Landeszupforchester Berlin

Das Landeszupforchester Berlin ist ein Projekt des Landesmusikrats Berlin sowie des Berliner Landesverbandes des Bundes Deutscher Zupfmusiker (BDZ). Das Orchester widmet seine Arbeit der Entwicklung der Zupfmusik im Raum Berlin-Brandenburg und strebt danach, an die große zupfmusikalische Tradition der Region anzuknüpfen. Insbesondere fördert das LZO die Preisträger von "Jugend musiziert" in den Fächern Mandoline und Gitarre.
Das Landeszupforchester Berlin (LZO) wurde kurz nach der deutschen Wiedervereinigung auf Initiative der BDZ-Landesvorsitzenden Helga Konzack gegründet. Im Mai 2010 übernahm Janett Wollert, selbst Spielerin im LZO, die Projektleitung des Orchesters.

Seit seiner Gründung im Jahre 1991 stand das Landeszupforchester Berlin 19 Jahre lang unter der musikalischen Leitung von Professor Joël Betton. 2010 gab es auch hier einen Generationswechsel: Die musikalische Leitung liegt nun in den Händen der Mandolinistin und Dirigentin Ariane Lorch. Ihr Anliegen ist es, an die bisherige erfolgreiche Arbeit anzuknüpfen, gute Musik sorgfältig und ausdrucksstark zu interpretieren.

Jährlich finden zwei Probenwochenenden statt, zusätzlich probt das Orchester an weiteren sechs Sonnabenden jeweils fünf Stunden. 

Repertoire und Geschichte

Neben den Aufführungen bekannter Literatur für Zupforchester spielt das LZO viele Werke zeitgenössischer Komponisten. Höhepunkte waren 1994 die Uraufführung von Pulsing Moods für Zupforchester von Hans Schanderl, die Uraufführung des Konzert-Divertimentos für Violoncello und Zupforchester von dem Berliner Komponisten Kurt Schwaen (1996) und im Jahre 2001 die Uraufführung von "Atemlos" für Klarinette und Zupforchester von Hannes Zerbe. Darüber hinaus wurden zwei CDs  mit überwiegend zeitgenössischer Musik eingespielt.

Das LZO beteiligt sich regelmäßig an Internationalen Musikfesten und Europäischen Zupfmusikfestivals des Bundes Deutscher Zupfmusiker; 2000 konzertierte das Ensemble zusammen mit dem Norddeutschen Zupforchester in Hamburg. 2005 gastierte das Orchester in Frankreich und gab insgesamt vier Konzerte in Gaillon, Vire und Caen.