Das Horn ist Instrument des Jahres 2015! (22. Dezember 2014)

Mit dem Horn hat der Landesmusikrat Berlin 2015 das vielleicht farbigste Blechblasinstrument zum „Instrument des Jahres“ gekürt. Es kann in der Höhe fast wie eine Trompete klingen, wenn auch nicht so weit tragend und etwas dunkler. In der Tiefe deckt es problemlos den Bassbereich ab und im Bedarfsfall kann es in der Mittellage schmettern, annähernd wie eine Posaune. „Doch sein unverwechselbarer Klang ist der runde, vielfältig modulierbare warme Ton, den so kein anderes Blechblasinstrument aufweist“, erklärt Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin. „Dieser Klang ließ es zum Kernbestand der kammermusikalischen Bläserbesetzungen und des klassischen-romantischen Orchesters werden, zunächst paarweise in der Frühklassik und später als wachsende Horngruppe in der Romantik, ergänzt um seine Vettern, die Tuben.“

Seit 2010 ernennt der Landesmusikrat Berlin in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Schleswig-Holstein ein Instrument zum „Instrument des Jahres“. Im ersten Jahr war dies der Kontrabass, 2011 die Posaune, 2012 das Fagott, 2013 die türkische Langhalslaute, die Bağlama, und 2014 die Bratsche. In einer umfangreichen Projektbroschüre sammelt der Landesmusikrat Veranstaltungen rund um das Instrument des Jahres und veröffentlicht die Konzerte, Vorträge, Meisterkurse und Workshops etc. außerdem auf seiner Website (www.landesmusikrat-berlin.de).

Das Horn soll – wie seine Vorgänger – 2015 in zahlreichen Veranstaltungen ganz unterschiedlichen Formats einem breiten Publikum vorgestellt werden: Durch den Instrumentenbauer, der vom Jagdhorn und Naturhorn über das moderne Ventilhorn bis zum Kinder-Waldhorn seine Instrumente präsentieren wird, in Meisterkursen für angehende Solisten und durch Hospitationen bei Hochschuldozentinnen und –dozenten für interessierte Laien, in Kammermusikabenden oder Konzerten für Horn und Orchester. Das Landesjugendorchester Berlin setzt im Abschlusskonzert seiner Osterarbeitsphase ein Konzert für das Instrument des Jahres auf das Programm. Das Musikinstrumentenmuseum mit Sonderführungen zum Horn wird ebenso eingebunden wie die Musikbibliotheken, die neue Ausgaben von Noten und/oder Literatur zum Horn ausstellen und kleine Konzerte anbieten.

Ein ganz besonderes Highlight zum Horn-Jahr bietet der Berliner Zoo an: In Führungen mit dem Veterinär Dr. Andreas Ochs und der Hornistin der Berliner Philharmoniker, Sarah Willis, erfahren wir, wie aus dem Horn von Tieren ein Instrument entstanden ist und welche Töne man aus ihm hervorbringen kann.

Aufmerksamkeit und Begeisterung für das Horn zu wecken, ihm zu neuer Popularität zu verhelfen, ist das Ziel des Projekts „Instrument des Jahres“. Mit seiner Veranstaltungssammlung, die jetzt in der Broschüre für die erste Jahreshälfte herauskommt, möchte der Landesmusikrat Berlin für die spezifischen Klangfarben, Spieltechniken und Feinheiten des Horns begeistern und neugierig auf mehr machen.

Ab Januar 2015 liegt die Broschüre im Druck vor, Sie erhalten sie bereits jetzt vorab als Datei!

Anlagen:

Pressemitteilung als Download 

Präsidium des Landesmusikrats Berlin für weitere drei Jahre gewählt – Generalversammlung verabschiedet Beschluss zu TTIP-Verhandlungen (25.11.2014)

Dr. Hubert Kolland im Amt bestätigt – Podiumsdiskussion zu den geplanten Handelsabkommen TTIP, CETA und TiSA mit den USA und Kanada

Die Mitglieder des Landesmusikrats Berlin bestätigten in ihrer diesjährigen Generalversammlung am 24.11.2014 im Berliner Abgeordnetenhaus Dr. Hubert Kolland im Amt des Präsidenten, Frau Prof. Dr. Dörte Schmidt als Vizepräsidentin sowie Dr. Adelheid Krause-Pichler als Schatzmeisterin des Landesmusikrats. Die bisherigen Präsidiumsmitglieder Ina FingerJoachim LittyCarl ParmaRalf Sochaczewsky,  Klaus-Jürgen Weber und Markus Wenz wurden ebenfalls als Beisitzer wieder gewählt.

Dr. Hubert Kolland dankte den Präsidiumsmitgliedern für die erfolgreiche Zusammenarbeit und betonte, dass das Präsidium sich auch in der neuen Wahlperiode für die Verbesserung der Musikalischen Bildung in Berlin stark machen werde. „Die Situation ist seit langem unterentwickelt, insbesondere in den Musikschulen“, so Hubert Kolland. „Der vom Senat bewilligte Aufwuchs von 2,5 Mio. Euro war ein positiver Anfang, aber jetzt müssen weitere Schritte folgen, um die Beschäftigungsverhältnisse der Musikschullehrkräfte dauerhaft zu sichern, Wartelisten abzubauen und der Berliner Musikschule eine Zukunftsperspektive zu geben.“

Das geplante Transatlantische Freihandelsabkommen – TTIP stand im öffentlichen Teil der Versammlung zur Diskussion. Sigrid Hupach (MdB, Die Linke), Tabea Rößner (MdB, Bündnis 90/Die Grünen) Prof. Christian Höppner (Generalsekretär des Deutschen Musikrats) und Dr. Hubert Kolland stellten die derzeit in Verhandlung stehenden Abkommen TTIP, CETA und TiSA mit Fokus auf die zu erwartenden Auswirkungen für Bildung, Kultur und Wissenschaft vor. CDU und SPD sahen sich nicht in der Lage, eine/n Bundestagsabgeordnete/n in die Diskussionsrunde zu entsenden.

Die Mitglieder der Versammlung positionierten sich nicht prinzipiell gegen ein Freihandelsabkommen, kritisiert wurde aber die Intransparenz von Europäischem Rat und Europäischer Kommission in Bezug auf die Faktenlage.  Die Diskussionsteilnehmer sahen in der „Geheimhaltungspolitik“ einen beispiellosen Eingriff in demokratische Grundrechte.

Die bisherigen Informationen seien besorgniserregend, die aktuelle Zielrichtung der Verhandlungen bedeute eine Gefährdung des Systems öffentlicher Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturförderung in Deutschland. Positivlisten mit den Geltungsbereichen der Abkommen könnten Kultur, Bildung und Wissenschaft sowie die Daseinsvorsorge vor den Folgen der Marktliberalisierung schützen.

In einem einmütig verabschiedeten Beschluss unterstützt die Generalversammlung des Landesmusikrats Berlin die Resolution des Deutschen Musikrats „Veränderung braucht Dialog – Aufruf für den Schutz und die Förderung der Kulturellen Vielfalt in Deutschland“ (18.10.2014) in vollem Umfang.

Anlagen:

 Pressemitteilung als Download

Die Musikbetonte Grundschule wird 40: Der Landesmusikrat Berlin gratuliert! (16. Februar 2015)

Zum Konzert der Musikbetonten Grundschulen in Anwesenheit von Schulsenatorin Sandra Scheeres am Mittwoch, 18. Februar, 18.00 Uhr  in der Philharmonie

Eine Berliner Erfolgsgeschichte feiert ihren 40. Geburtstag: 1975 offiziell als „Schulversuch“ eingeführt, entwickelten sich in Berlin bis heute 15 Grundschulen mit Musikbetonung und wurden damit zum Erfolgsmodell musikalischer Förderung an Schulen, die über den Regelunterricht hinausgeht. Die Musikbetonte Grundschule überstand die zwischenzeitliche Entziehung der rechtlichen Grundlagen durch das neue Schulgesetz 2004 ebenso wie  Kürzungsbestrebungen des Berliner Bildungssenators 2008 und kann auf wissenschaftlich evaluierte Erfolge verweisen.

Entwickelt wurden die Musikbetonten Grundschulen in und für Berlin. Sie beruhen auf der funktionierenden Kooperation zwischen dem Musikunterricht der allgemeinbildenden Grundschule und Instrumentallehrkräften, die in den Stundenplan voll integriert sind. Bei allen Unterschieden zwischen den Schulen im Einzelnen, sind diese weder Eliteschulen für sog. Bildungsbürger-Kinder, noch zielt die besondere musikalische Förderung auf das Schmieden von kleinen Wunderkindern ab. Vielmehr bietet die unentgeltliche Zusatzmusikbetreuung allen Schülerinnen und Schülern kreative Entwicklungsmöglichkeiten, unabhängig von Einkommen und sozialer Herkunft der Eltern. In der Chance, Kinder aus bildungsfernen Schichten und Kinder mit Migrationshintergrund musizierend an unsere Kultur heranzuführen, entsteht die Möglichkeit zu vielfältiger Integration (mit dem Nebeneffekt der Gewaltprävention).

„Gemeinsames Musizieren verlangt Aufmerksamkeit für sich und in der Gruppe. Das schließt Rücksichtnahme auf die anderen ein, damit aus dem Anfang der konzentrierten Stille die gemeinsamen Melodien, Rhythmen und Klänge entstehen“, erklärt Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin. „Damit diese gelingen, ist vielfältige Koordination feiner psychomotorischer Bewegungen erforderlich, gesteuert von Gehör und Verstand, was viel Übung braucht, alleine und zusammen. Wenn diese Haltung und Erfahrung zur Gewohnheit werden und Erfolge bringen, dann macht Musik Spaß, und das womöglich ein Leben lang, die eigene Persönlichkeit und die der Mitmenschen vielfältig bereichernd.“

Der Landesmusikrat Berlin gratuliert den 15 musikbetonten Grundschulen und ebenso auch der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, auf dass sie mit diesem Schatz in Zukunft besonders pfleglich umgehe und diesen vermehren möge, indem endlich auch Charlottenburg-Wilmersdorf seine musikbetonte Grundschule erhält und weitere eingerichtet werden.

Pressemitteilung als Download

147 erste Preise im Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin (23. März 2015)

Mit der festlichen Urkundenvergabe im Konzertsaal Hardenbergstraße der Universität der Künste ging am gestrigen Sonntag der 52. Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin zu Ende. 252 Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten in 24 verschiedenen Kategorien an, von „Blasinstrumente solo“ über „Duo Kunstlied“ bis „Interkulturelle Perkussion“. 147 erhielten einen ersten Preis, 87 einen zweiten und 18 einen dritten. 71 junge Musikerinnen und Musiker wurden zum Bundeswettbewerb weitergeleitet, der vom 22. bis 28. Mai in Hamburg stattfindet.
Den traditionsreichen Sonderpreis des rbb-Kulturradios in Form einer CD-Produktion erhielt das Duo Sebastian Mirow (Violoncello) und Antong Zou (Klavier). Weitere Sonderpreise vergaben unter anderem das Julius-Stern-Institut der Universität der Künste, die Carl Bechstein Stiftung und Stage Entertainment.

Die Jugend-Jury, die in diesem Jahr zum zweiten Mal im Einsatz war, bewertete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kategorie „Duo: Klavier und ein Streichinstrument“. Sie verleiht unabhängig von der regulären Jury einen Sonderpreis und fügt damit der professionellen Sicht auf die Teilnehmer den Blickwinkel der Gleichaltrigen hinzu. „Die Mitwirkung der Jugend-Jury ist eine Bereicherung für den Wettbewerb“, meint Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin. „Die Beratungen in der Jury sind hinsichtlich der künstlerischen Ernsthaftigkeit und pädagogischen Einschätzung durchweg mit der Arbeit der ‚Haupt-Jury’ vergleichbar.“

Pressemitteilung als Download

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin mit einer Uraufführung im Konzerthaus und erstmalig mit einem weiteren Konzertprogramm in der Akademie der Künste (27. April 2015)

Samstag, 2. Mai 2015, 20 Uhr, Werner-Otto-Saal, Konzerthaus Berlin
Freitag, 8. Mai 2015, 20 Uhr, Akademie der Künste, Studio, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Die Hochzeit von Himmel und Hölle, jene fantastisch mystische Dichtung von William Blake um 1800, inspirierte den in Berlin lebenden britisch-chinesischen Komponisten Jeffrey Ching (*1965) zu seinem „Celestial-Infernal Grand Nuptial Rite“. Dessen Uraufführung präsentiert das Landesjugendensemble Neue Musik am 2. Mai im Konzerthaus. In sieben ineinander übergehenden Sätzen, deren Titel William Blakes Dichtung entstammen, formt Ching musikalisch und dramaturgisch eine äußerst subtile und feingliedrige Szene. Die zwei professionellen SolistInnen und das Orchester gehen raffiniert eine enge klangliche Partnerschaft ein. „Die jugendlichen Orchestermitglieder improvisieren nach feinsten Vorgaben den gesamten Begleitpart in einer Art ritueller Grundhaltung, korrespondieren mit den Solostimmen und untereinander dabei stets.“, beschreibt einer der beiden künstlerischen Leiter des Ensembles, Gerhard Scherer, das neue Werk Chings. „Das Arbeiten mit dem vorgelegten Material und der geforderten konzentriert-ritualisierten Darstellungsweise sowie mit dem Background der verstörend-faszinierenden Denkungsart eines William Blake zusammen mit dem bedeutenden Komponisten Ching kann durchaus als eine herausragende Jugendarbeit angesehen werden. Grenzen werden rundum negiert und unnötig, Hierarchie stellt sich nicht ein.“

Auf dem Programm steht außerdem „Goldberg spielt“ (2000) von Moritz Eggert (*1965). Moritz Eggerts Werk ist natürlich eine Auseinandersetzung mit Johann Sebastian Bachs Goldberg Variationen von 1741. Geschrieben für den Grafen Keyerlinck, ließ dieser den Cembalisten Johann Gottlieb Goldberg die Variationen zur Unterhaltung seiner schlaflosen Nächte spielen. Ensembleleiter Jobst Liebrecht über das Werk Eggerts: „Diesem „Heiligtum“ der Musik nähert sich der Komponist mit Liebe und Ehrerbietung, jedoch jederzeit frei und unkonventionell. Mit der gehörigen Chuzpe behauptet er seine eigene Tonsprache, die von der ersten Variation an sich auf das Material der Bach-Variationen sozusagen stürzt. Insbesondere auch die Trennung zwischen E und U hat Moritz Eg­gert nie akzeptiert, seine Musik unterhält jederzeit und ist ernst gleichermaßen.“

Erstmalig präsentiert das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin in diesem Jahr Preis­träger des Landeswettbewerbs Jugend musiziert Berlin, die sich besonders durch die Beschäf­tigung mit Werken der Neuen Musik ausgezeichnet haben. Dabei finden sich Eigenkomposi­tionen, Stücke aus der „klassischen“ Phase der Neuen Musik, interessante Bearbeitungen und ungewöhnliche Instrumentenkombinationen.

 * * * * *

Auf Einladung der Akademie der Künste spielt das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin am8. Mai zum ersten Male ein Konzert im Studio am Hanseatenweg. Der revolutionäre Aufbruch in den 1960/70er Jahren, wie ihn die Ausstellung KUNST FÜR ALLE der Akademie der Künste thematisiert, erfasste auch die Musik jener Zeit. Es entstanden Gruppen und Konzepte, die Musik und Politik neu verknüpften. Ihr Aktionsfeld war die Straße, waren Demonstrationen, Protestveranstaltungen, Feste; ihr Terrain ein demokratisiertes Kunstverständnis, jenseits des bürgerlichen Konzertsaals, mit offenen Zugangsschleusen für Improvisation, Jazz, Arbeiterlieder, Folklore. „Musik für alle“ setzt einige der damaligen Entwicklungen wieder in Betrieb.

