Berlin schläft ein. Aufnahme-Sessions im Juni (02.06.2025)

Berlin schläft ein. Weitere Aufnahme-Sessions für Wiegenlieder im Juni 2025

Aufnahmen am 7. Juni während des Karnevals der Kulturen und am 28. Juni bei der Langen Nacht der Wissenschaften

Nach breiter Medienresonanz und enormer Nachfrage geht Berlin schläft ein, eines der erfolgreichsten Projekte des Landesmusikrats Berlin, in die nächste Runde. Das Format widmet sich dem Schlaflied – in allen Sprachen, die in Berlin gesprochen und gesungen werden. Im Jahr der Stimme sind alle Berliner:innen dazu eingeladen, ihre Schlaflieder einzusingen, bekannte ebenso wie unbekannte, traditionelle oder moderne.

Die nächsten vom Landesmusikrat Berlin organisierten Aufnahme-Sessions finden statt:

  • Während des Karnevals der Kulturen am Juni im Gemeindesaal der „Evangelischen Kirchengemeinde vor dem Halleschen Tor“
  • im Rahmen der langen Nacht der Wissenschaften am Juni in der Freien Universität Berlin und an der Berlin – Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Für alle, die nicht ins Studio kommen können, gibt es jetzt ein neu entwickeltes Online-Tool. Hiermit können Sie Ihre Lieder einfach von zu Hause aus einsingen. Dafür ist lediglich ein Smartphone oder ein Computer mit eingebautem Mikrophon und Internetzugang nötig.  Hier finden Sie das Tool: Berlin Schläft Ein

Ein weiteres Angebot stellt der Landesmusikrat Berlin in Kooperation mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin zur Verfügung: Um das Singen in der Familie zu fördern, bieten wir Workshops und Programme für Eltern und Erzieher:innen zum Thema Schlaflied an. Beim Karneval der Kulturen können sich Interessierte in einer Jurte auf dem Areal „Zukunftstraum“ vor der Amerika-Gedenkbibliothek über das Format informieren und selbst mitsingen.

Zum Hintergrund:
Berlin schläft ein heißt das künstlerische und kulturelle Experiment, in dem der Landesmusikrat Berlin in Kooperation mit dem Berliner Ethnologischen Museum, der musikwissenschaftlichen Stiftungsprofessur der Ernst von Siemens Musikstiftung an der Freien Universität Berlin (FU Berlin) und dem Endangered Languages Archive an der Berlin – Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften Schlaflieder sammelt, archiviert und allgemein zugänglich macht. Bereits die erste Aufnahme-Session Ende Februar im Humboldt Forum fand großen Anklang. Viele Berliner:innen waren gekommen, um ihre Schlaflieder einzusingen. Insgesamt wurden bereits mehr als 30 Lieder in 17 Sprachen aufgenommen, ein beeindruckendes Zeugnis der musikalischen Vielfalt Berlins.

Berlin schläft ein: Aufnahme-Session

Während des Karnevals der Kulturen
7. Juni, 12:00 bis 19 Uhr
Gemeindesaal der „Evangelischen Kirchengemeinde vor dem Halleschen Tor“
Nostitzstraße 6-7, 10961 Berlin-Kreuzberg

Während der Langen Nacht der Wissenschaften
28. Juni, 17:30 bis 22 Uhr
Ort: Silberlaube, JK 24/129
Fabeckstraße 25, 14195 Dahlem Berlin

Anmeldung für beide Veranstaltungen erforderlich unter:
https://www.survio.com/survey/d/berlin-schlaeft-ein

28. Juni, 17:30 bis 23 Uhr (organisiert durch das Endangered Languages Archive)
Ort: Akademieflügel in der Staatsbibliothek zu Berlin
Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Anmeldung erforderlich unter:
https://elararchive.simplybook.it/v2/#book


Berlin schläft ein: Workshops

Informationsstand mit Mitsing-Aktion beim Karneval der Kulturen
7. Juni, 12 bis 18 Uhr, Ort „Zukunftstraum“

Dieses Format richtet sich an alle Kitas, die Interesse an unserem Angebot haben:
https://www.survio.com/survey/d/Schlaflied-Workshop


Weitere Informationen:

Berlin schläft ein – Landesmusikrat Berlin

https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/instrument-des-jahres/instrument-des-jahres-2025-stimme/


Ansprechpartnerin:
Bernadett Kis / Projektleiterin Instrument des Jahres
Tel.: 0176 706 51496 /


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de

Klingt gut – Musische Wochen in der Philharmonie (22.05.2025)

Ob Bigband, Chor, Sinfonieorchester oder Jazzcombo: Während der Musischen Wochen präsentieren sich Berliner Schulensembles in der Philharmonie. Besonderer Höhepunkt: Das Werkstättenkonzert der Musikbetonten Grundschulen. Das Modellprojekt feiert seinen 50. Geburtstag.

Pressemitteilung | 22.05.2025

Für rund 2000 Berliner Kinder und Jugendliche ist es der Höhepunkt des Schuljahres: Ein Auftritt in der Philharmonie, gemeinsam mit dem Ensemble, mit dem sie viele Monate lang geübt haben. Egal ob Bigband, Chor, Gitarrenensemble, Tanzgruppe oder Blasorchester: Auf den Bühnen von Philharmonie und Kammermusiksaal zeigen Schülerinnen und Schüler, was sie mit der Unterstützung engagierter Musiklehrer:innen erarbeitet haben. Das kann eine Motette von Felix Mendelssohn Bartholdy sein oder eine selbstgeschriebene Komposition für Schlagwerker, ein Filmmusikklassiker, ein Jazzstandard, ein traditionelles Volkslied oder ein Popsong: Die unterschiedlichen Genres spiegeln die Vielfalt der musikalischen Interessen und kulturellen Prägungen wider. Allen Ensembles gemeinsam sind Freude, Hingabe und Disziplin. Wer die Konzerte in den fast immer ausgebuchten Sälen einmal erlebt hat, weiß, was Musik in der Schule bewirken kann.

Die Musischen Wochen sind ein Kind der Nachkriegszeit. Ins Leben gerufen wurden sie in den 1950er-Jahren im damaligen Westberlin, um den kulturellen Wiederaufbau der Stadt voranzubringen. Im Jahr 1975 kam ein weiteres Modellprojekt hinzu: Die Musikbetonten Grundschulen. Die meisten von ihnen wurden in einkommensärmeren Quartieren eingerichtet, damit auch sozial benachteiligte Kinder ein Instrument erlernen können. Einmal in der Woche erhalten sie 45 Minuten kostenlosen Gruppeninstrumentalunterricht, zusätzlich nehmen sie an einer Musik-AG teil. Inzwischen gibt es 17 Musikbetonte Grundschulen in Berlin, der einstige Schulversuch gilt bundesweit als beispielhaft. 

Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie betont die Bedeutung der Musikalischen Bildung in der Schule: „Gemeinsames Musizieren macht nicht nur viel Freude, es ist immer ein Erlebnis und fördert auch die kognitiven wie sozialen Fähigkeiten. Jedes Kind kann sich mit seinen Fähigkeiten und nach seinen Möglichkeiten einbringen. Das erfordert und stärkt Selbstbewusstsein, Anstrengungsbereitschaft und Toleranz und unterstützt Bildungsprozesse.“

Bei der Organisation der Musischen Wochen arbeiten die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und der Landesmusikrat Berlin e.V. eng zusammen. Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, verweist anlässlich des Jubiläums der Musikbetonten Grundschulen auch auf den sich zuspitzenden bundesweiten Lehrkräftemangel: “Wer sich als Kind selbst in der Musik erlebt, in Gemeinschaft mit anderen, trägt einen Schatz in sich. Sorgen wir dafür, dass dieser frühe und fröhliche Zugang zum Musizieren auch in Zukunft erhalten bleibt.“


Termine: 

26. Mai Werkstätten-Konzert der Musikbetonten Grundschulen im großen Saal der Philharmonie Berlin 
19. Juni und 4. Juli Berliner Schulensembles im Kammermusiksaal der Philharmonie. 

>>Alle Termine und Informationen


Ansprechpartner:

Luca Hönig und Christiane Wallendorf
Projektleitung Musische Wochen

Landesmusikrat Berlin e.V.
Karl-Marx-Straße 145, 12043 Berlin


T: +49 178 9392439

 

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Berliner Resonanzen Mai/Juni 2025

Was kann das gemeinsame Singen und Musikmachen bewirken? Dr. Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, hat im Interview für die Mai-Juni-Ausgabe von BERLINER RESONANZEN eine eindringliche Antwort darauf: „Im Miteinandersingen kann man über hartnäckige eigene und fremde Verpuppungen und Selbstabschließungen hinwegkommen und menschliche Zusammengehörigkeit erfahren. Und genau das brauchen wir. Vielleicht mehr denn je. Wir spüren das.“ Auch deshalb setzen wir uns zusammen mit den großen Häusern und anderen Verbündeten in der neuen Kampagne „Deine Stimme für Musik“ gegen Kürzungen im Musikbereich ein. Darüber und über vieles mehr berichten wir in der neuen Ausgabe unseres Newsletters BERLINER RESONANZEN.

Berliner Musikszene engagiert sich vereint gegen gravierende Kürzungen //Kampagne „Deine Stimme für MUSIK“ startet mit Stimmen von Musikbegeisterten und Publikum (14.05.2025)

Pressemitteilung | 14.05.2025

Um nach den gravierenden Einschnitten weitere Kürzungen im Berliner Musik- und Kulturbereich zu verhindern, haben sich maßgebliche Musikinstitutionen und -verbände aus allen Bereichen zur Kampagne #DeineStimmeFuerMusik zusammengeschlossen.

In einem ersten Schritt lädt die Kampagne Musikbegeisterte dazu ein, im Rahmen einer Postkartenaktion ihre persönlichen Erlebnisse bei Konzertbesuchen, im Amateurorchester, im Chor oder an anderen musikalischen Orten zu teilen. Dabei sollen sie schildern, welche Bedeutung Musik und Kultur für sie selbst und für Berlin haben.

Postkarten mit dem Kampagnenslogan „Deine Stimme für MUSIK“ werden ab dem 15. Mai 2025 zum Ausfüllen bei Veranstaltungen der teilnehmenden Musikinstitutionen und -verbände ausliegen. Sie können außerdem online ausgefüllt werden und sollen schließlich dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner übergeben werden. 

Die digitale Beteiligung erfolgt über die elektronische Postkarte:
https://www.survio.com/survey/d/DeineStimmefuerMUSIK 

Auch in den sozialen Medien wird die Kampagne von allen Beteiligten unterstützt.
Die Musikstadt Berlin lebt von den großen Institutionen genauso wie von der Freien Szene und der Musikwirtschaft. Musikalische Bildung und Amateurmusik bilden die Grundlage, ermöglichen Zugänge und Teilhabe. Alle Bereiche stehen im engen Austausch und hängen voneinander ab – Kürzungen in einem Bereich treffen unweigerlich auch alle anderen. 

Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/musikstadt-berlin/ 

Der Landesmusikrat Berlin ist Teil des Aktionsbündnisses #BerlinIstKultur, das sich gegen Kürzungen im Kulturbereich ausspricht.

>>Hier gelangen Sie zur Webseite BerlinIstKultur.


Ansprechpartnerin:
Franziska Stoff
Generalsekretärin, Landesmusikrat Berlin e.V.
E-Mail: | Telefon: 0163 1745 113


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat sowie die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. Darüber hinaus bereichert er die Berliner Kulturlandschaft mit eigenen Projekten – insbesondere für den musikalischen Nachwuchs.

Fest der Talente: Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin mit Rekordbeteiligung. Konzert mit Landespreisträger:innen am 4. Mai im Konzerthaus Berlin (23.04.2025)

Pressemitteilung | 23.04.2025

Mehr als 440 Kinder und Jugendliche haben am Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin teilgenommen. Ein Rekord, der auch auf die bundesweit einzigartige Kategorienvielfalt in Berlin zurückzuführen ist. Insgesamt 27 Kategorien bietet der Landesmusikrat Berlin als Träger der Regionalwettbewerbe sowie des Landeswettbewerbs an. Bands, Beats & Rhymes, Singer/Songwriter oder Komposition: Filmmusik gehören hier ebenso selbstverständlich dazu wie die Instrumente Oud, Kanun, Nay, Violoncello, Klavier oder Horn.

Ausgewählte Teilnehmer:innen des Berliner Landeswettbewerbs sind am 4. Mai beim Landespreisträgerkonzert im Konzerthaus zu erleben. Tickets sind erhältlich unter: Landespreisträger:innenkonzert Jugend musiziert Berlin – Konzerthaus Berlin

Der Berliner Landesausschussvorsitzende Markus Wenz blickt zufrieden auf den Wettbewerb zurück:
„An insgesamt fünf Wertungstagen brachten die Jugendlichen die Gebäude der Universität der Künste zum Klingen. Es ist in jedem Jahr wunderbar zu beobachten, wie die Teilnehmenden einander trotz der großen Konkurrenz zuhören, miteinander ins Gespräch kommen und viele Eindrücke gemeinsam teilen.“

Alle Teilnehmenden konnten ein ausführliches Feedback der Jurymitglieder erhalten. 129 junge Musiker:innen wurden zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ weitergeleitet, der in diesem Jahr in Wuppertal stattfinden wird.

Dank der Unterstützung von Unternehmen und Institutionen konnte der Landesmusikrat Berlin auch in diesem Jahr zahlreiche Sonderpreise verleihen, darunter neben Geld- und Sachpreisen auch Studioaufnahmen und Coachings.

Die vollständige Liste aller Berliner Sonderpreise im Landeswettbewerb finden Sie >>hier.


Ansprechpartner:innen

Christiane Wallendorf, Projektleitung Jugend musiziert Berlin

Clemens Koch, Projektleitung Jugend musiziert Berlin, Pop



Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Wie Wörter klingen | Ein Workshop des Berliner Landesjugendensembles Neue Musik – Junges Musiklabor erkundet das Verhältnis von Sprache und Musik. (07.04.2025)

Beginn: 11. April. Jetzt anmelden

Pressemitteilung | 07.04.2025

Im Workshop „Musik und Sprache“ gehen die Teilnehmenden fundamentalen Fragen nach: Wie überschneiden sich Sprache und Musik? Wie werden geschriebenen Worte klingen? Ist meine Neue Musik eine Neue Sprache?
Erforscht werden die Wechselbeziehungen zwischen Sprache, Stimme und instrumentalem Musizieren. Im Zuge kurzer Improvisations-Sessions entstehen nach und nach kleine Kompositionen.

Mit der Autorin und Musikerin Maria Reich vom Trickster Orchestra konnte eine renommierte und erfahrene Dozentin gewonnen werden.
Vorerfahrungen im Schreiben von Texten sind nicht erforderlich, es zählt nur die Lust am Spielen (Stimme und/oder Instrument) und am Experimentieren.
Anmeldungen sind noch möglich.


Termine: 11.-23. April 2025 & 27.-29. Juni 2025 
>>Anmeldung und weitere Informationen

Ansprechpartnerin:
Viola Maria Schmitzer, Projektleitung Landesjugendensemble Neue Musik – Junges Musiklabor.
E-Mail:


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Amateurmusik boomt | Neue Studie: Immer mehr Menschen musizieren in ihrer Freizeit (10.04.2025)

Pressemitteilung | 10.04.2025

Jetzt ist es wissenschaftlich noch einmal bestätigt: 21 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 6 Jahre musizieren in ihrer Freizeit – das sind rund 16,3 Millionen Menschen und etwa 2 Millionen mehr als noch vor vier Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Deutschen Musikinformationszentrums (miz). Die Untersuchung basiert auf einer repräsentativen Befragung, die vom Institut für Demoskopie (IfD) Allensbach im Auftrag des miz durchgeführt und heute im Rahmen einer Pressekonferenz des Deutschen Musikrats (DMR) vorgestellt wurde. Das Deutsche Musikinformationszentrum ist eine Einrichtung des Deutschen Musikrats.

Die Studie bietet einen differenzierten Überblick über Altersgruppen, geschlechts- und schichtspezifische Unterschiede sowie über Zugangswege, Herausforderungen und das ehrenamtliche Engagement der Musizierenden. Die meisten Freizeitmusizierenden spielen ein Musikinstrument (81 Prozent), etwa halb so viele singen (41 Prozent); rund 20 Prozent machen beides. Während das Instrumentalspiel stärker von Männern und Menschen mit höherem Einkommen ausgeübt wird, ist Singen besonders bei Frauen und in der älteren Generation verbreitet.

Der Zuwachs an Amateurmusizierenden seit 2020 ist vor allem bei Erwachsenen ab 30 Jahre sichtbar – aktuell musiziert in dieser Altersgruppe jede:r Sechste, 2020 war es noch jede:r Achte. „Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass viele Menschen nach oder auch während der Pandemie das Musizieren für sich entdeckt oder ihr musikalisches Hobby wieder aufgegriffen haben. Die Daten sprechen für einen klaren Aufwärtstrend“, erklärt Studienleiter Michael Sommer vom IfD Allensbach.

Zu den Kernresultaten der Studie zählt auch das ausgeprägte bürgerschaftliche Engagement der Amateurmusiker:innen und der hohe Anteil ehrenamtlich Tätiger im Amateurmusikbereich.

„Eine vielfältige und lebendige Amateurmusikszene ist ein wesentlicher Bestandteil kultureller Teilhabe – sie stiftet Gemeinschaft, fördert Kreativität und trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei“, sagt Stephan Schulmeistrat, Leiter des miz. „Unsere Studie zeigt auch, welchen persönlichen Wert das Musizieren für viele Menschen hat: Wohlbefinden, soziale Nähe und kreative Entfaltung sind zentrale Motive. Umso wichtiger ist es, den Zugang zu musikalischem Engagement offen, niedrigschwellig und vielfältig zu gestalten. Mit dieser Studie wollen wir die Bedeutung der Amateurmusik sichtbar machen und Impulse für ihre nachhaltige Förderung geben.“

Damit unterstützt die Studie eines der zentralen Anliegen des Landesmusikrats Berlin: Die Wertschätzung und Förderung der Amateurmusik.

Seit vielen Jahren setzt sich der Landesmusikrat Berlin mit Nachdruck für die Amateurmusik ein. So initiierte der Landesmusikrat Berlin im August 2023 das große Amateurmusik-Symposium „Thank you for the (Amateur)music“, bei dem namhafte Expert:innen aus Kultur, Sport, Gesundheitssektor und der Zivilgesellschaft die gesellschaftliche Relevanz der Amateurmusik hervorhoben.
Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin e. V. konstatierte:
„Amateurmusik wird heute immer noch nicht als wesentlicher Teil zivilgesellschaftlicher Aktivitäten betrachtet. Das müssen wir ändern. Deshalb müssen wir – die wir uns für Musik für alle engagieren – deutlich machen, dass Amateurmusik ein unverzichtbarer Teil unserer Zivilgesellschaft ist, dass er wertgeschätzt werden muss und dass er deshalb auch unterstützt und gefördert werden muss: unter anderem durch eine Gleichstellung mit dem Breitensport und durch entsprechende finanzielle und räumliche Ressourcen. Auch die frühzeitige Hinführung zur Musik durch Kita und Schule ist unverzichtbar.“
In den vergangenen beiden Jahren ist es dem Landesmusikrat Berlin mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gelungen, die Rahmenbedingungen für die Amateurmusik deutlich zu verbessern: Mit dem beim Landesmusikrat Berlin angesiedelten Projekt „Förderung der Instrumentalen Amateurmusik“ gibt es seit dem vorigen Jahr eine Anlaufstelle für Amateurmusikensembles mit der Möglichkeit finanzieller Unterstützung. Damit können etwa Berufsmusiker:innen, die mit Amateur:innen arbeiten, in beantragten Projekten angemessen honoriert werden. Auch Weiterbildungen werden im Rahmen dieses Projekts ermöglicht.
Die seit 5 Jahren bestehende „Raumkoordinationsstelle“ des Landesmusikrats versammelt in ihrer einzigartigen Raumdatenbank dringend benötigte Probe- und Aufführungsräume und akquiriert stetig weitere Räume. Eine der Hauptforderungen bleibt die unentgeltliche Nutzung kommunaler Räume in Schulen und Behörden für die Probenarbeit – wie es dem Breitensport durch das Sportfördergesetz längst ermöglicht wird.

>>Weitere Informationen


Die Pressemitteilung des Deutschen Musikrats zur miz-Studie finden Sie >>hier.

Die vollständige Studie des Deutschen Musikinformationszentrums (miz) ist abrufbar >>unter diesem Link


Ansprechpartnerin:
Franziska Stoff
Generalsekretärin Landesmusikrat Berlin e.V.
E-Mail:


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Osterkonzert des Landesjugendorchesters Berlin am 21. April um 20 Uhr im Konzerthaus Berlin. Kooperation mit dem Projekt Musikalische Stolpersteine (27.03.2025)

Pressemitteilung | 27.03.2025

Tiefe und Emotion

In seinem Osterkonzert am 21. April im Konzerthaus Berlin, Großer Saal, widmet sich das Landesjugendorchester wieder der großen Symphonik. Mit Tschaikowskis 6. Sinfonie „Pathétique“ steht eines der ergreifendsten Werke der Spätromantik auf dem Programm. Ebenfalls noch mit spätromantischen Anklängen komponierte Bohuslav Martinů sein Rhapsody-Concerto für Viola und Orchester.
Eröffnet wird das Osterkonzert mit der Ouvertüre zum Einakter „Der zerbrochene Krug“ von Viktor Ullmann (1889 -1944). Kurz nach der Fertigstellung der Komposition wurde Ullmann ins Ghetto Theresienstadt deportiert und im Oktober 1944 in Auschwitz ermordet.
Die Aufführung entsteht in Kooperation mit unserem Projekt „Musikalische Stolpersteine“, in dem sich Schüler:innen mit Komponist:innen auseinandersetzen, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Dirigent Lancelot Fuhry sagt: „Wir haben gerade als Deutsche eine Verpflichtung gegenüber diesen Künstlern, deren Leben im Nationalsozialismus einfach ausgelöscht wurde. Ihre Werke zu spielen und am Leben zu erhalten ist das Einzige, was wir heute tun können.“

Die musikalische Leitung des Osterkonzerts hat Lancelot Fuhry.
Die Solistin ist Henriette Brunner.

Tickets:
Frühbucherpreise bis 31. März: 20 € / 15 € (ermäßigt: 15 € / 10 €)
Ab 1. April: 25 € / 20 € (ermäßigt: 20 € / 15 €)
Tickets gibt es >> hier (Konzerthaus Berlin)


Ansprechpartnerinnen:
Viola Schmitzer und Elke Ginter-Schubert (interim, in Vertretung von Henriette Runge)
Mail:


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Berliner Resonanzen März/April 2025

Liebe, Freude, Schmerz. Tschaikowski hat seine ganze Seele in seine 6. Sinfonie gelegt, sagt Lancelot Fuhry im Gespräch für die aktuelle Ausgabe unseres Newsletters BERLINER RESONANZEN. Am Ostermontag dirigiert er das Landesjugendorchester Berlin im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Was Jugendliche im Ensemble lernen können, und warum es so wichtig ist, Werke von Komponist:innen zu spielen, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden, erfahren Sie ebenfalls im Newsletter. Außerdem: Startschuss für die Berliner Kulturkonferenz, die sich in Zeiten der Kürzungen für die Kultur stark macht. Und wie immer informieren wir Sie über unsere Projekte und die unserer Mitglieder. 

Update für die Renaissance (veröff. rückwirkend für 06.02.2025)

Das Jugendensemble Alte Musik (JAM) spielt am 1. März auf dem Festival SPAM (Spandau macht Alte Musik)

Pressemitteilung | 06.02.2025

Es ist der zweite große Auftritt des 2024 gegründeten Jugendensembles für Alte Musik (JAM) – und das gleich innerhalb eines bedeutenden Festivals, dem die FAZ nach seiner Premiere im Jahr 2023 „Weltniveau“ bescheinigt hatte.

Am 1. März um 16 Uhr spielt JAM beim Musikfestival „Spandau macht Alte Musik (SPAM)“ unter dem Titel „SPAM – Update 25 – Alte Musik ganz jung“. Zu erleben gibt es Musik aus der Renaissance und dem Frühbarock. Mitreißend musiziert, auch auf modernen Instrumenten, klingen die Stücke überraschend modern. Das JAM wird seit seiner Gründung von Mitgliedern der international renommierten Capella de la Torre unter der Leitung von Katharina Bäuml unterstützt. „Ich finde es sehr wichtig, dass Renaissance-Musik auch in die Ohren und Köpfe von Jugendlichen kommt. Denn diese Musik ist überhaupt nicht verstaubt, sondern sie ist ganz heutig und ganz gegenwärtig, wenn wir sie heute wieder zusammen musizieren“, sagt Katharina Bäuml.

Das gefeierte und vollständig ausverkaufte Debütkonzert im Bode-Museum in Berlin Ende Oktober vorigen Jahres bewies die Exzellenz dieses einzigartigen Nachwuchsprojekts für musikbegabte Schülerinnen und Schüler.
Weitere Informationen zu JAM finden Sie >>hier.


Konzert:

Am 01. März 2025 um 16 Uhr spielt JAM beim Musikfestival „Spandau macht Alte Musik (SPAM)“ unter dem Titel „SPAM – Update 25 – Alte Musik ganz jung“. Das Konzert ist ausverkauft. Möglicherweise gibt es noch Restkarten an der Tageskasse.

Ansprechpartner:
Markus Mokosch, Projektleitung Jugendensemble Alte Musik
E-Mail: 


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Test Alt
Offene Probe

Auch nicht-mitwirkende Zuhörer:innen sind herzlich willkommen.

Eine aktive Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. 

Alle Berliner Amateurmusiker:innen sind herzlich eingeladen, an der Offenen Probe am Samstagabend teilzunehmen. 

Exklusiv für den Orchestertreff werden der zweite und vierte Satz der 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven so arrangiert, dass auch Musiker:innen mit unterschiedlichen Zupfinstrumenten, Akkordeon und anderen im Original nicht besetzten Instrumenten mitspielen können. 

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmer:innen Ensemble-Erfahrung mitbringen. 

Iván Fischer

ist Ehrendirigent des Konzerthausorchesters und als einer der visionärsten Musiker unserer Zeit bekannt.

Er war Chefdirigent des National Symphony Orchestras in Washington, Opéra National de Lyon und des Konzerthausorchesters Berlin, letzteres hat ihn zum Ehrendirigent ernannt. Ebenso ist er Honorary Guest Conductor des Royal Concertgebouw Orchestra, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet.  

Bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR und dem New York Philharmonic Orchestra ist er regelmäßig zu Gast.

Nach einigen Gastauftritten in internationalen Opernhäusern, entschied er sich auch bei der Oper für einen Reformweg und gründete die Ivan Fischer Opera Company, mit der er unabhängige Opernproduktionen verwirklicht. Seit 2004 ist Iván Fischer auch als Komponist tätig, er schreibt meist vokale Musik mit kleinen Instrumentalensembles. 

Iván Fischer wurde 2013 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt und ist Ehrenbürger von Budapest.

Noten
Hier finden Sie alle Noten für die offene Probe. Bitte bringen Sie sich Ihre Noten selbstständig, ausgedruckt und vorbereitet mit.
 
4. Satz
Zeit und Ort

Samstag, 28. September

18.30 bis 20 Uhr

Landesmusikakademie Berlin
Foyer des FEZ-Berlin

Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin