Zunehmender Lehrkräftemangel erfordert dringenden Ausbau der Ausbildungskapazitäten (24.02.2025)

Landesmusikrat Berlin widerspricht Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra

Pressemitteilung | 24.02.2025

Seit vielen Jahren fordert der Landesmusikrat Berlin eine Erhöhung der Absolvent:innenzahlen der UdK Berlin im gesamten Berufsfeld der Musikalischen Bildung. Angesichts des sich ständig verschärfenden Personalmangels forderte der Runde Tisch Musikalische Bildung am 6. Juli 2023 eine Verdreifachung der personellen, sachlichen und räumlichen Ressourcen für die Studiengänge des Künstlerischen Lehramts Musik sowie für die Künstlerisch-Pädagogischen Studiengänge.

https://www.landesmusikrat-berlin.de/runder-tisch-musikalische-bildung-fordert-verdreifachung-der-ausbildungskapazitaeten/

Im Rahmen der jüngsten Sparzwänge äußerte Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra im Gespräch mit der Morgenpost (30.12.) zuletzt Zweifel an der Notwendigkeit des Erhalts und des Ausbaus dieser Kapazitäten.

Der Landesmusikrat Berlin hält an seinem oben genannten und damals umfangreich begründeten Beschluss fest und weist auf die neuesten Erhebungen der Kultusministerkonferenz hin. Diese prognostiziert:

„Beginnend mit den übergreifenden Lehrämtern des Primarbereichs und aller oder einzelner Schularten des Sekundarbereichs I sind sowohl kurzfristig (bis 2025/2026) als auch mittel- bis langfristig (bis 2035) die höchsten Einstellungsbedarfe in den Fächern […] und Musik […].“

https://www.kmk.org/dokumentation-statistik/statistik/schulstatistik/lehrkraefteeinstellungsbedarf-und-angebot.html

Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin e. V. appelliert an die Verantwortung der Zivilgesellschaft: „Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf musikalische Bildung. Wir sind in der Pflicht, alle dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.“

Ansprechpartnerin:
Franziska Stoff, Generalsekretärin Landesmusikrat Berlin e. V.,


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Two Cities – One Groove: Das Berliner und das Hamburger Jugendjazzorchester treten gemeinsam auf (21.02.2025)

Konzerte am 6. März im Hamburger Jazzclub Nica und am 7. März im Georg-Neumann-Saal des Jazz-Instituts Berlin.

Pressemitteilung | 21.02.2025

Foto: © Tommi Aittala

Auf der Suche nach dem aktuellen Klang und Groove des Jazz gehen am 6. und 7. März 2025 um 20 Uhr gleich zwei Landesjugendjazzorchester an den Start und spielen im angesagten neuen Hamburger Jazzclub Nica und tags darauf im Jazz-Institut Berlin. Zu erleben ist ein musikalisches Doppel mit aktuellen Kompositionen der europäischen Jazzszene.

Das Berliner Jugendjazzorchester (BJJO) bringt dafür vor allem eigene Kompositionen mit, die von den Bandleadern Fabia Mantwill und Nicolai Thärichen eigens für dieses Ensemble geschrieben wurden. Seit seiner Neuformation besteht das BJJO aus Bigband, Streichquartett und 4 Vocals – eine innovative, flexible Besetzung. Das Hamburger Landesjugendjazzorchester unter der Leitung von Jörn Marcussen-Wulff kombiniert unter dem Titel „European Spirit“ aktuelle Werke von Komponist:innen aus ganz Europa.


Two Cities- One Groove – Konzert Berliner und Hamburger Jugendjazzorchester

7. März 2025, 20 Uhr, Einlass 19:30 Uhr
Georg-Neumann-Saal, Jazz-Institut Berlin, Einsteinufer 43 -53, 10587 Berlin
Tickets: 18€ / 12€ ermäßigt unter >>diesem Link

>>Weitere Informationen.

Ansprechpartner:
Thomas Pfitzmann, Projektleitung (interim), Berliner JugendJazzOrchester
Mail:


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Jugend musiziert Berlin: Berlins größter Musikwettbewerb startet am Wochenende (10.02.2025)

Anmelderekord – Neue Kategorie MENA (Middle East North Africa) – Hochkarätige Jury

Pressemitteilung | 10.02.2025

Jugend musiziert Berlin boomt. Besonders die Berliner Zusatzkategorien Bands, Beats & Rhymes, Singer/Songwriter und Interkulturelle Perkussion können einen enormen Zuwachs z.T. sogar eine Verdopplung der Teilnehmerzahlen verzeichnen.

Im Jahr 2025 wird zum ersten Mal die Kategorie MENA (Middle East North Africa) mit den Instrumenten Oud, Kanun und Nay im Landeswettbewerb ihr Podium finden, eine Erweiterung, die der kulturellen Vielfalt Berlins gerecht wird.

Das gesamte Jury-Team von Jugend musiziert Berlin repräsentiert den kulturellen Reichtum der Stadt. Mit Udo Dahmen, dem ehemaligen Direktor der Popakademie Mannheim, sowie Jens Eckhoff von der Band „Wir sind Helden“ sind erstmals auch auswärtige Juroren für die Popularmusik-Kategorien dabei.

Das Instrument des Jahres 2025 „Stimme“ wird bei Jugend musiziert Berlin durch die Solokategorie Gesang (Pop) mit allein 22 Auftritten in den Regionalwettbewerben und die Ensemblekategorie Vokalensemble besonders stark vertreten sein. Gerade die Regionalwettbewerbe sind ein wichtiges Instrument der Breitenförderung.

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin a.D. sagt: „Alle Berliner:innen sind herzlich eingeladen, die öffentlichen Wertungsspiele sowie die Konzerte der Preisträger:innen zu besuchen, die an vielen Standorten in ganz Berlin stattfinden. Überzeugen Sie sich selbst von der großen Leistungsbereitschaft und Hingabe Ihrer musizierenden Jugend!“

Laufend aktualisierte Termine finden Sie >>hier.

„Jugend musiziert“ ist ein dreistufiger, bundesweiter Wettbewerb, der allen Kindern und Jugendlichen aus dem nichtprofessionellen Musikbereich offensteht. 2025 findet er zum 62. Mal statt. Auf Berliner Regional- und Landesebene wird der Wettbewerb vom Landesmusikrat Berlin e.V. getragen. Der Bundeswettbewerb als dritte Stufe findet jedes Jahr in einer anderen Stadt Deutschlands statt, dieses Jahr in Wuppertal.

Ansprechpartner:innen

Christiane Wallendorf, Projektleitung Jugend musiziert Berlin

Clemens Koch, Projektleitung Jugend musiziert Berlin, Pop

Christina Bylow
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Berlin schläft ein: Der Landesmusikrat Berlin sammelt Wiegenlieder in allen Sprachen der Stadt (07.02.2025)

Nächste öffentliche Aufnahmesession im Rahmen des Karnevals der Kulturen am 7. Juni 2025.  14–20 Uhr

Pressemitteilung | 07.02.2025

Schlaflieder verbinden Menschen, Generationen, Herzen. Sie begleiten uns in den ruhigsten Momenten, schenken Trost und Geborgenheit. Berlin ist Heimat von Menschen aus mehr als 170 Nationen mit zahlreichen unterschiedlichen Sprachen und Kulturen. Sie alle bewahren Wiegenlieder in ihrem kollektiven Gedächtnis. Diese sprachliche und musikalische Vielfalt pflegt und würdigt der Landesmusikrat Berlin im Jahr der Stimme in Kooperation mit dem Berliner Ethnologischen Museum (Humboldt Forum), der Ernst von Siemens Musikstiftungsprofessur an der Freien Universität Berlin (FU Berlin) und dem Endangered Languages Archive an der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

„Berlin schläft ein“ heißt das künstlerische und kulturelle Experiment, das den reichen Schatz an Schlafliedern sammelt, archiviert und allgemein zugänglich macht. Ziel ist die Erhaltung dieses immateriellen kulturellen Erbes und die Förderung des Singens in der Familie.

Die erste öffentliche Aufnahme-Session findet am 21. Februar, dem internationalem Tag der Muttersprache der UNESCO statt. Der Tag wird seit dem Jahr 2000 zur Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit global gefeiert.

Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, sagt: „Kommen Sie am 21. Februar zwischen 14 und 20 Uhr ins Humboldt Forum und nehmen sie Ihr liebstes Schlaflied professionell auf. Gemeinsam schaffen wir einen Fundus von Berliner Liedern, der den einmaligen kulturellen und sprachlichen Reichtum unserer Stadt und der Welt widerspiegelt.“

Die Vielfalt der gesammelten Lieder wird in einem geschützten Rahmen über die Online-Plattform des Endangered Languages Archive der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zugänglich gemacht und zusätzlich in den Sammlungen des Berliner Ethnologischen Museums (Humboldt Forum) langzeitarchiviert. Die gesammelten Lieder werden außerdem im Lauf des Jahres in Konzerten, Workshops und Ausstellungen präsentiert, um ihre Schönheit und Vielfalt sichtbar zu machen.

Termine für weitere Aufnahme-Sessions werden über die Webseite des Landesmusikrats Berlin bekannt gegeben.

Berlin schläft ein – nächste öffentliche Aufnahmesession im Rahmen des Karnevals der Kulturen
7. Juni, 14 – 20 Uhr, 

>>Hier können Sie sich für weitere Informationen und die Aufnahme-Sessions registrieren.

Ansprechpartnerin:
Franziska Stoff / Generalsekretärin
Tel.: 0163 1745 113

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Nach Kürzungsankündigungen – rbb Strukturentscheidungen dürfen nicht zulasten der Kulturprogramme von radio3 gehen (31.01.2025)

Pressemitteilung | 31.01.2025

Laut der gestrigen Pressemitteilung des rbb werden im Laufe des Jahres 2025 wesentliche Entscheidungen für die rbb Programmangebote getroffen. Geplant ist u.a. ein deutlicher Personalabbau im redaktionellen Bereich. Aus Sicht des Landesmusikrats Berlin darf dies nicht zu weiteren quantitativen und qualitativen Einschränkungen des im rbb Staatsvertrag festgeschriebenen kulturellen Auftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Berlin-Brandenburg führen.

Die bei der Umfirmierung von rbbkultur zu radio3 bereits erfolgte Kürzung der inhaltlichen Programmbreite und -vielfalt hatte bereits zu einer Ausdünnung der Kulturberichterstattung, besonders im Bereich der Musik, geführt. 

„Die Quantität und Qualität für ein ausgewogenes und vielfältiges Kulturradio dürfen nicht den Sparmaßnahmen geopfert werden“ so Hella Dunger-Löper, die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin. 


Ansprechpartner:
Franziska Stoff, Generalsekretärin
Mail:
Telefon: +49 163 1745 113

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Festanstellung für Berliner Musikschullehrer:innen (30.01.2025)

Landesmusikrat Berlin erhält auch nach Übergangs-Beschluss des Bundestages seine Forderung aufrecht

Der Landesmusikrat Berlin erhält seine Forderung nach umgehender Festanstellung der Berliner Musikschullehrkräfte unverändert aufrecht, um die im Berliner Schulgesetz verankerten Öffentlichen Musikschulen zukunftsfähig im entsprechenden qualitativen und quantitativen Umfang aufzustellen.

In Folge des sogenannten „Herrenberg-Urteils“ von 2022 hatten die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung sich auf eine Neuausrichtung der Praxis von Sozialversicherungsprüfungen verständigt. Danach war eine Beschäftigung von Musikschullehrer:innen als Honorarkräfte in den meisten Fällen nicht mehr möglich. Viele Gemeinden und Städte in der Bundesrepublik hatten daraufhin von Honorartätigkeit auf Festanstellung umgestellt.

Infolge eines Beschlusses des Bundestages soll jetzt für die Umsetzung des Herrenberg-Urteils eine Übergangsfrist bis Ende 2026 gelten.

Aus Perspektive des Berliner Landesmusikrates muss der Prozess der Umstellung auf Festanstellung in Berlin unbeirrt fortgesetzt werden. Die Musikschulen benötigen zur Erfüllung des Bildungsauftrags nach § 123 Schulgesetz eine verbindliche Einbindung der Lehrkräfte in den Musikschulbetrieb. Dies ist nur in Festanstellung möglich. Die Lehrkräfte wollen dies auch mehrheitlich. Berlin ist bundesweit Schlusslicht bei der Festanstellungsquote. Angesichts des großen und zunehmenden Fachkräftemangels im gesamten Berufsfeld der Musikalischen Bildung dürfen Lehrkräfte, die seit Jahren für ihre Festanstellung kämpfen, nicht weiter hingehalten werden.

>> Hier gelangen Sie zum Beschluss

>> Hier gelangen Sie zur Aktionsseite Musikschulen des Berliner Landesmusikrats


Ansprechpartnerin:
Franziska Stoff, Generalsekretärin

Tel.: 0163 1745 113


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Das Jahr der Stimme ist eröffnet (15.01.2025)

 

Eröffnung „Instrument des Jahres: Stimme“ (15.01.2025)

 

„Instrument des Jahres 2025“ in Berlin gestartet.

Kultursenator Joe Chialo und der Landesmusikrat Berlin eröffneten das Jahr der Stimme im Musikinstrumenten-Museum im Staatlichen Institut für Musikforschung Berlin

 

Ein Jahr lang steht Deutschland im Zeichen der Stimme. Die Landesmusikräte der Bundesländer haben das ursprünglichste Instrument des Menschen zum Instrument des Jahres gewählt – die Stimme.  Im Rahmen einer musikalischen Pressekonferenz im Musikinstrumenten-Museum im Staatlichen Institut für Musikforschung in Berlin wurde heute (15.01.) vor ca. 100 Gästen das Jahr der Stimme eröffnet.

Zur Einstimmung zeigte Daniel Mandolini, Vize-Weltmeister im Beatboxing, in einer eindrucksvollen Performance, welche Klänge sich mit der perkussiv eingesetzten Stimme erzeugen lassen.

Um die vielen Aspekte der Stimme anschaulich zu machen, hatte der Landesmusikrat Berlin Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft, der Kirche und aus dem Berliner Chorleben aufs Podium geladen. Charismatischer Mittelpunkt war die Berliner Botschafterin der Stimme: Die international renommierte Jazz- und Soulsängerin Jocelyn B. Smith. Gemeinsam mit Joe Chialo, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, sang sie „Morning has broken“. Ihrer berührenden Rede über die Kraft der eigenen Stimme stellte die gebürtige New Yorkerin, die seit über dreißig Jahren in Berlin lebt, den Song „What are we doing here“ voran. Die sozial engagierte Künstlerin handelt dabei nach einer von ihr zitierten Maxime der Native Americans: „We are the ones we have been waiting for.“ Spontan brachte Jocelyn B. Smith das begeisterte Publikum zum Mitsingen. 

Joe Chialo betonte den verbindenden Aspekt der Stimme: „Berlin ist Vielfalt: Heimat für Menschen aus 170 Nationen, die unzählige Sprachen und Kulturen vereinen. Diese Stimmen und Lieder sind ein Schatz, der uns verbindet – eine Gemeinschaft, die wir für die Herausforderungen der Zukunft brauchen.“

Dr. Rebecca Wolf, Direktorin des Staatlichen Instituts für Musikforschung und Hausherrin, eröffnete die Reihe kurzer Vorträge mit einer Reflexion über die Stimme als Instrument. „Die Stimme ist durch die Musikgeschichte hindurch immer wieder Vorbild für den Bau von Instrumenten.“

Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin e.V., erläuterte die bundesweite Initiative „Instrument des Jahres“ und deren Ziel, jeweils ein Instrument für die breite Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Unterstützt wird der Landesmusikrat Berlin dabei von zahlreichen Kooperationspartnern. Dazu gehören die Landesmusikakademie Berlin, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), das Ethnologische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin im Humboldt-Forum, der Karneval der Kulturen ebenso wie die Berliner Musikbibliotheken und weitere Kooperationspartner. Hella Dunger-Löper betonte die Bedeutung der Amateur-Chöre für den Einzelnen und die Gesellschaft. „Gemeinsam zu singen ist eine direkte Erfahrung. Sie lässt uns Selbstwirksamkeit erleben. Damit stärkt sie den Menschen als Individuum, aber auch als soziales Wesen.“

Prof. Dr. Gunter Kreutz von der Universität Oldenburg sprach über die positiven Effekte des Singens auf die physische und psychische Gesundheit. Singen sei ein evolutionäres Erfolgsmodell. Er mahnte aber auch: „Die besonderen Stärken und Qualitäten der Singstimme zu vermitteln, zu sozialisieren und zu kultivieren, ist eine Generationenaufgabe und keine Selbstverständlichkeit. Sie erfordert Ressourcen auf allen Ebenen der Gesellschaft, allem voran aber den politischen Willen, die musikalische Alltagskultur von Kindesbeinen an zu fördern und zu bewahren.“  

Dr. Mandana Seyfeddinipur, eine führende Expertin auf dem Gebiet der Sprachdokumentation, gab Einblick in die Zusammenhänge zwischen Stimme und Identität. „Jede Stimme ist einzigartig, und wenn sie verstummt, verlieren wir einen Teil der Vielfalt, die uns als Menschen ausmacht.“ 

Die reiche und vielfältige Chorlandschaft Berlins war Thema des Beitrags von Petra Merkel, Präsidentin des Chorverbands Berlin. „Chöre sind die Grundlage für Gemeinschaft, über alle Unterschiedlichkeiten hinweg, Generationen, Kulturen, Handicaps, Genres.“

Almut Stümke, Landessingwartin EKBO, stellte die Programme der EKBO zur Stärkung des Singens in der Familie vor und erinnerte an die spirituelle Dimension des Singens: „Singen ist dreidimensional – es bringt Menschen in Einklang mit sich selbst, mit der Gemeinschaft und mit einer spirituellen Ebene, wie auch immer diese für jeden einzelnen aussieht.“ 

Zum Ausklang sang der Clara Schumann Kinderchor der Schostakowitsch- Musikschule Berlin-Lichtenberg.

Ansprechpartnerinnen:

Franziska Stoff
Generalsekretärin Landesmusikrat Berlin e.V.

Bernadett Kis
 Projektleitung Instrument des Jahres
Tel. +49 176 70651496

Christina Bylow
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 (0)30-39 87 73 58

Weitere Informationen unter:

Instrument des Jahres 2025 – Die Stimme

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de

Generalversammlung des Landesmusikrats Berlin (25.11.2024)

Generalversammlung des Landesmusikrats Berlin
Anträge zur Absicherung der Berliner Musiklandschaft – Verleihung der Goldenen Ehrennadel – Neue Mitglieder 

Angesichts der geplanten Kürzungen im Kulturbereich verabschiedete die Generalversammlung des Berliner Landesmusikrats am 25. November 2024 drei Anträge zur Absicherung der Berliner Musiklandschaft. Die Mitglieder des Landesmusikrats fordern die Rücknahme der Kürzungen für die Berliner Musikinstitutionen und die freie Szene sowie die Vorhaltung von Mitteln zur Festanstellung der Lehrkräfte an den Öffentlichen Berliner Musikschulen, wie es die aktuelle Rechtslage erfordert (siehe unten).

In Anerkennung ihrer jahrzehntelangen ehrenamtlichen Mitwirkung im Landesmusikrat Berlin e.V. und für die Berliner Zupfmusik wurde Ulrike Morgenroth und Michael Kubik die Goldene Ehrennadel des Landesmusikrats verliehen. Eine besondere Freude bereitete der Ausnahme-Mandolinist Avi Avital den Geehrten durch ein kurzes Überraschungs-Konzert.

Weiterhin wurden drei neue Mitglieder in den Landesmusikrat Berlin e.V. aufgenommen: 

        a. Kollegen 2,3 Bureau für Kulturangelegenheiten / Selbstgebaute Musik

        b. Deutscher Akkordeonlehrer-Verband e.V. – LV Berlin

        c. musica reanimata – Förderverein zur Wiederentdeckung NS-verfolgter Komponisten und ihrer Werke e.V. 

Als Vorschlag für das Instrument des Jahres 2029 stimmten die Mitglieder des Landesmusikrats Berlin auf Antrag der Berlin Music Commission für die Mundharmonika. Diesen Vorschlag trägt der Landesmusikrat Berlin nun in die Konferenz der Landesmusikräte. Mit einer Entscheidung auf Bundesebene ist erst im kommenden Jahr zu rechnen. 

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, Hella Dunger-Löper, sagt: „Kultur sichert den gesellschaftlichen Zusammenhalt, ist aber auch einer der wichtigsten Standortfaktoren für unsere Stadt. Die geplanten Kürzungen und die Kurzfristigkeit ihrer Umsetzung bedrohen unsere einzigartige Berliner Kultur- und Musiklandschaft. Der Dialog mit den betroffenen Einrichtungen muss umgehend aufgenommen werden. Ziel muss es sein, alle geplanten Kürzungen weitestgehend zurückzunehmen.“

> Beschluss Musikschulen (25.11.2024)
> Beschluss Freie Szene Musik (25.11.2024)
> Beschluss Antrag unisono (25.11.2024)


Weitere Informationen und Kontakt:
Franziska Stoff / Generalsekretärin
/ Tel.: 0163 1745 113

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Berliner Jazztreff am 24. November in der Kulturbrauerei (21.11.2024)


Berliner Jazztreff am 24. November in der Kulturbrauerei

Highlight: Das Berliner JugendJazzOrchester

Der 39. Berliner Jazztreff bietet am Sonntag, den 24. November 2024 erneut die Gelegenheit, die pulsierende Jazzszene der Hauptstadt in all ihren Facetten zu erleben. Ob Kinder, Jugendliche oder erfahrene Jazzmusiker:innen: An diesem Wochenende kommen Jazzfans voll auf ihre Kosten. Der Berliner Jazztreff gilt als generationsübergreifende Plattform, auf der sich der Nachwuchs mit den etablierten Größen der Szene austauschen kann. Als besonderes Highlight gilt der Auftritt des Berliner Jugendjazzorchesters unter der Leitung von Fabia Mantwill und Nicolai Thärichen.

Das Programm bietet eine anregende Mischung an Ensembles und Stilen. Besonders für den jazzmusikalischen Nachwuchs hält der Berliner Jazztreff eine wertvolle Möglichkeit vor, sich mit Profis zu vernetzen und wertvolles Feedback im Rahmen von Beratungen zu erhalten.

Neben spannenden Konzerten wird der Jazztreff auch durch die Wahl eines Landespreisträgers in der Kategorie Jugend Big Band / Jazzorchester (ehemals „Jugend jazzt Big Band“) bereichert. Das jeweilige Ensemble wird dann Berlin beim Deutschen Orchesterwettbewerb 2025 in Mainz und Wiesbaden vertreten.

Veranstaltungsort:
Kulturbrauerei (Kesselhaus und Maschinenhaus),
Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin.
Datum: 24. November 2024. Einlass ab 11:30 Uhr

Mehr Informationen unter: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/berliner-jazztreff/  

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de

2025 wird das älteste Instrument der Welt das Instrument des Jahres. Die Stimme! (21.11.2024)

In einem spannenden Zusammenspiel aus Muskeln, Stimmlippen und Knorpel im Kehlkopf entsteht die für jeden Menschen einzigartige Stimme. Sie kann tönen, flüstern, sprechen, singen und noch so viel mehr. Und so kann jede*r das „eingebaute“ Instrument ganz individuell hörbar machen und einsetzen. Höchste Zeit also, dass die Landesmusikräte dieses außergewöhnliche Instrument ein Jahr lang in Szene setzen.

Die Stimme verbindet uns Menschen auf der ganzen Welt. Sie überwindet kulturelle, sprachliche und geografische Grenzen und schafft eine gemeinsame Basis für Kommunikation und gegenseitiges Verständnis. Und sie ist in nahezu jedem musikalischen Genre, das der Globus zu bieten hat, zuhause. Also ganz gleich, wo wir uns befinden und welche Musik wir im Ohr haben, unsere Stimmen ermöglichen es uns, Gedanken, Gefühle und Ideen auszutauschen und so eine tiefere Verbindung zueinander aufzubauen.

Die Stimme ist auch das erste Instrument, dessen wir uns bedienen, wenn wir als soziale Wesen miteinander umgehen, wenn wir unsere Gesellschaft gestalten oder Politik verändern wollen. Das soziale und das musikalische Instrument sind schwer abgrenzbar ineinander verwoben. Es ist das Instrument, das uns zu Menschen macht.

Und nicht nur der Mensch hat eine Stimme. Auch im Tierreich erleben wir die farbenfrohsten und faszinierendsten Klänge. Von den melodischen Gesängen der Vögel bis hin zu den kilometerweit tragenden Rufen der Wale – die Stimmen der Tiere bereichern jeden Tag unsere Welt.

Freuen Sie sich mit uns auf das Jahr der Stimme und hinterlassen Sie 2025 Ihren ganz persönlichen akustischen Fingerabdruck!

Ein Höhepunkt des Jahres der Stimme in Berlin ist der Chortreff von 03.- 05. Oktober 2025. Was genau zu erwarten ist im Jahr der Stimme, wer alles beteiligt ist, und welche Veranstaltungen stattfinden werden, wird im Rahmen der Berliner Pressekonferenz am 15. Januar 2025 in Anwesenheit der Berliner Schirmherrin Jocelyn B. Smith bekanntgegeben.

Instrument des Jahres 2025: Stimme
Pressekonferenz zur Eröffnung des Jahres der Stimme
15.01. 2025, 11 Uhr, Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung
Tiergartenstr. 1, Eingang Ben-Gurion-Str., 10785 Berlin

Ansprechpartner:
Bernadett Kis, E-Mail:

Seit 2008 wird jedes Jahr ein Instrument des Jahres gekürt und zwölf Monate in den Fokus gestellt. Jedes Bundesland beruft eigene Schirmherr:innen und hat seine eigene Vorgehensweise, um das länderübergreifende Ziel zu erreichen: Neugier und Aufmerksamkeit auf die vielen Facetten der Stimme zu lenken.

Nähere Informationen zu den weiteren teilnehmenden Ländern erhalten Sie von den zuständigen Landesmusikräten. Siehe hierfür die untenstehende Liste:

Baden-Württemberg
Botschafter: Stuttgarter Hymnus-Chorknaben
www.lmr-bw.de

Bayern
www.bayerischer-musikrat.de

Berlin
Schirmherrin: Jocelyn B. Smith
Pressekonferenz: 15. 01. 2025, 11 Uhr; im Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung. 
www.landesmusikrat-berlin.de

Brandenburg
www.landesmusikrat-brandenburg.de

Bremen
www.landesmusikrat-bremen.de

Hamburg
www.lmr-hh.de

Hessen
www.landesmusikrat-hessen.de

Niedersachsen
Botschafter: Landesjugendchor Niedersachsen und Voktett Hannover
www.lmr-nds.de

Nordrhein-Westfalen
www.lmr-nrw.de

Rheinland-Pfalz
www.lmr-rp.de

Saarland
Schirmherrschaft: Landesjugendchor Saar
www.lmr-saar.de

Sachsen
Schirmherr: Prof. Dr. med habil. Michael Fuchs, Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie am Universitätsklinikum Leipzig
www.saechsischer-musikrat.de

Schleswig-Holstein
Botschafter: NDR Vokalensemble
www.instrument-des-jahres.de

Thüringen
Schirmherr: Landesjugendchor Thüringen
www.lmrthueringen.de

Weitere Informationen:
www.landesmusikrat-berlin.de


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.


Ansprechpartner:
Franziska Stoff

Test Alt
Offene Probe

Auch nicht-mitwirkende Zuhörer:innen sind herzlich willkommen.

Eine aktive Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. 

Alle Berliner Amateurmusiker:innen sind herzlich eingeladen, an der Offenen Probe am Samstagabend teilzunehmen. 

Exklusiv für den Orchestertreff werden der zweite und vierte Satz der 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven so arrangiert, dass auch Musiker:innen mit unterschiedlichen Zupfinstrumenten, Akkordeon und anderen im Original nicht besetzten Instrumenten mitspielen können. 

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmer:innen Ensemble-Erfahrung mitbringen. 

Iván Fischer

ist Ehrendirigent des Konzerthausorchesters und als einer der visionärsten Musiker unserer Zeit bekannt.

Er war Chefdirigent des National Symphony Orchestras in Washington, Opéra National de Lyon und des Konzerthausorchesters Berlin, letzteres hat ihn zum Ehrendirigent ernannt. Ebenso ist er Honorary Guest Conductor des Royal Concertgebouw Orchestra, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet.  

Bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR und dem New York Philharmonic Orchestra ist er regelmäßig zu Gast.

Nach einigen Gastauftritten in internationalen Opernhäusern, entschied er sich auch bei der Oper für einen Reformweg und gründete die Ivan Fischer Opera Company, mit der er unabhängige Opernproduktionen verwirklicht. Seit 2004 ist Iván Fischer auch als Komponist tätig, er schreibt meist vokale Musik mit kleinen Instrumentalensembles. 

Iván Fischer wurde 2013 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt und ist Ehrenbürger von Budapest.

Noten
Hier finden Sie alle Noten für die offene Probe. Bitte bringen Sie sich Ihre Noten selbstständig, ausgedruckt und vorbereitet mit.
 
4. Satz
Zeit und Ort

Samstag, 28. September

18.30 bis 20 Uhr

Landesmusikakademie Berlin
Foyer des FEZ-Berlin

Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin