Über das Projekt JUGEND FORSCHT: MUSIK

Kann aus einer verrückten Idee im Bereich der Musik, einem ungewöhnlichen Hobby oder einer besonderen Begabung ein Thema werden für die "Fünfte Prüfungskomponente" im Abitur? Bekommt man irgendwo Anregungen, Hilfe und Betreuung?

Ja, hier! Der Landesmusikrat vermittelt den Kontakt zu der passenden Forschungseinrichtung und zu einer Mentorin/einem Mentor.

Musik kann man machen, hören, genießen - Musik kann aber auch Gegenstand forscherischer Neugier sein. Man kann sich ihr fragend, reflektierend und wissenschaftlich auch in der Schule nähern, z. B. im Rahmen der "Besonderen Lernleistung" (Bestandteil der "Fünften Prüfungskomponente im Abitur"). Ab dem Schuljahr 2012/2013 bietet das Projekt "Jugend forscht: Musik" die Möglichkeit, WissenschaftlerInnen von Berliner Forschungseinrichtungen als MentorInnen zu gewinnen. Sie begleiten im Rahmen ihrer aktuellen Forschungsprojekte SchülerInnen und ihre betreuenden LehrerInnen bei der Themenfindung und -bearbeitung und ermöglichen ihnen den Zugang zu den Ressourcen ihrer Institute. Der Landesmusikrat bietet die Plattform und fungiert als Vermittler zwischen den Schulen und den teilnehmenden Wissenschaftsinstitutionen und Kooperationspartnern.


Ziel des Projekts ist es, SchülerInnen unmittelbar in Kontakt mit ForscherInnen und deren Projekten zu bringen. Diese Initiative schafft eine öffentlichkeitswirksame Plattform für die Verbindung von Schule und Wissenschaft im Bereich der Musik.

Zielgruppen des Projekts sind SchülerInnen der 11.-12./13. Klassen sowie der 9./10. Klassen.
Ansprechpartner an den Schulen können neben den MusiklehrerInnen auch LehrerInnen anderer Fächer (z. B. Literatur, Geschichte, Biologie, Mathematik etc.) sein, wenn sie ein musikbezogenes Thema betreuen.

Das Projekt "Jugend forscht: Musik" arbeitet bislang mit 17 teilnehmenden Wissenschaftseinrichtungen und Kooperationspartnern zusammen, die die verschiedensten Quellen sammeln und/oder zu ganz unterschiedlichen musikwissenschaftlichen Fragestellungen forschen. Es werden keine Themen vergeben. Die Findung des Themengegenstands ist bereits Teil der forschenden Arbeit und soll gemeinsam mit der Mentorin/dem Mentor der wissenschaftlichen Institution geschehen. Eine große Vielfalt ist möglich, von Klassik bis Pop, von historischen Instrumenten bis zur neuesten Technik, von Mittelalter bis Zukunft.

Nach dem Einreichen der schriftlichen Arbeit oder der Präsentation berichtet die Schülerin/der Schüler in einem Gespräch mit einer unabhängigen Jury, die sich aus LehrerInnen und WissenschaftlerInnen zusammensetzt, über das Erstellen der Arbeit. Die drei besten Arbeiten werden mit Sachpreisen prämiert.

Mit welchen Materialien/Quellen kann man arbeiten?
Archivalien/Akten, Noten, Handschriften/Autographe, Schallquellen, Studiotechnik etc.

Muss man Noten lesen können?
Für etliche Themen und Fragestellungen sind Notenkenntnisse nicht unbedingt, kaum oder gar nicht erforderlich, dafür aber Vorwissen in ganz anderen Gebieten wie Computerprogrammierung, Mathematik oder Akustik.

Wo findet man Informationen zum Thema?  
Archive, Bibliotheken, Museen... News und Anregungen gibt es auch auf Facebook.

Wo findet man Hilfe?In der Zentral- und Landesbibliothek wird jedes Jahr ein Workshop angeboten, der den SchülerInnen Recherchetechniken und Fähigkeiten in der Bibliotheksnutzung vermittelt.