Berliner Resonanzen Juni 2026

Reden wir mal über den Sound einer Stadt. Berlin und Buenos Aires klingen ähnlich. Sagt María Cecilia Barbetta im Interview für die Juni-Ausgabe unseres Newsletters BERLINER RESONANZEN. Sie muss es wissen, die in Buenos Aires geborene Schriftstellerin lebt seit 1996 in Berlin. Am 12. Juni 2026 ist sie im Kammermusiksaal der Philharmonie bei „Piazzolla Reloaded“ zu erleben, zusammen mit Musiker:innen wie Ksenija Sidorova. Das ist nur eines von vielen Highlights im Juni. Außerdem in der neuen Ausgabe:  Musikpolitische Debattenformate vor der Berlin-Wahl, Veranstaltungen unserer Mitglieder, Nachruf auf den großen Musikvermittler Peter Gülke. Und wie fast immer gibt es Kinofreikarten zu gewinnen! 

Spitze: Berlins musikalischer Nachwuchs | Jugend musiziert: Konzert der Bundespreisträger:innen am 13. Juni 2026 im Roten Rathaus (04.06.2026)

© Stephan Röhl

Pressemitteilung | 04.06.2026 

Am Pfingstwochenende reisten 138 junge Musikerinnen und Musiker aus Berlin zum Bundeswettbewerb Jugend musiziert nach München und Regensburg. Auch in diesem Jahr erzielten sie dabei Spitzenergebnisse.

Sie zeigten ihr Können in so unterschiedlichen Kategorien wie Klavier, Gesang, Kammermusik für Blechbläser, Drum-Set, Harfe und vielen anderen. Dabei gewannen sie 66 Erste Preise, 40 Zweite Preise und 23 Dritte Preise. Die Höchstpunktzahl von 25 Punkten erhielten 30 Teilnehmer:innen.

Erstmals war auch ein Berliner Horn-Oktett dabei. „Auf unseren Wettbewerbsbeitrag haben wir uns seit fast zwei Jahren gemeinsam mit unserer Ensembleleiterin vorbereitet“, sagt Clemens (18), Mitglied des Oktetts. Welchen Klang acht Hörner hervorbringen können, lässt sich demnächst im Konzert der Bundespreisträger:innen erleben:

Am 13. Juni 2026 um 17:00 Uhr präsentieren ausgewählte Bundespreisträger:innen im Roten Rathaus ihre Lieblingsstücke. Zu hören ist Musik unterschiedlicher Epochen und Genres in vielfältigen Besetzungen.

Karten für das Konzert können unter https://www.survio.com/survey/d/Bundespreistraegerkonzert-2026 gebucht werden. Der Eintritt ist frei.

Der bundesweite Wettbewerb Jugend musiziert steht allen Kindern und Jugendlichen aus dem nichtprofessionellen Musikbereich offen. 2026 fand er zum 63. Mal statt. Auf Berliner Regional- und Landesebene wird der Wettbewerb vom Landesmusikrat Berlin e. V.  getragen. Der Bundeswettbewerb als dritte Stufe findet jedes Jahr in einer anderen Stadt Deutschlands statt.


Ansprechpartner:innen:

Christiane Wallendorf, Projektleitung Jugend musiziert Berlin
 

Clemens Koch, Projektleitung Jugend musiziert Berlin, Pop

Christina Bylow
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit



Der Landesmusikrat Berlin e. V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Eigenständige Kulturprogramme erhalten (03.06.2026)

Programminhalte von COSMO sollen künftig in rbb radio3 integriert werden. Was heißt das für die regionale Musik- und Kulturberichterstattung? Der Landesmusikrat Berlin nimmt Stellung zur geplanten Novellierung des rbb-Staatsvertrages.

Pressemitteilung | 03.06.2026 

Mit großer Sorge betrachten wir die im Entwurf vorgesehene Möglichkeit, das Programm der voraussichtlich zum 1. April 2027 abgeschalteten Welle COSMO in das Programm von rbbradio3 zu integrieren. Eine solche Vorgehensweise wird gravierende Auswirkungen auf die kulturelle Vielfalt, die Qualität der Kulturberichterstattung und die Präsenz des regionalen Musikschaffens in Berlin und Brandenburg haben.
Die bisherigen Programme repräsentieren zwei unterschiedliche, gleichwertige Schwerpunkte: radio3 mit seinem Fokus auf klassischer Musik, Jazz und kulturell vertiefender Berichterstattung, sowie COSMO mit seiner interkulturellen Ausrichtung und Förderung musikalischer und sprachlicher Vielfalt. Beide erfüllen zentrale Bestandteile des öffentlich-rechtlichen Bildungs- und Kulturauftrags. Die Integration von Inhalten aus COSMO in radio3 läuft faktisch auf eine inhaltliche Kürzung hinaus – weniger Sendeplätze, weniger künstlerische Tiefe, weniger journalistische Arbeit im Kulturbereich. 

Erhalt regionaler Musik- und Kulturberichterstattung
Berlin und Brandenburg verfügen über eine unvergleichlich dichte Musiklandschaft – von klassischen Orchestern und Opernhäusern über Jazzclubs bis hin zu einer lebendigen freien Szene. Diese Breite erfordert journalistische Präsenz, redaktionelle Eigenleistung und ausreichend Sendezeit.
Kooperations- oder Mantelprogramme mit anderen ARD-Anstalten können diese Aufgabe nicht übernehmen, da sie zwangsläufig weniger regional verankert sind. Der Landesmusikrat unterstreicht deshalb den Stellenwert eigener redaktioneller Kulturformate, die über regionale Musiker:innen, Ensembles und Festivals berichten und damit auch zur Förderung des Musiklebens beitragen. 

Programmvielfalt und Qualität als öffentlich-rechtlicher Auftrag
Die überwältigende Mehrzahl der in einer jüngsten Umfrage durch den Landesmusikrat Berlin befragten Hörer:innen äußerte sich kritisch bis eindeutig ablehnend gegenüber der Kürzung kulturbezogener Sender und der zunehmenden Nutzung überregionaler Mantelprogramme. Die Wahrnehmung ist klar: Es droht ein Verlust an Vielfalt, Tiefe und Identifikation mit der Region.
Kulturelle Vielfalt, Bildung und künstlerische Qualität sind keine Kostentreiber, sondern der Kern des Rundfunkauftrags. Der rbb unterscheidet sich vom kommerziellen Rundfunk gerade durch seinen Bildungsauftrag und seine Verpflichtung, kulturelle Inhalte jenseits des Mainstreams zu fördern. Dies gilt es in der Novellierung zu sichern und notfalls ausdrücklich zu verankern. 

Forderung
Der Landesmusikrat Berlin appelliert an die verantwortlichen Landesregierungen und Parlamente,

  • die Eigenständigkeit kulturorientierter Hörfunkangebote zu erhalten,
  • die redaktionelle und künstlerische Unabhängigkeit der Kulturprogramme verbindlich festzuschreiben,
  • die regionale Musik- und Kulturberichterstattung als unverzichtbaren Bestandteil des rbb-Programms zu garantieren
  • und sicherzustellen, dass finanzielle Zwänge nicht zu einem Abbau kultureller Vielfalt führen.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk trägt eine unverzichtbare Verantwortung für das kulturelle Leben in Berlin und Brandenburg. Er darf nicht zum Ort struktureller Sparpolitik werden, sondern muss Motor, Bühne und Dokumentationsort der lebendigen Musikkultur dieser Region bleiben.

Ansprechpartnerinnen:

Franziska Stoff
Generalsekretärin Landesmusikrat Berlin e.V.

Christina Bylow
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 (0)30-39 87 73 58

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.6

600 Akkordeons. Eure Geschichten. Unser Berlin. Wanderausstellung wird am 15. Juni 2026 im Europa Center eröffnet. (21.05.2026)

600 Akkordeons. Eure Geschichten. Unser Berlin. Wanderausstellung wird am 15. Juni 2026 im Europa Center eröffnet.
Bis Ende November 2026 tourt sie durch fünf weitere Berliner Einkaufszentren.
 

Pressemitteilung | 21.05.2026

Es ist eine der weltweit größten privaten Akkordeonsammlungen, über Jahrzehnte von einem Berliner Musikpädagogen zusammengetragen. Nun macht sie der Landesmusikrat Berlin e.V. in Kooperation mit dem Handelsverband Berlin-Brandenburg (HBB) öffentlich zugänglich. In sechs Berliner Einkaufszentren werden die schönsten Exemplare ausgestellt, ergänzt von einem Programm mit Konzerten, Workshops und Angeboten für Familien. Am 15. Juni 2026 um 16 Uhr wird die Wanderausstellung im Europa Center in der City West eröffnet.

In drei Berliner Altbauwohnungen lagerte über Jahrzehnte hinweg ein kulturhistorischer Schatz: Mehr als 600 Akkordeons, vom Berliner Musikpädagogen Dieter Plinke zusammengetragen. Jedes Instrument erzählt eine Geschichte, trägt Erinnerungen an Länder, Generationen und Berliner Kieze in sich. Der Landesmusikrat Berlin macht diese einzigartige Kollektion mit dem Projekt „600 Akkordeons. Eure Geschichten. Unser Berlin“ im Jahr des Akkordeons für alle Berlinerinnen und Berliner zugänglich. In Kooperation mit dem Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V. (HBB) stellen sechs große Berliner Einkaufszentren eigens Räume zur Verfügung. Zusätzlich zur Ausstellung der schönsten Exemplare gibt es Mini-Konzerte, Workshops und Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Ausstellungen werden von der Initiative „Selbstgebaute Musik“ gestaltet, die bundesweit für ihre fantasievollen und einladenden Inszenierungen kreativer Räume bekannt ist. 

Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg e.V., erklärt, warum die Akkordeon-Sammlung mitsamt dem Rahmenprogramm gut in Shopping Malls passt: „Kultur und Handel sind zwei unverzichtbare Gewerke im Orchester des städtischen Lebens. Sowohl historisch als auch gegenwärtig sind Musik und Handel eng miteinander verknüpft. Sie bieten seit jeher nicht nur Raum zur Begegnung, sondern prägen mit ihrer Vielseitigkeit auch das lebendige Stadtbild.“

Für den Sammler Dieter Plinke ist die Wanderausstellung der erste Schritt hin zu einer dauerhaften öffentlichen Präsentation seiner Kollektion. „200 Jahre Geschichte des Akkordeons, abgebildet in Hunderten von Instrumenten, groß, klein, pompös oder handlich als „Sportmodell“, zugleich ein Streifzug durch Moden und Designs, vom Jugendstil bis zur neuen Sachlichkeit. Mit Knöpfen, Tasten, vielen Registern und Balgfalten, durch die manchmal auch der Wind pfeift, wenn ein Instrument zu sehr in die Jahre gekommen und reparaturbedürftig ist“, schwärmt Dieter Plinke über das Objekt seiner Sammelleidenschaft. „Jedes Akkordeon klingt anders, es gibt die unterschiedlichsten Bauweisen und Gestaltungen. Diese Vielfalt ist faszinierend.“ 

Am 15. Juni 2026 um 16 Uhr wird die Ausstellung „600 Akkordeons. Eure Geschichten. Unser Berlin“ im Europa Center feierlich eröffnet. Sie läuft bis 4. Juli 2026. 

Begrüßung: Volker Ahlefeld, Center Manager, Europa Center, Hella Dunger-Löper, Präsidentin Landesmusikrat Berlin e.V., Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V. (HBB), Dieter Plinke, Sammler und Musikpädagoge.

Musik: Musikschule City West und Akkordeon Orchester Berlin


Wir bitten um Ihre Anmeldung zur Ausstellungs-Eröffnung:
https://www.survio.com/survey/d/Ausstellungseroeffnung15-06-26

Weitere Stationen und Termine der Ausstellung: 

Europa Center Berlin: 15. Juni 2026 bis 04. Juli 2026 | Tauentzienstraße 9-12, 10789 Berlin

Rathaus-Center Pankow: 13. Juli bis 01. August 2026 | Breite Str. 20, 13187 Berlin

Forum Steglitz: 10. August bis 29. August 2026 | Schloßstraße 1, 12163 Berlin

Allee-Center Berlin: 07. September bis 26. September 2026 | Landsberger Allee 277, 13055 Berlin

EAST SIDE MALL: 12. Oktober bis 31. Oktober 2026 | Tamara-Danz-Str. 11, 10243 Berlin

das Schloss: 09. November bis 28. November 2026 | Schloßstraße 34, 12163 Berlin



Wir danken der LOTTO-Stiftung Berlin für die Förderung des Projekts „600 Akkordeons. Eure Geschichten. Unser Berlin“ mit der Konzertreihe „Global Sound Stories – Akkordeon trifft Literatur.“


Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/amateurmusik/instrument-des-jahres/600-akkordeons/

Informationen zu weiteren Veranstaltungen zum Instrument des Jahres – Akkordeon:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/amateurmusik/instrument-des-jahres/

Ansprechpartner:innen:

Simon Marburg
Projektleitung Instrument des Jahres

Christina Bylow
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Landesmusikrat Berlin
Tel. +49 (0)30-39 87 73 58



Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Piazzolla Reloaded. Musikalisch-literarisches Gipfeltreffen im Kammermusiksaal der Philharmonie am 12. Juni 2026

Piazzolla Reloaded: Ein musikalisch-literarisches Gipfeltreffen im Kammermusiksaal der Philharmonie. Am 12. Juni 2026

 In der Konzertreihe „Global Sound Stories – Akkordeon trifft Literatur“ kommen am 12. Juni 2026 um 18 Uhr herausragende Musiker:innen wie die Akkordeon-Virtuosin Ksenija Sidorova sowie die Schriftstellerin María Cecilia Barbetta im Kammermusiksaal der Philharmonie zusammen.

Als Grenzgänger zwischen den Kulturen, Epochen und musikalischen Stilen fasziniert das Akkordeon Schriftsteller:innen wie kaum ein anderes Instrument. Romane wie „Das grüne Akkordeon“ von Annie Proulx oder Marie-Luise Scherers literarische Reportage „Der Akkordeonspieler“ zeugen davon. Der Landesmusikrat Berlin e.V. greift diese besondere Beziehung im Jahr des Akkordeons mit einer Konzertreihe auf: „Global Sound Stories: Akkordeon trifft Literatur“ bringt Musiker:innen und Autor:innen von internationalem Format auf der Bühne zusammen.  

Im Konzert „Piazzolla Reloaded“, einer Kooperation mit Pantonale e.V., verbindet sich diese Idee mit einer Reflexion über das Werk von Astor Piazzolla. Der 1992 im Alter von 71 Jahren verstorbene Komponist und Bandoneon-Spieler holte den Tango von der Straße in die Konzertsäle, ermutigt von seiner Kompositonslehrerin Nadja Boulanger. So entstand ein Werk, das heute fest im kollektiven Gedächtnis verankert ist. Mit Titeln wie: „Adiós Nonino“, „Oblivion“ oder dem Konzert „Aconcagua“, benannt nach dem in den Anden gelegenen Berg. Im Kammermusiksaal der Philharmonie wird die lettische Akkordeon-Virtuosin Ksenija Sidorova „Aconcagua“ interpretieren, begleitet vom Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung von Miran Vaupotić. Es ist das ebenso kraftvolle wie melancholische Finale eines Konzerts, das herausragende Solist:innen versammelt und zugleich junge Komponist:innen (Pietro Roffi, Sonia Possetti, Nita Sinaga, Mariano Speranza) vorstellt, deren Werke beim diesjährigen Wettbewerb Astor Piazzolla® ausgezeichnet wurden. Vier Uraufführungen, die in der Auseinandersetzung mit Piazzolla entstanden sind, werden an diesem Abend zu erleben sein.

Die Schriftstellerin María Cecilia Barbetta, geboren in Buenos Aires, lebt seit 1996 in Berlin und schreibt auf Deutsch. Aufgewachsen im Einwanderer-Viertel Ballester, Schauplatz ihres Romans „Nachtleuchten“, reagiert sie auf Piazzollas Werk als Argentinierin, als Einwanderin und als Schreibende, deren Musikalität sich in ihrer Sprache offenbart. „Musik im Schlepptau“ lautet der Titel ihres eigens für die Konzertreihe „Global Sound Stories“ verfassten Textes.

Piazzolla Reloaded

12. Juni 2026, 18 Uhr Philharmonie Berlin, Kammermusiksaal

Mitwirkende:
María Cecilia Barbetta (Lesung)
Ksenija Sidorova (Akkordeon)
Romina Balestrino (Gesang)
Mario Stefano Pietrodarchi (Bandoneon)
Luca Lucini (Gitarre)
Pasquale Lancuba (Bandoneon)
Leo Florin (Akkordeon)
Pietro Roffi (Akkordeon)
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Dirigent Miran
Vaupotić

 

Wir danken der LOTTO-Stiftung Berlin für die Förderung des Projekts „600 Akkordeons. Eure Geschichten. Unser Berlin“ mit der Konzertreihe „Global Sound Stories – Akkordeon trifft Literatur.“

Das gesamte Programm findet sich hier:

https://www.landesmusikrat-berlin.de/amateurmusik/instrument-des-jahres/konzertreihe/

 

Tickets gibt es hier:

 https://landesmusikrat-berlin.ticketmachine.de/de

Informationen zu weiteren Veranstaltungen zum Instrument des Jahres – Akkordeon:

https://www.landesmusikrat-berlin.de/amateurmusik/instrument-des-jahres/

 

Ansprechpartner:innen:

Rita Sosedow
Projektleitung Instrument des Jahres

Christina Bylow
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Landesmusikrat Berlin
Tel. +49 (0)30-39 87 73 58

 

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

 

Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de

Familienkonzert mit Sheng, Mundharmonika, Akkordeon am 31. Mai 2026

Schöne Verwandtschaft – Sheng, Mundharmonika, Maultrommel und Akkordeon. Familienkonzert am 31. Mai 2026

 In der Konzertreihe „Global Sound Stories – Akkordeon trifft Literatur“ kommt es am 31. Mai 2026 um 15 Uhr zu einem Familientreffen besonderer Art. Sheng, Mundharmonika, Maultrommel und Akkordeon treten in einen musikalischen Wettstreit. Literarisch aufgefangen werden sie dabei von einem unterhaltsamen Märchen des Schriftstellers Thomas Sutter. Ein Familienkonzert im Maschinenhaus in der Kulturbrauerei.

Die arme Mundharmonika. Zu klein, zu unbedeutend und einfach nicht klassisch genug für den großen Konzertsaal. Dabei sehnt sie sich so sehr nach Aufmerksamkeit und beneidet die großen Geschwister. Thomas Sutter inszeniert in seinem Text mit dem Titel „Als die kleine Mundharmonika die Maultrommel traf“ ein kleines Gerangel, wie es in Familien häufig vorkommt. Unterhaltsam, tiefgründig und vor allem mit liebevollem Blick auf seine Helden, allesamt Musikinstrumente. Diese kommen im Konzert auch alle zum Einsatz und offenbaren ihre Verwandtschaft: Egal ob chinesische Sheng, Mundharmonika, Maultrommel oder Akkordeon: Sie alle sind Harmonikainstrumente, die auf dem Prinzip der durchschlagenden Zunge beruhen.

Was darunter genau zu verstehen ist und wie sich die Instrumente unterscheiden, erklären und demonstrieren in diesem Konzert herausragende Solisten: Wu Wei (Sheng), Sören Birke (Mundharmonika, Maultrommel) und Vincenzo „Titti“ Castrini (Akkordeon).

Das Konzert findet in Kooperation mit dem Harmonica FEN-Festival statt.

Die musikalisch- literarische Reihe „Global Sound Stories: Akkordeon trifft Literatur“ wurde im Jahr des Akkordeons vom Landesmusikrat Berlin e.V. initiiert. Dabei kommen Musiker:innen und Schriftsteller:innen von internationalem Format auf der Bühne zusammen. Die eigens für diese Reihe geschriebenen Texte treten in Wechselwirkung mit der Musik, stellen Fragen nach Identität, Tradition und der Bedeutung von Gemeinschaft. Das Akkordeon als Instrument des Wandels und der Reise dient dabei als Anker und Möglichkeit der Anlehnung.

Wir danken der LOTTO-Stiftung Berlin für die Förderung des Projekts „600 Akkordeons. Eure Geschichten. Unser Berlin“ mit der Konzertreihe „Global Sound Stories – Akkordeon trifft Literatur“.

Schöne Verwandtschaft – Sheng, Mundharmonika, Maultrommel und Akkordeon.

  1. Mai 2026 um 15 Uhr
    Maschinenhaus in der Kulturbrauerei
    Knaackstraße 97, 10435 Berlin

Mitwirkende:

Wu Wei: Sheng

Vincenzo „Titti“ Castrini: Akkordeon

Sören Birke: Mundharmonika, Maultrommel

Thomas Sutter: Text, Dramaturgie

Weitere Informationen zur Konzertreihe:

https://www.landesmusikrat-berlin.de/amateurmusik/instrument-des-jahres/konzertreihe/

Tickets gibt es hier:

 https://landesmusikrat-berlin.ticketmachine.de/de

Informationen zu weiteren Veranstaltungen zum Instrument des Jahres – Akkordeon:

https://www.landesmusikrat-berlin.de/amateurmusik/instrument-des-jahres/

Ansprechpartner:innen:

Rita Sosedow
Projektleitung Instrument des Jahres

Christina Bylow
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Landesmusikrat Berlin
Tel. +49 (0)30-39 87 73 58

 

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Tasten, Knöpfe, Sensationen – das Akkordeon Festival Berlin am 15.und 16. Mai 2026

Tasten, Knöpfe, Sensationen:  Das Akkordeon Festival Berlin

 Es ist einer der Höhepunkte im Jahr des Akkordeons: Das Akkordeon Festival Berlin im Estrel am 15. und 16. Mai 2026.  Erwartet werden herausragende Akkordeonorchester und -ensembles aus ganz Deutschland. Außerdem gibt es Workshops, Konzerte und Angebote für Kinder. Zugleich findet am selben Ort das BundesJugendAkkordeonFestival statt.

 Das Akkordeon kann alles:  Leise säuseln, herzzerreißend schluchzen, lautstark auftrumpfen. Egal ob in Pop, Klassik, Jazz, Folk, Neuer Musik oder irgendwo dazwischen. Wie kaum ein anderes Instrument ist es dabei meist in der Hand von enthusiastischen Amateurmusiker:innen, solchen, für die das Instrument ein unverzichtbarer Teil des Lebens ist. Diese in Deutschland einzigartige Szene trifft sich am 15. und 16. Mai 2026 im Kongresszentrum Estrel in Berlin-Neukölln. Gemeinsam mit jungen Virtuos:innen, bekannten Akkordeonist:innen und engagierten Akkordeon-Pädagog:innen wird das vielseitige Harmonika-Instrument zwei Tage lang in all seinen Facetten gefeiert und einem breiten Publikum nähergebracht. Zugleich findet am selben Ort das BundesJugendAkkordeonFestival statt.

Das Akkordeon Festival Berlin findet zum 9. Mal in Berlin statt. Es zieht jedes Jahr mehr als tausend Besucher:innen an. In diesem Jahr kommen die Ensembles aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. An den beiden Tagen finden jeweils ab 20 Uhr abendfüllende Konzerte statt.  Mit Studierenden des renommierten Hohner-Konservatoriums Trossingen präsentiert sich der exzellente Nachwuchs. Projektorchester wie das ArtAccA und das LandesAkkordeonROCKester Berlin sowie die Mundharmonika-Legende Marcos Coll loten die Grenzen ihrer Instrumente aus.