Unter der Leitung der beiden künstlerischen Leiter Gerhard Scherer und Jobst Liebrecht spielt das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin zwei anspruchsvolle, spannende Programme:

Samstag, 2. Mai 2015, 20 Uhr, Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal

Programm:

Reinhard Lippert (*1951): URBA MEDI (2015) | Sebastian Lange, Saxophon; Jara Elena Egen, Harfe

Marek Pasieczny (*1980): Scintilla: After Arvo Pärt (2012) | Annemarie Müskes, Gitarre

Jeffrey Ching (*1965): Celestial-Infernal Grand Nuptial Rite für Mezzosopran, Violoncello und Begleitung ad libitum (2013/14 – Uraufführung) | Andión Fernández, Mezzosopran; Matias de Oliveira Pinto, Violoncello

Otto Ketting (*1935): Intrada (1958) | Moritz Beyer, Trompete

Jonas Kämper (*1998): Contrasts (2012) | Jonas Kämper, Querflöte

Moritz Eggert (*1965): Goldberg spielt für Klavier und Ensemble (2000) | Jonas Harksen, Piano

Freitag, 8. Mai 2015, 20 Uhr, Akademie der Künste, Studio, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Programm:

Hanns Eisler (1898-1962): Suite für Orchester Nr. 3 op. 26 aus der Musik zum Film „Kuhle Wampe“ (1931)

Louis Andriessen (*1939): Workers Union, symphonic movement for any loud-sounding group of instruments/for variable ensemble (1975)

Aus dem Repertoire des Sogenannten Linksradikalen Blasorchesters (1976-1981):

–       Rolf Riehm/Peter Paul Zahl: Der Anwalt des Schreckens (1977)

–       Heiner Goebbels/nach einem Interviewtext mit Michael Kühnen: Ohne dass ich sagen würde, ich bin der neue Führer (1980)

Bennet von Knobloch-Droste, Sprecher

Francesco Filidei (*1973): I funerali dell’anarchico Serantini, Version für sechs Spieler (2006)

Pressemitteilung als Download

ausführliche Informationen zum Konzert am 02.05.2015 im Konzerthaus

ausführliche Informationen zum Konzert am 08.05.2015 in der Akademie der Künste

30 erste Preise für Berlin (1. Juni 2015)

Hervorragende Ergebnisse für Berliner Teilnehmer beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“

30 junge Berlinerinnen und Berliner kehrten mit einem 1. Preis vom diesjährigen Bundes­wettbewerb „Jugend musiziert“ zurück, der am Donnerstag in Hamburg zu Ende ging. Insge­samt hatten sich 90 Musikerinnen und Musiker aus der Hauptstadt für die dritte und letzte Runde des Wettbewerbs qualifiziert; 20 von ihnen erhielten einen 2. Preis, 24 einen 3. Preis. Das bedeutet, dass sich rund 82 Prozent der teilnehmenden Berliner Jugendlichen Bundespreise erspielten.

2.500 junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland sowie aus deutschen Schulen im Ausland waren nach Hamburg gereist. In diesem Jahr waren unter anderem die Katego­rien „Blasinstrumente solo“, „Zupfinstrumente solo“, „Klavier und ein Streichinstrument“, „Duo Kunstlied“ und „Musical“ ausgeschrieben; erstmals stand die in Berlin bereits seit langem etablierte Kategorie „Bağlama“ – die türkische Langhalslaute – auf dem Programm.

„Die vielfältigen, durchweg hochkarätigen Leistungen der Kinder und Jugendlichen, die sich in ihren Wertungsspielen von insgesamt rund 170 renommierten Jurorinnen und Juroren bewerten und anschließend beraten ließen, zeigten eindrucksvoll, dass die Beschäftigung mit Musik auf so hohem Niveau viel Spaß machen kann“, meint Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin.

Das traditionelle Berliner Bundespreisträger-Konzert, in dem sich ausgewählte Teilnehmer des Wettbewerbs der Öffentlichkeit vorstellen, findet am Samstag, 11. Juli 2015, um 17 Uhr im Roten Rathaus statt.

Nach dem Bundeswettbewerb ist auch vor dem nächsten: Der 53. Bundeswettbewerb „Ju­gend musiziert“ wird vom 13. bis 20. Mai 2016 in Kassel ausgerichtet werden.

Pressemitteilung als Download

Landesmusikrat begrüßt Kultur- und Bildungsakzente im Haushaltsentwurf 2016/2017 (9. Juli 2015)

Als „einen wichtigen und konsequenten Schritt für die Weiterentwicklung der wachsenden Stadt“ bezeichnet und begrüßt Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin, die verbesserte Kulturförderung und Stärkung von Bildung und Wissenschaft im vom Senat vorgelegten Haushaltsentwurf 2016/2017.

„Mit den sich abzeichnenden Konturen stärkt der Senat u.a. nicht nur die ideelle Bedeutung von Kultur und Bildung für die Ausstrahlung der Stadt nach außen und innen, sondern auch den beträchtlichen Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor dieser Bereiche – darunter durch die überfällige und jetzt deutliche Aufstockung der Mittel für die sog. Freien Szene und die Innovationen in verschiedenen Sektoren.“

Der Landesmusikrat Berlin wünscht viel Erfolg bei den kommenden Haushaltsberatungen im Abgeordnetenhaus!

Pressemitteilung als Download

Im Sinne der Zukunftsfähigkeit der Musikschulen einer wachsenden Stadt besteht Handlungsbedarf (29. September 2015)

Der Landesmusikrat Berlin begrüßt, dass der Senat für Kultur und Bildung bei seiner Haushaltsplanung deutliche Akzente setzt.

Doch in Bezug auf die Musikschulen zeigen die laufenden Haushaltsberatungen, dass die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und die Koalitionsparteien bislang nicht gewillt sind, deren notwendige Stabilisierung und Entwicklung wirkungsvoll zu befördern, obwohl der jüngste „Leistungs- und Qualitätsbericht Musikschulen“ der zuständigen Senatsverwaltung zu dem Ergebnis kommt:

Hinsichtlich einer besseren strukturellen und personellen Absicherung der Aufgaben und im Sinne der Zukunftsfähigkeit der Musikschulen einer wachsenden Stadt besteht Handlungsbedarf, damit die bildungs- und kulturpolitischen Schwerpunktsetzungen von den öffentlichen Musikschulen auch erfolgreich umgesetzt werden können.“ (Seite 33)

Dieser Handlungsbedarf besteht:

Wie die letzten Jahr(zehnt)e zeigen, schaffen es die Bezirke wegen der Sparpolitik und der Kosten-und Leistungsrechnung, die bezirkliche Anstrengungen eher bestraft als belohnt, alleine nicht, die Lage zu wenden. Senat und Abgeordnetenhaus sind deshalb aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen (wie in anderen Bundesländern die Landesregierungen und Landesparlamente auch) und durch zweckgebundene Kooperation initiierende und steuernde Orientierung über Bezirksgrenzen hinweg zu geben (und auch über alternative Organisationsformen nachzudenken, wie das vom Musikschulbeirat im Sommer dieses Jahres angeraten worden ist). Dies ist umso wichtiger, da die wachsende Stadt auch die Musikschulen vor neue Herausforderungen stellt.

In Bezug auf die derzeitigen Haushaltsberatungen 2016-2017 sind folgende Maßnahmen angezeigt:

Darüber hinaus ist ein Berliner Entwicklungsplan für die Musikschulen entsprechend den Beschlüssen des Musikschulbeirates und des Masterplans Musikschule des Landesmusikrats überfällig.

Pressemitteilung als Download

Horn – Instrument des Jahres 2015: Mit Zooführung und Tag des Horns in die 2. Jahreshälfte (13. August 2015)

Veranstaltungen in Berlin mit und für Horn September – Dezember 2015 unter www.landesmusikrat-berlin.de

Druckfrisch liegt der neue Veranstaltungsflyer des Landesmusirkat-Projektes jetzt vor und präsentiert Konzerte und Veranstaltungen rund um das Horn. Zu den Höhepunkten des Hornjahres gehören zwei besondere Highlights:

Nachdem die Sonderführung „Tierische Töne“ im Mai so erfolgreich war, wird sie Anfang Oktober gleich an zwei Tagen wiederholt (3. und 4. Oktober). Wie das Horn des Tieres beschaffen ist, warum es sich hervorragend zur Klangerzeugung eignet und wie es sich durch die Jahrhunderte seiner Entwicklung zum modernen Blechblasinstrument wandelte, erzählen und demonstrieren an Ort und Stelle im Berliner Zoo der Veterinär Dr. med. vet. Andreas Ochs und die Hornistin der Berliner Philharmoniker, Sarah Willis. Ein einmaliges Erlebnis und „tierisches“ Vergnügen mit vielen Hörnern zum Ausprobieren und Zuhören! Die Anmeldung zu den Führungen ist notwendig unter 

Der Tag des Horns des Landesmusikrats am 31. Oktober  (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, Marstall) steht in diesem Jahr im Zeichen der Musikpädagogik, des Hornunterrichts – vor allem an der Musikschule: Hornpädagoginnen und –pädagogen können sich in der Diskussionsrunde am Round Table über Formen des Unterrichtens und Horn-spezifische Schwierigkeiten austauschen, Publikum ist hierzu herzlich willkommen. Ihre Schülerinnen und Schüler erproben sich und ihr Instrument im gemeinsamen Workshop und erhalten Tipps von den angehenden Profis, den Hochschulstudent/innen. In der offenen Masterclass unterrichtet die Schirmherrin des Projekts und renommierte Horn-Pädagogin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, Prof. Marie-Luise Neunecker. Junge Hornschüler/innen und ihre Lehrer/innen treffen Student/innen und  Dozente/innen, tauschen sich aus, hören einander zu und musizieren miteinander. Dabei wird das Horn immer im Mittelpunkt stehen – bis zur gemeinsamen Horn-Session mit dem bekannten russischen Jazzhornisten  Arkadyi Shilkloper.

Ausblick: Die Harfe wird Instrument des Jahres 2016

Der Landesmusikrat Berlin hat die Harfe zum Instrument des Jahres 2016 ernannt. Die Schirmherrschaft über das Projekt hat Prof. Maria Graf übernommen. Maria Graf begann mit elf Jahren das Harfenspiel innerhalb der musikalischen Tradition Bayerns. Sie nahm das Harfenstudium bei Prof. Ursula Lentrodt an der Hochschule für Musik und Theater München auf, das sie mit dem Meisterdiplom 1980 abschloss. Sie setzte ihre Studien bei Prof. Pierre Jamet in Paris fort. Maria Graf erhielt den 1. Preis im Fach Harfe beim Hochschulwettbewerb in Trossingen 1980 sowie den Förderpreis des Freistaates Bayern 1984.

Orchestererfahrung sammelte sie bei den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celibidache und als Soloharfenistin bei den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan. Internationale Preise und Auszeichnungen sowie Auftritte in den meisten europäischen Ländern und in Japan folgten. Vielfältige Solo- und Kammermusikprogramme sowie die Zusammenarbeit mit u.a. dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und den Berliner Philharmonikern begleiten ihre Karriere. Sie ist regelmäßiger Gast bei den Festspielen in Berlin, Salzburg, Bad Kissingen und beim Kammermusikfest in Lockenhaus.

1988 folgte sie dem Ruf als Professorin für Harfe an die Musikhochschule Hamburg, seit 1997 lehrt sie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin.

Pressemitteilung als Download

177 erste Preise im Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin (14. März 2016)

Mit der festlichen Urkundenvergabe im Konzertsaal Hardenbergstraße der Universität der Künste ging am gestrigen Sonntag der 53. Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin zu Ende. 257 Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten in unterschiedlichen Kategorien, darunter „Streichinstrumente solo“, „Duo: Klavier und ein Blasinstrument“, „Zupf-Ensemble“ und „Interkulturelle Perkussion“ an. 177 erhielten einen ersten Preis, 65 einen zweiten und 15 einen dritten. 105 junge Musikerinnen und Musiker wurden zum Bundeswettbewerb weitergeleitet, der vom 12. bis 19. Mai in Kassel stattfindet.

Der traditionsreiche Klassik-Preis ging an das Klaviertrio Lir Vaginsky, Emma Osterrieder und Marie-Claire Indilewitsch sowie an das Duo Leopold Kern (Oboe) und Tuong-Han Nguyen, Klavier. Den Sonderpreis des rbb-Kulturradios in Form einer professionellen Studio-Produktion erhielt das Duo Felix Mehlinger (Trompete) und Dae-Seong Hwang, Klavier. Weitere Sonderpreise vergaben unter anderem das Julius-Stern-Institut der Universität der Künste und die Carl Bechstein Stiftung.

Die Kategorie „Bağlama-Ensemble“ feiert in diesem Jahr Premiere auf der Bundesebene. Damit wurde ein Ziel erreicht, das der Landesmusikrat Berlin als einer der Initiatoren dieser bisher nur in einzelnen Bundesländern angebotenen Wertung seit vielen Jahren verfolgt.

Bereits zum dritten Mal waren Jugend-Jurys beim Berliner Landeswettbewerb im Einsatz. Sie bewerteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kategorien „Violine solo“ und „Gesang (Pop)“ und vergaben einen von der Kommunikationsagentur butterfly communications gestifteten Sonderpreis. „Die Arbeit der Jugend-Jurys ist eine große Bereicherung für den Wettbewerb“, sagt Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin, der sich von der Kompetenz und Ernsthaftigkeit der jugendlichen Jurorinnen und Juroren sehr angetan zeigt.

„Jugend musiziert“ ist ein dreistufiger Wettbewerb für Kinder und Jugendliche und wird in jährlich wechselnden Kategorien deutschlandweit ausgeschrieben. Im kommenden Jahr stehen unter anderem Wertungen für Klavier solo sowie Streicher- und Bläser-Ensemble auf dem Programm.

Pressemitteilung als Download

Test Alt
Offene Probe

Auch nicht-mitwirkende Zuhörer:innen sind herzlich willkommen.

Eine aktive Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. 

Alle Berliner Amateurmusiker:innen sind herzlich eingeladen, an der Offenen Probe am Samstagabend teilzunehmen. 

Exklusiv für den Orchestertreff werden der zweite und vierte Satz der 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven so arrangiert, dass auch Musiker:innen mit unterschiedlichen Zupfinstrumenten, Akkordeon und anderen im Original nicht besetzten Instrumenten mitspielen können. 

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmer:innen Ensemble-Erfahrung mitbringen. 

Iván Fischer

ist Ehrendirigent des Konzerthausorchesters und als einer der visionärsten Musiker unserer Zeit bekannt.

Er war Chefdirigent des National Symphony Orchestras in Washington, Opéra National de Lyon und des Konzerthausorchesters Berlin, letzteres hat ihn zum Ehrendirigent ernannt. Ebenso ist er Honorary Guest Conductor des Royal Concertgebouw Orchestra, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet.  

Bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR und dem New York Philharmonic Orchestra ist er regelmäßig zu Gast.

Nach einigen Gastauftritten in internationalen Opernhäusern, entschied er sich auch bei der Oper für einen Reformweg und gründete die Ivan Fischer Opera Company, mit der er unabhängige Opernproduktionen verwirklicht. Seit 2004 ist Iván Fischer auch als Komponist tätig, er schreibt meist vokale Musik mit kleinen Instrumentalensembles. 

Iván Fischer wurde 2013 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt und ist Ehrenbürger von Budapest.

Noten
Hier finden Sie alle Noten für die offene Probe. Bitte bringen Sie sich Ihre Noten selbstständig, ausgedruckt und vorbereitet mit.
 
4. Satz
Zeit und Ort

Samstag, 28. September

18.30 bis 20 Uhr

Landesmusikakademie Berlin
Foyer des FEZ-Berlin

Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin