Musikschulen im Wahlkampf – Runder Tisch Musikalische Bildung unterstützt Forderung des Landesmusikrats und setzt eigenen Schwerpunkt (6. September 2016)

Die Mitglieder des Runden Tisches Musikalische Bildung mit der Aktionspostkarte des Landesmusikrats im Abgeordnetenhaus Berlin

Der Runde Tisch Musikalische Bildung in Berlin forderte gestern in einer einstimmig verabschiedeten Resolution eine Koalitionsvereinbarung für die kommende Legislaturperiode mit den folgenden Punkten:

Damit unterstützt der Runde Tisch die aktuelle Kampagne des Berliner Landesmusikrates mit mehr als 100 TeilnehmerInnen allein aus der Berliner Politik (https://www.landesmusikratberlin.de/Postkarten-Aktion-zur-Wahl-201.695.0.html) und täglich mehr werdenden UnterstützerInnen aus Kultur und Gesellschaft wie den Berliner Philharmonikern, dem Präsidium des Chorverbandes, MusikschulleiterInnen, dem Rundfunkchor Berlin etc. und setzt
gleichzeitig einen eigenen Schwerpunkt mit der Forderung nach „Aufnahme von
Tarifverhandlungen für die verbleibenden Honorarkräfte“.

Die Resolution nimmt außerdem Bezug auf die seit Mitte der 90er Jahre um zwei Drittel gesunkene Anzahl festangestellter MusikschullehrerInnen und auf das aktuelle strukturelle Defizit der Musikschulen von nur 7 % Festanstellungen in diesem Bereich.

An der Sitzung nahmen neben VertreterInnen von Fachverbänden, allgemeinbildenden Schulen, Musikschulen und Kulturinstitutionen PolitikerInnen der SPD, der Linkspartei und von Bündnis 90/Die Grünen teil.

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Der Kampf für die Musikschulen geht weiter (28. September 2016)

Die Postkartenaktion des Landesmusikrats Berlin für mehr Festanstellungen in den Musikschulen wird fortgesetzt – mindestens 172 volle Stellen nötig

Die Postkartenaktion des Landesmusikrats Berlin für mehr Festanstellung an den Musikschulen wird bis zum Ende der Koalitionsverhandlungen weitergeführt. Gefordert wird eine Quote von mindestens 20% festangestellten Lehrkräften; bislang sind es in Berlin nur 7%, im Vergleich zu über 70% im bundesweiten Durchschnitt.

Im Vorfeld der Wahl haben sich Politiker nahezu aller bisher im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien an der Aktion beteiligt und sich mit der eigens entworfenen Postkarte fotografieren lassen. „Wir bedanken uns für die Unterstützung auf breiter Basis“, sagt Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin. „Nun müssen den Worten Taten folgen.“ Das Ziel von deutlich mehr  Festanstellungen für Musikschullehrkräfte müsse im Koalitionsvertrag verankert und im Doppelhaushalt 20018/19 mit 20 % als erstem Schritt realisiert werden, um die Qualität des Musikschul-Unterrichts dauerhaft zu gewährleisten. Nach Berechnungen des Landesmusikrats müssten für die Umsetzung mindestens 172 volle Stellen an den Berliner Musikschulen geschaffen werden. 

Die großen Parteien hatten bereits vor der Wahl ihre Unterstützung signalisiert – in unterschiedlichem Maße: So fordert die Linke perspektivisch 75 % festangestellte Lehrkräfte, die SPD aktuell mindestens 20%. Bündnis 90/Die Grünen sowie die CDU sprechen sich ebenfalls für eine deutliche Erhöhung des Festangestellten-Anteils aus.

Der Landesmusikrat Berlin ruft dazu auf, den Forderungen bis zum Abschluss des Koalitionsvertrags Nachdruck zu verleihen. Wer sich beteiligen möchte, kann die Postkarte als PDF-Datei auf der Webseite des Landesmusikrates herunterladen oder von einer der dort genannten Abholstationen mitnehmen:

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Endpsurt für die Anmeldung bei „Jugend musiziert“ (7. November 2016)

Noch bis zum 15. November können sich Kinder und Jugendliche für den bundesweiten Wettbewerb anmelden. Ausgeschrieben sind für 2017 die Solo-Wertungen Klavier, Harfe, Gesang, Drum-Set (Pop) und Gitarre (Pop). Ensembles können sich für die Wertungen Streicher-Ensemble, Bläser-Ensemble, Akkordeon-Kammermusik und Alte Musik anmelden. In Berlin werden zusätzlich die Kategorien Band (Rock und Pop), Interkulturelle Perkussion sowie Komposition angeboten.

Gefordert wird bei „Jugend musiziert“ ein Vorspielprogramm mit Musik aus verschiedenen Epochen. Je nach Alter und Kategorie dauert der Auftritt zwischen 6 und 30 Minuten. Über die Teilnahmebedingungen informiert die Website des Landesmusikrates Berlin unter: Jugend musiziert Berlin. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Urkunde, zudem stellen verschiedene Berliner Institutionen Sonderpreise für herausragende Leistungen zur Verfügung.

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ startet im Januar 2017 in mehr als 140 Regionen Deutschlands, mehr als 20.000 Teilnehmer werden bundesweit erwartet. Die Berliner Regionalwettbewerbe finden unter dem Motto „Wettbewerb – Begegnung – Dialog“ am 11./12. Februar (Berlin-Nord) und 18./19. Februar (Berlin-Mitte und -Süd) statt. Die 1. Preisträger der Regionalwettbewerbe werden zum Berliner Landeswettbewerb im März eingeladen. Der Bundeswettbewerb, die letzte Runde von „Jugend musiziert“, wird vom 1. bis 8. Juni 2017 in Paderborn ausgetragen.

Hinweis für Redaktionen:

Details zu den Teilnehmern, den Terminen der Vorspiele und den Preisträgerkonzerten von Jugend musiziert Berlin erhalten Sie bei der Geschäftsstelle des Landeswettbewerbs:

Landesmusikrat Berlin, Eva Blaskewitz (Geschäftsführung Jugend musiziert Berlin), , Tel. 030 / 39 87 60 52

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Generalversammlung des Berliner Landesmusikrates (09.12.2016)

Verleihung der Ehrennadel an Regina Kittler – Beschluss gegen CETA

Anlässlich seiner Generalversammlung verabschiedete der Berliner Landesmusikrat am vergangenen Freitag einen Beschluss gegen das CETA-Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Kanada. Der Landesmusikrat fordert darin Berliner Europa- und Bundestagsabgeordnete auf, bei aktuell geplanten und kommenden Abstimmungen im Europaparlament und im Bundestag gegen das Abkommen zu votieren.

Vorausgegangen war eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft.[1]

Der Landesmusikrat beklagt in dem Beschluss besonders das in CETA vertraglich verankerte Ungleichgewicht in Bezug auf den Schutz von Kultur und Einschränkungen von länderhoheitlichen Entscheidungsbefugnissen. Während Kanada in dem Abkommen den gesamten Kultur- und Medienbereich ausgenommen hat, begnügte sich die Europäische Kommission – die für Europa und damit auch für Deutschland und Berlin die Verhandlungen führte – damit, nur den Teilbereich der audiovisuellen Medien  aus dem Freihandelsabkommen herauszuhalten. „Dies stellteinen Schlag der Europäischen Kommission in das Gesicht aller Kulturinstitutionen und Kulturschaffenden in Deutschland dar“, resümiert Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin. Der Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup hatte es in der Diskussion auf den Punkt gebracht: „Die europäische Kulturwirtschaft ist verkauft worden, wir wissen nur nicht wofür“.

Zur Generalversammlung des Berliner Landesmusikrates versammeln sich einmal jährlich alle Mitglieder des Berliner Dachverbandes, um grundsätzliche Entscheidungen in der Verbandsarbeit zu treffen. Ein Höhepunkt schon zu Beginn der Veranstaltung war die Verleihung der Ehrennadel des Landesmusikrates an die Berliner Abgeordnete Regina Kittler.  Dr. Hubert Kolland,  Präsident des Landesmusikrates,  in seiner Laudatio: „Regina Kittler zeichnete sich sowohl im  Kultur- und als auch im Bildungsauschuss durch  sachlich entschiedene, gut begründete und überflüssige Polemik vermeidende Argumentation aus und hat u.a. für tiefgründige Debatten über die strukturellen Defizite der Berliner Musikschulen gesorgt und aus der Opposition heraus die positiven Beschlüsse der jetzigen rot-rot-grünen Koalition vorbereitet.“

Nach längerer Pause hatte der Landesmusikrat 2015 seine goldene Ehrennadel neu aufgelegt, um damit Politiker mit Wertschätzung zu ehren, die sich durch besonderes Engagement für die Stärkung der Musik und Bildung einsetzen. Thomas Birk von den Grünen war der erste golden Ausgezeichnete im letzten Jahr.
________________________  

[1] U.a. nahmen die ehemalige Staatssekretärin und Europabeauftragte des Landes Berlin, Hella Dunger-Löper,  der Präsident des Deutschen Kulturrates, Prof. Christian Höppner, und der Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup teil.

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Symposium zur historischen Harfe im Jahr der Harfe (19. November 2016)

Leitung: Judy Kadar

in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Berlin und der Leo Kestenberg Musikschule Tempelhof-Schöneberg

Mit einem weiteren Höhepunkt rundet sich das Jahr der Harfe ab. Unter der Leitung von Judy Kadar findet in Kooperation mit der Leo Kestenberg Musikschule und dem Landesmusikrat Berlin am kommenden Wochenende ein Symposium zur historischen Harfe statt.

Internationale WissenschaftlerInnen und HarfenistInnen beleuchten das vielsaitige Instrument in seiner Entwicklung durch die Jahrhunderte: Von der Harfe in Mesopotamien über Begegnungen mit der Harfe in byzantinischer Zeit und das Goldene Zeitalter der Harfe im 15. Jahrhundert bis zu außergewöhnlichen Harfen mit Schnarrenzug aus dem 18. Jahrhundert. Musikalische Einlagen zwischen den Vorträgen und eine Podiumsdiskussion bieten Gelegenheit zum Austausch und farbenreiche Klangeindrücke der historischen Instrumente.

Publikum ist herzlich willkommen, die Vorträge mit musikalischen Einlagen und die Konzerte zu hören:

Samstag, 19.11.2016

10:00 – 12.30 Uhr

Die Harfe in Mesopotamien, Birgit Ammon-Lassen

Begegnungen mit der Harfe in byzantinischer Zeit, PD Dr. Dietmar Najock

The harp in Jan van Eyck’s Gent altarpiece, Yves D’Arcizas

14.00 – 16.00 Uhr

Surprising Harp Consorts in the 16th and 17th Century, Dr. Julia H. Schröder

Harp playing in Spain and the Americas during the XVI century, Prof. Dr. Egberto Bermudez

16.20 – 18.00 Uhr

Über die Harfen im Germanischen Nationalmuseum, Dr. Dieter Krickeberg

Die Gotischen Harfen aus dem Museum in Leipzig und Rom, Eric Kleinman

Sonntag, 20.11.2106

10.00 – 12.30 Uhr

Das Goldene Zeitalter der Harfe im 15. Jahrhundert, Judy Kadar

"The most perfect instrument". On continuo playing in 17th century sources, Hannelore Devaere

Die Harfe in der Oper "Orfeo" von Claudio Monteverdi, Loredana Gintoli

14.00 – 15.30 Uhr

Podiumsdiskussion über sogenannte "Gotische Harfen", Moderation Dr. Dieter Krickeberg

Among the Earliest Harps: Elam versus Iran, Prof. Dr. Bo Lawergren

15:50 – 16:40 Uhr

Zwei außergewöhnliche Harfen aus dem 18. Jahrhundert: Harfe , mit Schnarrenzug (anon.) und Hakenharfe von Jakob Hochbrucker, Pepe Rasmus Weissgerber 

Ort: Kammermusiksaal Friedenau, Isoldestraße 9, 12159 Berlin

Konzerte:

Samstag, 19. November 2016, 20.00 Uhr
Konzert mit historischen Harfen
Loredana Gintoli (ital. dreireihige Harfe), Hannelore Devaere (ital. und span. zweireihige Harfe), COLLAGE – forum für frühe musik berlin
Sonntag, 20. November 2016, 17.00 Uhr
Konzert „Die Winkelharfe von Japan bis Spanien“
Tomoko Sugawara, Kugo (historische japanische Harfe)
Kammermusiksaal Friedenau, Isoldestraße 9, 12159 Berlin

Anmeldung und weitere Informationen: Birgit Ammon-Lassen, E-Mail:  

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Jetzt noch anmelden! (03.01.2017)

„Interkulturelle Perkussion“ und „Komposition“ bei Jugend musiziert Berlin

Endspurt: Noch bis zum 1. Februar können sich Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre für die Wertungen „Interkulturelle Perkussion“ und „Komposition“ bei Jugend musiziert Berlin anmelden. Diese Kategorien des bundesweiten Wettbewerbs werden nur in Berlin angeboten und im Rahmen des Landeswettbewerbs (23.-26. März 2017) ausgetragen.

Die Ausschreibung „Interkulturelle Perkussion“ richtet sich an jugendliche Perkussions-Ensembles jeder Art – verschiedene Trommeln sind ebenso willkommen wie Ölfässer oder Bodypercussion.

In der Kategorie „Komposition“ senden junge Komponistinnen und Komponisten ein Stück für ein Solo-Instrument oder für Kammer-Ensemble (2 bis 6 Musizierende) ein und führen es entweder selbst, ggf. zusammen mit anderen Jugendlichen, auf oder erläutern es der Jury in einem kurzen Gespräch. Der Landesmusikrat Berlin e. V. als Träger des Wettbewerbs lädt zudem die Teilnehmenden im Mai zu einem Workshop ein: Der Komponist Hartmut Fladt, Professor an der Universität der Künste Berlin und bekannt aus der Radio Eins-Sendung „Die Musikanalyse“, bietet neue Anregungen fürs eigene Komponieren, die Gelegenheit zum Austausch und die Möglichkeit zur vertiefenden Arbeit an den eingereichten Kompositionen.

Die genauen Teilnahmebedingungen des Wettbewerbs und weitere Informationen finden sich unter Jugend musiziert Berlin.

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Startschuss für Jugend musiziert Berlin 2017 (06.02.2017)

Rekordbeteiligung bei den 54. Berliner Regionalwettbewerben

An diesem Wochenende ist es soweit: Die Berliner Regionalwettbewerbe von „Jugend musiziert“ beginnen mit den Wertungsspielen in der Region Berlin-Nord (11./12. Februar, Fontane-Haus Reinickendorf) und dem gemeinsamen Berliner Regionalwettbewerb „Populäre Musik“ (11. Februar, Landesmusikakademie Berlin). Eine Woche später folgen dann die Wertungen in den Regionen Berlin-Mitte und Berlin-Süd.

Eine Rekordzahl von etwa 650 jungen Musikerinnen und Musikern haben sich in diesem Jahr berlinweit angemeldet. „Dies ist umso erfreulicher“, sagt der Vorsitzende des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin, Markus Wenz, „wenn man sich die wachsenden schulischen Belastungen und das umfangreiche Freizeitangebot in unserer Stadt vor Augen führt. Das eigene Musizieren ist demnach für viele Kinder und Jugendliche nach wie vor sehr attraktiv.“

Die weitaus meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer treten in der Kategorie „Klavier solo“ an, aber auch im Bereich „Holzbläser-Ensemble“ ist ein hoher Zuspruch zu verzeichnen. Ausgeschrieben sind in diesem Jahr zudem Harfe, Gesang, Drum-Set (Pop), Gitarre (Pop), Streicher-Ensemble, Akkordeon-Kammermusik und Neue Musik.

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ wurde 1964 ins Leben gerufen. Er richtet sich an Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende und Studierende bis zum Alter von 21 Jahren, die nicht in einer musikalischen Berufsausbildung stehen, und findet in drei Stufen statt: Die 1. Preisträger der Regionalwettbewerbe können zum Berliner Landeswettbewerb (23.-26. März) weitergeleitet werden, die 1. Preisträger aller Bundesländer werden zum Bundeswettbewerb in Paderborn (1.-8. Juni) eingeladen. Bundesweit nehmen alljährlich etwa 20.000 junge Musikerinnen und Musiker an „Jugend musiziert“ teil.

Hinweis für Redaktionen:

Details zu den Teilnehmenden, den Terminen der Vorspiele und den Preisträgerkonzerten von Jugend musiziert Berlin erhalten Sie in der Geschäftsstelle des Landeswettbewerbs:
Landesmusikrat Berlin, Eva Blaskewitz (Geschäftsführung Jugend musiziert Berlin), Tel. 030 / 39 87 60 52 oder unter Jugend musiziert Berlin

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Musikschulen im Wahlkampf – Postkartenaktion des Landesmusikrats Berlin (9. August 2016)

Mindestens 20 % Festanstellungen fordert der Landesmusikrat in einem ersten Schritt. Erfreuliche Einigkeit der aussichtsreichen Parteien in ihren Wahlprogrammen.

„Massiv steigern“ will nun auch die CDU den Anteil der festangestellten MusikschullehrerInnen, „die Honorarkräfte für ihre gute Arbeit angemessen“ entlohnen und „damit auch bessere Altersbezüge“ ermöglichen.

Diese Positionen sind dem jetzt veröffentlichen schriftlichen Wahlprogramm der CDU zu entnehmen (Wahlprogramm), auch wenn in den bisherigen Wahlvideos der CDU die Musikschulen noch keine Erwähnung finden.

Fakten-Stand: Ca. 93 % aller Berliner MusikschullehrerInnen arbeiten auf Honorarbasis: Nur ca. 7 % sind fest angestellt. 10-mal weniger als im bundesweiten Durchschnitt von ca. 72 %.

Maßgebliche Parteien sind sich damit nun einig, diesem Missstand zu begegnen – bei unterschiedlichen Akzenten: So fordert die Linke perspektivisch 75 % festangestellte Lehrkräfte, die SPD aktuell mindestens 20%. Bündnis 90/Die Grünen befürworten ebenfalls eine deutliche Erhöhung des Festangestellten-Anteils und außerdem Tarifverträge für die verbleibenden Honorarkräfte.

„Die Postkartenaktion des Landesmusikrats ist gut angelaufen. Sie gibt PolitikerInnen die Möglichkeit, ihr Engagement für die Musikschulen öffentlich zu machen“, unterstreicht Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrates Berlin. „Und wir erwarten, dass es noch mehr werden.“

Der Berliner Landesmusikrat hatte in den letzten Jahren immer wieder auf die Notwendigkeit von mehr Festanstellungen hingewiesen und schon  im „Masterplan Musikalische Bildung in Berlin“ ausführlich begründet.

Die Aktion wird noch bis zu den Koalitionsverhandlungen nach der Wahl fortgesetzt.

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Konzerte des Landesjugendensembles Neue Musik in Berlin und München (07.03.2017)

Werke von Ligeti, Newski, Robertson und Zapf

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin spielt am 12. März 2017 im Berliner Konzerthaus und ist am 23. Mai erstmals in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München zum aDevantgarde Festival zu Gast.

In Berlin zu hören ist u.a. György Ligetis Kammerkonzert für 13 Instrumentalisten. Die Aufführung von Ligetis Werk eine große spieltechnische Herausforderung, an die sich nicht viele Jugendensembles heranwagen.

Erstmalig in seiner vollständigen Fassung mit Chor und somit als Uraufführung spielt das Landesjugendensemble Helmut Zapfs „einwärts / im Wind ertrunken“, ein gleichermaßen expressives und sensibles Werk zur Flüchtlingstragödie.

Außerdem stehen auf dem Programm: „Jétais d’accord“ („Ich wäre bereit“) von Sergej Newski und „Woven Tracks“ von Jaslyn Robertsen.

In Newskis nach eigener Aussage radikalstem Stück – es nimmt Bezug auf eine Äußerung Michel Foucaults, er wäre in einem bestimmten Moment seines Lebens gleichermaßen mit Leben oder Tod einverstanden gewesen – wird die international renommierte Stimmkünstlerin Natalia Pschenitschnikova mitwirken, die schon die Uraufführung sang. Die australische Komponistin Jaslyn Robertson war im Herbst 2016 zu Gast in Berlin. „Woven Tracks“ wurde von ihr eigens für das Landesjugendensemble komponiert.

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin wurde 2013 gegründet und gehört zu den größten Jugendensembles für Neue Musik in Deutschland. In variierender Besetzung widmet es sich Uraufführungen, Ensemble-Improvisationen und den Klassikern der Moderne. Unter der künstlerischen Leitung von Gerhard Scherer und Jobst Liebrecht kamen dabei bisher u.a. Werke von Paul Hindemith, Luigi Nono, Hans Werner Henze, Katia Tschemberdji, Sarah Nemtsov, Jeffery Ching, Mayako Kubo zur (Ur-) Aufführung.

Weitere Informationen finden sie hier

Kontakt: 

Nächste Konzerte des Landesjugendensemble Neue Musik

Sonntag, 12. März 2017, 20 Uhr (Berlin)

Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin

György Ligeti (1923-2006): Kammerkonzert für 13 Instrumentalisten (1969/70)

Sergej Newski (*1972): „J‘étais d‘accord…” für Stimme, Kammerensemble und elektronische Zuspielung (2000)

Jaslyn Alexandra Robertson (*1996): „Woven Tracks“ (2016)

Helmut Zapf (*1956): „windwärts/im Wind ertrunken“ (2016, Uraufführung der vollständigen Fassung)

Dienstag, 23. Mai 2017, 18 Uhr (München)

Akademie der Schönen Künste, München (aDevantgarde-Festival)

György Ligeti (1923-2006): Kammerkonzert für 13 Instrumentalisten (1969/70)

Sergej Newski (*1972): „J’étais d’accord“ (2000)

Johannes Xaver Schachtner (*1985): Auftragswerk

Katharina Susanne Müller (*1994): Auftragswerk

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Wettbewerb – Begegnung – Dialog (20.03.2017)

Startschuss für den 54. Berliner Landeswettbewerb "Jugend musiziert"

Rund 380 jugendliche Musikerinnen und Musiker kommen zwischen dem 23. und 26. März beim Berliner Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ zusammen, um sich mit Gleichaltrigen zu messen, Feedback von den Fachjurys zu bekommen und sich vielleicht sogar eine Fahrkarte zum Bundeswettbewerb in Paderborn zu erspielen. Dort treffen sich Anfang Juni die ersten Preisträger aus allen Bundesländern zur dritten und letzten Runde des Wettbewerbs.

Die Beteiligung ist in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor. „Dies ist teilweise auf die Kategorie Klavier solo zurückzuführen, die regelmäßig besonders stark nachgefragt ist“, erklärt der Vorsitzende des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin, Markus Wenz. „Ich freue mich aber auch, dass sich sehr viele Kinder und Jugendliche zu Ensembles, speziell im Bereich Holzbläser, zusammengefunden haben. Das gemeinsame Musizieren zu fördern, ist eines der wichtigsten Ziele von ‚Jugend musiziert‘.“

Ausgeschrieben sind in diesem Jahr neben Klavier und Holzbläser-Ensemble auch Wertungen für Harfe, Gesang, Drum-Set (Pop), Gitarre (Pop), Blechbläser-Ensemble, Streicher-Ensemble, Akkordeon-Kammermusik und Neue Musik. Der Landesmusikrat Berlin als Träger des hiesigen Wettbewerbs hat zudem speziell in Berlin die Kategorien Interkulturelle Perkussion, Komposition und Band (Rock und Pop) ausgeschrieben. An der Band-Wertung nehmen erstmals auch Gruppen aus Brandenburg teil.

Die Wertungsspiele sind öffentlich und finden in der Universität der Künste Berlin, im Kulturhaus Karlshorst sowie in der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg statt. Besonders spannend wird es bei der festlichen Abschlussveranstaltung im Konzertsaal Hardenbergstraße am Sonntag, 26. März, 17.00 Uhr: Dort erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs ihre Ergebnisse und erhalten ihre Urkunden. Die Überreichung der Urkunden übernehmen traditionell Vertreter von politischen und kulturellen Institutionen in Berlin. Vergeben werden darüber hinaus zahlreiche Sonderpreise. Staatssekretär Mark Rackles wird ein Grußwort sprechen. Der Eintritt zu allen Wettbewerbsveranstaltungen ist frei.

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Test Alt
Offene Probe

Auch nicht-mitwirkende Zuhörer:innen sind herzlich willkommen.

Eine aktive Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. 

Alle Berliner Amateurmusiker:innen sind herzlich eingeladen, an der Offenen Probe am Samstagabend teilzunehmen. 

Exklusiv für den Orchestertreff werden der zweite und vierte Satz der 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven so arrangiert, dass auch Musiker:innen mit unterschiedlichen Zupfinstrumenten, Akkordeon und anderen im Original nicht besetzten Instrumenten mitspielen können. 

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmer:innen Ensemble-Erfahrung mitbringen. 

Iván Fischer

ist Ehrendirigent des Konzerthausorchesters und als einer der visionärsten Musiker unserer Zeit bekannt.

Er war Chefdirigent des National Symphony Orchestras in Washington, Opéra National de Lyon und des Konzerthausorchesters Berlin, letzteres hat ihn zum Ehrendirigent ernannt. Ebenso ist er Honorary Guest Conductor des Royal Concertgebouw Orchestra, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet.  

Bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR und dem New York Philharmonic Orchestra ist er regelmäßig zu Gast.

Nach einigen Gastauftritten in internationalen Opernhäusern, entschied er sich auch bei der Oper für einen Reformweg und gründete die Ivan Fischer Opera Company, mit der er unabhängige Opernproduktionen verwirklicht. Seit 2004 ist Iván Fischer auch als Komponist tätig, er schreibt meist vokale Musik mit kleinen Instrumentalensembles. 

Iván Fischer wurde 2013 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt und ist Ehrenbürger von Budapest.

Noten
Hier finden Sie alle Noten für die offene Probe. Bitte bringen Sie sich Ihre Noten selbstständig, ausgedruckt und vorbereitet mit.
 
4. Satz
Zeit und Ort

Samstag, 28. September

18.30 bis 20 Uhr

Landesmusikakademie Berlin
Foyer des FEZ-Berlin

Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin