Landesmusikrat BerlinProjekteInstrument des JahresDie Instrumente des Jahres seit 2010

Instrument des Jahres

Die Harfe - Instrument des Jahres 2016

Die Harfe - Instrument des Jahres 2016

Schirmherrin: Prof. Maria Graf (Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin)

Die Programmbroschüre zum Instrument des Jahres 2016 ist ab Januar in der Geschäftsstelle des Landesmusikrats erhältlich. Hier kann man sie schon einmal als Datei herunterladen:

>>> Harfe - Instrument des Jahres 2016. Veranstaltungsprogramm Januar-Juni 2016

Wer kennt nicht das Lied “Little David,  play on your harp!”

Es entführt uns in die grauen Vorzeiten des Vorderen Orients, in die Zeit des Alten Testaments – auch wenn die Fachleute sagen, dass das so nicht stimme: David gebrauchte den Kinnor – auch ein Saiteninstrument, doch mit kastenartigem Resonanzkörper, an dessen Seite die Saiten über einen Steg laufen – , um König Saul von seinen bösartigen Träumen zu erlösen.

Die Harfe im engeren Sinn gibt es ab dem frühen Mittelalter, und seitdem hat David in den Abbildungen eben immer seine Harfe. Viele Entwicklungen hat das Instrument seitdem durchlaufen bis hin zur Doppelpedalharfe, die aus bis zu 2500 Einzelteilen besteht. Und es gibt sie – in vielen Varianten – in den meisten Kulturen der Welt.

Mythisch ist denn auch oft eine der Bedeutungen der Harfe, sei es in der irischen Volksmusik oder auch im romantischen Orchester: Was wäre der sagenumwobene Anfang von Vyšehrad in Smetanas Orchesterzyklus „Mein Vaterland“ ohne die raunenden Arpeggien der Harfen. Doch auch Licht und Freundlichkeit wird mit ihrem Klang verbunden, so wenn am Ende von Wagners „Rheingold“ nach einem gewaltigen Gewitter der lärmende Klangtumult des vollen Orchesters abbricht, die Sonne aufgeht, einen Regenbogen an den Himmel zaubert und nun gleich sechs Harfen mit ihrem hell schwirrenden Klang die Natur aufatmen und die Welt fürs Erste viel besser erscheinen lassen.

Zweifelsohne ist die Harfe das farbenreichste und dynamischste Zupfinstrument und hat einen enormen Tonumfang, der von großer Tiefe mit dunklem, fast glockenartigem Klang bis in höchste Höhen mit  Helle und Schärfe reicht, die sich auch im Orchester markant durchsetzen. Außerdem ermöglicht sie vielfältige Anschlagsnuancen von getupft und  weich bis spitz und hart, um die sie die sozusagen umgekippten „mechanisierten Harfen“ wie Cembalo oder Klavier nur beneiden können.

All diese verschiedenen Eigenschaften der Harfe von der Solodarbietung über Kammermusik bis hin zu Orchester- und Tanzmusik sowie die Harfe in außereuropäischen und neuartigen Zusammenhängen werden in den Konzerten und Veranstaltungen  im Laufe des Jahres 2016 erlebt werden können, zu denen wir hiermit ganz herzlich einladen und anregende Höreindrücke wünschen. Allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben, sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt.

Grußwort des Präsidenten des Landesmusikrats Berlin, Dr. Hubert Kolland, zum Harfenjahr 2016

 

 

Das Horn - Instrument des Jahres 2015

Das Horn - Instrument des Jahres 2015

Schirmherrin: Prof. Marie-Luise Neunecker (Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin)

Zum 10. August liegt der neue Veranstaltungsflyer zum Horn - Instrument des Jahres 2015 vor. Das pdf zum Downloaden finden sie schon jetzt hier:

Leitet Herunterladen der Datei einHorn - Instrument des Jahres 2015 II.

>>> Gesamtbroschüre "Horn - Instrument des Jahres 2015" als Download

Warum ist das Horn ein göttliches Instrument? – Ein Mensch bläst zwar hinein, aber Gott allein weiß, was herauskommt. Ein kurzer Witz, in dem aber vieles über die Kunst des Horn-Spiels gesagt ist. Dem ca. 400 cm langen gewundenen Rohr einen sauberen Ton ohne den gefürchteten „Kiekser“ zu entlocken, ist eine Kunst für sich. Hornisten lieben ihr Instrument vielleicht gerade wegen seiner diffizilen und sensiblen Klangerzeugung, in jedem Falle aber wegen so großartiger Musik wie dem empfindsam-warmen Hornsolo zu Beginn des 2. Satzes von Tschaikowskys 5. Sinfonie oder dem schwungvoll-frechen Hornmotiv in „Till Eulenspiegels lustigen Streichen“ von Richard Strauss.

Als der Kontrabass das erste Berliner „Instrument des Jahres“ wurde, war den Beteiligten noch nicht bewusst, welche Auswirkungen das Projekt haben würde: Der Kontrabass erfuhr einen Popularitätsschub, es wurden kleine bunte Kinderkontrabässe vorgestellt. Die Posaune lockte 70 Posaunistinnen und Posaunisten zur Klangaktion auf den Gendarmenmarkt. Am weltweit größten Workshop für Fagott-Ensembles „Die Fagotte sind los!“ waren 200 Teilnehmer und Teilnehmerinnen und 30 Dozenten und Dozentinnen beteiligt. 2013 fand das „Erste Bağlama-Symposium in Deutschland“ statt, zu dem Wissenschaftler, Musiker und Gäste aus der Türkei nach Berlin reisten und das auch über das Jahr hinaus Auswirkungen hatte, indem die Humboldt-Universität z.B. ein Forschungsprojekt zur Bağlama 2014 initiierte, die „Bağlama-Plattform Berlin“ gegründet wurde und nicht zuletzt die Bağlama in der Kategorie „Besondere Instrumente“ im Wettbewerb „Jugend musiziert“ endlich auch auf Bundesebene eingeführt wurde. Das „Jahr der Bratsche“ 2014 fand seinen Höhepunkt im „Tag der Bratsche“ mit Vorträgen, Workshops und großem Konzert im Konzerthaus am Gendarmenmarkt.

Auch das Horn soll 2015 in zahlreichen Veranstaltungen ganz unterschiedlichen Formats einem breiten Publikum vorgestellt werden: Durch den Instrumentenbauer, der vom Jagdhorn und Naturhorn über das moderne Ventilhorn bis zum Kinder-Waldhorn seine Instrumente präsentieren wird, in Meisterkursen für angehende Solisten und durch Hospitationen bei Hochschuldozentinnen und –dozenten für interessierte Laien, in Kammermusikabenden oder Konzerten für Horn und Orchester. Das Musikinstrumentenmuseum mit Sonderführungen zum Horn wird ebenso eingebunden wie die Musikbibliotheken, die neue Ausgaben von Noten und/oder Literatur zum Horn ausstellen und kleine Konzerte anbieten. Ein besonderes Highlight zum Horn-Jahr bietet der Berliner Zoo an: In Führungen mit dem Veterinär Dr. Andreas Ochs und der Hornistin der Berliner Philharmoniker, Sarah Willis, erfahren wir, wie aus dem Horn von Tieren ein Instrument entstanden ist und welche Töne man aus ihm hervorbringen kann.

Die Bratsche - Instrument des Jahres 2014

Die Bratsche - Instrument des Jahres 2014

Im fünften Jahr des Projekts ist 2014 die Bratsche "Instrument des Jahres". Sie soll in zahlreichen Veranstaltungen ganz unterschiedlichen Formats einem breiten Publikum vorgestellt werden: vom Geigenbauer, der Bratschen für Kinder und Jugendliche präsentiert, über Meisterkurse für angehende Solisten und "Schnupperunterricht" bei HochschuldozentInnen für interessierte Laien bis hin zu Jazzkonzerten, Kammermusikabenden für Bratschenquartette oder Konzerten für Bratsche und Orchester.

Das Veranstaltungsprogramm "Bratsche - Instrument des Jahres 2014" September-Dezember 2014 ist druckfrisch erschienen!

>>> Hier können Sie den neuen Programmflyer downloaden.

>>> Die Gesamtbroschüre "Bratsche - Instrument des Jahres 2014" finden Sie hier.



(Foto: Jean Severin)

„Von allen Instrumenten im Orchester ist die Viola dasjenige, dessen ausgezeichnete Eigenschaften man am längsten verkannt hat.“ Also schrieb Hector Berlioz in seiner 1843/44 verfassten Instrumentationslehre, bevor er in seinem unnachahmlich blumigen Stil einige von diesen Eigenschaften auflistete und an klug gewählten Beispielen aus der Orchesterliteratur erläuterte.

Vieles hat sich in den 170 Jahren getan, die seitdem vergangen sind. Die namhaftesten Komponisten haben die Viola nicht nur innerhalb des Orchesters, sondern auch als Kammermusik- und Soloinstrument mit den dankbarsten Aufgaben bedacht. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, musste das Durchschnittsniveau der Instrumentalisten – die zu Berlioz’ Zeiten allzu oft als ein für die Musizierpraxis „notwendiges Übel“ galten – stark angehoben werden, und so entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den Musikhochschulen zum ersten Mal gesonderte Violaklassen. Das Violaspiel wurde als zusätzliches Fach bei einigen der renommiertesten Musikwettbewerbe eingeführt, und es wurden sogar einige internationale Viola-Wettbewerbe ins Leben gerufen, aus denen eine stets wachsende Reihe hervorragender Solisten kontinuierlich hervorgeht.

Und doch sind viele Vorurteile und Stereotypisierungen nicht totzukriegen! Wer kennt nicht einen der unzähligen „Bratscherwitze“, die meistens mehr über denjenigen besagen, der sie erzählt, als über deren vermeintliche Zielscheibe! Tatsache ist, dass sich die Viola und ihre Spieler seit eh und je hartnäckig geweigert haben, sich in ein Muster hineinpressen zu lassen. Es fängt schon mit dem Namen an: Es wird gelegentlich gefragt, was denn der Unterschied zwischen „Viola“ und „Bratsche“ sei. Gar nichts, lautet die einfache Antwort! Beide Bezeichnungen stammen aus dem italienischen Ausdruck „viola da braccio“, der ein auf dem Arm gespieltes Instrument meint. Und da wir uns gerade mit etymologischen Fragen beschäftigen, ist es sicher nicht überflüssig zu unterstreichen, dass die Viola die Urform des Instruments darstellt; alle anderen Namen sind Ableitungen daraus: eine Violine ist eine kleine Viola; ein Violone ist eine große Viola; ein Violoncello schließlich ist eine kleine große Viola (und Claudio Monteverdi spricht zusätzlich vom „contrabbasso di viola“).

Auch bemerkenswert ist bei der Bratsche die Tatsache, dass sich weder Spieler noch Bauer des Instruments darüber einigen können, wie es idealerweise auszusehen bzw. zu klingen habe. Während sich die Geige seit Stradivari kaum geändert hat, werden bis heute Bratschen gebaut, deren Korpus eine Länge etwa zwischen 38 und 48 cm betragen und außerdem ziemlich abenteuerliche Formen annehmen kann. Eine Bratsche kann dunkel wie ein Cello oder hell wie eine Geige klingen, und beide Varianten haben ihre leidenschaftlichen Verfechter. Dieser Facettenreichtum ist einer der Reize, durch die jeder der jährlich veranstalteten Kongresse der 1968 gegründeten International Viola Society sowie die „Bratschistentage“ der daraus hervorgegangenen Deutschen Viola-Gesellschaft zu einem unvergleichlichen Ereignis wird. Wie jeder Spieler, ist auch jedes Instrument ein Unikat!

Dass der Landesmusikrat Berlin die Bratsche zum Instrument des Jahres 2014 gekürt hat, wird eine willkommene Gelegenheit darstellen, das Instrument nicht nur dem sprichwörtlichen „Mann auf der Straße“ näher zu bringen, sondern es auch aus seinem unverdienten Aschenputtel-Dasein zu erlösen.

Carlos María Solare
(Präsident der International Viola Society)


TAG DER BRATSCHE am 21. November 2014 im Konzerthaus Berlin!

Wir danken dem Konzerthaus Berlin für die großzügige Unterstützung des "Tages der Bratsche"!

Auch in diesem Jahr widmete der Landesmusikrat Berlin dem Instrument des Jahres einen eigenen Tag, der ein Tag der Begegnung mit der Bratsche und durch die Bratsche war. Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt waren Bratschisten, junge Bratschenschüler/-innen und die interessierte Berliner Öffentlichkeit zusammengekommen, um sich auszutauschen, einander zuzuhören und miteinander zu musizieren. Dabei stand die Bratsche im Mittelpunkt vielseitiger Programmpunkte:

13.30 Uhr: Meisterkurs Bratsche, Leitung Amalia Arnoldt (Solo-Bratschistin des Konzerthausorchesters Berlin). 

15.30 Uhr: Workshop mit Marion Leleu (UdK Berlin) - "Körpergerechte Haltung und Einstellung beim Bratsche-Spielen". 

16.30 Uhr: Workshop Bratsche, Leitung: Felix Korinth (Konzerthausorchester Berlin)
VIOLA-Offensive: Eröffnung durch das Bratschen-Ensemble Berliner Musikschulen, Einstudierung: Katharina Becker, Shuho Hoshi-Berg, Bettina Marquardt, Christian Roloff. 

18.30 Uhr: Vortrag Jean Severin (Weimar): "Bratschen fallen nicht vom Baum - Wie große und kleine Bratschen heute gebaut werden"

20.00 Uhr KONZERT

Einleitung: Tilman Muthesius (Potsdam): "Einführung zum historischen Bratschenbau"

Irmgard Huntgeburth (UdK/Bratsche): "Bratsche Barock" mit drei Studierenden

  • Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594): zwei Ricercari sopra li Toni
  • Georg Philipp Telemann (1681-1767): Sonata in F-Dur

Aida Carmen Soanea (Bratsche) mit Pianist und Geigerin

  • Norbert von Hannenheim (1898-1945): Sonaten für Viola und Klavier

Igor Budinstein (Solo-Bratschist des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin)

  • Niccolò Paganini (1782-1840): "Nel cor più non mi sento" (1827)

Hartmut Rohde (UdK/Bratsche), Marie-Pierre Langlamet (Berliner Philharmoniker/Harfe) und Holger Groschopp (UdK/Klavier)

Ursula Mamlok (*1923):

  • "From my garden" für Viola solo (1983)
  • "Wolkenfelder" für Viola und Harfe (1965/Rev. 2004)
  • "Above clouds" für Viola und Klavier (2013/14) - Deutsche Erstaufführung

TANGO mit Julia Adler-Mai und José Gallardo

  • Gustavo Beytelmann (*1945): Tango-Suite "5 piezas para viola y piano" (1997)

>>> Programm als Download

  

Das Veranstaltungsprogramm "Bratsche - Instrument des Jahres 2014" September-Dezember 2014 ist druckfrisch erschienen!

>>> Hier können Sie den Programmflyer downloaden.

>>> Kleiner Videobeitrag des Konzerthauses Berlin zur "Bratsche - Instrument des Jahres 2014"

>>> Die Gesamtbroschüre "Bratsche - Instrument des Jahres 2014" finden Sie hier.

Die Bağlama - Instrument des Jahres 2013

Schirmherr: Prof. Martin Rennert (Präsident der UdK Berlin)

Der Landesmusikrat Berlin möchte mit der Nominierung der Bağlama zum Instrument des Jahres  2013 ein Schlaglicht auf dieses Instrument werfen und in Konzerten, Symposien, Ausstellungen und Workshops den Dialog der Kulturen gerade in einer Stadt wie Berlin weiter intensivieren. Namhafte Institutionen und Einzelpersonen sowohl aus der Türkei, dem europäischen Ausland und Deutschland unterstützen das Projekt.

Die Bağlama nimmt im gesellschaftlichen Leben sowohl der in Deutschland seit über 50 Jahren lebenden türkeistämmigen Migranten als auch der Türkei einen hohen Stellenwert ein. Innerhalb der türkischen Musik stellt die Bağlama das Hauptinstrument dar. Bis heute werden in der Türkei die meisten Lieder - auch aus den Bereichen Pop und Rock - mit Begleitung auf der Bağlama geschaffen. So verwundert es nicht, dass das Instrument in der Türkei über einen Kultstatus verfügt.

Konzert mit Bağlama-Virtuosen des Konservatoriums Istanbul am 14. September 2013 im Konzertsaal der Universität der Künste Berlin

Mit der Bağlama stand 2013 erstmals ein Instrument im Mittelpunkt, das nicht bereits in der westeuropäischen Musikszene etabliert ist. 2013 widmete der Landesmusikrat sein Projekt "Instrument des Jahres" den charakteristischen Spieltechniken, Klängen und Ausdrucksformen der Langhalslaute. Insbesondere mit Bağlama-Konzerten eingeladener Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland, Besuchen von Bağlama-Schulen und Institutionen des Berliner Kultur- und Musiklebens wurde ein breites Publikum angesprochen. In den Berliner Musikbibliotheken wurden Lehrwerke, Fachbücher und CDs/DVDs zur Bağlama ausgestellt udn es fanden kleinere Konzerte mit Preisträgern von Jugend musiziert Berlin statt. Weiterhin organisierte der Landesmusikrat mit seinen Kooperationspartnern einen Kongress für Bağlama-Lehrer.

Der Landesmusikrat vergab einen Kompositionsauftrag an die junge, in Berlin lebende türkischstämmige Komponistin Sinem Altan, die ein Konzert für das "Instrument des Jahres" schrieb. Das Landesjugendorchester brachte das Konzert unter der Leitung von Johannes Klumpp und mit dem Bağlama-Virtuosen Özgür Ersoy als Solist am 10. Oktober 2013 im Konzerthaus Berlin zur Uraufführung.

Hier finden Sie 3 Video-Sequenzen von der Probenarbeit zum Konzert "don't bind me":

1. Fragment

2. Fragment

3. Fragment

Weiterführende Texte, Informationen und ein Interview mit der Komponistin Sinem Altan:

Leitet Herunterladen der Datei ein>>> Pressemitteilung als Download

Leitet Herunterladen der Datei ein>>> Weitere Informationen zur Komponistin, zum Solist und Dirigent

Leitet Herunterladen der Datei ein>>> Sinem Altan und ihr "Konzert für Bağlama und Orchester" (Dorothea Kolland auf der Grundlage eines Gesprächs mit Sinem Altan)

Leitet Herunterladen der Datei ein>>> Die türkische Langhalslaute (Nevzat Ciftci)

 

Erfreulicherweise motivierte das Jahr der Bağlama den Musikverlag Ries & Erler zu zwei Herausgaben: Am 22. Oktober 2013 stellte der Verlag in der Musikalienhandlung Riedel das erste deutschsprachige Bağlama-Lehrbuch (mit englischer Übersetzung) von Özgür Ersoy vor.

Ersoy war Solist im Konzert des Landesjugendorchesters am 10. Oktober 2013, in dem das Konzert für Bağlama und Orchester von Sinem Altan uraufgeführt wurde. Dieses Werk, im Auftrag des Landesmusikrates Berlin entstanden, wurde ebenfalls von Ries & Erler verlegt und ist ab sofort im Handel erhältlich.

Öffnet externen Link in neuem Fenster    Öffnet externen Link in neuem Fenster  

Das komplette Veranstaltungs-Programm des Bağlama-Jahres finden Sie hier.

Die Broschüre mit allen Grußworten und einer Konzertvorschau 2013 finden Sie hier.

Einen weiteren Höhepunkt des Programms bildete das in Deutschland erste musikwissenschaftliche Symposium zur Bağlama, bei dem das ganze Spektrum des Instruments zwischen Tradition und neueren Entwicklungen wissenschaftlich behandelt wurde.

>>> Programmheft "ERSTES BAĞLAMA-SYMPOSIUM IN DEUTSCHLAND", 14./15. September 2013

>>> Titel Programmheft "ERSTES BAĞLAMA-SYMPOSIUM IN DEUTSCHLAND", 14./15. September 2013

 

  

Projektkoordinator: Nevzat Çiftçi
ciftci@landesmusikrat-berlin.de

+49 (0)152 02053388

Landesmusikrat Berlin e. V.
Lübecker Straße 23
10559 Berlin

Das Fagott – Instrument des Jahres 2012

Sicher, (fast) jeder kennt den Klang des Fagotts als grummelnden Großvater in „Peter und der Wolf" oder als hüpfenden Besen im „Zauberlehrling". Wer jedoch nimmt bewusst wahr, dass der geheimnisvoll erotische Klang am Anfang von Strawinskys „Sacre du Printemps“ vor allem durch den sehnsüchtigen Ton der Fagott-Melodie entsteht?

Das viele Klangfacetten in sich bergende Holzblasinstrument, das meist in den hinteren Reihen des Orchesters zu entdecken ist, sicht- und hörbar zu machen, war die Absicht bei der Wahl zum Instrument des Jahres 2012:

Der Landesmusikrat Berlin freut sich, dass Klaus Thunemann, der „Vater“ nahezu einer ganzen Fagottisten-Generation, die musikalische und Andre Schmitz, der neue und alte bewährte Berliner Staatsekretär für Kultur und die Künste, die kulturpolitische Schirmherrschaft übernommen haben.

Und genauso freuen wir uns, dass so viele mit am Strang ziehen: die Laien wie die Profis bis hin zu den Berliner Spitzenorchestern, der Instrumentenbau und -handel, die Hochschulen wie die Musikbibliotheken, die Medien und – natürlich von zentraler Bedeutung – die Musikschulen, von denen einige gar die kleinen Geschwister des Fagotts, das „Fagottino“ bzw. das Kinder-Fagott, bereit halten, um früher als mit dem großen Fagott möglich zum Erlernen dieses aparten Instruments zu motivieren: Nachwuchs ist gesucht – nicht nur im Berliner Landesjugendorchester.

>>> Die Veranstaltungstermine des Jahres 2012 finden Sie hier

Die Posaune – Instrument des Jahres 2011

Mit der Posaune stand 2011 ein Instrument im Mittelpunkt des Projektes „Instrument des Jahres“, das vielfältigste Verwendung kennt: von den sagenhaften Posaunen Jerichos oder den biblischen des Jüngsten Gerichts über die Bläsersätze der Renaissance, ferner als Orchester- und Soloinstrument im Konzertsaal vor allem seit dem 19. Jahrhundert, in der Volks- und Kirchenmusik mit ihren so unterschiedlichen Posaunenchören, außerdem im Jazz (was ist eine Bigband ohne Posaunen?) oder in der Neuen Musik – hier mit ganz neuen Effekten – , in der traditionellen Blasmusik oder in den modernen Brass-Formationen, aber auch in reinen Posaunen-Ensembles – immer fasziniert der farbenreiche Klang von den tiefsten Tonräumen bis zu beträchtlichen Höhen mit der Möglichkeit von zarter bis zu scharfer und mächtigster Dynamik.

In Berlin entwickelte sich ein vielseitiges Programm unter der Schirmherrschaft des Bassposaunisten Stefan Schulz, der Mitglied der Berliner Philharmoniker und Professor an der Universität der Künste in Berlin ist.

>>> Die Veranstaltungstermine des Jahres 2011 finden Sie hier

Der Kontrabass - Instrument des Jahres 2010

Das Instrument des Jahres war 2010 der Kontrabass, erstmalig kooperierten die Landesmusikräte Berlin und Schleswig-Holstein mit diesem Projekt und verhalfen einem vermeintlich schwerfälligen und beim musikalischen Nachwuchs unpopulären Instrument zu neuer Beliebtheit: Die Situation der Kontrabass-Ausbildung in Musikschule und Studium hat sich verbessert, eine bundesweite Aufwärtsbewegung setzt ein.

Das Landesjugendorchester Berlin stellte mit der Aufführung eines Konzertes für Kontrabass und Orchester den Kontrabass als Solo-Instrument in den Mittelpunkt seines Programms und präsentierte mit der jungen Sophie Lücke ein Nachwuchs-Talent als Solistin am Kontrabass. Dass es mittlerweile grasgrüne, kleine Kontrabässe gibt, beweist, dass auch bei den Kleinsten die kindgerechte Heranführung an das Instrument in die Praxis umgesetzt wurde.