Berliner Resonanzen Ausgabe vom 04.Dezember 2023

In der Ausgabe vom 04. Dezember erfahren Sie im Interview mit Katharina Bäuml, OPUS KLASSIK-Preisträgerin 2023, Gründerin und musikalische Leiterin des Ensembles „Capella de la Torre“,  warum die Alte Musik alles andere als überholt ist. Weitere Themen: Die LMR-Generalversammlung im November mit Präsidiumswahl und der Aufnahme neuer Mitglieder. Außerdem blicken wir auf wunderbare musikalische Ereignisse zurück: Darunter die Herbstkonzerte des Landesjugendorchesters Berlin und des Berliner JugendJazzOrchesters , das Abschlusskonzert unseres vielbeachteten Projekts „Förderung junger Ensembleleiter:innen“ sowie der 38. Berliner Jazztreff.

Instrument des Jahres 2024: Tuba

Die Tuba ist Instrument des Jahres 2024

Es ist soweit: Das tiefste Blech ist an der Reihe; die Tuba wird das Instrument des Jahres 2024!

Die Tuba wurde 1835 für eine satte Basslage in Militärkapellen vom „Kammermusikus Wilhelm Wieprecht und dem Hof-Instrumentenmacher Johann Gottfried Moritz zu Berlin“ erfunden.

Dort hörte sie wenig später auch der durchreisende Komponist Hector Berlioz und war hingerissen: Der Effekt, den eine große Zahl Basstuben in einer Militärkapelle mache, sei jenseits jeder Vorstellung. Richard Wagner begegnete dem Instrument in der Pariser Werkstatt des Saxophon- Erfinders Adolphe Sax, weitere Komponist:innen folgten.

Obwohl noch vergleichsweise jung, ist die Tuba heute selbstverständlicher Bestandteil der Musiklandschaft. Sowohl in großen sinfonischen Orchestern, als auch in Blasmusikensembles ganz unterschiedlicher Stilrichtungen sorgt sie mit ihrem tiefen und voluminösen Ton für das Fundament des Blechsatzes, übernimmt als Bassinstrument oft auch eine rhythmische Funktion. Tritt sie solistisch hervor, geht es meist um dunkle Vorahnungen, bösartige Kreaturen oder groteske Situationen. Dies steht allerdings im deutlichen Gegensatz zu den entspannten und freundlichen Tubist:innen, die Ihnen in jeglichen musikalischen Formationen begegnen werden.

Erkunden Sie mit uns die Tiefen der Tuba!

In Berlin hat Fabian Neckermann die Schirmherrschaft übernommen. Fabian Neckermann ist Solo-Tubist im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Dozent an der Internationalen Musikakademie Anton Rubinstein. Mit seinem aus drei Tuben bestehenden Ensemble „Trio 21meter60“ wurde er im Jahr 2022 mit dem OPUS KLASSIK ausgezeichnet.

Fabian Neckermann: „Die Tuba als größtes und tiefstes Blechblasinstrument hat nicht nur eine fundamentale Bedeutung im Orchester, sondern kann auch wunderbar solistisch brillieren und wird absolut unterschätzt. Übertragen sich die Schwingungen der Lippen auf die Tuba und entlocken dem Instrument so einen Klang, ist man im wahrsten Sinne des Wortes tiefenentspannt! Klingt verlockend? Probier‘s aus!“

 

Das Projekt Instrument des Jahres

Seit 2008 wird durch die Landesmusikräte der teilnehmenden Bundesländer jedes Jahr ein Instrument des Jahres gekürt und zwölf Monate in den Fokus gestellt. Jedes Bundesland beruft eigene Schirmherr:innen und hat seine eigene Vorgehensweise, um das länderübergreifende Ziel zu erreichen: Neugier und Aufmerksamkeit auf die vielen Facetten der Tuba zu lenken.

Nähere Informationen zu den weiteren teilnehmenden Ländern erhalten Sie von den zuständigen Landesmusikräten. Siehe hierfür die folgende Liste:

 

Baden-Württemberg
Schirmherr: Wulf Wager
www.lmr-bw.de

 

Bayern

Tuba Team Bayern (alphabetisch):

Stefan Ambrosius, Christina Birner, Frank Feulner, Florian Hatzelmann, Andreas Martin Hofmeir, Herbert Hornig, Jutta Keeß, Matthias Raggl, Steffen Schmid, Stefan Tischler, Heiko Triebener

www.bayerischer-musikrat.de

 

Berlin

Schirmherr: Fabian Neckermann

Pressekonferenz: 11.01.2024, 11 Uhr; im Musikinstrumentenmuseum am Kulturforum
Zur Anmeldung: https://www.survio.com/survey/d/PK-Tuba-Jahr-2024

Tubafest Berlin: 9.-12. Mai 2024 (in Kooperation mit dem Deutschen Tubaforum e.V.)

www.landesmusikrat-berlin.de

 

Brandenburg
www.landesmusikrat-brandenburg.de

 

Bremen
www.landesmusikrat-bremen.de

 

Hamburg
Schirmherr: Philipp Westermann
www.lmr-hh.de

 

Hessen
www.landesmusikrat-hessen.de

 

Niedersachsen

Botschafter: Andreas Martin Hofmeir

Sowohl das Landesjugendblasorchester als auch das Landesjugendjazzorchester „Wind Machine“ werden bei Ihren Arbeitsphasen einen besonderen Fokus auf die Tuba richten. Zudem sind mehrere Kurse und Workshops mit renommierten Dozent:innen in Kooperation mit dem Deutschen Tubaforum e.V. für Tuba und tiefes Blech geplant.

www.lmr-nds.de

 

Rheinland-Pfalz
Schirmherr: Roland Vanecek
www.lmr-rlp.de

 

Saarland
Schirmherr: David Polkinhorn
www.lmr-saar.de

 

Sachsen
Schirmherr: Prof. Jörg Wachsmuth, Kammervirtuose

Workshop I, Zielgruppe Tubisten aus Laienorchestern Sachsens

Termin: 16.-18.08.2024 in der Landesmusikakademie Sachsen

mit Abschlusskonzert zum Dresdner Stadtfest

Workshop II, Zielgruppe Musikpädagog:innen/ Schüler:innen

Termin: 30.08.-31.08.24 in Dresden, Kraftwerk Mitte mit Abschlusskonzert

Konzert am 24.11.24 in der Hochschule für Musik Dresden mit Riesentuba (UA). dem Melton Tuba Quartett und der Dresdner Bläserphilharmonie

 www.saechsischer-musikrat.de

 

Schleswig-Holstein
Botschafter: Jörgen Roggenkamp, Philharmonisches Orchester Kiel
Pressekonferenz: 11.01.2024, 10:00 Uhr, Schleswig-Holstein-Saal,  Schleswig-Holsteinische Landtag, Kiel

www.instrument-des-jahres.de

 

Thüringen
www.lmrthueringen.de

 

Ansprechpartner:
Franziska Stoff
Generalsekretärin
Tel.: 0163 1745 113

 

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

 

Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de

Bild: Fabian Neckermann, Fotograf: Tobias Epp

Tuba-Logo zum Download: https://kmbshteam.wolkesicher.de/s/ogomgiWLk2DdtAe

—————————-

Franziska Stoff
Generalsekretärin

Landesmusikrat Berlin e.V.
Karl-Marx-Str. 145, 12043 Berlin
Tel. +49 163 1745 113

www.landesmusikrat-berlin.de


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Generalversammlung Landesmusikrat Berlin

Für Musik sorgen

Präsidentin Hella Dunger-Löper im Amt bestätigt / Fortsetzung des Engagements für die Instrumentale Amateurmusik / Goldene Ehrennadel verliehen / Erweiterung von Präsidium und Mitgliedern

Mit der Kampagne zur Amateurmusik machte der Landesmusikrat Berlin e.V. in den vergangenen Monaten auch auf die gesellschaftliche Bedeutung der Amateurmusik aufmerksam. Mit Beschluss der Generalversammlung am 21. November 2023 wird dieses Engagement im kommenden Jahr besonders mit Blick auf die Instrumentale Amateurmusik fortgesetzt, die im Land Berlin noch nicht gefördert wird.

In der Generalversammlung wurde Dr. Adelheid Krause-Pichler in Anerkennung ihrer jahrzehntelangen ehrenamtlichen Mitwirkung im Landesmusikrat Berlin e.V. die Goldene Ehrennadel verliehen.

Das Präsidium des Landesmusikrats Berlin e.V. wurde neu gewählt: Hella Dunger-Löper wurde als Präsidentin ebenso wie die Vizepräsident:innen Prof. Dr. Dörte Schmidt (UdK Berlin) und Ralf Sochaczewsky (Chorverband Berlin) im Amt. bestätigt. Neuer Schatzmeister wird Andreas Köhn (ver.di).

Der Beirat des Landesmusikrats Berlin e.V. wurde erweitert, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Wiedergewählt wurden als Beisitzer: Ina Finger, Carl Parma (Bundesverband Musikunterricht), Joachim Litty, Olaf Kretschmar (Berlin Music Commission) und Markus Wenz. Neu hinzu kommen Camille Buscot (IG Jazz), Chris Berghäuser (Landesmusikakademie), Martin Kühner (Unisono), Geraldine Hepp (Karneval der Kulturen) und Prof. Anita Rennert (Julius Stern Institut).

Weiterhin wurden neun neue Mitglieder in den Landesmusikrat Berlin e.V. aufgenommen:

  • Al Farabi Musikakademie e.V.
  • Arabische Musikinitiative Berlin e.V.
  • ArtSalon IMP gUG
  • Europäischer Freundeskreis des Julius-Stern-Instituts der UdK Berlin e.V.
  • Joel Betton
  • Freunde der Joseph Schmidt Musikschule e.V.
  • Karneval der Kulturen / Piranha Arts AG
  • Louis Lewandowski Festival / Verein der Freunde des Synagogal Ensemble Berlin e.V.
  • Neue Musik für Alle e.V.

 

Die Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, Hella Dunger—Löper, sagt: „Ich freue mich, dass es wieder gelungen ist, den Landesmusikrat in die Berliner Stadtgesellschaft hinein zu öffnen und auf diese Weise die ganz unterschiedlichen Facetten des Berliner Musiklebens weiter zu integrieren.“

Weitere Informationen und Kontakt:

Franziska Stoff

Generalsekretärin

/ 0163 1745 113

 

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände des Berliner Musiklebens ein. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de

Verwandte Klänge. Mandoline und Baglama

Verwandte Klänge

In der Reihe „Mandoline & global friends“ trifft der Mandolinist Ulli Bartel auf den Baglama-Spieler Ali Asik. Konzert am 21. 11. 2023 in der UfaFabrik

Die Baglama, auch unter dem Namen Saz bekannt, muss heute nicht mehr erst vorgestellt werden. Das prominenteste Zupfinstrument in der türkischen Musik war „Instrument des Jahres 2013“ und hat sich mittlerweile fest im Musikleben Berlins etabliert. Kaum ein Instrument ist in so vielen Kontexten präsent: In der traditionellen Kunstmusik ebenso wie in der Volksmusik. Als Lied-Begleitinstrument, aber auch in der Pop- und Rockmusik. Nicht nur am Konservatorium für türkische Musik Berlin (BTMK) kann die Baglama studiert werden: An der Universität der Künste Berlin ist es seit 2014 möglich, Musik auf Lehramt mit dem künstlerischen Hauptfach Bağlama zu belegen.

Ali Asik, geboren und aufgewachsen in Berlin, entdeckte die Baglama mit dreizehn Jahren und erhielt intensiven Unterricht im Neuköllner Saz-Haus von Kenan Bayram. Schon als Jugendlicher wurde er für sein Baglama-Spiel mehrfach ausgezeichnet. Seine Studien setzte er in Istanbul fort, wo er seine ersten Alben aufnahm und mit bekannten Musiker:innen auftrat. Inzwischen lehrt Ali Asik Baglama am BTMK.

Ulli Bartel, aufgewachsen in Hamburg, studierte am Berklee College of Music in Boston, Massachusetts. Als Mandolinist und Violinist machte er sich einen Namen in der Jazzszene. Zu den Formationen, mit denen er auftritt, gehört der Hot Club of St Pauli, das von ihm gegründete Ulli Bartel Quartett, das Allan Praskin Quartett und diverse Duos. Er unterrichtet an der Musikschule Paul Hindemith, Neukölln und komponiert Filmmusik.

Die beiden Musiker treten zum ersten Mal gemeinsam auf und begreifen das Konzert als musikalischen Dialog unterschiedlicher Genres und Kulturen.

Eine Kooperation des Landesmusikrat Berlin mit dem Konservatorium für türkische Musik Berlin (BTMK) und der ufaFabrik. Gefördert von der Lotto-Stiftung Berlin.

Dienstag. 21.11. 2023, 19 Uhr in der ufaFabrik Berlin. Victoriastr. 10-18. 12105 Berlin-Tempelhof

Kartenvorverkauf: https://www.ufafabrik.de/de/node/21235/booking

 

Ansprechpartner:
Carsten Jung
Projektleiter Mandoline & global friends
Tel.: 0157 354 137 65

 

Seit 2008 küren die Landesmusikräte in Deutschland jedes Jahr gemeinsam ein „Instrument des Jahres“. Jedes Bundesland beruft eine eigene Schirmherrin oder einen eigenen Schirmherrn und entwickelt ein eigenes Programm, um das länderübergreifende Ziel zu erreichen: die vielen Facetten des Instruments des Jahres bekannt zu machen. 2023 ist das „Instrument des Jahres“ die Mandoline. Der Landesmusikrat Berlin e.V. hat diese Idee erweitert zu „Mandoline & global friends“, um die Vielfalt und Internationalität der Berliner Musikszene zu zeigen. Schirmherr des Berliner Programms ist der bekannte Mandolinist Avi Avital.

 

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Abschlusskonzert junge Ensembleleiter:innen

Klingt richtig gut!

Mehr als achtzig musikbegeisterte Schüler:innen nehmen in diesem Jahr am Programm „Förderung junger Ensembleleiter:innen“ teil, einem Projekt, das der Landesmusikrat Berlin e.V. in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung im Jahr 2018 initiiert hat. Das Ziel: Nachwuchsförderung im Bereich der musikalischen Bildung. Unter Anleitung erfahrener Dozent:innen erproben sich die Jugendlichen im Dirigieren. Ob Chor, Orchester, Big Band oder Drums & Impro: Die Kurse regen viele Jugendliche dazu an, selbst Musiklehrer:in zu werden. Ihre Begeisterungsfähigkeit und ihr Können zeigen sie im Abschlusskonzert am 12. November um 18 Uhr im großen Konzertsaal der Universität der Künste Berlin.

Es sind drei intensive Probewochenenden für die Jugendlichen. Vermittelt werden ihnen nicht nur die Grundlagen des Dirigierens, sondern auch Methodik und Probenplanung, Vertiefung musikalischer Fähigkeiten, Erweiterung der Repertoire- und musiktheoretischer Kenntnisse: Wer teilnimmt, spielt mindestens ein Instrument und kann Noten lesen. Die Jugendlichen bilden die Ensembles, die sie abwechselnd leiten, aus ihren eigenen Reihen. Ein anspruchsvolles Pensum. Doch auch musikpädagogische Studiengänge stellen komplexe Anforderungen an Studierende. Jugendliche für genau diese Studiengänge zu interessieren, steht im Fokus des Programms, das inzwischen auch mediale Aufmerksamkeit gefunden hat. „Ein grandioses Projekt“ befand die Süddeutsche Zeitung in einer umfangreichen Reportage. Auch der Tagesspiegel berichtete über das musikpädagogische Angebot, das Jahr für Jahr mehr Anmeldungen verzeichnet.

Nach den Kursen entscheiden sich viele Teilnehmende für ein Lehramtsstudium im Bereich Musik. Die Jugendlichen sind gefragt: Schon jetzt ist der Mangel an Lehrkräften im Bereich Musik dramatisch, mit dem Renteneintritt zahlreicher Musiklehrer:innen in naher Zukunft wird er sich weiter verschärfen. „Wir freuen uns, dass das Projekt Förderung junger Ensembleleiter:innen“ wesentlich dazu beiträgt, junge Menschen für musikpädagogische Berufe zu begeistern“, so Bildungssenatorin Marianne Günther-Wünsch. Die Senatorin wird das Abschlusskonzert eröffnen. Das Programm ist so vielfältig wie die musikalischen Interessen der Jugendlichen selbst: Big Band – Standards, Chormusik, klassische Sinfonik und neue Kompositionen für Drums – das Publikum erwartet eine Reise durch musikalische Genres, Stile und Epochen.

Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Chefdirigenten und künstlerischen Leiters des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (rsb) Vladimir Jurowski.

Abschlusskonzert junger Ensembleleiter:innen

Sonntag, 12.11.2023

18:00 bis 20 Uhr

Konzertsaal der UdK, Hardenbergstraße 33, 10623 Berlin

Der Eintritt für diese Veranstaltung ist kostenfrei! Lediglich eine Anmeldung unter folgendem Link ist nötig:

https://www.survio.com/survey/d/Anmeldung-Abschlusskonzert-Foerderung-junger-EnsembleleiterInnen-2023

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de

Berliner Resonanzen Ausgabe vom 12. Oktober 2023

In der Ausgabe vom 12. Oktober erwartet Sie ein Interview mit Senator Joe Chialo. Außerdem können Sie lesen, wie sich der Landesmusikrat die letzten Wochen politisch eingesetzt hat. Auch zu Projekten wie „Shakespeare in Concert“, dem Berliner Jazztreff, Förderung junger Ensembleleiter: innen und vielen mehr können Sie Einiges erfahren. Eine Übersicht zu den nächsten anstehenden Terminen können Sie in dieser Ausgabe ebenfalls finden. 

Berliner Resonanzen Ausgabe vom 5. September 2023

In der Ausgabe vom 5. September erwartet Sie ein Gespräch mit Sonia Simmenauer, in der die Besonderheiten des Instruments des Jahres „Mandoline“ beleuchtet werden. Außerdem erhalten Sie Einblicke in die Projekte des Landesmusikrats. Darunter das Landesjugendorchester, welches zum 1.Mal mit seinem Partnerorchester der Deutschen Oper spielte. Zudem können wir uns über 2 neue Räume freuen und über die Arbeit zur Förderung der Gerechtigkeit für Amateurmusik.  

Mehr Details dazu erfahren Sie hier.

Berliner Resonanzen Ausgabe vom 14. Juli 2023

In der Ausgabe vom 14. Juli erwartet Sie ein Interview mit Professor Mazda Adli. Dabei beschreibt er unter anderem den Einfluss von Musik auf das menschliche Gehirn.

Außerdem können Sie lesen, wie sich der Landesmusikrat die letzten Wochen politisch eingesetzt hat. Auch zu Projekten wie Jugend musiziert, Instrument des Jahres „Mandoline und global friends“, „Singende Schulen“ und vielen mehr können Sie Einiges erfahren.

Eine Übersicht zu den nächsten anstehenden Terminen können Sie in dieser Ausgabe ebenfalls finden. Einfach hier klicken.

Amateurmusik fördern

24.08.2023

Gerechtigkeit für die Amateurmusik!

Amateurmusik stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Doch es mangelt an Räumen und Budgets. Mit zwei großen Veranstaltungen und einer Kampagne setzt sich der Landesmusikrat Berlin e.V. für bessere Bedingungen ein. Mit prominent besetzten Podien, viel Musik und Gesprächen beim Jour fixe „Musik und Stadt“ am 5. September bei ALEX Berlin und auf dem „Symposion Amateurmusik“ am 8. September in der Universität der Künste Berlin

Von wegen Privatvergnügen: Amateurmusiker:innen bereichern die Gesellschaft. Mit immerhin 19 % der Bevölkerung in Deutschland stellen sie eine große zivilgesellschaftliche Gruppe dar. Doch was sie der Gesellschaft schenken, ist noch immer nicht hinreichend bekannt. Dabei ermittelte eine 2022 erstellte bundesweite Befragung von Landesmusikrat und Partnern höchste Zustimmungswerte zu den Aussagen: „Gemeinsames Musizieren wirkt positiv gegen sozialen Stress, Isolation und Einsamkeit“ und „Amateurmusikensembles fördern den sozialen Zusammenhalt.“ Aussagen, die auch durch wissenschaftliche Studien längst belegt sind. Wie kann es sein, dass angesichts solcher Wirksamkeit dem gemeinsamen Musizieren außerhalb des Berufs nicht dieselbe Wertschätzung zukommt wie etwa Sportvereinen?

Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin e. V.:

„Amateurmusik wird heute immer noch nicht als wesentlicher Teil zivilgesellschaftlicher Aktivitäten betrachtet. Das müssen wir ändern. Deshalb müssen wir – die wir uns für Musik für alle engagieren – deutlich machen, dass Amateurmusik ein unverzichtbarer Teil unserer Zivilgesellschaft ist, dass er wertgeschätzt werden muss und dass er deshalb auch unterstützt und gefördert werden muss: unter anderem durch eine Gleichstellung mit dem Breitensport und durch entsprechende finanzielle und räumliche Ressourcen. Auch die frühzeitige Hinführung zur Musik durch Kita und Schule ist unverzichtbar.“
Die Zeit drängt: Denn die Rahmenbedingungen für Amateurensembles verschlechtern sich rasant. Explodierende Raummieten und der Mangel an Probenräumen gefährden die Existenz der Ensembles. Berufsmusiker:innen, die mit Amateur:innen arbeiten, können nicht angemessen honoriert werden. Die Kosten für Notenmaterial und Instrumente steigen.“

Zu den Handlungsempfehlungen des Landesmusikrats Berlin e.V. gehören:

1: Öffnung kommunaler Räume in Schulen und Behörden für Proben von Amateurensembles, und zwar unentgeltlich.
2: Schaffung eines Fonds zur strukturellen Förderung instrumentaler Amateurmusik, wie es in anderen Bundesländern bereits geschieht.
3: Erhalt unserer Stelle „Raumkoordination“, die eine bisher einzigartige Raumdatenbank erstellt und in Berlin zahlreiche Räume akquiriert hat.

Um das Engagement der Amateurmusiker:innen weiterhin zu gewährleisten, braucht es eine Rückbindung in die Politik. Unsere Kampagne will der Amateurmusik auch in Zukunft Gehör verschaffen. Machen Sie mit!

Weitere Informationen:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/musikpolitik/thank-you-for-the-amateur-music/
https://www.landesmusikrat-berlin.de/musikpolitik/thank-you-for-the-amateur-music/studie/

Ansprechpartnerin:
Franziska Stoff
Generalsekretärin Landesmusikrat Berlin e.V.
E-Mail:

Runder Tisch Musikalische Bildung fordert Verdreifachung der Ausbildungskapazitäten

Berlin, 06. Juli 2023 | Musikunterricht? Was war das noch mal?

Runder Tisch Musikalische Bildung fordert Verdreifachung der Ausbildungskapazitäten, um dem dramatischen Lehrkräftemangel zu begegnen 

Angesichts des sich ständig verschärfenden Personalmangels im gesamten Berufsfeld der musikalischen Bildung berief der Landesmusikrat Berlin e. V. am 6. Juli 2023 den Runden Tisch Musikalische Bildung ein. Per Beschluss fordert das traditionsreiche Gremium eine Verdreifachung der personellen, sachlichen und räumlichen Ressourcen für die Studiengänge des Künstlerischen Lehramts Musik sowie für die Künstlerisch-Pädagogischen Studiengänge.

Die Forderungen lauten konkret:

  • Im Bereich der Künstlerisch-Pädagogischen Studiengänge (Musikschullehrkräfte, KPA) ist eine umgehende Verdreifachung der Studienplätze entsprechend der Vorschläge des Musikschulbeirates unter besonderer Berücksichtigung von Rock/Pop/Jazz sowie Elementarer Musikpädagogik notwendig (>> siehe Anlage).
  • Im Bereich des Lehramtsstudiums Musik müssen folgende Ziele erreicht werden:
  1. Die Studierbarkeit der regulären Studiengänge muss verbessert werden, u.a. durch Einführung des Zwei-Fach-Studiums im Grundschullehramt.
  2. Zusätzlich soll ein Großfach/Doppelfach-Studiengang Musik in Anlehnung an Beispiele in Bayern und Thüringen entwickelt werden (Doppelqualifikation Lehramt Musik/Musikschullehrkraft).
  3. Der bereits entwickelte Quereinstiegs-Master für das Lehramt Musik muss für einen begrenzten Zeitraum deutlich ausgebaut werden.
  4. Außerdem soll die vorhandene Weiterbildung von Neigungslehrkräften für das Fach Musik im Grundschulbereich (Jahreskurs) wieder aufgenommen werden (mindestens zwei Kurse 26 Plätze Jg. 1-3, 26 Plätze Jg. 4-6 pro Jahr).

Notwendig ist für alle Maßnahmen eine Verdreifachung der personellen, sachlichen und räumlichen Ressourcen für die Studiengänge des Künstlerischem Lehramts Musik sowie die Künstlerisch-Pädagogischen Studiengänge (KPA).

Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin e. V. appellierte abschließend an die Verantwortung der Zivilgesellschaft: „Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf musikalische Bildung. Wir sind in der Pflicht, alle dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.“

Kein Musikunterricht an Grundschulen. Musikschulen mit dauerhaft eingeschränktem Angebot. Immer weniger junge Menschen, die sich für ein Lehramtsstudium Musik entscheiden: Was wie eine dramatische Zuspitzung klingt, ist in Berlin bereits Realität.

Die Brisanz der Situation wurde vor Kurzem durch die Vorsitzende der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen bestätigt. Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann, Präsidentin der Hochschule für Musik Theater und Medien Hannover (HMTMH): „Es ist derzeit viel von der Gefahr einer Deindustrialisierung Deutschlands die Rede: Die Demusikalisierung wäre nicht weniger folgenreich für eine gedeihliche Weiterentwicklung der Zivilgesellschaft. Wir brauchen nicht nur einen Neustart Kultur, sondern ganz dringend einen Neustart der musikalischen Bildung.“

Verursacht wurde der Mangelzustand durch verfehlte hochschulpolitische Entscheidungen, in deren Folge die Attraktivität des Schulmusikstudiums stark gesunken ist. Dazu gehört die Verpflichtung, im Grundschullehramt zusätzlich zur Musik auch Mathematik und Deutsch zu studieren.


Weitere Informationen/Anlagen:

Kleine Anfragen zum Lehramt Musik an der UdK Berlin (Tobias Schulze, Franziska Brychcy):
https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-15747.pdf
https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-13635.pdf

Beschluss des Runden Tisches Musikalische Bildung zur Ehöhung der Studienkapazitäten an der UdK Berlin:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/wp-content/uploads/Lehrkraeftebedarf-Musikschulen.pdf

Beschluss der Kultusministerkonferenz zur Ausbildung von Kunst- und Musiklehrkräften:
https://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2012/2012_12_06-Kunst-und-Musiklehrer.pdf

Lehrkräfteprognose des Berliner Senats (Mai 2023) mit den Zahlen zum fachlichen Einstellungsbedarf in Anlage 3:
https://www.parlament-berlin.de/adosservice/19/Haupt/vorgang/h19-0996-v.pdf

Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Bedarf an Musiklehrkräften an Grundschulen:
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2020/maerz/an-deutschen-grundschulen-fehlen-23000-ausgebildete-musiklehrer-tendenz-steigend

Masterpläne Musikalische Bildung des Landesmusikrats:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/musikpolitik/masterplan-musikalische-bildung/

>> Hier finden Sie die aktuelle Pressemitteilung als PDF.


Ansprechpartnerin:

Franziska Stoff, Generalsekretärin Landesmusikrat Berlin e. V.

Der Landesmusikrat Berlin e.V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de

Test Alt
Offene Probe

Auch nicht-mitwirkende Zuhörer:innen sind herzlich willkommen.

Eine aktive Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. 

Alle Berliner Amateurmusiker:innen sind herzlich eingeladen, an der Offenen Probe am Samstagabend teilzunehmen. 

Exklusiv für den Orchestertreff werden der zweite und vierte Satz der 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven so arrangiert, dass auch Musiker:innen mit unterschiedlichen Zupfinstrumenten, Akkordeon und anderen im Original nicht besetzten Instrumenten mitspielen können. 

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmer:innen Ensemble-Erfahrung mitbringen. 

Iván Fischer

ist Ehrendirigent des Konzerthausorchesters und als einer der visionärsten Musiker unserer Zeit bekannt.

Er war Chefdirigent des National Symphony Orchestras in Washington, Opéra National de Lyon und des Konzerthausorchesters Berlin, letzteres hat ihn zum Ehrendirigent ernannt. Ebenso ist er Honorary Guest Conductor des Royal Concertgebouw Orchestra, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet.  

Bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR und dem New York Philharmonic Orchestra ist er regelmäßig zu Gast.

Nach einigen Gastauftritten in internationalen Opernhäusern, entschied er sich auch bei der Oper für einen Reformweg und gründete die Ivan Fischer Opera Company, mit der er unabhängige Opernproduktionen verwirklicht. Seit 2004 ist Iván Fischer auch als Komponist tätig, er schreibt meist vokale Musik mit kleinen Instrumentalensembles. 

Iván Fischer wurde 2013 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt und ist Ehrenbürger von Budapest.

Noten
Hier finden Sie alle Noten für die offene Probe. Bitte bringen Sie sich Ihre Noten selbstständig, ausgedruckt und vorbereitet mit.
 
4. Satz
Zeit und Ort

Samstag, 28. September

18.30 bis 20 Uhr

Landesmusikakademie Berlin
Foyer des FEZ-Berlin

Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin