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Hier finden Sie die Pressemitteilungen des Landesmusikrats Berlin ab Januar 2012.

Musikalische Sprachförderung in Willkommensklassen - Pilotprojekt des Landesmusikrats Berlin gestartet (17.05.2017)

Musikalische Sprachförderung in Willkommensklassen - Pilotprojekt des Landesmusikrats Berlin gestartet (17.05.2017)

Der Landesmusikrat Berlin hat mit dem Pilotprojekt „Musikalische Sprachförderung in Willkommensklassen“ ein Modell zur kulturellen, sprachlichen und sozialen Integration geflüchteter Kinder in Berlin entwickelt, welches nun seine Arbeit aufgenommen hat.

Das Projekt entstand im Dialog mit der Landesmusikakademie Berlin, der Universität der Künste Berlin und dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg.

Über einen Zeitraum von einem Schulhalbjahr wird an zwei Grundschulen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg (Rudolf Hildebrand Grundschule und Bruno Bürgel Grundschule) musikalische Sprachförderung durch ausgebildete Rhythmische ErzieherInnen angeboten. Auf das vorgegebene Curriculum in den Willkommensklassen wird bei der Gestaltung ebenso Rücksicht genommen wie auf die kulturellen Identitäten und Fluchterfahrungen der Kinder. Eine kleine Aufführung für die Eltern und Freunde der SchülerInnen wird das Projekt abschließen.

Die auf vielen Ebenen enge Verbindung von Musik und Sprache wird im Zusammenhang mit der Therapie von Sprachproblemen seit Jahren wissenschaftlich erforscht. Ganz praktisch etabliert ist in diesem Feld die Arbeitsweise der Rhythmisch-musikalischen Erziehung (Rhythmik), die an der Berliner Universität der Künste mit einem eigenen Studiengang vertreten ist.

Rhythmik verbindet Sprache, Musik und Bewegung in künstlerisch-pädagogischen Gruppenprozessen in Wechselbeziehung zueinander. In interkulturellen Liedern können die Kinder sich ausdrücken und improvisieren, Verse, Fingerspiele und Tänze verbinden Sprache mit Bewegung und Musik.

Mehr Informationen unter: https://www.landesmusikrat-berlin.de/Musikalische-Sprachfoerderung.725.0.html

Kontakt: presse@landesmusikrat-berlin.de

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Landesmusikrat lädt zum Orchester-Begegnungsworkshop mit dem Syrian Expat Philharmonic Orchestra ein (08.05.2017)

Landesmusikrat lädt zum Orchester-Begegnungsworkshop mit dem Syrian Expat Philharmonic Orchestra ein (08.05.2017)

- 29.09. – 03.10.2017: Begegnungsworkshop mit Abschlusskonzert im Konzertsaal der UdK

- Berliner AmateurmusikerInnen sind herzlich zur Teilnahme eingeladen

Das Syrian Expat Philharmonic Orchestra (SEPO) kommt auf Einladung des Landesmusikrats Berlin nach Berlin und trifft unter dem Motto „Berlin meets the Syrian Expat Philharmonic Orchestra – Orient meets Berlin“ Berliner AmateurmusikerInnen.

Im gemeinsamen Orchester-Begegnungsworkshop vom 29.9. bis 3.10. werden Räume für den künstlerischen Austausch geschaffen, aber auch für Dialog und kulturelle Begegnungen über die gemeinsame musikalische Arbeit hinaus.

Im abschließenden Konzert am 3. Oktober im Konzertsaal der Universität der Künste (Hardenbergstraße 33, 10623 Berlin) werden Berliner AmateurmusikerInnen und syrische Orchesterprofis unter der Leitung des Dirigenten Ghassan Alaboud Pult an Pult spielen.

Mit dem Projekt „Berlin meets the Syrian Expat Philharmonic Orchestra – Orient meets Berlin“ greift der Landesmusikrat eine Anregung des Homophilharmonischen Orchesters „concentus alius“ auf. Im Sinne des Berliner Integrationskonzeptes und dem darin enthaltenen Schwerpunkt „Vielfalt fördern – Zusammenhalt stärken“ möchte der Landesmusikrat in der wachsenden Stadt Berlin gemeinsam mit den SEPO-MusikerInnen und den TeilnehmerInnen ein unüberhörbares Zeichen musikalischer Verbundenheit setzen. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Berliner LOTTO-Stiftung.

Berliner AmateurmusikerInnen sind zur Begegnung herzlich eingeladen! Die Anmeldung erfolgt über die Website des Landemusikrats Berlin.

Das Syrian Expat Philharmonic Orchestra ist das erste syrische Exilorchester der Welt. Es wurde gegründet durch den Kontrabassisten Raed Jazbeh. Es begreift sich als Botschafter des kulturellen Erbes Syriens. Es will durch die universelle Sprache der Musik Brücken bauen und geflüchtete Menschen als starke und kreative neue Mitglieder unserer Gesellschaft zeigen.

Informationen und Anmeldung unter: https://www.landesmusikrat-berlin.de/Orient-meets-Berlin.715.0.html

Kontakt: presse@landesmusikrat-berlin.de

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1. Mai vor dem Brandenburger Tor: 20% Festanstellungen sind 184 neue Vollzeitstellen! (02.05.2017)

1. Mai vor dem Brandenburger Tor: 20% Festanstellungen sind 184 neue Vollzeitstellen! (02.05.2017)

VertreterInnen von Musikschulen, Fachverbänden und Bezirken demonstrierten vereint für die Umsetzung ihrer Forderungen


Der neue rot-rot-grüne Senat ist der erste, der sich laut Koalitionsvertrag eine qualitative und strukturelle Verbesserung der Berliner Musikschulen zum Ziel gesetzt hat, u.a. durch Festanstellung von mindestens 20 % Musikschullehrkräften.

Aktuelle Probleme bei der Umsetzung sind jedoch die folgenden:

1. Die Senatsfinanzverwaltung errechnete bislang nur 105 zusätzlich notwendige VZÄs (=Vollzeitäquivalente), um die Marke von 20% zu erreichen. Eine von allen Berliner Bezirksämtern unterstützte Berechnung der AG-MusikschulleiterInnen sieht für eine qualifizierte Umsetzung zutreffend jedoch mindestens 184 neue Vollzeitäquivalente vor.

Strittig ist hier die Berücksichtigung der zur qualifizierten Organisation des Unterrichts notwendigen Abminderungsstunden für Funktionstätigkeiten (Musikschulleitung, Stellvertretung, Fachgruppenleitung, Zweigstellenleitung).

2. Ein weiteres Problem ist die bisher geplante Art der Zuweisung der zusätzlichen Mittel über die Globalsummenzuweisung an die Bezirke, da hier durch die Zwänge der Kostenleistungsrechnung Verwerfungen zu erwarten sind und die Gefahr einer zwangsläufigen Output-Reduzierung droht. Im Klartext: Im schlimmsten Fall müssten Honorarlehrkräfte entlassen und das Unterrichtsangebot reduziert werden. Um das zu vermeiden, wäre die zweckgebundene Direktzuweisung der zusätzlichen Mittel zielführender.

Der Landesmusikrat Berlin fordert daher:

•        Mittel-Zuweisung an die Bezirke für 184 zusätzliche Vollzeitäquivalente im Bereich der Musikschulen.

•        Direkte Zuweisung der Mittel, um sicherzustellen, dass die Umsetzung der Forderung „mindestens 20 % Festanstellungen für MusikschullehrerInnen“ nicht zu einer Reduktion des Unterrichtsangebotes an Berliner Musikschulen und zur Entlassung von Honorarlehrkräften führt.

Für die Forderungen des Landesmusikrates demonstrierte am 1. Mai ein breites Bündnis aus MusikschulleiterInnen, MusikschullehrerInnen, ver.di-Mitgliedern PolitikerInnen und VertreterInnen der Bezirke. Für die Sache der MusikschullehrerInnen auf der Bühne sprach Bezirksstadträtin Juliane Witt.

Zahlreiche BesucherInnen unterstützten die Forderung zudem durch Aktionsbilder. Die Aktionspostkarte kann auf der Webseite des Landesmusikrates heruntergeladen werden:

https://www.landesmusikrat-berlin.de/Aktionsseite-Musikschulen.713.0.html

 

Bezirksstadträtin Juliane Witt bei der Kundgebung am 1. Mai 2017 (Copyright: Landesmusikrat Berlin)

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Stellungnahme des Landesmusikrats Berlin e. V. zum Eckpunktepapier der IG Jazz zu einem „Haus für die Musik des 21. Jahrhunderts“ (26.04.2017)

Stellungnahme des Landesmusikrats Berlin e. V. zum Eckpunktepapier der IG Jazz zu einem „Haus für die Musik des 21. Jahrhunderts“ (26.04.2017)

Der Landesmusikrat Berlin e.V. (LMR) unterstützt die Initiative der Interessengemeinschaft Jazz/Berlin (IG Jazz), das in Rede stehende „House Of Jazz“ in einer inhaltlich weiter gefassten Konzeption als „Ein Haus für die Musik des 21. Jahrhunderts“ zu realisieren.

Dabei sieht der LMR vor allem Vorteile darin, unterschiedliche Initiativen, die der Musik des 21. Jahrhunderts verpflichtet sind, auf breiter Basis an einem Ort zu bündeln und diesen Ort – den Bedarfslagen der Beteiligten entsprechend – dann schrittweise zu entwickeln.

Dies erfordert nicht die Notwendigkeit, ein mit hohen Investitionen instand gesetztes Objekt sofort zu bespielen, sondern ermöglicht kontinuierliche Anpassungen auf der Basis einer Grundausstattung, was dem Charakter der bereits vor Ort agierenden Initiativen entspräche.

Vor allem, wenn dieser Ort als „offener Ort für Begegnungen und Austausch“, als Spielstätte mit einem größeren Saal, als Ort für die Vermittlung von Musik des 21. Jahrhunderts auch an nachwachsende Generationen, zur Entwicklung von Projekten und letztlich als Produktionsstätte dienen würde, könnten die bestehenden Spielstätten in Berlin ohne Konkurrenzbefürchtungen weiter existieren und „Das Haus für die Musik des 21. Jahrhunderts“ zu einer sinnstiftenden Bereicherung das Berliner Musiklebens avancieren.

Darüber hinaus erklärt der Landesmusikrat Berlin seine Bereitschaft, bei den weiteren konzeptionellen Beratungen zur Entwicklung eines  „Hauses für die Musik des 21. Jahrhunderts“ mit seinem Know-how und umfangreichen Netzwerk aus der Berliner Musikszene mitzuwirken.

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Erwachsen werden mit Haydn und Bruckner (05.04.2017)

Erwachsen werden mit Haydn und Bruckner (05.04.2017)

Landesjugendorchester Berlin mit Konzert am Ostermontag im Konzerthaus Berlin

Ostermontag, 17. April 2017, 20 Uhr: Konzerthaus Berlin, Großer Saal 

Musikalische Leitung: Justus Thorau

Solisten: Leopold Kern (Oboe), Antje Förster (Fagott), Leonard Wacker (Violine), Sebastian Mirow (Violoncello)

Programm:

Joseph Haydn (1732-1809): Sinfonia Concertante B-Dur op. 84 Hob.I:105 für Oboe, Fagott, Violine, Cello und Orchester (1792)

Anton Bruckner (1824-1896): Symphonie Nr. 4 Es-Dur WAB 104 (1881)

Im Konzert des Landesjugendorchesters Berlin am Ostermontag (17.04.2017) spielen Solisten aus den eigenen Reihen des Orchesters auf dem Podium des Großen Saales im Konzerthaus. Leopold Kern (Oboe), Antje Förster (Fagott), Leonard Wacker (Violine) und Sebastian Mirow (Violoncello) haben sich gemeinsam mit ihren jungen Ensemble-Kollegen musikalisch weiter entwickelt. Ihr Werdegang wird sichtbar in der ursprünglichen Idee von Joseph Haydns „Sinfonia Concertante“: Mitglieder des Orchesters, deren Stimmen ein besonderes Gewicht haben, werden als Instrumentalisten aus dem Orchesterkollektiv hervorgehoben.

Die Solisten der Sinfonia Concertante befinden sich vor dem Sprung in die Berufsausbildung, aber nicht alle schlagen dabei die Musikerlaufbahn ein: Antje Förster (17) ist eine der jüngsten Medizinstudentinnen Deutschlands und im 4. Semester an der Berliner Charité. Das Landesjugendorchester Berlin fördert unabhängig von der späteren Berufsentscheidung.

Anton Bruckners 4. Sinfonie haben die Jugendlichen selbst auf das Programm gesetzt: Großer Wunsch der Blechbläsergruppe war es, einmal ein Werk zu spielen, in dem besonders die Blechbläser gefordert werden. Im Konzert meistern sie so eine selbst gestellte Aufgabe – begleitet von dem Engagement und der Begeisterung des ganzen Orchesters für diese besondere Herausforderung.

Die musikalische Leitung hat in diesem Frühjahr Justus Thorau, der seit 2014 als 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Theater Aachen engagiert ist. Er war Finalist und Sonderpreisträger beim Deutschen Dirigentenwettbewerb 2015 und machte außerdem 2011 als 1. Preisträger des 5. Deutschen Hochschulwettbewerbs Orchesterdirigieren in Leipzig auf sich aufmerksam. Die Spielzeit 20117/18 wird er als kommissarischer GMD leiten. 1986 in Berlin geboren, war Justus Thorau selbst als (Violin-)Schüler Mitglied des Landesjugendorchesters.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Am Ostermontag wird Justus Thorau das LJO im Konzerthaus leiten und das Publikum bereits auf 30 Jahre Landesjugendorchester Berlin einstimmen. Sein erstes Konzert spielte das Landesjugendorchester Berlin am 1.11.1987 im Großen Sendesaal des Senders Freies Berlin. Das Jubiläum wird das LJO mit einem Festkonzert am Sonntag, 5.11.2017, 20 Uhr im Großen Saal des Berliner Konzerthauses feiern.

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Strahlende Gesichter, glückliche Gewinner (27.03.2017)

Strahlende Gesichter, glückliche Gewinner (27.03.2017)

202 erste Preise im Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin

Mit der festlichen Urkundenvergabe im Konzertsaal Hardenbergstraße der Universität der Künste ging am gestrigen Sonntag der 54. Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin zu Ende. 387 Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten in unterschiedlichen Kategorien, darunter Klavier solo, Streicher- und Bläser-Ensemble, Akkordeon-Kammermusik und Band (Rock und Pop) beim Wettbewerb an. 202 erhielten einen ersten Preis, 138 einen zweiten, 44 einen dritten. 70 junge Musikerinnen und Musiker wurden zum Bundeswettbewerb weitergeleitet, der vom 1. bis 8. Juni in Paderborn stattfindet.

Den Sonderpreis des kulturradio vom rbb in Form einer professionellen Studio-Produktion erhielt das Querflöten-Duo Jona Mehlitz/Mildred Scholz. Zahlreiche weitere Sonderpreise wurden u. a. in den Kategorien Klavier, Gesang sowie in der Kategorie Band (Rock und Pop) vergeben, an der erstmals auch Gruppen aus Brandenburg teilnahmen.

Bereits zum vierten Mal waren Jugend-Jurys beim Berliner Landeswettbewerb im Einsatz. Sie bewerteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kategorien „Klavier solo“ und „Band (Rock und Pop)“ und vergaben eigene Sonderpreise. „Die Einführung der Jugend-Jurys als neue Farbe im Portfolio des Wettbewerbs kann als erfolgreich bezeichnet werden“, sagt Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin. „Die Ernsthaftigkeit und das Einfühlungsvermögen der jungen Jurorinnen und Juroren stehen denen der Jurymitglieder in nichts nach, und die Übereinstimmung mit den Ergebnissen der Hauptjury ist erneut erstaunlich.“

Marc Rackles, Staatssekretär für Bildung, dankte in seinem Grußwort den Eltern und den Musiklehrkräften für ihr Engagement. Er unterstrich zugleich das Vorhaben des neuen Berliner Senats zu mindestens 20% Festanstellung an den kommunalen Musikschulen. Die Möglichkeit für Musiklehrkräfte der Berliner Musikschulen, von ihrer Arbeit angemessen leben zu können, sei eine wichtige Voraussetzung für ein Projekt wie „Jugend musiziert“.

Der Präsident des Landesmusikrats Berlin, Dr. Hubert Kolland, begrüßte in seiner Rede das Bekenntnis des Staatssekretärs zur überfälligen strukturellen Verbesserung der Berliner Musikschulen, für die der Landesmusikrat als Träger von Jugend musiziert Berlin u.a. gemeinsam mit ver.di, Landeselternausschuss und Musikschulbündnis Berlin seit Jahren streitet: „Die rot-rot-grüne Koalition ist die erste Berliner Landesregierung, welche den Mut hat, diese wirkliche Verbesserung bei den Musikschulen herbeizuführen. Wir erwarten vom Berliner Senat die zügige Umsetzung des Vorhabens in konstruktiver Kooperation mit den Bezirksämtern und wünschen viel Erfolg!“

Ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs stellen sich beim Landes-Preisträgerkonzert am 22. April, 17.00 Uhr in der Mendelssohn-Remise am Gendarmenmarkt dem Publikum vor.

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ wurde 1964 ins Leben gerufen. Er richtet sich an Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren, die nicht in einer musikalischen Berufsausbildung stehen, und findet in drei Stufen statt, auf Regional-, Landes- und Bundesebene. Deutschlandweit nehmen jährlich etwa 20.000 junge Musikerinnen und Musiker an „Jugend musiziert“ teil.

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Wettbewerb - Begegnung - Dialog (20.03.2017)

Wettbewerb - Begegnung - Dialog (20.03.2017)

Startschuss für den 54. Berliner Landeswettbewerb "Jugend musiziert"

Rund 380 jugendliche Musikerinnen und Musiker kommen zwischen dem 23. und 26. März beim Berliner Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ zusammen, um sich mit Gleichaltrigen zu messen, Feedback von den Fachjurys zu bekommen und sich vielleicht sogar eine Fahrkarte zum Bundeswettbewerb in Paderborn zu erspielen. Dort treffen sich Anfang Juni die ersten Preisträger aus allen Bundesländern zur dritten und letzten Runde des Wettbewerbs.

Die Beteiligung ist in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor. „Dies ist teilweise auf die Kategorie Klavier solo zurückzuführen, die regelmäßig besonders stark nachgefragt ist“, erklärt der Vorsitzende des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin, Markus Wenz. „Ich freue mich aber auch, dass sich sehr viele Kinder und Jugendliche zu Ensembles, speziell im Bereich Holzbläser, zusammengefunden haben. Das gemeinsame Musizieren zu fördern, ist eines der wichtigsten Ziele von ‚Jugend musiziert‘.“

Ausgeschrieben sind in diesem Jahr neben Klavier und Holzbläser-Ensemble auch Wertungen für Harfe, Gesang, Drum-Set (Pop), Gitarre (Pop), Blechbläser-Ensemble, Streicher-Ensemble, Akkordeon-Kammermusik und Neue Musik. Der Landesmusikrat Berlin als Träger des hiesigen Wettbewerbs hat zudem speziell in Berlin die Kategorien Interkulturelle Perkussion, Komposition und Band (Rock und Pop) ausgeschrieben. An der Band-Wertung nehmen erstmals auch Gruppen aus Brandenburg teil.

Die Wertungsspiele sind öffentlich und finden in der Universität der Künste Berlin, im Kulturhaus Karlshorst sowie in der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg statt. Besonders spannend wird es bei der festlichen Abschlussveranstaltung im Konzertsaal Hardenbergstraße am Sonntag, 26. März, 17.00 Uhr: Dort erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs ihre Ergebnisse und erhalten ihre Urkunden. Die Überreichung der Urkunden übernehmen traditionell Vertreter von politischen und kulturellen Institutionen in Berlin. Vergeben werden darüber hinaus zahlreiche Sonderpreise. Staatssekretär Mark Rackles wird ein Grußwort sprechen. Der Eintritt zu allen Wettbewerbsveranstaltungen ist frei.

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Konzerte des Landesjugendensembles Neue Musik in Berlin und München (07.03.2017)

Konzerte des Landesjugendensembles Neue Musik in Berlin und München (07.03.2017)

Werke von Ligeti, Newski, Robertson und Zapf

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin spielt am 12. März 2017 im Berliner Konzerthaus und ist am 23. Mai erstmals in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München zum aDevantgarde Festival zu Gast.

In Berlin zu hören ist u.a. György Ligetis Kammerkonzert für 13 Instrumentalisten. Die Aufführung von Ligetis Werk eine große spieltechnische Herausforderung, an die sich nicht viele Jugendensembles heranwagen.

Erstmalig in seiner vollständigen Fassung mit Chor und somit als Uraufführung spielt das Landesjugendensemble Helmut Zapfs „einwärts / im Wind ertrunken“, ein gleichermaßen expressives und sensibles Werk zur Flüchtlingstragödie.

Außerdem stehen auf dem Programm: „Jétais d’accord“ („Ich wäre bereit“) von Sergej Newski und „Woven Tracks“ von Jaslyn Robertsen.

In Newskis nach eigener Aussage radikalstem Stück – es nimmt Bezug auf eine Äußerung Michel Foucaults, er wäre in einem bestimmten Moment seines Lebens gleichermaßen mit Leben oder Tod einverstanden gewesen - wird die international renommierte Stimmkünstlerin Natalia Pschenitschnikova mitwirken, die schon die Uraufführung sang. Die australische Komponistin Jaslyn Robertson war im Herbst 2016 zu Gast in Berlin. „Woven Tracks“ wurde von ihr eigens für das Landesjugendensemble komponiert.

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin wurde 2013 gegründet und gehört zu den größten Jugendensembles für Neue Musik in Deutschland. In variierender Besetzung widmet es sich Uraufführungen, Ensemble-Improvisationen und den Klassikern der Moderne. Unter der künstlerischen Leitung von Gerhard Scherer und Jobst Liebrecht kamen dabei bisher u.a. Werke von Paul Hindemith, Luigi Nono, Hans Werner Henze, Katia Tschemberdji, Sarah Nemtsov, Jeffery Ching, Mayako Kubo zur (Ur-) Aufführung.

Weitere Informationen unter www.landesmusikrat-berlin.de

Kontakt: presse@landesmuiskrat-berlin.de

 

Nächste Konzerte des Landesjugendensemble Neue Musik

Sonntag, 12. März 2017, 20 Uhr (Berlin)

Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin

György Ligeti (1923-2006): Kammerkonzert für 13 Instrumentalisten (1969/70)

Sergej Newski (*1972): „J‘étais d‘accord…” für Stimme, Kammerensemble und elektronische Zuspielung (2000)

Jaslyn Alexandra Robertson (*1996): „Woven Tracks“ (2016)

Helmut Zapf (*1956): „windwärts/im Wind ertrunken“ (2016, Uraufführung der vollständigen Fassung)

 

Dienstag, 23. Mai 2017, 18 Uhr (München)

Akademie der Schönen Künste, München (aDevantgarde-Festival)

György Ligeti (1923-2006): Kammerkonzert für 13 Instrumentalisten (1969/70)

Sergej Newski (*1972): „J'étais d'accord“ (2000)

Johannes Xaver Schachtner (*1985): Auftragswerk

Katharina Susanne Müller (*1994): Auftragswerk

 

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Landesmusikrat verurteilt Aus für Rockhaus (03.03.2017)

Landesmusikrat verurteilt Aus für Rockhaus (03.03.2017)


Drohender Verlust von Proberäumen muss abgewendet werden

Nach der Übernahme des Lichtenberger Gebäude-Komplexes durch den Investor Shai Scharfstein steht das Rockhaus vor dem möglichen Aus.

Das Rockhaus bietet mit seinen 190 Proberäumen ca. 250 Bands optimale Proben- und Unterrichtsbedingungen. Erst 2013 investierte Dirk Kümmerle nach der Verlängerung seines Mietvertrages bis 2023 in den Schall- und Brandschutz und sorgte damit für die Instandhaltung und Zwecktauglichkeit des Gebäudes. Den besonderen Anforderungen für die Nutzung von Rockbands wurde dabei Rechnung getragen, sodass aktuell ein einzigartiges Haus für kreativen Austausch und produktive Proben zur Verfügung steht.

„Die Schließung des Rockhauses kommt für die rund 1000 Musikerinnen und Musiker der Rock- und Popszene zum Teil dem Verlust des Arbeitsplatzes gleich“, beklagt Landesmusikrats-Präsident Dr. Hubert Kolland die Investoren-Pläne. „Angesichts der ohnehin angespannten Lage auf dem Berliner Immobilienmarkt sind bezahlbare Proberäume für Musiker, die entsprechend ausgestattet und schallgeschützt sind, Mangelware. Profimusiker, die nicht proben oder ihre Schüler unterrichten können, werden an der Ausübung ihres Berufs gehindert“.

Der Landesmusikrat Berlin protestiert gegen die drohende Schließung des Rockhauses und den damit verbundenen Verlust von 190 Proberäumen in Berlin.

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Startschuss für Jugend musiziert Berlin 2017 (06.02.2017)

Startschuss für Jugend musiziert Berlin 2017 (06.02.2017)

Rekordbeteiligung bei den 54. Berliner Regionalwettbewerben

An diesem Wochenende ist es soweit: Die Berliner Regionalwettbewerbe von „Jugend musiziert“ beginnen mit den Wertungsspielen in der Region Berlin-Nord (11./12. Februar, Fontane-Haus Reinickendorf) und dem gemeinsamen Berliner Regionalwettbewerb „Populäre Musik“ (11. Februar, Landesmusikakademie Berlin). Eine Woche später folgen dann die Wertungen in den Regionen Berlin-Mitte und Berlin-Süd.

Eine Rekordzahl von etwa 650 jungen Musikerinnen und Musikern haben sich in diesem Jahr berlinweit angemeldet. „Dies ist umso erfreulicher“, sagt der Vorsitzende des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin, Markus Wenz, „wenn man sich die wachsenden schulischen Belastungen und das umfangreiche Freizeitangebot in unserer Stadt vor Augen führt. Das eigene Musizieren ist demnach für viele Kinder und Jugendliche nach wie vor sehr attraktiv.“

Die weitaus meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer treten in der Kategorie „Klavier solo“ an, aber auch im Bereich „Holzbläser-Ensemble“ ist ein hoher Zuspruch zu verzeichnen. Ausgeschrieben sind in diesem Jahr zudem Harfe, Gesang, Drum-Set (Pop), Gitarre (Pop), Streicher-Ensemble, Akkordeon-Kammermusik und Neue Musik.

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ wurde 1964 ins Leben gerufen. Er richtet sich an Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende und Studierende bis zum Alter von 21 Jahren, die nicht in einer musikalischen Berufsausbildung stehen, und findet in drei Stufen statt: Die 1. Preisträger der Regionalwettbewerbe können zum Berliner Landeswettbewerb (23.-26. März) weitergeleitet werden, die 1. Preisträger aller Bundesländer werden zum Bundeswettbewerb in Paderborn (1.-8. Juni) eingeladen. Bundesweit nehmen alljährlich etwa 20.000 junge Musikerinnen und Musiker an „Jugend musiziert“ teil.

Hinweis für Redaktionen:

Details zu den Teilnehmenden, den Terminen der Vorspiele und den Preisträgerkonzerten von Jugend musiziert Berlin erhalten Sie in der Geschäftsstelle des Landeswettbewerbs:
Landesmusikrat Berlin, Eva Blaskewitz (Geschäftsführung Jugend musiziert Berlin), blaskewitz@landesmusikrat-berlin.de, Tel. 030 / 39 87 60 52
www.jugend-musiziert-berlin.de

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Frischer Blick - Jugend musiziert sucht Jugend-JurorInnen (04.01.2017)

Frischer Blick - Jugend musiziert sucht Jugend-JurorInnen (04.01.2017)

Als Versuchsballon im Jahr 2014 gestartet, ist die Jugend-Jury inzwischen aus dem Wettbewerb Jugend musiziert Berlin kaum noch wegzudenken. Auch 2017 werden Jugendliche die Leistungen der gleichaltrigen oder nur wenig jüngeren Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer aus ihrer Sicht beurteilen, dieses Mal in den Kategorien „Klavier solo“ und „Band (Rock und Pop)“. Sie werten unabhängig von den regulären Jurys und vergeben einen eigenen Sonderpreis, der bei der Abschlussveranstaltung am 26. März im Konzertsaal der Universität der Künste verliehen wird.

„Es ist wirklich beeindruckend“, so Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin, „mit welcher Ernsthaftigkeit und Kompetenz die jugendlichen Jurorinnen und Juroren ihrer Aufgabe nachgehen. Die Übereinstimmung mit den Ergebnissen der eigentlichen Jurys ist erstaunlich.“

Wer einmal „auf der anderen Seite des Jury-Tischs“ sitzen und sich für die Jugend-Jury bewerben möchte, sollte zwischen 16 und 22 Jahre alt sein und gute Kenntnisse, möglichst eigene Praxis, im Bereich Klavier oder Rock-/Pop-Musik haben. Erfahrung mit dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ ist wünschenswert, aber nicht Bedingung.

Bewerbungsschluss ist der 20. Januar 2017.

Nähere Informationen unter www.landesmusikrat-berlin.de oder jumu@landesmusikrat-berlin.de.

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Jetzt noch anmelden! (03.01.2017)

Jetzt noch anmelden! (03.01.2017)

„Interkulturelle Perkussion“ und „Komposition“ bei Jugend musiziert Berlin

Endspurt: Noch bis zum 1. Februar können sich Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre für die Wertungen „Interkulturelle Perkussion“ und „Komposition“ bei Jugend musiziert Berlin anmelden. Diese Kategorien des bundesweiten Wettbewerbs werden nur in Berlin angeboten und im Rahmen des Landeswettbewerbs (23.-26. März 2017) ausgetragen.

Die Ausschreibung „Interkulturelle Perkussion“ richtet sich an jugendliche Perkussions-Ensembles jeder Art – verschiedene Trommeln sind ebenso willkommen wie Ölfässer oder Bodypercussion.

In der Kategorie „Komposition“ senden junge Komponistinnen und Komponisten ein Stück für ein Solo-Instrument oder für Kammer-Ensemble (2 bis 6 Musizierende) ein und führen es entweder selbst, ggf. zusammen mit anderen Jugendlichen, auf oder erläutern es der Jury in einem kurzen Gespräch. Der Landesmusikrat Berlin e. V. als Träger des Wettbewerbs lädt zudem die Teilnehmenden im Mai zu einem Workshop ein: Der Komponist Hartmut Fladt, Professor an der Universität der Künste Berlin und bekannt aus der Radio Eins-Sendung „Die Musikanalyse“, bietet neue Anregungen fürs eigene Komponieren, die Gelegenheit zum Austausch und die Möglichkeit zur vertiefenden Arbeit an den eingereichten Kompositionen.

Die genauen Teilnahmebedingungen des Wettbewerbs und weitere Informationen finden sich unter www.jugend-musiziert-berlin.de.

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Die Oboe ist das Instrument des Jahres 2017 (02.01.2017)

Die Oboe ist das Instrument des Jahres 2017 (02.01.2017)

Die neue Veranstaltungsbroschüre ist ab sofort in der Geschäftsstelle des Landesmusikrats Berlin erhältlich und online bereitgestellt

Die Landesmusikräte Berlin und Schleswig-Holstein haben die Oboe zum Instrument des Jahres 2017 gekürt! Die Schirmherrschaft für Berlin hat der renommierte Oboist und Pädagoge Prof. Burkhard Glaetzner übernommen. Aufs neue hat der Landesmusikrat Berlin Informationen zu Veranstaltungen rund um die Oboe gesammelt und in einer Broschüre herausgegeben, die druckfrisch vorliegt.

Zu den Höhepunkten in der ersten Jahreshälfte gehören im Januar und Februar hochkarätig geleitete Meisterkurse beim Holzblasinstrumenten-Bauer Frank & Meyer mit Albrecht Mayer und Prof. Ingo Goretzki sowie Konzerte mit Studierenden aus den Oboenklassen der Universität der Künste und der Hochschule für Musik Hanns Eisler. Im März führen Mitglieder des Rundfunk-Sinfonieorchesters mit den Triosonaten für zwei Oboen, Fagott und Basso continuo des Bach-Zeitgenossen Jan Dismas Zelenka eine wahre Rarität auf. Das Faboi Doppelrohrquartett präsentiert neben der Oboe auch Englischhorn, Oboe d’amore und Bassoboe. Am Tag der offenen Tür der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg spielt die Oboe die Hauptrolle, die Musikschule bietet außerdem Workshops zu historischen Blasinstrumenten an.

Im April steht traditionell ein Werk für das Instrument des Jahres auf dem Programm des Landesjugendorchesters Berlin. Am Ostermontag (17.04.2017) wird es die Sinfonia Concertante für Oboe, Fagott, Violine, Violoncello und Orchester von Joseph Haydn sein, in der junge Jugend-musiziert-Preisträger und ehemalige LJO-Mitglieder als Solisten mit dem Orchester unter der Leitung von Johannes Klumpp auftreten.

Die Broschüre „Oboe – Instrument des Jahres 2017. Veranstaltungsprogramm Januar-Juni 2017“ liegt ab sofort in der Geschäftsstelle des Landesmusikrats oder als download auf der Homepage des Landesmusikrats vor. Alle Veranstaltungen sind dort auch im fortlaufend ergänzten Kalendarium veröffentlicht:

www.landesmusikrat-berlin.de

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Generalversammlung des Berliner Landesmusikrates (09.12.2016)

Generalversammlung des Berliner Landesmusikrates (09.12.2016)

Verleihung der Ehrennadel an Regina Kittler - Beschluss gegen CETA

Anlässlich seiner Generalversammlung verabschiedete der Berliner Landesmusikrat am vergangenen Freitag einen Leitet Herunterladen der Datei einBeschluss gegen das CETA-Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Kanada. Der Landesmusikrat fordert darin Berliner Europa- und Bundestagsabgeordnete auf, bei aktuell geplanten und kommenden Abstimmungen im Europaparlament und im Bundestag gegen das Abkommen zu votieren.

Vorausgegangen war eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft.[1]

Der Landesmusikrat beklagt in dem Beschluss besonders das in CETA vertraglich verankerte Ungleichgewicht in Bezug auf den Schutz von Kultur und Einschränkungen von länderhoheitlichen Entscheidungsbefugnissen. Während Kanada in dem Abkommen den gesamten Kultur- und Medienbereich ausgenommen hat, begnügte sich die Europäische Kommission – die für Europa und damit auch für Deutschland und Berlin die Verhandlungen führte – damit, nur den Teilbereich der audiovisuellen Medien  aus dem Freihandelsabkommen herauszuhalten. „Dies stellteinen Schlag der Europäischen Kommission in das Gesicht aller Kulturinstitutionen und Kulturschaffenden in Deutschland dar“, resümiert Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin. Der Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup hatte es in der Diskussion auf den Punkt gebracht: „Die europäische Kulturwirtschaft ist verkauft worden, wir wissen nur nicht wofür“.

Zur Generalversammlung des Berliner Landesmusikrates versammeln sich einmal jährlich alle Mitglieder des Berliner Dachverbandes, um grundsätzliche Entscheidungen in der Verbandsarbeit zu treffen. Ein Höhepunkt schon zu Beginn der Veranstaltung war die Verleihung der Ehrennadel des Landesmusikrates an die Berliner Abgeordnete Regina Kittler.  Dr. Hubert Kolland,  Präsident des Landesmusikrates,  in seiner Laudatio: „Regina Kittler zeichnete sich sowohl im  Kultur- und als auch im Bildungsauschuss durch  sachlich entschiedene, gut begründete und überflüssige Polemik vermeidende Argumentation aus und hat u.a. für tiefgründige Debatten über die strukturellen Defizite der Berliner Musikschulen gesorgt und aus der Opposition heraus die positiven Beschlüsse der jetzigen rot-rot-grünen Koalition vorbereitet.“

Nach längerer Pause hatte der Landesmusikrat 2015 seine goldene Ehrennadel neu aufgelegt, um damit Politiker mit Wertschätzung zu ehren, die sich durch besonderes Engagement für die Stärkung der Musik und Bildung einsetzen. Thomas Birk von den Grünen war der erste golden Ausgezeichnete im letzten Jahr.
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[1] U.a. nahmen die ehemalige Staatssekretärin und Europabeauftragte des Landes Berlin, Hella Dunger-Löper,  der Präsident des Deutschen Kulturrates, Prof. Christian Höppner, und der Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup teil.

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Gute Aussichten: Berliner Koalitionsvereinbarung stärkt die Basis der Musikkultur (18.11.2016)

Gute Aussichten: Berliner Koalitionsvereinbarung stärkt die Basis der Musikkultur (18.11.2016)

Das Verfallsdatum von Wahlversprechen beginnt nicht selten mit dem Wahltag. Nach der Lektüre der veröffentlichten Koalitionsvereinbarung ist jedoch festzustellen, dass die drei Koalitionsparteien ihre Versprechen u.a. in Bezug auf die Musikalische Bildung ernst nehmen.

Gleich in mehreren Bereichen (Arbeit, Bildung, Kultur und Verwaltung) wird auf die Stärkung der Berliner Musikschulen gepocht: Der Forderung des Landesmusikrats nach mindestens  20 % festen Stellen für Musikschullehrkräfte wird entsprochen. Der Abschluss einer tarifvertraglichen Regelung für arbeitnehmerähnliche Beschäftigte sowie die Anhebung der Honorare haben Eingang ins Regierungsprogramm gefunden. Die Koalition plant außerdem die Stärkung der bezirklichen Kulturarbeit durch Mindeststandards und die Sicherung der außerschulischen Bildung und allgemeinen Weiterbildung durch ein Berliner Weiterbildungsgesetz. Auch die Musikalische Bildung in der Vorschulzeit erhält verbesserte Chancen.

 „Der Landesmusikrat ist sehr erfreut über diese Koalitionsvereinbarung“, resümiert der Präsident des Berliner Landesmusikrates, Dr. Hubert Kolland. „Die neue Koalition hat klug erkannt, wie wichtig Musikalische und Kulturelle Bildung als Basis der Musikkultur zusammen mit der Spitzenförderung sind. Die breite Verankerung der Musikschulen im Vertrag entspricht ihrem integralen Charakter in der Bildungs- und Kulturlandschaft unserer Stadt. Die vielversprechenden Vorhaben müssen nun durch zielführende Landespolitik und verbesserte Kooperation mit den Bezirken in die Tat umgesetzt werden: Wir sind vorsichtig optimistisch.“

Der Landesmusikrat dankt allen Unterstützern seiner Postkartenaktion, die diesen politischen Fortschritt befördert haben. Hunderte aus der Berliner Politik, den Orchestern und Institutionen sowie Einzelpersonen traten sichtbar und damit öffentlichkeitswirksam für die Stärkung der Musikschulen ein.

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Symposium zur historischen Harfe im Jahr der Harfe (19. November 2016)

Symposium zur historischen Harfe im Jahr der Harfe (19. November 2016)

Leitung: Judy Kadar

in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Berlin und der Leo Kestenberg Musikschule Tempelhof-Schöneberg

Mit einem weiteren Höhepunkt rundet sich das Jahr der Harfe ab. Unter der Leitung von Judy Kadar findet in Kooperation mit der Leo Kestenberg Musikschule und dem Landesmusikrat Berlin am kommenden Wochenende ein Symposium zur historischen Harfe statt.

Internationale WissenschaftlerInnen und HarfenistInnen beleuchten das vielsaitige Instrument in seiner Entwicklung durch die Jahrhunderte: Von der Harfe in Mesopotamien über Begegnungen mit der Harfe in byzantinischer Zeit und das Goldene Zeitalter der Harfe im 15. Jahrhundert bis zu außergewöhnlichen Harfen mit Schnarrenzug aus dem 18. Jahrhundert. Musikalische Einlagen zwischen den Vorträgen und eine Podiumsdiskussion bieten Gelegenheit zum Austausch und farbenreiche Klangeindrücke der historischen Instrumente.

Publikum ist herzlich willkommen, die Vorträge mit musikalischen Einlagen und die Konzerte zu hören:

 

Samstag, 19.11.2016

10:00 - 12.30 Uhr

Die Harfe in Mesopotamien, Birgit Ammon-Lassen

Begegnungen mit der Harfe in byzantinischer Zeit, PD Dr. Dietmar Najock

The harp in Jan van Eyck’s Gent altarpiece, Yves D'Arcizas

 

14.00 - 16.00 Uhr

Surprising Harp Consorts in the 16th and 17th Century, Dr. Julia H. Schröder

Harp playing in Spain and the Americas during the XVI century, Prof. Dr. Egberto Bermudez

 

16.20 - 18.00 Uhr

Über die Harfen im Germanischen Nationalmuseum, Dr. Dieter Krickeberg

Die Gotischen Harfen aus dem Museum in Leipzig und Rom, Eric Kleinman

 

Sonntag, 20.11.2106

10.00 - 12.30 Uhr

Das Goldene Zeitalter der Harfe im 15. Jahrhundert, Judy Kadar

"The most perfect instrument". On continuo playing in 17th century sources, Hannelore Devaere

Die Harfe in der Oper "Orfeo" von Claudio Monteverdi, Loredana Gintoli

 

14.00 - 15.30 Uhr

Podiumsdiskussion über sogenannte "Gotische Harfen", Moderation Dr. Dieter Krickeberg

Among the Earliest Harps: Elam versus Iran, Prof. Dr. Bo Lawergren

 

15:50 - 16:40 Uhr

Zwei außergewöhnliche Harfen aus dem 18. Jahrhundert: Harfe , mit Schnarrenzug (anon.) und Hakenharfe von Jakob Hochbrucker, Pepe Rasmus Weissgerber 

Ort: Kammermusiksaal Friedenau, Isoldestraße 9, 12159 Berlin

Konzerte:

Samstag, 19. November 2016, 20.00 Uhr
Konzert mit historischen Harfen
Loredana Gintoli (ital. dreireihige Harfe), Hannelore Devaere (ital. und span. zweireihige Harfe), COLLAGE – forum für frühe musik berlin

Sonntag, 20. November 2016, 17.00 Uhr
Konzert „Die Winkelharfe von Japan bis Spanien“
Tomoko Sugawara, Kugo (historische japanische Harfe)
Kammermusiksaal Friedenau, Isoldestraße 9, 12159 Berlin

Anmeldung und weitere Informationen: Birgit Ammon-Lassen, E-Mail:  Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailbirgit_ammon@web.de

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Vom anderen Ende - Konzert des Landesjugendensembles Neue Musik in der Tischlerei der Deutschen Oper (14. November 2016)

Vom anderen Ende - Konzert des Landesjugendensembles Neue Musik in der Tischlerei der Deutschen Oper (14. November 2016)

Vom anderen Ende

Australisch-deutsche Kooperation – Konzert des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin am 14.11.2016

Erstmalig steht ein australisch-deutsches Programm im Mittelpunkt der Herbstarbeitsphase 2016 des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin. Im Konzert in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin stellt das Ensemble ein spannendes Programm vor – und natürlich sind wieder Uraufführungen dabei, u. a. eine Komposition von Helmut Zapf:

Montag, 14. November 2016, 20 Uhr
Tischlerei der Deutschen Oper Berlin

Programm:

aus Australien:
Thomas Reiner (*1959): Sweet Spots (2006)
Jaslyn Robertson: Woven Tracks (2016, Uraufführung)
Ralph Whiteoak: Two Staring Eyes Out Of The Fog (2015/16, Uraufführung der Neufassung)

aus Deutschland:
Friedrich Goldmann (1941-2009): Drei Ensembleszenen (2002)
Helmut Zapf (*1956): windwärts / im Wind ertrunken (2016, Uraufführung/Auftragswerk des Landesmusikrats Berlin)
Fabian Zeidler (*1991): Mind The Gaps (2014/15)

Solisten: Ya Dong (Pipa), Sebastian Lange (Kontrabassklarinette)

Künstlerische Leitung: Jobst Liebrecht, Gerhard Scherer

Zusatzprogramm mit Sonderpreisträgern von Jugend musiziert:

Oliver Uszynski (Klarinette):              Oliver Uszynski: Täuschung (2016)
Emilie Roy (Akkordeon):                    Katia Tchemberdji: Steingarten für Gerhard (2011),

Sätze: Melodie, Äolsharfe, Muster

Alle Komponisten – mit Ausnahme von Friedrich Goldmann – werden im Konzert anwesend sein. Für dieses Konzert kooperiert der Landesmusikrat mit der Deutschen Oper Berlin, der Klangwerkstatt sowie der Australischen Botschaft und der Monash University in Melbourne.

Das Konzertprogramm  spiegelt den kreativen Austausch zwischen Australien und Berlin: Thomas Reiner, Kompositionsprofessor an der Monash University in Melbourne, reist mit seinen zwei Studenten Ralph Whiteoak und Jaslyn Robertson nach Berlin, die beide für das Landesjugendensemble neue Stücke komponiert haben. Von Thomas Reiner selbst wird „Sweet Spots“ zur Aufführung kommen, ein aufregendes Werk mit asiatisch inspirierten Klängen in der Percussion und einer außergewöhnlichen Solo-Instrumenten-Paarung aus dem hoch klingenden chinesischen Zupfinstrument Pipa und der Kontrabassklarinette.

Neben diese drei Musiken vom anderen Ende der Welt werden drei Berliner Kompositionen gestellt, die natürlich ebenfalls unvertraut sind – wie alle Musik, die wirklich „neu“ ist: Friedrich Goldmann ist dabei schon beinahe Vertreter der bekanntesten Klangsprache. Fabian Zeidler komponierte 2015, noch als Kompositionsstudent an der UdK, „Mind The Gaps“ als Auftragswerk der Klangwerkstatt. Helmut Zapf hat in diesem Jahr auf Anregung und im Auftrag des Landesmusikrats ein Werk für das Landesjugendensemble erschaffen, das in seinem Epilog auf die Fluchtbewegungen Bezug nimmt, die ja nicht nur Europa betreffen, sondern die ganze Welt.

Die Australische Botschaft in Berlin unterstützt das Konzert des Landesjugendensembles und möchte damit schon jetzt Aufmerksamkeit für das Programm Australia now 2017 wecken. Mit zahlreichen Veranstaltungen in Deutschland möchte die Australische Regierung die breite Kreativszene ihres Landes vorstellen und den bilateralen Kulturaustausch anregen.

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin, das 2013 gegründet wurde, hat sich in den letzten Jahren mit innovativen Programmen in der Berliner Neue-Musik-Szene profiliert und dabei immer auch Werke lebender Komponisten und Komponistinnen aufgeführt - und uraufgeführt.

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Endpsurt für die Anmeldung bei "Jugend musiziert" (7. November 2016)

Endpsurt für die Anmeldung bei "Jugend musiziert" (7. November 2016)

Noch bis zum 15. November können sich Kinder und Jugendliche für den bundesweiten Wettbewerb anmelden. Ausgeschrieben sind für 2017 die Solo-Wertungen Klavier, Harfe, Gesang, Drum-Set (Pop) und Gitarre (Pop). Ensembles können sich für die Wertungen Streicher-Ensemble, Bläser-Ensemble, Akkordeon-Kammermusik und Alte Musik anmelden. In Berlin werden zusätzlich die Kategorien Band (Rock und Pop), Interkulturelle Perkussion sowie Komposition angeboten.

Gefordert wird bei „Jugend musiziert“ ein Vorspielprogramm mit Musik aus verschiedenen Epochen. Je nach Alter und Kategorie dauert der Auftritt zwischen 6 und 30 Minuten. Über die Teilnahmebedingungen informiert die Website des Landesmusikrates Berlin unter www.jugend-musiziert-berlin.de. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Urkunde, zudem stellen verschiedene Berliner Institutionen Sonderpreise für herausragende Leistungen zur Verfügung.

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ startet im Januar 2017 in mehr als 140 Regionen Deutschlands, mehr als 20.000 Teilnehmer werden bundesweit erwartet. Die Berliner Regionalwettbewerbe finden unter dem Motto „Wettbewerb – Begegnung – Dialog“ am 11./12. Februar (Berlin-Nord) und 18./19. Februar (Berlin-Mitte und -Süd) statt. Die 1. Preisträger der Regionalwettbewerbe werden zum Berliner Landeswettbewerb im März eingeladen. Der Bundeswettbewerb, die letzte Runde von „Jugend musiziert“, wird vom 1. bis 8. Juni 2017 in Paderborn ausgetragen.

Hinweis für Redaktionen:

Details zu den Teilnehmern, den Terminen der Vorspiele und den Preisträgerkonzerten von Jugend musiziert Berlin erhalten Sie bei der Geschäftsstelle des Landeswettbewerbs:

Landesmusikrat Berlin, Eva Blaskewitz (Geschäftsführung Jugend musiziert Berlin), blaskewitz@landesmusikrat-berlin.de, Tel. 030 / 39 87 60 52

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Konzerte des Landesjugendorchesters Berlin in Stettin und Berlin (24. Oktober 2016)

Konzerte des Landesjugendorchesters Berlin in Stettin und Berlin (24. Oktober 2016)

  • Sonntag, 30. Oktober 2016, 17 Uhr, Philharmonie Stettin
  • Dienstag, 1. November 2016, 20 Uhr, Konzerthaus Berlin, Großer Saal

Anlässlich seiner 60. Arbeitsphase konzertiert das Landesjugendorchester Berlin erstmalig im neuen Konzerthaus der Philharmonie Stettin (30.10.) und – schon traditionell – im Konzerthaus Berlin (1.11.).

Die freundschaftliche Verbindung des Orchesters zum Nachbarland spiegelt sich auch im Pro­gramm und der musikalischen Leitung: Neben Werken von Boris Blacher und Ludwig August Lebrun erklingt die 2. Sinfonie des polnischen Komponisten Karol Szymanowski. Es dirigiert die international gefragte polnische Dirigentin Ewa Strusińska, die seit der Saison 2013/2014 Ge­neralmusikdirektorin des Philharmonischen Orchesters Stettin ist.

Das Konzert eröffnet die Concertante Musik op. 10 (1937) von Boris Blacher. Bis zur Auffüh­rung dieses Werks arbeitete Blacher größtenteils als Notenkopist und Arrangeur von Tanz- und Filmmusik. Die Concertante Musik machte ihn über Nacht berühmt. Sie ist mit ihren tänzeri­schen Motiven und kraftvollen Rhythmen voll jugendlicher Energie und Frische.

Das Konzert für Oboe und Orchester Nr. 2 von Ludwig August Lebrun wurde 1775 in Mannheim am Hofe des Kurfürsten Karl Theodor komponiert und zählt somit zu den Werken der Mannheimer Schule. Es ist gespickt mit wirkungsvollen Melodien und Effekten wie beispiels­weise dem so genannten „Mannheimer Seufzer“. Als Solist an der Oboe wird Johannes Christ zu hören sein. Er ist ehemaliges Mitglied des Landesjugendorchesters Berlin und studiert heute an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Die Auswahl des Konzerts ist gleichzeitig ein Vorgriff auf die „Oboe – Instrument des Jahres 2017“.

Den Abend beschließt das Landesjugendorchester Berlin mit der 2. Sinfonie des polnischen Komponisten Karol Szymanowski. Sie gilt als dessen erfolgreichstes Orchesterwerk. In ihr verbindet Szymanowski folkloristische Elemente seines Landes mit Motiven und Orchestrie­rungstechniken, die an Wagner, Strauss und Reger angelehnt sind. Langsam fließende Variati­onen folgen auf graziöse impressionistische Klanggebilde. Das Resultat ist ein ungewöhnlich vielschichtiges Werk, das ein Hörerlebnis der ganz eigenen Art bietet.

Im Landesjugendorchester Berlin treffen sich Nachwuchsmusikerinnen und -musiker Berlins, die sich in einem Auswahlverfahren qualifizieren konnten. Getragen vom Landesmusikrat Berlin führt das Orchester jährlich zwei Arbeitsphasen durch, die mit Konzerten abgeschlossen wer­den.

Weitere Informationen unter www.landesmusikrat-berlin.de

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Der Kampf für die Musikschulen geht weiter (28. September 2016)

Der Kampf für die Musikschulen geht weiter (28. September 2016)

Die Postkartenaktion des Landesmusikrats Berlin für mehr Festanstellungen in den Musikschulen wird fortgesetzt – mindestens 172 volle Stellen nötig

Die Postkartenaktion des Landesmusikrats Berlin für mehr Festanstellung an den Musikschulen wird bis zum Ende der Koalitionsverhandlungen weitergeführt. Gefordert wird eine Quote von mindestens 20% festangestellten Lehrkräften; bislang sind es in Berlin nur 7%, im Vergleich zu über 70% im bundesweiten Durchschnitt.

Im Vorfeld der Wahl haben sich Politiker nahezu aller bisher im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien an der Aktion beteiligt und sich mit der eigens entworfenen Postkarte fotografieren lassen. „Wir bedanken uns für die Unterstützung auf breiter Basis“, sagt Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin. „Nun müssen den Worten Taten folgen.“ Das Ziel von deutlich mehr  Festanstellungen für Musikschullehrkräfte müsse im Koalitionsvertrag verankert und im Doppelhaushalt 20018/19 mit 20 % als erstem Schritt realisiert werden, um die Qualität des Musikschul-Unterrichts dauerhaft zu gewährleisten. Nach Berechnungen des Landesmusikrats müssten für die Umsetzung mindestens 172 volle Stellen an den Berliner Musikschulen geschaffen werden. 

Die großen Parteien hatten bereits vor der Wahl ihre Unterstützung signalisiert – in unterschiedlichem Maße: So fordert die Linke perspektivisch 75 % festangestellte Lehrkräfte, die SPD aktuell mindestens 20%. Bündnis 90/Die Grünen sowie die CDU sprechen sich ebenfalls für eine deutliche Erhöhung des Festangestellten-Anteils aus.

Der Landesmusikrat Berlin ruft dazu auf, den Forderungen bis zum Abschluss des Koalitionsvertrags Nachdruck zu verleihen. Wer sich beteiligen möchte, kann die Postkarte als PDF-Datei auf der Webseite des Landesmusikrates herunterladen oder von einer der dort genannten Abholstationen mitnehmen:

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.landesmusikrat-berlin.de/Postkarten-Aktion-zur-Wahl-201.695.0.html

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Mehr Musikbetonte Schulen für Berlin (13. September 2016)

Mehr Musikbetonte Schulen für Berlin (13. September 2016)

  • Der Landesmusikrat Berlin begrüßt die Einrichtung neuer Musikbetonter Grundschulen in Berlin

  • Darüber hinaus ist die Fortführung der Musikbetonung in den weiterführenden Schulen bis zum Abitur angesagt 

Nach über einem Jahrzehnt Stillstand wird es in Berlin zum Schuljahr 2017/18 mindestens zwei neue Musikbetonte Grundschulen geben. Diese erfreuliche Meldung ging Ende August durch die Medien. Sie werden in den Bezirken eingerichtet, die noch keine haben: In Treptow-Köpenick und in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf finden sich erfreulicherweise gleich zwei Bewerberinnen unter den Grundschulen für eine Musikbetonung. Allerdings besteht jetzt die Gefahr, dass nur eine Schule bewilligt und die andere zurückgewiesen wird.

„Auch Schulen mit ihren Gremien aus Lehrkräften, Schülern und Eltern benötigen Anerkennung und verdienen Wertschätzung durch Unterstützung“, betont Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrates Berlin. „Der Einsatz über viele Monate, die besondere Profilbildung zu entwickeln und nach langen Beratungen in den Schulgremien zu beschließen, darf nicht umsonst gewesen sein, sondern sollte von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft belohnt werden, indem beide Bewerberinnen die Anerkennung der Musikbetonung erhalten: Die Eosander-Grundschule in Charlottenburg und die Carl-Orff-Grundschule in Wilmersdorf.“

Musikbetonte Grundschulen gibt es in Berlin seit 1975. Sie sind mitunter an sozialen Brennpunkten eingerichtet worden, da sie geeignet sind, auch Kindern aus strukturschwachem Umfeld erfolgreichen Zugang zu Musikalischer Bildung zu ermöglichen. Ein über den normalen Lehrplan hinausgehendes Angebot an Musikunterricht öffnet Kindern häufig den qualifizierten Erstzugang zu einem Musikinstrument.

„Die besondere musikalische Ausprägung dieser Grundschulen muss in weiterführenden Schulen mit Musikbetonung eine Fortsetzung finden und in der kommenden Legislaturperiode unbedingt befördert werden“, betont Dr. Hubert Kolland.

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Musikschulen im Wahlkampf - Runder Tisch Musikalische Bildung unterstützt Forderung des Landesmusikrats und setzt eigenen Schwerpunkt (6. September 2016)

Musikschulen im Wahlkampf - Runder Tisch Musikalische Bildung unterstützt Forderung des Landesmusikrats und setzt eigenen Schwerpunkt (6. September 2016)

Die Mitglieder des Runden Tisches Musikalische Bildung mit der Aktionspostkarte des Landesmusikrats im Abgeordnetenhaus Berlin

Der Runde Tisch Musikalische Bildung in Berlin forderte gestern in einer einstimmig verabschiedeten Resolution eine Koalitionsvereinbarung für die kommende Legislaturperiode mit den folgenden Punkten:

  • „Mindestens 20 % unbefristete Festanstellungen für Musikschullehrkräfte
  • Aufnahme von Tarifverhandlungen für die verbleibenden Honorarkräfte
  • Entwicklungsplan für Ausbau und Weiterentwicklung der Musikschulstrukturen in gesamtstädtischer Perspektive“

Damit unterstützt der Runde Tisch die aktuelle Kampagne des Berliner Landesmusikrates mit mehr als 100 TeilnehmerInnen allein aus der Berliner Politik (http://www.landesmusikratberlin.de/Postkarten-Aktion-zur-Wahl-201.695.0.html) und täglich mehr werdenden UnterstützerInnen aus Kultur und Gesellschaft wie den Berliner Philharmonikern, dem Präsidium des Chorverbandes, MusikschulleiterInnen, dem Rundfunkchor Berlin etc. und setzt
gleichzeitig einen eigenen Schwerpunkt mit der Forderung nach „Aufnahme von
Tarifverhandlungen für die verbleibenden Honorarkräfte“.

Die Resolution nimmt außerdem Bezug auf die seit Mitte der 90er Jahre um zwei Drittel gesunkene Anzahl festangestellter MusikschullehrerInnen und auf das aktuelle strukturelle Defizit der Musikschulen von nur 7 % Festanstellungen in diesem Bereich.

An der Sitzung nahmen neben VertreterInnen von Fachverbänden, allgemeinbildenden Schulen, Musikschulen und Kulturinstitutionen PolitikerInnen der SPD, der Linkspartei und von Bündnis 90/Die Grünen teil.

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Kein Streichkonzert - Berliner Philharmoniker unterstützen Postkartenaktion des Landesmusikrats (26. August 2016)

Kein Streichkonzert - Berliner Philharmoniker unterstützen Postkartenaktion des Landesmusikrats (26. August 2016)

Die Berliner Philharmoniker unterstützen die Forderung des Landesmusikrats Berlin nach mehr Festanstellungen in den Musikschulen

  

Mit einer Postkartenaktion setzt sich der Landesmusikrat Berlin im Vorfeld der Wahl für mehr Festanstellung an den Musikschulen ein. Nun bekommt die Aktion prominente Unterstützung: Die Berliner Philharmoniker mit ihrem Chefdirigenten Simon Rattle folgten gestern dem Aufruf, sich mit der eigens entworfenen Postkarte fotografieren zu lassen.

Ulrich Knörzer (Orchestervorstand) sagt: „Die Berliner Philharmoniker unterstützen mit ganzem Herzen das Anliegen des Landesmusikrats und der Berliner Musikschulen. Nur mit Festanstellungen können genügend qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer gewonnen werden. Die Qualität des ersten Unterrichts schon im Kindesalter ist aber ganz entscheidend, damit unsere jungen Talente die Förderung erhalten, die sie verdient haben.“

Der Berliner Landesmusikrat weist seit Jahren auf die Notwendigkeit von mehr
Festanstellungen an den Musikschulen hin. In Berlin arbeiten ca. 93 % aller
MusikschullehrerInnen auf Honorarbasis, nur ca. 7 % sind fest angestellt; 10-mal weniger als im bundesweiten Durchschnitt. Die Forderung von mindestens 20% Festanstellungen findet unter den aussichtsreichen
politischen Parteien einen breiten Konsens: SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und CDU nehmen in ihren Wahlprogrammen darauf Bezug.

Nächstes Etappenziel der Aktion ist es nun, die Forderung auch im Koalitionsvertrag zu verankern. Die Aktion wird noch bis zu den Koalitionsverhandlungen nach der Wahl fortgesetzt. Wer teilnehmen möchte, kann die Postkarte als PDF-Datei auf der Webseite des Landesmusikrates
herunterladen oder von einer der Abholstationen mitnehmen:

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.landesmusikrat-berlin.de/Postkarten-Aktion-zur-Wahl-201.695.0.html

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Musikschulen im Wahlkampf - Postkartenaktion des Landesmusikrats Berlin (9. August 2016)

Musikschulen im Wahlkampf - Postkartenaktion des Landesmusikrats Berlin (9. August 2016)

Mindestens 20 % Festanstellungen fordert der Landesmusikrat in einem ersten Schritt. Erfreuliche Einigkeit der aussichtsreichen Parteien in ihren Wahlprogrammen.

„Massiv steigern“ will nun auch die CDU den Anteil der festangestellten MusikschullehrerInnen, „die Honorarkräfte für ihre gute Arbeit angemessen“ entlohnen und „damit auch bessere Altersbezüge“ ermöglichen.

Diese Positionen sind dem jetzt veröffentlichen schriftlichen Wahlprogramm der CDU zu entnehmen (http://cduberlin.de/image/inhalte/file/Wahlprogramm_final-Screen.pdf), auch wenn in den bisherigen Wahlvideos der CDU die Musikschulen noch keine Erwähnung finden.

Fakten-Stand: Ca. 93 % aller Berliner MusikschullehrerInnen arbeiten auf Honorarbasis: Nur ca. 7 % sind fest angestellt. 10-mal weniger als im bundesweiten Durchschnitt von ca. 72 %.

Maßgebliche Parteien sind sich damit nun einig, diesem Missstand zu begegnen - bei unterschiedlichen Akzenten: So fordert die Linke perspektivisch 75 % festangestellte Lehrkräfte, die SPD aktuell mindestens 20%. Bündnis 90/Die Grünen befürworten ebenfalls eine deutliche Erhöhung des Festangestellten-Anteils und außerdem Tarifverträge für die verbleibenden Honorarkräfte.

„Die Postkartenaktion des Landesmusikrats ist gut angelaufen. Sie gibt PolitikerInnen die Möglichkeit, ihr Engagement für die Musikschulen öffentlich zu machen“, unterstreicht Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrates Berlin. „Und wir erwarten, dass es noch mehr werden.“

http://www.landesmusikrat-berlin.de/Postkarten-Aktion-zur-Wahl-201.695.0.html

Der Berliner Landesmusikrat hatte in den letzten Jahren immer wieder auf die Notwendigkeit von mehr Festanstellungen hingewiesen und schon  im „Masterplan Musikalische Bildung in Berlin“ ausführlich begründet.

Die Aktion wird noch bis zu den Koalitionsverhandlungen nach der Wahl fortgesetzt.

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Postkartenaktion für Musikschulen zur Wahl 2016 (28. Juli 2016)

Postkartenaktion für Musikschulen zur Wahl 2016 (28. Juli 2016)

Landesmusikrat Berlin fordert mindestens 20 % Festanstellungen in einem ersten Schritt.

Zur Wahl 2016 will der Berliner Landesmusikrat mit einer Postkartenaktion auf das Problem der mangelnden Festanstellungen von Musikschullehrkräften aufmerksam machen und gleichzeitig auf die relative Einigkeit der großen Parteien in dieser Frage hinweisen.

Ca. 93 % aller Berliner MusikschullehrerInnen arbeiten auf Honorarbasis: Nur ca. 7 % sind fest angestellt. Das ist 10-mal weniger als im bundesweiten Durchschnitt.

Die Chancen für eine Umsetzung der Forderung scheinen in Wahlkampfzeiten gut zu stehen, denn die maßgeblichen Parteien haben die deutliche Ausweitung der Festanstellungen und mehr in ihren Wahlprogrammen endlich verankert. So fordert die Linke perspektivisch 75 % festangestellte Lehrkräfte, die SPD mindestens 20%. Bündnis 90/Die Grünen fordern eine deutliche Erhöhung des Anteils der Festangestellten und außerdem Tarifverträge für die verbleibenden Honorarkräfte. Das schriftliche Wahlprogramm der CDU wird täglich erwartet.

Auch der Rat der Bürgermeister hatte im November vergangenen Jahres festgestellt, dass der Anteil der festangestellten Musiklehrkräfte auf mindestens 20 % erhöht werden muss.

„Die Forderungen müssen nach der Wahl Eingang in die Koalitionsvereinbarung finden und zügig umgesetzt werden“, betont Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin. „Nur so kann es gelingen, der offensichtlichen Einigkeit sowohl auf Landes- als auch auf Bezirksebene endlich Taten folgen zu lassen.“

Der Berliner Landesmusikrat hatte in den letzten Jahren immer wieder auf die Notwendigkeit von mehr Festanstellungen hingewiesen und schon  im „Masterplan Musikalische Bildung in Berlin“ ausführlich begründet.

Wer die Forderung des Landesmusikrates von mindestens 20 % Festanstellungen an den bezirklichen Musikschulen teilt, ist aufgefordert, diese Unterstützung durch ein Bild mit der Aktionspostkarte zum Ausdruck zu bringen. Die Postkarte kann als PDF-Datei auf der Webseite des Landesmusikrates heruntergeladen werden und ist auch in der Geschäftsstelle erhältlich.

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We will rock you! (29. Juni 2016)

We will rock you! (29. Juni 2016)

Jubiläumskonzert „10 Jahre Jumu ROCKT!“ bei Jugend musiziert Berlin

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ stand lange ausschließlich im Zeichen der klassischen Musik. Aber das Bild hat sich gewandelt: E-Gitarre, Drumset & Co sind aus dem Wettbewerb nicht mehr wegzudenken. Berlin gehörte zur Pilotgruppe der Bundesländer, die seit 2006 mit viel Engagement der Populären Musik bei „Jumu“ den Weg gebahnt haben. Das zehnjährige Jubiläum feiern wir mit einem großen Konzert:

„10 Jahre Jumu ROCKT!“

Freitag, 8. Juli 2016, 19.00 Uhr
SkyLiveClub
Musikhaus JustMusic
Oranienstr. 140-142 │ 10969 Berlin

 

Anschließend Sektempfang

Eintritt frei!

Auf der Bühne stehen Preisträger aus zehn Jahren Jumu-Geschichte neben Teilnehmern des aktuellen Wettbewerbs. Zu ersteren gehört der Gitarrist und Pianist Lukas Natschinski, der inzwischen eine professionelle Laufbahn eingeschlagen hat, zu zweiteren die charismatische Sängerin Lotta Skogvall (Höchstpunktzahl beim diesjährigen Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ gemeinsam mit Youri-Nesta Kobbert am E-Bass) oder die erst neunjährige Lucilla Rudolph, die gemeinsam ihren Geschwistern im Berliner Landeswettbewerb erste Preise in mehreren Kategorien abräumte. Lucilla reißt mit ihrem Groove die Zuhörer von den Stühlen!

„‚Jugend musiziert‘ überbrückt die Gräben zwischen E- und U-Musik“, so Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin und Mitglied im Präsidium des Landesmusikrats Berlin. „Anfangs hatte die Populäre Musik beim Wettbewerb mit Vorurteilen zu kämpfen, aber die Kreativität und das hohe spieltechnische Niveau der Teilnehmer haben die Kritiker rasch verstummen lassen. Ich freue mich auf dieses Konzert, das die Vielfalt der Populären Musik bei ‚Jugend musiziert‘ abbildet.“

Der deutschlandweite Wettbewerb „Jugend musiziert“ findet seit 1964 alljährlich auf Regional-, Landes- und Bundesebene statt. Ursprünglich auf den Orchesternachwuchs ausgerichtet, öffnete er sich im Laufe der Zeit zunehmend für andere Instrumente und Stilrichtungen. Seit 2012 werden bundesweit Wertungen aus dem Bereich der Populären Musik ausgeschrieben; im kommenden Jahr stehen die Kategorien „Gitarre (Pop)“ und „Drumset (Pop)“ auf dem Programm. Berlin und erstmals auch Brandenburg bieten zusätzlich im Regional- und Landeswettbewerb Wertungen für Bands an.

Die nächsten Berliner Regionalwettbewerbe von „Jugend musiziert“ finden im Februar 2017 statt, Anmeldeschluss ist am 15. November 2016. Nähere Informationen unter www.jugend-musiziert-berlin.de.

Berlin, 29. Juni 2016

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Höhepunkt des Wettbewerbsjahrs: Bundes-Preisträgerkonzert Jugend musiziert Berlin am 18. Juni im Roten Rathaus (18. Juni 2016)

Höhepunkt des Wettbewerbsjahrs: Bundes-Preisträgerkonzert Jugend musiziert Berlin am 18. Juni im Roten Rathaus (18. Juni 2016)

Samstag, 18. Juni 2016

Festsaal des Roten Rathauses, Rathausstr. 15, 10178 Berlin

Eintritt frei

Besondere Musiker an einem besonderen Ort: Ausgewählte Berliner Preisträger des Bundeswettbewerbs, der dritten und letzten Runde von „Jugend musiziert“, präsentieren sich am Samstag, 18. Juni 2016, im Festsaal des Roten Rathauses. Neben den Sonderpreisträgern der Deutschen Stiftung Musikleben Lucas Sánchez (Viola) und Anna Kalvelage (Violoncello) wird auch der virtuose Pop-Sänger, Pianist und Komponist Tilman Vellguth mit dabei sein. Das Konzert bietet einen Eindruck vom breitgefächerten musikalischen Spektrum des traditionsreichen Wettbewerbs und spiegelt zugleich das erstaunliche technische und musikalische Niveau der jungen Sänger und Instrumentalisten. Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin: „Gemeinsam ist allen Musikerinnen und Musikern in diesem Konzert die spürbare Freude an der Musik, ein Eindruck, der – bei aller Leistungsorientierung – auch in den Tagen des Bundeswettbewerbs die Atmosphäre der Wertungsspiele geprägt hat.“

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Der diesjährige Bundeswettbewerb fand vom 12. bis 19. März in Kassel statt. Unter den insgesamt mehr als 2.400 Teilnehmern waren 103 junge Musikerinnen und Musiker aus Berlin. Von ihnen erspielten sich 42 einen ersten Preis, 35 einen zweiten, 20 einen dritten. Vier TeilnehmerInnen erhielten Sonderpreise der Deutschen Stiftung Musikleben als Höchstpunktierte ihrer Wertung, einer wurde mit einem Vollstipendium der Cello Akademie Rutesheim ausgezeichnet.

Die nächsten Berliner Regionalwettbewerbe von „Jugend musiziert“ finden im Februar 2017 statt, Anmeldeschluss ist am 15. November 2016. Nähere Informationen unter www.jugend-musiziert-berlin.de.

Berlin, 13. Juni 2016

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42 erste Preise für Berlin! (20. Mai 2016)

42 erste Preise für Berlin! (20. Mai 2016)

Hervorragende Ergebnisse für Berliner Teilnehmer beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“

42 junge Berlinerinnen und Berliner kehrten mit einem 1. Preis vom diesjährigen Bundes­wettbewerb „Jugend musiziert“ zurück, der am Donnerstag in Kassel zu Ende ging. Insge­samt hatten sich 103 Musikerinnen und Musiker aus Berlin für die dritte und letzte Runde des Wettbewerbs qualifiziert; 35 von ihnen erspielten sich einen 2. Preis, 20 einen 3. Preis, sechs erhielten das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“. Unter den Gewinnern eines 1. Preises wurden sechs mit der Höchstpunktzahl von 25 Punkten ausgezeichnet: die Bratschisten Livia Paté und Lucas Sánchez, die Cellisten Philipp Schupelius und Anna Kalvelage sowie die Pop-Sängerin Lotta Skogvall und ihr Begleiter Youri-Nesta Kobbert (E-Bass).

2.460 junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland sowie aus deutschen Schulen im Ausland hatten sich für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Ausgeschrieben waren in die­sem Jahr unter anderem die Kategorien „Streichinstrumente solo“, „Gesang (Pop)“, „Zupf-Ensemble“, „Klavier und ein Blasinstrument“ sowie „Vokal-Ensemble“; erstmals stand die in Berlin bereits seit langem etablierte Kategorie „Bağlama“ (eine türkische Langhalslaute) als Ensemble-Wertung auf dem Programm. Hier erspielten sich die Berliner Teilnehmer einen 1. und einen 3. Preis.

„Gerade in Zeiten von medialer Reizüberflutung und gleichzeitiger schulischer nachmittägli­cher Belastung sind Leistungen auf derart hohem Niveau nicht selbstverständlich – dies ist für die Gesellschaft ein klarer Auftrag, an Lösungen für diese Mehrfachbelastung der Kinder und Jugendlichen zu arbeiten, damit die mit dem Musizieren verbundene ganzheitliche Prä­gung nicht zum Spielball von Lehrplänen und Strukturverlagerungen wird“, sagt Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin und einer der Jury-Vorsitzenden des Bundeswettbewerbs.

Das traditionelle Berliner Bundespreisträger-Konzert, bei dem sich herausragende Teilneh­merinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs der Öffentlichkeit vorstellen, findet am Samstag, 18. Juni 2016, um 17 Uhr im Roten Rathaus statt. Der Eintritt ist frei.

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Konzert des Landesjugendorchesters Berlin am Ostermontag im Konzerthaus (28. März 2016)

Konzert des Landesjugendorchesters Berlin am Ostermontag im Konzerthaus (28. März 2016)

Ostermontag, 28. März 2016, 20 Uhr, Konzerthaus Berlin, Großer Saal

  • Solo für das Instrument des Jahres: Konzert für Harfe und Flöte von Mozart im Programm
  • Christoph Altstaedt leitet erstmalig das Landesjugendorchester – ehemalige Orchestermitglieder sind Solisten im Konzert
  •  Neun Schlagzeuger auf der Bühne in „Hyperprism“ von Edgard Varèse

Große Sinfonik, ein brillantes Gelegenheitswerk und rhythmische Raffinessen stehen am Ostermontag auf dem Programm des Landesjugendorchesters Berlin. Das Konzert beschließt die Frühjahrsarbeitsphase des Orchesters. Am Pult steht erstmalig der international gefragte Dirigent Christoph Altstaedt.

Eröffnet wird mit Edgard Varèses „Hyperprism“. Bei der Uraufführung des Werks 1923 in New York lachte das Publikum unter dem Eindruck so neuartiger Klänge und Rhythmen so laut, dass die Aufführung wiederholt werden musste. Heute zählt Varèse nicht zuletzt wegen „Hyperprism“ zu den Wegbereitern der Neuen Musik. Neun Schlagzeuger, ausgestattet mit einem beträchtlichen Instrumentarium (darunter auch eine Sirene), interpretieren das tragende Element des Werkes, den Rhythmus, der der Generator der Form ist.

Mozarts Doppelkonzert für Flöte, Harfe und Orchester ist sein einziges Werk, in dem eine Harfe – das „Instrument des Jahres“ 2016 – solistisch besetzt ist. Es wurde zwar als Gelegenheitskomposition in einer der traurigsten und erfolglosesten Phasen seines Lebens geschrieben, ist jedoch ein virtuoses und elegantes kleines Meisterwerk. Am kommenden Montag werden zwei ehemalige Mitglieder des Landesjugendorchesters als Solisten mit dabei sein: Max Streicher studiert heute Flöte an der Musikhochschule Luzern in der Schweiz. Rosa Díaz Cotán ist seit 2013 Soloharfenistin der Neubrandenburger Philharmonie.

Die abschließende 2. Sinfonie von Jean Sibelius markiert einen wichtigen Schritt hin zu Sibelius‘ eigenständiger Form sinfonischen Musizierens. Entstanden in der Zeit des finnischen Kampfes um die Unabhängigkeit wird ihr auch eine politische Bedeutung zugeschrieben. Besonders die hymnische Melodik im Finale, gebettet auf gegen die Taktschwerpunkte verschobene rhythmische Muster, entfesselt einen Sog, dem man sich schwerlich entziehen kann.

Im Landesjugendorchester treffen sich Nachwuchsmusikerinnen und -musiker Berlins, die sich in einem Auswahlverfahren qualifizieren konnten. Getragen vom Landesmusikrat Berlin führt das Orchester jährlich zwei Arbeitsphasen durch, die mit Konzerten abgeschlossen werden.

Programm

Edgard Varèse (1883-1965): Hyperprism (1923)

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Konzert für Flöte, Harfe und Orchester C-Dur KV 299 (1778)

Jean Sibelius (1865-1957): Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43 (1902)

 

Christoph Altstaedt – Musikalische Leitung

Max Streicher – Flöte

Rosa Díaz Cotán – Harfe

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177 erste Preise im Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin (14. März 2016)

177 erste Preise im Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin (14. März 2016)

Mit der festlichen Urkundenvergabe im Konzertsaal Hardenbergstraße der Universität der Künste ging am gestrigen Sonntag der 53. Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin zu Ende. 257 Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten in unterschiedlichen Kategorien, darunter „Streichinstrumente solo“, „Duo: Klavier und ein Blasinstrument“, „Zupf-Ensemble“ und „Interkulturelle Perkussion“ an. 177 erhielten einen ersten Preis, 65 einen zweiten und 15 einen dritten. 105 junge Musikerinnen und Musiker wurden zum Bundeswettbewerb weitergeleitet, der vom 12. bis 19. Mai in Kassel stattfindet.

Der traditionsreiche Klassik-Preis ging an das Klaviertrio Lir Vaginsky, Emma Osterrieder und Marie-Claire Indilewitsch sowie an das Duo Leopold Kern (Oboe) und Tuong-Han Nguyen, Klavier. Den Sonderpreis des rbb-Kulturradios in Form einer professionellen Studio-Produktion erhielt das Duo Felix Mehlinger (Trompete) und Dae-Seong Hwang, Klavier. Weitere Sonderpreise vergaben unter anderem das Julius-Stern-Institut der Universität der Künste und die Carl Bechstein Stiftung.

Die Kategorie „Bağlama-Ensemble“ feiert in diesem Jahr Premiere auf der Bundesebene. Damit wurde ein Ziel erreicht, das der Landesmusikrat Berlin als einer der Initiatoren dieser bisher nur in einzelnen Bundesländern angebotenen Wertung seit vielen Jahren verfolgt.

 

Bereits zum dritten Mal waren Jugend-Jurys beim Berliner Landeswettbewerb im Einsatz. Sie bewerteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kategorien „Violine solo“ und „Gesang (Pop)“ und vergaben einen von der Kommunikationsagentur butterfly communications gestifteten Sonderpreis. „Die Arbeit der Jugend-Jurys ist eine große Bereicherung für den Wettbewerb“, sagt Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin, der sich von der Kompetenz und Ernsthaftigkeit der jugendlichen Jurorinnen und Juroren sehr angetan zeigt.

„Jugend musiziert“ ist ein dreistufiger Wettbewerb für Kinder und Jugendliche und wird in jährlich wechselnden Kategorien deutschlandweit ausgeschrieben. Im kommenden Jahr stehen unter anderem Wertungen für Klavier solo sowie Streicher- und Bläser-Ensemble auf dem Programm.

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Im Sinne der Zukunftsfähigkeit der Musikschulen einer wachsenden Stadt besteht Handlungsbedarf (29. September 2015)

Im Sinne der Zukunftsfähigkeit der Musikschulen einer wachsenden Stadt besteht Handlungsbedarf (29. September 2015)

Der Landesmusikrat Berlin begrüßt, dass der Senat für Kultur und Bildung bei seiner Haushaltsplanung deutliche Akzente setzt.

Doch in Bezug auf die Musikschulen zeigen die laufenden Haushaltsberatungen, dass die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und die Koalitionsparteien bislang nicht gewillt sind, deren notwendige Stabilisierung und Entwicklung wirkungsvoll zu befördern, obwohl der jüngste „Leistungs- und Qualitätsbericht Musikschulen“ der zuständigen Senatsverwaltung zu dem Ergebnis kommt:

Hinsichtlich einer besseren strukturellen und personellen Absicherung der Aufgaben und im Sinne der Zukunftsfähigkeit der Musikschulen einer wachsenden Stadt besteht Handlungsbedarf, damit die bildungs- und kulturpolitischen Schwerpunktsetzungen von den öffentlichen Musikschulen auch erfolgreich umgesetzt werden können.“ (Seite 33)

Dieser Handlungsbedarf besteht:

  • Weniger als 10 % festangestellte Musikschullehrkräfte sind ein unhaltbarer Zustand – der bundesdeutsche Durchschnitt bewegt sich bei 77 %: Die Berliner Musikschulen sind damit in Deutschland strukturell und personell am schlechtesten ausgestattet!
  • Notwendig ist die Etablierung eines Grundstocks an festangestelltem musikpädagogischem Personal, darunter insbesondere für die Bereiche Kooperationen mit Kitas und allgemeinbildenden Schulen, für Ensembleleitungen, musikalische Früherziehung und Inklusion. Weiterhin unerlässlich sind feste Stellen für ständige Stellvertretungen der Leitungen, der Fachbereichsleitungen und Verwaltungen.

Wie die letzten Jahr(zehnt)e zeigen, schaffen es die Bezirke wegen der Sparpolitik und der Kosten-und Leistungsrechnung, die bezirkliche Anstrengungen eher bestraft als belohnt, alleine nicht, die Lage zu wenden. Senat und Abgeordnetenhaus sind deshalb aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen (wie in anderen Bundesländern die Landesregierungen und Landesparlamente auch) und durch zweckgebundene Kooperation initiierende und steuernde Orientierung über Bezirksgrenzen hinweg zu geben (und auch über alternative Organisationsformen nachzudenken, wie das vom Musikschulbeirat im Sommer dieses Jahres angeraten worden ist). Dies ist umso wichtiger, da die wachsende Stadt auch die Musikschulen vor neue Herausforderungen stellt.

In Bezug auf die derzeitigen Haushaltsberatungen 2016-2017 sind folgende Maßnahmen angezeigt:

  • Bereitstellung von zusätzlich mindestens 5 Mio € Landesmittel zweckgebunden für die Musikschulen, damit im Durchschnitt 6 neue feste unbefristete Stellen pro Bezirk (je nach Größe der jeweiligen Musikschule) eingerichtet werden können.
  • Damit können jetzt die Parteitagsbeschlüsse der Koalitionsparteien aus den Jahren 2012/13 in politisches Handeln umgesetzt werden, die 20 % Festanstellung und die Verbesserung der Personallage beinhalten. 

Darüber hinaus ist ein Berliner Entwicklungsplan für die Musikschulen entsprechend den Beschlüssen des Musikschulbeirates und des Masterplans Musikschule des Landesmusikrats überfällig.

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Horn – Instrument des Jahres 2015: Mit Zooführung und Tag des Horns in die 2. Jahreshälfte (13. August 2015)

Horn – Instrument des Jahres 2015: Mit Zooführung und Tag des Horns in die 2. Jahreshälfte (13. August 2015)

Veranstaltungen in Berlin mit und für Horn September – Dezember 2015 unter www.landesmusikrat-berlin.de

 

Druckfrisch liegt der neue Veranstaltungsflyer des Landesmusirkat-Projektes jetzt vor und präsentiert Konzerte und Veranstaltungen rund um das Horn. Zu den Höhepunkten des Hornjahres gehören zwei besondere Highlights:

Nachdem die Sonderführung „Tierische Töne“ im Mai so erfolgreich war, wird sie Anfang Oktober gleich an zwei Tagen wiederholt (3. und 4. Oktober). Wie das Horn des Tieres beschaffen ist, warum es sich hervorragend zur Klangerzeugung eignet und wie es sich durch die Jahrhunderte seiner Entwicklung zum modernen Blechblasinstrument wandelte, erzählen und demonstrieren an Ort und Stelle im Berliner Zoo der Veterinär Dr. med. vet. Andreas Ochs und die Hornistin der Berliner Philharmoniker, Sarah Willis. Ein einmaliges Erlebnis und „tierisches“ Vergnügen mit vielen Hörnern zum Ausprobieren und Zuhören! Die Anmeldung zu den Führungen ist notwendig unter presse@landesmusikrat-berlin.de

Der Tag des Horns des Landesmusikrats am 31. Oktober  (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, Marstall) steht in diesem Jahr im Zeichen der Musikpädagogik, des Hornunterrichts – vor allem an der Musikschule: Hornpädagoginnen und –pädagogen können sich in der Diskussionsrunde am Round Table über Formen des Unterrichtens und Horn-spezifische Schwierigkeiten austauschen, Publikum ist hierzu herzlich willkommen. Ihre Schülerinnen und Schüler erproben sich und ihr Instrument im gemeinsamen Workshop und erhalten Tipps von den angehenden Profis, den Hochschulstudent/innen. In der offenen Masterclass unterrichtet die Schirmherrin des Projekts und renommierte Horn-Pädagogin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, Prof. Marie-Luise Neunecker. Junge Hornschüler/innen und ihre Lehrer/innen treffen Student/innen und  Dozente/innen, tauschen sich aus, hören einander zu und musizieren miteinander. Dabei wird das Horn immer im Mittelpunkt stehen – bis zur gemeinsamen Horn-Session mit dem bekannten russischen Jazzhornisten  Arkadyi Shilkloper.

Ausblick: Die Harfe wird Instrument des Jahres 2016

Der Landesmusikrat Berlin hat die Harfe zum Instrument des Jahres 2016 ernannt. Die Schirmherrschaft über das Projekt hat Prof. Maria Graf übernommen. Maria Graf begann mit elf Jahren das Harfenspiel innerhalb der musikalischen Tradition Bayerns. Sie nahm das Harfenstudium bei Prof. Ursula Lentrodt an der Hochschule für Musik und Theater München auf, das sie mit dem Meisterdiplom 1980 abschloss. Sie setzte ihre Studien bei Prof. Pierre Jamet in Paris fort. Maria Graf erhielt den 1. Preis im Fach Harfe beim Hochschulwettbewerb in Trossingen 1980 sowie den Förderpreis des Freistaates Bayern 1984.

Orchestererfahrung sammelte sie bei den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celibidache und als Soloharfenistin bei den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan. Internationale Preise und Auszeichnungen sowie Auftritte in den meisten europäischen Ländern und in Japan folgten. Vielfältige Solo- und Kammermusikprogramme sowie die Zusammenarbeit mit u.a. dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und den Berliner Philharmonikern begleiten ihre Karriere. Sie ist regelmäßiger Gast bei den Festspielen in Berlin, Salzburg, Bad Kissingen und beim Kammermusikfest in Lockenhaus.

1988 folgte sie dem Ruf als Professorin für Harfe an die Musikhochschule Hamburg, seit 1997 lehrt sie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin.

 

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Landesmusikrat begrüßt Kultur- und Bildungsakzente im Haushaltsentwurf 2016/2017 (9. Juli 2015)

Landesmusikrat begrüßt Kultur- und Bildungsakzente im Haushaltsentwurf 2016/2017 (9. Juli 2015)

Als „einen wichtigen und konsequenten Schritt für die Weiterentwicklung der wachsenden Stadt“ bezeichnet und begrüßt Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin, die verbesserte Kulturförderung und Stärkung von Bildung und Wissenschaft im vom Senat vorgelegten Haushaltsentwurf 2016/2017.

„Mit den sich abzeichnenden Konturen stärkt der Senat u.a. nicht nur die ideelle Bedeutung von Kultur und Bildung für die Ausstrahlung der Stadt nach außen und innen, sondern auch den beträchtlichen Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor dieser Bereiche – darunter durch die überfällige und jetzt deutliche Aufstockung der Mittel für die sog. Freien Szene und die Innovationen in verschiedenen Sektoren.“

Der Landesmusikrat Berlin wünscht viel Erfolg bei den kommenden Haushaltsberatungen im Abgeordnetenhaus!

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30 erste Preise für Berlin (1. Juni 2015)

30 erste Preise für Berlin (1. Juni 2015)

Hervorragende Ergebnisse für Berliner Teilnehmer beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“

30 junge Berlinerinnen und Berliner kehrten mit einem 1. Preis vom diesjährigen Bundes­wettbewerb „Jugend musiziert“ zurück, der am Donnerstag in Hamburg zu Ende ging. Insge­samt hatten sich 90 Musikerinnen und Musiker aus der Hauptstadt für die dritte und letzte Runde des Wettbewerbs qualifiziert; 20 von ihnen erhielten einen 2. Preis, 24 einen 3. Preis. Das bedeutet, dass sich rund 82 Prozent der teilnehmenden Berliner Jugendlichen Bundespreise erspielten.

2.500 junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland sowie aus deutschen Schulen im Ausland waren nach Hamburg gereist. In diesem Jahr waren unter anderem die Katego­rien „Blasinstrumente solo“, „Zupfinstrumente solo“, „Klavier und ein Streichinstrument“, „Duo Kunstlied“ und „Musical“ ausgeschrieben; erstmals stand die in Berlin bereits seit langem etablierte Kategorie „Bağlama“ – die türkische Langhalslaute – auf dem Programm.

„Die vielfältigen, durchweg hochkarätigen Leistungen der Kinder und Jugendlichen, die sich in ihren Wertungsspielen von insgesamt rund 170 renommierten Jurorinnen und Juroren bewerten und anschließend beraten ließen, zeigten eindrucksvoll, dass die Beschäftigung mit Musik auf so hohem Niveau viel Spaß machen kann“, meint Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin.

Das traditionelle Berliner Bundespreisträger-Konzert, in dem sich ausgewählte Teilnehmer des Wettbewerbs der Öffentlichkeit vorstellen, findet am Samstag, 11. Juli 2015, um 17 Uhr im Roten Rathaus statt.

Nach dem Bundeswettbewerb ist auch vor dem nächsten: Der 53. Bundeswettbewerb „Ju­gend musiziert“ wird vom 13. bis 20. Mai 2016 in Kassel ausgerichtet werden.

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Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin mit einer Uraufführung im Konzerthaus und erstmalig mit einem weiteren Konzertprogramm in der Akademie der Künste (27. April 2015)

Das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin mit einer Uraufführung im Konzerthaus und erstmalig mit einem weiteren Konzertprogramm in der Akademie der Künste (27. April 2015)

Samstag, 2. Mai 2015, 20 Uhr, Werner-Otto-Saal, Konzerthaus Berlin
Freitag, 8. Mai 2015, 20 Uhr, Akademie der Künste, Studio, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Die Hochzeit von Himmel und Hölle, jene fantastisch mystische Dichtung von William Blake um 1800, inspirierte den in Berlin lebenden britisch-chinesischen Komponisten Jeffrey Ching (*1965) zu seinem „Celestial-Infernal Grand Nuptial Rite“. Dessen Uraufführung präsentiert das Landesjugendensemble Neue Musik am 2. Mai im Konzerthaus. In sieben ineinander übergehenden Sätzen, deren Titel William Blakes Dichtung entstammen, formt Ching musikalisch und dramaturgisch eine äußerst subtile und feingliedrige Szene. Die zwei professionellen SolistInnen und das Orchester gehen raffiniert eine enge klangliche Partnerschaft ein. „Die jugendlichen Orchestermitglieder improvisieren nach feinsten Vorgaben den gesamten Begleitpart in einer Art ritueller Grundhaltung, korrespondieren mit den Solostimmen und untereinander dabei stets.“, beschreibt einer der beiden künstlerischen Leiter des Ensembles, Gerhard Scherer, das neue Werk Chings. „Das Arbeiten mit dem vorgelegten Material und der geforderten konzentriert-ritualisierten Darstellungsweise sowie mit dem Background der verstörend-faszinierenden Denkungsart eines William Blake zusammen mit dem bedeutenden Komponisten Ching kann durchaus als eine herausragende Jugendarbeit angesehen werden. Grenzen werden rundum negiert und unnötig, Hierarchie stellt sich nicht ein.“

Auf dem Programm steht außerdem „Goldberg spielt“ (2000) von Moritz Eggert (*1965). Moritz Eggerts Werk ist natürlich eine Auseinandersetzung mit Johann Sebastian Bachs Goldberg Variationen von 1741. Geschrieben für den Grafen Keyerlinck, ließ dieser den Cembalisten Johann Gottlieb Goldberg die Variationen zur Unterhaltung seiner schlaflosen Nächte spielen. Ensembleleiter Jobst Liebrecht über das Werk Eggerts: „Diesem „Heiligtum“ der Musik nähert sich der Komponist mit Liebe und Ehrerbietung, jedoch jederzeit frei und unkonventionell. Mit der gehörigen Chuzpe behauptet er seine eigene Tonsprache, die von der ersten Variation an sich auf das Material der Bach-Variationen sozusagen stürzt. Insbesondere auch die Trennung zwischen E und U hat Moritz Eg­gert nie akzeptiert, seine Musik unterhält jederzeit und ist ernst gleichermaßen.“

Erstmalig präsentiert das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin in diesem Jahr Preis­träger des Landeswettbewerbs Jugend musiziert Berlin, die sich besonders durch die Beschäf­tigung mit Werken der Neuen Musik ausgezeichnet haben. Dabei finden sich Eigenkomposi­tionen, Stücke aus der „klassischen“ Phase der Neuen Musik, interessante Bearbeitungen und ungewöhnliche Instrumentenkombinationen.

 * * * * *

Auf Einladung der Akademie der Künste spielt das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin am 8. Mai zum ersten Male ein Konzert im Studio am Hanseatenweg. Der revolutionäre Aufbruch in den 1960/70er Jahren, wie ihn die Ausstellung KUNST FÜR ALLE der Akademie der Künste thematisiert, erfasste auch die Musik jener Zeit. Es entstanden Gruppen und Konzepte, die Musik und Politik neu verknüpften. Ihr Aktionsfeld war die Straße, waren Demonstrationen, Protestveranstaltungen, Feste; ihr Terrain ein demokratisiertes Kunstverständnis, jenseits des bürgerlichen Konzertsaals, mit offenen Zugangsschleusen für Improvisation, Jazz, Arbeiterlieder, Folklore. „Musik für alle“ setzt einige der damaligen Entwicklungen wieder in Betrieb.

Unter der Leitung der beiden künstlerischen Leiter Gerhard Scherer und Jobst Liebrecht spielt das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin zwei anspruchsvolle, spannende Programme:

Samstag, 2. Mai 2015, 20 Uhr, Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal

Programm:

Reinhard Lippert (*1951): URBA MEDI (2015) | Sebastian Lange, Saxophon; Jara Elena Egen, Harfe

Marek Pasieczny (*1980): Scintilla: After Arvo Pärt (2012) | Annemarie Müskes, Gitarre

Jeffrey Ching (*1965): Celestial-Infernal Grand Nuptial Rite für Mezzosopran, Violoncello und Begleitung ad libitum (2013/14 - Uraufführung) | Andión Fernández, Mezzosopran; Matias de Oliveira Pinto, Violoncello

Otto Ketting (*1935): Intrada (1958) | Moritz Beyer, Trompete

Jonas Kämper (*1998): Contrasts (2012) | Jonas Kämper, Querflöte

Moritz Eggert (*1965): Goldberg spielt für Klavier und Ensemble (2000) | Jonas Harksen, Piano

 

Freitag, 8. Mai 2015, 20 Uhr, Akademie der Künste, Studio, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Programm:

Hanns Eisler (1898-1962): Suite für Orchester Nr. 3 op. 26 aus der Musik zum Film „Kuhle Wampe“ (1931)

Louis Andriessen (*1939): Workers Union, symphonic movement for any loud-sounding group of instruments/for variable ensemble (1975)

Aus dem Repertoire des Sogenannten Linksradikalen Blasorchesters (1976-1981):

-       Rolf Riehm/Peter Paul Zahl: Der Anwalt des Schreckens (1977)

-       Heiner Goebbels/nach einem Interviewtext mit Michael Kühnen: Ohne dass ich sagen würde, ich bin der neue Führer (1980)

Bennet von Knobloch-Droste, Sprecher

Francesco Filidei (*1973): I funerali dell’anarchico Serantini, Version für sechs Spieler (2006)

 

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>>> ausführliche Informationen zum Konzert am 02.05.2015 im Konzerthaus

>>> ausführliche Informationen zum Konzert am 08.05.2015 in der Akademie der Künste

147 erste Preise im Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin (23. März 2015)

147 erste Preise im Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin (23. März 2015)

Mit der festlichen Urkundenvergabe im Konzertsaal Hardenbergstraße der Universität der Künste ging am gestrigen Sonntag der 52. Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin zu Ende. 252 Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten in 24 verschiedenen Kategorien an, von „Blasinstrumente solo“ über „Duo Kunstlied“ bis „Interkulturelle Perkussion“. 147 erhielten einen ersten Preis, 87 einen zweiten und 18 einen dritten. 71 junge Musikerinnen und Musiker wurden zum Bundeswettbewerb weitergeleitet, der vom 22. bis 28. Mai in Hamburg stattfindet.

Den traditionsreichen Sonderpreis des rbb-Kulturradios in Form einer CD-Produktion erhielt das Duo Sebastian Mirow (Violoncello) und Antong Zou (Klavier). Weitere Sonderpreise vergaben unter anderem das Julius-Stern-Institut der Universität der Künste, die Carl Bechstein Stiftung und Stage Entertainment.

Die Jugend-Jury, die in diesem Jahr zum zweiten Mal im Einsatz war, bewertete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kategorie „Duo: Klavier und ein Streichinstrument“. Sie verleiht unabhängig von der regulären Jury einen Sonderpreis und fügt damit der professionellen Sicht auf die Teilnehmer den Blickwinkel der Gleichaltrigen hinzu. „Die Mitwirkung der Jugend-Jury ist eine Bereicherung für den Wettbewerb“, meint Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin. „Die Beratungen in der Jury sind hinsichtlich der künstlerischen Ernsthaftigkeit und pädagogischen Einschätzung durchweg mit der Arbeit der ‚Haupt-Jury’ vergleichbar.“

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Die Musikbetonte Grundschule wird 40: Der Landesmusikrat Berlin gratuliert! (16. Februar 2015)

Die Musikbetonte Grundschule wird 40: Der Landesmusikrat Berlin gratuliert! (16. Februar 2015)

Zum Konzert der Musikbetonten Grundschulen in Anwesenheit von Schulsenatorin Sandra Scheeres am Mittwoch, 18. Februar, 18.00 Uhr  in der Philharmonie

Eine Berliner Erfolgsgeschichte feiert ihren 40. Geburtstag: 1975 offiziell als „Schulversuch“ eingeführt, entwickelten sich in Berlin bis heute 15 Grundschulen mit Musikbetonung und wurden damit zum Erfolgsmodell musikalischer Förderung an Schulen, die über den Regelunterricht hinausgeht. Die Musikbetonte Grundschule überstand die zwischenzeitliche Entziehung der rechtlichen Grundlagen durch das neue Schulgesetz 2004 ebenso wie  Kürzungsbestrebungen des Berliner Bildungssenators 2008 und kann auf wissenschaftlich evaluierte Erfolge verweisen.

Entwickelt wurden die Musikbetonten Grundschulen in und für Berlin. Sie beruhen auf der funktionierenden Kooperation zwischen dem Musikunterricht der allgemeinbildenden Grundschule und Instrumentallehrkräften, die in den Stundenplan voll integriert sind. Bei allen Unterschieden zwischen den Schulen im Einzelnen, sind diese weder Eliteschulen für sog. Bildungsbürger-Kinder, noch zielt die besondere musikalische Förderung auf das Schmieden von kleinen Wunderkindern ab. Vielmehr bietet die unentgeltliche Zusatzmusikbetreuung allen Schülerinnen und Schülern kreative Entwicklungsmöglichkeiten, unabhängig von Einkommen und sozialer Herkunft der Eltern. In der Chance, Kinder aus bildungsfernen Schichten und Kinder mit Migrationshintergrund musizierend an unsere Kultur heranzuführen, entsteht die Möglichkeit zu vielfältiger Integration (mit dem Nebeneffekt der Gewaltprävention).

„Gemeinsames Musizieren verlangt Aufmerksamkeit für sich und in der Gruppe. Das schließt Rücksichtnahme auf die anderen ein, damit aus dem Anfang der konzentrierten Stille die gemeinsamen Melodien, Rhythmen und Klänge entstehen“, erklärt Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin. „Damit diese gelingen, ist vielfältige Koordination feiner psychomotorischer Bewegungen erforderlich, gesteuert von Gehör und Verstand, was viel Übung braucht, alleine und zusammen. Wenn diese Haltung und Erfahrung zur Gewohnheit werden und Erfolge bringen, dann macht Musik Spaß, und das womöglich ein Leben lang, die eigene Persönlichkeit und die der Mitmenschen vielfältig bereichernd.“

Der Landesmusikrat Berlin gratuliert den 15 musikbetonten Grundschulen und ebenso auch der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, auf dass sie mit diesem Schatz in Zukunft besonders pfleglich umgehe und diesen vermehren möge, indem endlich auch Charlottenburg-Wilmersdorf seine musikbetonte Grundschule erhält und weitere eingerichtet werden.

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Das Horn ist Instrument des Jahres 2015! (22. Dezember 2014)

Das Horn ist Instrument des Jahres 2015! (22. Dezember 2014)

 

  • Landesmusikrat Berlin veröffentlicht Veranstaltungsbroschüre
  • Schirmherrin ist Prof. Marie-Luise Neunecker (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin)
  • Veranstaltungen rund um das Horn werden weiter gesammelt unter presse@landesmusikrat-berlin.de

Mit dem Horn hat der Landesmusikrat Berlin 2015 das vielleicht farbigste Blechblasinstrument zum „Instrument des Jahres“ gekürt. Es kann in der Höhe fast wie eine Trompete klingen, wenn auch nicht so weit tragend und etwas dunkler. In der Tiefe deckt es problemlos den Bassbereich ab und im Bedarfsfall kann es in der Mittellage schmettern, annähernd wie eine Posaune. „Doch sein unverwechselbarer Klang ist der runde, vielfältig modulierbare warme Ton, den so kein anderes Blechblasinstrument aufweist“, erklärt Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin. „Dieser Klang ließ es zum Kernbestand der kammermusikalischen Bläserbesetzungen und des klassischen-romantischen Orchesters werden, zunächst paarweise in der Frühklassik und später als wachsende Horngruppe in der Romantik, ergänzt um seine Vettern, die Tuben.“

Seit 2010 ernennt der Landesmusikrat Berlin in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Schleswig-Holstein ein Instrument zum „Instrument des Jahres“. Im ersten Jahr war dies der Kontrabass, 2011 die Posaune, 2012 das Fagott, 2013 die türkische Langhalslaute, die Bağlama, und 2014 die Bratsche. In einer umfangreichen Projektbroschüre sammelt der Landesmusikrat Veranstaltungen rund um das Instrument des Jahres und veröffentlicht die Konzerte, Vorträge, Meisterkurse und Workshops etc. außerdem auf seiner Website (www.landesmusikrat-berlin.de).

Das Horn soll – wie seine Vorgänger – 2015 in zahlreichen Veranstaltungen ganz unterschiedlichen Formats einem breiten Publikum vorgestellt werden: Durch den Instrumentenbauer, der vom Jagdhorn und Naturhorn über das moderne Ventilhorn bis zum Kinder-Waldhorn seine Instrumente präsentieren wird, in Meisterkursen für angehende Solisten und durch Hospitationen bei Hochschuldozentinnen und –dozenten für interessierte Laien, in Kammermusikabenden oder Konzerten für Horn und Orchester. Das Landesjugendorchester Berlin setzt im Abschlusskonzert seiner Osterarbeitsphase ein Konzert für das Instrument des Jahres auf das Programm. Das Musikinstrumentenmuseum mit Sonderführungen zum Horn wird ebenso eingebunden wie die Musikbibliotheken, die neue Ausgaben von Noten und/oder Literatur zum Horn ausstellen und kleine Konzerte anbieten.

Ein ganz besonderes Highlight zum Horn-Jahr bietet der Berliner Zoo an: In Führungen mit dem Veterinär Dr. Andreas Ochs und der Hornistin der Berliner Philharmoniker, Sarah Willis, erfahren wir, wie aus dem Horn von Tieren ein Instrument entstanden ist und welche Töne man aus ihm hervorbringen kann.

Aufmerksamkeit und Begeisterung für das Horn zu wecken, ihm zu neuer Popularität zu verhelfen, ist das Ziel des Projekts „Instrument des Jahres“. Mit seiner Veranstaltungssammlung, die jetzt in der Broschüre für die erste Jahreshälfte herauskommt, möchte der Landesmusikrat Berlin für die spezifischen Klangfarben, Spieltechniken und Feinheiten des Horns begeistern und neugierig auf mehr machen.

Ab Januar 2015 liegt die Broschüre im Druck vor, Sie erhalten sie bereits jetzt vorab als Datei!

Anlagen:

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Präsidium des Landesmusikrats Berlin für weitere drei Jahre gewählt - Generalversammlung verabschiedet Beschluss zu TTIP-Verhandlungen (25.11.2014)

Präsidium des Landesmusikrats Berlin für weitere drei Jahre gewählt - Generalversammlung verabschiedet Beschluss zu TTIP-Verhandlungen (25.11.2014)

Dr. Hubert Kolland im Amt bestätigt - Podiumsdiskussion zu den geplanten Handelsabkommen TTIP, CETA und TiSA mit den USA und Kanada

Die Mitglieder des Landesmusikrats Berlin bestätigten in ihrer diesjährigen Generalversammlung am 24.11.2014 im Berliner Abgeordnetenhaus Dr. Hubert Kolland im Amt des Präsidenten, Frau Prof. Dr. Dörte Schmidt als Vizepräsidentin sowie Dr. Adelheid Krause-Pichler als Schatzmeisterin des Landesmusikrats. Die bisherigen Präsidiumsmitglieder Ina Finger, Joachim Litty, Carl Parma, Ralf SochaczewskyKlaus-Jürgen Weber und Markus Wenz wurden ebenfalls als Beisitzer wieder gewählt.

Dr. Hubert Kolland dankte den Präsidiumsmitgliedern für die erfolgreiche Zusammenarbeit und betonte, dass das Präsidium sich auch in der neuen Wahlperiode für die Verbesserung der Musikalischen Bildung in Berlin stark machen werde. „Die Situation ist seit langem unterentwickelt, insbesondere in den Musikschulen“, so Hubert Kolland. „Der vom Senat bewilligte Aufwuchs von 2,5 Mio. Euro war ein positiver Anfang, aber jetzt müssen weitere Schritte folgen, um die Beschäftigungsverhältnisse der Musikschullehrkräfte dauerhaft zu sichern, Wartelisten abzubauen und der Berliner Musikschule eine Zukunftsperspektive zu geben.“

Das geplante Transatlantische Freihandelsabkommen – TTIP stand im öffentlichen Teil der Versammlung zur Diskussion. Sigrid Hupach (MdB, Die Linke), Tabea Rößner (MdB, Bündnis 90/Die Grünen) Prof. Christian Höppner (Generalsekretär des Deutschen Musikrats) und Dr. Hubert Kolland stellten die derzeit in Verhandlung stehenden Abkommen TTIP, CETA und TiSA mit Fokus auf die zu erwartenden Auswirkungen für Bildung, Kultur und Wissenschaft vor. CDU und SPD sahen sich nicht in der Lage, eine/n Bundestagsabgeordnete/n in die Diskussionsrunde zu entsenden.

Die Mitglieder der Versammlung positionierten sich nicht prinzipiell gegen ein Freihandelsabkommen, kritisiert wurde aber die Intransparenz von Europäischem Rat und Europäischer Kommission in Bezug auf die Faktenlage.  Die Diskussionsteilnehmer sahen in der „Geheimhaltungspolitik“ einen beispiellosen Eingriff in demokratische Grundrechte.

Die bisherigen Informationen seien besorgniserregend, die aktuelle Zielrichtung der Verhandlungen bedeute eine Gefährdung des Systems öffentlicher Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturförderung in Deutschland. Positivlisten mit den Geltungsbereichen der Abkommen könnten Kultur, Bildung und Wissenschaft sowie die Daseinsvorsorge vor den Folgen der Marktliberalisierung schützen.

In einem einmütig verabschiedeten Beschluss unterstützt die Generalversammlung des Landesmusikrats Berlin die Resolution des Deutschen Musikrats „Veränderung braucht Dialog – Aufruf für den Schutz und die Förderung der Kulturellen Vielfalt in Deutschland“ (18.10.2014) in vollem Umfang.

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Landesmusikrat begrüßt den Erhalt der Musikschule im Rathaus Schmargendorf - Geht doch! (4. Juli 2014)

Landesmusikrat begrüßt den Erhalt der Musikschule im Rathaus Schmargendorf - Geht doch! (4. Juli 2014)

Die Musikschule City West kann nun doch in den Räumen des Rathauses Schmargendorf bleiben, nachdem der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zunächst vorgesehen hatte, dass die Musikschule dem Vermessungsamt im Rathaus Platz machen sollte.

Zahlreiche Proteste von Eltern, Musikschulen und dem Landesmusikrat, der durch einen offenen Brief an Bürgermeister Reinhard Naumann und die VertreterInnen der Bezirkspolitik dazu aufrief, sich für den Erhalt der Musikschule im Rathaus Schmargendorf einzusetzen, führten offenbar zu einem Umdenken.

Der Präsident des Landesmusikrats, Dr. Hubert Kolland, äußert sich erfreut über die Nachricht: „Das Umschwenken demonstriert, dass in Charlottenburg nicht nur in Sonntagsreden die Musikalische Bildung hochgehalten, sondern montags das Handeln tatsächlich ernst genommen wird. Wir freuen uns sehr, dass Bürgermeister Reinhard Naumann und Stadträtin Dagmar König sich durch die Änderung des Umzugskonzeptes eindeutig gegen die Verschleuderung von Steuergeldern und für den Erhalt eines stadtteilbezogenen Musikschulzentrums positioniert haben.“

Die Bezirksverordnetenversammlung beschloss jetzt, durch eine veränderte räumliche Disposition Büroflächen im Dienstgebäude am Hohenzollerndamm zu gewinnen, sodass ein Umzug der Musikschule City West nicht mehr notwendig ist.

„Diese Entscheidung macht Mut, an der Verbesserung der Situation weiter zu arbeiten“, so Hubert Kolland. „Wir hoffen, dass auch die seit fast zwei Jahren teilweise geschlossene Musikbibliothek Charlottenburg endlich ein Happy End findet und ihre volle Funktionsfähigkeit wiedererlangt.“

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Berlin erfolgreich beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" (12. Juni 2014)

Berlin erfolgreich beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" (12. Juni 2014)

65 Preise für die Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Das ist die erfreuliche Bilanz des 51. Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“, der am 12. Juni zu Ende ging. Austragungsort waren in diesem Jahr die Städte Braunschweig und Wolfenbüttel. Eine Rekord-Zahl von insgesamt 2.493 jungen Musikern hatte sich für den diesjährigen Bundeswettbewerb qualifiziert, 98 von ihnen kamen aus Berlin. Von den Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmern erspielten sich

- 26 einen 1. Preis,

- 11 einen 2. Preis,

- 28 einen 3. Preis.

Ausgeschrieben waren unter anderem die Kategorien Klavier solo, Streicher-Ensemble, Bläser-Ensemble und Neue Musik sowie erstmals Akkordeon-Kammermusik.

„Die hohe Teilnehmer-Zahl, gerade im Bereich der Ensemble-Wertungen, zeigt, wie wichtig Kindern und Jugendlichen das gemeinsame Musizieren ist“, erklärt Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin und Mitglied im Präsidium des Landesmusikrates Berlin. Er appelliert an die Politik, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, um aktives Musizieren zu befördern.

Das traditionelle Konzert mit Berliner Bundespreisträgern findet am 29. Juni um 17.00 Uhr in Anwesenheit von Kulturstaatssekretär Tim Renner im Roten Rathaus statt. Der Eintritt ist frei.

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Stellungnahme des Landesmusikrats Berlin zum geplanten transatlantischen Handelsabkommen (TTIP) zwischen EU und USA (24. Mai 2014)

Stellungnahme des Landesmusikrats Berlin zum geplanten transatlantischen Handelsabkommen (TTIP) zwischen EU und USA (24. Mai 2014)

Der Landesmusikrat Berlin hat sich auf seiner jüngsten Klausurtagung in der Landesmusikaka­demie Berlin auch mit den Bestrebungen der Europäischen Union (EU) und der Vereinigten Staaten von Amerika (USA), ein transatlantisches Handelsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership – TTIP) zu schließen, auseinander gesetzt.

Neben den wichtigen Informationen des Deutschen Kulturrats werteten wir das Wortprotokoll der Debatte im Ausschuss für Kulturelle Angelegenheiten auf seiner 35. Sitzung am 24. Februar 2014 (unter Zuladung des Ausschusses für Europa- und Bundesangelegenheiten, Medien) aus, das im Flughafengebäude Tempelhof (Tempelhofer Damm 1-7, 12101 Berlin) unter Vorsitz von Frank Jahnke (SPD) stattgefunden hat.

Nach Diskussion der von Olaf Zimmermann (Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats e.V.) dargestellten Gefahren sowie den vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und den von den Abgeordneten aller Parteien geäußerten Argumenten und prinzipiellen Kritikpunkten kam das Präsidium des Landesmusikrats Berlin zu folgender Position und Forderung:

„Die substanziellen Weiterverhandlungen über ein transatlantisches Handelsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership–TTIP) sind so lange auszusetzen, bis der Kultursektor einschließlich Bildung und Wissenschaft aus den Verhandlungsgegen­ständen herausgenommen ist. 

Der Landesmusikrat Berlin fordert alle Organisationen des Kultursektors einschließlich der Bildung und Wissenschaft und die Parteien auf nationaler Ebene auf, diese Position zu übernehmen und gegenüber bzw. in Bundesrat, Bundestag und Bundesregierung so zu vertreten und EU-weit zu verbreiten, damit das Europaparlament und die EU-Kommis­sion diese Position mit Nachdruck umsetzen.“

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Landesjugendensemble Neue Musik mit einem Komponistinnen-Programm - erstmalig zwei syrische Geflüchtete im Ensemble (17. Mai 2014)

Landesjugendensemble Neue Musik mit einem Komponistinnen-Programm - erstmalig zwei syrische Geflüchtete im Ensemble (17. Mai 2014)

Konzert am 17. Mai 2014, 20 Uhr im Werner-Otto-Saal des Konzerthauses Berlin

Leitung: Gerhard Scherer und Jobst Liebrecht

 

  • Uraufführung: „Das Meer“ von Mayako Kubo, zur Tsunami-Katastrophe von Fukushima (Auftragswerk des Landesmusikrats Berlin)
  • Uraufführung: „Ouvertüre“ – Ein Stück vor dem Stück. Von Katia Tchemberdji (Auftragswerk des Landesmusikrats Berlin)
  • Zwei junge syrische Kriegsflüchtlinge sind neue Mitglieder des Landesjugendensembles Berlin
  • Ein Programm mit Werken von Komponistinnen

 

Das noch ganz junge Landesjugendensemble Neue Musik probt in seiner dritten Arbeitsphase die Uraufführung von „Das Meer“ der japanischen Komponistin Mayako Kubo. Das Werk, das sich mit der Tsunami-Katastrophe von Fukushima befasst, ist im Auftrag des Landesmusikrats Berlin entstanden und von der in Berlin lebenden Mayako Kubo dem Landesjugendensemble Neue Musik „auf den Leib“ komponiert worden.

„Musik nach Fukushima zu schreiben, ist nicht möglich“, meint Mayako Kubo. „Nach einer Katastrophe ein Gedicht zu schreiben, ist möglich. Aber eine Musik? Wenn Musik meine Sprache ist, kann ich durch Musik Trauer, Wut, Freude zum Ausdruck bringen. Musik ist nicht der Zweck, sondern das Ziel, in dem sich Klänge und Text vereinen. Sie bringt zum Ausdruck, was ist: Schönheit und Schrecken, Gewalt und Würde – der Natur, des Menschen, der Musik“.

„Das Meer“ basiert auf zwei Gedichten von Giuseppe Ungaretti, übertragen von Ingeborg Bachmann: Finale und Freude der Schiffbrüche. Mayako Kubo verwendet ein Ensemble mit einfach besetzten Holz- und Blechbläsern sowie 2 Schlagzeugern, Akkordeon, Klavier, Gitarre und sechs Streichern. Den Instrumentalisten stellt sie eine Mezzosopranistin und einen Chor zur Seite, der die Hoffnung und Wärme in der Gemeinschaft symbolisiert. Die Musik ist für die jungen MusikerInnen geschrieben, Mayako Kubo erklärt: „Neue Musik ist besonders geeignet für aktuelle Themen. Neue Spieltechniken ermöglichen eine Verfremdung der Klänge. Sie machen die jungen Musiker neugierig und die jungen Musiker machen die Musik lebendig.“

Die in Moskau gebürtige Komponistin Katia Tchemberdji besuchte ein Konzert des Landesjugendensembles Neue Musik und beschloss spontan, ein Werk für das Ensemble zu komponieren: „Ouvertüre“ entstand im Auftrag des Landesmusikrats und wird derzeit für die Uraufführung am 17. Mai, 20 Uhr im Werner-Otto-Saal des Konzerthauses geprobt.

Die Ouvertüre - das Stück vor dem Stück – „entfaltet sich im orchestralen Raum, in dem die Instrumentengruppen Holzbläser, Streicher, Klavier/Akkordeon, Gitarre/Harfe/Schlagzeug – als Klangschichten gedacht – sich zu- oder voneinander dynamisch bewegen und sich irrealen Charakteren auf der virtuellen Bühne annähern“, so die Komponistin über ihr Werk. „Am Ende geht der imaginäre Vorhang auf - die Eröffnung einer Oper. Wobei die letzte aber nicht gespielt wird.“ 

Zwei junge syrische Kriegsflüchtlinge sind neue Mitglieder im Ensemble

Neue Musik macht neugierig – dies bestätigt die große Attraktivität, die das Projekt des Landesmusikrats auf junge Musiker ausübt. Die meisten sind zwischen 14 und 18 Jahre alt, darunter auch zwei Jugendliche, die erst seit einigen Monaten in Berlin leben: Ghada Khoury (Querflöte und Gesang) und Ghaith Al-Shaar (Horn und syrische Laute) flüchteten vor den Kriegsgeschehnissen in Syrien und fanden in Berlin ein neues Zuhause.

Im Landesjugendensemble erleben sie Integration, auch über sprachliche Barrieren hinweg. Ins Programm eingebettet sind Improvisationen, in denen die Ensemblemitglieder frei mit Klängen, Tempi und Dynamik spielen. Eine Improvisation ist von Ensembleleiter Gerhard Scherer um die beiden syrischen Musiker angelegt. Beide stehen mit ihren Instrumenten – Gesang und syrische Laute – im Mittelpunkt, alle anderen gruppieren sich klanglich um das Duo herum.

Wo das Unaussprechliche in Worten kaum auszudrücken ist, kann Musik Mittlerin sein. Krieg und Naturkatastrophen sind durch Musik selbstverständlich nicht zu überwinden. Aber sie kann helfen, Emotionen zum Ausdruck zu bringen, die schwer zu fassen sind, sich dem Unfassbaren zu nähern, wo Worte versagen.

„Das ist meine erste Erfahrung mit Neuer Musik – zum Teil schon sehr bizarr!“, findet Ghada. Und Ghaith fügt hinzu: „Vielen Dank, dass wir dabei sein dürfen und diese Erfahrung machen können!“

Programm des Konzertes am 17. Mai 2014, 20 Uhr:

Myriam Marbe: Sym - phonia (1996)
Isabel Mundry: Gefächerter Ort (2007/2009)
Ensemble-Improvisationen
Katia Tchemberdji: Ouvertüre (2014) UA
Mayako Kubo: Das Meer (2014) UA

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin
Chor: neuer chor berlin (Leitung: Maike Bühle)
Mezzosopran: Karina Repova

Leitung:           Gerhard Scherer
                        Jobst Liebrecht

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Erstmalig Preisverleihung „Jugend forscht: Musik“ (15. Mai 2014)

Erstmalig Preisverleihung „Jugend forscht: Musik“ (15. Mai 2014)

im Rahmen des Preisträgerkonzerts „Jugend musiziert Berlin“ im Bechstein Centrum im stilwerk Charlottenburg

Mit der festlichen Preisverleihung im Rahmen des Konzerts der Landespreisträger von Jugend musiziert Berlin 2014 ging jetzt die erste Runde des Wettbewerbs „Jugend forscht: Musik“ erfolgreich zu Ende. Es wurden zwei 2. Preise vergeben: Die Schüler/innen Katharina Reddemann (Paul-Natorp-Gymnasium Friedenau) sowie Leonard Schärfen und Maxi Fritzsche (Otto-Nagel-Gymnasium Biesdorf/Marzahn) wurden für ihre Arbeiten ausgezeichnet, die sie im Rahmen der „Fünften Prüfungskomponente im Abitur“ bei „Jugend forscht: Musik“ erstellt hatten.

Die Laudatorinnen Prof. Dr. Susanne Fontaine (Universität der Künste Berlin) und Dr. Sarah Zalfen (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung) beglückwünschten die Preisträger/innen zu ihren Arbeiten zu den Themen „Margot Hinnenberg-Lefèbre und Arnold Schönberg. Exemplarische Analyse einer Künstlerbeziehung im Umkreis der Zweiten Wiener Schule“ und „Der argentinische Tango. Inwiefern ist der argentinische Tango eine Darstellung gesellschaftlicher Entwicklungen in Argentinien?“. Die betreuenden Lehrerinnen an den Schulen waren Dr. Sarah Bösch und Catrin Fischer (Paul-Natorp-Gymnasium Friedenau) und Kirsten Gatzemann (Otto-Nagel-Gymnasium Biesdorf/Marzahn). Ihnen standen die Mentorinnen Prof. Dr. Dörte Schmidt (Universität der Künste Berlin) und Daniela Fugellie (Universität der Künste Berlin) zur Seite.

Für den Einsatz der Lehrerinnen und Mentorinnen dankte Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin, und betonte: „Mit dem neuen Projekt wollen wir auch die intellektuelle Dimension der Musikalischen Bildung stärken, indem wir neugierigen Jugendlichen den unmittelbaren Zugang zum aktuellen Stand musikwissenschaftlicher Forschung eröffnen.“

Die Jugendlichen erhielten als Preise Jahresabonnements bzw. Themenhefte der „Neuen Zeitschrift für Musik“ und „Die Tonkunst“. Sie sind mit ihren Arbeiten die erfolgreichen Vorreiter des Projekts „Jugend forscht: Musik“.

Jugend forscht: Musik – Das Projekt

Der Landesmusikrat Berlin lädt mit dem Projekt "Jugend forscht: Musik", einer Initiative des Runden Tisches "Bildungs- und Wissenschaftslandschaft Musik in Berlin", Schüler/innen und ihre Lehrer/innen zu einer besonderen Art der Zusammenarbeit mit Musikforschungseinrichtungen ein.

Das Projekt bringt Wissenschaftseinrichtungen direkt mit Schulen in Verbindung: WissenschaftlerInnen begleiten als MentorInnen im Rahmen ihrer aktuellen Forschungsprojekte SchülerInnen und ihre betreuenden LehrerInnen beispielsweise bei der Themenfindung und -beabeitung im Rahmen der "Besonderen Lernleistung" (Bestandteil der "Fünften Prüfungskomponente im Abitur"). Der Landesmusikrat versteht sich dabei als Bindeglied und Vermittler. Ziel ist das direkte Heranführen an die Forschungspraxis mit dem betreuenden Lehrer als Verantwortlichem und Vertreter der Schulmusik. Diese Initiative soll eine öffentlichkeitswirksame Plattform schaffen und in der Verbindung von Schule und Wissenschaft die Musik insgesamt stärken.

Das Projekt „Jugend forscht: Musik“ arbeitet bislang mit 17 teilnehmenden Wissenschaftseinrichtungen und Kooperationspartnern zusammen, die die verschiedensten Quellen sammeln und/oder zu ganz unterschiedlichen musikwissenschaftlichen Fragestellungen forschen. Das sind zum Beispiel die Universitäten der Stadt Berlin, das Musikinstrumentenmuseum, die Musikabteilung für Völkerkunde oder die Forschungsstelle der Arnold-Schönberg-Gesamtausgabe, das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung sowie die Staatsbibliothek und die Zentral- und Landesbibliothek, außerdem die Gesellschaft für Musikforschung und der Deutsche Hochschulverband.

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Landesjugendorchester erinnert an den Überfall auf Polen vor 75 Jahren mit Werken von Panufnik und Lutosławski (23. April 2014)

Landesjugendorchester erinnert an den Überfall auf Polen vor 75 Jahren mit Werken von Panufnik und Lutosławski (23. April 2014)

Konzert am Mittwoch, 23. April 2014, 20 Uhr im Großen Saal des Konzerthauses

Landesjugendorchester Berlin
Dirigentin: Sian Edwards

Solist: Léo Thouvenin-Masson, Violine

Gleich drei Ebenen verbindet das Landesjugendorchester Berlin miteinander im Programm seiner Osterarbeitsphase: Einen aktuellen Anlass, Kompositionen des 20. Jahrhunderts und die Pflege des großen klassischen Konzertrepertoires. Mit der Aufführung von Andrzej Panufniks „Heroic Overture“ (1952/1969) und Witold Lutosławkis „Muzyka Zalobna“ gedenken die jugendlichen OrchestermusikerInnen des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939.

Panufnik, 1914 in Warschau geboren, komponierte während der deutschen Besatzungszeit in Polen patriotische Lieder und trat in Untergrundkonzerten auf – oft als Klavierduo-Partner von Witold Lutosławski. 1944 fiel der gesamte Bestand seiner Werke beim Warschauer Aufstand der Zerstörung durch die Nationalsozialisten zum Opfer, drei Kompositionen rekonstruierte Panufnik aus dem Gedächtnis nach Kriegsende.

Panufniks lebenslange Identifikation mit seiner Heimat spiegelt sich in Anklängen an die polnische Musikkultur, folkloristischen Melodien und Tänzen in seinen Werken wider.

Der ebenfalls in Warschau geborene Witold Lutosławski (1913-1994) wurde durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs an seinem geplanten Studium in Paris gehindert. Nach seiner Flucht aus deutscher Gefangenschaft teilte er das Los seines Kollegen Panufnik und spielte in Warschauer Cafés Klavier. Nach Kriegsende widmete Lutosławski sich der seriellen Musik. Mit der „Trauermusik“ („Muzyka Zalobna“) von 1958, seiner ersten zwölftonalen Komposition, nimmt er direkten Bezug auf die Stilistik Béla Bartóks.

In Béla Bartóks 1. Violinkonzert (1907) beginnt der Solist ohne Orchestervorspiel den ersten Satz. Der Komponist widmete das Konzert der erst 20-jährigen Geigerin Stefi Geyer, die das Werk selbst allerdings nie öffentlich aufführte. Erst 1959 – nach dem Tod Bartóks und Stefi Geyers – kam es zur Uraufführung.

Solist im Konzert des Landesjugendorchesters ist Léo Thouvenin-Masson, der 2011 bis 2013 Konzertmeister des Landesjugendorchesters war. Dass ehemalige Orchestermitglieder, die sich in der Arbeit mit dem LJO weiter entwickelt haben und eine professionelle Laufbahn einschlagen konnten, als Solisten des LJO zurückkehren, ist mittlerweile gute Tradition.

Jugendlichen wichtige geschichtliche Ereignisse durch das Erleben und eigene Mitwirken bei der Erarbeitung von Musikprogrammen kulturell und emotional näher zu bringen, ist ein wichtiger Aspekt der Projektarbeit. Doch genauso wichtig ist die Pflege der großen klassischen und romantischen Orchesterliteratur im Konzept der LJO-Arbeit. So findet sich immer ein symphonisches Werk von Mozart, Brahms, Mahler, Bruckner und Co. im Programm. Am 23. April wird es Beethovens 5. Sinfonie sein, die das Programm des Abends mit dem berühmten „Schicksals-Motiv“ beschließt – obgleich diese Bezeichnung nicht von Beethoven selbst stammt.

 

Karten zu 9/12/15 € sind erhältlich unter: Tel. 030 -20309 2101

 

Das Orchester

Das Landesjugendorchester Berlin (LJO) ermöglicht Berliner Jugendlichen, sich unter Leitung besonders qualifizierter Dirigenten und Instrumentaldozenten aus Berliner Spitzenorchestern im Orchesterspiel fortzubilden.

Das LJO Berlin kommt seit 1987 zweimal im Jahr zu einer einwöchigen Arbeitsphase und jeweils anschließenden Konzerten zusammen. Es wird vom Orchester der Deutschen Oper in seiner Arbeit unterstützt.

 

Die Dirigentin – Sian Edwards

Die Dirigentin Sian Edwards studierte am Royal Northern College of Music in Manchester und am Leningrader Konservatorium. Als Operndirigentin debütierte sie 1986 mit Kurt Weills „Mahagonny” an der Scottish Opera und 1988 mit Michael Tippetts „The Knot Garden” am Royal Opera House London. Von 1993 bis 1995 war sie Chefdirigentin der English National Opera. Sie hat mehrere Opern beim Glyndebourne Festival geleitet und Mark-Anthony Turnages „Greek“ bei der Münchner Biennale zur Uraufführung gebracht.

Als Gast dirigiert Sian Edwards regelmäßig an den großen Opernhäusern in London, Paris, Kopenhagen, Helsinki, Frankfurt, Wien und Stuttgart und hat sich mit Uraufführungen und Opern des 20. Jahrhunderts einen hervorragenden Ruf bei der Pflege des zeitgenössischen Repertoires geschaffen. Sian Edwards steht auch als Orchesterdirigentin regelmäßig am Pult bedeutender Klangkörper wie Los Angeles Philharmonic, Cleveland Orchestra, Orchestre de Paris, St. Petersburger Philharmonie, Wiener Symphoniker, Finnisches Radioorchester, Rundfunkorchester Leipzig, Bayerisches Rundfunkorchester, London Sinfonietta, City of Birmingham Symphony Orchestra u.v.m. Eine enge Bindung unterhält sie zum Ensemble Modern.

Soeben hat sie Igor Strawinskys „The Rake’s Progress“ an der Scottish Opera dirigiert und wird anlässlich des 60. Thronjubiläums der britischen Königin mit dem Royal Philharmonic Orchestra in London konzertieren.

Mit dem London Philharmonic Orchestra hat sie unter anderem Benjamin Brittens „The Young Person's Guide to the Orchestra“ auf CD eingespielt, den sie ebenfalls bereits mit dem Landesjugendorchester Berlin auf der Oster-Arbeitsphase 2012 gestaltet hat.

 

Der Solist – Léo Thouvenin-Masson

Der Geiger Léo Thouvenin-Masson wurde 1987 in Nancy geboren und besuchte dort das Konservatorium.

Er nahm an mehreren Meisterkursen bei Prof. Ami Flammer (CNSM in Paris) teil und studierte an der „Musikhochschule auf Nationalebene“ in Gennevillier.

Von 2009 bis 2011 besuchte Léo Thouvenin-Masson Meisterkurse bei Prof. Stephan Picard (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin) und nahm Unterricht bei Tarla Grau (Deutsches Symphonie Orchester Berlin).

Seit dem Wintersemester 2011 studiert er bei Prof. Valery Oistrakh am Königlichen Konservatorium Brüssel. Zudem arbeitet er regelmäßig mit Prof. Tomasz Tomaszewski (Universität der Künste Berlin), seit er an dessen Meisterkurs im Sommer 2013 teilnahm.

Neben seinen Studien spielt er in einem Klavierquartett und in einem Klaviertrio. Er war 2011 bis 2013 Konzertmeister des Landesjugendorchesters Berlin.

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Musikschulen durch konstruktive Zusammenarbeit stärken! (27. Januar 2014)

Musikschulen durch konstruktive Zusammenarbeit stärken! (27. Januar 2014)

Mit dem parteiübergreifenden Beschluss des Abgeordnetenhauses vom 13. Dezember 2013, 2,5 Mio. € zusätzlich für die Musikschulen bereitzustellten, hat die Berliner Landespolitik einen ersten Schritt getan, auch als Landesebene unmittelbare Verantwortung für die Stabilisierung und Entwicklung der Musikschulen zu übernehmen.

Wenn daraus ein tatsächlicher Erfolg für die Stärkung der Musikalischen Bildung in den Bezirken werden soll, dann kommt es im Weiteren auf die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Landes- und Bezirksebene an – über parteipolitische Grenzen und unterschiedliche Befindlichkeiten in den Bezirken hinweg.

Der Musikschulbeirat als beratendes Gremium der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat in diesem Sinne ein Fondsmodell für die Umsetzung und Verteilung der zusätzlichen Mittel erarbeitet und einhellig befürwortet. Basierend auf dem Kommissionsbericht und dem Masterplan des Landesmusikrates sollen  damit die unterschiedlichen Wirkungen zusätzlicher Mittel in den Bezirken ausgeglichen werden, damit möglichst alle Bezirke zugunsten der qualitativen Stärkung und Entwicklung ihrer Musikschule daran teilhaben können.

Der Landesmusikrat begrüßt diese positiven Schritte und sieht die Chance, dass das hemmende Ping-Pong zwischen Landes- und Bezirksebene überwunden werden kann. Er appelliert in diesem Sinne an die Senats- und  BezirksverterInnen, bei den nächsten Beratungen durch konstruktive Zusammenarbeit zu tatsächlich weiterführenden Lösungen zu kommen.

Berlin, 27. Januar 2014

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Jetzt noch anmelden! (9. Januar 2014)

Jetzt noch anmelden! (9. Januar 2014)

"Interkulturelle Perkussion" und "Komposition" bei Jugend musiziert Berlin

Erstmals Jugend-Jurys im Landeswettbewerb

Endspurt für die Anmeldung bei Jugend musiziert Berlin: Noch bis zum 15. Januar können sich Kinder und Jugendliche für die Wertung „Interkulturelle Perkussion“ anmelden, für „Komposition“ sogar bis zum 15. Februar. Diese Kategorien des bundesweiten Wettbewerbs werden nur in Berlin angeboten und im Rahmen des Landeswettbewerbs (3. bis 6. April) ausgetragen.

Die Ausschreibung „Interkulturelle Perkussion“ richtet sich an junge Perkussions-Ensembles jeder Art – die verschiedenen Trommeln sind ebenso willkommen wie Ölfässer oder Bodypercussion.

In der Kategorie „Komposition“ sollen junge Komponistinnen und Komponisten ein Stück für ein Solo-Instrument oder für Kammer-Ensemble (2 bis 6 Musizierende) einsenden und ggf. auch selbst oder zusammen mit anderen Jugendlichen aufführen.

Im Berliner Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“ werden in diesem Jahr erstmals zwei Jugend-Jurys aktiv sein: Sie haben die Möglichkeit, Erfahrungen „auf der anderen Seite des Wettbewerbstisches“ zu sammeln und werden eigene Sonderpreise vergeben. „Durch die Einbeziehung der ‚eigenen Generation’ in den Wertungsprozess gewinnt der Wettbewerb eine neue Komponente seines Profils, sowohl programmatisch als auch teilnehmerorientiert, hinzu“, meint Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Berlin.

Die genauen Teilnahmebedingungen des Wettbewerbs und weitere Informationen finden sich unter www.landesmusikrat-berlin.de.

Berlin, 9. Januar 2014

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Die Bratsche ist Instrument des Jahres 2014 (20. Dezember 2013)

Die Bratsche ist Instrument des Jahres 2014 (20. Dezember 2013)

Der Landesmusikrat Berlin ernennt die Bratsche zum Instrument des Jahres 2014

Schirmherr: Prof. Hartmut Rohde (Universität der Künste Berlin / Royal Academy of Music London)

Veranstaltungsbroschüre erscheint heute (Download: http://www.landesmusikrat-berlin.de/Instrument-des-Jahres.424.0.html)


„Der besondere Klang der Bratsche wird in der Familie der Streichinstrumente – zu unrecht – oft überhört und das wollen wir ändern“, so Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin. „Dabei beginnt die Karriere der Bratsche sogleich als Solo-Instrument in den in der Mitte des 18. Jahrhunderts beliebt werdenden Instrumental-Solokonzerten, als der Farbenreichtum der Bratsche als das Klangbild einer facettenreichen Persönlichkeit erscheint. Wir möchten die Aufmerksamkeit wieder auf dieses faszinierende Instrument lenken.“

Seit 2010 ernennt der Landesmusikrat Berlin in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Schleswig-Holstein ein Instrument zum „Instrument des Jahres“: Im fünften Jahr des Projekts ist 2014 die Bratsche „Instrument des Jahres“. Nach dem Kontrabass (2010), der Po­saune (2011), dem Fagott (2012) und der türkischen Langhalslaute Bağlama (2013) steht 2014 die Bratsche im Fokus zahlreicher Veranstaltungen unterschiedlichen Formats: vom Geigenbauer, der Bratschen für Kinder und Jugendliche präsentiert, über Meisterkurse für angehende Solisten und „Schnupperunterricht“ bei HochschuldozentInnen für interessierte Laien bis hin zu Jazzkonzerten, Kammermusikabenden für Bratschenquartette oder Konzerten für Bratsche und Orchester.

Das Landesjugendorchester Berlin setzt in den Abschlusskonzerten seiner Herbstarbeits­phase ein Konzert für das Instrument des Jahres auf das Programm. Workshops, Meister­kurse und zahlreiche Veranstaltungen rund um das Instrument des Jahres werden vom Lan­desmusikrat gesammelt, veröffentlicht und beworben. Aufmerksamkeit und Begeisterung für dieses Instrument zu wecken, ihm zu neuer Popularität zu verhelfen, ist das Ziel des Projekts.

Die Veranstaltungsbroschüre mit allen Terminen und Informationen zum Projekt ist heute erschienen. Sie können Sie einsehen und downloaden unter:

http://www.landesmusikrat-berlin.de/Instrument-des-Jahres.424.0.html

Alle Bratschen-Begeisterten, MusikerInnen und Konzertveranstalter sind aufgerufen, weitere Konzerte, Veranstaltungen und Aktivitäten rund um das Instrument des Jahres zur Veröffentlichung auf der Website des Landesmusikrats zu melden unter:

kuechler@landesmusikrat-berlin.de

Berlin, 20. Dezember 2013


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Anmeldeschluss "Jugend musiziert" (15. November 2013)

Anmeldeschluss "Jugend musiziert" (15. November 2013)

Endspurt für die Anmeldung bei „Jugend musiziert“: Noch bis zum 15. November 2013 können sich Kinder und Jugendliche für den bundesweiten Wettbewerb anmelden. Ausgeschrieben sind in diesem Jahr die Solo-Wertungen Klavier, Harfe, Gesang sowie Gitarre (Pop) und Drum-Set (Pop) und für Ensembles die Kategorien Streicher-Ensemble, Bläser-Ensemble, Akkordeon-Kammermusik und Neue Musik. In Berlin werden zusätzlich auch Band (Rock und Pop), Gesang (Rock und Pop), Baðlama-Ensemble, Interkulturelle Perkussion sowie Komposition angeboten.

Die Regionalwettbewerbe als erste Runde des dreistufigen Wettbewerbs finden am 1./2. Februar (Region Berlin-Nord) bzw. 15./16. Februar 2014 (Berlin-Mitte und Berlin-Süd) statt. Die Bundesausschreibung von „Jugend musiziert“ sowie die Berliner Zusatzausschreibungen stehen auf der Website des Landesmusikrates Berlin (www.landesmusikrat-berlin.de) zum Download zur Verfügung.

Nähere Informationen unter www.landesmusikrat-berlin.de oder jumu@landesmusikrat-berlin.de.

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Zum ersten Mal spielt das Landesjugendorchester (LJO) exklusiv für Berliner Schüler (1. November 2013)

Zum ersten Mal spielt das Landesjugendorchester (LJO) exklusiv für Berliner Schüler (1. November 2013)

Mit dem neuen Konzert für Bağlama und Orchester von Sinem Altan (gewidmet den Protestierenden im Gezi-Park)

Freitag, 1. November 2013, 11.30 Uhr, Konzerthaus am Gendarmenmarkt

Unter dem Motto „Schüler spielen für Schüler“ erwartet Berliner Schülerinnen und Schüler im Großen Saal des Konzerthauses ein besonderes Konzerterlebnis: Die Musikerinnen und Musiker auf der Bühne sind nicht älter als ihr Publikum. Die Mitglieder des Landesjugendorchesters Berlin sind zwischen 14 und 20 Jahre alt und haben in einer einwöchigen Arbeitsphase in den Herbstferien unter der Leitung des Dirigenten Johannes Klumpp ein anspruchsvolles Programm erarbeitet, darunter die Auftragskomposition des Landesmusikrats Berlin, das Konzert für Bağlama und Orchester von Sinem Altan, das von der jungen Berliner-türkischen Komponistin Sinem Altan ihrem Bağlama-Solisten Özgür Ersoy und dem LJO quasi „auf den Leib“ geschrieben wurde. Es entstand ein aufregendes Werk, den Protestierenden im und am Gezi-Park gewidmet, in dem Dialoge, Konfrontationen und Konflikte verarbeitet sind – mit offenem Ausgang.

Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse an diesem besonderen Konzert geweckt haben und Sie über die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler auf das Bağlama-Konzert und das ganze Programm berichten.

Eingebettet ist Sinem Altans Bağlama-Konzert in die nachfolgenden Werke, die mit Verdi und Wagner auch an diese diesjährigen Jubiläums-Komponisten erinnern:


Konzertprogramm

Giuseppe Verdi: Ouvertüre zur Oper „Die Sizilianische Vesper“
Giuseppe Verdi: Ouvertüre zur Oper „Aida“
Sinem Altan: Konzert für Bağlama und Orchester
Richard Wagner: Vorspiel und Liebestod aus der Oper „Tristan und Isolde“
Viktor Ullmann: 2. Sinfonie

Musikalische Leitung: Johannes Klumpp
Solist: Özgür Ersoy (Bağlama)

Berlin, 14. Oktober 2013

>>> Pressemitteilung als Download

>>> Weitere Informationen zur Komponistin, zum Solist und Dirigent

>>> Sinem Altan und ihr "Konzert für Bağlama und Orchester" (Dorothea Kolland auf der Grundlage eines Gesprächs mit Sinem Altan)

>>> Die türkische Langhalslaute (Nevzat Ciftci)

 

Wettbewerb "Jugend jazzt mit dem Škoda Jazzpreis" beim 28. Berliner Jazztreff (26. und 27. Oktober 2013)

Wettbewerb "Jugend jazzt mit dem Škoda Jazzpreis" beim 28. Berliner Jazztreff (26. und 27. Oktober 2013)

26. – 27. Oktober 2013 in der ufaFabrik Berlin

Über 40 Bands bieten an einem Konzert-Wochenende ein Programm quer durch sämtliche Spielarten des Jazz


Berlin ist mittlerweile die Hauptstadt des Jazz in Deutschland und ein Magnet für Musiker/innen aus aller Welt. Die Vitalität und Vielfalt der hiesigen Jazzszene hat sich auch wegen der hervorragenden Aus- und Weiterbildung von Nachwuchsmusiker/innen an den Musikschulen, am Jazzinstitut Berlin von UdK und HfM sowie in der lebendigen Clubszene entwickelt.

Diese Vielfalt präsentiert der Berliner Jazztreff, ein Projekt des Landesmusikrats Berlin, am 26. und 27. Oktober in der ufaFabrik: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und nationale Größen der Berliner Jazzszene spielen in allen Besetzungen vom Solo bis zur Bigband. Alle Stilarten des Jazz sind vertreten: Von Swing bis Rock, von Blues bis Latin Jazz, von Bebop bis zum Freejazz.

Am Sonnabend stehen gleich zwei Highlights auf dem Programm:

Der Landeswettbewerb „Jugend jazzt“, bei dem 5 Jazzorchester um die Teilnahme an der Bundesbegegnung 2014 spielen, und die Konzerte der „Special Guests“ – namhafte Profi-Musiker/innen der Berliner Jazzszene, die in diesem Jahr den Studiopreis der Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten erhalten haben – Alexander Beierbach & Fee Stracke, Edith Steyer & Berit Jung, Sascha Henkel sowie Klewitz/Roggenkamp/Lübke stellen ihre neuesten Projekte vor.

Am Sonntag bildet Groove den roten Faden im Programm aus Funk, Swing, Fusion-Jazz und frischen Improvisationen: Es spielen Duos und kleine Besetzungen, ein Chor und andere Gesang-Ensembles interpretieren Jazz-Standards und brasilianische Klassiker. Junge und erfahrene Bigbands umrahmen das Highlight dieses Tages, die Verleihung der Nachwuchspreise und die Bekanntgabe der Gewinner-Band von „Jugend jazzt“. Die Jury und das Beratergremium aus namhaften Berliner Musiker/innen und Musikexperten geben den Musiker/innen an beiden Tagen ausführliches Feedback.

Beim Jazztreff begegnen sich u.a. Ensembles von Musikschulen aus Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Neukölln, Reinickendorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick. 13 von insgesamt 41 Ensembles sind Bigbands.

Auf beachtlichem Niveau spielen die studienvorbereitenden Ensembles, „StuVo-Bands“ genannt, die junge Musiker/innen professionell fit machen für die Aufnahme eines Musikstudiums.

Der Jazztreff ist offen für Publikum jedes Alters, ob mit oder ohne vorherige Jazz-Erlebnisse. Als Plattform für generationsübergreifendes Musizieren ist er jedes Jahr aufs Neue ein guter Gradmesser für den Status des Jazz in Berlin.

Deshalb geben prominente Persönlichkeiten der Berliner Jazzszene den Musiker/innen auf Wunsch ein Feedback. Das Beratergremium stellen Ulf Drechsel (Jazzredakteur rbb Kulturradio), Silke Eberhard (Saxofonistin), Lea  W. Frey (Sängerin), Anna Kaluza (Saxofonistin), Niko Meinhold (Pianist), Nikolaus Neuser (Trompeter) und Andreas Willers (Gitarrist).

Der Berliner Jazztreff steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und wird gefördert von der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

Mehr unter

Honorarfreie Fotos vom Jazztreff, © Daniel Pasche, finden Sie hier:
https://www.sugarsync.com/pf/D280989_3567408_7395018

Impressionen vom Jazztreff seit 2010 unter diesem Link:
https://www.sugarsync.com/of/D280989_3567408_7312739

Weitere Fotos und Informationen auf Anfrage, die Projektleitung vermittelt gerne Kontakte zu Bandleadern aus den Bezirken verschiedener Altersgruppen oder Spielarten.

 

Landeswettbewerb „Jugend jazzt mit dem Škoda Jazzpreis“ beim 28. Berliner Jazztreff

Termine: Samstag, 26. Oktober und Sonntag, 27. Oktober 2013
Ort: ufaFabrik Berlin, Viktoriastraße 10-18, 12105 Berlin
Beginn: Samstag: 11 – ca. 22 Uhr / Sonntag: 12 – ca. 22 Uhr
Tickets: Tagesticket: 7 € / Abendticket 5 €

Tickets erhalten Sie vor Ort an der Tageskasse.

Pressekontakt: Franziska Buhre, Projektleitung Berliner Jazztreff: jazztreff@landesmusikrat-berlin.de


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Landesjugendensemble Neue Musik Berlin bringt Suite der Henze-Oper "GISELA!" zur Uraufführung

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin bringt Suite der Henze-Oper "GISELA!" zur Uraufführung

Samstag, 28. September 2013, 20 Uhr, Tischlerei der Deutschen Oper Berlin

Fulminant war der Auftakt des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin im Mai 2013 im Konzerthaus. Ein volles Haus, starke Stücke, mehr Ensemblemitglieder als jemals zuvor gedacht, grandiose konzentrierte Leistungen der Beteiligten im Gründungskonzert, nicht enden wollende Bravos. Besser kann ein Start nicht sein.

In seiner zweiten Arbeitsphase (31.7.-4.8. in der Deutschen Oper Berlin) ist das Ensemble auf eine Stärke von 50 Musikerinnen und Musikern gewachsen. Mit Neugier, Leidenschaft und auf hohem spieltechnischen Niveau bringen sie im Konzert am 28. September „Nebelheim und Sonnenland“ zur Uraufführung, eine Suite aus Hans Werner Henzes Oper „GISELA!“, die von Jobst Liebrecht arrangiert wurde. In Zusammenarbeit mit der Hans Werner Henze-Stiftung und der Deutschen Oper Berlin konnte Henzes letzte Oper in der Suite-Bearbeitung als Höhepunkt ins Programm des Ensembles aufgenommen werden. Im Anschluss an das Konzert wird die Hans Werner Henze-Stiftung ihre neue Website präsentieren.

Auf dem Programm des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin stehen:

Georg Katzer: Besteigung eines mittleren Gipfels (1998) - Auf den Stufen des Kreuzbergs
Panos Iliopoulos: eKkReMeS: 1. Satz (2012)
Jobst Liebrecht: Amherst chambers – Variationen für Oktett (2010)
Landesjugendensemble: Improvisation I: Phasen (2013) UA
Friedrich Schenker: Konzert für Vierzehn (2007)
Francesco Filidei:
I funerali dell’anarchico Serantini (2008)
Panos Iliopoulos: eKkReMeS: 2. Satz (2013)
Sidney Corbett: Lines für Malte Spohr (2006)
Panos Iliopoulos: eKkReMeS: 3. Satz (2013) UA
Hans Werner Henze/Jobst Liebrecht: Nebelheim und Sonnenland (2010/13) UA

Der Landesmusikrat Berlin rief Anfang des Jahres 2013 ein Jugendensemble ins Leben, das sich der Neuen Musik verschreibt. Hier sind die neuen und neuesten Werke der Tonkunst nicht nur Randerscheinungen im Programm, sondern sie bestimmen das gesamte Repertoire des jungen Klangkörpers. Bisher ungehörte Klänge, besondere Spieltechniken und Auftrittsformen werden mit großer Entdeckerlust von den Jugendlichen hauptsächlich im Alter zwischen 14 und 19 Jahren geprobt und aufgeführt. Dass die Jugendlichen dabei oft auch Werke buchstäblich aus der Taufe heben und somit Interpreten von Uraufführungen werden, ist ein wichtiger Aspekt der Ensemblearbeit und Programmzusammenstellungen.

Unter der Leitung von Jobst Liebrecht und Gerhard Scherer-Rügert erarbeitet das Ensemble in konzentrierten Probenphasen ein Programm, das sich aus „Klassikern“ der Neuen Musik (wie Hindemiths Kammermusik Nr. 1), den neuesten zeitgenössischen Werken sowie Ensemble-Improvisationen zusammensetzt. Behutsam und hochprofessionell werden die Jugendlichen von den künstlerischen Leitern an neue Klangwelten herangeführt, in denen sie sich selbst und die Möglichkeiten ihres Instruments ausprobieren können.

Berlin, 19. September 2013

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Berliner Ensembletreff 2013 - generationsübergreifend, instrumentenreich, genrevielfältig

Berliner Ensembletreff 2013 - generationsübergreifend, instrumentenreich, genrevielfältig

21./22. September 2013, Villa Elisabeth Berlin

Kritik üben im positiven Sinne: Der Berliner Ensembletreff stellt eine Austausch- und Weiterbildungsplattform der besonderen Art dar. Denn wo sonst werden MusikerInnen zwischen 12 und 99 Jahren aufgefordert, konstruktives Feedback zu üben?

In drei Vorspiel-Runden hören sich Instrumental-Ensembles der Berliner Laien- und semiprofessionellen Szene am Wochenende des 21./22. September 2013 gegenseitig zu. Anschließend werden sie in Feedback-Runden – unterstützt durch ein interdisziplinär zusammen gestelltes Fachkräfte-Team – zum Austausch über das eigene Musizieren motiviert: Wo liegen unsere Stärken? Was können wir konkret anders oder vielleicht besser machen? Wie kommunizieren wir untereinander im Ensemble und wo wollen wir hin?

Ergänzend werden Workshops und Ensemble-Coachings angeboten: Vom Einstieg in das Ensemble-Improvisieren (Dr. Reinhard Gagel) über gemeinsame Warm-Ups, in denen das Zusammenwirken von Musizieren und Körperbewegung praktisch erforscht wird (Carolina Lares-Jaffé), bis hin zu spontanen Live-Kompositionen (mit Dr. Ruth Wiesenfeld) – das Spektrum neuer musikalischer Erfahrungen zeigt sich für die angemeldeten Ensemble-MusikerInnen als breit gefächert.

Neugierige MusikerInnen und Fachkräfte sind herzlich eingeladen, am Veranstaltungs-Wochenende in der Villa Elisabeth (Invalidenstr. 3-4, 10115 Berlin, nahe U-Bhf. Rosenthaler Platz) vorbei zu schauen, um einen Eindruck für eine mögliche Anmeldung im Folgejahr zu bekommen.

Die drei Halbtagsveranstaltungen beinhalten jeweils: Begrüßung, Workshop 1, Vorspiel-Runde, Feedback-Runde und parallel Workshop 2 und 3: 

Samstag, 21.09., 10 - 14 Uhr
Samstag, 21.09., 15.30 - 19.30 Uhr
Sonntag, 22.09., 14.30 - 18.30 Uhr

Ansprechpartner sind Ines Haiduga (030/23 61 05 79, haiduga@landesmusikrat-berlin.de) und Daniel Lindenblatt (0178/14 57 105, bjjo@landesmusikrat-berlin.de).

Berlin, 18. September 2013

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Senat und Bezirke sind aufgefordert, die Berliner Musikschule(n) aus der Sackgasse zu holen, um ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben (13. Juni 2013)

Senat und Bezirke sind aufgefordert, die Berliner Musikschule(n) aus der Sackgasse zu holen, um ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben (13. Juni 2013)

Mit der Erzwingung der Annahme verschlechterter Honorarverträge erreicht die Berliner Musikschulpolitik einen neuen Tiefpunkt.

Ein „Weiter so“ in der Musikschulpolitik bei Musikschulen

  • ohne stabiles Gerüst aus Angestellten,
  • bei über 90 % Honorarverträgen mit prekären Entgeltsätzen und
  • 10.000 Interessenten auf den Wartelisten der Berliner Musikschulen und krasser Unterversorgung in etlichen Bezirken

schädigt die Musikschulen dauerhaft und damit die Zukunft der Musikalischen Bildung in der Musikstadt Berlin.

Vorschläge, wie die Misere überwunden werden kann, liegen u.a. in Gestalt des Berichts der Expertenkommission – vom Vorgänger-Senator Dr. Zöllner in Auftrag gegeben – seit 2009 auf dem Tisch und weitere finden sich im Masterplan Musikschule des „Runden Tisches Musikalische Bildung“ beim Landesmusikrat Berlin.

Der Landesmusikrat appelliert deshalb an die PolitikerInnen auf Senats- und Bezirksebene:

  • Führen Sie die Berliner Musikschule(n) aus der Sackgasse, geben Sie deren Lehrkräften, SchülerInnen und Eltern endlich eine Zukunftsperspektive.

  • Beenden Sie das Ping-Pong zwischen Senat und Bezirken und gelangen Sie zu einer gesamtstädtischen Kooperation zur Entwicklung der Musikschulen.

  • Ändern Sie die soziale Schieflage der neuen Verträge durch bessere Bezahlung und pauschale Regelungen.
  • Beseitigen Sie die Unterversorgung von Bezirken durch dauerhafte Kooperation von Senatsbildungsverwaltung und Bezirken.
  • Erarbeiten und beschließen Sie einen Entwicklungsplan zur Einrichtung fester Stellen für Fachbereichsleitungen und andere wichtige Funktionsaufgaben (Ensembleleitung, wichtige Instrumente und Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen u.a.).

Der Negativtrend bei den Berliner Musikschulen muss gestoppt werden und in eine nachhaltig positive Entwicklung verwandelt werden.

Berlin, 13. Juni 2013

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Berlin erfolgreich beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" (31. Mai 2013)

Berlin erfolgreich beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" (31. Mai 2013)

57 Preise für die Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Das ist die erfreuliche Bilanz des 50. Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“, der am 23. Mai zu Ende ging. Austragungsort waren in diesem Jubiläums-Jahr die Städte Erlangen, Fürth und Nürnberg. 77 junge Musikerinnen und Musiker aus Berlin hatten sich für diese letzte Runde von „Jugend musiziert“ qualifiziert; von ihnen erspielten sich

- 15 einen 1. Preis,

- 25 einen 2. Preis,

- 17 einen 3. Preis.

Insgesamt verzeichnete der Bundeswettbewerb mit mehr als 2.400 Teilnehmern einen neuen Rekord. Ausgeschrieben waren unter anderem die Kategorien Streichinstrumente solo, Akkordeon solo und Pop-Gesang solo sowie Duo: Klavier und ein Blasinstrument, Zupf-Ensemble und Alte Musik; in Berlin zusätzlich Bağlama solo, Band (Rock und Pop), Interkulturelle Perkussion sowie Komposition.

„Wir freuen uns, dass trotz hoher schulischer Belastungen und eines vielfältigen Freizeitangebots so viele Kinder und Jugendliche in unserer Stadt aktiv und auf hohem Niveau musizieren“, erklärt Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin und Mitglied im Präsidium des Landesmusikrates Berlin.

Das traditionelle Konzert mit Berliner Bundespreisträgern findet am 14. September um 18 Uhr im Roten Rathaus statt; im Anschluss daran lädt Kulturstaatssekretär André Schmitz die Teilnehmer zu einem Ehrenempfang.

Nähere Informationen unter www.landesmusikrat-berlin.de oder jumu@landesmusikrat-berlin.de.

Berlin, 31. Mai 2013

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Furioser Start mit Neuer Musik - Landesjugendensemble Neue Musik Berlin neu gegründet!

Furioser Start mit Neuer Musik - Landesjugendensemble Neue Musik Berlin neu gegründet!

Landesjugendensemble Neue Musik Berlin absolvierte seine erste Arbeitsphase und präsentiert sich im Gründungskonzert am 10. Mai im Konzerthaus

Einen elanvollen Start nahm das neu gegründete Landesjugendensemble Neue Musik Berlin. In der Woche nach Ostern trafen sich 30 jugendliche Musikerinnen und Musiker zwischen 14 und 24 Jahren im Orchesterprobensaal der Deutschen Oper Berlin. Unter der Leitung der Komponisten und Dirigenten Gerhard Scherer und Jobst Liebrecht wurden anspruchsvolle Werke der modernen Ensembleliteratur erarbeitet: Von Stücken der klassischen Moderne wie Hindemith und Nono bis zu Uraufführungen von Schenker und Dangel, perkussiven Klängen von Francesco Filidei und Improvisationen reicht die Spanne des Gründungskonzerts des Landesjugendensembles, das am 10. Mai um 20 Uhr im Werner-Otto-Saal im Konzerthaus Berlin stattfindet.

Auf dem Programm stehen:

Friedrich Schenker: Konzert für Vierzehn (2007) UA
Lorenz Dangel: Musica distillata (2010) UA
Improvisationen
Paul Hindemith: Kammermusik Nr. 1 (1921)
Luigi Nono: Polifonica, Monodia, Ritmica (1951)
Francesco Filidei: I funerali dell'anarchico Serantini (2008)

Tickets zum Preis von 13,50 € sind an der Kasse des Konzerthauses Berlin erhältlich.
Ticket-Hotline: 030 - 2030 92101

Zum Ende der Sommerferien schließt sich bereits die 2. Arbeitsphase des Landesjugendensembles Neue Musik Berlin an. Vom 31. Juli bis 4. August wird das junge Ensemble für Proben wieder zu Gast in der Deutschen Oper sein. Ein Höhepunkt des zweiten Konzerts, das am 28. September in der Tischlerei der Deutschen Oper stattfinden wird, ist die Uraufführung einer Suite aus Hans Werner Henzes Oper „Gisela!“. Für dieses Stück, das relativ groß und orchestral besetzt ist, werden noch  weitere Mitstreiter in allen Instrumentengruppen gesucht. Interessenten können sich melden unter jobst.liebrecht@web.de oder gerhardscherer@aol.com.

Berlin, 3. Mai 2013

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157 erste Preise im Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin 2013 (20. März 2013)

157 erste Preise im Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin 2013 (20. März 2013)

 

Pressemitteilung zum Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin 2013

Mit der festlichen Urkundenvergabe im Konzertsaal Hardenbergstraße der Universität der Künste ging am vergangenen Sonntag der 50. Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin zu Ende. Von den insgesamt 262 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhielten 16 einen dritten Preis, 89 einen zweiten und 157 einen ersten. 77 junge Musikerinnen und Musiker wurden zum Bundeswettbewerb weitergeleitet, der vom 17. bis 24. Mai in Erlangen/Fürth/Nürnberg stattfindet.

Die Teilnehmer konnten sich in diesem Jubiläumsjahr neben ihren Urkunden über viele Sonderpreise freuen. So erhielt der 19-jährige Kaan Bodur für seine Wettbewerbsleistung eine hochwertige Bağlama (türkische Langhalslaute), gestiftet von der CESA Investment GmbH & Co KG. Das Jahr 2013 steht in Berlin ohnehin im Zeichen der Bağlama, die der Landesmusikrat Berlin, der auch Träger von Jugend musiziert Berlin ist, zum „Instrument des Jahres 2013“ gewählt hat. Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrates, hob in seinem Grußwort die große Zahl der in Berlin mit der Bağlama musizierenden Kinder und Jugendlichen hervor und betonte die Absicht, mit dem Projekt das Instrument in der Stadt noch bekannter zu machen.

Den traditionsreichen Sonderpreis des rbb-Kulturradios erhielt das Duo Helena Montag (16) (Querflöte) und Richard Schwennicke (17) (Klavier). Weitere Sonderpreise vergaben unter anderem das Julius-Stern-Institut, das Musikhaus „Just Music“ und der Bund deutscher Zupfmusiker.

Ein Erstdruck der 58-Cent-Sonderbriefmarke zum 50-jährigen Bestehen des Wettbewerbs wurde allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vom Bundesministerium der Finanzen zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer erhielten außerdem die druckfrische Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum des Berliner Wettbewerbs überreicht.

Der Wettbewerb sei eine bundesweite und auch eine Berliner Erfolgsgeschichte, die mittlerweile auch im europäischen Raum ihre Nachahmer finde, sagte Markus Wenz, der Vorsitzende des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin. Sigrid Klebba, Staatssekretärin für Jugend und Familie, unterstrich in ihrem Grußwort die positiven Einflüsse, die die Elternhäuser und auch die Musikpädagogen durch Projekte wie „Jugend musiziert“ auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen nehmen. Der Senat werde sich auch weiterhin der Situation der Musikpädagogen annehmen. Das 50-jährige Jubiläum des Wettbewerbs wird mit einem Festkonzert von Berliner Bundespreisträgern aus fünf Jahrzehnten am Samstag, 13. April, 19 Uhr, im Kammermusiksaal der Philharmonie gefeiert.

Weitere Informationen über den Wettbewerb und alle Ergebnisse auf www.landesmusikrat-berlin.de.

Berlin, 20. März 2013

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Pressekonferenz - Die Bağlama ist Instrument des Jahres 2013 (27. Februar 2013)

Pressekonferenz - Die Bağlama ist Instrument des Jahres 2013 (27. Februar 2013)

Pressekonferenz zur Vorstellung des Projekts in der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer am 21. Februar 2013

Der Landesmusikrat Berlin ernannte die Bağlama zum Instrument des Jahres 2013, in einer Pressekonferenz in der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer wurde das Projekt vorgestellt, und ein Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ bot eine musikalische Kostprobe auf der türkischen Langhalslaute.

Mit Prof. Martin Rennert war der Schirmherr und Präsident der Universität der Künste Berlin vertreten, der angesichts der häufigen „Sprachlosigkeit in der Welt“ den Vorzug der Musik herausstellte, dennoch Verbindungen herstellen zu können, und wünschte in diesem Sinne dem Bağlama-Projekt viel Erfolg. Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrates Berlin, stellte als Träger und Initiator des Projekts Idee und Veranstaltungskalender vor: „Ca. 2.000 Berliner spielen heutzutage Bağlama, das sind vielmehr als bei Fagott- oder Posaune, die in den Vorjahren im Fokus gestanden haben. Dies soll entsprechend gewürdigt werden, um so auch die erweiterte Vielfalt Berliner Musikkultur für möglichste viele hör- und sichtbar zu machen. Das vielfältige Veranstaltungsprogramm spiegelt darum bewusst unterschiedliche Zugänge wider: Der Kongress am 23.2. mit Konzert am Abend wendet sich gezielt an Bağlama-Lehrer, eine Bağlama-Route beim musikfestival klangwelten in der Landesmusikakademie wendet sich an Kinder und Jugendliche, das erste  internationale Bağlama-Symposium führt Künstler und Fachleute aus der Türkei und Europa in Berlin zusammen, um die verschiedenen (trans)kulturellen Entwicklungslinien zu verfolgen; der Tag der Bağlama mit Bağlama-Marathon ist für die breite Öffentlichkeit im Kreuzberger Kiez am Mariannenplatz ausgerichtet und die Uraufführung des Konzerts für Bağlama und Orchester auf das traditionelle Konzertpublikum. Und nicht zuletzt sind die großen Bağlama-Meister in zahlreichen Konzerten zu erleben“.

Suat Bakır betonte als Gastgeber und Vorsitzender der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer die Bedeutung dieses Kontakts von Landesmusikrat und Handelskammer – einer geglückten Liaison von Kultur und Wirtschaft im Sinne einer umfassenden Unterstützung deutsch-türkischer Verständigung.

Ahmet Başar Şen, Generalkonsul der Republik Türkei in Berlin, verdeutlichte die große Bedeutung des Instruments für die persönliche kulturelle Identifikation der meisten Türken, für die die Bağlama den gleichen Stellenwert einnehme wie „die zwei Stück Zucker im türkischen Tee oder der Koran ganz oben auf dem höchsten Regalbrett“.

Mit dem Projekt „Instrument des Jahres“ macht der Landesmusikrat auf Instrumente aufmerksam, die wenig Beachtung finden oder bei denen der Nachwuchs fehlt. Mit der türkischen Langhalslaute stellt er zum ersten Mal ein Instrument in den Fokus, das erst spät in Mitteleuropa bekannt wurde. Gleichzeitig will der Landesmusikrat bewusst ein Zeichen für die interkulturelle Öffnung setzen.

Veranstaltungen, weitere Informationen zur Aktion sowie Möglichkeiten zur Unterstützung finden Sie unter www.landesmusikrat-berlin.de

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Die Bağlama ist Instrument des Jahres 2013 (30. Januar 2013)

Die Bağlama ist Instrument des Jahres 2013 (30. Januar 2013)

Der Landesmusikrat hat die türkische Langhalslaute zum Instrument des Jahres ernannt. Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der UdK Berlin Prof. Martin Rennert werden bis zum Jahresende Konzerte, Workshops, Meisterkurse, Symposien und andere Veranstaltungen ein Fachpublikum, aber auch die breite Öffentlichkeit für die spezifischen Klangfarben, Spieltechniken und Feinheiten der Bağlama begeistert und neugierig machen.

Projektbeauftragter ist Prof. Joël Betton von der UdK Berlin. „Ich freue mich sehr darüber, dass der Landesmusikrat in diesem Jahr die Aufmerksamkeit auf die Bağlama richtet. Ich arbeite seit über zehn Jahren daran, dieses Instrument aus ihrem Nischendasein, das es in Deutschland völlig zu Unrecht führt, zu befreien.“

Die Bağlama nimmt im gesellschaftlichen Leben sowohl der in Deutschland seit über 50 Jahren lebenden türkeistämmigen Migranten als auch in der Türkei einen hohen Stellenwert ein. Innerhalb der türkischen Musik stellt die Bağlama das Hauptinstrument dar. Bis heute werden in der Türkei die meisten Lieder – auch aus den Bereichen Pop und Rock -  mit Begleitung auf der Bağlama geschaffen. So verwundert es nicht, dass das Instrument in der Türkei über einen Kultstatus verfügt.

2013 widmet der Landesmusikrat Berlin mit seinem Präsidenten Dr. Hubert Kolland sein Projekt „Instrument des Jahres“ den charakteristischen Spieltechniken, Klängen und Ausdrucksformen der Langhalslaute. Insbesondere mit Bağlama-Konzerten eingeladener Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland, Besuchen von Bağlama-Schulen und Institutionen des Berliner Kultur- und Musiklebens wird ein breites Publikum angesprochen. In den Berliner Musikbibliotheken werden Lehrwerke, Fachbücher und CDs/DVDs zur Bağlama ausgestellt sowie kleinere Konzerte mit Preisträgern von Jugend musiziert Berlin stattfinden. Weiterhin organisiert der Landesmusikrat Berlin gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern einen Kongress für Bağlama-Lehrern.

Einen Höhepunkt des Programms bildet das in Deutschland erste musikwissenschaftliche Symposium zur Bağlama, bei dem das ganze Spektrum des Instruments zwischen Tradition und neueren Entwicklungen wissenschaftlich verhandelt werden soll. Weitere Veranstaltungen, etwa Bağlama-Meisterkurse mit Virtuosen aus der Türkei oder Lehrerfortbildungen für Bağlama und Gitarre, werden vom Landesmusikrat Berlin und seinen Partnern organisiert und durchgeführt.

Ein Konzert für Bağlama und Orchester hat der Landesmusikrat an die junge Komponistin Sinem Altan in Auftrag gegeben, die durch OLIVINN und die Neuköllner Oper in Berlin einschlägig bekannt ist. Im Großen Saal des Konzerthauses wird die Uraufführung im Herbstkonzert des Landesjugendorchesters Berlin stattfinden.

Kooperationspartner sind unter anderem der Deutsche Musikrat, die Universität der Künste Berlin, die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, die Rotterdam World Music Academy, das Turkish Music State Conservatory der Technischen Universität Istanbul, die Landesmusikakademie Berlin, das Ethnologische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin und das Orient-Institut Istanbul.

Mit der der Bağlama steht 2013 erstmals ein Instrument im Mittelpunkt, das nicht bereits in der westeuropäischen Musikszene etabliert ist. „Tausende in Berlin lebende Menschen spielen Bağlama“, stellt Dr. Hubert Kolland fest. „Das sind viel mehr Spieler als bei den bisherigen Instrumenten wie Posaune oder Fagott. Doch die meisten Berlinerinnen und Berliner wissen nichts davon. Das muss sich ändern.“

Berlin, 30. Januar 2013

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Der Landesmusikrat Berlin wählte ein neues Präsidium

Der Landesmusikrat Berlin wählte ein neues Präsidium

Dr. Hubert Kolland als Präsident wieder gewählt

Weitere Themen: Bağlama – Instrument des Jahres 2013, Singen mit Kindern als Ergänzung des Musikunterrichts

Die Generalversammlung des Landesmusikrats Berlin bestätigte Dr. Hubert Kolland im Amt des Präsidenten, ferner Frau Prof. Dr. Dörte Schmidt, Musikwissenschaftlerin an der Universität der Künste, als Vizepräsidentin sowie Dr. Adelheid Krause-Pichler, Vorsitzende des Deutschen Tonkünstlerverbandes LV Berlin, als Schatzmeisterin des Landesmusikrats.

Die bisherigen Präsidiumsmitglieder Ina Finger, Leiterin der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg (Verband deutscher Musikschulen Berlin), Joachim Litty (Leiter der Landesmusikakademie Berlin) und Klaus-Jürgen Weber wurden als Beisitzer wieder gewählt. Neu ins Präsidium gewählt wurden Carl Parma (Vorsitzender der VDS Landesverband Berlin), Markus Wenz (Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin) und Ralf Sochaczewsky (Chorverband Berlin).

Anette Indetzki (Leiterin des Amtes für Bildung im Bezirk Treptow-Köpenick),  Thomas Lange (Chorverband Berlin) sowie Christian Finke (Chorverband der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz) kandidierten nicht für eine weitere Legislaturperiode. Dr. Hubert Kolland dankte den scheidenden Präsidiumsmitgliedern für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Ein Impulsreferat vom Prof. Joël Betton (Universität der Künste) stellte die Bağlama als „Instrument des Jahres 2013“ vor. In Kooperation mit der Universität der Künste und unter der Schirmherrschaft von Prof. Martin Rennert sind zahlreiche Konzerte und wissenschaftliche Symposien geplant. Mittlerweile spielen ca. 2.500 Musikerinnen und Musiker allein in Berlin die Bağlama, die sich von der Türkei aus nach Europa verbreitete.

Weiterer Themenschwerpunkt war das „Singen mit Kindern und Jugendlichen“. Nathalie Schock (Bildungsreferentin der Landesmusikakademie Berlin) lieferte einen Überblick über die bereits bestehenden vielfältigen Projekte, deren Entwicklungspotenziale und Tendenzen für die Zukunft. Sie sollen den Musikunterricht in den allgemein bildenden Schulen ergänzen, aber nicht ersetzen, wie Nathalie Schock betonte.
Kerstin Dräger, Projektmanagerin beim Rundfunkchor Berlin, referierte über das Education-Projekt „Sing!“, mit dem der Rundfunkchor an Berliner Grundschulen Klassen-übergreifende Kinderchöre initiiert. In „Liederbörsen“ treten die Kinder gemeinsam mit Sängerinnen und Sängern aus dem Rundfunkchor auf, sind an der Auswahl des Liedguts beteiligt und werden durch die Paten aus dem Profichor für das Ensemble-Singen begeistert.

Berlin, 21. November 2012

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Zum 100-jährigen Jubiläum muss die Musikbibliothek Charlottenburg in ein provisorisches Quartier umziehen (5. November 2012)

Zum 100-jährigen Jubiläum muss die Musikbibliothek Charlottenburg in ein provisorisches Quartier umziehen (5. November 2012)

Überstürzt wurde offenbar der Mietvertrag für die Musikbibliothek im UdK-Gebäude Bundesallee 10 gekündigt, nachdem die Einsparzwänge im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf im Herbst  2011 deutlich geworden waren. Dies geschah, bevor neue Räumlichkeiten gefunden waren, obwohl die Einsparmöglichkeiten nur sehr gering sind.

Jetzt muss die Musikbibliothek in den Räumen der Bezirksbibliothek im Rathaus Charlottenburg Unterschlupf finden. Dadurch wird der bisherige Betrieb der Charlottenburger Hauptbibliothek beeinträchtigt, denn die so entstandene Situation wird weder den Bedürfnissen der Bezirkszentralbibliothek noch der Musikbibliothek gerecht: Zwei Bibliotheken werden beschädigt.

Der behelfsmäßige Betrieb beginnt am 5. November – allerdings ohne die 10.000 Notendrucke, die müssen komplett eingelagert werden und sind nicht zugänglich. Damit fehlt auf längere Zeit dieser Kernbestandteil einer Musikbibliothek!

All dies geschieht zum hundertjährigen Jubiläum dieser ältesten Musikbibliothek Berlins. Sie war von rührigen Bürgern des Tonkünstlerverbandes 1912 in Charlottenburg gegründet und aufgebaut worden – jetzt ist ein Tiefpunkt dieser traditionsreichen und viel genutzten Einrichtung erreicht.

Dazu bemerkt Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin: „Es ist bezeichnend, dass diese wichtige Musikbibliothek bis auf weiteres zum Opfer der Einsparungspolitik wird, weil sie auf besondere Bedürfnisse ausgerichtet ist und notwendigerweise ihre musikfachlichen Eigenheiten hat. Dabei wird sie von allen Altersgruppen quer durch die Bevölkerung genutzt, nicht zuletzt von Schülerinnen und Schülern  der Musikschule und für Referate in den allgemein bildenden Schulen. Die Musikstadt Berlin braucht auch die Musikbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf! Der Notbetrieb, der zwei Bibliotheken schädigt, muss so kurz wie möglich sein, das Jubiläumsjahr darf so nicht zu Ende gehen. Wir fordern das Bezirksamt deshalb auf, umgehend eine zukunftsfähige Lösung für die vollinhaltliche Wiederherstellung der Musikbibliothek zu finden.“ 

Berlin, 5. November 2012

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Musikschulen auf der Tagesordnung des Abgeordnetenhauses am 13.9.2012 (12. September 2012)

Musikschulen auf der Tagesordnung des Abgeordnetenhauses am 13.9.2012 (12. September 2012)

Der Runde Tisch Musikalische Bildung beim Landesmusikrat behandelt am  

14.9.2012 Masterplan Musikschule

Der Landesmusikrat begrüßt die Initiative der Oppositionsparteien, mit einem gemeinsamen Antrag im Abgeordnetenhaus die Berliner Musikschule(n) und ihre Probleme auf die Tagesordnung des Plenums zu setzen (Drucksache 17/0449). Damit kann endlich mit der Umsetzung der Vorschläge des Kommissionsberichts begonnen werden, den der damalige Senator Prof. Dr. Zöllner 2008 für die VHS und Musikschulen in Auftrag gegeben hat. Seit Juli 2009 liegen die Ergebnisse vor, doch handelte der Senat  seitdem nicht.

„Dass die Problematik der Musikschulen nun im Plenum des Abgeordnetenhauses verhandelt wird, ist eine Anerkennung für die engagierte Arbeit von rund 2.000 Musikschullehrkräften, von denen mehr als 90 % als Honorarkräfte ohne soziale Absicherung bei prekärer Bezahlung arbeiten. Wir erwarten, dass die Koalitionsparteien im Interesse der Musikalischen Bildung der nachwachsenden Generation sich konstruktiv zu dem Antrag stellen und auf parteipolitisches Gezänk verzichten“, erklärt dazu Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin.

Über 10.000 Interessenten befinden sich auf den Anmeldelisten der Musikschulen (bei derzeit rund 44.000 Schülerinnen und Schülern) und müssen teilweise 2 Jahre auf einen Platz warten. Der Landesmusikrat fordert, diese Unterversorgung umgehend aufzuheben und die Unterschiede zwischen den Bezirken in gesamtstädtischer Perspektive auszugleichen.

Der vom Landesmusikrat ins Leben gerufene Runde Tisch Musikalische Bildung, an dem die musikalischen Fachleute und die  Vertreter aller Fraktionen des Abgeordnetenhauses zusammenkommen, wird deshalb am 14.9. den seit Mai erarbeiteten Vorschlag zum Masterplan Musikschule behandeln. Dieser basiert auf den vom Runden Tisch einhellig beschlossenen vier Grundprinzipien in der Resolution „Zur Zukunft der Musikschule“ und beinhaltet  ein gesamtstädtisches Konzept, mit dem u.a. eine deutliche Verbesserung der Steuerbarkeit der Musikschulen und die gleichberechtigte und nachhaltige Kooperation der Musikschulen mit den allgemein bildenden Schulen erreicht werden sollen.

„Der Senat darf das Schicksal der Musikschulen nicht den unterfinanzierten Bezirken überlassen. Er muss seiner Verantwortung für das Land Berlin insgesamt gerecht werden, denn notwendig ist eine strukturell und finanziell vom Senat gestützte gesamtstädtische Lösung.“

Berlin, 12. September 2012

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Empfang der Bundeswettbewerbs-Teilnehmer von Jugend musiziert Berlin

Empfang der Bundeswettbewerbs-Teilnehmer von Jugend musiziert Berlin

Der Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten André Schmitz empfängt die Berliner Teilnehmer des Bundeswettbewerbs im Berliner Rathaus

Zu einem festlichen Empfang lud Staatssekretär André Schmitz alle 79 Teilnehmer aus Berlin ins Rote Rathaus ein, die sich für den diesjährigen Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" qualifiziert hatten.

In seiner Begrüßungsrede hob er die Bedeutung der jungen Musiker für die „einzigartige und vielfältige Kulturlandschaft Berlins“ hervor; er sei stolz auf sie, dass sie für Berlin Preise und Erfolge nach Hause gebracht hätten.

Der Präsident des Landesmusikrates Berlin, Dr. Hubert Kolland, gratulierte den Preisträgern und Teilnehmern des Bundeswettbewerbs zu ihrem bedeutsamen Erfolg und wünschte ihnen Motivation und Ansporn für ihre weitere Entwicklung in ihrem Leben.

20 der Berliner Teilnehmer erspielten sich beim Bundeswettbewerb in Stuttgart einen 1. Preis, 21 einen zweiten und 22 einen dritten.

Beim traditionellen Bundespreisträgerkonzert im Joseph-Joachim-Konzertsaal der Universität der Künste am Sonntag, 9. September, um 18 Uhr, stellen sich ausgewählte Preisträger unter anderem aus den Kategorien Fagott solo, Klavier und ein Streichinstrument, Kunstlied und Musical dem Publikum vor. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

27. August 2012

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"Die Fagotte sind los!" - Weltweit größter Workshop für Fagottensemble erstmalig in Berlin

"Die Fagotte sind los!" - Weltweit größter Workshop für Fagottensemble erstmalig in Berlin

Vom 8.-10. Juni 2012 findet erstmals der weltweit größte Workshop für Fagottensemble, „Die Fagotte sind los!“ in Berlin statt. Über 250 Fagottistinnen und Fagottisten aus dem gesamten Bundesgebiet und den USA werden in der Hauptstadt zu Gast sein. Namhafte Musiker aus den Berliner Orchestern und herausragende Pädagogen haben sich ehrenamtlich bereit erklärt, die Werke des Abschlusskonzertes einzustudieren.

Seit 2001 findet jährlich der Fagottensemble-Workshop statt. Er wird veranstaltet vom Verein zur Förderung des Fagottspiels, kurz „Fagott e.V.“ in Kooperation mit dem Landesmusikrat Berlin. Dieser Workshop „Die Fagotte sind los!“ richtet sich an Fagottspielerinnen und -spieler jedes Alters oder Leistungsstandes. Alle Fagottinstrumente – Fagott, Fagottino (Quint-, Quart-, Oktavfagott), Kontrafagott – sind willkommen. Ein Wochenende lang wird gemeinsam musiziert, um Werke in verschiedenen Leistungsstufen zu erarbeiten und sich kennen zu lernen. Abschließend werden die Stücke im Konzert am 10. Juni im Konzertsaal der Universität der Künste vorgetragen.

Der Workshop ist Bestandteil der Veranstaltungen zum „Fagott – Instrument des Jahres 2012“. Das Projekt des Landesmusikrates Berlin, „Instrument des Jahres“, bringt Musikliebhaber und Profimusiker zusammen, erschließt jungen Menschen neue Musikwelten, lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Vielfalt musikalischen Tuns in der deutschen Hauptstadt und fokussiert den Blick jeweils auf ein Instrument und die Buntheit seiner Ausdruckformen.

Prof. Klaus Thunemann (einer der bekanntesten Fagottisten Europas und renommierter Pädagoge) und Kulturstaatssekretär André Schmitz haben die Schirmherrschaft über die Veranstaltungsreihe 2012 übernommen.

Nähere Informationen zum Workshop „Die Fagotte sind los!“: www.fagotte.eu

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Runder Tisch Musikalische Bildung tagt wieder (22. Mai 2012)

Runder Tisch Musikalische Bildung tagt wieder (22. Mai 2012)

16. Mai 2012, 9.00-11.00 Uhr, Generalsekretariat des Deutschen Musikrats

Nach der Neukonstituierung des Berliner Senats nahm der Runde Tisch Musikalische Bildung mit einer Sitzung am 16. Mai seine Arbeit wieder auf. Die drängenden Probleme der Musikalischen Bildung – allen voran der kommunalen Musikschulen – standen auf der Tagesordnung.

Einhellig wurde die Zusammenführung der Runden Tische Musikschulen und Musikalische Bildung, die 2009 gegründet wurden, begrüßt. Erstmals war der LEA Berlin (Landeselternausschuss Schule) mit Mandat seines Landesvorstands mit am Runden Tisch, diese Erweiterung bedeutet die Vergrößerung des am Runden Tisch versammelten Netzwerks und größere Aufmerksamkeit für die Musikalische Bildung in Berlin.

Im Wirkungsgefüge der Handlungsfelder werden folgende Bereiche vom Runden Tisch in den Fokus gestellt:

Musikalische Bildung –

-       im Vorschulbereich

-       Musikunterricht an den allgemein bildenden Schulen

-       an öffentlichen Musikschulen

-       in außerschulischen Bereichen

-       in Chören, Orchestern, Laienensembles

-       für die Generation 50+

-       Nachwuchs der Musikberufe

-       in Wissenschaft, Forschung und Hochschulen

Mit den Resolutionen zur kommunalen Musikschule und zur Lage der Musikalischen Bildung in Berlin, die mit Beteiligung der Abgeordnetenhausvertreter aller Parteien einhellig beschlossen worden waren, legte der Landesmusikrat bereits Papiere vor, die auf die prekäre Situation hinweisen und Forderungen formulieren.

Der Runde Tisch Musikalische Bildung, der sich vor allem als politisches Fachgremium versteht, definierte sein Selbstverständnis als:

-       Beratungspartner der Politik auf Augenhöhe

-       breite fachliche Vertretung

-       Wirkungsgefüge der Handlungsfelder Musikalischer Bildung (Pädagogische und künstlerische Ausbildung und Praxis, Wissenschaft, Forschung)

-       LMR als Konzeptträger für Musikalische Bildung in Berlin (Bündelung relevanter Gremien)

Im Koordinationskreis des Runden Tisches sollen die Handlungsfelder parallel bearbeitet werden. Eine zeitliche Priorisierung für den Bereich „Musikschule“ ist der aktuellen Dringlichkeit geschuldet, gleichzeitig soll aber im Netzwerk des Runden Tisches an den weiteren Handlungsfeldern gearbeitet werden, um den Dialog mit der Politik zielführend voranzubringen und die öffentliche Wahrnehmung zu verstärken.

Der Runde Tisch setzte eine AG ein, um zeitnah alle vorliegenden relevanten Papiere zusammenzufassen und zu bündeln und Lösungsvorschläge für die dringendsten Probleme der kommunalen Musikschulen zu formulieren.

Musikpolitische Arbeit des Landesmusikrats Berlin 2011 und 2012

Der Landesmusikrat sah 2011 seine vordringliche Aufgabe und Chance darin, die Bildungspolitik, speziell die Musikalische Bildung, in den Fokus seiner Arbeit zu stellen, um vor und nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im September 2011auf die Bildungs- und Kulturpolitik in Berlin Einfluss zu nehmen. Im Vorfeld der Wahl wurden die in den Resolutionen formulierten Forderungen zur Grundlage der „Wahlprüfsteine 2011“, die alle Forderungen in Form eines Fragenkataloges beinhalteten. Den im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien  ging der Fragen- und Forderungskatalog zu, alle Fraktionen beantworteten ihn. Die Stellungnahmen wurden vom Landesmusikrat veröffentlicht und liegen als Broschüre „Wahlprüfsteine des Landesmusikrats Berlin zur Musikalischen Bildung. Fragen – Forderungen – Stellungnahmen“ vor.

Beim Parteien-Hearing des Landesmusikrats am 18. Juni 2011 im Rahmen des Tages der Musik  waren die Inhalte der Resolutionen wesentlicher Bestandteil der Diskussionsrunde. Vertreter aller Fraktionen des Abgeordnetenhauses standen Rede und Antwort zu Fragen und Forderungen zur Musikalischen Bildung.

In einem weiteren Parteien-Hearing in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung der Berliner Volkshochschulen am 31. August 2011 im Rathaus Schöneberg war der Landesmusikrat als Veranstalter ebenfalls vertreten und konnte mit seinen  Fragen zur prekären Situation an den kommunalen Musikschulen und zu Status und Bezahlung ihrer Lehrkräfte entscheidende Akzente setzen.

Eine breite Öffentlichkeit konnte bei der Bildungsdemonstration „Für eine bessere Schule in Berlin“ am 10. September erreicht werden, die nicht nur  von Landesschülerausschuss (LSA), GEW, Landeselternausschuss (LEA) u.a. organisiert wurde, sondern erstmalig auch vom  LMR-Berlin und seinen Schulmusiker-Verbänden AFS und VDS.

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166 erste Preise im Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin (26. März 2012)

166 erste Preise im Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin (26. März 2012)

Mit der festlichen Urkundenvergabe im Konzertsaal Hardenbergstraße der Universität der Künste ging gestern der 49. Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin zu Ende. Von den insgesamt 308 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhielten 29 einen dritten Preis, 109 einen zweiten und 166 einen ersten. 100 junge Musikerinnen und Musiker wurden zum Bundeswettbewerb weitergeleitet, der vom 25. Mai bis 1. Juni in Stuttgart stattfindet.

Im Fokus standen in diesem Jahr die Klavierpartner in den Solo-Wertungen. „Sie verdienen besondere Anerkennung, weil sie nicht nur den oft schwierigen Klavier-Part meistern, sondern auch auf den Solisten reagieren müssen – und häufig werden sie nur am Rande wahrgenommen“, erklärt der Vorsitzende des Landesausschusses, Markus Wenz. Jugend musiziert Berlin hat daher in diesem Jahr Sonderpreise für Klavierpartner ausgeschrieben. Sie gingen an Anton Braun (14 Jahre), Elisabeth Lingthaler (14 Jahre) und Than-Thien Dang (18 Jahre), denen ein Workshop mit einem Tonmeister beim Rundfunk Berlin Brandenburg angeboten wird.

Der Landesmusikrat Berlin als Träger des Wettbewerbs lenkt außerdem die Aufmerksamkeit auf das Fagott, das er zum „Instrument des Jahres 2012“ gewählt hat; hier war ein Sonderpreis für Gewinner eines ersten oder zweiten Preises ausgeschrieben. „JUMU 2012 bestätigte, dass dieses so charakteristisch farbige Bass-Blasinstrument mehr Aufmerksamkeit verdient. Wir freuen uns, immerhin zwei Landespreisträger zum Bundeswettbewerb schicken zu können“, erklärte Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats Berlin.

Bundesweit erstmalig gab es bei Jugend musiziert Berlin Ensemble-Wertungen im Pop-Bereich. Mit der Resonanz und den kreativen Leistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigte sich Markus Wenz sehr zufrieden, Berlin werde auf diesem Wege weiterschreiten.

Bei der Abschlussveranstaltung sprachen Hubert Kolland und Markus Wenz den fast 100 Juroren ihren Dank für ihren engagierten Einsatz während des viertägigen Wettbewerbs aus.

Weitere Informationen über den Wettbewerb und alle Ergebnisse auf www.landesmusikrat-berlin.de.

26. März 2012

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Podiumsdiskussion mit Vertretern aller Fraktionen zur Situation und Zukunft der Berliner Musikschulen (13. März 2012)

Podiumsdiskussion mit Vertretern aller Fraktionen zur Situation und Zukunft der Berliner Musikschulen (13. März 2012)

15. März 2012, 19.00 Uhr im Berlienr Abgeordnetenhaus, Raum 311

Die Warteschlangen sind von 7.000 auf 10.000 angewachsen

Die Warteschlangen vor den kommunalen Musikschulen Berlins haben sich in nur einem Jahr von 7.000 um fast die Hälfte auf 10.000 Interessenten erhöht (Stand: März 2012*). Angesichts dieser Zahlen besteht dringender Handlungsbedarf. Der Landesmusikrat Berlin unterstützt deshalb die Initiative der Freundeskreise der Musikschule Béla Bartók im Bezirk Pankow, die am 15. März eine Podiumsdiskussion zum Thema „Situation und Zukunft der Berliner Musikschulen“ mit Vertretern aller Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses veranstalten. Nach einem Bericht über die perspektivlose Situation der Berliner Musikschulen von Chris Berghäuser, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Berliner Musikschulen, werden neben den Abgeordneten die Staatsekretärin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sigrid Klebba, sowie der Stadtrat für Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt und Bürgerservice (BA Pankow), Dr. Torsten Kühne, Stellung nehmen zu den Fragen von Moderatorin Sandra Maischberger.

 

In der Einladung des Veranstalters heißt es: „Vor dem Hintergrund der unbestritten notwendigen Sparbemühungen des Landes Berlin und seiner Bezirke, ist es in den vergangenen Jahren zu schmerzhaften Einschnitten auch bei den Musikschulen gekommen. Das Bemühen, mit den jährlich neuen Sparvorgaben umzugehen, ohne Perspektive und ohne Aussicht auf einen stabilen Zielzustand, raubt Kraft und Motivation. Immerhin sind in der vergangenen Legislaturperiode bereits mit der Vorlage des vom Senat initiierten ’Kommissionsberichts  Musikschulen und Volkshochschulen’ Wege aus der Misere aufgezeigt worden.“

 

Der Landesmusikrat Berlin fordert darum die zügige und substanzielle Umsetzung der Vorschläge dieses Kommissionsberichts und die Überwindung der prekären Beschäftigungsverhältnisse der Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer. „Das Pingpong-Spiel zwischen Landes- und Bezirksebene muss endlich aufhören, um zu einer gesamtstädtischen Lösung zu gelangen“, erklärt der Präsident des Landesmusikrats, Dr. Hubert Kolland.

 

Eine Anpassung des Angebots an die Nachfrage ist dringend geboten – Wartezeiten von bis zu zwei Jahren sind ein Skandal angesichts dessen, was zwei Jahre im Leben Heranwachsender bedeuten. „Die Musikstadt Berlin verspielt ihre Zukunft, wenn sie die Musikinteressen der nachwachsenden Generation mit Füßen tritt.“

 

Berlin, 13. März 2012

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*In unserer Presseerklärung vom 14.02.2012 gingen wir noch von 8.000 Wartenden aus, das war der Stand vom August 2011.

8.000 Interessierte auf den Wartelisten - Den kommunalen Musikschulen Berlins droht der Ruin (14. Februar 2012)

8.000 Interessierte auf den Wartelisten - Den kommunalen Musikschulen Berlins droht der Ruin (14. Februar 2012)

„Die bezirklichen Volkshochschulen und Musikschulen müssen in ihrem Bestand gesichert werden“, heißt es in der Koalitionsvereinbarung auf Seite 52.

Ob dieser lapidare Satz, der noch als eigenständiger Absatz hervorgehoben ist, dem neuen Senat und seiner Koalition tatsächlich etwas bedeutet, wird sich am Donnerstag im Aus­schuss für Bildung, Jugend und Familie zeigen, wenn es auf Antrag der Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grü­nen um die Zukunft der Musikschulen geht.

Schon vor einem Jahr, als die CDU noch in der Opposition das Thema der Musikschulen in den Ausschuss für Verwaltungsreform eingebracht hatte, mussten wir uns fragen: „Bleiben die Musikschulen in der Abwärtsspirale?“. Denn schon damals befanden sich 6.500 Interessierte auf den Wartelisten vor den Musikschulen.

Seitdem hat sich die Lage verschlechtert: Die Wartelisten sind mittlerweile auf 8.000 gestie­gen (und nehmen durch die Restriktionen der vorläufigen Haushaltsbewirtschaftung der Bezirke weiter zu). Die rechtliche und soziale Lage  der meisten  Beschäftigten wird noch prekärer, da deren Verträge in Richtung auf Freiberuflichkeit getrimmt werden, um Zahlungen an die Rentenkasse zu ver­meiden. Musikschulen kündigten Kooperationen mit allgemein bildenden Schulen, damit kein Merkmal einer abhängigen Beschäftigung entsteht, denn Schulen brauchen vertraglich ge­bundene Musikschullehrkräfte, um regelmäßigen  Unterricht am verbindlich festgelegten Ort im Rahmen der Ganztagsschule abzusichern. Nur etwa 7 % der etwa 2.100 Musikschullehre­rinnen und -lehrer haben überhaupt einen Angestelltenvertrag, so dass die Musikschulen auch in ihrer organisatorischen Grundstruktur mit Funktionsstellen, um rund 43.000 Musik­schüler zu betreuen, auf wackligen Beinen balancieren.

Der Landesmusikrat fordert deshalb die Koalitionsparteien auf, zu ihren positiven Aussagen auf unserem Parteien-Hearing am Tag der Musik 2011 zu stehen und die Musikschulen tat­sächlich zu stärken durch:

  • zügige Umsetzung der Empfehlungen der Expertenkommission zum Zukunftskon­zept der Musikschulen, das im Auftrag des damaligen Senators, Dr. Zöllner, ent­standen ist und seit Sommer 2009 vorliegt
  • Abbau der Wartelisten durch funktionierende (auch finanzielle!) Kooperation zwischen Senat und Bezir­ken
  • Rechtliche und soziale Verbesserungen für die über 90 % freiberuflich Beschäftigten
  • Entwicklung einer praktikablen Kooperation auf Augenhöhe zwischen Musikschulen und allgemein bildenden Schulen

Dazu bemerkt Dr. Hubert Kolland, Präsident des Landesmusikrats: „Das Ping-Pong-Spiel zwischen Senat und Bezirken muss aufhören, mit dem die Wartelisten vor den Musikschulen verlängert und die Umsetzung der Empfehlungen der Expertenkommission bislang verhin­dert werden. Die Kinder und Jugendlichen, die warten, brauchen jetzt einen Musikschulplatz. Die Strukturen müssen zeitnah stabilisiert werden, soll Schaden an dem kommunalen Zweig der Musikalischen Bildung  Berlins vermieden werden. Es besteht dringender Handlungsbe­darf.“

Berlin, 14. Februar 2012

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Jugend rockt! Bands erobern den Wettbewerb Jugend musiziert Berlin (24. Januar 2012)

Jugend rockt! Bands erobern den Wettbewerb Jugend musiziert Berlin (24. Januar 2012)

Ein neues Kapitel in der Geschichte des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ schlägt der Landesmusikrat Berlin als Träger des Berliner Landeswettbewerbs auf: Nachdem sich in den vergangenen Jahren Solo-Kategorien im Bereich der Pop-Musik bundesweit etabliert haben – eine Entwicklung, die Berlin mit angestoßen hat – , treten in den Berliner Regionalwettbewerben nun erstmals Bands auf.

„In den ‚klassischen‘ Kategorien ermuntert ‚Jugend musiziert‘ die Teilnehmer von jeher zum gemeinsamen Musizieren“, sagt Markus Wenz,  Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin. „In der Rock- und Pop-Musik spielen die meisten jungen Musiker ohnehin in einer Band, und wir wollen ihnen nun auch die Möglichkeit bieten, sich ebenso wie Streichquartette oder Bläserensembles einer qualifizierten Jury zu stellen, eine Einschätzung ihrer Leistungen und Tipps für ihren weiteren musikalischen Weg zu bekommen.“

In den drei ausgeschriebenen Kategorien „Gitarren-Duo“, „Gesangs-Duo“ und „Band“ haben sich insgesamt 16 Gruppen angemeldet, die jüngsten Teilnehmer sind gerade einmal 9 Jahre alt. Wie in den Solo-Wertungen der Populären Musik wird besonderer Wert auf die eigene Kreativität gelegt: Selbstgeschriebene Stücke sind ausdrücklich erwünscht.

Der gemeinsame Regionalwettbewerb „Populäre Musik“ findet am 11. Februar in der Landesmusikakademie Berlin (FEZ) in der Wuhlheide statt; die Sieger treffen sich am 24. März in der Universität der Künste Berlin zum Landeswettbewerb.

Nähere Informationen unter www.jugend-musiziert-berlin.de.

24. Januar 2012

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Jetzt noch anmelden: "Interkulturelle Perkussion" und "Komposition" bei Jugend musiziert Berlin (9. Januar 2012)

Jetzt noch anmelden: "Interkulturelle Perkussion" und "Komposition" bei Jugend musiziert Berlin (9. Januar 2012)

Anmeldeschluss am 15. Januar 2012

Endspurt für die Anmeldung bei Jugend musiziert Berlin: Noch bis zum 15. Januar können sich Kinder und Jugendliche für die Wertungen „Interkulturelle Perkussion“ und „Komposition“ anmelden. Diese Kategorien werden nur in Berlin angeboten und im Rahmen des Landeswettbewerbs (22.-25. März 2012) ausgetragen.

Die Kategorie „Interkulturelle Perkussion“ richtet sich an junge Perkussions-Ensembles jeder Art – die verschiedenen Trommeln sind also ebenso willkommen wie Ölfässer oder Bodypercussion.

In der Wertung „Komposition“ sollen junge Komponistinnen und Komponisten ein Stück für ein Solo-Instrument oder für Kammer-Ensemble (2 bis 6 Musizierende) einsenden und ggf. auch selbst oder zusammen mit anderen Jugendlichen aufführen.

Die genauen Teilnahmebedingungen und weitere Informationen finden sich unter www.landesmusikrat-berlin.de.

9. Januar 2012

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