Für Kinder steht am Freitag, 15. Mai ab 11 Uhr das Klingende Mobil bereit, ein Angebot des Klingenden Museums Berlin. Hier können sich die Kids selbst am Akkordeon ausprobieren.

 

Festivalgäste haben Zugang zu:

  • stündlichen Bühnenkonzerten mit Ensembles aus Berlin und ganz Deutschland
  • Workshops u.a. mit Matthias Matzke (Akkordeon) und Axel Meier (Drums/Percussion)
  • Familienprogramm mit dem Klingenden Mobil, Schülervorspielen und Akkordeonrätsel
  • Podiumsdiskussion zu Bauweisen und Perspektiven des Akkordeons
  • Instrumenten- und Notenausstellung, Akkordeon-Erste Hilfe u.v.m.

Mit Tages-, Zeitfenster- und Familientickets kann der Aufenthalt individuell zusammengestellt werden.

Das gesamte Programm findet sich hier:

https://www.landesmusikrat-berlin.de/amateurmusik/instrument-des-jahres/akkordeonfestival/

Tickets für alle Veranstaltungen gibt es hier:

 https://landesmusikrat-berlin.ticketmachine.de/de

 

Informationen zu weiteren Veranstaltungen zum Instrument des Jahres – Akkordeon:

https://www.landesmusikrat-berlin.de/amateurmusik/instrument-des-jahres/

Gefördert wird das Akkordeon Festival Berlin aus Mitteln der DKLB-Stiftung.

Ansprechpartner:innen:

Rita Sosedow
Projektleitung Instrument des Jahres

Christina Bylow
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Landesmusikrat Berlin
Tel. +49 (0)30-39 87 73 58

Sigrid Kohn
Pressearbeit
0172 3756227
030 84724917

 

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de

70 Jahre Musische Wochen

Modellprojekt der musikalischen Bildung: Die Musischen Wochen feiern ihr 70-jähriges Bestehen

Ob Bigband, Chor, Sinfonieorchester oder Jazzcombo: Während der Musischen Wochen präsentieren sich Berliner Schulensembles im Kammermusiksaal der Philharmonie. Das Modellprojekt aus den Aufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1956 gegründet. Eine Berliner Erfolgsgeschichte

Für gut 1200 Berliner Kinder und Jugendliche ist es auch in diesem Jahr der Höhepunkt des Schuljahres: Ein Auftritt im Kammermusiksaal der Philharmonie, gemeinsam mit dem Ensemble, mit dem sie viele Monate lang geübt haben. Egal ob Bigband, Chor, Gitarrenensemble, Tanzgruppe oder Blasorchester: Auf der Bühne zeigen Schülerinnen und Schüler, was sie mit der Unterstützung engagierter Musiklehrer:innen erarbeitet haben. Das kann eine eigene Komposition sein, die ein Percussion-Ensemble mit Hilfe von Fässern, Leitern und Haushaltsgegenständen zum Klingen bringt oder ein Madrigal aus der Renaissance-Zeit, gesungen von einem A-cappella-Chor. Filmmusikklassiker sind dabei, Musical-Hits und Jazzstandards. Die unterschiedlichen Genres spiegeln die Vielfalt der musikalischen Interessen und kulturellen Prägungen wider. Allen Ensembles gemeinsam sind Freude, Hingabe und Disziplin. Wer die Konzerte einmal erlebt hat, weiß, was Musik in der Schule bewirken kann.

Die Musischen Wochen sind ein Kind der Nachkriegszeit. Ins Leben gerufen wurden sie 1956 im damaligen Westberlin, um den kulturellen Wiederaufbau der Stadt voranzubringen. Im Jahr 1975 kam ein weiteres Modellprojekt hinzu: Die Musikbetonten Grundschulen. Die meisten von ihnen wurden in einkommensärmeren Quartieren eingerichtet, damit auch sozial benachteiligte Kinder ein Instrument erlernen können. Einmal in der Woche erhalten sie 45 Minuten kostenlosen Gruppeninstrumentalunterricht, zusätzlich nehmen sie an einer Musik-AG teil. Inzwischen gibt es 17 Musikbetonte Grundschulen in Berlin, der einstige Schulversuch gilt bundesweit als beispielhaft.

 Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie betont die Bedeutung der Musikalischen Bildung in der Schule: „Die Musischen Wochen stehen seit 70 Jahren für die besondere Bedeutung kultureller Bildung an unseren Schulen. Sie zeigen, wie gemeinsames Musizieren Kreativität stärkt, Gemeinschaft erlebbar macht und Schülerinnen und Schüler ermutigt, ihr Können vor Publikum zu präsentieren. Dass so viele junge Menschen Jahr für Jahr auf der Bühne stehen, unterstreicht, welchen festen Platz Musik im Schulalltag hat.“

Bei der Organisation der Musischen Wochen arbeiten die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und der Landesmusikrat Berlin e.V. eng zusammen. Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, verweist anlässlich des Jubiläums auch auf den sich zuspitzenden bundesweiten Lehrkräftemangel: “Wer sich als Kind selbst in der Musik erlebt, in Gemeinschaft mit anderen, trägt einen Schatz in sich. Sorgen wir dafür, dass dieser frühe und fröhliche Zugang zum Musizieren auch in Zukunft erhalten bleibt.“

 

 Termine:

27. April und 5. Mai: Musikbetonte Grundschulen im Kammermusiksaal der Philharmonie

7. Mai und 27. Mai: Berliner Schulensembles im Kammermusiksaal der Philharmonie

Alle Termine und Informationen:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/musische-wochen/

Ansprechpartner:

Luca Hönig und Christiane Wallendorf
Projektleitung Musische Wochen

Landesmusikrat Berlin e.V.
Karl-Marx-Straße 145, 12043 Berlin


T: +49 178 9392439

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de

Osterkonzert des Landesjugendorchesters Berlin am 12. April 2026

Kunst und Leben

Das Osterkonzert des Landesjugendorchesters Berlin am 12. April 2026 um 18 Uhr im Konzerthaus Berlin widmet sich französischen Komponisten

Vorhang auf für große Gefühle!  Liebe, Sehnsucht, Trauer, Freude, Lebenslust. Die französischen Komponisten Francis Poulenc, Claude Debussy, Camille Saint-Saёns und Hector Berlioz übersetzen die Bandbreite menschlicher Empfindungen nuancenreich in Musik. Tänzerisch, träumerisch, leidenschaftlich, poetisch und mit viel Witz.

Angeregt von der Komponistin und großen Musikpädagogin Nadja Boulanger schrieb Poulenc im Jahr 1935 seine aus sieben Sätzen bestehende „Suite française d‘après Claude Gervaise“. Sie beruht auf mehrstimmigen Tänzen des um 1510 geborenen Komponisten Claude Gervaise. Altes und Neues verband Poulenc dabei auf raffinierte und betörende Weise.  

Die „Première Rhapsodie“ für Klarinette solo in B ist ein Prüfungsstück. Debussy schrieb es für einen Wettbewerb der Klarinettenschüler am Pariser Konservatorium. Es gilt als eines der schönsten, aber auch herausforderndsten Werke der Klarinetten-Literatur.

Einen irren Reigen komponierte Camille Saint-Saens mit seiner Symphonischen Dichtung „Danse macabre“. Markerschütternd: Der Tritonus-Auftritt der Solo-Violine als personifizierter Tod. Und es wird noch dramatischer: In Hector Berlioz‘ „Symphonie fantastique“, dem Meisterwerk der Programmmusik, verschmelzen Kunst und Leben.  Eine Symphonie der Extreme mit einem immer wiederkehrenden musikalischen Motiv, der „Idée fixe“.  Leonard Bernstein sah darin „das perfekte Bild liebeskranker Sehnsucht“.

Programm:

Francis Poulenc, Suite française d’après Claude Gervaise
Claude Debussy, Première Rhapsodie für Orchester und Klarinette solo in B 
Camille Saint-Saëns, Danse Macabre – – Poëme symphonique op. 40
Hector Berlioz, Symphonie fantastique 

Die musikalische Leitung des Osterkonzerts hat Lancelot Fuhry.
Die Solistin ist Emily Poser.

Tickets:

https://www.konzerthaus.de/de/programm/12-04-2026

Ansprechpartnerinnen:

Henriette Runge
Projektleitung Landesjugendorchester Berlin
Mail:

Christina Bylow
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mail:

 

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de

Auftakt Reihe „Global Sound Stories. Akkordeon trifft Literatur“ am 13. April 2026

Weltmeister aus Klingenthal. Auftakt der Reihe „Global Sound Stories. Akkordeon trifft Literatur“. Mit Goran Stefanovich und Florian Werner. Am 13. April 2026 in der Lettrétage

 

 Eine kleine Stadt an der deutsch-tschechischen Grenze – und ein Instrument, das die Welt eroberte: Klingenthal war über Generationen ein Zentrum des Akkordeonbaus. Von hier aus reiste der Name Weltmeister in alle Kontinente. Heute steht der Ort für Wandel, Verlust – und neue Geschichten.

 

Mit seinem Text „Wir sind Weltmeister“ begibt sich der Autor Florian Werner auf eine literarische Spurensuche. Behutsam, präzise und mit warmem Witz zeichnet er das Panorama einer weithin vergessenen Kleinstadt und ihrer Menschen – jener, die dort leben, arbeiten und musizieren.

„Wanderer, du magst Klingenthal eines Tages wieder verlassen, aber diese Frage wird dich noch lange begleiten: Befindest du dich bereits dein ganzes Leben, ohne es geahnt zu haben, in einem gewaltigen kosmischen Akkordeon?“, schreibt Florian Werner am Ende seiner literarischen Erkundung.

Gemeinsam mit Goran Stefanovich, dem „Magier“ des Akkordeons, eröffnet er die Konzertreihe „Global Sound Stories – Akkordeon trifft Literatur“. Wort und Klang verschmelzen zu einem vielschichtigen Abend über Herkunft, Identität und die Kraft eines Instruments, das Welten verbindet. Ausgehend vom Porträt Klingenthals erzählt Stefanovich zudem von der Geschichte seines eigenen Instruments – persönlich, virtuos und voller Leidenschaft.

Im Jahr des Akkordeons bringt der Landesmusikrat Berlin e.V. weitere herausragende Musiker:innen und renommierte Autorinnen und Autoren auf der Bühne zusammen. Die eigens für diese Reihe geschriebenen Texte treten in Wechselwirkung mit der Musik, stellen Fragen nach der Zukunft von Handwerkskunst, der Bedeutung von Gemeinschaft und der Weitergabe von Traditionen. Vor allem aber öffnet die Reihe Auge und Ohr für das musikalische Potenzial eines oftmals unterschätzten Instruments.

 

Weltmeister aus Klingenthal

Florian Werner, Lesung

Goran Stefanovich, Akkordeon

13. April 2026, 19 Uhr

Lettrétage, Veteranenstraße 21, 10119 Berlin

 

Weitere Veranstaltungen der Reihe „Global Sound Stories“:

 31.05.             Familienkonzert „Schöne Verwandtschaft – Sheng, Mundharmonika, Maultrommel und Akkordeon“. Mit Wu Wei (Sheng), Sören Birke (Mundharmonika und Maultrommel) Vincenzo „Titti“ Castrini (Akkordeon), Thomas Sutter (Lesung)

 

12.06.               Konzert „Piazzolla Reloaded – Internationales Akkordeonfestival“. Mit Ksenija Sidorova (Akkordeon), María Cecilia Barbetta (Lesung) und vielen weiteren Künstler:innen.

                        

29.10.                 Konzert „Unter dem Radar – Das Akkordeon im Totalitarismus“. Mit Motion Trio (Akkordeon) und Yevgenia Belorusets (Lesung)

 

19.11.                 Konzert „All’italiana – Akkordeons aus Castelfidardo“. Mit Radu Ratoi (Akkordeon) und Bruno Franceschini (Lesung)

 

17.12.                    Konzert „Geliebte, Seelenfreund – Das Bandoneon in der Weltliteratur“. Mit Helena Rüegg, (Bandoneon) und Aurélie Maurin (Lesung)

 

Website-/Ticketlink:

https://landesmusikrat-berlin.ticketmachine.de/de/events/unseated/select_unseated?event_id=27947

 

Ansprechpartnerinnen:

Rita Sosedow
Projektleitung Instrument des Jahres

Christina Bylow
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 (0)30-39 87 73 58

 

Weitere Informationen unter:

https://www.landesmusikrat-berlin.de/amateurmusik/instrument-des-jahres/

 

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

 

Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de

Test Alt
Offene Probe

Auch nicht-mitwirkende Zuhörer:innen sind herzlich willkommen.

Eine aktive Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. 

Alle Berliner Amateurmusiker:innen sind herzlich eingeladen, an der Offenen Probe am Samstagabend teilzunehmen. 

Exklusiv für den Orchestertreff werden der zweite und vierte Satz der 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven so arrangiert, dass auch Musiker:innen mit unterschiedlichen Zupfinstrumenten, Akkordeon und anderen im Original nicht besetzten Instrumenten mitspielen können. 

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmer:innen Ensemble-Erfahrung mitbringen. 

Iván Fischer

ist Ehrendirigent des Konzerthausorchesters und als einer der visionärsten Musiker unserer Zeit bekannt.

Er war Chefdirigent des National Symphony Orchestras in Washington, Opéra National de Lyon und des Konzerthausorchesters Berlin, letzteres hat ihn zum Ehrendirigent ernannt. Ebenso ist er Honorary Guest Conductor des Royal Concertgebouw Orchestra, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet.  

Bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR und dem New York Philharmonic Orchestra ist er regelmäßig zu Gast.

Nach einigen Gastauftritten in internationalen Opernhäusern, entschied er sich auch bei der Oper für einen Reformweg und gründete die Ivan Fischer Opera Company, mit der er unabhängige Opernproduktionen verwirklicht. Seit 2004 ist Iván Fischer auch als Komponist tätig, er schreibt meist vokale Musik mit kleinen Instrumentalensembles. 

Iván Fischer wurde 2013 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt und ist Ehrenbürger von Budapest.

Noten
Hier finden Sie alle Noten für die offene Probe. Bitte bringen Sie sich Ihre Noten selbstständig, ausgedruckt und vorbereitet mit.
 
4. Satz
Zeit und Ort

Samstag, 28. September

18.30 bis 20 Uhr

Landesmusikakademie Berlin
Foyer des FEZ-Berlin

Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin