Über das Projekt Jugend forscht: Musik

Kann aus einer verrückten musikalischen Idee, einem ungewöhnlichen Hobby oder einer besonderen Begabung ein Thema werden für die Präsentations-Prüfungen oder die „Fünfte Prüfungskomponente“? Gibt es auch außerhalb der Schule Anregungen, Hilfe und Betreuung?

Ja, hier bei Jugend forscht: Musik !


Jugend forscht: Musik – was ist das?

Musik kann man machen, hören, genießen – Musik kann aber auch Gegenstand forscherischer Neugier sein. Man kann sich ihr fragend, reflektierend und wissenschaftlich auch in der Schule nähern, z. B. im Rahmen der „Besonderen Lernleistung“ (Bestandteil der „Fünften Prüfungskomponente im Abitur“). Das Projekt Jugend forscht: Musik bietet die Möglichkeit, WissenschaftlerInnen aus Berliner Forschungseinrichtungen als MentorInnen zu gewinnen. Sie begleiten im Rahmen ihrer aktuellen Forschungsprojekte SchülerInnen und ihre betreuenden LehrerInnen bei der Themenfindung und -bearbeitung und ermöglichen ihnen den Zugang zu den Ressourcen Ihrer Institute. Der Landesmusikrat bietet die Plattform und fungiert als Vermittler zwischen den Schulen und den teilnehmenden Wissenschaftsinstitutionen und Kooperationspartnern.

Wer kann teilnehmen?

SchülerInnen der 11.-12./13. sowie der 9./10. Klassen mit ihren betreuenden MusiklehrerInnen, bzw. anderen betreuenden FachlehrerInnen, wenn das Thema musikbezogen ist.

Mit welchen Forschungseinrichtungen ist eine Zusammenarbeit möglich?

Das Projekt Jugend forscht: Musik arbeitet bislang mit 17 teilnehmenden Wissenschaftseinrichtungen und Kooperationspartnern zusammen, die die verschiedensten Quellen sammeln und/oder zu ganz unterschiedlichen musikwissenschaftlichen Fragestellungen forschen. Das sind zum Beispiel die Universitäten der Stadt, das Musikinstrumentenmuseum, das Ethnologische Museum oder die Forschungsstelle der Arnold-Schönberg-Gesamtausgabe, das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung sowie die Staatsbibliothek und die Zentral- und Landesbibliothek, außerdem die Gesellschaft für Musikforschung und der Deutsche Hochschulverband.

Mit welchen Materialen/Quellen kann man arbeiten?

Archivalien/Akten, Noten, Handschriften/Autographe, Schallquellen, Studiotechnik etc. sind Forschungsgegenstände, die ambitionierten ForscherInnen oft unverhoffte Geschichten erzählen.

Muss man Noten lesen können?

Für etliche Themen/Fragestellungen sind Notenkenntnisse nicht unbedingt/kaum oder gar nicht erforderlich, dafür aber Vorwissen in ganz anderen Gebieten wie Computerprogrammierung, Mathematik, Akustik,…

Wie kommt man von einer Idee zu einem Thema?

Bei Jugend forscht: Musik werden keine Themen vergeben. Die Themenfindung ist bereits Teil der wissenschaftlichen Arbeit und soll gemeinsam mit dem Mentor/der Mentorin der wissenschaftlichen Institution entwickelt werden. Eine große Vielfalt ist möglich, von Klassik bis Pop, von historischen Instrumenten bis zur neuesten Technik, von Mittelalter bis Zukunft.

Wo findet man Informationen zum Thema?

Archive, Bibliotheken und Museen bieten einen großen Schatz an Materialien. Man kann nie genau wissen wo einen die Forschungsreise hinführt.

Wo findet man Hilfe?

In der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) wird jedes Jahr ein Workshop angeboten, der den SchülerInnen Recherchetechniken und Fähigkeiten in der Bibliotheksnutzung vermittelt. Gleichzeitig stehen auch die MitarbeiterInnen des Landesmusikrates zur Verfügung.

Jury/Gewinne

Nach dem Einreichen der schriftlichen Arbeit oder der Präsentation muss die Schülerin/der Schüler diese in einem Gespräch mit einer unabhängigen Jury, die sich aus LehrerInnen und WissenschaftlerInnen zusammensetzt, erörtern. Die drei besten Arbeiten werden mit Sachpreisen prämiert.

Zeitlicher Ablauf

Anmeldung/Beginn der Themenfindungsphase:         ganzjährig
Abgabeschluss der jeweiligen Arbeit (3 Exemplare):  März
Gespräch, Bewertung und Preisvergabe:                       Mai/Juni

Wo kann man sich anmelden?

Der Landesmusikrat vermittelt nach der Anmeldung im Online-Formular den Kontakt zu der passenden Musikforschungseinrichtung und zu einer Mentorin/einem Mentor.