2025 wird das älteste Instrument der Welt das Instrument des Jahres. Die Stimme! (21.11.2024)

In einem spannenden Zusammenspiel aus Muskeln, Stimmlippen und Knorpel im Kehlkopf entsteht die für jeden Menschen einzigartige Stimme. Sie kann tönen, flüstern, sprechen, singen und noch so viel mehr. Und so kann jede*r das „eingebaute“ Instrument ganz individuell hörbar machen und einsetzen. Höchste Zeit also, dass die Landesmusikräte dieses außergewöhnliche Instrument ein Jahr lang in Szene setzen.

Die Stimme verbindet uns Menschen auf der ganzen Welt. Sie überwindet kulturelle, sprachliche und geografische Grenzen und schafft eine gemeinsame Basis für Kommunikation und gegenseitiges Verständnis. Und sie ist in nahezu jedem musikalischen Genre, das der Globus zu bieten hat, zuhause. Also ganz gleich, wo wir uns befinden und welche Musik wir im Ohr haben, unsere Stimmen ermöglichen es uns, Gedanken, Gefühle und Ideen auszutauschen und so eine tiefere Verbindung zueinander aufzubauen.

Die Stimme ist auch das erste Instrument, dessen wir uns bedienen, wenn wir als soziale Wesen miteinander umgehen, wenn wir unsere Gesellschaft gestalten oder Politik verändern wollen. Das soziale und das musikalische Instrument sind schwer abgrenzbar ineinander verwoben. Es ist das Instrument, das uns zu Menschen macht.

Und nicht nur der Mensch hat eine Stimme. Auch im Tierreich erleben wir die farbenfrohsten und faszinierendsten Klänge. Von den melodischen Gesängen der Vögel bis hin zu den kilometerweit tragenden Rufen der Wale – die Stimmen der Tiere bereichern jeden Tag unsere Welt.

Freuen Sie sich mit uns auf das Jahr der Stimme und hinterlassen Sie 2025 Ihren ganz persönlichen akustischen Fingerabdruck!

Ein Höhepunkt des Jahres der Stimme in Berlin ist der Chortreff von 03.- 05. Oktober 2025. Was genau zu erwarten ist im Jahr der Stimme, wer alles beteiligt ist, und welche Veranstaltungen stattfinden werden, wird im Rahmen der Berliner Pressekonferenz am 15. Januar 2025 in Anwesenheit der Berliner Schirmherrin Jocelyn B. Smith bekanntgegeben.

Instrument des Jahres 2025: Stimme
Pressekonferenz zur Eröffnung des Jahres der Stimme
15.01. 2025, 11 Uhr, Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung
Tiergartenstr. 1, Eingang Ben-Gurion-Str., 10785 Berlin

Ansprechpartner:
Bernadett Kis, E-Mail:

Seit 2008 wird jedes Jahr ein Instrument des Jahres gekürt und zwölf Monate in den Fokus gestellt. Jedes Bundesland beruft eigene Schirmherr:innen und hat seine eigene Vorgehensweise, um das länderübergreifende Ziel zu erreichen: Neugier und Aufmerksamkeit auf die vielen Facetten der Stimme zu lenken.

Nähere Informationen zu den weiteren teilnehmenden Ländern erhalten Sie von den zuständigen Landesmusikräten. Siehe hierfür die untenstehende Liste:

Baden-Württemberg
Botschafter: Stuttgarter Hymnus-Chorknaben
www.lmr-bw.de

Bayern
www.bayerischer-musikrat.de

Berlin
Schirmherrin: Jocelyn B. Smith
Pressekonferenz: 15. 01. 2025, 11 Uhr; im Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung. 
www.landesmusikrat-berlin.de

Brandenburg
www.landesmusikrat-brandenburg.de

Bremen
www.landesmusikrat-bremen.de

Hamburg
www.lmr-hh.de

Hessen
www.landesmusikrat-hessen.de

Niedersachsen
Botschafter: Landesjugendchor Niedersachsen und Voktett Hannover
www.lmr-nds.de

Nordrhein-Westfalen
www.lmr-nrw.de

Rheinland-Pfalz
www.lmr-rp.de

Saarland
Schirmherrschaft: Landesjugendchor Saar
www.lmr-saar.de

Sachsen
Schirmherr: Prof. Dr. med habil. Michael Fuchs, Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie am Universitätsklinikum Leipzig
www.saechsischer-musikrat.de

Schleswig-Holstein
Botschafter: NDR Vokalensemble
www.instrument-des-jahres.de

Thüringen
Schirmherr: Landesjugendchor Thüringen
www.lmrthueringen.de

Weitere Informationen:
www.landesmusikrat-berlin.de


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.


Ansprechpartner:
Franziska Stoff

Ensembleleitung lernen – gemeinsam Ziele erreichen! (24.10.2024)

Mehr als hundert talentierte Schüler:innen nehmen auch in diesem Jahr am wegweisenden Programm „Förderung junger Ensembleleiter:innen“ teil, einem Projekt, das der Landesmusikrat Berlin e.V. in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung im Jahr 2018 initiiert hat. Dabei lernen die Jugendlichen unter Anleitung hervorragender Dozent:innen, wie man dirigiert und Proben leitet.  Am 10. November um 17 Uhr zeigen sie ihr Können im Konzertsaal der Universität der Künste Berlin (UdK) in der Hardenbergstraße. 

Wie dirigiere ich den synkopischen Rhythmus in Astor Piazzollas Libertango? Worauf kommt es beim Einsingen an? Und wie erlerne ich die Partitur einer Mozart-Sinfonie? Es sind drei intensive Probewochenenden für die Jugendlichen, unterstützt von einem Team erfahrener Dozentinnen und Dozenten. Von Beginn an dabei: Marianne Grenz, Musiklehrerin und Ensembleleiterin an der Berliner Sophie-Scholl-Schule, wo die Kurse jedes Jahr im Herbst stattfinden. Ziel ist die Förderung des musikpädagogischen Nachwuchses. Tatsächlich entscheiden sich nach den Kursen einige Teilnehmende für ein Lehramtsstudium im Bereich Musik. Die Jugendlichen sind gefragt: Schon jetzt ist der Mangel an Lehrkräften im Bereich Musik dramatisch, in naher Zukunft wird er sich weiter verschärfen. 

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt des Programms auf Orchester, Big Band und Chor. Vermittelt werden nicht nur die Grundlagen des Dirigierens, sondern auch Methodik, Musiktheorie und Probenplanung. Repertoirekenntnisse werden erweitert, die eigene Musikalität weiterentwickelt. Wer teilnimmt, spielt mindestens ein Instrument und kann Noten lesen. Die Jugendlichen bilden die Ensembles, die sie abwechselnd leiten, aus ihren eigenen Reihen. Ein anspruchsvolles Pensum. Doch auch musikpädagogische Studiengänge stellen komplexe Anforderungen an Studierende. Jugendliche für genau diese Studiengänge zu interessieren, steht im Fokus des Programms, das inzwischen überregional Aufmerksamkeit findet. „Ein grandioses Projekt“ befand die Süddeutsche Zeitung im vorigen Jahr in einer umfangreichen Reportage. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Chefdirigenten und künstlerischen Leiters des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (rsb) Vladimir Jurowski.
Journalistinnen und Journalistin können auch in diesem Jahr nach Rücksprache Proben besuchen.

Das Abschlusskonzert mit Werken aus Klassik, Big Band-Standards, Pop und Chormusik findet am 10. November um 17 Uhr im Konzertsaal der Universität der Künste Berlin (UdK) in der Hardenbergstraße statt. Der Eintritt ist frei.


Förderung junger Ensembleleiter:innen – Abschlusskonzert
Sonntag, 10.11.2024, 17:00 Uhr, Konzertsaal der UdK, Hardenbergstraße 33, 10623 Berlin
Die Anmeldung ist unter folgendem Link erbeten: 
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/foerderung-junger-ensembleleiterinnen-und-ensembleleiter/anmeldung/


Ansprechpartnerinnen:
Hanna Etzold, Stella Schwake
Projektleitung
E-Mail:
Mobil: +49 (0) 151 71 02 89 62


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Intuition und Verständnis – Gastspiel des Berliner Landesjugendorchesters in Gorzów Wielkopolski (19.10.2024)

Das Landesjugendorchester Berlin spielt sein Herbstkonzert gleich zweimal: Am 3. November 2024 in der Filharmonia Gorzówska in Gorzów Wielkopolski in Polen und am 4. November 2024 im Großen Sendesaal im Haus des Rundfunks in Berlin. Auf dem Programm: Gustav Mahlers 1. Sinfonie, die Ouvertüre für Orchester von Grażyna Bacewicz und Mozarts Flötenkonzert in G-Dur. Es dirigiert Ewa Strusińska.

Die renommierte polnisch-britische Dirigentin Ewa Strusińska liebt die Arbeit mit jugendlichen Musikern und Musikerinnen – und sie traut ihnen durchaus auch Mahler zu. „Aus Erfahrung weiß ich, dass Mahlers Musik von jungen Menschen immer mit großer Freude, gutem Verständnis für den Stil und enormem Engagement aufgenommen wird. Mahlers musikalische Struktur ist einzigartig und wird sehr intuitiv wahrgenommen“, sagt sie. Und so widmet sich das Landesjugendorchester Berlin in seiner bisher größten Besetzung seit der Pandemie mit Mahlers 1. Sinfonie einem Hauptwerk der spätromantischen Orchesterliteratur. 

Eröffnet wird das diesjährige Herbstkonzert des Landesjugendorchesters Berlin mit einem Werk der polnischen Komponistin Grażyna Bacewicz, die endlich auch in Deutschland bekannt wird.  Die Ouvertüre für Orchester komponierte Bacewicz während des Zweiten Weltkriegs – ein bewegendes musikalisches Dokument des Widerstands. 

Bei Mozarts Flötenkonzert KV 313 in G–Dur kommt es zu einer schönen Wiederbegegnung: Die aktuelle Orchesterbesetzung begleitet die ehemalige Mitspielerin Dascha Schuster, die inzwischen an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Flöte studiert.

Herbstkonzert des Berliner Landesjugendorchesters
Sonntag, den 3.11. 2024, Filharmonia Gorzówska in Gorzów Wielkopolski, Polen
Montag, den 4.11. 2024 um 20:00 Uhr, Großer Sendesaal, Haus des Rundfunks

Dirigentin: Ewa Strusińska
Solistin: Dascha Schuster

Programm:
Grażyna Bacewicz – Ouvertüre für Orchester
Wolfgang A. Mozart – Flötenkonzert KV 313, G-Dur
Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 1, D-Dur „Titan“

>>Tickets 


Informationen zum Orchester finden Sie >>hier

Ansprechpartnerin:
Henriette Runge, Projektleitung Landesjugendorchester Berlin 



Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Spot on Female Composers – Konzerte des Berliner JugendJazzOrchesters am 26. und 27.10.2024 (14.10.2024)

Das Berliner JugendJazzOrchester spielt Werke ausgewählter Komponistinnen. Die Konzerte am 26. Oktober 2024 im Georg-Neumann-Saal und am 27. Oktober im Maschinenhaus der Kulturbrauerei setzen starke Impulse für mehr Präsenz von flinta Personen im Jazz.

Jazzmusikerinnen, besonders Komponistinnen, sind in der männlich geprägten Szene noch immer unterrepräsentiert. Das Berliner JugendJazzOrchester (BJJO), ein Projekt des Landesmusikrats Berlin e.V., setzt nun starke Impulse. In zwei großen Konzerten führt es die Werke vier junger Komponistinnen auf, die im Rahmen eines Kompositionswettbewerbs ausgewählt wurden. Im Juni 2024 standen die Gewinnerinnen fest: Monta Tupijenko, Claudia Dörffinger, Jhoely Garay und Laura Velti, vier Komponistinnen aus Lettland, Deutschland, Mexiko und Italien.

Realisiert werden kann das Projekt dank einer Jazz-Projektförderung der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt mit dem Ziel, das künstlerische Potential von Jazzkomponistinnen zu fördern und sichtbar zu machen. Das Ergebnis: Vier mitreißende Kompositionen für große, ungewöhnliche Besetzung inklusive eines Streichquartetts, eines Vokalensembles und Akkordeon. Die jungen Musiker:innen des Berliner JugendJazzOrchesters formen dabei einen einzigartigen Klangkörper, der einen neuen, innovativen Sound erzeugt. Außer den Neukompositionen spielt das BJJO auch Stücke seiner künstlerischen Leitung Fabia Mantwill und Nicolai Thärichen.


Samstag, 26.10. 2024, 20 Uhr, Berliner JugendJazzOrchester im Georg-Neumann -Saal
Universität der Künste Berlin (UdK), Einsteinufer 43, 10587 Berlin, Live-Recording.
Tickets unter diesem Link und an der Abendkasse.

Sonntag, den 27.10. 2024, 20 Uhr, Berliner JugendJazzOrchester im Maschinenhaus
KulturBrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg
Tickets unter diesem Link oder an der Abendkasse.

Über das Orchester:
Das Berliner JugendJazzOrchester (BJJO) ist eine Fördermaßnahme im Bereich Jazz in der Trägerschaft des Landesmusikrats Berlin e. V. (LMR Berlin). Das Ensemble wurde 1990 ins Leben gerufen und in den ersten Jahren vor allem durch den österreichischen Saxophonisten Heinz v. Hermann als künstlerischen Leiter geprägt. In seiner über 30-jährigen Geschichte hat das Ensemble mit namhaften künstlerischen Leiter:innen wie Matthias Rüegg, Alexander von Schlippenbach, Maria Baptist, Nils Klein, Norbert Nagel, Gebhard Ullmann, Letieres Leite und anderen gearbeitet. Derzeit liegt die künstlerische Leitung bei Fabia Mantwill und Nicolai Thärichen.

Informationen zum Orchester finden Sie >>hier.


Ansprechpartnerin:
Henriette Runge, Projektleitung Berliner JugendJazzOrchester



Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Neugier auf andere Zeiten – Debüt-Konzert des Jugendensembles Alte Musik im Bode-Museum am 26.10.2024 (14.10.2024)

Am Samstag, 26. Oktober 2024 gibt das Jugendensemble für Alte Musik (JAM) sein Debüt im Bode-Museum. Motto des Konzerts: „Unterwegs – eine musikalische Europareise in der Renaissance“. Künstlerische Leitung: Katharina Bäuml und Hille Wippermann von Capella de la Torre

Die Vorfreude ist groß: Das Jugendensemble für Alte Musik (JAM), ein neues Nachwuchsprojekt des Landesmusikrats Berlin e.V., zeigt, was es in der ersten Probenphase erarbeitet hat. In seinem Debüt am 26. Oktober 2024 in der Basilika des Bode-Museums in Berlin widmet es sich der ganzen Bandbreite der Renaissance-Musik. Michael Praetorius, Claudio Monteverdi, Salomone Rossi und Josquin Desprez gehören zu den bekanntesten Komponisten des Abends. Aber auch Greensleeves, bis heute beliebter Song eines Anonymus, wird erklingen. Die 22 jugendlichen Musiker und Musikerinnen von JAM bringen die besten Voraussetzungen mit: Ob Flöte, Stimme, Oboe, Bağlama oder Trompete: Alle beherrschen ihre Instrumente außergewöhnlich gut. Historische Instrumente sind durch sieben Mitglieder von Capella de la Torre präsent – Patenensemble des JAM und eines der weltweit führenden Ensembles für Renaissance-Musik. Gefördert wird das neue Projekt des Landesmusikrats Berlin e.V. von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Die künstlerische Leitung haben Katharina Bäuml und Hille Wippermann übernommen. „Ich freue mich wirklich sehr, dass wir so viele talentierte Jugendliche haben, die mit uns auf eine Zeitreise gehen. Schon in den Vorproben konnten wir feststellen, wie sehr diese Musik uns bis heute ansteckt und uns immer noch alle berührt“, sagt Katharina Bäuml. Hille Wippermann fügt hinzu: „Ich freue mich sehr auf das erste Konzert mit JAM und bin glücklich, dass wir so viele junge Menschen haben, die neugierig sind auf die Musik der Renaissance und die mit großer Offenheit und Begeisterungsfähigkeit Musik machen.“

Apropos Zeitreise: 

Vor fünfhundert Jahren war das Reisen weitaus beschwerlicher als heute. Dennoch haben sich Musiker auch damals auf den Weg gemacht, traten in ganz Europa auf und brachten die Musik aus anderen Ländern mit nach Hause. So wurden sie zu Vermittlern zwischen den Kulturen in einer Zeit der Umbrüche. Geistige Spiritualität existiert dabei neben Forschungsdrang, irdische Lebensfreude neben humanistischem Denken. Die Musik der Renaissance spiegelt den ganzen Reichtum dieser Epoche wider. Das wird an diesem Abend zu hören sein: Mit Liedern über die Liebe und das Leben, mit geistlichen Werken auf der Höhe der Polyphonie, mit Tänzen, die vor Energie vibrieren. Egal ob aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Italien, der Türkei oder aus Spanien.


„Unterwegs – eine musikalische Europareise in der Renaissance“ –
Konzert des Jugendensembles Alte Musik (JAM) unter der künstlerischen Leitung von Katharina Bäuml und Hille Wippermann.
26. Oktober, 19:30 Uhr. Einlass ab 19 Uhr
Basilika des Bode-Museums in Berlin
Am Kupfergraben 3, 10178 Berlin

>>Tickets


Ansprechpartner:
Markus Mokosch
Projektleitung Jugendensemble Alte Musik
Mail:
Tel.: 0178 9392439


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Festival der Amateurmusik: Berliner Orchestertreff 2024 (12.09.2024)

Kostenfreie Workshops, Kurzkonzerte, Kinderprogramm

Am Wochenende 28./29. September 2024 präsentieren sich in der Landesmusikakademie Berlin im FEZ-Berlin 30 Orchester und Instrumentalensembles. Dazu kommen Workshops, Stände und ein Familienprogramm. Konzerthaus-Ehrendirigent Iván Fischer dirigiert die Offene Probe. Mehr als 150 Amateurmusiker:innen spielen unter seiner Leitung zwei Sätze aus Beethovens 7. Sinfonie.

Der Berliner Orchestertreff gehört zu den wichtigsten Ereignissen im kulturellen Leben Berlins. Alle vier Jahre trifft sich die vielfältige, engagierte Szene der Instrumentalen Amateurmusik in der Landesmusikakademie im FEZ- Berlin im Park Wuhlheide. Zwei Tage lang teilen die Ensembles ihre Freude am Musizieren, ihr Können und ihre Leidenschaft mit einem großen Publikum, darunter viele Familien mit Kindern. Realisiert werden kann der Orchestertreff 2024 dank der umfangreichen Förderung der Lotto Stiftung Berlin.  Schirmherrin ist die Berliner Staatssekretärin für Kultur Sarah Wedl-Wilson.

30 Kurz-Konzerte
Das Publikum hat die Möglichkeit, auf insgesamt 4 Bühnen die unterschiedlichsten musikalischen Besetzungen in kurzen Konzerten kennenzulernen. Es präsentieren sich große und kleine Sinfonieorchester, Zupf- und Gitarrenorchester, Akkordeonorchester, Big Bands, Blasorchester, Posaunenchöre, ein Fanfarenzug, eine Drumline und sogar ein 60-köpfiges Cello-Orchester! 

Das musikalische Niveau ist hoch: Innerhalb des Orchestertreffs findet der Landesorchesterwettbewerb statt – mit der Möglichkeit zur Weiterleitung zum Deutschen Orchesterwettbewerb 2025. 

Offene Probe
Ein Highlight ist die Offene Probe am Samstagabend. Geleitet wird sie von Iván Fischer, Ehrendirigent des Konzerthausorchesters Berlin und eine der innovativsten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Exklusiv für den Orchestertreff wurden der 2. und 4. Satz der 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven so arrangiert, dass auch Amateurmusiker:innen mit unterschiedlichen Zupfinstrumenten, Akkordeon und anderen im Original nicht besetzten Instrumenten mitspielen können.

Öffentliche kostenfreie Workshops
Auch in diesem Jahr werden wieder einige hilfreiche und anregende Kurse angeboten. Dazu gehören „Einführung in die Arabische Musik“, „Atemarbeit beim Instrumentalspiel“, „Musik und Demenz“, „AfroKubanische Perkussion“, „Musikalisches Speed-Dating“, „Ensembleleitung für Einsteiger:innen“, und viele mehr.

Begegnungsort Foyer
Während des Orchestertreffs ist die Landesmusikakademie den ganzen Tag geöffnet. Die Cafeteria bietet ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken. Zentraler Begegnungsort ist das weitläufige Foyer. An den Informationsständen der Mitglieder des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und des Landesmusikrats Berlin e.V. sowie weiterer Kooperationspartner lässt es sich leicht miteinander ins Gespräch kommen.

Kinderprogramm
Nicht zuletzt gibt das originelle Kinderprogramm Eltern die Möglichkeit, den Besuch des Orchestertreffs als Familienausflug zu planen. Dazu gehören Aktionen wie „Musikinstrumente selbst bauen“, „Mitmachbaustelle“, „Musikalischer Hutsalon“ und vieles mehr. 

Berliner Orchestertreff 2024
Landesmusikakademie Berlin im FEZ-Berlin
Straße zum FEZ 2
12457 Berlin

Samstag, 28. September 2024
10 bis 12 Uhr Workshops
12 bis 18 Uhr Konzerte, Infostände, Kinderprogramm
18.30 bis 22 Uhr Offene Probe mit Iván Fischer und Get-Together

Sonntag, 29. September 2024
10 bis 12 Uhr Workshops
11.30 bis 18 Uhr Konzerte, Infostände, Kinderprogramm

Informationen, Tickets und Workshop-Anmeldung: 
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/berliner-orchestertreff/orchestertreff-2024/  

Ansprechpartner:
Boris Janowski
Landesmusikrat Berlin
Projektleitung Orchestertreff
E-Mail:

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Tango and more.Tuba-Konzertreihe im Musikinstrumenten-Museum (12.09.2024)

Eine Konzertreihe im Musikinstrumenten-Museum Berlin präsentiert das Instrument des Jahres 2024 – die Tuba – in ihrer ganzen Bandbreite. Am 19. September spielen gleich zwei herausragende Ensembles: BrassAppeal mit Natascha Zickerick und das Trio des Tubisten Siegfried Jung. Am 24. Oktober folgen Tuba-Star Thomas Leleu und Jazz-Improvisationen mit Daniel Casimir. Mit einem vergnüglichen Familienkonzert mit der Puppenphilharmonie Berlin und dem Tubisten Jonas Urbat endet die Reihe am 30. November 2024.

Die Tuba ist eine ausgeprägte Verwandlungskünstlerin. Ob in der populären Musik, im Jazz, in der Klassik oder in den grenzüberschreitenden Genres dazwischen – die Tuba fasziniert mit ihrer klanglichen Flexibilität. 

Eine aus drei Konzerten bestehende Reihe im Musikinstrumenten-Museum Berlin spiegelt diese Bandbreite im Jahr der Tuba wider.

Den Anfang machen das Trio Siegfried Jung und Natascha Zickerick mit ihrem Ensemble BrassAppeal am 19. September. Siegfried Jung, Tubist am Nationaltheater Mannheim, überrascht dabei mit einer einzigartigen Triobesetzung aus Harfe, Klavier und Tuba. Dabei reist die Tuba nach Buenos Aires und beweist: Das tiefste Blechblasinstrument kann auch Tango – melancholisch, zart und perkussiv.  Starker Kontrast dazu: BrassAppeal. Die klassisch ausgebildete Tubistin Natascha Zickerick und ihr Ensemble überzeugen mit ihrem Repertoire aus Pop, Soul und Weltmusik. 

Für das 2. Konzert der Reihe am 24. Oktober konnte einer der weltweit führenden Tubisten gewonnen werden: Thomas Leleu erlangte internationale Anerkennung durch seine außergewöhnliche Technik und seine Fähigkeit, die Tuba in verschiedene Musikgenres von Klassik bis hin zu Jazz und zeitgenössischen Kompositionen zu integrieren.

Als Solist ist Leleu mit renommierten Orchestern wie dem Orchestre National de France und dem Münchener Kammerorchester aufgetreten. Begleitet von Guillaume Vincent am Klavier wird Thomas Leleu am 24. Oktober unter anderem Werke von Saint-Saens, Rachmaninow und Piazzolla spielen.

Im zweiten Teil des Konzerts folgt „Tuba on the Beat“, ein kammermusikalisches Jazz-Projekt mit lateinamerikanischen und experimentellen Stilelementen. Es spielen Daniel Casimir und Gerhard Gschlößl auf der Tuba, begleitet von Laura Robles an der Cajón und Julius Apriardi am Vibraphon. 

Das Familienkonzert am 30. November stellt die Tuba in den Mittelpunkt einer der zauberhaften Inszenierungen der Puppenphilharmonie Berlin. Die Puppen bauen eine Brücke zur Musik, stärken Unbefangenheit und Neugier. Erwachsene kommen dabei ästhetisch und musikalisch ebenso auf ihre Kosten wie Kinder. 

Innovativ arbeitet auch der Komponist und Tubist Jonas Urbat. Als Mitgründer des Stegreif.Orchesters sammelte er Erfahrung in der Choreografie und Performance von klassischen Kompositionen. Mit seinen experimentellen Formaten sucht er nach neuen Wegen, Musik und Technologie zu vereinen.

Unterstützt wird die Konzertreihe durch Buffet Crampon Deutschland. 

Tickets gibt es an der Abendkasse und über den Landesmusikrat Berlin e.V. 
https://landesmusikrat-berlin.ticketmachine.de/de


Tuba-Konzertreihe im Musikinstrumenten-Museum Berlin

Konzert 1
19. September 2024, 19 Uhr
Trio Siegfried Jung, BrassAppeal mit Natascha Zickerick

Konzert 2
24. Oktober 2024, 19 Uhr
Mit Thomas Leleu, Daniel Casimir, Gerhard Gschlößl u.a.

Familienkonzert
30. November 2024, 11 Uhr
Mit der Puppenphilharmonie Berlin und Jonas Urbat

Musikinstrumenten-Museum Berlin
Ben-Gurion-Straße 1
10785 Berlin


Ansprechpartnerin: 

Bernadett Kis
Projektleitung Instrument des Jahres


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick. 

Da capo! Das Landesjugendorchester Berlin beim Eröffnungsfest der Deutschen Oper Berlin am 31. August (22.08.2024)

Unter dem Titel „Geteilte Pulte“ spielt das Landesjugendorchester Berlin gemeinsam mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin ein Konzert zum Eröffnungsfest der Deutschen Oper Berlin am 31. August. Die jungen Musikerinnen und Musiker spielen jeweils neben einem Orchestermitglied der „Profis“ und teilen sich das Notenpult – und beide Seiten profitieren dabei entweder von der jugendlichen Begeisterung oder von der Erfahrung aus dem täglichen Opernbetrieb.

Auf dem 45-minütigen Programm stehen Ausschnitte aus mitreißenden Opernklassikern wie der der Ouvertüre zu La forza del destino von Giuseppe Verdi, der Arie des Toreador aus Carmen oder dem Abendsegen aus Humperdincks Hänsel und Gretel. Die musikalische Leitung übernimmt Giulio Cilona, Kapellmeister der Deutschen Oper Berlin. Die Solist:innen sind Nina Solodovnikova, Sopran, Arianna Manganello, Mezzosopran, Markus Brück, Bariton, Byung-Gil Kim, Bassbariton. Orchesterdirektor Axel Schlicksupp wird das Konzert moderieren, der Eintritt ist frei. 

Das Programm wurde von den Dozentinnen und Dozenten aus den Reihen des Orchesters der Deutschen Oper Berlin gemeinsam mit den Jugendlichen vorbereitet. Nach zwei gemeinsamen inspirierenden Proben in der Deutschen Oper freuen sich dann alle, das Programm vor Publikum vorzustellen. Schon im vorigen Jahr war der gemeinsame Auftritt des Landesjugendorchesters Berlin und des Orchesters der Deutschen Oper Berlin beim Eröffnungsfest der Saison 2023/24 ein großer Erfolg. Nun hat das Landesjugendorchester Berlin wieder das Glück, gemeinsam mit seinem Patenorchester zu musizieren.

Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats: „Wir sind sehr dankbar für die langjährige Zusammenarbeit. Für die Jugendlichen ist der Austausch mit den Musiker:innen der Deutschen Oper Berlin äußerst wertvoll. Beim gemeinsamen Auftritt und in den Proben lernen sie die Abläufe innerhalb eines komplexen Opernbetriebs kennen. Eine Erfahrung, die eine berufliche Entscheidung für die Musik positiv beeinflussen kann.“

Konzert „Geteilte Pulte“ beim Eröffnungsfest der Deutschen Oper Berlin
Samstag, 31. August 2024, 16:15 Uhr bis 17 Uhr, 
Deutsche Oper Berlin, Bismarckstraße 35, 10627 Berlin

Hier geht es zum Gesamtprogramm.


Ansprechpartnerin für das Landesjugendorchester Berlin:
Henriette Runge
Tel.: +49(0) 1729175732 /


Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Landesmusikrat fordert Lösung für Öffentliche Berliner Musikschulen (30.08.2024)

Rechtssichere Anstellungsverhältnisse notwendig – Deadline liegt aktuell Mitte Oktober

Der Landesmusikrat Berlin dankt den Berliner Philharmonikern sowie weiteren Kulturinstitutionen für die Solidarität mit den Öffentlichen Berliner Musikschulen. In seiner heutigen Sitzung formulierte das Präsidium die große Sorge, dass es immer noch keine Lösungsvorschläge für die Absicherung des Angebots der Berliner Musikschulen gibt, obwohl die Deadline für eine Lösung aktuell Mitte Oktober ist. Der Landesmusikrat erwartet klare Aussagen im kommenden Kulturausschuss. Er fordert eine rechtssichere Lösung für die Anstellungsverhältnisse der Musikschullehrkräfte im Rahmen der Umstellung auf Festanstellung. 

Perspektivisch soll die Option der zentralen Personalverwaltung nach dem Vorbild der Personalverwaltung der allgemeinbildenden Schulen bei der für die Öffentlichen Musikschulen zuständigen Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt geprüft werden. Das in den Bezirken dezentral verortete pädagogische Angebot der Musikschulen soll gesichert und eine Einbindung in bezirkliche Gremien bestehen bleiben.

Hier gelangen Sie zum Beschlusstext.

Hier gelangen Sie zur Aktionsseite Musikschulen.

Ansprechpartnerin:
Franziska Stoff, Generalsekretärin Landesmusikrat Berlin e.V.

0163 1745 113

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Beschluss des Präsidiums Öffentliche Musikschulen (30.08.2024)

Präsidium

Freitag, 30. August 2024, 9-11 Uhr 

ZOOM-Videokonferenz


Beschluss

Der Landesmusikrat Berlin dankt den Berliner Philharmonikern sowie weiteren Kulturinstitutionen für die Solidarität mit den Öffentlichen Berliner Musikschulen. In seiner heutigen Sitzung formulierte das Präsidium die große Sorge, dass es immer noch keine Lösungsvorschläge für die Absicherung des Angebots der Berliner Musikschulen gibt, obwohl die Deadline für eine Lösung aktuell Mitte Oktober ist. Der Landesmusikrat erwartet klare Aussagen im kommenden Kulturausschuss. Er fordert eine rechtssichere Lösung für die Anstellungsverhältnisse der Musikschullehrkräfte im Rahmen der Umstellung auf Festanstellung. 

Perspektivisch soll die Option der zentralen Personalverwaltung nach dem Vorbild der Personalverwaltung der allgemeinbildenden Schulen bei der für die Musikschulen zuständigen Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt geprüft werden. Das in den Bezirken dezentral verortete pädagogische Angebot der Musikschulen soll gesichert und eine Einbindung in bezirkliche Gremien bestehen bleiben.

Begründung

Nach dem Herrenberg-Urteil ist die Beschäftigung von Honorarkräften in Musikschulen künftig voraussichtlich nicht mehr möglich. Vor der Sommerpause haben viele Berliner Bezirke die Rechtssicherheit der Fortführung angezweifelt. Ein mit der Rentenversicherung verhandeltes Moratorium währt noch bis Mitte Oktober.

Die Entwicklungen der Berliner Musikschulen gehen darüber hinaus immer weiter auseinander. Eine gesamtstädtische Steuerung wie in mehreren Leistungs- und Qualitätsentwicklungsberichten gefordert, ist nicht möglich.

  • Der historisch begründete unterschiedliche Versorgungsgrad des Musikschulangebotes konnte auch 35 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht signifikant verändert werden. Damit ist für die Bürger*innen ein chancengleicher Zugang nicht gewährleistet.
  • Die Bürger*innen müssen sich mit bezirklich individuellen Verwaltungsregelungen (z.B. Entgelte und Ermäßigungen) auseinanderzusetzen. Für gleiche Leistungen sind beispielsweise unterschiedliche Entgelte zu zahlen. Jeder Bezirk nutzt unterschiedliche Formulare (z.B. für Ermäßigungen).
  • Die Beschäftigungsbedingungen in den Bezirken sind sehr unterschiedlich. So werden in einigen Bezirken Vorerfahrungen für Erfahrungsstufen anerkannt, in anderen nicht. 

Die Musikschulen stehen durch die zu erwartende Umstellung auf Festanstellung vor gravierenden personellen Herausforderungen. 
Aus einer zentralisierten Personalverwaltung ergeben sich Chancen für eine 

  • Auf die Musikschularbeit spezialisierte und damit effizientere Personalverwaltung (z.B. durch eigenen Tarifvertrag, Arbeitszeitregelungen), die die finanziellen Ressourcen des Landes schont, eine schnelle Umsetzung der Konsequenzen aus dem Herrenberg-Urteil (Umwandlung von Stellen) und eine Gleichbehandlung der Musikschullehrkräfte sicherstellt,
  • Vermeidung von komplizierten Personalbearbeitungen bei Lehrkräften (ca. 15 %) die an mehreren Musikschulen arbeiten (z.B. unterschiedliche Steuerklassen, Haupt- und Nebentätigkeitsregelungen) inkl. Einsparungen bei Arbeitsmitteln (Laptops, Handys, Mailadressen etc.)
  • Gesamtstädtische Steuerung für einen chancengleichen Zugang zu Musikschulangeboten und Sicherstellung gleicher Lebensbedingungen der Bürger*innen in den Bezirken
  • Schaffung von einheitlichen Verwaltungsabläufen für den Bürger/die Bürgerin inklusive einheitlicher Entgelte,
  • Für eine zu erwartende Verstärkung der Kooperation mit Schulen, die aktuell durch die unterschiedliche Zugehörigkeit der Institutionen (Musikschule Bezirk / Schule Land) behindert, z.T. verhindert wird.44
Test Alt
Offene Probe

Auch nicht-mitwirkende Zuhörer:innen sind herzlich willkommen.

Eine aktive Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. 

Alle Berliner Amateurmusiker:innen sind herzlich eingeladen, an der Offenen Probe am Samstagabend teilzunehmen. 

Exklusiv für den Orchestertreff werden der zweite und vierte Satz der 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven so arrangiert, dass auch Musiker:innen mit unterschiedlichen Zupfinstrumenten, Akkordeon und anderen im Original nicht besetzten Instrumenten mitspielen können. 

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmer:innen Ensemble-Erfahrung mitbringen. 

Iván Fischer

ist Ehrendirigent des Konzerthausorchesters und als einer der visionärsten Musiker unserer Zeit bekannt.

Er war Chefdirigent des National Symphony Orchestras in Washington, Opéra National de Lyon und des Konzerthausorchesters Berlin, letzteres hat ihn zum Ehrendirigent ernannt. Ebenso ist er Honorary Guest Conductor des Royal Concertgebouw Orchestra, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet.  

Bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR und dem New York Philharmonic Orchestra ist er regelmäßig zu Gast.

Nach einigen Gastauftritten in internationalen Opernhäusern, entschied er sich auch bei der Oper für einen Reformweg und gründete die Ivan Fischer Opera Company, mit der er unabhängige Opernproduktionen verwirklicht. Seit 2004 ist Iván Fischer auch als Komponist tätig, er schreibt meist vokale Musik mit kleinen Instrumentalensembles. 

Iván Fischer wurde 2013 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt und ist Ehrenbürger von Budapest.

Noten
Hier finden Sie alle Noten für die offene Probe. Bitte bringen Sie sich Ihre Noten selbstständig, ausgedruckt und vorbereitet mit.
 
4. Satz
Zeit und Ort

Samstag, 28. September

18.30 bis 20 Uhr

Landesmusikakademie Berlin
Foyer des FEZ-Berlin

Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin