Berliner Jahr der Amateurmusik 2026
Herzlich willkommen im Berliner Jahr der Amateurmusik.
Mit dem Jahr 2026 setzt der Landesmusikrat Berlin e.V. ein starkes Zeichen für die vielfältige Amateurmusikszene der Stadt. In Berlin musizieren hunderttausende Menschen in Bands, Chören, Orchestern und Ensembles – oftmals ehrenamtlich, aus eigener Initiative und mit viel persönlichem Engagement. Sie tragen ganz wesentlich dazu bei, dass Kultur in Berlin im Alltag gelebt wird.
Amateurmusik schafft Räume für Begegnung, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ermöglicht kulturelle Teilhabe für alle Generationen.
Wir freuen uns sehr, dass Lorenz Maroldt, Mitherausgeber des Tagesspiegels, die Schirmherrschaft für das Berliner Jahr der Amateurmusik übernimmt. Seine Unterstützung verleiht diesem besonderen Jahr eine starke öffentliche Stimme und macht sehr deutlich, welche kulturelle, wirtschaftliche und soziale Bedeutung die Amateurmusik in Berlin besitzt.
Über alle Termine des Landesmusikrats und seiner Mitglieder informieren wir hier:
Auftaktveranstaltung
Anmeldung zur Auftaktveranstaltung
Schirmherr
Lorenz Maroldt
Lorenz Maroldt, Mitherausgeber des Tagesspiegels und des Checkpoint Newsletters, übernimmt freundlicherweise die Schirmherrschaft für das Berliner Jahr der Amateurmusik.
Er selbst ist Amateurmusiker und spielt mit seiner Checkpoint-Band regelmäßig. Geprobt wird dabei stilecht im eigenen Büro. Auch aus dem Elternhaus ist ihm Musik mit in die Wiege gelegt worden.
Wir freuen uns daher außerordentlich, dass er für das wichtige Berliner Jahr der Amateurmusik als Schirmherr die Bedeutung des Musizierens im Freizeitbereich begleitet und auf die gesellschaftliche Relevanz der vielen ehrenamtlichen hinweist.
Warum das Berliner Jahr der Amateurmusik?
Amateurmusik ist in Deutschland und gerade in Berlin ein weit verbreitetes und gesellschaftlich bedeutendes Engagement. Sie verbindet Menschen, fördert kulturelle Teilhabe und stärkt Gemeinschaften.
Drei wichtige Studien belegen dies eindrucksvoll:
MIZ-Studie „Amateurmusik in Deutschland“
Die bundesweite Untersuchung des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) zeigt: 21 % der Deutschen musizieren in ihrer Freizeit, also etwa jede und jeder Fünfte. Das ist ein starkes Zeichen für die gesellschaftliche Relevanz gemeinsamer Musizierpraxis.
Zur Studie (miz.org)
Studie „musikbezogene Interessen und Aktivitäten“ – Institut für Kulturelle Teilhabeforschung (IKTf)
Eine Untersuchung des Instituts für Kulturelle Teilhabeforschung zeigt, dass 38 % der Berliner Bevölkerung aktiv Musik machen. Sogar deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt. Diese Zahl unterstreicht, wie stark Amateurmusik in Berlin verwurzelt ist und wie viele Menschen sich aktiv musikalisch einbringen.
Zur Studie (IKTf)
Umfrage des Landesmusikrats Berlin
Der Landesmusikrat Berlin hat Ensembles der Berliner Amateurmusikszene eingeladen, ihre Erfahrungen und Herausforderungen zu teilen.
einsehbar. Aus den Rückmeldungen wird deutlich, dass viele Ensembles Herausforderungen bei der Raumfindung, der Altersstruktur und der Finanzierung von z.B. musikalischen Leitungen sehen. Punkte, bei denen Unterstützung dringend gebraucht wird.
Zu den Ergebnissen: tutti.info
Fazit:
Diese Studien und Befragungen zeigen: Amateurmusik ist nicht nur weit verbreitet, sondern auch sozial wirksam. Sie schafft Treffpunkte, fördert kreative Teilhabe und braucht konkrete Unterstützung. Das Berliner Jahr der Amateurmusik 2026 würdigt dieses Engagement, macht die Vielfalt der Szene sichtbar und setzt Impulse, damit Amateurmusik auch in Zukunft lebendig und nachhaltig gefördert wird.
Rückblick: Auftaktveranstaltung zum "Berliner Jahr der Amateurmusik" am 18.02.2026
Auftaktveranstaltung "Berliner Jahr der Amateurmusik"
„Es braucht eine musikalische Zeitenwende“, sagt Ullrich Fichtner, vom SPIEGEL, Autor des 2025 erschienenen Buchs „Die Macht der Musik“. Fichtner war einer der Podiumsgäste der gut besuchten Auftaktveranstaltung zum Berliner Jahr der Amateurmusik am 18.02.2026 im Kabarett-Theater „Die Stachelschweine“. In zwei Panels diskutierten Expertinnen und Experten aus der (Amateur)-Musikszene mit Politikern aus dem Berliner Abgeordnetenhaus darüber, wie Hunderttausende von Amateurmusiker:innen besser unterstützt werden können.
Existenzfrage für die zahlreichen Chöre und Ensembles Berlins: Der Mangel an Räumen für Proben und Aufführungen. Wie können kommunale Räume zur Verfügung gestellt werden? Was ist mit den Schulen? Warum dürfen so viele Freizeitmusiker:innen nicht, was die Freizeitsportler:innen schon lange dürfen – Räume in Schulen unentgeltlich nutzen? Und welche gesetzliche Regelung braucht es dafür?
Umrahmt von den Popklängen der Band „Marilena & Friends“ diskutierten:
Prof. Dr. Vera Allmanritter, Ullrich Fichtner, Andreas Geisel, Antje Valentin, Dennis Haustein, Petra Merkel, Till Schwabenbauer und Friedhard Teuffel. Es moderierten Lorenz Maroldt, Mitherausgeber des Tagesspiegels und Schirmherr des „Berliner Jahres der Amateurmusik“ und Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin.
Fotos: Caroline Lüdecke, LMR/Bondarenko, LMR/Kasan