Das schreibt die Presse

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Zum zwölften Mal schlägt’s „Jumu rockt!“ (4. 6. 2018)

Kategorie „Pop“ rockt den SkyLiveClub

„Kategorie Pop“: Das klingt erstmal nicht so aufregend. 2006 führte „Jugend musiziert Berlin“ diese Kategorie ein, im Juli 2016 konnte „Jumu rockt!“ sein Zehnjähriges feiern: ein neues Konzertformat, geschaffen extra für die Musikerinnen und Musiker und Gruppen, die in den Regionalwettbewerben und im Landeswettbewerb überzeugt haben.

Am Freitag, dem 8. Juni 2018, sind sie ab 19 Uhr im SkyLiveClub zu hören: Die jungen Berliner Bands „Green Forest“, „Mango Delight“ und „Show Berries“, die „Black Sheep“ und die „Box of Candy“, „Soundwave“ und die „Merian Band“. Sie alle zeigen, womit sie Jurys und Publikum in Berlin überzeugt haben.

„Pop und Rock, R&B, Singer-Songwriter, das sind alles Arten des Musizierens, die hohe Professionalität verlangen – aber eben noch viel mehr“, sagt Markus Wenz, Pianist, Musikschul- und Hochschullehrer und Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin. „Die Musiker wollen ihr Publikum ganz direkt berühren, auch durch ihr Auftreten, das Setting und einen individuellen Sound. Es ist schon etwas Besonderes, wenn junge Musikerinnen und Musiker unter den Bedingungen eines Wettbewerbs ihrem Stil, ihrer Persönlichkeit treu bleiben. Deswegen freuen wir uns besonders über diese Preisträgerinnen und Preisträger.“

Und was auf Musik überhaupt zutrifft, das gilt umso mehr für all das, was in der „Kategorie Pop“ sein Zuhause gefunden hat: „It’s all in the performance!“ Da gibt’s nur eins: Kommen, hören. Und rocken.

Jumu rockt!
Freitag, 8. Juni 2018, 19 Uhr
SkyLiveClub, Just Music, Oranienstraße 140-142, 10969 Berlin

Eintritt frei!

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Weitere Informationen:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/10-jahre-jumu-rockt/

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Neuer Mitarbeiter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Landesmusikrat

Seit dem 1. April 2018 unterstützt Friedrich Sprondel das Team der Geschäftsstelle in der Lübecker Straße, in der wichtige Fäden des Berliner Musiklebens zusammenlaufen. Sprondel arbeitete als Musikwissenschaftler, Journalist und Dramaturg in Freiburg und den USA und lebt seit 2011 in Berlin.

Die Präsidentin des Landesmusikrates Hella Dunger-Löper sagt: „‚Musik für alle‘ ist der Leitsatz unserer Arbeit. Wir sehen das Musikleben als kraftvollen, lebendigen Teil der Kultur unserer Stadt; als ein Forum, auf dem unsere vielfältigen Identitäten sich frei darstellen und unser Zusammenleben immer wieder neu verhandeln. Dieses Forum wollen wir so vielen Menschen wie möglich öffnen, und dafür brauchen wir eine breite, aktive Öffentlichkeitsarbeit. Wir sind froh, mit Friedrich Sprondel einen qualifizierten Mitarbeiter gewonnen zu haben, der sich ganz in den Dienst dieses Ziels stellt.“

Friedrich Sprondel steht ab sofort für alle Anfragen als kompetenter Ansprechpartner in Sachen Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung.

 Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.landesmusikrat-berlin.de/

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Raum für Musikschulunterricht (12. 4. 2018)

Landesmusikrat fordert rechtzeitiges Einplanen bei Neu- und Umbauten

Die Berliner haben schon jetzt hohen Bedarf an Musikschulunterricht, und die Stadt wächst stetig. Doch bei weitem nicht jeder kommt zum Zuge, der für seine Kinder oder sich selber Musikunterricht an einer der bezirklichen Musikschulen wünscht. Das Ziel von wöchentlich zwölf Musikstunden pro 1000 Einwohner wird im Durchschnitt um nahezu ein Drittel unterschritten. Es fehlen nicht nur Mittel für Musiklehrerinnen und Musiklehrer, sondern auch fachlich geeignete Räume.

Die Stadt Berlin plant zurzeit umfangreiche Neubauten im Bildungsbereich. Hierin liegt die Chance, endlich die Mangelsituation beim Musikschulunterricht zu verbessern. Der Landesmusikrat Berlin fordert in seinem Beschluss vom 19. März 2018, dass neue Musikschulen errichtet und bei Schulneubauten fachlich geeignete Raumverbünde für Musikschulen rechtzeitig eingeplant werden. Auch bei Um- und Erweiterungsbauten muss frühzeitig berücksichtigt werden, wie sie den Bedürfnissen musikalischer Bildung gerecht werden können.

Dabei geht es nicht um neue Forderungen. Vielmehr bietet sich jetzt die entscheidende Gelegenheit, bereits beschlossenen Zielen einen großen Schritt näherzukommen.

Dazu müssen so bald wie möglich auch die nötigen Geldmittel bereitgestellt werden.

 

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Jazz in Europa – Konzerte des BJJO im Echy-Jahr 2018 (4. 4. 2018)

Jazz gehört zu Europa. Im Europäischen Kulturerbe-Jahr (ECHY) 2018 setzt das Berliner JugendJazzOrchester daher nach Kooperationen mit US-amerikanischen Partnern einen neuen Schwerpunkt und lädt die schwedische Jazz-Koryphähe Mats Holmquist nach Berlin ein.

Holmquist veröffentlichte sieben Bigband-Alben mit eigenen Kompositionen oder neuen Bearbeitungen der Musik von Wayne Shorter, Chick Corea und Herbie Hancock und ist einer der großen Jazzmusiker, die ein besonderes Interesse auch für die pädagogische Arbeit haben. Als Autor des Buches „The General Method. A New Methodology for a Tighter Big Band“ ist er weit über die Grenzen Europas hinaus bekannt geworden und wurde weltweit für Vorträge eingeladen. Er ist Gründer und Leiter der schwedischen National-Jugend-Bigband und hat zahlreiche Werke für alle denkbaren Formationen bis hin zum Symphonieorchester komponiert.

Für das Berliner JugendJazzOrchester hat Mats Holmquist eigene Kompositionen und passgenaue Arrangements mitgebracht. 

Konzerte:
Donnerstag, 29. März 2018, 20 Uhr (Georg-Naumann-Saal im Jazz Institut Berlin),
Donnerstag, 12. April 2018, 21 Uhr (Kunstfabrik SCHLOT)
Donnerstag, 21. Juni 2018, Fête de la Musique
Sonntag, 24. Juni, 13 Uhr (ECHY 2018  Open Air auf dem Gendarmenmarkt) 

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Aufbruch mit Musik – Frühjahrskonzert des LJO Berlin am Ostermontag (4. 4. 2018)

Noch im Herbst spannte das Berliner Landesjugendorchester bei umjubelten Konzerten in Stettin und Berlin einen Bogen über Landschaften und Geschichte Europas mit Werken von Mozart, Schostakowitsch und Vasks. Mit seinem Frühjahrskonzert am kommenden Ostermontag verfolgt das LJO sein Ziel weiter, die Musik als eine Kraft zu vermitteln, die Völker verbindet und Aufbruch inspiriert:

Bartók verwandelte in seiner Tanz-Suite Sz. 77 1923 seine Volksmusikforschungen in packende Konzertmusik; Edouard Lalo schrieb 1877 dem belgischen Cellisten Adolphe Fischer ein hochvirtuoses Solokonzert, in jener Zeit eine kleine Sensation. Robert Schumann eroberte im „sinfonischen Jahr“ 1841 mit seiner Frühlingssinfonie klangliches Neuland. Er konnte sich dabei auf ein europäisches Elite-Ensemble stützen, das Leipziger Gewandhausorchester, geleitet von seinem Freund Felix Mendelssohn.

Erarbeiten und dirigieren wird das Programm der stellvertretende Augsburger Generalmusikdirektor Lancelot Fuhry, der zum dritten Mal beim LJO zu Gast ist. Solistin im Cello-Jahr 2018 ist die junge Marie-Bénédicte Langlamet, die aus einer bekannten Berliner Musikerfamilie stammt.

 

Ostermontag, 2. April 2018, 20 Uhr, Konzerthaus Berlin

Musikalische Leitung: Lancelot Fuhry
Solistin: Marie-Bénédicte Langlamet, Violoncello

Programm:
Béla Bartók (1881–1945): Tanz-Suite, Sz. 77, BB 86a (1923)
Édouard Lalo (1823–1892): Konzert für Violoncello und Orchester d-Moll (1877)
Robert Schumann (1810–1856): Symphonie Nr. 1 B-Dur op. 38 (1841)

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Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter in Berlin (22.03.2018)

Musikinteressierte und musikpädagogisch begabte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10-13 haben künftig in Berlin die Möglichkeit, sich zu Musikmentorinnen und Musikmentoren fortbilden zu lassen. Die Förderung junger Ensembleleiterinnen und Ensembleleiter startet zum Schuljahr 2018/19 in Berlin.

„Mit diesem neuen Angebot wird eine lange bestehende Lücke gefüllt: Junge Menschen erwerben die Fähigkeit, Musikensembles zu führen und zu qualifizieren. Für sie selbst bedeutet das nicht nur eine Anerkennung ihrer bisherigen Arbeit, sondern auch ein Testat, das sie auf ihrem weiteren Lebens- und Bildungsweg nutzen können“, unterstreicht die Präsidentin des Landesmusikrates Berlin Hella Dunger-Löper.

Das Programm zur Begabungsförderung hat der Landesmusikrat Berlin gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Jugend, Bildung und Familie ins Leben gerufen. Schülerinnen und Schüler können hier von erfahrenen Dirigentinnen und Dirigenten, Musikpädagoginnen und Musikpädagogen lernen, was es bedeutet, einen Chor oder ein Orchester zu leiten. Sie erlangen musikalische, organisatorische und soziale Kompetenzen und sind nach beendetem Kursus in der Lage, ihr musikalisches Engagement verantwortungsbewusst und zielführend umzusetzen.

Der mehrteilige Kursus findet an vier Wochenenden im Herbst 2018 und Frühjahr 2019 an der Sophie-Scholl-Schule in Schöneberg statt. Noch bis zum 20. Juni 2018 können Berliner Schulen und Musikschulen jeweils zwei Schülerinnen und Schüler vorschlagen.

Voraussetzung für eine Teilnahme am Programm sind fortgeschrittene Fähigkeiten im Instrumentalspiel und/oder im Gesang sowie Grundkenntnisse in Musiktheorie und Gehörbildung.

Die Ausbildung fördert musikalische und musikpädagogische Begabungen in einem richtungsweisenden Alter. Sie befähigt Schülerinnen und Schüler, sich aktiv und gestaltend einzubringen. Daneben eröffnet sie neue musikalische Netzwerke und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schulen, Musikschulen und Vereinen.

Anmeldung und weitere Informationen unter:

https://www.landesmusikrat-berlin.de/


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Wettbewerb – Begegnung – Dialog (05.03.2018)

Startschuss für den 55. Berliner Landeswettbewerb „Jugend musiziert“

 

Rund 250 jugendliche Musikerinnen und Musiker kommen zwischen dem 8. und 11. März 2018 beim Berliner Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ zusammen, um sich mit Gleichaltrigen zu messen, Feedback von den Fachjurys zu bekommen und sich vielleicht  eine Fahrkarte zum Bundeswettbewerb in Lübeck zu erspielen. Dort treffen sich Mitte Mai die ersten Preisträger aus allen Bundesländern zur dritten und letzten Runde des renommierten bundesweiten Wettbewerbs.

Ausgeschrieben sind in diesem Jahr die Solowertungen Blasinstrumente, Zupfinstrumente, Musical, Orgel sowie die Ensemblekategorien Klavier vierhändig, Duo Klavier und ein Streichinstrument, Duo Kunstlied und Besondere Ensembles. Der Landesmusikrat hat zudem speziell in Berlin die Kategorien Interkulturelle Perkussion, Komposition und Band (Rock und Pop) ausgeschrieben. Die Kategorie „Band (Rock und Pop)“ findet in diesem Jahr auf Landesebene zum zweiten Mal gemeinsam mit Brandenburg statt, Austragungsort ist das Waschhaus in Potsdam.

„Die erfreulich hohe Beteiligung in den Solokategorien ist ein Hinweis, dass sich trotz gestiegener zeitlicher Belastungen durch schulische Aufgabenstellungen viele Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeitgestaltung nicht von ihrer Lust an der Musik abhalten lassen", sagt Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin. „Das gemeinsame Musizieren als starkes Moment der Beschäftigung mit Musik zeigt sich in diesem Jahr zudem eindrucksvoll daran, dass den TeilnehmerInnen der Solokategorien annähernd gleich viele TeilnehmerInnen der Ensemblewertungen gegenüberstehen.“

Die Wertungsspiele sind öffentlich und finden in der Universität der Künste Berlin und im Kulturhaus Karlshorst statt. Besonders spannend wird es bei der festlichen Abschlussveranstaltung am Sonntag, 11. März, 17.00 Uhr im Konzertsaal Hardenbergstraße: Dort erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbes ihre Ergebnisse und erhalten ihre Urkunden. Die Überreichung der Urkunden übernehmen traditionell Vertreter von politischen und kulturellen Institutionen in Berlin. Vergeben werden darüber hinaus zahlreiche Sonderpreise.

Der Eintritt zu allen Wettbewerbsveranstaltungen ist frei.

 

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Eröffnung des Cello-Jahres am 18.1.2018 (04.01.2018)

Kultursenator Klaus Lederer erhält Unterricht von den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker

Das Instrument des Jahres 2018 ist das Cello. Hierauf einigten sich Landesmusikräte aus 9 beteiligten Bundesländern. In Berlin haben die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker die Schirmherrschaft übernommen.

Das Cello-Jahr wird offiziell mit einer Pressekonferenz und einer öffentlichen Cello-Unterrichtsstunde für Kultursenator Klaus Lederer eingeläutet, zu der wir Sie herzlich einladen.

Anwesend sein werden Kultursenator Klaus Lederer, VertreterInnen der 12 Cellisten, die Präsidentin des Berliner Landesmusikrates Hella Dunger-Löper, die Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker Andrea Zietschmann und die Leiterin der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg Ina Finger für die öffentlichen Berliner Musikschulen.

Die Schirmherren werden ihre Ziele für das Cello-Jahr erläutern und Fragen zum Cello beantworten. Schwerpunkte des Programms und die Veranstaltungsbroschüre werden vorgestellt. Vorab kann schon verraten werden, dass die öffentlichen Berliner Musikschulen eine besondere Rolle im Cello-Jahr 2018 spielen.

Kultursenator Klaus Lederer wird bei der Konferenz als „Musikschüler“ seinen ersten Cello-Unterricht durch die 12 Cellisten erhalten.

Die Fachaufsicht für die Berliner Musikschulen liegt seit 2017 bei der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Regierungskoalition und Verwaltung haben sich zum Ziel gesetzt, in einem ersten Schritt mindestens 20% der Berliner MusikschullehrerInnen fest anzustellen.

Pressekonferenz zur Eröffnung des Cello-Jahres

18. Januar 2018, 13-14 Uhr

Philharmonie Berlin, Hermann-Wolff-Saal

Herbert-von-Karajan-Str. 1

10785 Berlin

 

Anmeldung und Informationen unter:

Landesmusikrat Berlin e.V.

Mail: info@landesmusikrat-berlin.de

Tel. 030 3973 1087

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Landesjugendorchester im Konzerthaus: Deutsch-Polnische Harmonie (03.11.2016)

Zum 25-jährigen Jubiläum des Nachbarschaftsvertrages präsentiert das Landesjugendorchester im Berliner Konzerthaus deutsche und polnische Kompositionen.

Der Tagesspiegel, 03.11.2016, Autor: Tomasz Kurianowicz

Letzte Woche hat das Landesjugendorchester noch in Szczecin gespielt, jetzt präsentiert es im Berliner Konzerthaus ein ungewöhnliches Programm: Polnische und deutsche Kompositionen aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des Nachbarschaftsvertrages. Als Gast-Dirigentin steht Ewa Strusinska am Pult, die bis zu diesem Sommer die Direktorin der Stettiner Philharmoniker war (und zudem Hausherrin des phantastischen, 2014 eröffneten Musiksaals).

Der Abend beginnt mit einem Fundstück: Boris Blachers „Concertante Musik“. Das 1937 entstandene Werk klingt groß, mächtig und voluminös – ein Beispiel des filmmusikalischen Größenwahns, für den der deutsch-baltische Komponist und Wahl-Berliner bekannt war. Die Bläser rücken vor, treiben die breiten Klangpassagen bis ins Extreme und den Rest der Musiker bis an die Grenzen, bevor die leichtfüßige Dirigentin ihre Schützlinge gekonnt zurückzurufen versteht.

Wink an den polnischen Botschafter

Diese Entschlossenheit zeigt sich auch beim Konzert für Oboe und Orchester: Das von Ludwig August Lebrun komponierte Werk ist 160 Jahre älter, daher muss sich das Ensemble in eine mildere Stimmung versetzen. Doch der krasse Wechsel gelingt famos. Das Werk klingt zart und ausgewogen, filigran und pointiert, auch wenn es manchmal Ungereimtheiten zwischen Orchester und dem sonst bravourösen Solisten Johannes Christ gibt. Aber das ist im zweiten Teil vergessen, wenn Karol Szymanowskis zweite Sinfonie erklingt. Ein furioses Werk mit aufrüttelnden sowie nachdenklichen Passagen, das dem Komponisten in seinem Heimatland Polen nicht nur Respekt eingebracht hat. „Zu deutsch“ würde es klingen, war damals der Vorwurf, dabei ist die Komposition durchsetzt von osteuropäischen und folkloristischen Elementen.

Das Landesjugendorchester arbeitet diese Balance beispielhaft heraus: Die Musiker zwischen 14 und 24 Jahren zitieren wagnerische Wucht und polnische Verspieltheit und verblüffen mit einem nahezu tanzbaren Ergebnis. Besonders in den schnellen Sätzen beweist das Ensemble sein Können, was auch an Ewa Strusinskas sensibler Arbeit liegt. In ihrem Dirigat kann man erfahren, wie gut Polnisches und Deutsches harmoniert. Ein Wink auch an den neu berufenen polnischen Botschafter. Denn auch er sitzt im Saal. Und staunt.

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Weite: Landesjugendorchester Berlin im Konzerthaus (26.04.2011)

Der Tagesspiegel, 26. April 2011 - KURZ & KRITISCH

Das Tutti schwillt an wie die aufgehende Sonne über den Bergen, um gleich danach in grazil getupfte Flötentöne überzugehen. Sie lachen, als seien sie einem georgischen Volkstanz entsprungen. Der Beginn des dritten Satzes von Aram Chatschaturjans Violinkonzert – Allegro Vivace – ist bezeichnend für das ganze Werk: vielgestaltig wie die Landschaft, der der Komponist entstammt, voller kaukasischer Weite und Sehnsucht. Solistin Alina Weidlich hat den Violinpart für Flöte umgeschrieben und bewältigt im Konzerthaus einen Tonumfang, für den der Geiger vier Saiten zur Verfügung hat.

Das gelingt ihr oft elegisch schimmernd und fein, in manchen Passagen rutscht der Klang aber ab ins Undefinierte, hat zu wenig Substanz. Für das Landesjugendorchester Berlin ist dieses Konzert die Krönung der ersten von zwei jährlichen Probephasen. Hier spielen Musiker von 14 bis 25, die nicht alle Profis werden wollen. Das hört man nicht: Schlank und homogen ist der Streicherklang. Das Blech tönt hingegen schwergängig. Mit James Levines Assistentin Shi-Yeon Sung am Pult gelingen subtile Temporückungen, die man der harten Gestik, mit der sie dirigiert, zunächst gar nicht zutrauen würde. So tanzen schon bald die grotesk verfremdeten Klängen und camouflierten Themen von Dmitri Schostakowitschs erster Symphonie wie Kobolde vor den Zuhörern. Schostakowitsch war, als er das schrieb, übrigens erst 19. Auch er hätte gut im Landesjugendorchester sitzen können. Udo Badelt

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Frisch: Das Landesjugendorchester im Konzerthaus (15.04.2009)

Der Tagesspiegel, 15. April 2009

Während sich ihre Altersgenossen über die Feiertage die Bäuche mit Schokolade vollgeschlagen haben, saßen die Musiker des Berliner Landesjugendorchesters schwitzend über ihren Noten. Als krönender Abschluss der österlichen Arbeitsphase winkte den 58 Nachwuchsinstrumentalisten ein Auftritt im Konzerthaus. Am Beginn des interessanten skandinavischen Programms steht ein Opus 1 – wie passend für die Newcomer-Truppe: die Ossian-Ouvertüre, mit der Niels Gade sich 1841 in der Musikmetropole Leipzig präsentierte. Eine frühromantische Tondichtung, die die Musiker noch etwas schüchtern angehen. Wie Selbstbewusstsein klingt, demonstriert anschließend die 20-jährige Julia Kammerlander im (leider etwas aus der Mode gekommenen) Klavierkonzert von Edvard Grieg. Erstaunlich, wie kaltblütig sie die virtuosen Passagen angeht, wie die zierliche junge Frau pianistische Pranke zeigt, wo es nötig ist. Am meisten aber begeistert die chopineske Eleganz, mit der sie die Melodien modelliert – so kann ein Kitschverdacht gar nicht erst aufkommen.

In Jean Sibelius' 1. Sinfonie hält Dirigent Hermann Bäumer den Erregungspegel hoch, setzt auf Emphase statt Analyse der asymmetrischen Klangarchitektur. Ein angemessener Interpretationsansatz: Das Nebeneinander krasser Kontraste dürfte den 14- bis 25-jährigen Jugendlichen aus ihrem eigenen Leben bestens bekannt sein. Frederik Hanssen

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Generalprobe ersetzt Konzert (09.04.2009)

SHZ - Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, 09. April 2009

Gute Nachricht für Klassikfans: Das abgesagte Konzert des Landesjugendorchesters Berlin, geplant im Theater, erklingt nun im Nordkolleg.

Das Konzert war bereits abgesagt. Nun treten die Musiker doch auf. Zunächst wollte das Landesjugendorchester Berlin am Karfreitag im Theater musizieren. Dieser Plan platzte aus "betriebsorganisatorischen" Gründen. Aber das Ensemble hat eine Alternative gefunden. Morgen (19.30 Uhr) erklingt das vorgesehene Programm als öffentliche Generalprobe im Nordkolleg.

Die Gäste aus Berlin fühlen sich bereits seit einer Woche in der Bildungsstätte am Kanal heimisch. Die jungen Instrumentalisten absolvierten intensive Probentage für ihr Frühjahrsprogramm, das nach der Vorpremiere in Rendsburg am Ostermontag in Berlin präsentiert wird.

Ausgewählt wurde typisch "nordische" Musik. Das Orchester hat Werke der skandinavischen Länder Norwegen, Dänemark und Finnland vorbereitet. Zu hören sind die Konzert-Ouvertüre op. 1 des dänischen Komponisten Niels Wilhelm Gade aus dem Jahr 1841, das einzige Klavierkonzert von Edvard Grieg sowie ein Frühwerk von Jean Sibelius, seine 1. Sinfonie von 1898. Solistin am Flügel für Griegs Klavierkonzert ist die 20-jährige Julia Kammerlander.

Das Landesjugendorchester Berlin besteht seit über 20 Jahren. Junge Talente im Alter von 14 bis 25 Jahren, häufig Preisträger der Wettbewerbe "Jugend musiziert", finden sich in dem Ensemble zusammen. Zweimal im Jahr treffen sich die Instrumentalisten zu Arbeitsphasen, zunächst in Berlin, dann, zu intensiver Probenarbeit mit angeschlossenem Freizeitprogramm, auf dem Land. Im Nordkolleg ist das Orchester seit dem Jahr 2002 nun schon zum sechsten Mal zu Gast. Am Ende der Arbeitsphase stehen zwei Konzerte.

Die Leitung des aktuellen Projekts hat Hermann Bäumer. Über zehn Jahre war er Posaunist bei den Berliner Philharmonikern. Dann wechselte Bäumer ans Dirigentenpult. Und das mit Erfolg. Seit fünf Jahren ist er Generalmusikdirektor am Theater Osnabrück. Überregionales Aufsehen erregt der Künstler immer wieder mit Aufführungen von unbekannten Opern. Sehr engagiert ist der Musiker darüber hinaus in der Jugendarbeit.

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Liebenberger Musiksommer: Rosenlieder in der Scheune (05.09.2008)

Märkische Allgemeine, 05. September 2008

LIEBENBERG - Mit einem Konzert in der Musikscheune der DKB-Stiftung präsentierte sich der Liebenberger Musiksommer beim jüngsten Kreiserntedankfest auf Schloss & Gut Liebenberg. Im ausverkauften Saal war das Landesjugendorchester Berlin unter dem Dirigenten Martin Braun zu erleben. Das Orchester besteht in Trägerschaft des Landesmusikrates Berlin. Zweimal im Jahr können sich junge Musiker von 14 bis 25 Jahren um die Teilnahme an den Arbeitsphasen bewerben. Einzige Voraussetzung: Sie müssen ihr Instrument sehr gut spielen können. Dass dies bei der aktuellen Besetzung der Fall war, bewiesen die 62 Instrumentalisten in Liebenberg eindrucksvoll.

In der diesjährigen Arbeitsphase widmete sich das Orchester Joseph Haydns Sinfonia Concertante in B-Dur, Franz Schuberts 3. Sinfonie und der 3. Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Mit viel Gespür für Melodieführung, tänzerische Leichtigkeit und musikalische Spannung interpretierte das Orchester die unterschiedlichen Werke. Dabei immer klar geführt von seinem Dirigenten Martin Braun. Virtuos und fein aufeinander abgestimmt spielten die vier jungen Solisten ihre Parts in Haydns Concertante. Luisa Rönnebeck (Violine), Daniel Hoffmann (Violoncello), Theresa von Halle (Oboe) und Paul Gregor Straka (Fagott) studieren an Musikhochschulen oder sind Schüler des Berliner Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach.

Mit stehenden Ovationen entließ das Publikum das Landesjugendorchester Berlin zum zweiten Abschlusskonzert der Arbeitsphase, das im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt stattfand.

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Arm in Arm und mit viel Charme (04.09.2008)

Der Tagesspiegel, 04. September 2008

Es wirkt wie ein Akt der Versöhnung: Christian Höppner, Präsident des Landesmusikrates Berlin, und André Schmitz, hauptstädtischer Kulturstaatssekretär, die sich noch im Juli im Tagesspiegel ein verbales Duell um die kulturelle (Aus-) Bildung der Berliner Jugend lieferten (8./18.7.), stehen mit einem gemeinsamen Anliegen auf der Bühne des Konzerthauses. Dem Landesmusikrat Berlin zum 30. Geburtstag zu gratulieren. So sitzen die eigentlichen Hauptdarsteller des Abends, die Musiker des Landesjugendorchesters Berlin, bereits eine halbe Stunde auf der Bühne, bevor sie die ersten Töne von Joseph Haydns "Sinfonia Concertante" für Violine, Cello, Oboe, Fagott und Orchester spielen dürfen. Dies mag ein Grund dafür sein, dass das Orchester unter der Leitung von Martin Braun anfangs nicht ganz bei der Sache zu sein scheint. Die filigrane Leichtigkeit bleibt etwas auf der Strecke. Das Solisten-Quartett - allen voran die für ihre 19 Jahre fabelhaft selbstbewusste Geigerin Luisa Rönnebeck - beweist sowohl für die Haydnsche Melodik als auch für einander ein ausgeprägtes Gespür.

Bei Schuberts 3. Sinfonie zeigt das Orchester dann doch seine Qualitäten: Mit weichem Streicherklang und einer für ein Jugendensemble ungewöhnlich exakten Holzbläsergruppe arbeiten die Musiker wienerischen Charme und volkstümliche Melodik toll heraus. Dass in der Pause ein Patenschaftsvertrag zwischen dem Orchester der Deutschen Oper und dem LJO unterzeichnet wird, beflügelt die jungen Musiker bei Beethovens 3. Sinfonie augenscheinlich noch einmal. Hier findet das Orchester zur Leidenschaft, die der Komponist der Französischen Revolution entgegenbrachte. Im Adagio bewegt ein von tiefer Trauer getragener Ton, der klanglich den Höhepunkt des Abends darstellt, und bestätigt, was Christian Höppner schon in seiner eröffnenden Rede feststellte: "Musik spricht für sich allein!" Daniel Wixforth