in Konzerten präsentieren.

Zur Presseerklärung des Deutschen  Musikrats (PDF)


IAML: Aktuelle Vermittlungsangebote zur digitalen Musikkultur in Berliner Bibliotheken (VÖBB)

Aktuelle Vermittlungsangebote zur digitalen Musikkultur in den Bibliotheken des Verbundes Öffentlicher Bibliotheken Berlins (VÖBB)

Seit 2017 bieten die Zentral- und Landesbibliothek Berlin und einige bezirkliche Musikbibliotheken verschiedene Formate rund um elektronische Klänge an. Mittlerweile finden sich regelmäßige, gebührenfreie Angebote dazu in folgenden Bibliotheken:

Charlottenburg-Wilmersdorf: Der mobile Musik-Makerspace in der Heinrich-Schulz-Bibliothek
Der Musik-Makerspace bietet die Möglichkeit  zum Komponieren elektronischer Musik auf einem iMac mit Musikcontroller, Keyboard, Mikrofon und Kopfhörern. Verschiedene Musikprogramme stehen zur Anwendung bereit: Ableton Live, GarageBand, Maschine und das Musik-Coding Programm Sonic Pi. Die Kreationen von Symphonie bis Klingelton können auf einem mitgebrachten Stick gespeichert werden, um zuhause daran weiterzuarbeiten oder sie beim nächsten Mal wieder mitzubringen. Mit Beginn der Sommerferien 2019 starten  ab dem 24.6.  Workshops für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren jeweils Vormittags in der Zeit von 11-12:30 Uhr sowie  ab dem 29.6. jeden Samstag offene Schnupperkurse für Jung und Alt von 12-13.30 Uhr.
Wer also Beats bauen oder Rapmusik und/oder Songs produzieren möchte, ist herzlich willkommen. Weitere Kurse werden nach den Sommerferien folgen. Alle Kurse sind  geeignet für Jedermann.

Infos unter https://www.wir-bieten-vielfalt-einen-ort.de.
Anmeldungen für die Workshops unter stadtbibliothek@charlottenburg-wilmersdorf.de

Neukölln – Workshops mit MusikApps für Schulklassen
Die Helene-Nathan-Bibliothek in Neukölln bietet für Schulklassen die kostenfreie Teilnahme an MusikApps-Workshops.  Das Workshop-Angebot mit dem Team von edusation verbindet die Förderung von Sprach- und Medienkompetenz mit musikpädagogischen Elementen. Im Vordergrund steht dabei die musisch-sprachliche Förderung von SchülerInnen mit Flüchtlings- und Migrationshintergrund.
Der Workshop ist geeignet für SchülerInnen der 4. bis 6. Klasse und findet in der Zeit vom 11. bis zum 14. Juni 2019 täglich zwischen 9 und 13 Uhr in der Helene-Nathan-Bibliothek (in den Neukölln Arcaden) statt.

Anmeldung unter musik@stadtbibliothek-neukoelln.de

Zentral- und Landesbibliothek Berlin: Der Musikelektroniktreff „Resonanzraum“
Seit 24. April 2019 findet an der ZLB im Haus Amerika-Gedenkbibliothek jeden letzten Mittwoch im Monat der Musikelektroniktreff  „Resonanzraum“ statt.  Die Veranstaltung ist als Community-Projekt zur elektronischen Musikkultur angelegt. Sie bietet ein offenes Forum, in dem Anfänger*innen wie Profis zusammen kommen können, um sich zu unterschiedlichen Themen elektronischer Musikkultur auszutauschen, z.B. in Form von Kurzvorträgen, Präsentationen, Workshops, Diskussionsrunden, etc.. Aktuelle Themen sind beispielsweise die Grundlagen der digitalen Audioverarbeitung, Fragen des Copyright und freie Musiksoftware. Gerne können Fragen und Themenvorschläge eingebracht werden und es ist viel Equipment zum Ausprobieren vorhanden.

https://www.zlb.de/kalender-detail/kalender/resonanzraum-der-musikelektroniktreff-der-zlb-2.html

Zentral- und Landesbibliothek Berlin: Das Lärmlabor
Das Lärmlabor ist ein Workshopangebot der ZLB im Haus Amerika-Gedenkbibliothek für Kinder und Jugendliche im Alter von 9-14 Jahren. In insgesamt 4 Workshops widmet sich die Reihe elektronischer Musikkultur und digitalen Musikinstrumenten. Die Teilnehmer*innen können unter Einsatz von Musikapps und freier Musiksoftware kreativ musikalisch tätig werden und Beats basteln, Tracks remixen, samplen, usw.
Den Anfang macht ein Schnupperkurs am 25.6.19, bei dem es einen Überblick über alle Themen der folgenden Workshops geben wird. 

https://www.zlb.de/kalender-detail/kalender/mitmachen-laermlabor.html


IG Jazz: Eröffnung der Jazzwoche Berlin #1 am 24. Juni – Panel mit Live-Musik

Am 24. Juni startet die Jazzwoche Berlin #1 mit einem Abend um 18 Uhr im „Sowieso“, Weisestr. 27, 12049 Berlin-Neukölln. Ein Panel wird sich ganz grundlegend mit der Frage befassen: „Was ist ‚Jazz‘ 2019? / Versuch einer Selbstdefinition / Wer hat die Deutungshoheit?“ Für Live Musik wird Stefan Schultze am Klavier sorgen.

Die Jazzwoche Berlin #1 ist ein neues Festival, das ganz klassisch hochkarätigen Jazz in in kleinen oder größeren Clubs, in Bars und Kleinstspielstätten bietet. Im Rahmen der Jazzwoche Berlin #1 wird im Haus des Rundfunks am 27. Juni zum dritten Mal der Berliner Jazzpreis verliehen, vergeben vom Berliner Senat und rbb. Diesjähriger Preisträger ist der Trompeter Axel Dörner, weltweit geschätzter Jazz- und Impromusiker, der seit vielen Jahren die Szene in der Hauptstadt prägt.

Über die Jazzwoche Berlin #1
Programmüberblick, Künstler, Spielstätten
Podiumsdiskussionen im Rahmen der Jazzwoche Berlin #1


Jeunesses Musicales: Jugendsinfonieorchester spielen Filmmusiken im Erholungspark Marzahn

Ein großes gemeinsames Jugendsinfonieorchester der Freien Jugendorchesterschule Berlin und der Hans-Werner-Henze-Musikschule Marzahn-Hellersdorf wird aus Anlass des 40. Geburtstages des Stadtbezirkes Marzahn-Hellersdorf unter der Leitung des Dirigenten beider Orchester, Jobst Liebrecht, beliebte Filmmusiken auf der großen Arenabühne im Erholungspark Marzahn spielen. Mit diesem Konzert verabschieden sich gleichzeitig die beiden Orchester nach einem mit vielen Proben und Konzerten angefüllten Schuljahr schwungvoll in ihre wohlverdienten Sommerferien. Der Eintritt in den Park und die Gebühr für die Nutzung der Seilbahn sind an diesem Tag extrem reduziert, so dass die Gelegenheit auch von großen Gruppen genutzt werden kann.

Wir feiern Marzahn-Hellerdorf – 40-jähriges Bezirksjubiläum


Landesmusikakademie: Saxophon-Meisterkurse Jazz & Klassik

Als künstlerischer Leiter des Jazzinstituts Berlin und weltweit konzertierender Musiker genießt Prof. Peter Weniger ein hohes internationales Renommee. In seinem Kurs stehen groovige, rhythmisch abwechslungsreiche Improvisationen über komplexe harmonische Abläufe im Fokus. Dabei geht es um Improvisation im Bandkontext und um Übungskonzepte, wie die Ausdrucksvielfalt gesteigert werden kann. Peter Weniger erteilt Einzelunterricht vor der Gruppe. Die Meisterklasse findet vom 25. bis 27. Juli 2019 in der Landesmusikakademie Berlin jeweils von 10 bis 17 Uhr statt und kostet 290.– Euro. Anmelden können Sie sich bis zum 10. Juli hier.

Detlef Bensmann hat als Saxophon-Solist mit vielen Orchestern gespielt, ist selbst Komponist und auf Neue Musik spezialisiert. Im Laufe der Meisterklasse gibt er jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer zwei Mal Einzelunterricht à 30 Minuten. Der Kurs beinhaltet täglich Körperübungen, Übungen zur Atemtechnik, Einspielübungen in der Gruppe sowie Konzerte des Dozententeams wie auch der Teilnehmenden. Detlef Bensmann führt in neue Spieltechniken für Kammermusik und Neue Musik ein. Der Kurs findet vom 24. bis 28. Juli in der Landesmusikakademie Berlin in der Zeit von 10 bis 17 Uhr statt. Die Gebühr beträgt 390.– Euro. Interessierte Musikerinnen und Musiker können sich bis zum 9. Juli hier anmelden.

www.landesmusikakademie-berlin.de
welcome@landesmusikakademie-berlin.de


Landesmusikakademie: Auf dem Weg zum Profi. Die neue Praxis im Musikbusiness

In diesem Kurs geben Michael von Rothkirch und Oliver W. Heinz kostbare praktische Tipps von der Bandgründung bis zum Chart-Erfolg. Sie vermitteln Urheberrechts-Basics ebenso wie ihre Erfahrungen, Verträge zu verhandeln. Aus ihrem 464-seitigen Standardwerk Die neue Praxis im Musikbusiness, das sie zusammen mit Robert Lyng verfasst haben und das in der 13. Auflage erschienen ist, werden in aller Kürze die Essentials vermittelt: Von der Herstellung des ersten Demobands bis hin zur fertigen CD zeigen sie Strukturen sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken auf. Sie erklären Begriffe wie Urheberrechtsgesetz, Bandübernahmevertrag, Verlags-Tantiemen und Konventionalstrafe. In ihrem Werk streifen sie auch Randgebiete der Künstler-Existenz wie Versteuerung, Krankenversicherung oder rechtliche Grundlagen zur Gründung eines eigenen Verlags. Alles in allem findet man in diesem Kurs wertvolle Inputs für eine Karriere als „Kreative*r“ und „Professional“ im härtesten Geschäft der Welt.

Sie können sich bis zum 9. August hier anmelden. Der Kurs kostet 99.– Euro und findet am 14. 8. 2019 in der Landesmusikakademie Berlin von 10 bis 17 Uhr statt.

www.landesmusikakademie-berlin.de
welcome@landesmusikakademie-berlin.de


Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach: Konzert „Midsommar“, 20. Juni, 19.30 Uhr im Kammermusiksaal der Philharmonie

Als Einstimmung auf die Mittsommerfestlichkeiten im Norden Europas präsentiert das Sinfonieorchester des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach ein Programm mit hochkarätigen Werken skandinavischer Komponisten. Der Titel und die Konzeption des Abends entstanden als gemeinschaftliche Idee der Musikerinnen und Musiker, eine einheitliche Programmatik mit dem festlichen Schuljahresabschluss in einem renommierten Konzertsaal zu verbinden.

Programm
Jean Sibelius: Finlandia op. 26; Violinkonzert d-Moll op. 47
Edward Grieg: Orchesterlieder EG 177 (Auswahl); Sinfonie c-Moll op. 19

Sinfonieorchester des Musikgymnasiums C. Ph. E. Bach
Leitung: Samuel Lee

Die Solistinnen
Ariana Puhar (Violine) ist Schülerin von Frau Prof. Nora Chastain an der Universität der Künste Berlin und gewann bereits zahlreiche erste Preise und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben in Italien, Kroatien, Slowenien, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz.
Solomia Lukyanets (Sopran) erhält Unterricht bei Anna Samuil an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin und gewann 2016 den Grand Prix beim Triomphe de L'arte Wettbewerb in Brüssel und erreichte 2017 beim Guilio Perotti Wettbewerb den 1. Preis sowie den Publikums- und Nachwuchstalentpreis.

Eintritt: € 10 + 2. Karte gratis
an der Abendkasse oder Vorbestellung über karten@bach-musikgymnasium.de


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Ein besonderes Konzert

Der Verein zur Förderung der Zupfmusik präsentiert das DUO CONSENSUS:

Through North and South America
Ausdrucksstarke Werke amerikanischer Komponisten für Mandoline und Gitarre: Eduardo Angulo, George Gershwin, Stephen Funk Pearson u. a.

Samstag, 31. August 2019, 19 Uhr
Schwartzsche Villa, 12165 Berlin

Die Künstler
Christian Laier, Mandoline,
studierte Mandoline in Kassel und Hamburg und Gitarre in Kassel. Konzerte führten ihn durch Europa, in die USA, nach Japan und Brasilien. Er trat als Solist u.a. mit der Jenaer Philharmonie, dem Leipziger Symphonieorchester, dem Minsker Zupforchester und dem Landeszupforchester Berlin auf und ist sechsfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Er unterrichtet in Erfurt, ist Dozent bei Seminaren und war 2007–2016 Dirigent des Landesjugendzupforchesters Brandenburg-Berlin.

Karoline Laier (geb. Kumst), Gitarre, studierte an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und legte 2013 das Konzertexamen an der Universität der Künste in Berlin ab. Ihre Tätigkeit umfasst Aufführungen mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt und den Thüringer Symphonikern Rudolstadt/Saalfeld, Konzertreisen durch Europa, in die USA, nach Japan und Brasilien, und Rundfunkaufnahmen. Elf Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben belegen ihre Qualität.

Eintritt:  15,- € / ermäßigt 10,- €

Infos und Kartenvorverkauf bis 29. 8.
unter +49 (0)30 474 50 22
Mail: 
kontakt@vzfz.eu | www.vzfz.eu

lmr-info Nr. 33, 10. Mai 2019

Musikschulen: Postkartenaktion reloaded

Der Berliner Landesmusikrat ruft zu einer neuen Postkartenaktion für die öffentlichen Berliner Musikschulen auf: Unterstützerinnen und Unterstützer sind aufgefordert, die Aktionspostkarten zu signieren und zeitnah an den Landesmusikrat Berlin, Lübecker Str. 23, 10559 Berlin zu senden oder dort vorbei zu bringen. Die Karten werden dann dem Berliner Senat überreicht.

Download der Postkarte hier (bitte dem Link folgen)
Die Postkartenabholstationen (bitte dem Link folgen)
Was können Sie tun, um an der Aktion teilzunehmen (Download Handlungsempfehlungen)?
Aktionsliederbuch der Gewerkschaft ver.di zur kreativen Verwendung (Download)

Nächster Aktions-Termin:
17.-19. Mai: Musikschulkongress, Berliner Congress Center, Alexanderstr. 11, 10178 Berlin

Wie lauten die Forderungen?

  • Sofortige Honorarerhöhung und bessere soziale Absicherung für die freien Honorarkräfte an den Musikschulen,
  • Mindestens 9 volle Stellen pro Musikschule für musikpädagogisches Management,
  • Stufenplan mit dem Ziel 80 % Festanstellungen bis 2025 und
  • Mehr Räume für Musikunterricht und Musikschulen.

Die Präsidentin des Landesmusikrates Hella Dunger-Löper sagt: „Wir begrüßen den Beginn des Strukturwandels an den Berliner Musikschulen, der mit der Schaffung von mehr festen Stellen endlich begonnen wurde. Der im Koalitionsvertrag versprochene erste Schritt ist aber noch nicht komplett umgesetzt, das ist erst mit den Besetzungen der Funktionsstellen für musikpädagogisches Management – Fachbereichsleitungen u. a. – in den Musikschulen erreicht. Außerdem muss die Situation der Honorarkräfte an den Musikschulen dringend verbessert werden. Auch ein Plan für weitere Schritte bis 2025 liegt noch nicht vor. Das fordern wir hiermit ein.“

Hella Dunger Löper wird die Positionen des Berliner Landesmusikrates auch beim kommenden Musikschulkongress in Berlin (17.-19. Mai 2019) am Sonntag, den 19.  Mai 2019 / 11.00 - 12.30 Uhr  im Rahmen der Podiumsdiskussion zum Thema „Berliner Musikschulentwicklung – eine Zwischenbilanz“ vertreten.  Weitere Podiumsteilnehmerinnen und Podiumsteilnehmer sind: Chris Berghäuser (Leiter der Béla-Bartók-Musikschule), Annette Indetzki (Leiterin des Amtes für Weiterbildung und Kultur Treptow-Köpenick), Prof. Guido Müller (Direktor der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg) und Dr. Torsten Wöhlert (Staatssekretär für Kultur). Die Moderation hat Matthias Pannes, Bundesgeschäftsführer des Verbands deutscher Musikschulen (VdM).

Zum Gesamtprogramm des Kongresses gelangen Sie hier: www.musikschulen.de/projekte/musikschulkongress/musikschulkongress2019/index.html


Erster Jour fixe „Musik und Stadt“ am 20 Mai: Alte Musik in Berlin

Aktuelle Fragen stellen, Standpunkte klären, neue Wege aufzeigen: Das neue Diskussionsforum Jour fixe „Musik und Stadt“ des Landesmusikrats Berlin hebt das Musikleben in Berlin in die öffent­li­che Debatte. Es bringt Fachleute und Publikum, Musikerinnen und Musiker, Politikerinnen und Politiker zusammen. Live-Musik wird stets dabei sein.

Der erste Jour fixe „Musik und Stadt“ widmet sich der Alten Musik in Berlin. Warum ist die Alte Musik so wichtig für das Musikleben der Stadt Berlin? Wo kann man mehr über Alte Musik erfahren? Welche Ensembles prägen unsere Stadt? Unter welchen Bedingungen arbeiten sie? Diese und weitere Fragen werden von Expertinnen und Experten der Berliner Musikszene diskutiert.

Auf dem Podium der ALEX-Halle: Prof. Christoph Huntgeburth (UdK Berlin), Wolfgang Katschner (Lautten Compagney), KMD Dr. Gunter Kennel (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz), Hella Dunger-Löper, Staats­sekretärin a. D. (Landesmusikrat Berlin e.V.), Dorothee Oberlinger (Musikfestspiele Potsdam Sanssouci) und Johannes Weiss (Vereini­gung Alte Musik – Die Berufsvertretung für freischaffende Künstler der Alten Musik).

Für Live-Musik sorgen Johannes Weiss & Dávid Szigetvári (Tenor), Heidi Gröger (Lirone), Patrick Sepec (Basso da brazzo), Thor-Harald Johnsen (Theorbe & Barockgitarre), Luise Enzian (Tripelharfe) und Torsten Übelhör (Orgel).

Der Jour fixe wird im Live-Stream von ALEX Berlin zu sehen sein und anschließend in der ALEX-Mediathek zum Nach­hör­en zur Verfügung stehen.

Jour fixe „Musik und Stadt“: Alte Musik in Berlin
Podiumsdiskussion mit Live-Musik – Moderation: Bernhard Schrammek (rbb)
Montag, 20. Mai 2019, 19 Uhr
ALEX-Halle, Rudolfstraße 1–8 (Eingang: Ecke Ehrenbergstraße), 10245 Berlin-Friedrichshain

Eintritt frei!


Berliner Orchestertreff am 25./26. Mai: Der Endspurt hat begonnen / Noch bis zum 13. Mai 2019 können Sie einen Stand anmelden!

In zwei Wochen ist es soweit: Die Landesmusikakademie und das FEZ öffnen ihre Türen zum Berliner Orchestertreff 2019. Ensembles vom Sinfonieorchester bis zum Saxophon- und Glockenspielensemble kommen am 25. und 26. Mai dort zusammen und treten auf vier Bühnen auf. Sie hören einander zu, tauschen Erfahrungen aus und können auf Wunsch Beratung von Profis bekommen oder am Wettbewerb teilnehmen. Interessierte können sich zu zahlreichen kostenlosen Workshops anmelden, von Hinweisen zu Projektförderung und Probenleitung über Körperarbeit für Musiker bis hin zu Tipps zur Pflege der Instrumente. Herzlich eingeladen sind auch alle neugierigen Musikfreunde, die sich ein Bild von der lebendigen Berliner Amateurmusikszene machen möchten – oder einfach nur die Live-Musik in ihrer ganzen Vielfalt genießen.

Etwas ganz Besonderes ist die offene Probe mit Vladimir Jurowski, dem Künstlerischen Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, am Sonnabend, dem 25. Mai 2019, um 17.30 Uhr. Alle Musikerinnen und Musiker, die schon immer einmal mit einem Stardirigenten und Musikern eines Spitzenorchesters proben wollten, können sich diesen Traum hier erfüllen – mit der Suite für Varieté-Orchester („Jazz-Suite“) von Dmitri Schostakowitsch. Anmelden können Sie sich hier (jeweils mit Instrument), die Noten werden Ihnen dann umgehend per Post zugestellt.

Der Landesmusikrat Berlin verkürzt auch allen Ungeduldigen und Neugierigen die Wartezeit mit dem Orchestertreff-Countdown: Jeden Tag wird auf der Facebook-Seite des Landesmusikrats Berlin eines der Ensemble porträtiert, die am Orchestertreff teilnehmen.

Für Mitglieder des Landesmusikrates und Amateurorchester gibt es noch bis zum 13. Mai 2019 die Möglichkeit, einen kostenfreien Info-Stand für den Orchestertreff anzumelden und sich so im weiträumigen Foyer des FEZ vorzustellen. Anmeldungen richten Sie bitte an stoff@landesmusikrat-berlin.de, Sie erhalten dann weitere Informationen. 


Jugend musiziert Berlin: Bandwettbewerb & Preistägerkonzerte

Der diesjährige Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin neigt sich dem Ende zu. Am 10. und 11. Mai werden mit der Kategorie Band (Rock Pop) in der Kulturbrauerei die letzten Wertungsspiele abgeschlossen, am 12. Mai findet das traditionelle Landespreisträgerkonzert in der Mendelssohn-Remise statt und am 1. Juni heißt es dann „Jumu rockt“ beim Landespreisträgerkonzert der Bandwertung von Jugend musiziert Berlin.

Mehr Information hier:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/landeswettbewerb/


Trauer um Gregor Bosch

Der Landesmusikrat Berlin trauert um Gregor Bosch, der seit 2015 den Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte in unserem Dachverband vertreten hat und am 8. April 2019 plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Gregor Bosch leitete seit 2008 das Musikfachgeschäft Cantus-Riedel, welches er nach der Insolvenz des traditionsreichen Hauses Riedel als Filiale des süddeutschen Unternehmens “Musikgroßsortiment Loib GmbH” MBS wiedergegründet hatte. Heute ist das Geschäft eine Filiale der Unternehmenstochter Bauer & Hieber.

Gregor Bosch hat mit seinem Engagement tausende Berlinerinnen und Berliner mit Noten und weiteren Musikalien versorgt.

Wir sind bestürzt und fassungslos und sprechen allen Hinterbliebenen, allen Angehörigen, allen Kolleginnen und Kollegen unser herzliches Beileid aus.


Strategietag „Bildung stärken – Mehr Musik im Ganztag“

„Bildung stärken – Mehr Musik im Ganztag“: Das war das Ziel des Strategietags, den der Landesmusikrat Berlin am 8. April 2019 in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in der Allegro-Grundschule durchführte. An acht Thementischen erarbeiteten insgesamt 53 Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Musikschule, Politik, Verwaltung und Fachverbänden Lösungsansätze für Fragen wie „Rahmenbedingungen für Kooperationen zwischen Schulen und Musikschulen“, „Räumliche Voraussetzungen für mehr Musik im Ganztag“ oder „Handlungsspielräume zwischen Schullehrkräften, Instrumentallehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern“.

Wir danken allen Beteiligten für ihre konstruktive Mitwirkung und die zielorientierten Diskussionen! Die Ergebnisse werden nun zusammengeführt und zeitnah übergeben.

Bilder: LMR
https://www.landesmusikrat-berlin.de/


Ernstgenommen: Konstruktive Gespräche zur Chorförderung

Im Vorfeld der der Kulturpolitischen Konferenz von ver.di am 2. März 2019 hatten Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Chorszene gefordert: „Nehmt. Uns. Ernst.“  Vorausgegangen waren Unstimmigkeiten mit der Kulturverwaltung, die die Chorförderung betreut.

Inzwischen haben sich Vertreterinnen und Vertreter des Runden Tisches Chormusik am 25. April 2019 zu einem Workshop mit Staatssekretär Dr. Torsten Wöhlert getroffen und die konstruktiven Gespräche wieder aufgenommen.


Aufbruch, Wien und Bigband: Berliner LMR-Ensembles begeisterten in ihren Konzerten

Frühling ist Konzertsaison! Den Anfang machte am 13. April das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin unter der Leitung von Jobst Liebrecht und Gerhard Scherer mit seinem Konzert im Werner-Otto-Saal des Konzerthauses und Werken von Tom Rojo Poller, Myriam Marbe, Charlotte Seither und Hans Werner Henze sowie der Uraufführung eines Auftragswerks von Nima Farahani.

Am Ostermontag, dem 22. April, folgte das Landesjugendorchester Berlin mit seinem Programm aus Werken Mozarts, Korngolds und Mahlers im vollbesetzten Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Ulrich Amling würdigte die Leistung der Jugendlichen sowie der Sänger Brynhildur Thorsdottir, Michael Kim und Oliver Boyd unter der Leitung von Evan Christ mit einer Kritik im Tagesspiegel.

Sein zweites Konzert spielte das Landesjugendorchester am 28. April bei der 24. Lions-Benefizgala unter dem Motto „Wien-Berlin – Die alte und die Neue Welt“. Auch hier eröffnete das Orchester unter Evan Christ mit Mozart, bog dann aber zur Strauß-Familie ab, die auch Korngolds Straussiana würdigte. Werke von Samuel Barber, Aaron Copland und Igor Strawinsky rundeten das Programm ab. Die Berliner Morgenpost besprach das Konzert ausführlich.

Am selben Abend war in der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain das Berliner JugendJazzOrchester unter der Leitung des amerikanischen Saxophonisten und Bandleaders Dick Oatts zu hören – sowohl für das begeisterte Live-Publikum als auch im Fernsehprogramm von ALEX Berlin.


Kühler Frühling, brennende Anliegen: Aktionen für Berliner Musikschulen im April und Mai

Die Verhandlungen um den Berliner Doppelhaushalt 2020/21 stehen ins Haus – da machen sich auch der Landesmusikrat Berlin, die Gewerkschaft ver.di, die Landeslehrervertretung der Berliner Musikschulen und die Deutsche Orchestervereinigung mit Nachdruck bemerkbar. An nunmehr drei Freitagen, am 29. März, am 12. April und am 3. Mai, erteilten Berliner Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer im Rahmen einer ver.di-Aktion dem Finanzsenator jeweils eine 45-minütige Musikunterrichtsstunde vor seiner Behörde in der Klosterstraße. Bei den Kundgebungen zum 1. Mai war der Landesmusikrat im Rahmen der Postkartenaktion reloaded mit einem Stand vertreten.

musik.verdi.de/themen/nachrichten/++co++405db03e-5d30-11e9-80ad-001a4a160100


Vereinigung Alte Musik Berlin e. V.: Antwort auf schriftliche Anfrage im Abgeordnetenhaus

Am 28. März 2019 stellte Daniel Wesener, Abgeordneter der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, eine schriftliche Anfrage zur Alten Musik in Berlin. Sie betrifft vor allem die Fördermöglichkeiten, die der Alte-Musik-Szene in Berlin zur Verfügung stehen. Die Antwort schrieb Dr. Thorsten Wöhlert im Namen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Sie wurde am 17. April als Drucksache 18/18406 auf den Seiten des Abgeordnetenhauses veröffentlicht.

Auf die Teilfrage nach dem Umfang der Berliner Alte-Musik-Szene und ihrer Bewertung durch den Senat beschreibt die Antwort eine lebendige, wachsende, qualitativ hochstehende und beim Publikum geschätzte Musikszene. Institutionell gefördert wird im Doppelhaushalt 2018/19 allerdings allein die Akademie für Alte Musik Berlin mit 200 000 Euro. Förderbedarf besteht laut Antwort der Senatsverwaltung bei laufenden Ausgaben der Ensembles und Institutionen, der Durchführung von Konzerten, Kooperationen und Öffentlichkeitsarbeit und dem Überwinden der Stagnation bei den Honoraren. Die weiteren Fördermöglichkeiten sind stark beschränkt, zumal die Alte-Musik-Szene keinen Zugang zu Förderung im Rahmen des Teilansatzes Ernste Musik hat. Die Einzelprojektförderung ist zurzeit auf bereits institutionell geförderte Institutionen sowie auf Reihen oder Festivals beschränkt. Zur künftigen Förderung heißt es: „Unter der Voraussetzung entsprechender Ansatzerhöhungen sollten die bestehenden Förderprogramme im Bereich Musik für die Alte Musik geöffnet werden. Die Willensbildung auf Senatsebene ist im Hinblick auf den kommenden Doppelhaushalt noch nicht abgeschlossen.“

Die vollständige Antwort auf der Internetpräsenz des Abgeordnetenhauses:
http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-18406.pdf


IAML: Sensationsfund – Überraschungen aus dem Archiv – Musikleben in Deutschland

Humperdinck-Manuskript in der Universität der Künste wiederentdeckt
Einen Sensationsfund konnte die Bibliothek der Universität der Künste melden: In ihrem Bestand schlummerte das Autograph einer verschollen geglaubten Komposition von Engelbert Humperdinck. Die Kantate Die Fischerin für drei Solostimmen und Orchester (nach einem Text von Goethe) war getarnt als anonym eingereichte Wettbewerbskomposition und wurde erst kürzlich im Rahmen einer Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek eindeutig identifiziert. Mehr dazu hier:https://www.udk-berlin.de/service/universitaetsbibliothek/wir-ueber-uns/verschollen-geglaubtes-humperdinck-manuskript-wiederentdeckt/

„Archiv subversiv“ – ein Interview mit Dietmar Schenk, dem Leiter des Archivs der Universität der Künste im VAN-Magazin
„In der Erinnerung haben Sie eine schöne Geschichte, dann gucken Sie in die Akten, wie es wirklich war, und erleben die böse Überraschung“ – ist eine der Erfahrungen von Dietmar Schenk, wenn z.B. Biographien bekannter Absolvent*innen der Musikhochschule in der Öffentlichkeit anders dargestellt wurden, als es die Aktenlage dokumentiert. Der gesamte Artikel ist unter folgender URL nachzulesen: https://van.atavist.com/udk-archiv? fbclid=IwAR2AwCc3C7FWAg_ZSNhURs32wW1t35MIuaWj7pvNvXtae8EAdCICedbAu4w

Artikel „Musikinformation und Dokumentation“ in der soeben erschienenen Publikation „Musikleben in Deutschland“ vom Deutschen Musikinformationszentrum (http://www.miz.org/musikleben-in-deutschland.html)
In ihrem Artikel „Musikinformation und Dokumentation“ geben Martina Rebmann (Staatsbibliothek zu Berlin) und Reiner Nägele (Bayerische Staatsbibliothek) einen aktuellen Überblick über die Arbeit der Musikbibliotheken und Musikarchive in Deutschland. Eine Online-Version dieses Artikels wird in Kürze hier nachzulesen sein: http://www.miz.org/fachbeitraege.html#medienundrecherche


DMV: Raptus von Enjott Schneider beim Deutschen Orchesterwettbewerb / Ries & Erler mit Stand beim Berliner Orchesterwettbewerb vertreten

Als Kompositionsauftrag des Deutschen Musikrats für den Deutschen Orchesterwettbewerb entstand Enjott Schneiders Raptus – Die Freiheit des Beethoven für Orchester. Nicht zufällig sind die Bezüge des Pflichtstücks in der Kategorie „Sinfonieorchester“ zum berühmten Jubilar des Jahres 2020: Helene von Breuning, Mentorin des jungen Beethoven, nannte die berüchtigten Zornausbrüche des Tonsetzers „Raptus“, Beethoven übernahm die Bezeichnung für seine exzentrischen Gemütsschwankungen selbstironisch.

Schneider verwendet in Raptus eine klassische Beethoven-Orchesterbesetzung und verwebt Motivzitate des Meisters mit der lautmalerischen Nachzeichnung der Brüche in Beethovens Lebensphasen. Ries & Erler präsentiert beim Orchestertreff in der Landesmusikakademie die Partitur. Verlagsleiter Andreas Meurer und sein Team beantworten Fragen rund um Entstehung und Herausgabe der Komposition.

Am Stand des Verlags werden außerdem Werke aus der Reihe „Sinfonik des 19. Jahrhunderts“ zu sehen sein. Neben Partituren von Komponisten wie Franz Danzi, Ferdinand Ries, Louis Spohr und Carl Stamitz gibt es einige Raritäten bei Ries & Erler zu entdecken.

https://www.rieserler.de/2019/01/22/raptus-die-freiheit-des-beethovens-beim-10-deutschen-orchesterwettbewerb-2020/


IG Jazz Berlin präsentiert: Jazzwoche Berlin #1, 24. bis 30. Juni 2019

Berlin gilt – über das Jazzfest Berlin hinaus – spätestens seit den 1990er-Jahren als internationaler Hotspot für zeitgenössischen Jazz und Improvisationsmusik, als Labor und Sammelpunkt einer Gemeinschaft visionärer Musikschaffender. Ehemals angelockt von günstigen Lebens- und Arbeitsbedingungen, heute von einer großen und vielfältigen Szene, die sich immer weiterentwickelt.

Das Besondere an der Jazzwoche Berlin #1 ist: das Normale. Es gibt kein Festivalprogramm, nichts wird kuratiert – es passiert genau das, was immer passiert. Hochkarätiger Jazz verschiedenster Stilistiken  in kleinen oder größeren Clubs, in Bars und Kleinstspielstätten.

Inmitten der Jazzwoche Berlin #1 (27. 6.) wird zum dritten Mal der Berliner Jazzpreis verliehen, vergeben vom Berliner Senat und rbb. Diesjähriger Preisträger ist der Trompeter Axel Dörner, weltweit geschätzter Jazz- und Impromusiker, der seit vielen Jahren die Szene in der Hauptstadt prägt.

Die weiter wachsende Relevanz der freien Jazzszene zeigt sich auch in neuen Kommunikationsformaten. Das renommierte field-notes-Magazin und die dazugehörige Online-Plattform öffnen ab sofort ihr Programm um diese eigenständige aktuelle Kunstform: www.field-notes.berlin

Kontakt: Bettina Bohle, Geschäftsführung IG Jazz Berlin, post@ig-jazz-berlin.de

Die JAZZ WOCHE BERLIN wird veranstaltet von der IG Jazz Berlin – Interessengemeinschaft Jazz Berlin e.V. und gefördert durch das Land Berlin- Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
Projektpartner: field notes. Medienpartner: ASK HELMUT, Digital in Berlin, Der Freitag, Exberliner Magazine und kulturradio vom rbb.

lmr-info Nr. 32, 3. April 2019

Jours fixes „Musik und Stadt“ – ein neues Diskussionsformat des Landesmusikrats Berlin

Der Landesmusikrat Berlin gründet 2019 ein neues Diskussionsforum: Die Jours fixes „Musik und Stadt“. Zusammen mit ALEX-TV, dem crossmedialen Sender der Landesmedienanstalt Berlin, versammelt der Landesmusikrat regelmäßig Expertenrunden, die unter dem übergreifenden Motto „Musik und Stadt“ öffentlich zu aktuellen Musikthemen diskutieren. Thematisch passende Live-Musik bietet den anregenden Rahmen. Die Veranstaltung wird über ALEX-TV live ins Internet gestreamt und steht danach über die ALEX-Mediathek zum Nachhören zur Verfügung. Das neue Diskussionsformat geht auf Anregungen aus dem Kreis der Mitglieder des Landesmusikrats zurück.

Den Anfang macht am 20. Mai eine Diskussionsrunde zum Thema „Alte Musik“. Unter der Leitung des Musikwissenschaftlers und Moderators Bernhard Schrammek werden Persönlichkeiten aus der Alte-Musik-Szene und der musikalischen Bildungslandschaft in Berlin sowie Mitglieder des Landesmusikrats u. a. darüber sprechen, wie reich sich die Berliner Szene entwickelt, wie wenig sie aber im städtischen Musikleben präsent ist.

Als weitere Themen im Jahr 2019 sind geplant: Musik im Rundfunk, populäre Musik und „Sinfonie der Großstadt“ – Musik im großstädtischen Alltag.

Einzelheiten demnächst auf der Homepage des Landesmusikrats Berlin!


Runder Tisch Musikalische Bildung: Neue Masterpläne Musikalität sowie Nachwuchsförderung und Amateurmusik – Entwurf eines Musikfördergesetzes

Der Runde Tisch Musikalische Bildung veröffentlicht zum April 2019 die neuen Masterpläne zu Musikalität und Nachwuchsförderung sowie Amateurmusik.

Der Masterplan Musikalität und Nachwuchsförderung analysiert das Berliner Angebot für musikalische Bildung sowie Breiten- und Begabtenförderung. Er fordert u. a. die Einrichtung eines Informationsnetzes für Eltern und Heranwachsende, umfassende und vorausschauende Planung zur Musikalitätsförderung in Kitas, Schulen und Musikschulen und die gezielte Stärkung musikpädagogischer Studiengänge an den Berliner Hochschulen.

Der Masterplan Amateurmusik legt dar, wie die Berliner Amateurmusikszene das Stadtleben kulturell bereichert, wie hoch aber auch die Hürden sind, die das ehrenamtliche musikalische Engagement überwinden muss. Besonders der Zugang zu Proben- und Konzerträumen stellt Chöre, Orchester und andere Amateurensembles vor wachsende Schwierigkeiten. Der Masterplan zielt auf konkrete, grundsätzliche Regelung: Aus seinen Forderungen und Handlungsvorschlägen heraus formuliert er den Entwurf eines Musikfördergesetzes.

Beide Masterpläne liegen seit dem 2. April als weitere Teile des Masterplans Musikalische Bildung vor. Sie ergänzen damit dessen bereits 2015 erschienene Teile Musikalische Bildung in der Vorschulzeit, Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen und Musikschule. Die Masterpläne können hier heruntergeladen werden. Außerdem sind sie in der Geschäftsstelle des Landesmusikrats Berlin erhältlich und werden Interessentinnen und Interessenten auf Wunsch zugeschickt.

Rundfunkbeitrag im rbb-Kulturradio vom 3. April 2019
mit Hella Dunger-Löper, Präsidentin, und Ralf Sochaczewsky, Präsidiumsmitglied des Landesmusikrats Berlin

Mehr Information


Jugend musiziert: Landeswettbewerb voraus!

Es geht los: Am 4. April beginnt der Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin. Mehr als 300 Berliner Schüle­rinnen und Schüler haben sich in den Regional­wettbewerben dafür qualifiziert. In den Räumen der UdK Berlin, im Musikgym­nasium Carl Philipp Emanuel Bach und im Kultur­haus Karlshorst werden sie vor den Fachjurys spielen und im anschlie­ßenden Beratungsgesprächen individuelles Feedback erhalten.

Die Abschlussveranstaltung findet am Sonntag, dem 7. April, um 17 Uhr im Konzertsaal der Universität der Künste statt. Dort werden die Urkunden und zahlreiche Sonderpreise verliehen. Herausragende Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren außerdem Werke aus ihrem Wettbewerbsprogramm.

Kinder und Jugendliche, die sich im Landeswettbewerb einen 1. Preis erspielen, werden am 12. Mai 2019 um 17 Uhr ein Preisträgerkonzert in der Mendelssohn-Remise bestreiten.

Der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ findet dann vom 6. bis zum 13. Juni in Halle an der Saale statt. Berliner Bun­despreisträger werden am 24. August 2019 beim großen Konzert im Roten Rathaus zu hören sein. Der Eintritt für dieses besondere Konzert ist frei. Alle Berlinerinnen und Berliner sind herzlich eingeladen, „ihrem“ Nachwuchs zu­zu­hören. Bitte den Termin unbedingt vormerken.

Bundesweit ausgeschrieben sind in diesem Jahr die Kategorien Streichinstrumente, Akkordeon, Schlag­zeug und Gesang (Pop) in der Solowertung; in der Ensemblewertung sind es Klavier-Kammermusik, Blasinstrument mit Klavier, Vokal-Ensemble und Zupfensemble. In Berlin kommen außerdem Populäre Musik-Ensemble: Band (Rock und Pop), Komposition und Interkulturelle Perkussion hinzu.

Zeitpläne und weitere Informationen


Orchestertreff: Jetzt anmelden für Workshops und offene Probe mit Vladimir Jurowski!

Der Berliner Orchestertreff 2019 bietet allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erstmals die Möglichkeit, kostenlos an Workshops rund um das Musizieren im Ensemble teilzunehmen. Das Spektrum der insgesamt 16 Kurse reicht von Körperarbeit für gesundes Musizieren und Information zu Förderanträgen über Tipps zu Instrumentenpflege und Tonmitschnitten bis hin zur Ensembleimprovisation. Kursbeschreibungen, Kurstermine und Auskunft über freie Plätze finden Sie auf der Homepage des Landesmusikrats. Hier können Sie sich auch mit wenigen Klicks anmelden.

Ein Höhepunkt des Orchestertreffs wird die offene Probe unter der Leitung von Vladimir Jurowski sein, dem Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter des Rundfunksinfonieorchesters Berlin (rsb). Die Probe wird am Samstag, dem 25. Mai, um 17.30 Uhr stattfinden. Geprobt wird die „Jazz Suite“ (Suite für Varieté-Orchester) von Dmitri Schostakowitsch: Marsch, Kleine Polka, Walzer Nr. 2. Außer Vladimir Jurowski beteiligen sich die Stimmführer des rsb an der Probe.

Interessentinnen und Interessenten für die Kurse und die offene Probe sind gebeten, sich über die Homepage des Landesmusikrats zu den Kursen anzumelden. Teilnehmen können alle Interessentinnen und Interessenten, auch wenn sie nicht Mitglieder eines der angemeldeten Orchester sind.

Die Teilnehmerzahlen sind begrenzt – jetzt anmelden!


Orchestertreff: Orchester-Stiftung und Bezirk Treptow-Köpenick stiften Preisgelder

Der Berliner Orchestertreff bietet den Ensembles auch die Möglichkeit, an der Auswahl zum Deutschen Orchesterwettbewerb (16.–24. 5. 2020, Bonn) teilzunehmen. Auch beim Berliner Orchestertreff selber winken bereits Preise. Die Deutsche Orchester-Stiftung stellt einen Sonderpreis von 2000 Euro für ein Jugendensemble zur Verfügung. Auch der Bezirk Treptow-Köpenick ist dabei: Er stiftet einen Preis von 500 Euro. Die finanziellen Mittel stellt die Abteilung Weiterbildung und Kultur, Schule und Sport zur Verfügung.

Mehr Information auf der Internetpräsenz des Landesmusikrats Berlin


Unstimmigkeiten im Rahmen der Chorförderung müssen bald gelöst werden

„Ehrenamtliches Engagement und Bürgerbeteiligung dürfen von der Kulturverwaltung nicht nach Gutsherrenart abgebürstet werden!“ Unter dem Motto „Nehmt. Uns. Ernst.“ forderten dies Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Chorszene von Kultursenator Dr. Klaus Lederer im Vorfeld der Kulturpolitischen Konferenz von ver.di am 2. März 2019. Vorausgegangen waren Unstimmigkeiten mit der Kulturverwaltung, die die Chorförderung betreut. Der Landesmusikrat ist nun gespannt auf einen angekündigten Gesprächstermin mit Staatssekretär Dr. Torsten Wöhlert. Die Problematik erläuterte ein Flugblatt, das Sie hier herunterladen können.


Furioses Abschlussfest für junge Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter

Mit einem spannenden und kurzweiligen Konzert in der Aula der Sophie-Scholl-Oberschule fand am 17. März der erste Durchgang der Workshopreihe zur „Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter“ seinen erfolgreichen Abschluss. Initiiert von Landesmusikrat Berlin und Bildungssenatorin Sandra Scheeres, bot der Workshop 35 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 10 bis 13 die Möglichkeit, sich im Bereich der Ensembleleitung fortzubilden. In den Kursmodulen erwarben sie musikalische, organisatorische und soziale Kompetenzen, die sie zukünftig in die Ensemblearbeit an den Schulen einbringen können. Darüber hinaus soll dieser Kurs aber auch für ein späteres Musikstudium Interesse wecken. Besonders Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtung „Schulmusik“ werden händeringend gesucht.

Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dirigierten auf der Abschlussveranstaltung ein spannendes Programm von Renaissance bis Jazz. Am Ende erhielten sie ihre Abschlusszertifikate aus den Händen von Senatsdirigent Thomas Duveneck aus der Senatsbildungsverwaltung, der sich vom Niveau und dem Engagement der Jugendlichen beeindruckt zeigte und eine Fortsetzung in erweiterter Form in Aussicht stellte.

Der nächste Durchgang, für den sich Interessentinnen und Interessenten nach Ostern bewerben können, wird im Herbst 2019 beginnen. Informationen hierzu sind nach Ostern auf der Homepage des Landesmusikrates Berlin zu finden.

Weitere Informationen:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/foerderung-junger-ensembleleiterinnen-und-ensembleleiter/


Regionalwettbewerbe Jugend musiziert: Der erste Schritt ist getan

Am 16./17. und 23./24. Februar wurden die Regionalwettbewerbe Jugend musiziert Berlin ausgetragen. Insgesamt 466 junge Musikerinnen und Musiker in den Regionen Berlin-Süd, Berlin-Mitte und Berlin-Nord zeigten den Fachjurys und dem Publikum, was sie konnten. Ausgeschrieben waren bei diesem 56. Landeswettbewerb die Kategorien Streichinstrumente, Akkordeon, Schlagzeug und Gesang (Pop) in der Solowertung; in der Ensemblewertung außerdem Klavier-Kammermusik, Blasinstrument mit Klavier, Vokal-Ensemble und Zupfensemble. Dazu kam am 23./24. Februar der Wettbewerb in der Berliner Sonderausschreibung Band (Rock und Pop).

Die Jurys konnten ihnen 65 2. Preise und 383 1. Preise zuerkennen; 253 dieser Preisträgerinnen und Preisträger wurden zusätzlich zum Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin weitergeleitet

Der Landeswettbewerb wird vom 4. bis zum 7. April in der Universität der Künste stattfinden (siehe News). Die Preisträger der Sonderkategorie Kategorie Band (Rock und Pop) werden sich am 10./11. Mai 2019 in der Kulturbrauerei zum abschließenden Landeswettbewerb treffen.


Netzwerktreffen „Frauen treffen Frauen“: Vorstellung des Berliner Landesmusikrats

Am 28. März lud das Frauennetzwerk „Frauen treffen Frauen“ zum Treffen ins Charlottenburger Restaurant „Annalee“. Hier stellte Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats, den versammelten Teilnehmerinnen den Landesmusikrat Berlin und seine Arbeit vor. Im Anschluss hielt Dr. Adelheid Krause-Pichler, Schatzmeisterin des Landesmusikrats Berlin, einen Vortrag zum Thema Gleichberechtigung im Musikerberuf. Dabei verwies sie unter anderem auf die große britische Komponistin Ethel Smyth (1858–1944), eine Anführerin der Suffragetten, Kämpferinnen für das Wahlrecht („suffrage“), sowie auf weitere historische Künstlerinnen wie Anna Amalia von Preußen, Sara Levy und die „deutsche Sappho“ Anna Louisa Karsch. Dr. Krause-Pichler legte dar, wie lange das später entstandene Bild der musisch gebildeten, im Übrigen jedoch an den Haushalt gebundenen deutschen Mutter und Ehefrau nachwirkte bis hin zu Stellenzuschnitt und Gehalt heutiger Grundschullehrerinnen. Am Schluss stand ihr Appell, aus dem 2011 veröffentlichten ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung endlich wirksame Konsequenzen zu ziehen, was Karriereanreize, Lohngleichheit und Aufstiegschancen betrifft.


ver.di: Musikunterrichtsstunde für den Finanzsenator

Am Freitag, dem 29. März 2019, gaben von 10 Uhr bis 10.45 Uhr ca. 50 Musikschullehrkräfte mit ihren Instrumenten dem Finanzsenator eine Unterrichtsstunde unter seinem Bürofenster in der Klosterstraße 59 in 10179 Berlin.

Ziel der Aktion ist der Umsetzung der Forderung »Tarifvertrag für freie Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter an den Berliner Musikschulen« Nachdruck zu verleihen. Die Zusage für diesen Tarifvertrag und damit die Verbesserung der sozialen Lage der Berliner Musikschullehrkräfte erfolgte bereits 2017 in der vom Abgeordnetenhaus beschlossenen Richtlinie zur Berliner Regierungspolitik für die laufende Legislaturperiode. Dies wurde aber bis heute nicht umgesetzt.

Die dazu notwendige Verhandlungsaufnahme wurde der Gewerkschaft ver.di mehrfach verweigert. Deswegen fordert ver.di eine sofortige spürbare Honorarerhöhung zur Verbesserung der sozialen Lage für die ca. 1500 freien Musikschullehrkräfte als Übergangslösung.

Ab heute wird jetzt in regelmäßigen Abständen am Freitag von 10 bis 10.45 Uhr dem Finanzsenator eine Unterrichtsstunde erteilt. Die nächsten Termine sind der 12. April und 3. Mai 2019.


Kirchenmusik in der EKBO: Neue Mitarbeiter

Die Arbeitsstelle für Kirchenmusik in der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat zwei neue Mitarbeiter.

Michael Schütz, Kirchenmusiker, Pianist, Komponist und Arrangeur, ist seit 1. Januar 2019 Popularmusikbeauftragter der EKBO und als solcher u. a. für die Vernetzung der popularmusikalischen Aktivitäten und für Aus- und Fortbildungsangebote in diesem Bereich in und außerhalb der Kirche der zuständige Ansprechpartner. Er wird am 8. September 2019 beim Gospelchortreffen in der EKBO in Chorin in sein Amt eingeführt.

Seit 1. Februar ist in derselben Arbeitsstelle Michael Dallmann als Landesposaunenwart tätig. Sein Einsatzgebiet ist der Südosten der EKBO und Teile von Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte sind ebenfalls Vernetzen, Ausbilden und Fortbilden. Michael Dallmann wird am 7. September in Pritzwalk beim Landesposaunentag der EKBO in sein neues Amt eingeführt.

Kirchenmusik in der EKBO im Internet


Verein zur Förderung der Zupfmusik: Zupf-Orchestrale 2019

Der Verein zur Förderung der Zupfmusik e. V. lädt Orchester aus Berlin und Umland zum gemeinsamen Musizieren ein. Das Spektrum der Musik für Zupforchester wird beleuchtet.

Dieses zweite große Treffen seit 2017 wird diesmal Teilnehmer aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Niedersachsen zusammenführen. Die Orchester treten teils einzeln, teils gemeinsam auf, ein Werk wird mit fast allen Teilnehmern in ganz großer Besetzung aufgeführt. Es geht um die guten Kontakte, um den Austausch von Ideen, auch um eine Standortbestimmung unserer Sparte. Der Vormittag gehört einer gemeinsamen Probe. Ab 14 Uhr sind Zuhörer zu den Konzerten eingeladen, um sich ein Bild über die gezupfte Orchestermusik in unserer Region zu machen. Aus der Erfahrung des Orchestertreffs 2017 heraus erwarten wir wieder eine „vielsaitige“ Mischung der Epochen und Musikstile.

Das Zusammenspiel mehrerer Orchester gleichzeitig wird uns an die Zeiten erinnern, als die Orchester regulär viel mehr Spieler besaßen als heutzutage. Auch soll der deutsch-japanischen Freundschaft gedacht werden: Konrad Wölki (1904–1983), Pionier der orchestralen Zupfmusik, schrieb 1982 seine Ouvertüre in G op. 100 für japanische Auftraggeber. Er knüpfte damit stilistisch an seine erste kompositorische Epoche an, die wir 2017 mit seinem Opus 1 vorgestellt hatten. Aus Japan kommt Yasuo Kuwahara zu Wort mit seinem Werk „The Song of the Japanese Autumn“.

Michael Kubik

Zupf-Orchestrale 2019
Samstag, 14. 9. 2019, öffentliche Konzerte ab 14 Uhr, Kirche Alt-Lietzow, Alt-Lietzow 30, 10587 Berlin

Zur Internetpräsenz des VzFZ


Deutsche Orchestervereinigung: Berliner Opern- und Sinfonieorchester mischen sich ein!


Mit einem gemeinsamen Konzert haben sich Musikerinnen und Musiker aus sieben Berliner Berufsorchestern in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte für Toleranz und Vielfalt engagiert. Am 24. März spielten im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Mitglieder der Berliner Philharmoniker, der Staatskapelle, des Deutschen Symphonie-Orchesters, des Rundfunk-Sinfonieorchesters, des Konzerthausorchesters, des Orchesters der Deutschen Oper und des Orchesters der Komischen Oper. Das Konzert stand unter dem Motto Unisono für Vielfalt – Konzert für eine offene Gesellschaft und war eine Eigeninitiative der Musikerinnen und Musiker.

Die Initiative der sieben Berliner Opern- und Sinfonieorchester ist beispielgebend. Mit den Mitteln der Musik sprechen sie die Menschen emotional an. Damit können sie mitunter mehr erreichen als eine brillante Argumentation, denn eine Veränderung im Kopf beginnt immer bei den Gefühlen. Zudem spielen in den Orchestern oft Musikerinnen und Musiker aus bis zu 20 Nationen. Damit geben sie ein lebendiges Beispiel für eine Zusammenarbeit in Vielfalt und Toleranz. Seit einigen Jahren nutzen Orchester ihr Wirkungsfeld immer häufiger zur Mitgestaltung gesellschaftlicher Debatten.

Zur Website der Deutschen Orchestervereinigung (DOV)


LBBL: 29. Musikalische Werkstatt – Mitspielerinnen und Mitspieler gesucht

Der Landesverband Berlin-Brandenburgischer Liebhaberorchester - LBBL e. V. lädt in Zusammenarbeit mit der Landesmusikakademie Berlin herzlich zur 29. Musikalischen Werkstatt ein. Sie findet von Freitag, 23. 8., bis Sonntag, 25. 8. 2019 im Berliner FEZ (Freizeit- und Erholungszentrum) statt. Die Leitung hat Friedemann Neef, unterstützt durch den Bläserdozenten Winfried Szameitat.

Neben dem Hauptwerk der Musikwerkstatt, Beethovens Schauspielmusik zu Goethes Egmont op. 84, wird dieses Jahr wieder je ein Werk für Streicher und für Bläser auf dem Programm stehen: ausgewählte Sätze aus Milko Kelemens Abecedarium und aus dem Notturno für Harmonie- und Janitscharenmusik von Louis Spohr.

Zu Beethovens Egmont-Musik schreibt Friedemann Neef: „Es kommt wohl nicht so oft vor, dass die Wirkung eines Dramas von der Musik dazu deutlich überragt wird. Bei Goethes zunächst erfolglosem Egmont war das so, und der Dichterfürst selbst gestattete Aufführungen von Beethovens genialer Musik mit einem zusammenfassenden Zwischentext (!). So wollen wir es auch halten und damit beinahe die gesamte wunderbare und so vielfältige Egmont-Partitur kennenlernen, von der in unserem meist so selektiven Repertoire nur noch die Ouvertüre geblieben ist.“

Interessentinnen und Interessenten können sich bis zum 7. Juni 2019 anmelden über die Internet-Seite des LBBL (http://lbbl-ev.de/?page_id=446), per E-Mail (lbbl-kuss@online.de) oder per Post an Evelyne Kuß, Berliner Straße 23, 14169 Berlin.

Hier Einladung mit Info und Anmeldeformular herunterladen


lmr-info Nr. 31, 30. Januar 2019

Saxophon-Legende Dick Oatts ist künstlerischer Leiter des BJJO im Saxophonjahr 2019

Auch das Berliner JugendJazzOrchester setzt ein Zeichen im Saxophon-Jahr 2019: Sein Frühjahrsprogramm wird es unter der künstlerischen Leitung von Dick Oatts erarbeiten und am 28. April in der ALEX-Halle in Berlin-Friedrichshain präsentieren. Der Saxophonist, Komponist, Arrangeur und Bandleader Dick Oatts arbeitete mit Jazzgrößen wie Paquito D‘Rivera, Lester Bowie, Sara Vaughan und Ella Fitzgerald zusammen und musizierte unter anderem mit der Carnegie Hall Jazz Band, dem Stockholm Jazz Orchestra und der RIAS-Bigband. Heute lehrt er an der Temple University in Philadelphia und der Manhattan School of Music.

Die Frühjahrsarbeitsphase findet vom 23. bis zum 28. April 2019 in der Landesmusikakademie Berlin, das Abschlusskonzert am 28. April 2019 in der ALEX-Halle Friedrichshain statt. Junge Jazzmusikerinnen und -musiker, die bei dem spannenden Projekt unter der Leitung von Dick Oatts mitwirken möchten, können sich bis zum 22. März hier anmelden.


Berliner Orchestertreff: Rekord-Anmeldezahlen

2019 wird ein Rekordjahr: 49 Orchester haben sich zum Berliner Orchestertreff am 25./26. Mai angemeldet, den der Landesmusikrat mit Unterstützung der Jeunesses musicales und des Landesverbands Berlin-Brandenburgischer Liebhaberorchester in der Landesmusikakademie Berlin veranstaltet. Insgesamt werden mehr als 1400 Amateurmusikerinnen und -musiker erwartet. Besonderer Kooperationspartner ist in diesem Jahr das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB). Ein Highlight dieser Zusammenarbeit wird die offene Probe für Dmitri Schostakowitschs „Suite für Jazzorchester“ unter der Leitung von RSB-Chefdirigent Vladimir Jurowski, zu der sich auch Berliner Amateurmusikerinnen und -musiker anmelden können, die nicht mit einem eigenen Orchester am Orchestertreff teilnehmen. Die Stimmführerinnen und -führer der Streicher kommen dabei aus den Reihen des RSB.

Rund ein Viertel der zum Treff angemeldeten Amateurorchester sind Sinfonie- oder Kammerorchester. Dazu kommen Bigbands, Blechbläserensembles, Blas- und Zupforchester, Gitarrenensembles, Blockflöten- und Akkordeonorchester. Zwölf offene Ensembles unterschiedlichster Besetzung runden die Vielfalt ab. Ein Drittel aller angemeldeten Orchester sind Kinder- oder Jugendorchester. Ansporn besonders für sie bietet ein Sonderpreis der Deutschen Orchesterstiftung in Höhe von 2000 Euro. Alle angemeldeten Ensembles können sich auf Wunsch von einer Fachjury beraten lassen und Tipps für die Probenarbeit und zukünftige Auftritte mitnehmen. Gleichzeitig können sich interessierte Orchester für die Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb im Mai 2020 qualifizieren.

Das alle vier Jahre stattfindende, zweitägige Treffen gibt den zahlreichen Berliner Amateurorchestern Gelegenheit zum Kennenlernen, zu Austausch und Vernetzung. Gleichzeitig öffnet es allen Berlinerinnen und Berlinern einen Blick auf die lebendige Szene der instrumentalen Amateurmusik. Beim bislang größten Orchestertreff in der Geschichte des Berliner Landesmusikrats werden in der Landesmusikakademie Berlin drei Konzertsäle und eine Foyer-Bühne bespielt. Das Programm wird im Frühjahr auf der Homepage des Landesmusikrates bekanntgegeben. Darüber hinaus wird es an beiden Tagen ein umfangreiches Workshop-Angebot für Berliner Amateurmusikerinnen und -musiker geben. Die Online-Anmeldung zu den Workshops und der offenen Probe ist ab sofort freigeschaltet.

Weitere Informationen


KBBM: Beschluss zum Raumbedarf der Musikschulen im wachsenden Berlin

KBBM: Beschluss zum Raumbedarf der Musikschulen im wachsenden Berlin

Die AG-Musikschulleitungen hat eine Berechnungsgrundlage für die Ermittlung des Raumbedarfs der Berli­ner Musikschulen vorgelegt. Die Konferenz der Bezirksbeauftragten im Landesmusikrat fordert, dass auf der Grundlage dieser Berechnung der Bedarf für eine chancengleiche Versorgung der Bevöl­kerung mit Musikschulunterricht entsprechend den Richt- und Orientierungswerten zur quantitativen Versorgung mit öffentlichen Einrichtungen der sozialen und grünen Infrastruktur (12 Jahreswochen­stunden Musikunter­richt pro 1000 Einwohner) ermittelt wird und die so ermittelten Bedarfe bei be­zirk­lichen Bauvorhaben, z. B. im Schulbereich, eingeplant werden.

Bereits am 19.3.2018 hatte das Präsidium des Berliner Landesmusikrates auf die Notwendigkeit hin­gewie­sen, Raum für Musikschulen in der wachsenden Stadt Berlin rechtzeitig einzuplanen. Mit Hilfe der nun vorliegenden Berechnungsgrundlage ist es möglich, den bestehenden Raum­bedarf zu ermit­teln.

Musikschulen sind wichtiger Teil der Infrastruktur Berlins. Der Bedarf der Berliner Bürgerinnen und Bürger nach Musikunterricht ist aktuell aufgrund mangelnder Ressourcen nicht gedeckt. Mit der wachsenden Stadt erhöht sich dieser Bedarf noch weiter. Laut den Richt- und Orientierungs­wer­ten zur quantitativen Versorgung mit öffentlichen Einrichtungen der sozialen und grünen Infrastruk­tur strebt Berlin einen Wert von 12 Jahreswochenstunden Musikunterricht pro 1000 Einwohner an. Dieser Wert wurde 2017 um durch­schnittlich 4 Jahreswochenstunden pro 1000 Einwohner unterschrit­ten. Aufgrund sinkender Stundenzah­len und steigender Einwohnerzahlen fällt er aktuell weiter. Zwischen den Bezirken variiert zudem der Grad der Versorgung sehr stark. 


Neue Ansprechpartner beim Landesmusikrat

Anna-Katharina Reisinger übernimmt die Organisation des Landeswettbewerbes Jugend musiziert Berlin. Sie studierte Musikwissenschaft mit BWL sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in München und Berlin, arbeitete für Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und das Deutsche Kammerorchester Berlin und managte zuletzt das Projekt „Klasse: Musik für Brandenburg“ für den Verband der Musik- und Kunstschulen in Brandenburg.

Die gebürtige Berlinerin Veronika Beimesche studierte an der Universität der Künste Klavier und erwarb das Diplom Musikerziehung. Heute leitet sie an der Musikschule Jüttner in Berlin-Prenzlauer Berg den Fachbereich Klavier. Seit dem Herbst 2018 organisiert sie für Jugend musiziert Berlin  den Regionalwettbewerb Berlin Süd.

Der Orchestertreff 2019 ist jetzt schon eine Großveranstaltung, zu der 49 Ensembles aller Größen und Besetzungen erwartet werden. Die Organisation liegt seit Ende 2018 in den Händen von Anke Ulbrich, die nach ihrem Studium der Germanistik und Musikwissenschaft ein Zweitstudium in Veranstaltungstechnik und -management an der Beuth Hochschule für Technik absolviert. Zuvor hat sie in unterschiedlichsten Projekten in den Bereichen Ausstellung, Messe und Theater mitgearbeitet. 

Die Verantwortung für das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin hat kürzlich Uta Maria Temme übernommen, die ihr bewährtes Organisationstalent schon seit Jahren in den Dienst des Landesjugendorchesters stellt.


Rüdiger Trantow, 1926–2019

Rüdiger Trantow, Träger der Goldenen Ehrennadel des Landesmusikrats Berlin, ist nach einem langen, erfüllten Leben von uns gegangen. Sein Lebensmotto lautete: „Musik wischt den Staub des Alltags von der Seele.“

Über Jahrzehnte war Rüdiger Trantow als Musikpädagoge, Musiker, Schul- und Kunstamtsleiter, Vorsitzender, Juror und Moderator aktiv. Er hatte eine besondere Gabe, mit jungen Menschen zu arbeiten und sie zu fördern. Er war dem Landesmusikrat Berlin über seine Leitungs- und Gremientätigkeiten eng verbunden.

Einen ausführlichen Nachruf und weitere Information finden Sie hier.


33. Jazztreff Berlin: 33 Bands, 400 Jazzer, hunderte Besucher – und ein Siegertrio

Voll ausgelastet waren die zwei Bühnen der ufaFabrik beim 33. Berliner Jazztreff am 15. und 16. Dezember. 33 Ensembles traten insgesamt auf, darunter zum ersten Mal in der Geschichte des Jazztreffs zwei Jazzchöre, insgesamt 400 Musikerinnen und Musiker. Als Berater waren die Jazz-Profis Maria Baptist, Anna Kaluza, Bernhard Meyer und Lea Frey mit dabei, den Workshop „Interpretation & Arrangement von Jazz-Standards“ leiteten der Saxophonist Uli Kempendorf und der Pianist Marc Schmolling.

Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs Jugend jazzt ist das Trio RoKuLa aus den Geschwistern Rosalie, Kunibert und Lucilla Rudolph. Das Ensemble mit der jüngsten Teilnehmerin des Jazztreffs (Lucilla, elf Jahre alt) wird im Mai zur 17. Bundesbegegnung Jugend jazzt nach Dortmund fahren.


Pressekonferenz zum Saxophon, Instrument des Jahres 2019

2019 ist das Jahr des Saxophons. Darauf hatten sich die Landesmusikräte von Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Saar, Sachsen und Schleswig-Holstein geeinigt. In Berlin wurde das Jahr des Saxophons am Mittag des 10. Januar 2019 im Studio des Jazz-Instituts Berlin (JIB) eröffnet. Die Präsidentin des Landesmusikrates Hella Dunger-Löper stellte die Broschüre vor, in der Veranstaltungen und Konzerte zum „Instrument des Jahres“ zusammengefasst sind. Anschließend kamen Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, und der Berliner Schirmherr Prof. Peter Weniger ins Gespräch. Auf das bevorstehende Saxophon-Jahr vorausblickend, benannte Weniger als sein Ziel, dem Instrument in seiner enormen Vielfalt zwischen Klassik, Jazz und Neuer Musik Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Praktisch erfahrbar machte das Peter Weniger zusammen mit seinen Schülern Julius Gawlik und Asger Uttrup Nissen – und bezog auch die Zuhörerschaft mit ein: Über von den Besucherinnen und Besuchern der Pressekonferenz gemeinsam gesungene Töne improvisierten die drei Saxophonisten einige Minuten lang und provozierten dadurch eine Haltung, für die Weniger sich zuvor nachdrücklich eingesetzt hatte – in einem Blick über die Grenzen des Saxophon-Jahres hinaus: Zusammen musizieren lernen heißt Zuhören lernen, stets mit einem Ohr bei sich selber und einem beim Partner. Auch deshalb, so Weniger, sollte jedes Kind ein Instrument lernen, das Saxophon oder ein anderes.

Bericht von multicult.fm zum Nachhören


Deutsche Orchestervereinigung: Honorar-Mindeststandards für Brandenburg durchgesetzt

Ende Dezember wurden die intensiven Bemühungen der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) nach verbindlichen Mindeststandards für Freischaffende erfüllt. Das Land Brandenburg führt die DOV-Mindeststandards für freischaffende Musiker und Vokalsolisten ab 2019 ein. 2020 gelten sie verbindlich für vom Land geförderte Projekte, spätestens 2021 für die vom Land institutionell geförderten Kulturbetriebe. Der Landtag Brandenburg ist das erste Landesparlament, das mit den Stimmen von SPD, Linken, Grünen und CDU einen entsprechenden Antrag beschloss.

Die DOV wird sich nun dafür einsetzen, eine solche verbindliche Anwendung für Freiberufler bei öffentlich finanzierten Projekten und Orchestern auch in anderen Bundesländern zu erreichen.

Ein weiterer Erfolg für regelmäßige freischaffende Aushilfen in TVK-Orchestern war bereits die Einführung einer freiwilligen zusätzlichen Altersversorgung bei der Bayerischen Versorgungskammer.

Zur Website der DOV


Jeunesses musicales: „Sinfonie der Tausend“ in Berlin / Orchester des Händel-Gymnasiums nach Taiwan

Orchester und Chöre der Humboldt-Universität werden zusammen mit den Kinder- und Jugendchören des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums im Februar Gustav Mahlers 8. Sinfonie, die sogenannte „Sinfonie der Tausend“, aufführen. Am 12. Februar wird das monumentale Werk in der Philharmonie, am 14. Februar im Konzerthaus zu hören sein. Das Großprojekt wird unterstützt von den Jeunesses musicales, die außerdem eine Konzert- und Begegnungsreise des Jugendsinfonieorchesters am Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium im Februar fördern. Auch der Berliner Orchestertreff 2019 am 25./26. Mai findet mit Förderung der Jeunesses musicales statt.

Zur Website der Jeunesses musicales Berlin


Carl Bechstein Stiftung: 6. Carl Bechstein Wettbewerb / Klaviere für Grundschulen

Der 6. Carl Bechstein Klavierwettbewerb für Kinder und Jugendliche wird vom 1. bis zum 3. November im Kulturstall Schloss Britz stattfinden. Der Wettbewerb in der Wertung Klavier solo wendet sich an junge Pianistinnen und Pianisten sowohl mit klassischem als auch mit Jazz-Repertoire. Anmeldungen sind bis zum 1. August möglich.

Als ihr größtes Projekt unterhält die Carl Bechstein Stiftung das Programm „Klaviere für Grundschulen“. Sie stellt Grundschulen kostenlos Klaviere zur Verfügung, damit an diesen innerhalb der Schule im Rahmen des Ganztags Klavierunterricht gegeben werden kann. Grundschulen aus ganz Deutschland können sich formlos bewerben. Seit 2013 hat die Carl Bechstein Stiftung über 180 Klaviere in ganz Deutschland verteilt und damit vielen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, in Kontakt mit dem Klavierspiel zu kommen und Unterricht zu erhalten. Das Projekt wurde 2015 mit dem Deutschen Kulturförderpreis ausgezeichnet, den der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. gemeinsam mit seinen Partnern Süddeutsche eitung und Handelsblatt jährlich vergibt.

Zur Website der Carl Bechstein Stiftung


Seit Dezember 2018 gibt es im lmr-info die Rubrik mitglieder-news für Neuigkeiten und Berichte aus dem Kreis der Mitglieder. Lassen Sie alle Leser des lmr-info wissen, was bei Ihnen los ist – schicken Sie uns Ihre Beiträge! Hier finden Sie Hinweise zu Länge und Format.

lmr-info Nr. 30, 6. Dezember 2018

Großes Fest für Liebhaber und Profis: der 33. Jazztreff im Dezember

Am 15. und 16. Dezember 2018 lädt der 33. Berliner Jazztreff in die ufaFabrik ein. Eine Jury wird die Landessieger für Jugend jazzt in der Kategorie Combo ermitteln und zum Bundeswettbewerb Jugend jazzt 2019 entsenden. 33 Ensembles haben sich bereits zum Jazztreff angemeldet, darunter die United Big Band des Arndt-Gymnasiums, die im Frühjahr als bundesweit beste Jugend-Bigband den Jazzpreis des Deutschen Musikrates gewann. Als weiteres Highlight werden am Sonnabend das Landesjugendjazzorchester Hamburg und das Berliner JugendJazzOrchester unter der Leitung von Torsten Maaß ein gemeinsames Konzert geben.

Der Berliner Jazztreff bietet seit 32 Jahren allen Spielniveaus eine Plattform. Alljährlich präsentieren sich Musikerinnen und Musiker aus den studienvorbereitenden Abteilungen der Musikschulen sowie frei zusammengesetzte Gruppen auf den Bühnen der ufaFabrik. Jedes Ensemble kann die Beratung durch professionelle Musikerinnen und Musiker in Anspruch nehmen, in diesem Jahr u. a. durch Maria Baptist, Ulf Drechsel und Tobias Backhaus. Uli Kempendorff und Marc Schmolling bieten einen Workshop zum Thema  „Interpretation und Arrangement von Jazzstandards“ an.

Zur Förderung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verleiht der Berliner Jazztreff auch in diesem Jahr zahlreiche Förderpreise, darunter Gutscheine aus dem Haus König & Meyer und vom Notenversand Kurt Maas, Tonaufnahmen in den Studios der Hochschule der populären Künste und die Teilnahme an Workshops des Jazz-Instituts Berlin sowie am Internationalen Jazzworkshop der Musikschule Charlottenburg.

Der 33. Berliner Jazztreff ist eine Veranstaltung des Landesmusikrates Berlin e. V. und wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Weitere Information und den Zeitplan finden Sie unter https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/berliner-jazztreff/

Programmheft zum Download


Orchestertreff 2019: Rekordzahl von Ensembles

Am 25. und 26. Mai 2019 veranstaltet der Landesmusikrat Berlin zusammen mit der Landes­musikakademie Berlin den Berliner Orchestertreff. 2019 wird ein Rekordjahr: 50 Orchester haben sich angemeldet, ein knappes Drittel davon sind Kinder- oder Jugendorchester. Erwartet werden mehr als 1400 Musikerinnen und Musiker. Besonders freut sich der Landesmusikrat über die Kooperation mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB). Highlight: die offene Probe unter Leitung von Vladimir Jurowski. 200 Musikerinnen und Musiker haben die einmalige Chance, mit dem RSB-Chefdirigenten Schostakowitschs „Suite für Jazzorchester“ zu proben.

Rund ein Viertel der Angemeldeten spielen in Sinfonie- oder Kammerorchestern. Hinzu kom­men Bigbands, Blechbläserensembles, Blas- und Zupforchester, Gitarrenensembles, Block­flöten- und Akkordeonorchester. Zwölf offene Ensembles unterschiedlichster Besetzung runden die Vielfalt ab. Einen Ansporn bietet der Sonderpreis der Deutschen Orchesterstiftung von Euro 2000,–. Weitere Sonderpreise werden auf der Homepage des Landesmusikrates veröffentlicht.

Das alle vier Jahre stattfindende, zweitägige Treffen gibt den Berliner Amateurorchestern Gele­gen­heit zum Auftreten, zum gegenseitigen Kennenlernen und zu Austausch und Ver­netzung. Auf Wunsch kann man sich von einer Fachjury beraten lassen und Tipps für die Probenarbeit und zukünftige Auftritte mitnehmen.

Die Landesmusikakademie bietet für den Berliner Orchestertreff drei Konzertsäle und eine Foyer-Bühne. Das Programm wird auf der Homepage des Landesmusikrates bekanntgegeben. Darüber hinaus wird es an beiden Tagen ein umfangreiches, kostenloses Fortbildungsangebot geben. Die Anmeldung zu den Workshops und der offenen Probe ist ab sofort online freigeschaltet

Weitere Information: www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/berliner-orchestertreff/


Musikarbeitsmarkt international: Fördermittel für 2019 sicher

Einen erfolgreichen Start legte 2018 das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational hin. Unter dem vollen Namen „Information über den Berliner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung“ bietet das Projekt einen Anlaufpunkt für Musikerinnen und Musiker, die ihre Heimat verlassen mussten und Anschluss an den Berliner Musikarbeitsmarkt suchen.

Die Website des Projekts stellt Informationen auf Arabisch, Deutsch, Englisch und Türkisch zur Verfügung, unter anderem auf einer interaktiven Karte, die Beratungsstellen, Bildungsmöglichkeiten und Konzertstätten in Berlin erschließt. Die persönliche Beratung findet auf Arabisch, Deutsch und Englisch statt. Ergänzt wird das Angebot durch den Übersetzungsservice in Wort und Schrift für Mitglieder des Landesmusikrates und Kooperationspartner, die spezifische Angebote machen. Das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational arbeitet mit der Berlin Music Commission, ver.di Berlin-Brandenburg, Berlin Mondiale, dem Kulturförderpunkt und der Initiative der Berliner Philharmoniker für Geflüchtete zusammen.


40 Jahre Landesmusikrat – Glückwünsche im Roten Rathaus

Am Abend des 10. Dezember 2018 feierte der Landesmusikrat Berlin e. V. sein vierzigjähriges Bestehen im Festsaal des Roten Rathauses. Präsidentin Hella Dunger-Löper begrüßte Vertreter der Politik aus Bund, Land und den Berliner Bezirken, Vertreter des Berliner Musiklebens und vor allem zahlreiche Mitglieder, Freunde und Unterstützer des Landesmusikrats und der Vereine und Verbände, die er vertritt.

Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, dankte für die erfolgreiche Zusammenarbeit und hob die Musik als die „sozialste aller Künste“ hervor. Einen herzlichen Gruß überbrachte Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrats, Generalsekretär des Deutschen Musikrates und Ehrenpräsident des Landesmusikrats Berlin. Patricia Schlesinger, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg, sprach in ihrem Festvortrag „Musik und Stadt“ über Berlin als Jazzmetropole zur Zeit der Weimarer Republik und schlug den Bogen in die Gegenwart u. a. über das Instrument des Jahres 2019, das Saxophon. Zusätzlich sagte Schlesinger dem Landesmusikrat Berlin für 2019 die unentgeltliche Nutzung von Räumen im Haus des Rundfunks in der Masurenallee als Überraschungsgeschenk zu. Zuletzt überreichten Hella Dunger-Löper und Gerd Nowakowski, leitender Redakteur des „Tagesspiegels“, den Preisträgerinnen des Fotowettbewerbs „Musik und Stadt“, Walerija Weiser und Kerstin Maul, ihre Urkunden.

Umrahmt wurden Grußworte und Festvortrag von Musik. Ein Blechbläserensemble eröffnete den Abend, gefolgt von Preisträgerinnen und Preisträgern der Jugend-musiziert-Kategorie Bağlama. Das Berliner Blockflötenorchester begeisterte mit Rossinis Ouvertüre zu „L’Italiana en Algeri“, das Berliner JugendJazzOrchester und Sängerin Eva Swiderski mit zwei Bigband-Titeln und dem Gruß „Thank you for the music“. Dem Festvortrag folgte das Stück „Winkelzüge der Farbe“ von Reinhard Lippert mit einem Duo des Landesjugendensembles Neue Musik. Am Schluss stand das sphärische Chorstück „Stars“ von Ēriks Ešenwalds, gesungen vom Chor cantus domus.

Siehe auch die ausführliche Pressemitteilung zur Veranstaltung.


Ôde à l’amitié Franco-Allemande: Das Landesjugendorchester im Konzerthaus.

Seinen Schluss- und Höhepunkt fand das Freundschaftsprojekt des Landesjugendorchesters und des Orchesters des Conservatoire à Rayonnement Régional de Versailles Grand Parc beim gemeinsamen Konzert im Konzertaus am Gendarmenmarkt. Unter der Leitung des französischen Dirigenten Michaël Cousteau erklang ein deutsch-französisches Programm mit Werken von Beethoven, Magnard, Wagner, Messiaen und Debussy. Solistin in Wagners Wesendonck-Liedern war die Sopranistin Isabelle Cals; in den Nocturnes von Debussy nahm das Vokalconsort des Berliner Mädchenchors Aufstellung im Orchester.

Unter den Konzertgästen waren neben Natalie Guegnard, Bildungstachée der französischen Botschaft, auch Vertreter der Stadt Versailles und der Région Versailles Grand Parc: François de Mazière, Bürgermeister, Jacques Bellier, Vizepräsident für Kultur und Christine Palau Leiterin des Kulturamtes. Für die Musikerinnen, Musiker und ihre Familien, Helferinnen und Helfer sowie die Gäste klang der Abend in der Mendelssohn-Remise, wenige Schritte vom Konzerthaus entfernt, bei einem geselligen Empfang aus.

Während die Herbstarbeitsphase des Landesjugendorchesters erfolgreich zu Ende ging, sind bereits die Vorbereitungen für das Frühjahr 2019 angelaufen: Bis zum 15. Januar 2019 können junge Musikerinnen und Musiker sich anmelden, am 29. Januar finden die Probespiele statt. Beim Konzert am Ostermontag, dem 22. April 2018, werden im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Werke von Mozart, Korngold und Mahler erklingen; beim Benefizkonzert am 28. April kommen Stücke von Johann Strauß, Strawinsky, Gershwin, Copland u. a. hinzu.

Weitere Information: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendorchester-berlin/


Landesjugendensemble Neue Musik: Zwei Konzerte, drei Uraufführungen

Ein umfangreiches Programm hat das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin in diesem Herbst bewältigt: In zwei Konzerten präsentierte es nicht weniger als neun Kompositionen, darunter drei Uraufführungen.

Das Konzert im Rahmen der „Klangwerkstatt“ im Kunstquartier Bethanien eröffnete das Ensemble mit der Improvisation Extremitäten zum Thema Grenze; passend schloss sich die Uraufführung des Stücks Tonraum anGrenzen 1 von Gerhard Scherer an. Aus den Kontakten des Ensembles zur australischen Monash-University ergab sich die Aufführung der Werke zweier junger Komponistinnen: Barak. Fragments of Lightning and Storm von Noemi Liba Friedman und Sometimes the yoke is heavy von Lily Tait. Ein Kompositionsauftrag für diese Arbeitsphase war an den in Deutschland lebenden Amerikaner Sidney Corbett ergangen; sein Stück Red Traces (lines for Malte Spohr II) erklang als weitere Uraufführung. Am Ende stand schließlich Jobst Liebrechts Komposition salivation army 19-17 für Sopran und Ensemble. Hier wie schon im Werk von Noemi Liba Friedman sang die Sopranistin Lidia Luciano.

Im Krönungskutschensaal der Musikhochschule „Hanns Eisler“ spielte das Landesjugendensemble Neue Musik am 15. Oktober das zweite Konzert seiner Herbst-Arbeitsphase; dazugestoßen war das Akeordeonorchester, das den Abend mit den 22 Miniaturen für Akkordeonorchester von Sven-Åke Johansson eröffnete. Wiederholt wurden die Stücke von Sidney Corbett und Jobst Liebrecht. Als Uraufführung erklangen Sechs Ensemblestücke, 1981 von Hermann Keller, für Klavier komponiert und 2018 von Gerhard Scherer für Ensemble bearbeitet – eine Hommage an den 2018 verstorbenen Berliner Komponisten Keller. Am Schluss des Konzerts stand György Kurtágs Komposition …quasi una fantasia… für Klavier und Ensemble; Solistin am Klavier war Zhifeng Hu.

Nach diesen beiden erfolgreichen Konzerten ist die Frühjahrsarbeitsphase des Ensembles in Vorbereitung. Hier stehen Kompositionen von Charlotte Seither, Tom Rojo Poller, Hans Werner Henze, Miriam Marbe sowie ein neues Werk  von Nima Farahani im Mittelpunkt (Konzert am 13. April 2019 im Konzerthaus).

Weitere Information: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/landesjugendensemble-neue-musik-berlin/


Generalversammlung des Landesmusikrats: Mendelssohn-Gesellschaft aufgenommen

Am Mittwoch, dem 14. November 2018, fanden sich die Vertreter der Mitglieder des Landesmusikrates Berlin in den Räumlichkeiten der ver.di-Bundesverwaltung  zur jährlichen Generalversammlung zusammen. Als neues Mitglied wurde die Mendelssohn-Gesellschaft Berlin e. V. aufgenommen. Außerdem vergab die Generalversammlung den Sonderpreis des Landesmusikrates im Rahmen der Fotoaktion Musik und Stadt. Preisträgerin und Bild wurden im Rahmen des Festaktes zum 40-jährigen Jubiläum des Landesmusikrats vorgestellt (siehe auch den Bericht zum Jubiläum).

 


Deutsche Orchestervereinigung: Erster Konzertabend des Utopia Orchesters

Am 3. 12. 2018 um 18 Uhr gab das inklusive Utopia Orchester anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung in der evangelischen Heilige-Geist-Kirche Moabit sein erstes Konzert. Es erklangen Werke von Elvis Ćehajić, Leonard Cohen, Melchior Franck, Joseph Haydn, Henry Mancini, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Pachelbel, Burkhard Ruckert, Dimitri Schostakowitsch und Viktoria Volovik.

Das Utopia Orchester ist Teil der Werkstatt Utopia, eines inklusiven Musikprojekts des Vereins KulturLeben Berlin, das seit Mai 2018 von der Aktion Mensch gefördert wird. 35 Musikerinnen und Musiker mit und ohne Behinderung proben seitdem im Nachbarschaftshaus des Moabiter Ratschlags e. V. in einem barrierefreien Übungsraum regelmäßig gemeinsam.

Kultursenator Dr. Klaus Lederer ist Schirmherr der Werkstatt Utopia und war von Anfang an vom Konzept überzeugt: „Die Werkstatt Utopia leistet nicht nur einen Beitrag zur Förderung sozialer Gerechtigkeit und Diversität, sie bricht auch eine Lanze für die aktive künstlerische Teilhabe von Menschen mit Behinderung an klassischen musikalischen Angeboten in Berlin.“

Informationen zur Werkstatt Utopia: http://www.kulturleben-berlin.de/werkstatt-utopia

Zum Konzert-Flyer


lmr-info Nr. 29, 24. Oktober 2018

Landesjugendorchester: Deutsch-französische Arbeitsphase in Frankreich

Am 20. Oktober reiste ein halbes Orchester aus Berlin ab: In Versailles trafen die Mitglieder des Landesjugendorchesters Berlin auf die jungen Musiker des Conservatoire Versailles Grand Parc und wurden in deren Familien willkommen geheißen. Nun proben französische und deutsche Orchestermusiker gemeinsam ihr Programm für die Konzertreihe, die am 26. Oktober mit einem Auftritt in der Kirche Saint-Eustache am „Forum des Halles“ beginnt. Am 27. Oktober folgt ein Konzert im traditionsreichen Théâtre Montansier in Versailles, das schon jetzt ausverkauft ist.

Das deutsch-französische Programm lässt die Themen Exil und Befreiung anklingen: Beethovens Egmont-Ouvertüre erzählt vom Aufbegehren gegen Fremdherrschaft; Albéric Magnard, der 1914 als frühes Opfer des Krieges umkam, nahm mit seiner Hymne à la Justice Stellung zur Dreyfus-Affäre; die Wesendonck-Lieder schrieb der geflohene Revolutionär Wagner im schweizerischen Exil. Debussys Nocturnes und Messiaens Offrandes oubliées stehen für Befreiung und Ausweitung der Musik vom Fin-de-siècle an: in impressio­nis­tische Farbigkeit bei Debussy, hin zu religiöser Mystik bei Messiaen.

Am 29. Oktober macht sich das französisch-deutsche Orchester auf nach Berlin, wo die französischen Gäste in den Familien ihrer deutschen Pultnachbarn wohnen werden. Am Mittwoch, dem 1. November, wird das Orchester um 19 Uhr in der Potsdamer Nikolaikirche spielen, am Donnerstag, dem 2. November um 19 Uhr in der Mieczysław-Karłowicz-Philharmonie in Stettin. Abschluss und Höhepunkt der Zusammenarbeit wird das Konzert im Konzerthaus am Gendarmenmarkt am 3. November um 15 Uhr. Eintrittskarten sind im Vorverkauf über das Konzerthaus erhältlich.

Konzert des Landesjugendorchesters Berlin
und des Orchesters des Conservatoire Grand Parc Versailles

Zeit: 3. November 2018, 15 Uhr
Ort: Berlin, Konzerthaus am Gendarmenmarkt

Programm
Ludwig van Beethoven (1770
1827): Egmont-Ouvertüre op. 84
Albéric Magnard (1865–1914): Hymne à la Justice op. 14
Richard Wagner (1813–1883): Wesendonck-Lieder
Olivier Messiaen (1908–1992): Les Offrandes oubliées
Claude Debussy (1862–1918): Trois Nocturnes

Musikalische Leitung:  Michaël Cousteau
Isabelle Cals, Sopran
Vokalconsort des Mädchenchors Berlin

Kartenvorverkauf über das Konzerthaus 


80 Jahre Novemberpogrome: Gedenkfeier in der Grunewald-Grundschule

Am Freitag, dem 9. November 2018, werden der Landesmusikrat Berlin e. V. und die Grunewald-Grundschule eine gemeinsame Feier im Gedenken an die Novemberpogrome abhalten, die vor 80 Jahren in ganz Deutschland die letzte Phase der Judenverfolgung einleiteten.

Die Schüler der Grunewald-Grundschule werden dabei an zwei jüdische Künstlerpersönlichkeiten erinnern: an die Journalistin und Dichterin Felice Schragenheim (*1922), die 1945 als Gefangene an einem unbekannten Ort um Leben kam, und an den Cellisten und Kunstsammler Francesco von Mendelssohn (1901–1972), der 1935 in die USA emigrierte. Außerdem werden die Schüler Anita Lasker-Wallfisch (*1925) vorstellen, die als Jugendliche im Mädchenorchester von Auschwitz Cello spielte, später in Großbritannien Berufsmusikerin wurde und bis heute als Auschwitz-Überlebende Vortragsreisen unternimmt.

Musikalisch wird die Feier umrahmt von Schülern der Grundschule Grunewald und des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach. Die Gedenkfeier beginnt um 9 Uhr in der Aula der Grunewald-Grundschule.


Landesjugendensemble Neue Musik Berlin: Uraufführung im Kunstquartier

Das Landesjugendensemble Neue Musik wird sein Herbstprogramm unter dem Titel „FastFantasie“ in zwei Konzerten präsentieren: am Samstag, dem 10. November, um 15 Uhr im Kunstquartier Bethanien und am Donnerstag, dem 15. November, um 20 Uhr im Krönungskutschensaal im Marstall.

Das vielfältige Programm wird dabei nicht einfach wiederholt. Im Kern umfasst es Kompositionen von Sven-Åke Johansson, Jobst Liebrecht und György Kurtág, von dessen Stück … quasi una fantasia … sich das Programm seinen Titel leiht. Beim Konzert am 10. November im Kunstquartier erklingen außerdem Kompositionen von Noemi Liba Friedman, Gerhard Scherer und Lily Tait sowie eine Ensembleimprovisation; am 15. November im Marstall werden stattdessen sechs Ensemblestücke von Hermann Keller in der Bearbeitung Gerhard Scherers zu hören sein.

In beiden Konzerten können Hörerinnen und Hörer zum ersten Mal eine Komposition erleben, die das Landesjugendensemble Neue Musik bei dem in Berlin lebenden amerikanischen Komponisten Sidney Corbett in Auftrag gegeben hat: Red Traces. Lines for Malte Spohr III. Die Uraufführung ist am 10. November im Kunstquartier zu hören, die Wiederholung am 15. November im Marstall. Mehr zu Programm und Konzerten erfahren Sie hier.

Erstes Konzert 
Zeit: 
10. November 2018, 15 Uhr
Ort: Klangwerkstatt, Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Programm
Sidney Corbett (*1960): Red Traces. Lines for Malte Spohr III (2017/18) UA
Noemi Liba Friedman: Barak/Fragments of Lightning and Storm (2017)
György Kurtág (*1926): … quasi una fantasia (1987/88)
Jobst Liebrecht (*1965): salivation army (2016)
Gerhard Scherer (*1961): Tonräume anGrenzen 1 (2017/18) UA
Lily Tait: sometimes the yoke is heavy (2017) 
Sven-Åke Johansson (*1943): 22 Miniaturen für Akkordeonensemble (1991)
eine Ensembleimprovisation

Eintritt frei!

Zweites Konzert
Zeit: 
15. November 2018, 20 Uhr
Ort: Musikhochschule Hanns Eisler, Krönungskutschensaal im Marstall, Schlossplatz 7, 10178 Berlin

Programm
Sidney Corbett (*1960): Red Traces. Lines for Malte Spohr III (2017/18)
György Kurtág (*1926): … quasi una fantasia (1987/88)
Jobst Liebrecht (*1965): salivation army (2016)
Hermann Keller (1945-2018)/Gerhard Scherer (*1961): Sechs Ensemblestücke
   für großes Kammerensemble; instrumentierte und bearbeitete Fassung 
   der 6 Klavierstücke (1981) von Hermann Keller (2018) UA
Sven-Åke Johansson (*1943): 22 Miniaturen für Akkordeonensemble (1991)

Leitung: Jobst Liebrecht, Gerhard Scherer

Eintritt: € 12,–/€ 5,–
Kartenvorverkauf 
über den Landesmusikrat, Lübecker Straße 23, 10559 Berlin
Tel.: (030) 3973 1087 · E-Mail: info@landesmusikrat-berlin.de 


40 Jahre Landesmusikrat: Foto-Aktion „Musik und Stadt“ im Endspurt

Die Foto-Aktion „Musik und Stadt“, zu der der Landesmusikrat Berlin aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens aufgerufen hat, geht in ihre letzte Phase. Noch bis zum 31. Oktober können Hobbyfotografinnen und -fotografen Motive einreichen. Eine Jury aus Fachleuten und Mitgliedern des Landesmusikrats Berlin legt danach die besten zehn Fotos fest. Die Bilder und ihre Fotografinnen oder Fotografen werden beim Festakt im Berliner Rathaus am 10. Dezember 2018 ausgezeichnet. Bei dieser Gelegenheit werden alle Einreichungen werden nochmals präsentiert. Die besten Bilder werden darüber hinaus im Tagesspiegel abgedruckt.

Schon jetzt erlauben die Bilder einen Blick auf die eindrucksvolle musikalische Vielfalt, der Berlin Raum gibt. Zu bewundern sind die bisher eingereichten Motive auf der Website des Landesmusikrates.


ALEX-Halle: Neue Location in Friedrichshain – kostenfrei für Konzerte, Debatten u. v. m.

Mit dem Konzert des Berliner JugendJazzOrchesters am 27. Oktober nimmt der Landesmusikrat Berlin erstmals ein neues Angebot der Medienanstalt Berlin-Brandenburg wahr: die ALEX-Halle am Medienstandort Oberbaum-City in Friedrichshain. In der Präsentation des ALEX-Teams heißt es: „Uns geht es darum, gesellschaftlich relevante Inhalte in der Welt des Mediendschungels auffindbar zu machen. ALEX Berlin setzt Schwerpunkte bei den Themen Digitale Gesellschaft, Berliner Politik, (Pop-)Kultur und Medienkompetenz.“

Interessenten, deren Veranstaltungsprogramm zu diesem Profil passt, können die ALEX-Halle unentgeltlich nutzen. Die Veranstaltungen können über ALEX-TV in Fernsehen, Internet und Rundfunk mitverfolgt werden. Mitgliedern des Landesmusikrates, aber auch anderen Interessenten sei die ALEX-Halle ans Herz gelegt als günstige Gelegenheit, durch interessante Beiträge Reichweite und Bekanntheit zu erhöhen. Mehr über ALEX erfahren Sie im Netz auf der Homepage des Projekts, mehr über die ALEX-Halle in diesem Beitrag.


Cello überall: Großes Echo auf Cello-Sturm auf die Museen und Tag des Cellos

Vierzehn Berliner Museen, über hundert junge Musiker aus neun Berliner Musikschulen: Am Sonntag, dem 7. Oktober, begeisterte der Cello-Sturm auf die Museen Museumsgäste in ganz Berlin. Das Instrument des Jahres 2018 trat in Dialog mit Gemälden und Skulpturen, Vitrinen und Tafeln, Architektur und Licht. Ein Kurzvideo verschafft einen Eindruck vom Cello-Sturm und weist zugleich auf seinen übergeordneten Zweck hin: aufmerksam zu machen auf den „Tag des Cellos“, der am Sonntag darauf, dem 14. Oktober 2018, im Kammermusiksaal der Philharmonie und den angrenzenden Foyers stattfand.

Der Tag des Cellos war zwischen 11 und 22 Uhr ganz dem „Instrument des Jahres 2018“ gewidmet. Das Cello wurde in Konzerten, Vorträgen und vielfältigen Informationsangeboten gefeiert. Bei strahlen­dem Herbstwetter nahmen über zweitausend Neugierige jedes Alters das breite Angebot rund um das Cello wahr. Als sehr beliebt bei Kindern wie Erwachsenen erwies sich der Cello-Anfangsunterricht. Das gleiche galt von der Geigenbauer-Werkbank, wo viele große und kleine Besucher zum Werkzeug griffen. Auch mit ihren Instrumenten fanden die Geigenbauer reges Interesse. Die Vorträge im Ausstellungsfoyer fanden ebenso guten Zuspruch wie das durchgehende Programm im Kammermusiksaal bis hin zum Abschlusskonzert von Studierenden und Solisten.

Der „Tag des Cellos“ wurde vom Landesmusikrat Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Philharmoniker verwirklicht. Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker sind Schirmherren des „Instruments des Jahres“ 2018.


Schwungvoller Start für junge Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter

Am ersten Oktoberwochenende 2018 (5. bis 7. 10. 2018) fand in der Sophie-Scholl-Schule in Schöneberg der erste Teil des vierteiligen Kurses Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter statt. Das unentgeltliche Angebot von Landesmusikrat e. V. und Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wendet sich an Schülerinnen und Schüler mit musikalischer Vorbildung, die sich bereits durch musikalische und organisatorische Arbeit mit Orchestern, Chören und anderen Ensembles engagieren oder das künftig tun möchten.

Der Kurs fand regen Zuspruch: 29 Schülerinnen und sechs Schüler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren nahmen Teil, von denen 26 ihren Schwerpunkt bei der Orchester-, neun bei der Chorarbeit setzten. Themen des ersten Kursmoduls waren Grundlagen des Dirigierens, Partitur- und Instrumentenkunde, Gehörbildung und Musiktheorie. Die Teilnehmer selber bildeten Chor und Orchester für die gemeinsame Arbeit.

Sowohl die Teilnehmer als auch die Dozenten Christian Bährens, Jobst Liebrecht und Marianne Grenz sowie Projektassistent Matthias Knop zeigten sich begeistert von der Atmosphäre und Ergiebigkeit des Projekts. Christian Bährens fand „die Jugendlichen sehr lernwillig, kontaktfreudig und selbst auch begeistert von diesem Start, der Atmosphäre, dem freundlichen Umgang miteinander, der musikalischen Qualität und den deutlichen Lernfortschritten in so kurzer Zeit … Wir alle freuen uns jetzt schon auf die Fortsetzung, das kam in der Schlussrunde auch deutlich von den Jugendlichen, die lieber morgen weitermachen als zur Schule gehen würden.“

Weiter geht der Kurs mit dem zweiten Modul am 16. bis 18. November in der Sophie-Scholl-Schule.
Zum Projektflyer 


Musikarbeitsmarkt transnational: Interaktive Karte ist online

Das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational. Information über den Berliner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung, das im Sommer seine Arbeit aufnahm, hat ein Etappenziel erreicht: eine interaktive Karte Berlins, auf der Beratungsstellen für Musiker, Einrichtungen der Musikalischen Bildung und Konzertstätten recherchiert werden können. Die Karte stellt in den vier Sprachen Arabisch, Deutsch, Englisch und Türkisch zunächst wichtige Basisinformationen zur Verfügung und wird nach und nach ausgebaut werden.

Im Projekt „Information über den Berliner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung“ macht der Landesmusikrat sein Netzwerk für Musikerinnen und Musiker nutzbar, die ihre Heimat aus politischen Gründen oder auf der Flucht vor bewaffneten Konflikten verlassen mussten. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Programms Weltoffenes Berlin der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und ist zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2018.


Konferenz der Bezirksbeauftragten Musik: Beschluss zu Musikschulen 2020/21

Die Konferenz der Bezirksbeauftragten Musik hat einen Beschluss zum Berliner Doppelhaushalt 2020/2021 veröffentlicht. Anknüpfend an die Forderung nach mindestens 20 Prozent Festanstellungen beim Lehrpersonal mahnt sie die Fortentwicklung der Musikschulen an, besonders das mittelfristige Ziel von 80 Prozent fest bei den öffentlichen Musikschulen angestellten Lehrerinnen und Lehrern. Der in sieben Forderungen samt Begründungen formulierte Beschluss kann von der Internetseite des Landesmusikrates Berlin hier gelesen und heruntergeladen werden.


lmr-info Nr. 28, 1. Oktober 2018

Cello-Jahr steuert auf seinen Höhepunkt zu

Neue Broschüre – Cello-Sturm auf die Museen – Tag des Cellos

Im August erschien die zweite Broschüre zum Instrument des Jahres, randvoll mit Konzerten, Kursen und anderen Terminen rund um das Violoncello. Sie können die ganze Broschüre hier herunterladen. Sie verrät auch: Unaufhaltsam treibt das Cello-Jahr seinem Höhepunkt entgegen. Er kündigt sich am Sonntag, dem 7. Oktober mit dem Cello-Sturm auf die Museen an. Junge und fortgeschrittene Schüler der Berliner Musikschulen, des Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach und des Julius-Stern-Instituts der Universität der Künste werden in dreizehn Museen im ganzen Berliner Stadtgebiet ausschwärmen, wo ihr Musizieren in Dialog mit Architektur, Gemälden, Skulpturen und Vitrinen tritt. Was wann wo passiert, können Sie hier nachlesen.
Doch der Cello-Sturm ist nur ein Vorbote für den Höhepunkt des Cello-Jahres: den Tag des Cellos, der am Sonntag, dem 14. Oktober, im Kammermusiksaal der Philharmonie und dessen Foyers begangen wird. Hier können Groß und Klein das Instrument selber mit viel Musik kennenlernen, Geigenbauern und Saitenmachern über die Schulter schauen, Musikschulen, Bibliotheken und zahlreiche andere Einrichtungen kennenlernen. Den Anfang machen die Schirmherren des Cello-Jahre, die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, mit ihrem Familienkonzert „Seite an Saite“; am Ende steht ein doppelter Bach-Abend mit klassischer und Jazz-Interpretation. Das ganze reichhaltige Programm finden Sie hier.


Hiphop unter heißer Sonne: Landesmusikrat und Landesmusikakademie beim Familiensportfest

Band-Sonderpreis und Workshops für Kinder, Jugendliche und Familien

Der Landesmusikrat und die Landesmusikakademie haben mit einem Infostand beim Familiensportfest am 19. August 2018 im Olympiapark über ihre vielfältigen Tätigkeiten informiert und Workshops für Kinder und Jugendliche angeboten (Hiphop, Kreativer Tanz). Der Präsident des Berliner Landessportbundes überreichte an die Band „Jan Pain“ den Sonderpreis des Landessportbundes, der im Rahmen von Jugend musiziert Berlin vergeben wird. Den Landesmusikrat verbindet mit dem Landessportbund das gleiche Anliegen: Musik und Musizieren gehören wie der Sport zu einer umfassenden, nachhaltigen Erziehung und Bildung, zu einem erfüllten und gesunden Leben – und zu einer lebendigen Stadt. Jenseits aller kommerziellen Interessen bedeuten Musik und Sport Lebensqualität für alle.


Verabschiedung von Dr. Hubert Kolland

Am 17. August fanden sich im Berliner ver.di-Haus Mitglieder des Landesmusikrats und Freunde und Weggefährten zusammen, um Dr. Hubert Kolland mit einer kleinen Feier zu ehren.

Der engagierte Musikwissenschaftler, Musikerzieher und Musikpolitiker gehörte seit 2004 im Präsidium des Landesmusikrates an, von 2010 bis 2017 als Präsident des Landesmusikrats Berlin und aktiv. Der Vertreter des Gastgebers ver.di, Landesfachbereichsleiter Andreas Köhn, würdigte die Verdienste Kollands auch innerhalb der Gewerkschaft, in der er jahrelang im Vorstand der Fachgruppe Musik gewirkt hatte und verlieh ihm (nachträglich) die Goldene Ehrennadel der IG Medien. Die Präsidentin des Landesmusikrates Hella Dunger-Löper würdigte die Verdienste des neuen Ehrenpräsidenten des LMR als unermüdlichem Ideengeber und Motor des Berliner Musiklebens.

Musikalisch bereichert wurde der Abend durch die Beiträge der Gäste, unter ihnen Mitglieder der Präsidien der Berliner und Brandenburger Landesmusikräte und – als Stargast – der Komponist Nils Hoffman in Gestalt Giuseppe Verdis – der am Klavier in seine neue Oper: „20 % Festanstellungen“ (Libretto: Pressemitteilung des Landesmusikrates) einführte. Schließlich trat Dr. Hubert Kolland selber ans Mikrofon, um Rückschau zu halten, Dank abzustatten und in die Zukunft zu blicken. Bei einem Büffet über den Dächern Friedrichshains klang der Abend aus, den der Geehrte trotz sichtlich genoss.


Musikarbeitsmarkt transnational

Projekt des Landesmusikrates im Rahmen von „Weltoffenes Berlin“ vorgestellt

Am Nachmittag des 23. August stellte die Senatsverwaltung für Kultur und Europa das Programm „Weltoffenes Berlin“ und die damit verbundenen Fördermöglichkeiten vor. Mit dabei war auch der Berliner Landesmusikrat, der im Projekt „Information über den Berli­ner Musikarbeitsmarkt – persönliche Beratung und Begleitung“ sein Netzwerk für Musikerinnen und Musiker nutzbar macht, die ihre Heimat aus politischen Gründen oder auf der Flucht vor bewaffneten Konflikten verlassen mussten.

Projektleiterin Mona Katawi beantwortete Fragen in den Sprachen Arabisch, Englisch und Deutsch und gab Interessenten einen individuellen Einblick in musikalische Berufsmöglich­keiten in Berlin.

Musikalisch eingeleitet wurde die Veranstaltung durch eine Performance des syrischen Musikers Dirar Kalash. Neben dem Berliner Landesmusikrat waren auch das Willkommenszentrum Berlin, der Kulturförderpunkt Berlin und touring artists vertreten.

Weitere Informationen zum Projekt des Landesmusikrates finden Sie hier:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/musikarbeitsmarkt-transnational/


Landesausschuss Jugend musiziert konstituiert sich

Am 12. September 2018 traf sich der Landesausschuss Jugend musiziert Berlin zu seiner kon­sti­tu­ierenden Sitzung, in der die Mitglieder der Trägerverbände und weiterer Institu­tio­nen von Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrates, neu- bzw. wiederberufen wurden. Bei den anschließenden Wahlen wurde Markus Wenz als Vorsitzender des Landesausschusses in seinem Amt bestätigt, ebenso Anka Sommer als stellvertretende Vor­sitzende. Für die neu geschaffene Position des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden wurde Josef Holzhauser gewählt.

Der Landesausschuss Jugend musiziert Berlin plant und koordiniert den Wettbewerb auf Landesebene, an dem jährlich rund 300 Kinder und Jugendliche teilnehmen.


lmr-info Nr. 27, 5. Juli 2018

Neuerscheinung: Die Bağlama in der Türkei und Europa

Pünktlich zum Europäischen Kulturerbe-Jahr (ECHY) ist die Dokumentation Die Bağlama in der Türkei und Europa erschienen. Die Bağlama ist das Hauptinstrument der türkischen Musik und spielt auch in der türkischen Gemeinde Berlins eine große Rolle. 2013 war die Bağlama „Instrument des Jahres“, 2015 wurde sie in den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ aufgenommen. 2013 fand in Berlin am 14./15. September das deutschlandweit erste Bağlama-Symposium statt, auf dem Hintergrund, Gegenwart und Möglichkeiten des Instruments von Musikern und Wissenschaftlern entfaltet und diskutiert wurden. Die Beiträge dieses Symposiums bilden nun den im Berliner Musikverlag Ries & Erler erschienenen Sammelband; Herausgeber sind Nevzat Çiftçi und Martin Greve in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Berlin. Prof. Dr. Max Peter Baumann vom Institut für Musikforschung / Ethnomusikologie der Universität Würzburg schreibt im Klappentext: „Die Beiträge vermitteln in ihrem Zusammenspiel ein wahres Wissenskompendium […] zur ikonenhaften Rolle eines Instruments, das nicht nur im urbanen Umfeld der Türkei zuhause ist, sondern auf transkulturelle Weise auch in Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden neue Heimatländer gefunden hat.“
Nevzat Çivçi und Martin Greve (Hrsg.): Die Bağlama in der Türkei und Europa. Erstes Bağlama-Symposium in Deutschland, Berlin, 14.–15. September 2013, Berlin: Ries & Erler, 2018, Broschur, 323 Seiten, ISBN 978-3-87676-036-0,
€ 48,90.


Der Landesmusikrat auf dem Familiensportfest

Info-Angebote und Workshops für Kinder, Jugendliche und Familien

Der Landesmusikrat und die Landesmusikakademie werden mit einem Infostand beim Familiensportfest am 19. August 2018 im Olympiapark über ihre vielfältigen Tätigkeiten informieren. Ab 12 Uhr können dort Kinder und Jugendliche an einstündige Workshops in Kreativem Tanz und Hiphop teilnehmen.
Den Landesmusikrat verbindet mit dem Landessportbund das gleiche Anliegen: Musik und Musizieren gehören wie der Sport zu einer umfassenden, nachhaltigen Erziehung und Bildung, zu einem erfüllten und gesunden Leben – und zu einer lebendigen Stadt. Jenseits aller kommerziellen Interessen bedeuten Musik und Sport Lebensqualität für alle. Und beiden wird es in der heutigen Bildungs- und Medienlandschaft häufig schwer gemacht, ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen – und jene öffentliche Unterstützung, ohne die es nicht geht.

Zur Internetseite des Familiensportfestes


„Musik und Stadt“: Foto-Aktion zum Jubiläum 40 Jahre Landesmusikrat Berlin

Sie erfreut rastlose Pendler in U-Bahnhöfen oder an Straßenecken, stille Hörer in Kirchen und Konzertsälen, überraschte Passanten, wenn sie aus offenen Fenstern dringt: Berlin steckt voller Musik. Diese Fülle in einem (stummen) Foto festzuhalten, fordert die Kreativität jeder Hobbyfotografin und jedes Hobbyfotografen heraus. Zu seinem Jubiläum möchte der Landesmusikrat diese Vielfalt von Musik und Stadt auch im Bild dokumentieren – als sichtbaren Querschnitt durch sein vierzigstes Jahr. Deswegen startet er seine Fotoaktion „Musik und Stadt“. Interessierte nicht-professionelle Fotografen sind aufgerufen, ihre Bilder zum Thema „Musik und Stadt“ einzureichen. Eine Jury wird aus den Einsendungen eine Auswahl treffen, die beim Festakt zum 40-jährigen Jubiläum am 10. Dezember  2018 im Roten Rathaus präsentiert wird. Einzelheiten demnächst auf diesen Seiten!


Arbeitsmarkt transnational: Neues Senatsprogramm „Weltoffenes Berlin“

Dank des neuen Förderprogramms „Weltoffenes Berlin“ der Senatsverwaltung für Kultur und Europa konnte der Landesmusikrat Berlin am 1. Juni 2018 eine neue Mitarbeiterin begrüßen: Mona Katawi arbeitet bis zum Jahresende 2018 in dem Projekt „Musikarbeitsmarkt transnational -- Informationen, persönliche Beratung und Begleitung". Mit ihrer umfassenden Sprachkenntnis in Englisch, Arabisch und Deutsch unterstützt sie die mehrsprachige Website des Landesmusikrats sowie die Entstehung einer interaktiven Landkarte, die musikalische Bildungs- und Arbeitsmarktangebote sowie  Konzertorte in mehreren Sprachen verzeichnet und erschließt. Allen Mitgliedern und Interessierten empfehlen wir Frau Katawi bei Bedarf als Ansprechpartnerin. Auch für Übersetzungen Arabisch-Deutsch (in beide Richtungen) steht Frau Katawi ab sofort zur Verfügung.

Das Förderprogramm „Weltoffenes Berlin“  unterstützt Projekte zur beruflichen Beratung, Unterstützung und Vernetzung von professionellen Kunst-, Medien- und Kulturschaffenden aller Sparten, die ihre bisherigen Aufenthaltsländer aufgrund der dortigen politischen Situation verlassen haben. „Weltoffenes Berlin“ wird die Ausschreibung für das Jahr 2019 demnächst freischalten. Beantragt werden können dort u. a. Stipendien für geflüchtete Künstler. Anträge aus dem Bereich Musik sind ausdrücklich erwünscht.


Jetzt anmelden: Herbstarbeitsphase des Landesjugendensembles Neue Musik

Nach seinem erfolgreichen Konzert im Mai bricht das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin unter dem Motto „Licht!“ zu neuen Ufern auf. Stücke von Adriana Hölszky, György Kurtág, Lily Tait und anderen sowie eine Uraufführung von Sidney Corbett stehen auf dem Programm. Bis zum 15. August können sich interessierte junge Musikerinnen und Musiker bewerben; am 1. September beginnt die Arbeit mit einer ersten Probe, eine weitere folgt am 3. Oktober. Probenwochenenden werden am 28.–30. 9., 13./14. 10. und 3./4. 11. stattfinden, die Konzerte am 10. 11. In der Klangwerkstatt im Künstlerhaus Bethanien und am 15. 11. Im Krönungskutschensaal der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Herzlich eingeladen sind alle, die neue, unbekannte Klänge erkunden und sich buchstäblich ins Unerhörte vorwagen wollen!

Zur Anmeldung


Torsten Maaß für Herbstarbeitsphase des Berliner JugendJazzOrchesters gewonnen

Der Komponist, Arrangeur, Trompeter und Bandleader Torsten Maaß wird die Herbstarbeitsphase des Berliner JugendJazzOrchesters leiten. Er studierte in Lübeck und Hamburg und sammelte u. a. im Bundesjugendjazzorchester (BuJazzO) und in den berühmten Bigbands des NDR, des RIAS Berlin und des HR, außerdem  im Ed Partyka Jazz Orchestra, in derJeff Cascaros Enterprise Big Band und in der Thilo Wolf Big Band Erfahrungen. Aktuell ist er Trompeter in Bob Brookmeyers New Art Orchestra. Seine Fähigkeiten als Arrangeur, Solist und Bandleader sind international gefragt. Musiker wie Bill Ramsey, Clark Terry, Monty Alexander, Tom Gäbel, die No Angels und das Orchester Pepe Lienhard schätzen seine Kompositionen und Arrangements. (Foto: Carin Lange-Hahn)

Die Arbeitsphase wird vom 22. bis 27. 10. 2018 stattfinden. Außer dem Abschlusskonzert am 27. Oktober wird das BJJO am 18. November im Hamburger Stage Club und am 15. Dezember beim 33. Berliner Jazztreff auftreten, jeweils zusammen mit dem Landesjugendjazzorchester Hamburg. Ab sofort können sich Interessierte auf der Internetseite des Landesmusikrats anmelden – zu einer Arbeitsphase, die verspricht, spannend zu werden!


33. Berliner Jazztreff im Dezember 2018

Der 33. Berliner Jazztreff wird am 15. und 16. 12. 2018 wieder die Türen der ufaFabrik für die Berliner Jazzszene und alle neugierigen Besucher öffnen. In diesem Jahr wird das Berliner JugendJazzOrchester zu einem Gastauftritt erwartet, und als ganz besonderer Gast wird das Landesjugendjazzorchester Hamburg sein Herbstprogramm beim Berliner Jazztreff präsentieren. Ensembles vom Duo bis zur Bigband können sich in Kürze online zur Teilnahme am Jazztreff anmelden, um dort zwei Tage lang zu jammen, zuzuhören und sich auszutauschen.  Interessierte Combos können sich hier außerdem für den Wettbewerb „Jugend jazzt“ qualifizieren, der vom 30. Mai bis 1. Juni 2019 in Dortmund stattfindet. Weitere News folgen!


Berliner Orchestertreff 2019: „Wer mitmacht, gewinnt!“

Am 25./26. Mai wird der Berliner Orchestertreff 2019 stattfinden. Herzlich eingeladen sind Orchester, Ensembles und Bands aller Couleur aus nichtprofessionellen Musikerinnen und Musikern zu einem großen Orchesterfest in der Landesmusikakademie Berlin. Sie können dort musizieren, zuhören, sich durch Fachleute beraten lassen oder sich einfach nur mit Gleichgesinnten austauschen. Auf vielfachen Wunsch sind diesmal auch begleitende Workshops geplant, u. a. zu den Themen „Musikergesundheit“, „Richtig Atmen für Bläser“ und „Improvisation für Orchestermusiker“.
Die Teilnahme ist in mehreren Varianten möglich:

1. Teilnahme mit Vorspiel, aber ohne beratende Jury;
2. Teilnahme mit Vorspiel vor einer beratenden Jury ohne Wertung;
3. Teilnahme am Wertungsvorspiel für die Weiterleitung zum Deutschen Orchesterwettbewerb (DOW), der vom 16. bis 24. Mai 2020 in Bonn stattfindet, 
dazu Juryberatung.

Für einige Orchesterkategorien sind darüber hinaus Sonderpreise vorgesehen. Der Landesmusikrat Berlin wird darüber auf seiner Internetseite informieren. Dort können Sie auch den Flyer mit weiteren Informationen herunterladen.
Ab sofort können Interessierte sich auf der Internetseite des Landesmusikrats anmelden; auf Wunsch kann das Anmeldeformular auch per Post zugesandt werden. Anmeldungen werden bis zum 31. Oktober angenommen.


„Die Künste, die Politik und die allgemeine Bildung“: Tagung an der UdK

Im Charlotte-Salomon-Saal der Universität der Künste begrüßten Martin Rennert und Susanne Fontaine am Abend des 1. Juni 2018 die Teilnehmer der Tagung „Die Künste, die Politik und die allgemeine Bildung“, veranstaltet von der Universität der Künste zusammen mit der Gesellschaft für Musikforschung. Im eröffnenden Podiumsgespräch skizzierten Prof. Dr. Dieter Grimm und Prof. Dr. Dörte Schmidt das Verhältnis von „Kulturauftrag und demokratischer Verfassung“. Eine Vielzahl von Gesichtspunkten zum Tagungsthema hielt der Folgetag bereit. In weiteren dialogischen Vorträgen – „Tandems“ – entfalteten die Vortragenden das Tagungsthema. Unter „Gesellschaftlicher und politischer Perspektive“ erinnerte Christian Höppner unter anderem daran, dass Kulturverantwortliche mit mehr Selbstbewusstsein  auftreten könnten. Susanne Fontaine umriss die Entwicklung künstlerischer Fächer in der Schulbildung und machte deutlich, wie stark die heutige Situation durch frühere Debatten und die Entwicklung des Bildungsbegriffs geprägt wurde. Zu „historischer und gegenwärtiger Perspektive“ unterstrich Susanne Lin-Klitzing neben dem Wert von Bildung für Individuum und Gesellschaft die Bedeutung konkreter politischer Partizipation durch die Fachwissenschaft.
Im Tandem zu den geisteswissenschaftlichen Schulfächern stellte Michael Kämper-van den Boogaart dar, wie sehr Lerninhalte des Deutschunterrichts von den jeweiligen politischen Bedingungen und Erwartungen geprägt waren. Juliane Brauer setzte sich unter anderem kritisch mit der Forderung auseinander, Geschichte auch über die Einladung zur Empathie zu vermitteln.
Der Nachmittag brachte eine intensive Podiumsdiskussion unter der Moderation Hans Dieter Heimendahls. Die Perspektive des Architekturstudiums entwickelte Matthias Noell; Alexander García Düttmann forderte zum Überdenken von immer wieder in die Debatte geworfenen Begriffen auf. Irmela von der Lühe nahm die Einladung an und wies auf die Betonung und zugleich Leere des Kompetenz-Begriffs hin. Allgemein wurde gefragt, was aus dem Bildungsenthusiasmus der Siebzigerjahre geworden sei, wobei der Musikmanager und Soziologe Elmar Weingarten einwarf, dass noch nie so viele Berliner Konzerte besuchten wie heute.
Immer wieder wurde die Diskussion für Publikumsfragen geöffnet, was teils bestürzende Befunde erbrachte – etwa dass selbst Abiturienten bisweilen kein Buch im Ganzen hätten lesen müssen –, teils die Konjunktur von Kulturvermittlung kritisch in den Blick nahm: „Education“ dürfe kein Ersatz für Bildung sein. Positiv wurde gefordert, Schüler und Studenten darin zu schulen, integriert zu denken, also aktiv ein stabiles Wissensnetz der Querverbindungen zu knüpfen. Im Übrigen müsse man an der politischen Front „gebetsmühlenartig“ Unterstützung einfordern unter dem Hinweis darauf, dass Künste und Allgemeinbildung nicht nur an sich förderungswürdig seien, sondern erst die Voraussetzungen für einen freiheitlichen, demokratischen und säkularen Staat schüfen. Damit war der Bogen zum Ausgangspunkt geschlagen: Denn dass dieser selber das nicht vermag, hatten schon eingangs Dieter Grimm und Dörte Schmidt erörtert. Zum Abschluss wies Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landemusikrats Berlin, auf dessen Motto „Musik für alle“ hin und fragte nach Schnittmengen zwischen den Anliegen der Disziplinen sowie nach Anknüpfungspunkten, die erlaubten, diese Debatte wirkungsvoll in die Öffentlichkeit zu tragen.

Zum Tagungsflyer


Jugend musiziert: „Jumu ROCKT!“ im SkyLiveClub und auf der Jugendmesse „you."

Seit 2006 gibt es den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Berlin die Sonderwertung „Band (Rock und Pop“). Es ist schon eine Tradition, dass die Preisträger dieses Berliner Sonderwettbewerbs ihren Sieg mit einem Auftritt im SkyLive Club krönen. Dieses Jahr war es am 8. Juni soweit: Vor einem begeisterten Publikum stellten sich die Bands „Box of Candy“, „Black Sheep“, „Green Forest“, „Mango Delight“, „Merian Band“, die „Showberries“ und „Soundwave“ auf der Bühne des vollbesetzten SkyLive Clubs vor.

Auch auf der Jugendmesse „you.“ bekamen am 22. Juni Preisträger des Landeswettbewerbs die Chance, ihr Können in einem Auftritt auf der „you.stage“ unter Beweis zu stellen. Das „you. Summer Festival“ bezeichnet sich als „Europas größtes Jugendevent“ und versammelt auf dem Messegelände Aussteller aus den Bereichen Freizeit, Sport, Mode, Gaming, Kosmetik sowie Vereine und Organisationen, die mit zahlreichen sommerlichen Aktivitäten auf ihre Marke und ihr Anliegen aufmerksam machen.  Zu hören waren auf der „you. Summer Stage“ im Sommergarten des Messegeländes  abermals die „Perfect Strangers“, „Box of Candy“, „Showberries“ und die „Merian Band“. Das durchwachsene Sommerwetter tat der Begeisterung einer jungen Zuhörerschaft keinen Abbruch.

Internetauftritt der „you.“


Jugend musiziert: Konzert der Bundespreisträger 2018

Am Samstag, dem 16. Juni, begrüßten Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats, und Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin, am Nachmittag das Publikum und dreizehn junge Musikerinnen und Musiker zum Konzert der Preisträger des 55. Bundewettbewerbs „Jugend musiziert“. Insgesamt 23 erste Preise hatte die Jury des Bundeswettbewerbs, der am 24. Mai in Lübeck zu Ende gegangen war, an Berliner Jugendliche vergeben. Bei herrlichem Sommerwetter und großer Veranstaltungskonkurrenz – die Fußball-Weltmeisterschaft etwa ging in ihren zweiten Tag – zeigte sich das Publikum im Festsaal des Roten Rathauses begeistert von den Leistungen der jungen Musikerinnen und Musiker aus den Kategorien Oboe, Bağlama und Fagott solo, Blockflöte, Violine und Querflöte sowie Musical mit Klavierbegleitung. Im Preisträgerkonzert verlieh Robert Wißmann, Vorsitzender der Jury, auch die Preise im Wettbewerbs „Jugend forscht: Musik“.


Berliner JugendJazzOrchester und Trio Rokula beim MitmachMarkt zum Europäischen Kulturerbe-Jahr (ECHY)

Das Europäische Kulturerbejahr (European Cultural Heritage Year, ECHY) gipfelte in einer „Summit Week“ in Berlin. Zur zentralen Abschlussveranstaltung verwandelte sich der Gendarmenmarkt am 24. Juni in einen großen „MitmachMarkt“ mit Informationen, Diskussionsveranstaltungen und zahlreichen Aktivitäten rund um das Thema Europäisches Kulturerbe. Begrüßt von Kultursenator Klaus Lederer und geleitet vom bekannten schwedischen Bandleader Mats Holmquist, brachte hier das Berliner JugendJazzOrchester seine Frühjahrs-Arbeitsphase zum prachtvollen Abschluss. Bei den beiden Auftritten am Mittag und frühen Nachmittag feierte ein begeistertes Publikum die jungen Jazzer und ihren Dirigenten.

Der Kleine Saal des Konzerthauses war mittags Schauplatz einer Podiumsdiskussion zum Thema „Kulturerbe: Kitt für die Zukunft“, zu der der Kultursenator Lederer eingeladen hatte. Für die musikalische Umrahmung sorgte hier das Bläsertrio Rokula, das schon bei einem Auftritt am Vormittag seiner Auszeichnung im Wettbewerb „Jugend musiziert“ auch alle Ehre gemacht hatte.


Landesmusikrat erhält Fördermittel

Der Landesmusikrat Berlin hat Fördermittel aus dem Programm „Beratung, Unterstützung und Vernetzung für transnationale Kunst-, Medien- und Kulturschaffende“ der Senatsverwaltung für Kultur und Europa zugesprochen bekommen. Die Mittel werden zur Einrichtung einer bis Jahresende 2018 befristeten Stelle verwendet. Seit dem 1. Juni 2018 arbeitet eine neue Mitarbeiterin für das Projekt Musikarbeitsmarkt transnational – persönliche Beratung und Begleitung. Das Projekt umfasst u. a. einen interaktiven Stadtplan mit Ausbildungs- und Konzertstätten in Berlin.

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