Politik & Projekte

Der Landesmusikrat Berlin e.V.  vertritt als Dachverband die allgemeinen musikpolitischen Interessen der Institutionen und Verbände, die das Berliner Musikleben prägen. Er bildet ihre Koordinationsstelle und sieht sich in beratender Funktion gegenüber dem Senat und den Parteien  im Berliner Abgeordnetenhaus.
In seinem Leitbild formuliert der Landesmusikrat Selbstverständnis, Inhalte und Anliegen seiner Projektarbeit und seiner musikpolitischen Aktivitäten. Regelmäßig verfolgt der Landesmusikrat die Berliner Kultur- und Bildungspolitik, kommentiert und kritisiert, vor allem aber entwickelt er Ideen und Konzepte zur Verbesserung der Musikalischen Bildung, zur Förderung der Laien- und Ensemblemusik sowie der Musik als Gegenstand von Wissenschaft und Forschung – er leistet Lobbyarbeit für die Musik in ihrer ganzen Bandbreite und ihren vielfältigen Erscheinungsformen.

Um zielgerichtet auf aktuelle Handlungsfelder Bezug zu nehmen, gründete der Landesmusikrat Runde Tische, die sich mit den konkreten Problemen dieser Handlungsfelder befassen, um durch Lösungsvorschläge die musikalische Entwicklung Berlins zu befördern.

Runder Tisch Musikalische Bildung      

Runder Tisch Bildungs- und Wissenschaftslandschaft Musik in Berlin    

Runder Tisch Chormusik


Generalversammlung des Landesmusikrats tagte am 9.12.2016 im Abgeordnetenhaus Berlin

Verleihung der Ehrennadel an Regina Kittler - Beschluss gegen CETA

Anlässlich seiner Generalversammlung verabschiedete der Berliner Landesmusikrat am 09.12.2016 einen Beschluss gegen das CETA-Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Kanada. Der Landesmusikrat fordert darin Berliner Europa- und Bundestagsabgeordnete auf, bei aktuell geplanten und kommenden Abstimmungen im Europaparlament und im Bundestag gegen das Abkommen zu votieren. Vorausgegangen war eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft in der der Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup es auf den Punkt brachte: „Die europäische Kulturwirtschaft ist verkauft worden, wir wissen nur nicht wofür“. Das einleitende Impulsreferat zur Podiumsdiskussion von der Vizepräsidentin des Berliner Landesmusikrats Prof. Dörte Schmidt ist in der NMZ erscheinen:

Dörte Schmidt: Grundrechte versus Ökonomisierung. Wozu gibt sich ein demokratisches Staatswesen einen Kulturauftrag? In: nmz 2/2017 - 66. Jahrgang

Eine Übersicht  zur Verankerung von Kulturträgerschaft in den Verfassungen der Bundesländer und dem Grundgesetz finden Sie hier:

Regelungen der Kulturträgerschaft im Grundgesetz und in den Verfassungen der Länder, Zitate aus dem Vertrag von Lissabon und CETA

Ein Höhepunkt schon zu Beginn der Veranstaltung war die Verleihung der Ehrennadel des Landesmusikrates an die Berliner Abgeordnete Regina Kittler (Die Linke). Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrates, in seiner Laudatio: „Regina Kittler zeichnete sich sowohl im Kultur- und als auch im Bildungsauschuss durch sachlich entschiedene, gut begründete und überflüssige Polemik vermeidende Argumentation aus und hat u.a. für tiefgründige Debatten über die strukturellen Defizite der Berliner Musikschulen gesorgt und aus der Opposition heraus die positiven Beschlüsse der jetzigen rot-rot-grünen Koalition vorbereitet.“

Nach längerer Pause hatte der Landesmusikrat 2015 seine goldene Ehrennadel neu aufgelegt, um damit Politiker mit Wertschätzung zu ehren, die sich durch besonderes Engagement für die Stärkung der Musik und Bildung einsetzen. Thomas Birk von Bündnis 90/ Die Grünen war der erste golden Ausgezeichnete im letzten Jahr.